Es ist mein Garten und so gefällt er mir

Gedanken zum lebendigen Biogarten und viele Blüten-Farbkombinationen

Nachdem ja jetzt die Palme umgetopft ist, kann ich mich heute wieder den Blüten widmen. Johannisbeeren wären auch zu ernten, aber – und jetzt hört gut zu!- ES REGNET und ich kann gerade nicht raus in den Garten.

Ich weiß nicht, wer von euch es verstehen kann, aber als es gestern 20 l geregnet hatte ,war ich so glücklich. Ich hätte im Garten umhertanzen können. Nachts hat es auch wieder geregnet und seit heute morgen regnet es ununterbrochen. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Dann gehe ich jetzt eben nicht in den Garten zum Arbeiten, sondern schaue nur von drinnen, wie es draußen herrlich regnet.

Mein Bio-Garten repräsentiert eben meine Vorstellung vom Gärtnern

Apropos Gärten anschauen. Am Wochenende waren wir zum einen auf einer Gartenmesse, die sehr schön war. Ich habe mir, dem Klima hier angemessen, wieder einen ganzen Schwung winterharte Kakteen und andere Trockenkünstler angeschafft. Neben der Gartenmesse war aber auch der Tag der offenen Gartentüre. Wir haben einige Gärten besucht. Vom Besucheransturm waren wir wieder ganz perplex. Solche Massen, ungelenkt und ungeführt in den zum Teil kleinen Gärten. Da läuft es mir grad kalt den Rücken runter.

Was ich aber beobachtet hatte, will ich kurz darstellen. Mein Garten verliert oft im Vergleich zu den Fotos anderer  Gärten. Hauptgrund ist die Trockenheit bei uns und mein Unvermögen Staudenbeete geplant anzulegen und auch zu kontrollieren. Wenn ich aber die anderen Gärten sehe, bin ich mit meinem wieder mehr als zufrieden. Er ist mein Garten. Wenn es mehr regnen würde und wenn ich nicht zur Arbeit müsste, nur den Garten versorgen könnrw, wäre es auch kein wesentlich anderer Garten. Wenn ich sie sehe, die  Gemüsebeete  mit nicht einem einzigen winzigen Keimling an Unkraut. Überall die braune blanke harte Erde glotzend zwischen den Gemüsepflanzen. Die Gemüse in exakten, militärisch normierten Reihen. Immer ein Gemüse für sich. Dann frage ich mich, warum seit so vielen Jahrzehnten und auch in allen Gartenheften und Gartenmagazinen die Mischkultur und der Biogartenbau propagiert und beschrieben und erklärt werden, wenn man das dann in wirklich keinem einzigen Garten wieder findet. Kompostwirtschaft? Fehlanzeige. Dafür alle Blüten und Blätter in makellosem Zustand. Da hat nie und nirgends eine Raupe hinein gebissen oder ein Käfer daran geknabbert. Keine Laus sitzt an den glatten Blütenstielen. Kein Pilz oder ähnliches hat auch nur ein Blatt stellenweise geschädigt. Nein, diese Gärten sind für mich tot.

Wie anders sind meine Beete. Da geht es munter drunter und drüber. Ganz zu schweigen vom Gewimmel unterhalb des Mulches im Gemüsegarten!

Ja da sind auch Schädlinge die knabbern und ich spritze etwas dagegen und sammle ab. Ich will ja auch ernten. Aber ich erwische nie alle und manche bleiben eben am Leben. Und manches Blatt ist dann mal angebissen. Und ja, manchmal geht auch eine Pflanze kaputt. Aber so ist das Leben und Leben ist bei mir im Garten. Und was besonders wichtig ist, im Sinne des Bio-Gedankens und des harmonischen Miteinanders: ich lasse es auch zu das Leben!

Gerade bin ich am Überlegen, wie ich das in Fotos darstellen kann. Die Fotos von den Militärbeeten, die ich sehr wohl gemacht habe, kann ich ja nicht verwenden für Gegenüberstellungen. Ich will hier ja niemanden diffamieren, aber gleichwohl meine Meinung und Weltsicht darstellen. Also muß ich, wenn der Regen (Juchu, es regnet!) aufhört, versuchen einmal ein paar passende Fotos zu machen. Fotos von meinem Garten, wie er sich auch nicht ändern wird, wie er wohl nie mit den Glanzgärten in den Magazinen, aufgeräumt und gepflegt, mithalten wird. Aber Fotos von meinem Garten, wie er lebt und  gedeiht und blüht und mich damit immer wieder glücklich macht. Glücklich über jedes neue Leben  – egal ob Pflanze oder Tier – das ich wieder entdecke.

Blütenkombinationen in Gelb, lila, pink oder reinem weiß

So und jetzt zeige ich noch ein paar schöne Blütenfotos. Oft wieder nur Details, weil ich das Verdörrte außen herum nicht zeigen will. Die Fotos sind also noch von „vor dem Regen“.

Zuerst noch einmal die gerade dominierende Mannschaft gelber Blüten.

Hier die Rose Golden Celebration mit Färberkamillen in Gelb und Crème.

Rose Golden Celebration und Sempervivum (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration und Sempervivum (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration und Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration und Färberkamille  (c) by Joachim Wenk

Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Färberkamille  (c) by Joachim Wenk

Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Färberkamille  (c) by Joachim Wenk

Färberkamille als Nektarquelle  (c) by Joachim Wenk
Färberkamille als Nektarquelle  (c) by Joachim Wenk
Den  Rosenduft habe ich dieses Jahr bereits ganz ordentlich konserviert. Die Behälter mit getrockneten Blüten füllen sich. Darüber hinaus gibt es noch Rosenzucker und Rosensirup. 
Wie ich diese beiden gemacht habe, findet man bei achimsgartenzumessen.de unter dem Stichwort Rosenblütenzucker oder Rosenblütensirup
Rosenblüten für Sirup  (c) by Joachim Wenk
Rosenblüten für Sirup  (c) by Joachim Wenk

Rosenblüten für Sirup  (c) by Joachim Wenk
Rosenblüten für Sirup  (c) by Joachim Wenk
Rosenblütenzucker (c) by Joachim Wenk
Rosenblütenzucker (c) by Joachim Wenk

Rosenblütensirup (c) by Joachim Wenk
Rosenblütensirup (c) by Joachim Wenk
Hier sind das gelbe Brandkraut und wieder gelbe Färberkamillen die Akteure. 
gelbes Brandkraut  (c) by Joachim Wenk
gelbes Brandkraut  (c) by Joachim Wenk

gelbes Brandkraut  und Färberkamillen (c) by Joachim Wenk
gelbes Brandkraut  und Färberkamillen (c) by Joachim Wenk
Andere Farbkombinationen gibt es auch. Pink beim Storchschnabel und der Witwenblume.

Storchschnabel und Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel und Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel und Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel und Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Pink bei der Staudenclematis
Staudenclematis (c) by Joachim Wenk
Staudenclematis (c) by Joachim Wenk
Mischt man dem Pink mehr Blau hinzu, kommt man zum Storchschnabel (Geranium collinum Hybride Nimbus), der hier wirklich gigantisch ist. 120 cm ist er hoch und 200 cm erstreckt er sich in die Breite. Eine einzige Pflanze wohlgemerkt! 
Storchschnabel (Geranium collinum Hybride Nimbus) (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel (Geranium collinum Hybride Nimbus) (c) by Joachim Wenk
Noch etwas mehr ins Lila driftet der Blütenton der  Ramblerrose Rose Marie Vieaud ab. 
Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Im Winter hing hier das Vogelfutterhäuschen. Jetzt im Sommer blühen bald Sonnenblumen und schon jetzt die Mariendistel. Und ganz ohne, daß ich was dazu getan hätte. Im Gegenteil. Sonnenblumen, die ich sähe, gehen fast nie auf und wachsen ewig nicht, wenn sie denn keimen. 
Mariendistel (c) by Joachim Wenk
Mariendistel (c) by Joachim Wenk
Auch die beliebten Rosétöne und Weiß gibt es bei mir im Garten. Der Rambler Paul’s Himalayan Musk ist jetzt, nach dem Regen, völlig abgeblüht. Dafür blüht an der  Scheune die Snowflake auf. 
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Snowflake an der Scheunenwand (c) by Joachim Wenk
Eher ein Versuch, aber irgendwie doch mal was anderes. Ganz spät am Abend fotografiert.  Die Yucca blüht gerade. 
blühende Yucca (c) by Joachim Wenk
blühende Yucca (c) by Joachim Wenk

Natürlich sieht sie auch tagsüber schön aus.

blühende Yucca (c) by Joachim Wenk
blühende Yucca (c) by Joachim Wenk
Sogar reines Weiß habe ich im Garten. Ein Seidenmohn ist in Weiß erblüht. So ein reines Weiß habe ich noch nie gesehen. Und wie passend er sich zur weißen Spornblume  gesellt hat. 
weißer Seidenmohn und Spornblume (c) by Joachim Wenk
weißer Seidenmohn und Spornblume (c) by Joachim Wenk

weißer Seidenmohn und Spornblume (c) by Joachim Wenk
weißer Seidenmohn und Spornblume (c) by Joachim Wenk
Ein Blick über den Gartenzaun zeigt unsere temporäre Fontaine im Dorfweiher. Nein, in Wirklichkeit war es die Feuerwehrübung am Freitag Abend. 
Feuerwehrübung am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Feuerwehrübung am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Apropos Wasser. Ist das nicht süß. Einen winzigen Ableger meiner wuchernden Zwergseerose aus dem Seerosenbecken habe ich eingetopft.  Sie ist jetzt eine Bonsai-Seerose. 

Zwerg-Seerose (c) by Joachim Wenk
Zwerg-Seerose (c) by Joachim Wenk

Ein Zaun für die Moosrose am Brunnen

Um mit der üppigen Moosrose und dem Storchschnabel am neuen Brunnen fertig zu werden, haben wir sie kurzer Hand „eingezäunt“. Stämme vom Haselnuß-Rückschnitt  im Frühjahr waren vorhanden.
Zaun aus Haselnuß-Stämmen (c) by Joachim Wenk
Zaun aus Haselnuß-Stämmen (c) by Joachim Wenk

Zaun aus Haselnuß-Stämmen (c) by Joachim Wenk
Zaun aus Haselnuß-Stämmen (c) by Joachim Wenk

Gesunde Gemüsepflanzen wuchern in den Beeten

Im Gemüsegarten wächst es, dank meiner Tropfschlauchbewässerung, auch ganz gut. Die Pflanzen waren fast nie welk. 
rote Melde und Ringelblumen im Tomatenbeet (c) by Joachim Wenk
rote Melde und Ringelblumen im Tomatenbeet (c) by Joachim Wenk

Die Tomaten wachsen (c) by Joachim Wenk
Die Tomaten wachsen (c) by Joachim Wenk

Mischkultur mit "Unkraut" (c) by Joachim Wenk
Mischkultur mit „Unkraut“ (c) by Joachim Wenk

Tomaten (c) by Joachim Wenk
Tomaten (c) by Joachim Wenk
Anders sah es in  den nicht bewässerten Gartenteilen aus. Vom Rasen war nicht mehr viel übrig. Der kann sich jetzt aber nach dem  Regen wieder erholen. 
der Rasen ist verbrannt (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist verbrannt (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist verbrannt (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist verbrannt (c) by Joachim Wenk
Zum Beweis, daß es wirklich auch bei uns geregnet hat, ein Foto, wie ich es selten machen kann. 
endlich Regen (c) by Joachim Wenk
endlich Regen (c) by Joachim Wenk
So und jetzt freue ich mich auf einen Nachmittag im erfrischten Garten. Mal sehen, was ich heute so alles machen werde.

Kübelpflanzen umtopfen – die Washingtonia bekommt einen neuen Kübel

Die Washingtonia-Palme wird umgetopft

Und wie topft ihr so eure Kübelpflanzen um? Mir wird das langsam zu anstrengend. Da hole ich mir lieber Untersützung von schwerem Gerät. So schafft man es zu viert ganz gut. 
alte Palme in neuem Topf (c) by Jochim Wenk
alte Palme in neuem Topf (c) by Jochim Wenk

Palmenkübel für die Überwinterung im Freien

Den neuen Kübel haben wir schon seit vielen Wochen zu Hause. Erst mussten wir ihn nach-rosten. Der Cortenstahl war nicht gleichmäßig oder an manchen  Stellen gar nicht verrostet. Danach wurde der Rost mit Ovatrolöl-Anstrich fixiert.  So rostet der Kübel nicht weiter und was noch wichtiger ist, Regen- und Kondenswasser, das am Kübel abläuft, löst nicht den Rost und versaut damit die Terrassensteine mit Rostflecken, die nicht wieder zu entfernen sind. Gleichwohl bleibt, anders als bei einem Anstrich mit Klarlack, die raue und gewachsenen Rostoberfläche, die mir ja gut gefällt, erhalten.

Innen haben wir ihn doppelt isoliert und mit einem Heizkabel mit Thermostat ausgerüstet. Die Rohre in den Ecken werden im Winter das Gerüst für den Überbau aufnehmen.

der neue Palmenkübel für die Überwinterung im Freien (c) by Jochim Wenk
der neue Palmenkübel für die Überwinterung im Freien (c) by Jochim Wenk
Jetzt endlich am Wochenende hatten wir es in Angriff genommen. Die Washingtonia kam in den neuen Topf. 
Sie ist so unsagbar schwer. Beim Ein- und Ausräumen ins Winterlager mußten mindestens vier Personen anwesend sein und mithelfen. Selbst dann konnte sie meist nur ein wenig gekippt oder gerollt werden. 
Dieses Monster umtopfen und in den über 80 cm hohen Kübel heben? Undenkbar ohne Maschinen. 
Zuerst wird also alles bereit gestellt. Neuer Kübel, Erde und die zugeschnittene Teichfolie, die den Kübel innen auskleiden wird. 

Palme umtopfen – alles steht bereit und wir können loslegen

noch steht sie im alten Topf, der neue steht bereit (c) by Jochim Wenk
noch steht sie im alten Topf, der neue steht bereit (c) by Jochim Wenk

Ein lieber Mensch kam dann mit dem Schlepper zu Hilfe. Weil ich nicht, weiß, ob die Beiden hier erkennbar sein möchten nenne ich keine Namen oder zeige keine Gesichter. Wenn ihr es lest, nochmal tausend Dank für die Hilfe. Ohne euch hätten wir es nicht machen können.

es wird Ernst, die Palme muß in die Gabel (c) by Jochim Wenk
es wird Ernst, die Palme muß in die Gabel (c) by Jochim Wenk

Vorsichtig fädelten wir den Wurzelballen, der sich schon aus dem Topf nach oben drückte, zwischen die  Frontlader-Zinken.

vorsichtig wird die Palme in die Gabel gefädelt (c) by Jochim Wenk
vorsichtig wird die Palme in die Gabel gefädelt (c) by Jochim Wenk

vorsichtig wird die Palme in die Gabel gefädelt (c) by Jochim Wenk
vorsichtig wird die Palme in die Gabel gefädelt (c) by Jochim Wenk

Immer wieder haben wir mit neuen Binde-Techniken und neuen weiteren Gurten versucht, sie zwischen den Zinken zu fixieren. Immer wieder schlupfte sie heraus, sobald sie angehoben wurde.

wie befestigt man eine Palme an einer Frontladergabel? (c) by Jochim Wenk
wie befestigt man eine Palme an einer Frontladergabel? (c) by Jochim Wenk

Wenn die Palme in die Luft geht

Dann endlich hatte sie Halt und schwebte nach oben. Mit vereinten Kräften gelang es uns, den Kübel vom Ballen zu entfernen. Es ist Samstag abend nach 19 Uhr und zum Fotografieren der Aktion wohl der denkbar ungünstigste Zeitpunkt. Leider sind daher alle Fotos sehr dunkel oder voller Streifen vom gleißenden Sonnenlicht. Es ließ sich nicht anders machen. 

er muß doch abgehen der alte Topf. Hau ruck, Hau ruck (c) by Jochim Wenk
der muß doch abgehen der alte Topf. Hau ruck, Hau ruck (c) by Jochim Wenk

Wie immer, wenn ich die Palmen umtopfte, schneide ich unten eine dicke Scheibe Wurzelmasse ab, damit sie im neuen Topf nicht gleich wieder nach oben gedrückt werden. Früher reichte ein Fuchsschwanz mit Handbetrieb. Heute muß schon eine Kettensägr ran.

Diese Palme hier habe Mitte der 80er Jahre aus einem Samen selbst gezogen. in den vergangenen 30 Jahren habe ich sie schon etliche Male umgetopft!

gut durchwurzelt der alte Topf (c) by Jochim Wenk
gut durchwurzelt der alte Topf (c) by Jochim Wenk

Volker mit der Säge am Wurzelballen (c) by Jochim Wenk
Volker mit der Säge am Wurzelballen (c) by Jochim Wenk

Fertig zum Einpflanzen.

der Wurzelballen ist beschnitten (c) by Jochim Wenk
der Wurzelballen ist beschnitten (c) by Jochim Wenk

Der Kübel muß darunter geschoben werden.

die Palme schwebt, jetzt muß der Topf drunter (c) by Jochim Wenk
die Palme schwebt, jetzt muß der Topf drunter (c) by Jochim Wenk

Und schon sitzt sie im neuen Topf. Jetzt kommen die restlichen  Säcke Erde hinein. Dann wird angegossen und die Bewässerung wieder angeschlossen. Die andere Palme und die Banane kommen wieder an ihren Platz und die Terrasse wird gekehrt. Dann ist  Feierabend.

die Sonne geht langsam unter und die Palme ist endlich im neuen Topf (c) by Jochim Wenk
die Sonne geht langsam unter und die Palme ist endlich im neuen Topf (c) by Jochim Wenk

Cortenstahl passt gut zur Palme und zum Terrassenbelag

Am nächsten Morgen ist das Licht wieder besser und die Palme steht nach der ersten Nacht im neuen Topf ganz gut da. Macht sich doch gut oder? Und sie ist jetzt so hoch, daß man einen Stuhl drunter stellen und so im Schatten von Palmen entspannen kann.

die stolze Washingtonia in ihrem neuen Kübel aus Corten-Stahl (c) by Jochim Wenk
die stolze Washingtonia in ihrem neuen Kübel aus Corten-Stahl (c) by Jochim Wenk

das Kübelpflanzenensemble auf der Terrasse am Haus (c) by Jochim Wenk
das Kübelpflanzenensemble auf der Terrasse am Haus (c) by Jochim Wenk

Im vergangenen Herbst beim Einräumen stand fest, daß es das letzte Mal sein kann, dass wir sie im Haus überwintern. Seither steht, fest, daß wir sie umtopfen und damit für die Winter im Freien vorbereiten müssen. Das ist über ein halbes Jahr her. Und jetzt ist auch dieses Projekt fast abgeschlossen. Nur der Winter-Aufbau für Stamm und Blätter muß noch konzipiert und erbaut werden.

So viel also für heute vom Garten. Diesmal ein Umpflanzaktion. Beim nächsten Mal gibt es wieder schöne Blüten – und Gartenfotos nebst Blütenkonservierung in der Küche.

Apropos Küche. Mit den vielen aromatischen Kräutern aus dem Garten machen wir zu Zeit gerne wieder Kräuterfrischkäse selbst. Herrlich cremiger Brotaufstrich. Gerade passend mit einem frischen Rettich das abendliche Vesper nach solchen Kraft-Aktionen aus zu statten. Das Rezept dazu findet ihr bei achimsgartenzumessen.de

Ein fast fertig abgeschlossenes Gartenprojekt und überall Blüten

Kleines Gartenprojekt fast fertig und abgeschlossen

Der alte Futtertrog

Es sind nun schon etliche Wochen, beinahe Monate ,vergangen, daß ich das Foto vom alten Futtertrog veröffentlichte. Ein neues kleines Gartenprojekt sollte daraus werden. 

alter Futtertrog (c) by Joachim Wenk
alter Futtertrog (c) by Joachim Wenk
Ende Mai dann kam dieses Foto dazu. Nach unserem Besuch in Dennenlohe mit Gartenmesse hatten wir, neben diversen Pflanzen, auch die beiden Schwimmkeramiken erstanden. Sie gehören auch zum neuen Gartenprojekt, berichtete ich damals. 
schwimmende Keramiktierchen (c) by Joachim Wenk
schwimmende Keramiktierchen (c) by Joachim Wenk
Gestern, 21. Juni war es dann so weit. Die Figuren kamen ins Wasser. Das Gartenprojekt ist fast abgeschlossen. Zumindest funktioniert alles. Jetzt müssen noch einige optische Dinge geregelt werden. Verputzen, anstreichen und einen Schutz- oder besser Stützzaun für die Rose müssen wir machen. 
schwimmende Keramiktierchen (c) by Joachim Wenk
schwimmende Keramiktierchen (c) by Joachim Wenk
Weil diese Bilder mir aber so gut gefielen und sie nicht mehr lange produzierbar sind, zeige ich schon jetzt das nur fast fertige Gartenprojekt „Dorfbrunnen“.
Die Geranien, die immer im Trog waren, gefielen mir nicht mehr. Zudem waren sie nicht an die  automatische Bewässerung angeschlossen und solche Kübel kann ich bei mir nicht haben. So kamen wir auf die Idee mit dem Brunnen. 
"Dorfbrunnen" aus einem alten Futtertrog  (c) by Joachim Wenk
„Dorfbrunnen“ aus einem alten Futtertrog  (c) by Joachim Wenk
Er steht ja am Fuße der Einfahrt, die ganz schön den Berg hinauf geht. Wenn man es also nicht weiß, könnte man meinen, daß tatsächlich eine kleine Quelle unserem Grundstück entspringt und wir sie so gefasst haben. 
Schön wäre es. Ich habe aber ja einen Wüstengarten, da entspringen keine  Quellen. So müssen wir also das Wasser selbst in den Trog füllen. Eine kleine Teichpumpe wälzt es um. Ruhig plätschert es dann zurück in den Trog. Die Säule ist aus einfachen Brettern die auf Gehrung geschnitten sind zusammen geschraubt.

Die Säule für das Wasserspeierrohr (c) by Joachim Wenk
Die Säule für das Wasserspeierrohr (c) by Joachim Wenk
 Oben drauf als Dach ist ein Verschnitt von einem Kunststoffbrett, welche wir für meine Pflanztisch verwendet haben. Ein altes übriges Kupferrohr ist gerade so dick, daß der Schlauch von der Pumpe über die Holzsäule direkt ins Rohr passt und bis vor zum Auslass geführt wurde. So kann kein Wasser irgendwo zurück laufen. 
Die Säule für das Wasserspeierrohr (c) by Joachim Wenk
Die Säule für das Wasserspeierrohr (c) by Joachim Wenk
Wie haben wir dann die Holzsäule auf dem Boden befestigt? Das ist so einfach wie genial, die Idee hatte Volker. Es gibt im Baumarkt Einschlaghülsen aus verzinktem Metall mit sehr lange Dorn, der in der Erde steckt und oben drauf einen Rahmen in den Pergolastützen, Zaunpfähle, bei mir die Spalierobstpfähle montiert werden können. So eine Hülse haben wir in den Boden gerammt.
Bodenhalterung für die Brunnensäule (c) by Joachim Wenk
Bodenhalterung für die Brunnensäule (c) by Joachim Wenk
In ihr steckt  ein  etwa 30 cm langes Bälkchen und ist fest mit ihr verschraubt. Auf dieses Bälkchen brauchten wir nun nur die Säule setzen , die zufälliger Weise….. genau den Innendurchmesser hat, wie das Bälkchen dick ist. Zwei Schrauben links und rechst fixieren die Säule auf dem Bälkchen. Und schon steht das alles wirklich bombenfest. 
Der Vorgarten hier ist die aller heißeste Stelle im Garten. Hier tut das beruhigende Glucksen des Wasser wirklich gut. Man glaubt es nicht und doch ist es tatsächlich so. 
"Dorfbrunnen" aus einem alten Futtertrog  (c) by Joachim Wenk
„Dorfbrunnen“ aus einem alten Futtertrog  (c) by Joachim Wenk
Den Storchschnabel hinter dem Trog werde ich im Herbst versetzten damit mehr Abstand zum Becken ist. Die  Moosrose Captain John Ingram kann und will ich nicht versetzten. Sie wird einfach eingezäunt. Der Zaun ist auch schon in Arbeit. Leider aber gab über der Arbeit das Sägeblatt der Kreissäge seinen Geist auf. Daher stockt das Projekt gerade wieder einmal kurzzeitig. Der Zaun soll dann die maßlos wuchernde Rose im Zaum halten. 
"Dorfbrunnen" mit Moosrose am Eingang zum Grundstück  (c) by Joachim Wenk
„Dorfbrunnen“ mit Moosrose am Eingang zum Grundstück  (c) by Joachim Wenk
Das hier sieht natürlich am Foto recht hübsch aus, ist aber in der Praxis nervig. Dauernd sind Blütenblätter im Wasser. In diesem Fall ist es gar nicht so schlecht, daß die Rose ohnehin nur einmal im Jahr blüht. 
Rosenblätter schwimmen auf dem Wasser  (c) by Joachim Wenk
Rosenblätter schwimmen auf dem Wasser  (c) by Joachim Wenk
frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk
frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk

frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk
frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk

frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk
frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk

frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk
frisches Wasser gluckst aus dem Brunnen, die Rose freut es (c) by Joachim Wenk
Apropos Rosenblüten.  Die habe ich gerade reichlich. Oft verbrennen gerade bei den großblumigen Rosafarbenen die Blätter in der Sonne derart, dass die Blüte erst gar nicht aufgeht. Wenn sie aufgehen sind sie auch noch am selben Tag verblüht. 
So viele Blütenblätter liegen herum. Ich mache dieses Jahr etwas, auf das mich Urte vom Elfenrosengarten brachte. Ich lasse sie nicht einfach abfallen und als Mulch auf dem Beet liegen. Diesmal gehe ich jetzt jeden Tag mit meinem Körbchen durch den Garten und sammle noch optisch schön gefärbte aber verblühte Blütenblätter. Ich hatte Lust, sie nach Farben sortiert zu sammeln, was natürlich noch mehr Rennerei durch den Garten bedeutet. Im Keller werden sie dann auf den Rosten des Dörrapparates ausgebreitet und zum Trocknen gelegt. In den Apparat gebe ich sie nicht, da ich befürchte, der Luftstrom könnte gerade die Kleinen durcheinander wirbeln. 
Was ich damit mache weiß ich noch nicht. Der mir empfohlene Rosenzucker wird sicher getestet, auch wenn ich da wieder noch keine Vorstellung habe, wo ich ihn verwende. Da ich keine Seifen oder Badekugeln mache, kann ich sie hier auch nicht verwenden. Ich habe schon Badekugeln früher selber gemacht und keine eigenen Rosenblüten gehabt, jetzt habe ich welche und mache die Kugeln nicht mehr. Naja, jedenfalls trocknen ist ja nie verkehrt und dann getrennt nach Farben in  Gläser gefüllt sind sie, wenn gar nichts ginge, zumindest optisch schon einmal viel Wert. 
Verblühtes von den Rosen wird getrocknet  (c) by Joachim Wenk
Verblühtes von den Rosen wird getrocknet  (c) by Joachim Wenk
So langsam blüht auch der Rambler Rose Marie Vieaud vollends auf. Sicher kommen auch seine Blüten noch zum Trocknen in den Keller. 
Rambler Rose Marie Vieaud  (c) by Joachim Wenk
Rambler Rose Marie Vieaud  (c) by Joachim Wenk

Rambler Rose Marie Vieaud  (c) by Joachim Wenk
Rambler Rose Marie Vieaud  (c) by Joachim Wenk

Noch ein paar romantische Blüten-Szenen

Zum Abschluß habe ich noch ein paar schöne Fotos. Die gibt es jetzt wieder mit einer dazu gestrickten Geschichte. 
Selbst aussähendes Mutterkraut, von manchen als Unkraut geschmäht, von mir freudig begrüßt. Seht nur, wie sehr  seine Blüten zur Rosa Empress Joséphine passen. Beide stehen im Mäuerchenbeet auf der anderen Seite der Einfahrt. Sie hören ab sofort das erfrischende Plätschern des Brunnens. Das haben sie nötig. Nirgends ist es so heiß im Garten, wie hier. Die Empress sieht daher auch alles andere als schön aus. Eher abgefrackt und elend. 
Ihr meint, daß das doch gar nicht stimmt? Klar das Foto ist auch so aufgenommen, daß man das nicht sieht. Und ich bin ehrlich selbst überrascht, wie schön sie hier aussieht. Man muß halt nur nah genug ran gehen, alles Unschöne ausblenden und übrig bleibt die Sonnenseite des Lebens. 
Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk

Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut und Rose  Empress Joséphine  (c) by Joachim Wenk
Wenn man das Beet von ein wenig weiter entfernt betrachtet, ist im ersten Anschein auch  noch alles in Ordnung.  
Mutterkraut  und roter Mohn und rosa Rose  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut  und roter Mohn und rosa Rose  (c) by Joachim Wenk
Hier sind jetzt zwei Selberaussäh-Spezialisten unter sich. Keine von beiden Blumen sähe oder pflanze ich mehr im Garten. Sie kommen, wo es ihnen gefällt. Hier ist das wohl der Fall. Roter Seidenmohn und das  Mutterkraut. 
Mutterkraut  und roter Mohn  (c) by Joachim Wenk
Mutterkraut  und roter Mohn  (c) by Joachim Wenk
Oh! Ups, ist mir das Foto doch hier rein gerutscht. So sieht die Empress Josephine also aus, wenn man einfach nur davor steht und auf den Auslöser drückt. Die Rosen-Blüten sind nicht verblüht, sondern schlichtweg verbrannt. Die Katzenminze ist wirklich am verblühen. 
Rose  Empress Joséphine leidet unter der Glut der Sonne  (c) by Joachim Wenk
Rose  Empress Joséphine leidet unter der Glut der Sonne  (c) by Joachim Wenk
Nein, wenden wir uns lieber wieder schönen Details zu. Gehen nahe ran und drücken dann ab. 
Voilà, selbst aussähende Färberkamille jetzt in voller Blüte. Sie mag es heiß und trocken, genau richtig für sie, in meinem  Vorgarten. 
gelbe Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
gelbe Färberkamille  (c) by Joachim Wenk
Auch die Lichtnelke verträgt es gut heiß und trocken. 
gelbe Färberkamille und pinke Lichtnelke   (c) by Joachim Wenk
gelbe Färberkamille und pinke Lichtnelke   (c) by Joachim Wenk
Wieder ein paar Schritte zurück treten und das Beet betrachten. Neue Szenen für Nah-Aufnahmen suchen. 
Staudenbeet vom Boden aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vom Boden aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Oder einfach einmal um das Beet herum laufen und es von der anderen Seite aus betrachten. 
(c) by Joachim Wenk
Rose und Mutterkraut von der anderen Seite des Beetes aus gesehen (c) by Joachim Wenk
Wenn ich noch weiter zurück trete und ins Wohnzimmer gehe, das im ersten Stock ist, habe ich diesen Blick aufs Mäuerchenbeet. Solche Fotos sind eher Dokumentationsfotos denn Schön-Ausseh-Fotos. Sonst hätte ich auch sicher den Weg runter in den Garten auf mich genommen und den Müllsack für alte Rosenblüten und Unkraut noch aus dem Weg geschafft.
Staudenbeet vom ersten Stock aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vom ersten Stock aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Lieber gehe ich noch ein Stockwerk höher und blicke aus dem Schlafzimmerfenster. Von netten rosa Rosen und Mutterkraut ist von hier oben nichts zu erkennen. Das gibt nie ein Schön-Foto. 
Staudenbeet vom zweiten Stock aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vom zweiten Stock aus gesehen   (c) by Joachim Wenk
Was dennoch schön ist, ist die Aussicht über den Dorfweiher von unserem Haus aus. Unverbaubar und unbezahlbar, von vielen bewundert, die zu Besuch kommen. 
Übrigens, wer den weiter fortschreitenden Aufbau meiner Gemüse- und Vorratsseite verfolgen möchte. Ein neues Rezept ist online: Sommerwirsing-Gemüse

Welche Geschichte finde ich blos zu all den schönen Fotos

Brückentag und Strohwitwer, was für eine Kombination

Wenn man den Brückentrag am Freitag frei hat und dann auch noch als Strowitwer vier Tage allein daheim ist kommt man auf so mancherlei Idee. 
Da wird gebacken und konserviert. Für wen eigentlich, ist ja  niemand daheim.  Hierüber berichte ich in den nächsten Tagen wieder bei www.achimsgartenzumessen.de unter den Stichworten „Blattgemüse konservieren“ oder „Kräuterplätzchen“. 
Ansonsten haben ich bis auf wenige Stunden in der Nacht meine vier freien Tage selbstverständlich im Garten verbracht. Die Zeit verflog so, in die Arbeit gestürzt, wie im Flug. Strohwitwer ansich ist nämlich kein schöner Zustand. 
Ganz allein war ich ja aber nicht, immer dabei war das Handy zum fotografieren. 

Was verbindet die einzelnen Fotos und wie präsentiere ich sie am besten?

Ein ganzer Schwung schöner Fotos ist entstanden. Dass es oft schwierig ist, das rechte Licht dafür zu finden, diskutierte ich kürzlich. Wisst ihr, was aber mindestens genau sie  kompliziert ist? 
Die Frage: wie präsentiere ich die Fotos hier.  Eine Geschichte sollte die einzelnen Bilder sinnvoll verbinden, finde ich. Meistens ist diese Geschichte sogar schon beim Fotografieren in meinem Kopf. Nach ein oder zwei Fotos kommt ein Gedankenblitz und die weiteren Fotos werden dann dieser Geschichte gehorchend geschossen. 
Diesmal war es – und das ist echt selten – so, daß ich einfach drauf los knipste. So viel schöne Details sah ich überall. Jetzt sitze ich am PC und sichte. Ich muß welche weglassen, zu viele sind es. Aber welche? Nachdem mir die Geschichte für die heutige Präsentation also nach und nach eingefallen ist, sortierte ich neu, strich die nicht passenden Fotos und kann nun mit dem Berichten loslegen. 

Kombinationen im Garten – wild und lebendig oder lebendig weil wild?

Die Geschichte könnte den Titel „Kombinationen“ haben. Dazu gibt es viel Geschriebenes. Und viele Gärten, die ich hier so sehe, haben da auch ihre eigenen Vorlieben. Bei den einen muß immer rund ums Jahr alles weiß sein. Andere mögen kein Rot und die Farbe Gelb darf sowieso nie vorhanden sein. Also bei mir ist es anders. Ich finde es nach wie vor sehr schwierig, etwas zum Gedeihen und Blühen zu bringen. Einmal töten die Schnecken ein paar Jahre alles und jeden und dann kommt die Dürre. Die vernichtet die Schnecken und mit ihnen so manche Staude oder Sträuchlein. 
Ich will gar nicht fragen, was als nächstes kommt. Und überlegen, wie viele Stauden ich die letzten Jahre umsonst gepflanzt habe, ohne sie überhaupt ein mal habe blühen zu sehen, will ich schon gar nicht. Es sind auf alle Fälle viele Dutzende. Lange Rede „kurzer“ Sinn. Wenn in meinem Garten etwas wächst und dann auch noch blüht, dann darf es das. Dort, wo es sich selbst hat entschieden zu wachsen und zu blühen. Manchmal sind die Farbkombinationen wie aus dem Lehrbuch und manchmal sind sie wie aus dem Leben. Bunt und schräg. Und genau diese Mischung mag ich, bin ich, will ich. 
Vielleicht gebt ihr mal Bescheid, welche Kombination euch von den hier gezeigten persönlich recht gut gefällt? 
Gelb und weiß, da kann man  glaube ich nichts verkehrt machen. Brandkraut und Mutterkraut. Letzteres hat sich selbst dort hingesetzt. 
(c) by Joachim Wenk

Gelb und dunkelstes Pink. Ich sag nur, die gelbe Färberkamille habe ich dort gepflanzt und die Lichtnelke kam selbst hinterher. Ein schönes Paar.

(c) by Joachim Wenk
Warnung!
Das folgende Foto ist für Gelb-Phobiker nicht geeignet. Die Farbkombination Gelb und Gelb. Gepflanzt hatte ich nur die Rose Golden Celebration. Die Färberkamille kam ihr von Jahr zu Jahr immer näher. 
(c) by Joachim Wenk

Rose golden Celebration und Färberkamille (c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk
Ton in Ton ist schön. Wild gemischt aber auch. Ist diese Kombination hier nicht reizend. Hat das nicht was von einem Blumenstrauß auf Omas Küchentisch? Blauer Storchschnabel, weiß-gelbe Bertramblüten und Muttekrautwolken, roter Mohn und rose Empress Josephine Rose. „Unbeschwerter Landsommer“ würde ich die Gruppe nennen, wenn ich sie als Set vermarkten sollte. Dann müsste ich aber der Natur Tantiemen abgeben. Denn gepflanzt habe ich nur die Rose und den Storchschnabel den Rest hat sie dazu kombiniert.
 (c) by Joachim Wenk
Ist das gerade zu heftig gewesen für die Augen? Dann nehmen wir einmal ein klitzekleines Detail heraus und vergrößern es. Rosa Empress Josephine und weiß-gelbes Muttekraut. Gleich hat das Auge wieder mehr Ruhe. 
(c) by Joachim Wenk
Oh, er kann ja auch vernünftig! Ja auch das geht. Rosa Jacques Cartier und die weiße Spornblume. Beides bewußt von mir gepflanzt, genau an diese Stelle! 
(c) by Joachim Wenk
Genau genommen habe ich auch die rote Spornblume dazu gepflanzt und ich finde das geht auch noch. 
(c) by Joachim Wenk
Rosa ist aber auch einmal ganz schön für sich allein anzuschauen. 
rosa Jacques Cartier (c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk

rosa Jacques Cartier (c) by Joachim Wenk
rosa Jacques Cartier 
Rosa, rosaweiß und weiß. Zwar beides gepflanzt, aber den Fingerhut im letzten Jahr, die Hortensie dieses Jahr im Mai. Wenn erst mal dahinter das gelbe Johanniskraut aufgeht, ist die Kombination wieder typisch für meinen Garten. Überhaupt finde ich dieses etwas romantisch unaufgeräumte überall doch mehr und mehr reizvoll. 
Tontopf und Rambler ist immerhin auch ein Kombination. Weniger der Farbe wegen habe ich das Foto ausgewählt. Nein es ist diese Stimmung darauf, die mir so gefällt. 
(c) by Joachim Wenk

Und somit habe ich auch gleich einen Anlass, den Rambler Paul’s Himalayan Musk im Walnußbaum abermals zu präsentieren. Er blüht eben so schön und dabei so kurz. Sehr wenige Tag im ganzen Jahr und den Rest der Tage im Jahr heißt es warten auf diese nächsten Tage im nächsten Jahr.

Was ihn aber zu einer Pflanze würdig für meinen Garten macht ist das unkontrollierbare, unformbare, wilde Wachstum. Ihn könnte man in keinen Rahmen zwängen oder zu einer Form erziehen. Ihn kann nur jemand lieben, der fasziniert beobachtet, mit welcher Lebenskraft, ja Lebensfreude die Natur ans Werk geht und diese Freude dabei mit uns teilt. Wenige Tage im Jahr, aber ich genieße diese um so mehr.

(c) by Joachim Wenk

 (c) by Joachim Wenk
Und hier? Unbändiges Wachstum? Was für eine Kombination? Ja, unbändig,  so kann man die Moosrose Captain John Ingram durchaus einordnen. Kombination?  Rose und Stein? Nein eigentlich nicht. Aber die Natur der Dinge schlägt uns hier immer wieder ein Schnippchen und so ist das Projekt am Pflanzkübel im Vorgarten doch wieder 2 Schritte zurück gegangen nach dem es einen vorwärts ging. Aber ihr werdet es schon noch fertiggestellt zu sehen bekommen. Wir sind wirklich kurz davor. 
Dann haben wir eine Kombination die auch sehr schön und klassich ist. Nur leider wird dann die Rosenblüte für diese  Jahr hier vorbei sein. 
(c) by Joachim Wenk
Kombinationen im Garten beziehen sich also nicht nur auf die Blüten zweier Pflanzen, sondern auch auf die Materialien. So zum Beispiel ein Rankgerüst für Rosen. Hier muß das Passende erst mal gefunden werden.  Immer schon gefielen mir Rosen, wie eben der Rambler von eben, die blühend aus alten Bäumen hängen. Damals, als wir unseren Garten bekamen, war ich natürlich überglücklich, einen eingewachsenen Garten mit große Bäumen zu bekommen. Und bis man sich’s versah, standen die Rambler da. 
Hier der zweite Walnußbaum mit dem Rambler Rose- Marie-Vieaud. Ein Rosenbogen ist etwas Schönes und ich habe auch einen. Aber eine Rose in einem Baum ist natürlich unerreicht,  finde ich. 
(c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
Die letzte Kombination für heute ist ganz einfach. Grün in Grün. Mehr  braucht es nicht .
(c) by Joachim Wenk
Und wenn also, was leider viel zu selten ist, Besuch in meinen Garten kommt und sich am Haus vorbei einige Meter bergauf  begibt, der sieht zum Beispiel dieses Bild. „Wo sind hier all die netten Szenen und Kombinationen? Ich sehe ja nichts“ , wird der Besucher denken. 
Nun dazu muß man schon richtig eintauchen in den Garten, Ruhe mitbringen und vor allem hinsehen. Auch das ist wie im richtigen Leben. Es gibt so unendlich viel Schönes zu sehen und zu erfahren Wie oft sehen wir es nicht, laufen daran vorbei und übersehen es vor lauter Hatz und Eile. Eile zu was? Ein schönes Leben führen zu können? Schaut euch die Bilder an, das Schöne ist bereits da und was es braucht ist Achtsamkeit , Offenheit und es geschehen zu lassen.
(c) by Joachim Wenk

Der ist gut, hechelt selbst sicher den ganzen Tag schweiß überströmt durch den Garten und redet dann von „es geschehen lassen“ und „das Schöne wahrnehmen wollen“. Naja ganz unrecht hat der nicht, der das von mir denken mag. Aber nein, ganz Recht auch wieder nicht. Hier der Beweis, ich kann auch zurück schalten und genießen.

(c) by Joachim Wenk
 (c) by Joachim Wenk

Bitte? Ihr versteht nicht was ich meine? Das verstehe ich nicht, seht doch genau hin. Ja, die Aussicht ist auch schön, aber nicht der Punkt um den es hier geht. Also noch mal einen Blick drauf werfen:

Wird es jetzt klarer? Aber sicher doch. Und wenn ihr noch nicht neidisch seid, dann blickt doch mal auf die Temperaturanzeige am Bedienteil.

(c) by Joachim Wenk

 Eine halbe Stunde in „der Kuppel“ wie wir das nennen,  spült alle Anstrengungen des Tages weich. Das kann ich euch versichern.

(c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk

Wenn der Besucher in meinem Garten also irrtümlicher Weise nicht auf der Vorderseite des Hauses in den oberen Garten wandel,t  um dort das oben gezeigte Bild zu sehen, dann gelangt er genau hier hin und sieht mich hier schwimmen? Nein, wenn Besuch kommt, dann treibe ich natürlich nicht hier auf der weichen und warmen Welle. Dann schwebe ich auf Wolke 7 vor Begeisterung, daß jemand zu Besuch gekommen ist.

sie nannten es: die Kuppel (c) by Joachim Wenk
sie nannten es: die Kuppel (c) by Joachim Wenk

Ins rechte Licht gerückt? Gar nicht so einfach.

Blumen und Gemüse zu fotografieren ist wirklich nicht einfach

Wenn man das rechte Licht vergisst

Ist das nicht verrückt? Jeden Tag will ich gegen Abend, wenn die mildere Sonne das Staudenbeet bestrahlt, ein Foto machen. Und noch nicht ein einziges Mal habe ich zum rechten Moment daran gedacht. Meist, war es schon zu spät und ein Teil vom Beet bereits im Schatten. Dieser Kontrast sieht am Foto aber immer drastischer  aus, als in  der Realität. Schön jedenfalls sind die Fotos nicht. 
Ich denke früh morgens daran, wenn die Morgensonne von Hinten aufs Beet scheint. Wobei ich die Stimmung hier dann doch reizvoll finde.
Staudenbeet mit Morgensonne im Rücken (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit Morgensonne im Rücken (c) by Joachim Wenk

Und ich denke abends daran, wenn die Sonne gar nicht mehr aufs Beet scheint. Immer aber kommt es dabei etwas zu dunkel heraus. Bevor aber der Rambler Paul’s Himalayan Musk im Walnußbaum verblüht ist, zeige ich eben die Morgen- und Abendbilder. Besser die, als gar keine finde ich. Ich bin halt kein professioneller Fotograf und ehrlich gesagt auch kein Hobby-Fotograf. Meine Energie und Leidenschaft liegt im Gärtnern. Fürs Foto-Hobby reichen meine Ressourcen nicht mehr aus.

Staudenbeet in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Climbing Madame Caroline Testout am Rosenbogen blüht dieses Jahr zum ersten Mal richtig. Sie steht noch nicht so lange dort. 
climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk
climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk

climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk
climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk

V

on der Rose de Resht sind schon viele Blüten hinüber. Die müsste ich einmal abknipsen. Aber die liebe Zeit. Gut, dann fotografiere ich eben ein Büschel neuer Knospen. Man muß sich halt nur zu helfen wissen.

Rose de Resht (c) by Joachim Wenk
Rose de Resht (c) by Joachim Wenk

Von der Moosrose Captain John Ingram gibt es auch nur eine noch hübsche Blüte. Die anderen sind durch die knallende Sonne schon sehr mitgenommen und nicht mehr fotogen. Der ganze, wirklich stark wuchernde Busch ist von Büscheln dieser herrlichen dunkel gefärbten Blüten übersät. Leider bleibt die Farbe in der Sonne nicht lange so dunkel und hellt schnell auf.


 Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk

Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk

Im heißesten Beet steht die Empress Josephine. Sie war dieses Jahr noch nicht einen Tag fotogen. Sie zu großer Hitze und Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Daher nur ein etwas entfernteres Bild. Daran kann man erahnen, wie toll sie wäre, wenn es nicht dauernd über 30 Grad und absolut wolkenlosen Himmel ohne einen Tropfen Regen hätte.

Empress Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress Josephine (c) by Joachim Wenk
Paul’s Himalayan Musk ist beinahe am Verblühen. Da der Walnußbaum noch sehr kahl ist (Frostschäden vom April), sieht man dieses Jahr besonders gut, wie hoch die Rose schon gewaschen und über und über mit Blüten übersät ist. 
Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
Paul’s Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk

Im anderen Walnußbaum krabbelt die etwas weniger wüchsige Rose Marie Vieaud empor. Sie beginnte jetzt ihr lila Blütenwunder.

Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Die einzige Rose, die dieses Wetter liebt, ist meine Seeorose. Gut, sie hat auch ausreichend Wasser zur Verfügung. Von Jahr zu Jahr wird sie schöner und blüht immer mehr. Das geht den ganzen Sommer so mit nur leicht reduzierter Blütenzahl. Im Moment sind es 8 oder 9  Blüten gleichzeitig. 
Seerose (c) by Joachim Wenk
Seerose (c) by Joachim Wenk
Zum allerersten Mal blüht jetzt mein Bauernjasmin. Ich liebe diese Blüten und den Duft. 2015 habe ich zwei Büsche gepflanzt. Weil es aber so trocken ist,wachsen sie kaum. Sie haben nur zwei absolut mickrige und gerade so dünne wie zerbrechliche Ästchen. Ich war wirklich überrascht, daß sie dieses Jahr Knospen bekamen und die dann auch so wunderbar aufblühten. Vielleicht wachsen die Pflanzen ja auch noch. Ich kenne den Strauch als großen und kräftig wachsenden Busch. 
Bauernjasmin (c) by Joachim Wenk
Bauernjasmin (c) by Joachim Wenk
Selbst ausgesät hat sich der Natternkopf. Hummeln fahren total auf ihn ab. Es ist schon komisch. Mein Garten lebt von den Sachen, die sich selbst aussähen. Wenn ich was neu pflanze geht es meist im zweiten Jahr kaputt oder kommt erst gar nicht wieder. Ein paar solcher Fälle habe auch dieses Jahr wieder. Also muß ich quasi diese Selbstaussäer gewähren lassen, sonst hätte ich ja nichts Blühendes im Garten. 
Natternkopf (c) by Joachim Wenk
Natternkopf (c) by Joachim Wenk
Gut, ich hatte ja im letzten Bericht auch schon den Gemüsegarten zum Thema. Aber diese Bilder will ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Die Haferwurzel, die sich selbst überall im Garten ausgesät hat, blüht so schön. Und ganz ohne meine Pflege. 
Haferwurzel blüht im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Haferwurzel blüht im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Keine Blume aber ein Gemüse mit hohem Zierwert – zumindest bis ich es jetzt dann ernte – ist die rote Melde. Gerade im Gegenlicht fasziniert ihre Farbe. 
rote Melde (c) by Joachim Wenk
rote Melde (c) by Joachim Wenk

Ebenfalls von hohem Zierwert ist die Blauwschokker Erbse. Seien es die  Blüten oder jetzt die Schoten.  Mittlerweile sind sie etwa 2 m hoch. Also auch nicht zu übersehen im Gemüsebeet.

Blauwschokker Erbse Blüte  (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbse Blüte  (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbse Schoten  (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbse Schoten  (c) by Joachim Wenk
Schließlich noch ein aktuelles Foto vom Garten am Dorfweiher. Die Kartoffeln bilden mittlerweile eine geschlossene Decke. Leider wuchern die Winden durch Stroh und Kartoffelkraut nach oben. Wie ich die wegbringen soll, weiß ich leider überhaupt nicht. 
Die Kürbisse, Zucchini und Patissons haben sich auch wieder erholt und wachsen. Ich kam mal wieder nicht zum Pflanzen. Als ich dazu kam, war es – wie auch anders – irre heiß und sie kamen aus dem Gewächshaus. Da sind sofort die Blätter verbrannt. Nun ist das Elend aber überwunden und das Wachsen kann beginnen. 
Kartoffelbeete (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeete (c) by Joachim Wenk

In der Küche war ich auch tätig. Ein paar Kohlrabi mußten aus dem Beet und ich hatte gerade keinen Bedarf. Da habe ich sie kurzerhand milchsauer konserviert. So einfach und so lecker. 
Wie es geht, lest ihr in meiner Selbstversorger-Küchen-Seite  oder ihr schmökert gleich ein wenig in meinen nun immer mehr werdenden Küchen- und Vorratserfahrungen unter  www.achimsgartenzumessen.de

Kohlrabi milchsauer (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi milchsauer (c) by Joachim Wenk

der jäte deinen Garten Tag

Es gibt einen nationalen Tag zum Unkrautrupfen

Also das hätte ich ja nicht vermutet, daß ich mit meiner momentanen GartenARBEIT derart up-to-date bin. 
Seit vielen Wochen wollte ich schon gar nicht mehr in die Beete schauen. Dabei war es egal ob Gemüsebeet oder Staudenbeet. Überall nahm das Unkraut überhand. Es wucherte und bedrohte mittlerweile schon meine Kulturpflanzen ernsthaft. 
Aber ich hatte einfach keine Zeit, es zu entfernen. Der Mai bestand nur aus Feiertagen und Geburtstagen. Zudem ist es die Zeit nach den Eisheiligen, während der alles aber auch wirklich alles raus muß und gepflanzt werden will. Das hatte Vorrang. Selbst hier waren manche Pflanzen schon überständig in den  Töpfen und Schalen. Also wer wird da ans Unkraut denken. 

Der jäte-deinen-Garten-Tag

Am vergangen Wochenende nun war es so weit. 10. und 11. Juni waren Unkraut-rupf-Tage. 
Dann lese ich im Büro in einem sozialen Netz doch tatsächlich am Dienstag, daß der „Jäte-deinen-Garrten-Tag ist. In Amerika ist der „National Weed Your Garden Day“ einer der kuriosen „Feiertage“. 
Gut am Dienstag war ich wie gesagt im Büro, aber am Mittwoch hatte ich nochmal Zeit, mich ums Unkraut zu kümmern. Ich habe den Unkrautrupf-Tag also mit meinen Aktionen eingerahmt. Verrückt, was es so alles gibt. Oder? 
Jetzt sehe ich mein Gemüse wenigstens wieder!
Die Erbsen hängen voller Schoten (c) by Joachim Wenk
Die Erbsen hängen voller Schoten (c) by Joachim Wenk

Der Meerrettich steht schön im Beet (c) by Joachim Wenk
Der Meerrettich steht schön im Beet (c) by Joachim Wenk

Frühkohl, Meerrettich und Sellerie im Beet (c) by Joachim Wenk
Frühkohl, Meerrettich und Sellerie im Beet (c) by Joachim Wenk

rote Melde (c) by Joachim Wenk
Die Melde werde ich demnächst ernten (c) by Joachim Wenk

Also alles Unkraut habe ich nicht raus gerupft. Der Bertram hier steht zwar so was von mitten im Weg. Aber wer könnte so eine hübsch blühende Pflanze raus reißen? Ich habe mal welchen gesät und seither habe ihn jedes  Jahr irgendwo im Garten. Der hier soll sich wieder aussähen.

nicht alles "Unkraut" wird entfernt. Der Bertram darf stehen bleiben (c) by Joachim Wenk
nicht alles „Unkraut“ wird entfernt. Der Bertram darf stehen bleiben (c) by Joachim Wenk
Am Mittwoch später Nachmittag dann war ich fast rum. Die Biotonne quoll natürlich über. Abfuhr ist erst in den kommenden Tagen. Also wohin mit dem Zeug? Unkraut zum Teil mit Wurzeln und Samenständen bringe ich nicht auf den Kompost. Ich bin zwar verrückt aber nicht Wahnsinnig. 
Also rauf auf den Hänger und raus zu den Weihern.  
(c) by Joachim Wenk
ein bisschen Unkraut muß entsorgt werden (c) by Joachim Wenk
An einer Grundstücksgrenze liegt es nun gut. 

Frühsommerstimmung an den Karpfenweihern

Hier noch ein paar Eindrücke von unseren Weihern, wo ich doch schon mal da war.
Wie ich finde der schönste Weg um den Weiher. Die Zweige der Erlen hängen beinahe bis zur Wasseroberfläche herunter. 
romantischer Pfad um den Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
romantischer Pfad um den Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Wenn ich den Weg entlang schlendere komme ich zu dem Punkt, von dem aus ich seit einigen Monaten zu jeder Jahreszeit ein Foto mache. 
Karpfenweiher im Juni (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher im Juni (c) by Joachim Wenk
Und wenn ich so um den Weiher spaziere freue ich mich, unsere jungen Karpfen, vom letzten Sommer froh auf und munter im warmen Oberflächenwasser entspannen zu sehen. Sie sind schon gut gewachsen. 
einjährige Karpfen (c) by Joachim Wenk
einjährige Karpfen (c) by Joachim Wenk

Wenn man ein wenig wartet, wird der Schwarm immer größer. Die Fischlein sind etwa 7cm lang. Jetzt! Im Winter bei 15 Grad unter null, zugefrorenem Weiher und ewiger Kälte waren sie ja noch kleiner. Kein Wunder, daß die jetzt die Wärme der Sonne genießen.

einjährige Karpfen im Schwarm (c) by Joachim Wenk
einjährige Karpfen im Schwarm (c) by Joachim Wenk

einjährige Karpfen im Schwarm (c) by Joachim Wenk
einjährige Karpfen im Schwarm (c) by Joachim Wenk
Hier am anderen Weiher sind nur große Karpfen drin. Wenn man genau hinsieht, sieht man sie auch dicht unter der Oberfläche ihre Runden ziehen. 
Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Macht doch einfach einmal den Lautsprecher am PC an und klickt auf das  Video. Taucht ein für kurze Zeit in die Sommerstimmung am Karpfenweiher. 

Heute am Donnerstag ist ja ein richtiger Feiertag, Fronleichnam und ich habe noch ein wenig weiter gerupft. Wieder  ist ein großer Mörtelkübel voll geworden. Und in den Beeten, wuchert schon wieder das neue Unkraut. Das ist doch wirklich der Wahnsinn. 
Jetzt werde ich mich am Wochenende aber erst einmal um andere Gartenarbeiten kümmern. Der Kompost muß umgeschichtet werden. Gemüse sollte ich sähen. Wieder Salat und Kohlrabi und mal sehen, was noch in  meiner Saattabelle steht. Brennesseljauche sollte ich gießen und regnen müsste es echt dringend mal wieder. Heute sagten die Wetter-Apps ein wenig Regen am Abend voraus. 
Regen gab es nicht, nur ein paar Wolken und in der Ferne ein Regenbogen. 
Regenbogen aber kein Regen (c) by Joachim Wenk
Regenbogen aber kein Regen (c) by Joachim Wenk
Was bin ich froh, im Frühjahr überall in den Beeten die Tropfschläuche gelegt zu haben. Ohne die wäre wieder alles verloren. Sie laufen mehrmals die Wochen für etliche Stunden. Beim Unkrautrupfen habe ich gemerkt, daß der Boden dabei keineswegs naß ist. Ganz leicht feucht und an vielen Stellen trocken. Aber die Pflanzen stehen noch ganz gut da. Das Wasser versickert wohl wirklich im Boden und die Wurzeln kommen da noch dran. Früher habe ich beregnet. Da war nur die Oberfläche ein paar Millimeter nass und sofort wieder trocken. Viel Wasser habe ich da verbraucht für fast keinen Erfolg. Das ist dieses Jahr besser. Das Wasser kommt dort an, wo es gebraucht wird. 

Der Landgarten in der Frühsommer-Sonne

Gartentagebuch vom Wochenende des 10. und 11. Juni 2017

Sonntag abend und die Arbeit ist geschafft

Sonntag Abend, kurz vor Feierabend und Stammtischzeit habe ich es doch tatsächlich geschafft!
Ja, ich bin jetzt einmal rum mit Unkraut-Rupfen. Erst der Gemüsegarten, dann jetzt am Wochenende die ganzen Staudenbeete. 
Was habe ich geschwitzt in der Sonne und mit langen Hosen. Aber lieber schwitzen als auch an den Beinen zerstochen von  Brennesseln und  Rosen und Ameisen und anderem Getier.  Die Braune Tonne, unsere Bio-Abfalltonne, ist mehr als voll und einige Schubkarrn,  mit Unkrautbergen aufgehäuft, stehen im Carport. So viel schöne Grünmasse für Kompost und Mulch. Aber so verrückt bin nicht einmal ich, daß ich das Unkraut, allem voran Giersch, der zum Teil mit Wurzeln ausgerissen wurde, auf den Kompost gebe. Nein, das muß  ich entsorgen, sonst verbreite ich es ja noch mehr im ganzen Gelände. 

jetzt werden die Verluste aus dem kalten Winter deutlich

Bei dieser intensiven Auseinandersetzung mit meinen Staudenbeeten habe wieder einige willkommene Sämlinge entdeckt. Genauso habe ich aber leider feststellen müssen, daß ich im kalten Winter etliche Stauden verloren habe. Was jetzt noch nicht treibt, treibt nie mehr. Kleine neue Stauden gehören zu den Verlusten  und auch alte und große Stauden. Das gibt Lücken im Beet  und im zeitlichen Ablauf der Blütenfolge. Nicht nur Stauden auch kleine Sträucher wie der große Cistus, der Eukalyptus oder der Hibiskus sind kaputt. Auch ein Wein  im Weinberg ist total abgestorben. 3 kämpfen noch immer mit dem Verlust aus dem klirrend kalten April und einer schiebt ganz neu von unten hervor. Aller Erziehungsmaßnahmen beginnen also von vorne, ohne bisher ein einziges Mal etwas geerntet zu haben. Winter und Frühjahr waren wirklich sehr hart für den Garten. 
Die Feige treibt wieder aber unwahrscheinlich langsam. Sie ist wohl auch stark geschädigt. Ebenso der Khakibaum. Er treibt an irgendwelchen Stellen erneut aus. Formschitte der letzten Jahre waren umsonst. Jetzt muß gerettet werden, was geht und ich freu mich, daß er überhaupt wieder irgendwo grün austreibt. 

Im Gemüsegarten wird fortlaufend gesät, gepflanzt und geerntet

Im Gemüsgarten muß ich jetzt wieder anfangen  mit Unkraut rupfen. Ansonsten steht alles gut in den Beeten. Auch die Buchse dort sind in Form geschnitten. So langsam komme ich wieder nach mit der Gartenpflege. Ein paar Gemüse sind noch als Babys in den Topfplatten andere gerade gesät. Wieder andere müssen wieder gesät werden. Kohlrabi und Salat zum Beispiel oder dann die Winterrettiche und Endiviensalat. Es reißt nicht ab und ich muß weiter auf den Zeitplan achten, um keinen Saattermin zu verpassen. 
Im Garten am Weiher sind die Kartoffeln über dem Stroh stark  gewachsen. Kürbis und Zucchini habe ich gepflanzt. Buschbohnen sind gesät. Das ging auch trotz der dicken Mulchschicht ganz gut. Mulch beiseite schieben, Rille pflügen, Bohnen einlegen, gießen, Rille zuschieben und Mulch wieder nahe daran rücken. Gut, Möhren oder Pastinaken, die urewig brauchen um zu keimen und dann lange ganz winzig kleine  Sämlinge sind, hätte ich da nicht sähen wollen. Aber  meine Buschbohne, die sehr stark wüchsig sind, konnte ich ohne Bedenken dort sähen. Auch wenn etwas Strohmulch direkt auf der Saatrille liegt, macht das denen nichts. Die schieben sich schon nach oben ans Licht. 
Das war also das Wichtigste aus meinem Wochenende. Den Rest erzählen die Fotos. Das passende Licht für die Bilder zu bekommen war zum Teil schwierig. Tagsüber knallte unbarmherzig die Sonne vom blauen Himmel und das Licht der Dämmerung zeigt auch wieder nicht die passende Stimmung in den Fotos. 
rosa Pfingstrosen (c) by Joachim Wenk
rosa Pfingstrosen (c) by Joachim Wenk

weiße Clematis (c) by Joachim Wenk
weiße Clematis (c) by Joachim Wenk

weiß-rosa Rambler Pauls Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
weiß-rosa Rambler Pauls Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk

Und hier sind die Drei unterm Walnußbaum (Pfingstrose, Clematis und Rambler) als Ensemble  fotografiert. Hier das Foto mit Schatten im Beet.

weiß-rosa Rambler, rosa Pfingstrose, weiße Clematis (c) by Joachim Wenk
weiß-rosa Rambler, rosa Pfingstrose, weiße Clematis (c) by Joachim Wenk
Und hier das Foto mit Sonne im Beet. Irgendwie hätte ich aber ein Licht genau dazwischen brauchen können….
Staudenbeet vor Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet vor Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

 Blick über das Seerosenbecken zum Dreier-Ensemble unterm Walnußbaum.

Seerosenbecken mit Solar-Fontäne (c) by Joachim Wenk
Seerosenbecken mit Solar-Fontäne (c) by Joachim Wenk
Ebenfalls im Staudenbeet vor dem Gemüsegarten: 
Spornblumen und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Spornblumen und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

Spornblumen und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Spornblumen und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Der Rosenbogen im Staudenbeet als Eingang zum Gemüsegarten. Rechts blüht die Rose schon üppig. Links habe ich eine neu gepflanzt. Sie treibt munter und hat bereits etliche Knospen. Die sieht man aber von hier aus nicht, weil sie noch zu niedrig ist. Kommendes Jahr wird das dann symmetrischer aussehen hier am Eingang. 
clbg. Mme Caroline Testout rechts am Rosenbogen (c) by Joachim Wenk
clbg. Mme Caroline Testout rechts am Rosenbogen (c) by Joachim Wenk
Durchschreiten wird den Rosenbogen, befinden wir uns im Gemüsegarten. Was aber ja nicht bedeutet, daß es hier nicht blüht. Aber immer ist es Gemüse das hier blüht. Die Haferwurzeln haben sich auch hier gut ausgesät und erfreuen jetzt nicht meinen Mund und Magen sondern meine Augen.
Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
Für den Magen gibt es aber auch was. Hier mal wieder alles für einen leckeren Salat.
Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk

Etwa 160cm hoch sind sie schon, nun beginnt die Blüte und oben wachsen sie weiter. Die alte Erbsensorte Blauwschokker.

Blüten der Blauwschokker Erbse (c) by Joachim Wenk
Blüten der Blauwschokker Erbse (c) by Joachim Wenk

Blüten der Blauwschokker Erbse (c) by Joachim Wenk
Blüten der Blauwschokker Erbse (c) by Joachim Wenk

Blaukraut (c) by Joachim Wenk
Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Blumenkohl  (c) by Joachim Wenk
Blumenkohl  (c) by Joachim Wenk

Mein Wasabi von der Gartenmesse in Dennelohe. Er scheint angegangen zu sein und sieht gesund aus. Jetzt kann er anfangen zu wachsen.

Wasabi  (c) by Joachim Wenk
Wasabi  (c) by Joachim Wenk
Saatrille für Buschbohnen, frisch gepflanzte Zucchini und die Kartoffeln mit Strohmulch  (c) by Joachim Wenk
Saatrille für Buschbohnen, frisch gepflanzte Zucchini und die Kartoffeln mit Strohmulch  (c) by Joachim Wenk

Nach dem Ausflug in die Gemüsegartenwelt oben im Garten und unten am Weiher, geht es nun weiter mit Ziergarten oder einfach dem Landgarten: 

Baumhaselnuß (c) by Joachim Wenk
Baumhaselnuß (c) by Joachim Wenk

Auch auf der Terrasse blühen Haferwurzeln (c) by Joachim Wenk
Auch auf der Terrasse blühen Haferwurzeln (c) by Joachim Wenk

Staudenclematis vor Weigelie (c) by Joachim Wenk
Staudenclematis vor Weigelie (c) by Joachim Wenk

ein Geburtstagsgeschenk, die Hortensie (c) by Joachim Wenk
ein Geburtstagsgeschenk, die Hortensie (c) by Joachim Wenk

Es ist wirklich schon wieder so heiß und die Sonne so stark. Wie fast jedes Jahr verbrennen die Rosenblüten anstatt schön aufzublühen und das Gärtnerherz zu erfreuen. Schade und ich liebe Rosen, aber es ist einfach zur Blüte immer zu heiß.

braune, verbrannte Ränder an den Rosenblühten sind bei mir normal (c) by Joachim Wenk
braune, verbrannte Ränder an den Rosenblühten sind bei mir normal (c) by Joachim Wenk
Die Mossrose hier bekommt erst am Nachmittag Sonne, ihre Blüten sind nicht verbrannt. Allerdings verblasst die ansonsten herrlich intensive Farbe schnell durch die Sonne. 
Moosrose Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk

Besser als Rosen sind sonnenhungrige Stauden. Denen gefällt es. Hier zum Beispiel das niedrige Polster-Johanniskraut.

Polster-Johanniskraut (c) by Joachim Wenk
Polster-Johanniskraut (c) by Joachim Wenk

Die Trollblume war zusammen mit der eben gezeigten Hortensie ein Geburtstagsgeschenk

Spornblume und Trollblume (c) by Joachim Wenk
Spornblume und Trollblume (c) by Joachim Wenk

Färberkamille und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Färberkamille und Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

Die Zitruspflanze war ebenfalls ein Geburtstagsgeschenk. Wenn ich doch nur mehr Geschick mit Zitruspflanzen hätte. Sie gehen mir immer ein, egal was ich auch mache.

Mini-Orange (c) by Joachim Wenk
Mini-Orange (c) by Joachim Wenk
Hoffentlich nicht eingehen wird die Feige. Sie treibt zwar, aber kommt irgendwie nicht weiter. Es ist Mitte Juni und die Feige noch immer ohne Blätter. 
Zustand der Feige im Juni nach Frostschaden im April (c) by Joachim Wenk
Zustand der Feige im Juni nach Frostschaden im April (c) by Joachim Wenk

Zustand der Khaki  im Juni nach eisigem Winter 2016/17 (c) by Joachim Wenk
Zustand der Khaki  im Juni nach eisigem Winter 2016/17 (c) by Joachim Wenk

 Die Je-länger-je-lieber-Pflanze, die wegen dem Terrasenneubau weichen mußt ist angewachsen und blüht am neuen Standort bereits üppig. Bei mir ist sie die SPD-Pflanze, weil ich sie damals vor bestimmt etwa 30 Jahren an einem Wahlwerbestand der SPD in der Fußgängerzone habe geschenkt bekommen. Da ist die Pflanze wohl hartnäckiger  und ausdauernder als die Partei…..

Je-länger-je-lieber (c) by Joachim Wenk
Je-länger-je-lieber (c) by Joachim Wenk

rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Bei den beiden nächsten Fotos sieht man die Wirkung des unterschiedlichen Sonnenlichtes. 
Zur Mittagszeit mit voller Sonnenkraft ist es ein fast weißer Fingerhut. 
weißer Fingerhut (c) by Joachim Wenk
für den einen ist es ein weißer Fingerhut (c) by Joachim Wenk
Im sanften Licht am Abend erinnert mich der Blütenstängel an eine Hutfabrik für Elfen. Die tragen doch immer solche Blüten als Hüte, oder? Beinahe dachte ich auch ich hätte eine unwahrscheinlich zarte Gestalt aus dem Blätterdickicht blicken sehen….
weißer Fingerhut (c) by Joachim Wenk
für die anderen ist es eine Hutfabrik für Elfenhüte… (c) by Joachim Wenk

gemulchte Kartoffeln und quietschbunte Stauden

Vollgepackter Monat Mai

Mich würde doch wirklich einmal interessieren, wie das bei euch ist. Mein Mai ist vorüber und ich bin irgendwie ganz durch den Wind. In vier Wochen unsere beiden Geburtstage gefeiert,  Kirchweih gehabt, fast keine Woche ohne Feiertag – der den normalen Rhythmus ja auch wieder durcheinander bringt – und endlich „Sommer“, daß alles was grün ist, am liebsten auf einmal raus ins Beet will. Und das was im Beet steht, nämlich das Unkraut, sollte rasch wieder raus aus dem Beet. Nebenher noch das übliche Leben. Also ich jedenfalls könnte grad mal ’ne Pause vertragen…..
Ihr habt es sicher schon gemerkt, dass ich beschäftigt bin, weil meine Nachrichten hier eher selten bis sporadisch kamen. Bevor ich also heute in den Garten gehe, ist es mir eine Herzensangelegenheit, endlich einmal wieder etwas von mir und meinem Garten zu berichten. 

Freud und Leid in nur einem Stückchen Gemüsegarten

Fangen  wir an mit meinem Gartengrundstück am Dorfweiher. Also hier liegen wirklich Freud und Leid unmittelbar nebeneinander. 
Die Kartoffeln gedeihen super prächtig. Mittlerweile haben wir es auch geschafft, eine dicke Mulchschicht aus Stroh aufzubringen. Gründlich darauf geregnet hat es auch.  Der Boden ist also feucht. Das Stroh hält die Feuchte im Boden, beschattet ihn, weil Kartoffeln ja kühlen und frischen Boden lieben. Und das Unkraut wird gut unterdrückt. Eine Sorge hier sind allerdings die Winden, die schaffen es natürlich auch durchs Stroh. Aber weil nichts anderes wächst außer Kartoffeln und Winden, kann ich sie immer gleich wieder orten und abreißen. 
Kartoffeln mit Stroh-Mulch (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln mit Stroh-Mulch (c) by Joachim Wenk
Stroh als Mulch zwischen den Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Stroh als Mulch zwischen den Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
Kartoffelkäfer habe ich mein Lebtag noch nie in einem meiner Gärten gehabt. Hier allerdings hat mich die Nachbarin schon gewarnt. Und was soll ich sagen, vor etwa 14 Tagen ging es los. Kartoffelkäfer auf den Kartoffeln. Viele davon frisch beim Poppen. Also ging ich alle ein bis zwei Tage hin und sammelte sie ab. Wo ich sie sah entfernte ich auch die knallorangenen Gelege auf den Blattunterseiten. Jetzt ist es wohl geschafft. Wenn ich zu den Kartoffeln gehe, muß ich schon arg suchen, um überhaupt noch einen zu  finden. Das ging ja doch noch mal gut. 
Das war als die „Freud“ im Weihergarten. Kommen wir jetzt zum „Leid“. 
Hier rede ich von meinem Grünspargel, auf den ich mich so freute und den ich mit so viel Liebe und gestreng aller Anleitungen gepflanzt habe. 40 Wurzeln vergraben  und nur zwei, ja es wurden nicht mehr, zwei poplig mickrige etwa 15 cm hohe Spargelpflanzen mit jeweils nur einem einzigen Trieb sind das Ergebnis. 2 von 40?! Also das enttäuscht mich echt und ich weiß nicht an was es gelegen hat. So ein schlechtes Ergebnis habe ich ja noch nie im Garten erzielt. 

Mulch und Mischkultur- im Gemüsegarten wächst diesjahr alles prächtig

Bessere Ergebnisse habe ich da im Gemüsegarten vor zu weisen. Die konsequent aufgebrachte Mulchdecke erweist sich auch hier als nützlich. Der Boden ist locker und sehr gut belebt. Sobald ich ein Loch grabe, um etwa wieder ein Gemüsepflänzchen einzusetzen, sehe ich Regenwürmer, Asseln, Tausendfüssler und anderes Getier. Mittlerweile ist auch das große Getier wieder da und wirft mächtige Haufen auf. Überall und meist in den Gemüsereihen. Vertreiben konnte ich ihn  noch nie. Weder mit Lärm noch mit Gestank. Also bleibt der oder die Maulwurf/Maulwürfin eben und frißt meine Würmer (schade) und Engerlinge (juchu) und durchwühlt meinen Garten. 
Das frühe Weißkraut steht sehr schön im Beet. Noch keinen weiße Fliege und keine Erdflöhe und keine Kohlweißlinge. Mal sehen wie das Jahr weiter geht. 
früher Weißkohl und Meerrettich (c) by Joachim Wenk
früher Weißkohl und Meerrettich (c) by Joachim Wenk

Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Hier beim Blaukraut sieht man ein wenig die Spinatblätter der  Gründüngung zwischen dem Blau des Krautes hervorspitzen. Erdflöhe mögen angeblich keinen Spinat, daher dieses Jahr mal ein Test, ob die Gründüngung hilft, sie zu vertreiben.

Blaukraut mit Untersaat von Spinat gegen Erdflöhe (c) by Joachim Wenk
Blaukraut mit Untersaat von Spinat gegen Erdflöhe (c) by Joachim Wenk

In diesem Beet haben wir aber mal wirklich Mischkultur. Salat wird bald nicht mehr darin stehen. Der Blumenkohl fängt jetzt auch richtig an zu  wachsen. Zwischen Kohl und Salat habe ich Einlegegurken gepflanzt. Bis die richtig wachsen, ist das andere fast abgeerntet und die Gurken haben Platz. Auch Kürbis habe ich hier her gesetzt.  Noch ist er klein. Die Erbsen blühen bereits. Wenn sie abgeerntet sein werden, kann der Kürbis richtig los wuchern. Und schließlich stehen noch ein paar Tomaten und Paprika hier, die nicht mehr in ihre eigentlichen Beete passten.

Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Mischkultur im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Der Sommerwirsing ist dieses Jahr schön wie noch nie. Herbst- oder gar Winterwirsing baue ich nicht mehr an, weil der noch nie etwas geworden ist. Der ist einfach nicht gewachsen.

früher Wirsing (c) by Joachim Wenk
früher Wirsing (c) by Joachim Wenk
Die Salatgurken sind noch klein. Das macht nichts. Die zur Beschattung dazwischen gepflanzten Sonnenblumen sind ja auch noch klein. 
Salatgurken (c) by Joachim Wenk
Salatgurken (c) by Joachim Wenk

Und hier wieder meine geliebten Blauwschokker-Erbsen. Die Blüte beginnt.

Blauwschokker Erbsen Blüte (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbsen Blüte (c) by Joachim Wenk

Die Frühkartoffeln wuchern. Schon drei Reihen Schnur habe ich an den Stützstäben hoch spannen müssen, damit sie halbwegs im Zaum gehalten werden können.

Frühkartoffeln (c) by Joachim Wenk
Frühkartoffeln (c) by Joachim Wenk

Wirklich spannend ist der Vergleich zwischen den Blauhilde Stangenbohnen und den Afrikanischen Meterbohnen. Die Blauhilde ist über 40cm hoch und schlingt sich um die Schnüre. Die Meterbohnen haben gerade mal ein zweites Blattpaar und hocken geduchkt am Boden. Von Kletterpflanze noch keine Spur.

Stangenbohne Blauhilde hinten , Meterbohnen vorne (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne Blauhilde hinten , Meterbohnen vorne (c) by Joachim Wenk

Warum bei den Weihern der Rasen so unregelmäßig gemäht wurde

Bei den Karpfenweihern ist einmal wieder Rasenmähen angesagt. Überall blühen die weißen Margeriten . 
Margeriten-Wiese  (c) by Joachim Wenk
Margeriten-Wiese  (c) by Joachim Wenk
Nach dem Mähen stehen jetzt überall Inseln im gemähten Gras. Die Margeriten müssen natürlich verschont werden. Erstens wäre ja sonst die Blüte vernichtet und zweitens hätten wir dann bald keine Margeriten mehr in der Wiese. Man muß ihnen schon die Chance geben sich über Samen zu vermehren. 
Margeriten-Wiese  (c) by Joachim Wenk
Margeriten-Wiese  (c) by Joachim Wenk

Von quietschbunt bis pastellig oder in farblicher Harmonie – mir gefallen sie alle.

Im Ziergarten blüht es quietsch-bunt. Zum Beispiel die dottergelbe Trollblume, ein Geburtstagsgeschenk von der Erika, neben der pink-roten Spornblume.
Spornblume und Trollblume (c) by Joachim Wenk
Spornblume und Trollblume (c) by Joachim Wenk

Unter Troll und Sporn fängt auch der Natternkopf an zu blühen. Das freut mich besonders, dass der sich selbst ausgesät hat. Er ist zwar dann später im Jahr ein echt biestiges und wucherndes Geschöpf. Die Blüten erscheinen aber über viele Monate und sind eine Festtafel für all meine Hummeln im Garten.

Hummel-Liebling Natternkopf (c) by Joachim Wenk
Hummel-Liebling Natternkopf (c) by Joachim Wenk

Dunkelblauer Storchschnabeln und rot-pinke Weigelie.

Geranium phaeum und Weigelie (c) by Joachim Wenk
Geranium phaeum und Weigelie (c) by Joachim Wenk

Ach so ja, pastellig geht auch. Die ersten Blüten vom Rambler im Walnußbaum sind da. Gut dass es so kühl ist, da hält die Pracht länger.

Ramblerrose Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Paul’s Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk

Die Haferwurzeln haben sich überall im Garten ausgesät. Jetzt blühen sie in den Staudenbeeten wie hier bei der Terrasse oder im Gemüsegarten irgendwo in den Beeten.

Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk
Blüte der Haferwurzel (c) by Joachim Wenk

Der neue Zierlauch (Allium bulgarium) vor dem schon länger dort stehenden und wirklich wuchernden, pardon wuchsstarken Storchschnabel „Nimbus“ mit sehr fein gefiederten hübschen Laub.

Storchschnabel Nimbus und Zierlauch Allium bulgarium (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel Nimbus und Zierlauch Allium bulgarium (c) by Joachim Wenk

Storchschnabel „Nimbus“

Storchschnabel Nimbus (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel Nimbus (c) by Joachim Wenk
Ich hatte ihn schon verloren geglaubt. Er ist nicht so wuchskräftig und war dann letztes Jahr einfach verschwunden. Dieses Jahr sehe ich dort plötzlich seine Blüten. Er brauchte wohl ein Päuschen, der Storchschnabel „Summer Skies“. 
Storchschnabel Summer Skies (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel Summer Skies (c) by Joachim Wenk

Die Rosen blühen nach und nach auf. Hier die Rose de Resht.

Rose de Resht (c) by Joachim Wenk
Rose de Resht (c) by Joachim Wenk

Etwas zarter und feiner als das gelbe, ist das rosa farbene Brandkraut. Hier über blauen Flockenblumen. Ja, ich kann auch harmonierende Farbkombinationen pflanezn!

rosa Brandkraut  (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut  (c) by Joachim Wenk

Die Blüte der weißen Pfingstrosen sieht ihrem Ende entgegen. Dafür blühen jetzt nacheinander die rosafarbenen auf.

weiße Pfingstrose  (c) by Joachim Wenk
weiße Pfingstrose  (c) by Joachim Wenk

weiße Pfingstrose  (c) by Joachim Wenk
weiße Pfingstrose  (c) by Joachim Wenk

Immer wieder ein Schauspiel ist die blaue Pracht dieses Storchschnabels.  Er war schon vor mir im Garten und daher habe leider keine Sortenbezeichnung.

blauer Storchschnabel  (c) by Joachim Wenk
blauer Storchschnabel  (c) by Joachim Wenk

Es ist Frühsommer – Zeit für Hollerküchle

Das phänomenologische Zeichen für den Frühsommerbeginn ist die Holunderblüte.  In unserer Hecke wuchern zwei Sämlinge. Weil der freistehende Strauch im Vorgarten nicht so große Blüten hat, lassen wir die Wildlinge einfach wachsen. Zur Blüten- und Beerenernte.
Holundersämlinge in der Ligusterhecke (c) by Joachim Wenk
Holundersämlinge in der Ligusterhecke (c) by Joachim Wenk

 Klar, daß wir gestern gleich einmal die noch läusefreien Blüten in der Küche verwendet haben. Es gab Hollerküchle. Die Küche roch noch am Abend nach Holunder und nicht nach Frittierfett.
Das Rezept gibt es HIER
Hollerküchle (c) by Joachim Wenk
Hollerküchle (c) by Joachim Wenk