Minimal-Selbstversorger-Pflanzen: ewiger Kohl und Winterheckenzwiebel

Ich schreibe in meinem Blog viel von mir als Selbstversorger. Für mich bedeutet Selbstversorger-sein, dass man sich selbst mit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau versorgt. Da ist nichts Dogmatisches und Ausschließliches dabei. Da gibt es kein „muß“ oder „darf nicht“. Es ist eine Lebenseinstellung mit viel Freude am Selbermachen und der produktiven Betätigung. Und es ist eine Haltung mit viel bewusst wahrgenommenem Leben und der eigenen Umwelt.

Nun schreibe ich auch ganz bewusst nicht, daß man das Gemüse im eigenen Garten anbaut. Den hat ja nicht jeder. Ich selbst bin mir meinem Luxus des großen eigenen Gartens immer dankend bewusst. Gleichwohl möchte ich den Spaß am Selbstversorgen einer möglichst großen Leserschaft vermitteln und Anleitung bieten.  „Minimal-Selbstversorger-Pflanzen: ewiger Kohl und Winterheckenzwiebel“ weiterlesen

Draußen ist Winterwetter, im Haus und Gewächshaus wird derweil weiter gewachsen.

Also der April ist ja bekannt für sehr wechselhaftes Wetter. Im Moment ist es aber doch eher als konstant und beständig zu bezeichnen. Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt und Schneetreiben oder Graupeschauer lassen mich wünschen, der April wäre launisch und wechselhaft. Vier Tage Dauer-Winter  im April sind nun vorüber und eine Besserung soll erst zum Wochenende kommen.

Ich bin gespannt, wie meine Gemüsepflanzen im Freien das überstanden haben werden. Im Gewächshaus stehen die Jungpflanzen ganz ordentlich. Wenn gleich ich sagen muß, daß sie in den vergangen Jahren um diese Zeit schon weiter waren.

Hier seht ihr Blaukraut, Sommerastern und Winterheckenzwiebeln. Die Zwiebeln freuen mich besonders. Sind sie doch nichts anderes als Frühlingszwiebeln, die man aber wachsen lässt. Wenn ich das richtig recherchiert habe und die lateinischen Namen, so man an die überhaupt ran kommt, vergleiche.

Frühlingszwiebeln habe ich noch nie geschafft anzubauen, weil sie einfach nicht keimen wollen bei mir. Hier und da einmal  eine, die wächst dann  auch ordentlich und kann geerntet werden. Aber eine fortlaufende Ernte, gemäß unserem Bedarf war noch nie möglich. Das ist in meinem Fall besonders schade, weil ich auf  normale Gemüsezwiebeln eine Unverträglichkeit habe. Daher kann ich sie nicht im Essen verwenden. Weder roh oder gekocht noch getrocknet. Irgendwann habe ich festgestellt, daß mir dagegen Frühlingszwiebeln nichts ausmachen. Daher sind die, rund ums Jahr, so mit das  einzige zugekaufte Gemüse. Zu dumm, dass gerade die mir bisher nie gelungen sind.

Jedenfalls will ich es nun mit der Winterheckenzwiebel probieren. Ein Pflanze habe ich mir gekauft und ein Tütchen Samen zugelegt. Sowohl hier in der Topfplatte, als auch direkt im Gewächshausboden sind sie sehr zuverlässig gekeimt. Jetzt bin ich einmal gespannt, wie sie weiter wachsen und vor allem, wie ich sie vertrage.

Im Beet stehen, zum Schutz der mal wieder noch immer nicht gekeimten Möhren zwei Reihen Steckzwiebeln. Die nimmt mir dann in reifem Zustand meine Mutter ab. Ich kann sie ja leider nicht verwenden.

selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
selbst gesäte Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Entgegen der früheren Jahre habe ich Kohl auch nicht in Topfplatten mit Aussaaterde gesät, sondern in einer Schale mit Gartenerde, gemischt mit Blumenerde. Bis jetzt stehen sie ganz ordentlich in ihrer Kinderstube.

junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk
junge Kohlpflanzen (c) by Joachim Wenk

In meiner Aufzuchtstation im Gewächshaus sind auch  Blutampfer, Natterkopf und Türkenmohn gekeimt. Die müssen jetzt unbedingt in größere Töpfchen gepflanzt werden. Den Natternkopf hatte ich vergangenes Jahr als Staude gekauft. Er blühte wirklich monatelang mit seinen hellblau-rosé-farbenen Blüten. Das war sehr  hübsch. Noch mehr begeisterte mich aber seine Wirkung auf Hummeln. Ein Magnet auf Metall könnte keine stärkere Wirkung zeigen. Das Brummen der kleinen felligen Flieger war schon fast Lärmbelästigung in der Menge in der sie über die Staude hergefallen sind. Dieses Jahr will ich ihnen wieder eine so beliebte Futterpflanze zur Verfügung stellen. Den Türkenmohn habe ich als Staude bereits mit dem Garten übernommen. Keiner weiß, wie alt die Staude ist. Jetzt habe ich mir Nachwuchs selbst heran gezogen. Die Blüten sind gigantisch und glühend hellrot. Nach der Blüte und der Samenbildung verschwindet die Staude mitten im Sommer und wartet auf das  nächste Frühjahr. Ein für mich damals unbekannter Rhythmus, der mich zur Annahme verleitete, daß die Staude kaputt gegangen ist. Mittlerweile, weiß ich um diese Eigenschaft und habe andere Stauden daneben gestellt, daß im Sommer nicht ein Loch im Bewuchs bleibt, wenn der Mohn eingezogen hat.

Den  Neusseländer Spinat, der dieses Jahr endlich einmal gekeimt ist, habe ich schon pikiert.

Der Sommerlauch ist bereits gepflanzt. Der Lauch für den Herbst ist sehr schön gekeimt und der Lauch zum Überwintern mag bislang noch nicht aus der Erde heraus schauen.

Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen Anzuchtstation im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk

Direkt im Gewächshausboden  sind die Radieschen und Eiszapfen-Radieschen bald aufgegessen. Winterportulack und Rukola schicken sich an zu blühen. Die haben ein paar Mal den Salat ergänzt. Der Kopfsalat wurde direkt in den Boden gesät und hat sich zu sehr schönen Pflanzen entwickelt.

Frühjahrsgemüse im Gewächhaus (c) by Joachim Wenk
im Gewächshaus wächst es munter weiter (c) by Joachim Wenk

Das hier ist keine Mumie, sondern die überwinterte Andenbeere. Ich habe sie sicherheitshalber noch mit einer zusätzlichen Vlieshaube versehen.

Den Salat, den man hier sieht, habe ich übrigens im Januar in der Saatschale gesät. Dann irgendwann war er groß genug zum Auspflanzen. Man erkennt keinen nennenswerten Unterschied zum einige Wochen später, direkt in die Erde gesäten Salat im obigen Bild.

Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Andenbeere mit zusätzlich Vlies im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Damit der Frost nachts nicht so ins Haus kann, stehen zwei Brenner im Gwächshaus. Bisher funktioniert das ganz gut. Ich hoffe aber, daß ich sie bald wieder löschen kann.

Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Paraffin-Brenner im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Im Vorraum zum Wohnhaus stehen bei etwa 15-18 Grad die Tomaten. Die sollten langsam einmal mit Stützstäben versehen werden. Eine Aufgabe für den morgigen Wintertag. Die kleinen Pflänzchen vorne in der Schale, habe ich einige Wochen später gesät. Die anderen kamen alle am gleichen Tag in die Erde. Sie sind unterschiedlich  groß, daran erkennt man bereits jetzt die verschiedenen Sorten. Insgesamt werden meine Tomaten immer sehr hoch. Daher verwende ich dann im Beet mein eigenes Rankgestell, das ich vergangenes Jahr aufgestellt habe. Dort können sie die 2m erreichen. Dann kappe ich die Spitze. Alles was darüber hinaus noch wachsen würde, hätte ohnehin keine Chance mehr zu reifen. Unsere Vegetationsperiode für Tomaten ist einfach zu kurz.

Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk

Und im Heizungskeller bei 18-20 Grad Celsius wachsen meine Paprika, Wildchilli und drei Ananaskirschen zum Naschen.

Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Paprika-, Wildchilli und Ananaskirschenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk

Alle paar Jahre muß es sein: die Hanfpalme braucht einen neuen Kübel

Hatte ich es nicht gewusst?  Gut, dass ich die herrlichen  Frühlingsbilder vor kurzem veröffentlicht hatte. Am Wochenende war es ganz fürchterlich kalt und windig und scheußlich. Beinahe im Viertelstundentakt wechselte das Wetter von blauem Himmel mit Sonnenschein zu schwarzen Wolken mit Graupel- und Schneestürmen. 
Immer aber blieb das Thermometer unter der 5°C-Marke hängen.  Nachts war richtig Frost mit gefrorenem Boden am  Morgen. 
 Aus meinen Schilderungen wird wohl deutlich, daß an Gartenarbeit nicht zu denken war. 
Einzig die Palme haben wir endlich umgetopft. Blumen-Umtopfen ist ja nun auch nicht so der große Akt. Hat man aber eine große Hanfpalme vor sich, braucht es schon zwei Personen (und einen Hund), um das Werk vollenden zu können. 
Jedenfalls muss sie erst einmal raus aus ihrem alten Topf, in dem sie schätzungsweise acht Jahre verbracht hat.
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk

 Dann schneide ich, wie bei jedem Palmen-Umtopfen, unten vom Wurzelballen mit der Säge eine dickere Scheibe ab. Palmen drücken sich mit ihren starken Wurzeln immer nach oben aus den Töpfen heraus. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, vor dem Eintopfen den Wurzelballen so erst etwas zu verkleinern.

Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme umtopfen (c) by Joachim Wenk

Irgendwie gelang es uns dann auch, sie senkrecht hoch zu heben und in den neuen Topf zu setzen. Zwei Säcke Kübelpflanzenerde haben noch  in den neuen Kübel zur Palme gepasst. Jetzt kann sie wieder ein paar Jahre darin stehen.

Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk

Eine kleine Sorge habe ich noch. Die Halterung mit der wir sie an der Wand vom Palmenhaus, fixieren wollen ist noch nicht fertig. Wenn jetzt ein starker Wind kummt, kippt er sie in ihrem neuen Topf um. Dann dürfen wir wieder von Vorne anfangen, die Palme mit Erde ausleeren und neu einsetzen. Hoffentlich kommt erst mal kein Sturm!

Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme im neuen Kübel aus Stahl (c) by Joachim Wenk

Zur Erinnerung noch einmal diese Fotos. Man sieht, der Neue ist schon etwas größer als der Alte.

der alte und der neue Palmenkübel (c) by Joachim Wenk
der alte und der neue Palmenkübel (c) by Joachim Wenk

Der Neue besteht aus 1,5mm dickem Stahlblech. Wir haben ihn innen mit Isolierplatten verkleidet. Darauf ist für den Winter die Wurzelheizung angebracht. Dann kam noch Teichfolie in den Topf und schließlich die Palme. Gegen den sich bei Regen lösenden Rost, der dann auf den neuen Pflastersteinen unentfernbar herumläuft, haben wir den Kübel innen und aussen nach Gebrauchsanleitung mit Owatrol-Öl gestrichen. Nachdem es getrocknet war, stand der Kübel wieder draußen im Regen und hat keine Rost mehr verloren. Die rostige, rauhe Oberfläche ist mit dem Öl (anders als bei Verwendung von Klarlack) schön erhalten geblieben.

Palmenkübel aus Stahlplatten mit Innen-Isolierung und Wurzelheißzung (c) by Joachim Wenk
Palmenkübel aus Stahlplatten mit Innen-Isolierung und Wurzelheißzung (c) by Joachim Wenk
Nicht gelogen, kaum stand sie kam wieder ein grauslige Schauer Eis vom Himmel. Also nix wie rein in die gute Stube und die Fotos mit Sonne und Frühling von  vor zwei (!) Tagen anschauen. 
Aprilwetter (c) by Joachim Wenk
Aprilwetter (c) by Joachim Wenk 

Traumhafte Frühlingsbilder vor dem Wetterumschwung am Wochenende

Bevor nun am Wochenende der April ein Machtwort spricht und seinem Namen wettermäßig alle Ehre macht, schwelge ich heute erst einmal noch in den herrlichen Erinnerungen der vergangene Tage. Ab Samstag werde ich die Bilder dann brauchen, um mir bei eisigem Wind und wenigen Graden über Null, schöne Gedanken zu machen. 
So jedenfalls sieht der Garten bei 28°C in der Sonne und 18°C im Schatten aus. Über die Menge düsterer Wolken am Himmel macht ihr euch am besten selbst, beim Betrachten der Fotos, ein Bild. 
Es ist wieder an der Zeit den Rasen zu mähen. Zuvor schnell noch ein paar Frühlingsblumenfotos machen und dann auf den Mäher. Weit kommen wir nicht, dann ist er kaputt. Im hohen Gras war das Gummispielzeug vom  Hund leider nicht zu sehen. Das Mähwerk vom Aufsitzmäher allerdings hat es gefunden. Nun ist der Mäher in der Werkstatt und wir durften alles mit dem normalen Rasenmäher bewältigen. Da weiß man erst wieder, was man am Aufsitzmäher mit dem großen Auffangbehälter hinten daran hat. Unzählige Male mußte das kleine Körbchen des anderen Rasenmähers geleert werden. Das verdoppelt dann fast die zurück gelegte Strecke. 
Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen (c) by Joachim Wenk
Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen (c) by Joachim Wenk

Schließlich ist es geschafft. Übrigens, keine Angst, die Gänseblümchen und Löwenzähne sind in wenigen Tagen wieder am Blühen.

 (c) by Joachim Wenk
Die Blüten kommen bald wieder, ab und an muß man eben den Rasen mähen (c) by Joachim Wenk

Hier vor dem Haus wird noch lange nicht gemäht. Auf der rechten Seite blühen bereits die weißen Narzissen.

weiße Narzissen im Rasen (c) by Joachim Wenk
weiße Narzissen im Rasen (c) by Joachim Wenk

Zur Linken, die gelben Narzissen sind mittlerweile verblüht. Das fällt im ersten Moment gar nicht auf, weil ja nun wieder alles Gelb ist. Der Löwenzahn ersetzt die Zwiebelblumen.

Die Tulpen stehen schon bereit und öffnen auch bald ihre Knospen. Dann herrscht nicht mehr Gelb vor, sondern Rot und Fliederfarben.

Blumenwiese und Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blumenwiese und Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk

Die ersten Tulpen im Staudenbeet glühen bereist feuerrot in der Sonne.

rote Tulpen vor gelbem Löwenzahn (c) by Joachim Wenk
rote Tulpen vor gelbem Löwenzahn (c) by Joachim Wenk

Es ist nicht lange her, daß hier das Futterhäuschen für die Vögel darauf stand.  Jetzt, bei der Wärme, wird fleißig getrunken und nicht mehr gegessen.

Vogeltränke in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk
Vogeltränke in der Blumenwiese (c) by Joachim Wenk

Schön, wie so nach und nach die einen Darsteller sich nach ihrem  Auftritt zurück ziehen und die anderen die Bühne betreten. Und wo  überall geblüht wird. Es sind immer wieder geliebte kleine Überraschungen, die ich sehr genieße.

Oh, hier habe ich Traubenhyazinten gesteckt? Ach ja, da habe ich doch mal die verblühte Schachbrettblume eingegraben. Hier? Ne, niemals habe Ich hier etwas reingepflanzt, wie kommt denn das da hin? So oder so ähnlich spreche ich gerade wieder des öfteren mit mir, beim Rundgang durch meinen Garten.

Traubenhyazinthen (c) by Joachim Wenk
Traubenhyazinthen (c) by Joachim Wenk

Manches habe ich aber wirklich gepflanzt und erinnere mich sogar daran. Über die Vergissmeinnicht freute ich mich ja bereits in einem meiner letzten Beiträge.

Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk
Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk

Ebenso über die Frühjahrsbepflanzung an der Haustüre. Die gelben Ranunkeln knallen so richtig rein, findet ihr nicht?

Frühlingsblüher im Kübel vor der Haustür (c) by Joachim Wenk
Frühlingsblüher im Kübel vor der Haustür (c) by Joachim Wenk

Die Stauden im Beet vor dem Haus wachsen wirklich traumhaft. Und überall Ableger und Sämlinge. Das freut den Geizhals in mir. Naja zumindest den Sparsamen, der bewusst mit seinen finanziellen Ressourcen umgeht. Ein Staude gekauft und im nächsten Jahr schon etliche davon überall verteilt. Das System gefällt mir!

Ach ja, wer findet die Bananenstaude im Foto? Sie beginnt auch wieder zu treiben. Das vergeht ihr wohl leider in der kommenden Woche mit Nachtfrost. Aufhalten wird es sie jedoch nicht.

Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk

Heute scheint die Sonne richtig abartig vom Himmel. Die gelben Tulpen sind kaum zu erkennen. Dennoch zeige ich das Foto hier, weil es so schön voller Leben und Wachstum ist. Hier haben sich die Färberkamillen (eine gekauft und jetzt ganz viele im Beet!) zu einem waren Teppich ausgesät.

Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk
Blick ins Staudenbeet im April (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten hätte ich die Kartoffeln stecken können. Es kommt Bodenfrost und tagsüber erreichen die Temperaturen wohl keine zweistelligen Werte mehr. Warum soll ich dann die Knollen erschrecken  und  in den – dann recht kalten und nassen – Boden legen. Bei der Kälte wachsen sie nicht. Die sollen lieber noch etwas weiter vortreiben und kommen nach der Kaltwetterperiode in den Boden. Der sollte ohnehin mindestens 6°C haben, glaube ich mich zu erinnern.

Leider keimen meine Saaten im Beet einmal wieder, warum auch immer, sehr schlecht. Möhren sind keine zu erkennen, die Ackerbohnen kommen vereinzelt und selbst der Mangold zeigt sich nicht. Es ist sicher einfach viel zu trocken schon wieder.

Die Gemüsevorzucht im Gewächshaus läuft. So kann ich heute die Sellerie pikieren. Man hätte sie etwas früher sähen können.  Aber jetzt ist sie auch schon schön. Vergangenes Jahr, sah es zu der Zeit ähnlich aus und im Herbst erntete ich wundervolle Knollen. Allerdings werde ich die pikierten Pflänzchen nicht mehr ins Gewächshaus stellen, wenn am Wochenende der Nachtfrost kommt. Im Gartenbuch steht, daß sie jetzt locker sogar schon draußen stehen könnten. Zu beachten ist aber, dass sie schlecht oder gar keine Knollen bilden, wenn sie jetzt Frost bekommen. Dann schießen sie ins Kraut. Das will ich vermeiden. Das Gewächshaus ist aber nicht garantiert frostsicher. Sie stehen jetzt im unbeheizten Partyraum an der Terrassentür. Dort kommt jetzt kein Frost mehr hin.

Also setze ich mich ein wenig in die Sonne und kümmere  mich um die kleinen Pflänzchen.  Danach ist noch die Königskerze dran. Samen vom vergangen  Sommer kamen im Februar, glaube ich, in die Saatschale und jetzt wird pikiert. Im sonnigen Staudenbeet vor dem Haus sollen ein oder zwei Pflanzen stehen. Ab da werde ich mich wohl nicht mehr darum kümmern müssen, sie zu sähen und zu pikieren. Das übernehmen sie dann selbst.

Sellerie pikieren (c) by Joachim Wenk
Sellerie pikieren (c) by Joachim Wenk

Meine Hanfpalme hat den Winter im Freien überlebt. Das bedeutete, ich muß einen neuen Topf besorgen. Der Alte ist längst überfällig.

Gefallen hat mir der quadratische hier aus verrostetem Blech. Der sollte eine Weile halten. Und die Farbe passt sehr gut zur Umgebung. Nach einer Nacht im Regen allerdings waren die neuen Pflastersteine voller Rost. Und der geht nicht mehr ab. Wie sieht das dann nach einem Jahr aus?

So kann es nicht sein! Aber der Kübel ist doch gekauft und bezahlt.  Auf  Nachfrage beim Lieferanten erfuhr ich, daß Gartenbaubetriebe  diese Dinge mit Owatrol-Öl behandeln.  Das ist nun geschehen. Das Öl lässt sich leicht streichen,  fixiert den Rost, verhindert in großen Teilen weiteres rosten und lässt dem Kübel die rustikale Oberfläche. Klarlack, auch eine Alternative, hätte die Oberfläche und damit das gesamte Erscheinen, sehr zum Nachteil verändert.

In den Kübel kam eine Isolierung. Darauf dann das Heizkabel für den Winter. Noch nicht zu sehen ist die Teichfolie, die nun noch das Innere auskleidet, um das Heizkabel vor den organischen  Säuren und Wurzeln zu schützen. Am Samstag wird Erde besorgt und die Palme umgetopft.

Stahlkübel für die Palme (c) by Joachim Wenk
der neue Kübel für die Palme (c) by Joachim Wenk

Stahlkübel für die Palme (c) by Joachim Wenk

Zu guter Letzt noch der Ausblick von unserem Schlafzimmer auf die Blumenwiese im Vorgarten, den Dorfweiher und noch etwas anderes. Da seit mal gespannt. Ich werde demnächst darüber berichten….

Blick vom Haus in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk
Blick vom Haus in den Vorgarten (c) by Joachim Wenk

Spalierobst und Obstwiese mit Apfelbäumen

Und wieder sind zwei Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Sie sind seit ein paar Monaten mal mehr und mal weniger in Vorbereitung und dümpeln gar seit Jahren im Hinterkopf herum.

Zwei Apfelbäume sind gepflanzt, die an einem Spalier erzogen werden sollen und zwei weitere Apfelbäume hab ich draußen bei den Weihern gepflanzt. Sie werden zu Halbstämmen erzogen, weil dort der nötige Platz dazu ist. Zwar wäre auch Platz für Hochstämme, die dann aber bei der Ernte recht umständlich sind.

Die jungen Bäume habe ich ganz zeitig im Jahr bereits von einem Bekannten erhalten. Es handelt sich um widerstandsfähige, gesunde alte Sorten.

In vielen Mailkontakten habe wir lange überlegt, welche Bäume für mich in Frage kämen. Wichtig war mir, daß sie sich auch gegenseitig beim Bestäuben helfen, da in der näheren Umgebung keine anderen Apfelbäume stehen. Lagerfähig sollten die Früchte sein, natürlich von alten und bewährten Sorten. Wenn sie dann noch robust und wenig krankheitsanfällig sind, wäre es mir durchaus recht.

Tatsächlich konnten wir uns auf zwei Bäume einigen, als es dann aber, wie so oft im Leben, anders kam. als gedacht.

Genau darin lag das Problem. Ich habe etwas anderes gedacht, als der Apfelprofi.

Ich hatte Halbstämme im Sinn. Draußen bei den Weihern sollten sie stehen, wo sie sich entfalten können. Im Frühjahr sah ich sie in der Wiese zusammen mit Löwenzahn und Schlüsselblumen traumhafte Frühlingsbilder erzeugen.

Christian, so heißt der andere Beteiligte, ging aber von schwachwachsenden Apfelbäumen, veredelt auf Unterlage M9 aus. Die eignen sich für kleine Spindelbäume oder Spaliere und auf keinen Fall für freistehende Obstbäume.

Gut, daß wir diesen Punkt noch rechtzeitig klären konnten. Das Ergebnis macht mich sehr glücklich.

Jetzt habe ich zwei schwachwachsende Bäumchen im Garten und zwei starkwüchsige draußen in der Landschaft.

Ein Apfelspalier gefällt mir seit unserem Besuch der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd. Das dortige, als Zaun im Gemüsegarten, hat mich begeistert. Im kleineren Rahmen versuche ich das nun bei mir im Garten.

Hoffentlich gelingt es mir ,die Bäume so ordentlich und pflanzlich richtig zu erziehen, daß ein schönes Gesamtbild entsteht.

Die Voraussetzungen sind jedenfalls jetzt geschaffen. Das Gerüst steht und die Bäume sind gepflanzt.

Wie baut man nun so ein Gerüst? Lange haben wir überlegt, in den Baumärkten nach Materialien und Inspiration gesucht. Pfosten an den Seiten und Drähte für die Äste gespannt. Das ist klar. Aber wie stabilisiert man die Pfosten, daß die Drähte ordentlich gespannt werden können? Mit Erdankern, wie im Weinberg geschehen? Das wäre möglich. Dann haben wir aber die Abspanndrähte und die Anker im Boden. Beides ist hinderlich beim Mähen des Rasens und sieht an dieser Stelle nicht so aus, wie ich es gern hätte. Dann kommt noch die Frage nach den Pfosten. Einfach in den Boden gerammt, verwittern sie und müssen erneuert werden. Beton im Boden und sie mit Eisen oben drauf befestigt ist ein großer Aufwand und optisch ebenfalls eher suboptimal.

Wir entschieden uns für Einschlaghülsen. Die ließen sich leicht in den Boden einschlagen. Der Dorn ist so lang, daß sie wirklich stabil stehen. Da sie verzinkt sind, sollten sie auch eine Weile halten.

Fundament für das Apfelspalier: Einschlaghülsen (c) by Joachim Wenk
Fundament für das Apfelspalier: Einschlaghülsen (c) by Joachim Wenk

In die Hülsen kommen zugeschnittene, imprägnierte Rundhölzer. Damit aber jetzt die ganzen Drähte für die Apfeläste gut gespannt werden können, langen die Bodenhülsen nicht aus. Wir würden die Pfosten schräg nach oben zusammenziehen beim Spannen. Daher kommen oben auf, fest verschraubt dünnere Rundhölzer. Die Verhindern jetzt beim Spannen der vier Querdrähte, daß die senkrechten Pfosten zusammengezogen werden. Auch optisch finde ich das ein gute Lösung. Finanziell halten sich die Kosten mit dieser Konstruktion auch in Grenzen.

Spanner halten die Spalierdrähte gespannt (c) by Joachim Wenk
Spanner halten die Spalierdrähte gespannt (c) by Joachim Wenk

Damit wir die Drähte um die Außenpfosten plump herum wickeln müssen, um sie zu befestigen, haben wir einfach zwei Löcher übereinander gebohrt. Durch ein Loch geht der Draht nach draußen und durch das andere wieder nach innen, wo er zur Befestigung um den Draht gewickelt wurde.

Befestigung der Spalierdrähte am Außenpfosten (c) by Joachim Wenk
Befestigung der Spalierdrähte am Außenpfosten (c) by Joachim Wenk

Ausmessen für das Apfelspaliergerüst (c) by Joachim Wenk
Ausmessen für das Apfelspaliergerüst (c) by Joachim Wenk

Diese kleinen Spanner halten die Drähte schön gespannt. Sie Querdrähte sind jeweils von links nach rechts durch den mittleren Pfosten durchgezogen. An den Außenpfosten sind sie fest gemacht. Hier am Mittelpfosten sind die Spanner eingebaut.

Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk
Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk
Nun sind die Bäume gepflanzt. Jetzt heißt es erst einmal warten. 
Viel ist allerdings von den Bäumen noch nicht zu sehen. 
Wenn man also vor dem Spaliergerüst steht, so befindet sich rechts der Mecklenburger Königsapfel und links daneben kann sich der Hendunger Schneeapfel von seiner besten Seite zeigen. 
Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk
Das Apfelspaliergerüst mit den beiden Apfeläumen (c) by Joachim Wenk

Am nächsten Tag ging es dann noch raus zu den Weihern. Schließlich ist es höchste Zeit, die Bäumchen zu pflanzen.

Dort draußen steht ja seit dem späten Herbst bereits der Zwetschgenbaum.  Den habe ich als fertigen Halbstamm gekauft. Von ihm ist also schon mehr zu sehen. Da mein Obstbaumlieferant für diese Aktion ein privater Sammler  und Erhalter alter und seltener Sorten ist, standen ihm natürlich nur die im vergangene Jahr veredelten kleinen Pflänzchen zur Verfügung. Das heißt, ich kann meine Apfelbäume von ganz klein auf begleiten und pflegen. Irgendwann werden es dann große Bäume sein und ich schaue diese Fotos mit den dünnen Ästchen an, die wir hier in den Boden gepflanzt hatten.

Wegen der Rehe und dem Biber mußten wir sie wirklich gründlich in Maschendraht einpacken.

Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
Der vorderste in der Baumreihe ist also der Zwetschgenbaum. Ihm folgend, als Mitte der Reihe steht ebenfalls ein Hendunger Schneeapfel. Christian beschreibt ihn wie folgt. „Die Sorte ist ein echter Unterfranke, weil nur da bekannt. Maximal mittelgroße, weiß leuchtende Äpfel. Der Baum kennt eigentlich keine Krankheiten (weder Schorf  / Monila / Krebs etc. ) Die Äpfel lassen sich  mindestens bis Februar Lagern (Ernte: Oktober) und schmecken spätestens ab Weihnachten äußerst aromatisch, sind aber auch zuvor bereits sehr schmackhaft.“ 
Abgeschlossen wird die Dreierkette der Obstwiese vom „Albert“. Diesen Namen wird man wohl in der Literatur nirgends finden. „Es handelt sich um eine Lokalsorte von der ich (Anmerkung von Achim: ich = Christian) drei Bäume in der Umgebung kenne, deren Name aber nicht bestimmt werden kann, deswegen habe ich sie nach dem Besitzer einer der Altbäume benannt  => Albert. Die Sorte reift Mitte September, schmeckt, zunächst herb, wird aber bis Dezember / Januar immer angenehmer zum Essen, ist ein hervorragender Verwertungsapfel (Backen, Apfelbrei..). Darüber hinaus gibt er hervorragenden Saft…. Er zeigt bei uns keinerlei Krankheiten und ist ziemlich zuverlässig im Ertrag.“ So die Aussagen von Christian. 
Dann lassen wir uns also einmal überraschen, wie die Äpfel wachsen und vor allem, wie sie später einmal schmecken, sich lagern lassen oder verarbeitet werden können. Jedenfalls ist das genau, das, auf was ich gewartet habe. Ich wollte keine „normalen“ Apfelsorten. Ich brauche keinen Maximalertrag, sondern das Besondere. Mit den vier Bäumen und meinem Säulenapfelbaum zusammen mit dem noch lebenden alten Apfelbaum im Gemüsegarten wird die Ernte auf alle Fälle für uns ausreichen. Da bin ich mir ganz sicher. Und bis die dann los geht,  so habe ich erst wieder scherzend bemerkt, habe ich vielleicht ja auch meinen Erdkeller, um sie zu lagern. 
Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk

Obstbaumreihe bei den Karpfenweihern (c) by Joachim Wenk
rechts die Zwetschge, in der Mitte Hendunger Schneeapfel und links „Albert“ (c) by Joachim Wenk
fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
Hendunger Schneeapfel (c) by Joachim Wenk

Apfelbaum Albert (c) by Joachim Wenk
Apfelbaum Albert (c) by Joachim Wenk 

über was schreibe ich heute? Vielleicht über den Garten-Werkzeugkoffer oder über Blumen…

Jetzt hätte ich heute so Lust gehabt, etwas hier zu schreiben und zu berichten. Voller Tatendrang ging der Tag auch los. Ein weiteres Projekt, über das ich die nächsten Tage berichten werde, ist nun auch am Laufen. Dann aber kam Nieselregen und es kühlte ab. Für mich das Zeichen, lieber doch drinnen weiter zu machen. Dort liegt schließlich noch genügend andere Arbeit. Da ist ganz schön was liegen geblieben. Aber darüber schreibe ich ja hier nun wirklich nicht.

Daher heute, damit ich doch etwas veröffentliche, einfach  nur ein paar Fotos vom aktuellen Stand im Garten. Extra in einer Niesel-Pause noch geschossen.

Beet mit Granitstelen (c) by Joachim Wenk
das neue Beet beim Haus ist gut eingewachsen (c) by Joachim Wenk

Die Granitstelen als Böschungsabstüzung  gefallen mir immer mehr. Jetzt wird es spannend. Wie wird sich die neue Bepflanzung entwickeln? Bis jetzt ist alles bestens. Hier blühen meine Vergissmeinnicht aus dem letzten Post. Einige Iris von der Anna aus Österreich wachsen schon schön. In dem ganzen Gewusel an Wurzeln in ihrem Paket war auch eine Pfingstrosenwurzel. Bis ich zum Pflanzen  kam, war es nur noch etwas Vertrocknetes. Trotzdem setzte ich sie in die Erde und jetzt wächst sie! Wie sie wohl blüht?

Meine Baumpaeonie vom letzten Jahr hat eine Knospe! Irgendwann im Frühjahr gekauft, weil zufällig in einem Dekoladen entdeckt. Ich wollte schon immer eine solche. Alo nahm ich die Chance war, sie gleich mit zu nehmen. Dann war aber das Beet wegen der Terrassenarbeiten erst im Hochsommer bepflanzbar. Erinnert ihr euch? Täglich 36°C und nie Regen. Aber irgendwann mußte ich sie doch setzen. Pflanzen sind wohl doch oft zäher, als wir uns das vorstellen. Auch sie ist angegangen, treibt jetzt und hat wirklich schon eine Blütenknospe. Was für eine Freude.

Ansonsten stehen in dem Beet auch viele Sämlinge meiner anderen Stauden. Das sind zum Beispiel gelbe Schafgarbe, Färberkamille und Flockenblume. Ein paar hier her versetzte Pflanzen wie Staudenclematis,  selbst gezogene Buchsbäume und einige gekaufte Stauden. Zu den letzteren zählen Storchschnäbel und eine winterharte Agabanthus. Ob sie wirklich winterhart ist, wird sich noch zeigen. Noch sieht man nichts Grünes oberhalb der Erde.

Fünf Tulpen sind auch gekommen. Deren Blüten erwarte ich wirklich mit Hochspannung. Insulinde heißt sie, die müssen wirklich atemberaubend sein.

Beet mit Brunnen (c) by Joachim Wenk
von dieser Bank aus ist das obige Bild mit den Stelen gemacht (c) by Joachim Wenk

Frühjahrsblüher vor der Haustür (c) by Joachim Wenk
am buntesten ist es direkt vor der Haustür (c) by Joachim Wenk

Im Staudenbeet hinten im Garten sprießt es allüberall. Eine Katzenminze habe ich gepflanzt und jetzt habe ich schon ganz viele davon dort stehen. Stauden sind teuer, wenn man viele davon braucht. Ich kaufe immer nur ein oder zwei Exemplare davon und warte, bis sie sich selbst vermehren. Das geht nicht bei allen, aber ich merke, daß es bei sehr vielen meiner Stauden super klappt. Entweder sie sähen sich selbst aus oder ich sammle die Samen und vermehre sie selbst.

Eines ist dabei aber schon wichtig. Man darf natürlich nicht sofort jede verblühte Blühte abschneiden. Wie sollen sich sonst Samen bilden. Und man darf nicht all zu pingelig sein und jedes Pflänzchen „Unkraut“ sofort zu entfernen oder ständig im Boden herum hacken. Dann können die Sämlinge leicht groß werden.

Katzenminze im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Katzenminze im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Und weil es mich so erfreut, hier noch  ein paar Bilder von meinem neuen „Spielzeug“. Keine Ahnung, wie es heißt. Ich nenne ihn einfach immer meinen Werkzeugkoffer für Gärtner. Vielleicht sind Gärtner früher mal mit so was in den großen Parks in England losgezogen zu Beginn ihres harten Arbeitstages. Das jedenfalls stelle ich mir immer vor, wenn ich damit raus gehe in meinen eigenen Park.

Das Köfferchen ist komplett aus Metall. Im unteren Teil habe ich  das,  was ich eben immer und überall im Garten benötige: Handschuhe, Draht und Klippse um Triebe fest zu binden, Zollstock, Pflanzschnur und derart Kleinkram.  Oben im Deckel kann man seine Brotzeit unterbringen. Sie bleibt sauber, durch die beiden Schiebetüren geschützt. Bei mir ist da nur etwas zu Trinken drin, zum Essen kann ich immerhin doch noch schnell ins Haus gehen.

Das ist jedenfalls fürs Erste mein Begleiter für die langen Gartentage.

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk
Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk
Werkzeugkoffer für den Gärtner mit Brotzeitfach (c) by Joachim Wenk

kleine Blüten und viel junges Gemüse

Vergissmeinnicht, Blümchen, die wie Unkraut sich gern selbst im Garten verbreiten. So schön das auch ist, bei mir war es leider nie der Fall. Ich hatte ja keine, die sich aussähen konnten.

Und wenn ich welche im Frühjahr pflanzte, muß ich wohl deren Sämlinge beim Unkrautjäten entfernt haben. Letztes Frühjahr in der Frühlingsgruß-Aktion vom Obi waren dann auch Samen für Vergißmeinnicht. Ich sähte, pflegte, pflanzte. Jetzt stehen sie seit Sommer im Beet und ich stellte mir immer, wenn ich sie sah, vor, wie das wohl sein wird im Frühjahr.

Hurra, jetzt ist es so weit und es ist Frühjahr und sie fangen an zu blühen. Ich liebe die blauen Blütchen der Vergißmeinnicht.

Vergissmeinnicht fangen an zu blühen (c) by Joachim Wenk
Vergissmeinnicht fangen an zu blühen (c) by Joachim Wenk 

Ganz überrascht fand ich am Wochenende auch die Schachbrettblume versteckt unter dem schon kräftig wachsenden Laub der Stockrose.

Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk 

Die vor ein paar Jahren gepflanzten gefüllten Buschwindröschen haben sich mittlerweile auch schon schön vermehrt. Jetzt stehen nicht mehr ein paar einzelne Pflänzchen im Beet sondern je eine geschlossen Matte mit Buschwindröschen an den beiden Standorten.

gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk 

gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk 
Im Vorgarten, hier leider mit Spieglung der Fensterscheibe, da vom Wohnzimmer aus fotografiert, blüht es fleißig weiter. 
Narzissenwiese (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese (c) by Joachim Wenk 

Auch die vielen Sämlinge der Flockenblumen haben erste Knospen. So früh waren sie letztes Jahr nicht daran und da waren es Pflanzen vom Gärtner, gepflanzt im Herbst.

Knospe der Flockenblume (c) by Joachim Wenk
Knospe der Flockenblume (c) by Joachim Wenk 
In meinem Gewächshaus sieht es so richtig aus, wie es eben im Gewächshaus aussehen muß. Ganz viele Jungpflanze und Sämlinge. Erste ausgepflanzte Salate und Kohlrabi und etliches direkt Gesätes, das schon beerntet wird. 
Gewächshaus im April (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus im April (c) by Joachim Wenk 
Die  Anzuchtstation an der Rückwand.
Gemüseanzucht im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüseanzucht im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk 
Details aus der Anzuchstation. 
Hier Kohl, Sommerastern und Winterheckenzwiebel. 
frisch gekeimtes Gemüse (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimtes Gemüse (c) by Joachim Wenk

Frisch gesteckt, daher ist noch nichts zu sehen. Seit Jahren zum ersten Mal wieder: Erdmandeln.

hier werden Ermandeln vorgezogen(c) by Joachim Wenk

Nochmal Kohl. Ich habe sonst immer in die Topfplatten gesät in Aussaaterde. Jetzt sähe ich vieles in ein Gemisch aus Gartenerde und Blumenerde, in Schalen. Oder aber in Reihen direkt in den Gewächshausboden. Die Sämlinge entwickeln sich prächtig dieses Jahr. Gerade Kohl oder Lauch habe ich gemerkt, müssen nicht in Aussaaterde, sie vertragen schon als „Kinder“ mehr Dünger. Kräuter zum Beispiel aber sähe ich immer in Aussaaterde. Eben so die  sehr langsam keimende Blumen.

frisch gekeimtes Gemüse (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimtes Gemüse (c) by Joachim Wenk

Zum Beispiel in den verzinkten Aussaattöpfchen habe ich vor vielen Wochen gesät: Blutampfer, Türkenmohn, Natternkopf und Herbstastern (wild). Alles selbst gesammelte Samen. Ich wusste nicht, wann und bei welcher Temperatur ich sie sähen sollte. Da ist mir eingefallen, daß sie sich ja selbst auch aussähen. Daher habe ich sie  ganz zeitig im Jahr einfach in  Aussaaterde und feucht gehalten im Gewächshaus. Bis auf die Astern ist alles sehr schön gekeimt. Die Samen wussten selbst, wann es los geht. Sie lagen erst einmal ein paar Wochen nur ruhend in der Erde.

Vor den Zinktöpfchen, in den  Zeitungspapiertöpfchen und Clopapierrollen stehen Lauch und Neuseeländer Spinat.

junge Gemüsepflanzen und  Blumen (c) by Joachim Wenk
junge Gemüsepflanzen und  Blumen (c) by Joachim Wenk

Und nochmal Lauch. Sommerlauch und Herbstlauch wachsen bereits, den Winterlauch zum Überwintern habe ich jetzt gesät. Zu erkennen in den Töpfen sind vier Zierapfelbäume. Die lagen im Herbst in der Gaststätte als Deko auf dem Tisch. Schöne kleine Zieräpfel. Solche habe ich noch nicht, daher habe ich einen stibitzt. Ich habe noch im Winter gesät und die Schale ins Gewächshaus gestellt. Jetzt habe ich vier kräftige Keimlinge.

  junge Gemüsepflanzen  (c) by Joachim Wenk
junge Gemüsepflanzen  (c) by Joachim Wenk

Butterkohl, früher Weißkohl, Kohlrabi, Hirschhornwegerich, Winterheckenzwiebel, Blätterkohl keimen direkt im Boden im Gewächshaus, die verpflanze ich später  gleich an Ort und Stelle. Ich probiere das einmal aus, weil ich sonst immer so viele Topfplatten mit Blumenerde herumstehen hatte. Diese robusten Gemüse glaube ich, gleich in Erde zur Vorkultur sähen zu können. So oder so ähnlich habe ich das nun auch schon ein paar Mal in Gartenbüchern im Frühbeetkasten gesehen.

Gemüseanzucht in Reihen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüseanzucht in Reihen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Hier wurden bereits die ersten geerntet. 
erste Radieschen im Jahr (c) by Joachim Wenk
erste Radieschen im Jahr (c) by Joachim Wenk

Und von meinen viel zu früh im Haus vorgezogenen Salatpflanzen kamen die größten auch in die Erde. Links im Bild der Salat steht schon eine Woche im Gewächshaus, die Kohlrabi daneben waren wohl wirklich zu gakelig und geschossen. Dann kommen wieder ein paar Saatreihen mit unter anderem Färberdistel und Sommerastern oder Zinnien. Dann noch ein paar Salatpflänzchen, frisch gesetzt. Sie standen in den Toilettenpapiertöpfchen. Sie waren besser durchwurzelt als in den Topfplatten. Außerdem ging das Pflanzen super leicht, ohne die Wurzeln beim Herausnehmen aus der Topfplatte zu verletzen.

frisch gepflanztes Gemüse im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanztes Gemüse im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Das im Januar und Februar gesäte Gemüse ist Rucola und Portulak. Beides wandert bereits in den Salat. Der direkt gesäte Salat ist sehr schön und kräftig. Rettiche wachsen und Radieschen werden geerntet.

junges Gemüse im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junges Gemüse im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Einigen Salat habe ich auch ins Freiland gesetzt.  Er wächst schön. Die Steckzwiebeln fangen an zu treiben.  Was bin ich gespannt, ob dieses Jahr einmal Möhren aufgehen. Die bereits bestellten Beete decke ich noch mit Vlies ab. Das schützt nachts und hält die Feuchtigkeit besser im Boden. Wegen dem permanent wehenden Wind ist es schon wieder trocken genug, um mit dem Gießen zu beginnen. Aber nur beim frisch Gepflanzten und bei der Möhrensaat. Der Rest findet ein paar Zentimeter unter der Oberfläche doch noch ausreichend Feuchtigkeit. 
Gemüsebeet im Freiland im April (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet im Freiland im April (c) by Joachim Wenk

Der Weinberg ist fertig, die Karpfen sind verteilt, jede Mengen Samen versteckt und Gemüse gepflanzt

So muß es sein! Nach dem Wochenende, zurück auf der Arbeit, tun mir alle Knochen weh, von der richtigen und eigentlichen Arbeit.

Aber was für ein schönes  Gefühl, so ein Traum-Wochenende erlebt zu haben und endlich wieder richtig im Garten loslegen zu können. Auch wenn die winter-müden Knochen sich wohl erst wieder so  recht an die Arbeit gewöhnen müssen.

Samstag und Sonntag hatten wir herrlichen Sonnenschein und jeweils um oder etwas über 20°C. Meist war der Himmel wolkenfrei. Aber auch mit Wolken wurde es nicht gleich kalt, sondern blieb sehr angenehm frühlingshaft.

Bald beginnen im Garten auch wieder die Sträucher zu blühen. Starten wird die Forsythie, deren Blüten schon gelb durchspitzen.

Meine Frühlingstöpfe vor dem Haus sehen mittlerweile auch nach Frühling aus.

Frühlingsblüher im Topf vor der Haustür (c) by Joachim Wenk
Frühlingsblüher im Topf vor der Haustür (c) by Joachim Wenk

In einem Staudenbeet leuchtet ein kleiner Teppich blau-lila-farbener Schneeglanz-Blüten in der lauen Frühlingsluft.

Schneeglanz im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schneeglanz im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Täglich freuen wir uns wieder an unserer Frühlingswiese vor dem Haus. Die Narzissen haben sich seit einigen Jahren nun gut eingelebt und sind jetzt voll erblüht.

Narzissenwiese mit Vogeltränke (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese mit Vogeltränke (c) by Joachim Wenk

Die bunten Ostereier müssen bald vom Strauch entfernt werden. Nicht nur weil Ostern vorbei ist, sondern auch, weil die Weigelie dann anfängt Blätter zu bekommen und die Eier nicht mehr von den Zweigen genommen werden können.

Unter der Weigelie im Staudenbeet herrscht reges Frühlingserwachen. Viele Stauden oder Einjährige haben sich zu meiner großen Freude selbst ausgesät. Andere strecken ihre ersten Triebe gen Himmel.

kräftig treibende Stauden im  Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
kräftig treibende Stauden im  Staudenbeet (c) by Joachim Wenk 
Der emsige Gärtner allerdings freut sich nicht nur an den gerade so schön anzusehenden Stauden und erwartet deren baldiges Aufblühen. Nein, er denkt auch an Oktober und November. Auch da soll der Garten schließlich noch blühen. 
Dieses Jahr habe ich endlich einmal im Frühjahr daran gedacht. Ein Eintrag in meinem Kalender half mir dabei. Sonst hätte ich doch im Leben nicht zu dieser Jahreszeit an Herbstchrysanthemen gedacht.
Dabei gibt es von denen wirklich sehr hübsche  Blüher. Am Samstag kam ein Paket mit 9 Chrysanthemen und 2 Rainfarnpflanzen.  
Der Rainfarn ist bereits gepflanzt und liefert hoffentlich bald das Ausgangsmaterial für Brühen und Tees gegen so manchen Schädling am Gemüse. 
Die Herbstchrysanthemen sollen im Frühjahr gepflanzt werden. Sicher ist das das Gleiche wie bei den Herbstanemonen. Leider hatte ich sie immer im Herbst gepflanzt und sie haben fast nie den Winter überlebt, obwohl sie doch ansonsten winterhart sind. 
Also nahm ich mir vor, daß es mit den Herbstchrysanthemen anders sein wird. Und die fürsorgliche Staudengärtnerei aus dem Illertal, hat sogar noch in die Töpfchen ein zusätzliches Plastikschildchen eingesteckt. Die Aufschrift lautet: Bitte noch vor Frost schützen!
Diesen lieben Rat nehme ich jetzt einfach einmal sehr ernst. Schließlich kann auch im April noch gut Frost kommen. Ich pflanze sie noch nicht. Sie würden ja nicht an einer einzigen Stelle im Garten stehen, sondern über den ganzen Garten verteilt. Bei drohendem Frost müsste ich dann überall mit Vlies anrücken und die einzelnen Pflanzen schützen. Da lasse ich sie lieber noch im Topf unterm Carport stehen. Käme noch einmal Frost, wären sie so schnell über Nacht eingeräumt. 
Auf dem Foto seht ihr auch einige Ausrucke unter den Chrysanthemen. Ich habe mir angwöhnt von den Stauden oder Blumenzwiebeln und Sträuchern sowie Gemüsen, die Beschreibung mit Bild aus den jeweiligen Onlinekatalog auszudrucken. 
Geht es dann im Garten ans Pflanzen oder Sähen, weiß ich immer, was sich nochmal genau hinter dem Sortennamen verbirgt. Hier bei den  Chrysanthemen vor allem die Wuchshöher und Blütenfarbe. Somit ist mir dann auch schnell wieder klar, was ich wohin setzen wollte. Die Ausdrucke sammle ich in einem Ordner und habe damit mein ganz eigenes individuelles Stauden- Gemüse- und Gehölzebuch sowie ein Rosensortenbuch mit den Beschreibungen und Charakteristika genau meiner eigenen Pflanzen zur Hand. 
Staudenlieferung, hier meine Herbstchrysanthemen (c) by Joachim Wenk
Staudenlieferung, hier meine Herbstchrysanthemen (c) by Joachim Wenk

Bevor ich aber im Garten richtig tätig werden konnte, waren einmal wieder die Weiher an der Reihe.

Im Herbst kamen aus mehreren Gründen schließlich alle Fische in den großen Weiher zusammen. 3000 Stück der Brut vom letzten Sommer, und viele einjährige und zweijährige Karpfen und etliche viele Jahre alte Karpfen.

Jetzt sind wieder alle Weiher mit Wasser befüllt und die Fische müssen dringend auseinander sortiert werden. Bei zu dichtem Besatz drohen Krankheiten und durch den Sauertstoffmangel der Tod.

Auch wenn wohl gerade zum Zeitpunkt der beiden Fotos scheinbar gerade Wolken am Himmel waren, hatten wir doch ein paar ganz wunderbare Stunden draußen in der Natur genießen können. Meistens jedenfalls schien die Sonne. Ein ideales Wetter für das „Fischen“, als das Herumklauben der Fische und die Arbeit im und am Wasser.

Über 70 große Karpfen haben wir umsortiert. Die Brut blieb im Weiher, den wir gleich wieder haben voll laufen lassen.

Gottseidank waren auch noch unsere wenigen Graskarpfen dabei. Die sind so riesig, daß ich gerade mal 2 Stück in einem Käscher habe tragen können. Ich wollte sie auch fotografieren. Aber zum einen kann es dann sein, daß sie aus dem Käscher hüpfen, wenn ich ihn fürs Fotografieren absetze. Dann muß ich den glitschigen Tieren auf der Wiese hinterher rennen, oder sie rutschen in den Bach hinunter. Auch da müsste ich sehr rasch und ohne zu überlege hinterher…. Zum anderen wollte ich die nach  Luft schnappenden armen Kreaturen außerhalb ihres Elementes nicht unnötig lange belasten. Lieber schnell wieder rein ins Wasser. Dann gibt es eben kein Foto.

Das Gleiche gilt für die wirklich großen Karpfen, die wir von Jahr zu Jahr weiter von einem Weiher in den anderen sortieren. Zum Essen wären sie zu groß. Das wäre dann auch keine Freude, wenn 5 oder 6 Personen an einem einzigen Karpfen herumkratzen. Lieber hat jeder seinen eigenen auf dem Teller.

Die großen Alten brauchen wir aber, damit immer wieder Brut vorhanden ist, die dann zur richtigen Speisegröße heranwächst. Vergangen warmen Sommer hatten wir die bereits erwähnten 3000 kleinen Fischlein. Sicher sind schon nach dem ersten Winter nicht mehr alle 3000 vorhanden. Hoffentlich sind sie es nicht mehr, denn das wäre doch eine zu große Menge. Bis die am Teller landen in weiteren 3 Jahren, wird die Natur noch einige von ihnen anderweitig verwenden. Aber uns bleiben mit Sicherheit noch genügend übrig.

Die Karpfen sind verteilt, jetzt kann der Weiher wieder voll laufen (c) by Joachim Wenk
Die Karpfen sind verteilt, jetzt kann der Weiher wieder voll laufen (c) by Joachim Wenk

jetzt kann der Weiher wieder voll laufen (c) by Joachim Wenk
Wunderbar, wenn so viel Wasser zur Verfügung steht. Im Frühjahr 2015 wäre das undenkbar gewesen (c) by Joachim Wenk
Der Weiher läuft nun wieder voll und im Garten geht die Gartenarbeit weiter. 
Der Weinberg ist jetzt endlich mit dem endgültigen Rankgestell versehen. Gesehen haben wir so einen Miniaturweinberg im Herbst 2014. So etwas wollten wir auch im Garten haben. Ideen reiften, letztes Jahr kamen dann die Pflanzen in den Boden und nun endlich im Frühjahr 2016 ist alles fertig. 
Die Weinstöcke sind geschnitten, die Pfosten gesetzt und abgespannt. Auch die Drähte für den Wein sind gespannt. Allerdings sind sie wegen ihre grünen Farbe am Foto nicht zu erkennen. 
fertig angelegter Miniatur-Weinberg (c) by Joachim Wenk
fertig angelegter Miniatur-Weinberg (c) by Joachim Wenk
Damit die Drähte für die Reben auch immer schön gespannt sind, war es nötig, die Pfosten abzuspannen. Wie es im richtigen Weinberg auch der Fall ist. 
Eine Freude war es, die Haken dazu in den Boden zu drehen. Jawohl nur drehen und sie sitzen bombenfest. Ansonsten hätte man auch Betonklumpen in den Boden gießen können und darin dann Haken einbetonieren. Diese verzinkten Haken sind dagegen einfach nur einzudrehen. Auch die Steine im Boden haben sie nicht bremsen können. Immer weiter nach unten haben sie sich gewunden und halten jetzt die Pfosten des Weinberges auf Spannung. 
Erdhaken zum Abspannen der Pfosten für den Weinberg (c) by Joachim Wenk
Erdhaken zum Abspannen der Pfosten für den Weinberg (c) by Joachim Wenk

Und unter dem richtigen Blickwinkel sieht man dann auch, dass wir wirklich Drähte gespannt haben…

Miniaturweinberg (c) by Joachim Wenk
Miniaturweinberg (c) by Joachim Wenk

Der Sonntag stand dann ganz dem Gemüsegarten zur Verfügung.

Eine weitere Reihe Salat habe ich gepflanzt. Links im Bild sind die etwas schwächlichen Pflänzchen zu sehen. Sie stammen aus der zu frühen Aussaat im Haus.

Die rechte Reihe im Bild ist Butterkohl. Gleiche Aussaat aber hier schönere Pflanzen. Eigentlich dachte ich überhaupt nichts mit dieser frühen Aussaat anfangen zu können. Es fehlte einfach noch an Licht und die Pflänzchen vergeilten. Aber mittlerweile haben sich bei manchen doch noch ganz schöne  Exemplare entwickelt. Die kamen ins Beet, der Rest auf dem Kompost.

frisch angelegte Gemüsebeete im April mit Salat und Butterkohl (c) by Joachim Wenk
frisch angelegte Gemüsebeete im April mit Salat und Butterkohl (c) by Joachim Wenk

Gesät habe ich meine Erbsen. Dieses Jahr kam ich endlich dazu, schöne und dauerhafte Rankgerüste für sie und die künftigen Gurken anzuschaffen. Baustahlmatten! Die müsse nicht gespannt werden, wie die in Katalogen erhältlichen Netze, sind ewig haltbar und sehr stabil. Und sie sehen gut aus.

Der Meerrettich ist gesteckt, Knoblauch ebenfalls und Mairüben, Rote Rüben, Pastinaken gesät. Den letzen Rest Samen der Puffbohnen habe ich auch noch im Boden versteckt.

Gemüsegarten im April (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im April (c) by Joachim Wenk

So ist der aktuelle Stand der Dinge im Gemüsegarten. Viel braune Erde, wenig grüne Pflanzen. Aber wartet es ab, das ändert sich in wenige Tagen.

Gemüsegarten im April (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im April (c) by Joachim Wenk

Bei all der Arbeit, die ich und die wir aber durchaus auch genossen haben, blieb sogar noch genügend Zeit, die Gartenmöbel heraus zu holen und am  Sonntag Mittag das erste Mal im Jahr den Grill anzufeuern. Zum Grillfleisch gab es (noch immer) eigene Kartoffeln (gekocht und dann halbiert am Grill angeröstet für das Grillaroma) und eigenen  Feldsalat mit eigenem Bärlauch. Schade eigentlich, daß man Karpfen nicht grillen kann, sonst wäre es mal wieder ein reines Selbstversorger-Menü geworden.