2018 und die Lostage – schade, daß die Regeln wohl doch stimmen.

Na das wird ja ein Jahr werden! 
Also mal ehrlich. Am Lostag Maria Lichtmeß war das Wetter ganz eindeutig so gestaltet, daß es noch einen langen Winter vorher sagte. Tatsächlich wurde der Winter immer heftiger. 
Jetzt sind wieder zwei Lostage ins Land gegangen. Petrus und Matthias. So wie das Wetter da ist, bleibt es weitere 40 Tage. 
Also das ist jetzt ehrlich ernst. Nun weiß ich nicht, wie genau die Regel zu deuten ist. Wir haben blauen Himmel und Sonne von früh bis spät. Bleibt das 40 Tage? Wir haben aber auch einen eisigen Wind, der sich laut Wetterspezialisten anfühlt, als wäre er 10-15 Grad kälter. Und das bei Temperaturen von einigen Minusgraden.  Bleibt das auch 40 Tage?  Und wir haben nachts immer mindestens 8 Kältegrade, jetzt dann sogar tagelang zweistellige Minusgrade. Bleibt das 40 Tage?
Schnee und blauer Himmel im Garten
Sicher sind solche Regeln ja wohl eher Tendenzen und keine exakten Vorhersagen. Aber ich kann es drehen und wenden wie ich will, es versuchen, mir schön zu reden. Es bleibt wenig Schönes an allem. 
Selbst wenn nur die Tendenz 40 Tage anhält, wird das echt anstrengend. Denn die momentane Wetterlage ist alles andere als alltäglich. Es ist keine Katastrophe und kein Weltuntergang. Allerdings kommt es dennoch äußerst selten vor. Ich habe im Radio gehört, dass es 1986 zum letzten Mal derart  kalt war, Ende Februar. 
Auch ein wenig für mich als Erinnerung in künftigen Jahren bilde ich hier im Tagebuch einmal die aktuelle Wetterprognose ab. Der genannte Samstag ist der 24. Februar. Der letzte Sonntag ist somit bereits der 4. März. 

Immerhin bleibt mir so noch die winterliche Ruhe vor dem warmen Ofen erhalten. Wie schon mehrfach erwähnt, hielt und hält sich meine Gartenlust ja noch in Grenzen. Wahrscheinlich weiß meine innere Uhr instinktiv, dass es noch Zeit hat bis zum Gartenstart.

Im Gewächshaus gedeiht der Salat noch sehr schön. Unter dem Vlies mit den Solarschläuchen zur Temperaturpufferung ist es auch morgens zeitig noch immer frostfrei, der Boden nicht gefroren. Im Gewächshaus über dem Vlies ist aber Frost und der unbedeckte Boden sehr wohl gefroren.

Meine Washingtonia macht mir die allergrößten Sorgen. Morgens sind -5°C im PalmenHäuschen. Draußen sind nachts -8°C. Wie kalt wird es wohl bei Nachts -13°C und tags -5°C? Ich glaube, das war es dann nach über dreißig gemeinsamen Jahren.

Die Hanfpalme ist ja härter im  Nehmen. Sie bekam aber um den Kübel sicherheitshalber noch einmal Isolierfolie angelegt. Schwierig ist es jetzt mit dieser Sonne. Nachts müsste das Dach geschlossen werden, gerade bei zweistelligen Minusgraden. Tags knallt hier aber die Sonne darauf und erhitzt es auf über 30 Grad. Da ich aber ja auch berufstätig bin, muß ich es auch nachts offen lassen, weil ich tags nicht daheim bin zum öffnen. Ich hoffe, die Kälte ist weniger schädlich, als die Hitze tagsüber, die ein geschlossenes Häuschen produzieren würde.

Winterschutz der Hanfpalme

Da schon ein paar Blüten im Garten waren, schaute ich mich auch nach denen um. Die Schneeglöckchen haben sich zum Boden gebückt, um der Kälte ein wenig auszuweichen. Na, das nützt aber bei den Temperaturen  nicht viel, glaube ich.

Schneeglöckchen tiefgefroren
Schneeglöckchen tiefgefroren

Heute morgen war ich bei den Karpfen.

Karpfenweiher im Winter

Die Weiher sind fast zugefroren. Nur dort wo das Wasser einfließt ist die Eisschicht noch offen.

Karpfenweiher im Winter

 Die Kälte macht den Karpfen nichts. Sie sind aber gefährdet, wenn der Weihter komplett zugefroren ist und kein Zulauf und Ablauf vorhanden ist. Dann wird der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht und sie ersticken. Ich denke, da noch nicht alles zugefroren ist und der Zulauf ja auch vorhanden ist, dürfte dieses Jahr nichts passieren. Aber wann wohl  die Weiher wieder endgültig eisfrei sein werden? Das ist immer für mich so ein natürliches Phänomen im Frühjahr. Wenn die Weiher wieder komplett eisfrei sind, dann ist der Winter überstanden.

Die fränkische Landschaft bei Eiswind und Eiseskälte. 

Winter in Franken

Da bin ich mal gespannt, wie es nächstes Jahr zu der Zeit aussieht. Daher ist es immer schön, so ein Tagebuch zu haben und die Jahre vergleichen zu können.

Schaut doch mal in Jahr 2017 Ende Februar. Da legte ich die Tropfschläuche und die robusten Kübelpflanzen waren ausgeräumt. Die Seerose stand wieder im Becken. 

Blicken wir in das Jahr 2016 , da blühten schon die Krokusse und im anderen Beitrag sieht man wie die Stauden schon grün sind.

2015 konnte ich schon Mitte Februar meine Staudenbeete putzen.

Besonders schön finde ich das Jahr 2014. Schaut doch mal diesen Bericht an. Darin blicke ich ebenfalls zurück und sogar in den Schrebergarten meiner Mutter. Da werden Erinnerungen wach…

Jedenfalls war es da ganz anders als dieses Jahr. Logisch ist ja auch keine vier dabei. Aber lest doch selbst mal nach. In dem Bericht gibt es Bilder von 2004 bis 2011. Das ist ja mal interessant. Und es zeigt, daß dieses Jahr 2018 zwar gefühlt „blöd“ ist, aber nüchtern betrachtet, allein schon über die wenigen Jahre meiner Tagebücher, einfach „ein Jahr“ ist. Nicht mehr  und nicht weniger. Und wir sind ein Teil von dem allem. Wie gut, daß man am Wetter nichts ändern kann…..

Wenn der Winter draußen tobt, ist es am Blog-Arbeitsplatz drinnen umso schöner.

Lichtmeß, Karneval und Valentin haben wir hinter uns. Und noch immer herrscht Ruhe im Garten und in mir. An Lichtmeß hatten wir rund um die Uhr den tollsten Sonnenschein und blauen Himmel. Davor wochenlang nicht und danach auch kaum noch. Das bedeutet, der Winter bleibt noch mindestens 6 Wochen. Ich ärgerte mich. Nun aber  macht mir das gar nichts mehr aus. Scheinbar hat meine innere Uhr das auch abgespeichert oder selbst erkannt. Im Garten ist noch Pause. Seit Tagen haben wir mit ganz wenigen Ausnahmen beinahe Dauerfrost. Dorfweiher und Karpfenweiher sind zugefroren. Darauf laufen ist nicht zu empfehlen. Aber es ist kein offenes Wasser mehr zu sehen. 
Laut Wetter-App kommt es jetzt noch richtig zapfig kalt. Jede Nacht mindestens 7 Grad unter Null oft noch kälter. Tags dann klettern die Temperaturen nur manchmal über die 0 Grad. Das geht so bis Ende des Monats. 
Da bin ich froh, daß ich die Seerose aus dem Becken geholt habe. Das wäre mittlerweile dick gefroren. Neues Vogelfutter habe ich auch besorgt. Der Winter kann also wieder kommen. Ich habe bis jetzt schon 200 Meisenknödel und 100 kg Streufutter ausgebracht. Da der Winter nun wohl noch bis mindestens Mitte März (Lichtmeß-Regel) bleibt sollen die armen Kleinen draußen auch nicht hungern. Ach ja und vergesst nicht, was ich dieses Jahr zum ersten mal machte: Wasser anbieten! Die sind so happy darüber und trinken wie verrückt. In Scharen hocken sie nicht nur um Futterhäuschen, sondern auch im Kreis um die Schale mit Wasser. Jeden früh taue ich den Eisklumpen auf und gebe wieder flüssiges Wasser rein. Wenn ich daheim bin, mache ich auch nachmittag noch mal die Eisschicht weg und fülle Wasser auf. 
Heute morgen vor dem Einkaufen habe ich einmal ein paar tagesaktuelle Eindrücke aus dem Garten festgehalten. 
Die Helleborus, also Christ- oder Lenzrose, ist unermüdlich. Immer neue Blüten erblühen.  Auch bei Eis und Schnee. 

Neu sind die gelben Knospen der Krokusse. Bislang wusste ich nur, dass das Grün getrieben hat. Heute sah ich zum ersten mal das Gelb in den Krokusbüscheln. 

Ja und das finde ich selbst nicht schön. Immer im Winter dieses trostlose Chaos und Dreck und Abgestorbenes überall im Garten. Das Laub hier auf der Wiese wird von Schneeglöckchen durchbrochen. Im Herbst kehre ich es immer noch hin und wieder weg. Da sind aber laufend (!) Stürme und kaum habe ich es weg, bläst der Wind es wieder her. 
Hier am Haus und Hang ist eine Stelle, an der sich immer Laub sammelt. Jetzt liegt es eben. Die Schneeglöckchen schmücken es und irgendwann kehre ich es wieder vorsichtig weg. Der Rasen darunter hat sich noch immer davon erholt. 
Ich weiß nur nicht, wie in den anderen Gartenblogs in den Bildern die Schneeglöckchen und Winterlinge immer in so aufgeräumten und sauberen Beeten stehen können. Was mache ich falsch? Naja ist wohl auch so eine Persönlichkeitssache. Ich schneide im Herbst nicht alles bodeneben ab, damit kleine Tiere Unterschlupf finden. Laub kommt sowieso in die Beete oder fällt von den Stauden und Sträuchern darin ab. Es bleibt liegen, schützt den Boden und nährt das Bodenleben. Wenn man so gärtnert, sieht es im Winter bis Frühjahr eben unaufgeräumt aus. Zudem habe ich im Winter absolut keine Lust, etwas im Garten weg zu schneiden oder auf zu räumen. Das kommt noch früh genug. 
Im Vorgarten sind die Narzissen im Anmarsch. Bald ist die Wiese wieder gelb. Ich bin gespannt auf die vielen Wildtulpen, die ich im Herbst hier vergraben habe. Die gezüchteten Tulpen wurden von Jahr zu Jahr weniger, während die Narzissen sich vermehrten. Wildtulpen sollen ja diese Eigenschaft, wie die Narzissen und entgegen der Zucht-Verwandten, ebenfalls haben. 
Zum Teil liegt noch Schnee in den Staudenbeeten. Er hält die Waldhyazinthen aber nicht auf zu treiben. Sie sind immer die allerersten im Jahr. 
Also solche trostlosen Bilder findet man doch gern mal in Krimiserien, in Psychofilmen mit depressiven Menschen, in Dokumentationen über den Tod oder oder oder. In Wirklichkeit ist es aber mein bunter Landgarten. Also irgendwann jedenfalls mal wieder…

Vom Einkaufen zurück setze ich mich noch einmal kurz an den Computer und beantworte Kommentare in meinem Blog.  
Wie schön ist es doch, hier drin im Warmen, an meinem Blog-Arbeitsplatz. Die Orchideen wuchern und blühen wie jedes Jahr. Und ich blicke über meinen trostlosen Wintergarten. 
Mit diesem Arbeitsplatz ist der Treppenabsatz zum ersten Stock optimal genutzt und mein ganz privater Ort. Wie sieht eigentlich euer Blog-Arbeitsplatz aus? Zeigt doch mal, wo ihr beim Schreiben sitzt. 

Nur kurz kann ich verweilen, dann muss ich mich ums Essen kümmern. Also wieder raus in den Garten. Seht mal, hier das Fenster über dem Dach vom Vorbau. Genau dahinter ist mein Blog-Arbeitsplatz. Und wem die Fantaflasche am Grillrost auffällt oder wen sie stört: Die steht nicht seit der letzten Grillparty da, in der transportiere ich das warme Wasser zur Wasserschale für die Vögel. Damit ich fotografieren kann, habe ich sie (dummerweise) genau dort abgestellt. 
Ach so ja. Hat sich jemand gewundert, warum ich zum Essen zubereiten in den Garten muss? Jetzt zu dieser Jahreszeit? Im Gewächshaus steht noch der vorletzte Kopf Endiviensalat. Der soll geerntet werden. Mein Kopfsalat wächst derweil zur  Erntereife heran. Da gibt es keine Lücke in der Salatversorgung dieses Jahr. 

Heute Mittag war wieder einmal ein Rundumschlag in Sachen „Selbermachen“ und „Selbstversorger“. Es gab selbst gemachte Spätzle mit Pesto-Frischkäsesauce. Das Pesto stammt noch vom Basilikum im Gewächshaus bei den Tomaten. Gewürzt wurde mit selbst gemixtem Mühlensalz aus Gewürzen vom Garten. Wer neugierig geworden ist kann bei achimsgartenzumessen.de die Rezepte finden. Und wer keine Lust zum Suchen hat, sollte HIER  mal nachschauen.

Mit dem Salat geht es zurück ins Haus. Wie verändert ist doch der Garten in der kurzen Zeit. Sofort hole ich wieder das Handy und fotografiere die gleichen Szenen wie heute morgen vor dem Einkaufen. 
Hier sieht man die blühende Helleborus. 

Die Krokussse mit den gelben Knospen.

Die Schneeglöckchen über dem unordentlichen Laub. Wie schön, das Laub ist „verschwunden“ und schon sieht auch mein Garten aufgeräumt aus. 
Beinahe verschwunden sind auch die Narzissen. 
Dass der große Korkenzieherhaselnuß unterm Schnee verschwindet, wird bei uns nicht vorkommen. Aber mit Schnee auf den verdrehten Ästen sieht er so malerisch aus. 
Der Blick vom Brunnen zum Tor. Schnell kommen hier nach dem Schneekehren sommerliche Erinnerungen. 
Vor meinem geistigen Auge sehe folgendes Bild….
Ne, das dauert noch. Jetzt erst mal zurück ins Haus. Da sehe ich dann am Nachmittag, und mittlerweile wieder an meinem Blog-Arbeitsplatz, mit einem sehr realen Auge genau dieses hier: 
Ein schönes Winter-Wochenende wünsche ich all meinen LeserInnen, viele Grüße Achim

Langsam beginnt das Gartenjahr 2018

Hallo zusammen. Da bin ich wieder und,  keine Angst, diesmal gibt es einen einfacheren und kürzeren Artikel. Der vorherige, doch wahnsinnig umfangreiche, Artikel hat ja aber trotzdem vielen sehr gut gefallen. Darüber war ich wirklich froh, hatte ich doch befürchtet, meine treuen Leserinnen und Leser mit dem Umfang an Text und der Vielzahl an Fotos zu erschrecken. Manchmal muss es denn aber eben einfach mehr sein. 
So, was gibt es also heute zu berichten? 
Mein Gartenjahr 2018 hat jetzt endgültig begonnen. Ich weiß gar nicht warum, aber ich habe tatsächlich noch nicht einmal die rechte Lust anzufangen. Nicht dieses innerliche Getriebensein, endlich wieder etwas zu pflanzen, zu sähen oder sonst wie groß zu ziehen. 
Aber es muß sein, die Paprika und Chili müssen in die Erde, sonst klappt das mit der Ernte im Sommer nicht. Sonntag ist ein guter Tag dafür gewesen. Zumindest, wenn man sich ein wenig nach dem Mond orientiert. Und weil ich keine sonderliche Lust habe, bereitete ich bereits am Samstag die Saatplatte, Gewächshäuschen und Heizmatte vor. Geteilte Arbeit erscheint meist leichter….
Sonntag dann konnte gesät werden. Und ich kann es selbst noch nicht glauben, aber ich verschob es immer wieder und wieder, bis ich am späten Nachmittag mich aufraffte und endlich die paar Samen in die Erde drückte. Also so eine fehlende Lust zu derlei Betätigung kenne ich ja von mir überhaupt nicht. Wie wird dann wohl dieses Jahr werden, wenn es schon so beginnt? 
Jedenfalls sind nun die Paprika gesät. Liebesapfel ist ein Muß. Dann noch Yolo Wonder, Summerdreams und  ganz neu,  im ersten Test, die Sorte Ferenc Tender. 
Wildchilli und die  Naschzipfel-Peperoni von der Christine sind ebenfalls dabei. 
Die „Fußbodenheizung“ ist an, das Thermostat hält 24 °C im Boden und das Gewächshaus im Heizungskeller ist wieder geschlossen. Jetzt kann ich mich zurück legen und auf die nötige Gartenlust warten. 
Schon vor einiger Zeit säte ich  Sommerlauch (ganz rechts in der Schale). Kürzlich Salat, der aber nicht keimen mag und Gemüsezwiebeln ( in der linken Schale) .

Im gelben Übertopf habe ich eine Zwiebel vom letzten Sommer eingepflanzt. Sie hat im Lager bereits angefangen zu treiben. Jetzt hoffe ich, dass sie noch weiter treibt und mir so beizeiten frisches Zwiebelgrün zum Beispiel aufs Butterbrot beschert.

Die zwei Pflänzchen mit den großen Blättern sind Yacon-Pflanzen, von der Anna. Die fiedrigen Blätter gehören einem Jasmin für’s Zimmer. Immer um Weihnachten blüht er weiß und duftet so herrlich. Die alte Pflanze war aber nichts mehr. Kein Wachstum, Schild- und Schmierläuse, keine Blüten. Weder Umtopfen noch Läusemittel haben etwas gebracht. Dann habe ich sie entsorgen müssen. Einen Ableger hatte ich mir aber vorher gemacht. Der wächst bereits kräftig und so habe ich dann kommendes Weihnachten vielleicht wieder duftenden Jasmin im Haus. 
Bleiben wir doch noch kurz bei den Zimmerpflanzen. 
Vielleicht erinnern sich manche an den Bericht: Kann man Amaryllis durch Samen vermehren?
Im Sommer 2016 hatte ich Samen meiner Amaryllis geerntet. Sie wurden ausgesät, keimten zahlreich und schoben winzige  Amaryllisblättchen aus dem Erdreich. Seither also ziehe ich diese Winzlinge durch die Jahreszeiten. Im Herbst ließ ich sie, wie die großen Exemplare auch, einziehen und eintrocknen. 
Jetzt wird es Zeit, dass sie wieder in die Erde kommen. Die kleinen vom Sommer 2016 waren zuerst dran. Sind die groß geworden! Und jede hat eine wunderbare Zwiebel gebildet und die typischen kräftigen Wurzeln. 
Bildunterschrift hinzufügen
So, dann bin ich mal gespannt, wann diese Winzlinge ihre erste, sicher auch ganz winzig kleine, Blüte bekommen. 

Für die großen Zwiebeln in zwei weiteren Schalen verließ mich dann schon wieder die Gartenlust. Aber auch gleichzeitig verschwand das Sonnenlicht, weil es da schon spät am Nachmittag war. Diese bröseligen Erdarbeiten erledige ich aber gern im Freien auf der Wiese, da muß ich hinterher nicht zusammen kehren. Also sind die restlichen dann  die Tage an der Reihe. Wenn wieder die Sonne scheint und ich wieder Lust bekomme, etwas im Garten zu machen. 

Und wenn ich auch keine gesteigerte Lust verspür, im Garten etwas zu Arbeiten, so bin ich doch auf der Suche nach schönen Dingen und Szenen im Garten. Erfreuen würde ich mich ja schon gerne, nur eben nicht Arbeiten. 
Im Moment ist aber wohl wirklich die Vielzahl der Hauswurze im Garten das einzig Erfreuliche. Sonst tut sich wirklich noch nicht viel.  Die Narzissen und Krokusse schieben gewaltig. Aber das sind eben auch nur grüne Blattstreifen in der grünen Wiese. Deutlich bunter und abwechslungsreicher zeigen sich meine Töpfchen und Behälter mit Sempervivum bepflanzt. Bis vor gar nicht all zu langer Zeit war mir deren Vielfalt nicht einmal bewusst. Und jetzt bereiten sie mir zu jeder Jahreszeit so viel Freude. 
Also dann, schmökert ein wenig in meiner Hauswurz-Sammlung :

Und schaut demnächst doch wieder einmal hier vorbei. Ob Lust oder nicht, bald wird hier wieder mehr  übers Gärtnern zu berichten sein. Bis dahin verkrieche ich mich noch ein wenig zur Winterruhe. Hier vor dem Ofen ist mein liebster Winterplatz. Den verlasse ich jetzt so schnell nicht wieder.

Mein Garten wird 53. Zeit für einen Vergleich von damals und heute.

Schade, daß gerade Winter ist. Ich kann so fürchterlich wenig vom Garten hier berichten.
Gut, daß gerade Winter ist. So habe ich Zeit, meinen zufälligen Dachbodenfund auf zu arbeiten. Ein Ordner mit alten Fotos! Da springt auf alle Fälle wieder ein spannender Blogbeitrag heraus. Das war mir gleich klar. Aber das wird noch ne ganz schön fisselige Arbeit, bis dahin.

„Mein Garten wird 53. Zeit für einen Vergleich von damals und heute.“ weiterlesen

Wird jetzt Frühling oder Winter? Ein paar Maßnahmen und ich bin auf alles vorbereitet.

Saftig grüner Salat im Garten im Januar

Was für ein Anblick! Oder? 
Nach den langen Wintermonaten tut so ein Salatkopf im Gewächshaus doch der Seele gut. Und irgendwann in naher Zukunft auch dem Bauch.
Das jedenfalls hoffe ich, wenn alles gut geht. 
Um hier vorzubeugen, waren gestern ein paar Arbeiten im Wintergarten nötig. 
So aber jetzt erst mal der Reihe nach. 
Wintergarten  ist eigentlich nicht ganz der richtige Ausdruck. Seit einiger Zeit blühen die Haselnüsse und seit gestern tun dies auch die Schneeglöckchen. Die kleinen Glöckchen waren in der Sonne geöffnet und baumelten im Sturm. 

Schneeglöckchenblüte und Haselnußblüte sind die Phänomene in der Natur, die den Vorfrühling einläuten.

Ich finde es bestimmt zwei Wochen zu früh, aber der ganze Winter war ja sehr handzahm. Vielleicht ist es ja so.

Am 2. Februar ist Mariä Lichtmeß. Wenn da die Sonne scheint, dann bleibt es noch 6 Wochen Winter. Die Aussichten sind gut. Heute am 1. Februar war es bis auf abends zum Sonnenuntergang total trüb, trist, bewölkt und es gab Schneeregen bei maximal 3 °C. Morgen soll es noch ekliger werden, was mich sehr freut. Das hieße, der Frühling kommt demnächst.

Nach den letzten Tagen mit Sonne und 10°C ist aber wieder richtig Winter mit starker Kälte vorher gesagt. Die Woche vor Fasching bringt fast Dauerfrost mit Nächten um die -7°C. Das ist nicht schön, deckt sich aber mit meiner Erfahrung, daß oft in der Woche vor Fasching noch einmal ganz scheußliches Wetter ist und es sich nach dem Fasching  so langsam erwärmt.

Das würde ja alles passen. Letztes Jahr hatten wir zu dieser Zeit totalen Kontrast im Wetter von total trüb bis blauer Himmel und Sonne. Ich fragte mich, was das nun bedeutet. Langer Winter oder eher baldiges Frühjahr. Was dann kam war, wie das Wetter um diese Zeit. Ein Wechselbad der Gefühle. Das ganze Jahr von einem Extrem ins andere und zwar von einem Tag zum Anderen. Das Frühjahr war warm und dann kam der klirrende Frost im April. Wo man hinsieht war dieser harte Wechsel.

Ich bin gespannt, wie dieses Jahr wird und ob das trübe verregnete Wetter jetzt wirklich sagt, daß der Winter nicht mehr lange dauert.

Nochmal Vorbereitungen auf einen Winter – im Februar

Was also hatten wir gestern im Garten als Vorbereitung auf den kommenden stärkeren Frost noch zu tun? Ist nicht alles schon seit Wochen und Monaten vorbereitet? 
Zum Einen haben wir das Seerosenbecken leerlaufen lassen. Mit dem Druckreiniger wurde es ausgespült und die Seerose in die Tonne in den Überwinterungsraum gebracht. Eine Woche Dauerfrost bedeutet eine sehr dicke Eisschicht, die ich nicht mehr durchbrechen kann. Eine Entnahme der Seerose wäre dann nicht mehr möglich. Und ob das Becken das Eis mag, kann ich nicht sagen. Sauber machen müssen wir es sowieso. Also nutzten wir den schönen Tag gestern hierfür. 
Die nächste Arbeit fand anschließend im  Gewächshaus statt. So komme ich auf den schönen Kopf Salat vom Anfang des Beitrages zurück. 
Was tut sich im Moment im Gewächshaus? Es wächst und alles ist und wird grün. 
Na? Runzeln auf der  Stirn? Doch wirklich es wird grün. Leider nur die Scheiben. Im Herbst geputzt sind sie derart verdreckt und voller grüner Algen. Da ist demnächst wieder ein Frühjahrsputz nötig. jetzt kommt das dringend benötigte Sonnenlicht ja gar nicht zu den Pflanzen. 
Ansonsten fangen Winterheckenzwiebel und Schnittlauch an, frisches Grün zu treiben. 
Der vor ein paar Wochen gesäte Winterportulak ist gekeimt. Nur zwei Reihen zum Testen. Der keimt wirklich bei diesen Temperaturen und zu dieser Jahreszeit!
Im Dezember las ich etwas über Mangold und dass man ihn im Herbst ins Gewächshaus pflanzen kann. Er ist ja – je nach Sorte – recht winterhart und zweijährig. Ich setzte zwei Pflanzen ins Treibhaus. Sie fangen an zu wachsen. Bald kann ich auch hier ein paar Blättchen, vielleicht zusammen mit dem Kopfsalat ernten. Draußen im Beet steht noch viel  Mangold, der im Frühjahr abgehackt wird. Im kommenden Herbst setze ich eine ganze kleine Reihe im Herbst in Gewächshaus für zeitiges Grün im Frühjahr. 
Was mich aber richtig stolz macht ist das Beet mit dem Winterkopfsalat im Gewächshaus. 
Gesät habe ich ihn im September und gepflanzt dann Ende Oktober. Seither wächst er ohne Pause. Langsam, aber er hat ja Zeit. Ich habe verschieden Sorte ausgesät und will testen, welche am besten zu meiner Art zu Gärtnern passen. Im Freiland stehen auch ein paar Pflanzen. Die sehen recht mitgenommen aus, leben aber noch. Mal sehen, ob die im Frühjahr dann auch zu wachsen beginnen. 
Ich habe mir kürzlich diese schwarzen Schläuche, die man mit Wasser füllt,  als Temperaturpuffer fürs Gewächshaus gekauft. Früher in Mutters Schrebergarten hatten wir die auch immer. Ich weiß gar nicht, warum ich die nicht schon längst gekauft habe. 5l-Kanister mit Wasser und im Frühjahr ein Fass voller Wasser habe ich zu diesem Zweck doch auch schon immer rein gestellt. 
Ich wollte sie für die ersten richtigen Aussaaten im Gewächshaus im Frühjahr einsetzen. Weil es jetzt aber so richtig kalt werden soll, und der Salat doch so prachtvoll im Beet steht, änderte ich mein Vorhaben. Was sollen die Schläuche im Karton, wenn sie im Beet vielleicht was nützen? 
Schnell sind sie zurecht geschnitten, mit Wasser gefüllt und verlegt. 
Dann kommt noch ein Vlies darüber und jetzt sehen wir der Kälte mutig entgegen. 
Im gegenüberliegenden Beet stehen noch 5 Köpfe Endivien vom Herbst. Den verspeisen wir schon den ganzen Winter. Bis der aufgebraucht ist, könnte dann der Kopfsalat erntereif sein. 
So zeitig im Jahr hatte ich dann noch nie frischen Kopfsalat.
So verabschiede ich mich für heute aus dem Garten. Ich habe noch einiges zu erledigen, arbeite ich doch an einem spannenden Blogbeitrag über unseren Garten. Eines kann ich verraten: es wird wieder eine  Gegenüberstellung sein. So wie im Beitrag über den Garten jetzt im Winter und zum Vergleich im vergangen Sommer.  Dafür sind so viele Fotos zusammen zu tragen. Und die erst mal finden in meinen abertausenden Aufnahmen. 
Also bleibt mir treu, schaut ab und zu mal wieder hier vorbei und seid gespannt auf den Beitrag.