Das lohnt sich nicht für uns! Und Rosenkohl schmeckt ja doch eklig.

Es ist nun bereits der 19. Januar und der Winter holt zu seinem großen Auftritt aus. Kalt ist es auf einmal geworden. In der Nacht waren sieben Kältegrade und es geht weiter bergab. Schnee haben wir nicht, aber dafür etwas Anderes, auch ganz Wundervolles. Die Sonne scheint jetzt wieder den ganzen lieben langen Tag vom blauen Himmel. Und lang ist der Tag tatsächlich. Etwa eine halbe Stunde länger, als noch an Heilig Abend.

Heute morgen, es ist Samstag, fährt der Lord am Heimweg vom Wochenendeinkauf bei den Karpfenweihern vorbei. Es hat sich wieder, durch hilfreiche Spenden netter Mitmenschen, eine schöne Menge trocken Brot angesammelt. Das wird bis zum Frühjahr in der Angelhütte gelagert. Dann freuen sich die Karpfen wieder über die Leckerbissen von der Wasseroberfläche. Der Lord nutzt das schöne Wetter und die kalte Ruhe für einen kleinen Spaziergang. Dabei lässt er seinen Gedanken freien Lauf.

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Der schwarze (Johannisbeer)-Lord stellt sich vor

Ja so ist er der Lord. Er fällt eben gern einmal mit der Tür ins Haus, ohne vorher angeklopft zu haben. Fängt er doch gleich an, laut zu denken, ohne sich erst einmal vorgestellt zu haben. Typisch!

Also wer ist dieser geheimnisvolle Lord? Der schwarze Lord.

Nun zuerst einmal ist es einfach irgendein Mensch. Ein Mensch der es geschafft hat. Vielleicht nicht gleich das, was viele jetzt meinen mit Erfolg und Ruhm und Geld. Mit geschafft, soll hier zum Ausdruck gebracht werden, dass er entkommen konnte. Sich den Klauen der Stadt und damit auch parallel dem künstlichen Leben entgegen der Natur und ihren Rhythmen zu entreißen. Einen kleinen Vergleich von „Damals und Heute“ hat er schon früher einmal aufgeschrieben. Was es mit der Farbe schwarz und den Johannisbeeren auf sich hat, beschreibt der Lord in der Einleitung seiner Lord-Kategorie

Aber warum reden wir hier wie von einer Flucht wie aus einer brenzligen Situation? Entkommen der Stadt und dem städtischen, modernen Leben?

Ganz einfach, weil er es so sieht. Ich will euch das einmal erklären.

Entronnen dem alten Leben also, fand der Lord seinerzeit sein passendes Schlösschen. „My home is my castle“ liest man immer wieder. Und weil ein Lord ein Schloß braucht, ist eben das neue Zuhause sein Schloß. Erhöht liegt es über einem kleinen Dorf, weit ab von großen Städten und Abgasen, Fabriken und stinkender Luft.

Dort kümmert er sich um den großen Garten, kleinere Ländereien, die zum Schloss gehören und um all diejenigen die auch dort zu Hause sind. Wilde Tiere, heimische Pflanzen und um sich und seinen Prinzen….

Nein, das ist zu kitschig. Sagen wir, erkümmert sich um sich und seinen Mann, mit dem er alles bewirtschaftet.

Zwei Welten, die sich entfernen

Je mehr der Lord also im neuen Garten arbeitete und lebte, je mehr er für das tägliche Essen selber sorgen konnte. Desto mehr entfernte er sich von allem Früheren. Von der Welt da draußen. Der Welt in der die meisten Menschen so vor sich hin leben. Er entdeckte eine neue Welt voller spannender neuer Dinge, Zusammenhänge und Rhythmen, die schon seit Jahrtausenden bestehen und immer weiter und weiter ihre Kreise ziehen.

Je länger er also in seinem Schloß und auf seinen Ländereien Zeit verbringt, desto mehr merkt er, wie sehr er und viele andere Menschen, genau gegen diese Rhythmen lenkten und arbeiteten. Wie sehr sie alles aus der Natur verdrängten und ihre ganz eigenen Werte schufen. Und er merkte, wie anstrengend das ist, nervenaufreibend, Stress-erzeugend und wertvolle Lebenszeit kostend. Wie einfach ist es dagegen doch, sich den Rhythmen von Natur und Jahreszeiten hin zu geben. Ganzheitlich auch in Gefühlen und Gedanken. Wie anders werden die Werte und Bedürfnisse. Einfacher und realer. Wie schön und wohltuend kann zum Beispiel das von allen verteufelte kalte und nasse Wetter vor Weihnachten sein, wenn man es so akzeptiert. Wenn man spürt, was es mit einem macht und man da auch mit macht, sich nicht sträubt. Dann hat man eine ruhige und besinnliche Zeit. Ganz anders als die gegenryhthmisch lebenden anderen Menschen.

Der Lord denkt auch viel nach über diese Zusammenhänge und sieht, was in der Welt geschieht. Er sieht, wie degradiert alles ist, künstlich, überdreht und wie kopfschüttelnd viele Dinge sind, für einen mit der Natur lebenden Menschen. An der Macht in dieser Welt sind Mörder und Ehebrecher. Wirkliche Macht haben die mit dem Geld, an das sie ohne Rücksicht auf Verluste für sich, ihre Familie, ihre Generation und künftige Generationen, in unvorstellbarer Höhe gekommen sind. Um ihr Geld zu mehren überlegen sie immer mehr, wie die Massen weiter verdummt und beeinflusst werden können .Wie ihnen vieles vorgegaukelt wird und sie zahlen dann auch noch einen hohen Preis um genau das zu machen und dabei zu sein. Was alles hier zu beobachten ist, das wird in künftigen Niederschriften noch ausführlich dargestellt.

Der Lord also lebt noch in dieser kränkelnden Welt. Er Arbeitet dort, verdient sein Geld und konsumiert. Er sieht es als Luxus, genau das zu können. Aber wird das immer so weiter gehen? Steht uns unbegrenzt auch künftig alles zur Verfügung? Muss es das? Brauchen wir das?

Vieles darin ängstigt ihn oder stößt ihn ab. Wie genießt er dann immer das Heim-kommen auf sein Gut in seiner Welt. Und irgendwie fühlt es sich immer mehr so an, als wäre seine Welt langsam am Verschwinden aus der anderen Welt. Sie verblasst mit ihm und den anderen Gleichgesinnten. Sie sind überstimmt und nicht mehr gefragt.

Werden sich die Zeiten ändern? Die Welten wieder zueinander finden?

So schlimm findet er das gar nicht, sieht er doch eher den Untergang der anderen Welt. Es werden wieder Zeiten kommen, die anders sind. Mit bewussteren und natürlicheren Menschen, Gedanken und Werten. Vieles aber, das dann willkommen und benötigit wäre in Haus, Hof und Küche wird verloren sein. Vergessen und so weit entfernt, dass die Menschen sich nicht einmal vorstellen, dass es so etwas gibt. Schon heute wissen manche Menschen nicht, das Chicken-Wings die Flügel von getöteten Vögeln sind, Hühnern genau genommen. Milch kommt von der Kuh und zwar nur Milch. Niemals lactosefreie, fettarme oder gar Sojamilch. Für das Steak, das einen Mann zu einem Mann macht, muss eben ein Tier sterben. Dass es qualvoll leben und sterben muss, ist aber nicht vorausgesetzt. Aber wer interessiert sich heute schon dafür? Angesichts solcher Allgemeinplätze, wer will da noch wissen, dass Brot aus Sauerteig gemacht werden kann, den jeder aus dem Nichts zaubern kann. Dass dadurch Aromen entstehen und eine Konsistenz im Brot, die niemand mehr kennt.

Früher haben die Mütter und Hausfrauen aus einfachen, unverarbeiteten Lebensmitteln im Alltag köstliche und nahrhafte und gesunde Mahlzeiten zubereitet. Generation für Generation seit Jahrtausenden hat überlebt und gelebt. Man hat verwertet, was man von der Natur und der Arbeit seiner Hände geschenkt bekam. Man hat konserviert für die im jährlichen Rhythmus normalen schlechten Zeiten im Winter. Unvorstellbar viele Techniken und Methoden haben die Menschen dazu entwickelt und bis zur Perfektion verfeinert.

Altmodisch ist das und nicht mehr zeitgemäß. Vergessen soll es werden. Kauft industriellen Müll zum Essen, das ist einfacher und der andere Aufwand lohnt nicht, wird einem überall vorgegaukelt. Schlimm ist, dass die Menschen das so verinnerlicht haben und es selbst weiter predigen. Und vergessen ist es, gestrichen aus den Köpfen. Vermissen tut es heute auch noch niemand. Und das in wenigen Jahrzehnten, in denen wir eben mit dem Überfluss leben und aufgewachsen sind. So wie wir unser Essen aus der Hand geben haben, outgesourct an die Industrie, so haben wir auch unser Leben und Selbst-Bewußtsein aus der Hand gegeben. Verantwortlich sind die anderen. Für alles und auch für uns. Das hat aber keine Zukunft, das kann nicht so weiter gehen. Das kommt auch wieder einmal anders.

Hoffentlich kommt es, dass der Bezug zur Natur und den natürlichen Nahrungsmitteln wieder aufersteht. Hoffentlich kommt das dann nicht zwangsweise durch Katastrophen globalen Ausmaßes, wie in amerikanischen Filmen gern dargestellt. Hoffentlich kommt es nicht wieder durch Not und Angst durch Kriege rund um die Welt, dem Zusammenbruch der Zivilisation, die sich selbst auslöscht. Hoffentlich kommt es durch ein Bewusstwerden in den Köpfen der Menschen.

Der Lord sammelt, erprobt und schreibt das nieder, was sonst verloren geht

Möglich ist diese Rückbesinnung, diese alte und doch so neue Denken und Handeln. Der Lord hat es an sich selbst erfahren. Wie deutlich der Unterschied doch ist zwischen Natürlichem und Künstlichen, wie sehr es einem oft ekelt vor dem Industriellen, wenn man die Qualität des Natürlichen erst einmal zu schätzen lernte.

Dass das mit ein wenig Aufwand, oft aber mit weniger Einsatz als befürchtet, jedem möglich wäre, das will er zeigen und vorleben. Techniken und Methoden erprobt er, gibt sie weiter, dass sie nicht verloren gehen und vergessen werden. Neugierig will er sie machen die Menschen, die noch, wie er vor langer Zeit, im städtischen Rhtyhmus Leben, nein existieren, und sich treiben lassen und getrieben werden. In deren Welt die sich weiter von der Welt des Lords entfernt, mit den Nebeln dazwischen. Aber müssen sich die Welten entfernen? Können sie sich nicht annähern, wieder zu einer werden. In der die Welt, ihre Bewohner und Ressourcen geschätzt, statt zum vermeintlichen Wohle ganz weniger ausgebeutet und getötet werden? Noch glaubt der Lord, dass es möglich ist und will seinen Teil dazu beitragen. Vorleben will er und hofft, dass es Menschen gibt, die sich ihm anschließen. Vielleicht ein wenig, nur hier und da oder nur zeitweise. Alles wäre ein Gewinn für alle. Und das sind doch schöne Aussichten.

Bleibt also neugierig, der Lord wird sich immer wieder melden mit seinen Gedanken und Vorstellungen oder Wahrnehmungen. Was die angesprochenen anderen, technischen Dinge betrifft, so findet sich in den beiden Blogs im Internet (gern genutzter Vorteil der heutigen Welt, denn nicht alles ist immer schlecht dort) jede Menge, das ständig erweitert wird. Wer ist bereit zum Probieren, testen, Nachmachen?

Wie die Washingtonia-Palme über den Winter kommt

So, das sind wir also wieder. Der Winter ist jetzt da. So manch einer hatte im vergangen Winter recht aufmerksam unsere Bemühungen um die Washingtonia im Freien verfolgt. Sie hat es mit Müh und Not überlebt. Daher musste für den Winter 2018/19 wieder von Vorne begonnen werden mit Konstruieren und Bauen.

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Der Winter geht zu Ende

Mit seinem großen, grasgrünen Auto fährt der Lord durch die grauen Straßen der Stadt. Es ist Freitag der vierte Januar und es schneit. Der erste Schnee in diesem Jahr und auch irgendwie der erste Schnee in diesem Winter fällt leise vom Himmel. Einkäufe für das Wochenende sind zu erledigen. Seine Gedanken schweifen ab auf das nette Geburtstags-Zusammensein morgen Abend und auf den Salat, den er dazu mitbringen möchte.

Aber dann gibt er dieses Geräusch von sich. Ein stöhnend-räusperndes Brummen. Fast so, wie man es von sich gibt, wenn der Zahnarzt mit seinem kleinen Druckluftgebläse einen maroden Zahn anbläst und es dem Malträtierten durch Mark und Bein fährt.

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Zu meiner Person

ich im Gewächshaus mit Tomaten und Basilikum (c) by Joachim Wenk

Hallo,
ich bin der Achim – eigentlich Joachim, aber es hat sich so eingebürgert, dass ich Achim gerufen werde. Und ich finde das sogar schöner.

Alles über mein Hobby, meine Leidenschaft, mein Leben, also das Gärtnern und Selbst-Versorgen könnt ihr in meinem Blog lesen.

Ich bin ein gebürtiger Franke, wohne noch immer auf dem Land im romantischen Mittelfranken und bin stolz darauf und glücklich darüber.

2011 ergab sich der Erwerb unseres Hauses mit eben meinem Garten in einem wundervollen lebendigen Ort mit etwa 1000 Bewohnern am Land in Mittelfranken. Seither gehört meine Freizeit meiner seit frühesten Jugendtagen fest in mir sitzenden Leidenschaft, dem  Gärtnern. Und natürlich muß die Ernte auch verarbeitet werden. Gesundes, nachhaltiges Kochen und genießen als Teilzeit-Selbstversorger gehören natürlich für mich zum Gärtnern dazu. Mein Wissen über ein gesundes und genussvolles Leben habe ich schließlich nicht vergessen. Meine Ausbildungen  zum Wellnesstrainer (IHK), Ernährungsberater (IST) und
Entspannungstrainer (IST) sowie natürlich zum examinierten Altenpfleger werden
mir immer in positiver Erinnerung bleiben.

Mein wundervoller Garten liefert mir jetzt alles, was zum gesunden Leben, bewußten Leben und glücklichen Leben notwendig ist. Und das rund ums Jahr, dank meiner neuen Leidenschaft des Konservierens der Ernte.

Weil das Anbauen und Verbrauchen eigener Lebensmittel so wertvoll für den Körper und auch für die Seele ist, ich das täglich spüre und doch so gern andere teilhaben lassen möchte an der Begeisterung, darum schreibe ich hier hier über mein Leben in und mit dem Landgarten. Ich möchte Neugierige Menschen dazu anregen selbst auch einmal etwas anzubauen und wenn es nur am Balkon ist. Und ich möchte Lust machen selbst zu kochen und zu Konservieren. Das geht auch ohne Garten aber mit frischen regionalen Produkten. Oder mit ein oder zwei bewußt gewählten „Selbstversorgerpflanzen“ am Balkon.

So, jetzt wünsche ich viel Spaß beim  Schmökern in meinem Blog und beim Nachkochen oder Selbstanbauen, Achim.

Allen, die sich gerne unseren Garten einmal anschauen  und uns persönlich kennen lernen möchten, biete ich nach vorheriger Absprache gerne eine Führung mit anschließendem nettem Plausch oder Fachsimpeln im Hüttenzauber.

Viele Grüße und schöne Zeiten im Garten wünscht Achim Wenk

Hier kann das aktuelle Media-Kit eingesehen werden.

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Der Herbstgarten von innen und von außen, im Großen und im Kleinen.

Lange hatte ich es mir fast schon herbei gewünscht. Das kalte und düstere Herbstwetter. Jetzt ist es da. Der November ist zwar noch immer äußerst handzahm, aber man merkt, wie sich alles zur Ruhe begibt. Ich auch und das tut gut, nach diesem anstrengenden Sommer. 
Ich finde es schön, dass es abends schon sehr bald dunkel wird. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die  Tagesarbeiten zu beenden und ins Haus zu gehen. 
Auch morgens dauert es länger, bis ich in den Garten gehe. Ich warte, bis der Nebel sich etwas verzogen hat und die Temperaturen geklettert sind. Bis dahin kann ich drinnen dies und das erledigen. Ich finde alles entspannter jetzt. 
Das Frühstück dauert etwas länger. Ich lese jetzt wieder Gartenbücher. Im Moment eines über die Staudenbeetgestaltung. So viele gute Anregungen habe ich da heraus genommen, neue Ideen und Ansatzpunkte für Veränderung und Verbesserung. 
Am liebsten würde ich ein neues Beet anlegen. Den Platz habe ich schon auserkoren. Meinem Garten, meinem Geschmack und meinem Kleinklima angemessen finde ich ein mediterranes Staudenbeet gerade sehr reizvoll. Den halbrunden mediterranen Platz sollte es ebenfalls halbrund umfließen als blühender Streifen. 
Schön wird das aussehen. Der Enthusiasmus ist groß, eine Liste in Frage kommender Stauden ist zusammengestellt. Und dann? Von was schwärmte ich doch  gleich noch zu Beginn meines heutigen Beitrages? Von Entspannung und Ruhe? Da haben wir es, das Problem der Realität. Dieser ach so genial passende Halbkreis-Streifen um den Platz muss erst mal ganz nach hinten in der Prioritätenliste geschoben werden. Ich weiß ja, was im Sommer zu tun ist und wie viel Zeit ich dazu habe. Für noch ein Beet ist einfach keine  Ressource mehr vorhanden. Außer, ich werde hauptberuflicher Landgarten-Gärtner. Das wäre so schön und genial wie die Idee des Beetes, ist aber leider genauso wenig real, wie eben dieses neue Beet. Aber die Beet-Idee ist geboren und wird auf alle Fälle, sei es auch nur im Hinterkopf, am Leben erhalten. 
Jetzt lege ich erst einmal das Buch zu Seite. Ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster über die Köpfe meiner Sukkulenten hinweg, zeigt goldenen Farben und erste Sonnenstrahlen. Zeit für den Garten! 
So, bis ich also in all meine Klamotten-Schichten hinein geschlüpft bin, ist es auch schon wieder vorüber mit der Sonne. Komisches Wetter, weht einem da auf einmal so eine Nebelbank durch den Nikolausbart. 
Die Nächte sind gerade immer leicht frostig. Am Morgen sieht man das den Pflanzen dann auch an. Hier steht noch ein Nachzügler-Blumenkohl im Beet. 
Im Gemüsegarten ist jetzt nicht mehr viel zu tun. Immer wieder Laub kehren. Hier und im restlichen Garten. Und die Sonne kommt langsam auch wieder hervor. 
Ich werde gleich mal einen Rundgang durch den Garten machen. Heute sollen stimmungsvolle Herbstfotos entstehen. Der November mag neblig und kalt sein. Gerade in der tiefstehenden Sonne gelingen aber, auch mit den letzten Resten Farbe im Garten, sehr schöne Aufnahmen. Dazu muss man dann allerdings immer wieder und wieder durch den Garten schlurfen und sehr aufmerksam hinsehen. Die richtigen Momente sind so schnell wieder vergangen, wie sie aufgetaucht sind. Daher unterbreche ich immer wieder meine kleineren Arbeiten und schnappe mir das  Handy zum Fotografieren. 
Hinter diesen Büschen liegt mein Weinberg. 
In den beiden Büschen, einem Holunder und einem Flieder, wächst eine wilde Rose. Sie hat schöne Hagebutten für die Vögel. 
Mein Weinberg brachte dieses Jahr zum ersten mal Tafeltrauben für die Küche. Ich bin sehr zufrieden mit der Ernte und dem Geschmack. 
Ebenfalls hier im Vorgarten steht der „alte Dorfbrunnen“. Das Wasser ist abgelassen, die Pumpe frostsicher verstaut. Die Moosrose wird im Frühjahr wieder in ihrem unvorstellbar tiefgründigen und duftendem dunklen Lila den Brunnen dominieren. Jetzt gerade finde ich die Kombination von goldenem Laub und grauem Stein aber auch sehr ansehnlich. 
Zwischen Brunnen und Gartentor ist zur Abstützung des Geländes dieses kleine Steinmäuerchen gesetzt. Es sollte schon längst renoviert werden. Die Steine liegen bereit, aber (siehe mediterranes Beet) die Zeit fehlt einfach. Naja, so lange es noch irgendwie hält, passt ja alles. 
Sehr schön finde ich ja die niedrige Form der Katzenminze. Einmal ein oder zwei Stauden gepflanzt, hat sie nun bereits den ganzen Garten mit ihren Sämlingen erobert.  Wo es geht, lasse ich diese stehen. Immerhin blüht die Katzenminze vom Frühjahr bis jetzt. Die Staude ist sehr pflegeleicht. 
Und jetzt schaut euch doch mal das hier an. So sieht der Rasen im Vorgarten aus. Durch die Dürre war er ja komplett verschwunden. Seit Monaten ist die blanke Erde, durchsetzt mit ein paar Löwenzahnrosetten die Zierde des Vorgartens. Nun keimt es dort wieder. Was das wohl ist? Klee? Gänseblümchen? 

Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auch frisches Gras in der Steppe.

Die Sonne hat mittlerweile den Nebel vollkommen besiegt. Herbstchrysantheme und abermals Katzenminze freuen sich über das Sonnenbad. 

Der Himmel ist blau, wie im Hochsommer. Vor diesem Hintergrund tänzeln die letzten Schönhütchen durch den Herbst. Ein wenig zerfleddert aber nicht ohne Charme, wie ich finde.

Oh und der Blutstorchschnabel zu ihren Füßen. Ihm hat Hitze und Trockenheit nichts anhaben können. Wie jedes Jahr hat er ein irrsinnig große Fläche im Beet einfach zugewuchert. Gottseidank! So habe ich, genau wie bei der Katzenminze, den ganzen Sommer über bis jetzt ununterbrochen überall die hübschen kleinen  farbintensiven Blütchen.

Ganz genau dort, wo die zerzausten Schönhütchen ihren herbstlichen Tanz aufführen und der Storchschnabel unermüdlich weiter kleine Blüten treibt, kann man diese „bis aufs Blut“ bewaffnete Pflanze bestaunen.

Ich habe im Garten keine, die größere und mächtigere Dornen hat. Ich kenne hier auch keine Pflanze, die es mit der winterharten Zitrone dahingehend aufnehmen könnte. Dieses Jahr hat der Strauch im Frühling zum ersten mal geblüht. Und wie ich es erhoffte, schwängerten schon die wenigen ersten Blüten in seinem stacheligen Geäst die ganze Umgebung mit dem von mir so geliebten, schweren und klebrigen und süßen Duft der Zitrusblüten.

Den ganzen Sommer versuchte ich im Gestrüpp mögliche erste Früchte aus zu machen. Leider fand ich keine. Jetzt, da alles Laub weg war, entdeckte ich doch eine. Kugelrund, golfballgroß, traumhaftes warmes Gelb und ein Zitrusduft der an ihr haftet komplettierten diese schöne Frucht.

Den Vorgarten werde ich nun verlassen und den Hang hinauf in den oberen Garten gehen. Auf dem Weg dorthin finde ich noch ein Büschel mit Rosenknospen. 
Oder diese kleine Sonne tief unten am Boden unterm Flieder. 
Im oberen Garten steht unser schöner Hausbaum, die Baumhasel, jetzt vollkommen nackt in der Wiese. Auch hier konnte ich, nachdem das Laub gefallen war, etwas sehr schönes feststellen. Die ersten „Schwänzchen“ hängen an ihm. Das heißt, er wird im Frühjahr beizeiten zum ersten mal blühen. Seine Pollen qälen mir dann wieder meine Nase, wie die der anderen  Haselnußsträucher. Aber ich kann auch auf erste Nüsse von ihm hoffen. 
Noch immer reife Früchte trägt die Herbsthimbeere im Beerenspalier am Zaun zum Nachbarn. 
Auch hier oben befindet sich, vielleicht habt ihr ihn  hinterm Hausbaum gerade schon gesehen, der mediterrane Platz. 
Das war nun eine meiner Arbeiten für heute. Alle Kübelpflanzen sind jetzt eingeräumt. Vielleicht hätten die einen oder anderen noch leichten Frost ertragen und draußen bleiben können. Es soll aber kälter werden, wir haben schon gleich Ende November und ich habe nicht immer auf Kommando Zeit und Hilfe, das zu erledigen. Also wurden alle verstaut. Das beruhigt meine Nerven, sorgt für mehr Entspannung und ist sowieso demnächst unumgänglich. 
Hier also, um das Rund des Platzes, könnte ein Streifen mit niedrigen, silberlaubigen und lila und blau und weiß und eventuell rot blühenden mediterranen Stauden seinen Platz finden. Vielleicht hinten, zum Platz hin, etwas Höheres wie kleine Sträucher oder ein Spalier, das auch im Winter schön ist. Dann hätte der Platz und der obere Garten auch jetzt, da alles weggeräumt ist,  mehr Struktur und Höhe. 
Ja viel steht nicht mehr am Platz. Nur die Hanfpalme kündet noch von der mediterranen Pracht meiner Kübelpflanzen. Sie bleibt draußen. Der Topf ist isoliert und beheizt. Der Stamm hat ein Heizkabel und wird noch umwickelt. Der Schopf bekommt wieder sein Häuschen aufgesetzt. 
Wo ist der Rest der Kübel hin gekommen? Schaut mal hinter der Palme durchs Fenster!
Ja, da sind ja welche der Kübepflanzen. Aber nur ein winziger Teil. 
Deneben ist schließlich noch ein Fenster. 
Und der Raum hinter diesem war einmal der Hasenstall. Von uns entkernt und isoliert, beherbergt er jetzt in den Wintermonaten die Kübelpflanzen. Wir nennen den Bau ganz nobel „Palmenhaus“. Für die Hanfpalme, die Washingtonia und die Dattelpalme hatten wir es entkernt. Sie passten nirgends sonst mehr hinein. Jetzt steht nur noch, mit Müh‘ und Not, die Dattelpalme darin.  Die anderen passen schon lange nicht mehr hinein. 
Hier seht ihr, warum Hanfpalme (hinten) und Washingtonia (auf dem Hubwagen) nicht mehr ins Palmenhaus können…..
Die Zwergseerose im Seerosenbecken ist auch noch draußen. Sie kommt erst rein, bevor das Wasser droht durch zu frieren. Meist ist das Ende Dezember oder im Januar so weit. 

Zusammengesammelt im Garten habe ich auch einige meiner Sukkulenten. Sie sind frosthart, stehen aber jetzt regengeschützt unterm Carport-Dach.

An der Grenze von oberem Garten und Gemüsegarten finde ich im Staudenbeet noch eine Herbstchrysantheme, 
einen Storchschnabel
und an der Scheune die jetzt golden strahlende Ramblerrose. 
Der Rambler umgarnt das Scheunentor und in der Scheune wird auch fleißig gewerkelt. Ich verrate nur, dass es wohl etwas mit der Washingtonia zu tun hat. Darüber berichte ich dann aber ein anderes Mal. 
Der Tag neigt sich seinem zeitigen Ende. Einige Arbeiten konnte ich zu meiner großen Zufriedenheit erledigen oder weit voran bringen. Meine sonnigen Novemberfotos habe ich auch so weit im Kasten. Vielleicht schaue ich rasch noch einmal in den Gemüsegarten. 
November-Sonne auf dem toscanischen Grünkohl! 
Ich setze mich auf mein Bänkchen im Gemüsegarten und blicke in den Abendhimmel. Zurück zum Haus und zurück über einen sehr schönen Novembertag draußen im Garten. 
Dem Gemüsegarten kann ich beruhigt, auf dem Weg nach drinnen, den Rücken kehren. Was zu schützen ist, habe ich geschützt. Der Boden ist flächendeckend mit Laub und Ernterückständen oder Häckselgut gemulcht beziehungsweise mit Gründünger bewachsen. 
Ich bin gerade im sehr kurzen aber doch sehr beeindruckenden Moment zurück im Haus. Blicke ich jetzt durch das Fenster mit den Sukkulenten am Sims – ihr erinnert euch ans Frühstück heute morgen? – finde ich diesen  Sonnenuntergang. Ein perfekter Abschied vom Tag heute. 

Vom begrabenen Sonnenhirsch, nächtlichen wilden Geistern und meinem Garten

Wir sind  im November und im Spätherbst. Halloween ging schrill, gruselig und mit viel Zucker in den Naschereien an uns vorüber. Halloween, von den Christen verteufelt, weil heidnisch. Vom Einzelhandel geliebt, weil verkaufsträchtig. Und der Gärtner? Wie steht er dazu?

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Endlich Schmuddelwetter und dennoch so viele Farben im Herbstgarten

So, am Wochenende hatte ich nun endlich mein düsteres, schließlich sogar sehr schmuddeliges Wetter. Es kamen 11 Liter Niederschlag vom Himmel. Und das ist ja schon lange nicht mehr da gewesen. Dennoch habe ich viel geschafft und das Wochenende sehr genossen.
 
Noch blüht es ja überall im Garten. Bis der Frost kommt, kann ich mich an den Dahlien erfreuen.
 
 

Die im Discounter zur kurzfristigen Terrassendeko mitgenommen Chrysanthemen von Anfang Oktober sind mittlerweile hinüber. Wie anders, dir richtigen winterharten  Stauden der Herbstchrysanthemen. Sie blühen ja jetzt erst richtig auf und lassen sich durch Schmuddelwetter nicht schrecken.

 
 
Und Ringelblumen, die sich laufend selbst aussähen, keimen und zur Blüte gelangen, stehen auch hier und da noch in voller Blüte.
 
 
Weniger auffällig als die großen Chrysanthemen und doch von einer überraschenden Farbenfreudigkeit sind die Semperviren und Sedumarten.
 
 
 
Die kleine Opuntie hat auch ein wenig Rouge aufgelegt.
 

Die winterharten Sukkulenten, Sedum und Semperviren habe ich größtenteils jetzt eingewintert. Bei ihnen ist das relativ leicht. Einfach alles unter das Dach des Carportes stellen und fertig. Frost ist kein Problem, nur zu viel Feuchtigkeit und Regen im Winter mögen viele nicht. Hier stehen sie gut bis zum Frühjahr.

 
 
Ein wenig mehr Mühe machte die große Opuntie, die leider nicht winterhart ist. Sie wanderte ins Winterquartier zu den anderen Kübelpflanzen. Die Pflanze ist unvorstellbar schwer, auch wenn der Topf selbst nur mit trockener Erde gefüllt ist. Da aber alle „Ohren“ prall mit Wasser gefüllt sind, ergibt sich ein sehr hohes Gewicht, das einen Transport schier unmöglich macht. Hinzu kommen natürlich die Stacheln. Es hilft nichts. Viele Kübelpflanzen schneide ich vor dem Einräumen deutlich zurück. Das musste sich der Kaktus nun auch gefallen lassen. So ist er nun transportabel und steht am Fenster, im Überwinterungsraum. Dort kommt er erst im April oder Mai wieder raus.
 
 
 
Noch ein wenig mehr Arbeit machte das Einwintern der winterharten Banane.
 
Mit einer Machete habe ich die oft mehr als armdicken Stämme abgeschnitten.
 
 

Dann stelle ich ein Draht-Kompostsilo um die Strünke. Dieses Gitter kleide ich mit einem  dicken Karton aus und fülle alles, mit schon vor Tagen und vor dem Regen gesammelten, trockenen Haselnuß- und Eschenlaub auf. Oben verschließe ich lose mit Karton und decke mit einem Stück Kunststoff ab. Es soll ja trocken im Laub bleiben, damit die isolierende Wirkung erhalten bleibt. Im Frühjahr wird dann alles wieder ausgepackt. Dann warten wir wieder mit großer Spannung  auf die ersten Triebe gewartet.

 
 
So also sieht dann der Garten bei Schmuddelwetter, Regen und nur etwa 4 °C Ende Oktober aus.
 
 
 
Aus Regen wird Schnee und bleibt auch kurz liegen.
 
 
 
Neben dem Freuen und Einwintern kam unerwartet auch noch das Ernten dazu.
 
Im Weihergarten hat der Sturm der vergangenen Tage eine Topinamburpflanzen gefällt. Sie sind 3 Meter und höher und sehr reich verzweigt. Die Stiele dicker als Besenstiele. Der Sturm kippte eine solche Pflanze um. So, wie wenn im Wald der Sturm einen Baum umschmeißt, so ragte auch hier im Gemüsegarten der Wurzelstock jetzt senkrecht aus der Erde.
 
Eigentlich wollte ich noch keinen Topinambur ernten. Die Knollen lagen aber größtenteils frei und  waren nicht mehr von der Erde geschützt.
 
So kramte ich eine Knolle nach der anderen aus dem noch immer staubtrockenen Boden. Sie wurden größer und größer.  Ich habe noch nie so viel und so gigantische Topinamburknollen geerntet. Die eine Pflanze brachte 6,5 kg Topinambur-Ernte.
 
 
 
 
Die größten Knollen hatte nicht einmal in meiner Hand Platz.
 
 
Nun muss die Ernte irgendwie verarbeiten. Leider ist geernteter Topinambur  nicht lange lagerfähig. Ich werde einen Teil milchsauer einlegen. Ansonsten habe ich ja dieses Jahr nichts Milchsaures, da weder Kohl, noch Kohlrabi oder Möhren (gute) Ernten brachten.
 
Den Rest der Knollen habe ich in leicht feuchter Gartenerde in einen großen  Topf verbuddelt. Der Topf bleibt draußen im Carport. Der Topinambur überwintert ja auch im Beet im Freien und übersteht Frost mühelos. Hier kann ich ihn dann leicht entnehmen, wenn ich welchen für die Küche brauche.
 
Bleibt nur die Frage, was ich mit den anderen 6 Pflanzen mache. Wenn die auch jede über 6 kg Ernte bringen……
 
 
Noch eine  Ernte habe ich eingefahren. Die letzten Weintrauben wollte ich ernten, bevor Frost kommt. Sie schmecken alle köstlich und ich nasche seit vielen Wochen Weintrauben. Am Ende waren es doch noch einmal 2 kg frische Weintrauben.
 
Die habe ich einfach rasch in der Beerenpresse entsaftet. 1 Liter Saft gab das. Weil ich keine Zeit hatte,  noch weiter etwas daraus zu machen, habe ich ihn, wie beim Apfelsaft, erhitzt und in Flaschen gefüllt. Ich will mal sehen, wie ein Gelee daraus schmeckt. Das wird demnächst einmal probiert.
 
 
 
 
Und wer stundenlang in der Kälte draußen  gartelt, der hat auch Hunger. Am Sonntag gab es ein köstliches Steak vom Biorind zum Mittag. Dazu Buschbohnen und Kartoffelbrei aus dem Garten. Zum Fleisch reichte ich selbst gemachte „Butter à la Café de Paris“.
 
Ich bereite sie aus frischer Sahne mit den letzten Gartenkräutern und anderen würzigen Zutaten zu. Wie das geht, steht in meinem Rezepte-Blog. 
 
 

Manches ist schöner ohne Sonne….

Es gibt ja Blumen, die ohne Sonne einfach schöner aussehen!

Dazu gehören die Herbstchrysanthemen hier . Ich finde sie so feucht und unter Wolken einfach noch schöner, als würde die Sonne darauf scheinen.

Überhaupt diese Sonne. Was bin ich persönlich jetzt froh, wenn sie erst mal nicht mehr scheint. Es ist fast November und da will ich Schmuddelwetter. Das gehört sich einfach so und ich sehne mich auch wirklich danach. „Klingt komisch, ist aber so“, würde der Herr von der Sendung mit der Maus jetzt sagen. 
Immerhin Dienstag und Mittwoch wurden meine Bitten  erhört. War das ein Schmuddelwetter!  Kaum 6 ° C und den ganzen Tag Nieselregen. Nur 4 Liter waren es, aber die Stimmung wer perfekt. Kein einziger Sonnenstrahl und ich mit Winterjacke draußen. Danach brauchte ich eine heiße Dusche und den Kaminofen habe ich fast zum Glühen gebracht. Aber das war so schön gemütlich dann in der Wohnung und bald dunkel. Ich am Sofa und das Laptop zum bloggen am Schoss. Der Hund räkelt sich unterm Couchtisch. Mal ehrlich. Sonne passt in dieses Szenario einfach nicht mehr rein. Oder? 
Der Weiher, den wir am Samstag noch im Sonnenschein fischten füllt sich wieder. Dieser hier hat Quellen von unten und man sieht, dass nach 3 Tagen schon wieder etwas Wasser drin ist. Leider haben die anderen diese unterirdischen Quellen nicht. 
Der Rest der Kübel-Gesellschaft am mediterranen Platz. Gut, dass ich nicht in Baden – Würtemberg wohne. Am Ende müsste ich dann hier schon längst meine „Kehr-Woche“ abhalten. Ich lasse das jetzt einfach noch liegen, da ist noch zu viel auf den Bäumen. Ich fände es unsinnig mir jetzt da Schweißperlen auf die Stirn zu kehren und ein paar Stunden später sähe es ebenso aus. 
Mein Staudenbeet vor dem Gemüsegarten in all seiner düsteren Pracht. 
Im Gewächshaus wird gewachsen, sonst hieße es ja nicht so.  
Der erste Satz Winterkopfsalat hat deutlich zugelegt. Die Wintersteckzwiebeln stehen prächtig in Reih und Glied. Vom Regen draußen im Garten durchnässt habe ich im Gewächshaus weiteren Winterkopfsalat gepflanzt. 
Das war jetzt aber die letzte Pflanzaktion. Nun wird nur noch aufgeräumt, weggeschnitten und abgebaut. Herbst und Winter stehen ja vor allem im Zeichen des Vergehens, Abbauens und des Rückzuges. Das ist in der Tierwelt so, bei den Pflanzen und auch bei mir (also Rückzug und weniger Vergehen !) 
Im Freiland die Zwiebeln stehen prächtig. Das ist das erste Jahr und ich bin gespannt ob und wie viel ich im Frühjahr ernten kann. Und wo sie besser wachsen in meinem Klima. Im Gewächshaus oder im Freiland. 
Mein Endivien, der leider, wegen wohl zu warmen Wetter, geschossen ist, sieht dennoch prächtig aus. Leider müssen wir ihn jetzt essen und ich kann ihn nicht groß umgraben und im Gewächshaus lagern bis Dezember oder Januar oder Februar wie sonst immer. Er schmeckt dennoch gut, nicht bitter und hat kräftige, gesunde Blätter. 
Das war der Endivien Mitte August, als ich ihn gepflanzt habe. Die Temperaturen lagen täglich über 30°C und das noch für  viele Wochen. 

Den toskanischen Grünkohl werde ich demnächst auch anfangen zu beernten. Immer ein paar Blätter von jeder Pflanze abmachen.  Er wächst dann immer weiter und der Frost macht ihm so schnell auch nichts aus. Dafür verträgt er im Sommer, anders als  „unser“ deutscher Grünkohl viel mehr Hitze und Trockenheit. Als erstes will ich ein Pestorezept mit ihm ausprobieren.

Ebenfalls Mitte August hatte ich ihn als winzige Pflanzen gesetzt. 

Herbststimmung im abgeernteten Gemüsegarten. Der Gründünger ist aufgegangen und im Vordergrund stehen die Kräuter in ihrem Beet. Geerntet ist nun alles. 
Wer es nicht mitbekam: als Rezept gab es diese Woche einen Reisauflauf. Resteküche mit zum Beispiel Lauch aus dem Garten. 

Und am vergangenen Wochenende hatten wir Ossobuco. Ebenfalls mit ganz viel Gemüse und Kräutern aus dem Garten.

Jetzt wünsche ich erst mal ein wundervolles Wochenende mit viel Erholung und auch ein wenig Arbeit im Garten. Es soll extrem ungemütlich werden. Mal sehen ob mir das dann nicht wieder zu arg ist. Egal wie ich werde einige Arbeiten erledigen.