So wie die Jahrszeiten wechseln, ändern sich auch die Ernten im Gemüsebeet

Gartentagebuch vom Donnerstag, dem April 2017
Am Wochenende soll das Frühlingswetter wieder auftauchen. Wie für dieses Jahr üblich, habe ich genau dann keine Zeit für den Garten und so schreibe ich heute zum Abschluß einer Jahreszeiten-Etappe einen kurzen Zwischenstand. 

Die beginnende Apfelblüte läutet den Vollfrühling ein

Das Foto hier zeigt es. Der Apfelbaum beginnt zu blühen. Phänologisch bedeutet das, wir gleiten in den Vollfrühling hinein. Jetzt wird dann auch der Flieder blühen, die Eiche wird ihre Blätter entfalten. Buchen und Himbeeren bekommen ihre Blätter. Und hoffentlich wird es auch wieder wärmer. Ein ganzes Stück wärmer! Aktuell haben wir nachts noch knapp über dem Gefrierpunkt und bis Nachmittags steigen die Temperaturen ein wenig. Sie bleiben  aber immer deutlich von der zweistelligen Grenze entfernt. 
beginnende Apfelblüte (c) by Joachim  Wenk
beginnende Apfelblüte (c) by Joachim  Wenk
Im Gemüsegarten muß man zum Teil schon sehr genau hinsehen, um etwas zu sehen. 
Immerhin, die Erbsen sind gekeimt und durchbrechen die Erdoberfläche. 
die Erbsen keimen (c) by Joachim  Wenk
die Erbsen keimen (c) by Joachim  Wenk

Wenigstens der Gründünger wächst im Gemüsegarten

Zwischen den Reihen Meerrettich habe ich  Gründünger Phacelia gesät. Ich hatte nicht genug Mulch, um den nackten Boden zu bedecken. So dachte ich mir, daß die zarte Phacelia leicht ab zu hacken ist, wenn sie zu groß wird. Der Meerrettich ist eine große und robuste Pflanze und kommt sicher durch das Phaceliadickicht durch. Man sieht es nicht im Foto aber er treibt schon schön aus.

keimender  Gründünger: Phacelia (c) by Joachim  Wenk
keimender  Gründünger: Phacelia (c) by Joachim  Wenk
Apropos Gründünger. Auch vor den Tomaten habe ich es geschafft noch Gründünger zu sähen. Die Ackerbohnen sind gut aufgelaufen und entwickeln sich schön. Bevor die Tomaten gepflanzt werden, hacke ich sie ab. Das Kraut bleibt als Mulch liegen und die Wurzeln haben hoffentlich dann schon ein wenig Stickstoff gesammelt, der den Tomaten zur Verfügung steht. Rechts im oberen Bildrand sieht man die Erdbeeren. Ein paar Blüten waren schon offen und sind dem Frost zum Opfer gefallen. Aber es kommen noch ganz viele nach. 
Gründünger vor Tomaten: Ackerbohnen (c) by Joachim  Wenk
Gründünger vor Tomaten: Ackerbohnen (c) by Joachim  Wenk
Die Frühkartoffeln in der Tonne und dem erhöhten Beet sind allesamt trotz Vlies bodeneben ab gefroren. Bleibt zu hoffen, daß die Erde die Knollen ausreichend schützte und sie bald wieder durchtreiben. 

Es bleibt frostfrei – ab jetzt verdeckt kein Vlies mehr den Blick auf’s Gemüse

Weil also wirklich am Wochenende der Frühling kommen soll und nachts kein Frost mehr in Aussicht ist, habe ich die Gemüsebeete vom Vlies befreit. Das trübe und sonnenfreie Wetter heute war dafür gerade recht. Würde ich es machen, wenn es Frühlingswetter mit Sonnenschein hat, kann das Sonnenlicht die Blätter verbrennen. Sonnenbrand am Salat wäre das dann. 
Es ist wirklich ein Highlight  dieses Frühlings, daß das Gemüse so wahnsinnig toll im Beet steht. Alles hat die klirrenden Frostnächte unterm Vlies überstanden. 
Das Vlies hätte vielleicht noch bleiben können. Ich ziehe aber  Beete vor in denen ich das Gemüse sehe. Mich an seiner Entwicklung freuen kann und beobachte, ob Schnecken auftauchen. All das ist unter dem schützenden Vlies nicht möglich. 
Gemüse Mischkultur (c) by Joachim  Wenk
Gemüse Mischkultur (c) by Joachim  Wenk

das Gemüse hat die Fröste unterm Vlies gut überstanden (c) by Joachim Wenk
das Gemüse hat die Fröste unterm Vlies gut überstanden (c) by Joachim Wenk

der noch kahle Gemüsegarten Ende April  (c) by Joachim Wenk
der noch kahle Gemüsegarten Ende April  (c) by Joachim Wenk
Auch das Vlies vom Säulenobstbaum  und vom Wein ist ebenfalls abgenommen. Ein Wein hat seine Knospen an den Frost verloren. Bei den anderen Pflanzen sieht es ganz gut aus. Die nächsten Tage werden zeigen, wie er weiter treibt. 

Die erste Ernte ist abgeschlossen auch hier wechseln wir in die nächste Phase

Seine Ernte geht nun zu Ende. Der Bärlauch treibt seine Blüten. Wir haben gut davon geerntet, ihn gar zu Pesto gemacht und damit die Saison verlängert. Jetzt ist der Bärlauch-Appetit dann auch wieder gestillt. Schließlich kommt so nach und nach weiteres Würzkraut zur Ernte. 
der Bärlauch beginnt zu blühen, die Ernte ist beendet (c) by Joachim Wenk
der Bärlauch beginnt zu blühen, die Ernte ist beendet (c) by Joachim Wenk
Wenn man also den  Bärlauch blühen lässt und die Samen ausreifen dürfen, erhält man im folgenden Jahr folgendes Bild. Wie jedes Jahr gibt es reichlich Bärlauchsämlinge, die man verpflanzen oder an Ort und Stelle stehen lassen kann. 
der Bärlauch hat sich reichlich selbst ausgesät (c) by Joachim Wenk
der Bärlauch hat sich reichlich selbst ausgesät (c) by Joachim Wenk
Apropos anderes Würzkraut. Kennt ihr das hier? 
Ja, Schnittlauch ist jetzt der Nachfolger vom Bärlauch. Hier sieht man aber etwas anderes. Ich habe diese Pflanze wirklich lieben gelernt. Es ist die Winterheckenzwiebel. Man pflanzt sie und ernten immer wieder die grünen Halme. Genau wie beim Schnittlauch, nur dass man hier von den dicken Halmen keine ganzen Büschel abschneiden muß. Sie treibt fortwährend den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein. Im Winter ist sie weg und kommt dann im Frühjahr wieder. Ein sehr pflegeleichtes Gewürz, das ich nur empfehlen kann. 
pflegeleichtes Gewürzkraut: Winterheckenzwiebel (c) by Joachim Wenk
pflegeleichtes Gewürzkraut: Winterheckenzwiebel (c) by Joachim Wenk
Zum Schluß noch ein paar Farbkleckse. Die Tulpen blühen oder stehen kurz davor. Hier ist das kalte Wetter wirklich hilfreich, weil sie dabei viel länger blühen und ich mich an ihnen erfreuen kann. 

Die kalten Temperaturen haben auch Vorteile! Die Tulpenblüte dauert so viel länger

Mit den Tulpenbildern verabschiede ich mich und wünsche ein schönes verlängertes Wochenende. 
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk

farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk

farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
farbenprächtige Tulpen (c) by Joachim Wenk
die weißen Tulpen werden als nächstes aublühen (c) by Joachim Wenk
die weißen Tulpen werden als nächstes aublühen (c) by Joachim Wenk
PS für diejenigen, welche das Terrassenprojekt interessiert verfolgen. Die Platten sind verlegt. Jetzt müssen noch an den Rändern einige eingeschnitten werden. Dann kommt das Fugenmaterial drauf und der Weg wird angepasst. Bis zur Geburtstagsfeier am 10. Mai soll dann alles fertig sein. Der Countdown läuft…
neue Terrasse ist bald fertig (c) by Joachim Wenk
neue Terrasse ist bald fertig (c) by Joachim Wenk

Karpfen räuchern – eine schmackhafte Variante, den fränkischen Karpfen zu zu bereiten

Geräucherter Karpfen frisch zubereitet

Ich habe ja bereits berichtet, wie wir unsere Karpfen normaler Weise zubereiten. In Monaten mit R ist Karpfensaison und  da gibt es sie bei uns, wie im Rest Frankens, klassisch „gebacken“. Also paniert und frittiert.

eigener Karpfen frisch zubereitet: slowfood, regional, saisonal, bio, nachhaltig und einfach köstlich

Nun haben wir beim Weiher-Umfischen letztes Wochenende noch einen Karpfen in der Hälterung gehabt und dann zum Abendessen zubereitet, wie wir es schon lange nicht mehr gemacht haben.

Er wurde geräuchert. Vom Ergebnis waren wir alle so angetan, daß wir beschlossen, diese Garmethode nun wieder fest in die Monate mit „R“ zu integrieren.

Karpfen räuchern in der  Räucherschale

Zum Räuchern haben wir eine Räucherschale. Im Schalenboden ist eine Mulde, die mit Sägemehl gefüllt wird. 

Karpfen räuchern : Sägemehl kommt in die Mulde des Behälterbodens (c) by Joachim Wenk

Karpfen räuchern : Sägemehl kommt in die Mulde des Behälterbodens (c) by Joachim Wenk

Das Sägemehl wird mit einer Platte, die Abstandhalter zum Grillschalenboden eingearbeitet hat, abgedeckt.

Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk

Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk

Auf die Räucherroste kommt nun das Räuchergut. Bei uns ist es ein erst halbierter und dann geviertelter Karpfen. Die Haut bleibt dran. Gewürzt wird wie beim „backen“ mit Salz und Pfeffer. Mit der Haut nach unten werden die Karpfenteile auf das Gitter gelegt.

Karpfen räuchern : gewürzte Karpfenstücke mit Haut auf den Räuchrerosten verteilen (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : gewürzte Karpfenstücke mit Haut auf den Räuchrerosten verteilen (c) by Joachim Wenk

Jetzt entzündet man die  Brenner im Stövchen unter der Räucherschale.

Karpfen räuchern : Brenner entzünden (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Brenner entzünden (c) by Joachim Wenk

Die Räucherschale wird mit dem Deckel verschlossen und auf den Brennern platziert. Jetzt ist genug Zeit, den Tisch zu decken und noch ein paar Radieschen und frischen Schnittlauch aus dem Garten zu holen.

Karpfen räuchern :  Räucherbehälter mit den Karpfenstücken und dem Sägemehl auf die Brenner stellen (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern :
Räucherbehälter mit den Karpfenstücken und dem Sägemehl auf die Brenner stellen (c) by Joachim Wenk

Nach etwa 20 Minuten ist es so weit. Die Haube wird geöffnet und man kann sehen, ob das Räuchergut gar ist.

Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk

Bei unserem Karpfen war das der Fall. So frisch geräuchert mit einem Butterbrot und Schnittlauch ist das einfach ein Gedicht.

Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk

Vom Sägemehl bleibt nicht mehr viel übrig. Und die Räucherschale hat eine praktische Haushaltsgröße. Sie ist in der Küche schnell wieder gereinigt und bereit für das nächste Mal.

Karpfen räuchern : vom Sägemehl ist nicht mehr viel übrig geblieben (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : vom Sägemehl ist nicht mehr viel übrig geblieben (c) by Joachim Wenk

Flammende Tulpen, ein Werbegeschenk das mißmutig stimmte und das fränkische Pflichtgewürz

Gartentagebuch vom Samstag den 22. April 2017

Das Wetter ist sicher typisch für den Monat April. Das heißt aber nicht, daß es mir gefällt und ich den ganzen Tag im Garten arbeiten möchte. Es ist  recht frisch und  ein kalter  Wind fegt durch den Garten. Wirklich auffällig ist das stete Auf und Ab der Temperaturen und des Sonnenscheines. 
Dummerweise haben der Rhythmus des Wetters und mein Arbeits-Freizeit-Rhythmus entgegengesetzte Schwingungen. Das geht nun schon seit Wochen so. Ich kann immer Samstag und am Mittwoch im Garten nach Herzenslust arbeiten (Sonntag auch, aber da dann eher nur leichtes Garteln, es ist schließlich ein Ruhetag). Nun zeigt sich aber, daß das Wetter sehr konsequent und hartnäckig immer an diesen Tagen die Sonne verweigert und viele Grad weniger in der Luft liegen, als just an den Tagen, die ich komplett weggesperrt auf der  Arbeit verbringe. 
Gestern, Freitag, gab es Sonne und milde Temperaturen. Als wir nachts heim fuhren hatte es noch immer 10°C. 
Heute am Samstag schafft es das Thermometer mit Hängen und Würgen gerade mal auf 7°C. Die Sonne fehlt komplett und dann kam auch noch Nieselregen. Aber nicht zu früh freuen über den erhofften Regen, es waren nur 2l die herunter kamen. 
Gut, daß ich mir schon viele Notizen in mein Aufgabenbuch gemacht hatte und nun einfach auswählen konnte, was bei dieser Wetterlage trotzdem zu schaffen ist. Damit war der Tag nicht vollends ergebnislos. 
Einzig die Hauptaufgabe, das Pflastern der Terrasse, litt arg unter dem Wetter. Das heißt, daß nur die Hälfte von dem geschafft wurde, was dem Tagesziel entsprochen hätte. Aber hallo! Die Hälfte heißt, daß die Hälfte der Terrasse mit den neuen Platten ausgelegt ist. Das ist doch schon sehr schön. Und es gefällt uns, wie es wird. Immerhin haben wir die Platten seit Oktober im Garten liegen und überlegen, wie sie sich wohl ausgelegt auf der Terrasse einmal machen werden. 
Terrasse halb fertig gepflastert (c) by Joachim Wenk
Terrasse halb fertig gepflastert (c) by Joachim Wenk
Die eisigen Nächte der letzten Tage haben ihren Tribut gezollt und doch fast alles am Leben gelassen. Ein paar Spuren sieht man, aber die werden, wenn es wärmer wird, bald vergessen sein. 

Feuer und Flammen  im Frühlingsbeet

Durch die Kälte habe ich länger etwas von den schönen Tulpenblüten. Bei praller Sonne und 25°C wären sie binnen weniger Tage hinüber.
Zum ersten Mal habe ich wieder diese verrückten Papageitulpen. Die Sorte hatte ich vor vielen Jahren schon im Hinterhofgarten in den Blumenkübeln. Vergangenen Sommer, auf der Gartenschau, entdeckte ich sie beim Blumenzwiebelstand und nahm sie sofort mit. 
Ein Flammeninferno in Rot und Gelb und Orange mit grünen Flammen. Der explodierende Frühling im Beet. Genau mein Geschmack. 
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk
Papageitulpe (c) by Joachim Wenk

Ein Werbegeschenk das mich verbitterte

Die rot-gefüllte  Tulpe an der Scheune hat auch etwas von prallem Frühlingsgefühl. Eigentlich ärgerte ich mich fast schon über diese und andere Zwiebeln. Als ich anfing zu bloggen, bekam ich einmal von einer Firma ein Paket Zwiebeln geschickt, mit der Bitte darüber zu schreiben. Das übliche Vorgehen und mir aber neu. Ich freute mich über das Präsent. Gleichzeitig las ich aber in anderen Blogs, die auch von der Firma beschenkt wurden, über deren Zwiebelsortiment. Ich bekam die einfachen, Allerweltssorten, während die bloggenden Damen edle Zwiebeln in sehr vornehmen und dezenten Farben bekamen.

Was sagt mir das, daß ich die plumpen, einfachen und derben Sorten bekam und nicht die feinen und zarten außergewöhnlichen Exemplare? Ich war wirklich  ein bisschen sauer. Dennoch hatte ich aber nun mal die Zwiebeln kostenlos erhalten. Also schrieb ich über das Paket und versteckte sie in der Erde. Seither muß ich jedes  Frühjahr an diese  Begebenheit denken. Ich habe für alle einen passenden Platz gefunden und so im Beet machen sie sich dann doch erstaunlich gut und gefallen mir. Auch ohne den Hauch von Luxus und Noblesse, den andere vielleicht ausstrahlen würden.

Und psst, aber nicht weiter sagen: Luxus und Noblesse passen dann ja auch wirklich nicht in meinen Garten. Jetzt hat er sich entwickelt und seinen eigenen Stil gefunden. Das aber konnten die von der Firma damals aber noch nicht wissen. Sauer bin ich also immer noch. Was hatten die nur für ein Bild von mir?

rot gefüllte Tulpe (c) by Joachim Wenk
rot gefüllte Tulpe (c) by Joachim Wenk

Die folgenden Tulpen habe ich mir selbst ausgesucht. Sie gefallen mir jedes Jahr wieder. Und sie werden auch immer mehr glaube ich. Weniger jedenfalls sind sie noch nicht geworden.

fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk

fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen (c) by Joachim Wenk

fliederfarbene Tulpen und weiße Narzissen (c) by Joachim Wenk
fliederfarbene Tulpen und weiße Narzissen (c) by Joachim Wenk

Fernwirkung allerdings haben die wenigen blühenden Zwiebeln im großen Staudenbeet noch nicht. Vielleicht spielt da ja aber auch das trübe Wetter eine Rolle.

 Staudenbeet im  April (c) by Joachim Wenk
 Staudenbeet im  April (c) by Joachim Wenk

Salat und  Zwiebeln dürfen ins Gemüsebeet, während die anderen noch nicht raus können

Gemüse auspflanzen stand ganz dick markiert in meiner Aufgabenliste. Meine vorgezogenen Pflänzchen sind wunderbar geworden und müssen dringend ins Beet. Vor der Frostperiode wollte ich sie aber auch nicht raus setzen. Heute habe ich dann auch nur den Salat und einen Teil der gesäten Zwiebeln ins  Beet gebracht. Ein Vlies kam anschließend auf alle Fälle noch einmal darüber. 
frisch gepflanzter Salat (c) by Joachim Wenk
 frisch gepflanzter Salat (c) by Joachim Wenk

Rotkohl, früher Weißkohl und Blumenkohl scharren wirklich schon mit den Hufen, dass es endlich losgehen kann mit dem Wachsen im Freien.

emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
emüsejungpflanzen im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Meine geäugelten Kartoffeln, Kellerüberbleibsel vom letzten Jahr (Rosa Tannenzapfen) wachsen auch kräftig. Da ich sie während der letzten Tage nach innen holte, schossen sie mir trotz Pflanzenleuchte etwas gakelig in die Höhe. Heute habe ich sie wieder raus gestellt ins Gewächshaus. 
geäugelte Kartoffeln fangen an zu treiben  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln fangen an zu treiben  (c) by Joachim Wenk

Das fränkische Pflicht-Gewürz

Ein Pflanzenpaket vom Rühlemann kam per Post. Letztes Jahr hatte ich so leckeren Majoran gesät und gepeppelt. Sehr zarte Pflänzchen waren das, aber lecker und so aromatisch. Ich dachte es wäre eine mehrjährige Angelegenheit. Dem war aber nicht so und weil sie mir so schwer gelangen und so mickrig waren, kaufte ich mir  diesmal ein paar fertige Pflanzen einer anderen Sorten. Jetzt bin ich gespannt auf diesen Majoran. Majoran muß einfach sein. Und in Franken ist er  sowieso ein Pflicht-Gewürz.

Jedenfalls gibt es diesmal drei Töpfchen italienischen Majoran. Majorana hortensis, eine angeblich robuste Sorte.

dreimal italienischer Majoran und eine Stevia (c) by Joachim Wenk
dreimal italienischer Majoran und eine Stevia (c) by Joachim Wenk

Und weil er mir im Katalog so gut gefiel, einen kretischen Majoran . Origanum dictamus. Er soll im Topf besser gedeihen als im Boden. Wie man an den lateinischen Namen erkennt, muß Majoran nicht unbedingt Majoran heißen.  Es gibt da verschiedene Arten, die nach Majoran schmecken. Ich habe einmal  recherchiert. Echter Majoran ist glaube ich der Origanum majorana. Mir war das aber dann schon fast zu kompliziert. Eine Wissenschaft für sich. Nun kaufe ich einfach, was als deutsche Bezeichnung Majoran am Etikett stehen hat. Mein italienischer und der von Kreta haben, das wurde selbstverständlich sofort getestet, ein deutliches Majoran-Aroma. Mehr will ich ja gar  nicht. Und der Kreta-Majoran gefällt mir schon jetzt. Er soll auch sehr schön blühen.

Kreta - Majoran (c) by Joachim Wenk
Kreta – Majoran (c) by Joachim Wenk
Majoran topfen und Tomaten mit Stützen versorgen, das geht auch beim Regenschauer im Haus. 
Tomaten Jungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Tomaten Jungpflanzen (c) by Joachim Wenk
Feigen gehen wohl bei uns doch auch nur im Haus und nicht im Freien. Jedenfalls nicht  zu dieser  Jahreszeit, wenn derartige Temperaturen des nächtens ihr Unwesen treiben. Jetzt kann ich sie doch noch deutlich zurück schneiden. Das hatte ich angesichts der vielen kleinen, neuen Feigenfrüchte gelassen. 
Feige ist erfroren (c) by Joachim Wenk
Feige ist erfroren (c) by Joachim Wenk

Amaryllissämlinge werden verpflanzt

Vielleicht erinnern sich manche ja auch noch an vergangen Sommer. Da habe ich aus den Samen meiner Amaryllis selbst Jungpflanzen gezogen. Die wurden getopft, verbrachten den Winter auf der Fensterbank, bekamen Schildläuse und fangen jetzt wieder an zu wachsen. Die Töpfe sind zu klein und  ich weiß nicht, was ich mit so vielen Amaryllis anfangen soll. Jedenfalls stehen jetzt etliche in Schalen. Kirschkerngroße Zwiebelchen haben die bereits unter der Erdoberfläche. 
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk

Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Amaryllis-Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Der Sämlinge meiner Leuchterblume wächst auch schön langsam vor sich hin. 
Leuchterblume-Jungpflanze  (c) by Joachim Wenk
Leuchterblume-Jungpflanze  (c) by Joachim Wenk
So jetzt mache ich hier Feierabend. Immerhin bekommen wir gleich noch Besuch. Heute gibt es frisch geräucherten Karpfen zum Abendessen. Eine wirklich köstliche Rarität, die  ich nicht verpassen darf.

Nach eisiger Frühlingsnacht: hängende Köpfe und Herzen wohin das Auge sieht

Gartentagebuch vom Donnerstag,  24. April 2017

Die erste bitterkalte Frühlings-Frostnacht liegt hinter uns: ein Resumee

Gestern noch bezeichnete ich das Wetter als manisch-depressiv. In einer Minute himmelhoch jauchzend mit Sonnenschein vom blauen Himmel. Sofort darauf ist alles zu Tode betrübt mit dunkelgrauen Wolken, Graupelschauern und eisigem Wind. 
Angesichts dieses typischen April-Wetters und der entsprechenden Wettervorhersagen für die Nacht versuchte ich zu schützen, was nur möglich ist. Den ganzen Garten mit Vlies einpacken wäre nicht möglich und wohl auch nicht notwendig. 

Alle Pflanzen beugen sich nach unten

Die erste Nacht mit richtig Frost  liegt nun hinter uns. Was mich heute morgen im Garten erwartete war zwar schon Sonnenschein, aber dafür lauter höchst depressiv wirkende Pflänzchen allerorten in den Beeten. 
Wo ich hinblicke, lassen sie die Köpfe hängen und haben sich zutiefst in Demut oder um Gnade bittend zu Boden gebeugt. 
Gut eine Ausnahme ist die Kaiserkrone. Sie macht ihrem hochherrschaftlichen  Namen alle Ehre und verweigert die demütige Verbeugung. Dafür aber hängen ihr die Schopfhaare recht bedröppelt ins Gesicht….
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Kaiserkrone nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
 Mein Mini-Maxi-Thermometer zeigte 4,6°C unter Null als tiefste Temperatur in der Nacht. Tags wurden es gegen Nachmittag bei viel Sonnenschein immerhin noch 7°C. 
-4°C am Morgen  nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
-4°C am Morgen  nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Und nun seht selbst. Ist das nicht wirklich auffällig, wie sich alle Pflanzen verneigen? Jetzt nur nicht anfassen oder bewegen. Sie richten sich, wenn es taut selbst wieder auf. Bewegt man sie jetzt und macht an ihnen herum verletzt man sie und sie nehmen Schaden.

Lenzrosen nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Lenzrosen nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Ob die Feigen und die junge Blätter das schadlos überstehen?

Feigenbaum nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Feigenbaum nach  Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Tulpen und Narzissen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen und Narzissen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Meine Frostschutzmaßnahmen im Gewächshaus zeigen Wirkung.

Im Gewächshaus lag die Minimaltemperatur bei -0,7°C. Stegdoppelplatten halten auch nicht viel Wärme drinnen. Meine Wärmespeicher in Form von Wasserbehältern, Betonplatten als Weg, Pflastersteinen in den Pflanzreizhen und die Petroleumbrenner haben die letzten  Nächte etwa 4° Temperaturunterschied zum Freiland geschafft. Sogar jetzt bei diesen deutlichen Minusgraden ware es wieder etwa 4 Grad. Allerdings hatte es leichten Frost, wie man manchen Blättern ansieht. Auch sie biegen sich nach unten und wirken stellenweise glasig. Da es sich dabei um frühen Kohl oder wie im Bild hier um Rauke handelt, macht mir das kein Kopfzerbrechen. Die stecken das weg. Die Selleriejungpflanzen habe ich ins beheizte Innere geholt. Sie würden zwar nicht erfrieren, aber bilden, nach so einem Kälteschock unter Umständen auch keine Knollen aus, wenn sie dann im Beet stehen. Das wollte ich natürlich vermeiden. Auch die Andenbeere hatte ich wieder ins Haus geholt.

Rauke im Gewächshaus nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rauke im Gewächshaus nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

 Erfrieren alle (Beeren-)Obst-Blüten bei Temperaturen unter Null Grad?

Erfrieren wohl Johannisbeerblüten auch, genau wie  Walnußblüten oder Kirschblüten? Wenn das der Fall ist, dann bekomme ich dieses Jahr keine Johannisbeeren. Weiß jemand, ob sie auch durch den Frost kaputt gehen? Das würde mich interessieren.

schwarze Johannisbeere nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeere nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Die Rosen haben schon so schön ausgetrieben. Der Rambler hier hat wohl nur die Blätter gerollt, aber keinen Schaden genommen. Andere Rosen zeigen gegen Abend, daß die Blätter geschädigt sind. Sie haben sich nicht erholt und hängen schlapp an den Trieben.

Rosenlaub nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rosenlaub nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Sogar harte Wildkräuter wie der Rainfarn beugen sich fröstelnd zu Boden.

Rainfarn  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Rainfarn  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Die Schneebeere lässt den Kopf hängen. Mit Kälte und Schnee hat sie wohl nichts am Hut.

Schneebeeren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Schneebeeren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Der Wermut macht schlapp…

Wermut nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Wermut nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

… und die Tulpen wollen ihre Köpfe in den Sand stecken.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Der kaukasische Rankspinat ist sehr frosthart. Nach der Frostnacht hängt aber auch er erst mal recht schlapp in den Seilen.

Die Amseltränke ist fest gefroren, wie auch das andere steinerne Vogelbad im Vorgarten.

Wirklich fast schon witzig diese Bilder heute morgen im Garten.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Narzissen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Narzissen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Hier sieht man selbst am Foto, wie bitter kalt es war. Die Akelei hat sicher arg gefroren, so bedeckt mit den spitzigen Eiskristallen. 

Akelei mit Eiskristallen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Akelei mit Eiskristallen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Und oh weh, hoffentlich geht das gut. Die Pfingstrosen machen eine ganz tiefen Hofknicks. Ihre Köpfe berühren direkt den Boden dabei.

Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Pfingstrosen in tiefer Verbeugung  nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Und wieder Hängetulpen.

Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Sogar die stolzen Fliederkerzen hängen wie in der Sonne gebogene Wachskerzen in einem Kandelaber nach unten.

Fliederblüten hängen   nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Fliederblüten hängen   nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Tränendes Herz wegen tränendem Herz

Bei diesem Bild bin dann auch ich eher depressiv als manisch. Mein Herz tränt, beim Anblick des tränenden Herzens. Im ersten Moment meint man, daß das Tränende Herz (hier das weiße, wobei das rote ebenso aussieht) es genau wie die anderen macht. Zum Schutz vor der Kälte duckt es sich ganz dicht auf den Boden….

tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Leider weiß ich dann gegen  Abend, daß es hier nicht so ist. Es ist kaputt. Erfroren. Die Stiele mit den wunderbar romantischen Frühlings-Herzen sind allesamt gebrochen und geborsten. Hier richtet sich nichts mehr auf. Der Blütentraum währte nur sehr kurz und nun muß ich wieder 12 lange Monate auf seine Blüte warten.

tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
tränendes Herz ist erfroren nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpen mit  Hängeköpfen nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

Die rote Tulpe macht doch wirklich eine irre Verbeugung. Oder?

Tulpe mit  Hängekopf in tiefer Verneigung nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk
Tulpe mit  Hängekopf in tiefer Verneigung nach  Frühlings-Frostnacht (c) by Joachim Wenk

 Jedenfalls ist jetzt die zweite Eisnacht in vollem Gange. Mal sehen was morgen ist. Dann wird es wieder wärmer. Nicht warm, aber wärmer.  Am Wochenende muß ich dann die Säulenobstbäume einmal aus dem Vlies befreien. Wenn die Blüten darunter überlebt haben müssen sie schließlich auch noch bestäubt werden, sonst hätte ich sie ja auch erfrieren lassen können. Also freien Anflug für Bienen und weg mit dem Vlies. Wenn es, wie angekündigt, nachts wieder 0°C werden, muß ich es abends wieder drüber machen. Was für anstrengendes Wetter gerade !

Wie ich Obstblüten, Weinstöcke und Gemüse im Gewächshaus vor der Eiseskälte im April schütze

Gartentagebuch vom Mittwoch, den 14. April 2017

manisch-depressives Wetter

Manisch-depressiv. So würde man wohl einen Menschen bezeichnen, dessen Charakter und Stimmung in gleicher Bandbreite und binnen Sekunden variieren, wie das heute beim Wetter der Fall ist. 
Ostermontag ging es los. Das warme trockene Frülingswetter war von einem Tag zum anderen verschwunden. Kalt war es zum Osterausklang. Sehr kalt und mit leichtem Regen. Die Wettervorhersagen prophezeiten Aprilwetter, wie es im Buche steht. Und sie behielten tatsächlich recht. 
Geschlossene Scheedecke, Eiseskälte, Nachtfrost, Sonne pur und düsterste, angsteinflößende, vom Sturm gepeitschte Wolkengebirge. Alles was möglich ist, wird gerade geliefert. 
Am Nachmittag entstanden die beiden Fotos hier im Garten. Die Sonne hat überhaupt keinen Funken Feuer in sich. 3°C hat es, wenn sie ohne Wolken vom Himmel strahlt. Die gleichen 3°C hat es aber auch, wenn düstere Wolken immer wieder Schneeflocken verlieren. 
Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Hausbaum vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten vor Aprilhimmel (c) by Joachim Wenk

Ist es Schnee oder sind es weiße Blüten auf den Sträuchern im Garten?

Dass ich heute nicht viel im Garten machen werde, war mir ja seit Tagen klar. Immer wieder und wieder schaute ich auf die Wetter-App. Aber es ist eben diese Woche blöd kalt und basta. Ich stehe also morgens auf, blicke aus dem (mit Fliegengitter versehenen) Schlafzimmerfenster und weiß es nun gewiß. Das wird nicht mein Lieblings-Gartentag. Denn, auch wenn es so aussieht wie gerade überall hier in Franken in der Landschaft, das Weiß auf den Sträuchern sind keine Blüten wei bei den vielen Schlehensträuchern in den Hecken. Es ist wirklich Schnee. 
Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk
Schnee liegt wie Blütenblätter auf den Sträuchern im Garten (c) by Joachim Wenk
Bevor es runter zum Frühstück geht noch ein Blick zur anderen Gartenseite. Ja, es ist wirklich Schnee. 
Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Erstfrühling (c) by Joachim Wenk

Der Hund muß raus und ich muß schnell wieder rein. Du meine Güte, wie kalt doch 0°C sind….

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk
Palmen im Schnee (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Schnee Ende April im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk
Katzenminze unterm Schnee  (c) by Joachim Wenk

Wie schütze ich Obstblüten und Weinstöcke vor der frostigen Nacht

Das Aprilwetter zwingt mich zu einer Pause in den Gartenarbeiten. Sonderlich viel Sorgen muß ich mir nicht machen. Die Kübelpflanzen sind wieder eingeräumt. Die schon treibenden geäugelten Kartoffeln nebst anderen Gemüsejungpflanzen aus dem Gewächshaus stehen ebenfalls wieder im beheizten und beleuchteten Palmenhaus. Den Wein, der bereits zu treiben beginnt, habe ich in Vlies gepackt. Ob das was bringt werde ich sehen. Zumindest weiß ich künftig dann, ob es sich lohnt oder nicht. 
Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Weinstöcke im Weinberg (c) by Joachim Wenk

Da, genau wie vergangenes Jahr, die Woche Wintereinbruch Ende April exakt mit der Kirschblüte übereinstimmt, habe ich meinen Säulenkirschbaum auch mit Vlies umhüllt. Daneben die ebenfalls in voller Blüte stehende Birne auch. 2016 viel meine Kirschenernte komplett aus, weil der Frost die Blüten kaputt machte und ausserdem nichts flog, was sie hätte bestäuben können. Nun teste ich einfach einmal, ob es ausreicht, den Baum in Vlies zu wickeln.

Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk
Frostschutz aus Vlies für die Säulenobstbäume (c) by Joachim Wenk

Wärmespeicher und Petroleum-Heizung im Gewächshaus

Im Gewächshaus hatte es heute morgen 5°C während draußen 0°C waren. Das ist beruhigend. Ich habe auch meine beiden kleinen Paraffinbrenner laufen. Die brennen mindestens 2 Tage durch und schützen so auch, wenn man nicht daheim ist. 
Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Petroleumheizung für Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ein Wasserfass mit Wasser, etliche Kanister und Gießkannen mit Wasser sollen die Wärme speichern und Nachts an die Umgebung abgeben. Gleiches tun die Betonplatten der Wege und sonstige Steine im Haus. 
Heute Nacht sollen sogar -4°C kommen. Da bin ich wirklich gespannt, wie die tiefste Temperatur morgen früh am Thermometer sein wird. 

Im Gewächshaus wachsen Feldsalat, Asiasalat, Rucola, Rettich und andere Jungpflanzen

Vom Feldsalat habe ich heute das erste mal geerntet. Erst ging er ewig nicht auf, dann keimte er auch noch unregelmäßig. Ich dachte ich werden nichts ernten. Nun aber ist er so weit, daß ich einzelne Blätter abrupfen kann. Zusammen mit dem Beikraut (Löwenzahn, Baumspinat) und etwas Rukola und Asiasalat gab es eine schöne große Schüssel ersten Frühlingssalat zum Mittag essen. 
Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Feldsalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Als zusätzlichen Wärmepuffer habe ich heute noch ein 60 l Fass mit Wasser gefüllt auf den Weg gestellt. Zwischen den Reihen habe ich Wellpappe ausgelegt. Als Ersatz für sonstiges Mulchmaterial, das gerade knapp ist. Die Pappe bedeckt wenigstens den Boden und die Organismen können im feuchten und dunklen Milieu gut arbeiten.

Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus mit Gemüsejungpflanzen und verschiedenen Salaten  (c) by Joachim Wenk

Rettich und Rucola im Gewächshaus.

Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi, Rettich und Rucola im Gewächshaus mit Wellpappe-Mulch  (c) by Joachim Wenk

Asiasalat, von dem ich immer einzelne Blätter als Farb- und Geschmacksattraktion in den Salat pflücke.

Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Asisasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Die Kohlpflanzen müssten dringend raus ins Beet. Allerdings mag ich sie nun nicht aus dem kuscheligen Gewächshaus raus in Frost und Schnee setzten. Vielleicht sieht es aber am Wochenende schon anders aus.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Nochmal Kohl, daneben Salat. Im Regal auch wieder Wasser-Wärme-Speicher für frostige Nächte.

Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Gemüsejungpflanzen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Schnittlauch und Blutampfer ausgepflanzt im Gewächshaus trieben als allererstes im Frühjahr aus und werden nun schon seit Wochen beerntet. Daneben im Topf mein echter, richtige Mammutbaum aus San Franzisco.

Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Mammutbaum, Blutampfer und Schnittlauch im  Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Mutters Tomaten habe ich heute noch pikiert. Das konnte ich ja drinnen machen und mußte nicht raus in die Kälte dazu.

pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk
pikierte Tomatenjungpflanzen (c) by Joachim Wenk


Welche Art Sichtschutz passt zu unserer Terrasse?

Gegen Abend gingen wir dann doch noch etwas in den Garten. Ich zupfte Unkraut in den Staudenbeeten und Volker machte an der neuen Sichtschutzwand hinter der Terrasse weiter. Die Hälfte ist fertig. Lange überlegten wir, welche Art Sichtschutz wir hinter der Terrasse zum Nachbarn hin anbringen. Optisch sollter er passen und nicht zu sehr auftragen. Die bestehenden Haselnußsträucher müssen integriert werden. Ich glaube diese Lösung ist wirklich optimal. Die senkrechten Palisaden erinnern an die senkrechten Zweige und Äste der Haselnüsse. Sie fügen sich sehr gut ein.

Am Samstag wollen wir Pflastern. Ob das mit dem Wetter klappen wird?

Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk
Palisadenwand als Sichtschutz hinter der Terrasse (c) by Joachim Wenk

Kompost-Tee zubereiten und ausbringen

Humusgehalt im Boden verbessern, aber wie?

Die Bodenproben bezeugten es, ich habe keinen Humus im Boden

Manche von euch erinnern sich vielleicht an die hier vor wenigen Wochen besprochenen Ergebnisse der Bodenproben aus meinen Gemüsegarten. Die Hauptnährstoffe sind ganz deutlich im Ungleichgewicht. Was mich aber noch viel mehr irritierte und ratlos machte ist die Aussage, daß es absolut an Humus fehlt.

Der Humus im Boden und damit das Bodenleben sind aber die Voraussetzung für gesunde und gut wachsende Pflanzen. Ich weiß das ja eigentlich, mulche daher den ganzen Sommer, sähe im Herbst, wo es geht Gründünger aus und bereite schon immer selbst Kompost aus all den organischen Abfällen. Aber in den Jahren, die seit den ersten Bodenproben vergingen, hat sich nichts verbessert in meinem Boden. Die Werte sind eher schlechter und damals wie heute habe ich keinen Humus im Boden.

Mein alleroberstes Ziel in diesem Jahr ist es also, den Humusgehalt im Boden zu verbessern oder überhaupt erst aufzubauen. Dies wird wohl etliche Jahre dauern, aber ich muß es ernsthaft und nachhaltig beginnen.

Mulchen ist also angesagt, aber mit was?

Wie ich gerade in meinem neuen Gartenbuch lese, ist für den Humusgehalt, noch mehr als der Kompost einmal im Jahr, der ständige und ausgiebige Mulch auf dem Gartenboden verantwortlich.

Woher aber auf einmal so viel  Mulchmaterial nehmen? Der Rasen wird jetzt bald sehr häufig gemäht. Bis jetzt aber haben wir erst einmal gemäht und das war noch nicht sehr ergiebig.

Ich hole erst einmal  meinen Häcksler raus und mache alles kurz und klein, was ich finde. Sogar Wellpappe von Kartons wird geschreddert. Hauptsache der Boden liegt nicht unbedeckt in den Beeten.

Auch jeden noch vorhandenen Ast oder Stamm vom Heckenschnitt kam in die Maschine. Gerade das werde ich aber sehr aufmerksam beobachten. Bis jetzt ließ ich das nie mehr in die Beete gelangen. Beim Verrotten holzigen Materials wird viel Stickstoff gebraucht. Der steht den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung. So zumindest habe ich es oft gelesen. Und zu Beginn meiner Zeit in diesem Garten hatte ich es sogar erlebt, daß die Pflanzen daran fast kaputt gingen. Nun muß ich aber lesen, daß zum Verrotten zwar der Stickstoff benötigt wird, aber im ewigen Gleichgewicht der Natur ist es eben nicht der Fall, daß er den Pflanzen geraubt wird. Auch hier bei meinen Kommentaren zu meinen Texten im Blog,  konnte ich bereits mehrmals davon lesen, wie toll eine dicke Schicht Häcksel dem Boden tut.

Es ist an der Zeit, das einfach noch einmal zu probieren.

Jetzt ist alles abgedeckt. Am Wochenende ist wieder Rasenmähen angesagt. Und neue Wellpappe, die wir nahezu unbegrenzt im Geschäft erübrigen können, habe ich ebenfalls mit heim gebracht.

Mulchen, mulchen, mulchen ist also das Motto für 2017.

gemulchte Gemüsebeete im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
gemulchte Gemüsebeete im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Wellpappe gehäckselt als Mulchmaterial (c) by Joachim Wenk
Wellpappe gehäckselt als Mulchmaterial (c) by Joachim Wenk


Komposttee als Bodenverbesserer

Ebenfalls am Wochenende und noch vor dem Mulchen habe ich Komposttee ausgebracht. 
Komposttee wird aus fertigem Kompost gebraut (nicht gebrüht! wie Tee). Ziel aller Maßnahmen dabei ist die Vermehrung der wertvollen Bodenorganismen aus dem Kompost, nur jetzt im Wasser. 
Der fertige Tee wird schließlich verdünnt auf die Beete ausgebracht. Mit ihm die darin vermehrten nützlichen Mikroorganismen, die dann im Boden ihre wertvolle Arbeit verrichten können. Vorausgesetzt natürlich, der Boden ist feucht, enthält organische Substanz , wie meinen Mulch, und sie werden nicht durch ungünstige Maßnahmen oder Gifte getötet. 
Ich habe dieses Jahr das Kompost-Tee-Brauen den Angaben in der unterschiedlichen Literatur dazu angepasst. Als Kompost verwende ich den Wurmhumus aus meiner Wurmfarm, der um ein vielfaches mehr Mikroorganismen enthält, als der Kompost im Garten. 
In ein Wassergefäß füllt man Wasser (Brunnen- oder Regenwasser damit kein Chlor enthalten ist, ansonsten einen Tag Blubbern lassen, daß Chlor entweicht). Die Wassertemperatur ist optimal bei etwa 25 °C. Weil das zu dieser Jahreszeit keineswegs der Fall ist, heize ich das Wasser mit einem Aquarienheizstab auf. 
Die gewünschten Organismen sind allesamt aerobe Organismen. Sie brauchen also zum Leben Sauerstoff. Den bekomme ich mit einer Pumpe für Aquarien mit Sprudelsteinen am Schlauchende ins Wasser. Beide Gerätschaften sind sehr kostengünstig zu erhalten. 
Wenn das Wasser die  angepeilte Temperatur hat, löst man folgendes darin auf: 
Pro 10l Wassser  25 g Urgesteinsmehl, 40 ml Zuckerrübensirup (der vom Frühstückstisch, er dient den Organismen als Nahrung) und 30 g Kompost oder Wurmhumus. 
Komposttee wird gebraut (c) by Joachim Wenk
Komposttee wird gebraut (c) by Joachim Wenk
Das ganze Gebräu bleibt 24-36 Stunden stehen und blubbert vor sich hin. Aquarienbelüfter nie ausschalten! 
Danach ist der Komposttee fertig zum Ausbringen auf die Beete. Man kann ihn auch auf Blätter spritzen, muß dann aber mehr verdünnen. 
Wie bei Brennesseljauche, verdünnt man etwa 1l Tee mit 10l Gießwasser. 
Der Komposttee ist nicht als Dünger zu sehen, sondern als Impfung des Bodens mit den gewünschten Bodenorganismen. Diese zersetzen dann während ihres Alltages im Gartenboden die organische Substanz und stellen damit den Pflanzen Nährstoffe zur Verfügung. 

Komposttee arbeitssparend ausbringen – auch in größeren Gärten

Ein knapper Liter Tee in eine Gießkanne voll Wasser und dann gießen. Das klingt einfach. Ich benötige aber so in etwa 60 Gießkannen voll. Das ist eine Arbeit für mehrere Stunden, den Komposttee so auszubringen. Die Erfahrung zeigte das. 
Daher habe ich im Winter überlegt und recherchiert und bin dann im Internet auf ein „Gerät“ gestoßen, daß genial sein müsste. Gleich habe ich es mir zugelegt und wartete nun seit Monaten auf den ersten Test. 
Düngerbeimischer für den Hausgarten (c) by Joachim Wenk
Düngerbeimischer für den Hausgarten (c) by Joachim Wenk
Und, ja, es ist genial! So einfach habe ich noch nie den Tee ausgebracht und auch die Brennesseljauche werde ich so künftig ausbringen. 
Der Dosierer oder das Beimischgerät wird einfach vor die Gartenbrause an den Gartenschlauch geklickt. Das dünne Ende vom Dosierschlauch (mit Filter-Gitter) hängt bei mir in einem Behälter mit fertigem unverdünnten Komposstee. Den habe ich durch einen festen Nylonstrumpf gefiltert, daß größere Stückchen ausgesiebt sind. 
fertiger Komposttee wir durch einen Nylonstrumpf gesiebt (c) by Joachim Wenk
fertiger Komposttee wir durch einen Nylonstrumpf gesiebt (c) by Joachim Wenk
Beimischer-Schlauch mit Filterkorb (c) by Joachim Wenk
Beimischer-Schlauch mit Filterkorb (c) by Joachim Wenk
Dreht man den Dosierer voll auf und braust dann die Gartenbeete, wie beim Gießen Stück für Stück ab, mischt sich automatisch in einem Verhältnis von 1:10 der Komposttee (oder dann die Brennesseljauche ) bei. So habe ich die Beete also gut mit dem Tee begossen und damit die Mikroorganismen verteilt. Und ich mußte keine Gießkanne schleppen und Liter für Liter den Tee in die Kannen bringen, warten bis das Wasser eingelaufen ist, zurück zum Beet laufen und gießen. Wieder zurück zum Tee, verdünnen und ab ins Beet. Nein ich stehe einfach bei den Beeten und gießen. Genial solche einfachen aber immens arbeitssparenden Gerätschaften. 
Den Beimischer könnte ich auch einfach vor meine Tropfschlauchbewässerung klicken. Dann müsste ich nicht mal mehr im Beet stehen und gießen. Alles ginge automatisch. Aber leider, will man wohl mir so viel Arbeit auch wieder nicht ersparen. Die  Durchflußgeschwindigkeit ist bei den Tropfschläuchen so gerind, daß keine bei zu mischende Flüssigkeit angesaugt wird. Wirklich schade…
Einsteller für die beigemischte Dünger/Wurmteekonzentration (c) by Joachim Wenk
Einsteller für die beigemischte Dünger/Wurmteekonzentration (c) by Joachim Wenk

Weniger Arbeit und mehr Genuß im Garten

Und wer sich die Arbeit so gut es geht erleichtert (auch ein Kredo aus meinem neuen Gartenbuch) , der hat mehr Zeit, seinen Garten zu genießen. 
Daher zum Schluß noch ein paar Frühlingsbilder von heute, Mittwoch den 12. April 2017. 
blühende Säulenobstbäume Kirsche und Birne (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Kirsche und Birne (c) by Joachim Wenk

blühende Säulenobstbäume Kirsche (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Kirsche  (c) by Joachim Wenk

blühende Säulenobstbäume Birne (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenobstbäume Birne (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor dem Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Tulpen und Narzissen unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Tulpen und Narzissen unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk

Der Betonlaster im Garten – die Terrassenerweiterung nimmt Form an.

Gartentagebuch vom 9. April 2017

Die neue Terrasse nimmt langsam Form an. 

Die Tage sind gezählt! 
Bis zum 10. Mai muß die Terrasse fertig gestellt sein, denn dann wird gefeiert. Bis dahin ist es nicht mehr lange. Zudem sind wir  bis dorthin nicht mehr jedes Wochenende zu Hause oder haben auch schlicht anderes (Stichwort  Karpfenweiher) zu tun. 
Wenn aber nichts dazwischen kommt, geht unsere Planung auf. Stand heute sind wir absolut im Plan oder gar schon ein wenig weiter. 

Ein LKW steht im Garten

Samstag morgen. Das Wetter ist eher frisch und ohne Sonne. Bis der LKW kommt mache ich noch andere Gartenarbeiten. Dann höre ich das Brummen eines Motors und weiß, es geht los. 
Vom Hüttenzauber-Projekt oder dem Gartenwege-Projekt bin ich diese riesigen  Maschinen mitten in meinem Garten ja schon gewohnt. Dennoch ist es immer ein ungutes Gefühl, derart schweres Gerät im so geliebten und umsorgten Garten herum fahren zu sehen. Sieht man unsere Gebäude wie den grünen Hüttenzauber oder die braun gestrichene Werkstatt neben diesem Gefährt, ist es wohl nicht übertrieben von haushohen Maschinen zu sprechen die über den Rasen rollen. 
haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk

haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk
haushohe Baumaschinen rollen über meinen Rasen (c) by Joachim Wenk

Beton für einen soliden Terrassenunterbau

Heute bringt der LKW 1,2 Kubikmeter fertig gemischten Beton. 
Ursprünglich hatten wir vor, diese Menge selbst anzumischen. Den Betonmischer haben wir ohnehin schon bei der Terrasse stehen. Dann aber kam wieder das Zählen der Tage und Kalkulieren der noch zu erledigenden Arbeiten. Der Entschluß, alles fertig gemischt anliefern zu lassen, lag dann nahe. 
Vorbereitet ist die Fläche. Gulli und Abflußrohr sind gesetzt, die Randbegrenzungen gemauert und das Baustahlgitter ist eingelegt.
alles ist vorbereitet, der Beton kann kommen (c) by Joachim Wenk
alles ist vorbereitet, der Beton kann kommen (c) by Joachim Wenk
Wenn das Monster dann eingeparkt und positioniert ist, kann es losgehen. Der Fahrer dosiert die winzigen Mengen, die in jeweils einen Schubkarren passen perfekt. 

Beim Betonieren wird Hand in Hand geschafft

Schubkarre für Schubkarre wird gefüllt, über die alte Terrasse geschoben und abgekippt. Wir hätten doppelt so schnell sein können, wären die Schubkarren immer besser gefüllt worden. Wer aber schon einmal einen Schubkarren mit feuchten Beton bewegt hat, der weiß, daß es sinniger ist, ihn höchstens bis zur Hälfte anzufüllen….
Warten auf den ersten Beton (c) by Joachim Wenk
Warten auf den ersten Beton (c) by Joachim Wenk
Mein Schwager (ja der, der das tolle Tomatengestell oder den Grillgalgen sowie meine Bohnenzeltstange gebastelt hat) und ich fahren und Volker verteilt und glättet. Im Nu ist die Fläche voll und der Mischer leer. 
Jetzt wird noch restlich verteilt und geglättet. 
der Terrassen-Beton wird eingefüllt, verteilt und geglättet (c) by Joachim Wenk
der Terrassen-Beton wird eingefüllt, verteilt und geglättet (c) by Joachim Wenk
Vorne am künftigen Gulli fehlt noch etwas Beton, der aber rasch mit dem kleinen Betonmischer zurecht gemacht ist. Und schon ist dieser Arbeitsschritt im Terrassenprojekt auch abgeschlossen. 
Hinterm Haus und hier vorne direkt bei der Terrasse müssen jetzt provisorisch noch Barrikaden errichtet werden. Nach dem Mittagessen reißt der Himmel auf, es ist traumhaftes Wetter und der Herr Hund will unbedingt auch in den Garten. Klar, daß man dem nicht klar machen kann, was feuchter Beton am Boden bedeutet. Also muß eben eingezäunt werden. 
so sieht die Terrasse nach einem weiteren Arbeitstag aus (c) by Joachim Wenk
so sieht die Terrasse nach einem weiteren Arbeitstag aus (c) by Joachim Wenk

Terrasse und Gartenweg müssen irgendwie verbunden werden

Weil wir durch das fertig gemischte Anliefern des Betons sehr viel Zeit gewonnen haben, nimmt Volker gleich noch den nächsten Schritt in Angriff.

Beim Wegebau haben wir natürlich ebenerdig an die alte Terrasse hin gepflastert. Die neue vergrößerte Terrasse wird aber etliche Zentimeter höher sein. Auf den neuen Beton und die alten Fliesen kommt jetzt eine Schicht  Splitt und dann die 5 cm dicken Betonplatten. Dadurch ergibt sich eine Stufe zum Weg-Niveau. Wir wollen hier aber keine Stolperfalle. Also wird der Übergang vom Weg zur alten Terrasse wieder aufgerissen. Die Granitsteinbegrenzung wird neu gemacht. Wenn alles fertig ist, wird noch mehr vom Weg aufgerissen und in einer sanften Steigung hoch zum neuen Terrassenniveau hin gepflastert.

Eine Stufe wird allerdings bleiben. Wo hier im Bild – links unten – der Sand ist, kommt ja kein Rasen mehr hin sondern es wird Kies eingefüllt. Der steigt dann natürlich nicht an, wie der Weg rechts daneben, bis er die Terrassenoberfläche erreicht. Hier wird es eine Stufe geben. Von daher ist es auch wieder gut, daß der schöne gemauerte Grill abgerissen wurde. Er stand dort, wo jetzt neben dem Stapel Pflastersteine der dunklere Fleck frischen Betons ist. Wenn also da die Stufe ins Kiesbeet hinkommt, hätte man immer beim Grillen sehr acht geben müssen, nicht rückwärts die kleine Stufe hinunter zu treten. Die Stelle war einfach nicht mehr praktisch für den Grill. Wir wissen zwar noch immer nicht wie wir einen neuen machen werden. Aber wo er hinkommt ist schon ziemlich klar. Er kommt runter ins Kiesbeet.

der Übergang vom Weg zur Terrasse muß neu gemachte werden (c) by Joachim Wenk
der Übergang vom Weg zur Terrasse muß neu gemachte werden (c) by Joachim Wenk
So, das war also der Teil des Wochenendes mit der Arbeit an der Terrasse. 

Traumhaftes Wetter oder doch eher Grund zur Sorge?

Sonntag war ja das Wetter von früh bis nachts wahnsinnig toll. Wir haben den Sonnenschein erst einmal genossen und gegrillt. Mangels Grillschale und Grillgalgen mußten wir den Gasgrill nehmen. Das richt dann nicht so rustikal geht aber schneller. Das erste  Mittagessen der Saison im Garten war auch mit Gasgrill köstlich. 
So gut die Sonne nach einem langen Winter auch tut, so nachdenklich macht mich das Wetter allerdings auch. Heiß und trocken. Das sind nicht die passenden Worte, die den Anfang April beschreiben sollten. Die Bewässerungen laufen. Seit Wochen kein Tropfen Regen. Und davor dann auch kaum. Wenn man bedenkt, daß es erst  März oder jetzt die ersten Apriltage sind, dann ist es eigentlich eine Katastrophe. Hier in Bayern war vergangene  Woche auch schon wieder Alarmstufe wegen Waldbrandgefahr auf Grund der Dürre! Wie wohl dieser Sommer werden wird? 
Oder war das bereits der Sommer? Im Garten sieht es ohnehin aus wie im Herbst! 
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk

Überall Laub. In jeder Ecke,  im Seerosenbecken und auf dem gesamten frühlingsgrünen Rasen liegt braunes trockenes Herbstlaub. Ständig weht der Wind weiteres Laub vom Baum und verteilt es im Garten.

überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk

Jetzt müsste es aber bald geschafft sein. Nur noch wenige Blätter hängen auf der Eiche. Dann ist endlich alles unten.

Schließlich ging es in dem letzten Jahren im August bereits schon wieder los  mit dem Laubfall der Haselnüsse. Bis dahin ist nur noch ein viertel Jahr! ich mag gar nicht dran denken. Jetzt ist schließlich erst einmal Frühling.

überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
überall frisches Laub im Garten (c) by Joachim Wenk

Salatpflanzen schöner als die vom Gärtner und viel harte Arbeit bei der Terrasse

Garten-Tagebuch vom  5. April 2017


Der Tag wurde so wundervoll, wie er sich am Morgen angekündigt hat
Nach dem Frühstück kamen als erstes ein paar Gemüsejungpflanzen dran. Sie mussten dringend raus aus den engen Töpfen und rein ins Beet. 
Der Salat der Sorte Briweri begleitet mich seit Ende Januar. Da habe ich ihn gesät und die Saatschale im ungeheizten Partyraum stehen gehabt. Etwa 5°C hatte es da. Bis er keimte dauerte es eine Weile. Vielleicht sähe ich nächstes Jahr nicht vor Februar. 
Nach dem Keimen wuchsen sehr langsam kleine Pflänzchen. Aber nach dem Pikieren in die Topfplatte  und dem Umzug ins ungeheizte Gewächshaus, konnte man zusehen, wie er wächst. 
Also mal ehrlich kräftigere Pflänzchen bekommt man beim Gärtner auch nicht, oder? 

Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat Jungpflanzen Sorte Briweri (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger begleitet mich der Sommerlauch. Gesät an Weihnachten im Heizungskeller. Der braucht echt ewig, bis er in Schwung kommt. Die gleiche Sorte habe ich viel später nochmal gesät und es sind allerwinzigste Keimlinge. Den Weihnachtslauch hingegen kann ich jetzt zur rechten Zeit ins Beet setzen. Der wird künftig immer an Weihnachten als Saisonstarter gesät.

Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch Jungpflanzen Sorte Hilari (c) by Joachim Wenk

Im Beet sitzen jetzt beide zusammen und zwischen dem Salat habe ich Radieschen gesät. Die ersten Radies im Gewächshaus habe ich bereits geerntet.

frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
frisch bepflanztes Mischkultur-Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Weil jetzt zwischendurch noch einmal zwei kalte Tage und Nächte kommen mit beinahe Null Grad, habe ich sicherheitshalber Vlies darüber gedeckt. 
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Vliesabdeckung als Schutz für das junge Gemüse im Frühjahr (c) by Joachim Wenk
Rechts neben dem Salat-Beet habe ich eines vorbereitet für baldige Pflanzungen und links daneben treiben die Zwiebeln sehr schön. Nur die Möhren keimen, nach vielen Wochen, wieder einmal nicht. 
In einem weiteren Beet habe ich Mangold gesät und rote Melde gepflanz, die wild überall in den Beeten aufgeht. Sie liefert wieder viele kräftige Blätter für Salat, Smoothie oder Aufläufe. 
Die Tomaten sind jetzt in Töpfe pikiert. 
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk
Frisch getopfte Tomatensämlinge (c) by Joachim Wenk

Die vor kurzem gesteckten und vorgetriebenen Kartoffeln wachsen. Eine spitzt schon aus dem Boden.

die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk
die erste Kartoffel spitzt aus dem Boden, sehr frühe Kartoffel der Sorte Duke of York Ersteling (c) by Joachim Wenk

Der Kirschbaum- bei uns ein Säulenobstbaum – blüht. Letztes Jahr zur Kirschblüte im April hatten wir eine  Woche Schnee und Frost….

blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk
blühende Säulenkirsche (c) by Joachim Wenk

 Der Säulenbirnbaum ist über und über mit Blütenknospen besetzt.

bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
bald blühende Säulenbirne  (c) by Joachim Wenk
Die Spalieräpfel lassen es noch ruhig angehen. Sie sind ohnehin noch so zart, daß man sie auf den Fotos immer nicht richtig sehen kann. Das Foto machte ich daher vor allem wegen der Narzissen am Zaun. Wie die da hin kommen weiß ich nicht. Sie waren einmal da und bleiben jetzt. 
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Apfelspalier (c) by Joachim  Wenk
Am Nachmittag mußte natürlich auch wieder bei der  Terrasse mächtig ran geklotzt werden. Am Samstag wird betoniert. Da gab es einiges vor zu bereiten. 
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk
Terrasse vorbereitet zum Betonieren (c) by Joachim  Wenk

Betoniert wird der mit Schotter (schon wieder ne halbe Tonne rein geschaufelt) aufgefüllte Bereich unter der Baustahlmatte. Somit erreichen wird dann das Niveau der ursprünglichen Terrasse. Wenn das dann alles fest ist, kommen die Terrassenplatten darauf.

Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der unteren Terrasse aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Man merkt gar nicht, wie abschüssig alles im Garten ist, bis man anfängt zu pflastern oder etwas zu bauen. Hinter dem Haus ist jetzt eine sehr hohe Stufe. Abgemildert wird sie durch eine davor gesetzten Tritt aus den übrigen Wegpflastersteinen. Erde müssen wir da auch noch auffüllen. 
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk
Terrasse von der Haushinterseite aus gesehen (c) by Joachim  Wenk

Die Je-länger-je-lieber-Pflanze am Hauseck, die für die Terrasse weichen mußte, steht jetzt unter den Sträuchern am Zaun, in die sie hochklettern kann. Sie hat das Umpflanzen wohl überlebt. Nicht einen Tag waren ihre Blätter welk. Sie wächst sicher rasch ein. 

Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Je-länger-je-lieber mußte für Terrasse weichen (c) by Joachim Wenk
Meinen Tagebucheintrag lasse ich aber natürlich nicht ausklingen, ohne auch etwas von all dem Schönen im Frühlingsgarten zu zeigen. 
Die gefüllten Buschwindröschen blühen. Neben der Forsythie zeigt ihre Blüte, daß wir im Vorfrühling sind. 
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk
gefüllte Buschwindröschen (c) by Joachim Wenk

Wenn man zum Tor hinein kommt, etwas abends nach der Arbeit, dann blicken einen die ganzen Narzissen direkt an. Steht man im Haus oder beim Haus, sieht man sie nur von Hinten.

Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese vom Haus aus gesehen (c) by Joachim Wenk

Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Kaiserkronen (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk
Schachbrettblume (c) by Joachim Wenk

Bergenie (c) by Joachim Wenk
Bergenie (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk
die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Eine schöne Staude treibt hier aus. Bis sie blühen wird ist es bestimmt Oktober. Das ist eine der Herbstchrysanthemen, die zum Teil erst im November blühen. Wahnsinn, wenn ich bedenke was wohl alles bis dahin wieder geschehen wird?!

die Stauden treiben gesund und kräftig aus (c) by Joachim Wenk

Die Luft schwer vom Duft Der Kopf schwer von Ideen

Glück soll man teilen

Das waren meine ersten Gedanken, als ich heute morgen den Hund für dringende Geschäfte in den Garten entließ. 
Darum hier ein kurzer Morgengruß an alle Gartenfreunde. Ich teile mein Glück über diesen bevorstehenden Tag im Garten mit euch. 

Rundgang über die Terrasse

Ich öffne die Haustüre und blicke der Sonne ins Gesicht. 
Blick aus der Haustür (c) by Joachim Wenk
Blick aus der Haustür (c) by Joachim Wenk
Zur Linken das vorletztes Jahr neu gestaltete Fliederbeet. 
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Noch immer erscheinen neue Lenzrosenblüten. Die Stauden wachsen und bald wird wieder von Erde nichts mehr zu sehen sein. 
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet neben der Haustüre (c) by Joachim Wenk
Die dritte Lenzrosenpflanze im Beet steht jetzt in Blüte. Spassig ist ja, daß eine Pflanze nach deranderen Aufblüht. Vor vielen Wochen die längst verblühte weiße, dann die Rosé-farbene und jetzt die gesprenkelte. Eine vierte hat nur Blätter. Ich weiß gar nicht  mehr was sie für Blüten haben müsste. Gepflanzt hatte ich sie ja erst letztes Jahr. 
getupfelte Lenzrose "Pink spottet Lady" (c) by Joachim Wenk
getupfelte Lenzrose „Pink spottet Lady“ (c) by Joachim Wenk
Ja, das ist mein Garten! Es gibt kein Farbkonzept. Schon gleich keines mit ohne Farbe, sprich in rein Weiß. Mein Garten ist von Leben und Variationen und Vielfalt erfüllt. Irgendwie, so finde ich, war das glaube ich eben doppelt-gemoppelt. Leben IST doch Variation und Vielfalt. Oder? 
Jedenfalls schmeiße ich doch keine Blume weg. Sie kommen immer in den Garten und viele davon siedeln sich dort an. Dieses Primel steht schon viele Jahre hier. Manche mögen es sicher kitschig finden mit dem gerüschten weißen Rand und dem gelben Punkt in der Mitte. Ich finde es aber herrlich und freue mich, wenn wie jetzt, an einer ursprünglich kahlen Stelle, erst die Blätter und dann die Blüten erscheinen. Das alles ohne, dass ich irgendwelche Arbeit oder Sorge damit hätte. Ganz von allein. 
Primel in Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Primel in Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Man ahnt schon den dichten Urwald, der hier bald sein wird. 
Flockenblumen, Brandkraut und Tulpen (c) by Joachim Wenk
Flockenblumen, Brandkraut und Tulpen (c) by Joachim Wenk
Und schon geht es zurück zur Haustüre und dann rein zum Frühstück. 
Blick zur Austür (c) by Joachim Wenk
Blick zur Austür (c) by Joachim Wenk

Die Luft lebt

Heute ist wie üblich mein freier Tag. Frei für Gartenarbeit. Die Aussichten sind traumhaft. Die Pflanzen wachsen wie im Bilderbuch. Die Luft lebt und webt bereits von Tag zu Tag mehr, erfüllt von Geräuschen, fliegendem Getier und ist gegen Nachmittag dann bereits wieder geschwängert von Düften. Das ist mir die liebste Gartenzeit. Beginnend mit den Hyazinthen bis spät in den Mai oder Juni gefolgt von allen möglichen süß und schwer duftenden Blütengehölzen oder Rosen. 

Mein aktuelles „Gartenbuch“ am Nachttisch

Mein Aufgabenbuch für den heutigen Tag ist so voll wie mein Kopf mit Gedanken und Tatendrang, Dinge aus zu probieren. Woher die Aufgaben kommen ist klar, von den Gegebenheiten der Jahreszeit. Woher meine Gedanken kommen, die im Kopf herumwabern? Vom neuen Buch über Selbstversorgung und Permakultur. Vieles, was ich schon mal gelesen habe, vieles was ich weiß. Aber auch vieles was ich neu überdenken werde in meinem Garten, in meiner Gartenarbeit. Ich würde gern die Geister kennenlernen, die mir, gerade als ich ratlos meine Bodenprobenanalysen zu verarbeiten suchte, dieses Buch in die Hand fallen ließen. Bereits bei der  Beschreibung der Analyseergebnisse machte ich meine Überzeugung deutlich. Die rein chemischen Werte machen mir weniger Sorgen als der fehlende Humus respektive Bodenleben. Mir wird mehr und mehr klar, daß ich da genau richtig lag. Jetzt heißt es viel zu überdenken und  dabei hilft mir ganz sicher dieses Büchlein. 
Ich bin mir nicht sicher, ob ich einmal den Titel nennen soll. Es ist kein modernes Gartenbuch mit gestellten und gestylten sowie unrealistischen Bildern. Nichts drin erinnert an Rezepte und konkrete Handlungsanweisungen, kurz gefasst und mit so wenig wie möglich Worten unverständlich ausgedrückt. Nein. Es ist ein Buch für sehr offene, undogmatische, experimentierfreudig Gärtner. Gärtner, die wohl auch schon ein paar Erfahrungen haben. Gärtner oder Menschen, die die Natur verstehen oder bereit sind, sie zu verstehen. Auf alle Fälle aber für Menschen die nicht machen müssen, was MAN macht und die nicht machen müssen was SCHON IMMER so gemacht wurde. 
Wer nun noch immer Interesse an dem Buch hat, kann es sich unter folgenden Daten bestellen: 

Nikolay Kurdyumov   Clever Gärtnern leicht gemacht  Selbstversorgung Permakultur

So nun wird es aber Zeit für mich, die Frühstückstafel auf zu heben und mich in den Garten zu begeben. Ich wünsche einen wunderbaren Mittwoch.