hier wird eng zusammen gerutscht

Heute zeige ich euch ein paar Bilder meiner Kübelpflanzen im eigens dafür umgebauten Palmenhaus – unser Sommerprojekt. Und schon wieder ist es eng. Die Pflanzen sind offensichtlich gut gewachsen im Sommer.

Das hier ist der neu isolierte Raum, in dem wir die Zwischendecke entfernt haben. Darüber war früher der Heuboden für das Heu. Im Raum selber waren Hasen untergebracht. Die Ställe sieht man noch ein wenig hinter den Palmen im zweiten Bild. Heute lagern wir unser fertiges Brennholz in den Ställen. Trocken und ordentlich eingeschlichtet, daß wir in kalten und dunklen  Winterabenden es leicht holen können.

Oleander im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Oleander im Winterquartier

 Phönix-Palme, dann Washingtonia und hinten das Monster vom Lago Maggiore, rechts hinter der Leiter ehemalige Hasenställe.

Palmen im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Palmen im Winterquartier

 Hier sieht man die gestutzte Banane und die Umluft-Elektro-Gewächshausheizung.

Banane und Heizung (c) by Joachim Wenk
Banane und Heizung

 An dem Raum haben wir nichts verändert. Hier überwinterten früher die Schafe. Die Tränke ist das einzige, was noch heute daran erinnert. Von großem Vorteil hier in meinem Gärtnerzimmer ist der Wasserhahn und der Bodenablauf. So muß ich kein Gießwasser vom Wohnhaus heranschleppen. Man sieht vorne rechts den Rosmarinhochstamm, links daneben die Andenbeere. Der Drachenbaum ist auch zu erkennen. Er hatte seinen Ursprung in einem Samen, den ich auf Gran Canaria gekauft hatte. Ein einziges, etwa erbsengroßes Samenkorn war in der  Samentüte. Er ging gottseidank auf und ist heute bereits ein stattliches Exemplar. Rechts am Fenster ist auch die Glockenpaprika zu erkennen.

Mediterranes im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Mediterranes im Winterquartier

 Auch im Gärtnerzimmer stehen die Datura und meine Olive. Sie wanderte vor vielen Jahren nach einem Mountainbike-Urlaub am Gardasee nach Franken ein.

Datura und Olive (c) by Joachim Wenk
Datura und Olive

Jetzt kann er also kommen der Winter. Die lange ruhige und gemütliche Zeit. Zeit für Einkehr, Besinnung und Regenartion. Für die Natur und für mich. Ich mag zwar das Kalte und Dunkle nicht, aber ich möchte auch nicht rund ums Jahr Saison haben. Es ist doch schön jetzt wieder zu wissen, daß man innehalten kann, „durchschnaufen“ sich neu besinnen um dann mit neuer Kraft und Schwung in die nächste Saison zu starten. Ich nutze diese Ruhe mittlerweile ganz bewußt. Auch hier wieder lohnt sich ein Hineinfühlen in sich. Man wird automatisch ruhiger und träger im Herbst und Winter. Und im Frühjahr spürt man einen Zeitpunkt zu dem es wieder „losgehen“ soll.

ein wunder-wunder-schöner Tag im Landgarten

So schön langsam haben sich Knochen und Muskeln vom Power-Garteln am Samstag erholt. Die Seele profitiert noch immer davon. Es war ein so herrlicher Tag. Nach meinem gemütlichen Frühstück ging ich mit dem Hund raus.

Danach habe ich mich gleich in die Gärtnerkluft geschmissen und wir sind in den Garten. Meine Liste mit zu erledigenden Dingen hatte ich bei mir. Ein Punkt darauf war : “ Blumenzwiebeln stecken“ . Wie gesagt, es war einer von  vielen aber irgendwie wollte ich diese Arbeit als erstes erledigt haben. Vielleicht, weil mir – in Erinnerung der letztjährigen Pflanzaktion – die Löcherbohrerei in Erinnerung war und ich das hinter mich bringen wollte. Vielleicht, weil es jetzt allerhöchste Zeit wird und ich ja nicht weiß ob das Wetter hält. Also schnell das Unaufschiebbare erledigen und dann den Rest. Oder? Ja, warum war mir das unbewußt so wichtig vor dem Mittagessen erledigt zu werden? Das habe ich dann am Sonntag gesehen, als ich in den Aussaatkalender von Thun blickte. Vormittags war noch ein idealer Zeitpunkt um Blumenzwiebeln zu stecken. Habe ich das gespürt und eben auch einmal wieder auf mein  Gespür geachtet? Und damit perfekt gehandelt? Das fände ich schön. Auf jeden Fall kamen meine Zwiebeln so zur rechten Zeit in den Boden und stelle mir einfach vor, daß es derartige Eingebungen geben kann, dass man fühlt was jetzt richtig wäre. Ich hatte solche Erlebnisse schon das einen oder andere Mal im Garten dieses Jahr. Ich werde das einfach beobachten und mir wieder vornehmen mich einfach öfter vom Gefühl und nicht immer vom Kopf leiten zu lassen. Denn mir fallen auch negative Beispiele ein. Ich war beim ungünstigsten und ekelhaftesten Wetter im Garten zu Gange weil der Kopf sagte, daß das jetzt gemacht werden muß, weil sonst das Jahr zu weit vorangeschritten ist. Und kaum habe ich unter widrigen Umständen -quasi mit dem Kopf durch die Wand – die Arbeiten erledigt, kam ein oder zwei Tage darauf herrliches Wetter und ich hätte alles viel schöner haben können. Abwarten, in sich horchen – beides Eigenschaften die ich sicher mehr als manch anderer um mich herum besitze. Aber eben leider immer noch nicht ausgeprägt genug. Vergangen Samstag jedenfalls hat es wieder einmal geklappt.

Meine Tulpenzwiebeln hatte ich ausgepackt, gemischt und nun auf die Wiese geworfen. Das sah dann so aus:

Verteilung der Blumenzwiebeln auf der Wiese (c) by Joachim  Wenk
Verteilung der Blumenzwiebeln auf der Wiese

So bekommt man die natürlichste Verteilung hin. Wenn man sei einzeln willkürlich steckt, wir das Ergebnis nicht so natürlich wirken und eher geklumpt oder geformt aussehen.

Mit einem billigen Pflanzgerät aus dem Baumarkt bohre ich also immer an der Stelle auf die eine Zwiebel gefallen ist ein Loch. Der Boden ist schön weich und feucht. Es geht deutlich besser als im letzten Jahr. In das Loch wird dann eine Zwiebel mit den Besten wünschen für gutes Gedeihen gesetzt.

Tulpenpflanzaktion 2013 (c) by Joachim Wenk
Tulpenpflanzaktion 2013

Nun muß natürlich das Loch wieder zugefüllt werden.

Tulpenpflanzaktion 2013 (c) by Joachim Wenk
Tulpenpflanzaktion 2013 

Und hier bin ich froh bei dem Ausstecher die Version erworben zu haben, welche sich aufklappen lässt. Durch Zusammendrücken des Griffs öffnet sich unten der Ausstecher und die Erde samt Grasnarbe kann nach unten herausrutschen.

Tulpenpflanzaktion 2013 (c) by Joachim Wenk
Tulpenpflanzaktion 2013 

Sie passt naturgemäß wie gemacht für die Zwiebellöcher. Und wird mit  der Hand leicht angedrückt.

Tulpenpflanzaktion 2013 (c) by Joachim Wenk
Tulpenpflanzaktion 2013

Schon ist vom  Loch und der versteckten Zwiebel fast nichts mehr zu sehen. Das ganze wiederholen wir 70 mal, bevor es dann zu der Wanne voller Narzissen geht. Puh und ich hatte noch einen Pullover an. Hier am Südhang war es so warm, daß mir der Schweiß nur so herunter lief. Pünktlich zum Mittag war es geschafft, alle Zwiebeln versteckt. Jetzt konnte ich nach drinnen gehen und mir meinen grünen Smoothie machen. Heute wieder sehr lecker, da ich mir die Mühe machte allerlei noch verwertbares Grünzeugs zu zupfen und nicht nur rasch rasch etwas Mangold der je leicht und in Masse erntebar ist abzurupfen.

Tulpenpflanzaktion 2013 (c) by Joachim Wenk
Tulpenpflanzaktion 2013 

Jetzt heißt`s abwarten. Ich werde euch im Frühjahr 2014 auf alle Fälle mit hoffentlich vielen wunderbaren Bildern meiner Lila Tulpenmischung berichten. Hier sind die Katalogbilder dazu: Tulpenmischung  und Blue Parrot.

Nach der mittäglichen Stärkung wanderten mein Hund und ich wieder in den Garten. Die Liste der Arbeiten war noch lang .

  • aus den Gemüsebeeten und allgemein dem Gemüsegarten musste das Eichen- und Walnußlaub entfernt werden. Das macht den Boden beim Verrotten nicht gerade fruchtbar, daher muß es hier weg. Weil aber schon der Gründünger aufgeht musste ich aus einem Beet die Blätter mit den Fingern herausklauben, da ich mit dem Rechen den Ölrettich wieder kaputt gerecht hätte. Das war eine Arbeit. Dann habe ich auch aus meinem Staudenbeet, der Wiese und der Wiese im Gemüsegarten mit dem „Staubsauger“ die Blätter entfernt. Das ging super sauber und sehr effektiv und wenig schweißtreibend. Der Staubsauger war hier natürlich der Rasenmäher! 
  • die Kübelplanzen müssen ins Palmenhaus. Jetzt sind sie noch schön trocken und kommende Woche wird es eklig, so dass es nicht übertrieben ist, sie jetzt rein zu holen. Feige, Olive, Oleander, Schmucklilie, gestutzte Datura konnte ich mit meinem Bollerwagen bewältigen. Die Palmen und Banane allerdings mussten wir dann am Sonntag zu zweit machen. Die konnte ich allein kaum herumrutschen, geschweige denn heben. Im Palmennaus und Schafstall ist es so eng. Eigentlich wollte ich ja die arbeitsintensiven Kübelplanzen nicht weiter ausbauen. Dann haben wir dieses Jahr zur Hochzeit aber so schöne Pflanzen geschenkt bekommen. Die kann ich ja nicht im Herbst jetzt wegwerfen. Also sind es doch wieder mehr Pflanzen. Hinzu kommen der ebenfalls von der Hochzeit stammende schon ältere Rosmarinhochstamm. Der muß auch drinnen überwintert werden. Meine Glockenpaprike, Pepperoni habe ich ausgegraben und werde sehen, ob die sich überwintern lassen. Dieses Jahr sind sie nicht reif geworden. Dann probiere ich es eben nächstes Jahr wieder. Gärtnerehrgeiz!
  • meine zwei einzigen Dahlienknollen habe ich ausgegraben. 
  • ein paar Rote Beete, 3 mini-Kohlrabi und die Pastinaken habe ich geerntet. Die Pastinaken vom Frühjahr gingen nicht auf. Die Nachsaat kam ewig nicht, da zu trocken, dann kamen die Schnecken. Schließlich landeten 2 Reihen-Abschnitte im Schneckenzaun und die Pastinaken konnten wachsen. Da es da aber schon spät im Jahr war, hatte an eine Ernte garnicht gedacht , zumal ich auch nichts an Wurzeln sehen konnte.  Heute habe ich mit der Grabegabel herumgestochert und war baff. Riesige Pastinaken in super lockerem Boden. Eine mega Überraschung. 
Pastinakenernte 2013 (c) by Joachim Wenk
Pastinakenernte 2013

  • Bevor ich das Wasser im Garten und Gemüsegarten abdrehe muß auch noch die Seerose in ihre kleinere Winter-Tonne umziehen, in den Palmengarten gewuchtet und dann mit Wasser aufgefüllt werden. Ebenso der Feldsalat im Gewächshaus erhält noch einmal eine Dusche aus dem Schlauch. Künftig muß ich das Wasser dann in der Kanne hintragen. 
  • dann sollten die Kartoffeln noch in die extra eingerichtete Kartoffelkiste gelangen. Ich habe sie gewogen. Die Herbsternte waren 38kg Kartoffeln. Die Frühkartoffeln waren dann so in etwa nocheinmal 10 kg. Das bedeutet, daß ich einen knappen Zentner herrlichster Kartoffeln geerntet habe. Und das in dem super kalten und nassen Jahr!
  • Nebenher kocht dann noch das Gulasch für Morgen am Herd, neben der Rinder-Knochen-Brühe für den Vorrat. Mein Brot geht vor sich hin und gelingt heute – weil es einfach ein guter Tag war – sehr schön. 
Abends als es leicht kühler wurde und zu dunkeln begann, saß ich dann noch ein wenig mit  meinem Hund in der Wiese und habe über die Blumenzwiebelwiese hinunter zum Zaun und durch den hindurch zum Dorfeweiher mit den Enten geschaut. Was war das für ein schöner Tag. Danke!

Projekt „Hüttenzauber“

So, unser Projekt „Palmenüberwinterungshaus“ ist ja zu 99% abgeschlossen. Von nun an werde ich hier über das neue Projekt berichten. Hüttenzauber ist das Stichwort. Unser Außen-Partyraum ,den wir wegen der dortigen Stimmung so nennen, wird neu eingerichtet.

Wie bereits berichtet, haben wir von der Auflösung unserer geliebten Stammgaststätte einige sehr gute und robuste und so lieb gewonnen Möbel erwerben können. Die müssen nun in den Raum eingebaut werden. Vorerst haben wir einfach alles einmal hineingestellt. Die Eckbank haben wir probehalber an ihren Platz gerückt. Der Boden ist leider so schräg, daß man entweder bergab sitzen muß oder die Bank halb in der Luft hängen wird. Da ist erstmal guter Rat teuer.

Auf dem ersten Bild sieht man die Terrasse mit Grillplatz hinterm Haus. Die Hollywoodschaukel unter der großen Haselnuss ist mein Lieblingssitzplatz während der Gartensaison. Jetzt ist die Schaukel auch schon eingewintert und der Platz gehört allein dem Laub, den Haselnüssen und den Mäusen.

Sitplatz unter der Haselnuß (c) by Joachim Wenk
Sitzplatz unter der Haselnuss

neue Eckbank im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
neue Eckbank im Hüttenzauber

Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber

Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber 

 Hier das Öfchen ermöglicht das gemütliche Feiern oder Beisammensitzen rund ums Jahr. Auch im tiefsten und kältesten Winter kann man dann im T-Shirt drinnen sitzen und es sich gut gehen lassen .

Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber 

Herbstfreuden

Ja tatsächlich. Heute war der sonnige Oktobertag, den ich hätte gestern brauchen können. Heute war ich den ganzen Tag im Büro. Aber jetzt erfreue ich mich an den wundervollen Blüten, die ich gestern noch im Regen oder nach einem Regen fotografiert habe. Im Sommer knipst man ganze Blütenwolken aus einiger Entfernung und jetzt im Herbst muß man schon etwas näher heran gehen und lichtet eben einzelne Blüten ab. Aber die Details und Farben, die Formen und dass sie überhaupt noch da sind finde ich einfach schön.

Darf ich also vorstellen:

Die Golden Celebration habe  gerade vor ein paart Tagen noch im Knospenstadium abgelichtet und nun ist sie voll aufgeblüht.

Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Golden Celebration

 Die Leuchtkraft des Zierkohls ist wirklich umwerfend. Dazu finde ich die blass-rosa Erika einfach zu schön. Und das Stiefmütterchen im herbstlich dunklen Braunton ergänzt die beiden.

Zierkohl, Erika und Stiefmütterchen (c) by Joachim Wenk
Zierkohl, Erika und Stiefmütterchen

 Eine letzte Calendula strahlt auf vollem Herzen

Calendula (c) by Joachim Wenk
Calendula

Das selbst ausgesäte Löwenmäulchen blüht noch immer und hat auch erste Samenstände. Mal sehen, wo es nächstes Jahr aufgeht.

Löwenmäulchen (c) by Joachim Wenk
Löwenmäulchen

Bodendeckerrose Sternenflor (c) by Joachim  Wenk
Bodendeckerrose Sternenflor

 Der Borretsch hier steht entgegengesetzt vom Gemüsegarten vorne bei der Einfahrt. Wie der dort hinkommt weiß ich nicht, aber schön macht er sich dort in der Steinfuge dennoch.

Borretsch (c) by Joachim Wenk
Borretsch

 Zwei  meiner Dahlien haben den Schneckenangriff überstanden. Diese hier, auf die ich mich auch am meisten gefreut hatte damals im Frühjahr im Baumarkt blüht nun schon seit vielen Wochen. Wunderbares blasses Lila in Weiß.

Dahlie (c) by Joachim Wenk
Dahlie

 Der bodendeckende Storchschnabel hat auch glaube ich im April/Anfang Mai angefangen zu blühen und tut dies nun seitdem ohne Unterlass.

bodendeckender Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
bodendeckender Storchschnabel

 Die Katzenminze ist auch ein pflegeleichter und dankbarer Dauerblüher. Leider ist das Bild auch im Vordergrund unscharf. Es hat aber doch etwas und darum stelle ich es auch hier ein.

Katzenminze (c) by Joachim Wenk
Katzenminze

Ein gemischter Tag

Ich habe mich zwar gestern auf den heutigen Tag und die Arbeit im Garten gefreut aber irgendwie war heute kein guter Tag oder einfach nicht die rechte Zeit dafür. Gestern habe ich noch darüber geschrieben. Das Wetter war ganz anders als vorhergesagt. Warm ja aber kaum Sonne und dauernd Regen. Am Vormittag klappte irgendwie garnichts, nicht einmal das Mittagessen. Nachmittag waren wir dann noch im Garten. Die letzte Wand vom Palmenhaus ist nun zwar isoliert aber noch nicht verkleidet. Für den Rest der Gartenarbeiten musste ich auch umdisponieren. Um auch wieder auf mein gestriges Thema  – den richtigen Zeitpunkt abwarten – zurück zu kommen, möchte ich heute empfehlen ein schönes Heft herzunehmen. Ich habe einen hölzernen Ordner mit allen Mischkulturtabellen und meinen Aufzeichnungnen, was ich wo gesät und gepflanzt habe. Darin notiere ich alle in nächster Zeit anstehenden Arbeiten. Und wenn ich dann Zeit habe in den Garten zu gehen, weiß ich oftmals nicht was mache ich eigentlich als erstes. Es ist viel zu tun und doch fängt man nicht an. Nicht so, wenn man diese Aufzeichnungen hat. Ich schaue da wirklich oft nach, gehe die Liste durch und mache das wozu gerade das Wetter meine Laune oder die zur Verfügung stehende Zeit passen. Heute wollte ich Blumenzwiebeln stecken. Das Wetter machte nicht mit. Zudem bin ich am Samstag allein und so haben wir eben heute die Gartenmöbel reingeräumt (das geht einfach zu zweit besser), die Kartoffelkiste in den Kelle gebracht und dort erst umgeräumt, dass Platz ist. Jetzt kann ich am Samstag die Kartoffeln einräumen und Zwiebeln stecken. Die Buschwindröschen und Hasenglöckchen habe ich heute doch gesteckt.In den Staudenbeeten verteilt. Dann habe ich die vielen Narzissen, die seit dem Frühjahr in einer Wanne in den Töpfen liegen ausgetopft und die Tulpenmischung ausgepackt und durchgemischt. Schaufeln bereit gestellt. Am Samstag kann es direkt losgehen. Die Narzissen sind gesammelte verblühte Frühlings- und Osterboten. Freunde und Verwandte haben die abgeblühten nicht entsorgt, sondern mir gebracht. Ich habe sie gegossen bis sie einzogen. Jetzt kommen sie in die Blumenwiese vor dem Haus. Das habe ich 2012 bereits gemacht und hatte dieses Frühjahr schon sehr schöne Blüten in der Wiese. Das wird 2014 noch üppiger.

Narzissen vom Frühjahr treiben bereits (c) by Joachim Wenk
Narzissen vom Frühjahr treiben bereits

gesammelte Narzissen vom Frühjahr (c) by Joachim Wenk
gesammelte Narzissen vom Frühjahr

lila Tulpenmischung (c) by Joachim Wenk
Lila Tulpenmischung
Frühjahr 2013 (c) by Joachim Wenk
Frühjahr 2013

Frühjahr 2013 (c) by Joachim Wenk
Frühjahr 2013

Ein schönes Gefühl

Ein schönes Gefühl macht sich im Moment in mir breit. Ein Gefühl von Ent-Spannung, Ent-Schleunigung, Zufriedenheit und Gelassenheit. Im Garten sind die „Terminarbeiten“ erfolgreich erledigt. Als letztes kamen die Kartoffeln aus der Erde. Jetzt muß noch aufgeräumt werden und umgeräumt werden. Das kann warten bis schönes Wetter ist und muß nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt werden. Jetzt ist schönes Wetter für die nächsten Tage angesagt, also passt doch alles sehr gut zusammen.

Wohnzimmerausblick (c) by Joachim Wenk
Wohnzimmerausblick

Jetzt sitze ich nach langem Arbeitstag im warmen Wohnzimmer und versuche meine vielen Gadanken und Gefühle zu „Papier“ zu bringen. Unsere neue Sitzbank-  die auf meiner Tischseite steht, weil ich immer Ablage für Gartenbücher und Kataloge brauche – ist wirklich sehr schön und bequem.  Ich freue mich auf morgen früh, wenn der Tag frisch ist. Die Sonne erscheint und Helligkeit bringt. Wenn dann die Rollos oben sind und ich durch alle Fenster in Wohnzimmer und Küche den Garten sehe, es nach aufgebackenen Brötchen und frischem Kaffee riecht bin ich glücklich und zufrieden. Das kann mir nichts ersetzen, diese ruhigen Frühstückstage zu Hause. Ringsum Garten und ein traumhafter Ausblick auf den Dorfweiher und die Häuser auf der anderen Weiherseite. Ein paar Autos fahren, zur Zeit eher landwirtschaftliche Fahrzeuge. Es wird noch siliert und geerntet. Die Nachbarin wird mit ihren Pferden zu Kinderreiten aufbrechen und ihre Hunde werden immer wieder von links nach rechts und umgekehrt flanieren. Immer von daheim zur „Oma“ und zurück. Mein Hund wird neben dem Tisch liegen und ruhig vor sich hin schnaufen.

(C) by Joachim Wenk
hier sitze ich und denke nach

Blick aus Wohnzimmer (c) by Joachim Wenk
Blick aus Wohnzimmer, leider mit Auto

Blick aus Wohnzimmer (c) by Joachim Wenk
Blick aus Wohnzimmer

Blick aus Wohnzimmer (c) by Joachim Wenk
Blick aus Wohnzimmer

Blick aus Küche (c) by Joachim Wenk
Blick aus Küche

Blick aus Küche (c) by Joachim Wenk
Blick aus Küche

Ich werde überlegen was ich heute mache. Blumenzwiebeln stecken denke ich wird morgen dran sein. Und die letzte Palmenhauswand isolieren. Dann ist die Werkstatt wieder einrichtbar und es entsteht Platz zum Überwintern von Sommermöbeln und meinem Solartrockner.

Irgendwann müssen dann noch die verblühten Stauden abgeschnitten werden. Einiges ist noch  zu häckseln. Das Brennholz muß vom Nußbaum an die Carportwand transportiert werden. Das werden wir so nach und nach auch noch erledigen. Erfahrungsgemäß wird es immer wieder Tage geben die das Arbeiten im Garten erlauben.

Es gibt Leute, die das anders ausdrücken würden. „Ich bin voll im Streß, was noch alles erledigt werden muß dieses Jahr und was ich alles nicht geschafft habe und jetzt ist das Jahr schon wieder vorbei. Die Zeit rast nur so dahin. Der Kompost muß umgeschlichtet werden, das Holz verräumt, die Möbel einquartiert und die Kübelpflanzen geschützt werden. Dauernd fällt Laub und jeden Tag räume ich ein paar Säcke voll davon weg. Das letzte Unkraut muß noch rausgerissen werden. Und und und. “ Und während diese Leute so reden werden sie immer schneller im Sprechen und die Atmung beschleunigt sich. Sie kommen in Streß schon allein beim Berichten über alles noch-nicht Erledigte. Sie haben tatsächlich Streß.

Ich gehörte bis vor etlichen Jahren auch dazu. Dann habe ich mich in einer Ausbildung mehr mit Streß und dem Gegenteil der Entspannung beschäftigt. Seither arbeite ich an mir. Und es gelingt mir mittlerweile recht gut, diesen selbstgemachten Streß meistens zu vermeiden. Ich kehre ab und an Laub. Ganz laubfrei bekommt man einen Landgarten mit großen Bäumen sowieso nicht. Und nötig ist es auch nicht. Und die restlichen Arbeiten finden auch ihre Zeit und plötzlich sind sie erledigt. Und wenn mich jemand frage, kann ich gern erzählen, was ich noch alles tun will (nicht muß) und dass es manchmal auch viel ist was ansteht. Aber ich werde nie sagen, daß ich wegen so etwas „im Streß“ bin. Allein damit vermeidet man schon Streß.

Ich habe heute auch einen amüsanten Text über eine Gärtnerin im Herbst gelesen. Ihr fällt auf, daß das Jahr vorbei ist und was sie hat alles machen wollen. Da zählt sie wirklich viel auf. Und dann wird Resumee gezogen. Sie hat (fast)nichts davon geschafft, ist deswegen traurig oder ein wenig frustriert oder eher resigniert. Erst dachte ich, das kenne ich, ich habe auch noch viele Projekte im Garten vor. Dann habe ich überlegt, warum ich deswegen nicht grüble dass ich so viel nicht geschafft habe. Ich glaube es liegt daran, daß ich – ähnlich wie die Gärtnerin – weiß was noch alles zu tun ist, ich aber mir nicht unrealistischer Weise alles für dieses Jahr habe vorgenommen. Ich wollte den Gemüsegarten vergrößern, das Staudenbeet vor dem Gemüsegarten anlegen und das Palmenhaus ausbauen, da die Palmen nicht mehr ins Treppenhaus passen. Und alles ist geschafft. Auch das ist ein schönes Gefühl. Nächstes Jahr machen wir dann….. das entscheiden wir im Frühjahr.

Manche Dinge müssen eben auch erst im Kopf reifen. Sie starten dann quasi von allein,  wenn die Zeit gekommen ist. Und werden dann auch erfolgreich beendet. Man sollte vielmehr auf diese richtigen Zeitpunkte achten und in sich hineinhören. Ich mache mir mittlerweile direkt einen Spass darauf den richtigen Zeitpunkt zu erspüren. Kennt ihr das nicht auch? Es ist etwas zu machen aber ihr beginnt einfach nicht und wenn, dann stockt die Arbeit oder wird abgebrochen. Ein Zeichen, daß die Zeit eben noch nicht da ist. Dann lasst diese Arbeit auch (erstmal).

Also nutzt die schönen Herbsttage. Lasst Ruhe in euch einkehren und versucht einmal zu spüren, was ihr als nächstes machen „solltet“. Und dann macht es. Ihr werdet sehen wie gut es wird. Ohne Stress weil es einfach „flutscht“.

Berichtet mal, wenn ihr Erfahrungen gesammelt habt. Ich bin gespannt.

erst düster, feucht und kalt dann hell, trocken und warm….

So ging es heute allen. Mir und meinen Kartoffeln.

Heute morgen war zwar kurz die Sonne da und ich freute mich auf die Gartenarbeit. Aber dann wurde es von jetzt auf gleich absolut bedeckt, trüb und Dunst zog auf. Ein paar Kilometer weiter war gar eine dicke Nebelsuppe. Düster, feucht, kalt.

Mittag dann plötzlich wurde der Himmel blau, die Wolken verschwanden, die Nebelsuppe verzog sich und es war wunderbar sonnig trocken und warm. Ein Tag wie geschaffen für meine Kartoffelernte, die ich mir ganz fest für heute vorgenommen habe. Das Kraut ist zwar noch saftig grün, aber das Jahr schreitet voran und solche Arbeiten, die einige Stunden in Anspruch nehmen schiebe ich nicht vor mir her. Denn jetzt kann es so schnell gehen, daß das Wetter umschlägt und es saukalt wird oder stärkeren Frost gibt. Dann kann man nicht schnell mal abends nach Feierabend die Kartoffeln ernten weil Frost gemeldet ist. Nein, solche Dinge sollten zur rechten Zeit und beizeiten gemacht werden.

Die Erde ist natürlich feucht, aber wie bereits erwähnt locker und nicht klebrig-lehmig. Kalt ist sie auch und so steckten meine Kartoffeln dunkel, feucht und kalt in der Erde. Heute komme ich mit meiner Grabegabel – von der ich auch bald einmal ein neues Exemplar brauche, so verbogen wie die Zinken sind – und hole sie in einen sonnigen Oktober-Nachmittag. Jetzt liegen sie in ihren Kisten, in der Sonne zum Abtrocknen: eben hell, trocken und warm.

Jetzt zu den Sorten. Also aufgeschrieben habe ich mir Reihe für Reihe, wie ich sie gesteckt habe und welche Sorte das ist. Dummerweise sind jetzt aber im Garten eine andere Anzahl von Reihen, als ich in meinem Plan notiert habe. Zu dumm! Und dann habe ich auch noch 2 rotschalige Sorten. Also diese hier, da bin ich mir ganz sicher ist die „Setanta“ aus Großbritannien. Sehr widerstandsfähig gegen Kraut- und Knollenfäule. Eine mehlige Kartoffel. Noch ein Wort zur Krautfäule. Ich bin so dermaßen begeistert, dass ich beim Biogartenversand.de diese wahnsinnig umfangreiche Sammlung von Kartoffelsorten gefunden habe und noch viel mehr, daß ich erfahren musste daß es hier resistente oder eben widerstandsfähige Sorten gibt. Und alle Sorten, die ich ausgesucht habe sind widerstandsfähig gegen die Krautfäule und zum Teil gegen Schorf. Gerade die Fäule hat mir viele Jahre allergrößte Sorgen gemacht und einmal auch zum Totalausfall der Kartoffel – und Tomatenernte geführt. Dieses Jahr, wie es feuchter und kälter doch hoffentlich nicht sein kann, haben meine neuen Sorten ohne Schaden und ohne Spritzen überstanden. Das Laub ist noch jetzt kerngesund und grün. Ein absoluter Traum. Wo es doch im Biogarten nichts richtig wirksames gibt gegen die Krankheit und Gift kommt aber nicht in meinen Garten. Schachtelhalm zur Vorbeugung ja. Den habe ich dieses Jahr aber auch nicht anwenden können, da es ja ständig regnete und ich so alles von den Blättern gespült worden wäre.

mehlige Kartoffel Setanta (c) by Joachim Wenk
mehlige Kartoffel Setanta

 Kein Problem mit dem Erkennen hatte ich bei der vorwiegend festkochenden Cara. Im Gegensatz zu den anderen beiden Sorten hat diese Kartoffel die „normale“ helle Schale. Laut Katalog sind gute Krautfäulewiderstandsfähgikeit und gute Erträge die Hauptmerkmale dieser irischen Kartoffelsorte. Ja der Ertrag. Ich weiß nicht, ob es auf den Fotos gut erkennbar ist. Der Ertrag ist umwerfend. So große und schöne und gleichmäßig geformte Kartoffeln hatte ich auch noch nie. Ich muß sie die Tage einmal wiegen, daß ich weiß wieviel ich geerntet habe. Und von der Cara kommt auch die größte Kartoffel dieser Ernte. Sie passt gerade ich meine Handfläche und ich habe keine kleinen Hände!

vorwiegend festkochende Kartoffel Cara (c) by Joachim Wenk
vorwiegend festkochende Kartoffel Cara

vorwiegend festkochende Kartoffel Cara (c) by Joachim Wenk
größte Kartoffel dieser Ernte handflächengroße Cara

 Und hier wohl ein Mischmasch aus Setanta und Sarpo Mira.Jedenfalls muß es so sein, denn diese Sorten habe ich gesteckt. Jetzt beim Ernten kann ich aber einfach keinen Unterschied ausmachen. Laut Katalogbild ist Setanta einen Hauch dunkelroter als Sarpo Mira. Aber das ist auch nur das Katalogbild. Setanta ist allerdings mehlig und  die ungarische Sarpo Mira vorwiegend festkochend. Darin kann ich sie dann doch noch unterscheiden.

Setanta und Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk
Setanta und Sarpo Mira

Die Meerrettichernte ist dieses Jahr gleich Null. So wie ich die Fechser im Frühjahr in den Boden gesteckt habe hole ich sie wieder raus. Kein Zuwachs, nichts verwertbares. Ein paar Stückchen zum Sofortgebrauch aber nichts zum Einlagern. Und ich habe doch jedes Jahr bis weit ins Frühjahr hinein eigenen Meerrettich gehabt. Ich brauche ihn doch auch den ganzen Winter. Ich bezweifle sogar, daß ich die kümmerlichen Würzelchen über den Winter bringe, um sie im Frühjahr wieder zu pflanzen. Ich werde im Winter also Meerrettich im Bioladen kaufen müssen – welche Schmach – und auch im Frühjahr welchen bestellen müssen zum Pflanzen. Ein fürchterliches Jahr, das  Jahr 2013!

Und aus reiner Neugierde habe ich auch eine Topinambur-Pflanze gerodet und ausgegraben. Ganz oberflächlich und super leicht zu erbeuten kamen viele Knollen zum Vorschein. Mein erster Topinambur seit vielen Jahren. Und eine ganz schöne Menge von einer einzigen Pflanze. Den anderen lasse ich erstmal noch in der Erde. Besser könnte ich ihn nicht lagern als dort vor Ort.

Topinambur Ernte (c) by Joachim Wenk
Topinamburernte von einer Pflanze

Beim Kartoffelgraben habe ich mehrmals auf meinen schönen Rosenkohl in der niedrig stehenden Sonne geschielt. Ein schöner Anblick und die Röschen werden noch was, das sehe ich jetzt.

Rosenkohl in der Herbstsonne (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl in der Herbstsonne

Dann haben wir noch ein wenig Laub beiseite geschafft. Da half auch der Aufsitzmäher. Somit ist der Rasen wieder schön frisiert und das Laub ist weg. Nur im Gemüsegarten auf den Wegen, dem Rasen dort und den Beeten musste ich es mit dem Rechen beseitigen. Laub ansich wäre ja wundervoll als Mulch im Herbst auf den abgeernteten Beeten. Leider ist gerade im Bereich des Gemüsegartens dies aber nicht ratsam. Das Laub stammt von zwei Walnussbäumen und einer Eiche. Alles Laub das nicht gerade wachstumsfördernd verrottet. Also wird es über den Winter über die Biotonne entsorgt. Wir haben ja noch mehr als genug anderes Laub im Garten.

Und so langsam hat die Sonnen ihren Lauf vollbracht, sie steht schon sehr flach und es ist jetzt Abend und sie sinkt schon fast zum Horizont. Es ist an der Zeit zusammen zu räumen und drinnen zu gehen.

Herbstimpressionen

Für heute nur noch ein paar Impressionen aus meinem Garten. Morgen wird das Wetter schön und ich werde ernten und darüber berichten. 
Hier sieht man die Bodendecker-Rose „Sternenflor“ sie blüht wirklich unermüdlich den ganzen Sommer und auch jetzt schiebt sie Knospen über Knospen. Ich hatte sie mir zwar etwas wüchsiger vorgestellt, dass sie über das Steinmäuerchen herunter hängt aber vielleicht macht sie das noch. Sie hatte jetzt den zweiten Sommer in meinem Garten. 

Bodendecker Rose Sternenflor (c) by Joachim Wenk
Bodendecker-Rose „Sternenflor“

Die „Golden Celebration“ haben wir im Juni geschenkt bekommen. Sie blühte und war eingetopft. Wir haben sie ausgepflanzt und sie hat seither nicht aufgehört zu blühen. Wunderbare leuchten-sattgelbe gefüllte und duftende Blüten. Diese englische Rose von David Austin ist hat jetzt im Herbst ganz neue Farbtöne. Das herrlich herbstliche rot-orange an den äußeren Blütenblättern macht sich sehr gut finde ich.

englische Rose "golden Celebration" von David Austin (c) by Joachim Wenk
englische Rose „golden Celebration“ von David Austin

englische Rose "golden Celebration" von David Austin (c) by Joachim Wenk
englische Rose „golden Celebration“ von David Austin

Und so blüht die golden Celebration im Sommer.

englische Rose "golden Celebration" von David Austin (c) by Joachim Wenk
englische Rose „golden Celebration“ von David Austin

Meine Astern spitzen neugierig durch den Zaun.

Herbstastern als Zaungäster (c) by Joachim Wenk
Herbstastern als Zaungäste

So sehen die Astern von der anderen Seite aus. Ein mächtiger Busch Blüten.

Herbstastern (c) by Joachim Wenk
Herbstastern
Und überall Hagebutten. Hier von dem Wildrosensämling vom Gardasee

Hagebutten (c) by Joachim Wenk
Hagebutten

Hagebutten von der Wildrose, die sich im Flieder emporwindet. Im Frühjahr schön mit der Fliederblüte und jetzt im Herbst schöne rote Tupfer im Grün. 

Hagebutten (c) by Joachim Wenk
Hagebutten

Den Herbstastern im Staudenbeet ist anzusehen, wie weit wir im Herbst sind. Walnußlaub fällt auf den Blütenschmuck.

Herbstastern mit Walnuss-Laub (c) by Joachim Wenk
Herbstastern mit Walnuss-Laub

Herbsternte im Gemüsegarten

Mein Gemüsegarten im Herbst. Nach einem sehr schwierigen Gartensommer sieht mein Gemüsegarten so aus: 
Der Grünkohl gefällt mir sehr gut. Er kann noch stehen bleiben, bis ich ihn dann schrittweise ernte, blanchiere, kleinschneide und so dann eingefriere. Damit haben wir über den Winter eine sehr leckere und äußerst gesunde (enthält mehr Vitamin C als die Orangen die wir dafür immer hernehmen) Mahlzeit. So vorbehandelt muß er auch nicht so lange kochen, wie viele von euch vielleicht annehmen. Im Gegenteil er ist sogar rasch fertig und kann genossen werden. 
erntereifer Grünkohl (c) by Joachim Wenk
erntereifer Grünkohl

Daneben steht der Mangold, den ich für die grünen Smoothies täglich brauche. Auch gekocht haben wir ihn schon etliche Male gegessen. Der ist sehr dankbar, da er immerzu wächst und neue Blätter nachschiebt. Ich habe ihn nur viel zu dicht gesät, das darf ich nächstes Jahr nicht mehr machen. Daneben Asiasalat und Winterrettich sowie Kohlrabi unter Vlies. Das habe darüber, da es ja so arg kalt war und Nachts an die 0°C heranreichte oder darunter. Tags war es auch immer kalt. Ich erhoffte mir eine Wachstumsförderung für die Pflanzen. Der Winterrettich wächst auch munter, aber die Asiasalate mögen es nicht so, das Vlies auf sich liegen zu haben. Sie sind wohl noch zu klein. Der Jahreszeit nach sollten sie auch schon größer sein, ja erntereif sollten sie im Beet stehen. Rechtzeitig ausgesät hatte ich sie. Aber das Wetter… Nächstes Jahr probiere ich sie wieder, das war diesjahr das erste Mal, daß ich dieses Gemüse gesät hatte.

Mangold und Herbstgemüse unter Vlies (c) by Joachim Wenk
Mangold und Herbstgemüse unter Vlies

Das hier ist der Asiasalat Mizuna, den ich direkt ins Freie sähte.  Die Schnecken haben ihn weitgehend verschont und hier mache ich ab und an schon mal ein paar Blättchen ab zum Verzehr. Das ist das Beet, auf dem die Frühkartoffeln standen. Nach der Ernte war es so schön locker und leer, dass ich einfach wieder etwas sähen wollte. Ich habe hier bewusst von Anfang an darauf verzichtet zwischen den Reihen zu Mulchen, wie ich es sonst immer mache. Ich glaube, daß genau das mein Problem mit den Schnecken hervorgerufen hat. Es fällt mir zwar schwer den Boden so nackig liegen zu lassen, aber die Schnecken haben somit keinen Unterschlupf und haben den Salat nur ein wenig angefressen, aber nicht abgemäht. Schneckenkorn von Neudorff habe ich zwar gestreut, aber einen Schneckenzaun habe ich um dieses Beet nicht. Im Sommer hat das Schneckenkorn überhaupt nichts genutzt. Sicher wegen des Mulches den ich überall verteilt habe. Das muß ich reduzieren und bin schon länger am Überlegen, wie ich den Boden pflege, wenn er länger so ungeschützt da liegt. Wenn dann die Pflanzen groß sind, ist er ja auch bedeckt und meinen Rasenschnitt und Häckselmaterial werde ich nun immer über den Kompost abbauen lassen und dann den (halbfertigen) Kompost dünn als Mulch in die Beete verteilen. Ich bin gespannt, wie das auf die Schnecken wirkt.

Asiasalat Mizuna (c) by Joachim Wenk
Asiasalat Mizuna

Spinat Asiasalt Mizuna Radieschen (c) by Joachim Wenk
Asiasalat Mizuna in der Mitte, links Spinat,rechts Radieschen

Und hier sieht man meine Kartoffeln, die am Samstag noch ausgegraben werden müssen. Dazwischen sind vereinzelte Blätter vom Meerrettich zu erkennen. Das mache ich auch nie wieder, daß ich ihn in Mischkultur mit den Kartoffeln anbaue. Die Kartoffeln haben ihn einfach überwuchert. Dieses Jahr bekomme ich keine große Ernte Meerrettich. Hoffentlich sind genug Fechser dabei für März, wo ich ihn wieder in den Boden stecke. Dann wieder wie gewohnt auf eine eigene Fläche für sich allein. Dort wächst er dann so groß, daß er alles andere unterdrücken würde .

Kartoffelpflanzen im Oktober (c) by Joachim Wenk
Kartoffelpflanzen im Oktober

Den Spinat habe ich schon vor dem oben genannten Spinat gesät. Der ist jetzt schon erntereif.

Spinat im Herbst (c) by Joachim Wenk
Herbstspinat

Und täglich schaue ich nach meinem Rosenkohl. Wenn es jetzt wieder etwas milder wird wachsen die Röschen vielleicht doch noch? Klar sollten sie um diese Zeit schon größer werden, das ist aber 2013 nicht der Fall. Ich gebe aber hier die Hoffnung nicht auf. Ein wenig wächst der schon noch.

Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl

und schließlich noch der Topinambur. Der kann jetzt auch geerntet werden. Wenn die Kartoffeln draußen sind und der Meerrettich, dann werde ich hier anfangen. Ich bin schon gespannt auf ihn. Ein paar Rezepte habe ich mir im Internet schon herausgesucht.

PS der Abfallsack steht da nicht aus Bequemlichkeit, der muß da noch eine Weile stehen. Da habe ich die komplette Tomatenplantage hineingepresst. Nun warte ich auf die Leerungen der braunen Tonne. Eine Tonne ist schon weg, eine zweite vollgestopft. Das Kraut und die Tomaten hatten eine Krankheit (nicht die Braunfäule, die kenne ich, die ist anders) und somit werde ich die Reste nicht über den Kompost entsorgen. So würde ich dann den Krankheitsverursacher schön im ganzen Garten verteilen. Das will ich vermeiden.

Topinambur (c) by Joachim Wenk
Topinambur

Möbel für den Hüttenzauber und der Beginn der Kartoffelernte

Heute haben wir einiges erledigt, zwar für den Garten aber nicht im Garten. Wir haben einen sehr schönen rustikalen Raum neben der Werkstatt, den wir Hüttenzauber nennen. Dort feiern wir mit Besuch und lieben Menschen. Sommer oder Winter, Regen oder Schnee, egal wie das Wetter ist, dort können wir immer im Garten sitzen und sind vollkommen geschützt. Durch die Rundum-Fenster haben wir immer den Blick in den Garten. Wenn es kalt wird schüren wir den Kaminofen und können so auch im Winter zum Beispiel an Silvester wunderbar mit Freunden zusammen sitzen. Nun haben wir heute neue Möbel für den Hüttenzauber transportiert. Unsere langjährige Stammgaststätte im Dorf hat dieses Jahr geschlossen. Und von dort konnten wir eine Eckbank, sehr stabile und schön gepolsterte (das ist bequemer an langen Abenden) Stühle, einen großen Tisch und die Stammtischlampe günstig erstehen. Heute haben wir das alles abgebaut und heim transportiert.

Da war der Tag schnell vorüber. Ich wollte aber unbedingt irgendetwas auch im Garten machen. Das Wetter war sehr trist und trübe und ich fühlte mich  nicht so ganz auf dem Damm. Große Projekte konnte ich also ohnehin heute nicht starten. Aber ich habe gesehen, daß meine Kartoffeln teilweise wohl doch anfangen gelb zu werden. Da sie ja nicht weiter reifen, habe ich 2 Beete Kartoffeln geerntet. Der Boden ist sehr feucht. Aber ich bin wirklich sehr positiv überrascht. Er ist nicht klebrig-baazig sondern fast krümelig. Trotz des hohen Lehmanteils und der Tatsache dass ich erst im 2. Anbaujahr bin. Vorher war es über 30 Jahre der Hühnerlauf und der Boden muß sich erst aufbauen und kultiviert werden. Das ist mir wohl schon ganz schön gelungen, denn diese Beobachtung habe ich dieses Jahr schon ein paar Mal gemacht.

Jetzt also zu den Kartoffeln. Sie sind der Wahnsinn. So große Kartoffeln hatte ich noch nie. Und das Kraut gesund bis Oktober in einem super extrem feuchten Jahr. Auf meinem Feldgarten hatte ich wie schon erwähnt die letzten Jahre immer Braunfäule und konnte mit Mühe ein paar Frühkartoffeln ernten. Und das auch in trockenen Jahren. Jetzt habe ich die dagegen widerstandsfähigen Sorten Orla (früh), Setanta (mittelfrüh), Cara (spät) und Sarpo Mira (spät) gesetzt und die haben gleich im ersten Jahr ihre Feuerprobe absolut bestanden. Ich habe mir auch Reihe für Reihe aufgeschrieben, welche Sorte das jeweils ist. Ich will ja wissen, welche mir am besten schmecken, bei mir am besten wachsen. Nun – wenn ich meine heutige Ernte betrachte, so sollten es 2 verschiedene Sorten sein. Dumm, jetzt habe ich alles in eine Kiste geschüttet, denn sie sahen alle gleich aus. Irgendwo muß mir da wohl ein Fehler passiert sein. Andererseits haben Setanta und Sarpo Mira rote oder rötliche Schalen. Die Cara hat helle Haut und die habe ich auch erkannt. Jetzt müssen die erste einmal abtrocknen und dann kommen sie in den Keller. Meine Frühkartoffeln, die Orla genießen wir schon seit vielen Wochen. Die brachten auch eine sehr schöne Ernte.

Sarpo Mira oder Setanta (c) by Joachim Wenk
Sarpo Mira oder Setanta, das muß ich noch klären

Kartoffel Cara (c) by Joachim Wenk
Cara