Geburtstag – ein Tag zum genießen und zum Danken

Mein Geburtstag ist nun leider auch schon wieder vorüber. Wir hatten ein sehr schönes und ruhiges Wochenende. 
 Am Tag meines Geburtstages nahm ich  mir vor, nur das zu machen, was mir Spaß macht. Gartenarbeit gehörte natürlich dazu. Aber nur hier und da ein wenig krauteln und zupfen. Nichts größeres. Viel Staunen und Genießen sollte dabei sein und war dabei. 
Gerade ist der Garten einfach zu schön. Im Frühjahr bange ich immer, ob es denn so toll wird, wie im letzten Jahr. Da liegt noch alles voller Laub und Äste, nichts ist schön und aufgeräumt. Alles braun. Dann kommen arbeitsintensive  Wochen und nun ist es wieder so, wie ich es mir im Januar oder Februar nicht habe vorstellen können: traumhaft schön. 
Leider konntet  ihr ja am Samstag bei meinen einsamen Gartenrundgängen nicht dabei sein. Dafür nehme ich euch heute mit: 
Im Vorgarten bei der Auffahrt zur Garage  – dem sonnigsten und wärmsten Teil des Gartens – blüht es schon seit längerem. Im Moment leuchten  Akeleien, Türkenmohn, Zierlauch, Katzenminze und Färberkamille bunt aus dem ganzen Grün heraus.
blühende Stauden im  Mäuerchen-Beet (c) by Joachim Wenk
blühende Stauden im  Mäuerchen-Beet (c) by Joachim Wenk
Türkenmohn, Katzenminze und Akelei (c) by Joachim Wenk
Türkenmohn, Katzenminze und Akelei (c) by Joachim Wenk

Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Zierlauch (c) by Joachim Wenk

blühende Stauden im  Mäuerchen-Beet (c) by Joachim Wenk
blühende Stauden im  Mäuerchen-Beet (c) by Joachim Wenk

Wenn die dann alle verblüht sind, wird es wohl mit den Stockrosen weiter gehen. Sie treiben schon unzählige Blütentriebe.

Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Aus dem Vorgarten gehen wir ein paar Stufen nach oben. Begleitet werden wir vom Balkanstorchschnabel in den Fugen der Treppen. 

Balkanstorchschnabel in den Treppenfugen (c) by Joachim Wenk
Balkanstorchschnabel in den Treppenfugen (c) by Joachim Wenk
Im Beet auf halben Weg nach oben, blühen die Haferwurzeln. Leider ist das Foto unscharf. Ein neues Konnte ich am nächsten Tag nicht mehr machen, weil sie sich nicht öffneten. Sie ahnten wohl vom Gewitter und vom Regen. 
blühende Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
blühende Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
Im oberen Garten angelangt steht man auf der Terrasse und vor dem Beet mit dem weißen Flieder und den Granitstelen. 
neues Beet bei der neuen Terrasse (c) by Joachim Wenk
neues Beet bei der neuen Terrasse (c) by Joachim Wenk
Das Beet habe ich vergangenen Sommer und Herbst, nach den Wegearbeiten neu bepflanzt. Gerade im Moment blühen die Storchschnäbel auf. 
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Himalaya – Storchschnabel „Plenum“ (c) by Joachim Wenk

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel  Geranium collinum Hybride „Nimbus“ (c) by Joachim Wenk
Von den kleinen und zarten Geranium-Blüten zieht bald das gelbe Tor  im hinteren Bereich des Gartens die Blicke auf sich.  
Blick in den hinteren Gartenbereich (c) by Joachim Wenk
Blick in den hinteren Gartenbereich zur Scheune (c) by Joachim Wenk

Wenn man es öffnet und in die Scheune eintritt, kann man ganz heimliche Blicke auf den Gemüsegarten werfen.

Blick aus der Scheune in den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Blick aus der Scheune in den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Den Gemüsegarten wollen wir noch genauer inspizieren. Dazu müssen wir erst den Eingang finden. Wir verlassen also die Scheune und blicken dabei auf eine Reihe Säulenobstbäume und das Apfelspalier. Auch der Haselnußbaum, unser Hausbaum, in Mitten der großen Wiese, ist beachtenswert.

Säulenobstbäume, Spalierobstsgestell und der Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Säulenobstbäume, Spalierobstsgestell und der Hausbaum (c) by Joachim Wenk

Ein Weg führt von der Scheune  um das Staudenbeet vor dem Gemüsegarten herum.

das große Staudenbeet im Mai (c) by Joachim Wenk
das große Staudenbeet im Mai (c) by Joachim Wenk

Prächtig entwickeln sich die vor allem vom frühen Sommer bis in den späten Herbst hier blühenden Stauden. Letzte Frühlingsblüher sind noch immer auf der Bildfläche. Die lila Tulpen blühen nun schon seit vielen Wochen! Der Zierlauch ist seit kurzem offen.

das große Staudenbeet im Mai (c) by Joachim Wenk
das große Staudenbeet im Mai (c) by Joachim Wenk
Zierlauch im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Zierlauch im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Letztes Jahr noch mühevoll und liebevoll als Sämlinge hochgepeppelt, kommt er dieses Jahr überall von allein. Die Rede ist vom Seidenmohn. Der erste präsentierte zu meinem Geburtstag seine Blüte. 
Seidenmohn (c) by Joachim Wenk
Seidenmohn (c) by Joachim Wenk

Und natürlich gibt es auch hier wieder den Storchschnabel. Eine meiner liebsten Stauden. 
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Wenn man so am Staudenbeet entlang schlendert, gelangt man zum Eingang in den Gemüsegarten. 
Hier steht das Gemüse schön in Reih‘ und Glied. 

ischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Frisch angesetzt, verscheucht sie auch noch keine interessierten Besucher. Im Fass habe ich Brennesseljauche angesetzt.

Brennesjauche im Faß (c) by Joachim Wenk
Brennesjauche im Faß (c) by Joachim Wenk

 Der Grasschnitt vom Samstag liegt verteilt in den Gemüsereihen.

Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Bald gibt es den ersten Butterkohl zu essen.

Butterkohl (c) by Joachim Wenk
Butterkohl (c) by Joachim Wenk

Ich lege immer auch im Gemüsegarten wert darauf, daß es bunt zu geht. Dazu benötige ich Blumen. Die Dahlien und Ringelblumen oder Astern brauchen noch etwas. Wie gut, daß die Akeleien sich überall wie Unkraut vermehren. Lässt man hier und da eine stehen, wo sie eben nicht stört, bringt das eine attraktive Abwechslung ins Grün der Gemüsereihen.

Akelei im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Akelei im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk

Manchmal blüht das Gemüse, oder wie hier bei den Kräutern der Schnittlauch, auch selbst ganz apart.

blühender Schnittlauch im Kräuterbeet (c) by Joachim Wenk
blühender Schnittlauch im Kräuterbeet (c) by Joachim Wenk
Wenn wir schließlich den Gemüsegarten wieder verlassen, blicken wir direkt auf den mediterranen Platz. 
Hausbaum und mediterraner Platz (c) by Joachim Wenk
Hausbaum und mediterraner Platz (c) by Joachim Wenk

Hier auf der Bank unter der Palme halten wir kurz inne und genießen, das Paradies um uns herum.

mediterraner Platz mit Bank unter der Palme (c) by Joachim Wenk
mediterraner Platz mit Bank unter der Palme (c) by Joachim Wenk
Ich hoffe der kleine Gartenrundgang hat euch gefallen. Alles konnte ich natürlich nicht zeigen und ein paar geheime Ecken werde ich mir auch immer noch übrig lassen. Schließlich weiß man nie wozu, man sie benötigt….
 (c) by Joachim Wenk
Geburtstagsgeschenk (c) by Joachim Wenk

So verbrachte ich ein Wochenende des Genusses, der unendlichen Freude über den schönen Garten und bin zum ersten Male wirklich dankbar. Dankbar, daß es immer überall regnet, auch in wenigen Kilometern Entfernung, nur bei uns nicht. Dieses Mal ist es ein Geschenk des Himmels, uns verschont zu haben. Keine 20 km entfernt, in Ansbach, (dort wohnen noch meine Eltern und die Familie meines Bruders) hat es am Abend gehaust. Meiner Mutter hat es alle Geranien am Fenster entblättert und ent-blütet.  Die Plastikübel der Rosen sind zerschlagen die Rosen  zerfetzt, genau wie das Mückengitter über dem Kellerschacht. Das Auto meines Bruders ist total verbeult. Ich mag gar nicht daran denken, wäre dieses Unwetter über uns nieder gegangen. Ebenfalls nur etwa 20km entfernt liegt das Flachslanden, das viele von euch sicherlich heute schon in den Nachrichten gehört und gesehen haben.

Also wirklich noch glücklicher als über die Pracht in meinem Garten bin ich über den Umstand, daß das Unwetter ungeheuren Ausmaßes, uns verschont hat. Bei uns hat es einfach nur geregnet. Endlich einmal stark, aber mehr eben auch GOTTSEIDANK nicht.

Hagel-Unwetter in Ansbach (c) by Joachim Wenk
Hagel-Unwetter in Ansbach (c) by Joachim Wenk

Hagel-Unwetter in Ansbach (c) by Joachim Wenk
Hagel-Unwetter in Ansbach (c) by Joachim Wenk

Unfassbar, nur 8 Wochen, das sind nicht einmal zwei Monate…

Zu Beginn der Woche kam etwas Regen vom Himmel und am Mittwoch bedeckten Wolken fast vollständig den Himmer. Alles aber bei angenehmen Temperaturen. Ich nutzte die Gelegenheit und versetzte die letzten Gemüsejungpflanzen ins Freie. Es ist optimales Pflanzwetter gewesen. Jetzt sind die Beete alle bis aufs letzte Fleckchen Erde besetzt. 
Gurken, Ufokürbisse und Zucchini stehen an Ort und Stelle. Kohl habe ich nachgepflanzt, wo einzelne Pflänzchen nicht richtig angegangen waren. Der Majoran, ein Gewürz, das ich zum ersten mal anbaue, steht als winzigste Pflänzchen im Beet. Ebenso winzig ist der  Neuseeländer Spinat. Gesät vor vielen vielen Wochen im Wohnzimmer. Dann nach ein paar Wochen gekeimt und gewachsen. Irgendwann ins Gewächshaus raus gestellt und nicht daran gedacht, daß er ja im Herbst auch erfriert. Es kam ein sehr kalte Nacht und seither wuchs der  Neuseeländer Spinat mehr rückwärts als vorwärts. Das war wohl zu kalt. Trotzdem habe ich ihn ausgepflanzt. Vielleicht wird da noch etwas deraus. Gestern habe ich auch an der Stelle, wo letztes Jahr einer stand, zwei Sämlinge gesehen. Was für eine Freude. Ich hätte nicht gedacht, daß er noch Samen ausgebildet hat, vor dem Abfrieren, weil auch letztes Jahr mir die Anzucht und Kultur dieses Gemüses nicht gelingen wollte. 
Wie viel robuster sind da doch die Salatpflanzen. Meine Saatversuche dieses Jahr brachten unterschiedlich starke Jungpflanzen hervor. Zum Wegwerfen waren sie mir alle zu schade und so habe ich sie, egal wie mickrig sie waren, ins Beet gesetzt. Immer mit der Idee, dass sie schon wachsen werden, wenn sie es denn wollen. 

Kopfsalatpflanzen (c) by Joachim Wenk
3. April Salat

 Und heute weiß ich, es hat sich gelohnt. So sieht das Ganze 8 Wochen später aus. Der Salat wird fleißig geerntet und schmeckt erstklassig.

Nach der letzten großen Pflanzaktion jetzt habe ich natürlich auch noch einmal Fotos gemacht. Abends dann, saß ich vor dem PC und sortierte meine Gartenfotos aus dem April. Da fiel mir das Bild oben vom Salat am 3. April in die Hände. Wahnsinn, wie sich das Bild verändert hat! Genau diese Reihe habe ich just heute auch fotografiert.

Kopfsalatpflanzen (c) by Joachim Wenk
25. Mai Salat

Gleich interessierte mich, ob es da noch weitere Fotos zur Gegenüberstellung gibt. Und ich wurde fündig. Mir war  klar, daß ich das hier veröffentlichen muss. Denn genau das ist es doch, was uns Hobby-Gärtner jedes Jahr wieder auf’s Neue in den Bann zieht. Dieses Explodieren der Natur, nach so langer Zeit des  Spätherbstes und Winters und Teile des Frühlings. Ich glaube, das ist  auch etwas, was uns nie langweilig wird. Etwas wobei ein Gartenbegeisterter wohl nie abstumpfen wird, egal wie viele Jahre er das Schauspiel schon hat sich wiederholen sehen.

Ein paar zarte Pflänzchen sehr frühen Wirsings.

Wirsingpflanzen Butterkohl (c) by Joachim Wenk
3. April früher Wirsing/ Butterkohl

Sind nach ein paar Wochen kaum mehr wieder zu erkennen.

Wirsingpflanzen Butterkohl (c) by Joachim Wenk
25. Mai früher Wirsing/Butterkohl

Das Beet Anfang April…

Salatpflanzen Wirsingpflanzen Butterkohl (c) by Joachim Wenk
3. April Salat und Butterkohl

…und noch einmal Ende Mai. Links hinter dem Gurkengitter steht besagter Salat und rechts davon der frühe Wirsing. Noch weiter rechts steht ebenfalls Butterkohl und frühes Weißkraut. 

Gemüsebeet im Mai (c) by Joachim Wenk
25. Mai – das gleich Beet

Die Frühlingsaufräumarbeiten waren fast abgeschlossen und nun kam das Warten auf die  Bepflanzung und die Samen. Ach ja und die Wege waren auch noch nicht verlegt.

Gemüsegarten nach dem Frühlingsputz (c) by Joachim Wenk
3. April Gemüsegarten nach dem Frühlingsputz
So, gefällt es mir auf alle Fälle viel Besser. Das ist es worauf ich all die dunklen Wintermonate warte. 
Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk
25. Mai Gemüsegarten im Mai

Damals, vor weniger als zwei Monaten freute ich mich, die Beeteinteilung gemacht und ein paar erste Pflänzchen gesetzt zu haben.

leere Gemüsebeete (c) by Joachim Wenk
3. April noch sind die Gemüsebeete leer
Jetzt war es mal wieder höchste Zeit das Unkraut zu hacken und geerntet wird auch schon fleißig. Freier Platz ist Mangelware. 
Mischkulturgarten Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk
25. Mai ja, es waren nur 8  Wochen dazwischen

Hätten wir nicht Ende April noch einmal eine volle Woche Winter gehabt mit Eisregen, Schnee, Nachts knackig Frost und tags nur maximal 3-5°C, dann wäre das Gemüse wohl noch ein Stück größer.

Wintereinbruch im April im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
27. April  Wintereinbruch

 Gut, daß ich die Kartoffeln nicht im April schon gesteckt hatte. „Steckst mich im April, komm ich wann ich will, steckst mich im Mai, komm ich glei“. Wie wahr. Die Winterwoche wäre sicher nicht dienlich gewesen. Also steckte ich im Mai die Kartoffeln und nach nicht einmal einer Woche waren sie schon alle über der Erde zu sehen.

die Kartoffeln wachsen (c) by Joachim Wenk
25.Mai die Kartoffeln kommen
Nochmal Frost im Kräutergarten. 
Kräuterbeet im April (c) by Joachim Wenk
24. April

 Jetzt wird um die Wette gewachsen. Kräuter kann ich schon seit einiger Zeit ernten. Sie bereichern die Dressings für den vielen Kopfsalat.

Kräuterbeet im Mai (c) by Joachim Wenk
25. Mai Kräuterbeet im Mai
So wie es ist, ist es aber gut. Die Pflanzen habe die Winterwoche gut verkraftet und wachsen jetzt beim Maienwetter so schnell, daß man beinahe zusehen kann. Der Hopfen, den ich täglich neu anbinden muß an seinem Rankstab, ist einer wahrnehmbaren Geschwindigkeit wirklich schon recht nahe. 

Tomaten und Paprika sind gepflanzt. Ein lang ersehnter Meilenstein im Gartenjahr.

Mitte Mai, die Eisheiligen sind vorbei und das ist ein lange ersehnter Meilenstein im Gartenjahr. 
Meine Paprika, Tomaten, Wildchili und Erdkirschen sowie das Basilikum sind nun gepflanzt. 
Für die Paprika habe nach dem Pflanzen gleich einmal ein Raster an Schnüren auf zwei Ebenen gespannt. 
Jedes Jahr ist es das Gleiche. Die kleinen Pflänzchen stehen ordentlich im Beet und auf einmal fangen sie an, sich zu verzweigen und in die Höhe zu schießen. Ein Meter und mehr ist dabei gar nichts. Dann weiß ich wieder nicht, wie ich die mit schweren Früchten behängten dünnen Triebe stützen soll.
Dieses Jahr wird das anders! Sie können gleich im Rankgitter emporwachsen und sind automatisch gestützt. Jetzt müssen sie nur noch wachsen. 
frisch gepflanzte Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzte Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Sechs Tomatenpflanzen haben im Gewächshaus Platz. Zwei verschiedenen Sorten. Tica und Pilu. Beide haben keine besonders erwähnenswerte Toleranz gegenüber der Braunfäule und kommen daher wieder ins Gewächshaus. Sicher ist sicher. Sollte im Freien die Braunfäule wieder einmal alles dahinraffen, kann ich noch auf die geschützt stehenden Pflanzen im Gewächshaus hoffen.

Zu ihren Füßen stehen, noch kaum zu erkennen das Basilikum mit dem wahnsinnig intensiven Aroma, drei Ananaskirschen oder Erdkirschen (die kleine Verwandte der Andenbeere) und drei Mini-Chilis. Die Chilis tragen so überreich jedes Jahr, feuerrot ist der kleine Busch dann im Herbst. Leider essen wir ja nicht scharf und trotzdem baue ich jedes Jahr, allein wegen der Optik (und zum Verschenken der kleinen, feurigen Schoten) diese pflegeleichte Pflanze an.

frisch gepflanzte  Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzte  Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

In der Aufzuchtstation steht Kopfsalat, der ins Beet will. Genauso geht es der Sellerie und dem Lauch. Beide sind jetzt am Mittwoch dran mit Auswandern ins Beet. Ein paar Kohlrabi- und Weißkrautpflanzen können auch bald ins Freie.

Neu gesät sind Sonnenblumen (die keimen im Freien wieder nicht, weil es einfach viel zu trocken ist) und Tagetessamen, die ich noch gefunden habe.

Gemüsepflanzenaufzucht im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsepflanzenaufzucht im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Das ist das Freiland-Tomaten-Beet. Hier stehen fast nur braunfäuletolerante Sorten, die der Seuche ein wenig die Stirn bieten können und nicht gleich tot zusammen brechen. Das Rankgerüst aus Wasserrohren und Schnüren ist genial.  Leider ist uns noch keine Idee für ein praktikables Dach darüber eingefallen, das in regenreichen Jahren die Tomaten etwas schützen könnte.

frisch gepflanzte Tomaten (c) by Joachim Wenk
Die Tomaten sind gepflanzt (c) by Joachim Wenk

Die Bohnen am Bohnenzelt sind mittlerweile auch gesteckt. Hier wird wieder die Blauhilde wachsen. An drei Schnüren kamen aber die Schwabenbohnen von der Christine ins Beet. Da muss ich mal sehen, was das für Bohnen werden.

frisch gepflanzte Tomaten (c) by Joachim Wenk
Tomaten an  Schnüren und die Bohnen an den Schnüren sind auch schon gesät (c) by Joachim Wenk

Damit ich sie auch gleich erkenne, habe ich den von Christine mitgelieferten und von ihr selbst gebrannten Pflanzensticker gleich an die Schnur gehängt.

Pflanzensticker für die Schwabenbohne (c) by Joachim Wenk
Pflanzensticker für die Schwabenbohne (c) by Joachim Wenk

Derweil ich im Gemüsegarten meist mit dem Gesicht  nach unten gerichtet, werkele, macht sich im restlichen Garten bereits wieder eine neue Schicht Blüher ans Werk.

Die Färberkamille beginnt öffnet ihre Blüten

Färberkamille (c) by Joachim Wenk
Färberkamille (c) by Joachim Wenk

und auch der Zierlauch.

Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Zierlauch (c) by Joachim Wenk

So langsam sind dann auch alle Akeleien überall im Garten voll erblüht.

kelei und Flockenblume (c) by Joachim Wenk
Akelei und Flockenblume (c) by Joachim Wenk

Die Banane drängt mit ihren Blatttrieben ans Licht.

die Banane treibt inmitten der Stockrose, Brandkraut und Nachtkerzen (c) by Joachim Wenk
die Banane treibt inmitten der Stockrose, Brandkraut und Nachtkerzen (c) by Joachim Wenk

Und zum ersten Mal überhaupt blüht meine Strauch- oder Baumpfingstrose. Ich habe sie erst im Herbst gepflanzt und schon hat sie eine erste Blühte. Jetzt weiß ich auch, wie sie blüht und bin begeistert. Sie wird später einmal deutlich höher. Sie muss aber erst ein Astgerüst aufbauen.

Dieses Jahr ist sie noch sehr niedrig, so dass die Blüte in Mitten der sie umgebenden Vergissmeinnicht  baden kann. Ich genieße den Anblick, die Farbkombination und den Kontrast der riesigen Paeonienblüte zu den winzigen Vergissmeinnichtblüten.

blühende Baumpfingstrose inmitten Vergissmeinnicht  (c) by Joachim Wenk
blühende Baumpfingstrose inmitten Vergissmeinnicht
 (c) by Joachim Wenk

Zweimal Garten und immer an einem Weiher

 In meinem Garten beim Haus bin ich mittlerweile so ziemlich hinterher mit den Arbeiten. Salat, Lauch oder Dill-Jungpflanzen müssen baldigst ausgepflanzt und noch einmal Radies oder Möhren gesät werden. Das herrliche Wetter der letzten Zeit brachte aber eben leider keinen Regen mit und der Boden ist sehr trocken.
Es ist also besser mit diesen Arbeiten noch etwas zu warten. Es gibt ja noch anderes zu erledigen. So haben wir uns endlich daran gemacht, die ersten Schritte im neu dazu gepachteten Grundstückchen unten am Dorfweiher zu unternehmen. 
Die ersten Bilder davon zeigte ich bereits vor unserer Kirchweih. Heute also seht ihr es noch einmal genauer. 
Witzig und ungemein praktisch finde ich ja die Lage. Direkt unter unserem Haus, am Rande des Dorfweihers. 
Ich muß nur unseren steilen Hang zur Dorfstraße und eben diese selbst überqueren und bin schon da. Am Hang stehen meine beiden Quittenbäume, die gerade in voller Blüte stehen. Vielleicht bekomme ich dieses Jahr die ersten Quitten zum Ernten.
Das rote Laub zwischen den Bäumchen ist der uralte Rosenstock, den wir im Frühjahr auf Stock gesetzt haben. Er bestand fast nur noch aus Totholz. Der heiße und trockene vergangene Sommer hat ihm arg zugesetzt. Jetzt treibt er kräftig und überall von unten neu aus. Manchmal ist so eine radikale Verjüngung einfach notwendig. 
links steht die Baumwollquitte und rechts die fränkische Hausquitte (c) by Joachim Wenk
links steht die Baumwollquitte und rechts die fränkische Hausquitte (c) by Joachim Wenk

Der Nachbar, dem die beiden Flächen am Weiher gehören, ist heute ebenfalls zu Gange. Wir haben also das rechte der beiden Stückchen Land von ihm zur Verfügung bekommen. Weil das Gras schon wieder sehr hoch steht, muß es vor dem Ackern mit der Motorsense abgemäht werden.

Aus dieser Wiese wird Gartenland (c) by Joachim Wenk
Aus dieser Wiese wird Gartenland (c) by Joachim Wenk

Den Grasschnitt rechen wir zu Seite. Dann kommt die Motorhacke zum Einsatz. Was ich mit der schon alles geackert habe. Und wie oft schon hatte ich so ein ein Stück Wiese vor mir und machte daraus mit Hilfe meiner Hacke ein Gemüsebeet.

Das Maschinchen war extra noch einmal zur Überholung in der Werkstatt und schnurrt nun wieder munter vor sich hin. Die Motorhacke wird von den sich, anstatt Rädern, drehenden Hacken vorangetrieben. Hinten ist ein Holm, der dabei durch die Erde gezogen wird. Er bremst das Gerät in seinem Vorwärtsdrang und sorgt dafür, daß die Hacken nicht blos über den Boden hinweg sausen. Vielmehr sollen sie sich in ihn eingraben.

Beim ersten Durchgang stellte ich die niedrigst mögliche Holmtiefe ein. Dabei wird vor allem die oberste Schicht aufgekratzt. In meinem Falle hier wird die Grasnarbe angerupft.

Ein oder zweimal wird über die ganze Fläche geackert. Dann kommt der Bremsholm tiefer in die Erde und schließlich noch tiefer. Man muß mit so einem kleinen Gerät, das eben eine Hacke und keine Fräse ist, schon etliche Male über die Flächer drüber fahren.

Aber wie wäre es, müsste ich das mit dem Spaten erledigen.  Nein, da  robbe ich liebe ein paar Mal mit meinem Maschinchen darüber.

die Motorhacke wartet schon ungeduldig auf ihren Einsatz (c) by Joachim Wenk
die Motorhacke wartet schon ungeduldig auf ihren Einsatz (c) by Joachim Wenk

Schließlich ist die Erde etwa spatentief umgraben. Das vorher abgemähte hohe Gras, ebenso wie das Gras des Nachbarn, wird wieder auf der Fläche verteilt.

Diese bedeckende Mulchschicht hätte um einiges dicker sein können. Je dicker sie ist, desto weniger kann gleich von Anfang an das Gras wieder durchwachsen. Ich hatte aber gerade nicht mehr an Material zu Verfügung.

Jetzt kann das untergeackerte Gras anfangen zu verrotten. Wahrscheinlich muß ich in Kürze noch einmal darüber ackern. Oder ich treibe noch Rasenschnitt auf, den ich verteilen und die  Schickt dicker machen kann. Wichtig ist die Abdeckung mit organischem Material. Darunter haben die Bodenlebewesen optimale  Bedingungen (geschützt, feucht, Nahrung vorhanden) und verarbeiten das Gras im Boden in Humus und damit Dünger. Der Boden wird optimal vorbereitet. Im ersten Jahr nach so einer Bearbeitung wird man noch einiges an Gras aufwachsen sehen können. Das muß man konsequent ausrupfen. Dann ist nur noch der übliche Unkraut-Druck vorhanden, den man immer im Gemüsebeet hat.

Nächstes Jahr nutze ich die Fläche für Kartoffeln und im Frühjahr werde ich grünen Spargel anbauen. Dieses Jahr denke ich noch Buschbohnen stecken  und meine bereits gekeimten Kürbisse und Gurken dort setzen zu können. Beides ist schnellwüchsig und kann dem aufkeimenden Unkraut und nachwachsenden Gras schnell entkommen. Undenkbar wären Gemüse wie Möhren oder Pastinaken. Die wachsen unheimlich langsam und benötigen manchmal über eine Woche, bis sie überhaupt keimen.

nach der Bodenbearbeitung decke ich alles mit dem Grasschnitt wieder ab (c) by Joachim Wenk
nach der Bodenbearbeitung decke ich alles mit dem Grasschnitt wieder ab (c) by Joachim Wenk

Um eines muß ich mir jedenfalls in dem Garten keine Gedanken machen. Genügend Gießwasser wird immer vorhanden sein. So schnell pumpen die Hobbygärtner den Dorfweiher sicher nicht leer. Jeder dieser Gärten hat so eine Schwengelpumpe mit der die Gießkannen ratz-fatz gefüllt sind.

Jeder Garten hat eine Pumpe, die das Wasser aus dem Dorfteich in die Gießkannen befördert (c) by Joachim Wenk
Jeder Garten hat eine Pumpe, die das Wasser aus dem Dorfteich in die Gießkannen befördert (c) by Joachim Wenk

Und hier sieht man das nun für’s Erste fertig bearbeitete Gartenstück vom Weiher aus nach oben blickend. Das etwas zurück gesetzte Haus rechts ist unser Haus. Wir haben unser neues Stückchen Land also immer im Blick.

Blick vom Weihergarten hinauf zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Blick vom Weihergarten hinauf zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk

Wenige Kilometer mit dem Auto müssen wir zu unserem eigenen Grundstück an unseren Fischweihern fahren. Es liegt etwas ausserhalb des Dorfes. Dort gehen die Arbeiten auch bald los. Dieses Jahr muß nun endlich wieder die Brücke über den Bach für den Rasenmähertraktor gebaut werden. Am Wochendende waren wir nur einmal kurz zum Kontrollgang draußen.

Die neuen Obstbäume bekamen einen ordentlichen Schluck Weiherwasser auf die Füsse. Der letzte Regen ist schon viel zu lange her und neu gepflanzte Bäume sollen ja nicht austrocknen.

Alle drei Bäume stehen prächtig in der Wiese. Die beiden Apfelbäume, die ich erst auf die Höhe eines  Halbstammbaumes emporwachsen lassen muß, sind fast komplett mit Hasendraht eingewickelt. Das mag nicht sehr schön aussehen, ist aber unbedingt von Notwendigkeit. Hasen und Rehe fänden sie bestimmt lecker. Wild aufgewachsene Weißdorn und andere Büsche unmittelbar daneben haben sie komplett entrindet. Dieses Vergnügen kann ich ihnen mit meinen Obstbäumen nicht gönnen! Zu allem Überfluß ist auch immer wieder ein Biber in den Weihern, der gerne mal Eichen- oder Erlenbäumchen abbeißt, die in der Nähe der Weiher stehen. So ein Obstbäumchen wäre mit einem Biß umgelegt und vernichtet.

Hendunger Schneeapfel (c) by Joachim Wenk
Hendunger Schneeapfel (c) by Joachim Wenk

Fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk
Fränkische Hauszwetschge (c) by Joachim Wenk

Albert (c) by Joachim Wenk
Albert (c) by Joachim Wenk

Geburtstagsgeschenk mit historischer Bedeutung

Dass wir kürzlich Volkers Geburtstag feiern durften, habe ich  berichtet. Was es so an Geschenken gab, dürfte die wenigsten hier interessieren. Nur von einem Geschenk muss ich einfach berichten.
Es ist ein fotografiertes Bild eines Gemäldes, das dann  wiederum auf Leinwand gedruckt wurde.

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Wetter grau – Blüten braun und trotzdem lacht mein Herz

Bevor ich jetzt aufs Wetter zu sprechen komme und der Sonne in meinem Herzen, stelle ich euch rasch noch meine neu errungene Bastelei vom genialen Schwager vor. 
Seit jeher ziehe ich die Stangenbohnen (seit ein paar Jahren ausschließlich „Blauhilde“) am Bohnenzelt empor. Ich bin einfach zu faul, die ganzen Stangen für die konventionelle Anbauweise in den Boden zu rammen und aneinander zu binden.
Ich muß nur einen Stock in die Erde bekommen und daran Schnüre befestigen. Leider aber wurde mein sehr langer Haselnuß-Stock von Jahr zu Jahr kürzer, weil er in der Erde abfaulte. Die Blauhilde wächst unbändig und im Handel erwerbbare Bohnenzelte sind um die Hälfte zu niedrig.  Daran baue ich jetzt die Blauschwokker-Erbsen, die nur etwa 180cm (!) hoch werden. 
Jetzt bekam ich diesen nicht-verrrottenden Bohnenzelt-Stützstab. Wie beim Grill oder dem Tomatenrankgerüst besteht er aus eine verzinkten Wasserrohr. 
Bohnen-Tipi, Bohnenzelt aus Wasserrohren und Schnur (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi aus Wasserrohren und Schnur (c) by Joachim Wenk

Ein Rohr von etwa einem Meter Länge habe ich bis auf 30 cm in den Boden geschlagen. Ein zweites Rohr von etwa 3m Länge wurde vom Schwager an einem Ende mit einem inneren Bolzen versehen (den ich leider vergaß zu fotografieren). Der ist fest im Rohr verschweißt und passt vom Durchmesser genau in das andere Rohr im Boden. So sind die beiden Rohre aufeinander gesteckt und halten fest.

Oben am 3 m Rohr hat er ein Lochblech zu einem Kreis ausgeschnitten und verschweißt. Daran kann ich nun meine Bohnenfäden festbinden. Durch die Löcher im Blech bleiben sie auch an Ort und Stelle und verrutschen nicht.

Bohnen-Tipi, Bohnenzelt aus Wasserrohren und Schnur (c) by Joachim Wenk
Stützstange für das  Bohnenzelt aus Wasserrohren
 (c) by Joachim Wenk

 Unten am Boden liegt, wie jedes Jahr, ein alter Metallreifen. Den haben wir in der Scheune gefunden. Es war wohl einmal ein Metallreifen um ein hölzernes Rad. Weil der ein gutes Eigengewicht hat, binde ich die Bohnenschnüre immer an ihm fest. S verrutscht nichts mehr und ich habe ganz automatisch eine schöne Kreisform für das Zelt.

Fertig ist das Gerüst. Wenn es jetzt wieder wärmer wird, kommen die Bohnensamen in die Erde.

Bohnen-Tipi, Bohnenzelt aus Wasserrohren und Schnur (c) by Joachim Wenk
Metallreifen für die gleichmäßige Form vom Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi, Bohnenzelt aus Wasserrohren und Schnur (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi, Bohnenzelt aus Wasserrohren und Schnur
(c) by Joachim Wenk
Und weil es in den Gemüsebeeten noch so leer aussieht, zeige ich hier ein Bild vom Rand des Gemüsegartens. Im Rhabarberbeet sieht es alles andere als leer aus. Herrlich, dieses saftige, lebendige Grün. 
Rahaberaber (c) by Joachim Wenk
Rahaberaber (c) by Joachim Wenk
Wir waren ja am Wochenende die meiste Zeit mit der Vorbereitung, der Nachbereitung und der Durchführung unserer Geburtstagsnachfeier beschäftigt. Daher war es zwar ärgerlich, daß das Thermometer von der 10°C-Marke gerade am Sonntag zur Feier und auch am Montag weit entfernt war. Zudem nieselte es am Montag viele Stunden. 
Grau in Grau und sehr nass war es. Bitter kalt dazu. Und trotzdem lachte mein Herz, wenn ich so vor dem Wohnzimmerfenster stand und gedankenverloren hinaus blickte. 
Die Pflanzen sehen nicht so aus, als würde das Wetter ihnen schaden. „Mai kühl und nass, füllt dem Bauer Scheun‘ und Faß“ heißt es. Alles strotzt vor Leben und Wachstum. Alles ist saftig und grün. Und zu alledem denke ich an das letzte Jahr mit Trockenheit, wie man sie nicht beschreiben kann bei Temperaturen, wie man sie hier in Mittelfranken, nicht gebrauchen kann. Da sah man beim ersten Blick in den Garten, wie das Wetter schadet. 
kalter Regensonntag im Mai (c) by Joachim Wenk
kalter Regensonntag im Mai (c) by Joachim Wenk
Dieses Jahr ist noch alles Gut und bleibt vielleicht normal. Es ist ein Freude alles zu beobachten, zu betrachten und noch viel besser ist es, mittendrin zu stehen und es mit allen Sinnen zu genießen. Herrlich diese Üppigkeit im Frühling.
Als ich dieses Bild hier gerade eingefügt habe, dachte ich mir gleich: „mann,  schreib blos dazu, dass das hinter der Tulpe Stockrosen sind und kein Rhabarber…..“ Darum auch oben das Rhabarberbild. 
Aber ganz im Ernst, sind die Stockrosenstauden nicht der Hammer? Wenn die wieder so üppig blühen wie letztes Jahr, wird es wieder ein Festmahl für die Hummeln und ein Traum für meine Augen.
Wo diese Tulpe her kommt weiß ich gerade auch nicht. Es ist nur eine einzige in mitten einer Färberkamille. Die Farbe finde ich sehr schön. Scheinbar ist dieses Frühjahr bei mir ein Frühjahr der braunen aber eben nicht langeweilig-braunen Blüten. 
braune Tulpe vor Stockrosenstauden (c) by Joachim Wenk
braune Tulpe vor Stockrosenstauden (c) by Joachim Wenk

Ebenfalls in einem dunklen Braun-Lila blühen einige Flockenblumen in den Staudenbeeten.

braune Flockenblumen (c) by Joachim Wenk
braune Flockenblumen (c) by Joachim Wenk
braune Flockenblumen (c) by Joachim Wenk
braune Flockenblumen (c) by Joachim Wenk
Und ihr erinnert euch vielleicht auch, mein neuer Storchschnabel erfreut mich schon seit ein paar Tagen mit super süßen kleinen braunen Blüten. 
brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
All das Braun-Lila wäre doch zauberhaft in Kombination mit den wahnsinnig leuchtenden und gelben Blüten der Berberitze. Ich überlege schon, wie ich das zusammen bekommen könnte. Leider steht sie am Zaun in der Hecke und davor ist ein Stückchen Rasen. Aber ich werde mal weiter überlegen, weil diese Farbkombination der Hit sein müsste. Zur gleiche Zeit blühen sie schließlich auch alle. 
gelbe Berberitzenblüten (c) by Joachim Wenk
gelbe Berberitzenblüten (c) by Joachim Wenk

 Nicht dass ihr meint, es wäre jetzt alles braun bei mir im Garten. Auch das zu dieser Jahreszeit so allgegenwärtige Blau ist natürlich ausreichend vorhanden.

blaue Waldhyazinthen (c) by Joachim Wenk
blaue Waldhyazinthen (c) by Joachim Wenk
blaue Flockenblumen und gelber Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
blaue Flockenblumen und gelber Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk

Blaue Alpenwaldrebe Clematis alpina (c) by Joachim Wenk
Blaue Alpenwaldrebe Clematis alpina (c) by Joachim Wenk
Genau wie die lila-Töne.
riesige lila Tulpen (c) by Joachim Wenk
riesige lila Tulpen (c) by Joachim Wenk
Knospen vom lila Zierlauch (c) by Joachim Wenk
Knospen vom lila Zierlauch (c) by Joachim Wenk

überall blau-lila Katzenminze (c) by Joachim Wenk
überall blau-lila Katzenminze (c) by Joachim Wenk

Und weil ich weder die Zeit noch die Lust habe, den Garten steril sauber vom Wildwuchs zu befreien, ergeben sie so schöne Szenen. Wo da überall etwas wächst und blüht und mich erfreut. Und das ganz ohne mein Zutun oder gar meine Mühen und Arbeit.

Akelei in der Gartenbank (c) by Joachim Wenk
Akelei in der Gartenbank (c) by Joachim Wenk

Der Storchschnabel wächst seit, wir das Haus haben (und sicher schon noch viel länger) hier in den Ritzen der Treppenplatten. Der wird nie gegossen (auch letztes Jahr bei der Dürre nicht) und nicht gedüngt. Und doch wächst und blüht so entzückend. Leider blüht er nur einmal im Jahr, aber das sehr üppig und sehr zuverlässig. 

Storchschnabeln in den Ritzen und Fugen der Treppe (c) by Joachim Wenk
Storchschnabeln in den Ritzen und Fugen der Treppe (c) by Joachim Wenk
Zum Abschluss wieder etwas Kurioses. Meine Amaryllis. Vor etwa 18 Jahren bekam ich eine riesige Zwiebel von einer alten Frau. Die hatte sie schon ewige Jahre. Die Zwiebel bekam immer mehr Nachwuchs und ich weiß gar nicht mehr, ob ich die Originalzwiebel noch habe oder nur ihre Kinder. 
Jedenfalls haben alle Zwiebeln vor ein paar Jahren entschlossen, daß sie nicht mehr einziehen im Herbst. Immer taten sie das, auf einmal aber nicht mehr. Umfangreiche Recherchen im Internet ließen mich das Gießen ab September aufhören. Im Dezember waren sie noch immer grün und saftig. Ich stellte sie trocken und absolut dunkel unter den Tisch, auf dem sie jetzt stehen. Im Dezember noch waren sie grün und nichts gelbes daran. Ich schnitt sie einfach im Winter ab. All das ließ die Zwiebeln immer kleiner werden und raubte ihnen die Lebenskraft. Blüten hatte ich schon lange keine mehr. Ich schob es darauf, daß sie keinen Winterschlaf mehr machen wollen. 
Im vergangen Jahr, ließ ich sie einfach im Palmenhaus, dem Überwinterungsraum der anderen Kübelpflanzen, am Fenster stehen. Ab und an ein Schluck Wasser  uns sonst machte ich nichts. Klar eingezogen haben sie wieder nicht, denn das scheinen sie ja einfach auf einmal abzulehnen. Jetzt im Mai, war ich ganz überrascht und baff.  Ganz viele Blütenknospen entdeckte ich im mittlerweile immer dichter gewordenen Grün der Blätter. 
Jetzt blühen sie. Seit Jahren die ersten Blüten und ich freue mich so sehr darüber. Ich muß doch das wertvolle Geschenk der alten Frau, die sich zuvor schon so viele Jahre um die Zwiebeln kümmerte, in Ehren halten. Denn sie wusste, daß ich es tun werde und nur darum schenkte sie mir eine ihrer Lieblinge. Ob die Frau und ihr kranker Mann noch leben, weiß ich nicht, ihre  Amaryllis aber leben mehr als je zuvor. 
Amaryllisblüte im Mai (c) by Joachim Wenk
Amaryllisblüte im Mai (c) by Joachim Wenk

Kommen die vielen Menschen wegen meinen Quittenbäumen oder wegen….?

Es ist Sonntag gegen 13 Uhr. Ein schöner sonniger Tag steht uns bevor. Ruhig ist es im Dorf und ich betrachte meine beiden Quittenbäume. 
Quittenbäume am Hang (c) by Joachim Wenk
ein ruhiger Sonntag im Dorf und ich betrachte meine beiden Quittenbäume (c) by Joachim Wenk

Und bis ich mich so besinne, stehen plötzlich ganz viele Menschen auf der Straße und, nun ja, und was? Betrachten die ebenfalls meine hübschen Quittenbäume?
Kirchweihumzug (c) by Joachim Wenk
Zuschauer für…..(c) by Joachim Wenk

Langsam wird es unheimlich. Da kommen immer mehr Menschen. 
Kirchweihumzug (c) by Joachim Wenk
immer mehr Menschen kommen zu uns (c) by Joachim Wenk

Von allen Seiten kommen sie in meine Richtung und die meiner Bäumchen.

Kirchweihumzug (c) by Joachim Wenk
Zuschauer am Straßenrand (c) by Joachim Wenk

Und dann geht’s auf einmal rund. Ach darum stürmten die Menschenmassen  zu uns! Bei uns hat man einfach den besten Blick auf den Kirchweihumzug.

Vorne weg marschieren – naja eher torkeln – die Kirchweihbuben….

Kirchweihumzug - Kerwabuam (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kerwabuam (c) by Joachim Wenk

…gefolgt von der Blaskapelle.

Kirchweihumzug - Blaskapelle (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Blaskapelle (c) by Joachim Wenk

Schließlich ein kleiner Tross an Kirchweihwägen. Jeder Wagen zieht eine Szene des vergangenen Jahres durchs Dorf. Kuriositäten, die dem einen oder anderen Dorfbewohner, manches mal selbstverschuldet, widerfahren sind.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Wer einen Kerwa-Wogn bekommt, ist zum Beispiel durch das Dach eines Discounters in den Laden voller Kunden gefallen.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

…hat sich Kuriositäten am temporären Pool vor dem Jugendtreff im letzten Sommer geleistet…

oder dummpeinliche Facebooknachrichten auf ein Foto bekommen.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Und weil Schadenfreude so schön ist, sollen die Zuschauer am Straßenrand sich nicht nur amüsieren. Sie werden mit der alten Feuerwehrspritze auch noch nass gemacht. Puh, bis zu uns rauf reicht der Strahl Gottseidank nicht.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Sie zieht Wagen für Wagen an uns vorüber.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Also ne, wo sich so manche Leute übergeben müssen….

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Also manches müsste man eigentlich gar nicht so genau erfahren…

Und so kommt auch schon der letzte Wagen. Der Zug fährt einmal durchs Dorf, auf die andere Seite des Dorfweihers.

Kirchweihumzug - Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk
Kirchweihumzug – Kirchweihwägen (c) by Joachim Wenk

Im Dorfweiher ist ein Fass Bier versteckt, daß die ausgewählten Kerwabuam ( in diesem Fall auch Kerwasäu genannt) heraustauchen müssen. Und jedes Jahr denke ich mir wieder aufs Neue, dass ich niemals so früh im Jahr in das kalte Wasser steigen würde. Da ja doch mehr oder weniger bekannt, ist, wo das Fass liegt, dauert es nicht all zu lange, bis es geborgen und angestochen ist.

Immer wird das Spektakel durch die Blaskapelle begleitet.

Am Kirchweihplatz neben dem Weiher organisiert die Feuerwehr immer ein paar Zelte und Biertischgarnituren. SpenderInnen backen fleißig die leckersten Kuchen und so kann man dann, diesjahr bei super Sonnenschein, beisammen sitzen, Kaffee trinken, Kuchen essen oder ein Radler schlürfen. Die Einnahmen gehören der Feuerwehr.

unser Maibaum (c) by Joachim Wenk
unser Maibaum (c) by Joachim Wenk

Direkt am Weiher ist das doch ein super Platz für so ein Fest. Ein Kettenkarussel und diverse Buden für die Kinder stehen auch immer bereit. Das KerwaGeld von den Omas, Opas, Paten und Tanten muß doch irgendwie ausgegeben werden.

Kirchweihplatz am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Kirchweihplatz am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

So nun habt ihr auch ein Bild von der Kirchweih, über die ich in den letzten Posts immer wieder einmal gesprochen habe.

Der Besuch kann kommen, das Fest kann steigen – der Garten ist herausgeputzt

Also am allerschönsten ist  dieses Jahr bislang mein Salat. Seit Anfang Februar machte ich mehrere Versuche, wann und wo er am besten zu sähen sei. Im Gewächshausboden, in Saatschalen oder Topfplatten oder gar im Haus oder in einem unbeheizten aber frostfreien Raum?

Viele Pflänzchen brauchten lange, bis sie wuchsen. Manche waren total schwächlich und geschossen. Aber alle habe ich einfach einmal gepflanzt. Salat ist  das robusteste Gemüse, das ich im Garten habe. Man glaubt es nicht, aber die Pflänzchen gedeihen immer, egal ob absolute Dürre oder Nachtfrost, ob sie kräftig sind oder schwächlich. Stehen sie im Beet wachsen sie.

So und jetzt  kommt eine Salat-Flut auf uns zu, da sie ja demnächst erntereif sind. Den Salat, gesät im Gewächshaus im Februar im Boden, ernten wir bereits. Die anderen sind alle etwa gleich weit mit der Entwicklung. Man erkennt keinen Unterschied mehr. Egal ob sehr früh gesät oder erst später, als es schon wärmer war und mehr Licht zur Verfügung stand. Die Mühe mit einer sehr frühen Aussaat lohnt also nicht, so meine Erkenntnis.

Die Zwiebeln stehen schön im Beet und auch einige Möhren sind dieses Jahr gekeimt.

Gemüsegarten Mischkultur (c) by Joachim Wenk
Der  Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk

Am kommenden Pfingstwochenende wird Geburtstag nachgefeiert und wir bekommen einiges an Besuch. Gestern haben wir daher den ganzen Tag im Garten gerackert um ihn fit zu machen. Rasenschnitt in Massen ist angefallen und ich habe ihn über all zwischen die Gemüsereihen als Mulch verteilt.

Ebenfalls habe ich die jungen Pflanzen von Färberdistel, Sommeraster, Winterheckenzwiebel, Blaukraut und Weißkraut beziehungsweise Wirsing auf die Beete verteilt. Die Winterheckenzwiebeln sind ganz wundervolle Pflänzchen geworden. Auf die bin ich wirklich gespannt. Hier im Bild sieht man meine Schnittlauch-Beeteinfassung. Schnittlauch habe ich ebenso gesät gehabt. Aber weder im Boden noch in der Saatschale ist auch nur ein einziger aufgegangen.

Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk
das Kohl-Beet (c) by Joachim Wenk

Als Abschluss des Wegeprojektes im Gemüsegarten  hat mir mein Schatz dann auch noch die Wasserstelle neu gestaltet. Der Wasserhahn war an einem Holzpfosten befestigt, der mittlerweile so gut wie verfault war. Mit so schönen Wegen musste nun auch eine neue Halterung für den Wasserhahn und – ganz wichtig – für den Schlauch her. Aus Recycling-Kunststoffbalken hat er die Schlauch-Leiter gebastelt und die Waschbetonplatte perfekt am Boden eingepasst.

Nun habe ich sogar einen kleinen Platz im Zentrum vom Gemüsegarten. Und der Schlauch liegt nicht mehr ständig am Boden, dass man darüber stolpert.

Schlauchhalter und Wasserhahnständer (c) by Joachim Wenk
neu gestaltete Wasserstelle im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

 Mein Gemüsegarten mit ehemaligem Hühnerlauf, Gewächshaus und Schneckenzaunbeet als Panoramafoto.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Panorama Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk

Die neuen Wege begeistern mich jeden Tag.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk

Unterm Walnussbaum pflanzte ich diesjahr Kartoffeln in Kübeln , weil der Boden von den Baumwurzeln bis zur Oberfläche derart durchwurzelt ist, daß eine Bodenbearbeitung nicht möglich ist und auch nichts bisher dort gewachsen ist. Die Kartoffeln im Kinder-Hochbeet sind die ersten die sich aus der Erde heraus trauen.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
die ersten Kartoffeln zeigen sich an der Erdoberfläche (c) by Joachim Wenk

Im Erdbeerfass wird fleißig geblüht.

Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Erdbeerfass beginnen zu blühen  (c) by Joachim Wenk

Meine beiden Spalierapfelbäume treiben nun auch.

neu gepflanzte Spalieräpfel treiben (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Spalieräpfel treiben hier: Hendunger Schneeapfel
 (c) by Joachim Wenk

neu gepflanzte Spalieräpfel treiben (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Spalieräpfel treiben: hier Mecklenburger Königsapfel
 (c) by Joachim Wenk

Die im vergangenen Frühjahr gesäte Kaper ist mittlerweile ein schönes kräftiges Pflänzchen und wird langsam an Sonne und Frischluft gewöhnt.

Kapernpflanze (c) by Joachim Wenk
Kapernpflanze (c) by Joachim Wenk

So, der Rasen ist also gemäht, der  Gemüsegarten versorgt. Die Zeit langte nicht mehr für die Staudenbeete. Dort wachsen die Stauden mit dem Unkraut um die Wette. Weil aber doch schon so schön geblüht wird in den Beeten, hoffe ich, daß die bunten Blüten den Besuch vom Unkraut etwas ablenken.

Ganz neu in meiner Pflanzenliste ist der braune Storchschnabel. Der ist ja so süß und der erste Storchschnabel, der blüht. Seht doch mal genau hin. Der „Pfosten“ an dem er sich anlehnt ist ein Tulpenstengel, nur damit ihr die Größe der Blüten etwas einschätzen könnt.  Der Storchschnabel ist also nichts für den Wow-Effekt, sondern eher etwas für stille Genießer, die wissen, wo er steht und sich dann bewundernd zu ihm herunterbücken. Aber die Mühe lohnt sich!

brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk

 Überall blühen sie jetzt, die Flockenblumen. Eine Pflanze habe gepflanzt und die ist dann in der Glut und Dürre des vergangenen Sommers eingegangen. Aber vorher hat sie sich ausgesät (und ist mittlerweile auch selbst wieder da) und unzählige Sämlinge im Beet um sich geschart. Viele von ihnen habe ich umgepflanzt und überall im Garten verteilt.

Bergflockenblume und Tulpen (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume und Tulpen (c) by Joachim Wenk
wuchernde Waldhyazinthen vor der Blumenwiese und der winterharten Zitrone (c) by Joachim Wenk
wuchernde Waldhyazinthen vor der Blumenwiese und der winterharten Zitrone (c) by Joachim Wenk

Und wieder hat sie einen Winter im Freien überstanden. Die winterharte Zitrone mit den mörderischen Dornen. Wann sie wohl das erste mal blüht?

 winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk
sie treibt wieder aus die winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk

der orientalische Mohn (c) by Joachim Wenk
bald wird es hier feurig  rot – der orientalische Mohn mit Knospen (c) by Joachim Wenk

Gänseblümchen und Vergissmeinnnicht (c) by Joachim Wenk
Gänseblümchen und Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk

rotgelbe Tulpen, weiße Aroniabeere und gelber Ranunkel  (c) by Joachim Wenk
rotgelbe Tulpen, weiße Aroniabeere und gelber Ranunkel – Lebensfreude pur (c) by Joachim Wenk

gelber, gefüllter Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
gelber, gefüllter Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
Washingtonia und Canarische Dattelpalme (c) by Joachim Wenk
Washingtonia und Canarische Dattelpalme (es fehlt noch die Banane) (c) by Joachim Wenk

der Selbstversorger geht fremd – Spargel einkochen

In der Tat sehe ich es fast als Fremdgehen, wenn ich mir Gemüse kaufe. Aber mal ehrlich! Spargel. So lecker er ist, wer den anbauen möchte muss schon viel Platz haben und ich glaub auch, einiges an Arbeit investieren. Darum habe ich bei einem Bauern Spargel gekauft, um ihn für den Winter zu konservieren. 
Saisonal und regional ist mir, wenn ich etwas kaufe, sehr wichtig. Weil ich noch nie Spargel eingekocht habe, probierte ich es einfach einmal mit einer kleineren Menge. 
Ein genaues Rezept zum Einkochen von Spargel findet man im Weck-Einkochbuch. Mir geht es heute und hier einfach einmal darum,  zu erinnern, dass man den Spargel gut selbst konservieren kann. Jetzt hat er Saison, jetzt ist er regional (also frisch) und jetzt ist er am günstigsten. Vielleicht hat der Eine oder Andere von euch noch leere Gläser im Keller und einen Einkochtopf. Dann probiert es doch einfach auch mal aus. Eigene Konserven sind immer ein schöner Beitrag zum Selbstversorgertum. Man weiß genau, was drin ist und woher es ist. 
Schwer jedenfalls ist das Einkochen von Spargel überhaupt nicht. 
Man wäscht ihn. 
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
Spargel waschen (c) by Joachim Wenk

Man schält ihn.

 Ach übrigens: die Reste hier und die Anschitte vom dicken Ende habe ich ausgekocht und mit der Flüssigkeit am nächsten Tag eine leckere Spargelcremesuppe gekocht. Mit frischem Schnittlauch und ein paar Backerbsen, war das ein leichtes Mittagessen am Kirchweihwochenende, an dem man ohnehin mehr als genug ißt.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel schälen (c) by Joachim Wenk

Der geschälte Spargel wird mit kochendem Wasser überbrüht und 10 Minuten darin liegen lassen.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel mit kochendem Wasser übergiessen (c) by Joachim Wenk

 
Ich habe noch Weck-Gläser im Keller gehabt. Das waren nicht die  hohen, in die der Spargel ganz hinein passt. Ich habe die Stangen einfach halbiert und sie dann so in die Gläser gestellt. So musste ich mir keine neuen Gläser kaufen, die ich in der Größe dann ohnehin nicht mehr anderweitig brauche.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
praktisch sind die passenden Gläser zum Einkochen
 (c) by Joachim Wenk

Zum Einkochen nehme ich so einen Einkochtopf. Im Winter machen wir darin gern Punsch und Glühwein heiß,  benutzen ihn zum Warmmachen der Weißwürste für größere Partys im Geschäft und in der restlichen Zeit dient er dem Einkochen meiner Konserven. Der Vorteil ist, daß man die Temperatur einstellen kann und der Topf hält die dann von allein immer aufrecht. Beim Spargel sind es 100°C für 120 Minuten.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 automatischer Kochtopf zum Einkochen (c) by Joachim Wenk

Der überbrühte und abgegossene Spargel wird senkrecht in die Gläser gefüllt und dann mit kochendem Wasser aufgegossen. Gummiring und Deckel werden aufgesetzt und mit Klammern fixiert.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
Gläser mit dem Spargel auffüllen mit kochendem Wasser (c) by Joachim Wenk

Hat man Einkochgut, das wie hier, schon fast kochend heiß ist, muss natürlich auch das Wasser im Topf fast auf Kochtemperatur gebracht werden.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Wasser im Einkochtopf auf Temperatur bringen (c) by Joachim Wenk

Nach den zwei Stunden habe ich jetzt 6 Gläser eingekochten Spargel für die Vorratskammer. Roh waren das etwa 5 Pfund Spargel.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 fertig eingekochter Spargel (c) by Joachim Wenk

Den kann man dann als Beilage essen.  Warm gemacht in der Flüssigkeit aus dem Glas. Und aus der Flüssigkeit im Glas kann man auch wieder Spargel-Suppe oder Spargel-Sauce machen.

 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk
 Spargel selber einkochen (c) by Joachim Wenk

bunte Blüten und die Gemüseautobahn

Sonne von halb sechs in der Früh bis  halb neun in der Nacht. Ohne Unterbrechung sticht sie vom Himmel bei weit über 20°C. Das war ja schon ein Sommerwochenende. Herrliches Kirchweihwetter. Zum ersten Mal dieses Jahr waren wir abends draußen gesessen und haben kurze Hosen getragen. Das ist doch gleich ein ganz anderes Lebensgefühl. 
Trotz der Kirchweih im Dorf haben wir die freie Zeit und das Kaiserwetter natürlich auch für den Garten genutzt. 
Mein Blumentrog an der Einfahrt ist nun auch sommerlich bepflanzt. Das winterliche blaugrüne Begleitgras zur verdorrten Erika war einfach nicht mehr der Jahreszeit entsprechend. 
Hier an der heißesten Stelle im Garten sind Geranien  die beste Bepflanzung. Sie mögen es heiß und vertragen richtig Trockenheit. Gerade letzteres kann in Pflanzengefäßen schneller geschehen, als man meint. Gerade, wenn man auch mal nicht zu Hause ist. Im Beet habe ich einmal Kapkörbchen in Lila gehabt und die haben bis Frostbeginn unermüdlich und üppig geblüht. Wie Geranien vertragen sie die Hitze und Trockenheit. Darum war mein Wunsch für dieses Jahr: beide kombinieren. 
Und in der Gärtnerei im Nachbarort fand ich dann diese wundervolle Blüte. Das ist ja noch viel besser als einfarbige lila Blüten. 
Kapkörbchen - geöffnete Blüten nur bei Sonnenschein (c)  by Joachim Wenk
Kapkörbchen – geöffnete Blüten nur bei Sonnenschein (c)  by Joachim Wenk
Kapkörbchen und Geranien sind ideal für trockene und heiße Standorte (c)  by Joachim Wenk
Kapkörbchen und Geranien sind ideal für trockene und heiße Standorte (c)  by Joachim Wenk

Bunt ist überhaupt so eine Sache. Ich brauche es einfach bunt. Und lieber habe ich eine Kombination an Farben, die eigentlich nicht passt, als dass es eintönig oder gar farblos ist. Im übrigen gibt es glaube ich nur sehr wenig, was nicht farblich zusammen gehen würde, wenn man Blumen und Stauden oder Rosen ansieht. So viel falsch kann man da gar nicht machen.

Weil sie so irre gezeichnet ist und mehrfarbige Blüten hat, kaufte ich im vergangenen Herbst für viel (!) Geld ein paar (5 Stück glaube ich) Zwiebeln der Tulpe namens Insulinde. Seither fiebere ich dem Moment entgegen, da ich dieses Farbspiel in echt und bei mir im Garten beobachten kann.

Ich wartete gespannt, bis die großen, hellen, beinahe geöffneten Tulpen ganz aufblühen.

Moment! Langsam wurde ich skeptisch. Erstens bildete ich mir ein, dass es wirklich nur fünf Zwiebeln waren und nicht zehn. Zweitens sehe ich zwar den hellen Grundton, aber ansonsten nicht einen Hauch von anderer Farbe.

Und dann, ich traue meinen Augen nicht. Die Tulpen, die ich so gespannt und zum Schluss verwundert beobachte sind wunderschöne Cremefarbene. Groß und kräftig stehen zehn oder mehr Blüten über dem Blau der Vergißmeinnicht. Und klein, gerade zwergenhaft darunter, steht die richtige Insulinde. Drei Blüten habe ich. Die Zeichnung ist einfach wunderbar. Aber im vergleich zu den hellen  Nachbarinnen ist die ganze Pflanze einfach sehr klein und zierlich. Wenn ich nur wüsste, was das für cremefarbene Tulpen sind und wo ich die her habe. Die muss ich im Herbst erst gesteckt haben, denn da waren früher nie Tulpen.

gestreifte Insulinde neben unbekannter cremefarbener Tulpe (c) by Joachim Wenk
gestreifte Insulinde neben unbekannter cremefarbener Tulpe
 (c) by Joachim Wenk

Die Farbe ist gefranst streifig, wie bei den Papageitulpen. Dabie aber bleibt die Blüte in schöner Form und ist – anders als bei den Papageien – fast nicht ausgefranst.

Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
Nach dem heißen Wochenende ist nun auch die Tulpenwiese bald abgeblüht.  Hier für alle, die das Bild in meiner Sammlung „Landgarten“ noch nicht gesehen haben, die Wiese in voller Blüte. Rote und Lila Tulpen über gelbem Löwenzahn. Bunt, wie es mir gefällt. Und dann der Himmel darüber und die Kirsche dahinter. Ich sag es nochmal, so geht Frühling. Oder?
Tulpenwiese vor blühendem Kirschbaum (c) by Joachim Wenk
Tulpenwiese vor blühendem Kirschbaum (c) by Joachim Wenk
Neben Kirchweih und dem Genießen des  Frühlingsgartens stand natürlich auch weiterhin harte Arbeit am Programm. Bald kann ich keine Betonplatten mehr sehen, so viele haben wir die letzte Zeit hin und her geschleppt, ausgetauscht und verlegt. Jedenfalls haben die Waschbetonplatten der alten Terrasse exakt ausgereicht. 
der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk

Jetzt sind die Wege im Gemüsegarten (bis auf die Begrenzung mit Rabatten entlang der Beerensträucher) fertig. Den Rest machen wir im Herbst, denn bei den Beeren habe ich erst jetzt so viele Kräuter gepflanzt, die alle wieder ausgegraben werden müssten. Im Herbst ist dafür die bessere Zeit.

der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
nur hier links kommen im Herbst noch Rabatten hin
(c) by Joachim Wenk

Ich hätte nicht gedacht, wie man sich über Wege im Gemüsegarten freuen kann. Es ist aber auch wirklich sehr schön jetzt. Optisch finde ich es endlich ordentlich. Praktisch sind sie auch, da sogar ein Schubkarren darauf abgestellt werden kann oder ich mich darauf knien kann, ohne mit den Schuhen hinten schon wieder im Nachbarbeet zu stecken. Sie sind sechzig Zentimeter breit und waren vorher nur 40 – 50 cm breit. Auch fällt jetzt endlich bei der Gartenarbeit nicht ständig die Erde auf die Wege.

der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
die neuen Wege im Gemüsegarten (fehlen nur noch Schilder und Straßennamen…) (c) by Joachim Wenk

Der Wasseranschluss muss jetzt ebenfalls noch gemacht werden. Nach jahrelangem überlegen kommen wir nun auch endlich einer Idee näher, wie wir es machen wollen. Die Zeit drängt auch mittlerweile. Der Holzpfosten, an dem der Wasserhahn befestigt ist, wir nur noch durch den Schlauch selbst gehalten.  Außerdem sind die Wege jetzt fertig, da muss endlich auch dieses Element optisch und praktisch aufgemotzt werden.

der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk
der Wegebau im Gemüsegarten ist abgeschlossen (c) by Joachim Wenk

Die Autobahn durch den Gemüsegarten. Auch die Kartoffeln sind seit letzter Woche endlich gesteckt, wie man rechts im Bild erkennen kann.

Die Gemüse-Autobahn (c) by Joachim Wenk
Die Gemüse-Autobahn (c) by Joachim Wenk
Im benachbarten Gemüsebeet wächst es  oder auch nicht. Sehr komisch finde ich, daß meine Jungpflanzen an Wirsing, Weißkohl, Kohlrabi, Blattkohl, Butterkohl allesamt so gut wie kaputt sind. Alle, ausnahmslos. Die im Gewächshaus und die Ausgepflanzten. Die in der Topfplatte in Blumenerde (wie die Jahre davor) und die vom Saatversuch direkt im Gewächshausboden oder in der Schale im Erdgemisch. Einzig ein paar ganz frühe Wirsingpflanzen stehen bilderbuchmäßig im Beet. Die Blätter all dieser Pflanzen sind total hell, ohne grün drin und an den Rändern pergamentartig vertrocknet. Aber in der gleichen  Erde stehende andere Pflanzen wie Salat, Lauch, Petersilie, Winterheckenzwiebeln, Färberdisteln, Türkenmohn, Spinat sind kräftig und dunkelgrün. Was das jetzt wieder ist?
Im Schneckenzaunbeet mußte keine Randbegrenzung gemacht werden, so dass hier schon eher gesät und gepflanzt werden konnte. Hier sieht man schon eher den Gemüsegarten. 
Gemüsegarten in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
so langsam erkennt man das Gemüse in den Beeten (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Blick vom neueren Gemsegarten in den älteren Gemüsegartenteil (c) by Joachim Wenk

Die einzigen Kohlpflanzen, die dieses Jahr gewachsen sind: ganz früher Wirsing namens „Vorbote“.

zeitiger Wirsing "Vorbote" (c) by Joachim  Wenk
zeitiger Wirsing „Vorbote“ (c) by Joachim  Wenk

Auch der Salat, den wir bereits beernten, ist einmalig. Noch nie hatte ich so schönen Salat. Die Sorte heißt Briwerie und wird ab sofort immer genommen.

Kopfsalat (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat (c) by Joachim Wenk

Kopfsalat und Sommerlauch (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat und Sommerlauch (c) by Joachim Wenk

Kopfsalat und Ackerbohnen (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat und Ackerbohnen (c) by Joachim Wenk