Herbstaroma im Hopfenblütensalz

Zur Zeit blüht er noch draussen in der Natur oder bei mir im Garten, der Hopfen. Leider habe ich für die vielen Blüten keine Verwendung, da ich noch nicht selbst Bier brauen. Ein wenig in den Kräutertee, Essenz für ruhigen Schlaf und das Hopfenblütensalz sind meine einzigen Hopfenprodukte.

Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

Ein paar wenige Hopfenblütensalz mit Salz im Mixer zerkleinern und fertig. Die Blüten im Bild reichten für 80 Gramm Salz, eher noch mehr. Das Aroma ist sehr intensiv. Ich beginne immer mit wenig Salz und Mixe das. Dann Fülle ich so lange Salz drauf, bis mir die Konzentration , also der Geschmack gefällt.

Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
 Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

die Farbe gefällt mir immer und das sehr eigene Aroma. Menschen, die Bitterstoffe ablehnen, brauchen das Salz erst gar nicht herstellen. Ansonsten wie ich heute Morgen frisch zubereitet auf das Frühstück sei, oder aufs Butterbrot,zum Frischkäse,Salat oder in die Rohkost. Vorsichtig Dosieren und nicht zum Kochen nehmen.

Wer experimentierfreudig ist, sollte es mal probieren.

Neues aus der Kinderstation im Gewächshaus

Erinnert ihr euch noch an meinen gestrigen Text? Der verrückte  Frosch, der in einem Unterstzer zur Topfplatte wohnt? 
Hier seht ihr mal die Topfplatte von oben (und irgendwo unten drunter beobachtet mich dabei wieder der kleine Frosch). Die Topfplatte befindet sich  in meiner Kinderstation im Gewächshaus. Zusmmen mit der Solar Bewässerungsanlage bin ich hier super bedient. Aus dem Regenfass holt sie sich das Wasser und gießt damit die ganzen Schalen mit  jungen Pflanzen. Hier im Bild zum Beispiel von links nach rechts Rucola, Batavia-Salat und Feldsalat. 
junges Gemüse (c) by Joachim Wenk
junges Gemüse, hofft auf kühleres und feuchteres Wetter bis zum Auspflanzen (c) by Joachim Wenk

In einer anderen Topfplatte sammle ich gerade Sämlinge von Stauden und  Andenbeeren, die von selbst im Garten aufgingen und an Orten stehen, wo sie nicht stehen bleiben können. So habe ich im Herbst, wenn ich die Staudenbeete umgestalte gleich neue Pflanzen. Oder bei den Andenbeeren habe ich schöne kräftige kleine Sämlingen zum Überwintern.

Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk
Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk
Gerade die großen Stockrosen werde ich wohl nicht umpflanzen können. Sie stehen aber derart unpraktisch, daß ich sie auf alle Fälle ausgraben möchte. Stockrosen gedeihen trotz der Dürre im Garten prächtig, weil eine zentrale Pfahlwurzel sie aus großen Tiefen mit Wasser versorgt. Das ist der Grund, warum ein Umpflanzen der alten Stauden nicht gelingen wird. 
Schaut doch allein die Sämlinge vom Komposthaufen an. Dieses Jahr erst dort wild gekeimt und dann bereits solche Wurzeln. Wie muß die Wurzel aussehen, bei den großen seit Jahren im Beet stehenden Stauden? Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 
beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk
beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 
Auch hier im unteren Stockwerk der Kinderstation wieder Stockrosen, die noch etwas schlapp in den Töpfen hängen. Links seht ihr Lavendelsämlinge . Im Rondell unterm Hausbaum stand im letzten Jahr ein Lavendel, der aber kaputt ging. Dieses Jahr habe ich den schönen Storchschnabel dort. Beim Unkrautrupfen vielen mir etliche winzige Lanvendelsämlinge auf. Die habe ich sofort getopft. Sie sind wunderbar gewachsen und kräftige Stauden geworden, die im Herbst in die Beete wandern können. Ganz hinten sind zwei Ableger der fetten Henne. Die Triebe waren zu lang und brachen um. Unten, wo sie im Boden standen war ein Knäuel treibender Augen und Wurzelansätze zu entdecken. Klar daß ich die Triebe kürzte und eintopfte, anstatt sie auf den Kompost zu werfen. Mittlerweile besitze ich dadurch die beiden kräftigen neuen Stauden. Auf die gleiche Weise konnte ich auch schon Herbstchrysanthementriebe bewurzeln und so aus einer Staude drei Stauden machen (gut für den Geldbeutel und für die Blütenfülle im Beet). Die stand meinem Hund im Weg und so trat er die Triebe einfach um. Zu schade zum Wegwerfen. Sie stehen schon längst eingwurzelt wieder im Staudenbeet. 
Vorne in den Saatschalen stehen von links nach rechst Staudenwicken, Fingerhut, nicht gekeimtes Johanniskraut und gut gekeimtes Maggikraut. Hinter dem Maggikraut und neben den Stockrosen ist die Schale mit den  Amarylliskeimlingen. 



Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk
Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk
Hier seht ihr mein Kinderstube einmal komplett mit dem Wandregel, Gewächshaustisch, dem blauen Wasserfass (beim Wassernachfüllen und damit verbundenem Anheben des Deckels wird man natürlich auch immer mit riesigen Augen angeglotzt, vom winzigen grünen Frosch der dort immer wieder wohnt) und dem Solarpanel mit der Pumpe im grünen Gehäuse. Eine wirklich gute Erfindung das Solar-Bewässerungsset, wenn man weder Strom noch Wasseranschluß zur Hand hat. 
Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset  (c) by Joachim Wenk
Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset
 (c) by Joachim Wenk

Frösche lieben trockene Hitze…

Nicht mehr als 10°C Tagestemperatur und das  Ende August!

Du meine Güte, da fröstelt es mich ja schon beim Lesen.

Gerade haben wir sogar nachts doppelt so hohe Temperaturen und tagsüber zerlaufen wir in der herbstlichen Sonne bei immer über 30°C. So krass unterschiedlich können also Augustwochen ausfallen. Hätte ich es nicht 2014 im Tagebuch notiert, würde ich mich da heute  nicht daran erinnern können.

Die Wärme lässt im Garten noch einmal vieles so richtig wachsen. Erst recht, wo ich jetzt immer mehr weiß, warum es in meinem Garten nicht wuchs. Der Wassermangel war schuld. Wenn ich richtig regelmäßig und sehr sehr ausgiebig gieße, dann wuchert es. Wenn ich ein wenig schludere mit dem Gießen, dann verharrt es in einer sehr kleinen Größe und wenn ich nicht gieße, stirbt es. So könnte man das zusammenfassen.

Als Beweis und zur Veranschaulichung habe ich ein paar Fotos geschossen und zusammengetragen.

Der uralte  Asternbusch am Zaun sieht heute so aus. Etwa 160 cm hoch, genauso breit und über und über mit Knospen besetzt.

große Asternstaude (c) by Joachim Wenk
große Asternstaude (c) by Joachim Wenk

Im Juni sah er so aus. Etliche der verwelkenden Triebe sind braun geworden und abgestorben. Was war geschehen? Früher wurde er nie gegossen und hat so, viele Jahre überlegt. Jetzt aber ist es derart trocken in meinem Garten, dass ohne Gießen alles eingeht.  Hier im Beet lagen Schwitzschläuche, die aber marode waren. Im März entfernte ich sie und hoffte auf einen normalen Sommer. Das Ergebnis seht ihr im Bild. Weil gerade nichts anderes greifbar war, verlegte ich einen Spritzschlauch im Beet und lasse den seither an vier Tagen die Woche je früh und abend 30-40 Minuten laufen. Sofort erholte sich alles und wächst und gedeiht. Leider auch der Giersch, aber das ist ja ein anderes Thema.

große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk
große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk

Die mit der neuen Tropfschlauchbewässerung versorgten beiden Beete im Gemüsegarten haben sich derart schnell erholt, daß ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Weil ich merkte wie wichtig wirklich das regelmäßige intensive Gießen ist, beregnete ich mangels Tropfschlauch auch den Kohl im anderen Beet. So große Kohlköpfe hatte ich noch nie und es ist noch nicht mal Erntezeit. Die können noch zulegen.

prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk
prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk
Die neu gepflanzten Apfelspaliere wuchsen seit der reglmäßigen und  intensiven Bewässerung eine ganze Etage nach oben am Spaliergerüst. 
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk

Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Das rosa Brandkraut neben besagten Asternbusch fraßen letztes Jahr die Schnecken beinahe zu Tode. Dann verdorrten auch sie und dieses Jahr trieb es vorsichtig aus. Ein Blütenstängel erfreute das Gärnterherz. Dann wurde es wieder weniger an Grünzeug und ich dachte, es zieht vielleicht ein. Ganz am Boden sah ich Triebspitzen, die aber nicht durchschoben, weil dort der Spritzschlauch irgendwie nicht hin spritzte und es sehr trocken war konnte es nicht wachsen. Der Standort gefiel mir ohnehin nicht mehr und so grub ich es aus.
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Im ebenfalls durch Spritzschläuche versorgten Fliederbeet fand es eine neue Heimat. Ein paar Tage später traute ich meinen Augen nicht. So groß und kräftig kannte ich diese Staude nicht, wie sie hier in den wenigen Tagen heran wuchs. Nur, weil es hier feucht war. 
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Leider reicht die tägliche Gießzeit nicht aus, um auch die großen Rasenflächen zu bewässern. Zudem habe ich Sorge, daß dann auch das Wasser knapp werden könnte. So haben wir eben wieder einen Rasen in angenehmen Ockertönen mit unangenehmer Akkupunkturwirkung auf die baren Fußsolen beim darüber Laufen. Leider wird dieser Anblick die nächsten Wochen und Monate so bleiben. 
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

Dabei sieht er in sattem Grün doch viel besser aus.

 (c) by Joachim Wenk
der Rasen  kann auch grün sein…(c) by Joachim Wenk
Noch viele weitere Beobachtungen zum Wachstum bei regelmäßigem gründlichen Gießen konnte ich in den letzten Wochen machen. Ich bin trotz Trockenheit beinahe schon erleichtert, vielleicht endlich das Problem gefunden zu haben. Wachstumsstockungen bezeichnete ich das immer, daß im Beet nichts wächst und erst im Herbst, wenn die Saison dann zu Ende ist, das Wachstum munter beginnt. Es liegt daran, daß bei mir im Garten ab Ende Juni das Wasser fehlt und erst Ende Oktober wieder kommt. Dazwischen war es immer, ganz besonder dieses und letztes Jahr, glühend heiß, ewig stürmisch und monatelang ohne Regen. Leider kann das Wachstum im Frühjahr nicht vor April richtig beginnen, weil wir es lange kalt haben,was auch wieder durch den ewigen Wind unterstützt wird. Ich habe schon Stimmen gehört, daß ich nicht dauernd jammern soll, in Südfrankreich ist im Sommer auch alles vertrocknet. Das mag sein, aber dort beginnt die Wachstumsperiode im Jahr auch nicht im April sonder ein paar Monate früher und bis im Sommer alles verdorrt, ist die erste Ernte schon eingefahren, während ich gerade erst richtig mit Sähen oder Pflanzen loslegen kann. Meiner Meinung nach ist Südfrankreich und Mittelfranken auf 460 Hm nicht zu vergleichen. 
Ich werde jedenfalls Tropfschläuche installieren im kommendne Jahr, das steht fest. 
Eine weitere Beobachtung möchte ich aber auch noch weiter geben. Hitze und Trockenheit sind gut für Frösche. Oder? 
Also ich jedenfalls beobachte immer mehr und mehr Frösche. Fast auf Schritt und Tritt erschrecken und begleiten sie mich. Ob ich nun gebückt eine Zucchini ernte oder weit nach oben ausgestreckt nach den Himbeeren ganz oben schnappe. Ob ich meine Kübelpflanzen gieße oder den Kompost wässere. Auch beim Unkrautrupfen im Gewächshaus oder beim Befüllen des Wasserfasses für die Bewässerungsanalge. Immer sitzt irgendwo ein Frosch oder eine Kröte. Meist hüpfen sie angestrengt weg und verhelfen mir zu Herzrasen bei  meiner in meditativer Versunkenheit ausgeführten Gartenarbeit. 
Vielleicht ist es nur eine verklärte Träumerei von mir:  Mein durch das regelmäßige Gießen den Fröschen als feuchte Oase erscheinender Garten im Meer der Dürre außen herum, lockt sie gerade zu an und gibt ihnen Schutz und Erfrischung.  
Oder weiß jemand, warum die sich alle bei mir versammeln und laufend mehr werden? Ich hätte eher gedacht, daß Eidechsen so ein Klima mögen und nicht Frösche und Kröten. Aber so täuscht man sich als Laie eben immer wieder. 
Jedenfalls freut es mich, daß mein Biogarten auch wirklich Bio ist und leben anlockt und fördert. 
kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk
kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk
Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk
Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk

Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

da wäre der tolle Nachmittag doch beinahe mißlungen

Was für ein Sommereinbruch, oder? Und ich habe ein paar Tage frei. Besser geht es doch gar nicht. 
Gestern haben wir meine Eltern zu Besuch gehabt. Und hätten wir nicht immer gute Notlösungsideen, wäre der Tag bei weitem  nicht so gut gelungen. 32°C und blauer Himmel. Ich glaube die Fotos zeigen das auch sehr gut. Vor kurzem aber ging unser großer Sonnenschirm kaputt. Nach mehr als 25 Sommern draußen bei Wind, Wetter und eben Sonne ist die Bespannung in tausend Fetzen dahin gegangen. Also ohne Sonnenschirm geht das zwar auch. Wir zu zweit finden spontan ein Plätzchen im Schatten, der zu jeder Tageszeit wo anders im Garten ist. Aber  bei Besuch brauchen wir einen Sonnenschirm, das war schnell klar. 
Es sollte wieder ein sehr großer Schirm sein und so wurden wir fündig und bestellten. Unerwartet kam er umgehend einen Tag vor dem Besuch. Freudig rissen wir die Verpackung auf, stellten ihn in den Ständer und dann. Ja dann nahmen wir ihn wieder aus dem Ständer, packten ihn ein und setzten uns mit dem Lieferanten in Verbindung. Was war geschehen? Er ließ sich nicht öffnen, weil die Kurbel dazu leer drehte.  Was für eine Enttäuschung. Ein paar Mails und Videos wurden ausgetauscht. Die Kurbel und Schnur  wurde zerlegt und ausgebaut und eingebaut. Es steht fest, die Kurbel ist einfach defekt. Der Lieferant verspricht rasch eine neue Kurbel zu schicken. Das ist schön, aber der Besuch kommt doch morgen schon, dachten wir. 
Abfinden mit der Situation hieß es also. Ich holte die Eltern also zu Hause ab. Sie sind beide deutlich über 80 und haben das Auto verkauft. Eine weise und beachtenswerte Entscheidung, die aber leider bedeutet, daß ihre Besuche bei uns im Garten weniger wurden. 
Wir haben gerade Urlaub und Zeit, sie zu holen. So wurde  dann erst einmal gemütlich in der Dorfgaststätte im Biergarten zu Mittag gegessen. Wir alle genossen den Schatten und den leichten Wind und dachten mit Wehmut daran, wie heiß und ohne Schatten es im Garten sein wird. 
Dann kam Volker und mir, quasi gleichzeitig die Idee. Der Schirm ist ja intakt, nur die Kurbel, die ohnehin ausgebaut ist ,funktioniert nicht. Wenn wir ihn nun einfach mit der Hand öffnen. Einer öffnet und der andere zieht an der Schnur, die sich sonst um die Kurbel wickeln würde. Wenn er oben ist wickeln wir die Schnur um ein  Hölzchen und schon kann er, sicher fixiert,  nicht mehr herunterrutschen und sich schließen. 
Ich hätte nicht gedacht wie schwer so ein 5 m Schirm ist, aber es hat geklappt. Er ist offen und einem herrlich entspannten Nachmittag mit Eis und Kaffee und frischem Zwetschgenkuchen stand nichts mehr im Weg. 
5m Sonnenschirm, einfach nur genial (c) by Joachim Wenk
5m Sonnenschirm, einfach nur genial (c) by Joachim Wenk
Mutter brachte sich ihr Häkelzeugs mit und stellte die von mir gewünschten Marmeladengläschenüberzieher fertig. 
handgefertigte Marmeladenhäubchen (c) by Joachim Wenk
handgefertigte Marmeladenhäubchen (c) by Joachim Wenk

Bei einem ausführlichen Gartenrundgang zeigte ich noch die vielen schönen Blumen und das Gemüse.

fröhliche Gruppe Somemrastern (c) by Joachim Wenk
fröhliche Gruppe Somemrastern (c) by Joachim Wenk

 Der kalifornische Goldmohn blüht nun schon seit Wochen und es ist kein Ende in Sicht. Gerade glüht er um die Wette mit der erbarmungslosen Sonne. Das gefällt ihm.

kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk
kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk

Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk
Blutstorchschnabel (c) by Joachim Wenk

Sonnenhut und Sommerflieder (c) by Joachim Wenk
Sonnenhut und Sommerflieder (c) by Joachim Wenk

Banane (c) by Joachim Wenk
Banane (c) by Joachim Wenk

Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk

 Und noch eine heitere Blütengruppe aus Sommerastern, Sonnenblume und Dahlie.

Sonnenblume, Sommeraster und Dahlie (c) by Joachim Wenk
 Sonnenblume, Sommeraster und Dahlie (c) by Joachim Wenk

Apropos Gemüse. Heute ist es wieder vorbei mit dem Faulsein. Die erste Portion Tomaten ist bereit zum Sugo-Kochen. Mit 3 kg sonnenbetankter Tomaten und ein paar große Zweige Basilikum starten die Sugo-Saison.

Also, ich muß jetzt weiter machen. Kürbissuppe aus Pattisonkürbissen will ich auch noch einkochen. Es gibt viel zu tun. Gehen wir es an….

Tomaten und Basilikum für Tomatensugo (c) by Joachim Wenk
die ersten Tomaten und Basilikum für Tomatensugo (c) by Joachim Wenk

unverkennbar Herbst

Es ist so weit, der Herbst klopft an meine Gartenpforten. Die Farben im Garten verraten es. Der Wilde Wein zwischen den Treppenfugen beginnt, sich zu verfärben.

Wilder Wein beginnt sich zu verfärben (c) by Joachim Wenk

Die Herbstastern öffnen die ersten Blüten. Hier hinter dem schon seit langem blühenden patagonischen Eisenkraut.

Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Dahlien blühen in allen Größen.

Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Die braunen und verdörrten Stellen im Rasen nehmen zu..
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk

… und überall bläst der ständige Sturm das Laub durch den Garten. Die Bäume merken es auch. Der Sommer ist vorbei, Wasser kommt ohnehin seit Monaten keines mehr vom Himmel, da schmeißen sie lieber ihre  Blätter ab. Die Verdunstung wird so reduziert.

Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk

 Die Sonne scheint nicht mehr so lange am Tag, dafür werden die Schatten rasch länger.

Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk

Seit etwas Anfang Juli wurden meine Staudenbeete plötzlich wieder weniger bunt, das Blühen ließ nach. Jetzt sehe ich, wo Blüten fehlen und wo man was hin pflanzen könnte. Also habe ich gleich wieder einmal eine Kiste mit Stauden bestellt. Die Auswahl ist nicht mehr sehr groß. Schneckenresistent müssen sie sein, ganz wichtig auch, sie müssen ohne Wasser überleben können und das bei sehr hohen Temperaturen und mit voller Sonneneinstrahlung am Hang. Die Blütenfarbe sollte so einigermaßen in mein eigentlich vorhandenes Farbkonzept für den Vorgarten passen. Wenn sie mir dann auch noch irgendwie gefallen, sind sie quasi schon gekauft.

Jetzt habe ich wieder das Problem, daß der Boden ja derart steinhart und rissig und trocken ist, daß ich nicht pflanzen kann. Sie müssen sich noch eine ganze Weile gedulden. Ebenso wie die wunderschöne Sonnenhut-Staude unseres Samstagnachmittag Besuches.

Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
In den Staudenbeeten muß im Herbst dann spät ohnehin noch gründlich was verändert werden. Die Astern müssen geteilt werden und etliche Stauden bis hin zu Büschen müssen verpflanzt werden. 
Im Bild unten etwa müssen die Stockrosen nach hinten gesetzt werden. Hinter ihnen ist noch über einen Meter Staudenbeet, in dem aber nichts wachsen kann. Kein Licht kommt dort hin, weil die riesigen Malven dummerweise ganz vorne stehen. Und so sind in anderen Staudenbeeten ebenfalls noch diverse Korrekturen vor zu nehmen.  Aber erst, wenn das Wetter und der Boden einem Einwachsen einmal wieder dienlich sind. 
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
In diesem komischen Jahr 2016 sind meine Paprika seit dem Einpflanzen nicht mehr oder nur um vielleicht 2-3 cm gewachsen. Hätten sie nicht damals schon Fruchtansätze gehabt, die mich in freudige Erwartung eines üppigen Paprikajahres versetzten, hätte ich keine Früchte. Wie gesagt, Kein Wachstum und keine neuen Früchte. Die vorhandene werden jetzt reif. Sie schmecken köstlich und es sind wunderbar geformte gesunde Früchte. Was hätte das werden könne, wären die Pflanzen, wie die Jahre davor auch immer, gleich gewachsen und würden mir jetzt bis zu Bauch anstatt nur bis unterhalb meines Knies reichen. 

reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Auch die Tomaten im Gewächshaus sind dieses Jahr sehr mickrig, zum Teil schon abgestorben. Die noch wachsenden haben dünne Triebe, und wenig Früchte. Die Traube hier ist da die Ausnahme.

reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Die Tomaten im Freiland sind das ganze Gegenteil. Leider macht ihnen der arge Wassermangel bei ständig Sonne und Wind zu schaffen. Dafür haben sie noch recht gesundes Laub und sind total regelmäßig von unten bis oben mit Frucht-Trauben behangen. 
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

 Eine Reihe aber macht mir wirklich Sorgen. Sie hängen schon den ganzen Sommer. Jetzt habe ich am Samstag zu jeder Pflanze eine 10l-Gießkanne mit Wasser gegossen und sie hängen weiterhin.

Sind sie krank? Ich glaube nicht. Wurzelschädlinge wie Engerlinge oder dergleichen könnten es sein. Dann aber wären doch umliegende Gemüsepflanzen auch betroffen. Sind es aber nicht. Bei einer Pflanze ist durch das Gießen ein großer Krater in die Erde eingebrochen. Und das vermute ich eher als Ursache der Schlappheit gerade dieser Reihe mit 5 Pflanzen. Weil es ringsum meinen Garten unerträglich hart und trocken ist, tobt sich ja seit letztem Jahr wieder der kleine samtig-schwarze  Untergrundwühler in meinem Gemüsegarten aus. Weil ich weiß, daß er auch Engerlinge, die ich immer massig hatte, vertilgt, lasse ich ihn gewähren. Allerdings muß er gerade hier einen Gang angelegt haben. In dem floß dann wohl immer mein Gießwasser, mit der Brause am Gartenschlauch gegossen, langsam davon. Nun goss ich aber mit der Gießkanne, damit alle wirklich tatsächlich einmal 10l auf einmal bekommen und dieser Strahl hat dann den Gang aufgespült. So erkläre ich mir die extreme Schlappheit der Tomaten nur in dieser Reihe und nicht ebenfalls in den anderen Reihen.

schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Bei unserem seit Monaten fehlendem Regen ist die einzige Gartenarbeit zur Zeit das Gießen. Es gäbe noch so viel anderes zu tun, was aber verschoben werden muß. 
Wie ihr wißt, habe ich ja zwar zu spät im Jahr, aber für Testzwecke allemahl rechtzeitig, in einem Bereich eine Tropfschlauchbewässerung gelegt. 
Die läuft, wenn ich daheim bin etliche Stunden und es dauerte nicht lange, so haben sich die bereits dort stehenden Gemüse erholt. Es wächst wie wild im Beet, während ich noch vorher überlegte, ob der Kompost zu wenig war und es an Dünger fehlte. Haben die Starkzehrer ihren Anteil Kompost bereits verbraucht  und ich mß nochmals Brennesseljauch nachgießen? Jetzt weiß ich es ist genug Dünger im Boden es ist einfach nur das Wasser das fehlte. 
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk

Die alten Kohlrabi mit drei Blättern bekommen plötzlich einen frischen und dichten Schopf neuer grüner Blätter.

as Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
das Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Andere, bereits große Pflanzen wie Sellerie oder Blumenkohl und Rosenkohl oder Mangold stehen frisch im Beet und nicht mehr k.o. schlapp hängend. Ein trauriges Bild, das mir immer ein schlechtes Gewissen macht, ist etwa 2 m vom Beet entfernt die Hecke mit Holunder, Weißdorn und Brombeeren. Ganz gelbe Blätter, bereits eingezogen und abgestoßen, versuchen sie dürstend ein paar Beeren für den Arterhalt reif werden zu lassen. Aber ich kann ja nicht mal im Garten alles so gießen, wie es nötig wäre, da geht schon gleich gar nicht das Gießen der Hecke. Wenngleich ich den am schlimmsten welkenden Walnußbaum immer wieder versuche zu wässern. Das dient aber dann wohl eher meiner Gewissenserleichterung als in der Realität dem Baum. So viel Wasser kann ich ja nicht in den Boden bringen, wie der bräuchte. Aber wenn den ganzen Sommer von so einem großen Baum die Blätter welk am Geäst hängen, ist das eben nicht unbedingt erfreulich für das Gärtnerherz.

Jedenfalls werde ich im Winter die anderen Gemüse- und Staudenbeete mit eben dieser Bewässerung ausstatten. Ich habe zwar das Wasser zum Gießen aber einfach nicht die Zeit, es auszubringen. Und Beregnen von oben bekommt den Pflanzen einfach nicht. Jetzt auf der Gartenschau in Bayreuth widmeten sie eine eigene Abteilung sogar genau diesem Thema,  der Gemüsebeetbewässerung mit den Tropfschläuchen zur Arbeitserleichterung und Zeitersparni. Auch Wasser wird gespart, da es tropfenweise direkt vor Ort im Boden versickert und nicht literweise durch die heiße Sommerluft auf die Blätter der Pflanzen versprüht wird, von wo viel verdunstet, statt in den Boden eindringen zu können. Genau das System das ich auch installiert habe.

Und weil die Ansprechpartnerin bei dem Lieferanten mir , wie kürzlich schon erwähnt, so hilfreich und kompetent all meine Laien-Fragen, die zu dem System eben so aufkommen, beantwortet hat, gebe ich hier einmal  den Link zu der Firma. Für die wenigen unter euch, die auch in einer zu trockenen  Gegend wohnen, kann  ich einen Besuch auf der Internetseite  www.gruenbedarf.de zwecks Information nur empfehlen.

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Der Salat  der Sorte Maravilla de verano (ein rötlicher Bataviasalat, dem aber bei mir das Rötliche fehlt) hat sich nach der Bewässerungsinstallation gemausert und wächst derart bilderbuchmäßig und knackig und saftig, dass ich ihn wirklich schon zu schade finde zum Ernten. So tollen Salat hatte ich noch niemals. 
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Zum Abschluss noch einen Lagebericht vom Teil unserer Länderein, bei dem man an Wassermangel wohl nicht gleich denkt. Es geht um die Karpfenweiher. 
Am Wochenende war wieder einmal die Erlenhecke um den Weiher dran. Sie wurde auf ein erträgliches Maß gekürzt. Auch die ganzen Böschungen und Wegränder wurden mit der Motorsense frisiert, so dass jetzt alles wieder ordentlich aussieht. 
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
ein paar Stunden meditativer Arbeit später, ist alles weg, was weg soll (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
von der Seeseite aus allerdings bin ich noch nicht ran gekommen zum Schneiden (c) by Joachim Wenk

Was aber auch bei den Weihern sofort auffällt: es fehlt mächtig Wasser. Das Zulaufrohr ist für gewöhnlich unter Wasser und es strömt vom Bach her das Wasser in den Teich. Der Bach ist furz-trocken und der Wasserspiegel im Weiher sinkt kontinuierlich.

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Zulauf zum Karpfenweiher  sollte eigentlich unter Wasser sein (c) by Joachim Wenk

Auch am Mönch sieht man den niedrigen Wasserstand. Der ganze helle Bereich sollte unter Wasser verschwinden, dann wäre der Weiher voll.  So etwa 30-40 cm Wasser fehlen  in jedem unserer Karpfenweiher. Bei einer Wassertiefe von mehr als 2 m ist das noch lange nicht bedrohlich, zeigt aber doch den allgemein trockenen Sommer 2016 (nach dem katastrophal trockenen Sommer 2015).

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Karpfenweiher hat deutlich weniger Wasser, als er haben sollte (c) by Joachim Wenk

sehr schnelle Pizza in der Pfanne

Im Garten ist gerade nicht so richtig viel zu tun. Gießen natürlich, Verblühtes abschneiden und die Ernte einfahren. Vieles wird konserviert und jeden Tag gibt es etwas mit dem eigenen Gemüse zu Essen.
Heute eine wirklich sehr schnelle und unwahrscheinlich köstliche Pfannenpizza. 
Hier das Rezept zum Nachkochen: 
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk
Ihr braucht: 
150g   Mehl (ich  nahm Vollkornmehl)
1         gehäuften Esslöffel Crème fraiche
1 Teel. Backpulver
2 Eßl. Olivenöl
50ml  Wasser
          Tomaten
          frisches Basilikum
1/2     Mozzarella
2 Eßl. Tomatenmark
          italienische Kräuter 
          Salz und Pfeffer
Die Zubereitung ist denkbar einfach: 
Mehl, Backpulver, Wasser, Crème fraiche und Öl zu einem Teig verkneten. 
Teig in eine Pfanne (28  cm Durchmesser) geben und gleichmäßig hineindrücken.
Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk
Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk
Tomatenmark darauf verstreichen
Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Wenn sie sehr saftig sind, das Glibbrige mit den Kernen etwas herauskratzen. Tomaten auf dem Teig verteilen. 
Mozarella in dünne (!) Scheiben schneiden und ebenfalls auf der Pizza verteilen. 
Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk
Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk
Mit Salz,  Pfeffer und italienischen Kräutern würzen. 
Deckel auf die Pfanne geben und auf dem Herd bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten „backen“
Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk
Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk
Die Pizza ist fertig, wenn der Boden kross ist und sich vom Pfannenboden löst. 
Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk
Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk
Man kann sie ganz einfach aus der Pfanne auf den Teller gleiten lassen. 
Basilikum zerzupfen und über der Pizza verteilen. 
Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk
Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk
Guten Appetit.

Salat- und Rohkost-Kräuterpaste

Gerade wachsen überall im Gemüsegarten die unterschiedlichsten Kräuter. Wie kann man sie konservieren? Es ist absehbar, daß diese Fülle und der Luxus frischer Kräuter zu Ende geht. Manche werden also getrocknet und andere eingefroren. 
Heute  zeige ich noch eine andere Möglichkeit des Haltbarmachens: Kräuterpaste in Öl. 
Das Prinzip ist ganz einfach. Man nimmt pro 100g frischer Kräuter etwa 7g Salz, 100ml geschmacksneutrales Öl und 1g  Zitronensäure. 
Welche Kräuter nehme ich dafür? 
Hier kann jeder nehmen, was er mag oder was eben gerade im Garten oder dem Balkon zur Verfügung steht. Man kann einzelne Kräuter verwenden (klassisch ist hier das Grün der Knollensellerie als Selleriepaste) oder mischen, wozu man Lust hat. 
Kräutermischung für meine Salat- und Rohkost-Paste (c) by Joachim Wenk
Kräutermischung für meine Salat- und Rohkost-Paste (c) by Joachim Wenk

Ich mache mir heute eine Salat- und Rohkost-Kräuterpaste. Dazu verwende ich Winterheckenzwiebel, Petersilie, Schnittknoblauch, Schnittlauch, Blutampfer, Rucola, Basilikum, Oregano und Zitronenmelisse. Am Schluß kommt noch ein wenig Zitronenabrieb dazu.

Die Kräuter werden gewaschen und dann zerkleinert. Ich verwende von Tupperware den Multichef als Universalzerkleinerer . Ebenso kann man die Kräuter mörsern (sehr viel Arbeit!) oder im Mixer zerkleinern. Öl, Salz und Zitronensäure werden während des Zerkleinerns nach und nach beigemengt.

 Kräuter werden zerkleinert und mit Öl und Salz vermischt (c) by Joachim Wenk
 Kräuter werden zerkleinert und mit Öl und Salz vermischt (c) by Joachim Wenk

Schließlich kommt die fertige Paste in kleine, dicht schließende Schüsselchen oder  Gläschen. Dunkel und kühl aufbewahrt halten sie viele Monate, bis zu einem Jahr.

Ich fülle derartige Konserven, genau wie das selbst gemachte Basilikum-Pesto, immer in mehrere kleine Gefäße und nicht in wenige große Behälter. Hat man nur einen großen Behälter und öffnet diesen zum Entnehmen immer wieder, kommen mit der Luft und dem Besteck zum Herauslöffeln auch Mikroorganismen und Sauerstoff hinein, die zum Verderb führen. Kleine Gefäße sind schneller verbraucht, als sie verderben können. Verdirbt der Inhalt dennoch einmal, und der Inhalt schimmelt zum Beispiel, muß man nicht viel wegwerfen, sondern nur den geringen Inhalt in diesem einen kleinen Behälter.

Angebrochene Behälter sollten immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hat man etwas Paste entnommen, sollte man eventuell wieder etwas Öl nachfüllen. Die Paste sollte immer mit Öl bedeckt sein, damit sie nicht verdirbt.

 Salat- und Rohkost-Kräuterpaste (c) by Joachim Wenk
 Salat- und Rohkost-Kräuterpaste (c) by Joachim Wenk

Noch ein Wort zur Haltbarkeit.  Beim Experimentieren mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kann man natürlich auch das Öl einmal variieren. Dabei muß immer bedacht werden, daß manche Öle sehr rasch verderben (Leinöl etwa). Das bedeutet, daß die Paste natürlich auch bei weitem nicht ein Jahr haltbar ist!

Warum bezeichne ich meine heutige Paste als Salat -und Rohkostpaste? Jetzt wachsen wieder Kopfsalate im Garten (im Juli war es ihnen zu heiß, jetzt geht es wieder) auch Kohlrabi oder Rote Beete und Gurken oder Zucchini sind zur Ernte bereit. Es gibt also vor dem Mittag immer etwas Rohkost. Für Salat habe ich bereits ein Standarddressing hier beschrieben. Ebenso kann man aber auch hervorragend diese Paste für das Dressing nehmen. Etwas Paste mit Öl und Wasser vermischen und fertig. Wenig Essig oder Zitronesaft verwenden! Es ist ja bereits Zitronensäure in der Paste. Auch mit Salz  vorsichtig sein. Man kann zum Beispiel bei Kohlrabi auch die Paste mit etwas Creme fraiche als Dressing anrühren.

So hat man sehr schnell ein gutes Dressing nach eigenem Geschmack für die tägliche Rohkost zur Hand.

Weitere Verwendung ist in Quark oder Frischkäse als Dip oder Brotaufstrich. In der Füllung von Ravioli oder Maultaschen und Canelloni. Als Topping von Gemüsesuppen oder gedünstetem Gemüse. Und auch beim Grillfleisch gibt ein Klecks Paste einen Frischekick auf dem Teller. Oder einfach ein wenig auf dem Käsebrot? Die Paste ist sehr vielseitig verwendbar und wird bestimmt nicht das ganze Jahr in der Vorratskammer halten müssen.

Ein paar Eindrücke und Beobachtungen aus dem Landgarten im August.

Der Sommer macht jetzt auch bei uns hier eine kleine Verschnaufpause. Es hat vergangene Nacht tatsächlich auch einmal geregnet. 7 Liter pro Quadratmeter zeigte heute der Regenmesser an. Das macht mich überglücklich. Kalt ist es aber geworden. Tagsüber nicht über 15 Grad und Nachts unter 9 Grad. Das ist wirklich frisch. Weil es morgen wieder Sommer werden soll, mit 26 Grad, muß ich mir um meine Tomaten  wohl auch keine Sorgen machen. Hoffe ich jedenfalls. 
Die Triebspitzen hingen  jeden Tag ganz schlapp in der Sommersonne trotz Gießen. Das Kraut ist aber noch gesund und die ersten bereits geernteten Tomaten für die Brotzeit schmeckten köstlich. Wenn nichts dazwischen kommt werde ich wohl noch eine Menge ernten können. Schließlich muß wieder für das ganze Jahr Tomatensauce eingekocht werden. Die Vorräte vom letzten Sommer sind seit kurzem erschöpft. 
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk

reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
Weil ich jeden Monat einmal ein Foto vom gesamten Gemüsegarten mache, inklusive Panoramabild, tat ich das die Tage auch wieder. Im Winter oder gerade im Frühjahr, wenn alles absolut leer und eindimensional flach ist, faszinieren mich diese Fotos vom Sommer dann immer besonders. 
Ich muß selbst sagen, daß man diesen Fotos die arge Trockenheit und den Wassermangel nicht ansieht. Das überrascht mich ganz. Das Malheur liegt wohl im Detail, das dann nur ich sehe, der quasi jede Pflanze und deren Entwicklung von Geburt an kennt. 
In letzter Zeit habe ich meinen Kohl doch mehr gegossen. Ich habe mir einfach die Zeit genommen oder an den Herrn Gemahl delegiert. Und wirklich, man kann es dem  Kohl sogar ansehen, daß genau das fehlte. Mein Entschluss reift immer mehr, im kommenden Frühjahr den Gemüsegarten auch auf der hier abgebildeten Seite mit der Tropfbewässerung auszustatten. Im Beet mit der Bewässerung sehe ich – glaubt es oder nicht – bereits auch positive Wirkung. Davon werde ich die  Tage einmal berichten. 
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk

Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Schön entwickelt oder  eben auch gut erholt, hat sich das Erdbeerfass. Hier war nicht die Trockenheit der Knackpunkt, weil ich es ohnehin regelmäßig von Hand wässern muss. Vielmehr stand es falsch. Unter dem Walnußbaum war es also doch zu schattig. Wir haben dann das bepflanzte Faß irgendwie, und fragt lieber nicht nach Details, vom Standort weggezerrt. Über die Wegrabatte oben drüber, einmal quer durch den Gemüsegarten unter den anderen Walnußbaum auf den Rasen. Dort scheint Sonne hin. Seither tut sich was im Fass. Besonders schön zu beobachten sind die noch jetzt im August vorhandenen  Blüten und Früchte der oberen Reihe. Das sind die dauertragenden Erdbeeren. Die anderen tragen von sehr früh bis spät, haben aber allesamt das Blütenjahr abgeschlossen und bereiten sich auf das kommende Jahr vor. 
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Die Äpfel muß ich euch auch zeigen. Gut, das sind natürlich einfach Äpfel. Klar es sind MEINE Äpfel und somit zumindest für mich besonders. Aber, es kommt noch eine interessante Beobachtung dazu. Der Gemüsegarten war über 30 Jahre der Hühnerlauf und Kaninchengehege. Der Baum stand da schon immer drin. Wir hatten bei der Gartenübernahme viel zu Roden im Gemüsegarten. Der Baum war krank und ein Pilz wucherte am Stamm. Wir wollten, da es der einzige Obstbaum war, der im Garten übrig blieb, daß er stehen bleibt. Er sollte eine Chance bekommen. Umsägen können wir ihn immer noch. 
Die Äpfel sind nicht lagerfähig, schmecken aber sehr gut. Keine Discounterware eben. Leider waren immer alle Früchte vom Schorf schwer gekennzeichnet. 
Dann ließ der Schorf nach und nun im 3. Jahr ist kein  Schorf mehr zu erkennen. Ich habe nichts gemacht, weil ich nicht weiß, was man gegen  den Schorf machen kann und wie ich, wenn es was zu Spritzen gäbe, den ganzen Baum unter dem reichlich Gemüse wächst, spritzen sollte. 
Nun ist das nicht mehr nötig. Meine konsequente Bodenpflege mit Kompost und Mulch hat wohl ihre Wirkung gezeigt. Gesunder Boden, gesunder Baum. Auch wenn ich beim Gemüse da noch nicht so sicher bin, sehe ich doch an der Gesundung des Baumes, daß eine Veränderung im Boden stattgefunden haben muß. 
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

Unser vor zwei Jahren gepflanztes Säulenobst wächst munter, fruchtet aber leider noch nicht. Die Kirsche hatte sehr reich geblüht. Leider genau Ende April, in der Woche mit 7 Tagen Wintereinbruch, Schneefall und heftigem Nachtfrost. Tags nicht über 0°C. Dass aus den Blüten keine Früchte wachsen, war mir gleich klar. Wie hätte da auch ein Bestäubungsinsekt unterwegs sein sollen. Apfel und Zwetschge haben nicht geblüht. Die Birne allerdings trägt die ersten Früchte.

Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk
Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk

Aroniabeeren werde ich auch wieder ernten. Der Strauch war in die Jahre gekommen und hatte nur noch gakelige Triebe, die kaum sich selbst aufrecht halten konnten. Wir haben ihn auf den Stock gesetzt. Letztes Jahr gab es dann weder Blüten noch Früchte und dieses Jahr geht es wieder los.

Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Meine treuen Stammleser wissen sicher mittlerweile, daß ich viel Wert darauf lege, Pflanzen  sich selbst aussähen und so vermehren zu lassen. Ich bin eben doch irgendwie ein fauler Hund. Ich spare mir das Vorziehen und Hegen und Pflegen. Zudem liebe ich diese Abwechslung, daß alles jedes Jahr ein  wenig anders aussieht. Je nach dem, was wo aufgeht. 
Das gilt auch im Gemüsegarten. Die Ringelblumen sind da ja Standard. Seit letztem Jahr neu ist diese Pflanze. Ich sage immer Giftbeere. Heißt die nicht sogar wirklich so? Angeblich hält sie die weiße Fliege vom Kohl fern. Daher fing ich letztes Frühjahr mit ihr an. Nun wächst sie überall. Ich kenne die Sämlinge und lasse beim Unkrauthacken immer ein paar stehen. Ob sie die Fliege vertreibt, kann ich noch nicht sagen. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich dieses Jahr  noch keine gesehen habe. Auf alle Fälle blüht das Kraut wunderschön, bereichert den Gemüsegarten mit Farbe und braucht sonst keine Pflege. Genau mein Ding!

Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Bevor ich nun den Gemüsegarten verlasse und zum Ziergarten komme, ist die riesige Dahlie , Sir Alfred Ramsey , eine schöne Überleitung. Eigentlich einen Zierpflanze, die aber im Gemüsegarten steht. Mischkultur in jeder Hinsicht eben. 
Wahnsinn oder? Diese Wuchskraft und diese Blüten! Einfach gigantisch. Die Blüten sind in meiner Augenhöhe. Das müssten so etwa 180 cm sein. 
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Kleiner und normaler ist die Dahlie Galant Knight im Staudenbeet. 
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Eine fröhliche kleine Sonne in Pink, die Sommeraster. 
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Das Foto hat das Handy nicht besonders hinbekommen. Dennoch erkennt man, was ich beobachte und was ich zeigen möchte. Der weiße Phlox im Staudenbeet hing auch ständig nur total welk herum. Dürre ist nichts für Phlox, das weiß ich mittlerweile. Ich habe dann auch hier mehr gegossen und einen Tropfschlauch gelegt, weil die Stauden und Rosen allgemein nicht ans Wachsen denken. Vom Blühen rede ich schon gar nicht. Während andere Stockrosen 2 m oder wesentlich  höher sind, kommen manche hier im Beet nicht über meine Bauchhöhe hinaus. Jedenfalls beobachte ich  jetzt am Phlox, die frischen grünen Blätter und Verzweigungen, die er treibt. Was ein bisschen Wasser nicht alles bewirkt. 
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
Ich liebe Storchschnäbel. Dieser hier ist nun glaube ich im  dritten Standjahr und kommt erst jetzt so richtig in Schwung. Der blüht schon eine ganze Weile so vor sich hin. 

Die Clematis am Gartenzaun blüht ebenfalls seit einigen Wochen. Diese Sorte der Clematis viticella Mary Rose hatte ich auch damals in meinem Hinterhofgarten. Ich liebe das tiefe Lila, die gefüllten überreich erscheinenden Blüten und die sehr lange Blütezeit im Sommer.

Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk
Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk

Und dann, nachdem der Hüttenzauber ja mittlerweile auch fertig ist, haben wir uns endlich die Zeit genommen, die Banane um zu Topfen. Genau wie die Phönix-Palme neben ihr. Bereits im Mai haben wir einem Bekannten einen Ableger versprochen, wenn wir sie denn umtopfen. Inzwischen kam noch eine Abnehmerin für Ableger dazu. Und alle warteten und warteten. Die Banane und die Ablegerabnehmer.

Die beiden Wartenden bekamen nun jeder seinen Ableger und mir bleibt noch genug Banane übrig. Jetzt kann sie sich wieder gut einwurzeln und dann kräftig neu austreiben. Den alten Kübel hatte sie schon mächtig verformt. Wäre es nicht ein elastischer Mörtelkübel gewesen, hätte sie ihn längst in Hundert Fetzen gesprengt.

Banane und Phönixpalme bekamen neue "Töpfchen" (c) by Joachim Wenk
Banane und Phönixpalme bekamen neue „Töpfchen“ (c) by Joachim Wenk
Vor einigen Jahren hatten wir selbst beim Umtopfen mit so einem Ableger ein Experiment gestartet. Mittlerweile kann man es auch als erfolgreiches Experiment bezeichnen. Angeblich sollte die Banane ja winterhart sein. So stand es auf dem Etikett, der auf einem Wochenmarkt im Urlaub erstandenen  Pflanze. Der Ableger wurde ausgepflanzt. Wir hatten ja noch die Mutter im Kübel sollte er erfrieren. Wie wollten einfach sehen, ob sie wirklich unsere fränkischen Winter übersteht. Sie tut es! Das Ergebnis seht ihr im Bild unten. Im Herbst wird sie bodeneben abgeschnitten und mit einer Laubschicht abgedeckt. Die kommt im April weg und dann fängt sie bald an zu treiben. 
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wieder was geschafft.

Und wieder ist etwas geschafft. Nachdem der Hüttenzauber-Partyraum nun seit genau zwei Jahren fertig renoviert und fleißig in Benutzung ist, hat er endlich auch einen fertigen Anstrich bekommen.
fertiger Anstrich für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
fertiger Anstrich für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

Damit die Umrandungen auch gut zum Rest passen, wurden einige Farbproben gemacht.

Farbproben am  Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Farbproben am  Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

Das Ergebnis überzeugt uns vollkommen. Die Farbe ist wirklich schön. Richtig leuchten tut sie, wenn die  Sonne ein wenig darauf scheint. Ihr seht den Unterschied von diesem zum ersten Foto.

Hüttenzauber Farbe im Abendlicht (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber Farbe im Abendlicht (c) by Joachim Wenk
Leider hat die Sonne gestern fast gar nicht geschienen. Kalt war es auch und ohne  Jacke konnte man draußen nichts anstellen. Nachts hatten wir etwa 6° C. Das ist richtig frisch. Meinem Gemüse tat das gut, konnte es sich doch etwas erholen. Geregnet hatte es ja trotz ständiger detaillierter  Vorhersagen auch für unseren Ort wieder nicht. Vor ein paar  Tagen 5 Liter. Das hatte mich schon sehr gefreut. 
Die Haselnüsse verlieren bereits wieder die  Blätter wegen der Trockenheit. Das vom ständig blasenden und gerade sehr kalten Wind herumgewehte Laub zusammen mit den Temperaturen sagen deutlich, daß der Sommer wohl dem Ende zugeht. Schade, denn der Winter ohne Gartenarbeit wird wieder sehr lang werden. 
Jetzt werde ich aber erstmal noch die kommenden Wochen mit Gartenarbeit in vollen Zügen genießen. 
Damit es auch künftig gut wächst, habe ich mich einmal wieder um meinen Kompost gekümmert. In der letzten Zeit mußte ich ihn auch regelmäßig gießen. Ich will ja, daß das ganze Zeugs verrottet und nicht, daß es trocknet!
Eine weitere Karre Pferdemist steht bereit. Das abgeschnittene störrige Kraut der verblühten Stauden und Einjährigen wird einmal wieder gehäckselt.
Pferdemist für den Komposthaufen (c) by Joachim Wenk
Pferdemist für den Komposthaufen (c) by Joachim Wenk

Zusammen mit dem Mist füllt es so langsam wieder einen Kompostbehälter.

Komposthaufen (c) by Joachim Wenk
Komposthaufen (c) by Joachim Wenk

Den Kompost vom letzten Jahr werde ich noch einmal umschichten. Dann passt das Material aus den letzten beiden Behältern im Bild in einen einzigen. Im späten Herbst kommt das dann auf die Beete.

fast fertiger und halbfertiger Kompost (c) by Joachim Wenk
fast fertiger und halbfertiger Kompost (c) by Joachim Wenk
Und zu den Beeren. Himbeeren sind abgeerntet und müssen nun geschnitten werden. Die Brombeeren beginnen reif zu werden. Das verspricht eine reiche Ernte. 
bald ist Brombeerernte  (c) by Joachim Wenk
bald ist Brombeerernte  (c) by Joachim Wenk
Beim Abschneiden der verblühten Stauden konnte ich einige Sämlinge entdecken. Die erfreuen mich dann im kommenden Sommer mit ihren Blüten. 
Erkennt ihr diese hier? Die Staude ist angeblich nicht sehr winterhart, hat aber den ersten Winter gut überstanden. Und sie hat sich im letzten Jahr reichhaltig ausgesät. Damals mit der ersten Generation mußte ich das Sähen noch mühsam in der  Saatschale machen. Und sie keimte sehr zögerlich. Die winzigen Pflanzen waren so verloren im großen Beet und wuchsen sehr langsam. Nun muß ich mir damit keine Arbeit mehr machen. Sie hat sich erfolgreich in den  Staudenbeeten angesiedelt und vermehrt. 
Staudensämlinge im Beet (c) by Joachim Wenk
Staudensämlinge im Beet (c) by Joachim Wenk
Das ist die Staude. Patagonisches  Eisenkraut. Es blüht unermüdlich bis weit in den Herbst und verträgt Hitze und Trockenheit einwandfrei. 
patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Lilien erfreuen mich jedes Jahr. Ganz besonders mag ich ihren schweren und süßen Duft in lauen Sommernächten.

Lillienblüte (c) by Joachim Wenk
Lillienblüte (c) by Joachim Wenk

Zum ersten Mal habe ich Sommerastern vorgezogen und dann ausgepflanzt. Ich war lange skeptisch, ob die sich durchbeißen. Mittlerweile blühen sie wunderschön, verteilt im Garten.

Sommerasternblüte (c) by Joachim Wenk
Sommerasternblüte (c) by Joachim Wenk
Meine Dahlien sind dieses Jahr nicht so schön. Dafür kann ich sie endlich in den Beeten und nicht mehr in Kübeln kultivieren. Die ewige Trockenheit hat die  Schnecken derart dezimiert, daß ich sie dieses  Jahr überhaupt nicht bemerke.Und meine Dahlien auch nicht. Hat also auch was Gutes, der Regenmangel. Hier ist die erste Dahlie, die ich mir damals zulegte. Sie  heißt Twilight und ist auch mein Liebling mit ihrem zarten Farbenspiel. Die anderen blühen kaum oder gar nicht. Nur die Riesige im Gemüsegarten hat Blüten und Knospen. 
Dahlie Twilight (c) by Joachim Wenk
Dahlie Twilight (c) by Joachim Wenk