viele Narzissen – viele soziale Netzwerke – viel Gartenarbeit und viel Nachdenken über den Garten

Die Narzissenwiese lässt mich nachdenken

„Warum hast du denn die Narzissenwiese noch nicht in deinem Blog gehabt?“  
Das war die erste Frage meiner Mutter, als sie am gestrigen Sonntag aus dem Auto ausstieg und von all den leuchtenden Narzissenköpfen begrüßt wurde. 
Klar hatte ich die Wiese schon in den sozialen Medien. Da wäre Instagram oder Facebook zu nennen oder ein Pin auf Pinterest.  Meine Mutter liest aber nur den Blog und hatte daher die Wiese noch nicht gesehen. 
Hier also auf ihren speziellen Wunsch noch einmal die Narzissenwiese in der Abendsonne, in der Abenddämmerung und am Tage. 


Narzissenwiese in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese in der Abendsonne (c) by Joachim Wenk

Narzissenwiese in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk

Narzissenwiese in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Narzissenwiese in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk

Verzettelung in den sozialen Netzen ist kontraproduktiv

Und ich glaube, das geht vielleicht manchem treuen und vor allem interessierten Leser oder Leserin meines Blogs so wie meiner Mutter. Wenn ich hier mal was veröffentliche und dort und dann wieder da, geht vieles unter. Dabei bin ich doch selbst so einer, der lieber eine Adresse hat, über die er Neues (aus anderen Blogs und Gärten) erfährt und keinesfalls die Zeit und auch nicht die Lust hat, überall ständig up-to-date zu sein und nach zu schauen. Zumal man dann gelangweilt oft immer wieder und wieder das gleiche, bereits gelesene oder gesehene vorfindet.
Ich habe mich eben einmal wieder verleiten zu lassen, andere social-media-Kanäle zu bedienen oder zu nutzen. Sie bringen aber weder mir etwas, wie ich merkte, noch haben meine Leser etwas davon, wie das Beispiel mit meiner Mutter zeigt. 
Ich wollte versuchen meinen Blog einem noch breiteren Publikum bekannt zu machen. Wenn ich aber in diversen gut gemeinten Ratschlägen nachleset, daß man zum Beispiel auf Pinterst täglich mindestens 50 Pins und auf Instagram noch viel mehr likes und Posts machen muß, um gesehen zu werden und Leser zu bekommen, dann schaudert mich. 
Mir gefallen nicht täglich 50 Sachen  so arg, daß ich sie markieren und herzen muß. Und was gewänne ich damit für „Leser“? Welche, denen es geht wie mir, und denen  krampfhaft alles was ihnen über den Weg läuft gefallen muß, nur damit der Autor dessen wiederum sie selbst mit Wohlgefallen markiert. In Wahrheit hat keiner vom anderen eine Ahnung oder ein Interesse. Oft wird nicht einmal wahrgenommen, was markiert wurde. Ich schreibe, um gelesen zu werden und nicht um möglichst viele nichtssagende Klicks zu bekommen. 
In diesen Strudel der Oberflächlichkeit und Unehrlichkeit und Unechtheit wollte ich eintauchenß?! Gottseidank gelang es mir nicht, weil sich alles in mir bewußt und unbewußt dagegen sträubte. 
Nun werde ich lieber weiter nur hier über mich und meinen Garten berichten. Sicher wird es hier und da noch ein Fotos, die ich besonders schön finde wo anders geben. Ich werde sie aber auf alle Fälle auch hier veröffentlichen. Wer also meinen Blog verfolgt, wird immer up-to-date sein und keine Information oder kein Bild vermissen müssen.  Meine Texte und die Inhalte sind immer authentisch, nicht suchmaschinenoptimiert, dafür aber angenehm zu lesen, lebendig und interessant. Echt soll auch weiter hin ein like oder plus oder pin oder teilen sein, wenn ich es eben vergebe oder tue. Ich freue mich immer über echte Leser und ernst gemeinte, nette Kommentare.  

Ein ganzer Samstag ausschließlich fürs Garteln- was für ein Traum

Somit wende ich mich nun endlich wieder meinem Thema zu, dem Garten und was ich vergangenes Wochenende so alles geschaffen habe. 
Das Wetter am Samstag war umwerfend. Eigentlich schon zu heiß. In der Sonne am 1. April 28°C und im Schatten 20°C. Kein Wind wehte und keine Wolke am Himmel. 
Meine Bewässerungen liefen schon fleißig weil der Boden total trocken ist. Na das kann ja heiter werden! Die ersten Zwiebelblumen sind schon wieder verblüht, so wie die Sonne auf sie niederbrannte. 
Die Walzenwolfsmilch mit ihren Grün-in-Grün-Tönen sogar bei der Blühte, ist eine wirklich interessante Pflanze im Staudenbeet. 
blühende Walzenwolfsmilch (c) by Joachim Wenk
blühende Walzenwolfsmilch (c) by Joachim Wenk


Ab jetzt haben wir nicht mehr Vorfrühling. Wir sind im Erstfrühling angekommen. 

Die Veilchen! Oh ja überall blühen sie jetzt wieder im Garten. Zu den Veilchen gehört auch die Forsythie. Zusammen bedeuten sie, daß der Vorfrühling zu End ist und der Erstfrühling begonnen hat. Die Forsythie selbst habe ich nicht fotografiert. Sie wurde letztes Jahr auf den Stock gesetzt, um ihr wieder Herr zu werden. Jetzt blüht sie dieses Jahr zwar deutlich mehr als ich dachte, ist jetzt aber nicht der Hingucker, der unbedingt hier dargestellt werden müsste.

Veilchen ein Zeichen für den Erstfrühling (c) by Joachim Wenk
Veilchen ein Zeichen für den Erstfrühling (c) by Joachim Wenk

Ein Garten zum Arbeiten oder Genießen – wie sehe ich meinen Garten?

Nun ja, der Garten ist aber nicht nur zum Genießen und Blumenschauen da, sondern verlangt auch tatkräftige Hände. Ganz ohne Arbeit geht es eben nicht. Wenngleich ich sagen muß, daß ich gerade ein ganz neu erschienenes Buch über Selbstversorgung  und Permakultur lese, in dem ich bereits auf den ersten dutzenden Seiten so viele Denkanstöße bekam. Keine Tipps, keine Ratschläge. Nein Nach-Denkanstöße.

Wie schreibt der Autor im Klappentext des Buches doch:

“ Du hast es verdient, deine Gartentätigkeit ohne harte Arbeit zu genießen, deine Pflanzen und dich selbst glücklich zu machen und dabei enorm produktiv zu sein. Du wirst das gute, zufriedene Gefühl spüren, sobald du dich in deinem Garten aufhältst, Samen ausbringst, Setzlinge pflanzt und erlebst, wie du selbst mit deine Pflanzen wächst.“

Was bringt mir mein Garten. Wie stehe ich zu meinem Garten und meinen Pflanzen. Die Tendenz liegt (leider) eindeutig zu harter Arbeit.  Das Buch hat mich  gerade in einer ohnehin schon über dieses Thema nachdenkenden Haltung erwischt. Wohl darum finde ich es so wahnsinnig interessant zu lesen. Vielleicht, wenn ich es durchgelesen und verstanden und verarbeitet habe, daß ich einmal darüber berichten werde.

Im April geht es nun endlich mit dem Sähen und dem Pflanzen los

 

Jedenfalls war ich am Samstag allein daheim und hatte vorher schon alles, was eben sonst zu tun ist, erledigt. So konnte  ich mich den ganzen Tag ungehemmt und ausschließlich dem Gärtnern widmen.
Zweierlei Erbsen habe ich gesät.
Die hier am Gitter sollen ganz niedrige Pflanzen  sein. 
Erbsen am Rankgitter gesät (c) by Joachim Wenk
Erbsen am Rankgitter gesät (c) by Joachim Wenk

Und die hier an der Pyramide sind das absolute Gegenteil. 2 m sind für diese Erbsen ein Klacks. Ich liebe sie vor allem wegen der so wundervollen Blüte. Die Sorte heißt Blauwschokker und ich baue sie seit einigen Jahren an.

Erbsen am Rankzelt gesät (c) by Joachim Wenk
Erbsen am Rankzelt gesät (c) by Joachim Wenk
Das milde Wetter und die Vorhersagen für mindestens eine Woche machten mich mutig. So früh habe ich noch nie Kartoffeln in die Erde gebracht. 
Jetzt sind jedenfalls die ganz frühen  und ein paar frühe Knollen, die beide schon vorgetrieben sind, unter der Erde. 
vorgetriebene Kartoffel der Sorte Duke of York (c) by Joachim Wenk
vorgetriebene Kartoffel der Sorte Duke of York (c) by Joachim Wenk

Um nicht noch mehr Fläche brach liegen lassen zu müssen, weil drüber und drunter der Walnußbaum sein Revier beherrscht, pflanze ich an der Stelle im Gemüsegarten in Kübeln. Das Blätterdach von oben macht den Kartoffeln nichts, aber die Wurzeln im Boden lassen einfach nichts an Gemüse hier an der Stelle wachsen. Durch die Gefäße und immer neu eingefüllte Erde – was einen deutlichen Arbeitsmehraufwand verursacht – gelingen die Kartoffeln aber wenigstens ganz gut hier. Bis der Walnußbaum richtig dicht belaubt ist und Schatten wirft, sind sie schon ein ganzes Stück gewachsen.

die frühen Kartoffeln sind gesteckt (c) by Joachim Wenk
die frühen Kartoffeln sind gesteckt (c) by Joachim Wenk
Neben den Kartoffeln habe ich auch noch meinen Meerrettich gesteckt. Er fing erwartungsgemäß im feuchten Sand schon an zu treiben. Es wurde höchste Zeit. Bis der nun so richtig in die Gänge kommt, liegt der Boden aber kahl da. Darum habe ich zwischen die Reihen gleich Phacelia als Gründünger gesät. Die keimt zuverlässig, wächst rasch und ist leicht wieder ab zu hacken, wenn der Meerrettich dann zu wachsen beginnt. Ich muß das viel mehr machen. Auch auf dem Beet für den späten Kohl säte  ich Gründünger (Ackerbohne). So liegt er nicht noch Wochen brach im Garten. Wegen der Bodenanalysen, die nach wie vor das Fehlen von Humus attestierten, bin ich noch immer am Grübeln. Diese Gründüngersaaten jetzt in den Beeten und Reihen sind eine erste Maßnahme, die vielleicht etwas in die richtige Richtung bewegt. 
Die Erdbeeren im Beet fangen auch an zu wachsen. Dazwischen habe ich  Häckselmaterial vom Frühjahrs-Heckenschnitt als Mulch und Trittschutz aufgetragen. 
Erdbeerbeet im April (c) by Joachim Wenk
Erdbeerbeet im April (c) by Joachim Wenk
Eine Bienentränke, die sicher gern auch von Wespen oder Hummeln genommen wird, habe ich auch im Gemüsergarten aufgestellt. Diese Fluginsekten beobachte ich schon immer an Blumenuntersetzern oder sonst Wasserschalen im Garten, die eigentlich für den Igel oder die Vögel gedacht sind. Die besondereTränke bietet ihnen mannigfaltig Möglichkeit, die Wasseroberfläche zu erreichen ohne am glatten Rand abzurutschen. Passiert das doch, können sie auch gut wieder über die Steine heraus klettern ohne zu ertrinken. 
Bienentränke (c) by Joachim Wenk
Bienentränke (c) by Joachim Wenk

Ernte im Gemüsegarten – jetzt, bald und später

Im Garten ernte ich vom Bärlauch und den Winterheckenzwiebeln. 
Bärlauch und Schnittlauch können werden bereits geerntet  (c) by Joachim Wenk
Bärlauch und Schnittlauch können werden bereits geerntet  (c) by Joachim Wenk
Im Gewächshaus versorgt mich ein dort eingepflanzter Schnittlauch schon lange mit würzigen Grün aufs Brot. 
Die Radieschen sind bald erntereif. 
Radieschen Eiszapfen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Radieschen Eiszapfen im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Die Rauke kann demnächst geerntet werden.
Salatrauke im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Salatrauke im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Und auch der Asiasalat ist bald pflückreif

Asiasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk
Asiasalat im Gewächshaus  (c) by Joachim Wenk

Den Kopfsalat muß ich endlich auspflanzen. Nachdem ich am Samstag wirklich sehr viel habe erledigen können, geht es nun sicher Schlag auf Schlag im Garten und ich komme mit den Arbeiten ab jetzt flotter voran.

Kopfsalat Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk
Kopfsalat Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk

Den Rotkohl muß ich vor dem Auspflanzen einmal pikieren.

Rotkohl Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk
Rotkohl Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk

Hier sieht man frühes Weißkraut und links daneben Sommerlauch. Den habe ich jetzt im Frühjahr im Gewächshaus gesät.

Frühkohl und Sommerlauch Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk
Frühkohl und Sommerlauch Jungpflanzen   (c) by Joachim Wenk

Diese Pflanzen hier sind der selbe Sommerlauch, den ich aber schon zu Weihnachten im Haus ausgesät habe. Der Lauch braucht recht lange in den Kindertagen. Jetzt könnte er schon ausgepflanzt werden. Sicher wird er das mit dem Salat auch in den nächsten Tagen.

 Sommerlauchpflanzen   (c) by Joachim Wenk
 Sommerlauchpflanzen   (c) by Joachim Wenk

Bis zu seiner Ernte dauert es wohl noch etliche Monate. Aber ich war ganz überrascht, wie der Hopfen  mit einem Mal überall aus dem Boden schießt. 
der Hopfen treibt   (c) by Joachim Wenk
der Hopfen treibt   (c) by Joachim Wenk

Kübelpflanzen kommen ins Freie

Neben der Arbeit im Gemüsegarten, zu denen wohl noch einige hinzu kamen, über die ich aber nicht ausführlich berichten muß,  kümmerte ich mich auch um meine Kübelpflanzen. 
Wie bereits erwähn,t bleibt es frostfrei. Irgendwann ist dann schon fast Mitte April und da kommt bei uns kein so arger Frost mehr, daß Feige, Olive, Palmen oder Lorbeer noch Schaden nehmen könnten. 
Sie stehen seit einer Weile im Carport und durften jetzt raus an die Sonne und unter den blauen Himmel. Gut, daß die Blätter sich langsam an die Sonne gewöhnen konnten.  Hätte ich sie jetzt direkt aus dem Winterquartier raus gestellt, wären die Blätter von der Sonne verbrannt worden. 
Olive, Lorbeer, Schmucklilie und Feigenkaktus dürfen endgültig ins Freie   (c) by Joachim Wenk
Olive, Lorbeer, Schmucklilie und Feigenkaktus dürfen endgültig ins Freie   (c) by Joachim Wenk

Die Terrasse am Haus sieht mit den Palmen doch sofort wieder nach Sommer aus, finde ich.

Dattelpalme, Petticoatpalme und Feige  bringen südländisches Flair vors Haus (c) by Joachim Wenk
Dattelpalme, Petticoatpalme und Feige  bringen südländisches Flair vors Haus (c) by Joachim Wenk

Bei den Kübelpflanzen ist das Herumtragen und Positionieren eines. Genau so wichtig aber ist das Installieren der Tropfbewässerung, das Programmieren und Testen der Bewässerungscomputer. Aber alles läuft und so kann die Sonne ruhig weiter scheinen. Meine Lieblinge müssen nicht verdursten.

Ebenfalls an der Zeit war es, die Dahlien einzutopfen und damit vorzutreiben. So ein Jahr wie 2016 passiert mir nicht mehr. Jedes Jahr habe ich sie vorgetrieben und nach den Frösten im Mai große Pflanzen ins Beet gesetzt. Letztes Jahr kam ich nicht dazu und pflanzte im Mai nur die Knollen in die Beete. Was war das für ein Unterschied im Blühbeginn. Statt Juni war es glaube ich August, bis sie endlich blühten. Und da war der Sommer schon fast vorüber. Dieses Jahr werde ich wieder länger Freude an den Dahlien haben. 
Dahlien vortreiben  (c) by Joachim Wenk
Dahlien vortreiben  (c) by Joachim Wenk
Zum Abschluß noch dieses Foto. Es ist nichts atemberaubendes aber doch ein Aufregerfoto meinerseits. 
Am Samstag Abend noch hat Volker das erste Mal in der Saison den Rasen gemäht. So sauber, aufgeräumt und grün sah der Garten danach aus. Es war da schon fast dunkel, wir gingen ins Haus und über Nacht nieselte es leicht. 
Ich traute meinen Augen nicht, als ich morgens den Hund raus ließ. Der ganze schöne grüne Rasen liegt schon wieder voller Eichenlaub. Scheinbar, die dicken Knospen lassen es vermuten, fängt sie angespornt durch den nächtlichen Regen, an zu treiben und verliert die restlichen Blätter. 
Da haben wir extra für die Geburtstagsgäste (Mutters Geburtstag wurde nach-gefeiert) alles aufgeräumt im Garten und sogar den Rasen gemäht (und gestaubsaugt, wie ich das immer nenne) und dann schmeißt die mir alles voller Blätter…..
schon wieder alles voller  Laub im Garten (c) by Joachim Wenk
Na was soll’s. Bei dem traumhaften Frühlingswetter wird der Rasen ohnehin schneller wachsen, als  es uns recht ist. Dann dürfen wir wieder mit dem Sauger oder eben dem Aufsitzmäher drüber.