Gartenprojekt: Terrasse erweitern

Das Terrassenprojekt ist in vollem Gange

Erinnert ihr euch?  Vor ein paar Tagen verabschiedete ich mich mit einem Bild vom Ausgangspunkt unseres neuen Gartenprojektes. Die Terrasse beim Haus. 
Und schon ist es so weit. Nein. Nachher-Bilder gibt es natürlich noch nicht. Aber einige Zwischendurch-Bilder kann ich präsentieren. 
Das ist sie unsere alte Terrasse zwischen Haus und Partyraum „Hüttenzauber“. Im Sommer der schönste Platz auf Erden. Die großen Haselnußsträucher geben einen wunderbaren lichten Schatten. Nicht, und zwar überhaupt nicht, zu vergleichen mit einer Markise oder einem Sonnenschirm beim Haus. 
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk
die Terrasse beim Haus (c) by Joachim Wenk
Diejenigen, die uns näher kennen, wissen, daß sonst hier auch noch ein ganz besonderes Mobiliar steht. Groß und rund. Das ist erstmal beiseite geräumt. Aber gerade wegen dem, durch dieses Möbel entstandenen Platzmangel, gingen wir das Projekt an. Sicher werde ich es in den Nachher-Bildern einmal zeigen. 

Vor jedem Projekt muß organisiert werden

Wie schön, daß wir für unsere Projekt immer einiges an Geräten und Helfern mobilisieren können. Ein Freund stellte uns am Abend zuvor seinen Trecker mit Hänger in die Wiese. Wie sonst sollten wir anders die anfallende Erde fortschaffen? 
der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk
der Trecker mit Hänger steht für den Aushub bereit (c) by Joachim Wenk

Dann kommt unser so bewährter Baggerfahrer (siehe Wege-Projekt). Mein Cousin hat sich ein paar Stunden Zeit genommen, seinen Bagger aufgeladen und kam dann zu uns.

der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk
der  Bagger ist doch noch erfolgreich abgeladen (c) by Joachim Wenk

Schrecksekunde und Abladen des Baggers

 Nachdem das Bagger-Abladen etwas Nervenkitzel mit sich brachte, konnte es aber losgehen.

So ein Bagger ist ja gewichtsmäßig kein Rasenmäher und vom Gartentor nach hier oben sind etliche Höhenmeter zu überwinden. Da man im rechten Winkel einfahren muß, ist ein Anlauf-Nehmen auch nicht möglich. Mit eigentlich dem nötigen Schwung kam mein Cousin dann auch den Berg hoch. Nur dann geschah das, was eigentlich typisch ist, aber in  just diesem Moment echt verdammt dumm war.

Der neugierige Hund stellt sich mitten in die Einfahrt zum gaffen, so dass das Baggergefährt stoppen mußte.

Klar dass es nun kein Vorwärtskommen mehr gab. Etwas Rückwärtsrollen und dann in der  steilen Auffahrt den Bagger vom Hänger bekommen war angesagt. Wie praktisch, daß sich so ein Gefährt mit dem eigenen Arm abstützen und am Kippen hindern kann….

Ab da war der Hund dann nicht mehr aus der Nähe zu sehen. Schließlich liebt er das Geräusch von Motoren, die nicht in Autos sind, gar nicht. Toll. Jedenfalls stand er so nicht mehr im Weg herum.

Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk
Kleiner Bagger im großen Garten (c) by Joachim Wenk

Während also die Erwachsenen mit dem großen Gerät arbeiteten, kam ich  mit meinen Wägelchen und Schubkarren, um zu schnorren.

Die Erde kann ich gerade gut für mein Kartoffelhochbeet brauchen und die Grassoden können diverse Dellen und Rillen in dem vorhandenen Rasen auffüllen. Die dürfen nicht entsorgt werden.

Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk
Großbaustelle hinterm Haus (c) by Joachim Wenk

45 Minuten und der Aushub ist geschehen. Ursprünglich wollten wir das im Frühjahr mit der  Schaufel machen. Aber die Zeit verfliegt und bis zu unseren Geburtstagen im Mai soll die Terrasse fertig sein. Es brauchte einen Sprung im Fortschritt des Projektes. Der ist jetzt vollbracht.

nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk
nach dem Bagger kommt die Handschaufel (c) by Joachim Wenk

Das Wetter war traumhaft. Ende März über 25 Grad in der Sonne. Wahnsinn. Das Ausheben ging so flott, daß wir gleich weiter machten. Pflaster-Verschnitt von den Wegen, gebrochene Waschbetonplatten und manch anderer Bauschutt liegt ja hier und da noch herum und findet jetzt seine Verwendung.

Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk
Unterbau für die Betonplatte (c) by Joachim Wenk

Wenn viel Arbeit auf lange Tage trifft

Ach ja, da war doch noch was: der Bagger ist weg und der Hund wieder da!

Wer denkt denn aber so was. Der Aushub ist geschehen, der Schutt gesammelt und eingefüllt. Die geplante Arbeit ist damit beendet und sogar übertroffen. Aber der Tag ist noch lange nicht zu Ende. Sonst ist es immer umgekehrt. Der Tag ist zu Ende, nur die Arbeit nicht.

der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk
Der Hund begutachtet den Baufortschritt (c) by Joachim Wenk

Dann lass uns doch gleich die Erde noch wegfahren!

Sie kommt raus zu den Weihern. Dort brauchen wir sie dringend, um einen Damm auszubessern.

der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk
der Terrassenaushub (c) by Joachim Wenk

Also solch einen Tag habe ich ja auch noch nicht erlebt. Die Erde ist weg, der Trecker zurück gegeben und noch immer ist so viel Tag übrig.

Dann holen wir eben gleich noch unten im Dorf im Baugeschäft den Schotter. Beinahe eine Tonne kleiner Steinchen muß nun – der Bagger ist ja wieder weg – mit der Schaufel in die Grube gefüllt werden.

fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk
fast eine Tonne Schotter ist eingefüllt (c) by Joachim Wenk

Wahnsinn. Auch das ist geschafft. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum wir nur die Hälfte des Loches ausgeschottert haben.

Als nächstes wird betoniert, bevor die Platten verlegt werden können. Der Beton und somit die Terrasse kommt nur bis zur geschotterten Fläche. Der Rest wird mit Kies aufgefüllt. Analog zur gegenüberliegenden Fläche mit Leuchtbrunnen. Der Rasen hier an der Nord-Ost-Seite des Hauses wuchs ohnehin nicht besonders. Mit dem Aufsitzmäher kam man nicht richtig hin und jetzt wäre die Rasenfläche noch viel kleiner und unpraktischer. Zudem wird gerade hier auch durch den Grill viel darüber gelaufen, so dass der Rasen nicht schön werden könnte. Als kommt kein Rasen mehr hin.

 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk
 als Spiegelbild von der anderen Wegseite kommt hier ein Kiesbeet hin (c) by Joachim Wenk

Enttäuschende Erkenntnis nach erfolgreichem Arbeitstag

Nun war dann aber Gut. Der Tag noch immer nicht zu Ende, aber wir. Zumindest nach dem Schippen vom Schotter. Aus lauter Neugier, die aber genau richtig kam, stellten wir das große geheimnisvolle Möbel einmal zur Probe so, wie es künftig stehen wird. Die Erkenntnis, die sich daraus ergab, war ernüchtern und nicht annähernd so positiv, wie der Tag eigentlich verlaufen ist. 
Die Erkenntis ist einfach formuliert: der Platz reicht immer noch nicht aus! Ich würde nie mehr an dieser Seite ums Haus gehen können. Dort hinten ist aber ein wichtiger Wasserhahn und außerdem bin ich unentwegt hier unterwegs. Ich – und man – muß hier durchgehen können! 
Eine Lösung gibt es noch. Die Je-länger-je-lieber-Pflanze dort am Hauseck (oben im ersten Bild ist sie noch zu sehen) muß weg. Dann kann man einen kleinen Durchgang lassen. 
Der Arbeits-Tag war also doch noch nicht zu Ende. Spaten und Schaufel wurden wieder raus geholt und die Pflanze ausgegraben. Sie steht jetzt weiter unten am Hang unter einer Haselnuß. In die kann sie hoch klettern. Das sieht sicher auch sehr hübsch aus. Und dann die vielen gelben Blüten mit dem so süßen Honigduft. Ich möchte sie nicht mehr missen. Schließlich habe ich sie auch schon seit bestimmt 20 Jahren oder länger. 

Das war noch nicht die schlimmste Erkenntnis des Tages!

Das war ja noch gut zu lösen. Jetzt aber kommt der größte Wermuts-Tropfen des Tages. Mein gemauerter Grill mit selbst entworfener Spezialanfertigung an Grillgalgen steht zu nah am Möbel. Das wird nicht gut! 
selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk
selbst entworfener und angefertigter  Garten-Grill (by) Joachim Wenk

Es hilft nichts. Jetzt sind wir am Aufbauen und neu Gestalten. Wenn wir was an ihm ändern wollen, dann muß es jetzt sein. Danach macht das wieder niemand.

Der Grill muß weg

Dieser Tag war zwar nach der Umpflanzaktion definitiv beendet, aber am nächsten Morgen ging Volker gleich ans Werk.

(c) by Joachim Wenk
er hat ihn gemauert er darf ihn auch wieder einreißen (c) by Joachim Wenk

Später machte ich vor der Arbeit noch eine Meißel-Schicht von mehreren Stunden. Jetzt ist er weg.

Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk
Terrasse jetzt ohne Grill (c) by Joachim Wenk

Ehrlich gesagt wissen wir noch nicht genau, wie wir ihn ersetzen werden. Einen Grill brauchen wir. Das Grillen über dem Holz-Feuer  und der Glut in der Feuerschale will ich nicht mehr missen. Platz ist da. Er könnte künftig im neuen Kiesbeet stehen.

Aber in welcher Form? Wollten wir ihn wieder mauern, müssten wir dort ein Fundament gießen. Oder stellen wir die Feuerschale nur auf den Kies? Praktisch war das ja schon, daß sie nicht am  Boden, sondern etwas erhöht stand. Und wie befestigen wir den Grillgalgen? Er war in das prakische eingemauerte Rohr schwenkbar eingesteckt. Er steht ja nicht von allein. Vielleicht ein Rohr als Fuß in die Erde unter dem künftigen Kiesbeet gesteckt? Ich denke hier müssen wir noch ein wenig die Gedanken und die Zeit auf uns wirken lassen. Denn eigentlich war das nicht geplant, den erst 2015 gemauerten Grill abreißen zu müssen. Wie gut, daß Volker die neugierig spontane Idee mit dem Probestellen des Terrassenmobiliars hatte. Sonst wären wir auf diese Platzprobleme zu spät aufmerksam geworden.

Nun ist erst einmal wieder ein paar Tage Ruhe auf der Baustelle. Die nächsten Schritte sind aber bereits geplant. 

Gartentagebuch Frühlingsarbeiten: Erdbeerfaß, häckseln, bunte Blumen und ein neues Projekt

Tagebuch vom Sonntag, 26. März 2017. 
Der Samstag stand vor allem im Zeichen des Spargel-Pflanzens. Darum herum konnte ich bei dem schönen Wetter aber auch noch ein paar andere Arbeiten im Garten erledigen. Das tut gut. Richtig losgarteln. Keine Mütze, Jacke und weitere Klamottenschichten darunter. So geht die Arbeit wieder leicht von der Hand. 
Die Erdbeeren im Erdbeerfaß haben den ersten Winter gut überstanden und wollen wachsen. Die oberste Schicht war bis runter zum ersten Kranz an Pflanztaschen abgesackt. Ich habe sie ausgegraben und Erde nachgefüllt. Dann kamen sie wieder ins Faß und nun ist es fertig für das kommende Wachstum und hoffentlich viele leckere und süße, dunkelrote Früchte. 
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk

Gleich daneben steht mein Lieblings-Beerenobst: schwarze Johannisbeeren. Es ist immer wieder eine Freude, wenn sie zu treiben beginnen und das frühlingshafte Grün hervor zaubern.

Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk
Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk

Während die Beerenernte noch ein paar Monate auf sich warten lässt, wird im Haus fleißig weiter geerntet. Immer wieder sind Austernpilze reif zum Ernten. Sie wachsen auf Kaffeesatz. Eine schöne Form des Recyclings.

Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk
Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk

Apropos Recycling. Die ersten Stunden Häckseln dieses Jahr sind vollbracht. Der riesen Haufen an Rosenschnitt, Haselnußschnitt, Fliederschnitt und sonstigem Gestrüpp-Schnitt ist gehäckselt. Jetzt habe ich eine größere Menge relativ holzigen und trockenen Häckselgutes. Auf den Kompost vom Herbst kommen zwei Schichten davon. Damit es besser verrotten kann, fülle ich einen Schubkarren Pferdemist dazwischen. Das restliche Häckselgut lagere ich neben dem Kompost. Jetzt kommt die saftige Zeit mit viel feuchtem und grünen Kompostmaterial. Da kommt mir dann das kohlenstoffhaltige, holzige Häckselgut gerade recht. Reines frisches Kompostmaterial, im Extremfall Rasenschnitt, verrottet nicht. Es fault eher, aus lauter Luftmangel, vor sich hin. Es muß mit solchem Häcksel oder Wellpappe vermischt werden.

frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
Vielleicht kann ich diese  Jahr schon von ihm Ernten. Neben dem Kompost-Siebe-Platz treibt der Rainfarn. Er wird für Brühen und Tees gegen fressende Schädlinge an den Pflanzen benötigt. 
Rainfarn (c) by Joachim Wenk
der Rainfarn beginnt zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Bis der Walnußbaum im Gemüsegarten grün wird, dauert es noch länger. Er treibt sehr spät aus. Dennoch schimmert es frisch und grün aus der Krone. Die Blättchen stammen von der Ramblerrose Pauls Himalayan Musk.  Jetzt sieht man so richtig, wie hoch der schon gekommen ist. Ich glaube keine andere Gartenpflanze bei uns ist so wüchsig.

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Was für eine hübsche Farbkombination. Die dottergelben Krokusse und der hellblaue fast ein wenig lila überzogene  Schneeglanz. 
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk

Hier noch einmal Schneeglanz, aber in reinem Blau.

Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk

Das sind wirklich meine Lieblinge, was Narzissen angeht. Die vielen Überbleibsel von Topf-Narzissen der vergangenen Osterfeste und Frühlingswochen. Von der Fensterbank in den Garten. Sie kommen zu 100% im nächsten Jahr wieder und im übernächsten und im überübernächsten Jahr…

Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Und hier? Hier seht ihr die Anfänge der Arbeit für morgen. 
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

So sieht die Terrasse beim Haus also „vorher“ aus. Oh, ich freu mich schon, euch irgendwann die „nacher“ Bilder  zeigen zu können.

Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

Projekt Grünspargel geht in die nächste Runde

Das Projekt Grünspargel geht in die zweite Phase

Beinahe ein ganzes Jahr Vorlaufzeit war nötig, um so weit zu kommen. 
Ende April, Anfang Mai vergangenen Jahres erweiterte ich meine Gemüsegartenfläche um etwa 35 qm.  Seither bewirtschafte ich unten am Dorfweiher auch ein Stückchen der so ungewöhnlich und romantisch gelegenen Gartenflächen. 
Warum brauchte ich noch mehr Fläche? Einmal hatte ich nicht genug Platz für die Kartoffeln und den Fruchtwechsel  und zum Zweiten war überhaupt kein Fleckchen Erde mehr übrig, um den Anbau von Grünspargel zu probieren.
der Grünspargel ist gepflanzt (c) by Joachim Wenk
der Grünspargel ist gepflanzt (c) by Joachim Wenk

von der Idee bis zum Spargelpflanzen verging ein Jahr

Und was geschah in dem vergangenen Jahr?
So sah das Gartenstückchen aus. Wiese und ein Stachelbeerbusch. 
Gartenfläche am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Gartenfläche am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

Da ich mich mit der Nachbarin erst im fortgeschrittenen Gartenjahr über das Grundstück einig wurde, war schon alles grün und zugewachsen. Es wurde schwierig hier Gemüse anzubauen.  Die Wiese haben wir gemäht und mit der Motorhacke die verbleibenden Wurzeln untergearbeitet.  Dann kam der Wiesenschnitt, und ein paar Mal im Jahr weiterer Wiesenschnitt von anderen Flächen,  als Mulch darauf.

Gartenfläche am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Gartenfläche am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

Ich habe Buschbohnen gesät und sehr viel davon geerntet. Als grüne Bohnen und als  Bohnenkerne.

 (c) by Joachim Wenk
die Buschbohnen stützten sich am Unkraut ab (c) by Joachim Wenk

Auf die Hälfte der Fläche habe ich Lupinen als Gründünger gesät. Die wurden rasch vom Unkraut überwuchert.

Zuchhini, Pattisonkürbis, Einlegegurken und Kürbis wucherten unter und über das Unkraut und brachten eine gute Ernte.

 (c) by Joachim Wenk
noch sieht man die Lupinen neben dem Unkraut  (c) by Joachim Wenk
Immer fest im Blick hatte ich das darauf folgende Frühjahr, in dem ich den Grünspargel setzen wollte. Damals im Mai 2016 gab es keine Pflanzen mehr und der Boden sollte ja auch erst vorbereitet werden. Daher stand als Pflanztermin bald das Frühjahr 2017 fest. 
Im Herbst rechte ich alles Unkraut und abgestorbene Gemüsepflanzen zusammen und warf sie in den Kompostbehälter. Eigentlich wollten ich nochmal den Boden mit der Motorhacke bearbeiten. Dazu kam ich dann aber zeitlich nicht mehr. 
So lag der Garten dann die Wintermonate brach. Besser hätte ich wohl im Herbst noch einen Gründünger gesät. Jedenfalls war jetzt im Frühjahr bereits wieder der Unkrautbewuchs zu erkennen. 
 Weihergarten nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
 Weihergarten nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk

 Weihergarten nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
 Weihergarten nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk

Beet vorbereiten und  Grünspargel pflanzen

Die Grünspargelpflanzen waren jedenfalls rechtzeitig bestellt und wurden jetzt geliefert. Es mußte gehandelt werden. Am Samstag nun, bei traumhaftem Frühlingswetter, fing ich an. 
Wieder lief die Motorhacke heiß, kämpfte sich aber wacker durch den Untergrund. Der Boden dort unten am  Weiher ist schön locker und bereits angenehm warm.  Die Sonne fängt sich direkt an den kleinen Hanggrundstücken, reflektiert von der Oberfläche des Wassers. 
Nach der Motorhacke kam die Schaufel zum Einsatz. Zwei Gräben habe ich gezogen. So breit wie eine Schaufel breit ist und etwas mehr als 4 m lang. Tief mußten sie mindestens 15 cm sein. 
In diese Gräben füllte ich eine dünne Schicht frisch gesiebten, reifen Kompost. 
Auf das Kompostbett breitet man nun die Wurzeln des Grünspargels aus. 26 Pflanzen liegen mit 30 cm Abstand in den  beiden Gräben. 
Grünspargelpflanzen im Pflanzgraben (c) by Joachim Wenk
Grünspargelpflanzen im Pflanzgraben (c) by Joachim Wenk

Danach werden die Gräben wieder aufgefüllt und zwischendurch habe ich noch etwas angegossen. 
Nach viel Arbeit und Mühe ist schließlich nichts mehr zu sehen. Hätte ich nicht die Reihen mit Stöckchen markiert, wüsste ich selbst nicht mehr, wo genau die Pflanzen unter der Erde liegen. 
frisch bepflanztes Grünspargelbeet (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Grünspargelbeet (c) by Joachim Wenk
Jetzt heißt es, auch nach dem vergangenen Jahr, nochmals warten. Zuerst warte ich jetzt, darauf, daß der Spargel wächst und die Erde durchbricht. Dann warte ich auf das Unkraut und wie ich es in Schach halten kann. Ob die Mulchfolie wohl etwas nützt? 
Jedenfalls hab  ich einen Folie mit einem Längsschlitz versehen. Darunter ist die erste Reihe Spgargel. Die zweite Reihe befindet sich jetzt direkt unter der „Naht“ zwischen Folie 1 und Folie 2. 
So soll der Spargel ungehindert nach oben wachsen könne und das Unkraut nicht unter der Folie empor wachsen. Die Theorie klingt doch ganz sinnig finde ich…..
Grünspargelbeet mit Mulchfolie (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Grünspargelbeet mit Mulchfolie (c) by Joachim Wenk

Zwei weitere Folien habe ich auf der restlichen Fläche verteilt. Ich hoffe, daß sie das nun aufkeimende Unkraut etwas in Schach halten. Weil ich nicht genug Folie für die komplette Fläche hatte, blieben einfach dazwischen Streifen zum Laufen frei.

Mulchfolie im Gartenbeet (c) by Joachim Wenk
Mulchfolie im Gartenbeet (c) by Joachim Wenk

Beim Spargelbau muß man warten können  

Schließlich heißt es dann, wenn alles, vom Unkraut bis zum Spargel, wächst, wieder warten. Der Spargel soll wachsen, wie er lustig ist. Er soll Kraft sammeln und sich gut einleben dort unten am Weiher. Der Boden ist locker und warm und es gibt hier viel, viel Sonne. Es sollte ihm dort gefallen. 
Im  Herbst schließlich werde ich die oberirdischen Pflanzenteile abschneiden und warten. Warten auf das Frühjahr 2018. Wenn es dann wieder warm wird und der Spargel wächst, kann ich glaube ich schon hier und da eine Stange ernten. Ab Frühjahr 2019 schließlich sollten normale und regelmäßige Ernten möglich sein. Dann habe ich auch eigenen frischen und hoffentlich leckeren Grünspargel für die Küche. Genau wie beim Rhabarber auch, muß man die Erntetätigkeiten dann Ende Juni beenden. Dann darf der Spargel richtig treiben und sich zu hohen Pflanzen entwickeln. So sammelt er wieder Kraft für die reichlich zu schiebenden Sproßen. 
10-15  Jahre erntet man laut Literatur dann an dieser Stelle Spargel. Wenn man das bedenkt, ist der anfängliche Aufwand mit der Bodenbearbeitung und dem Pflanzen  beinahe schon zu vernachlässigen. Schlimmer als die Arbeit ist wohl das Warten beim Spargelbau. 
Jedenfalls bin ich jetzt schon mit einem Jahr Warten in Vorleistung gegangen. Jetzt ist er dran, der Spargel. Ich hoffe er wächst schön kräftig und dann werden wir gemeinsam während des langen, dunklen Winters auf die Frühlingssonne warten, bis es im Frühjahr 2018 wieder um den Spargel geht. 

Wenn das Wetter schlecht ist, findet die Gartenarbeit eben drinnen statt.

Die Gartenarbeit findet bei Regenwetter eben drinnen statt

So, wenn also das Wetter meint, es könnte mich foppen und am Gärtnern hindern, dann hat es sich getäuscht. 
Heute war indoor-gardening angesagt. Naja nicht dieses moderne Zeugs, mit den seltsamsten Pflanzmethoden oder gar Gemüsen im Wohnzimmer. Eher einfach nur Gartenarbeit im Zimmer und Gewächshaus. Genug zu tun gab es jedenfalls.

Paprika und Chilli werden heute umgetopft

Gleich morgens nahm ich mir die Paprikas vor. In der ersten Februarwoche hatte ich sie gesät. Dann kam wieder die Zitterpartie, ob und wann sie keimen. Nach einmal Nachsähen bei einigen Töpfchen, wuchsen sie gleichmäßig. 
Im Bild zu sehen sind Paprika, Glockenpaprika und Wildchillies. 
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nach dem großen Umtopfen kamen sie wieder an ihren Platz im Keller. Zu sehen sind hier auch die gerade gekeimten Tomaten und Sellerie. Es wird nicht lange dauern, dann sind sie dran mit Umtopfen.

Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nein, mein Handy ist nicht kaputt. Nur, nach dem Fototermin habe ich wieder die Pflanzenleuchte angeschaltet. Im Nu ist der ganze Raum in da schwülstige Pink getaucht, das ich kenne. Aber wenn es hilft…. Und es hilft, wie man an den schönen Pflanzen sieht.

das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk
das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk

Auch draußen im Gewächshaus stehen die Pflänzchen schlange, um umgetopft werden

Nach dem Essen verlagerte ich dann meine Tätigkeiten vom Haus ins Gewächshaus. Hier habe ich heute auch die Andenbeere hin gestellt. Im Überwinterungsraum ist es einfach zu dunkel und sie ist schon so schön, blüht bereits. Ich möchte nicht, daß die Triebe jetzt noch vergeilen. 
Zu ihren Füßen stehen die Kleinen, die heute auch noch umgepflanzt werden sollen. Nicht alle aber einige jedenfalls. 
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Andenbeere  Physalis (c) by Joachim Wenk
Die Andenbeere ist reich mit Blüten und Knospen besetzt (c) by Joachim Wenk
Pikiert habe ich zwei Sorten Salat. Winterkopfsalat „Chez le Bart“ und Salat „brune d’hiver“, beide gesät Mitte Februar. Daneben ganz früher Wirsing der Sorte „Vorbote“ und frühes Weißkraut „Donator“. Den Kohl habe ich Anfang Februar gesät. 
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Die Samen vom Salat „Briweri“ kamen bereits Mitte Januar in die Saatschale. Der hat allerdings nicht den Vorsprung, den eine viele Wochen frühere Aussaat als bei den anderen beiden vermuten lässt. Ich denke, Mitte Februar ist ein guter Zeitpunkt mit der Aussaat von Salat (geeignete Sorte wählen!)  zu beginnen. Vielleicht genügt auch Ende Februar. 
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk

Mit meinen Zwiebeln hatte ich mich dieses Jahr ver-bestellt. Normalerweise kaufe ich Steckzwiebeln. Nun übersah ich im Katalog die genaue Bezeichnung und erhielt dann Zwiebelsamen, statt kleine Zwiebelchen. Mist! Also habe ich nachbestellt und diese auch schon  gesteckt. Recherchiert habe ich auch und im Gartenbuch nachgelesen. Jetzt ist es so, daß gesäte Zwiebeln eigentlich besser wären als gesteckte. Ich dachte immer, dass das Sähen zu kompliziert ist und die Steckzwiebeln normal sind. Dass man damit eine nur sehr eingeschränkte Sortenauswahl hat, viel mir schon negativ auf. Dass meine Zwiebeln immer kränkeln ist fast schon selbstverständlich. Genau diese beiden Mängel kann man durch gesäte Zwiebeln angeblich umgehen.

Jedenfalls habe ich  sie jetzt gesät und probiere das aus. Ich habe dann die gleich Sorte gesät und gesteckt.

frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshausboden ist noch nicht so viel los.

Rucola ist, was Kälte angeht, eher schmerzfrei und wächst am besten.

junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Genau wie Asiasalat.

junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Am sehr späten Nachmittag war dann die ganze Arbeit unter Dach erledigt. Im Garten kümmerte ich mich dann noch um die Erdbeeren. Das ist jetzt Beet entunkrautet, gehackt und mit Kompost versorgt. 
Im Erdbeerfaß hat sich die Erde um beinahe 30 cm gesenkt. Die oberen grub ich aus, füllte Erde auf und pflanzte sie wieder ein.
Wir hatten einen harten Winter, viele Nächte bis -15°C, eisige Winde und die Erdbeeren im Faß waren nicht von der schützenden Schneeschicht bedeckt. Schnee liegt eben nicht an senkrechten Wänden vom Erdbeerfaß. 
Was meint ihr, haben die Erdbeeren das alles so ungeschützt überlebt?  Ja sie haben! Jede einzelne treibt aus. Eine schöne Erfahrung am Ende des kalten und verregneten Tages. 

Frühlingserwachen im Garten, das Unkrautproblem und Grünspargel

Also wirklich, das glaube ich ja jetzt nicht! 
Letzte Woche hatten wir traumhaftes Frühlingswetter bis auf? Ja, bis auf Samstag, den Haupt-Garten-Tag. Nichts konnte gemacht werden. Kalt, beinahe Dauerregen und starker Sturm.  Jetzt wurde das Wetter Montag und Dienstag wieder ganz wundervoll und es kommt der Mittwoch. Mein freier Tag, frei für Gartenarbeit. Und wie wird das Wetter? Scheußlich! Aber nur am Mittwoch, dann wird es wieder traumhaft. Jetzt sagt doch mal selbst. Da will mich jemand ärgern oder? 
Immerhin bleibt es auch an den gefühlt scheußlichen Tagen frostfrei und so kann das Wachsen und Gedeihen der Natur ungehindert weiter gehen. 

Immer wieder Regen und  kalt, aber im Garten wächst es schon

Und es tut sich schon einiges im Garten. 
Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Frühjahr im Garten, das Wachstum beginnt (c) by Joachim Wenk
Frühjahr im Garten, das Wachstum beginnt (c) by Joachim Wenk

Man sieht es am Foto nicht, aber ich habe es Ende letzter Woche festgestellt. Der Rasen und was halt so in ihm wächst beginnt zu wachsen. Jetzt geht es also los. Ich freue mich schon, wenn es wieder saftig grün wird. Ob es dieses Jahr auch im Sommer einmal regnet und der Rasen auch im Sommer und Herbst irgendwie grün und nicht braun sein wird?

der Rasen fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
der Rasen fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Egel wie. Der Gemüsegarten und die Staudenbeete sind versorgt. Überall Tropfschläuche in den Beeten. Die Johannisbeeren, rechts im Bildhintergrund zu erkennen, treiben schon mächtig aus.

Gemüsegarten und Tropfschläuche (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten und Tropfschläuche (c) by Joachim Wenk

Wie gehe ich mit dem Unkraut im Gemüsebeet um?

Sorge macht mir noch mein kleines Gartenstückchen unten am Dorfweiher. Im Foto stehe ich am Brunnen und blicke hoch zum Haus (rechts). Hier unten im Garten ist alles mit sehr hartnäckigem Unkraut zugewuchert. Hier sollen dieses Jahr die Kartoffeln wachsen und …. dazu komme ich gleich noch.

Bei kleineren Flächen habe ich sehr gute Erfahrungen mit Wellpappe-Kartons als Mulch gemacht. Legt man die zweilagig auf die Fläche, beschwert sie mit Steinen und wartet ein wenig, so erhält man unkrautfreie Beetfläche mit schön lockerem Boden. Warum? Nun selbst die hartnäckigsten Wurzelunkräuter brauchen Licht zum Wachsen. Kommen sie unter der dichten Mulchschicht nicht hoch ans Licht, verlieren sie Kraft und werden von den Bodenorganismen einfach aufgegessen. Sie verrotten. Mit so einer großen Fläche habe ich das noch nicht gemacht. Pappe ist hier auch nicht so zu empfehlen. Optisch wäre es  nicht sinnvoll, so direkt an der Dorfstraße. Das möchte ich nicht. Also probiere ich es mit luft – und wasserdurchlässiger Mulchfolie. Zuerst mit der Motorhacke durch und dann die Folie. Ob es funktioniert? Ich weiß es nicht, werde aber in ein paar Monaten schlauer sein.

Gemüsebeete und Unkraut (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete und Unkraut (c) by Joachim Wenk

Rankgitter für Ramblerrose

In einer kurzen Regenpause am Samstag haben wir wenigstens noch das ergänzende Rankgitter für die Ramblerrose Snowflake am Scheunentor befestigt. Jetzt kann sie über dem Tor weiter wachsen. Die halbe Strecke hat sie schon und die Zweige mußten dringend angebunden werden. Im Herbst habe ich mich entschlossen, daß so eine Ergänzung her muß.  (Erinnert ihr euch? Ich habe hier darüber geschrieben). Jetzt habe ich sie.

Rankgitter für Ramblerrose am Scheunentor (c) by Joachim Wenk
Rankgitter für Ramblerrose am Scheunentor (c) by Joachim Wenk

amblerrose  Snowflake am Scheunentor (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose  Snowflake am Scheunentor (c) by Joachim Wenk

Grünspargelpflanzen

Zum Abschluß noch einmal etwas zum Weihergarten. Das hier muß auch noch gepflanzt werden. Wenn ich doch nur endlich dazu käme, wenigstens diese beiden Reihen fertig zu machen. Bei dem eingangs erwähnten Wetterverhalten, immer scheußlich zu werden, wenn ich Gartenfreizeit habe, sehe ich da aber schwarz. Drückt mir mal die Daumen, daß ich das noch hin bekomme. Dann könnten wir  im kommenden Frühjahr den ersten Grünspargel ernten. Für den und die Kartoffeln habe ich mir ja eigentlich das zusätzliche Stückchen Land zugelegt. 

der Grünspargel wurde heute geliefert (c) by Joachim Wenk
der Grünspargel wurde heute geliefert (c) by Joachim Wenk

Grünspargel (c) by Joachim Wenk
der Grünspargel  muß noch ein wenig gelagert werden bis die Beete fertig sind (c) by Joachim Wenk

Bärlauch konservieren

Das ging jetzt aber schnell. Mit einem Mal ist er da der Bärlauch. Sicher kennt ihr da Problem, dass man ihn gerade dann, wenn man Gelegenheit hat an ihn ran zu kommen, nicht braucht. Oder nicht täglich braucht, wenn man mehr davon hat. 
Trocknen lässt er sich. Verliert aber auch bei vorsichtigem Trocknen mit etwa 30-35 °C an Aroma. 
Ich mache gern Pesto. Ein genaues Rezept gibt es dafür nicht. Wie ich Pesto herstelle könnt ihr hier (Pestorezept) nachlesen.
Für das Bärlauchpesto nahm ich frischen Bärlauch, Walnüsse, Salz und Rapsöl und keinen Käse. Die einzelnen Mengen kann man  nach eigenen Geschmacksvorlieben und Vorhandensein der Zutat variieren.  
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk

Im Herbst machte ich aus den damals reichlich vorhandenen Kräutern in den Gemüsebeeten eine Würzpaste. Diese lagert in kleinen Gläschen im Kühlschrank. Sie schmeckt noch immer wunderbar und würzt seit Monaten alle möglichen kalten und warmen Speisen.

Auf die gleich Art und Weise kann man natürlich den Bärlauch konservieren.

Man nimmt 100 g frische Bärlauch und 20 g Salz aber  KEIN Öl. Kräuter und Salz werden im Mörser oder Mixer oder Tupper Turbo-Chef (bei mir der Fall) möglichst fein oder breiig zerkleinert. Abgefüllt in kleine Gläschen hält sich diese Masse über viele Monate. Der Geschmack bleibt sehr gut erhalten und man hat dann immer kräftige Würze zur Hand. Die Bärlauchpaste ist für Kräuterquark, Bärlauchbutter, Brotaufstriche, Salatdressings, Ravioli-Füllungen und vieles mehr zu gebrauchen.

Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk

Die Ergebnisse der Bodenproben liegen vor – ein Vergleich zu 2014.

Ergebnisse der Bodenproben von 2017 und 2014

Vier Wochen sind vergangen, seit ich durch den Gemüsegarten kroch und Bodenproben entnommen habe.

Seither warte ich doch sehr gespannt auf die Ergebnisse. Hat sich in den vergangenen drei Jahren etwas zum Besseren gewendet? Wie sind die Düngeempfehlungen diesmal? Ich muß doch langsam loslegen im Gemüsegarten.

Drei Proben habe ich eingesandt:

Eine Probe vom Gewächshaus in dem letztes Jahr (2. Standjahr, davor auch Gewächshaus, aber Erde ausgetauscht) keine Ernte möglich war, weil nichts an Paprika, Chili oder gar Tomaten gewachsen  ist.

Die zweite Probe ist vom ganz früheren Gemüsegarten, dann viele Jahre Rasen und seit vier Jahren wieder Gemüsebeet (Schneckenzaunbeet.

Probe Nummer drei ist vom Gemüsegarten, der viele Jahrzehnte der Kaninchen- und Hühnerauslauf war. Seit Frühjahr 2012 ist es mein Gemüsegarten.

Weil zwar zusammengefasst alles mein Gemüsegarten ist, die einzelnen Bereiche aber doch grundsätzlich anderen Ursprung haben, wollte ich  getrennte Ergebnisse erhalten.

Die liegen jetzt vor und ich bin nicht erfreut. Nein, eher auch  ratlos und doch, wie ich es persönlich sehe, erleichtert, weil wohl die Hauptursache für das schlechte Wachstum, die vielen Krankheiten und Schädlinge fest stehen.

Für mich jedenfalls steht der Grund fest, der alles andere verursacht. Meine Ratlosigkeit bezieht sich nun auch wieder auf genau diese Ursache, die ich dachte durch diverse Maßnahmen verbessert zu haben. Leider ist hier keine Veränderung und schon gleich keine Besserung erkennbar.

Ich nenne jetzt einfach einmal – für diejenigen unter euch, die das interpretieren können – die Fakten der Bodenanalysen:

Gewächshausboden (Werte nur von 2017 vorhanden): 

  • Kalk: phWert 7,0 (Bemerkung laut Institut: „hoch“)
  • Phosphor 145 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“)
  • Kali  41 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „hoch“)
  • Magnesium 43 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“)
Bodenart: sandiger Lehm
Humuszustand: schlecht

Schneckenzaunbeet-Boden: 

  • Kalk: phWert 6,7 (Bemerkung laut Institut: „hoch“)  2014   pH 6,6
  • Phosphor 60 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“) 2014 192 mg sehr hoch, grenzüberchreitend
  • Kali  46 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“) 2014  45 mg überdurchschnittlich hoch
  • Magnesium 26 mg / 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“) 2014   38 mg überdurchschnittlich hoch
Bodenart: sandiger Lehm  2014 sandiger Schluff 
Humuszustand: schlecht mittel humos(h3)

ehemaliger Hühnerlauf-Boden: 

  • Kalk: phWert 6,6 (Bemerkung laut Institut: „hoch“) pH 6,3 hoch
  • Phosphor 58 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“) 2014  47 mg sehr hoch
  • Kali  42 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „hoch“)  2014  38 mg hoch
  • Magnesium 29 mg / 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: „sehr hoch“) 2014  22 mg hoch
Bodenart: sandiger Lehm
Humuszustand: schlecht
Erkennbar ist, daß die Werte gesunken sind oder auch gestiegen. Magnesium und Phosphor im Schneckenzaunbeet sind gesunken. Dafür sind sie im ehemaligen Hühnerlauf gestiegen. Kali ist überall gestiegen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich behandle die Böden überall gleich. Die Recherchen von damals und den Jahren bis heute und auch ganz aktuell sagen mir, daß gerade so extrem hohe Werte von Magnesium oder Kali oder Phosphat die anderen lebenswichtigen Nährstoffe im Boden blockieren. Sie sind da, die Pflanze kann sie aber nicht erreichen und aufnehmen. Daher wohl meine Wachstumsstörungen, die kranken zierlichen Pflänzchen. Dazu kommt dann noch der immense Wassermangel im Sommer. 
Wie kann man die Werte herunter bekommen? Scheinbar gar nicht. Die Düngeempfehlung beläuft sich auf reine Stickstoffdüngung mit genau und sehr detailliert angegebenen Mengen Hornmehl. 

Da ist kein Humus im Boden und das ist das Problem

Mein Problem ist aber  wohl eher und vor allem  Folgendes:  Ich habe viel Boden aber keinen Humus! Feststellen muß ich es schon immer, Bodenleben ist kaum existierend. Beim Graben sehe ich nur wenige Regenwürmer. Im Sommer überhaupt keine. Mulch bleibt monatelang liegen und verrottet einfach nicht. Wäre ein Bodenleben vorhanden und auch viele  Regenwürmer, wäre sicher das große Ungleichgewicht zwischen den Nährstoffen nicht von so gravierender Auswirkung. 
Das Bodenleben und der Humus haben enorme Pufferfunktion. Sie stellen den Pflanzen gezielt die Nährstoffe bereit,die diese Anfordern. Wenn kein Humus und kein Bodenleben vorhanden ist, bekommen die Pflanzen gerade in so aus dem Ruder gelaufenen Bodenwerten, ihre benötigten Nährstoffe nicht und kümmern, kränkeln und sterben ab (Tomaten letztes Jahr extrem). 
Nun arbeite ich mit Kompost. Alles wird verkompostiert. Der Boden ist immer gemulcht. Gedüngt wird mit Brennesseljauche und, weil schon 2014 empfohlen, mit Hornmehl. Auf einigen Flächen steht auch im Herbst Gründünger. Das sind ja eigentlich alles Maßnahmen zum Erhöhen des Humusgehaltes. 
Wenn ich jetzt im Frühjahr hier, so wie vergangen Woche in den Staudenbeeten, Kompost auftrage verbessere ich, so war bisher meine  Meinung, doch auch den Humusgehalt. Aber gleichzeitig trage ich natürlich Phosphor, Kalium, Magnesium ein. Damit verschlimmere ich weiter die ohnehin zu hohen Werte. 
Ihr seht, ich habe keine Antwort auf die sich stellenden Fragen. Die Ergebnisse und Empfehlungen liegen vor, scheinen aber nicht viel zu nützen. 
Ganz persönlich sehe ich es so, daß der Humusgehalt und das Bodenleben dringendst verbessert, erhöht und angeregt werden müssen. Hier werde ich weiter überlegen was ich tun kann. Ich gehe davon aus, nach allem was ich gerade über humosen Boden und seine Kooperation mit den Pflanzen gelesen habe, dass sich dann viel bessert. 
Das wird etliche weitere Jahre dauern, bis es besser wird. Wenn es denn besser wird. Ich weiß jedenfalls, daß ich bestimmt jetzt 4 oder eher 6 Jahre warten kann, bis ich wieder untersuchen lasse. Die drei Jahre seit der letzten Untersuchung haben nicht wirklich zu einer Veränderung geführt. 
Heute ist Samstag. Der Gartentag in der  Woche schlechthin. Passend zu meinen sich hetzenden Gedanken im Kopf tobt draußen ein sehr starker Sturm, der mich schon hat die Nacht nicht schlafen lassen. Sonne gibt es nicht, dafür immer wieder regen. Heute passiert also nichts im Garten, obwohl so viel zu tun wäre. So habe ich aber ein wenig Zeit mich mit den Ergebnisse, meinen Erfahrungen und  bisherigen Maßnahmen auseinander zu setzen. Mein Wissen werde ich einsetzen und dann einmal schauen, was ich machen kann. 

Tropfschläuche verstecken, Kompost sieben und Hanfpalme auswintern

Als Gartenblogger verdoppelt man die Freude am Garten

Gestern morgen saß ich hier vor dem Computer und habe mich auf den schönen Tag im Garten gefreut. Leider ist der schon wieder vorüber. Das schöne am Bloggen aber ist für mich, daß ich diese schöne Zeit im Garten beim Schreiben darüber, und dem aussuchen der Bilder, noch einmal erlebe. So habe ich also doppelt so viel Freude am Garten. Zudem teile ich diese Freude mit meinen Lesern, was die Selbe ja auch mehrt und nicht mindert.
Heute werde ich noch einige Kübelpflanzen ausräumen. Zu mehr komme ich  nicht. Feige, Lorbeer und Banane kommen ins Carport. Die Aussichten für mindestens eine Woche sind frostfrei und ab morgen auch eher bedeckt. Der optimale Ausräumzeitpunkt für die Pflanzen, die im Herbst auch erst bei Frösten ab -5°C ins Haus kommen. 
Wie es meiner riesigen Palme nach einem Winter mit mehrwöchigen zweistelligen Minusgraden geht, lest ihr weiter unten. 

Die Tropfschläuche im Garten sind endlich fertig verlegt 

Zuerst zeige ich, wie versprochen, meine Arbeiten von gestern. 
Ein ganz schönes Gefiesel und Gerücke und Gestochere war diese Arbeit hier:
gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk
gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk

Bitte? Ihr seht nichts? Wo soll die Arbeit sein?

Genau das war ja meine Absicht, daß man nichts sieht. Ich habe gestern endgültig – also bis auf eine Unterführung im Eingangsweg – meine Bewässerungen im Gemüsegarten und Staudengarten fertig verlegt. Man könnte jetzt das Wasser anklicken und dann gießt sich alles von alleine. Aber Gottseidank ist es ja noch nicht nötig.

Zurück also zum Bild. Wer meinen Gemüsegarten kennt, weiß, daß es etliche Beete und Beetflächen gibt genau wie Wege dazwischen. Beim Verlegen der  Bewässerung ist es Eines, die Schläuche am Boden zu verteilen. Dahinter steckt aber auch noch viel Überlegung. Wie lege ich sie und wie verbinde ich sie. Dazu  muß man noch entscheiden oder errechnen, welche Flächen man zusammenfasst. Man kann nicht eine unendliche Anzahl an Metern Tropfschlauch an einen Wasserhahn auf einmal anschließen.

Ich habe im Gemüsegarten mit angrenzendem Staudenbeet also zwei Systeme verlegt. Bei einem mußte ich irgendwie aus dem Gemüsegarten, genau genommen dem Beerenbeet, heraus kommen und hinüber ins Schneckenzaunbeet. Nun wollte ich den Verbindungsschlauch nicht oberirdisch einfach auf die Platten legen, daß man dauernd darauf steigt und darüber fällt. Nach genauer Betrachtung der Örtlichkeiten kam ich zu der oben gezeigten Lösung.

Hier im Bild sieht man, wie der Schlauch den Beeren-Bereich verlässt.  Sofort verschindet er im Untergrund. Dazu mußte natürlich die Bank und die Betonplatten erst einmal entfernt werden.

gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk
gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk
Nach den Betonplatten kommt Rasen. Den habe ich auf gegraben und den Schlauch hinein gelegt. Schließlich muß der Schlauch noch über die Wegplatten ins Beet. Sie sind nicht heraushebbar, da an Ort und Stelle gegossenen, wahnsinnig schwer und dick.  Ich nutze eine Fuge, die genau passend zum Weg im Schneckenzaunbeet führt. 
Hier angekommen mußte ich nur noch das Blech vom Schneckenzaun einschneiden, um den Schlauch unten durch führen zu können. 
gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk
gut versteckte Bewässerungsschläuche (c) by Joachim Wenk

Genau diesen Schneckenzaun, der wirklich etwas hilft ,die Schnecken, die vom Kompostplatz, der Haselhecke (also Wildnis) dahinter und der Wiese wieder dahinter, in den Garten wandern, abzuhalten, diesen Zaun mußte ich selbst noch einmal verändern.

Der neue zweite Kompostplatz weiter vorne an der Hecke kam letztes Jahr dazu. Nun muß ich, das zeigte bereits das erste Jahr, hier ständig ungehindert zu Fuß und vor allem auch mit dem Schubkarren entlang fahren können. Kompost will ja bewegt werden.

Daher hat der Zaun an dieser Stelle nun den auf den ersten Blick nicht erklärbaren Knick. Es fehlen zwar dadurch ein paar Zentimeter Gemüsefläche. Aber die Erleichterung, nicht mit dem Schubkarren ganz außen herum um Beet und Gewächshaus fahren zu müssen ist enorm.

Schneckenzaun (c) by Joachim Wenk
Schneckenzaun (c) by Joachim Wenk
Ach ja, noch einmal zurück zur Bewässerung. Ich erwähnte zwei getrennte Systeme, die diesen Gartenteil versorgen werden. Das bedeutet logischer Weise auch zwei einzelne „Eingänge“. Wo setzt man die wieder hin? Wie ist es praktisch? Nachdem ich wußte, welche Beetflächen wie zusammen gehören werden, habe ich mich genau für diese Stelle hier entschieden. Der Wasserhahn ist gleich daneben. So muß ich den Gartenschlauch nur hier her ziehen und anschließen und dann wechseln auf die andere Wegseite. Schon ist alles bewässert. 
Was für eine Mühe, wie viele Gedanken und Überlegungen stecken darin. Die Theorie ist super, jetzt hoffe ich, daß es auch im Sommer in der Praxis wirklich etwas bringt, mir die Arbeit und vor allem Zeit für stundenlanges gießen spart. Und, dass es im Vergleich zum Beregnen wirklich Wasser spart, un der Brunnen sicherer durchhält. 
Anschluß an Tropfbewässerung (c) by Joachim Wenk
Anschluß an Tropfbewässerung (c) by Joachim Wenk

gesiebter Kompost – superfood für die Stauden

Leider, leider, leider werdet ihr in den nächsten Fotos auch wieder nicht all zu viel von der Arbeit sehen, die ich noch heute in den Knochen deutlich spüre. Aber so ist das eben. Garteln heißt nicht nur hübsche Blütchen streicheln. Es muß eine ganze Menge vorher geschehen, damit die hübschen Blütchen überhaupt erst hübsch werden und auch erscheinen. 
Schon lange sollte ich es machen. Gestern vollbrachte ich es endlich. Die Staudenbeete waren zu düngen. Jetzt ist der rechte Zeitpunkt, wo alles zu sprießen beginnt. 
Düngen heißt in diesem Fall: Kompost verteilen.
Der Kompost hier ist fertig. Darin sind die Grünabfälle aus dem Jahr 2015. Alle fleißig übers Jahr zusammen getragen. Der Kompost wurde im vergangen Jahr, als er halb verrottet und noch voller Leben war, einmal komplett umgesetzt. Dann lag er den Sommer über, mußte reichlich gegossen werden, damit er weiter verrottet. Ja das ist ganz wichtig! Gerade in so katastrophal dürren Sommern wie die letzten Jahre. Nicht nur die Beete muß man gießen auch den Kompost!
reifer Kompost (c) by Joachim Wenk
reifer Kompost (c) by Joachim Wenk
Jetzt hat er den Winter überstanden und ich kann ihn verteilen. Damals hatte ich noch nicht den guten Häcksler und so kamen Stauden und andere Abfälle nur mit der Schere etwas klein geschnitten auf den Haufen. Das merkt man auch 2 Jahre danach noch. Sieben ist also angesagt. 
reifer Kompost wird gesiebt (c) by Joachim Wenk
reifer Kompost wird gesiebt (c) by Joachim Wenk

Der Kompost ist leicht feucht und fällt fast von allein durch das Sieb. Zurück bleiben die groben Bestandteile, die auf den aktuellen Kompost wandern. Irgendwann sind sie dann schon verrottet.

unverrottete Pflanzenrückstände kommen wieder auf den Kompost (c) by Joachim Wenk
unverrottete Pflanzenrückstände kommen wieder auf den Kompost (c) by Joachim Wenk

Diese Arbeit geht wirklich erstaunlich flott. So erhalte ich Häufchen für Häufchen feinen Kompost.

frisch gesiebter  Kompost (c) by Joachim Wenk
frisch gesiebter  Kompost (c) by Joachim Wenk

Den schaufle ich in meinen großen Behälter und schleppe das dann kreuz und quer durch den Garten. Auch hier kann ich nicht viel zeigen. Auf den Fotos würde man den ausgebrachten Kompost kaum sehen können. Fast wie Salz übers Brot, streut man diesen. Auf keinen Fall dick und flächendeckend.

Damit ich die korrekte Menge finde, fing ich beim Staudenbeet an. Ich weiß von jedem Beet die Quadratmeterzahl, hier sind es 15qm.  Staudenbeete erhalten 3-5l Kompost pro Quadratmeter. Somit war schnell klar, wie viele Liter aufs Beet müssen. Natürlich habe ich nicht Literweise gemessen. Aber in den Behälter gehen etwa 40 Liter. Nehmen wir das Mittel von 4 Litern, so benötige ich auf das Beet 60 l Kompost. Also eineinhalb Behälter voll. Die habe ich dann gleich mäßig verteilt. Danach wußte ich ein etwa, wie dick oder besser wie dünn er ausgebracht wird. Bei den anderen Beeten habe ich dann nicht mehr so genau gemessen, sondern gemäß der  Erfahrung aus dem ersten Beet, dünn verteilt.

Und weil am Ende des Komposthaufens noch ein Behälter gesiebter Kompost übrig war, begann ich in meinem Gartenarbeitsrausch gleich noch mit dem Gemüsegarten.

Ein Feld im Schneckenzaunbeet habe ich bearbeitet. Tropfschläuche nach hinten wegklappen. Mulch wegrechen, grabegabeln und Kompost verteilen. Dann den Sauzahn durchziehen und alles glatt rechen. Tropfschläuche wieder zurück legen.

Erster nutzen der Tropfschläuche im Beet

Und hier machte ich eine erfreuliche Entdeckung. Wie die Beete, mit den Schläuchen darin, zu bearbeiten sind, machte mir lange Sorge. Heute ging das aber ganz gut und als ich die Schläuche wieder zurück bog und fixierte, merkte ich folgendes: ich muß jetzt nicht mehr für jede Reihe die Schnur spannen, damit ich nicht immer wieder total schräg sähe. Nein in jedem Beet liegen ja jetzt zwei Schläuche. An denen kann ich mich ganz leicht orientieren beim sähen oder später beim Pflanzen. Das ist toll!

Erstes Gemüsebeet ist bestellt (c) by Joachim Wenk
Erstes Gemüsebeet ist bestellt (c) by Joachim Wenk

Schreck in der Morgenstunde – Zwiebeln zu früh gesteckt

So viel habe ich also erledigt gestern. So erleichtert bin ich deswegen und wohl auch so berauscht. Was also habe ich mit dem frischen Beet gemacht? Möhren gesät und Zwiebeln gesteckt. Heute, als ich  mir das notieren will, in meiner Aussaattabelle, stellte ich fest, daß die Zwiebeln aber erst Ende März/Anfang April hätten gesteckt werden sollen oder dürfen? Vor Schreck habe ich gleich noch mal im Gartenbuch nachgeschlagen. Leider aber bestätigte das meine selbst erstelle Aussaattabelle. Und jetzt? Meint ihr das geht gut mit den  Steckzwiebeln. Immerhin sind es mindestens zwei Wochen, die sie zu früh in den Boden kamen. Ich finde gerade jetzt im  Frühjahr kann so etwas schon entscheidend sein. Wann steckt ihr die Zwiebeln? Wieder rauszupfen will ich sie jetzt eigentlich auch wieder nicht. 

Hanfpalme überlebt zweistellige Minusgrade und Dauerfrost

Zu guter Letzt komme ich nun also zur Hanfpalme. Sie verbrachte den zweiten Winter draußen. Drinnen ist ja trotz Umbau und Palmenhaus kein Platz. Den ersten Winter, da hatten wir fast keinen Frost, überstand sie locker. 
Den zweiten Winter. Ja den hat sie wohl auch überstanden. So sieht es jedenfalls momentan aus. Heute habe ich sie von sämtlichen Schutzhüllen befreit.  Gut, die Blätter sind alle futsch. 
Hanfpalme nach dem Entfernen des Winterschutzes (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme nach dem Entfernen des Winterschutzes (c) by Joachim Wenk

Aber – bei Palmen ganz wichtig – oben das Herz scheint intakt. Die jungen Blätter und neuen Blätter sind saftig und grün. Ich lasse jetzt die alten unschönen Blätter noch ein wenig, daß sie die Jungen vor der Sonne schützen. Immerhin waren sie jetzt monatelang in dem Vliessack eingepackt.

Hoffentlich hat auch der empfindlichste Teil, der Wurzelballen, überlebt. Wenn die Heizung funktioniert hat, sollte er das überstanden haben. -13°C in einigen Nächten und immerhin ein paar Wochen am Stück Dauerfrost mit Nachts zweistelligen Minusgraden.

Bald wissen wir, ob sie treibt und wirklich weiter lebt.

Hanfpalme nach dem Entfernen des Winterschutzes (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme nach dem Entfernen des Winterschutzes (c) by Joachim Wenk

Vorfrühlingsarbeiten im Selbstversorger Landgarten

Was am Wochenende alles geschah

Am Wochenende hatten wir natürlich nicht nur das große Gelage in Form unseres Fischschmauses. Selbstverständlich habe ich auch, bei frühlingshaften Temperaturen, richtige Arbeit im Garten verrichtet. 
Die Hände brennen und sind zerschunden. Dennoch habe ich das Gefühl nur einen so kleinen Teil der notwendigen Arbeiten gemacht zu haben, daß ich nicht wirklich zufrieden bin mit den Tagen. 
Heute am Mittwoch  soll es wieder sehr schön werden. Frost hatten wir keinen in der Nacht und tags waren die Temperaturen gestern auch weit im zweistelligen Bereich. Was ich heute alles gemacht haben werde,  lest ihr dann in den kommenden Tagen hier an dieser Stelle. 
Zuerst aber noch ein kleiner Bereicht vom Wochenende. 
Ich habe in den Staudenbeeten ein wenig Unkraut gerupft. Dabei konnte ich freudig feststellen, wie es dort schon an allen Orten sprießt. 
Stauden Frühling Beet (c) by Joachim Wenk
grünes Treiben im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wie die Farbe langsam wieder den Garten erobert

Nach und nach wird immer mehr Farbe in den Garten kommen.

Angefangen hat ganz klassisch das Schneeglöckchen in weiß.

(c) by Joachim Wenk Schneeglöckchen Staudenbeet
 erste Blüte im Garten: Schneeglöckchen (c) by Joachim Wenk

Zu der Zeit hatten die Leberblümchen schon ihre blauen Blütenknospen. Richtig geblüht wird aber erst jetzt im März.

(c) by Joachim Wenk Leberblümchen Staudenbeet
Leberblümchen (c) by Joachim Wenk

Ebenfalls in Knospen war zeitig im Jahr die Lenzrose „Pink Lady“. Jetzt ist sie seit ein paar Wochen richtig erblüht.

Lenzrose "Pink Lady"(c) by Joachim Wenk
Lenzrose „Pink Lady“(c) by Joachim Wenk

Die blassgelben Krokusse am Eingangstor waren die alleresten, die Grün zeigten. Da war sonst noch überhaupt nichts im Garten am Wachsen.

blassgelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
blassgelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Mittlerweile blühen auch die dottergelben Krokusse im Staudenbeet und mitten im Gemüsegarten im Kräuterbeet.

dottergelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
dottergelber Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Lila Krokus im Staudenbeet.

Lila Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Lila Krokus im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wenn ich vom Laptop-Arbeitsplatz im ersten Stock so in meinen Garten schaue, sehe ich von all diesen Frühlinigsboten noch nichts. Rein gar nichts. Die Fernwirkung fehlt mal wieder. Das ist aber wohl so im Frühling mit den kleinen Pflanzen und fragilen Blütchen. Wenigstens haben wir Hüttenzauber und Werkstatt in fröhlich bunten Farben gestrichen. So wird es auch im Winter nicht nur grau und trostlos im Garten.

Vielleicht, wenn irgendwann mal Schneeglöckchen, Krokus oder Lenzrosen ganze Blühteppiche bilden, werde ich es von hier aus auch sehen. In den anderen Jahreszeiten ist mir das mit der Fernwirkung mittlerweile ganz gut geglückt. Dumm aber wahr, die anfallende Arbeit zeigt scheinbar immer Fernwirkung. Irgend etwas auf dem Foto erinnert mich daran, daß wir eigentlich schon längst mit der neuen Terrasse hätten anfangen sollten.

Ich habe mir das einmal überlegt. Bis weit in den November blühten die Herbstchrysanthemen und ab Februar beginnen die Lenzrosen mit dem Blühen. Das heißt, es hat nur zwei läppische Monate, in denen im Garten nichts blüht. Ist das nicht wunderbar? Und in genau diesen beiden unwirtlichen Monaten bin ich sowieso kaum im Garten.

Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Garten (c) by Joachim Wenk

Aufgeräumte Staudenbeete und das Gierschproblem

Wenn man nicht all zu nah ran geht, sehen die Staudenbeete jetzt – für meine Verhältnisse – endlich aufgeräumt und startklar aus.

Staudenbeet erwacht (c) by Joachim Wenk
das Staudenbeet erwacht (c) by Joachim Wenk

Die Buchstecklinge werden dieses Jahr auch erkennbar wachsen. Ein paar Lücken sind durch das Duftmarkensetzen eines gewissen Herrn Max entstanden. Die muß ich durch neue Stecklinge, die im Sommer beim Buchschnitt anfallen, ersetzen. Zukaufen werde ich keinen Buchs. Meine Buchskugeln, die Eltern dieser Stecklinge, im Gemüsegarten sind Jahrzehnte alt und gesund. Ich habe gelesen, daß gerade die zugekauften Stecklingen von in großen Mengen (billig) produzierten Buchspflänzchen oft schon bei Kauf mit den gefürchteten Krankheiten infiziert sind. Holt man sich so eine in den Garten, ist es aus, auch mit den eigentlich gesunden, eigenen Buchsen. Dann habe ich hier lieber noch Lücken und weiß aber, dass das was da ist, gesund ist.

Buchshecke um Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Buchshecke um Hausbaum (c) by Joachim Wenk

Hier am Zaun ist jetzt auch Ordnung. Das meint man jedenfalls beim ersten Blick. Richtig Sorge macht mir allerdings der Giersch. Hier ist es ganz schlimm. Im Fliederbeet und Staudenbeet ist es nur sehr schlimm. Ich weiß nicht, wie ich ihm Herr werden soll. Sein Wurzelgeflecht ist derart fest und dick. Wollte ich es ausgraben, müsste ich die kompletten Staudenbeete vollkommen neu machen. Das ist mir zeitlich, finanziell  und emotional nicht möglich. Ich habe mal gelesen, daß das Wasser vom Kartoffelkochen ihm nicht gefällt. Also habe ich es an einer Stelle probiert. Leider hat er das zusätzliche Wasser in meinem trockenen Garten eher freudig aufgenommen, als dass es ihn hätte eindämmen können. Gibt es denn gar nichts, das er nicht mag und das es mir ermöglichen würde, ihn zu reduzieren?

Und nein, aufessen ist keine Lösung! Denn dann würde ich sicher an einer Überdosis sterben. Und den Gefallen tue ich ihm nicht!

Staudenbeet am Gartenzaun (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet am Gartenzaun (c) by Joachim Wenk

Das große Mäuerchenbeet ist auch mit Tropfschläuchen versehen. Endlich, denn das beruhigt mich. Es liegt an der allerheißesten Stelle des Gartens und ich habe mit dem Regner hier viel Wasser vergeudet. Gut, es kostet  uns nichts, weil es aus dem Brunnen kommt. Er führt auch regelmäßig und viel Wasser und dennoch war im Hochsommer durch das viele Beregnen oft der Brunnen kurzfristig leer. Die Tropfschläuche bringen jetzt das Wasser wesentlich gezielter zu den Pflanzen. Diesmal wird sicher ein entspannterer  Sommer.

Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Eine brauen Tonne voll mit Unkraut  habe ich aus den Beeten entfernt. Daher kommen die kaputten Hände. Im Sommer merke ich das gar nicht. Sicher ist die Haut da dicker und widerstandsfähiger. Jetzt nach dem ersten Einsatz in  Erde und Brennesseln war das Gefühl am Abend und dem Tag danach schon sehr unangenehm.

 (c) by Joachim Wenk
Ergebnis von etlichen Stunden Unkraut rupfen (c) by Joachim Wenk

Der Gemüsegarten im Vorfrühling

Gespannt bin ich auf das Frühjahr 2018. Ja ihr habt richtig gelesen: 2018. 
Das aktuelle Frühjahr ist so, wie jedes Frühjahr, seit ich den Garten hier habe. Das ist seit dem Sommer 2011. Es wird März, die Sonne scheint, die Erde ist optimal abgetrocknet für die Bearbeitung und die ersten Saaten. Aber ich habe keine Zeit, weil vorher andere Sachen im (Gemüse-)Garten erledigt werden müssen. Erst dann kann mit dem Boden angefangen werden. Dieses Jahr sind es die Bewässerungsschläuche, die ich versuche heute fertig zu bekommen. 
Letztes Jahr waren es die neuen Wege und Rabatten zu deren Seiten. Ein anderes Mal mußte erst das alte Gewächshaus abgerissen und das Neue samt Fundament errichtete werden. Oder die Gartenwege wurden mit großem Maschineneinsatz neu gemacht. Da blieb kaum Zeit für den Gemüsegarten, der an einer Seite sogar mit aufgegraben wurde.  Einmal mußte die Haselhecke mit 6 m Höhe abgeschnitten, entsorgt und das Beet überhaupt erst angelegt werden. Oder ganze der Gemüsegarten mußte, wie Phönix aus der Asche ,nach über 30 Jahren Hühnergehege, erst erschaffen werden. Daher meine Neugier auf 2018, ob dann alles so weit ist, daß ich tatsächlich, wenn es so weit ist, direkt mit der Bodenarbeit beginnen kann. 

 (c) by Joachim Wenk Gemüsegarten im März
hier könnte es endlich losgehen mit dem Gemüsebau (c) by Joachim Wenk

In den Saatkisten habe ich ja zu Weihnachten (Lauch) oder dann nach Lichtmess angefangen. Der erste Salat ist pikiert, Kohlgewächse sprißen, genau wie noch mal Lauch. Die leeren Töpfchen neben dem Salat enthalten Blumensamen einer Facebookfreundin. Ich bin ja mal gespannt, was die „gelben Blumen“ denn nun für Blumen sind.

erste Gemüsesämlinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
erste Gemüsesämlinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk 

Salat der Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk
Salat der Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk 

Zur Sicherheit, weil bisher nachts noch Frost kommt, habe ich die Vliestunnel darüber gestülpt.

Direkt in der Gewächshauserde sprießen schon munter Rukola, Asiasalat, Portulak, Feldsalat und Rettich. Der Salat ging hier nicht auf und auch die Kohlrabi nicht.

Blick ins Gewächshaus im März (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im März (c) by Joachim Wenk 

Frühe und mittelfrühe Kartoffeln sind zum Keimen ausgelegt.

Frühkartoffeln werden vorgekeimt (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln werden vorgekeimt (c) by Joachim Wenk 

Die Tomaten sind gesät und die Paprika sind dieses Jahr schön wie nie. Grund ist nicht nur die frühe Aussaat im Februar (wie jedes Jahr) sondern die Pflanzleuchte über ihnen. Die habe ich wegen dem irritiernd rosapinkfarbenen Licht fürs Foto aber ausgemacht.

Gemüsepaprika, Glockenpaprika und Wildchili (c) by Joachim Wenk
Gemüsepaprika, Glockenpaprika und Wildchili (c) by Joachim Wenk 

Geerntet wird neben Schnittlauch im Gewächshaus bereits von den Pilzen im Haus. Die Pilze bringen mittlerweile alle paar Tage ein paar erntbare Pilze, die dann für zwei Personen ausreichend sind. Die hier kamen in einen Nudelauflauf mit Erbsen und Lauch vom Sommer. Köstlich.

Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk
Sommerausternpilze (c) by Joachim Wenk 

Fischschmaus – eine nette Art des geselligen Beisammenseins in Franken

Fischschmaus – ein fränkisches Beisammensein

Am Samstag Abend hatten wir „Fischmaus“ bei Vollmond.

Bitte? Ich bin mir ja fast sicher, dass manche oder noch ein paar mehr,  es so lesen, wie ich es geschrieben habe und wie man es eben hier spricht. Korrekt allerdings müsste ich schreiben Fisch-Schmaus oder Fischschmaus. Jetzt wird dieses wenig bekannte Wort verständlich. Oder?

„Fischschmaus – eine nette Art des geselligen Beisammenseins in Franken“ weiterlesen