herbstliche Pflegearbeiten im Garten

Wie gestern abend vorsprochen bringe ich euch heute noch ein paar stimmungsvolle Fotos vom Ergebnis der samstäglichen Arbeit im Landgarten. 
Wie beschrieben ging de Aufsitzmäher kaputt.VOR dem Mähen! Aber das Ergebnis mit dem normalen Benzinrasenmäher zum selber Schieben lässt sich doch durchaus sehen. So frisch gemäht sieht der Garten einfach immer edel aus. Noch dazu wenn so schön die Sonne darauf scheint. Für die Wiese vor dem Haus (die ersten beiden Bilder) habe ich verschiedene lila-farbene Tulpen bestellt. Das Farbthema vor dem Haus ist ja Lila-Gelb(orange). Das hat sich dieses Jahr zufällig so ergeben und ich werde es beibehalten. In der Wiese stecken schon ganz viele Osterglocken, die im Frühjahr wunderschön geblüht haben. Nun soll die Blütenwiese in den nächsten Tagen mit weiteren Narzissenzwiebeln und eben den neuen Tulpen ergänzt werden.
Im zweiten Bild sieht man ein Stück der Garagenauffahrt und dahinter ein Mäuerchen. Dort oben ist, bevor die Fahrspur nach oben kommt ein Eck Wiese, in das ich jetzt Wiesenblumenmischungen gesät habe. Wir werden es nicht mähen und hoffen im Frühjahr dort die ersten Pflanzen zu entdecken, die bisher nicht in der Wiese waren. Ein kleines Stückchen Wildblumenwiese also. 
frisch gemähter Rasen vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
frisch gemähter Rasen vor dem Haus

frisch gemähter Rasen vor dem Haus (C) by Joachim Wenk
frisch gemähter Rasen vor dem Haus 

Und hier der frisch gemähte Rasen mit dem gewohnten Blick aufs neue Staudenbeet. Jetzt blühen die Herbstastern und sind scheinbar das beste Buffet für (Wild-)Bienen und Schmetterlinge und sonstiges Fliege-Getier.

Staudenbeet mit Herbstastern (C) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit Herbstastern
blühende Herbstastern (c) by Joachim Wenk
blühende Herbstastern
blühende Herbstastern (c) by Joachim Wenk
blühende Herbstastern 

Nachdem die ersten Kübelpflanzen eingeräumt waren habe ich mich noch frustriert aber mit Aufbruchstimmung ins Gewächshaus begeben. Etliche Eimer Unkraut (Gundermann in rauhen Mengen), wild aufgegangene  Andenbeeren, verdorrte Tomaten und gelbe Gurkenpflanzen. Alles habe ich rausgerissen. Das wird nichtsmehr. Die freie Fläche habe ich geharkt, Schneckenkorn darauf gestreut und dann das Gewächshaus verschlossen. Es ist so kalt, daß es ruhig Tag und Nacht zu sein kann. Am kommenden Wochenende wenn die überzähligen Schnecken weg sind und das Unkraut aufgeht, werde ich wieder hacken und dann Feldsalat sähen. Laut meinem neuen Garten-Monatsbuch geht das im Gewächshaus noch bis Mitte Oktober.

frei gerodete Fläche im Gewächshaus (C) by Joachim Wenk
frei gerodete Fläche im Gewächshaus

Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paprika im Gewächshaus

 Meine im Freiland ohne Schneckenzaun gesäten Asiasalate und der Spinat wachsen auch schön. Ein bisschen werden sie von Schnecken angebissen, aber ich halte die Fläche frei, mulche nicht und streue Schneckenkorn. Das scheint ganz gut zu helfen .

Ein Samstag am Land

Heute war Samstag, der Tag auf den ich mich die ganze Woche freue. Und es war ein schöner Tag. Nach meinem ruhigen Frühstück warte ich darauf, daß sich das Wetter den Vorhersagen für den Tag anpasst. Im Moment ist es noch neblig und kalt. Es soll heute sonnig werden. Ich habe einige Arbeiten im Garten vor. Bis dahin erledigen wir noch das eine oder andere. Ein Kurzbesuch bei der Schwägerin (das übrige Hundefutter vom Charly muß noch abgeholt werden). Im Auto ist noch Krempel für den Wertstoffhof, der heute offen hat. Dann müssen noch die Tabletten für meinen Hund bei der Tierärztin abgeholt werden. Dann ab in den Lebensmittelladen. Wir brauchen noch Zutaten für den Kuchen, den wir für morgen aufs Fest mitbringen sollen. Und im Laden trifft man schließlich noch weitere Bekannte, die auch genau aus dem selben Grund wie wir da sind: der Kuchen für morgen. Wir erfahren dass die, die gerade nicht da sind bereits vorher da waren. Es ist schön, nicht anonym irgendwo zu leben!  Ein paar Worte zum morgigen Tag, dann müssen wir weiter. Daheim wird ausgeladen, wir stellen fest dass wir die Fahrt in die Werkstatt vergessen hatten. Gut dann müssen wir eben Montag telefonieren. Ich koche uns eigene Bohnen mit eigenen Kartoffeln und Bio-Rindersteaks vom eigenen Cousin. Es war sehr lecker, dann gehen wir in den Garten.

Der Rasen muß gemäht werden. Er ist jetzt fast abgetrocknet. Dummerweise passiert beim „Ausparken“ des Aufsitzmähers ein Unfall und nun ist das Rad abgerissen. Das bedeutet, der Rasen muß mit dem normalen Rasenmäher gemäht werden. Das kann dauern. Ich kümmere mich inzwischen um meine Kübelpflanzen. Den Drachenbaum von den Canaren soll jetzt schon rein. Im Frühjahr war es ein Prachtstück wie er über den Winter gekommen ist. Dann kam der super kalte Mai und alle Blätter haben Schaden genommen. Seither sind sie rot gesprenkelt. Dass das nicht wieder passiert, räume ich ihn ein.

Unseren Rosmarinstamm, den wir im Juni geschenkt bekommen haben hole ich auch schon ins Haus. Der ist so schön, den möchte ich nicht an den Frost verlieren.

Den Jasmin hole ich auch ins Haus. Angeblich kann er draußen bleiben bis es dauerhaft unter 5°C sinkt, aber da es nachts nun sogar schon 0°C werden sollen traue ich nicht. Den habe ich seit vielen vielen Jahren. Den ganzen Sommer wuchert er und steht unbemerkt irgendwo bei den Kübelpflanzen. Das klingt nicht sehr reizvoll und dennoch ist er mir heilig. Im Winterquartier blüht er jedes Jahr (!) genau zu Weihnachten, erfüllt den ganzen Raum mit seinem schweren süßen Duft und hört nicht auf zu blühen bis vielleicht Ende April. Der kommt dann auch wieder in den beheizten aber kühlen Vorbau, vor der Haustür, damit man ihn immer sehen und vor allem riechen kann.

Dann ist da noch dieser Kaktus. 2003 als ein einzelnes Ohr von Rhodos mitgebracht. Wie viel Kälte der verträgt habe ich keine Ahnung. Auch weiß ich nicht was es für einer ist. Ihr seht ihn unverkennbar hinten im unteren Bild. Und darunter sieht man die Mutter in Rhodos, wo ich den Ableger gemacht habe.

Ausgegraben habe ich, wie seit einigen Jahren, auch meine Zitronenverbene. Die steht im Sommer immer im Garten ausgepflanzt und im Herbst grabe ich sie aus, stutze sie ordentlich und setze sie in einen Topf. So überwintert sie erfolgreich bei kühlen Temperaturen aber immer über 0°C. Die abgeschnittenen Triebe habe ich auch gleich entblättert und die Blätter getrocknet. Ich liebe diesen zitronigen Tee. Die Blätter ernte ich im Sommer ein erstes Mal und dann beim Einräumen. Sie bereichern meinen selbst gesammelten Kräutertee mit frischem Aroma und der Erinnerung an Wärme und Sommer.

Schließlich hab noch mein San-Francisco Mammutbäumchen reingeholt, da es in den ersten Jahren frostfrei überwintert werden muß.

Zu guterletzt habe ich dann noch ein ebenfalls geschenktes Rosenstämmchen ausgepflanzt. Es hat ganz weiße  Blätter keinerlei Grün mehr zu erkennen. Treibt und knospet aber weiterhin. Ich wollte es im Topf lassen, daß ich es im Winter geschützt aufstellen kann um es vor dem Abfrieren zu bewahren. Aber so wie es aussieht geht es im Topf auf alle Fälle kaputt. Obwohl es ein Tontopf war scheint mir die Rose zu nass gewesen zu sein, sie hatte so gut wie keine Wurzeln. Jetzt bin ich gespannt, ob sie im Beet einwurzelt und ob sie den Winter überleben wird. Ich werde sie dann später mit Vlies umhüllen.

Weihnachtssterne, Kaffeebaum, Rosmarinhochstamm (c) by Joachim Wenk
v.l.n.r. Weihnachtssterne, Kaffeebaum, Rosmarinhochstamm

Jasmin, Drachenbaum, Verbene, Ohrenkaktus (C) by Joachim Wenk
v.l.n.r. Jasmin, Drachenbaum, Verbene, Ohrenkaktus
Ohrenkaktus auf Rhodos (C) by Joachim Wenk
Mutter meines Kaktus
So und was ich sonst noch so alles angestellt habe an meinem sehr arbeitsreichen Samstag und was es so zu sehen gibt berichte ich dann morgen. Mann war ich Samstag Abend fertig. Ein ausführliches Workout im Fitnessstudio macht einen auch so kaputt glaube ich. Aber ich hatte viel bessere Luft und viel Sonne dabei. Müde und zufrieden falle ich nach kurzem Fernsehabend ins Bett. 

Mein neues Gartenbuch versorgt mich mit Ideen für das Wochenende

Hier sitze ich nun und schmökere ganz aufgeregt in meinem neuen Gartenbuch. Ich hatte einfach einmal wieder Lust auf ein neues Gartenbuch und wußte auch schon um was es sich darin drehen sollte. Wann mache ich was im Garten? Kennt ihr das? Klar, wir haben es zum Teil hier ja schon diskutiert. Es ist  August oder September, kann ich da noch was sähen im Garten? Was? Bis wann? Letztes Jahr habe ich wegen Unwissenheit die Herbstaussaaten verpasst. Ich will auch mehr Gemüspflanzen selbst ziehen. Aber wann sähe ich sie? Zum Beispiel den Rosenkohl oder Grünkohl, daß ich ihn auch zur rechten Zeit auspflanzen kann. Den Fenchel, daß die Temperatur stimmt und er nicht schießt.

Also muß ein Buch her in dem solche Dinge geklärt werden. Im Internet recherchiert man halt dann doch nicht schnell mit sandigen Fingern im Garten. Also ich jedenfalls. Ich habe ein Buch gefunden, dessen Beschreibung genau zu meinen Ansprüchen passt. „Mein Selbstversorger-Garten Monat für Monat“. Monatlich beschrieben was gepflanzt, gesät und geerntet wird. Übersichtlich auch mit Tabellen am Buchende. Kein unnötiges Gerede darum herum. Nett finde ich noch ein paar kreative Ideen und Rezepte passend zum Monat. Also auf den ersten Blick gefällt es mir tatsächlich. Es so wie ich es mir vorgestellt habe. Ob es mir vom Umfang her ausreicht weiß ich noch nicht aber für 15€ wird doch schon einiges geboten.

Und schon habe ich auch gleich wieder eine Arbeit fürs Wochenende gefunden. Man kann jetzt noch im Gewächshaus Feldsalat sähen.  Nun habe ich aber keine Platz darin, es ist alles zugewuchert. Auch viel Unkraut. Ich werde die eine Hälfte frei machen. Die Tomaten sind schon lange nur noch Gerippe und die daran hängenden Früchte reifen wohl nicht weil die Pflanze sie versorgt sonder eher auf die Art und Weise wie unreif geerntete Früchte das im Keller tun. Die Melone ist abgestorben und abgeerntet. Das Unkraut stört mich schon lange und die Finger-Gurken dort sind auch kaputt. Also werde ich das alle entfernen und auf der dann freien Fläche Feldsalat sähen. Im Freiland habe ich ja auch welchen gesät. Im übrigen auch wieder einmal eine Aktion, die ich zum allerersten Mal gemacht habe. Der keimt auch schon schön. Der im „Häusle“ ist dann im Winter länger zu ernten. Wenn es so klappt wie ich es meine.

Da bin ich gespannt, was mir das Büchlein noch so alles für Arbeiten besorgt. Jedenfalls ist der Samstag nun schon voll verplant. Gewächshaus wie eben besprochen, Rasen mähen, Kräuterbutter für den Gefriervorrat machen (das will ich schon seit 14 Tagen). Und den Drachenbaum, den Jasmin und die Cassia werde ich ins Palmenhaus stellen. Es sollen am Wochenende Nachttemperaturen von nur 2-3°C kommen. Das ist denen zu kalt. Sonntag steht eine Festivität ins Haus und so wird es dann doch ein abwechslungsreiches und wie ich denke schönes Wochenende. Leider ohne unseren  Charly. Er ist halt einfach noch ganz fest in meinem Kopf und Herzen. Darum denke ich jetzt auch schon wieder an ihn. Aber alles wird gut, er hat es jetzt gut im Hundehimmel. Wenn es den den gibt. Ich hoffe es, denn verdient hat er es sich.

Farbenpracht und Ernte im Herbstgarten

Heute ist traumhaftes Wetter. Wir sind im Garten. Es ist gerade so eine Zwischen-Zeit, in der ich im Garten nicht mehr so viel machen muß. Unkraut rupfe ich nicht mehr alles aus, das vergeht dann über den Winter. Sähen und anbauen muß ich jetzt auch nichts mehr. Ich genieße die Sonne, die  Schönheit der bereits vorhandenen Stauden. Über die mißlungenen Tomaten dieses Jahr schüttele ich nur noch den Kopf. Machen kann man da sowieso nichts mehr. Meine Asiasalate und der Spinat wachsen sehr schön, genau wie die Winterrettiche (du meine Güte, wer soll die bloß alle essen, also wenn jemand Rezepte damit kennt bin ich dankbar für die Information) und der Kohl. Diese ruhige Herbststimmung mit der Ahnung vom beginnenden Abbau und Vergehen des Spätherbstes und Winters verstärken allerdings meine Wehmut über den nicht mehr vorhandenen treuen Begleiter und Weggefährten, den Charly. Meinem Hund, dem Max geht es ebenso. Irgendwie hängt er nur rum, liegt im Gras und blinzelt in die Gegend oder steht am Zaun – und schaut ob der Charly nicht vielleicht doch noch wieder nach Hause kommt. Aber es ist schön, heute einen so ruhigen Tag zu haben und in Erinnerungen zu schwelgen. Eine ganz liebe Freundin hat mir gesagt: lieber etwas besessen haben und verlieren, als es nie besessen zu haben…

Diese Worte meiner Freundin wollte ich euch einfach mitteilen, weil das wirklich so ist. Und jetzt zeige ich euch noch etwas aus meinem Garten.

Aus den Holunderbeeren habe ich mit ein paar Quitten und mittels meiner Beerenpresse sehr leckere Marmelade bereitet.

Holunderernte (c) by Joachim Wenk
Holunder-Ernte

Und hier noch ein paar Herbstblumen. Das Löwenmäulchen hatte sich selbst aussgesät und blüht jetzt. Ich habe es den ganzen Sommer garnicht bewußt wahrgenommen. Erst als die Knospen erschienen. Eine nette Überraschung, die man nur erleben kann, wenn man keinen sterilen Garten hat und nicht immer alles herausreißt, was keimt.

Löwenmäulchen (c) by Joachim Wenk
Löwenmäulchen

Die Wiesenraute ist über 2 m hoch und blüht wirklich unermüdlich schon seit vielen Wochen. Weil die Staude so lange blüht, so schöne Blütchen hat und pflegeleicht ist (sie wurde nicht von den Schnecken abgefressen!) habe ich mir bei meiner Staudenbestellung kürzlich gleich 3 weitere bestellt und im Garten verteilt.

Wiesenraute (c) by Joachim Wenk
Wiesenraute

Im Frühjahr erfreute der Wildrosensämling im Fliederbusch mit rosa Blüten, die sehr hübsch zu dem lila Flieder passen. Jetzt leuchtet sie mit orangefarbenen Hagebutten. Für Marmelade zu wenig, also bleiben sie für die Vögel übrig. Die freuen sich auch. 
Hagebutten (c) by Joachim Wenk
Hagebutten
Die Herbstastern am Zaun sind mannshoch und blühen überreichlich wie jedes Jahr. Solche robuste Stauden brauche ich am Zaun. Alles was dort wächst muß die Hunde/den Hund überleben, der im Zorn manche Passanten verfolgt. Besonderen Groll hegt er gegenüber einem der Nachbarshunde. Der ist viel kleiner als er aber nicht minder nissig auf  ihn. Beide konnten sich vom ersten Tag an nicht ausstehen. Und das muß eine Staude erst einmal überleben. Die Astern haben kein Problem damit. 
Herbstastern (c) by Joachim Wenk
Herbstastern

Und das Foto vom Kräuterbeet leitet sehr gut über zum nächsten Thema, der Ernte im Herbst. Im Beet blüht eine Limonaden-Pflanze. Die Blätter haben wirklich einen sehr eigenen Geschmack. Eingelegt in Apfelsaft über Nacht und am nächsten Tag mit Mineralwasser aufgegossen war es ein herrliches Erfrischungsgetränk im Sommer bei der Gartenarbeit. Die Kräuter werden am Wochenende noch verarbeitet. Wir machen Kräuterbutter und frieren sie ein. 

Kräuterbeet (c) by Joachim Wenk
Kräuterbeet mit blühender Limo-Pflanze

Und nun noch ein paar Bilder von der Herbsternte. Real oder bevorstehend. Hier die Glockenpaprika über die ich im Frühjahr ein paar mal berichtet habe. Ein Geburtstags-Mitbringsel und nun tatsächlich mit glockenförmigen Paprikas behängt. Die Pflanze ist ca 150cm hoch. Viel größer als meine anderen Paprika.

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika 

Schnittlauch, Tomaten (unter anderem eine winzige rote Wildsorte), Salatgurke und Andenbeeren zum Sofortverzehr.

Gemüseernte (c) by Joachim Wenk
Gemüseernte

Stecklingszucht

Ich probiere das dieses Jahr auch zum ersten Mal. Stecklinge von den Geranien nehmen für das nächste Jahr. Sonst überwintere ich meine Geranien und wenn der Bestand einmal erweitert werden soll kaufe ich neue Farben in der Gärtnerei. Aber wir wollen für das Grab nächstes Jahr die schönen roten Geranien haben und so werden heute Stecklinge genommen.

Geranienstecklinge vorbereitet (C) by Joachim Wenk
Geranienstecklinge vorbereitet
Die Oma hat gesagt, daß ich die Stecklinge nicht zu groß machen soll und nach dem Abmachen liegen lassen muß, bis die Schnittfläche angetrocknet ist. Dann hat sie mir noch ein Tütchen „Wurzelfix“ von Neudorff mitgegeben, damit die Stecklinge leichter anwurzeln. Das habe ich ins Steck-Loch gestreut. Und schließlich die vorbereiteten Stecklinge eingesetzt. Die Erde halte ich nur leicht feucht, ich glaube das genügt den Geranien. 
Geranienstecklinge eingepflanzt (C) by Joachim Wenk
Geranienstecklinge eingepflanzt
Und jetzt heißt es warten, warten, warten. Dann werde ich schon sehen, ob sie Wurzeln bekommen habe. Spätestens wenn sie zu wachsen beginnen, sollte ich Gewißheit haben. 
Geranien (c) by Joachim Wenk
Die Geranienvorfahren

Und wenn dann alles gut geht, stehen nächstes Jahr am Grab Nachkommen dieser schönen roten Geranien.

Pilze im Garten

Das ist ja faszinierend. So etwas hatte ich noch nicht im Garten. An allen erdenklichen und nicht erdenklichen Stellen und Orten sprießen hübsche  Pilze aus dem Boden. Da ich mich mit Pilzen nicht auskenne, kann ich nicht sagen, was es für welche sind, ob das Gut ist, die Pilze im Garten oder schlecht. Ich beurteile sie einfach so wie es mir möglich ist – also rein optisch. Und da finde ich sie hübsch, wie sie sich verstecken und doch präsentieren.

Pilze im Herbst-Garten (C) by Joachim Wenk
Pilze im Herbst-Garten
Pilze im Herbst-Garten (C) by Joachim Wenk
Pilze im Herbst-Garten 
Pilze im Herbst-Garten (C) by Joachim Wenk
Pilze im Herbst-Garten 
Pilze im Herbst-Garten (C) by Joachim Wenk
Pilze im Herbst-Garten 

Tränen

Die ganze Woche hat der Himmel geweint. Jetzt am Wochenende kam das Lachen wieder, die Sonne hat geschienen und es war ein eigentlich sehr schönes, sonniges Herbst-Gartenwochenende.

Nur leider habe am Wocheende wir ganz viel gweint. Unser lieber Charly, einer unserer beiden Hunde, hat uns nach 10 Jahren Begleitung durch dick und dünn nach längerer Krebserkrankung verlassen müssen.

Es war ein ganz emotionales, trauriges Wochenende und an Gartenarbeit konnten wir nicht denken. Eigentlich konnten wir garnicht denken. Diese Stunden gehörten ganz den Emotionen.

Charly wir vermissen dich alle!

(c) by Joachim Wenk
auch hier war er damals dabei

Verrücktes Huhn

Ok ich muß es gestehen. Ich bin doch echt ein verrücktes Huhn.
Gestern hat es bei uns von früh bis in die Nacht  ohne Pause geregnet und die Sonne war nie zu sehen. Dazu kamen Sturmböhen. Aber ich hatte doch frei und mir vorgenommen von meinen herrlichen vorgezogenen Asia-Salat-Pflanzen welche ins Freie zu setzen. Sonst klapp es da nicht mehr mit der Ernte. Als bin ich im Regen losgezogen und habe ca. 20 Pflänzchen gesetzt. Der Boden ist überraschend locker, das freute mich. Aber nass war ich bis auf die Knochen danach. Nun habe ich meinen Dickkopf durchgesetzt, es ist gepflanzt (ich habe es schon ein paar mal verschoben und gestern war es eben so weit, daß es sein mußte) und ich hoffe dass es den Pflänzchen nichts ausgemacht hat bei dem Sauwetter eingesetzt zu werden. Mehr war ja nicht machbar im Garten. Ich muß jetzt unbedingt noch Geranienstecklinge abnehmen. Das hat meine Schwägerin beantragt, für die Grabbepflanzung im kommenden Jahr. Ich habe noch nie Geranie durch Stecklinge vermehrt, ich hoffe dass es noch nicht zu  spät ist dafür. Das werde ich dann am Samstag machen. Vorgenommen ist vorgenommen, egal welches Wetter ist. Ich glaube für diese Aktion gilt das auch wieder.

Jammern oder nicht jammern?

So nun sitze ich hier vor dem PC, ich freu mich auf heute Abend, wenn ich wieder heim komme und meinen Garten habe. Trotzdem ist es mir zum Jammern. Dieses Wetter, so bitterkalt und windig und feucht. Mich fröstelt es beim Gassigehen mit dem Hund. Da denke ich an meine Tomaten. Letztes Jahr habe ich so viele einkochen können und getrocknet habe ich sie. Getrocknet sind sie super lecker und wahnsinnig geschmacksintensiv. Dieses Jahr habe ich eine Schüssel mit 3 oder 4 Litern Inhalt kränkelnde Tomaten verkocht. Und dabei habe ich dieses Jahr die Pflanzen beim Bio-Gärtner schicken lassen. Billig waren sie nicht. Der Boden war gut vorbereitet und ich freute mich auf  schöne Pflanzen. Nun ist die Saison rum und die Tomaten noch immer nicht reif. Und die am Stock hängen habe eine Krankheit, die ich noch nicht kenne. Meine Gurken im Gewächshaus sind sehr hart und schmecken eigenartig. Die Erbsen hatte ich wegen einiger großer Festlichkeiten im Sommer nicht grün geerntet sondern ausreifen lassen. Jetzt haben wir einen Teil gepuhlt und nun die ganze Küche voller Erbsenkäfer, alle Erbsen habe ein Loch. Super doppelte Arbeit umsonst. Im Mai/Juni die Kälte und Nässe, im Sommer die Schnecken die alles zerstört haben und nun wieder die Kälte und Nässe. Das macht mich schon traurig, daß dieses Jahr alle meine Mühen (und das waren viele) so wenig Belohnung finden. Salat gab es den ganzen Sommer keinen! Ebenso Kohlrabi, Radieschen etc.

Immerhin scheint ja der Grünkohl zu werden und die  Frühkartoffeln waren sehr schön. Ich bin mal gespannt auf die Lagerkartoffeln. Und auf meinen Meerrettich. Den habe ich dieses Jahr einmal in Mischkultur mit den Kartoffeln gepflanzt. Aber die Kartoffeln haben ihn überwuchert. Hoffentlich hat er genug Kraft ein paar Wuzeln für mich zu bilden.

Hoffentlich langt Licht und Temperatur für meine Asiasalate noch, die Winterrettiche und Kohlrabi. Dass ich wenigstens etwas ernte. Für meine grünen Smoothies gehen mir auch langsam die Zutaten aus. Ich werde mir im Winter Weizengras ziehen und das mit verarbeiten. Als frische Zutat zu den gekauften Gemüsen.

Aber meine gerade gepflanzten Stauden stehen einmalig da. Ich glaube die wachsen sogar noch etwas. Denen macht die Kälte nichts, da können sie gut einwachsen, da es ja auch feucht ist. Und sie werden wirklich von keinen Schnecken angebissen. Was so die richtige Pflanzenauswahl ausmacht.

Meine Zitruspflanzen etc. denke ich werde ich wohl eher nicht mehr ins Freie stellen. Denn tags raus und abends rein ist mir zu viel arbeit, vor allem wenn ich dann erst spät nachts heimkomme. Dann ist für die die Saison schon beendet. Die anderen bleiben aber noch draußen. Das ist besser, die sind da nicht so empfindlich. Meine Datura hat ja noch Unmengen von Knospen. Ich bin am überlegen, wie ich es mit dem Düngen machen. Ich glaube ich fahre schon ein wenig herunter und dünge nur alle eineinhalb Wochen jetzt so vor der Winterruhe. Außerdem wachsen und verbrauchen sie bei der Kälte ja nicht so viel wie im Sommer.

Und die Terrassenmöbel werden auch nicht mehr lange draußen bleiben. Die Hollywoodschaukel unter der Haselnuß ist schon ganz dreckig und überall liegt Herbstlaub herum. So schnell kam der Herbst sonst glaube ich nicht. So ist zumindest mein Gefühl .Wenigstens sind wir mit den Arbeiten im und um den Garten nicht im Verzug. Jetzt kommt dann noch ein ganzer Schwung arbeit  mit dem Laub, den Stauden abschneiden und Gründünger abhacken. Ich will ja im Herbst noch den (Halb-)verrotteten Kompost auf den Beeten verteilen, wenn sie dann leer sind. Und bis die ganzen Kartoffeln draußen sind, die Bohnen weggemacht, die Tomaten abgeschnitten und aus dem Gewächshaus alles rausgeräumt ist. Dort will ich dann mal versuchen noch Feldsalat zu sähen.

Schön dass das Jahr dann doch noch nicht vorbei ist. Denn alles in allem bin ich doch so gern draußen und im Winter werde ich wieder gar nichts machen (können) im Garten. Ich will versuchen die restliche Gartenzeit der Saison zu genießen. Dabei würde ich mich über etwas mehr Wärme und Trockenheit schon sehr freuen. Vielleicht werden meine Wünsche ja erfüllt.

Wieder ist etwas geschafft

So, nun ist wieder etwas geschafft, ein Projekt im Garten nähert sich seiner Vollendung in ganz großen Schritten. Wir haben Anfang Juli begonnen, den ehemaligen Hasenstall umzubauen. Wir brauchten einen Raum zum Überwintern der Palmen und Kübelpflanzen. Jetzt ist alles fertig, nur die elektrische Gewächshausheizung muß noch installiert werden. Daneben liegt mein Gärtnerzimmer mit all den nötigen Utensilien und auch ein Platz für die Überwinterung. Hier haben wir auch umgeräumt, Regal und Schrank eingerichtet und Fenster geputzt. Die ersten Gäste habe ich schon einmal ins Palmenhaus gestellt, weil es so feucht und dauerhaft kalt ist. Vor allem nachts nur 5 °C. Meine Zitronen, die Weihnachtssterne, den Kaffee und die Strelitzie. Die brauchen es immer wärmer und bevor sie wieder Schaden nehmen, habe ich sie nach drinnen gestellt.

das Gärtnerzimmer (c) by Joachim Wenk
das Gärtnerzimmer

das Gärtnerzimmer (c) by Joachim Wenk
das Gärtnerzimmer 
Erste Pensionsgäste im Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
erste Pensionsgäste im Palmenhaus

Palmenhaus mit Blick ins Gärtnerzimmer (c) by Joachim Wenk
Palmenhaus mit Blick ins Gärtnerzimmer