Neue Fenster, reiche Ernte und der Umzug der Kübelpflanzen

Kaum ist das Karpfenfischen vorüber, geht es im Garten weiter mit Arbeiten. Ich weiß schon, warum ich
eigentlich lieber im Urlaub geblieben wäre.  War mir doch klar, was
auf mich zukommen wird, wenn wir daheim sind.
Gottseidank ist das Wetter immer wieder
noch einmal traumhaft und die anfallenden Arbeiten können erledigt
werden.
Endlich kamen  auch die neuen Fenster: Voraussetzung, daß ich anfangen kann, Kübelpflanzen ein zu räumen.
Und ich habe nun auch die restlichen
Wurzelgemüse- bis auf Meerreettich- geerntet. Jetzt müssen sie nur noch eingelagert werden.
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot

Neue Fenster für die Pflanzen – und uns.

Mittwoch früh, es ist noch dunkel und
ich schon wach. Der Schreiner soll heute kommen. Er steht kurz nach
Sieben vor der Tür und ich bin froh. 
Jetzt wird das endlich real,
was wir vor vielen Monaten bestellt hatten. Das Palmenhaus, der
Überwinterungsraum für die Kübelpflanzen, früher Hasenstall und
Schafstall, erhält neue Fenster. 
Damals schon, als er erbaut wurde, hat mann ausgemusterte
Fenster verwendet. Das ist Jahrzehnte her. Durch die Ritzen in den
Rahmen konnte man hindurchsehen, so groß waren sie. Wie sinnig das
ist, wenn man den Raum im Winter mittels elektrischer
Gewächshausheizung temperiert, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Wenn es richtig eisig draußen war,
also unter -10°C, habe ich innen sogar noch Vlies über die
Kübelpflanzen am Fenster gelegt, daß sie nicht so eisig angeblasen
werden, durch all die Ritzen.
Jetzt kommen neue Kunststofffenster mit
Isolierung rein. Dann ist das nicht mehr nötig mit dem Vlies.
Neben dem Palmenhaus ist auch der
Vorraum zum Wohnhaus dran. Wieder schon damals gebrauchte Fenster mit heute Ritzen
zum hindurchsehen. Heiztechnisch ein Desaster.
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus -neue Fenster werden eingebaut
Und schließlich bekommt die Garage
noch ein richtiges Fenster, das ich jetzt kippen kann. Hier ist es mal anders herum, die Wärme soll nicht drin bleiben, sondern raus aus dem Raum. 
Da ich in der
Garage auch meine Kartoffeln lagere, ist das sehr praktisch. Durch das
alte, nicht zu öffnende Fenster, blieb es lange recht warm in der
Garage im Haus. Zu warm zum Lagern von Wurzelgemüse,
genau wie im Keller. Daher freue ich mich auf das Fenster und die
frische kühle Luft, die da eintritt.
Kurz nach Mittag sind sie fertig und
die Fenster eingebaut. Jetzt fehlen nur noch die Simse. Dazu
aber muß Volker erst die Mauern aufstocken, daß die neuen Simse an
den neuen Fenster ordentlich montiert werden können. Wenn das
gemacht ist, kann der Abschluß vom Schreiner erledigt werden. Das
ist aber vor allem eine optische Sache. Die Funktion der neuen und
dichten Fenster ist ab sofort gegeben.
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims

Wurzelgemüse wird geerntet

Während die Schreiner ihrer Arbeit
nach gingen, beschäftigten mich die Wurzelgemüse.
Sellerie, Winterrettich, rote Beete und
ein wenig Kren für den aktuellen Gebrauch sowie Möhren und
Pastinaken waren aus zu graben.
urzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Wurzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Die Sellerie sind sehr schön. Rettiche
sind schön aber wenig. Die gingen wieder nicht auf im Herbst beim
Sähen. Rote Beete im Beet sind eine Katastrophe beim Keimen. Im Topf
keimten sie auch nicht. Daher habe ich nur einige wenige, was aber
langt, da nur ich sie esse.
Die Möhren keimten wie immer auch
nicht. Ab März sähe ich bis glaube ich Juli. Es keimt nie was, nur
ein paar sind dann doch plötzlich da gewesen. Zu spät und wie immer
nicht vereinzelt. Weil ich mir monatelang vergebens Mühe mit ihnen
mache, habe ich dann jedes Jahr wieder, keine Lust zu Vereinzeln, wenn
doch welche keimen. Der Frust ist zu groß und im Herbst bereue ich
es jedes Jahr, denn sie währen schön geworden, hätten sie nur
Platz zum Wachsen gehabt.
Die winzigen Möhren, Laub von Möhren und Sellerie, restliche Kräuter wie Basilikum und Majoran, alles kommt in den Mixer und ergänzt meine seit dem Sommer gesammelten, getrockneten und pulverisierten Gemüse für die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe. Weggeworfen wird nichts!
Gleiches Keim-Geschiß gilt auch für
die Pastinaken. Da habe ich dann mit Müh´ und Not ein paar im Topf
gekeimt bekommen. Die wurden gepflanzt. Einige sind gigantisch,
andere der Reinfall. Komisch ist das. Alle gleich gesät, gepflanzt und gepflegt. Sogar gleiche Reihe!
Pastinaken
Pastinaken

Wintersalat – ein Anbauversuch

Auch meinen Wintersalat habe ich endlich
gepflanzt. Ein paar ins Gewächshaus und ein paar ins Freiland. Ich
muß ja testen, wie er wächst, was er verträgt. Dann weiß ich
nächstes Jahr gleich, wohin ich ihn am Besten pflanze. Es ist ja
mein erster Versuch damit.
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus – frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
So ähnlich verloren stand auch einmal der Endivien im Beet, als ich ihn im Frühherbst pflanzte. 
Jetzt hat er sich gemausert und ist ein richtiger starker Salat geworden. Aber, ich hoffe das klappt noch, der muß noch ganz schön wachsen, vor der Ernte!
Endiviensalat
Endiviensalat

Endiviensalat



Gemüsebeete im Biogarten mit Dauer-Mulch

Ein Blick in ein Gemüsebeet Ende Oktober. 
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober

Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
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Ach ja und wenn sich mancher wundert,
wie das bei mir in den Beeten aussieht, der soll erst mal neben die
Beete schauen…..
Herbstlaub im Gemüsegarten
Herbstlaub im Gemüsegarten
Im Ernst. Es ist mir seit Frühjahr
enorm wichtig, dass niemals Boden unbedeckt da liegt. Dauermulch oder
Dauerhumus nennt man das Wohl. Ich mulche unaufhörlich und jetzt
auch noch die Bäume, die mir helfen. Es mag unordentlich aussehen.
Aber ich selbst sehe, wie gigantisch positiv sich das auf das
Bodenleben auswirkt. Es ist ein Gewimmel in den Beeten und Würmer
habe ich, ein Traum. Jetzt wieder beim Salatpflanzen. Ich schiebe das
Laub und Mulch zur Seite und treffe schon auf etliche Würmer, ohne
bereits in die Erde gegraben zu haben. Es herrscht ein so reges
Treiben in und auf der Erde, daß ich überglücklich bin. Hatte ich
doch sonst im Herbst gar keine Würmer mehr gesehen. Und ein gesunde
Bodenleben ist unverzichtbar im richtigen Biogarten und für gesunde
Pflanzen. Ich ernähre mit meinem Mulch und all der Bodendeckung das
Bodenleben und dieses wiederum ernährt durch die Abbauarbeiten und
Zersetzung des organischen Materials meine Gemüsepflanzen. Wir haben
reale Heinzelmännchen im Garten, die für ein wenig Essen pausenlos
fleißig für uns arbeiten. Und durch Chemie und unnötige
Bodenbearbeitung verjagen wir sie.

Die ersten Kübelpflanzen werden eingeräumt

Die Zitronenverbene habe ich gestutzt,
ausgegraben und eingetopft. Jetzt steht sie erst mal noch im Carport,
kommt aber später mit zu den Kübelpflanzen. Sie ist nicht
frosthart.
Zitronenverbene
Zitronenverbene
Am Nachmittag habe ich dann angefangen,
die ersten Kübelpflanzen ins Palmenhaus zu schaffen. Ein wenig
aufgeräumt innen habe ich schon. Der Rest muß nach und nach
erfolgen. Jetzt ist es erst einmal wichtig, daß die empfindlicheren
Gewächse ins Haus kommen. Das schöne Wetter verwirrt einen. Am
Mittwoch waren etwa 20 Grad und blauer Himmel. Aber bereits am
Freitag soll es tag nur noch 10 Grad haben und die Temperaturen gehen
runter, Sturm und Regen sollen kommen.
Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier

Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier
Es ist nicht verwunderlich, haben wir
doch kommende Woche bereits November. Und wenn das Wetter dann ganz
greislig ist, habe ich keine Lust alle Kübel ein zu räumen. Dann
mit Zwang, weil sie sonst kaputt gehen. Da fange ich lieber ein paar
Tage vorher an und mache es bei schönem Wetter und in Ruhe. Stehen
doch noch genügend Kübel draußen. Die Palmen brauchen noch ihren
neu zu bauenden Winterschutz. Da wird es ohnehin alles knapp genug!
Die robusten Kübel stehen erst mal noch im Carport, da geht es noch ein paar Wochen, voraussichtlich.
Kübelpflanzen im Carport
Kübelpflanzen im Carport

Herbstmorgen am Karpfenweiher

Donnerstag morgen beim Gassigehen,
schaute ich noch mal bei den Weihern vorbei. Auch hier hätte ich
noch Arbeit. Die herrlichen Hagebutten müssten gezupft und
verarbeitet werden. Aber ich habe da gerade überhaupt keine Zeit.
Hagebutten
Hagebutten
Der Morgennebel verzieht sich und es
wird wieder ein schöner Tag, das sieht man hier schon.

Morgennebel verzieht sich

Morgennebel verzieht sich
Und so sieht der gefischte Weiher heute
aus. Verlassen und leer. Ein Foto für die treuen Leserinnen, deren meine Karpfenweihergeschichte so viel Interessantes vermitteln konnte.
Karpfenweiher abgefischt
Karpfenweiher abgefischt

Kann Arbeit Urlaub sein?

So, der Urlaub ist also vorüber und doch war der vergangene Samstag ein wenig wie weiterer Urlaub. 
Wenn man bei so einem schönen Herbstwetter in aller Ruhe und mitten in dieser wundervollen Landschaft werkeln darf, dann ist es ein kleiner Urlaub! 

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

Schließlich ist unweit hinter den, am Horizont erkennbaren, Bäumen ein das ganze Jahr ausgebuchter und seit Jahren stetig wachsender Campingplatz. Aus ganz Deutschland kommt man hier her, seinen Urlaub zu verbringen. 
Franken im Herbst
Franken im Herbst 

Was wir also an unserem Heimat-Urlaubs-Tag so machten, will ich gleich berichten.

Der Samstag an sich ging schon sehr schön los, als der Postbote das Paket einer Blog- und Gartenfreundin brachte. Was für eine grandiose Erweiterung meiner Dachwurzsammlung!

Und manche haben sogar Sortennamen. Also „devils touch“ hat mir ja besonders gefallen, zumal es auch genau so aussieht!

Semperviren
Semperviren

Ich packte sie aber erst mal nur aus, freute mich und mußte dann sogleich wieder in der Küche verschwinden. Volker war schließlich schon längst draußen in der schönen Landschaft bei unseren Weihern, um alles vor zu bereiten.

Während dessen besteht meine Aufgabe darin, alles für das Picknick her zu richten. Diesmal gibt es zu Mittag einen herzhaften Erbseneintopf mit eigenen Kartoffeln und Möhren und Sellerie. Nur Rauchfleisch und Trockenerbsen sind gekauft.

Dann muß noch Kaffee gebrüht, die Ankunft der Helfermanschaft koordiniert und das Picknickgeschirr zusammen gesucht werden.

Schließlich werde ich gerade fertig, als mich Volker abholen kommt. 
Draußen stehen, wie jedes Mal, bereits die befüllten Behälter mit  Teichwasser am Damm. 

Fotosafari am Karpfenweiher

Karpfen fischen
Karpfen fischen 

Das Wasser wird mit einer Pumpe  aus dem Teich befördert, bevor er leer ist.

Karpfen fischen
Karpfen fischen 

Der „Stöpsel“  vom Teich ist gezogen und ab da heißt es warten. Dieser Arbeitsschritt ist immer der allererste, folgen ihm doch etliche Stunden, bis es ans Fischen gehen kann. Ist der Weiher größer, muß man hier schon am Vortag zur Tat schreiten.

Karpfenweiher ablassen
Karpfenweiher ablassen
Während der Stunden, gefüllt mit Warten, hat man viel Zeit. Zeit für andere Arbeiten oder auch Zeit, sich seinen Gedanken hin zu geben. Wenn ich wüsste, wie ich diese in leserliche Worte fassen könnte, würde ich sie euch auch gerne mitteilen. Aber mir gelingt das bislang noch nicht. 
Ich nutze die Zeit auch für eine Fotosafari rund um die Weiher. 
Immer wieder muß man natürlich auch nachsehen, ob das Wasser noch abläuft. Regelmäßig müssen weitere Brettchen aus dem Mönch entfernt werden, damit der Wasserspiegel kontinuierlich weiter sinkt. 
Mönch im Karpfenweiher
Mönch im Karpfenweiher
Während also der Weiher leer läuft, ist der kleine Bach zwischen den Weihern ein „reißender“ Bach. Ansonsten führt er auch im Moment fast kein Wasser. Viel zu trocken ist es dazu. Nur im Winter oder im Sommer, wenn es länger regnet, fließt hier richtig Wasser. 
Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern

Bach bei Karpfenweihern
Bach bei Karpfenweihern

Romantisch sieht er aus, der alte Steg über gerade diesen Bach. So ein Steg wird ja aber nicht wegen der romantischen Eindrücke gebaut, sondern hat in erster Linie eine Funktion zu erfüllen. Die Funktion, des einfachen und sicheren Gelangens von einer zur anderen Bachseite, ist nicht mehr gegeben. Zu  morsch ist der Belag und die tragenden Balken.

Steg über Bach mit Herbstlaub - Herbst am Karpfenweiher
Steg über Bach mit Herbstlaub – Herbst am Karpfenweiher

Somit hat er im Moment tatsächlich nur die Funktion romantisch auszusehen. Uns natürlich ist bei seinem Anblick weniger romantisch zu mute. Es ist der dritte Steg der zu renovieren ist. Das bedeutet auch wieder Geld- und Zeitaufwand. Aber erst nächstes Jahr, dieses Jahr tut sich hier nichts mehr.

So sieht dann ein Steg aus, der tatsächlich wieder begehbar ist. Gestützt wird er jetzt von verzinkten T-Trägern und der Belag ist übriges, witterungsbeständiges Holz vom Terrassenbau des Onkels. Da hatten wir damals Glück, daß wir die Reste bekommen konnten  und nichts kaufen mußten.

neuer Steg
neuer Steg
Wenig romantisch wird uns auch bei diesem, doch ansonsten aber schönen Herbststimmungs-Foto. Denn wir wissen ja, daß diese Überreste einst stabiler Bretter, zur Wand unserer Fischerhütte gehören. Dass hier Renovierungsbedarf besteht, muß ich wohl nicht weiter betonen. 
Nun, somit stehen also die Garten-Projekte für das kommende Jahr auch wieder fest. Kann es eigentlich auch einmal ein Jahr ohne besondere Projekte geben? 
Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras
Herbstmotiv- modrige Bretter mit Laub und Gras
Wenn ich auf meiner Foto-Safari den Steg wieder überquere und zu den anderen Weihern hoch gehe, findet sich auf einem Stück Brachland dieser selbst ausgesäte Wildrosenstrauch. Seine Hagebutten und andere werde ich noch pflücken und verarbeiten. 
Wildrose mit Hagebutten in Landschaft
Wildrose mit Hagebutten in Landschaft

Also jedenfalls die, an die ich dran komme, ohne mich im Stachelgestrüpp zu verfangen. Und siehe da, im Herbst kommt so manches zum Vorschein. Hier hat im Sommer wohl ein Vögelchen gewohnt.

Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest
Ich gehe um den Strauch herum, um mir das Nest näher zu betrachten. Überrascht stelle ich fest, es ist noch immer  bewohnt!
Oder wie erklären sich die Reste zernagter Hagebutten im Nest? Also ich vermute ja, daß da nicht ein Vogel sein Abendmahl im Nest hält, sondern dass sich da nachts die pfiffigen Mäuse einen geschützten Platz gesucht haben um in aller Ruhe zu vespern. Oder meint ihr, daß die Hagebutten, Reste von Vogel-Mahlzeiten sind? Jedenfalls ist das ein Grund, warum ich niemals alle Beeren eines Wildstrauches oder alle Hagebutten einer Rose abernten würde. Schließlich brauchen andere Lebewesen diese heut zu Tage raren Früchte für den Winter dringender als ich. 
Hagebutten und ein Vogelnest
Hagebutten und ein Vogelnest
Jetzt war ich aber lange unterwegs. Gleich noch mal nach dem Weiher schauen. Ach ja, das dauert noch. Da kann man noch in aller Ruhe anderes erledigen. 
fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen
fränksicher Karpfenweiher wird leer gelassen- Karpfenfischen
Wie wäre es mit einer Mittagspause? Der Eintopf im Warmhaltebehälter steht schließlich bereit. 
Köstlich so ein einfaches Mal draußen in der freien Natur. 
Picknick mit Erbseneintopf
Picknick mit Erbseneintopf
Frisch gestärkt wird jetzt aber erst einmal wirklich geschafft. Während der Weiher weiter langsam leer läuft, werden wir an einer Seite die ganzen Erlen absägen. Ich nenne es immer Unkrautbeseitigung am Weiher, denn als solches kann man diese Bäume schon fast einstufen. 
Volker sägt und ich schleppe die mannshohen Büsche fort. Zu diesem Zweck haben wir vor etlichen Jahren angefangen, am Rand des Grundstücks eine „Benjes-Hecke“ aufzuschichten. Immer wieder fällt dieses Erlengestrüpp an. Das wird wallartig dort niedergelegt und vermodert langsam. Bis dahin bietet es kleinen Tieren Unterschlupf. Auch Insekten und Mikroorganismen oder Pilze fühlen sich da wohl. Eigentlich ist ja die Idee, daß auf den nach oben stehenden Zweigen auch mal ein Vogel Rast macht. Dabei wird er in Vogelmanier auch Kot abgeben. Darin sind Samen von Holunder oder Rosen oder oder oder. Im Schutz des Gestrüppes keimen die dann. Sie werden nicht von Hasen oder Rehen abgefressen und so gedeiht früher oder später dann anstelle des Gestrüpphaufens eine Hecke. 
Bei uns wohl eher später. Bis jetzt ist da noch nichts gekeimt. Dafür wuchern in der Brachfläche vor dem Reisigwall Weißdorn, natürlich Erlen, der eben genannte Rosenstrauch als einer von vielen und noch einiges andere mehr. Nur in der eigentlichen Hecke ist noch nichts gewachsen. 
Naja was soll’s. Wenigstens haben wir damit eine Möglichkeit, die vielen  und unentwegt anfallenden Gestrüppe deponieren und gleichzeitig entsorgen zu können. Sonst läge bis zum nächsten Osterfeuer wieder nur ein Haufen irgendwo. Dort im Wall sieht man im folgenden Jahr immer nichts mehr davon. Es sackt zusammen und die Brennesseln und Gräser wachsen darüber.
Benjeshecke
Benjeshecke
Wie ich im März diesen Jahres bereits ausführlicher beschrieb, versorgen wir uns ja nicht nur mit Gemüse selbst, sondern auch mit Brennholz für den Kaminofen im Wohnzimmer. 
Heute haben wir auch wieder von den Erlenbüschen, welche bereits dickere Stämme hatten, die brauchbaren Abschnitte entastet und mit Heim genommen. Dort lagern sie mindestens ein Jahr und geben dann wieder im Winter eine schöne Wärme ab. Wenn ich so ein Scheit in den Ofen lege, denke ich dann oft an die Arbeiten und Tage und Erlebnisse, die einst damit verbunden waren. Ein schönes Gefühl, schon jetzt beim Sammeln des Brennholzes. 
Die Erlen sind geschnitten und in der Hecke entsorgt, der Weiher läuft noch ab und die Helfer sind nicht in Sicht. Hier stehe ich beim heutigen Weiher und blicke hinüber zum anderen Weiher, erreichbar über die oben beschriebenen Stege. 
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Ich gehe noch einmal rüber. Mir gefällt dieser Abschnitt so sehr. Der Damm des Weihers und die bis fast zum Wasser reichenden Äster der alten Erlen. Im Sommer, mit grünem Blätterdach schon oft fotografiert, muß heute ein Herbstbild her. 
Franken, Karpfenweiher, Herbst
Franken, Karpfenweiher, Herbst

Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Und hier der Weiher von der anderen Seite mit Blick zu Fischerhütte. Von hier aus fotografiere ich ihn ja seit längerem durch alle Jahreszeiten. Wer sich diese Eindrücke einmal ansehen möchte, kann  hier rechts im Block bei „Themen im Block“ auf „Karpfenweiher“ klicken. Schon filtert der Blog alle Beiträge aus, in denen die Karpfenweiher ein Thema sind. Da ist dann auch meist ein Foto von diesem Standpunkt aus enthalten. 
Franken, Karpfenweiher, Landschaft
Franken, Karpfenweiher, Landschaft

Familienerlebnis Karpfenfischen

Und jetzt wird es ernst. Die Helfer sind da. Diverse Neffen, Schwägerin, Onkel und anderer Schwager. 
Familienerlebnis Karpfenfischen - das Event für die ganze Familie
Familienerlebnis Karpfenfischen – das Event für die ganze Familie
Der Schwager ist immer zuständig, dass der letzte Rest Wasser trotz Schlamm ablaufen kann. Gleich wir er noch eine andere bedeutende Aufgabe bekommen…..
Volker, der auch eine Wathose besitzt, holt dann später mit Karpfen aus dem Schlamm. 
Die kurzen Neffen retten mit den ihrer Größe entsprechenden Käschern die Brut, also die ebenfalls ihrer Größe entsprechenden jungen Karpfen. Meine Aufgabe, und heute auch die des Onkels, ist es, oben am Mönch die reich gefüllten Käscher entgegen zu nehmen und die Fische in die mit Wasser gefüllten Wannen zu leeren. Der lange Neffe notiert in Strichlisten die Fische. 
Ob ich das wohl  jemals noch lernen werde? Ok, die Graskarpfen oder Amuren, sind immer die ersten, die heraus geholt werden. 70 cm mißt dieser hier. Schnell ein Foto. Und jedes Mal ist es das einzige Foto von den Karpfen, das ich mache. Es wird dann immer recht betriebsam. Man muß  Hand in Hand arbeiten und kann nicht lange Fotosessions machen. Immerhin sind es lebende Tiere, die hier umgeschlichtet werden. Irgendwann aber hoffe ich, einmal daran zu denken, daß auch die Ess-Karpfen (Spiegelkarpfen) oder die alten Zuchtkarpfen (Schlagmuttern) fotografiert werden könnten. 
Graskarpfen
Graskarpfen
Ah ja, da kommen wir schon zur heutigen Sonderaufgabe für den Schwager. Das passiert also mit Kindern, die nicht hören wollen……
„Geh nicht zu weit in die Mitte“ hat man immer wieder gesagt. Und schon ist es so weit. Auf der Suche nach den Muscheln ging er doch in die Mitte des Weihers. Klar dass er dort jetzt dann für immer stehen muß…..
hier ist guter Rat teuer
hier ist guter Rat teuer
….wenn nicht der Schwager schon die Wathose an hätte und ihn so aus seiner misslichen Lage befreien konnte. Nur so viel: beide Gummistiefel konnten geborgen werden. Und warum der Kurze hier ab dem nächsten Foto eine andere Hose trägt, bleibt der Phantasie der Leser überlassen…..
Hilfe in der Not
Hilfe in der Not
Wie heißt es? Nur die Harten kommen in den Garten! Nach dem Klamottenwechsel wird sofort weiter gearbeitet. Schließlich müssen ja all die kleinen Karpfen, die Brut diesen Sommers, gefunden und gefangen werden. 
Arbeiten im Schlamm - legal und erlaubt, fantastisch!
Arbeiten im Schlamm – legal und erlaubt, fantastisch!
Wenn dann der Weiher wirklich leer ist, kein Wasser mehr in ihm schwappt, kein Fisch mehr zuckt und keine Muschel mehr durch den Schlamm kriecht, geht die Arbeit an Land weiter. Nein, den Kaffee und den Kuchen gibt es erst nach diesen Tätigkeiten.
Die Fische müssen sortiert und gezählt werden. Dann kommen sie in den nächsten Weiher oder in die Hälterung, aus der sie in der Karpfensaison (Monate mit „R“) entnommen werden können. Das erste Karpfenessen ist schon mit den Helfern vereinbart. Die Kartoffeln dazu liegen geerntet im Keller. Nur der Endiviensalat als klassische Beilage braucht noch etwas.

Selbstversorgung mit positiven Nebenwirkungen

Schön, daß wir auch dieses Jahr wieder eigene Brut hatten. So müssen wir keine Karpfen zukaufen. Unsere Karpfen sind slowfood-Bio-Karpfen. Oder jedenfalls könnte man sie wohl unter diesen Begriffen vermarkten, würde man das tun. Wir haben aber nur für unseren Bedarf Fische im Wasser und müssen daher nicht mit Kraftfutter mästen. Sie fressen, was im Teich ist und etwas Getreide, den Sommer über. 
Somit haben wir neben der Gemüse- und Obstselbstversorgung, der Brennholzselbstversorgung auch eine Fischselbstversorgung. 
Karpfen sortieren und zählen
Karpfen sortieren und zählen
Ja klar macht das Arbeit! Man bekommt eben nichts geschenkt. Umsonst ist der Tot und der kostet das Leben, hat der Opa immer gesagt. 
Aber jetzt schließt sich der Kreis mit dem  Urlaub. Wir machen diese Arbeit (fast immer) gerne. Es ist wirklich wie Urlaub, unser Land zu bewirtschaften. Ein unbezahlbarer Ausgleich und erdender Faktor. Für solche Erfahrungen und Erkenntnisse zahlen andere viel Geld für Motivations-Gurus und Lebenshelfer. Wir bekommen diese Erkenntnisse und Empfindungen als Nebeneffekt zu erstklassigen Produkten für unser Leben „umsonst“ dazu geschenkt. 

Goldener Oktober im eigenen Garten und wüste Vegetation im Urlaub

Was für ein goldener Oktober. Ein Herbst, wie im Bilderbuch. Er kam so unverstellbar plötzlich. Jetzt ist er da und man hat sich daran gewöhnt. Er selbst ist gleichförmig, ruhig und ausgeglichen (wenn nicht gerade Orkan ist). So empfinde ich ihn. 
Der ruhige Zustand gerade macht nachlässig. Mein Kopf muß eingeschaltet werden, sogar für die Gartenarbeit. Sonst laufen da die meisten saisonalen Arbeiten ja automatisch. Aber welche liegen gerade an? Eine kurze Auszeit hat mich vollends aus dem Rhythmus gebracht und jetzt muß ich mich erst einmal umsehen. Welche Arbeiten stehen die nächsten Tage an. Das wunderbar warme Wetter mit blauem Himmel und übe 20 Grad kann ja nicht ewig anhalten. Dass der Frost und der Winter kommen, ist gewiss. 

Traumhafter Herbst im Landgarten- warm und golden

Zuerst aber ein paar Eindrücke vom goldenen Oktober und den Herbstblüten in meinem Garten. 
Ja ja, die Eiche und die Esche. Oft habe ich dieses Jahr über beide berichtet. Nun ist die Esche, die ja nach der Eiche grünte, fast kahl, während die Eiche noch immer ihr Laub hat. Vieles davon bleibt bis zum Frühjahr an ihr hängen. 
Wie mickrig gegen die beiden Bäume meine großen Palmen doch aussehen. 
Herbst im Landgarten
Herbst im Landgarten
Und auch noch ein Bäumchen ist der Baumhasel, der unser Hausbaum werden soll. Aber ich tue ihm unrecht. Er ist in den wenigen Jahren nun schon doppelt so groß wie damals beim Pflanzen. 
Baumhasel als Hausbaum
Baumhasel als Hausbaum

Herbstgarten
Herbstgarten
Wieder der Nero die Toscana. Aber er ist dieses Jahr auch wirklich schön  geworden. Da springt die nächsten Tage wieder einmal ein Mittagessen raus denke ich. 
Federkohl Nero die Toscana
Federkohl Nero die Toscana

Auch meine Wintersalate sind gewachsen. Hätte ich gerade Zeit, könnten die ersten schon ins Beet. Oder setze ich sie ins Gewächshaus? Oder halbe/halbe, damit ich sehe, was besser ist?

Wintersalat Jungpflanzen
Wintersalat Jungpflanzen 
Die Herbstchrysanthemen haben jetzt ihren großen Auftritt. Die rosa Clara curtis ist verblüht. Oft hatte ich sie bereits hier abbilden können. 
Jetzt glühen- und es ist ein wirkliches Glühen und Leuchten- über all die „Bienchen“. So heißt diese hübsche kleine Chrysanthemensorte. 
Herbstchrysantheme Bienchen
Herbstchrysantheme Bienchen

Der Schwabenstolz ist noch in Knospe und wird beim Erblühen einen gelben Punkt in der Mitte zeigen, mit dem er ebenfalls leuchtet.

Schwabenstolz Herbstchrysantheme
Herbstchrysantheme Schwabenstolz

Meine Myrtenaster im Beet ist längst verblüht. Da fängt gerade diese Aster hier an zu erstrahlen. Sie ist winzig, etwa 5 cm hoch und 30 cm lang. Es ist die Teppichmyrtenaster Snowflurry. Sie steht in der Wanne bei den winterharten Kakteen und ist wirklich bezaubernd.

Hier habe ich bereits darüber geschrieben und man sieht ihre Entwicklung ganz schön. sukkulente 1 sukkulente2, sukkulente3,

Teppichmyrtenaster Snowflurry
Teppichmyrtenaster Snowflurry
Teppichmyrtenaster Snowflurry
Auch meine großen Herbstastern sind allesamt mittlerweile verblüht. Hier am Foto gefällt mir vor allem der Kontrast mit der bäuerlichen Herbstaster und der exotischen Bananenstaude. Ja gerade die Bananestaude gefällt mir. Warum? 
bäuerliche Herbstaster und exotische Bananenstaude im Garten
bäuerliche Herbstaster und exotische Bananenstaude im Garten

Urlaubserinnerungen 

Wenn ich sie sehe schwelge ich in  Erinnerungen an den vergangenen Urlaub. Und im Urlaub erinnerten mich diese Stauden überall an Zuhause. Ein verbindendes Element sozusagen. 
Ja, ich kann auch Urlaub. Wir waren auf den Kanaren und Madeira. Und wie habe ich allen daheim erzählt, immer war schlechtes Wetter. Nicht einen Tag kletterte das Thermometer über die 30 Grad, immer blieb es ganz knapp darunter oder exakt dabei stehen….
Aber diese Inseln sind wirklich eine Wucht. Einen Tag Madeira oder La Palme mit einer unwahrscheinlichen Vielfalt an Vegetation, die auch jetzt noch in voller Pracht da steht. Dann wieder Lanzarote mit Lava-und Aschefeldern, so weit das Auge reicht. Gemüseanbau nur mit den  unmöglichsten Tricks möglich und heimische Vegetation nicht annähernd so üppig, wie bei uns auf einer Bauschuttdeponie. Als natur- und gartenbegeisterter Mensch kam ich aus dem Staunen und Schauen die Tage gar nicht heraus. 
Heckwelle
Heckwelle
760 sind es! 760 Fotos, die ich gemacht habe. Warscheinlich lag ich sogar nachts im Bett noch mit den Armen in dieser Stellung…..
Achim beim Fotografieren
Achim beim Fotografieren
Aber sagt selbst, muß man das nicht ablichten? Wer hat ein Fensterblatt daheim oder im Büro stehen, oder kennt jemanden, der eines hat. Jeder oder? Und dann das, was sagt man dazu. So kann also ein Fensterblatt auch aussehen. 
Fensterblatt
Fensterblatt

Oder Hibiskus? Der  Besen mit hellgelben,wenigen Blättern, den man mal blühend erstanden hat. Seither geht es immer nur bergab mit ihm. Wie wär’s? Einfach mal in den Garten pflanzen! Scheint zu helfen….

Hibiskus
Hibiskus

Das hier kennt ihr auch. Doch, ihr kennt es. Sicher hängt es bei vielen von euch in irgendeiner Ampel. Ja eigentlich ist es wie Efeu ein Kletterer mit Saugwurzeln. Der Klettergummibaum. Hier begrünt er eine Terrassenwand im botanischen Garten auf Madeira.

Klettergummibaum
Klettergummibaum
Den muß aber jeder kennen. Wir  hatten auch mal einen. Immer war das Fensterbrett voll von den abfallenden Nadeln, bis er selbst Abfall war. Wenn er dort steht, wo es ihm gefällt, sieht er aber wirklich hübsch aus der Zierspargel. 
Drachenbaum auf Lanzarote
Zierspargel 
Natürlich habe ich auch all meine Kübelpflanzen wieder gefunden. 
Allüberall in Gärten oder Parks, neben Denkmälern oder als Straßenbaum wächst er, der canarische  Drachenbaum. Ich habe ihn 2010 oder früher einmal als  Same mitgebracht. Meiner ist etwa brusthoch und sehr kräftig. Hier ein schönes Exemplar in einem Garten. Bis dahin braucht meiner  noch etwas. Hoffentlich lange! 
Drachenbaum auf Lanzarote
Drachenbaum auf Lanzarote
Und so wird er wohl niemals werden im Kübel. 
Drachenbaum auf Teneriffa
Drachenbaum auf Teneriffa
Die buntesten Früchte wachsen hier am Straßenrand. 
Kaktusfrüchte
Kaktusfrüchte
Und weil ich auch so einen Kaktus im Kübel habe, ein Urlaubsmitbringsel von einer anderen Insel, habe ich sie natürlich fotografieren müssen. Hier einmal als Hängepflanze über einer Klippe. 
Feigenkakteen hängend
Feigenkakteen hängend

Bei mir sind sie dieses Jahr, dem Erstversuch, nichts geworden. Weil viele sie wohl aber anbauten, wie ich immer wieder lesen oder sehen konnte, gibt es jetzt ein Foto von einem Garten auf La Palma. Hier werden die Süßkartoffeln in größerem Stil angebaut. 
Süßkartoffelanbau im Garten
Süßkartoffelanbau im Garten
Und für die vielen Chili-Liebhaber unter den Bloggern und Vloggern habe ich natürlich auch ein Foto. 
Chiliplanze im Garten
Chiliplanze im Garten
Und wie in meinem Garten auch, geht es ohne eine ausgeklügelte Bewässerung nicht. Hier  rauscht das frische Gebirgswasser gen Tal. Es dient dort als Bewässerung für die Plantagen und Felder. 
Bewässerungskanal
Bewässerungskanal 
Und dann so was hier. Also wirklich, da ist mir mein Weinberg ja viel lieber, egal wie klein er ist. 
So sehen Weinberge auf Lanzarote aus. Durch die Ascheschichten muß man einen Kegel graben, bis runter zum Boden. In den Kegel pflanzt man eine einzelne Pflanze und säumt den Kegelrand mit einem Steinwall. Der Wind und die Hitze verdorren sonst alles. Jeder Kegel eine Pflanze. Irre oder?
Weinanbau auf Lanzarote
Weinanbau auf Lanzarote
Natürlich ist hier nicht der Platz um alle Fotos zu zeigen und so beende ich meine Urlaubserinnerungen mit der Pflanze, die mich in Gedanken wieder fort zog. Die Banane. Überall Bananenplantagen. Besonders viele waren es auf La Palma. Hier wachsen sie ohne Schutzvlies. Von Gran Canaria kenne ich sie nur unter Vliesgewächshäusern. Sie dienen nicht wie bei uns dem Schutz vor Kälte sondern vor dem austrocknenden Winden. 
Bananenplantage auf La Palma
Bananenplantage auf La Palma
Ich wünsche allen ein schönes sonniges und  ruhiges Herbstwochenende.
Sonnenuntergang am Meer
Sonnenuntergang am Meer

Der Herbsttag

Kennt ihr das? Im Frühjahr ist man voller Enthusiasmus, man platzt vor Elan und Tatendrang. Die Vorfreude wird unerträglich. Eine aufgeregte Wachheit ist der Normalzustand.

Hoffnungen, Ziele Wünsche alles zusammen schwirrt im Kopf herum.  Es zieht einen raus, ans Licht, in die Welt, ins Leben. Da bin ich, was liegt an?

Und dann, dann kommt das Jahr.

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Chili und Glockenpaprika werden rot und im Gewächshaus habe ich winzige Knollen geerntet

Die übliche Choreographie im Herbst. Es beginnt mit dem Wegräumen der Tomaten im Freiland und dann wird das  Gewächshaus abgeräumt. Wie dieser Tanz weiter geht, erfahrt ihr in den Beiträgen der nächsten Wochen und Monate. 
Jetzt geht es erst einmal um das Gewächshaus.
die Wildchili wird reif (c) by Joachim Wenk
die Wildchili wird reif (c) by Joachim Wenk

Sommerabschluß im Gewächshaus

Zwei Tomaten waren schon welk und sind bereits am Kompost verrottet. Weitere Pflanzen tragen reichlich. Wird da noch was reif? Sie stehen ja im Gewächsaus und wenn man die Türen schließt, ist es  wärmer als draußen. Da könnten sie doch noch reifen. Oder? Nein! Sie reifen genau so gut, wenn man sie abmacht und im Keller liegend bewahrt, bis sie rot sind. 
Für das Gewächshaus gilt ansonsten das Gleiche wie für die Freilandtomaten. Wichtig ist, dass sie jetzt nicht noch die Fäule bekommen. Schließt man die Gewächshaustüren und Fenster, wird es wohl wärmer aber eben auch feucht. Und Nachts ist es dennoch sehr kühl. Optimale Bedingungen für die Sporen der Braunfäule zu zu schlagen. Also weg mit den Tomaten. 
Wie sieht es mit den Paprika aus? Die bekommen keine Fäule. Aber reifen die noch? Meiner Erfahrung nach bringt es nichts, im Oktober noch auf nachreifende Paprika im Gewächshaus zu warten. Also kommen sie auch weg. Ein paar, schon Farbe annehmende Früchte liegen jetzt in der Küche. Die reifen noch ein wenig nach und werden dann verkocht. Es war eine reiche Ernte dieses Jahr. 
Ein Problem habe ich da aber noch. Die Wildchili, meine einzige Peperoni und die Glockenpaprika, auch mehr Peperoni als Paprika. Eine Wildchili habe ich aus Versehen raus gerissen. die liegt jetzt  im Haus. Die andere ist ja fast reif, ich lasse sie noch ein paar Tage im Gewächshaus. Das machte ich jedes Jahr so und die Chilies sind immer dann reif und sehr scharf gewesen. 
Glockenpaprika im Gewächshaus (c) by Joachim  Wenk
Glockenpaprika im Gewächshaus (c) by Joachim  Wenk
Glockenpaprika  (c) by Joachim  Wenk
Die Glockenpaprika aber ist echt spät dran. So viele Früchte und erst 2 am Reifen. Ich habe im Frühjahr gesät und das ist der Grund. Wenn es mir gelingt, diese Pflanze zu überwintern, hat sie nächstes Jahr einen Vorsprung und ich kann eher reife Früchte ernten. Wie lange lasse ich sie noch im Gewächshaus? Wann hole ich sie rein? Da bin ich gerade noch am Überlegen. 
Was steht noch im Gewächshaus? Basilikum. Groß, zum Teil verholzt. Es richt aromatisch beim daran Streifen. Aber der Geschmack ist nicht mehr so vielseitig und aromatisch, eher plump. Ausserdem  habe ich ja alles nötige eingelagert. Ich lasse es noch stehen. Es hat reichlich geblüht, aber leider etwas spät. Nun sind die Samen noch nicht reif und ich brauche doch für nächstes Jahr wieder welche. Also hoffe ich, dass ich noch den einen oder anderen schwarzen Punkt im Samenstand erkennen kann. Dann wird mit größter Sorgfalt geerntet, so wenig Samen wie ich dieses Jahr erst habe. 

Winzige Knollen im Gewächshaus geerntet

Schließlich sind da nun nur noch diese Grashalme. Hüfthoch stehen sie zwischen den Paprika. Jetzt bin ich wirklich gespannt, ob ich da was ernte. Vor vielen Jahren hatte ich es einmal im Blumentopf versucht und die Ernte war echt schwierig. Wie wird sie sich im Gewächshaus gestalten? 
Erster Versuch. Klar die Knollen sind winzig, das ist mir bewußt. Aber der Boden ist locker und so finde ich sie relativ rasch. Immer wieder mit dem Schäufelchen rein und wenden und jede einzeln aufnehmen. Pflanze für Pflanze ausgraben und die Umgebung absuchen. 
Auch ein Sorte mit rundlichen Knöllchen habe ich scheinbar angebaut. Die sind am Größten und ich werde sie nächstes Jahr wieder anbauen. Mal sehen, ob ich Knöllchen bis dahin lagern kann. 
Wer weiß welche Knöllchen das sind? Man kann sie im Bioladen auch kaufen. Ganz oder geschrotet. 
Sie sind knackig und schmecken wie Mandeln. Sie sind halt voller Erde. Was liegt also näher, als sie Erdmandeln zu nennen….. Eine nette Spielerei für Gärtner, die gerne experimentieren. 
Erdmandeln frisch aus der Erde (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln frisch aus der Erde (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln nach der ersten Wäsche (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln nach der ersten Wäsche (c) by Joachim Wenk

Erdmandeln nach  dem Waschen und Abrubbeln (c) by Joachim Wenk
Erdmandeln nach  dem Waschen und Abrubbeln (c) by Joachim Wenk

Jetzt ist es leer im Gewächshaus. Die Überreste von Paprika und Tomate bleiben fürs erste mal am Boden liegen. Ich kann ihn ja nicht offen liegen lassen. Er muß immer bedeckt sein. Und ich habe noch keinen anderen Mulch, der Rasen wird erst irgendwann noch einmal gemäht. 
Gewächshaus nach dem Sommer (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus nach dem Sommer (c) by Joachim Wenk
Hier steht noch die Zwergseerose. 
Zwergseerose im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Zwergseerose im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Stecklinge von einer Weinrebe. Ob sie Wurzeln bekommen? 
Stecklinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Stecklinge im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Und noch ein Steckling. Eine Linde. 
Lindensteckling (c) by Joachim Wenk
Lindensteckling (c) by Joachim Wenk

Orkan Xavier – schon wieder ein Sturm

Und dann war plötzlich Schluß mit Lustig, der Orkan Xavier zieht auf. 
Ja ihr seht richtig, er hat den Stützpfosten für unseren Hausbaum umgekippt. Gut, daß der Hausbaum mittlerweile von allein stehen kann. Ihm ist nichts passiert. Der Verbindungsstrick ist ohnehin schon lange nicht mehr vorhanden. 

(c) by Joachim Wenk

Meine Palme liegt wieder im Rasen. Ich habe sie aufgerichtet und einen sehr schweren Betonbrocken daran gebunden. Bis ich mich’s versehe, liegt sie wieder da. So bleibt sie jetzt bis der Sturm vorüber ist.

(c) by Joachim Wenk

Ach ja und nicht wundern, dass so schönes Wetter ist. Die Wetterapp sagte für 16 Uhr Regen voraus. Quasi Schlag 16 Uhr ging es los. Sintflutartig und das bei Orkan. Ne also da will ja niemand auch nur die Nase zur Haustüre hinausstecken.

Da bleibe ich lieber drinnen und schreibe an meinem Tagebuch oder auf Neudeutsch: Blog

Die Kartoffelernte ist abgeschlossen und ein Schlußstrich kann gezogen werden

Es ist also vollbracht. Mein Kartoffel-Jahr ist abgeschlossen. Die letzten Knollen sind geerntet. Nun kommt das Sortieren, Lagern, Verkosten, Genießen in unzähligen Kartoffelgerichten. Und es kommt die schwere Entscheidung, welche Sorten ich vielleicht nächstes Jahr gar nicht mehr anbaue. 

Mein  Grundstückchen unten am Dorfweiher

Zuerst aber einmal kommt doch noch mal mit in meinen Garten unten am Dorfweiher. 
Warum ich immer von unten rede, sieht man hier am Foto sehr gut. Der Blick vom Garten aus hinauf zum Haus. 
Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Blick vom Weihergarten zum Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Hier ein Blick in Richtung Dorfmitte. Man sieht, wie der Garten direkt an der Dorfstraße liegt. 
Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt direkt an der Dorfstraße  (c) by Joachim Wenk

Gleichzeitig so romantisch direkt am Ufer des Weihers.  Ein Geschenk so ein Grundstückchen bewirtschaften zu dürfen. Dies war der zweite Sommer und die erste Saison, in der ich das Grundstück von Frühjahr an bewirtschafte.

Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten liegt natürlich auch am Dorfweiher (c) by Joachim Wenk

Seht mal, wie die Kartoffeln schon direkt an der Erdoberfläche liegen. Ich habe sie damals nur in einen leichten Graben gepflanzt. Der wurde mit dem Rechen danach nur zugezogen. Angehäufelt wird nicht. Unnötige Arbeit. Schließlich kam eine etwa 10 dicke Mulchschicht aus Stroh auf die ganze Fläche.

Das Stroh ist jetzt beinahe vollkommen verrottet und die Kartoffeln liegen direkt unter der Strohschicht. Sie mußten sich nicht anstrengen, in der Erde zu wachsen und ich muß  mich nicht sonderlich anstrengen, sie auszugraben. Die Handschaufel genügte. Und so rutsche ich auf allen Vieren, was die rückenschonendste Haltung ist, wieder Reihe für Reihe durch den Garten. Wieder ist die Ernte sehr zufriedenstellend.

erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk
erntereife Kartoffeln  (c) by Joachim Wenk

Leider weiß ich jetzt aber auch, so denke ich , warum meine 40 im Frühjahr gesetzten Grünspargel nicht austrieben. Nur drei oder vier und die sind dann unter dem Unkraut und Kürbissen verschwunden, weil ich keine Lust mehr hatte mich um den Spargel zu kümmern.

Die Antwort auf meine Frage lautet schlicht: Wühlmäuse.

Etliche Kartoffeln sind angefressen und nicht mehr verwertbar. Meiner Ernte macht das nicht viel. Aber ich denke, die Viecher haben im Frühjahr die Grünspargelwurzeln aufgefressen. Warum sonst kommt von dutzenden Pflanzen, die im Fachhandel gekauft wurden, keine zum Wachsen?

Die späten Lagerkartoffeln sind nun auch geerntet

Die Kübel mit den Kartoffeln werden den Berg hinauf gezogen und in der Wiese zum Fototermin ausgekippt.

Das hier ist die Sorte Cara. Eine späte Lagerkartoffeln, widerstandsfähig gegen die Krautfäule und trockenheitstolerant. Die Kartoffeln sind sehr groß aber auch mit vielen sehr kleinen dabei. 34 Kartoffeln habe ich gesteckt und nun 13 kg Speisekartoffeln geerntet.

Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Cara  (c) by Joachim Wenk

Daneben war noch die Sorte Sarpo Mira zu ernten. Ebenfalls eine sehr widerstandsfähige Lagerkartoffel. Wieder viele große und sehr große Kartoffeln aber auch eine Menge sehr Kleiner. Die Knollen aber sind schön, haben eine feste Schale und sind gesund.

14 vorgetriebene Kartoffeln gepflanzt und 8 kg Speisekartoffeln geerntet.

Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln Sorte Sarpo Mira (c) by Joachim Wenk

Das ganze Grundstückchen von etwa 35 qm wurde nun, da es vollkommen abgeerntet ist, natürlich sofort wieder mit Mulch bedeckt. Offene Erde ist immer schlecht fürs Bodenleben. Und genau das ist mir ja so wichtig. Wir haben wieder Rasenschnitt verteilt.

Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk
Der Gemüsegarten ist abgeerntet und gemulcht (c) by Joachim Wenk

Wenn ich alles zusammen rechne, habe ich im Frühjahr fast 100 vorgetriebenen Kartoffeln der unterschiedlichen Sorten  gepflanzt. Nun durfte ich etwa 85 kg Speisekartoffeln wieder ausgraben. Alles zusammen gerechnet eine sehr gute Ernte. Einige Sorten brachten überdurchschnittlich viel Ertrag und andere sehr sehr wenig. Leider gehört  die ansonsten gute Sorte Duke of York zu den absoluten Etragsminimalisten. Ich denke, als Frühkartoffel muß ich mir eine andere Sorte aussuchen. Auch schon im vergangenen Jahr brachte der Duke keine Ernte. Daher schließe ich darauf, daß er nicht zu mir und meinen Gärten passt. 

Wenn Gemüse zum Unkraut wird

Zum Abschluß noch eine lustige Beobachtung, die ich in den letzten Tagen machen durfte. 
Salat. 
Salat? Ja! Salat.  Er geht überall auf und in jeder Ecke finde ich kräftige junge Salatpflanzen in den Gemüsebeeten. Wie Unkraut wächst er da. 
Wer sich nun fragt, wie das geht, soll Antwort erhalten.
Im Frühjahr hatte ich zu viele Pflanzen gezogen. Einige schossen, weil sie absolut zu lange im Beet standen. Ich ließ ein paar blühen, weil ich Samen abnehmen wollte. Da ich nur samenechte Sorten baue, ist das kein Problem. Diese winzigen Samen, wie beim Löwenzahn mit Flugschirmen ausgerüstet, wurden natürlich vom Wind auch in den Beeten verteilt. Das Ergebnis sieht man jetzt. 

wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk

wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk
wild aufgegangene Salatsämlinge (c) by Joachim Wenk

Nicht so kräftig wie die wild aufgegangen, sind die von mir ausgesäten Wintersalate. Nun sind die restlichen aus pikiert und ich bin gespannt, ob das noch kräftige Pflanzen werden. Immerhin sollen sie ja den Winter draußen im Beet verbringen können. Vier Sorten will ich testen. Ob da im Frühjahr noch welche da sind und ob ich wohl Salat ernten werde?

Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk
Wintersalatsorten als Jungpflanzen  (c) by Joachim Wenk