Einsamer Träumer auf der Gartenbank

Die Osterfeiertage sind nun vorüber. Schade. Es waren wundervolle Tage. 
Und was wir alles erlebt oder gemacht haben. 
Wir haben des wahren Hintergrundes dieser Tage gedacht. Freitag ein sehr ruhiger, dem  Tode angepasster Gottesdienst mit Beichte. Sonntag ein sehr früher und froherer Gottesdienst um 5.30 Uhr. Nur noch einmal zum Bedenken, genau in dieser Nacht war auch noch die Zeitumstellung!  Danach gab es heißen Kaffee und selbstgebackene Kuchen in der, den ganzen Winter unbeheizten, kleinen und uralten Kirche. 
Ostern bedeutet eben nicht: „Und wo sind jetzt meine Geschenke?“
Wir hatten auch einen Familiengeburtstag nach zu feiern. Das Ereignis wurde gleich mit der österlichen Familienzusammenkunft verbunden. Alle waren vereint bei leckerem Essen in der Gaststätte und dann daheim bei Kaffee und viel Kuchen mit Ostereiersuchen im heimischen Garten. 
Am Samstag haben wir auch etwas im Garten gewerkelt. Der erste Rasenschnitt war fällig. Eigentlich hätte das noch im November gemacht werden müssen. Doch da hatte es das Wetter nicht zugelassen. Auch die Pfosten für den Weinberg sind jetzt gesetzt und betoniert. 
Die Saatkartoffeln liegen artig in ihren Eierkartons zum Vortreiben. 
Saatkartoffeln zum Vorkeimen in Eierkartons (c) by Joachim Wenk
Saatkartoffeln zum Vorkeimen in Eierkartons (c) by Joachim Wenk
Schließlich habe ich am Montag dann noch mit der Aussaat begonnen. Möhren sind gesät, Zwiebeln gesteckt, Puffbohnen kamen tief in die Erde, weniger tief die Erbsen und ganz oben an der Oberfläche liegen die Samen vom Salat. Auch ein paar Rettiche habe ich den Saatreihen verteilt. 
erste Saaten sind im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
erste Saaten sind im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Dann saß ich in meinem Garten auf dem Bänkle und betrachtete alles. Viel war ja nicht zu sehen. 
Leer ist es im Gemüsegarten, sehr übersichtlich und trist. Ob ich das wieder alles hinbekomme? Werde ich alles zur richtigen Zeit erledigen können? 
Es gibt ja Menschen, die mich als Pessimisten bezeichnen. Besonders liebe Menschen nennen mich einen leidenschaftlichen Pessimisten. Also ich selbst kann das ja so gar nicht verstehen. Ich bin doch höchstens, wenn man das so will, ein ganz klein wenig skeptisch. 
Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
sehr übersichtlich ist es jetzt im März noch im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Die Natur wird schon ihren Lauf nehmen. Komme ich da mit? Wird hier alles wieder grün und bunt und füllig? Hach, wie war das doch im vergangene Sommer schön hier. Rasch entschweifen meine Gedanken.

Wohin sind sie entfleucht meine Gedanken? Schaut doch mal nach, Einfach auf das Video unten klicken und eintreten in eine wundervolle, geheime Gartenwelt….

Bodenbearbeitung nach Gründünger und Mulch, erste Erfahrungen

Meinen freien Tag habe ich heute richtig gut genutzt. Es ist viel geschehen im Garten. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich sogar noch mehr geschafft. Dennoch bin ich so dankbar, doch noch das habe erledigen können, was ganz dringend zu tun war. Kann Technik eigentlich auch eigensinnig sein? Ein Eigenleben haben? 
Jetzt aber der Reihe nach. Morgens bin ich schon beizeiten aufgestanden. Nach einem gemütlichen „Freier-Tag-Frühstück“ wollte der Hund raus. Danach besuchte ich die Gärtnerei in einem benachbarten Dorf. Wow. Dort ist Frühling! Und ich durfte nicht alles einfach mitnehmen!
Eine frühlingshaft bepflanzte Schale für meine Mutter, als nachträgliches Geburtstagsgeschenk kam in den Einkaufskorb und für mich ein paar Blüten vor die Haustür. Ranunklen, Traubenhyazinthen, Gänseblümchen, Vergissmeinnicht und kleinblütige Stiefmütterchen. 
Wieder daheim, ging ich sofort in den Garten. Sonne gab es keine, Wind auch nicht. Daher war es bei 8-10  Grad doch ganz angenehm. 
Dort blieb ich bis zum späten Nachmittag. Die Töpfe und Schalen für die Terrasse sind jetzt bepflanzt. Die zeige ich einmal, wenn die Blümchen dann richtig blühen. Meinen Oleander und die Feige habe ich raus geräumt und die Palme endgültig von allem Schützenden befreit. 
Mit der Post kamen die Saatkartoffeln, die Steckzwiebeln und der Knoblauch. Und jetzt kommt die Technik ins Spiel.  Hauptwerk heute ist laut Plan, das Vorbereiten der  Gemüsebeete.   In meinem Fall heißt das, ackern  mit der Motorhacke. Die Kartoffeln haben wohl noch etwas Zeit und werden erst vorgetrieben. Aber der Knoblauch und die Zwiebeln müssen jetzt in die Erde.
Über zwei Stunden gingen ins Land und es geschah nichts. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich am Seilzug des Motors gezogen habe. Nichts tat sich. Nicht eine einzige Zündung war zu spüren, hören oder sonst wie wahr zu nehmen. Ist Benzin im Tank? Verklebt etwas die Zündkerze? Choke gezogen, Gas auf volle Pulle? Nichts und wieder nichts. Immer wieder lasse ich sie stehen, gruschtel hier und da im Garten. Dann greife ich es wieder an, ich muß heute ackern! An Ostern geht es nicht, vielleicht kommt auch wieder Regen und dann geht es wegen dem Boden nicht oder ich muß  Arbeiten. 
Es ist nichts zu machen. Mittlerweile habe ich sie wieder vor das Hühnerhaus, meinem Gerätelager, gezogen. Ich war kurz vor dem Aufgeben. Die Kraft in den Armen und Schultern ließ genau so nach, wie meine Hartnäckigkeit, heute den Boden vorzubereiten. Ich probiere es abermals und wieder. 
Auf einmal zündet sie und läuft. Gut, gleich drauf ist wieder Schluss. Aber es muss doch alles in Ordnung sein, wenn sie doch zündet und kurz läuft. Die kann doch nicht aus reiner Unlust oder sonst einer Verweigerungshaltung im wahrsten Sinne stundenlang nicht einen einzigen Mucker tun und dann von jetzt auf gleich starten, ohne dass etwas verändert wurde. Die wollte mich doch nur verarschen, hatte keine Lust, jetzt den Boden zu durchwühlen. Anders kann ich mir das einfach nicht erklären. 
Nach ein paar weiteren Fehlstarts konnte ich sie am Laufen bringen. Etwas warm laufen lassen und los ging es. 
Angefangen wurde dort, wo es am wichtigsten ist, im Schneckenzaunbeet. Hier können jetzt Ende  März bei dem Wetter,  von Möhren über Ackerbohnen und Zwiebeln die ersten Gemüse ins Beet. Ebenso demnächst Salat und Kohlrabi oder  Blumenkohl. Der Boden ist sehr schön, fein krümelig und locker. 
Dann mache ich mich an die Dreiecke im  Gemüsegarten. Hier stand zum Teil Winterroggen als Gründünger. Etwa 30cm hoch ist er mittlerweile. Da tat sich die Hacke schwer und ging öfter aus. Dort werde ich wohl noch einmal drüber müssen vor dem Pflanzen.
Phacelia, Sommerwicke und Buchweizen waren bereits über den  Winter abgestorben. Allerdings mußte ich erst die faserigen Überreste weg rechen. Sie wickelten sich um die Hacken und brachten alles zum Erliegen.  
Vor dem Hacken habe ich bei den Starkzehrern noch Kompost ausgebracht und überall  Algenkalk gestreut, damit der Boden auch wieder Mineralien bekommt und weil er mancherorts recht niedrig im ph-Wert ist. 
Nach dem Hacken kamen Rechen und Besen zum Einsatz. Jetzt sieht es doch schon  bearbeitet und nicht mehr nur verwahrlost aus. 
frisch geackerter Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frisch geackert Beet-Dreiecke im Gemüsegarten
frisch geackerter Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
frische geackertes Schneckenzaunbeet
frisch geackerter Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
da lacht das Gärtnerherz, lockerer feiner Boden für die neue Gemüsesaison
Mein Resümee für den Boden-Belag über Winter. Der Boden sollte ja nicht unbedeckt in den Winter gehen. Im Schneckenzaunbeet habe ich im Herbst restlichen Rasenschnitt aufgelegt und immer wieder Laub darauf geschaufelt. 
In den Dreiecken im Gemüsegarten hatte ich größtenteils Winterroggen und Wicke gesät. Beide sind winterhart. Früher im Herbst auch Wicke, Buchweizen und Phacelia, die abfrieren.
Im Schneckenzaunbeet musste ich vorbereitend vor der Bodenbearbeitung nur das Laub zusammenrechen und auf den Kompost geben. Dann konnte ich heute ackern. 
Die im Winter abgestorbene Gründüngung (Phacelia, Buchweizen und Wicke) sah recht verwildert und vergammelt aus. Vor dem Ackern müssen hier die faserigen Rückstände zusammengerecht werden. Das ist umständlicher als Laub rechen, weil sich alles im Rechen verfängt, geht aber auch noch. 
Der Winterroggen fing bereits an zu wachsen und ist ein wahnsinnig dichter Pelz. Die tiefreichenden Wurzeln, weswegen ich ihn ja auch ausgesät habe, halten die Pflanzen extrem am Boden fest. Vor dem Ackern habe ich ihn mit der Motorsense kurz geschoren. Trotzdem starb mir die Motorhacke hier immer wieder ab und ich mußte erst ganz flach drüber und dann immer tiefer. Mehr als spatentief reicht die Hacke nicht in den Boden. Ich bin mir sicher, daß ich hier noch ein weiteres Mal ackern muß, weil der Roggen bestimmt wieder treibt. 
Nach dem Tag heute würde ich sagen, ich werde im Herbst nur noch Laub und vielleicht Grasschnitt aufbringen. Da geht die Bearbeitung im Frühjahr am leichtesten. Der Boden unter dem Laubmulch ist auch am lockersten und feinkrümeligsten. Unkraut stand nicht im Beet.  
Jetzt muß ich abwarten, wie das mit dem eingeackerten Roggen weiter geht. Jedenfalls würde ich Roggen-Gründüngung (und andere überwinternde Pflanzen)  im Hausgarten nicht empfehlen, wenn keine benzingetriebene Motorhacke zur Verfügung steht. 
So habe ich dann bis zum Abend diese größere Aufgabe doch noch erledigen können. Die Hacke steht wieder im Hühnerhaus und kann ihre Bockigkeit überdenken. Auf jeden Fall kommt sie demnächst noch in die Werkstatt. 
Am Abend hat es dann auch noch stark geregnet. Was bin ich froh, daß das alles doch noch geklappt hat. 
Ein paar Samen in den Boden bringen wird wohl am Ostermontag gehen. Ackern wäre jedenfalls nicht gegangen. Bis dahin wird aber erst noch geschlemmt (Karfreitags-Karpfen) und gefeiert (Geburtstagsnachfeier an Ostersonntag mit der Familie und Ostereiersuchen im Frühlings-Garten). 

Ödes Wetter, aber die Arbeiten im Garten gehen voran

Dienstag Neuschnee, geschlossene Schneedecke, Mittwoch bitterkalt und eisiger Wind, Donnerstag und Freitag 14 °C, blauer Himmel und Sonne pur. Samstag und Sonntag wieder kein einziger Sonnenstrahl bei etwa 5°C. Ein Wetter wie im April. Wir haben aber erst März und bis auf die Eis- und Schneetage konnte ich doch die vergangen  Tage gut im Garten nutzen. 
Vor Ostern musste noch das Heckengestrüpp bei der Straße entfernt werden. Wegen der steilen Hanglage war es mir nicht mehr möglich, das Gestrüpp, das einmal eine Hecke war, zu schneiden. Von Unten war es zu hoch, um oben hin zu kommen. Von Oben vom Hang her,  war die Oberkante der Hecke  zu weit entfernt von meinem Standpunkt. Ein Schneiden, ohne fast bis vollkommen in die Hecke zu stürzen, ging nicht mehr. Daher haben wir sie jetzt bodeneben  abgeschnitten. Jetzt kann alles wieder frisch von unten austreiben und für etliche Jahre in Form gehalten werden. Bis irgendwann wieder so eine Aktion nötig ist. 

Ein wenig nackig sieht es jetzt schon aus, vor unserer Einfahrt. Darum steht genau an dieser Stelle auch das Stückchen verwilderte Hecke. Sicher ist sie bald wieder nach gewachsen.

Am selben Hang steht ein sehr ausladender Rosenstrauch. Er blüht dunkelrosa bis Pink und hat Hagebutten. Es ist keine selbst ausgesäte Wildrose, sondern wurde vom Haus-Vorbesitzer gepflanzt. Welche Sorte es ist, weiß man nicht mehr. Allerdings war auch hier ein radikaler Schnitt nötig. Letzten Sommer gab es keine Blüte mehr, auch fast keine Blätter. Jetzt beim Abschneiden hat sich auch gezeigt, daß er fast nur noch aus totem Holz bestand. Also entweder er treibt jetzt wieder verjüngt und erfrischt von unten heraus aus oder er war tatsächlich kaputt gegangen. Das lag dann sicher an der abnormen Hitze und Trockenheit im vergangenen Jahr.

Jetzt ist er weg der Rosenstrauch. Nun wird alles aufgeladen und zum Osterfeuerplatz gefahren. Gut, daß es Freunde gibt, die einen Schlepper mit Hänger haben. Im VW-Bus mit Anhänger wären wir da viele  Male hin und her gefahren. Musste doch schon der Schlepper zweimal pendeln.

Jetzt stehen sie recht allein da meine beiden Quittenbäume an dem Hang. Wenn man bedenkt, dass sie aus nichts anderem bestanden als aus einem einzigen dünnen Ästchen, so dick und groß, wie jetzt eines ihrer Seitentriebe, dann freue ich mich doch sehr, wie schön sie sich entwickelt haben.

Und schmunzelnd  muß ich immer wieder an den Spruch des Nachbarn damals denken : „Da hast aber ein recht dünnes Stäbchen als Stütze für deine Bäume verwendet“.

Was daran witzig ist? Das dünne Stäbchen, was er als Stütze ansah, das war das Bäumchen! Und der dickere Stiel daneben war die Stütze.  Sie hatte in etwa die Stärke eines ansonsten frisch gepflanzten Bäumchens. Mittlerweile ist klar, was Baum und was Stütze ist.

 Ein paar Tage zuvor haben wir an den Weihern zwar keine Hecken aber dafür komplette Bäume gefällt. Drei Erlen liegen nun als künftiger Garant warmer Winterabende hinter der Scheune und sollen trocknen. Einer der Bäume war schon tot und herunterfallende Äste beschädigten bereits eine Brücke über den Bach. Zwei weitere Erlen standen ohnehin viel zu eng beisammen und zu dicht bei der zu erneuernden Brücke.

Im Gemüsegarten jucken jetzt schon langsam die Finger, endlich loslegen zu können. Aussaaten im Haus und im Gewächshaus keimen bereits fleißig. Nur im Freien war bisher noch nicht das Wetter und die Bodenbeschaffenheit, um anfangen zu können. 
Im Schneckenzaunbeet ist jetzt alles vorbereitet, um mit der Motorhacke darüber zu gehen. Das restliche Laub ist weg gerecht. Sonst habe ich das gerne liegen lassen, damit es vor Ort vollkommen verrottet und den Boden mulcht. Jetzt habe ich aber schon ein paar Mal gelesen, daß man es wegrechen sollte, damit der Boden sich schneller erwärmen kann. Das leuchtet mir ein. Jetzt kann es eben auf dem Kompost fertig verrotten. 
Die Erdbeeren auch aus dem Beet sind ebenfalls verpflanzt, wild aufgegangene Akeleien, die ja irgendwie überall sind, habe ich verpflanzt. Der Rosenkohl, oder was übrig war davon, ist entfernt. Der Boden ist schön locker und gut abgetrocknet. Jetzt wäre es ideal, ihn zu bearbeiten. Mal sehen, ob am Mittwoch, wenn ich Zeit dazu habe, das immer noch der Fall ist. 

Wegen des doch wieder recht frischen Wetters ist weiter noch nichts Blühendes im Garten gewachsen. Die kleinen Narzissen sind immer die ersten nach den Schneeglöckchen und Krokussen. 

Wenigstens meine bunten Eier bringen etwas Farbe in den Frühlingsgarten.

Am Fensterbrett im Zimmer sind nun auch die Samen aufgegangen. Die Tomaten keimten sehr schön, bis auf die Sorte in der rechten Topfreihe.

Hat sich das Problem, ob ich diese komischen angeblich samenlosen Heinz-Ketchup-Tomaten nun wirklich einmal anbauen und testen soll oder nicht,  von allein geklärt. Da sie nicht keimen, brauche ich mir keine weiteren Gedanken mehr zu machen. Scheinbar haben sie meine Zweifel der Sorte gegenüber gemerkt.

Dafür habe ich die Biotomaten aus der grünen Box von Stadt-land-blüht.de gesät. Die bekommt die Mutter, die sie in Töpfen anbauen wird und ich behalte mir zum Sortentesten auch eine Pflanze, wenn sie denn aufgehen. Da bin ich aber zuversichtlich. Sind doch all meine Bio-Gemüsesamen ebenfalls vom Bingenheimer Saatgut, wie es auch in der grünen Box der Fall ist. Mit denen habe ich stets beste Erfahrungen gemacht.

Das Erdbeerfass mit Wurmhumusrohr ist bepflanzt.

Das Erdbeer-Fass ist bepflanzt.
frisch bepflanztes Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Erdbeerfass
frisch bepflanztes Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Erdbeerfass

27 Erdbeerpflanzen haben in den Pflanztaschen  und oben auf der ebenen Fläche Platz gefunden.

Ich habe verschiedene Sorten ausgesucht und dabei darauf geachtet, daß alle zusammen eine möglichst lange Reifezeit zusammenbringen. So hoffe ich, wirklich den ganzen Sommer frische Erdbeeren zur Verfügung zu haben.

Die Sorte Korona hab ich auch schon im Beet. Sie hat wirklich sehr große und sehr leckere Früchte. Die anderen Sorten werden eben hier probiert auf Geschmack und Pflanzengesundheit.  Gespannt, bin ich auf die Ostara, die kleinere Früchte tragen soll, aber die dann über mehrere Monate.

Ich hatte schon einmal eine solche Erdbeere, deren Früchte aber wirklich sehr klein waren und fast schon an Walderdbeeren erinnerten. Die Beerchen waren mir zu klein. Die Früchte der Ostara sollen schon „richtige“ Erdbeeren sein, laut Katalog.

  • 6x Honeoye Reifezeit Anfang Juni
  • 6x Korona Reifezeit Ende Juni
  • 6x Pegasus Reifezeit Ende Juni bis Anfang Juli
  • 6x Florence Reifezeit Ende Juni bis Anfang Juli
  • 3x Ostara Reifezeit Juli bis Oktober

Bevor ich am Sonntag die Erdbeeren pflanzen konnte, mußt das Fass aber noch mit Erde befüllt und das Wurmhumusrohr eingepasst werden.

Über die untere Öffnung des Wurmhumus-Rohres habe ich noch ein Geflecht aus etwas dickerem ummantelten Draht geflochten.

Wenn irgendwann die verrotteten Bio-Abfälle das Rohr bis oben hin gefüllt haben, ist ja eine weitere Wurmkompostproduktion nicht möglich. Meine Idee, und ich hoffe es funktioniert, ist, daß ich das Rohr mit leichten Drehbewegungen dann  nach oben hinaus ziehen kann. Dann wird der Inhalt, wertvoller Wurmkompost, entnommen und das Rohr wieder in die Erde gedrückt. Damit nun der Inhalt des Rohres, also der Wurmhumus bei dieser Aktion auch im Rohr bleibt und herausgehoben werden kann, hält das Drahtgeflecht den Humus im Rohr fest. So kann er nicht nach unten heraus rutschen.

Wurmhumus-Rohr für Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
Wurmhumus-Rohr mit Draht zum besseren Entleeren des später mal vollen Rohres

Schließlich kam ein  Schicht Erde ins Fass. Dann wurde das Rohr darauf gestellt, mit einer Schüssel die obere Öffnung verdeckt, und Erde eingefüllt.

Als Erde verwende ich hier ein Gemisch. Etliche Eimer und Kübel habe ich über die letzten Wochen mit Maulswurfserde gesammelt. Zum Einen kamen die Haufen aus der Wiese im Garten  mit hinein und zum anderen die vielen Maulwurfshaufen von der Wiese bei den Karpfenweihern. Dann habe ich noch ein paar Schaufeln gut verrotteten Kompost und einen ganzen Schwung Torf mit eingemischt.

Den Torf habe ich nur verwendet, weil da noch seit vielen Jahren ein halber Sack Torf bei mir herum stand. Und den  habe ich nur gekauft, um ihn ihm das Wurzelgemüse einzulagern. Dafür konnte er über mehrere Jahre verwendet werden, stehts im  Herbst wieder angefeuchtet und die Wurzeln eingelegt. Weil aber  Torf  nicht mehr gekauft werden sollte, um die Moore zu schonen, habe ich letzten Herbst das erste mal feuchten Sand genommen und es klappte hervorragend. Den verwende ich künftig immer und so ist der Torf definitiv übrig.

Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
jetzt wird das Fass endlich befüllt
Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
das Fass ist befüllt, jetzt kann sich die Erde setzen

Das Faß habe ich bis zum obersten Rand befüllt und gegossen. Die Erde setzt sich in solchen Fällen, warum man auch nicht sofort mit dem Pflanzen beginnen sollte.

Jetzt am Sonntag habe ich nochmal Erde nachgefüllt und die Erdbeeren gepflanzt.

Mit dem ersten Einfüllen von Bioabfällen in das Wurmhumusrohr warte ich noch. Jetzt ist es noch zu kalt, die Würmer sind nicht aktiv genug. Später werde ich dann etwas  Küchenabfälle, Gras, Grünmasse und Pappkarton einfüllen. Das beginnt dann zu zerfallen und dann kommen ein paar Würmer aus meiner Wurmfarm dazu. Ist der Bioabfall noch ganz frisch, können sie ihn nicht fressen. Er muß erst am Zermatschen sein, dann ist er für sie verwertbar.  Auch in der Erde, die ich eingefüllt habe waren Regenwürmer enthalten. Ich hoffe, sie vermehren sich durch die leckere Nahrung im Rohr und bauen die Biomasse in Dünger für die Erdbeeren um.

Wer noch einmal die ganze Entstehung des Erdbeerfasses nachlesen möchte findet hier die entsprechenden Beiträge:

Im Beet habe ich ebenfalls mit den Erdbeeren zu tun gehabt. Erdbeeren sollen künftig wieder ein eigenes Eck im Gemüsegarten haben und störten im Schneckenzaunbeet. Damit ich da mit der Motorhacke leichter arbeiten kann, darf kein ausdauerndes Grün drin stehen. Daher habe ich die erst im  Herbst gepflanzten Ableger meiner vieltragenden Korona nebst schon kräftig wachsendem Knoblauch dazwischen kurzerhand umgepflanzt.  Noch ist es kühl und bald vielleicht auch wieder feucht, da wachsen sie sicher schnell an. Im Moment ist der Boden schon so abgetrocknet, daß ich fleißig angießen musste. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, die Beete für die Saaten vorzubereiten. Mal sehen, ob es, wenn ich Zeit habe, auch noch trocken ist.

Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk
Erdbeern im Beet
Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Beet 

die grüne Box – eine wundervolle Idee für Gemüsegärtner in der Stadt

Wieder einmal ein Produkttest, über den ich mich wirklich freue. (Werbebeitrag)

Vor gerade einmal ein paar Tagen veröffentlichte ich meinen Artikel über Gemüsesorten für Balkon und kleine Gärten . Ertragreiches Gemüse für Neu-Selbstversorger.

Es ergaben sich ein paar schöne Unterhaltungen dazu und eine E-Mail hat mich erreicht. Mittlerweile kam auch echte Post zu dieser Mail. Eine Samenbox zum Testen.  Gerne berichte ich auch über die, wie ich finde gute Idee.

Herr Petrich von stadt-land-blüht.de beschäftigt sich geschäftlich exakt genau mit diesem Thema. Gemüsesorten für Balkon und Stadtgarten. Viel mehr, man kann dort auch die Samen kaufen. Alles samenechte Gemüse mit Bio-Zertifikat. Die Samen kommen auch von „meinem“ Samenlieferanten.

Auf der Homepage kann man folgendes über die Firma erfahren:

„Wir gärtnern aus Leidenschaft und aus Profession. Stadt-Land-blüht ist mehr als ein Shop für Samen und Saatgut, wir haben uns viel vorgenommen: Mehr Grün in den Städten, mehr Hochbeete in Höfen, mehr Pflanzkisten auf Balkonen. Und: kürzere Wege für unsere Lebensmittel. Wobei sich dabei als recht effektiv ein Weg herausgestellt hat: direkt vom Garten auf den Teller. Wir wollen schöne, abwechslungsreiche Weiden für Bienen schaffen, bei uns dürfen Igel im Laub überwintern und Eichhörnchen die Haselnüsse einlagern. Wir wollen in drei Worten: Wirklich blühende Landschaften.“

Spontan begeistert hat mich die Idee von stadt-land-blüht. Jeder, der vielleicht nur einen Balkon hat, einen Hinterhof oder einen winzigen Stadtgarten und dazu noch nicht viel Erfahrung mit dem Gemüseanbau hat, sollte da mal vorbei schauen.

Es gibt ein Box mit Gemüsesamen, alle geeignet für Balkon und Garten. In den Tütchen sind nur wenige Samenkerne enthalten, weil hier auch wenige gebraucht werden. Somit bleiben schon keine Samen übrig und man muß im Folgejahr überlegen, ob der wohl noch keimfähig ist.

In der Box ist zu jedem der fünf Gemüse eine Anleitungskarte. Selbst wenn man also noch überhaupt keine Ahnung vom Gemüsebau hat, sollte es damit klappen. Auf der Karte steht genau wann und wo und wie gesät wird. Wie die Pflanzen zu pflegen sind oder wann, was geerntet werden kann. Sogar an eine Mischkultur ist gedacht. Was passt dazu in den Topf, was nicht, was sollte davor nicht dort angebaut werden und was nicht danach. Ich finde, da ist an alles gedacht und der  Gärtner kann sofort loslegen, ohne weitere Bücher zu durchstöbern.

Die Boxen kann man auch abonnieren (4 Boxen im Jahr) und bekommt damit immer zu der Zeit, wo die jeweiligen Gemüse gesät werden müssen ein paar weitere Samen von Kräutern und Gemüse für seinen Selbstversorgergarten.

Damit noch nicht genug. Es gibt sogar Videos zu jedem Gemüse, in dem noch einmal alles erklärt wird. Also wie zum Beispiel sähe ich jetzt den Lauch denn genau aus? Und es soll E-Mail Erinnerungen geben. Auf die bin ich selbst auch gespannt.

Herr Petrich hat mir netterweise, die erste Box zur Verfügung gestellt zum Testen. Noch eine Tomatensorte mehr also in meinem Garten? Nein, das ist ja eine für  Töpfe geeignete Sorte und meine Mutter hat nur ihren Hinterhof und noch keine Tomaten dieses Jahr gekauft. Die Sorte darf sie probieren. Alles andere passt in mein Konzept und meinen Garten, das sähe ich selbst.

Also, eigentlich hätte ich nach meinem Artikel für alle Balkon-Selbstversorger selbst auf diese Geschäftsidee kommen müssen. Ich finde das vielversprechend und hoffe, dass die Boxen gut angenommen und auch verschenkt werden. Gemüseanbauer und Selbstversorger kann es schließlich nicht genug geben. Und ein besseres Verständnis für die Natur und seine Lebensmittel gibt so ein Gemüseanbau auf alle Fälle. Dazu kommt noch die Freude über den Erfolg und diese gewissen Zufriedenheit. Aber das ist auch mit einem großen Garten der Fall. Könnte ich sonst so viel hier über das schöne Hobby des Gemüse-Gärtnerns schreiben.

die grüne Box (c) by Joachim Wenk
Versandbox mit Samentütchen und Anleitungen

die grüne Box (c) by Joachim Wenk
Versandbox aus Pappe, keinerlei Kunststoff

Anleitungskarte die grüne Box (c) by Joachim Wenk
super hilfreiche Anleitungskarte zu jedem enthaltenen Gemüse

Anleitungskarte die grüne Box (c) by Joachim Wenk
super hilfreiche Anleitungskarte zu jedem enthaltenen Gemüse

Hier noch einmal der Link  stadt-land-blüht.de

Ich wünsche allen, die die Box ordern, viel Spass damit.

Erste Erfahrungen aus den frühen Aussaat-Versuchen im Germüsegarten

Wann ist es sinnvoll im Frühjahr mit der Aussaat des ersten Frühjahrsgemüses zu beginnen?

Diese Frage beschäftigt mich dieses Jahr und ich will eine Lösung finden. Einiges habe ich ja schon darüber geschrieben. Mittlerweile sind die ersten Ergebnisse erkennbar.

Blick ins Gewächshaus im März (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im März
Salat keimt ab 2 °C und braucht es nicht warm zum Wachsen und Keimen. Die richtige Sorte ist natürlich Voraussetzung. 
Also habe ich,wie es manchmal angegeben wird, im Januar den ersten Salat gesät. Als Sorte habe ich Briweri.
Die Saatschale stand im völlig unbeheizten Partyraum bei ca. 5 °C. Als der große Frost kam wanderte sie ins Palmenüberwinterungshaus mit 10°C. Der Salat keimte rasch, wuchs dann aber, sagen wir mal vorsichtig „langsam“. Aber er wuchs, wurde pikiert (Mitte  Februar) und steht nun wieder im unbeheizten Raum bei momentan etwa 5-8°C. Die Pflänzchen sind ganz schön, wenn man sie momentan sieht. Wenn man berücksichtig, daß sie vor  9 Wochen gesät wurden, finde ich sie eher klein. 
junge Salatpflanzen (c) by Joachim Wenk
Salat im März, gesät Anfang Januar

Weil eben der Salat mit dem Wachsen keine Fortschritte machte, habe ich Anfang März noch einmal Salat gesät. Briweri und Maikönig kamen in die Erde. Die Saatschale stand im Heizungskeller bei 18°C.

Auch er keimte rasch, wuchs aber dann zu rasch. 18°C sind eben doch recht warm. Dazu kommt noch das, was wohl wirklich das limitierende Element bei der Jungpflanzenanzucht ist. Das Licht fehlte, und die Pflanzen vergeilen. Die Sonne hat zu dieser Jahreszeit noch nicht genügend Kraft und Stunden, die sie scheint.

Mal sehen, ob ich diese hier noch pikieren kann und ob da noch etwas daraus wird. Meine Erfahrung der letzten Jahre sagt mir, daß die jungen Salatpflänzchen immer wieder mal recht gakelig gelingen und dann pikiert in  kleine Töpfe, sich gut entwickeln. Im Beet dann  wachsen sie prächtig. Also aufgeben muß ich die Keinen vom März wohl noch nicht.

junge Salatpflanzen (c) by Joachim Wenk
Salat gesät vor 2 Wochen

Es gibt noch eine dritte Aussaat von Briweri-Salat. Ende Januar habe ich  im Gewächshaus direkt in den Boden ebenfalls Salat gesät. Unter dem Vlies konnte er in Ruhe machen, was er für nötig hielt. Im Bild seht ihr, daß die Saaten seit Januar schon ganz schön wachsen. Heute Mitte März sieht der Salat im Gewächshaus so aus.

junge Salatpflanzen (c) by Joachim Wenk
Salat gesät im Januar im  Gewächshaus
Also eines ist für mich schon klar geworden. Die Pflänzchen sind am kräftigsten und gedrungensten. Und ich habe nach der Saat keine weitere Arbeit mit ihnen gehabt. Kein Saatschale hin und hertragen (wie beim Januarsalat im Partyraum), nicht aufs Gießen achten, nicht pikieren. Ich habe ihn sehr dünn gesät und muß nur die noch zu eng stehenden Pflanzen vereinzeln. 
Salat lohnt meines Erachtens nicht, ihn zeitig in Saatschalen vorzuziehen. Ich denke, daß jetzt Mitte März der richtige Moment wäre. Licht und Wärme sind in einem guten Verhältnis. Allerdings, das Wohnzimmer würde ich nicht empfehlen. Das ist deutlich zu warm. 
Ebenfalls seit Januar sähte ich mehrmals Sommerlauch der Sorte Hilari.  Hier finde ich die Anzucht besonders schwierig, weil überall etwas anderes steht, wie diese geschehen muß. Über 20°C zum Keimen, dann kälter. Aber nicht unter 16°C sonst schießt er im Beet. Ein anderes mal heißt es, die Samen müssen ein paar Tage in den Kühlschrank, daß sie den Reiz zum Keimen bekommen. Wieder andere Stellen sagen gar nichts zu alledem und empfehlen ihn im Wohnzimmer zu sähen. 
Eines ist wohl war, er ist wahnsinnig langsam in Kindertagen. Also wenn er zu spät gesät wird, kann er im Sommer nicht erntereif sein. 
Der im Januar gesäte (22°C, dann 16°C) keimte, langsam aber dann doch, und ist mittlerweile kaputt. Alle Pflanzen sind kaputt gegangen. 
Anfang Februar wieder eine Aussaat Sommerlauch bei etwa konstanten 18°C.  Hier im Bild seht ihr ihn. 
junge Lauchpflanzen (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch gesät Anfang Februar (also vor 6 Wochen)
Wieder ein paar Wochen später, also Anfang März, habe ich abermals Lauch gesät. Ich versuche es diesmal gleich in  einzelne Töpfchen, dann muß ich nicht pikieren. Jetzt keimt er.  
junge Lauchpflanzen (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch gesät Anfang März also vor einer Woche
Wird der noch? Immer dieses Bangen, anstatt an den Lauf der Dinge zu vertrauen. Ich habe nachgesehen: vergangenes Jahr habe ich ebenfalls Anfang März gestät und dann schönen Lauch geerntet. Sicher entwickelt sich noch alles gut. 
Lauch und Salat waren aber nicht die einzigen Aussaaten. Auch Butterkohl, Sommerwirsing, Kohlrabi, Blumenkohl, Frühkohl habe ich gesät. Alle brauchen es nicht sehr warm um Keimen zu können und taten das dann auch. Seht ihr? Auch hier wieder fehlte das nötige Licht und sie wurden gakelig. Da auch sie im vergangen Jahr zur gleich Zeit gesät wurden, denke ich , daß ich noch etwas aus ihnen machen kann. 
Junge Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk
junge Gemüespflanzen
Bisher ziehe ich den Schluß aus meinen frühen Saatversuchen, daß die  vor Mitte März für Hobbygärtner nutzlos sind. Etliche Gemüse werden ohnehin erst ab März/April oder noch viel später gesät (Kürbis und Gurken oder Zucchini Ende April ist vollkommen ausreichend!) Egal wie es in Büchern oder im Internet steht. Bestimmt ist das bei Profigärtnern mit all ihren Möglichkeiten (Gewächshaus mit konstant regelbarer Temperatur und Beleuchtung) etwas anderes. Mancher Hobbygärtner hat sicher auch wohl diese Möglichkeiten im Kleinen für sich geschaffen und kann sich damit einen zeitlichen Vorteil verschaffen. 
Ich bin auch immer wieder in Versuchung, doch diese Pflanzenleuchten anzuschaffen oder andere Materialien. Aber wo führt das hin? Hohe Anschaffungskosten, hohe Betriebskosten und, was mir nicht unwichtig ist, bereits noch früher im Jahr wieder richtig Arbeit, Hektik oder Streß im Garten. 
Nein, das will ich nicht. Als Biogärtner weiß man schließlich auch, daß bio nicht nur heißt, keinen Kunstdünger oder Gifte einzusetzen. richtig biogärtnern heißt für mich eben auch, mit der Natur zu arbeiten. Und die sagt: im Januar und Februar ist es zu früh zum sähen. Es juckt wohl in den Fingern und man hat den Winter satt, doch die damit erzielten Ergebnisse sind nicht unbedingt motivierend für ein gerade startendes Gartenjahr. Zumindest empfinde ich es so. 
Also lasse ich das weiter mit den Unterstützungsmitteln und beobachte lieber ein wenig mehr die Natur und meine eigenen Erfahrungen, die es mir eigentlich schon gleich gesagt hatten: Es ist zu früh. Dann steht hier und da wieder etwas anderes und ich zweifle an meiner Erfahrung. Das muß sich auch noch irgendwann ändern.  
Was aber immer früh gezogen werden muß sind Paprika und Chili und bald darauf Tomaten. 
Hier stehen sie, auf dem Wohnzimmerfensterbrett. Im Februar wurden die Paprika gesät und jetzt vor einer Woche Tomaten. 
Gemüseanzucht am Wohnzimmerfenster (c) by Joachim Wenk
Gemüseanzucht am Wohnzimmerfenster

Die Paprika sind schon sehr schön. Die Wildchili eher klein aber wenigstens gekeimt. Die Ananaskirsche ist nicht gekeimt. Leider habe ich dieses Jahr dann keine, weil ich keine Samen mehr habe.

junge  Paprikapflanzen (c) by Joachim Wenk
junge Paprikapflanzen
Zum Abschluß noch etwas für die ganz treuen und regelmäßigen Leser. 
Vor über einem Jahr begann die Aussaat der Kapern. Von dem ganze Päckchen Samen entwickelte sich nach vielen Monaten (!) ein winziges Pflänzchen. Mittlerweile ist es wohl im Leben angekommen und wächst jetzt wirklich ganz entzückend. Was freue ich mich über diesen Erfolg. Gottseidank aber sind nicht alles Aussaaten derart langwierig. Nach über einem Jahr ist das Pflänzchen noch immer kleiner als die Paprika, die gerade einmal seit 4 Wochen keimen und wachsen können. 
junge Kapernpflanze (c) by Joachim Wenk
junge Kapernpflanze

Gemüse für Selbstversorger mit wenig Platz oder kleinem Balkon – Ernte über viele Monate garantiert

Google sagt es mir in regelmäßigen Abständen: Die Suchanfragen zum Stichwort „Garten“ steigen ständig. Auch ich habe den Eindruck, daß wieder ein größeres Interesse vorhanden ist, einfach selbst ein Stückchen Land zu bestellen. Die Einen lieben Stauden oder Rosen, andere wollen einfach einen Beitrag zum täglichen Essen selbst beisteuern. Mit eigenen Händen herangezogenes Gemüse und Obst mit gutem Gewissen genießen.

Das gefällt mir, bin ich doch auch nach und nach zum Hobby-Selbstversorger geworden. Wenn man die Qualität und den Geschmack von selbst  Angebautem erst einmal zu schätzen weiß, kann das beinahe eine Sucht werden mit dem Selbstversorgen.  Oder eben ein Hobby mit sehr praktischem Nutzen, wie es bei mir der Fall ist, denn das Selbstversorgen sehe ich niemals 100%ig und absolut. „Gemüse für Selbstversorger mit wenig Platz oder kleinem Balkon – Ernte über viele Monate garantiert“ weiterlesen

In der Blumenwiese blühen hunderte von Blümchen.

Eigentlich dachte ich ja, an diesem Wochenende beginnt für mich das Frühjahr 2016. Ein paar wichtige beruflich Termine sind hinter mir und es sollte bis 10 Grad warm werden dieser Tage. Die Gartenarbeit kann endlich starten.

Uneigentlich allerdings kam es mal wieder anders. Eine starke Erkältung raubt mir -fast – alle Motivation auf den Garten. Außerdem ist es zwar herrlich sonnig und trocken, aber bei deutlich unter 10 °C mit leichtem Wind doch irgendwie zu kalt. Oder macht das meine Erkältung, die mich schaudern lässt, wenn ich das Haus verlasse?

Immerhin der Natur schaden die Temperaturen nicht. Es wächst: langsam, aber beständig. Und meine Blumenwiese ist über und über mit wunderschönen weißen Blütchen übersät.

Gut, ich gebe es  zu, um dieses Foto zu schießen, mußte ich mich in den Rasen legen! Aber sie sind wirklich da, ein ganzer Teppich weißer Blütchen.

erste Blüten in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
ein weißer Blütenteppich in meiner Blumenwiese

Genau auf der Wiese hinter dem Osterbusch stehen sie. Ihr merkt schon, es sind eher kleine und unscheinbare Blümchen, die aus der Nähe betrachtet werden wollen.

Damit man auch in normaler Körperhaltung etwas Buntes im Garten sehen kann, habe ich heute die Weigelie wieder mit vielen vielen bunten Kunststoffeiern verziert. Was für ein Gefiesel, bis die dran sind. Solch eher ruhig-besinnliche Gartenarbeiten konnte ich trotz Erkältung dann am Nachmittag doch erledigen. Ich kann doch nicht nur drinnen sein, es ist Mitte März!

bunte Ostereier am Strauch (c) by Joachim Wenk
es ist wieder so weit, die Weigelie im Osterchmuck

Außer weiß, blüht  doch noch etwas. Ich erfreue mich an dottergelben Krokussen bei den Schneeglöckchen.

Schneeglöckchen und Krokusse (c) by Joachim  Wenk
zu den Schneeglöckchen haben sich  Krokusse gesellt

Nach einigen Monaten fange ich nun auch langsam an, die Palme wieder auszupacken. Mit ein wenig mulmigem Gefühl entfernte ich die Vlies-Haube. Die Wedel darunter sind wohl etwas zerknautscht, aber intakt. Der Frost hat ihnen nichts ausgemacht. Und das obwohl ein paar Tage oder besser Nächte im Januar doch das Thermometer unter die -10°C Marke sank.

Wie ich gelesen habe, sind die  Blätter das Frostunempfindlichste an der der Palme. Daher schien es mir der richtige Zeitpunkt, die Haube zu  entfernen. Gestern war auch die Sonne immer wieder von grauen Wolken verdeckt. Sehr gut.  Können doch sonst die Blätter verbrennen, wenn man unbedacht so einen Vlies-Schutz nach so langer Zeit entfernt.

Palme überwintern (c) by Joachim Wenk
nach und nach wird die Palme wieder ausgepackt

Rechtzeitig vor den genannten eisigen Winternächten kam auch die Seerose in ein Fass und in den Überwinterungsraum. Weniger sie, war der Grund der Sorge, als das Becken und der starke Frost. Bevor da etwas kaputt geht, haben wir uns entschlossen, sie einzuwintern. Mittlerweile habe ich das Becken wieder mit Wasser gefüllt. In den kommenden Tagen wird sie im Wurzelballen der unbändig wuchert, gestutzt. Ein wenig organischen Dünger mische ich mit Erde und versenke das in ein Loch, das ich in den Ballen bohre. Schließlich will ich die Wurzeln erreichen und nicht nur das Wasser mit Dünger sättigen.

(c) by Joachim Wenk
die Seerose muß sich wieder ans Freie gewöhnen

Oh und das hier ist nun auch fertig. Heute morgen war Volker mit einem Bekannten an den Weihern um ein paar kaputte und / oder störende Erlen um zu sägen. Zum einen haben wir jetzt wieder sehr schönes Brennholz für einen kommenden Winter und zum anderen fand er hinter der Hütte im Gestrüpp noch genau so ein Rohr, wie ich es benötigte.

Wir haben es auf die passenden Länge abgeschnitten und mit vielen großen Löchern durchbohrt. Das ist mein Wurmkompost-Produktionsbehälter, der in das Erdbeerfass hinein kommt.

Wurmhumuseinsatz Wurmkompost Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
Wurmkompost-Einsatz für das Erdbeerfass

Ihr erinnert euch ? Das ist das Fass. Jetzt kann ich es mit Erde füllen. Dabei wird in der Mitte das Rohr mit den Löchern stehen. Die Erde kommt nur aussen herum. Dann kann ich die Erdbeeren pflanzen. Und im Frühjahr dann beginne ich das Rohr langsam (!) mit Bioabfällen zu füllen. Blätter, Küchenabfälle, Rasenschnitt, Kaffeesatz und vieles mehr. Dann werde ich es etwas vergammeln lassen und ein paar Würmer aus der Wurmfarm dazu geben. Sicher sind erste Regenwürmer auch schon in der  Garten- und Maulwurfshaufen-Erde, die ich einfülle. Sie können sich dann bei dem leckeren Essen und der tollen Wohnung (der Erde um das Rohr) nach Herzenslust vermehren und immer weiter den nach und nach eingefüllten Bio-Abfall in Humus umwandeln.

 Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfass

In der Wurmfarm sickert das dabei entstehende Wurmwasser oder Wurmtee nach unten weg, wird aufgefangen und verdünnt zum Gießen verwendet. Hier kann es gleich in die umgebende Erde sickern. Es gehen keine Nährstoffe verloren. Zuerst halt  nur unten. Aber mit zunehmender Füllung kommt es auch weiter oben wachsenden Pflanzen zu Gute. Die Wurzeln der Pflanzen können, wie die Würmer, durch die Löcher hindurch gelangen und die Nährstoffe abholen, wie sie die benötigen.

Wie gesagt, langsam kommt die Zeit, dass  man im Gemüsegarten anfangen kann. Der Bärlauch ist schon deutlich zu erkennen und der Schnittlauch daneben ebenfalls.

Bärlauch Schnittlauch (c) by Joachim Wenk
Bärlauch und Schnittlauch können es nicht mehr erwarten

Es hatte die vergangenen Wochen ja wirklich exzessiv geregnet. Kühl ist es auch und damit ein Bearbeiten des Bodens auch ohne Erkältung nicht ratsam. Eigentlich ist das so. Aber wieder ist es uneigentlich anders. Ich stelle fest, daß der Boden oberflächlich schon abtrocknet. Der ewig blasende Wind ist hier wohl mit verantwortlich.

Mir läuft die Nase, mir tun die Knochen weh und vom Kopf will  ich erst garnicht anfangen. Aber jetzt will ich es wissen.

Meine kürzlich erworbene Grabegabel, die mir so super gut gefällt, ist ja noch jungfreulich. Das probiere ich nun. Und wer sagt es ? Sie ist super, nicht nur optisch.  Ich habe sofort das ganze Dreieck mit ihr umgegraben. Auch der Boden ist ganz toll. Die Grabegabel flutsch in den lockeren Boden auch ohne mit dem Fuß auf ihr zu stehen. Nur mit den Händen kann ich sie hineindrücken. Das war anfangs ganz anders!
Hier auf dem Fleckchen Erde  sollen dann die Erdbeeren stehen, die das Schneckenzaunbeet verlassen müssen. Das Beet mit dem Blechzaun ist mein größtes Einzelbeet und wenn darin nichts Dauerhaftes, wie eben Erdbeeren steht, kann ich im Herbst und im Frühjahr, schön mit der Motorhacke darüber gehen. Die Grabegabel ist für die kleineren Beete und für das Lockern zwischendurch.

 Mein erstes Beet in diesem Frühjahr . Jetzt kann es noch etwas liegen. Aufkeimendes Unkraut ist so leicht zu entfernen und dann werden die Erdbeeren umgepflanzt. Allerdings sollten bis dahin die anderen Wegplatten verlegt und die Rabatten zur Beetbegrenzung gesetzt sein. Dann fällt beim Hacken, Sähen oder  Graben im Beet nicht ständig alle Erde direkt auf die Wegplatten und muß wieder weggekehrt werden. Auch optisch freue ich mich auf die neuen Wege.

Das sollte dann jetzt allerdings bald geschehen. Denn bevor diese Arbeit nicht verrichtet ist, macht es keinen Sinn, in den Beeten mit dem Sähen oder Pflanzen zu beginnen.

erstes vorbereitetes Beet im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
erstes vorbereitetes Beet in diesem Frühjahr

Das habe ich lieber drinnen gemacht. Heute stand der Mond gut für Tomaten und so habe ich meine Tomaten für dieses Jahr gesät. Vier Sorten, die sich mittlerweile bewährt haben. Eine Fünfte ist neu, weil eine andere doch jedes Jahr wieder hier und da Probleme machte. Und dann  noch eine riesige Ausnahme in meinem Garten.

Aus bewussten Überlegungen sähe ich ja bekanntermaßen alle Gemüse und Kräuter selbst aus samenechten (!) Sorten.

Nun ergab sich in einem sozialen Netzwerk die Möglichkeit, die Samen der speziellen Tomaten, die für den Heinz-Ketchup verwendet werden zu bekommen. Eine Imagekampagne der Firma. Ich habe sofort zugeschlagen, dann recherchiert. Es handelt sich natürlich um das genaue Gegenteil meiner Philosophie. Wie ich es verstanden habe sind die Tomaten nicht nur „nicht-samenecht“. Sie besitzen nicht einmal mehr Samen. So kann niemand heimlich die Wunder-Tomaten großziehen und ähnlichen Ketchup wie die Weltfirma produzieren.

Oder ist der Grund für diese Züchtung (wie auch immer sie entstanden ist) ein ganz anderer pragmatischer? Wer selbst Tomaten zu Ketschup und Sauce verarbeitet, weiß,daß die Kerne stören und raus müssen. Wenn erst keine drin sind, erleichtert das natürlich den Produktionsprozess enorm.

Jedenfalls habe ich hin und her überlegt, ob so eine Pflanze in meinen Garten soll. Jetzt habe ich aber die Samen und bin einfach neugierig, wie sie wächst, wie gesund sie ist und wie sie schmeckt. Obwohl ich eher keinen Platz für zusätzliche Tomaten habe, werde ich den Versuch wagen. Ich bin gespannt.

Wurmhumus im Erdbeerfass und ein neues Regal fürs Gewächshaus

Für Gartenarbeit war das Wetter am Wochenende nicht unbedingt geschaffen.  Kalt war es und windig mit viel Regen dazwischen. Also haben wir uns aufs  Basteln für den Garten beschränkt.

Mein Fass ist nun auch so weit vorbereitet. Alle 20 Pflanzlöcher sind eingeschnitten und mittels Heißluft und Sektflasche in Form gebracht.

Pflanzfass für Erdbeeren und Wurmhumus (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion
In den Boden kamen noch große Löcher, damit überflüssiges Wasser abfließen kann. 
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion
Und innen liegt über den Bodenlöchern das Gitter, das im leeren Fass mit drinnen war. Das hindert die Erde daran, die Löcher gleich zu verstopfen. Das Fass war ursprünglich die Verpackung für Back-Oliven, also Lebensmittel. Somit erübrigt sich  die Frage, ob etwa Schadstoffe zurück bleiben, die den Pflanzen und Regenwürmern Schaden zufügen könnten. 
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion (c) by Joachim Wenk
Pflanzfass für Erdbeeren mit Wurmhumus-Produktion

Das Fass wird jetzt mit Erde gefüllt. Zuvor muß aber noch ein Kunststoffrohr, wie es für Abflüsse verwendet wird, mit großen Löchern versehen werden. Das steht dann mittig und senkrecht im Fass. In die Pflanzlöcher kommen Erdbeerbpflanzen. Die stehen schon bereit. Eine ganz frühe Sorte, eine mittelfrühe Sorte, eine späte Sorte und ein paar Pflanzen, die den ganzen Sommer über tragen.

Die Idee dahinter ist die, daß in dem anfangs leeren  Rohr Küchenabfälle und Gartenabfälle, kleingeschnitten gesammelt werden. Ein paar Würmer aus meiner Wurmfarm kommen dazu. Sie werden die Abfälle, wie in meiner Farm in wertvollen Wurmhumus umwandeln und sich vermehren. Die austretende Flüssigkeit, die in der Farm unten als düngender Wurmtee aufgefangen wird, sickert hier gleich ins umliegende Erdreich im Fass. Die Pflanzen können mit ihren Wurzeln auch in die Röhre hineinwachsen und sich direkt mit den Nährstoffen versorgen. Wurmhumusproduktion an Ort und Stelle.

Das gleiche System wird übrigens auch für Hochbeete empfohlen. Ein Gitterkorb in der Mitte des Beetes ebenerdig eingegraben dient dann, wie hier das Rohr, als Sammelstelle für organische Abfälle, die an Ort und Stelle von den Würmern in  wertvollen Wurmhumus umgewandelt werden.

Wurmhumus hat übrigens den Vorteil, daß er nicht, wie richtiger Gartenkompost, lange reifen und sich umwandeln muß, bevor er für die Pflanzen nicht mehr zu aggressiv oder gar schädlich ist.

Im Gegenteil, bei meiner Wurmfarm muß ich immer darauf achten, daß keine Samen (Tomaten, Paprika etc.) hinein kommen oder Kartoffelreste mit noch aktiven Augen. Das Zeugs treibt sofort,  noch in der Farm, aus und beginnt mit dem  Wachsen. Ein hier aber unerwünschter Effekt.

So ein Fass habe ich im  Internet einmal gesehen. Weil ich seit über einem Jahr sehr gute Erfahrungen mit meinen Würmern gesammelt habe, erschien mir die Idee als reizvoll. Einen Versuch ist es Wert.

Im Gewächshaus ist es momentan noch frostig, wenn auch weniger frostig als im Freien. Daher keimen und  wachsen die Saaten in der Erde bereits erfreulich gut. Während oft draußen die Erde gerade am Morgen oberflächlich gefroren ist, bleibt sie im Haus, gerade unterm Vlies frostfrei. Die erhöht stehenden Saatschalen auf dem Pflanztisch allerdings sind dann immer ebenfalls gefroren. Ich habe etliche von den Tischen, die mir im Frühjahr dann gute Dienste leisten. Meine Gemüsesaaten haben schön darauf Platz und stehen geschützt im Gewächshaus. Dort entwickeln sie sich deutlich besser und kräftiger, als auf einer Fensterbank in der Wohnung. Allerdings kommt immer die Zeit, da ich die Paprika und Tomaten auspflanzen muß. Dann habe ich keine Stellfläche mehr im Gewächshaus. Gleichwohl geht aber das Anziehen von diversen Kohlpflanzen oder Salaten immer weiter.

Ein Wandregal musste her. Leider bietet die Firma meines Gewächshauses nur die Tische an und nichts für die Wände. Die Kunststoffprofile, die zwar bisher alle kräftigen und sehr kräftigen Stürme und Böhen anstandslose aushielten, sind wohl  nicht kräftig genug für ein Wandregal.

Daher habe ich einfach eines, das mir gefiel bestellt und wir haben an die Profile Latten geschraubt. Jetzt hängt das Regal an den Latten und nicht direkt an den Profilen. Somit können endlich auch im Sommer die Saatschalen im Gewächshaus stehen und müssen nicht im Halbschatten vom Carport ihren Platz haben. Direkt im Freien will ich sie auch nicht stehen haben, da Platzregen und Vögel den zarten Pflanzen durchaus schaden können.

Wandregal im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Wandregal im Gewächshaus
Wandregal im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Wandregal im Gewächshaus 
Ich freue mich schon, wenn es hier wieder los geht. Mittlerweile weiß ich auch, was ich wohin pflanzen und sähen werde. Es muß nur wärmer werden, dann kann ich den Boden bearbeiten und vorbereiten. Der Gründünger muß untergearbeitet und das übrige Laub entfernt werden. Der Boden selbst ist herrlich locker überall. Das war am Anfang nicht der Fall. Erste Fortschritte der Bodenpflege sind also erkennbar. 
Gemüsegarten im Februar (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten Ende Februar

Das große Staudenbeet sieht noch recht leer aus. Betrachtet man es aber aus der Nähe, so sieht man überall die Zwiebelblumen kommen. Erste Krokusse blühen bereits und einige Stauden haben mit dem Wachstum begonnen.

Staudenbeet  im Februar (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet  im Februar 

Hoch erfreut und überrascht, war ich über die beiden hier. Sämlinge vom benachbarten Fingerhut. Ich mag diese Stauden sehr und weiß, daß sie sich auch fleißig selbst aussähen. Gerade das liebe ich dann so, wenn sie überall erscheinen. An Stellen, wo man sie nie hinpflanzen würde, die aber doch gerade den romantischen Charme eines Gartens ausmachen. Jetzt, zum ersten Mal entdeckte ich also zwei ganz wunderbar kräftige Jungpflanzen.

Sämlinge vom Fingerhut (c) by Joachim Wenk
Sämlinge vom Fingerhut