Regnen tut es nur beim Arbeiten….

Es ist Ende Juni und das erste halbe Jahr 2015 ist vorüber.

Hier ein Zusammenschnitt unseres Wochenendes.

Am Samstag waren die Helfer da zum Pflastern und mußten dann nach kurzem Arbeitseinsatz das Feld räumen. Es regnete zu stark.

Regen beendet das Pflastern (c) by Joachim Wenk
Regen beendet das Pflastern

Nach dem Mittagessen schien die Sonne und wir konnten die restlichen Platten verlegen. Nun wird am Mittwoch wieder die Säge ausgeliehen, um die Steine am Rand ordentlich einzuschneiden.

restlicher Abschnitt Weg und Terrasse (c) by Joachim Wenk
restlicher Abschnitt Weg und Terrasse

restlicher Abschnitt Weg und Terrasse (c) by Joachim Wenk
restlicher Abschnitt Weg und Terrasse 

restlicher Abschnitt Weg und Terrasse (c) by Joachim Wenk
restlicher Abschnitt Weg und Terrasse

restlicher Abschnitt Weg und Terrasse (c) by Joachim Wenk
restlicher Abschnitt Weg und Terrasse 

Der Regen war zwar stark genug um die Arbeiten hier abzubrechen. Aber es ist bei weitem noch lange nicht genug, um den  monatelangen Mangel auszugleichen. Überall Dürre! Mein  Walnußbaum hängt im Beet, wie ein Schluck Wasser  in der Kurve. Viele Äste kahl, da sie nicht ausgetrieben haben. Er war schon im letzten so trockenen Sommer geschädigt.

alnußbaum lässt Blätter hängen (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum lässt Blätter hängen

 Die Eiche hat auch nicht richtig ausgetrieben. Das  Blätterdach ist sehr durchscheinend und undicht, so, wie kurz nach dem Beginn des Austriebes. Die Blätter beginnen, sich gelb zu färben.

Eiche beginnt mit Herbstfärbung (c) by Joachim Wenk
Eiche beginnt mit Herbstfärbung

Die Artemisien, waren am Donnerstag Mittag noch prächtig und ich freute mich sehr über die schönen Stauden. Als ich Freitag abend wieder hinschaute, war die Freude vorbei. Entweder sie sind vertrocknet oder ein Pilz oder sonst ein Schädling rafft sie dahin. Binnen 24 Stunden!

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
das Ende der Färberkamillen?

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
das Ende der Färberkamillen?

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
das Ende der Färberkamillen?

Der Knoblauch hat mich vom frühesten Frühjahr an begeistert. Nie hatte ich so prächtige Knoblauchpflanzen. Jetzt ist bald Ernte, dachte ich. Dann, so denkt wohl er Knoblauch, ist es höchste Zeit an einer heftigen Krankheit zu Grunde zu gehen. Sonst erntet der Gärtner am Ende noch etwas und freut sich darüber. Noch sind die Knollen nicht ausgereift, haben keine schützende Hülle um die Zehen.  Sie sind demnach auch nicht lagerfähig.

Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt (c) by Joachim Wenk
Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt

Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt (c) by Joachim Wenk
Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt

Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt (c) by Joachim Wenk
Knoblauch geht kurz vor der Ernte kaputt

Bevor dann noch mehr kaputt geht, habe ich am Samstag die roten Johannisbeeren abgenommen und am Sonntag verarbeitet. 2,5 kg von einem Strauch. Ein paar habe ich eingefroren. Die landen sicher einmal auf einen Kuchen. Daher kamen sie in flache Gefrierbehälter, schön nebeneinander,  in nur einer Schicht. Wenn sie gefroren sind, werden sie dann in einen einzigen, größeren Behälter gefüllt zum Lagern. So kann man sie auch teilweise entnehmern und vor allem behalten sie ihre schöne runde intakte Form.

Den Rest habe ich gleich durch die Beerenpresse gelassen und zu Marmelade gekocht. Am Sonntag waren noch beinahe 2 kg Erdbeeren zu ernten. Leider ist jetzt keine Zeit mehr zum Verarbeiten. Was tun? Eine  Portion ist geputzt und im Kühlschrank für Montag zum roh essen aufgehoben. Den Rest geputzt und eingefroren. Weil Erdbeeren nach dem Auftauen ohnehin matschig sind, habe ich sie nicht wie eben bei den Johannisbeeren oder später bei den Himbeeren üblich einzeln in einer Schicht vorgefroren. Nein die kommen gleich in Portionsbehälter. Aus einigen werde ich denmächst dann gleich noch  Marmelade mit ebenfalls eingefrorenem Rhabarber zubereiten.

Mein Vorratslager ist nun fast leer. Zwei oder drei Gläschen Marmelade oder ein Glas vom eigenen Sauerkraut stehen zum Beispiel noch im Keller. Das Sauerkraut gab es heute zum Mittag. Es schmeckt noch immer köstlich. Seit Herbst steht es in der Speisekammer. Dieses Jahr werde ich mehr Sauerkraut im Glas einhobeln. Wenn es denn wächst und gedeiht.

Und jetzt noch ein paar Fotos, auf denen das Kranke und Kaputte nicht auffällt.

Witwenblume Zitronenmelisse (c) by Joachim Wenk
Witwenblume vor der Zitronenmelisse

Sommergarten (c) by Joachim Wenk
Unter der Eiche mit Blick auf den Walnußbaum und die Ramblerrose

Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
die Ramblerrose aus der Nähe

Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud 
Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud 

Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud 

Sie ist schon viele Meter hoch in die Krone des Baumes gewachsen. Leider sieht man die Knospen im Garten viel deutlicher als hier am Foto.  Aber wenn sie alle aufgeblüht sind, dann wird man das auch auf dem Foto sehen. Und falls der Baum doch kaputt geht, was ewig schade wäre, so wird der Stamm dann schon schön eingerankt sein von der Ramblerrose  Rose Marie Vieaud.

Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud 

Die Weiße Fliege vertreibt die hübsche Pflanze leider doch nicht, aber dekorativ ist sie jedenfalls.

im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
im Gemüsegarten

Die Weiße Fliege vertreibt die hübsche Pflanze leider doch nicht, aber dekorativ ist sie jedenfalls.


Ganzkörpertraining

Also ich hätte es ja nicht gedacht, aber wir haben gestern wirklich noch zwei Dinge erledigt, die langsam wirklich gemacht werden mussten.

Heute kann ich mich dafür kaum noch bewegen. Man ist einfach keine körperliche Arbeit mehr gewöhnt.

Lasst uns aber erst einmal einen kleinen Blick auf künftige Arbeiten werfen.

Meine Buchbaum-Stecklinge. Da warte ich jetzt einfach einmal, wie viele davon bewurzeln. Je nachdem wird der niedrige Buchs-Hecken-Ring um den Hausbaum eben dichter oder lockerer gepflanzt.

Buchs Stecklinge (c) by Joachim Wenk
Buchs-Stecklinge für eine niedrige Hecke

Hier wartet keine Arbeit, das Foto zeige ich nur, weil es mich selbst besonders freut. Ich konnte die Dahlien vor den Schecken retten. Die zerfressene Dahlie treibt wieder durch und diejenigen, welche noch nicht im Beet standen, sondern gleich in den Kübel kamen, blühen oder wachsen noch.

Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte

Dahlien im Kübel (c) by Joachim Wenk
Dahlien im Kübel

Hier wartet wieder Arbeit – und Genuß. Himbeeren sind meine liebsten Beeren, neben den schwarzen Johannisbeeren. Im Bild sieht man die Sorte Glen Coe. Eine Mischung aus roter und schwarzer Himbeere. Letztes Jahr hat sie das erste mal getragen. Wunderschön anzsehende Früchte mit sehr gutem Aroma. Da kommt dieses Jahr einiges mehr an dunkelrotvioletten Beeren auf mich zu.

Himbeere Glen Coe (c) by Joachim Wenk
Himbeere Glen Coe

Meine namenlosen roten Himbeeren wachsen und blühen auch zu meiner größten Zufriedenheit. Eine herrliche Sorte. Wirklich sehr große Früchte, nie madig und gehen super leicht beim Pflücken vom Zapfen. Die schwarze Himbeere wird jetzt das erste mal zur Ernte kommen. Auf deren Beeren und ihren Geschmack bin ich seit letztem Jahr schon äußerst gespannt.

Himbeeren (c) by Joachim Wenk
Himbeeren

Und dann diese hier. Auf einmal sind sie reif. Der Zeitpunkt ist denkbar ungünstig. Gestern war keine Zeit, sie zu verarbeiten und am Wochenende, zumindest am Samstag, habe ich auch keine Zeit dafür. Vielleicht am Sonntag. Die paar Beeren, die dran blieben, will ich unbedingt verarbeiten. Leider sind dieses Jahr, nach der Blüte und dem ersten Fruchtansatz so viele Beerchen abgefallen. Trotz gießen.

rote Johannisbeer (c) by Joachim Wenk
rote Johannisbeere

Und das waren die spätnachmittäglichen Arbeiten von gestern.

Zum ersten Mal in den fünf Jahren schafften wir es, die Hecke im Früh- Sommer  zu schneiden. Bisher war immer so viel los im Sommer, daß der Heckenschnitt liegen blieb und dann erst im Herbst ausgeführt werden konnte. Dann mit ellenlangem Austrieb, der verarbeitet werden mußte.

Jetzt war der Austrieb zwar auch schon wieder ganz schön lang, aber muß noch nicht gehäckselt werden. Nun haben die Pflanzen die Möglichkeit, wieder zu treiben und dadurch  dichter zu werden.

Irgendwie scheint die ganze Hecke auch immer höher zu werden. Ich glaube mich zu erinnern, daß ich anfangs ohne Leiter auskam. Jetzt mußt ich ununterbrochen rauf auf die Leiter und runter von der Leiter, rauf auf die Leiter und runter von der Leiter. Das verbraucht Kalorien, ganz ohne Fitneßstudiogebühren!

Die frisch geschnittene Hecke ist immer ein sehr schöner Anblick, den ich genieße. Auch wenn mir jedesmal vor der Arbeit graust.

frisch geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk
frisch geschnittene Hecke

frisch geschnittene Hecke (c) by Joachim Wenk
frisch geschnittene Hecke 

Also die Oberschenkelmuskeln, Waden-, und Gesäßmuskeln sind trainiert vom Leitersteigen. Unterarm, Oberarm-, Schulter- und Rückenmuskeln hat die Arbeit mit der Heckenschere fit gemacht. Sind noch Muskeln übrig? Na klar genügend! Also muß noch eine Arbeit her, um sie stahlhart zu trainieren.

Wie wäre es mit Split-Schippen? Ein paar Tonnen liegen noch in der Einfahrt. Gottseidank hat der Nachbar einen Traktor mit Frontschaufel und hilft uns. Weil natürlich aber die Terrasse so hoch ist, kann er den Split nur ganz vorne hin kippen. Wir müssen ihn dann mit der Schaufel hinter zur Haustüre transportieren. Und unten beim großen Haufen  muß auch unentwegt geschippt werden, damit die Trecker-Schaufel den Split gut aufnehmen kann. Immer wieder schiebt sie ihn nach vorne. Links und rechts von ihr ist auch immer mehr Split. Alles muß mit der Schaufel zusammengeschaufelt werden. So haben wir wohl jedes Splitkörnchen in paar Mal auf der Schaufel gehabt.

Auch ohne Kentnisse der Anatomie könnte ich euch genau sagen, welche Muskeln dann hier noch zusätzlich trainiert wurden. Ich spüre jede einzelne Faser! Die Rumpfmuskulatur und natürlich auch Arme und Schultern  oder die Brustmuskulatur. Selbst die Oberschenkelrückseite kam dran. Kurz und gut, mir tut das ganze Gestell weh. Das heißt, es war ein Rundumtraining.

Jetzt haben wir zwei Tage Zei,t uns auf der Arbeit zu erholen. Am Samstag rücken die fleißigen und unermüdlichen Helfer wieder an und wir verlegen die Pflastersteine auf dem Split.

(c) by Joachim Wenk
Unterbau für die Pflaster auf der Terrase

Wo ist denn nur mein Garten hingekommen?

Heute komme ich nach  Feierabend beizeiten Heim und mache meinen Rundgang durch den Garten.

Aber was muß ich feststellen? Das ist kein Rundgang, das ist ein Hindernislauf. Wo ist denn nur der Garten geblieben?

Der ist einfach fort, der Garten. Überall nur noch Gemüse, Blumen und Stauden. Die haben ihn einfach zugedeckt mit wildem Gewucher und Geblühe….

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
der Gemüsegarten – und wo sind meine Wege?

Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
ahhh da sind ja noch welche…

Zucchini, Rosenkohl und der Ufo-Kürbis fangen jetzt richtig an zu wachsen. Links sieht man Tomaten und darunter wuchert etwas. Das Etwas habe ich schon im zeitigen Frühjahr gesät. Leider keimte es wochenlang nicht. Irgendwann kam es dann doch und nun ist es in seinem Element. Es ist ein Gründünger der viel Trockenheit verträgt und sehr tiefreichende Wurzeln hat. Eine Leguminose, Esparsette, die den Boden mit Stickstoff anreichert. Alles wie geschaffen für meine Bedürfnisse. Das Ganze ist ein Versuch und hat noch einen vorrangigen anderen Grund. Ich habe es dort gesät, wo die Tomaten hin kamen. Die Esparsette soll den Boden unter den Tomaten bedecken, daß bei Regen der Boden nicht durch die Tropfen nach oben auf die Tomatenblätter gespritzt wird. Angeblich ist das der Hauptgrund für den Ausbruch von Braunfäule. Was man nicht alles probiert! Wenn sie die Fäule nicht eindämmt, so hat die Esparsette auf alle Fälle für den Boden selbst eine gute Wirkung.

Zucchini Ufokürbis (c ) by Joachim Wenk
Zucchini und Ufo-Kürbispflanzen

Zucchini (c) by Joachim Wenk
die erste Zucchini sind bald verzehrfertig

So schöne Tomaten hatte ich lange nicht mehr. Und so früh getragen haben sie auch schon lange nicht mehr. Toi toi toi, daß das gut geht dieses Jahr mit der Braunfäule!

Tomaten (c) by Joachim Wenk
Tomaten
Tomaten (c) by Joachim Wenk
Tomaten

Tomaten sollen durch ihren  Geruch den Kohlweißling vom Kohl abhalten. Naja, bisher habe ich da noch nie eine Wirkung gemerkt. Ich versuche es aber immer wieder.

Kohl und Winterlauch (c) by Joachim Wenk
Kohl und Winterlaug

Kartoffeln, Erbsen, Buschbohnen, Ackerbohnen, Wirsing, Blumenkohl, Inkagurken (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln, Erbsen, Buschbohnen, Ackerbohnen, Wirsing, Blumenkohl, Inkagurken

Erbsen, Baumspinat, Meerrettich, Melden und Stangenbohnen (c) by Joachim Wenk
Erbsen, Baumspinat, Meerrettich, Melden und Stangenbohnen hinterm Staudenbeet

Stangenbohne Blauhilde Rankzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne Blauhilde an ihrem Rankzelt

Zinien (c) by Joachim Wenk
Zinien



 Gemüsegarten in Mischkultur. Und ich habe wieder alle Pflanzen selbst ziehen können. Nichts ist zugekauft.

Gemüsegarten Mischkultur (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten in Mischkultur

Auch im Ziergarten wuchert und blüht es nach den Regentagen, daß es eine wahre Freude ist.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
so schön hat diese Staude glaube ich auch noch nie geblüht

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet
Spornblume und Zierlauch (c) by Joachim Wennk
jetzt blüht er der zierliche Zierlauch

Das Mäuerchenbeet von einer anderen  Seite. Das ist das Beet mit der rosa Rose „Empress Josephine“ die ich vor kurzem hier so aufwändig zu fotografieren versuchte. Die weiße Pfingstrose ist verblüht. Dafür blühen jetzt Geranien, Brandkraut, Storchschnabel und das lila-rote Kraut mit silbrigem Laub, dessen Name mir nicht bekannt ist. Rechts steht die winterharte Banane, die ihren dritten Sommer im Beet vorbereitet.

das Mäuerchenbeet

Die Iris und die Färberkamille erholen sich langsam von den Schnecken- Attacken. Die Iris wird dieses Jahr nicht mehr blühen denke ich. Ihren Blütenstängel haben die Schnecken total abgefressen. Die Färberkamille blüht länger und daher schmückt sie jetzt das Beet am Zaun.

Färberkamille und Iris (c) by Joachim Wenk
Färberkamille und Iris

Der Moosrose „Captain John Ingram“ hat der Regen nicht gut getan. Zumindest nicht den dicht gefüllten Blüten. Der erste Schwung Blüten war vor dem Regen schon abgeblüht. Ich habe die verblühten Blüten heraus geschnitten. Wenn es jetzt  wärmer wird und trocken, sieht sie wieder besser aus. Auch die gelbe Rose „Golden Celebration“ hat die erste Blüte hinter sich. Sie blüht aber ununterbrochen bis spät in den Herbst hinein. Dazwischen wuchert noch etwas ganz mächtig. Ein echt fieses Kraut! Aber ich bin gespannt auf die Blüten. Knospen sind überreich vorhanden. Die Farbskala in diesem Beet ist gelb-lila. Gut, die Geranien passen nicht dazu und ich werde sie auch nicht überwintern. Sie erleben  bereits mindestens ihren sechsten Sommer und man merkt, daß sie nun zu alt sind. Manche haben überhaupt keine Blüten und die anderen sehen nicht unbedingt frisch und munter aus. Außerdem nehmen sie im Überwinterungsraum viel zu viel Platz ein. Ich werde künftig jedes Jahr neue Pflanzen kaufen. Weil ich nicht täglich gießen kann und hier in ihrem Steintrog keine automatische Bewässerung, wie bei den anderen Kübelpflanzen, angeschlossen ist, sind Geranien für diese Stelle allerdings die erste Wahl. Sie vertragen Trockenheit.

Mossorose Captain  John Ingram (c) by Joachim Wenk
Moosrose, Geranien, gelbe Rose

Ach so ja, ich bin abgeschweift. Manch einer möchte sicher wissen, was das für ein fieses Kraut mit ach so vielen Knospen ist. Lila wird es blühen, passend zum Beet. Hier seht ihr eine der drei Pflanzen, die ich im Herbst aus Samen gezogen habe. Ein Versuch und ich hoffe, dass ich es nicht bereue. Ich habe fest vor, alles Verblühte abzuschneiden, bevor es in Samen geht. Drückt mir mal die Daumen, daß ich es auch mache. Sonst kann ich nächstes Jahr das Beet vergessen. Aber die Blüte wird sicher prächtig.

Habt ihr es schon erkannt? Genau, es sind ganz normale Disteln mit wirklich fiesen Stacheln. Ich habe sie letztes Jahr beim Gassigehen am Wegrand  blühen sehen.

Im Demeter Gartenrundbrief las ich vor ein paar Monaten dann auch noch schmumzelnd, wie toll diese Pflanzen sind und dass man sie eigentlich mehr schützen sollte und nicht einfach ausreißen. Sie liefern Nahrung für so viele Tiere. Also, wer sagt es denn.

Disteln (c) by Joachim Wenk
wilde Disteln 

 Im Beet mit dem Wurmhumus wuchert es weiter. Der Lavendel war in den Jahren davor nie (!) so prächtig, ganz zu schweigen von dem Kissen griechischen Oreganos. Beides Überbleibsel vom ursprünglichen Kräuterbeet hier.

Lavendel, griechischer Oregano, Zitronenmelisse, Natternkopf und Spornblume unterm Khaki-Baum (c) by Joachim Wenk
Lavendel, griechischer Oregano, Zitronenmelisse, Natternkopf und Spornblume unterm Khaki-Baum

Ein Ableger meiner Seerose wächst auch mal bestens. Auch ihn habe ich im Frühjahr umgetopft. Das tat ihm wohl gut. So klein kann sie auch sein,die Zwergseerose.

Zwergseerose im Blumenkübel (c) by Joachim Wenk
Zwergseerose im Blumenkübel 

 Wenn man ihr aber mehr Platz gibt und einen größern Gitterkorb für die Wurzeln, so wächst sie und wächst und wächst. Dann nimmt sie auch schnellstens ihr neues Becken ein. Unser extra für sie in die neuen Wege integriertes Seerosenbecken am halbrunden Platz vor dem Gärtnerzimmer mit Palmenhaus.

Zwei große Kanalrohre wurden extra in die Erde eingelassen. Sehen tut man nur eines, das andere ist unter der  Erde. Vorne ist der Überlauf ersichtlich. Überschüssiges Regenwasser kann so ins Gulli fließen. Im Herbst brauche ich nur das Rohr nach oben weg zu ziehen und dann läuft das Becken leer. Die Seerose kann zum Überwintern frostfrei gestellt werden. Weil sie hier jetzt richtig viel Wasser um sich hat, brauche ich sie wohl erst sehr spät im Jahr heraus zu holen. So schnell friert das Becken nicht zu. Und weil es eben heute bedeckt und regnerisch ist, sind die schönen gelben Blüten auch geschlossen. Die macht es besser als die Moosrose. Sie lässt sich ihren Blütenschmuck nicht so einfach verregnen.

Seerose im Kanalrohrbecken (c) by Joachim Wenk
Seerose im Kanalrohrbecken 

die Blumen blühen, das Gemüse wächst und das Wegeprojekt neigt sich dem Ende zu

Unter den Stauden und Bäumen ist der Boden noch immer staubtrocken!

Viel geregnet hat es schließlich auch noch nicht bei uns. Nur recht kalt ist es geworden. Zum Unkrautrupfen am Samstag hatte ich zwei Jacken übereinander an. Und beim Durchforsten der Staudenbeete stellte ich zweierlei fest:

Einmal hat es mich sehr gefreut, wie rasch ich mit allen Beeten fertig war. Die Stauden sind so groß und kräftig gewachsen, daß sie beinahe überall den Boden bedecken. Und da wächst so gut wie kein Unkraut. Nur die Winden schlängeln sich aus dieser Dunkelheit nach oben ins Licht.

Zum Anderen, und das ist weniger erfreulich, merkte ich, daß unter den Stauden der Boden so trocken ist, als hätte es nicht geregnet.  Und da spreche ich nicht nur von riesigen Horsten der Stockrosen oder des Storchschnabels. Nein! Da genügt schon ein Blatt wie hier von der Staudenclematis und darunter bleibt es trocken. Also recht ergiebig war der Regen wirklich noch nicht. Zusammengerechnet in dieser Regenperiode waren es deutlich unter 10l/qm, verteilt auf ein paar Tage.

Aber kommen wir zu den eigentlichen Hauptdarstellern in den Beeten. Die Stauden. Bei den Rosen ist der Anblick im Moment, ob der vielen Blüten, die ihren Höhepunkt hinter sich haben, nicht so schön. Da muß ich noch weiter Verblühtes rausnehmen.

Dagegen sind die Staudenclematis gerade aufgeblüht. Drei verschieden Sorten (Clematis integrifolia) habe ich im Herbst in die Beete gesetzt. Einfach aus Neugier, wie diese Clematisart wohl ist. Sie ranken nicht und bilden nur – je nach Sorte unterschiedlich hohe, Büschel an Einzeltrieben. Da meine ja noch sehr jung sind, haben die beiden größeren bislang nur je zwei solche Triebe. Jeder gekrönt mit einer hübschen Glocke von Blüte. Die dritte Staudenclematis ist eine deutlich zierlichere Art. Im Frühjahr dachte ich lange, sie hat den Winter nicht überlebt. Die anderen beiden begannen zu wachsen und bei der kleinen sah man nicht einmal mehr genau, wo sie stehen sollte. Und irgendwann kamen doch die ersten zarten Spitzen durch die Erdkruste. Sie hat ein kleines Büschel an wirklich sehr zarten und noch niedrigen Trieben ins Beet gestellt, die aber noch nicht blühen. Vielleicht kommt das ja noch.

Die Blüte hier ist von der größten Art (etwa 40cm hoch)  in meinem Beeten.

Blüte Staudenclematis (c) by Joachim Wenk
Blüte Staudenclematis

Clematis  integrifolia, Staudenclematis (c) by Joachim Wenk
Staudenclematis, Clematis integrifolia

Neben dieser Clematis steht das gelbe Brandkraut. Wenn die beiden einmal größere Bestände bilden, wird das sicher eine schöne Farbkombination.

Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Brandkraut

Die Pfingstrosen sind mittlerweile entweder verblüht oder vom ach so geringen Regen geschädigt. Die gefüllten Blüten können Regen nicht gut vertragen. Hier am Zaun machen sie aber dennoch eine guten Eindruck. Da mußte ich extra den Garten verlassen, um sie fotografieren zu können. Scheinbar genießen sie die tolle Aussicht und blicken deshalb Richtung Weiher anstatt in meine Richtung.

rosa Pfingstrosen (c) by Joachim Wenk
rosa Pfingstrosen

Zum Geburtstag bekam ich von einer ganz lieben Freundin diesen Topf mit Lilien. Die standen bereits  so prächtig in Knospe und wir waren mitten in den glühend  heißen Tagen Anfang Juni. Also beschloss ich mich, sie im Topf zu lassen. Das heißt, ich habe sie in einen etwas größeren Topf gepflanzt und bei den Kübelpflanzen an die Bewässerung angeschlossen. Hier kommen keinen Schnecken hin, hier haben sie zweimal am Tag Wasser und hier sind scheinbar die so lästigen Lilienhähnchen noch nicht. Die Lilien in den Beeten zerfressen sie radikal.

Jetzt kann ich mich ganz nah und ganz direkt an diesen wunderbaren Blüten erfreuen und bei jedem Gang entlang der Kübelpflanzen atme ich den schweren und süßen Duft der Lilien.

Lilien im Topf (c) by Joachim Wenk
Lilien im Topf

Der Gemüsegarten hat sich über den Regen gefreut. Hoffentlich auch die Kartoffeln und die Tomaten. Nicht, dass die gleich wieder die  Braunfäule bekommen!

Tomaten, Zuchini und Ufo-Kürbis (c) by Joachim Wenk
Tomaten, Zuchini und Ufo-Kürbis

Kohl, Lauch, Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Kohl, Lauch, Kartoffeln
Der Baumspinat hat ewig gebraucht, bis er jetzt langsam wächst. Die Melde in Rot und Gelb steht erstklassig im Beet und diente schon für etliche Smoothies. Davor am Rankgitter stehen Gurken. Die lassen sich Zeit, unfassbar. Jetzt glaube ich, werden sie wachsen. Sie müssen, wegen Platzmangel dieses Jahr senkrecht nach oben. Dass sie gemütlich am Boden herumkriechen können,  habe ich nicht genügend Platz. 
Und zwischen Baumspinat und Gurken fängt auch erst jetzt richtig an zu wachsen, mein geliebter Meerrettich. 

Baumspinat, Meerrettich, Gurken, Melde und Stangenbohnen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat, Meerrettich, Gurken, Melde und Stangenbohnen. 
Wirsing macht sich ganz gut. Allerdings untergräbt der Maulwurf im Gemüsegarten die Pflanzen an den unterschiedlichen Stellen und schmeißt sie um. So auch hier den Wirsing. Leider helfen weder Geräuschmacher noch die Stinktabletten, die ich in die Erde vergraben habe, den Wühler zu vertreiben. 
Rechts neben dem Wirsing stehen Buschbohnen. Ich habe sie immer ein einer durchgehenden Reihe gesät. Jetzt las ich auf der Tüte, dass man auch in „Horstsaat“ zu je etwa 4-7 Korn sähen kann. Die Idee gefiel mir. Vielleicht ist die Ernte dann einfacher und vielleicht stützen sie sich so gegenseitig besser. 
Nachdem ich einige Sorten probierte, habe ich mich für die Sorte  Sanguigno entschieden. Manche Bohnen waren wirklich ganz zarte runde Böhnchen. Aber die Zartheit begeisterte auch die Schnecken. Andere trugen sehr wenig. Dann fand ich bereits im letzten Jahr diese Sorte im Katalog. Die Beschreibung begeisterte mich total, weil alle Eigenschaften zu einhundert Prozent zu mir passen. Und sie hat sich letztes Jahr bewährt. Sie wuchs kräftig und damit hatte sie eine Chance gegen Schnecken. Die breiten Bohnen waren reichlich vorhanden und wurden nicht holzig/fadig. Was ich nicht probieren konnte, war das Hängenlassen einiger Schoten. Sie hätte ich dann im dürren Zustand geerntet, wegen der Kerne. Bei mir war das Erntefenster nicht lang, aber das lag wohl an der kurzen Kulturzeit, weil dann doch die Schnecken großen Schaden anrichteten. 
Wichtig für mich ist ja auch die Trockenheitstoleranz. 
Und ganz wichtig für einen Hausgärtner und Selbstversorger, wie ich es bin, ist die Eigenschaft, daß nicht alle Bohnen auf einmal reif werden. Damit wäre dann Schluß mit weiteren Bohnen. Wichtig ist aber, daß immer wieder Bohnen reif werden.Das ist charakteristisch für Haus- und „Marktgärtnersorten“. Liest man bei einer Sorte „Industriesorte“ so  hat man eine Sorte, egal ob bei Tomaten oder Bohnen etc. die die komplette  Ernte auf einen Schlag reif werden lässt. Dann muß auch auf einmal geerntet werden.  Für die Industrie optimal (für Konserven, Tiefkühlkost etc. ) für den Gärtner am Markt, der wöchentlich eine Ernte braucht, genau wie für den Hausgärtner aber nicht.  Daher auch immer auf die Bezeichnung achten! 
Genial finde ich auch die Tatsache, daß man sie ganz normal als Buschbohne (Hülse) ernten kann. Hat man dann gerade zu viele Bohnen und lässt sie einfach hängen, kann man sie Ernten und nur die noch grünen Kerne verwenden und wenn man dann noch immer keine Zeit zum Ernten hat, lässt man sie wieder hängen und erntet sie dann als Trockenbohne. Genial oder? 
Und so lautet die Beschreibung im Bingenheimer Saatgutkatalog. Sie ist auch eine samenechte Sorte. Man kann also fürs nächste Jahr selbst wieder Bohnen beiseite legen. 


„Sanguigno

Wüchsige Buschbohne mit breiten, flachen, hellgrün-rot geflammten Hülsen die beim Kochen grün werden. Hülsenlänge 10 – 15 cm. Gesund, robust und trockenheitstolerant. Vielseitige, wuchsfreudige Haus- und Marktgärtnersorte (Sortimentserweiterung). Ausreichender Standraum und Anhäufeln empfohlen. Sehr langes Erntefenster. Kann sowohl frisch als Hülse als auch halbreif als Auskernbohne oder reif als Trockenbohne verzehrt werden. Die aromatischen Hülsen bleiben auch in leicht überständigem Zustand zart und werden nicht fädig. Hervorragender Geschmack und gute Bekömmlichkeit.“

Zurück zum Bild.  Rechts neben den Bohnen zwei Blumenkohl und am Rankzelt Inkagurken, die leider von der vielbeschriebenen Wuchskraft bei mir (noch?) nichts zeigen.

Wirsing, Buschbohne, Blumenkohl, Inkagurke (c) by Joachim Wenk
Wirsing, Buschbohne, Blumenkohl, Inkagurke

Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Zwiebeln, Sellerie, Lauch, Wirsing (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Zwiebeln, Sellerie, Lauch, Wirsing
Unser Hausbaum hat eine passende Umrahmung bekommen. Die Steine dienen ganz praktisch auch gleich als Mähkante und das Gras wächst nicht mehr unkontrolliert auf die Baumscheibe.  
Hausbaum in der Wiese (c) by Joachim Wenk
Hausbaum in der Wiese

Der beleuchtete Brunnen plätschert endlich auch wieder. Dieses Mal haben wir ihn optisch deutlich ansprechender verwenden können.

beleuchteter Brunnen im Kiesbett (c ) by Joachim Wenk
beleuchteter Brunnen im Kiesbett

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
die letzten Randsteine sind gesetzt

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
um das Fliederbeet herum und auf die Terrasse führt der letzte Wegabschnitt

neue Gartenwege (c) by Joachim Wenk
Arbeit für das Wochenende: Split verteilen und dann pflastern

Erinnert ihr euch noch ans Frühjahr und meine Kapern oder den Stechapfel?

Ich muß schon seit Wochen immer wieder daran denken, daß da noch eine Sache am Laufen ist, über die ich seit Langem nichts mehr geschrieben habe.

Zu Beginn des Jahres berichtete ich über den wilden Stechapfel und dass ich aus den etliche Jahre alten Samen versuchen werde, wieder eine Pflanze zu bekommen. (Bericht vom Frühjahr steht hier  Stechapfel)

Nun ja drei Samen keimten, ich zog die Pflänzchen groß und dann geschah genau das, was immer geschieht, wenn ich etwas auspflanze. Bis zum nächsten Tag waren zwei von den dreien weggefressen von den Schnecken. Die dritte ist noch immer daran sich zu erholen. Ihr seht sie im Bild mit Schneckenkragen. Hoffentlich schafft sie es noch bis zur Blüte.

Stechapfel im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Stechapfel im Staudenbeet

Ebenfalls im Frühjahr berichtete ich über meine Erfahrung mit Kapern und dass ich mir habe Samen schicken lassen (hier geht es zum Bericht über Kapern . Diese wurden, wie beschrieben, in warmem Wasser eingeweicht, dann über viele Wochen im Kühlschrank gelagert und schließlich gesät.

Nichts ging auf. Ich kippte dann frustriert noch die restlichen Samen aus der Tüte auf die Erde und lies aber das Saatschälchen einfach im Wohnzimmer zugedeckt stehen.

Was soll ich sagen, es tut sich was! Ob das mal ein Kapernstrauch wird?

Kapernkeimling (c) by Joachim Wenk
Kapernkeimling

Ihr seht also, ich vergesse nicht über das Angefangene weiter zu berichten. Nur manchmal tut sich eben nicht viel und von Erfolgen berichten ist dann auch nicht möglich. Aber ich habe es immer im Hinterkopf und halte euch auf dem Laufenden über das, was ich so anfange.

Endlich habe ich auch einmal richtige Kugeln im Gemüsegarten

Vergangenen Samstag hatten wir doch wieder Erwarten noch vor dem Geburtstag Zeit,  einen Baumarkt aufzusuchen. Beim Schländern durch die Gänge der Gartenabteilung, findet man immer wieder etwas, das man noch nicht hat und eigentlich schon immer bräuchte. Scheinbar sollte es so sein, daß wir uns begegnen – die Buchs-Schere und ich.

Das ist ein wahrlich praktisches Teil. Und scheinbar sollte es wohl auch so sein, daß ich noch nicht dazu kam, meine Buchs-Kugeln im Gemüsegarten zu frisieren. Jetzt endlich habe ich einmal Kugeln. Den Buchs habe ich aus Stecklingen, die damals noch meine Oma im Park (nach dem Heckenschnitt) mitnahm gezogen. Oma ist seit über 15 Jahren tot. Das heißt die Buchse sind mindestens 16 Jahre alt. Eher 18 der gar 20. Bis etwa 2009 standen sie im Hinterhof in Töpfen, dann kamen sie in den Gemüsegarten auf meinem Feld und dann 2012 in unseren richtigen Garten, wo sie hoffentlich noch lange stehen können.

Buchskugeln im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch frisierte Buchs-Kugeln im Gemüsegarten

Buchsschere (c) by Joachim Wenk
die neue Buchs-Schere

Zusammen mit meinen Gemüsesamen orderte ich im Frühjahr auch ein Päckchen Samen vom Seidenmohn. Vor allem wohl, wegen dem Hinweises, daß er wenig durch Schnecken gefährdet ist.

Die Samen gingen ordentlich auf und überall pflanzte ich Mohnpflänzchen. Einige fielen dann doch der Übermacht der Schnecken zum Opfer. Gleichwohl war zu erkennen, daß er nicht unbedingt zur Leibspeise gehört, weil viele verschont blieben, während daneben alles weggefressen wurde.

Jetzt fängt der Seidenmohn an zu blühen und erfreut meine Gärtnerseele. Und wieder mache ich eine Beobachtung. Die Pflänzchen sind überall in etwa gleich groß. Eher zierlich gebaut. Aber im neuen Staudenbeet, das mit Wurmhumus vor dem Bepflanzen versorgt wurde, sieht die Mohnpflanze ganz anders aus. Sehr kräftig, gedrungen und voller Lebenskraft. Vielleicht könnt ihr das sogar auch am Foto erkennen.

Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Seidenmohn 

Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Seidenmohn 

Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
und hier der Seidenmohn mit Wurmhumusdüngung

Mein Staudenbeet bereitet mir dieses Jahr wirklich große Freude. Es blüht immer etwas und das bereits seit den ersten Frühlingsblühern. So wollte ich es haben. Und das Blühen hat auch noch lange kein  Ende, stehen doch  einige Stauden darin, deren Blüte erst noch beginnen wird.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet

Und auch meine so geliebten Fingerhüte kommen dieses Jahr an etlichen Stellen im Garten zur Blüte. hier im lichten Schatten unter der Walnuß. Davor die schön entwickelten Stockrosen, auf derer Blüten ich besonders gespannt bin. Weiß ich doch nicht, welche Farbe sie haben werden. Rechts in der Ecke wappnet sich der weiße Eisenhut mit seinen Blütenkerzen schon zum großen Auftritt.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet

Spornblumen habe ich auch zum ersten mal in meinem Leben. Sie haben mich schon jetzt überzeugt. Reiche Blüte und kein Schneckenfutter. Ein wenig darin versteckt blüht der zierlichste Zierlauch, den ich habe.

Spornblume Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Spornblume und Zierlauch

Die Seerose in ihrem neuen Becken genießt das warme Wasser und die Sonne sichtlich. Die erste Blüte ist offen. Aber nur bei Sonnenschein und tagsüber. Am Nachmittag beginnt sie sich zu schließen und ruht dann bis zum nächsten Vormittag. Jetzt habe ich sie einmal bei vollem Sonnenschein abgelichtet.  Normal ist das grelle Sonnenlicht zur Mittagszeit nicht geeignet, Blüten zu fotografieren. Hier aber finde ich es dann doch passend.

Seerosenblüte (c) by Joachim Wenk
Seerosenblüte

 Zierwert haben aber nicht nur  Blüten. Auch wenn ich vor ein paar Tagen noch die hübschen lila Blüten der Blauwschokker-Erbse hier präsentierte. Jetzt sind die Schoten daran. Die machen sich in ihrem dunklen und kräftigen Lila doch auch ganz gut. Die Erbsen in ihnen sind grasgrün, so wie man es von Erbsen erwartet.

Schoten der Blauwschokker-Erbse (c) by Joachim Wenk
Schoten der Blauwschokker-Erbse

Etwas fürs Auge und vor allem für den Bauch ist die erste etwas üppigere Erdbeerernte. Köstlich!

frische Erdbeeren (c) by Joachim Wenk
frische Erdbeeren
Bei angenehmen Temperaturen von etwa 25°C machen wir weiter mit dem Wege- und Terrassenprojekt. 
Wenn man so am Arbeiten ist, wird man leicht übermütig und entschließt sich zu noch mehr Arbeit. 
Jetzt, da wir doch die schönen Granitsteine hier haben, könnte man doch um den Hausbaum in der Mitte des Rasens auch eine Mähkante basteln. Dann wuchert das Gras nicht so unschön um den Stamm und die darunter gepflanzten Stauden oder andere Pflanzen bleiben unkrautfrei. 
Mann ist das trocken bei uns. Mit dem Spaten komme ich fast nicht in die Erde und das, was ich dann abschabe, rieselt einem durch die Finger. So trocken wie Vogelsand, frisch aus der Tüte, ist der Aushub. 
Von unserem Buchsschnitt habe ich auch zwei Topfplatten voll mit Stecklingen gemacht. Hoffentlich bewurzeln viele von ihnen. Dann können wir innerhalb der Graniteinfassung eine niedrige Buchshecke um dem Baum anlegen. 
Hausbaum Einfassung (c) by Joachim Wenk
angezeichnet mit Sand… 

Hausbaum Einfassung (c) by Joachim Wenk
…und dann sauber ausgestochen. 
Total ausgetrocknete Lehmerde ist der Traum einer jeder Schaufel oder des Spatens. Vom Gärtner ganz zu schweigen. Oder seid ihr da anderer Meinung? 
Jedenfalls mußte ich auch hier Zentimeter für Zentimeter abkratzen. Das wird der neue Standort für unseren beleuchteten Brunne. Da kommt er sicher besser zur Geltung als bisher. Und wir können ihn von der Terrasse aus sehen. 
Die Terrasse vor dem Haus macht auch Fortschritte. Die Dreinage, auch hinter den Stelen im  Beet, ist verlegt oder vorbereitet. Die Umrandung steht. Jetzt muß die ganze große flache Wanne nur noch mit Split gefüllt werden. Dann können die Pflastersteine verlegt werden. 
Terrasse vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Terrasse vor dem Haus – Umrandung für Pflastersteine ist gesetzt

Terrasse vor dem Haus (c) by Joachim Wenk
Terrasse vor dem Haus , von der Haustür aus gesehen

Blüten wohin man sieht, sogar der Walnußbaum blüht über und über und riecht ganz betörend

Ein sehr heißes, trockenes,arbeitsames sowie faules Wochenende liegt nun wieder hinter uns.

Arbeitsam am Samstag und faul am Sonntag.

Am Samstag haben wir mit dem Wege- und Terrassenprojekt weiter gemacht.  Das ging so flott, daß wir vor der Geburtstagsfeier meiner Schwägerin sogar noch Zeit hatten, in den Baumarkt zu fahren.

Am Sonntag beschränkte sich meine ganze Gartenarbeit dann auf das Gießen. Den ganzen Tag habe ich nichts anderes gemacht als mit dem Schlauch vor den Beeten zu stehen. Stunde um Stunde. Es ist Wahnsinn, wie trocken alles ist. Mein einer Walnußbaum lässt die Blätter und Äste derart hängen, daß sogar zu meinem größten Schrecken das Meisenhäuschen heruntergefallen ist. Das hing dort seit ein paar Jahren und gottseidank ist die erste Generation bereits ausgeflogen.

So standen die beiden Tage also eher im Zeichen des Faulenzens und Betrachtens. Es gibt ja auch genug zu sehen. Oder zu genießen. Am Sonntag Mittag beim Grillen unter der Haselnuß war es einfach nur schön und entspannt. Ein leichter mit Blüten-Duft geschwängerter Luftzug erfrischte uns und den Besuch. Die frisch geernteten Erdbeeren  zum Vanilleeis waren traumhaft. Dafür, genau dafür habe ich eigentlich den Garten auch.

Jetzt also auch für euch ein paar der frühsommerlichen Garteneindrücke und Einblicke:

Der Rambler Paul’s Himalayan Musk im Walnußbaum blüht und beduftet den Gemüsegarten. Mittlerweile hängen die Blütentriebe auch schon ganz malerisch und verträumt aus der Baumkrone heraus. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

Ramblerrose Pauls Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Pauls  Himalyan Musk im Walnußbaum

Ramblerrose Pauls Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose im Walnußbaum

Zu Füßen vom Walnussbaum blüht die hellrosa Pfingstrose, untermalt von den grüngelben Blüten des Frauenmantels. Und zum ersten Mal mischen dieses Jahr die hellblauen Blüten vom Storchschnabel mit.

Pfingstrose, Frauenmantel, Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Pfingstrose, Frauenmantel und Storchschnabel

Im selben Beet fand ich noch eine verträumte Komposition mit Frauenmantel. Hier begleitet er die weiße Jacques Cartier.

Rose Jacques Cartier Frauenmantel (c) by Joachim Wenk
Frauenmantel und Rose Jacques Cartier

Ich muß schon sagen, so langsam wird mein Garten so, wie ich es mir vorstelle. Diese schönen  Szenen, nicht geplant sondern einfach entstanden, werden mehr. Genau das finde ich so entzückend.
Die Fingerhutblüte hat sich durch den Zaun gereckt. Sicher um besser gesehen und gebührend bewundert zu werden.

Fingerhut (c) by Joachim Wenk
Fingerhut
Hier in dem Beet hatte ich meine Kräuter stehen. Da die Erde aber zum größten Teil aus Steinen und uraltem Bauschutt bestand, wuchs nichts so richtig gut. Jetzt haben wir mit dem Bagger ein paar Baggerschaufeln dieser Schutterde entsorgt und mit Erdaushub von den Wegen getauscht. Aus dem Kräuterbeet ist ein Staudenbeet mit Obstbaum und ein paar restlichen Kräutern geworden. Der Baum ist eine Khaki, die dem Wegeprojekt weichen mußte und hier schon wieder gut angewachsen ist. Mir fällt auf, daß in dem Beet jetzt plötzlich die Stauden sehr gut wachsen, sehr gesund und kräftig sind und auch die Kräuter, die noch dort blieben deutlich anders wachsen als die Jahre davor. 
Ich glaube den Grund zu kennen und werde das auch an anderen Stellen im Garten sehr aufmerksam beobachten. Vor der Neubepflanzung hatte ich auf der  Fläche eine Schale frischen Wurmhumus aus der Wurmfarm verteilt und oberflächlich in den Boden eingearbeitet. 
Das wäre ja fantastisch, wenn der  Wurmhumus tatsächlich eine derart positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum hätte. Dann würden die Lobhudeleien aus der Literatur tatsächlich stimmen. 
Auch im Gemüsegarten habe ich bei manchen Starkzehrer-Reihen Wurmhmus vor dem Pflanzen eingearbeitet. Ich behalte das genau im Auge, ob ich auch dort eine so deutlich positive Wirkung wahrnehmen kann. 
Unter der Khaki blühen gerade der blau-lila Natternkopf und die rote Spornblume. 
Natternkopf und Spornblume (c) by Joachim Wenk
neues Staudenbeet unter dem Khakibaum

blauer Natternkopf und rote Spornblume  (c) by Joahchim Wenk
blauer Natternkopf und rote Spornblume

Diese cremefarbene Färberkamille hat den passenden Standort. Trocken und heiß ist es, das liebt sie. Daneben der dunkel-pink-farbene Cystus, dessen Blätter in der Hitze der Sonne sehr würzig duften.

Cystus und Färberkamille (c) by Joachim Wenk
pinfarbener Cystus und cremefarbene Färberkamille

Neben all den großen und prächtige Stauden lohnt aber immer auch ein Blick zu den Kleinen und Unscheinbaren. Der Dachwurz hat sich ebenfalls mit aparten rosa Blüten geschmückt.

blühender Dachwurz (c) by Joachim Wenk
blühender Dachwurz

 Abends noch haben wir einmal ganz neugierig die Blätter beiseite geschoben um nach Bütenknospen Ausschau zu halten. Am nächsten Morgen war sie bereits über dem Wasser zu sehen, die erste Knospe der Seerose in diesem Jahr.

Seerose mit Knospe (c) by Joachim Wenk
Seerose  mit Knospe

Ach ja, eine kosmetische Tätigkeit fällt mir allerdings noch ein, die am Samstag unbedingt noch erledigt werden musste. Die Frühlingsblumenwiese hat mich langsam aufgeregt in ihren Ausmaßen. Ans Staudenbeet kam ich nicht ran und die Vogeltränke hat man kaum mehr sehen können. Die Tulpen und Narzissen habe mittlerweile das Laub eingezogen und so kamen die Motorsense und dann noch der Rasenmäher zum Einsatz.

Staudenbeet und Vogeltränke (c) by Joachim Wenk
die Wiese ist weg, man sieht Vogeltränke und Stauden endlich wieder in ihrer vollen Pracht
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
so hat es noch die Tage zuvor ausgesehen

Im Gemüsegarten gibt es nichts Neues. Außer dem Gießen oder Erdbeeren ernten habe ich dort auch nichts weiter gemacht. Die erste Zucchini blüht, die Ananaskirschen im Gewächshaus habe die ersten Blütchen und die Tomaten hängen vielversprechend an den Pflanzen.

Der Goldmohn ist einfach im Gewächshaus gekeimt und blüht jetzt dort. Ich weiß nicht woher er kam, hatte ich doch, was mir bewusst ist,  nie welchen im Garten.

Der dunkelrot gefärbte Basilikum ist nicht nur für die Nase und dann sicher auch für den Gaumen ein Genuß, nein er erfreut auch das Auge.

Die Frühkartoffeln mußte ich bereits wieder mit Schnüren im Beet halten, damit die Wege begehbar bleiben. Im Bild unten rechts sind die beiden Kartoffelkübel.  Der Kübel, den ich zuerst, Anfang April bepflanzte scheint sich schon langsam für die Ernte fertig zu machen.

Und die Blauwschokker-Erbsen blühen mittlerweile auch.

Bilder aus dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Potpourri aus dem Genmüegarten

Diejenigen unter euch, die das Wege- und Terrassenprojekt bisher aufmerksam verfolgen, sind sicher gespannt, was wir weiter gemacht haben.

Die Einfassung des Fliederbeetes und gleichzeitig Abstützung des Hanges ist nun fertig. Hier haben wir Granitstelen verwendet. Passend zu den Granitquadern, die als Wegbegrenzungen dienen.  Wenn die Noppenfolie restlich verlegt und die Drainage angeschlossen ist, kann ich anfangen, Erde auf zu füllen.

Einfassung für Beet und Weg aus Granitstelen (c) by Joachim Wenk
Einfassung für Beet und Weg

Empress Josephine oder, aus welcher Perspektive nähere ich mich einer Kaiserin

Empress Josephine, eine Gallica-Rose ist heute meine stumme Darstellerin, mein Modell anhand dessen ich euch einmal etwas zeigen möchte.

Wie wichtig ist die Perspektive, aus der man seinen Garten oder seine Blumen fotografiert.

Empress-Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress-Josephine

Ich habe also diese ganz entzückende, leicht zerwuselt erscheinende rosa Rose. Die muß ich euch zeigen, das ist klar.

Aber rechts neben ihr liegen die ockerbraunen abgestorbenen Blätter der Waldhyazinthe, die sich bereits bis zum nächsten Jahr wieder verkrochen hat. Auf den zerfressenen Blättern auch noch Nacktschnecken. Das soll nicht aufs Foto.

Hinter der Rose die kläglichen und auch braunen, abgestorbenen Überreste meines winterharten Eukalyptus. Naja winterhart möchte ich jetzt nicht zu sehr betonen, von 150cm hohen buschigen Strauch war alles erfohren. Ich stutze ihn auf 30cm zürück und er treibt wieder, sieht aber im Moment nach nichts aus. Das soll nicht aufs Foto.

Vor der Rose liegen  ein paar Tonnen Split, den wir für das Pflastern demnächst brauchen. Sollen die etwa mit aufs Foto? Nein.

Hinter dem Beet steht noch die mittlerweile sehr hohe und ungepflegt aussehende Wiese von der Blumenwiese im Frühling. Soll…?  NEIN!

Männo, dann zeige ich euch eben die Rose nicht! Doch! denn ich will.

Also erstens runter auf die Knie, Handydisplay vors Gesicht und den passenden Ausschnitt suchen. Mehr nach links, oder etwas noch oben. Nein, die grauen Steine der Beetmauer müssen im Foto angedeutet sein, das macht sich gut zu den zarten Rosenblüten. Gut. Nun noch irgendwie ein bisschen schwenken, von dem Blau meines großen Storchschnabels muß auch  noch etwas aufs Bild. Blau und Rosa ist genial! Im Vordergrund spitzt etwas vom helleren Blau der Katzenminze durch. Jetzt ist es perfekt. Ups, zu weit nach unten gekommen, man sieht den Split im unteren Bildrand und ganz hinten ist es zu dunkel, weil die grüne Hecke zu sehen ist. Besser mehr von unten nach oben fotografieren, daß der helle Himmel ganz ganz weit hinten durchleuchtet.  Noch einen Versuch, und es passt perfekt.

Kein Nacktschneck, nichts Verwildertes oder Abgestorbenes ist zu sehen.

Bitte schön, jetzt könnt ihr mit mir die Kaiserin Josephine bewundern. Und eure Phantasie kreiert automatisch eine herrlich romantischen Garten außen herum. Ob der da ist oder nicht, spielt im Moment gar keine Rolle.

Und damit ihr mir leichter glauben könnt, was ich hier so schreibe, will ich es anhand anderer Fotos zeigen.

Beim Gartenrundgang die ausgesprochen schöne Josephine entdeckt und fotografisch festgehalten.

Empress-Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress-Josephine 

Und was halte ihr von der Wildwiese, dem erfrorenen Eukalyptus, dem abgestorbenen Waldhyazintenlaub oder dem Splithaufen? Jetzt versteht ihr, was ich meine.

Aber Achtung. Split ist an sich ja nichts Scheußliches. Der graue Split mit rosa Blüten müsste doch gut aussehen. Stimmt. Die selben drei Blüten, wie auf dem Foto oben. Nur eine andere Perspektive.

Empress-Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress-Josephine 

Auch wenn man eine gute Perspektive gefunden hat, ist die Arbeit noch nicht getan. Ein Blick aufs Display hilft weiter. Im Bild oben ist die obere Blüte angeschnitten. Ich finde hier passt das Gleichgewicht nicht. Lieber die untere Blüte etwas anschneiden und die obere Blüte ganz auf das Bild. Sieht gleich harmonischer aus, oder?

Empress-Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress-Josephine 
Empress-Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress-Josephine 

Gar nicht so leicht, diese stimmungsvollen Fotos selbst hin zu bekommen, die in den Magazinen oft ja zu Hauf erscheinen. Aber es ist möglich. Der eigene Garten in Magazinqualität, da denkt sich dann eben MEINE Phantasie wieder etwas dazu, einen Artikel über meinen Garten oder so etwas in der Richtung. Gut dass wir alle unsere Phantasie haben, die uns die Welt ergänzt und noch schöner macht.

Die Fotos hier sind übrigens binnen dreier Tage entstanden. Für ein schönes Foto sind neben der Perspektive noch viele andere Dinge wichtig. Die optimal aufgeblühten oder eben noch nicht aufgeblühten Blüten und ganz enorm wichtig auch das Licht. Aber wenn man es immer wieder probiert, klappt das schon mal.

Leider habe ich ja gar keine Kamera, sondern muß mich auf mein Handy verlassen und dessen manchmal sehr offensichtliche Nachbearbeitung der Fotos. Dabei kommen sehr oft die Farben nicht mehr so raus, wie sie sind und wie sie im Display angezeigt wurden. Vor dem Auslösen sehr schön, nach dem Auslösen und speichern verfälscht. Schlimm vor allem beim Rot-Lila der Rosen, beim zartesten weiß-rosa der Ramlberrose und auch sonst immer wieder. Also heißt es hier erst recht, wieder und wieder probieren, bis ein Bild dabei ist, das einfach passt.

Mein Opa hätte gesagt, „ja, ja, ein blindes Huhn findet ab und an auch einmal ein Korn“. Aber ganz so ist es ja dann doch nicht. Ein wenig aktiv bin ich an der Fotoqualität, trotz Handy, schon beteiligt.

Na und dann habe ich hier noch eine ganz andere Perspektive. Die dient eher der Übersicht und Orieniterumg im Garten für nicht-ortskundige.  Da wirken die Blumen aber alle nicht und dann diese ungepflegte Wiese oder der Splithaufen. Ganz zu schweigen von den Mülleimern. Ich werde das mal verfolgen, ob ich aus dieser Perspektive zu einem passenden Moment auch ein schönes Foto hinbekomme.

Jedenfalls seht ihr hier ganz schön das Umfeld der Kaiserin Josepine.

wuchernde Stauden im Beet (c) by Joachim Wenk
wuchernde Stauden im Beet

Da ist einiges schon ein bisschen zu arg gewuchert. Wie etwa der deutsche Bertram, der sich von selbst wieder ausgesät hat. An weißen  kamilleähnlichen Blüten mangelt es hier jedenfalls nicht. 

deutscher Bertram , blauer Storchschnabel und rote Weigelie (c) by Joachim Wenk
deutscher Bertram , blauer Storchschnabel und rote Weigelie
deutscher Bertram , blauer Storchschnabel und rote Weigelie (c) by Joachim Wenk
deutscher Bertram , blauer Storchschnabel und rote Weigelie

Kohlrabi versus Diätkohlrabi, Diät-Salat versus Null-Diätsalat

Der Rhythmus der Jahreszeiten ist heutzutage gut erkennbar, beim Durchstöbern der Fotos vom vergangen Jahr.

Die erste Ladung an vorgezogenem Gemüse und Blumen oder an vorgetriebenen Knollen ist in der Erde. Und fast ganz genau zum selben Wochenende wie 2014 mache ich mich an die Arbeit, die ganzen Töpfe und Topfplatten, die zum Teil sogar schon mehrfach benutzt wurden dieses Jahr, zu waschen.

Das ist doch wirklich beachtlich, wenn man überlegt, daß da überall Pflänzchen darin waren, die groß gezogen werden mußte, gepeppelt und versorgt und schließlich, als sie groß genug waren, ins Freiland kamen.

gewaschene Pflanztöpfe und Saatschalen (c) by Joachim Wenk
frisch gewaschene Pflanztöpfe und Saatschalen

Und warum die ganze Arbeit? Ganz einfach, daß es im Gemüsegarten so toll aussieht, wie hier:

Der Kohlrabi-Aufmarsch in Reihe zwei.

Kohlrabi Azur Star (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi Azur Star

Zwei Reihen weiter stehen die Zwiebeln zackig in Reih‘ und Glied.

junge Zwiebeln (c) by Joachim Wenk
junge Zwiebeln

Und hier das Beet im Überblick.

Mischkultur im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet mit Mischkultur
Zucchini und Ufokürbis waren zuerst da. Dann hatte ich keinen Platz mehr, also ich die Rosenkohlpflanzen setzen mußte. Also kamen sie hier dazwischen. Mit einem Mal sind alle mächtig gewachsen. 
Zucchini, Ufokürbis und Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Zucchini, Ufokürbis und Rosenkohl in trauter Dreisamkeit

 Die Zucchini werden wohl in den nächsten Tagen mit dem Blühen beginnen.

Zucchiniknospen (c) by Joachim Wenk
Zucchiniknospen
Die Frühkartoffeln legen sich mächtig ins Zeug, oder  wohl eher ins Kraut. Wenn die unter der Erde auch so prächtig gedeihen….
Frühkartoffeln (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln

 Die Lagerkartoffeln kamen ein paar Wochen später ins Beet und sind noch etwas kleiner. Dafür stehen die ja auch bis Oktober hier.

Lagerkartoffeln (c) by Joachim Wenk
Lagerkartoffeln

 Sogar erste Tomaten hängen schon an den Pflanzen. Hier die Tomaten im Gewächshaus. Aber auch im Freiland hat fast jede Pflanze die ersten kleinen grünen Kügelchen daran hängen.

Tomaten (c) by Joachim Wenk
die ersten Tomaten hängen an den Pflanzen 

Was für ein traumhafter Garten, oder?

Wirklich?

Und was sagt man dann zu diesen Bildern hier?

Leckerer Kohlrabi.

Kolrabi (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi

Köstliches Weißkraut

Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Weißkraut

Oder hier der gegen Mittag fotografierte „Diät-Salat“. Wer den gesehen hat, wird ihn nicht essen und nimmt toll ab dabei.  Wer weiß, wie der im Schutz der kühlen und feuchten Nacht aussieht.

Kopfsalat (c) by Joachim Wenk
Diät-Salat

Das ist die neueste Diät-Salat-Züchtung. Der sogenannte „Null-Diät-Salat“. Ich denke er erklärt sich von selbst, beim Betrachten des Fotos.

Salat (c) by Joachim Wenk
Null-Diät-Salat

Beim Stichwort Diät fallen mir auch die Diät-Erdbeeren ein. Da gibt es sogar zwei Diäten zur Auswahl.

Die igitt-Diät ist ganz einfach. Jede der schönen Erdbeeren, die man pflückt, ist  wohl sehr groß und leuchtend rot. Hat man sie in der Hand, ist sie von der Unterseite total ausgehöhlt und es hausen mehrere kleine oder bis zu zwei riesige, fette, spanische Schnecken in ihr. Mit einem lauten IGITT, wirft man die Beere samt Inhalt dann weit fort. Das ist gut für die Figur.

Die andere Diät hat noch keinen Namen, läuft aber folgender maßen ab. Man merkt garnicht, daß überhaupt Erdbeeren da wären, da sie von den Schnecken bereits vertilgt sind. Somit isst man keine Erdbeeren.

Beide Diäten sind sehr effektiv. Keinerlei Kalorien durch Erdbeeren oder gar der Sahne dazu oder dem Eis oder dem Kuchen oder….

Erdbeeren (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren
Radieschen (c) by Joachim Wenk
Radieschen

Und damit ihr auch etwas von meinen Diäten habt, weil ihr so schnell wohl keinen Appetit auf etwas mehr spüren dürftet, fange ich einmal an, die Ursachen der Löcher im Gemüse zu zeigen.

Hier gibt es zwar keine Löcher, aber auch hier handelt es sich um eine Diät-Pflanze. Die alte Bauerngartensorte des Diät-Schnittlauches.

Schnittlauch (c) by Joachim Wenk
Schnittlauch

Schnittlauch (c) by Joachim Wenk
Schnittlauch 

Weil aber viele meiner Diät-Sorten den Schnecken natürlich zu magere Kost sind, machen sie sich auf den Weg in Richtung Kompost.

Schnecken (c) by Joachim Wenk
Schnecken

Da gibt es wenigstens was „gescheites“ zu fressen und man muß auch nicht warten, bis es Nacht wird. Hier kann man auch tagsüber ordentlich spachteln .

Schnecken am Kompost (c) by Joachim Wenk
Schnecken am Kompost 

Schnecken am Kompost (c) by Joachim Wenk
Schnecken am Kompost

Man muß schon sehr leidenschaftlich Gärtnern und ein großes Bedürfnis nach eigenem Gemüse und Obst zu haben, wenn man angesichts dieser Bilder doch noch zu essbaren Erträgen kommen will.

Aber auch solche Menschen – mich – nervt es unbeschreiblich. Beinahe alles was ich ernte und esse – essen will – muß ich haarklein untersuchen, viel viel angebissenes Wegwerfen und dann zusammenkratzen, was für mich noch übrig ist. Und bei jedem Bissen denke ich daran, wie die Schnecken in die Erdbeere, den Salat oder das Radieschen auch schon hinein gebissen haben. Oder noch schlimmer, ich kaue vorsichtig, aus Angst, eine Schnecke übersehen zu haben. Oft kriechen dann noch welche nach dem Essen in der Spüle, die aus dem Gemüse kamen und die dort entkommen sind.

Manchmal meine ich, wenn ich in einem normalen Garten mir Reste vom Kompost  für die Küche holen würde, wäre es so in etwa die Qualität an Gemüse, die ich in meinem Garten als „Ernte“ bezeichne. Ja bezeichnen muß, denn täte ich das nicht als Ernte deklarieren, hätte ich keine Ernte!

Im Gemüsegarten habe ich immer noch Hoffnung. Das Gärtner-Gen ist einfach zu fest und tief in mir drin, auch wenn der Verstand schon lange sagt: „lass es, gib den Garten auf“.

Im Ziergarten habe ich schon aufgebeben. Fast komplett. Da kann ich nichts ändern und muß gewähren lassen. Ich habe nicht die Zeit jeden Abend 2-3 Stunden Schnecken abzusammeln. Heute abend war ich eine Stunde allein im Gemüsegarten unterwegs. Der hat etwa ein Sechstel der Gartengröße und selbst hier habe ich bei weiten nicht überall nachsehen und absammeln können.

Und so sehe ich zu, wie die im Herbst erstandenen und seither hoffnungsvoll versorgten Stauden täglich weniger werden und absterben. Färberkamillen, Flockenblumen, Mutterkraut und Brandkraut, Iris und Mohn, Glockenblumen und Witwenblumen, Zierlauch oder Dahlien. Sie werden keine Blüten mehr bekommen und alle in sie investierte Arbeit und Geld und vor allem Hoffnung und freudige Erwartung waren umsonst.

Erst trieben alle prächtig durch und mehr und mehr werden sie nun wieder ab gefressen. Bei manchen geht es schneller, bei anderen beginnt es jetzt.

Flockenblume (c) by Joachim Wenk
Flockenblume, letzter  übrig gebliebener Trieb

Meine Dahlien habe ich in Töpfen vorgezogen, daß sei einen Vorsprung im Beet haben. Das nützte nichts. Sofort klebten sie über und über voll dicker und fetter und riesiger Schnecken. Was tun? Was tun mit den noch nicht gepflanzten? Ich habe diese und zwei der bereits ausgepflanzten in einen Trog. Zwei stehen jetzt noch direkt im Beet und ich klaube und klaube tags und nachts, daß ich möglichst viele Schnecken wegbekomme von ihnen. Im Trog war einfach kein Platz mehr für sie. So, wie wenn bei einem gesunkenen Schiff zwei Passagiere nicht mehr ins rettende Beiboot gelassen werden und im Meer bleiben müssen…

Dahlien(c) by Joachim Wenk
wochenlang vorgetrieben Dahlie im Beet

Dahlien (c) by Joachim Wenk
Dahlienrettungsboot, das leider nicht für alle ausreichte
links die vorgetriebenen und noch nicht ausgepflanzten Dahlien, rechts die gleichen Dahlien, vorgetrieben aber etwa eine Woche in freier Wildbahn. Seht ihr den Unterschied?

leckerer Grillabend nach sehr anstrengenden Tagen im Garten und bei den Weihern

Heute einmal beginne mich mein Erzählungen nicht vom Beginn an oder aus der Mitte heraus. Diesmal fange ich mit dem Abschluss an.

Unser erster zweisamer Grillabend in diesem Jahr. Und wie haben wir das genossen und auch verdient. Ja!  Eigenlob darf ruhig auch einmal sein, meine ich. Jedenfalls schon gleich nach der Plackerei der vergangenen Tage inklusive Brückentag im Garten.

gemauerte Basis für die Feuerschale (c) by Joachim Wenk
erstes Grillen auf der neuen Feuerschalen-Basis , aus Wegebegrenzungssteinen gemauert

Was war das für ein wunderbarer und entspannter Abend mit leckerem Essen. Viel zu selten kommen wir dann wirklich dazu.

Wollt ihr jetzt erst noch ein paar Fotos vom Garten zum Genießen sehen, oder eher die Maloche-Fotos. Schuften bei über 30°C im Schatten?

Ach komm, weil es gerade so schön ist, erinnern wir uns lieber erst einmal an weitere Garten-Highlights vom Wochenende.

Ziergarten im Juni (c) by Joachim Wenk
schöne Garteneinblicke im Juni

Sie Seerose in ihrem neuen Becken wächst kräftig. Ihr fehlte in der Zwischenstation absolut die Sonne. Die hat sie jetzt in vollem Umfang von Früh bis Nachts und dankt es mit vielen neuen Blättern. Bald kommen sicher auch die Blüten.

Erste Blüten öffnen sich an der Moosrose „Captain John Ingram“, das Brandkraut hat vereinzelt gelbe Blütchen schon geöffnet. Der Fingerhut fängt langsam an. Am weitesten und schönsten ist der Fingerhut bei der lila Ramblerrose unterm Walnußbaum. Der steht auch absolut am romantischsten.

Die weiße Pfingstrose mit dem silbrigen Nachbarn macht sich doch auch ganz gut im Beet, oder? Und ja, das ist der Regenmesser. Von Samstag auf Sonntag hat es doch wirklich in der Nacht etwas gewittert mit Regen! Endlich!

Die gelbe „Golden Celebration“ legt jetzt rasant zu mit den Blüten. Im selben Beet steht auch die Kletterhortensie, die gerade ihre Blütenschirme öffnet.

Im mittlerweile sehr stark zerrupften und abeknabberten Fliederbeet hält die „Rose de Resht“ tapfer die Stellung und blüht und riecht, als ginge es um ihr Leben. Mit wunderbarem Rosenduft erfüllt sie ihre ganze nähere Umgebung. Da muß man nicht mit der Nase zum Schnuppern an die Blüte, da genügt schon ein Näherkommen und in etlichen Meter Entfernung nimmt man ihn bereits war, den starken Duft.

Wenn dann der Weg und die Terrasse fertig sind, wird das Unkraut und die Fliedertriebe um sie herum ordentlich entfernt. Dann hat steht sie direkt am Weg und man kann sie von allen Seiten bewundern. Vergangenes Jahr noch, stand sie zu weit mitten im Beet und man nahm eher ihren Duft,  als sie selbst, war.

So jetzt ist aber genug ausgeruht. Ich möchte diese Tage ja mehr oder weniger in umgekehrter zeitlicher Abfolge schildern. Und dann ist jetzt eben die Arbeit dran. Was haben wir alles bewerkstelligt?

Da sind mehrere Baustellen zu nennen. Ganz besonders wichtig in diesen Tagen war wieder der Baggerfahrer unsere Vertrauens.

Draußen bei den Karpfenweihern war einiges zu erledigen.

geflickter Weiherdamm (c) by Joachim Wenk
undichter Weiherdamm aufgegraben, verdichtet, zugegraben. 

Vorrangig war der große Weiher. Sein Damm leckt. Der Weiher verlor massiv Wasser. Hier haben wir aufgegraben und dann Schicht für Schicht mit dem Stampfer wieder verdichtet. Jetzt muss sich zeigen, ob der Damm wieder dicht ist.

Aber wie sieht man das? Ganz einfach, man lässt den Weiher voller Wasser und beobachtet, ob er das Wasser halten kann und ob an bekannte Stelle jetzt kein Bächlein mehr entspringt.

Die Idee ist gut, aber woher das Wasser nehmen? Da braucht es schon mehr, als ein paar Gießkannen voll. Und der Zulauf ist ganz zugewachsen. Dort das Bächlein führt noch dazu kaum Wasser, ob der seit Monaten andauernden Trockenheit. Die wenigen kurzen Regengüsse saugt immer größtenteils der Boden auf, ohne sie ins Bächlein frei zu lassen.

Stelle um den Zaulauf musste dringend saniert werden. Jetzt fließt wieder Wasser in den Weiher und in den zwei Tagen bis Sonntag stieg der Pegel schon um etwa eine Hand breit.

Zulauf zum Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Der Zulauf für den geflickten Weiher ist jetzt auch wieder freigelegt

Zulauf zum Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
und gleich plätschert es am anderen Ende des Rohres wieder munter in den Weiher

Und wenn der Bagger schon einmal da ist, wird gleich noch das kleine Loch ausgebaggert. Das haben wir seit ein paar Jahren nicht mehr benutzt, da es zu sehr verlandet war. Jetzt ist es wieder ein Mini-Weiher, der sich auch bei der Trockenheit rasch füllt. Das Wasser, was ihr darin seht, entspringt einer unterirdischen Quelle, die immer zu sprudelt.

kleiner Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
unser viertes Weiherchen

kleiner Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
mit eingebauter unterirdischer Quelle,
 ist nun auch wieder ausgebaggert

Wo wir doch gerade hier draußen bei den Karpfen sind fällt mir ein, wußtet ihr, daß unsere Karpfen auch vom Tisch essen?

Ehrlich! Seht selbst.

Das nasse Getreide kommt auf einen Tisch mit gelöcherter Platte.  Der wird dann im Weiher versenkt und nach ein paar Tagen ist er leer gefressen. Wie sehr sie dabei allerdings krümeln und den Boden um den Tisch herum einbröseln, weiß ich nicht. Ich bin mir aber sicher, sie haben Anstand genug, das vom Tisch gefallene Getreide auch aufzuessen.

Füttertisch für Karpfen (c) by Joachim Wenk
Füttertisch für Karpfen

Füttertisch für Karpfen (c) by Joachim Wenk
Füttertisch für Karpfen wird im Weiher versenkt

Füttertisch für Karpfen (c) by Joachim Wenk
Füttertisch für Karpfen  wird im Weiher versenkt

Die weiteren Arbeiten fielen dann zu Hause an.

Die Waschbetonplatten von der Terrasse haben wir ja bereits entfernt. Jetzt schiebt der Bagger die mehr als 10cm dicke Sandschicht zu Seite. Darunter ist tatsächlich eine recht marode Betonplatte. Das Mäuerchen, welches das Flieder-Beet abstützte ist rasch entfernt und soll von den Granit-Stelen ersetzt werden.

Nur wer hat denn das läppische Mäuerchen auf ein 60cm tief reichendes Betonfundament gesetzt? So eine Schnapsidee. Die ursprüngliche Bodenplatte vor dem Haus ist maroder Beton, hat sich gesetzt und verdreht, während das Mini-Mäuerchen auf frostsicherem Fundament ruhte.

Jedenfalls bekommen wir das Fundament nicht so einfach raus. Der Bagger ist zu klein dazu. Um es wieder mit dem Pressluftmeißel in kleine Stücke zu hauen fehlt heute der damals geliehene Pressluftmeissel und vor allem die Kraft, bei gerade deutlich über 30°C . Zwischen dem massiven Fundament und der maroden Bodenplatte ist ein Streifen  bröseliger Beton. So wie es aussieht, schmückten wohl einmal links und rechts der Bodenplatte, also der ursprünglichen Terrasse, Blumenbeete den Hauseingang.

Diesen bröseligen Beton bekommen wir mit Flex und dem Bagger gut weg. Somit werden die Stelen also ein paar Zentimeter versetzt einzementiert. Das ist auch in Ordnung.

Der Schutt ist entsorgt und die Anschlußstelle der Wege zur Terrasse ausgeformt. Feierabend für den Bagger.

Terrasse vor dem Hauseingang erneuern (c) by Joachim Wenk
rechts im Bild das „super“ Fundament der ehemaligen Stützmauer
jetzt kommen die Stelen, eben in den ausgehobenen Graben
 vor dem Fundament

Terrasse vor dem Hauseingang erneuern (c) by Joachim Wenk
von rechts her kommt der Gartenweg, der direkt in die Terrasse übergeht

Terrasse vor dem Hauseingang erneuern (c) by Joachim Wenk
hier die Wegführung im Überblick, die Stelen kommen in den ausgehobenen Graben. Die Rose de Reshst blüht . 

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet unterhalb der Terrasse

Das waren die groben Arbeiten der vergangenen Tage. Wie es im Gemüsegarten weiter geht, was erfreulich ist und was bedrückend oder wo meine Kübelpflanzen jetzt sind, das erfahrt im nächsten Beitrag. Also immer mal wieder reinschauen, ich freue mich auf euren Besuch.