Dummer Bauer- dicke Kartoffeln. Toll: ich habe beides dicke und dünne Kartoffeln…

Jetzt sitze ich also Nachts müde am Sofa. Es wird höchste Zeit, über die Erlebnisse im Garten zu berichten. Viel ist geschehen und dennoch kommt es mir vor, als würde nichts geschehen. Und wenn ich von „nichts“ spreche, vergleiche ich den aktuellen Arbeitsanfall mit dem vom, sagen wir, Mai oder Juni. 
Nun ja, wenn ich also jetzt auf meinem Sofa die Fotos für den Beitrag zusammenstellen möchte, stelle ich fest, daß in den  vergangen Tagen durchaus etliches passiert ist. 
Da brauche ich wieder allein zum Aussuchen der richtigen Fotos beinahe so lange, wie zum Schreiben. Und dann die immer wiederkehrende Frage: welches Foto soll den Anfang machen? 
Ein Blick auf die Uhr durch meine müden Augen sagt mir, daß ich mich schnell entscheiden sollte. 

Gedanken oder Fragen zur Gemüseernte – gelöst und ungelöst

Tarraaaa, da ist es. Fangen wir doch einfach mit dem Thema Ernte und dem Wochenende an. 
sonnengelbe Zierkürbisse auf der Sonnenliege (c) by Joachim Wenk
sonnengelbe Zierkürbisse auf der Sonnenliege (c) by Joachim Wenk

Unten am Weihergarten nahm ich mir wieder zwei Reihen meiner Kartoffeln vor. Immer Eines nach dem Anderen. So wird man irgendwann auch fertig mit der Arbeit. Nach diesen, sind es nur noch 3 weitere Reihen von 7.

Ach so? Das hier sind aber keine Kartoffeln meint ihr?

Klar das sind ein paar Zierkürbisse für die Herbstdeko. Drei oder vier Pflanzen hatte ich gesetzt. Ich glaube sogar, es waren doch nur drei. Letztes Jahr haben wir für diese Deko noch  bezahlt! Das sollte mir nicht mehr passieren. Ein paar Kerne der letztjährigen Kürbise hatte ich darum aufgehoben.

Das Ergebnis, die endgültige Ernte, sieht man hier. Endgültig deswegen, weil ich vor kurzem ja schon einige für’s Geschäft mitgenommen habe.

Nach dem Erntemaraton am Weiher luden wir Kartoffeln  – ja die kommen schon auch noch ins Bild – und Kürbisse in den Transporter und Volker fuhr damit durchs Dorf. Die Stammtisch-Damen wurden mit Zierrat für Halloween versorgt.

Den Rest habe ich mit einem Bürstchen schön sauber gewaschen. Zum Trocknen kamen sie auf meine Liege, die ich selbst  nur ein einziges Mal benutzt habe.

Jetzt kann ich welche für die Deko einsetzen. Im Geschäft ist schon dekoriert und den Rest haben wir als kleine Aufmerksamkeit verschenkt. Ich hätte ja nie gedacht, daß Zierkürbisse so reich tragen.

sonnengelbe Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk
sonnengelbe Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk

Auch eine Zierde, aber eher für Nahrungszwecke angebaut und schon dauernd in den letzten Wochen am Tisch gehabt, sind die Ufokürbisse. Ich habe sie jetzt abgeerntet. Ob man sie in der Größe auch noch essen kann, muß ich noch herausfinden. Für die Deko in den kommenden Wochen taugen sie allemal.

Ufokürbis (c) by Joachim Wenk
Ufokürbisse bis zum Abwinken (c) by Joachim Wenk

Wenn der dumme Bauer dicke UND dünne Kartoffeln erntet…

Und schon sind wir bei der Haupternte vom Samstag.

Zwei Reihen Kartoffeln habe ich geerntet. Das Ergebnis ist wirklich interessant. In jeder Reihe habe ich 12 vorgetriebene Kartoffeln am gleichen Tag mit dem gleiche Dünger und weiteren Pflege gesteckt.

Die rotschalige hier heißt Setanta. Eine reichtragende, widerstandsfähige (Kraut-Knollenfäule und Schorf) und mehlig kochende Kartoffel mit großen Knollen. So beschreibt sie der Katalog.

frisch geerntete Kartoffeln (c) by Joachim Wenk
frisch geerntete Kartoffeln (c) by Joachim Wenk

Reichtragend und großknollig. 12 Steckkartoffeln brachten 20 kg Ernte und 2,5 kg Saatkartoffeln hervor. Ich sage, der Katalog hat recht.

Kartoffeln der Sorte Setanta (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln der Sorte Setanta (c) by Joachim Wenk
Daneben erntete ich die Bionica. Eine neue Sorte, gezüchtet, um der Krautfäule und Viruskrankheiten zu trotzen. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit ist sie besonders für   den Bioanbau ohne chemische Spritzmittel geeignet. Sie bringt mittelgroße Knollen, heißt es weiter. Und immer wieder wird betont, daß sie wirklich außerordentlich widerstandsfähig ist. Darum baue ich sie seit Jahren an. Sie ist widerstandsfähig. Krautfäule kenne ich da gar nicht. 
Kartoffeln der Sorte Bionica  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln der Sorte Bionica  (c) by Joachim Wenk
So weit so gut. So genau wie dieses Jahr, habe ich aber noch nie den Kartoffelanbau notiert. Und nun kann ich sagen, nein besser fragen, wie kommt das? 
Gleiche Menge, gleicher Tag, gleiches Beet, gleiche Pflege und doch habe ich bei der Bionica nur 4 kg geerntet. Im Vergleich zu den 22,5 kg bei Setanta.  Ein niederschmetterndes Ergebnis. 
Ich finde nur eine einzige Erklärung. Ein Detail der Sortenbeschreibung habe ich noch nicht genannt und es auch selbst erst nachlesen müssen. Ich schenkte dem keine größere  Bedeutung zu. Sie erreicht die beste Qualität und scheinbar auch den besten Ertrag auf leichten Böden, seht im Katalog.  
Nein, leicht ist der Boden nicht, wo sie wuchs. Eher  schwer und verdichtet. Wer also auch solchen Boden hat, sollte das berücksichtigen, wenn diese Sorte einmal ausprobiert werden sollte. 

Sonniger Herbst im Landgarten

Das waren die Ereignisse vom Wochenende. Nach so einem Wochenende kommen ja wieder die langen, düsteren Stunden der regulären Arbeit. Keine Zeit für Garten und Kartoffeln oder Ernten. 
Um so schöner ist dann immer der  freie Tag. Und seht selbst, wie schön dieser beginnt, wenn nach einigen Tagen der Tristesse einmal wieder die Sonne scheint. Wen hält es da noch im  Haus? Mich nicht. 
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk
sonniger Herbstmorgen im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Stockrosenblüte  (c) by Joachim Wenk
Stockrosenblüte  (c) by Joachim Wenk

Herbstastern  (c) by Joachim Wenk
Herbstastern  (c) by Joachim Wenk

Herbst und Gemüseernte

Heute wird wieder richtig gearbeitet. Nicht für Geld aber fürs Leben. Ganz wichtig war mir die Ernte meiner Rotkohlköpfe. Sie war längst überfällig. Die Hüllblätter glichen schon einer Spitzendecke, so durchlöchert von Raupen und Schnecken waren sie. Das waren aber nur die äußersten Blätter, die sowieso entsorgt werden. Ich sah ja, die Köpfe sind intakt. 
Das ist sie die Ernte. Auch hier wieder eigentlich interessant. Ich sähe meinen Kohl ja selbst, pikiere, Pflanze, dünge, mulche und gieße alle zur gleichen Zeit und mit der gleichen Menge. Egal ob das der Dünger ist oder die Liebe und Zuwendung. Nun schaut euch die Köpfe an. Der Größte hatte über 2,5 kg. Die kleinen etwa 500 Gramm. Woran das liegt? Es ist eine Samenfeste Sorte, aber ich glaube keine alte Sorte. Bei manchen alten Sorten ist der Ertrag ja  nicht von Pflanze zu Pflanze gleich, wie bei den neuen Hybridsorten. Ob das bei der Sorte dennoch so ist, auch wenn sie keine alte Sorte ist? 
Blaukrauternte (c) by Joachim Wenk
Das Kraut ist also abgeerntet. Der Gemüsegarten sieht schon irgendwie eigen aus im Herbst. 

Vom Ende der Tomatensaison 2017

Die Tomaten sind jetzt auch nicht mehr grün. Die bitterkalten Nächte von immer etwas 6 Grad machen ihnen zu schaffen. Tags wird es ja, bis auf heute,  auch nicht wirklich warm. 
Freilandtomaten Ende September (c) by Joachim Wenk
Freilandtomaten Ende September (c) by Joachim Wenk
Dass da noch welche reifen, kann ich vergessen. Dran hängen täten noch wahnsinnig viele. So mache ich heute alle ab, die schon verfärbt sind. Sie reifen in wenigen Tagen nach und ich kann noch mal etwas daraus kochen oder Sauce machen. 
allerletzte Tomatenernte 2017 (c) by Joachim Wenk
allerletzte Tomatenernte 2017 (c) by Joachim Wenk
Und dann nehme ich es in Angriff. Das Signal, dass der Sommer nun endgültig auch in meinem Herzen vorbei ist. Ich entferne die Tomaten. 
Das hat auch seinen Grund. Noch sind die Blätter gesund. Keine Braunfäule ist dran. Das Wetter, die Temperaturen und die  Jahreszeit können die Fäule aber von jetzt auf gleich ausbrechen lassen. 
Das würde meiner Ernte auch nicht mehr schaden, als das heutige komplette Entfernen der Pflanzen. 
Aber ! und das ist entscheidend. Würde die Fäule jetzt noch ausbrechen, hätte ich die Sporen überall. Sie sind sicher so auch schon da. Aber nicht in hohen Konzentrationen. Würden die Tomaten erkranken, käme das einer Sporenzucht gleich. Sie könnten sich vermehren und wären überall. Am Rankgerüst, im Boden und auf den Wegen. Nächstes Jahr kann dann eine feucht-kühle Periode im Sommer sofort die Fäule ausbrechen lassen. 
Nein, da ernte ich lieber jetzt ab und bringe die Tomaten auf den Kompost, bevor die Krankheiten ausbrechen. 
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk

Oh und wie leer das nun aussieht. Acht Monate wird es so bleiben. 

Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk
Tomatenrankgerüst  (c) by Joachim Wenk
Die neu gepflanzten Erdbeeren freut das sicher. Sie bekommen jetzt richtig Licht. 
neu gepflanzte Erdbeeren  (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Erdbeeren  (c) by Joachim Wenk

Ich lasse dieses Jahr auch die Ernterückstände weitesgehend gleich als Mulch in den Beeten liegen. Der Boden ist bedeckt, die Bodenlebewesen erhalten dadurch Futter und ich muß nicht alles auf den Kompost schleppen. Den Kompost nächstes Jahr umschichten und übernächstes Jahr sieben und eimerweise wieder zurück in die Beete schleppen. Sind die nicht immer bedeckt, kränkelt und schwächelt das Bodenleben. Der dann von mir darauf geschmissene Kompost könnte gar nicht optimal augenommen und verarbeitet werden, dass die Pflanzen etwas davon haben. Wer von all diesen Zusammenhängen weiß, der freut sich eher am abgedeckten Boden, als er sich an der  Optik stört. In wenigen Tagen sind die Blätter ohnehin braun und fallen gar nicht mehr so auf. Übrigens erkennt ihr das Lochmuster in den Blättern? Gerade noch habe ich von Spitzendeckenaussehen gesprochen.

abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk
abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk
abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk
abgeerntete Beet  mit Mulch aus Ernterückständen  (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten ist noch lange nicht Schluß

Aber nicht überall im Gemüsegarten sind die Beete schon leer. Da kommt noch einiges an Erntearbeit auf mich zu.

Ein paar Pastinaken habe ich doch ziehen können. Sie dürfen noch eine Weile im Beet bleiben. Und der Neuseeländer Spinat sät sich hoffentlich reichlich aus. Seine Samen bekommt man so schlecht und zum Keimen bringe ich sie so gut wie nie. Die im Beet gebliebenen Samen vom letzten Jahr keimen aber von ganz allein.

Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk

Auch die Möhren stehen schön und haben schon orangene  Schultern. Ein paar werde ich wohl ernten. Ich weiß nicht, wie oft ich sähen mußte, daß ich diese Reihe hier habe.

Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete im September  (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten wird es immer sonniger, nachdem immer mehr abgeerntet ist. Das Plus an Licht kommt dem Endivien zu Gute. Er wächst prächtig. 
Endiviensalat  (c) by Joachim Wenk
Endiviensalat  (c) by Joachim Wenk
Meine liebste Zutat für den Kräutertee. Verveine, die Zitronenverbene. Mehrmals habe ich sie wieder abgeerntet. Am Schluß  durfte sie wuchern und Kraft sammeln. Demnächst schneide ich sie wieder ab und grabe sie aus. Im Topf überwintert sie dann frostfrei. Im Freien wäre sie bei mir nicht winterhart. So aber habe ich den Strauch schon viele Jahre. 
Zitronenverbene (c) by Joachim Wenk
Zitronenverbene (c) by Joachim Wenk
Nach getaner Arbeit sitze ich auf dem Bänkle im Gemüsegarten und  blicke  um mich. Ja es ist Herbst und der Garten hat sein charakteristisches Aussehen. Verwildert, ausgewachsen, farbig, abgeerntet und dennoch zugewachsen oder zugewuchert. Im Frühjahr, wenn ich hier wieder anfange ist alles eine brettebene leere Fläche. So wie vor einem guten halben Jahr und wie es auch wieder in einem halben Jahr der Fall sein wird. Schaut euch doch mal meine Berichte vom März an….
Herbst im  Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Herbst im  Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Aber weiter geht’s. Das Bänkle wird verlassen und alles Geerntete ins Haus geschleppt. Kurz sind sie schon die Tage. Herbst -Tag-und-Nachtgleiche hatten wir bereits. Das heißt, die Tage sind nun wieder kürzer als die Nächte….
Gut dass wir elektrisches Licht haben und auch Nachts drinnen arbeiten können. Das Blaukraut habe ich gleich verarbeitet. Sauerkraut, eingefroren und mariniert, daß ich es morgen einkochen kann. 
8 kg Blaukraut hobeln. Wer von euch kann sich vorstellen, wie es in meiner Küche jetzt aussieht? 
Blaukraut von innen (c) by Joachim Wenk
Blaukraut von innen (c) by Joachim Wenk

Im Nebel den Garten genießen.

Willkommen. 

Willkommen, wo? Im Herbst? Nein, den habe ich schließlich schon vor einer Weile willkommen geheißen. 
(c) by Joachim Wenk
(c) by Joachim Wenk
Ab sofort gesellt sich offensichtlich der Morgennebel zum Herbst. Willkommen, im Nebel also. 
 morgentlicher Nebel im September (c) by Joachim Wenk
 morgentlicher Nebel im September (c) by Joachim Wenk

Stauden:  unordentlich und zerzaust, so wie ich es liebe

Schön finde ich ja an diesen besonderen Morgenstunden, wenn Sonne durch den Nebel scheint. Die Farben werden besonders weich dadurch. Genau wie Geräusche im Nebel gedämpft werden. 
Herbstchrysamtheme , Herbstnebel und Morgensonne (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysamtheme , Herbstnebel und Morgensonne (c) by Joachim Wenk
Ja und gleich noch einmal die früh blühende Herbstchrysantheme. Jetzt von der anderen Seite. Ich zeige sie in ihrer herrlich unaufgeräumten, aber vor Blüten nur so übersäten Pracht, weil es genau das ist, was ich an meinem Garten liebe. Erst kürzlich habe ich mich zu senkrecht im Beet stehenden, frisch in voller Blüte gekauften, „fertigen“ Stauden aus dem Gartencenter geäußert. 
Nein, für mich ist es erst schön, ist es erst mein Garten, mein Staudenbeet, wenn es eingewachsen ist. Wenn wir – die Stauden und ich – es gemeinsam geschafft haben, ein Jahr zu überstehen. Trockene Sommer, eisige Winter, ungemütliche Herbstmonate oder Schnecken, Pilze und was sonst noch schädigen könnte. Und richtig schön ist es für mich dann, wenn es aussieht, wie auf dem Foto. Die Staudenstütze (ich binde sie aber nicht einzeln senkrecht an Stäbe an!) war zu locker installiert, die Zweige, welche gut 120 cm hoch werden, drückten sich um die Stütze herum. Jetzt liegen sie am Boden, über dem Rand oder hängen über dem Beet. Wie die Pflanze eben wächst. Das liebe ich. 
Herbstchrysamtheme  (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysamtheme  (c) by Joachim Wenk
Neben der Chrysantheme steht die Myrtenaster. Gleiches Schema. Irgendwie hängen die Zweig so herrlich unordentlich über den andere Blättern. Ein wenig gestützt, aber nicht fixiert. 
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk
Aber die Sonne über dem Nebel ist nicht mehr die Sonne, die wir noch vor wenigen Wochen, ja Tagen hatten. Oft ist sie auch nicht mehr da und es regnet immer wieder. Um die 10°C, nachts deutlich darunter. 
Erst am Wochenende habe ich mein neues, hier so groß gezeigtes Gartengerät stehen sehen ( für alle, die es nicht gelesen hatten, wir haben uns zwei Liegen für den Garten angeschafft gehabt). Ein einziges Mal war ich darauf gelegen und das bereits mit der sehr wehmütigen Gewissheit, daß es wohl der letzte richtig warme Tag im Jahr ist. Genau so kam es. Seit diesem Tag ist kalter und feuchter Herbst angesagt. 
Blick in den Garten  (c) by Joachim Wenk
Blick in den Garten  (c) by Joachim Wenk

Regen, Nebel und kaum Sonne- aber ich genieße den Garten bewusster als im Sommer

Das Unkraut ärgert mich noch immer. Ich zupfe mehr unmütig als frohen Mutes hier und da in Blatt ab. Aber die Lust ist raus. Jetzt zieht eh bald alles ein. Es lohnt nicht mehr, das ewige Gerupfe. 
Ich nehme mir, auch ohne Liege und Sonne, doch tatsächlich durch diese lockere Einstellung gerade, die Zeit, mich einfach auf eine der überall aufgestellten Bänke oder Stühle zu setzen. 
Da sitze ich dann und schaue. Ich sinniere und sitze. Einfach nur sitzen. Herrlich. Den Garten in mich aufsaugen, ein Teil davon zu sein. Nichts wollen, nichts müssen, nur sein. 
Wenn der Herbst, also der September, bisher auch eher unschön ist, diese Momente genieße ich. Ich saß sogar schon beim Regen im Carport und habe raus geschaut. Darüber nachgedacht, was ich  in den letzten Monaten gerackert und geschaffen habe. Über die Erfolge mich gefreut und überlegt, wie Mißerfolge nicht wiederholt werden. Das ist anders schön, aber auch schön. 
Und wenn dann mal Sonne scheint und ich im Garten unterwegs bin, stelle ich fest, daß die Sonne schon viel weichere Farben zaubert, als im Sommer. Sofort wird das Handy heraus geholt und alles festgehalten. 

Blüten und Pflanzen in Herbststimmung. 

Herbstanemone in Weiß  (c) by Joachim Wenk
Herbstanemone in Weiß  (c) by Joachim Wenk
auf der Steinauer (c) by Joachim Wenk
auf der Steinauer (c) by Joachim Wenk
Überlebenskünstler im Blumentopf (c) by Joachim Wenk
Überlebenskünstler im Blumentopf (c) by Joachim Wenk

Herbstbilder aus dem Gemüsegarten

Die Tomaten stehen noch immer gesund im Beet. Gleichwohl habe ich wieder ein paar Liter Tomatensauce konserviert. Ich rette, was ich kann, falls doch die Fäule auftritt. Ist das der Fall, kann ich binnen weniger Tage auch die noch am Strauch befindlichen Früchte vergessen. Bisher aber, trotz Kälte und Feuchtigkeit, ist alles wahrlich im grünen Bereich. 
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Freiland-Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Sie bekommen halt die ersten gelben Flecken oder gelbe Blätter. Das aber ist im Herbst normal. 
Gewächshaus -Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus -Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus -Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus -Tomaten im September (c) by Joachim Wenk
Nach dem letztes Jahr die Paprikaernte ausgefallen war, habe ich dieses Jahr schon beizeiten sogar einige einfrieren können. Und es hängen noch so viele dran. Die werden sicher nicht mehr reif. 
Und doch freut mich das  Jahr mit den Paprika. Als ich mit deren Anbau anfing, hatte ich immer erst im September, also zu dieser Zeit wie jetzt, die ersten Früchte daran, die aber nicht ausreiften. Ich erntete sie halbreif. Da war sogar immer Anfang September Nachtfrost. Dieses Jahr habe ich zu just dieser Zeit – und wir haben gottseidank noch keinen Frost –  schon die Haupternte eingefahren. Das frühe Sähen und hochpäppeln der Pflanzen machte das möglich. Wieder was gelernt und erfolgreich gewesen. 
Gewächshaus -Paprika im September (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus -Paprika im September (c) by Joachim Wenk
In den Beeten draußen wird es auch leer. Ich habe an ein paar Stellen Gründünger gesät. Ansonsten ist alles schön mit Mulch zugedeckt. Etliches Gemüse muß noch oder sollte längst geerntet werden. 
Der Brokkoli ist schon geerntet. Er bleibt dann aber im Beet stehen. Aus den Triebachseln kommen immer weiter kleine Röschen nach. Die werden natürlich geerntet. Mit Tomaten in einem Rum-Fort-  Nudelauflauf oder einer Broccoli-Quiche zum Beispiel kann man auch die geringeren Mengen gut unterbringen. 
Brokkoli mit zweiter Ernte (c) by Joachim Wenk
Brokkoli mit zweiter Ernte (c) by Joachim Wenk
Die Bohnen sind fertig geerntet. Bei der Blauhilde hängen noch Schoten für die Samengewinnung daran. Bei meinen Buschbohnen auch, aber da kann man ja sogar die Kerne als Trockenbohnen verwenden. 
Ich habe dieses Jahr kein Glück mit den Bohnen gehabt. Nur ein paar geerntet. Bohnen gehören 2017 bei mir zu den nicht geglückten Kulturen. 
Stangenbohnen (c) by Joachim Wenk
Stangenbohnen (c) by Joachim Wenk
Der Palmkohl wird schon laufend geerntet. Ach für Aufläufe oder Quiches. 
Palmkohl Nero di Toscana(c) by Joachim Wenk
Palmkohl Nero di Toscana(c) by Joachim Wenk
Das Blaukraut ist überfällig. Da muß ich jetzt am Wochenende wirklich abmachen und einkochen. Ein großer Act immer aber dafür so lecker und küchenfertig in der Speisekammer. 
Rotkohl (c) by Joachim Wenk
Rotkohl (c) by Joachim Wenk
Mein Weinberg. Mal sehen, wie das nächste Frühjahr wird. Ob ich 2018 wohl die ersten Trauben ernten kann? Oder ob die Blüten wieder erfrieren?
mein Weinberg am  Südwest-Hang (c) by Joachim Wenk
mein Weinberg am  Südwest-Hang (c) by Joachim Wenk
In den abgeernteten Beeten sollte man auch Unkraut rupfen. Aber die Lust fehlt. Hier geht überall Zitronenmelisse auf. 
 Zitronenmelisse keimt überall in den Beeten  (c) by Joachim Wenk
 Zitronenmelisse keimt überall in den Beeten  (c) by Joachim Wenk
Damit ich nächstes Jahr auch wieder ohne Sähen und Pikieren den leckeren Baumspinat habe, muß ich hier und da natürlich eine Pflanze blühen lassen. 
Blühender Baumspinat  (c) by Joachim Wenk
Blühender Baumspinat  (c) by Joachim Wenk
Eigentlich sollte ich dieses Gurkentrauerspiel schon lange wegmachen, damit ich nicht immerzu an den alljährlichen Reinfall mit dem Gurkenanbau erinnert werde. Bis vor dem Sturm blühten aber zwischen den Gittern Sonnenblumen. Da wollte ich nicht die Gitter entfernen.  Nun hat der Sturm das Abbrechen der Sonnenblumen für mich übernommen. Jetzt könnte ich den Schandfleck beseitigen….
abgestorbene Gurken (c) by Joachim Wenk
abgestorbene Gurken (c) by Joachim Wenk
Den Kürbis, der auch anfing Mehltau zu bekommen, habe ich mit wirklich enttäuschten Gefühlen auch schon abgemacht. So sehr hoffte ich auf die kleinen leckeren Sweet Dumpling Kürbise. Letztes Jahr habe ich Samen davon genommen. Der Kürbis wucherte im Frühjahr auch und neugierig hoffte ich dauernd auf die ersten weiblichen Blüten. Wie groß war dann die Enttäuschung. Es bildeten sich Ufokürbisse anstelle der Sweet Dumpling Rundlinge. Was da schief gelaufen ist weiß ich nicht. Beide Pflanzen waren andere Arten als ich dachte. Habe ich die Samen letztes Jahr verwechselt? Aber Ufokürbisse hatte ich ja extra und die fruchteten auch mehr als ausreichend. Oder haben die Ufos letztes Jahr den Sweet Dumpling bestäubt und ich habe eine Kreuzung angebaut? Jedenfalls waren diese Pflanzen reine Zeit- und Platzverschwendung. Jetzt können die Würmer sie holen. Dann haben wenigstens die etwas davon. Und ich werde nicht dauernd daran erinnert.
 (c) by Joachim Wenk
hier wuchs der Kürbis, welcher auch immer (c) by Joachim Wenk
Nun stürze ich mich erst einmal in eine echt arbeitsreiche Woche. Der Garten wird mich nicht oft sehen. Aber es kommt ja das Wochenende. Da geht es wieder rund bei hoffentlich Sonnenschein nach morgentlichem Herbstnebel. 

Nach der Ernte weiß ich, warum die Kartoffelsorte Galactica heißt, wie sie heißt

435 Gram für eine Kartoffel? Das muß besser gehen…

Wißt ihr noch? Vor ein paar Tagen bemerkte ich, daß das Kartoffellaub abgestorben ist und schabte ein wenig mit dem Schäufelchen in der Erde. Die Kartoffeln die ich dabei zu Tage förderte, sprengten all meine Vorstellungskraft einer Kartoffelernte. 435 Gramm wog die Größte von ihnen. 
Was soll ich sagen. 400 Gramm für eine Kartoffel? Das ist doch eher Mittelmaß. Das muß besser gehen! 
Und jetzt halten mich sicher manche von euch für übergeschnappt, überkandidelt oder eingebildet. Oder eben sehr sehr dumm, sollte ich es dennoch besser hinbekommen haben. 
Das können wir gern alles auch einmal ausdiskutieren. Aber zuerst muß ich euch von meiner gestrigen Kartoffelernte berichten. 
Ich hatte mir also vorgenommen, die Kartoffeln zu ernten. Also erst einmal nur diese eine Sorte, die anderen müssen noch bleiben. Ich habe nur ganz schlecht Lagerplatz und auch die Zeit langt nicht, alle auf einmal zu ernten. 
Dann der Morgen. 9 Grad, gegen Mittag schon über 10 Grad. Da Kartoffeln ernten? 
Nachmittags wurde es mit einem Mal mild und es sah nach Regen aus. Ich ließ mich aber auch von den ersten Tropfen, die rasch wieder verschwanden, nicht aufhalten. Ich wollte das jetzt wissen, wie die Ernte weiter geht. 
Schnell war klar, daß ich sie einzeln mit der Handschaufel, auf allen Vieren robbend, ausgraben muß. Normalerweise nehme ich die Grabegabel. Dabei sticht man hin und wieder eine an, die muß halt dann bald verzehrt werden. 
Hier aber ist die Grabegabel nicht zu empfehlen. Warum? Mit ihr würde ich ja unter Garantie jede der riesigen Kartoffeln anstechen. 
Schaut euch das an!
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Und es ging tatsächlich besser…..

Und nun komme ich nochmal auf die 435 Gramm zu sprechen. Wieder suchte ich mir die vermeintlich größte Kartoffel aus und legte sie auf die Waage. 
Na bitte. Es geht eben doch! 740 Gramm für eine Kartoffel. Also ich würde sagen, da kann man nicht meckern. Oder? 
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Erstklassige Kartoffelernte 2017

Die Sorte heißt übrigens Galactica. Ich weiß gar nicht, woher sie wohl diesen Namen hat! 
Das war jetzt eine Reihe und 3 Pflanzen. Fünf weitere Reihen anderer Sorten warten noch auf die Ernte. 
Die werden nicht derart groß sein. Dennoch verspreche ich mir eine gute Ernte. 
Was im Eimerchen neben dem Wagen zu sehen ist, wäre auch eine gute Ernte. Leider ist mir dabei ein Fehler unterlaufen. Das waren neben der Galactica noch Duke of York. So sagt es meine Aufzeichnung. Leider hatte ich das nicht mehr im Kopf. Ich dachte, am Weiher nur Späte gesetzt zu haben. Jetzt ist aber der Duke of York eine sehr frühe Sorte. Das merkte man an der Ernte. Die Kartoffeln fingen bereits an zu faulen. Hätten schon längst aus der Erde gehört. Viele nicht verfaulte haben Flecken, die sie sicher nicht mehr genießbar machen. Einige sind aber noch schön und auch die Größe ist gut. Schade, ich hätte sie gut gebrauchen können, als frühe Kartoffeln. Dumm, daß man so was vergisst. 
Die erste Sorte Kartoffeln ist abgeerntet  (c) by Joachim Wenk
Die erste Sorte Kartoffeln ist abgeerntet  (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Wie die Kartoffeln wurden, was sie sind

Und jetzt noch  einmal ein kurzer Rückblick auf den Werdegang der Galactica. 
Das Laub ist abgestorben. Zeit zum Ernten. Leider kam wieder sehr, sehr viel Unkraut auch durch die dicke Strohschicht hindurch. Die Winden sowieso und auch das Franzosenkraut wuchert wie wild. Das immense Unkraut hier unten am Weiher ist wirklich ein Dorn im Auge. Sonst könnte ich tatsächlich Spaß an dem gepachteten Grundstücklein haben. 
Kartoffeln vor der Ernte (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln vor der Ernte (c) by Joachim Wenk
Vor etwa vier Wochen, also Anfang August, sah das Kartoffelbeet noch so aus. Die Wochen zuvor überfielen Unmengen Kartoffelkäfer die Beete bei mir und allen Nachbarn. Erst sammelte ich ab. Diese Mengen konnte ich aber nicht schaffen. Mehrmaliges Spritzen mit Niehm-Öl reduzierte sie merklich. Gut, daß  ich vorgetrieben hatte und zeitig pflanzte. So waren die Kartoffeln schon so gut im Laub, daß die Käfer sie nicht kahl fressen konnten, bis ich mit dem Spritzen anfing. Das hätte großen Schaden angerichtet. Ganz weg brachte ich sie nicht. Aber ich merkte dann, daß die Kartoffeln größer sind, als die Larven vertilgen könnten. Zudem hatte ich sie mit dem Niem reduziert. Ich kam auch zum Spritzen überhaupt nicht mehr in das überwucherte Beet, ohne die Triebe abzutreten. Also ließ ich die wenigen Larven und jetzt haben sie ohnehin nichts mehr zum Knabbern. 
Kartoffeln Anfang August (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Anfang August (c) by Joachim Wenk
Im Juni hatte ich eine sehr dicke Strohschicht als Mulch zwischen die Kartoffeln verteilt. Das half, die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Übermäßig gesegnet mit Regen waren wir schließlich auch dieses Jahr nicht. Zudem mögen Kartoffeln kühlen Boden. Hier unten knallt den ganzen Tag die Sonne hin. Da tut ein Mulch auf dem Boden wirklich gut. 
Kartoffeln Anfang Juni  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Anfang Juni  (c) by Joachim Wenk
Bevor wir dazu kamen, das Stroh zu organisieren, mulchten wir mit Grasschnitt. Das hier sind übrigens die Galactica und der Duke. 
Kartoffeln im  Mai  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln im  Mai  (c) by Joachim Wenk
Leider habe ich kein Foto von der Galactica beim Pflanzen. Im Prinzip ging das aber so, wie bei den weiteren Kartoffeln auch. Ich treibe sie vor und pflanze sie dann. Die Galactica habe ich am 12. April gepflanzt. Dann kam die Woche mit den heftigen Frösten und dem Schnee. Der Galactica machte es nichts, sie trieb rasch wieder aus. 
Ich setze die Kartoffeln nur in einen flachen Graben, den ich nach  dem Pflanzen mit dem Rechen zu ziehe. In diesen Graben kam als Dünger nur reifer Kompost, nicht all zuviel, und etwas Hornmehl. 
Ich häufle die Kartoffeln nicht (mehr) an. Diese Arbeit spare ich mir. Mulch und besonders der Strohmulch halten den Boden schön feucht und jetzt beim Ernten sah ich es auch. Triebe der Kartoffeln krochen unter dem Mulch umher und so lagen auch riesige Kartoffeln halb über der Erde unter dem Stroh. Man mußte gar nicht graben, einfach nur ein wenig oberflächlich buddeln. Die Ernte ist einfach und die Pflege auch. Genau das Richtige für mich. Ich muß überall sehen, wie ich Zeit und Arbeit sparen kann. Einmal bin ich eben „faul“ und zum anderen will ich ja so viel wie möglich heraus holen. Unnötige Arbeiten sind mir einfach ein Dorn im Auge. 
Als ich noch angehäufelt hatte, erntete ich viele grüne Kartoffeln, die aus dem Erdwällen heraus schauten. Die Erdwälle waren noch viel trockener, als die Beete und wärmer. Kartoffeln mögen kühle und feuchte Erde. Bei uns regnet es sehr wenig, die Wälle sind also immer furz-trocken. Warum also sollte ich mir die Mühe machen? Ich finde es eher kontraproduktiv. 
Kartoffeln im  April (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln im  April (c) by Joachim Wenk
Ebenfalls Kompost und Hornmehl bekamen die Zucchini, Patisson und Zierkürbis. Sie wucherten wie im Urwald und die  Ernte konnte ich gar  nicht vollkommen nutzen. Zu viel war es einfach. Die Zierkürbisse werden jetzt zu Dekozwecken verwendet. Sie sollen noch ein wenig ausreifen. 
Zierkürbis (c) by Joachim Wenk
Zierkürbis (c) by Joachim Wenk
Und als ob meine Gärten es wüssten, daß ich nicht gern arbeite und dennoch ernten mag. Gestern haben wir noch Rasen gemäht und ein Stück stehen lassen. Darauf wachsen Champignons. Die werden natürlich geerntet. Und sie haben keinerlei Arbeit gemacht….
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk

Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk
Champignons im Rasen (c) by Joachim Wenk

Der Tag danach, Kartoffelernte sortieren und wiegen

AmMittwoch gelang es mir nach der Ernte noch, den Bollerwagen unseren Berg in den Garten hoch zu ziehen. Dann fing es richtig an zu regnen. Ich stellte die Ernte für’s Erste nur ins Carport. Morgen ist auch noch ein Tag dachte ich. 
Und was  das dann für ein Tag war. 9 Grad war die Tageshöchsttemperatur. Sturm und fast ununterbrochen Regen. Ein entsetzliches Wetter.  Wie gut, daß die Ernte und das Rasenmähen gestern noch erledigt werden konnten. Im strömenden Regen ging ich dann gegen Abend doch noch ins  Carport und sortierte die Ernte aus. 
Es gab angestochene Kartoffeln, die baldigst gegessen werden. Es gab viele Saatkartoffeln und ganz viele Kartoffeln zum Lagern. 
Zusammengerechnet waren es 25 kg Kartoffeln und 2 kg Saatkartoffeln. Gesteckt hatte ich 13 Kartoffeln. 
Blick aus dem Carport in die Kälte und den Regen im Garten (c) by Joachim Wenk
Blick aus dem Carport in die Kälte und den Regen im Garten (c) by Joachim Wenk

Erinnerung an vergangene, sonnige Herbsttage im Garten

Das Wetter soll ja auch die nächsten 8 Tage noch so spätherbstlich ungemütlich bleiben. Wie die Tomaten das wohl wegstecken? Paprika wären noch so viele dran, aber nicht reif. Also, so kalt ist schon echt unpraktisch, zu dieser Zeit. 
Erinnere ich mich doch schnell noch an die Tage davor. Da hatten wir noch ein wenig Sonnenschein zwischen den Wolken. Den habe ich zum Fotografieren genutzt. Die Astern und ersten Herbstchrysanthemen eröffnen ihr Blütenfeuerwerk. 
Herbstchrysantheme  (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysantheme  (c) by Joachim Wenk

Herbstastern  (c) by Joachim Wenk
Herbstastern  (c) by Joachim Wenk

die größte Aster, unten am Zaun (c) by Joachim Wenk
die größte Aster, unten am Zaun (c) by Joachim Wenk

Blick über die Zaunaster aufs Dorf (c) by Joachim Wenk
Blick über die Zaunaster aufs Dorf (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk
Myrtenaster  (c) by Joachim Wenk

bunt ist es nochmal im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
bunt ist es nochmal im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

so sieht Herbst bei Sonnenschein aus (c) by Joachim Wenk
so sieht Herbst bei Sonnenschein aus (c) by Joachim Wenk

Heute wieder regional eingekauft und eigene Ernte eingebracht und konserviert

Regional einkaufen ist nicht teuer und muß nicht bio sein

Das wird ein ruhiges und heimeliges Wochenende!
Eigentlich wollte ich vielleicht heute weiter Riesenkartoffeln ausgraben. Oder ich hätte Buschbohnen ernten können. Sollen hätte ich eigentlich am Karpfenweiher die Hecke schneiden.
Na ihr merkt schon. Da sind viele „hätte“ und „sollte“ enthalten. Tatsächlich aber hat es am Samstag bis nachmittag nur 10°C gehabt. Das bei Null Sonnenschein und Dauernieselregen. Mal ehrlich. Wer macht denn da die „eigentlich“ vorgenommen Dinge.

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Riesige Kartoffeln, winzige Gemüsejungpflanzen und so schöne Herbstblüten

Lasst uns diese Tage im Garten genießen

Leute genießt diese Tage! Wer auch nur halbwegs wachsam sich umblickt in der Natur und im Garten, und sei es gar nur mit einem einzigen Auge, der wird es merken. Alles stellt sich um. Nicht mehr Wachstum und Wuchern stehen im Vordergrund. Nein eher Rückzug und Reife. 
Und wie spürbar kürzer die Tage werden. Heute haben wir eine Tageslänge von 13 Stunden und 5 Minuten. Vor zwei Wochen noch waren es 13 Stunden und 55 Minuten. Die Sonne wird seltener und schwächer. 
Also genießt, was es zu genießen gibt. Saugt den letzten Rest Sommer in euch auf und speichert diese Erinnerung und Energie für den dunklen und kalten Winter. 
Die Gartenarbeit wird ruhiger. Dafür wird es in der Küche etwas hektisch. Die Ernte muß schließlich konserviert und verarbeitet werden. Das ist meine Vorbereitung für den Winter. 
Aber seht euch um, wie bunt noch mal alles in warmen Farben scheint und strahlt. Irgendwie hat es sich in meinem Garten eingependelt, daß es zur Jahreszeit passt. 
Im Frühjahr ungemein frische Farben. Das Blau, das Rose oder weiß. Selbst das Gelb ist zitronig leuchtend. Jetzt im Herbst ist alles gedeckt oder abgetönt. Das Gelb mit Orange und Ocker vermischt. Das Blau hat einen leichten und warmen Lila-Hauch aufgenommen. Rosa ist eher Altrosa. 
Nur eine Blüte ist immer im Herbst da, die heraus sticht und den Frühlings Look trägt. Es ist die weiße Herbstanemone. Ihr strahlend reines Weiß passt fast schon gar nicht zur Jahreszeit. Es würde eher im Dezember passen oder im April. Weil aber die Herbstanemonen bei mir nicht richtig in die Gänge kommen oder gar überleben, bin ich natürlich überglücklich, dass diese wenigstens seit Jahren da ist. Farbe hin oder her. 
So und nun geht es zu den Bildern: 

Eine Kartoffel für zwei Personen?

Das Kartoffelkraut der früheren Sorte im Weihergarten ist abgestorben. Jetzt wollte ich es dann doch wissen, ob unten auch was dran ist. Mit der kleinen Schaufel habe ich ein wenig den Strohmulch beiseite geschoben. Was dabei heraus kam (an zwei Pflanzen!) seht ihr hier. 
Kartoffel Galactica Ernte von 2 Pflanzen (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica Ernte von 2 Pflanzen (c) by Joachim Wenk

Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Über 400 Gramm, eine einzige Kartoffel. Da werden wirklich 2 Personen von einer Kartoffel satt.

Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Was es in diesem Herbst noch alles zu ernten gibt

Die wuchernden Zierkürbisse, ebenfalls unten am Weihergarten, werden nun nach und nach geerntet. Ich brauche schließlich schon die erste vorsichtige Herbstdeko. Also, Sommerdeko kann ich jetzt wirklich nicht mehr sehen. Das ist einfach vorbei.

Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk
Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk

Andere Ernten stehen noch bevor. Die Glockenpaprika, weiß ich nicht, ob noch rot werden wird.

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk

Das Blaukraut ist fertig, könnte geerntet werden. Dazu brauche ich aber Zeit zum Einkochen. Denn anders lagern kann ich es nicht lang, mangels Möglichkeit und vor allem mangels kühlem Keller.

Blaukraut (c) by Joachim Wenk
Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Noch keine Sorge muß ich mir um den dieses Jahr immer mehr wuchernden Meerrettich machen. Den Ernte ich frühestens Ende Oktober. Da ist dann sogar mein Urlaub schon vorbei. Also der steht noch gut. Und wie er steht. So toll war er noch niemals.

Kren (c) by Joachim WenkKren (c) by Joachim Wenk

Noch länger kann der Rosenkohl stehen. Es ist keine Überwinterungssorte, also nicht frosthart. Aber ich denke bis Ende November kann er bleiben.

Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl (c) by Joachim Wenk

Auch im Gewächshaus steht dieses Jahr alles in nicht gekannter Pracht. Zumindest, wenn ich die vergangenen Jahre erinnere. Die Tomaten haben noch alle Blätter, nichts ist gelb geworden. Zu der Zeit waren sie 2016 schon fast ohne Blätter. Und alle Blätter gesund und nicht eingerollt (wegen zu viel Dünger).

Tomaten und Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Weil ich gerade die Tomaten hier sehe. Es gibt übrigens wieder neue Rezepte auf achimsgartenzumessen.de.  Natürlich mit Tomaten und Zucchini/Patisson. Einmal eine Lasagne und zum anderen ein Sommergemüse-Risotto. Probiert es doch einfach mal aus. Tomaten und Zucchini dürften ja überall reichlich vorhanden sein, gerade. 

Neues Gemüse wird jetzt im September gepflanzt oder gesät


Und vor aller Erntebegeisterung im Herbst darf man natürlich nicht den Nachschub versäumen. Vor etwa 2-3 Wochen habe ich den Endivien  gepflanzt. Noch einige Wochen vorher wurde er gesät. Das ist immer gerade im Sommer schwierig, sich daran zu erinnern, daß für den Herbst noch gesät werden muß. 
junger Endivien (c) by Joachim Wenk
junger Endivien (c) by Joachim Wenk

Na und noch schwieriger finde ich es, sich zu erinnern, daß im September sogar immer noch gesät wird. Ich probiere dieses Jahr einmal ein paar Sorten Winter-Kopfsalat. Der wird jetzt gesät und dann ausgepflanzt. Er überwintert im Freien und kann im Frühjahr dann schon wachsen, wenn der andere Salat noch nicht mal gesät ist. Ich bin da echt gespannt, wie das klappt, ob die Winter bei uns passen und ob im Frühjahr noch was übrig ist von ihm. Der erste ist gekeimt und pikiert. Heute habe ich noch 4 Sorten gesät.

Winterkopfsalat (c) by Joachim Wenk
Winterkopfsalat (c) by Joachim Wenk

Die Palmen brauchen noch ein Haus, das vor Wind und nicht vor Kälte schützt

Auch hieran müssen wir jetzt unbedingt denken. Die beiden Palmen, die draußen überwintern müssen, brauchen noch ein Zelt über ihre Kübel und Wedel. Da überlegen wir gerade an der Konstruktion. Die dieses Jahr umgetopfte Washingtonia hat den Umzug allerbestens weggesteckt, wie man sieht. Auch dass vom Wurzelballen unten mit der Kettensäge eine gut 15 cm dicke Scheibe abgeschnitten wurde, damit sie nicht gleich wieder über den Kübel hinaus ragt, störte sie nicht. 
Washingtonia, Bananenstaude, canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk
Washingtonia, Bananenstaude, canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk

Die Hanfpalme, die den 2.  Winter draußen war, hat sich sehr schön erholt. Sie hatte die Wedel verloren. Nicht, weil sie abgefroren waren, sondern weil sie vertrocknet sind. Im gefrorenen Zustand vom ständigen Wintersturm hin und her gebeutelt in ihrem Vliesmantel, zerrissen die Kapillaren. Damit war die Wasserzufuhr in später aufgetauten  Zustand nicht mehr möglich. Diesen Effekt gilt es ab sofort im Winter zu verhindern.

Hanfpalme  (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme  (c) by Joachim Wenk

Warme Herbstfarben in der Abendsonne – Bilder zum Träumen

Zum Abschluß noch ein paar warme und ruhige Herbststimmungen zum Genießen und Träumen.

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Das ist sie übrigens die  Herbstanemone mit dem so reinen Weiß, daß es zu den warmen Herbsttönen nicht recht zu passen scheint. Wäre da nicht der warme und dottergelbe Fleck in der Mitte. 
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Neuanschaffungen für den Garten und Tomaten so weit das Auge reicht

Das neue Gerät für den Garten

Gerade noch habe ich von meinem neuen Gerät für die Küche geschwärmt, da gibt es schon wieder etwas zu berichten. Zwei weitere Neuanschaffungen wurden ausgepackt. 
Das erste neue „Gerät“ hat mein Göttergatte mit nach Hause gebracht. Ich kannte das gar nicht und konnte mir auch überhaupt keinen Reim darauf machen, wozu es verwendet werden könnte. Er jedenfalls scheint solche Geräte zu kennen und freute sich schon auf deren Einsatz. 
Angeblich legt man sich da einfach drauf. Hmmmm. Ich hab’s probiert. Ich habe mich darauf gelegt. Es ist nichts passiert. Vielleicht ist es kaputt? Ne, also das ist nichts für mich. Irgendwo rumliegen, die Arbeit bleibt dabei auch liegen und nichts erledigt sich. Ich weiß schon, warum ich derlei Gerät bisher nicht kannte….. 
Vielleicht lag es ja auch an der dreckigen Gärtnerhose und den Schuhen an denen der Dreck aus dem Erdbeerbeet klebte, welche ich gerade neu pflanzte, daß sich da nichts tat. 
Ich bin ja offen für neue Erfahrungenb und habe mich später noch mal darauf gelegt. Sauber, mit Badehose einen eiskalten Kefir mit Orangensaft im pinkfarbenen Urlaubsstimmungsglas und ohne die Schuhe. 
Siehe da, da tut sich ja doch was. Man wird auf einmal so entspannt. Alles wird ruhig und man möchte da am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Das macht also dieses neue Gerät. Ein Teufelsding! Pfui.
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
Besonders schön finde ich auch die nächste Neuanschaffung. Für ein paar Euro kann man ja nicht viel falsch machen, also wurde es angeschafft. Eine Lichterkette, weil es auf der Terrasse bei Dunkelheit oder in der Abenddämmerung immer so finster ist. Man könnte den Flutlichtstrahler anmachen, der den ganzen oberen Garten beleuchtet. Aber die Stimmung ist dann flöten. Da sah ich die Lichterkette, deren einzelne Lichtkörper den guten alten Glühbirnen nachgebildet sind. Aus Kunststoff aber und innen leuchten sogenannte warm-weiße Leuchtdioden. Das sieht wirklich so aus, als würden herkömmliche Glühbirnen hier aufgefädelt stein. Eine sehr schöne Stimmung produziert diese Lichterkette. 
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Schade nur, daß gestern wohl für länger Zeit – oder für immer? – der letzte schöne Tag und Abend war. Tags 30 °C und Sonne. Heute dagegen tags 15°C und Dauerregen vom Abend mag ich erst gar nicht berichten. Was für Unterschiede von Tag zu Tag und das schon den ganzen Sommer. Aber der Regen kam dem Garten sehr willkommen! 

2017 ist ein Tomatenjahr, das steht fest

Ob er den Tomaten auch willkommen ist, kann ich erst sagen, wenn ich weiß, wie lange das anhält. Es besteht ja immer die Gefahr, daß Braunfäule ausbricht. 
Gestern habe ich wieder einmal einen Schwung Tomaten abgemacht. 10kg waren es diesmal. Und die hängen noch voll und voller mit Früchten. Von grün bis hellrot. Da kann ich mir noch viel überlegen, was damit gemacht werden könnte. 
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

Und dann das Farbenspiel der Paprika unter dem üppigen Laub.

reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
Gleich daneben Basillikum, der die Geschwister aus den Töpfen im Discounter gerade zu lächerlich erscheinen und schmecken lässt. 
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Die eine oder andere habe ich stehen lassen und ernte jetzt zwischendurch bei der Arbeit die süßen, nach Ananas schmeckenden Früchte. Ananaskirschen sähen sich super leicht über all selbst aus. Die muß man nicht im Februar oder März vorziehen. Nur beim ersten mal, dann fallen – so schnell kann man nämlich gar nicht ernten, wie sie reifen – dauernd Früchte auf den Boden und dort wachsen im nächsten Jahr von ganz allein Unmengen der gesündesten und kräftigsten Jungpflanzen. 
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Sind Freilandgurken wirklich für’s Freiland geeignet?

Eine Beobachtung will ich euch noch zeigen. Meine Lehren fürs nächste Jahr habe ich auch hier gezogen und notiert. Sicher ist sicher. 
Was das ist? Eine Gurke im Gewächshaus. Ich hatte irgendwie eine Pflanze übrig und setzte sie hinten unter die Tische ins Gewächshaus. Vielleicht bedeckt sie ein wenig den Boden dachte ich. Och ne oben in luftiger Höh‘ ist es viel schöner, dachte sie. Jedenfalls ist sie überall. In den Tomaten am Boden, am Weg und in der Glockenpaprika hier im Foto. Sie blüht wie bekloppt und trägt jetzt erste Früchte. Das Laub ist fast ganz gesund. 
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Und wo ist jetzt die Lehre? Das will ich euch verraten. Wie jedes Jahr sind meine Gurken, egal welche Sorte (und ich habe wieder drei verschieden getestet), im Freiland schon lange hinüber. Sie beginnen zu tragen, dann werden die Blätter krank und in weniger als einer Woche ist die ganze Gurke tot. Da hilft nichts, was ich spritze, keine Mischkultur, keine Sortenwahl. Nichts! Jahr für Jahr das Gleiche. Wie gesagt eine übrige meiner Gurken steht im Gewächshaus und ist gesund. Daher die Lehre: ich brauche nächstes Jahr ein Häuschen oder Gestell mit Folie über meine Gurken. Scheinbar ertragen sie einfach das Freiland nicht. Die gesunde Gurke im Gewächshaus ist ja nichts anderes, wie die kaputten im Freiland. Gleich gesät, gleiche Sorte, gleiche Pflege  bei der Aufzucht. Nur anderer Standort. 
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Tomatensugo, Tomatenketchup und leckere Kürbis-Küchle

Wie gut, daß ich gestern den Tag im Garten, in Ruhe und in vollen  Zügen genossen habe. Heute war dann  Küchenarbeit angesagt. Tomatensugo kochen. Tomatenketchup kochen. 
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk

Und ein ganz neues Rezept probieren. Kürbis-Küchle  mit Hefeteig zubereitet.Wow, lecker! Die gibt es wieder einmal.  

Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk
Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk