überraschender Sonnenschein

Beim Mittagessen war es bereits klar. Der Nachmittag wird im Garten verbracht. Ganz plötzlich kam die Sonne heraus und blieb bis zum Sonnenuntergang ungetrübt durch Wolken oder Regen oder Nebel am Himmel. Ich konnte sogar nur im Pullover und ohne Jacke arbeiten.

Ich habe mir eine Liste gemacht, was ich so zu erledigen habe und auch alles erledigt oder wo es nicht  möglich war zum Abschluss zu kommen doch wenigstens begonnen. Das ist ein schönes Gefühl.

Wie könnte es anders sein – ich habe Kübelpflanzen geschleppt. Die zwei Zitruspflanzen in den Heizungskeller. Denen ist es im Palmenhaus zu kalt. Den „Bayernenzian“ ins Palmenhaus und geschnitten. Und im Palmenhaus etwas umgeschlichtet. Da muß ja noch die Hauptsache rein: die Palmen. Die vergangenen Tage habe ich festgestellt, daß die Gewächshausheizung, die ich auf 10°C gestellt habe bereits angesprungen ist und geheizt hat. Und das Anfang Oktober. Der hätte, wie das ganze Jahr auch deutlich wärmer werden können. Hier sind ein paar Impressionen vom Sonntag Nachmittag im schönen Franken.

Ich habe hier einmal zum Vergleich das selbe Motiv, aufgenommen mit meiner Kamera und als zweites aufgenommen mit dem Nokia Lumia 1020. Die Bildqualität ist wirklich viel besser. Aber die Dateien für mein altes Laptop zu groß und der Weg, sie dort hinzubekommen mir zu umständlich. Also werde ich weiter mit der Kamera fotografieren.

Herbsastern mit Kamera fotografiert (c) by Joachim Wenk
Herbstastern mit Kamera fotografiert

Herbstastern  mit Nokia Lumia 1020 fotografiert (c) by Joachim Wenk
Herbstastern mit Nokia Lumia 1020 fotografiert

Sonnenbeet vor Garageneinfahrt (c) by Joachim Wenk
das Sonnenbeet vor der Garageneinfahrt

der Gemüsegarten, links Gründung Ölrettich (c) by Joachim Wenk
der Gemüsegarten, links Gründung Ölrettich

 Der Rosenkohl hat wunderbare Röschen angesetzt. Wäre der Oktober ein warmer goldener Oktober, würden sie auch noch wachsen. So bin ich mir nicht sicher ob die noch zu essbarer Größer heranwachsen.

Gemüsegarten, rechts der Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten, rechts der Rosenkohl

Dann habe ich einmal nach meinen Kartoffeln gegraben. Begonnen habe ich mit Setanta, einer mittelfrühen, mehligen Speisekartoffel mit sehr hoher Widerstandsfähigkeit gegen Kraut- und Knollenfäule. Und in der Tat, von diesem Übel bin ich heuer trotz der unsäglichen Kälte und Feuchtigkeit absolut verschont geblieben!  Die sind total grün und fest. Das Laub voll im Saft. Ich lasse sie einfach noch ein wenig drin. Heute habe ich ohnehin keine Zeit alle raus zu machen und der Boden ist sehr  nass. Es hat 20l in den vergangen Tagen geregnet.

mittelfrühe, mehlige Kartoffel Setanta (c) by Joachim Wenk
mittelfrühe, mehlige Kartoffel Setanta

In meinen Geranienkübel habe ich auch die Herbst-  und Winterbepflanzung gesetzt. Sonst müssen wir ja bis Mai auf den leeren Kübel blicken, wenn wir zum Wohnzimmerfenster hinaussehen. Gestern im Baumarkt habe ich ein paar Pflanzen gekauft. Ich bin ganz begeistert von meiner ausgesuchten Kombination.

Herbstbepflanzung im Steintrog (c) by Joachim Wenk
Herbstbepflanzung im Steintrog

Und schließlich haben wir noch in der Speisekammer umgeräumt, daß das Obstregal hineinpasst und für die Kartoffelkiste haben wir auch im Keller Platz gemacht.

schon wieder Kübelpflanzen und eine schlechte Quittenernte

Also heute war das Wetter wie vorhergesagt. Regen und nochmals Regen bis zum Nachmittag und eklige Temperaturen dabei. Auf alle Fälle immer schön im einstelligen Bereich. Bin ich froh dass ich gestern so viel im Garten geschafft und aufgeräumt habe. Damit ich mein Gewissen beruhige habe ich mich heute auch umgezogen. Die Arbeitskluft hängt im momentan unbeheizten ( wir bekommen ja eine neue Heizung eingebaut) Vorraum zum Haus. Iehhhhh war die kalt, als ich hineingeschlüpft bin. Da war die Lust auf Gartenarbeit ehrlich gesagt schon wieder vorbei.

Aber ich habe mich nicht klein kriegen lassen und bin in den Garten. Oh war das kalt, jetzt war sie ganz weg die Lust. Ich habe noch rasch die Schmucklilie, die Kamelie und eine manchmal blühende aber mir nicht namentlich bekannte Kübelpflanze in das Palmenhaus gestellt. Die müssen nicht mehr frieren. Jetzt stehen noch drei sehr große Palmen, die sehr große Banane im Kübel, der Oleander, die Olive und die Feige draußen. Halt die Engelstrompete steht ja auch noch im Freien. Die ist so groß dieses Jahr und gerade mitten in der zweiten Blüte. Wenn ich sei einräume müsste ich sie stutzen und dann wären die Blüten weg. Also lasse ich sie noch draußen stehen.

Datura in herbstlicher Blüte (c) by Joachim Wenk
Datura in herbstlicher Blüte

Gegen Abend hab ich dann noch den Hund und zwei Kisten in den Bus geladen und bin in meinen ehemaligen etwa 30km vom Wohnort entfernten Garten gefahren. Der Garten dort ist ein ehemaliges Feld unserer Großeltern. Die letzten Jahre habe ich dort mein Gemüse angebaut, bis wir zu unserem jetzigen Garten mit Haus  gekommen sind. Seither bewirtschaftet mein Bruder mit seiner Familie das Grundstück. Dort steht eben noch mein Quittenbaum und ich bin zum Ernten hingefahren. Aber so eine schlechte Ernte hatte ich wirklich noch nie bei meinen Quitten und so kleine Früchte auch nicht. Aber für ein paar Gläser Marmelade (nein, keine Gelee, ich will die volle Quitte nicht nur ihr „Spülwasser“) und das leckere Quittenkonfekt langen sie wohl aus. Ich werde gleich morgen sehen ob sie verarbeitbar sind.

Quittenernte (c) by Joachim Wenk
Quittenernte 2013

Und weil ich die Quitten wirklich sehr liebe, habe ich mir bei Quittensorten.de zwei Pflanzen im Frühjahr bestellt. Jetzt im November sollen sie geliefert werden. Ich freue mich schon. Ich liebe die Bäume selbst. Der Wuchs ist malerisch, geschnitten müssen sie kaum werden und blühen tun sie entgegen der anderen Obstsorten erst, wenn das Laub da ist. Wunderschöne große weiß-rosa Blüten, die über dem dunkelgrünen Laub so romantisch aussehen. Und dann die Früchte. Als Hobbykoch und Selbstversorger liebe ich sie auch. Gerade den irgendwie herbstlichen Geschmack. Eine Frucht für die düsteren und kalten Wintermonate. Im Sommer schmecken sie einfach nicht finde ich.
Über die Quittenbaumschule und ihr Werk habe ich einmal einen Bericht in einem Magazin gelesen. Dort stand dass in ganz Deutschland nur noch ein oder zwei Sorten verkauft werden. Einheitsware in allen Versandgärtnereien und sonst wo sie verkauft werden. Dabei gibt es so viele unterschiedliche Sorten. Das wusste ich auch nicht. Welche zum Lagern und welche zum gleich verarbeiten. Letztere habe ich. Da es im Herbst immer knapp mit der Zeit ist zum Verarbeiten, habe ich mir jetzt welche mit Lagerfähigkeit gekauft. Sie werden am Hang zur Dorfstraße stehen. Damit die reifen Früchte nicht abfallen und den Hang auf die Straße herunter kullern, habe ich auch Sorten gewählt, deren Früchte am Holz bleiben und auch bei Wind nicht abfallen. Es gibt wirklich so unterschiedliche Quitten. Ein Blick auf die Seite der Baumschule lohnt wirklich. Und man hilft, alte Obstsorten zu erhalten.

Alles hat seine Zeit

So ein Garten lehrt einen anzunehmen, was ist und nicht geändert werden kann. Das Ende des Sommers hat mich, wie wohl viele von euch erst einmal zum Wiederspruch angespornt. Nein! der Sommer kann doch nicht zu Ende
sein. Nein, es muß doch noch warm werden, meine Tomaten und Bohnen und Zucchini oder Gurken müssen doch noch reifen. So viel Arbeit wie ich da rein gesteckt habe kann es doch noch nicht so zu Ende gehen. Die ganze Ernte als unreife Früchte auf den Kompost oder Müll werfen.

Aber der Garten ist eben das richtige Leben. Und in dem spielen wir und unsere Wünsche oder unser Willen nur „eine“ aber nicht „die“ Rolle. Die Natur lässt uns wurschteln im Rahmen IHRER Gesetze. Und wenn mich das heutzutage so arg beschäftigt, mein Befinden beeinflusst wo doch ausser dem eigenen Ehrgeiz, dem Erfolg haben wollen nichts davon abhängt. Ob ich nun Tomaten ernte oder nicht. Ich werde immer satt. Ich kann immer leckere, gesunde, abwechslungsreiche Mahlzeiten bereiten. Wie fühlt aber jemand in so einem Jahr dessen winterliches Überleben und das seiner Familie, Sippe, Volk abhängt? Versteht man da nicht dass die wertvollsten Güter wie Schwerter geopfert wurden. Oder Pferde, Rinder. So wie wenn ich heute meinen Ford opfern würde um die Natur milde zu stimmen. Wir lächeln darüber, aber von der Haltung gegenüber der Natur und dem Anerkennen ihrer Überlegenheit sollten wir wieder mehr in uns tragen. Und wir sollten das was wir haben dankend und bewusst annehmen. Denn auch heute noch gibt es auf unserer Welt Menschen die eben NICHTS zu Essen haben wenn die angebauten Früchte in Jahren wie diesem nicht reif werden. Denkt einmal daran wenn ihr eine Möhre wegwerft die angewelkt im Kühlschrank lag oder eine Scheibe Brot die angetrocknet ist.
So und mit all diesen Gedanken stehe ich jetzt in meinem Garten.
Dieses Jahr ist extrem und es ist unübersehbar. Es ist Schluß mit Sommer. Irgendwie habe ich das also auch innerlich  mittlerweile realisiert. Und so habe ich heute meine Tomaten entfernt und es hat mir nichts ausgemacht. Im Gegenteil, es ist fast schön, wieder Ordnung zu schaffen. Da die Tomaten dieses Jahr eine bei mir noch nie dagewesene Erkrankung hatten muß ich sie alle über die Biotonne entsorgen. Nicht dass ich diese Pilze oder Bakterien über den Kompost im restlichen Garten verteile. Wahnsinn, was ich hätte ernten können, wenn es ein normales Jahr  gewesen wäre. 
Tomaten (c) by Joachim Wenk
letzter Blick auf die Tomatenpflanzen 2013

(c) by Joachim Wenk
fertig für die Biotonne

Auf die frei geworden Fläche habe ich  Kompost verteilt. Der mußte vom Kompostplatz weg, da ich sofort viel Platz benötige für alles was jetzt noch abgeschnitten werden muß. Und das ist noch viel!

Kompost auf abgeerntetem Tomatenbeet (c) by Joachim Wenk
Kompost auf abgeerntetem Tomatenbeet

Wie auf dem Kompostbild zu sehen ist scheint doch tatsächlich die Sonne. Also am Morgen war es sehr sehr neblig. Am Nachmittag kam dann die Sonne und was wer sehr schön im Garten zu arbeiten.

Darum habe ich gleich noch die Bohnen vom Bohnenzelt abgefieselt.

abgeerntetes Beet (c) by Joachim Wenk
Bohnen, Kürbis, Zucchinibeet abgeerntet
Und weil es so schön war, habe ich im Gewächshaus auch gleich noch die Gurken, Paprika und Tomaten entfernt. Ob der Feldsalat wohl bald keimt, den ich die Tage dort gesät habe.
Herbst im Gewächshaus (C) by Joachim Wenk
auch im Gewächshaus ist es nun leer

„Zwangs-Urlaub“

Ab heute habe ich 4 Tage Zwansurlaub. Wir bekommen eine neue Heizung im Keller eingebaut und da mußte sich jemand „opfern“ und daheim sein, wenn die Handwerker im Hause sind. Du meine Güte, was ich mir in den 4 Tagen alles im und ums Haus vorgenommen habe. Und es fängt gut an. Heute habe ich schon mal nichts davon gemacht. Nur lauter andere Dinge, die mir über den Weg liefen. Eines der Dinge war es, mein neues Smartphone, welches heute mit der Post kam einzurichten. Ich freu mich! jetzt kann ich überall online sein, bloggen, lesen und teilen.

Eigentlich wollte ich ja auch viel im Garten machen. Eben die nötigen Herbstarbeiten. Es war auch ein traumhaftes Wetter heute. Viel Sonne und mild nach vormittäglichem Nebel. Aber die Zeit hat eben nicht gelangt. Ich hoffe nur, daß ab morgen die deutliche Wetterverschlechterung doch nicht so hart einsetzt und ich morgen einiges im Garten erledigen kann.

Ein wenig habe ich trotz aller Ablenkung aber auch heute im Garten geschafft. Ich habe meinen Geranientrog geleert. Ca. 18 Geranien fügten sich, wie auch im letzten Sommer zu einem leuchtenden Gesamtbild zusammen.

Geranientrog im Sommer (c) by Joachim Wenk
Geranientrog im Sommer

Heute habe ich sie ausgegraben und stark gestutzt. Dann habe sie zu mehreren in Schalen gesetzt und in das Palmenhaus gebracht. Dort überwintern sie, bis sie im nächsten Frühjahr wieder in den Trog kommen.

Geranien im Wintequartier (c) by Joachim Wenk
Geranien im Winterquartier

Und hier noch ein Bild von meinen Weihnachtssternen. Die sind vom letzten Winter. Den Sommer haben sie im Freien verbracht und die letzten Tage im Palmenhaus. Jetzt kommen sie in den Anbau vor der Eingangstür zum Haus.

Weihnachtssterne (c) by Joachim Wenk
Weihnachtssterne die ins Haus zurück kommen

Selbstversorger aus dem Garten

So gefällt mir das. So hätte ich es gerne noch viel umfangreicher. Heute Mittag sollte es einen Paprika-Fischgratin geben. Das Rezept klang lecker. Was braucht man dazu? Fischfilet. Schön das haben wir in der Gefriertruhe. Was noch? Kartoffeln, Lauch, Paprika, Schnittlauch und Petersilie sowie Instant-Gemüsebrühe. Herrlich.Diese Zutaten habe ich alle daheim oder noch im Garten stehen. Ein sehr leckeres, überaus gesundes Mittagessen mit eigenen Zutaten. Ein Traum.

Die Frühkartoffeln liegen im Keller. Die Paprikas habe ich am Mittwoch abgemacht, da im Gewächshaus auch der Frost ganz knapp drin war. Lauch, Peterle und Schnittlauch stehen im Garten und die Gemüsebrühe ist im Keller im Dörrapparat. Darüber werde ich in meiner Community noch ausführlicher berichten.

Jetzt muß ich nach dem leckeren Mahl aber erst einmal meine Küche in Ordnung bringen. Hier heißt es leider auch do-it-yourself. Für Bedienstete reicht es bislang eben noch nicht…..

Es regnet bei uns in Strömen und es ist sooo kalt. Eigentlich wollten wir heute die letzte Wand vom Palmenhaus isolieren. Aber heute zieht es uns so garnicht nach draußen. Langweilig wird es aber dennoch nicht. Ich muß noch die Gemüsebrühe fertig machen und werde heute eine große Portion Gewürzrotkraut nach dem Rezept unseres Sternekochs bereiten. Morgen kommen die Eltern und es gibt Rinderbraten (mein Cousin hat Bio-Demeter-Rinder und wir beziehen das Fleisch von ihm). Den restlichen Braten und leckeres Rotkraut werden wir einfrieren und haben schnell etwas gutes zum Mittag.

Es geht uns doch so gut, dafür kann man nicht oft genug danken.

Alles halb so schlimm

Heute am 3. Oktober ist ein wundervoller Herbststag. Sonne von früh bis spät. Die vergangene Nacht war nun der erste Frost da. Die Zucchini sind erfroren. Im Gewächshaus die Gurkenpflanze hat auch Schaden genommen. Naja dann geht es jetzt langsam ans Abräumen der Beete. Das wird dann wohl die Wochenendarbeit. Und nächste Woche habe ich frei, da kann ich auch nochmal einen ganzen Schwung Arbeit erledigen. Ich habe heute meine Andenbeere und den letzten Rosmarin ausgegraben und eingetopft. So kommen sie, geschützt im Palmenhaus über den Winter. Im Palmenhaus müssen wir dann am Wochenende noch eine Wand isolieren. Die geht zur unbeheizten Werkstatt und ist die einzige nicht-isolierte Wand. Ansonsten bin ich so dankbar, diesen Überwinterungsraum zu haben. Jetzt stehen die empfindlichen Gewächse schon drin. Später dann auch die robusteren. Dann muß etwas zusammengerückt werden. Gestern früh waren die Scheiben sehr beschlagen. Tagsüber muß ich also unbedingt lüften. Ich habe dann über Nacht die Umluft-Gewächhausheizung zur Luftzirkulation laufen lassen und heute morgen waren die Scheiben fast garnicht beschlagen. Gut dass wir diese Umluftheizung haben, dann ist es im Winter auch besser mit der Feuchtigkeit.

Weil es heute ein wirklich schöner und ruhiger Tag ist, hatte ich auch Muße in meinem neuen Gartenbuch zu blättern. Dort steht ja drin, welche Gemüsepflanzen jetzt  noch draußen sein können und welche geerntet werden sollten. Also meine Kohlrabi kann ich noch lassen und die Asiasalate auch. Den Grünkohl und Rosenkohl sowieso. Ich bin nur mal gespannt, wie ich es mit den Spätkartoffeln mache. Noch haben sie ganz grünes Laub und ich dachte man erntet die Kartoffeln, wenn das Laub gelb wird. Aber das es späte Sorten sind, werde ich einfach abwarten wie sie sich entwickeln. Ich werde schon den richtigen Zeitpunkt erwischen. Meerrettich und Topinambur können gar den ganzen Winter draußen bleiben. Die werde ich spät ernten. Bevor der Boden aber zu matschig wird, hole ich die auch immer raus.

Jetzt freue ich mich auch auf Anfang November, da werden meine beiden Quittenbäume geliefert. Die werden an den Hang zur Straße hinunter gepflanzt. Und eine Kletterrose soll auch noch kommen. Somit ist das Gartenjahr – gottseidank –  noch lange nicht um.

Risiko!!!!

Fühlen sich die Kandidaten bei Jauch so, wenn sie die 125000€ Frage beantworten und nicht ganz sicher sind? Ist es das was ein Spieler im Casino empfindet, wenn er auf Zahl setzt? Geht es mir wie einem Spieler bei den Pferdewetten der auf ein Pferd alles gesetzt hat?

Also wenn sich das so anfühlt, dann weiß ich, daß ich niemals spielsüchtig werden kann. Ich hasse das Gefühl und doch muß ich es jeden September/Oktober erleben.

Kennt ihr das? Diesen Blick auf die Wettervorhersagen? Wie kalt wird es heute Nacht? Wer hält es noch aus, wer muß rein? Und wenn eine Pflanze rein muß, wie groß ist sie? Schleppe ich die mannshohe Datura rein für eine oder zwei Nächte um sie dann nochmals für zwei schöne Wochen im Oktober heraus zu schleppen? Kann das Kraut noch stehen bleiben oder friert es kaputt? Halten die Asiasalate und Kohlrabi und Winterrettiche durch oder wird es zu kalt? Muß der Rosmarin, Andenbeeren, Duftpelargonien und Verbenen schon ausgegraben werden oder nicht?

So geht es mir gerade. Wir haben eine digitale Wetterstation die über Satellit angeblich die lokale Wetterprognose der kommenden Tage anzeigt. Mit der Regenvorhersage stimmte es bislang immer, auch die sonstigen Ansagen waren, so gut Wettervorhersagen überhaupt sein können, immer richtig. Und jetzt zeigt das Ding an, dass heute Nacht -1°C und morgen Nacht -5°C kommen sollen. Also 5 Grad unter Null wäre schon eine Katastrophe. Aber jetzt die Geranien rausreißen und all die anderen beschriebenen Aktionen starten will ich auch nicht, da es im Oktober sicher noch warm wird und sie noch einige Zeit haben. Für üblich kommen so um die 0°C und das halten sie aus. Aber 5°C? Ich hoffe dass es ein Irrtum ist, zumal ich auch garnicht die  Zeit hatte heute alles einzuwintern. Jetzt hoffe ich wie einer der eingangs beschriebenen Spieler, daß es gut geht.

Die Asiasalate, und Winterrettiche in dem einen Beet habe ich mit Vlies bedeckt. Das Kraut geerntet. Leider habe ich überhaupt keine passende Möglichkeit zur Lagerung für solche Gemüse. Der Keller ist einfach zu trocken und warm. Also werde ich es in naher Zukunft einfach gleich kochen und dann so eingefrieren. Im anderen Beet die Kohlrabi, Winterrettiche u.a. habe ich jetzt einmal nicht abgedeckt. Risiko!!!! Meine Andenbeere habe ich erst abends gesehen. Die müsste auch rein, aber da war es schon spät und es wurde dunkel. Also steht sie draußen. Lorbeer und Gewürzrinde sind im Palmenhaus. Den Lorbeer habe ich gleich gestutzt und die Blätter in den Trockenapparat gelegt. Die schmecken herrlich die eigenen Lorbeerblätter. Palmen und Banane können es aushalten. Was ist mit Olive und Feige? Fragen, Sorgen und Herzrasen. Morgen weiß ich bescheid oder übermorgen. Dann sollen die Nächte wieder wärmer werden. Manche Pflanzen habe seit über 15 Jahren und doch kommen jeden Herbst die gleichen Zweifel. Es wird schon wieder gut gehen. Toi toi toi.

Immerhin habe ich heute auch noch etwas produktives getan. Im Gewächshaus habe ich Schafmeila gesät. Angeblich ist das dort jetzt noch möglich.

vorbereitete Reihen für Schafmeila im Häusle (C) by Joachim Wenk
vorbereitete Reihen für Schafmeila im Häusle

Schafmeilai im Häusle (c) by Joachim Wenk
seht ihr sie liegen die Körnchen?

herbstlicher Frostschutz - das Vlies (c) by Joachim Wenk
herbstlicher Frostschutz – das Vlies

Das Leben ist eben so und nicht anders

Mein Lieblinssitzplatz unter der riesigen Haselnuß. Es gibt im Sommer keinen besseren Sonnenschirm als diesen Strauch! Es ist einfach nur herrlich, hier zu sitzen. Na gut, jetzt im Herbst hat man halt die Blätter auf der Terrasse. Aber wir sitzen auch nicht mehr so oft dort und man muß nicht jeden Tag Laub kehren. Bevor ich mir eine Thujahecke pflanze und dann einen kleinen runden Sonnenschirm aufstelle, dessen Schatten permanent wandert und ich mit ihm, habe ich tausend mal lieber die Blätter im Herbst und Blütenstände im Frühjahr. Ich habe ja einen, wie ich ihn immer stolz nenne mittelfränkischen Land-Garten. Und da gehören gefallene Blätter zur Optik im Herbst einfach dazu. Und zum Kaffeetrinken am Nachmittag kann man rasch über den Tisch wischen und über die Sitzfläche und schon sitzt man mitten im raschelnden und duftenden Herbstlaub und kann schon das Leben genießen. Nein, ich lass mich nicht verleiten immer alles hygienisch sauber zu halten in meinem Garten. Und dennoch finde ich ihn schön und ordentlich. Das Leben ist eben so und nicht  anders.

Sitzplatz unter der Haselnuß mit Herbstlaub (c) by Joachim Wenk
Sitzplatz unter der Haselnuß mit Herbstlaub
Sitzplatz unter der Haselnuß mit Sommergrün(c) by Joachim Wenk
Sitzplatz unter der Haselnuß mit Sommergrün