Miraculix macht sich mit seiner Sense auf den Weg um Zutaten für den Zaubertrank für die Kohlköpfe zu holen

Mein langer und schöner Gartentag geht  zu Ende und ich muß gerade wirklich überlegen, was ich alles heute wieder vollbracht habe. So viel ist es, daß ich Stift und Papier dazu benötige. Dann gleiche ich die Liste mit den Bildern auf meinem Handy ab. Schon steht, fest, was ich heute alles schreiben will. 
Morgens bei Zeiten brach ich auf zu unseren Weihern. In meiner Ausrüstung eine alte Sichel. Spontan muß ich an Asterix und Obelix denken. Hier besonders an den, mir so sympathischen, Miraculix. 
Allerdings stieg der immer auf Bäume und schnitt Misteln. Ich bleibe am Boden und schneide ebenalls ein Kraft-Kraut. Die Brennessel. Es ist Zeit, Jauche für den Garten  daraus zu machen. 
An Brennesseln jedenfalls mangelt es uns nicht. Die Böschungen zum Bach sind dicht damit bewachsen. Links im Bild seht ihr einen solchen Hang. Auf dem Weiher rechts am Bildrand nisten, wie schon berichtet, Wasserhühner. Jedesmal, wenn ich zu den Weihern komme, schaue ich neugierig nach dem Nest. Es ist noch immer da und mittlerweile zieht eine Schar von vier winzigen Wasserhühner im Weiher ihre Runden. Ich hätte sie euch gern fotografiert. Sie waren aber durch mein Erscheinen in Aufregung und paddelten ganz wild in Richtung Ufer. Um sie nicht noch mehr zu verschrecken gab es heute keine Fotojagd auf sie. Also kann ich nur von deren Existenz berichten und ihr müsst mir glauben.  Aber süß waren sie die Kleinen. 
Brennesseln für Jauche (c) by Joachim WEnk
Grundlage für den Zaubertrank sind Brennesseln
Brennesseln für Jauche (c) by Joachim WEnk
meine „Kessel“ für den Zaubertrank sind gefüllt

Zurück im Garten werden die beiden 60l Fässer noch mit Wasser gefüllt. Dann kommt ein Deckel darauf, damit nichts hinein fällt. Jetzt heißt es warten und regelmäßig rühren. Bald wird sie starkt schäumen und dann noch viel stärker stinken. Wenn sie ganz arg stinkt und überhaupt nicht mehr schäumt, ist es eine braungrüne Brühe und damit fertig. Das dauert sicher zwei Wochen oder länger, da es im Moment nicht sonderlich warm ist. Sie wird dann mindestens 1:10 verdünnt mit Wasser als Stickstoffdünger gegossen.

Ich mache sie immer sehr stark. Die Fässer sind fast voll mit Brennesseln, bevor ich Wasser einfülle. Daher verdünne ich etwas mehr. Lieber zu viel verdünnt, als zu stark konzentriert. Die zu starke Jauche kann den Pflanzen schaden.

Brennesseln für Jauche (c) by Joachim WEnk
rühren und warten ist ab jetzt die Devise

Und das sind sie ja auch schon. Ein paar der Kandidaten, mit Heißhunger auf solch eine schmackhafte Jauche. Hier im Bild zweierlei Wirsingsorten, Rosenkohl,Weißkraut und Blumenkohl. Ein paar Zinnien sind auch dabei. Die brauchen nicht unbedingt die Jauche, bekommen sie aber ja, da sie im Gemüsegarten gepflanzt werden, sowieso hier und da etwas ab davon.

verschiedene Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk
die Kohlpflanzen warten schon auf ihr Beet und die Jauche

Bevor ich meine prächtigen selbst gezogenen Gemüsepflänzchen aber setzen kann, habe ich ein Problem. Ein Problem, das ich schon länger bemerke, und für das ich keine Lösung habe.

Nein, es geht jetzt nicht schon wieder um die Nacktschnecken! Es geht um den Platz im Gemüsegarten. Davon habe ich zu wenig! Und ich kann den Gemüsegarten auch nicht mehr erweitern.

Für ein paar der Pflänzchen gibt es eine Lösung.

Der Spinat ist erntereif. Also rasch ein paar Körbe geholt und auf geht’s. Schließlich sind es 1500g herrlicher frischer Spinat. Eine Portion gibt es gleich heute Mittag mit einer Sauce aus Sahne und darin geschmolzenem Gouda. Lecker.  Die Gewürzmischung meiner Wahl ist Garam Marsala. Ich liebe sie. Dazu weich gekochte Eier und junge Kartoffeln.

Der Rest wird blanchiert und eingefroren.

reifer Spinat (c) by Joachim Wenk
der Spinat ist erntereif

frischer Bio-Blattspinat (c) by Joachim Wenk
1500g frischer Bio-Blattspinat

Ein weiteres Eckchen Gemüsegarten muß erst wieder reanimiert werden. Darauf lag der Erdhügel vom Baggeraushub. Beim abtragen des Hügels und auch so wurde immer wieder über die Erde hier gelaufen und der Schubkarren geschoben.

So kann ich nicht pflanzen. Sauzahn und Grabegabel und Pendelhacke und Rechen müssen her.

Och nee. Irgendwie ist mir das aber gerade zu heftig. Ich probiere mal, ob die Motorhacke anspringt.

Nein, tut sie nicht. Kein Benzin drin. Und schon wieder nein. Es ist keines mehr vorrätig. Das gibt es doch nicht. Da waren immer zwei 10l Kanister mit Benzin im Schuppen. Jetzt ist keiner mehr da. Ob in den kleinen Kanistern noch etwas drin ist? Immerhin brauchen wir für die Rasenmäher inklusive Aufsitzmäher, Motorsense, Wasserpumpe, eben die Motorhacke oder die Kettensäge immer Benzin, pur oder dann im Gemisch, zu Hause.

Glück gehabt, da ist noch ein Schluck. Na super, toller Tag heute. Der Kanister hat diesen aufschraubbaren Auslaufstutzen nicht daran. Den brauche ich aber, so dumm wie die Tanköffnung an der Hacke angebracht ist. Wahrscheinlich hätte ich schon längst mit der Grabegabel….

Nein, ich werde die Motorhacke benutzen! Da stehen noch gefühlte 50 andere Kanister, da wird doch einer so einen Stutzen haben. Ha, tatsächlich, da ist einer. Also jetzt die Hacke tanken und los geht’s.

Der heutige Tag ist doch nicht so schlecht. Sie springt wirklich nach wenigen Zügen am Anlassseil an. Wie durch Butter geht sie durch die Erde.

Super. In etwa 2 Minuten Hack-Zeit ist alles erledigt und ich habe wunderbaren lockern Boden.

Jetzt wird gepflanzt. Hier kommt der ganz späte Wirsing hin. Der kann dann bis Dezember oder länger dort stehen. Je nachdem, wie der Winter wird.

später Winterwirsing Winterfürst (c) by Joachim Wenk
später Winterwirsing Winterfürst

Daneben stelle ich das Bohnenrankzelt auf. Für Stangenbohnen ist es viel (!) zu niedrig. Ich nehme es für meine Blauwschokker-Erbsen. Die sind dieses Jahr aber wo anders und so ist es frei. Es wird den Inkagurken eine Stütze sein und dem Malabarspinat. Die Samen habe ich von Anna aus Wien bekommen. Ich habe beides noch nie gehabt und probiere einfach einmal aus, ob es bei mir wächst und ob ich küchentechnisch damit etwas anfangen kann.

Die Inkagurken müssen dringend raus aus der Topfplatte. Mal sehen, wie das mit den Schnecken klappt. Der Spinat ist gerade gekeimt, der braucht noch etwas, um im Freien eine Überlebenschance zu haben.

Inka-Gurken (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzte Inka-Gurken

Auf eine Reihe des abgeernteten Spinates kommt der frühe Wirsing. Der bleibt nicht so lange im Beet, köpft schneller und wird im Herbst abgeerntet.

früher Wirsing  Smaragd (c) by Joachim Wenk
früher Wirsing Smaragd

Die Lagerkartoffeln kommen so langsam auch.  Ich hacke sie und fange an, etwas Erde anzuhäufeln.

späte Kartoffeln frisch gehackt (c) by Joachim Wenk
späte Kartoffeln frisch gehackt

Das sind die etwa vierzehn Tage früher gesteckten Frühkartoffeln. In der Reihe vor und hinter dem Baum haben die Schnecken in den vergangenen Tagen großen Schaden angerichtet. Zwei Kartoffeln haben sie gar total weggefressen, was daher natürlich auf dem Bild auch nicht zu erkennen ist….

frühe Kartoffeln frisch gehackt (c) by Joachim Wenk
frühe Kartoffeln frisch gehackt

Auch wenn man so in das Beet mit dem Blaukraut und Weißkraut, dem Lauch und der Sellerie, dem Salat und der schönene einjährigen Beere blickt, sieht es aus wie im Gartenbilderbuch.

Natürlich nicht zu sehen sind die total abgefressene Kohlpflanze, die wegrasierten beiden Sellerie und die absolut zerfletterte Beerenpflanze , hier versteckt hinter einem Blakraut. Vier Salatpflanzen standen da auch einmal mehr im Beet. Jetzt kämpft noch eine Letzte ums Überleben. Aber es ist schön zu sehen, daß die Pflanzen, die nicht gefressen werden, schön zu wachsen beginnen.

Kraut, Sellerie und  Lauch im Beet (c) by Joachim Wenk
Kraut, Sellerie und  Lauch im Beet

Es ist wirklich eigenartig. Im  selben Beet mit manchmal nur 40 oder 80cm Entfernung werden manche Pflanzen total abgefressen oder skelettiert und andere nicht. Hier steht Weißkraut. Zur gleichen Zeit pflanzte ich zwei Reihen weiter Blumenkohl. Davon steht nicht einmal mehr die Hälfte und die müssen sich erst noch von dem Fraßschaden erholen. Das Weißkraut hier ist unberührt. Ich habe in die Reihe Spinat mit gesät. Der soll es vor den so lästigen Erdflöhen bewahren, so habe ich gelesen. Das teste ich ich. Unter dem Blattdickicht könnten doch Schnecken wunderbar leben und den Kohl fressen. Aber sie beißen nicht einmal hinein. Der Blumenkohl stand und steht allein in der Reihe, den haben sie gefressen genau wie einige der Kohlrabi.

Weißkraut mit Spinat (c) by Joachim Wenk
Weißkraut mit Spinat

zerfressene Kohrabi (c) by Joachim Wenk
zerfressene Kohrabi

Während die andere Reihe Kohlrabi  vollkommen intakt ist und nicht eine Fraßspur aufweist.

Auch der Salat hier, wächst von Anfang an prächtig.

Kopfsalat Maikönig (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat Maikönig

Und im gleichen Beet, dem Schneckenzaunbeet, in dem ich schon tüchtig aufgeräumt habe mit Schnecken hat es an anderer Stelle den Anschein, daß Schnecken auf Salatpflanzen  stehen.

zerfressener Kopfsalat (c) by Joachim Wenk
zerfressener Kopfsalat

Dieses Phänomen macht auch im Staudengarten keinen Halt.

Angeblich werden Färberkamillen nicht von Schnecken gefressen. Daher setzte ich ein paar. Sie gediehen absolut prächtig und blühten so üppig und schön, dass ich weitere pflanzte.

Manche blühen jetzt schon über und über und haben herrliches Laub. Kein einziger Schneckenbiss.

Färberkamille "Susanna Mitchell" (c) by Joachim Wenk
Färberkamille „Susanna Mitchell“

Färberkamille "Susanna Mitchell" (c) by Joachim Wenk
Färberkamille „Susanna Mitchell“ 

Färberkamille "Sauce Hollondaise" (c) by Joachim Wenk
Färberkamille „Sauce Hollondaise“

Andere Anthemis, wie die Färberkamillen heißen, waren in den Regentagen derart mit Schnecken übersät, daß ich kaum mir der Schere ihrer Herr wurde. Sie haben großen Schaden genommen. Nein, leider nicht nur die Schnecken durch die Schere, sondern auch die Färberkamillen durch die Schnecken.

zerfressene Färberkamille "Anthemis tinctoria" (c) by Joachim Wenk
zerfressene Färberkamille „Anthemis tinctoria“

Gleiches passiert auch mit dem Brandkraut. Das Phlomis von Sabine wächst,  hat keinen einzigen Biss einer Schnecke  und blüht die nächsten Tage. Das Brandkraut aus der Gärtnerei schiebt gerade wieder Blätter, da die anderen ja weggefressen waren. Und die Neuen  sind ebenfalls schon wieder angebissen.

Es muß doch einen Grund haben, warum die Schnecken ein und die selbe Pflanzenart einmal zerstören und bei einem anderen Exemplar nicht einmal daran lecken.

Niemals lecken oder reinbeißen tun Schnecken scheinbar in Storchschnabel. Egal welche Sorte, da weiß ich ganz sicher (toi toi toi), daß ich keine Angst wegen der Schnecken haben muß.

Der hier ist irgendwie der Hammer. Leider blüht er nur einmal. Aber er ist riesig. 50 cm hohe dichte Büsche sind nach zwei oder mehr Standjahren die Regel. Er war schon im Garten, als wir ihn übernahmen. Er und die Astern waren alles, was noch an Blühendem im Garten wuchs. Sonst war nur noch Rasen. Ich habe ihn schon ein paar Mal durch Teilen vermehrt. So schön ist er.

einmalblühender großer Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
einmalblühender, großer Storchschnabel

Sicher vor Schnecken sind auch die Rosen. Unser Hochzeitsgeschenk, die Golden Celebration hier ,blüht bald wieder. Ganz wundervoll. Eine gelbe Rose mit viel Feuer in Form von rot-orange in der Knospe und in der Blüte.

Knospen der Austinrose "Golden-Celebration" (c) by Joachim Wenk
Knospen der Austinrose „Golden-Celebration“

Auch die Sträucher überleben die Schnecken. Eine unserer beiden Weigelien seht ihr hier. Sie blüht gerade auf.

Weigelie (c) by Joachim Wenk
Weigelie am Aufblühen

Roter Mohn und die blaue Pille – mein Pfingsten im Garten

Ja gibt es das denn auch noch? Jetzt mußte ich doch glatt mit dem täglichen Gießen des Gartens aufhören, weil ich sonst pitsch naß geworden wäre, so regnet es auf einmal…

Ist das herrlich, es schüttet wie aus Kübeln. Das war sehr nötig. Ich habe gerade die Kübelpflanzen noch gedüngt und dann im Gewächshaus gegossen, als es plötzlich anfing.

Jetzt sitze ich an meinem kleinen Sekretär vor dem PC und blicke hinunter in meinen Garten und freue mich über den Gewitterschauer. Die Zeit nutze ich gleich, um die Entwicklung im Garten der letzten Tage niederzuschreiben.

Wer erkennt diese ganz wundervollen Blüten? Es sind die ersten von sehr vielen, die in den kommenden Tagen noch aufgehen werden. Der Strauch ist über und über mit ihnen bedeckt.

Stimmt, es ist tatsächlich eine ganz normale Brombeerblüte. Sie steht aber den Blüten von Ziersträuchern in nichts nach, finde ich.

Brombeerblüte (c) by Joachim Wenk
Blütenschmuck eines Strauches im Gemüsegarten

Ebenfalls die ersten Blüten vom Mohn sind aufgegangen. Diese Staude blüht wirklich atemberaubend. Einmal ist die Größe der Blüten mit mindestens zwanzig Zentimetern Durchmesser ungewöhnlich groß. Zum Anderen ist das Rot der Blüten mit einem Feuer erfüllt, wie ich es sonst auch nicht im Garten habe. Die Farbe ist so schräg und grell, daß ich mit meiner Handykamera- und leider habe ich keine andere – immer etliche Versuche brauche, die dann auch wieder vom Tageslicht abhängig sind, um die Farbe originalgetreu wiedergeben zu können. Hier ist sie ganz genau getroffen.

Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
der Mohn beginnt sein Flammenspiel im Staudenbeet

Und so sieht es aus, wenn das Handy meint zu wissen, wie die Farber rüber kommen sollte, aber keine Ahnung hat, von der richtigen Farbe…

Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
Fehlfarben im Handyfoto

Jedenfalls ist das Mäuerchenbeet recht vielversprechend. Die kommenden Wochen müssen ein Blütenrausch werden. Die Stockrosen legen mächtig zu. Die Pfingstrosen haben jede Menge Knospen und das, obwohl sie erst im Herbst gepflanzt wurden. Bald kommt der große blaue Storchschnabel und die rosa Rose „Empress  Josephine“ oder die weiße Bodendeckerrose  Sternenflor. Fäberkamillen und Bertram sind übersät mit Knospen und die Purpur-Witwenblume ist erst noch am Wachsen. Sie wird wieder sehr groß. Eigentlich viel zu groß für ihren Platz im Beet. Dafür sind aber die vielen Blüten, die da noch kommen, der absolute Hingucker. Ach ja schließlich werden die lila-farbenen Sommerflieder zu beiden Seiten der Weigelie ihr erstes Jahr im Staudenbeet hoffentlich mit einem gebührendem Einstand feiern.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet rüstet sich für das große Blühen demnächst

Gut angenommen ist inzwischen Volkers Geburtstagsgeschenk, die Vogeltränke. Erst gestern habe ich wieder einen Spatz beim Baden beobachten können. Kurz drauf kam ein Zweiter und sie planschten ausgelassen in ihrem Freibad.

Vogeltränke (c) by Joachim Wenk
gerne besuchte Vogeltränke
Ebenfalls die Freibadsaison eröffnet hat nun endgültig meine Seerose. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten haben wir jetzt endlich ihr neues Zuhause dicht bekommen. Sie stand die letzten Wochen dunkel unter der Haselnuß in ihrem alten Regenfass. Wegen der  Wegearbeiten haben die Kübelpflanzen heuer ganz allgemein ihren gewohnten Platz  nicht einnehmen können. 
Die Seerose ist die erste, die den endgültigen Sommerplatz bezogen hat. Beim Umsetzen des Topfes habe ich auch schon die erster Knospe entdeckt. 
Seerosenbecken aus Kanalrohren (c) by Joachim Wenk
endlich dicht! unser Seerosenbecken

Seerose (c) by Joachim Wenk
Seerose im neuen Quartier

Zwar ist der Weg noch nicht fertig. Er muß noch „gerüttelt“ werden. Weil wir jetzt die Sonnenterrasse vor dem Haus neu machen und die Terrasse im Schatten unter der Haselnuß für uns gebraucht wird, kamen die Kübelpflanzen jetzt erst einmal aus dem tiefen Schatten ans Licht. Bis ihr eigentlicher Platz fertig ist.

Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
meine Kübelpflanzen 
Das war der Ziergarten zu Pfingsten. Lasst uns jetzt noch einen Blick in den Nutztgarten werfen. 
Gemüsegarten Ende Mai (c) by Joachim Wenk
Germüsegarten im Ende Mai
Am Samstag habe ich endlich die Tomaten gepflanzt. Sie hatten bereits erste Blüten und eine Höhe von 80-90cm. Es wurde Zeit für den Umzug. Das Gerüst steht ja schon länger und die Schnüre waren auch bereits gespannt. Ich habe entlang der künftigen Tomatenreihen eine Rille gezogen und frischen Wurmhumus etwas in die Erde eingearbeitet. Ich bin gespannt, ob ich Auswirkungen der Produkte aus meiner Wurmfarm feststellen kann. 
Dann kamen die Tomaten in die Erde. Schön tief, damit sich am Stängel unter der Erde neue und zusätzliche Wurzeln bilden können. 
frisch gepflanzte Tomaten (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzte Tomaten aus eigener Anzuch
Ebenfalls ausgepflanzt habe ich Zucchini und Pattison, den Ufokürbis. 
Zucchini und Ufokürbis frisch im Beet (c) by Joachim Wenk
Zucchini und Ufo-Kürbis frisch im Beet
Weil ich gerade so in Schwung war,  kamen die Gurken auch noch ins Freie. Mein Gemüsegarten hat ja leider einen begrenzten Platz zur Verfügung und so werden die Gurken auch in die Höhe geleitet. Ich versuche das dieses Jahr einmal. Das Gewuchere am Boden gefällt mir nicht und nimmt viel Platz in Anspruch.
Gurken und Rankgitter (c) by Joachim Wenk
aus Platzmangel müssen die Gurken dieses Jahr senkrecht wachsen
Die Stangenbohne „Blauhilde“ von der ich im vergangen Jahr selbst Samen ernten konnte ist nun auch gesät. Immer wieder höre ich, daß man die Samen über Nacht vorquellen sollte. Weil gerade der Boden wieder sehr trocken ist und auch die Erbsen so langsam keimten in diesem Jahr, versuche ich  es zum ersten Mal mit Vorquellen. Als ich im Gartenbuch nochmal nachlese, wie tief sie nun genau gesteckt werden müssen, lese ich dort, daß man sie nicht (!) vorquellen soll. Na toll, das ist jetzt zu spät. Wie macht ihr das eigentlich? Steckt ihr sie direkt oder lasst ihr die Kerne über Nacht quellen? 
Bohnensamen vorgequollen (c) by Joachim Wenk
Bohnensamen Blauhilde vorgequollen

Bohnenzelt Marke Eigenbau (c) by Joachim Wenk
Bohnenzelt mit Haselnußstange und altem Rad-Reifen

Mein Bohnen-Tippi hatte sich im letzten Jahr bewährt. Eine etwas 5m lange Haselnußstange wird in den Boden gesteckt. Nein! zu hoch ist die nicht. Die Blauhilde geht da bis etwas 4m locker nach oben. Unten am Boden liegt ein alter metallener Ring, den ich im Schuppen gefunden habe. Das war wohl einmal der Reif eines Holzrades. Weil er ein Eigengewicht hat, brauche ich weiter keine Bodenanker. Ich befestige direkt an ihm die Schnüre nach oben. Gesät werden die Bohne im Kreisinneren. Die Erfahrung zeigte, daß es sinniger ist. Weil die Schnüre sich nach oben quasi verjüngen und die Bohnen vom Kreisinneren senkrecht nach oben wollen, treffen sie so eher auf eine  Rankhilfe. Sähe ich außerhalb des Kreises, und sie wachsen senkrecht nach oben, greifen sie zuerst einmal ins Leere. 
Weil im Gewächshaus endlich mehr Platz ist ohne Tomaten und Co. konnte ich hier  endlich die Paprika pflanzen. Drei Wildchili und eine Glocekenpaprika gesellen sich dazu. Vier Tomaten stehen schon länger darin. Das im März gesäte Gemüse ist abgeerntet oder ist bald weg. Der Salat bereichert beinahe täglich den Mittagstisch. Radieschen sind verzehrt und werden jetzt vom Rettich ersetzt. Bald stehen nur noch Kohlrabi, Kopfssalat und Frühlingszwiebeln in den Beeten. Hier müssen jetzt noch die Anananskirsche und eine Andenbeere ihren Platz beziehen. Und natürlich das Basilikum, das aber noch zu klein ist. 
Blick ins Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus

Tomate im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomate im Gewächshaus

Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paprika im Gewächshaus
Und dann ist da ja noch die kleine blaue Pille. Ja ja ihr habt schon richtig gehört. Nicht nur ältere Männer in der Fiat-Werbung haben die nötig. Da kann man ruhig darüber reden. Es ist doch nicht schlimmes dabei, finde ich. 
Schließlich kann das euch auch passieren, daß der Maulwurf plötzlich im Garten ist. Und wie sagt man ihm, daß er wieder raus soll. Bei mir hat er schließlich direkt daneben eine große Wiese, da könnte er hin. Also versuche ich diese wirklich streng riechenden  Pillen, die ich überall im Boden versenke. Ob die ihm auch so wenig zusagen, wie mir? 
Ich habe auch vibrierend  und summende Geräte. Eines vom Vorbesitzer ist das Uraltmodell mit vier Batterien und schwachem Sound. Zwei weitere haben Solarzellen und vibrieren. Eines davon gibt aber kein Lebenszeichen mehr von sich und das andere habe ich beim Herausziehen aus der Erde entzwei gerissen. Das war selbstredend nicht gut für seine Funktionsfähigkeit. Dann kamen jetzt ganz aktuell zwei solche Monster vom Discounter dazu. Wow so große Teile habe ich davon ja noch nie gesehen. Die machen so einen Terror im Beet, daß ich sie ausschalten mußte als ich in der Nähe arbeietet. 
Die Ruhestörung für mich und den Maulwurf erledigte sich aber zwei Tage nach dem ersten Gebrauch. Kein Ton kam mehr heraus. Vibieren und Summen war wohl zu viel für den Akku bei bewölktem Himmel. Jetzt summt es nur noch. Allerdings gibt das  zweite auch wieder keinen Mucks mehr von sich. Nach zweit Tagen im Einsatz. So ein Schrott!

Liebster Award: eine feine Sache für uns neugierige Blogger

Der Liebster-Award, ein Begriff der irgendwie nicht passt, meiner Meinung nach. Immer wieder stoße ich darauf, in Artikeln anderer Blogs. Nun bin ich selbst einmal dazu nominiert worden und darf der Eva von gartensaison-gartentipps.blogspot.de ihre Fragen beantworten. Auch wenn der Begriff für meine Ohren nichts sagt, ist die Idee doch gut und für leidenschaftlich-neugierige oder sollte man sagen interessierte Blogger wie geschaffen.

Wenn man die Fragen beantwortet und sich selbst dadurch ein wenig vorstellt, darf man sich selbst Fragen einfallen lassen, die man von anderen Bloggern gerne beantwortet hätte. Dazu darf man wieder selbst nominieren. So erfährt man etwas von den Menschen hinter den Blogs. Eine feine Sache. Und ganz nebenbei ist es für den eigenen Blog auch gut, wird er doch durch die Verlinkungen wieder etwas bekannter. Vielleicht knüpft man auch neue Kontakte?

Ich mache da gerne mit und freue mich auf das was kommt.

Und das sind die Fragen von Eva an mich, die ich gerne beantworte:

  • Was verbindet dich mit deinem Blogthema? Warum liegt es dir am Herzen?

Seit ich denken kann bin ich absolut begeisterter, ja schon triebhafter Hobbygärtner. Ich wuchs mit einem großen Garten mitten in der Kleinstadt auf. Ich liebte alles, was mit Garten zu tun hat. Sogar die Tätigkeiten darin und einfach jede Pflanze. Was waren das für herrliche Einkaufsausflüge damals, wenn ich mit der Mutter in das Gartengeschäft (ja damals gab es solche Fachhandlungen noch!) ging. Der Geruch von Dünger, Torf und Erden weckt jetzt noch die Erinnerungen und die Freude und Leidenschaft, wenn er mir wieder in die Nase steigt. Torfquelltöpfchen, kleine Gewächshäuser und die Samen hatten es mir immer angetan.

Mit 14 zogen wir in ein anderes Haus, ganz ohne Garten. Der zugehörige Hinterhof mit Betonboden wurde aber schnell zur grünen Hölle. So auffällig, daß sogar die lokale Zeitung darüber berichtete. Die Leidenschaft muß ich von der Mutter haben. Sie pachtet dann einen Schrebergarten, in dem ich sehr viel Zeit verbrachte.

Später als ich beruflich in eine andere Stadt zog, wohnte ich in einer Dachwohnung mit Dachterrasse. Schnell war die eingewachsen und eine lebendige Oase mit ausgeklügelter automatischer Bewässerung, daß die Pflanzen die regelmäßigen Dienstreisen auch überstanden.

Wieder zurück in der Heimat fing ich an, ein Stück Feld zu bewirtschaften. Da musste der Gemüsegarten erst der Wiese abgerungen werden. Hier werkelte ich bis 2011. Ab da habe ich/haben wir das Haus am Land mit dem großen Garten direkt um das Haus. Jetzt konnte ich endgültig loslegen.

Und meine Leidenschaft hat sich über all die langen Jahre nie unterkriegen lassen. Ich muß Gärtnern. Das ist für mich das Paradies.

  • Warum hast du dich für einen Blog entschieden und nicht etwa für ein Buch oder YouTube?

Was ein Blog ist, wusste ich gar nicht. Ich habe mich damit auch nie sonderlich befasst, es nur manchmal gehört, daß es so etwas gibt.

Dann kam der große Garten. Ich werkelte auf Teufel komm raus und veränderte und verschönerte. Natürlich wollten Freunde und Familie immer wieder wissen, was ich gerade mache und was Fortschritte macht. Ich begann Fotos zu machen und per Mail zu verschicken. Auch an die, die es gar nicht so unbedingt wissen wollten. Aber ich fand einfach Spaß daran.

Einzelne, verstreute Mails waren mir bald zu wenig. Ich wollte auch für mich alles in einem Tagebuch festhalten. So kam ich zum Bloggen. Schnell gefiel mir die Möglichkeit, absolut unkompliziert seine Ideen und Meinungen oder Empfindungen veröffentlichen zu können.

YouTube ist mir zu kompliziert mit den Videos. Selbst wenn ich einmal ein Video vom Garten etwa veröffentlichen möchte mag es mir nicht gelingen. Und außerdem schaue ich selbst Videoblogs mit nur ganz wenigen Ausnahmen an. Ich selbst bin ein Mann der Worte und des Geschriebenen. Hier kann ich auch mal querlesen. Das, finde ich, geht bei Videos nicht. Daher schreibe ich auch selbst lieber Texte.

Ein Buch wäre natürlich einmal eine herrliche Sache, die mir viel Freude machen würde. Aber ich weiß nicht, wie man das angehen könnte. Außerdem habe ich so viel zu erzählen und zu zeigen, das ginge in ein Buch gar nicht hinein. Vielleicht fällt mir einmal ein Thema ein. Dann aber wüsste ich gar nicht wie das anzufangen ist, schließlich sollte das ja auch ein Buch sein, das verkauft wird, nicht nur ein Ausdruck meiner Texte. Kommt Zeit kommt Rat. Jedenfalls ist das Bloggen viel unkomplizierter, spontaner und freier. Daher wird es meinen Blog wohl auch noch eine ganze Weile geben.

  • Was sind deine ein bis drei wichtigsten Tipps, die du deinen Lesern mitgeben möchtest?



Tipps für was? Für einen eigenen Blog? Dann kann ich folgendes sagen:

Ein ganz wichtiger Tipp ist auf alle Fälle: einfach machen, anfangen zu schreiben und zu bloggen! Es gibt einfache und kostenlose Möglichkeiten, zum Beispiel hier bei blogger.com. Es kann ja nichts schief gehen. Schlimmstenfalls bekommt man keine Leser. Aber das geht eigentlich fast nicht, wenn man sich mal anschaut zu welchen Themen es Blogs mit Lesern gibt.

Und da ist der zweite Tipp. Wenn man selbst von etwas begeistert ist und auf seine eigene Art und Weise schreibt, findet man sicher auch Leser, die diese Begeisterung teilen und sich mit einem austauschen. Dabei sollte man schon auch ein wenig Freude am Schreiben und Veröffentlichen selbst haben. Schreiben um des Schreibens Willen. Nicht immer bekommt man Antworten und Rückmeldungen. Mir macht es einfach auch Spaß einfach meine Begeisterung zu teilen und zu schreiben. Ich weiß nicht immer, ob es gelesen wird und was davon gelesen wird. Meine ersten Rückmeldungen und Antworten bekam ich überhaut erst ein gutes halbes Jahr nach meinem ersten Blog.

Sind wir bei dem dritten Tipp. Durchhalten und regelmäßig schreiben. Ein Zeitungsjournalist schreibt auch, weil er schreiben will. Nicht zu jedem Artikel bekommt er sofort direkte Rückmeldung von den Lesern. Aber wer regelmäßig schreibt, wird auch erfahren, daß seine Texte gelesen werden.

Oder drei Tipps fürs eigene Gärtnern?

Oh weh ich bin doch selbst immer noch auf Tipp-Suche.

Vielleicht auch wieder: Anfangen, sonst wird es nie was. Als Tipp 1.

Dann fällt mir gerade ein, Tipp zwei könnt sein: Kaufe nie Billigpflanzen im Discounter oder Billigst-Discounter. Du wirst keine Freude daran haben, weil sie nicht wachsen und wenn sie wachsen, weil sie nicht lange überleben werden. Gerad Anfänger sollten gute Qualität kaufen. Fortgeschrittene lassen sich schon mal hinreißen ein Schnäppchen mit zu nehmen. Durch ihre Erfahrung gelingt es manchmal dieses aufzupeppeln. Aber oft nützt auch Erfahrung nichts, weil das Pflanzenmaterial genetisch so kaputt ist, daß es nichts werden kann.

Tipp drei: Bücher lesen, Blogs lesen, Magazine lesen und dann seinen eigenen Stil finden und kombinieren. Eigener Stil im Gestalterischen wie in den Arbeitstechniken, eigener Stil in der Pflanzenkombination und -auswahl, eigener Stil im Arbeitseinsatz und -rhythmus. In erster Linie machen die meisten, den Garten doch für sich selbst. Er spiegelt eigenen Geschmack und Persönlichkeit. Nur dann gefällt er einem selbst und man hat – wie jeder Gärtner, den schönsten Garten der Welt.

  • Wie findest du deine Schreibideen bzw. die Themen für deine Blogartikel?

Die Ideen kommen oft schon beim Gärtnern und Fotografieren. Oft habe ich ganz automatisch schon hier eine Idee für den neuen Text und die Geschichte. Dann mache ich vielleicht gleich noch Fotos, die genau dazu passen. Manchmal fällt mir auch ein Thema ein, über das ich schreiben könnte und ich mache dann die entsprechenden Fotos oder genau die Arbeiten, die dazu gehören. Manchmal sinniere ich auch über etwas, vielleicht schon jahrelang und schreibe auch hierüber.

Ab und an sehe ich in Magazinen oder anderen Blogs Sachen, die ich dann auf meine Art und Weise auch umsetze und darüber berichte.

Jedenfalls sind mir die Ideen und Themen noch nie ausgegangen. Manchmal kommen so viele auf einmal, daß ich sie einteilen muß, um meine Leser nicht zu überrennen mit Beiträgen.

  • Wo schreibst du? Zuhause im Arbeitszimmer? Unterwegs in der Bahn? Im Cafe? Im Garten?

Ich schreibe daheim. In unserem Häuschen ist im ersten Stock ein Treppenabsatz. Dort habe ich meinen Sekretär hingestellt und den Laptop darauf. Am Fenster stehen ununterbrochen blühende Orchideen und draußen vor dem Fenster liegt mir mein Garten zu Füßen. Das ist meine Kreativ-Schreibwerkstatt.

Im Garten habe ich auch schon geschrieben. In unserem Hüttenzauber, dem Partyraum, kann man es sich hierzu gemütlich machen. Aber wenn ich im Garten bin, habe ich fast immer dreckige Finger und bin am Arbeiten. Da habe ich keine Zeit zum Schreiben.

  • In welcher Stimmung schreibst du am liebsten und am besten?

Wenn ich eine Idee habe, will ich die immer so schnell wie möglich zu Papier beziehungsweise online bringen. Das kann dann auch spät nachts nach einem langen Gartentag noch sein. Dann bin ich wie in einem Rausch und die Worte fliegen mir so schnell in die Finger, daß ich mit dem Tippen nicht mehr hinter her kommen. Dann muß ich das auch durchziehen. Würde ich warten, wäre die Idee zwar noch da, aber die Worte blieben aus. Das jedenfalls hat die Erfahrung gezeigt.

Wenn ich gut gelaunt aus dem Garten komme und alles ist, wie ich es gern hätte – oder wenigstens annähernd so – dann schreibe ich freudig und leidenschaftlich drauf los. Aber auch wenn gerade wieder alles schief läuft (ich sag da nur Schnecken) schreibe ich an meinem Blog. Ich schreibe mir dann den Frust vom Laib. Und es tut auch einfach gut, wenn die Leser tröstende Worte parat haben oder es dem einen oder anderen ähnlich geht und man so dann weiß: ich stehe nicht allein da mit diesem Problem.

  • Ist dein Arbeitsplatz eher kreativ chaotisch und anregend oder klar strukturiert und Konzentration fördernd?

Klar strukturiert und konzentrationsfördernd sind Begriffe mit denen ich in dem Zusammenhang gar nichts anfangen kann. Mein Arbeitsplatz ist eher heimelig, schon aufgeräumt und organisiert, weil sehr klein, aber hübsch dekoriert und anregend zum Schreiben. Für mich jedenfalls. Das ist sicher bei jedem anders und man muß da seinen Stil finden.

  • Berücksichtigst du Suchmaschinenoptimierung oder schreibst du eher frei von der Leber weg, hauptsächlich auf die Inhalte konzentriert, künstlerisch kreativ und/oder witzig?

Ich glaube, diese Frage habe ich zwischen den Zeilen schon beantwortet. Ich stelle daher eine Gegenfrage. Sind Blogs die suchmaschinenoptimiert sind interessant und amüsant zu lesen? Für mich nicht. Das sind tote, unpersönliche und emotionslose Texte. Ich schreibe so, wie ich es schön finde, ich schreibe über die Dinge über die ich berichten möchte und ich schreibe was ICH denke und fühle. Das interessiert die Maschinen sicher nicht, aber meinen Lesern gefällt es. Und genau für die schreibe ich auch. Und für mich.

  • Gibt es ein oder mehrere Dinge, worüber du dich bei anderen Blogs schon oft geärgert hast?

Nicht dass ich wüsste. Was mir nicht gefällt sind Texte, denen man nicht anmerkt, daß sie ein Mensch mit Persönlichkeit und Leben geschrieben hat. Aber die lese ich dann auch nicht und so muß ich mich nicht ärgern.

Ausnahmen sind natürlich Blogs die ausschließlich zur Sachinformation dienen sollen, die sind eben sachlich verfasst. Aber für mich persönlich ist eben ein Blog ein Tagebuch und das ist persönlich geschrieben.

  • Was tust du, um Leser zu gewinnen und als Stammleser zu halten? Oder machst du dir darüber gar keine Gedanken?

Erst einmal musste ich überhaupt Leser haben. Jetzt habe ich einige, mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Ich lese und kommentiere ihre Blogs und sie die meinen. Dieser Kontakt ist wohl wichtig und macht das Bloggen dann wirklich wertvoll. Wir tauschen Erfahrungen und auch Pflanzen oder Samen aus, mal öffentlich, mal privat.

Ich scheue mich auch nicht in einem Bog deren BesitzerIn mir (noch) nicht bekannt ist zu kommentieren und meinen Senf dazu zu geben. Immer wieder finde ich Blogs oder Beiträge die mir einfach gefallen. Dann sage ich da auch etwas dazu. Ich warte nicht nur in meinem Loch, daß andere mich finden.

  • Wohin soll sich dein Blog entwickeln, was wünschst du dir, was wäre für dich persönlich und deinen Blog ein Riesenerfolg? Oder ist schon der Weg das Ziel?

Er soll sich weiter so entwickeln wie er es gerade tut. Ich freue mich über noch mehr Leser und lebhaften Kontakt und Austausch.

Ich hätte gern eine eigene Webpage, in der ich die vielen Teil-Themen dauerhaft darstellen könnte. Da sind einfach die Möglichkeiten hier bei google nicht darauf ausgelegt. Ich habe da auch Versuche laufen, aber bisher hat mich noch nichts überzeugt und dann kostet das sehr viel Zeit. Die fehlt dann für den Blog und vor allem fürs Gärtnern.

Schön wäre es auch wenn man mit einem Blog auch einmal Geld verdienen könnte, aber auch da fehlt es mir im Moment noch an Hintergrundwissen und Zeit und Ideen.

Daher bleibe ich beim Schreiben und Experimentieren im Blog. Vielleicht darf ich ja einmal für ein Magazin etwas schreiben. Das wäre doch auch schon einmal ein toller Erfolg und eine interessante Erfahrung.

Jedenfalls bin ich jetzt schon immer ganz glücklich, was aus meinem Familien-Mail-Ersatz bereits geworden ist.

Ich nominiere nun folgende BloggerInnen und ihre Blogs für den Liebster Award.

Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Ich überlege und benenne jetzt einfach einmal ein paar Bloggerinnen, von denen ich gern die Antworten auf meine Fragen wüsste. Ich würde mich freuen, wenn ihr mitmacht.

www.derkleineschrebergarten.blogspot.de
Nadja Mende vom Blog: neues-vom-Landei
Anna Kastlunger vom Blog: wundervollehobbies
Sara Mary vom Blog: mein-waldgarten
Heike Ackermann vom Blog: vonrosenunddornen
Ingo Wobig vom Blog: neues vom Birkenholm

Und damit die von mir angefragten Blogger wissen, was ich gerne von ihnen wüsste, kommen hier meine 11 Fragen, die ich an euch stelle:

  • Wie groß ist dein Garten/Balkon und wo liegt er?
  • Wie viel Zeit verbringst du im Garten und bearbeitest du ihn allein oder hast du eine Hilfe?
  • Hättest du gern mehr Garten und was würdest du auf der neuen Fläche anbauen?
  • Wie ist dein Kontakt zu und Austausch mit anderen Garteninteressierten, außerhalb der online-Welt? Freunde, Nachbarn, Familie?
  • Bist du in einem Gartenbauverein und wenn ja, was macht ihr da so? Gibt es Angebote, Veranstaltungen oder Austausch?
  • Nenne mir drei Bücher zum Thema Garten die dir besonders ans Herz gewachsen sind. Egal ob Nachschlagewerk oder Bildband oder Gartenliteratur. Was ist so toll daran?
  • Sitzt du auch einmal einfach so im Garten und genießt ihn, nutzt ihn für andere Hobbies wie zum Beispiel Lesen oder Malen? Oder bist du eigentlich nur am werkeln im Garten?
  • Warum hast du damals angefangen zu bloggen?
  • Schreibst du noch in anderen Online- oder Printmedien?
  • Was ist dir lieber, Videos zum Beispiel auf YouTube oder liest du eher geschriebene Texte mit Bildern. Was gefällt dir speziell an Videos oder eben Texten?
  • Du sitzt am Sommerabend mit ein paar Freunden in deinem Garten. Was trinkst du Bier oder Wein oder Wasser?

Regeln für den Liebster Award

Und das sind die Regeln, die ich bei Vorgängern übernommen habe.

  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere bis zu 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster-Award-Blog-Artikel.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Heute im Programm: Unkrautbeseitigung, bunte Blumen und der Moral-Apostel

Über neun Stunden habe ich heute im Garten zugebracht. Vormittags  habe ich wieder den ganzen Garten, oder zumindest das was es am nötigsten hat, gießen müssen. Die neu gepflanzten Gemüsesorten von letzter Woche, die gerade gesetzten einjährigen Sommerblumen, das Gesäte und die Kübelpflanzen. Regen ist weit und breit nicht in Sicht, also muß die Brause zur Hand genommen werden.

Kalt war es heute. Nur etwa 10°C, erst gegen Abend kam die Sonne heraus. Die habe ich aber nicht gesehen, weil ich da schon seit Stunden auf dem Boden herumkroch. Ich habe heute Unkraut gerupft. Im Gemüsegarten ging das schnell. Es gibt nichts Genialeres als meine Pendelhacke. Mit der ziehe ich regelmäßig zwischen den Gemüsereihen durch und weg ist das aufkeimende Unkraut. Und das für Boden und Pflanzen so wertvolle Hacken ist gleich mit erledigt.

Dann nahm ich mir die Staudenbeete vor. Das Staudenbeet, das Mäuerchenbeet, das Aroniabeet und da Zaunbeet nebst Kiesweg davor. Summa sumarum über 55m2 Staudenbeete. Gerade die Beete im vorderen Garten haben viele Gräser, Giersch und Winden gehabt. Daher habe ich eimerweise Unkraut in die Biotonne gestopft. Nicht, dass mir das am Kompost überlebt und ich es wieder fleißig verteile. Harmlosere Unkräuter aus dem Gemüsegarten und dem Staudenbeet landeten am Kompost.  Der füllt sich gerade recht rasch. Zwischen die Lagen Grünzeug streue ich jetzt immer ein paar Hände voll Hecken-Häcksel vom Frühjahr. Kohlenstoff zum Stickstoff aus frischem Grün. Das ist für die Rotte und das Endergebnis wichtig.

Meine Finger sehen nun aus, als hätte ich sie jahrelang nicht mehr gewaschen. Das dauert, bis die dunkle Färbung vom Saft mancher Unkräuter wieder verschwindet. Aber ich bin eben Gärtner.

Schön war die Rupferei dennoch. Konnte ich doch genau und in aller Ruhe hinsehen. Was wächst, wie weit ist welche Staude schon? Das Ergebnis beruhigt mich. Es wächst und lässt auf schöne Monate mit Blüten hoffen. Etliches blüht ja bereits jetzt schon.  Dazu gehören einige Storchschnäbel, die Färberkamille und natürlich die Akeleien.

Berg Flockenblume in Lila (c) by Joachim  Wenk
Berg Flockenblume in Lila

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
die erste Anthemis (Färberkamille) blüht in crème-weiß mit gelb

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
ein Storchschnabel
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
ein anderer Storchschnabel
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
noch ein Storchschnabel

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
ein uralter verwilderter Storchschnabel

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel 

Akelei (c) by Joachim Wenk
blaue Akelei

blaue Blumen (c) by Joachim Wenk
Blau ist gerade die vorherrschende Farbe

Demnächst werden die Pfingstrosen blühen und auch die Weigelie oder meine Rosen.

Knospen weiße Pfingstrose (c) by Joachim Wenk
gespannt warte ich auf die ersten Blüten der
im Herbst gepflanzten weißen Pfingstrose

Weigelie (c) by Joachim Wenk
die Weigelien werden bald in voller Blüte stehen

Und die winterharte Banane kommt jetzt auch. Sie hat also den zweiten und härteren Winter ebenfalls gut im Freien überstanden.

winterharte Banane (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane treibt aus

Auch das Brandkraut von Sabine hat mehrere Knospen. Weil sie es mir als schneckensicher anpries und anspruchslos mit der Wasserversorgung, wollte ich es haben. Eines habe ich mir schicken lassen und dann hat sie mir noch zwei zukommen lassen. Was meint ihr was passiert ist? Das gekaufte Brandkraut haben die Schnecken total weggefressen. Die Stauden von Sabine wachsen ohne nur einen einzigen Schneckenbiss und haben beide jetzt schon Blütenknospen. Da verstehe einer die Vorlieben von Schnecken.

Brandkraut (c) by Joachim Wenk
das Brandkraut rüstet sich zur ersten Blüte

Jetzt ist es bereits dunkel und ich sitze nach genossenem Abendessen am PC, um euch zu berichten. Da nutze ich doch gleich auch einmal die Gelegenheit, über mein Abendessen zu berichten. Nein ich werde kein Rezepteblog. Aber als Biogärtner, Selbstversorger und nachhaltig denkender Mensch ist es mir auch wichtig, einmal das geerntet zu verwerten, zu konservieren und daraus Gekochtes nicht bei übrig gebliebenen Resten wegzuwerfen, sondern zu verwerten. Resteverwertung liegt mir auch allgemein am Herzen. Essen wegwerfen ist einfach nicht gut. Weder moralisch, noch finanziell.

Ich habe heute einmal wieder aus all den steinharten, gesammelten, übrig gebliebenen Brötchen und Brezen Semmelknödelteig gemacht. Das machen wir regelmäßig. Aus dem Teig werden die Knödel geformt und dann nebeneinander in einen Gefierbehälter gelegt. Jetzt können sie eingefroren werden. Roh!

Für ein schnelles Mittagessen mit beliebigen Soßen oder als Beilage zu Fleisch braucht man jetzt nur die gefrorenen Knödel in den Dampfgarer geben und dort garen. Fertig.

Aus diesem Teig kann man allerdings auch, wie ich es heute mit dem Teigrest machte, leckere Pflanzerl oder Bratlinge machen. Einfach Laibchen formen, in Semmelbröseln wenden und in der Pfanne ausbacken. In den Teig kann auch noch übriges, gegartes Gemüse oder Wurst- und Fleischreste oder Käsestücke. Heute gab es einfach nur den Teig, würzig abgeschmeckt und knusprig gebacken. Dazu einen Quarkdip mit frischem Schnittlauch und Majoran, sowie eigenen Salat mit Hausdressing und Radieschen.

So lecker kann Resteküche sein. Also keine altbackenen Brezen oder Brötchen mehr wegwerfen!

Semmelknödelbratlinge mit Kräuterdip und Gartensalat (c) by Joachim Wenk
Semmelknödelbratlinge mit Kräuterdip und Gartensalat

Landschaftspark und Rhododendren im Schloßpark Dennenlohe

Nachdem ich euch jetzt auf einen kleinen Rundgang durch meinen Garten auf den neuen Wegen mitgenommen habe, berichte ich heute über unseren Ausflug am Donnerstag (Christi Himmelfahrt).

Parkplatz Schloß Dennenlohe (c) by Joachim Wenk

Dieses Mal nehme ich euch mit durch einen wirklich großen „Garten“ in dem wir einen ganz wundervollen Tag verbracht haben.
„Landschaftspark und Rhododendren im Schloßpark Dennenlohe“ weiterlesen

ein erster Rundgang auf den neuen Gartenwegen

Könnte ich das bitte öfter haben? So schöne Tage liegen hinter mir. Mittwoch, mein freier Tag. Donnerstag Christi Himmelfahrt und ein wunderbarer Ausflug, über den ich noch berichten werde. Abgeschlossen wurde der Tag von einer Geburtstagsfeier bei Freunden.  Dann kam der Brückentags-Freitag, den ich mir frei nahm, gefolgt von einem abwechslungsreichen Wochenende mit viel Geselligkeit und Essen und Trinken. Wir hatten Kirchweih bei uns im Dorf, die ja direkt vor unserem Haus stattfindet.

Und an allen Tagen war schönes Wetter mit Sonnenschein. Klar, gearbeitet wurde auch wieder viel Dazu habe ich ja die Urlaubs- und Frei-Tage.

Unsere Gartenwege sind im ersten Abschnitt, bis auf das abschließende Rütteln, auch fertig.

Folgt mir doch einfach durch den Garten und ich zeige sie euch. Natürlich lassen wir dann den Blick auch nach links oder rechts schweifen, um alles das, was sich uns entlang des Weges so bietet, gebührend wahrzunehmen.

Komme ich nach dem Gassi-gehen zum Hintereingang wieder in den Garten, so kann ich jetzt auf einem richtigen Weg schreiten. Bisher befand sich hier nur Moos und kümmerliches Gras. Der Boden war bei Regen immer aufgeweicht und matschig.

Nachdem ich mittlerweile die beiden Erdhaufen vom Baggeraushub verschafft habe, können wir dort auch den neuen Zaun montieren. Die Pfosten sind gesetzt  und der Maschendraht liegt auch bereit. Wir machen ihn aber nicht mehr so hoch wie er vormals war. Der alte sollte ja die Hühner im Gehege halten. Heute hat der Zaun nur noch die Aufgabe das schwarze Tier auf dem Foto draußen zu halten. Die Idee, daß er jede Gemüsepflanze als  „seine“ markieren muß, gefällt zwar wohl im, aber nicht mir!

neuer Gartenweg am Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Ein Weg, wo vorher nur Moss und Gras waren

Auf diesem neuen Weg also drehen wir uns kurz nach rechts und blicken in den abgeschlossenen Gemüesgarten.

Blick in den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Gemüsegarten

Um die Scheune herum führt der Weg zur Scheuneinfahrt, im Bild der untere rechte Rand. Oder man folgt ihm bis vor zum Staudenbeet, um an diesem weiter entlang zu laufen.

neuer Gartenweg (c) by Joachim Wenk
neuer Gartenweg

Bevor wir aber um das Staudenbeet herum gehen, wagen wir einen Blick entlang des noch übrigen hohen Hühnergehegezaunes hindurch, durch das Staudenbeet. Alles haben die Schnecken also doch noch nicht weggefressen, so schön grün wie es hier ist. Die Brennessseln sind dann am Abend noch in meinen grünen Smoothie gewandert.  Was noch immer durch den Zaun wächst, kommt noch in die Tonne. Es wird Zeit, Brennesseljauche anzusetzen. Um die nötigen Mengen für die großen Fässer zusammen zu bekommen, werde ich sie aber draußen an den Weihern abmähen. Da sind die Böschungen zum Bach dicht mit ihnen bewachsen.

Blick durchs Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Blick durchs Staudenbeet

Auch frontal von Vorne ist es ein schöner Anblick, das Staudenbeet. Mittlerweile ist der erste Sand auf den Wegen verteilt und in die Fugen gekehrt. Die Wegbegrenzung ist von außen zum Rasen hin mit der Erde von den Haufen im Gemüsegarten angefüllt. Hier wird hoffentlich bald wieder Gras darüber wachsen.

Vor dem Staudenbeet gefällt mir der neue Weg ganz besonders. Vorher war hier ebenfalls nur Wiese. Die Grenze zwischen Wiese und Beet war keineswegs eine gerade Linie, sondern, je nach Wuchskraft der Stauden am Rand, eher irgendeine undefinierte ausgefranste Linie.

Zum Rasenmähen mußte ich immer mit einer langen Stange die großen Storchschnabelbüsche anheben und Volker fuhr dann so nah wie möglich mit dem Aufsitzmäher an der Rasenkante entlang. Das können wir uns nun sparen. Die Stauden werden romantisch über den Weg hängen und der ist breit genug, daß man mit dem Rasenmäher nicht an die Stauden heran kommt.

Blick auf das Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
neue Mäh-Kante oder doch einfach nur neuer Gartenweg?

Blick auf das Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet

Ringsum wird das Beet nun vom neuen Weg eingerahmt. Geht man denn am Staudenbeet entlang bis vor zum Carport, kann man sich entscheiden. Entweder wandert man weiter nach rechts in den Gemüsegarten oder wendet sich nach links Richtung Wohnhaus.

on drei Seiten rahmt der neue Weg das Staudenbeet ein (c) by Joachim Wenk
von drei Seiten rahmt der neue Weg das Staudenbeet ein

Zuerst, so schlage ich vor, entscheiden wir uns an der Wegkreuzung für den Gemüsegarten.  Durch das kleine Tor kommen wir direkt hinein. Und – ich habe vergangene Woche zweimal sehr schöne Rosenbögen aus rostigem Eisen gesehen, die es jetzt überall zu kaufen gibt. So einen will ich über das Törlein haben. Rechts neben dem Tor, hinter dem Asternbusch steht schon eine Kletterrose und wenn sie loslegt mit Wachsen, dann braucht sie schließlich eine angemessene Stütze.

Eingang zum Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Eingang zum Gemüsegarten

Im Gemüsegarten selbst hat sich seit dem  letzten Bericht über ihn nichts Neues getan. Meine Gemüsepflanzen aus der freitäglichen Pflanzaktion haben bisher die Schnecken überlebt. Nur den Salat, was allerdings auch sehr zärtliche und viel zu kleine Pflanzen waren, sowie die ebenfalls eher mickrige Petersilie haben sie komplett entfernt. Speisechrysanthemen sind auch stark gefährdet und ich weiß nicht, ob sie es schaffen werden, zu überleben.

Im Gewäschhaus ernte ich jetzt täglich Salat. Der Rettich ist ebenfalls speisefertig. Im Freien stehen für das Salatbüffet bereit der Schnittlauch und fürs Auge und einen feinen säuerlichen Geschmack der Blut-Ampfer.

Und im Gewächshaus stehen schon wieder die nächsten Pflanzen Schlange. Ein wenig müssen sie noch warten. Ich habe keinen Platz mehr in den Beeten. Und das Beet neben dem neuen Weg an der Scheune ist total verdichtet, wegen den Erdhaufen und  dem Bagger. Das muß ich erst noch aufbereiten.

Kohl und Andenbeeren wachsen im Gewächshaus heran (c) by Joachim Wenk
Kohl und Andenbeeren (von den Samen von Anna aus Wien)

rotes und grünes Basilikum (c) by Joachim Wenk
zum ersten Mal probiert: Basilikum selbst heranziehen

Obi-Frühlingsgruß Samen keimen (c) by Joachim Wenk
die Obi-Frühlingsgruß – Samen keimen. Und auch die Inkagurken ebenfalls von Anna und ein Malabarspinat

Wenn die kühlen Nächte endlich vorbei sind, kommen die Kartoffelkübel auch raus aus dem Gewächshaus. Die Kartoffeln haben bereits Blüh-Knospen. Und den Platz im  Gewächshaus brauche ich dringend, um weiter zu Pflanzen. Die Paprika und Chillies müssen ins Beet.

Frühkartoffeln im Kübel im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln im Kübel im Gewächshaus

Meine vier Gewächshaustomaten habe ich schon gepflanzt. Sie sind angegangen und die ersten Blüten öffnen sich.

Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Gewächshaus 

Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten im Gewächshaus

Das sind die Tomaten für das Freiland. Leider sind die Nächte wirklich noch sehr kalt mit etwa 3°C und werden sogar bis zum Wochenende noch kälter. Hoffentlich hat das bald ein Ende, damit sie raus können und der Platz frei wird im Gewächshaus.

Tomatenjungpflanzen fürs Freiland (c) by Joachim Wenk
Tomatenjungpflanzen fürs Freiland

So werden die Kartoffeln in ihren Kübeln auf den Gemüsegarten blicken. Hier hinten in die ehemalige Mistgrube mit Betonboden und gemauerten niedrigen Wänden, werde ich sie stellen. Da stehen sie warm und geschützt, um bald reif zu werden.

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten

 Das erste Jahr überhaupt, daß ich eigenen Rhabarber ernte. Nachdem er nun endlich einen Standort hatte, an dem er stehen bleiben kann, überfielen ihn vergangenes Jahr die Schnecken, daß nur noch Blattgerippe da waren. Ich konnte nichts ernten. Dieses Frühjahr kam er lange nicht und als er wuchs zerfetzten sofort die Schnecken die Blätter. Aber er wuchs schneller als sie fressen und der Regen war nur kurz. Jetzt ist es weider trocken. Die Schnecken haben  ihm dieses Jahr also entgegen meines anfänglichen Schrecks nichts angetan. Der erste Rhabarberkuchen, den ich so liebe, ist gebacken und fast verspeist. Ich werde auf alle Fälle auch noch Rhabarber einfrieren. Den kann man dann mit anderen Früchten mischen. Erdbeer-Rhabarber-Marmelade zum Beispiel.

Rhabarber (c) by Joachim Wenk
mein erster eigener Rhabarber

Verlassen wir den Gemüsegarten, so blicken wir direkt auf das Haus. Jetzt befindet sich auf halben Weg ein kleiner halbrunder Platz mit dem  Seerosenbecken. Das ist noch nicht ganz dicht und muß noch einmal von innen gestrichen werden. Vorher kann sie nicht einziehen, die Seerose.

Gartenweg mit halbrundem Platz und Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Gartenweg mit halbrundem Platz und Seerosenbecken

 Mittwoch und Samstag waren die großen „Einschneidetage“. Entlang der gesamten Weglänge mussten die Steine so eingeschnitten und zugeschnitten werden, damit sie ordentlich hinein passen in den von der Begrenzung vorgegebenen Rahmen.

Steinsäge (c) by Joachim Wenk
Steinsäge

 Und wie genau alles passt.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

Rechts geht es auf die Terrasse vor dem Hüttenzauber und geradeaus geht es hinunter auf die Terrasse vor dem Haus. Links wir der Weg das Fliederbeet einrahmen und ebenfalls auf die Terrasse vor dem Haus führen. Dieser letzte Wegabschnitt so wie die ganze Terrasse vor dem Haus sind jetzt der zweite Bauabschnitt im Wegeprojekt.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

Den Blick vor das Haus werfen wir aus dem Inneren des Hauses. Im ersten Stock hat man einen schönen Blick hinunter zum neuen Vogelplanschbecken. Ein Karree aus den Wegpflastern ist doch der passende Untergrund, oder? Muß nur noch der Rasen ordentlich hinwachsen. Im Moment ist die ganze Fläche wieder hohe Wiese und kein Rasen. Die Blätter der Zwiebelblumen sollen noch in Ruhe einziehen können. Danach erst wird auch hier wieder gemäht.

Vogeltränke im Vorgarten (c) by Joachim Wenk
das neue Vogeplanschbecken auf dem Pflaster-Sockel

 Genießen wir noch ein wenig die Fliederblüte und den süßen Duft im Garten. Links im Bildrand könnt ihr die Zelte von der Kirchweih sehen. Nachmittag fand auf der Straße um den Weiher der Kirchweihumzug statt. Dann kam das, was mich jedes Jahr selbst erzittern lässt. Zwei der Kirchweihburschen müssen in den Weiher und zur Insel schwimmen, um dort das versenkte Fässchen Bier zu holen. Und Anfang  Mai ist der Weiher noch sehr kalt und am Sonntag war der Wind draußen noch viel kälter. Brrrrrr. Dieses Jahr wurden die „Schwimmer“ zudem noch von ihren Kameraden gelinkt. Das Fässchen war nicht auf der Insel. Sie hätten garnicht ins Wasser müssen. Es hing hoch oben am Maibaum, von wo sie es schließlich herunter holten.

Im Anschluß gab es  Kaffe und Kuchen und ein paar Geschäfte für die Kleinen. Jedenfalls ist das ganze Dorf anwesend. Meine Eltern waren auch da. Wie jedes Jahr waren wir vorher in der Gaststätte zum Kirchweihessen.

Bereits am Samstag Abend war im Saal der Gaststätte Tanz mit life-Musik. Der Sohn unseres Stammtischfreundes hat eine Band. Die haben auch auf unserer Hochzeit gespielt und heizen da wirklich ein. Die Stimmung war  super gut. Einfach ein sehr schöner Abend mit all den bekannten Gesichtern. Man ist unter sich, man kennt sich.  Anonymität ist hier nicht gegeben. So lässt sich entspannt feiern und das Leben genießen.

Blick auf den Dorfweiher mit Kirchweiplatz (c) by Joachim Wenk
Blick auf den Dorfweiher mit Kirchweiplatz

es wächst wieder – endlich kommen wieder die schönen Fotos aus dem Garten

Brückentagsfrei.  Juhu. Falsch gedacht. Wäre ich doch nur auf die Arbeit gegangen. Da hätte ich weniger arbeiten müssen….

Aber im Ernst. Der Tag heute war dringend notwendig für all die Pflanzarbeiten, die dringend zu erledigen waren.

Und ich habe mir wirklich Mühe gegeben, gerackert fast ohne eine Pause. Auf alle Fälle ohne Kaffee am Nachmittag und mit höllischem Kopfweh. Nichteinmal die Zeit, eine Tablette einzuwerfen, habe ich mir genommen. Trotzdem ist so viel noch liegen geblieben, obwohl ich wahnsinnig viel geschafft habe.

Jetzt ist es schon spät am Abend, der Teig für den Rhabarberkuchen morgen ist im Kühlschrank, das Brot ist eingeteigt und das Abendessen verspeist.

Und ich habe so viele schöne Fotos gemacht und natürlich auch Ekel-Fotos von Schnecken. Morgen früh geht es mit den Wegen weiter. Daher beschränke ich mich heute dann doch darauf nur kurz ein paar Fotos zu zeigen. Schöne Fotos für die Erbauung und als Mutmacher für die Arbeiten morgen.

Drückt mir aber bitte alle eure Daumen, daß morgen und übermorgen von den vielen schönen Gemüsepflanzen noch etwas im Beet steht. Oben Schnecken und unten Engerlinge. Das ist keine optimale Startbedingung für die Kleinen.

Beim Abendrundgang durch den Garten gefiel mir besonders diese romantische Szene im Vorgarten. Die hübsche Vogeltränke war übrigens ein Geburtstagsgeschenk für den Volker. Ich bin gespannt, ob da drinnen  auch einmal Vögel planschen oder wenigstens trinken.

Vogeltränke unterm Flieder (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke unterm Flieder

Noch ganz harmlos, aber jederzeit kann es losgehen. In leuchtendsem Feuerrot flattern dann wieder die riesigen Blüten überm Staudenbeet.

Knospen vom Staudenmohn (c) by Joachim Wenk
Knospen vom Staudenmohn

Ganz überrascht, war ich über den kleinen Storchschnabel. Mit einem Mal ist er voller Blüten. Diese Überraschungen liebe ich so sehr. Voller Ungeduld warte ich auf Blüten oder Wachstum und kontrolliere Tag für Tag und das seit all den Monaten im Herbst zu seiner Pflanzzeit. Jetzt, wo alles wächst wie toll im Garten, komme ich mal hier und auch mal da zu einer Pflanze, die quasi über Nacht oder von Jetzt-auf-Gleich in voller Blüte steht. Herrlich, so überrascht zu werden.

Storchschnalbe (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel

Bereits am Mittwoch haben wir ein ganzes Stück Einschneidearbeit vollbracht. Schön, wenn die Pflaster jetzt so ordentlich bis zum Wegrand gehen.

neues Gartenweg-Pflaster (c) by Joachim Wenk
neues Gartenweg-Pflaster

neues Gartenweg-Pflaster (c) by Joachim Wenk
neues Gartenweg-Pflaster

 Ebenfalls am Mittwoch habe ich die Tomaten ins Gewächshaus gepflanzt und sie stehen noch immer sehr kräftig dort. Noch keine Schnecke daran. Ins Freiland pflanze ich Tomaten und Zucchini aber erst kommende Woche.

Was ich heute gepflanzt habe, ist nicht so kälteempfindlich wie die Tomaten und könnte schon längst im Beet stehen. Hoffentlich überstehen sie die ersten Nächte mit den Schnecken und fangen rasch an zu wachsen. Dann könnten sie es schaffen, dem Schneckenhorror zu entkommen. Manche von ihnen habe ich in der ersten Märzwoche gesät. Jetzt sind sie fertig zum Pflanzen. Allein darum schon wäre es so unendlich schade, wenn sie abgefressen werden würden und all die Monate voller Vorfreude und Hoffnung und auch Arbeit zunichte vergebens gewesen wären.

Hier im Beet stehen Blaukraut, Sellerie, Blumenkohl, Kerbel und auch Kohlrabi, griechischer Oregano, Speisechrysantheme und Winterlauch. Letzteres rechts ausserhalb des Bildrandes.

frisch gepflanztes Gemüse (c) by Joachim Wenk
die Gemüsesaat vom März kommt ins Beet

Knoblauch mögen die Schnecken allen Anscheins überhaupt nicht. Da findet man nicht eine Fraßspur. Ich habe den Knoblauch in die Erdbeerbeete gesteckt, wo er zur größten Gärtnerfreude wächst und wächst und wächst. Die Erdbeeren blühen dieses Jahr auch überreich. Das gibt eine reiche Ernte, wenn ich die Schnecken  irgendwie davon weghalten kann.

Beerenbeet mit Knoblauch (c) by Joachim Wenk
Beerenbeet mit Knoblauch

Das sind die jüngeren  Erdbeeren, ebenfalls mit Knoblauch. Sie stehen im Schneckenzaunbeet. In ihm habe ich auch heute wieder etliche Schnecken neutralisiert. Irgendwann werde ich sie wohl dann zum größten  Teil draußen haben aus dem Beet.

rdbeeren mit Knoblauch (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren mit Knoblauch

Das Schneckenzaunbeet im Überlick. Hier habe ich heute einige Stunden verbracht. Ganz rechts oben im Bild seht ihr die Erdbeeren mit Knoblauch.

Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Heute war hier Großeinsatz im Schneckenzaunbeet

Der Salat steht sehr schön in seiner Reihe. Danaben den Blumenkohl, am gleichen Tag gepflanzt, haben die Schnecken geholt. Das sind 40cm Entfernung. Warum hat der Salat alles überlebt und der Kohl ist weg? Was hat die Schnecken vom Salat abgehalten? Wenn man das herausbekommen könnte, wäre es sicher sehr hilfreich für die generelle Schneckenabwehr.

Möhren kommen keine, nach dreimaliger Saat. Sicher habe die Keimlinge sofort die Schnecken geholt. Mindestens ein Quadratmeter im Beet war dicht besetzt mit ganz super schönen kräftigen Jungpflanzen des Baumspinates. Meine selbst Gesäten liegen auf den Kompost. Heute habe ich  hier die schönsten Jungpflanzen ausgegraben und in eine eigene Reihe gepflanzt. Das mache ich nächstes Jahr gleich so und erspare mir die eigene Aussaat, wenn die so leicht wild aufgehen.

Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Salat, etwas Spinat, ein paar Radieschen und Weißkraut im Schneckenzaunbeet

Den Kohl ganz links habe ich vor etwa vierzehn Tagen gepflanzt. Neben dem Brett rechts stehen Kohlrabi, die heute ins Beet kamen. Die blauen gelingen mir am Besten. Sie keimen und wachsen irgenwie gleichmäßiger als die weißen. Außerdem liebe ich die Farbe im Gemüsebeet.

junge Kohlpflanzen und Kohlrabipflanzen (c) by Joachim Wenk
Kohl und Kohlrabi

Und ja auch hier steckt Arbeit darin. Ihr seht es nur nicht auf den ersten Blick. Zwei Reihen Möhren und eine Reihe Zwiebeln verstecken sich hier. Die Zwiebelchen in der Mitte kann man sogar etwas erahnen.

 (c) by Joachim Wenk
Möhren und Zwiebeln frisch in den Boden gebracht

Von den Kohlrabi links im Beet, über die Zwiebeln und Möhren kommen wir hier in zwei weitere Reihen. Blumenkohl, Sellerie und Kerbel haben wir jetzt vor uns. Ganz rechts sieht man noch den Sommerlauch

Alles schön gemischt. Ich nahm mir eine Gemüsesorte vor. Ganz konkret war es der Sommerlauch. Den pflanzte ich. Dieses Jahr sogar alles in den im Buch angegebenen Abständen, damit endlich mal das Gemüse perfekt in Beet kommt. Die Natur hat schließlich ihren Teil schon in Vorleistung gebracht und mir perfekte Jungpflanzen geschenkt.

Selleriejungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Selleriejungpflanzen

Blumennkohljungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Blumennkohljungpflanzen 

Kohlrabijungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Kohlrabijungpflanzen 

Nach dem Pflanzen die Frage, was ich als nächstes setzten könnte. Ein Blick in die Mischkulturtabelle machte etliche Vorschläge. Aha, Sellerie wäre gut. Dann mal ran an die Sellerie und fein säuberlich gepflanzt. Weit auseinander wegen der Pilzerkrankungen sollen sie stehen. Mache ich alles. Aber da ist viel Platz der „verloren “ ist zwischen den einzelnen noch sehr kleinen Selleriepflanzen. Wieder blicke ich in die Tabelle und stoße auf Kerbel. Der muß ja auch noch ins Beet und steht jetzt zwischen dem Sellerie.

Die nächste Entscheidung wird fällig, eingeleitet vom Blick in die Mischkulturtabelle.  Dann kommt der Gang ins Gewächshaus und abermals geht es ab ins Beet mit den nächsten Pflanzen.

So geht das Stunde für Stunde, bis endlich die dringendsten Pflanzungen vollbracht sind. Schließlich muß ja auch der Boden noch mit Grabegabel oder Sauzahn vorbereitet werden, die Schnüre gespannt und die korrekten Abstände ermittelt werden. Ich habe mir Zeit gelassen und sehr ordentlich gearbeitet. Also an mir soll es nicht liegen, wenn das Gemüse nichts wird.

Blumenkohl, Sellerie, Kerbel und Sommerlauch (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl, Sellerie, Kerbel und Sommerlauch

Pflanzen war die eine Arbeit. Künftige Pflanzungen vorzubereiten die andere. Mein Tomatenrankgestell ist jetzt auch mit Schnüren bespannt. Wenn die Eisheiligen vorüber sind und die Nächte hoffentlich wärmer werden, können sie direkt ins Beet gestellt werden, die Tomaten.

Tomatenrankgestell (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgestell mit Schnüren bespannt

 Und weil noch genügend Schnur übrig war, bespannte ich auch gleich das Bohnenzelt neu. Beachtet auch einmal links hinter dem Bohnenzelt den Hopfen. Es ist doch garnicht lange her, daß ich hier über ihn schwärmte, wie schön er austreibt. Jetzt ist er schon in mehren Metern Höhe oben am Carportdach angekommen.

Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Bohnenzelt bereit zur Aussaat

 Die zuerst gesteckten Kartoffeln sind allesamt frühe und mittelfrühe Sorten. Sie sind schon prächtig gewachsen. Dabei ordentlich durchlöchert von den Schnecken. Ich weiß nicht, ob ihr es am Foto erkennt. In Realität ist es sehr schön ersichtlich, dass es drei unterschiedliche Sorten sind. Jede Sorte hat andere Blätter als die anderen.

Frühkartoffeln frisch angehäufelt (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln frisch angehäufelt

Reden wir lieber nicht über Schnecken sondern freuen uns an schönen Blumen, die trotzdem Blühen. Schnecken mögen Akeleien überhaupt nicht anbeißen!

Akeleien vor dem alten Hühnerhaus (c) by Joachim Wenk
Akeleien vor dem alten Hühnerhaus

Akeleien vor dem alten Hühnerhaus (c) by Joachim Wenk
Akeleien vor dem alten Hühnerhaus

 Bevor ich jetzt ins Bett gehe zeige ich noch meine Arbeit von vorgestern. Die spüre ich heute noch in den Knochen. Bergbauer sein ist auch nur in der Phantasie romantisch. Mir langt es schon, ein paar mal im Jahr den Steilhang vor dem Haus zu mähen. Es gab schon Menschen, die das nur mit den Fußballschuhen mit dicken Stollen schafften. Ja es ist steil. So steil, daß man mit dem Rasenmäher nicht arbeiten kann. Da muß die Motorsense her. Aber jetzt sieht man wenigstens wieder meine Quittenbäumchen in all ihrer jungen Pracht.

(c) by Joachim Wenk
die fränkische Hausquitte und der „Klettersteig“ von der Dorfstraße hoch zu den  Häusern
(c) by Joachim Wenk
hinterm Rosenstrauch die Baumwollquitte und unten mein Schubkarrn

die Fränkisch Hausquitte einmal von unten fotografiert und im Flieder spiegeln sich die Wolken des Himmels

(c) by Joachim Wenk
Der Steilhang von der Zufahrt aus gesehen

bunte Blumen, ungwisses Gemüse und harter Beton – mein Gartenwochenende zwischen all dem Kuchen und Feiern

Also mal ehrlich. Würden alle Wochenenden so  verlaufen, wie das vergangene, dann hätten wir wohl lauter tolle, aufregende und spannende Wochenenden. Aber gleichzeitig würden wir wohl bald am Zahnfleisch daher kommen. Es schlaucht doch schon ein wenig das Ganze.

Samstag war Großeinsatz zum Pflastern der  Wege und ich war für’s Catering zuständig. Als alle Helfer weg waren,konnten wir uns dann noch um die allernötigsten Arbeiten im Garten und an den Weihern kümmern, bis die Sonne unterging.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Volker’s Geburtstag. Mittagessen mit den Familien im Gasthof, Gartenbesichtigung der Wege und dann Kaffeetrinken bei der Schwägerin.

Dann Heim und auf Montag früh vorbereiten, beziehungsweise den Garten nochmals kurz pflegen, bevor es zum Sonntagsabendstammtisch ging.

Bei alledem bin ich gerade selbst überrascht, wie viele Fotos ich vom Garten machte und nun hier zeigen kann und möchte. Dabei hatte ich doch kaum Zeit, mich um ihn zu kümmern.  Um ein wenig Struktur zu erzeugen, gibt es drei Themen.

  • Bunte Blumen trotz und mit Schnecken
Das ist e,s worauf ich dauernd warte. Die Stauden beginnen zu blühen. Die Bergflockenblume habe ich durch meine Staudenneupflanzaktionen für mich kennen gelernt. Sie hat mir vergangenes Jahr mit den ersten Blüten so gut gefallen, daß ich mir noch mehr davon zulegte. 
Ich finde sie hat ein wunderbares Blau. So dunkel und intensiv, jedoch überhaupt nicht kalt. 
Sie wurde in der ersten Schneckenattacke arg in Mitleidendschafft gezogen. Jetzt ist sie rasch gewachsen und damit den Schneckenangriffen wohl ausgewichen. Ich fürchtete sehr um die schönen Blütenknospen. Jetzt freue ich mich um so mehr darüber, daß sie aufgeblüht sind.
Bergflockenblume blau (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume blau
Meine zugekaufte Flockenblume hat wieder einen anderen Farbton. Den sieht man glaube ich nicht so oft. Jedenfalls in unserem Dorf nicht. Eine Wucht an lila!


Bergflockenblume lila (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume lila

 Ein Stückchen weiter links neben der duneklblauen Flockenblume steht das weiße Tränende Herz. Ungemein grazil und edel kommt es daher mit den filigranen Herzchen.

Tränendes Herz weiß (c) by Joachim Wenk
Tränendes Herz weiß

Wieder einen Schritt nach links steht das klassische Tränende Herz. Rosa und Weiß sind gleich alt, aber das Weiße blüht etwas mehr als das rosafarbene. Das ist das erste Frühjahr für beide hier im Beet. Die werden sicher noch um einiges üppiger. Und sie haben bislang noch keinerlei Schneckenschaden.

Trändendes Herz rosa (c) by Joachim Wenk
Tränendes Herz rosa

Und für dieses Beet machen wir jetzt den letzten Schritt nach links. Wir sind vorbei an der frisch gepflanzten Clematis und stehen vor den herrlichen Tulpen.

Tulpen im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Tulpen im Staudenbeet

 Richten wir jetzt den Blick einmal nicht nach links, sondern nach unten, so sehen wir das Laub der lila Tulpen. Schnecken lieben offensichtlich Tulpenblätter. Und Narzissenblätter. Und Zierlauchblätter. Und…..

Schneckenfraß an Tulpenblättern (c) by Joachim Wenk
Schneckenfraß an Tulpenblättern

Die Hasenglöckchen hatte ich vorletzten Herbst gesteckt und mußte sie jetzt  mitten im Austrieb umpflanzen. Sie standen im Fliederbeet, das auf Grund des Wegebaus fast vollständig verschwunden ist. Die ich ausgraben konnte, habe ich versetzt. Sie blühen weiß, blau und wie hier in gedecktem Altrosa.

Hasenglöckchen rosa (c) by Joachim Wenk
Hasenglöckchen rosa

Im Mäuerchenbeet wuchern diese blauen Genossen hier und werden von Frühjahr zu Frühjahr mehr. Sie blühen sehr üppig. Aber was sind das für welche? Sie sehen genau aus wie meine Hasenglöckchen, sind aber bedeutend größer und kräftiger. Da sie schon im Garten waren, weiß ich jetzt wirklich nicht, um was es sich hier handelt.

Aber ganz erschrocken bin ich beim betrachten des Fotos für die Bilderauswahl des heutigen Tages. Seht ihr auch, was ich sehe? Beabsichtigt war es nicht, aber es zeigt um so deutlicher das unerhörte Ausmaß der Plage. Findet ihr die ganzen Nacktschnecken auf dem Bild? So kann man nirgends sein und stehen oder treten ohne auf diese Viecher zu treffen oder zu treten.

blaue Glocken im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
blaue Glocken im Staudenbeet – was ist das?

Wenn man frei sein will, von Schnecken, muß man seine Blick nach oben richten. Und in diesem Falle auch die Nase. Es ist wieder so weit, der Weißdorn blüht. Diesmal absolut zeitgleich mit all dem Flieder im Garten. Das ist die absolut umwerfendste Zeit im Garten. Diese Geruchsexplosion, die den ganzen Vorgarten und Teile des Gartens hinterm Haus erfüllt ist einfach unbeschreiblich. Gerade wenn es warm ist. Optimal ist dabei feuchte Luft und Windstille. Aber auch am Sonntag mit Wind und trockener Luft atmete man ständig Frühlingsduftluft pur.

blühender Weißdorn (c) by Joachim Wenk
blühender Weißdorn

Unterstützt im Duft wird der Weißdorn vom Flieder. Was für eine Pracht. Vor und hinter dem Haus. Überall stehen Fliederbüsche.

Fliederblüte im Mai (c) by Joachim Wenk
Fliederblüte im Mai

Bescheidener und ruhiger präsentiert sich die fränkische Hausquitte. Sie blüht dieses Jahr das erste Mal. Darum liebe ich die Quitten. Sie blühen nach dem Laubaustrieb. Genau das finde ich so hübsch, die zarten, rosa, an Wildrosen erinnernden Blüten, vor dem dunkelgrünen Hintergrund des Laubes. Vielleicht bekomme ich diesen Herbst die ersten eigenen Quitten von diesem Bäumchen.

Fränkische Hausquitte in Blüte (c) by Joachim Wenk
Fränkische Hausquitte in Blüte

Quittenblüte (c) by Joachim Wenk
Quittenblüte

Quittenblüte (c) by Joachim Wenk
Quittenblüte

  • Gemüsevielfalt mit ungewisser Zukunft
Bereits die Quitten waren ja nur zu einer Hälfte Zierde des Gartens für das heutige Thema „bunte Blumen2. Zur anderen Hälfte dienen sie den Gaumenfreuden. 
Die nun folgenden Pflanzen dienen vor allem den Gaumenfreuden. Dennoch sind sie, wenn gesund und vital, auch immer etwas für’s Auge. 
Die Tomaten sind wesentlich größer als im vergangen Jahr. Allerdings sind sie mir zu gakelig geworden. Umtopfen hätte man sie auch noch einmal müssen. Da verpasste ich den passenden Moment. Dann dachte ich mir immer, daß sie in wenigen Tagen ins Beet kommen und ein Umtopfen so kurz davor auch nicht weiter hilft. Ich versorge sie gut mit Dünger in den winzigen Topfplatten-Töpfchen und hoffe, sie bald auszupflanzen.
Jungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten, Paprika, Chilies, Andenbeeren, Sellerie, Salat,  Blumen und vieles mehr

Sehr schön ist der Lauch. Sommer- und Winterlauch.  Bei den Tomaten war ich im März fast ein wenig zu früh mit der Aussaat dran. Den Lauch habe ich genau richtig gesät im März. Er braucht wirklich furchtbar lange, bis er wächst. Die Kohlrabi und der Salat müssen dringend ins Beet.

Wenn das aber so endet, wie in der ersten Auspflanzaktion dieses Jahr, dann bleiben von 5 dieser herrlichen Pflanzen vielleicht 2 oder 3 am Leben und die hören auf zu wachsen und stehen wochenlang ohne Wachstum im Beet. Beim Blumenkohl warte ich noch immer auf sein erstes Wachstum.  Er steht seit etlichen Woche im Beet und ist noch immer nicht gewachsen, seit dem Auspflanzen. Die bei mir typischen Wachstumsstockungen.

Vorne links seht ihr meine Kartoffelkübel. Der eine Kübel ist schon bis oben mit Erde gefüllt, im amderen, später bepflanzten, beginnt jetzt das Wachstum. Nach den Eisheiligen kommen sie raus an eine warme und geschützte Stelle. Dort sollen sie  sicher vor Regen (Braunfäule!) und warmen Fußes schnell vor sich hin wachsen und Knollen bilden. Meine Kartoffeln vom Herbst sind aufgebraucht. Der Rest ist so verschrumpelt und hat bis zu einem halben Meter lange Triebe, daß ich sie nicht mehr verwenden mag. Ich warte also auf neue Kartoffeln. Mit dem „Duke of York“ einer ganz frühen Sorte und der Vortreiberei und der Kübelkultur sollte es rasch gelingen. Ich denke Ende  Juni kann ich ernten.

Kartoffeln im Kübel und Gemüsepflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Duke of York-Kartoffeln im Kübel und große Gemüepflanzen, fertig zum Auspflanzen

Sie müssen dringend raus. Ich wollte aber jetzt noch ein wenig warten, bis die  Nemathoden gegen Schnecken ein wenig ihr  Werk verrichten konnten, so es denn überhaupt funktioniert. Wir werden sehen . Neben den Kohlrabi steht Seidenmohn. Den habe ich zum ersten mal. Er soll schön bunt blühen und die Blüten für die Vase geeignet sein. Schöne Pflänzchen sind das.  Aber mögen Schnecken den Mohn? Kann ich es wagen die prachtvollen Pflanzen ins Beet zu setzen? Oder soll ich sie einfach gleich so wie sie sind auf den Kompost kippen? Im letztgenannten Fall würde ich mir einiges an Pflanzarbeit sparen und hätte vielleicht nicht einmal weniger Mohn, als wenn ich ihn zu den Schnecken pflanzte. Was für unschöne Gedanken, die einen in Zeiten so großer Schneckenplage befallen.

Kohlrabi Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi und Seidenmohn

Porreejungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Porre, fertig zum Auspflanzen

Die soeben gezeigten Gemüsepflanzen und Blumen sind noch aus der ersten Aussaat im Gewächshaus.

Inzwischen ist einiges davon ausgepflanzt, abgefressen oder wächst im Freien. Die zweite Aussaat ist bereits pikiert in eine größere Topfplatte.

Hier eine bunte Mischung an Kohl (Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi) und Zinnien.

selbstgezogenen Jungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
verschiedene Kohlsorten und Zinnien im Gewächhaus

Schließlich gibt es tatsächlich schon die dritte Aussaat. Vor wenigen Tagen habe ich darüber berichtet und schon treibt es grün und rot in der Topfplatte.

frisch gekeimte Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Gemüsepflanzen

Und was ist das für ein Durcheinander? Klar der Kopfsalat Maikönig, aus der ersten Gemüesaat in diesem Jahr, ist eindeutig zu erkennen. Man sieht auch, daß er keinen Schneckenschaden hat. Daneben in der Reihe den Blumenkohl haben sie fast völlig gefressen und im selben Beet die Kohlrabi auch. Warum verschonen sie den Salat? Also nicht falsch verstehen, das freut mich wirklich wahnsinnig. Aber dennoch wüsste ich gern warum. Vielleicht kann man sich diese Wissen zu nutze machen? Es muß doch einen Grund geben. Den ich aber wohl leider nie erfahren werde. Also freue ich mich einfach unwissend weiter.

Das Gewusel um den Maikönig herum sind Baumspinat und Melden. Beides habe ich auch vor langer Zeit im Gewächshaus vorgezogen. Die Pflanzen habe ich verpasst auszupflanzen. Dann bemerkte ich, daß sie hier überall wild aufgehen und natürlich da viel kräftiger und robuster sind, als die im Gewächshaus. Mittlerweile habe ich die vorgezogenen auf den Kompost geworfen und werde jetzt in den kommenden Tagen hier von den wild Aufgegangen schöne kräftige und abgehärtetet Pflanzen aussuchen und ordentlich dort hin verpflanzen, wo sie bis zur Ernte wachsen können.

Maikönig mitten in Baumspinat und Melde

 Nicht nur den Salat im Schneckenzaunbeet habe die Biester verschont, sondern auch den frühen Weißkohl. Toi toi toi.

früher Weißkohl (c) by Joachim Wenk
früher Weißkohl

Die Stockrose hier neben dem Schneckenzaunbeet kämpft hart ums überleben. Sie wächst jetzt und kann so den Schnecken vielleicht davon wachsen, bevor sie diese ganz abmähen.

Stockrose mit Schneckenfraß (c) by Joachim Wenk
Stockrose mit Schneckenfraß

Die Stockrose hier steht wieder im Schneckenzaunbeet und ist überhaupt nicht zerfressen. Aber im Beet sind noch eine Menge Schnecken. Das merke ich beim Umdrehen der Holzbretter darin. Sie sitzen drunter und werden von mir dann neutralisiert. Ich merke es natürlich auch am abgefressenen und zerstörten Kohlrabi und Blumenkohl.

Eigentlich soll dieses Foto aber weniger die Stockrose zur Schau stellen, sondern den gigantischen Knoblauch, den ich in diesem Jahr habe. Im Herbst gesteckt, wächst er nun schon viele Wochen munter vor sich hin. Das wird eine Ernte!

Knoblauch im Beet (c) by Joachim Wenk
Knoblauch im Beet
Das Schneckenzaunbeet im Überblick. Links hinten der Maikönig mit den Melde- und Baumspinatsämlingen. Rechts hinten in der Ecke die nicht zerfressene Stockrose. Rechter Beetrand mit Erdbeeren und dem Knoblauch. Ganz links am Zaun, neben dem Maikönigsalat,  der seit vielen Wochen dort stehende Blumenkohl. Nicht gewachsen und nicht zu sehen, nur aus ganz kurzer Distanz. 
Schneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk
Schneckenzaunbeet

Der Wein am Hühnerhaus könnte diese Jahr theoretisch zum ersten mal tragen. Die Triebe, die neu kommen, sind einjährige Triebe aus zweijährigem Holz. Ich warte schon ungeduldig auf die ersten Blüten und dann Trauben, die sich an ihnen entwickeln werden.

Weinrebe am Hühnerhaus (c) by Joachim Wenk
Weinrebe am  Hühnerhaus 
Die Kartoffeln sind mittlerweile alle in der Erde. Angefangen mit den ganz frühen Mitte oder Ende Aprl. Hier im Bild auch wieder Duke of York. Die letzten späten Lagerkartoffeln habe ich vergangen Donnerstag gesteckt. Ich mache das immer stückweise, je nach freier Zeit. 
Frühkartoffel Duke of York (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffel Duke of York

 Und zum Schluß noch einmal den Gemüsegarten als Panorama. Rechts neben dem Gewächshaus das Schneckenzaunbeet. Im Beet unterm Apfelbaum zum Beispiel die Kartoffeln. Das, was jetzt dort schon grün ist, sind die Anfang März gesteckten Ackerbohnen, die als Gründünger VOR den Kartoffeln wachsen sollten. Ich dachte 8 Wochen sind eine lange Zeit, da können sie wachsen und vor dem Kartoffelstecken hacke ich sie ab. Nun mußte ich sie stehen lassen, weil sie ja noch so  winzig waren oder sind. Jetzt wachsen sie eben MIT den Kartoffeln. Wenn ich die Beete anhäufle werden sie dann abgehackt.

Gemüsegarten-Panoramafoto (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten-Panoramafoto


  • und schließlich noch grauer, massiver und harter Beton
Sicher warten einige von euch auch auf Fotos vom weiteren Fortschritt im Wegeprojekt. 
Hier sind sie nun endlich. Am Samstag rackerten hier acht Mann und verlegten die Betonpflastersteine. Wir haben alles geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Ich selbst war nicht dabei. Ich sorgte für Frühstück, Mittagessen bis hin zu Kaffee und Kuchen. Den fleißigen Helfern sollte ja nicht mitten in der Arbeit die Kraft ausgehen. 
Als nächstes werden wir uns die Maschine zum Schneiden der Betonpflaster ausleihen. Dann müsssen überall entlang der Randsteine die Pflaster zugeschnitten und eingepasst werden. Danach wird gerüttelt und Sand eingekehrt. 
neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
neue Gartenwege

Vor dem abschließenden Rütteln allerdings muß hier noch einiges geschehen. Die Terrasse vor dem Haus wird mit den gleichen Steinen gepflastert und die zerbröselnde  Stützmauer zwischen dem Fliederbeet und der Terrasse wird erneuert. Granit-Stelen kommen an ihre Stelle.

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
hier geht es dann weiter mit Pflastern und neuer Stützmauer

Der Kalendereintrag

Vor  einiger Zeit habe ich damit begonnen, Berichte mit Bildern über meinen ganzen Stolz, den Garten am Land, hier zu veröffentlichen. Teilen möchte ich meine Freude über den Garten, seine Natur, die Pflanzen, Blüten und tolle Gemüseernten mit euch.

Dann kam ja vor wenigen Tagen die große und frustrierende Ernüchterung. Die Schnecken haben es geschafft, ihre unzählbar große Einwohnerzahl  in meinem Garten dieses Jahr noch einmal um ein Vielfaches zu toppen. Ihre Gefräßigkeit hat Ausmaße angenommen, die mir die Lust am Garten und den Mut zum Gärtnern und damit auch zum Teilen des Gartens genommen haben. Schließlich führe ich den Kampf nun schon das dritte  Jahr in Folge mit immer weniger Chancen der Selbstbehauptung.

Ich möchte aber Freude und Spass am Gärtnern vermitteln und in schönen Bildern euch allen zeigen. Jetzt war es dann eher so, daß ich euch zum Seelentrösten brauchte. Das tut gut, ist aber nicht der eigentliche Sinn meines Blogs.

Eine  Schreibpause wollte ich einlegen, bis wieder Schönes vorhanden ist und ich wieder die Lust habe, über Schönes zu berichten. Mit oder trotz oder vielleicht einmal ohne Schnecken.

Und jetzt kommt er der Kalendereintrag. Heute am 7. Mai steht als Erinnerung im Kalender „Geburtstag Blog Achimsgarten“. Das heißt, daß am heutigen Tage zwei volle Jahre verstrichen sind, seit ich meinen ersten  Beitrag, ein wenig nervös noch,  online stellte.

Habe ich doch tatsächlich den Geburtstag meines Blogs vergessen.

Nein, das mit der Schreibpause muß einfach noch etwas warten. Ich kann meinen Blog doch an seinem Geburtstag nicht von der Öffentlichkeit fernhalten.

Etwas Schönes muß also her. Mit dem Handy zum Fotografieren bestückt, ziehe ich los und werde fündig:

Mein gelbes Beet im Vorgarten macht doch richtig Freude, so fröhlich leuchten die Farben. Hier wächst alles munter vor sich hin. Das ist sein erstes Frühjahr, weil ich erst im Herbst aus einer Grasfläche das Staudenbeet machte.

gelbes Beet (c) by Joachim Wenk
gelbes Beet im Vorgarten

  Am wirklich ganz anderen Ende des Gartens  – und da mußte ich schon ein Stück laufen – blüht es blau. Meine Bergwaldrebe am hinteren Garteneingang schmückt in ihrem zweiten Frühling den schattigen Bereich am Tor.

blaue Berg-Waldrebe (c) by Joachim Wenk
blaue Berg-Waldrebe

 Apropos zweiter Frühling. Was man nicht im Kopf hat, hat man bekanntlich in den Beinen. Die beiden Quittenbäume erleben ja auch den zweiten Frühling an ihrem Standort. Also gehe ich schnurstracks wieder durch den ganzen Garten, am gelben Beet vorbei und verlasse das Grundstück.

Die Quitten habe ich an den Südwest-Hang zwischen dem Zufahrtsweg zu unserem Haus und der Dorfstraße gesetzt. Im Spätherbst 2013 war das. Jedes Bäumchen bestand aus genau einer einzigen dünnen Rute von vielleicht 60cm Länge.

Diese Jahr habe ich sie bereits zurückgeschnitten, wie es die  „Anleitung“ zu den Bäumchen angab. Jetzt mit Laub, und das eine sogar mit den ersten Blütenknospen, sehen sie doch ganz prachtvoll und vielversprechend aus.

fränkische Hausquitte (c) by Joachim Wenk
fränkische Hausquitte

Baumwoll-Quitte (c) by Joachim Wenk
Baumwoll-Quitte

Es stand noch eine Pflanzaktion an, die ich bereits vergangen Woche tätigen wollte. Ich habe mir eine Engelwurz gekauft. Die Letzte im Garten wuchs nicht so richtig und die Samen im 2. Jahr brachten keine  Nachfahren. Jetzt ist sie weg. Es war ihr zu trocken. Nun versuche ich es am Bach zwischen unseren Weihern.

Engelwurz am Bach (c) by Joachim Wenk
Engelwurz am Bach

Oberhalb des großen Weihers blühen sie auch dieses Jahr wieder wie eh und jeh. Die Himmelschlüssel in der Wiese.

Himmelschlüssel in der Wiese (c ) by Joachim Wenk
Himmelschlüssel in der Wiese am Weiher

 Im kleinen Weiher daneben ziehen diese beiden hier munter ihre Kreise. Ich beobachte sie schon länger und vermutete daß es ein Paar ist. Jedenfalls nahm ich an dass es immer genau die selben zwei sind, die in dem Weiher planschen. Wasserhühner sind eigentlich jedes Jahr in den Weihern zu sehen.

Wasserhühner im Karpfenteich (c) by Joachim Wenk
Wasserhühner im Karpfenteich

 Aber was ist das? Seht ihr die künstliche „Insel“ mitten im Teich? Die ist das erste Jahr da. Ein Nest mitten im See. Leider hat meine Handykamera so gut wie keinen nennenswerten Zoom. Aber wenn man am Ufer des Weihers steht sieht man vier große Eier darin liegen.

Nest der Wasserhühner (c) by Joachim Wenk
Nest der Wasserhühner

Zum Feierabend kommt dann noch der Nachbar mit seinem Schlepper und Schaufel daran zu uns. Vor der Garage liegt schließlich wieder ein Haufen an Material, das verschafft werden muß. Diesmal sind es 10t Splitt. Ein paar Mal fährt er und verteilt ihn in den Wegen.

Split in den Gartenwegen (c) by Joachim Wenk
weiter geht`s im Wegebau

Ein Freund kommt auch und hilft beim ersten Verteilen vom Splitt in den Wegen und beim Abziehen. Wir konnten nicht anders und probierten sogleich einmal die ersten Pflastersteine aus. Am Samstag kommt die ganze Helferschar und ich bin sehr zuversichtlich – vorausgesetzt der Regen wird nicht zu arg  – dass wir am Samstagabend neue Gartenwege haben .

Split und erste Pflastersteine in den Wegen (c) by Joachim Wenk
Splitt und erste Pflastersteine in den Wegen

Nach einem Regenschauer beim Splitt-Verteilen kommt spät am Abend, kurz vor dem Hineingehen noch einmal die Sonne heraus und bescheint meine Walnuß mit der Ramblerrose und dem Meisenhaus. Achtet man nicht, sozusagen mit dem Teleobjektiv, auf die Details, sondern läßt eine Stimmung, eine Szene oder ein Bild einfach ohne wenn und aber in dem Moment auf sich wirken, so gibt es doch Schönes, über das berichtet werden kann. Ja sogar berichtet werden muß, finde ich.

So verabschiede ich mich für heute. Der Blog, das Geburtstagskind, sagt vielen vielen Dank für all eure Kommentare, Plusse und die Zeit, die ihr mit uns beiden verbracht habt.

Abendstimmung im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Abendstimmung im Gemüsegarten

Feierabendhorror

Es ist warm draußen und feucht. Endlich Frühjahr. Eigentlich ein Grund zur Freude. Die ist mir aber heute einmal wieder gründlich vergangen.

Ich war draußen auf Schneckenjagt und mußt dann kapitulieren. Es sind tausende.  Ach was sage ich zehntausende müssen es sein. Ich habe keine  Chance, sie abzusammeln oder alle zu zerschneiden.

Mein großer Zierlauch, eine im Herbst gesteckte Zwiebel hat fast keine Blätter mehr. Die Stockrosen, aus Samen seit Frühjahr 2014 selbst großgepeppelt sind durchlöchert. Die Narzissenblätter werden gefressen. Der Rittersporn, der kümmerlich wuchs, wegen dem Schneckenfraß im letzten Jahr ist fast weg. Der  Rhabarber hat Siebe als Blätter. Katzenminze, Astern, Buschwindröschen übersät mit Schnecken. Die Bergflockenblume, dicht mit großen Knospen besetzt. Dunkel- Lila soll sie blühen. Aber die Blätter durchlöchert.Lange halten sie dem Angriff nicht mehr Stand.

 Ackerbohnengründung ein einziges Sieb. Der ewige Kohl der so schön trieb und von dem ich bald hätte Blätter abmachen können ein Raub der Schnecken. Da brauche ich nichts ernten. Ebenso wenig von den gesäten Dingen wie Möhren, Spinat, Radies. Bevor sie sich zeigen werden sie abgefressen. Fahre ich beim Schneckenschneiden durch das Laub von den Stauden habe ich die Hand voller Schnecken kleben. Auf den Wegen, in den Sträuchern überall unzählige Schnecken. Die Ernte wird dieses Jahr wohl ausfallen und meine Gemüsepflanzen, die ich vorgezogen habe werde ich wohl gleich wegwerfen. Die Arbeit mit dem Auspflanzen kann ich mir sparen.

Sogar die Stauden wie Brandkraut, die mir empfohlen wurden, wegen der festen Blätter, die von Schnecken nicht gefressen werden, sind zerfressen.

Jetzt warte ich ab, was die 60 Millionen Nemathoden bringen, die ich mir habe bestellt. Ob sie die  Schnecken befallen und töten? Wenn die nicht mehr helfen, dann gebe ich den Gemüsegarten – dieses Jahr – auf. Aber die Menge Nemathoden ist für 200qm. Da ist mein Gemüsegarten schon größer. Wenn sie helfen, wie kann ich die dann im ganzen Garten gießen? Wie bezahlen?

Laufenten sollen ja sehr gut helfen. Die wären wirklich angebracht. Ich kann mir aber aus organisatorischen Gründen keine anschaffen oder ausleihen.

Drückt mir also bitte alle Daumen, die ihr habt, bezüglich der Nemathoden.

Heute jedenfalls gehe ich sehr unglücklich ins Bett. Von Vorfreude auf den Tag morgen im Garten kann eher keine Rede sein.

Nacktschnecken (c) by Joachim Wenk
Nacktschnecken – so sieht jede grüne Pflanze im Garten aus!

Nacktschnecken (c) by Joachim Wenk
Nacktschnecken 

Nacktschnecken (c) by Joachim Wenk
Nacktschnecken – jedes Fleckchen Erde ist so übersät mit ihnen