Winterharte Sukkulenten im Garten: bunt, pflegeleicht und vielfältig

Das Gegenteil von Wasser im Garten
ist?

Vielleicht erinnert ihr euch? Zum
Bloggeburtstag Anfang Mai schenkte ich dem Blog einen Beitrag überall das Wasser bei uns im Garten.
Jetzt, Ende Mai, zu meinem Geburtstag,
schenke ich mir einen Artikel zum genauen Gegenteil. Es ist heiß und
sehr trocken wieder einmal. Was wächst da besser, als die
Sukkulenten?
Die winterharten Formen haben es mir
angetan. Farbe und Form, genau wie die Blüten, sind so vielfältig
und bunt. Die Pflanzen selbst sind wahnsinnig pflegeleicht, gerade
was das Gießen angeht.
Sie erobern so langsam den ganzen
Garten. Auf Schritt und Tritt begleiten sie uns. Neugierig geworden?
Dann begleite mich doch auch einmal auf der Sukkulenten-Tour durch
das Grundstück.

Verschiedene Gewächse für heiße
und trockene Standorte

Welche dieser trockenheitstolleranten
und winterfesten Genossen findet man also bei mir?
Da sind etwa als größte Gruppe die
Semperviren oder Dachwurze zu nennen.
Hinzu kommen winterharte kleine
Kakteen.
Sedum wächst ebenfalls hier.
Es gibt auch sehr robuste kleine
Stauden für Steingärten oder eben als Begleiter der Sukkulenten.
Sie haben ähnliche Standortansprüche.
Von Urlauben mitgebracht habe ich
nicht-winterharte Feigenkakteen und eine Aloe von den Kanaren.
Am schrillsten, wenn es um die Blüten
geht, sind einfach die winterharten Mittagsblumen.

Pflanzgefäße für die Sukkulenten

Ausgepflanzt in den Garten habe ich bis
jetzt noch keine der Sukkulenten. Es fehlt der passende Platz. In den
Beeten stehen natürlich erst einmal meine Stauden. Ein reines
Sukkulenten-Beet würde mir optisch nicht so gut gefallen. Außerdem
ist das Unkraut zu mächtig. Bedrängt es doch sogar größere
Stauden. Da hätte ich keine Lust, es aus den Stacheln der Kakteen zu
zupfen.
Ein paar wild aufgegangene
Trockenheitstollerante wachsen hier und da trotzdem frei im Garten.
Dort, wo sie sich eben selbst angesiedelt haben.
Dazu gehört das
Zimbelkraut,
Mauerpfeffer,
Walzenwolfsmilch
und ein anderes Gewächs, dessen Namen
ich (noch) nicht kenne.
Bleiben also nur Pflanzgefäße für
meine Lieblinge in der Sukkulenten-Sammlung. Und gerade das finde ich
so reizvoll.
Sie brauchen kaum Platz im Topf. Da
sie naturgemäß wenig Wasser benötigen, reichen auch kleine
Pflanzgefäße oder dazu umfunktionierte Behältnisse.
Kleine Pflanzgefäße haben den
Vorteil, mobil zu sein. Überall dort, wo ich gerade meine, dass
eines hin passen würde, kann ich es auch aufstellen.
Sind die Gefäße etwas größer,
werden kleine Landschaften gepflanzt.
Ich verwende als Pflanzgefäße:
Kleine Tontöpfe.
Bunte Übertöpfe (mit Ablußloch im
Boden).
Deko-Nippes (mit Abflußloch im Boden).
Eine gebrochene Wasserschale aus Beton
für die ehemaligen Hühner.
Eine Rinne aus Ton, gefunden am Parkplatz beim  Gassigehen.
Ein alter Mühlstein mit dem Loch in
der Mitte für die Antriebsachse kann auch bepflanzt werden.
Für Bastler und sonst Kreative sind
Dachwurze ideal. Hier habe ich mich, angesichts der vielen Ideen im
Internet, mit dem Betonguss versucht. Dafür gibt es fertige
Mischungen im Bastelfachhandel, die nur mit Wasser angerührt werden
müssen. Dann kann man kreativen Formen aus Backformen oder
Blumenübertöpfen selbst herstellen.
Sollen zum Beispiel Semperviren
gepflanzt werden, muss man darauf achten, dass das Endprodukt
frostfest ist! Ich experimentierte mit den Kunststoffübertöpfen aus
dem Blumenladen. Zwei unterschiedliche Größen habe ich ineinander
gesetzt. Das Ergebnis ist ganz gut, wenn auch schief geworden. Ich
habe fest gestellt, dass das nicht zu meinem neuen Hobby wird. Und
doch wollte ich den Topf nicht irgendwo ungenutzt in die Ecke
stellen.
Selbstverständlich kann man auch fertige  Blumenkübel oder Kästen bepflanzen.
Ein ausgedienter „Kochtopf“ aus Ton mit
hinein gebohrtem Entwässerungsloch. Es ist das Unterteil einer
Tajienne, die auf dem Induktionsherd ihre Funktion verloren hatte.
Opuntie, Sternwurz und Teppichthymian (Thymus praecox Minor)
Eine alte Zinkbadewanne. Wir haben
Löcher hinein gebohrt und sie halb mit Styroporabfällen aufgefüllt.
Dann kam ein Mulchvliesrest darüber und schließlich das
Pflanzsubstrat. Die Wanne voller Erde, wäre zu schwer zum
Transportieren und die Kakteen hätten zu viel Erde.
Zinkwanne mit Sukkulenten bepflanzt (winterharte Opuntien und Mittagsblume, stängelloses Leimkraut, Gräser, Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus)
Zinkwanne im folgenden Frühjahr
Ein Geburtstagsgeschenk, die Blechsäule
mit Pflanzschale. Wenn man nicht jeden Tag gießen kann und nicht
alles an die Bewässerung anschließen will, kann man in so einem
begrenzten Pflanzraum kaum etwas andere kultivieren.

Und wo stehen jetzt die vielen
verschiedenen Gefäße mit Sukkulenten?

Hat man schmale
Fensterbretter in voller Sonne, von denen möglichst nicht dauernd
Gießwasser herunter tropfen soll? Kein Problem für Semperviren.
Eine öde
Betonplatte auf dem Kanalschacht im Staudenbeet störte mich von
Anfang an. Warum nicht eine Sammlung an Dachwurzen darauf stellen?
Die Treppe hoch
zum Haus ist breit und steinig. Mit ein paar Töpfen der bunten
Dachwurze freut man sich Sommer wie Winter beim Heimkommen über die
freundliche Begrüßung.
Die hohe Säule
ist ein Deko-Element auf der Terrasse.
Dachwurze in der
Tonschale auf eine alten Holzstuhl stehen rund ums Jahr neben der
Haustüre. Sie sehen immer schön aus und man muss nicht vom Frühjahr
bis zum Herbst ständig neu bepflanzen. Und welche Bepflanzung wäre
sonst noch im Januar oder Februar attraktiv?
frisch gepflanzte Dachwurze
Schale mit Dachwurzen zwei Jahre später
Die Landschaft in
der Badewanne passt gut auf den mediterranen Platz. Zu sehen links neben dem Seerosenbecken aus Beton-Kanalrohren.
Findet man auf
einer Gartenmesse Deko-Nippes, den man unbedingt haben muss, kann man
ihm mit solchen Pflanzen eine Funktion und damit Sinn verleihen.
Sedum cyaneum Sachalin
Ich finde gerade vor dem Eingangsbereich machen sie sich sehr gut, weil sie nicht ausladend sind und einfach aufgeräumt aussehen. Hier steht die Tonschale auf einem alten Steinguttopf aus der Scheune.

Sukkulente sind grün, stachelig und langweilig?

Ist das so? Im Garten stehe
ich bekannter Maßen total auf Blüten. Als wir den Garten
übernahmen, war er aus Altersgründen pflegeleicht gestaltet. Es
gab nichts was blühte. Ein Stock hoher Herbstastern. Zwei oder drei
einmalblühende große Storchschnäbel und verwilderte Bartnelken
neben ein paar Akeleien im Frühjahr. Fast rund ums Jahr war der
Garten grün. Ich wollte Blüten und bin jetzt so weit, dass es rund
ums Jahr im Garten blüht. Wirklich rund ums Jahr! So dass ich
niemals auf „Blumen“ im Garten verzichten muss.
In dem Konzept
stören auch die Sukkulenten nicht. Es gibt wohl kaum schrillere und
buntere Blüten als bei diesen Pflanzen.
Kakteenblüte:
Semperviren blühen
auch sehr auffällig. Die Pflanze geht danach kaputt, was aber meist
überhaupt nicht auffällt. Hat sie doch vorher für ein ganzes
Büschel neuer Blattrosetten gesorgt.
Unübertroffen
bunt und schillernd sind die Mittagsblumen.
Auch die
Steingartenstauden als Begleitpflanzen blühen überschwänglich.
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
stänggelloses Leimkraut
kriechendes Schleierkraut, Gypsophila repens Knuddel

Nicht nur Blüten bringen Farbe und Abwechslung – auch die Wuchsformen können begeistern

Allein schon die vielen Formen und Farben der Dachwurze sind schon eine eigene  Sammlung wert:

Ein paar Worte zur Pflege der
winterharten Sukkulenten
Mögliche
Pflanzgefäße habe ich bereits gezeigt. Wichtig ist immer, daß sie
frostfest sind und Wasser gut ablaufen kann.
Als Pflanzsubstrat
soll man 40 % Blumenerde mit 60 % Sand mischen. Ich nahm die ohnehin
schon magere Anzuchterde und habe aber nur etwa 50% Sand darunter
gemischt. Anstatt von Sand kann man auch feinen Kies oder Schotter
verwenden.
Dahinein werden
die gekauften Pflanzen gesetzt.
Wegen der Optik
und den darin herumwühlenden Amseln habe ich immer mit kleinen
Steinen abgedeckt. Einmal ist es feiner Split, übrig vom Wegebau.
Seit kurzem verwende ich die nicht so grauen und eher cremefarbenen
kleinen Steine aus dem Baumarkt. So ein Sack kostet nur wenige Euro
und man kann sie auch verwenden, um bei Kübelpflanzen unten im Topf
eine Drainageschicht ein zu bauen.
Also Dekoelemente
dienen Tonscherben, Rindenstücke, Fundsteine vom Feldweg oder
morsche Äste.
Gegossen wir jetzt
im Sommer ohne Regen und bei sehr hohen Temperaturen zweimal pro
Woche. Manchmal dreimal. Ist es kühler oder regnet es ab und zu,
gieße ich schon mal eine Woche oder länger gar nicht. Am „meisten“
Feuchtigkeit brauchen die Steingartenstauden, die ich nie ganz
austrocknen lasse. Semperviren kommen auch wochenlang ganz ohne
Gießen aus.
Gedüngt wird ab
März bis Juni mit Flüssigdünger oder ein wenig sehr hoch
verdünnter Brennesseljauche. Empfohlen wird Blaukorn, aber das habe
ich natürlich im Biogarten überhaupt nicht vorrätig. Im Moment
experimentiere ich mit einem anderen Dünger für alle Kübelpflanzen.
Den Sukkulenten bekommt er bis jetzt sehr gut. Aber dazu mehr, wenn
ich mehr und nur gute Erfahrungen gesammelt haben werde.
Ganz besonders
wichtig ist dann der Winter. Die Pflanzen sind laut Katalog zwischen
-18°C und bei manchen Sorten bis unter -20°C winterhart. Meine
haben den Winter mit tagelang -15°C ohne Schaden überstanden. Einen
Schutz brauchen sie nicht.
Einzig notwendig
ist bei den Kakteen und Mittagsblumen ein trockener Standort. Ich
habe die Schalen im Carport, wo kein Regen hin kommt stehen gehabt.
Bereits im Herbst sollte man mit Gießen aufhören. Ich beendete es
im Oktober.
Die Kakteen sind
wirklich schlau. Sie merken, dass es Winter wird und fangen an, zu
schrumpeln. Dann darf man nicht in Panik verfallen und sie mit
Wasser überschwemmen. Das Schrumpeln ist ein gutes Zeichen!
Warum? Nun, was
macht Wasser, wenn es gefriert. Es dehnt sich aus und sprengt sich
den Weg frei. Wäre das in einem prall mit Wasser gefüllten Kaktus
wünschenswert? Wohl kaum. Daher entwässert er sich. Bei Frost dehnt
sich das restliche Wasser in seinen Zellen aus, kann sie aber nicht
zerreißen, weil genügend Platz vorhanden ist.
Gefährlich ist
also nicht der Frost, sondern die Feuchtigkeit. Diese würde auch die
empfindlichen Wurzeln faulen lassen. Also stelle ich die Pflanzgefäße
immer unter Dach.
Semperviren und
Sedum bleiben, wo sie sind. Die haben noch jeden Winter überstanden.
Wichtig ist natürlich auch hier, dass das Pflanzgefäß Wasser rasch
abließen lässt und keine Staunässe entsteht.
Im Frühjahr, wenn
es wieder wärmer wird, die Wiese grünt, dann bekommen die Kakteen
auch wieder langsam Wasser. Dort, wo Steingartenpflanzen im Gefäß
stehen, habe ich auch im Winter ab und an ein wenig die Erde
befeuchtet. Ob das nötig war, weiß ich nicht. Ich meine aber, dass
Stauden vielleicht nie vollkommen austrocknen sollten. Geschadet
hatte es zumindest nicht.
So das war mein
Geburtstagsbericht über die Pflanzen, deren Jahreszeit seit einigen
Wochen angebrochen ist. Es ist warm, jetzt sogar sehr warm und
absolut trocken. Sie lieben es. Wer weiß, wenn das mit dem Regen bei
uns so weiter geht, werde ich doch noch die Beete auch mit diesen
Genossen bepflanzen und muss dann nicht dauernd auf Regen hoffen.
Hat der Ausflug in
die Welt meiner winterharten Sukkulenten gefallen? Jetzt ist die
Zeit der Gartenmessen. Und auf denen gibt es immer auch einen Stand
mit diesen Pflanzen. Wer Lust bekommen hat, kann jederzeit einmal mit
einem kleinen Kaktus oder Dachwurz seine eigene Sammlung anfangen.

Ach so? Du hast gar keinen Garten? Das macht doch nichts. Das Gleiche geht auch indoor am Wohnzimmerfenster….

Der faule Gemüsegärtner genießt die gesparte Zeit im Ziergarten

Alles ist üppiger, prächtiger und bunter

Ja jetzt sagt doch mal, wächst das bei euch auch wie verrückt in diesem Frühjahr?

Mahl ehrlich, ist das ein Frühjahr oder mittlerweile Frühsommer? Der Winter hatte ein paar einzelne Stauden dahin gerafft, es ist schon wieder sehr trocken und…. Nein, nichts „und“ und nichts negatives will ich berichten. Die schönen Seiten dieser traumhaften  Saison überwiegen. Was den grausligen Winter überlebt hat, und das ist fast alles im Garten, zeigt jetzt was es zu bieten hat. Es blüht irgendwie reichhaltiger diese Jahr. Die Pfingstrosen hatten noch nie so viele Blütenknospen, die Akeleien bedürfen keiner weiteren Worte mehr, schon die ganzen Zwiebelblumen erfreuten mich trotz Wärme länger als sonst mit ihren bunten Blüten. Die Sträucher waren und sind ein Blütenrausch und jetzt öffnen sich die ersten Rosen. Eine seit Jahren kümmernde Rose hat ihren ersten Blütenauftritt im Bilderbuchformat fast hinter sich. Und dann das Wetter….

Also wenn sich dieses Frühjahr jemand nicht fürs Gärtnern begeistern lässt, dann nie mehr. Besser wird’s nicht.

Eine reihe freier Tage und das passende Wetter –  das Leben ist schön!

Die Pfingstfeiertage haben wir  bei viel Sonne ruhig verbracht. Wir haben gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und ein Bottich mit brodelndem Bier erhöht die Vorfreude auf weitere schöne Stunden im Sommergarten.

Kommt mit und ich erzähle euch ein wenig über die vergangene Tage und über meine neue „Methode“, die Gemüsebeete vor zu bereiten.

Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück muß der Max ja sofort raus in den Garten, dringende Geschäft erledigen. Ich öffne die Haustüre und befinde mich zu allererst einmal im Vorraum. Der Ausblick in den Garten bei Sonnenschein ist das das erste Schmankerl so eines Tages. 
Dann wird aber erst einmal gefrühstückt und irgendwie ist dann auch immer etwas in der Küche zu tun. So groß meine Gartenleidenschaft ist, so mächtig hat mich auch die Koch- und Back- und Konservierleidenschaft im Griff. 
Ein Rezept für meine neue Lieblingsbackform muß ausprobiert werden. Unten ein Boden aus Butterkeksen, die mit Butter zermanscht werden. Drauf eine Schicht Schokolade mit Creme fraiche, Mandelplättchen und einem Schuß Rum.  Ein sehr gesunder Kuchen, denn es kommt überhaupt kein Zucker hinein……

Nach 2 Stunden Kühlschrank ist der „schnelle kalte Hund“, wie ich das nenne, fertig. Aber bis zum Kaffee am Nachmittag muss ich mich noch gedulden.

Die wenigen Stunden bis dahin sitze ich ja auf einer Pobacke ab. Wie unendlich lange ist dagegen die Zeit, bis ich mein selbstgebrautes kühles Bier auf der Terrasse (hoffentlich) genießen kann. Ein paar Wochen gehen da schon noch ins Land. Nun gut, der Anfang ist gemacht und mein Weihnachtsgeschenk endlich aktiviert. Eigentlich wollte ich zu meinem Geburtstag Ende Mai das Bier kredenzen. Die Gartenarbeit hatte mich aber zu fest im Griff und so gibt es eben vielleicht zur Sonnenwendfeier ein eigenes Bierchen. 


Im Gemüse-Garten spare ich mir gerne Arbeit, wo immer es geht

Schön, wenn man weiß, dass eine Reihe freier Tage in Folge zu genießen sind. Man kann den Tag ruhig angehen lassen. Eben in der Küche ein wenig herumspielen und dann gemütlich in den Garten gehen. 
„Ruhig angehen lassen“ und „gemütlich“ sind gute Stichworte für meinen  Gemüsegarten. 
Schaut doch mal den Salat  und die Porreepflanzen, um nur ein Beispiel zu zeigen. 
Beides war ungefähr das  Erste, was im Frühjahr gepflanzt wurde. Nun frage ich euch, was für Arbeit steckt in so einem Beet, bis zum Beispiel genau zu diesem Zeitpunkt? 
  1. im Herbst jedenfalls umgraben
  2. Es ist Frühjahr: vielleicht liegt noch Laub und Pflanzenreste vom Herbst darauf? Vielleicht Mulch? Das muß weg. 
  3. lockern mit Grabegabel, Sauzahn oder Spaten? Ja manche graben nicht um, dann muss jetzt im Frühjahr mit der Grabegabel gelockert werden
  4. Unkraut entfernen 
  5. Kompost sieben und darauf verteilen Oder eben irgendeinen anderen Dünger
  6. Hacken oder Grubbern und mit dem Rechen glatt ziehen
  7. Pflanzen
Nun, das habe ich auch früher so gemacht. Seit ein paar Jahren wird nicht mehr umgegraben. Das heißt, gegraben habe ich eigentlich noch nie, sondern ich hatte die Motorhacke verwendet. Der Boden sollte lockerer werden und war das danach auch. 
Seit ich mit der Methode des lückenlosen und andauernd bodendeckenden Mulchens arbeite, lasse ich das auch. Ich bin froh, endlich Regenwürmer im Boden zu haben und will sie nicht durch die Motorhacke kaputt machen. Man könnte, wenn es nötig ist, spät im Herbst das erledigen, dann sind sie in tiefe Bodenschichten abgewandert. Allerdings gibt es weitere Gründe, das nicht zu machen, so man nicht einen ungemein schweren Lehmboden hat. 
Dieses Frühjahr begann ja alles andere als traumhaft. Der Winter war unendlich und meine Gartenlust dahin. Dann begann das traumhafte Frühjahr und ich hatte aber nicht die Zeit, alles das mit den Beeten zu machen. Ich lese viel über den Boden, seine Bewohner, das Mulchen und Pflanzen und Sähen in so einem Boden. Und ich überdenke meine Arbeitsweise und experimentiere. Vor allem bin ich gewillt, etwas zu probieren, wenn ich mir Arbeit damit spare. Arbeit sparen heißt hier auch, Zeit sparen. Das war absolut notwendig. 
Die Beete lagen also noch mit restlichem groben Pflanzenmaterial vom Wintermulch vor mir. 
Eine Schnur für die Gemüsereihen muß ich nicht mehr spannen, seit ich die Bewässerungsschläuche als „Linien“ in den Beeten liegen habe. Kommen wir wieder zu unserem Beispielbeet. Ich nahm mir die Lauch-, Salat-, und Kohlrabipflanzen und setzte sie ins Beet. Den Mulch schob ich ums Pflanzlöchlein beiseite. Ins Loch kam etwas vom Wurmhumus aus der Wurmfarm. Vorher hatte ich übers ganze Beet noch Gesteinsmehl und Hornmehl gestreut. Kein Umgraben, keine Grabegabel, keine Hacke und kein Rechen. Loch in den Boden und Pflanze rein. Mehr Arbeit habe ich mir mit den Beeten nicht gemacht.  Rasenschnitt als  Mulch und Frühjahrshäckselmaterial war auch vorhanden. So wurde alle freie Erde gleich wieder zugedeckt. 
Auf diese Weise habe ich alle Beete und das Gewächshaus „bearbeitet“. Der Boden wurde nicht bearbeitet, das machen die Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und unzählige weitere sichtbare und unsichtbare, da mikroskopisch kleine, Helfer. 
Ackerbohnen sähen? Klar. Mulch beiseite schieben, Rille mit der Handschaufel kratzen, Samen rein, Rille zuschieben und alles fest andrücken. Die Bohnen keimten alle und wachsen munter vor sich hin. Radieschen zwischen dem Salat? Geht genauso. 
Der Boden muss nicht gehackt und locker sein. Ich habe einmal etwas sehr interessantes dazu gelesen. Wenn ein Samen in der Natur auf den Boden fällt, ist der Boden nicht gehackt und gerecht. Der Samen muss Bodenkontakt haben und dann keimt er. So zum Beispiel auch überall in den Beeten die kräftigen Salatpflanzen, die sich letzten Herbst selbst aussäten. 
Und was machen wir? Wir streuen in einen wild gelockerten Boden kleine Samen wie Radieschen oder Möhren und ziehen die Reihen nur locker zu. Viel Luft und Spalten sind im Boden. Der Samen liegt vielleicht in einer winzigen Erdhöhle da unten. Bodenkontakt hat er kaum. Wird jetzt nicht gründlichst gegossen und alles wieder zugeschlämmt, dann kann er schlecht keimen, weil er die Bodenfeuchte nicht abbekommt, in seiner Luftkammer. 
Daher ziehe ich nur eine Rille, sähe und drücke dann die Erde auch wieder mit den Handrücken fest. Gerade in so trockenem Boden, wie bei uns, zeigte sich das als sehr effektiv. Meine Samen keimen jetzt besser als sonst immer. Täglich gießen bis zum Keimen ist mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 
Und Möhren? Ja auch Möhren. Die keimen elend langsam, sie brauchen immer feuchten Boden. Genau die profitieren glaube ich besonders von dieser Methode. Just heute morgen im Garten konnte ich erfreut feststellen, wie schön sie auflaufen. Und das ist bei der ersten Aussaat neu bei mir. Ich musste immer etliche Male nachsähen. 
Was ist mit Unkrautsamen, die aufgehen? Klar gibt es die. Vogelmiere und Baumspinat zum Beispiel bei mir ganz extrem. Auch hier kann ich etwas sehr erfreuliches Beobachten. Selbst jetzt im Mai ist noch nicht all zu viel davon gekeimt. Ich kenne auch das anders, dass die komplette Aussaat und junges Gekeimtes davon erstickt wurde. Grubbere und grabe ich in der Erde vor meiner Gemüseaussaat, dann befördere ich natürlich damit auch die im Boden immer befindlichen Unkrautsamen nach oben. Sie keimen. Ich ändere an der Bodenschichtung nichts und die Samen vom Unkraut bleiben im Boden, wo sie nicht keimen, weil sie vielleicht zu tief liegen. Jedenfalls ist auch das mit dem Unkraut deutlich harmloser als sonst. 
Diese Art des Gärtnerns ist nicht die Konvention, es ist anders und ich weiß, dass es nicht viele einmal auch so versuchen werden. Dennoch ist vielleicht der eine oder andere mutig und neugierig genug geblieben, um auch einmal andere Methoden zu testen. Zumindest habt ihr jetzt einmal davon gehört und ich werde auch weiter darüber berichten, wie es sich entwickelt. 
Jedenfalls sind jetzt auch die Kohlpflanzen gesetzt und der Sellerie gepflanzt. 

Im Garten am Dorfweiher habe ich auch nicht umgegraben oder mit der Motorhacke gearbeitet. Wie ich die Kartoffeln gepflanzt habe, steht HIER beschrieben. Im Prinzip auch wieder Rille ziehen und Kartoffeln rein. Zuziehen und Stroh drauf.

Die Ackerbohnen keimten auch hier wunderbar. Topinambur und Yacon wurden auch nur einfach gepflanzt, genau wie der Spätkohl. Alles ist sofort angegangen und wächst.

Hier allerdings ist wegen der Brennesseln, Quecken und vor allem Ackerwinden das Unkraut deutlich aggressiver, als oben im Garten. Nur Mulch langt nicht. Ich habe die Reihenzwischenräume mit Mulchfolie belegt. Ich bin gespannt, wie sich das Auswirkt.

Der erste Gartentag neigt sich seinem Ende zu. Aber der Buchs unterm Hausbaum wird noch gestutzt. Das ist sein erstes Mal. Die Pflänzchen habe ich aus kleinen Stecklingen selbst gezogen. Das ist ein paar Jahre und Buchsschnitte her. Nun sind sie endlich ordentlich gewachsen und können in Form gebracht werden. 
Bevor es ins Haus zurück geht, mache ich noch einen bewundernd staunenden und genießenden Gartenrundgang. Schaut hier, der Mohn wird bald blühen. Wie er wohl morgen Früh aussieht? 

Im Gemüsegarten wird Zeit gespart und im Ziergarten die Zeit genossen

Die Nächte im Sommer sind kurz, der frühe Sonnenaufgang holt mich aus den Federn. Ich will schließlich nichts von der herrlichen Jahreszeit versäumen.

Und siehe da, der Mohn ist auch schon wach und hat seine riesigen Blütenblätter entknittert.

Ob es heute noch Regen gibt? Schön wäre es (war aber nicht so…), der Himmel mit den dramatischen Wolken macht sich doch gut zum roten Mohn.

Es ist Pfingstsonntag. Heute wird im Garten genossen und weniger gerackert. Schauen wir doch gleich mal nach den aktuellen Blütenereignissen. 
Immer wieder entdecke ich neue Form- und Farbkombinationen bei den Akeleien. Blau und mit einem Rokoko-Rock aus blauen Blütenblättern ist diese  hier im Gemüsegarten. 

Die gefüllte blaue Clematis „Countess of Lovelace“ blüht zum ersten Mal gefüllt. Sie war sonst immer krank, die ersten Jahre hatte sie die Welke. Daher kamen, wenn überhaupt, immer nur die späteren ungefüllten Blüten.

Neue Insekten konnte ich entdecken. Eine Holzbiene frühstückt auf dem Brandkraut.

Das Brandkraut ist riesig geworden. Die Blüten locken alles an, was brummt. Dementsprechend laut ist es hier neben der Staude.

Der bulgarische Zierlauch oder Honiglauch hat seine Blütenglöckchen geöffnet. 
Daneben blühen meine Mini-Lupinen. Gerade mal dreißig Zentimeter hoch sehen sie genau aus, wie ihre großen Verwandten. 
Überall im Garten die großen stolzen Blütentriebe der Iris. 

Die gibt es sogar im absoluten Kontrast zu der kräftig braun-lila-gefärbten Sorte. Eine fast durchsichtig weiß-rosé-farbene Variante.

Mein Kussröschen blüht traumhaft schön. Ein Schrottwichtelgeschenk zu Weihnachten. Ein roter  Restposten-Preisaufkleber leuchtete auf der Plastiktüte, in  der es  steckte. 90 Cent war es also noch Wert gewesen. Seine kleinen Blättchen waren dick mit weihnachtlichem Goldglitter eingesprüht. Ich bekam es als Trostpreis. Die eigentliche Eigentümerin hätte es in den Müll geworfen. Das war nun also vor 5 Monaten. Muss ich mehr dazu sagen? Und glaubt ihr, wie sehr ich mich über diese wirklich wundervollen Blüten freue?
Das Röschen steht auf dem Tisch wo bald wieder der Kaffee serviert wird. Und zum Kaffee brauchen wir natürlich wieder etwas Süßes. Die neue Lieblingsbackform zaubert einen Rührkuchen mit Puddingschmand-Decke und Himbeermus-Flecken. 

Hier als verbringen wir die Kaffeezeiten. Der schönste  Ruheplatz im Garten. Der lichte Schatten unter der alten Haselnuß ist traumhaft. 
Bevor nun wieder ein Feiertag und Gartentag zu Ende geht, schauen wir noch einmal auf andere Rosen. 
Marguerite Hilling kümmerte seit 2012 am Gartenzaun. Sie wuchs nicht und hatte jedes Jahr vielleicht 2-3 Blüten. Ich pflanzte sie letztes Jahr um. Dieses Jahr ist sie um ein Vielfaches größer, als sie es in all den Jahren zuvor jemals war. Und schon jetzt der erste Blütenrausch. Sie ist remontierend, so dass das nicht die letzten Blüten dieses Jahr sein werden. 

Pompon der Bourgogne. Keine einfache Rose, aber so unendlich süß mit den winzigen Blüten in Briefmarkengröße und den Knospen mit grünen, fransigen und langen Hüllblättern.

Bei Pfingsten und Rosen denkt man natürlich auch gleich an Pfingstrosen. Die haben es leider nur fast geschafft. Pfingsten ging ohne deren Blüten vorbei. Aber die Knospen in einer nicht gekannten Anzahl versprechen viel für die nächsten  Tage. 
Und klar, auch das ist eine  „Rose“. Die ersten Blüten der Seerose schwimmen auf dem Wasser. 
So geht also eine wunderbare Pfingstfeiertagszeit zu Ende. Wir genossen unser Paradies. Am Sonntag besuchten wir noch eine Geburtstagsfeier und ließen ansonsten alle Fünfe gerade sein. 
Morgen geht es wieder zur Arbeit, es wird ein sehr langer Tag. Schließlich müssen wir die Arbeiten der letzten freien Tage nachholen. Zum Abschluss der  Genuß-Tage im Garten also noch einmal ein abendlicher Blick zurück in den Gemüsegarten. Dann geht es wieder rein ins Haus.

die selbst gesäten Gemüsejungpflanzen kommen ins Beet – auch Pastinaken

Mein Gemüsegarten im Mai

Heute berichte ich aus dem Gemüsegarten, dem wichtigsten Gartenteil, wenn man von Selbstversorgung sprechen und über sie schreiben möchte. 
Dieses elend lange und sehr kalte Frühjahr hat mich mit meiner Gemüseanzucht auf noch nicht gekannte Weise in Verzug gebracht. Erstens hatte ich keinerlei Lust, etwas zu sähen. Der Winter wollte ja nicht enden. Wenn ich mich doch dazu überredete, die üblichen frühen Salate, Kohlrabi oder Kohlpflanzen zu sähen, war das Ergebnis frustrierend. So wie ich, hatten auch die Gemüsesorten keine Lust auf Garten. Erst keimte nichts. Ein paar Nachsaaten später keimten einzelne Pflanzen. Wachsen aber wollte eigentlich gar nichts. 
Ich gab mich dann den Begebenheiten hin und wartete ab. Irgendwann wird es wärmer und dann keimt alles, dachte ich mir. Meine Erfahrung zeigte mir zudem ja oft, dass das vermehrte Licht und die Wärme zu späteren Aussaatzeitpunkten die Pflanzen viel gesünder und kräftiger werden lassen. Eigentlich ist es für einen Hobbygärtner ja auch egal, ob dieses oder jenes Gemüse einmal ein paar Wochen später geerntet werden kann. 
So sollte es auch sein. Als ich so langsam Lust auf Garten bekam und die Sonne mehr Wärme brachte, begann ich wieder zu sähen. Die Samen keimten und die Pflanzen entwickelten sich prächtig. Ich habe mir, wie jedes Jahr, diese Saattermine notiert. Wahrscheinlich spare ich mir einfach künftig den Stress mit den sehr frühen Aussaaten und warte gleich, bis die Natur von allein so weit ist. 
Stress oder eher ein wenig Zeitdruck,  kam jetzt auf, da alles ins Beet will. Je nach Dringlichkeit, was hier mit zu eng werdenden Topfplatten für große Pflanzen gleichzusetzen ist, kommen sie nun in die Beete. 
Weil ich wegen meiner Unlust zu Anfang des Jahres auch keinen Pflanzplan für die Beete erstellt habe, werden sie nun ohne Plan gepflanzt. Das klappt auch ganz gut. 
Im Bild zu sehen ist der Gemüsegartenteil mit dem Schneckenzaun. Die Baustahlmatten werden demnächst den Gurken Halt geben. Eine davon stützt schon die Erbsen. Ganz vorne im Bild sieht man einen Obelisk, der mal eine Rose stützte. An ihm soll jetzt meine Erbsenwicke empor klettern. Eine einzige ist gekeimt, jetzt sieht es so aus, als käme noch eine. Hätte ich nicht gedacht, daß sie so schwer zum Keimen zu bringen sind. Die Erbsenwicke ist wohl eine Staude und die Körner in den Schoten können wie frische Erbsen verzehrt werden. Sie sind allerdings deutlich kleiner. Auf diese Staude bin ich wirklich gespannt. 

Jetzt wird Gemüse gepflanzt

Hier sieht man die spät gesäten Kohlpflanzen. Frühkohl ganz links, dann kommt spätes Kraut für die Sauerkrautproduktion (diesmal im Versuch die Sorte Filderkraut) und rechts der Rotkohl. Hier habe ich seit Jahren die Sorte Granat, weil sie sehr zuverlässig wächst und gut schmeckt.

Und so sieht das dann im Beet aus. Hier wächst jetzt der Rotkohl. Den Frühkohl habe ich ins Beet mit Schneckenzaun gesetzt . Das werden kleinere Pflanzen mit rasch wachsenden und festen, runden Köpfen. Das sehr große Filderkraut steht unten am Weiher bei den Kartoffeln. 
So ein Spätkohl braucht pro Pflanze wahnsinnig viel Platz. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich sehe, wie eng manche noch unerfahrene Gärtner die Kohlpflanzen setzen. Aufregen muss ich mich dagegen, wenn Hersteller von Hochbeeten oder Frühbeeten in den Katalogen und Prospekten diese mit Kohl abbilden. Das sind dann immer Kohlköpfe oder Blumenkohlköpfe aus dem Supermarkt, die in die frische braune Erde gelegt werden. Hallo? Was für eine Verarsche. Eine einzige Pflanze an Wirsing oder Spätkohl würde so ein Früh- oder Hochbeet komplett füllen. Zudem haben sie ja, daher der Platzbedarf, mächtige Umblätter, sie bestehen nicht nur aus dem Kopf, der dann im Supermarkt liegt. Also solche Fotos bringen mich echt immer auf die Palme. Kennt ihr die auch? 
Was jetzt also noch zu pflanzen ist, so lange auch das Wetter so herrlich bedeckt und regnerisch ist, sind zum Beispiel die Selleriepflänzchen. Im Bild rechts zu sehen. Hier hat sich bei mir die gesunde Sorte Mars bewährt. Sie bildet immer herrliche Knollen von vernünftiger Größe. Sie sind im feuchten Sand in der Garage gelagert bis weit ins neue Jahr  haltbar. Die letzte Knolle verbrauchte ich glaube ich im April. 
So und hier habe ich mir einmal ein Beispiel an den Pflanzendiscountern genommen. Ja, auch im Baumarkt kann man was lernen. Zumindest wird es dieses Jahr einmal versucht. 
Kennt ihr vor allem die Pflanzen ganz links? Ja, es sind Pastinaken. Und ja, die gibt es in kleinen Paletten im Baumarkt zu kaufen. Ich habe ja jedes Jahr die allergrößten Probleme mit ihnen. Ich muß mehrmals nachsähen und dann habe ich irgendwann ein paar Pflänzchen. Sie keimen so unendlich langsam, dann ist es immer so trocken bei uns. Wenn sie schließlich wachsen, ernte ich im Herbst die tollsten Wurzeln. Sie schmecken gut, sind so vielseitig in der Winterküche verwendbar und halten bis zum Frühjahr im Lager.  Wenn also der Baumarktlieferant sie vorziehen kann, dann müsste das bei mir ja auch klappen. 
Also dieses Jahr habe ich sie gleich in einer Topfplatte gesät. Ich dachte schon, die wollen mich zur Weißglut bringen. Sie keimten ja nicht mal hier. Woche um Woche verging, bis endlich die ersten grünen Blättchen die Erde durchbrachen. 
Jetzt sind sie bald so weit und können ins Beet. Ähnliche Keimerfahrungen habe ich mit Rote Beete im Beet gemacht und säte auch sie gleich mit in die Topfplatte. Daneben ist Winterlauch. 
Eine noch längere Keimzeit, als bei den Pastinaken, mußte ich beim Grünspargel über mich ergehen lassen. Dann aber wurden es rasch schöne Pflänzchen. In der Topfplatte hatte ich sie zu feucht gehalten, die Spitzen wurden schon gelb. Jetzt habe ich jede in ein Töpfchen gepflanzt und hoffe, dass sie sich dort rasch eingewöhnen. 

Gemüse wird eigentlich fast rund ums Jahr bei mir gepflanzt

Freilich gab es auch schon früher Pflanzaktionen und die Beete beherbergen hier und da bereits schöne Gemüsepflanzen. 
Am längsten Zurück liegt die Pflanzzeit vom Knoblauch. Den habe ich im Herbst gesteckt. Im Test dieses Jahr ist die Sorte Morado. Er soll, was Aroma und Schärfe angeht mit Abstand einer der Besten sein. Na da bin ich ja gespannt. 
Eine meiner ersten Arbeiten im  Garten im Frühjahr, war der Umzug des Kräuterbeetes.  Sie wollten es einfach noch sonniger haben, fand ich. Jetzt wachsen sie prächtig und der Umzug ist schadlos überstanden. 

Mickriges Junggemüse nicht wegwerfen, sondern pflanzen – Überraschung folgt.

Ich erwähnte ja eingangs bereits, dass im Frühjahr erst nichts keimte und dann das Gekeimte nicht in die Pötte kam. Irgendwann war es draußen dann plötzlich schön und warm. In den Saatschalen standen gakelige Gemüsepflanzen. Weil ich ja nichts anderes hatte, die weiteren erst gesät werden mussten und die Beete frei waren, setzte ich diese mickrigen Pflänzchen einfach ins Beet. 
Ab da ging es steil bergauf mit ihnen. Hier der Schnittsalat Ochsenzunge. 
Vor und hinter den Erbsen stehen weitere dieser Micker-Pflanzen. Salat (der Rote ist der Schnittsalat Redbone) und Kohl und alles gedeiht vorbildlich. Also nie die Hoffnung aufgeben!
Mit den Saatzwiebeln begann ich vor einiger Zeit meine Frühlingspflanzaktion. Und wie erstaunt war ich heute, als ich auf Fotomotivsuche ging. Der Regen der letzten Tage und damit ein feuchter Boden, ließen sie viel kräftiger werden und nun aufrecht im Beet stehen. 
Richtiger Regen ist eben doch noch was anderes, als die ansonsten sehr hilfreiche Tropfschlauchbewässerung. 
Wie man auf dem nächsten Foto sieht, haben die Akeleien natürlich auch den Gemüsegarten erobert. An den Spiralstäben steht der Rosenkohl. Für die Tomaten nehme ich sie nicht mehr und der Rosenkohl braucht immer eine Stütze, weil er sehr hoch wird.
Meine Tomaten wachsen wie jedes Jahr an senkrechten Schnüren. Sowohl hier im Freiland, als auch im Gewächshaus.

Im Gewächshaus ist bis auf das Basilikum, das auch  nicht keimte dieses Jahr, alles an Ort und Stelle. Tomaten und Paprika sind hier die Sommergäste. Lediglich der mehrjährige Basilikum von Hilde, den ich den ganzen Winter  durch Stecklinge vermehrte, steht schon in der Erde.

Im Erdbeerbeet wird jetzt geblüht. 
Und auch im Erdbeerfass wachsen und blühen die Pflanzen sehr schön. Dieses Jahr hat nur eine einzige Pflanze  nicht überlebt. Und das, wo es so lange so kalt war und dann noch mal kälter wurde, als es oft den ganzen Winter nicht war. Ich habe dieses Mal ein Vlies um das Fass gewickelt. Vielleicht hat schon dieser leichte Schutz den Pflanzen geholfen. 

Die viele Gärtnerarbeit macht natürlich auch hungrig. Wie schön, wenn zum Mittagsmahl wieder etwas aus eigener Ernte bereit steht. Der vorletzte Kopf Winterkopfsalat mit Schnittlauch, Schnittknoblauch, roter Melde und Blutampfer. Zur großen Portion Salat gab es eine schnelle Lasagne. 

Akeleien so weit das Auge reicht

Traumhafter Vollfrühling im Landgarten

Es regnet!

Ja für mich und meinen Garten ist das tatsächlich eine extra Erwähnung wert. 
Wie schön es immer wieder herunter
prasselt oder wie grober Nebel vom Himmel rieselt. Gestern gab es mitten
am Tag ein Gewitter. Früher war das zu der Jahreszeit normal, aber
in den letzten Jahren kannten wir solche Wettererscheinungen gar nicht mehr.
Der einzige der darüber nicht erfreut
war, war der Max. Weniger der grollende Donner hat ihn geängstigt,
er hört schließlich fast nichts mehr. Vielmehr waren es die
zuckenden Blitze am Firmament, die ihm Herzrasen verschafften.
Heute brauche ich erst einmal nicht in
den Garten. Es regnet und so nehme ich mir die Zeit, hier einmal wieder etwas
von mir zu geben. Die vergangenen Tage waren zeitlich vollkommen mit
Pflanzarbeiten im Gemüsegarten oder der Kirchweih direkt vor der
Haustüre gefüllt. Zum Schreiben blieb da wenig Zeit.
Immerhin habe ich die Gelegenheit genutzt und
vom Kirchweihplatz unten am Dorfweiher unser Haus aus einer
noch ganz unbekannten Perspektive fotografiert. Vom Dorfweiher aus
gesehen. Der Krichweihplatz ist von hier aus gesehen rechts. 
Auch der Dorfweiher selbst ist doch ein
Foto wert. In ihm mußten zwei bestimmte Kirchweihbuben (den heimischen,
fränkischen Ausdruck für die Beiden verschweige ich lieber einmal)
nach einem Faß Bier schwimmend suchen. Diesmal brauchten sie echt
lange, bis sie es fanden.

Akeleien, wohin das Auge reicht

Wer mir auf Instagram folgt, hat sie
schon gesehen. Meine Akeleien überall im Garten. Sie sind so traumhaft
schön. Mindestens so erwähnenswert wie der Regen sind diese
feenhaften Blüher. Daher widme ich diesen Beitrag in erster Linie
meinen Akeleien.
Gesät habe ich von ihnen noch nie
eine. Sie waren im Garten, als wir ihn übernahmen. Da bei mir alles,
was sich selbst aussamt, willkommen ist, gefällt es diesen kleinen
Stauden hier sehr gut. Sie werden von Jahr zu Jahr mehr. Auch glaube ich
immer, dass ihre Vielfalt zunimmt.
Die einzelnen Fotos bedürfen meist
keiner großen Worte. Sie sind selbstredend. Und mit ein wenig
romantisch verklärter Phantasie entführen sie zudem noch ein Reich von Feen und Elfen und sonst positiv gesonnener Wesen in
unseren Gärten…..
Am Ende des Artikels gibt es dann noch ein paar Nicht-Akeleien-Fotos. 
Ein wenig sortieren sollte ich wohl die vielen Fotos dennoch. 

Fangen wir an mit bläulichen Akeleien: 

Weiter geht es mit  rosa und rötlichen Akeleien:

Dann gibt es ja noch Akeleien in Gemeinschaft mit Akeleien oder anderen Stauden:

Die ganz besondere Akelei und eine Idee: 

Diese Akelei steht auf der Straße direkt vor unserem Geschäft. Wie sie da hin kam weiß ich nicht. Ich überlege schon dauernd, ob ich irgendwann einmal Akelein mit im Geschäft hatte und da eine Samen verlor? Oder ist es wirklich nur Zufall, dass sie direkt vor unserer Haustüre aufgegangen ist? 
Jedenfalls stelle ich mir gerade vor, wie meine Akeleien sich auch außerhalb meines Gartens ausbreiten könnten. Wie sie eine blumige Botschaft in die Welt bringen könnten. 
Wie wäre es, wenn ich demnächst, wenn die Samen reifen, ganz viele sammle. Eine bunte Mischung an Akeleien. Und wenn von euch jemand Lust hat, die blumige Akeleienbotschaft in die Welt zu tragen, sie bei sich im Garten oder Balkon anzusiedeln, dann freue ich mich über eine Mail. Ich werde dann, so lange mein Vorrat reichen wird, die Samen an euch verschicken. Lasst uns die Welt ein wenig blumiger machen….

Was gerade noch im Garten zu sehen ist: 

Manche Stauden habe ich doch tatsächlich jeweils in Lila-Braun oder Blau. 
Die Bergflockenblume blüht eigentlich blau. 
Es gibt sie aber auch in diesem schönen dunklen lila. 

Der „braune“Storchschnabel blüht auch in einem ganz dunklen Farbton. Manchmal ist er braun, ein anderes mal schimmert ein wenig lila durch.

Eine andere Sorte des braunen Strochschnabels blüht eher blau als braun.

Meine alte Iris blüht in blau. Ein Mitbringsel noch aus Mutters Schrebergarten.
Daneben gibt es noch überall verteilt diese schöne mit den braunen Tönen. Ein Geschenk von Anna aus Wien. 
Ende letzter Woche waren wir auf den Schloß- und Gartentagen in Dennenlohe. Unser jährlicher Frühlingsausflug. Die Rhododendren blühten traumhaft. Und auf der Gartenmesse erstand ich wieder ein paar winterharte Sukkulente. Im vergangene  Jahr begann genau dort meine Leidenschaft für diese pflegeleichten Stauden, die so wenig Wasser brauchen. Genau das richtige für meinen Garten. 
Mittagsblumen sind richtige Farbkleckse. Daher waren hier auch wieder zwei im Einkaufskorb. 
Meine winterharten Mittagsblumen vom letzten Jahr haben den Winter gut überstanden und blühen ebenfalls schon wieder. 

Neben den Sukkulenten gab es auch auch wieder einen lustigen Gartenmitbewohner. Auf jeder Gartenmesse kommt ein derartiges „Tierchen“ mit nach Hause. Dieses Mal entschieden wir uns für einen „Buchsbaumzünsler“….
Und dann gibt es ja immer noch diese Dinge. Die kennt ihr sicher auch. Man findet sie interessant. Eigentlich verliebt man sich sofort in sie und zweifelt dennoch, ob man sie kaufen soll. Wenn man dann daheim ist, ärgert man sich noch lange, sie nicht gekauft zu haben. Mittlerweile bin ich da schlauer. Wenn es im Rahmen ist, kaufe ich die Sachen, wenn das entsprechende Bauchgefühl in mir hochkommt. 
Diese Metallkugeln gefielen mir sofort. Beim Kauf überlegten wir dann, wo wir sie hinhängen könnten. Einen Baum dafür gibt es nicht. Ein Haken an der Hauswand? Am Messestand gab es nichts, das wirklich passte. Die freundliche Standbetreiberin  riet uns zur mobilen Erdhalterung. Die war dann so teuer, wie die Kugel ansich. Aber ich finde das passt einfach. Und dann kam noch dazu, dass in meiner Einkaufstüte eine winterharte Sukkulente war, die wie geschaffen schien, in der  Kugel zu wohnen. 
Also ich liebe das Ergebnis und mein Bauchgefühl ist auch sehr wohlig und zufrieden dabei….
Puh, jetzt ist der Beitrag aber wieder so lang geworden. Ich muss mir wirklich öfter die Zeit nehmen und berichten. Die letzten Bilder, die ich schon rausgesucht habe, unterschlage ich lieber erst einmal für heute. 
Ein Schmankerl aber gibt es noch zum Abschied. Der  Max in seinem Kneipp-Bad. 
So verabschieden wir uns für heute. Beim nächsten Mal werde ich über meine Arbeiten im Gemüsegarten berichten.  Habt eine schöne Zeit und genießt das schöne Frühjahr. 

Das Wasser in unserem Garten

Dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten

Ich stand gerade in der Küche und bastelte das Abendessen zusammen, während ich – wie immer – vor mich hinbrabbelte. 
Da tönte es aus dem Wohnzimmer: „dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten“. 
Was für eine wunderbare Idee! Über dem Arbeiten und der Zeit hinterher rennen, vergaß ich beinahe meinen Blog-Geburtstag. Am 7. Mai 2013 veröffentlichte ich den allerersten schüchternen Beitrag. Somit feiern wir ja auch noch einen runden Geburtstag. Mein Blog ist jetzt fünf Jahre alt. 
Da muss  jetzt natürlich ein besonderer Beitrag her. Die Tagesarbeiten eignen sich diesmal nun wirklich nicht. Stundenlanges Häckseln und Mulchen nebst Rasenmähen ergeben wohl nicht den angemessenen Beitrag zu diesem Anlass. Das Wasser aber schon. 

Wasser in unserem Garten

Das Wasser spielt bei mir wirklich eine ganz besondere Rolle. Mitten in Franken in einem Garten in Hanglage nach Süd-Westen ausgerichtet, weiß man Wasser wirklich zu schätzen. Seit Jahren sind die Sommer heiß und ganz entsetzlich trocken hier. Das Problem hat sogar schon die jährliche Sommer-Presse erreicht. 
Beginnen möchte ich meinen Wasserspaziergang im Garten mit der Quelle fast allen kühlen Nasses. Genau genommen ist es unser Brunnen, der immer „sprudelt“.  
Einmal aber erschrak ich zu Tode. Wie in einem Krimi, wenn ganz Schlimmes passiert, stockte mir der Atem. Mitten beim Gießen stoppte der Wasserfluß. Kein Tropfen kam mehr aus dem Schlauch. 
Wir mussten damals ein paar Tage fort und am Wasser hängen natürlich auch die ganzen Kübelpflanzen. Werden die nicht mindestens zweimal am Tag zuverlässig und ausreichend gewässert, würde sie bereits ein solcher Tag dahin raffen. 
Da musste organisiert werden. Handwerker wurden geholt und stellten fest, dass die Pumpe sich abgeschaltet hat. Irgendwas regelte den Druck nicht mehr korrekt und konnte somit rasch behoben werden. Da erfuhr ich auch, dass die Brunnen hier bis auf das Niveau des Dorfweihers herunter gegraben wurden. (Bilder zum Dorfweiher im Beitrag HIER).  Bei uns – ich habe es nachgemessen – sind es über 8 Meter in die Tief. Früher hatten die Bauern für die Kühe immer kein Wasser mehr, wenn der Weiher zum Karpfenfischen im Herbst leer gelassen wurde, sagte man mir. 
Kühe werden schon lange nicht mehr mit dem Wasser getränkt. Mich beruhigte diese Tatsache ganz enorm. Heißt es doch, dass der Brunnen tatsächlich nicht leer werden kann, egal wie heiß und trocken der Sommer ist. Der Dorfweiher hat immer Wasser!
So sieht man  nun den Brunnen von außen. Verdeckt wird der Betondeckel von einem Edelstahl-Dächlein. 
Damals bei der Pumpensache haben wir ihn aufmachen müssen. Ist das nicht faszinierend, wie sauber er gemauert ist? Das muß eine Rackerei und Schufterei gewesen sein damals. 
gemauerter  Brunnenschacht
Wenn man neben dem Dach steht und irgendwo im Garten läuft eine Bewässerung, hört man es immer wieder, das Zischen von ganz tief unten, wenn die elektrische Pumpe anläuft und das Wasser in den Druckbehälter im Keller pumpt. Von dort verteilt es sich auf etliche Wasserhähne im Garten. Gottseidank ist einer auch ans Fernwasser angeschlossen. Den benutze ich zum Gießen nie. Nur damals mit der defekten Pumpe war ich froh darum. Haben wir doch einfach mit langen Schlauchleitungen die Kübelbewässerung für 2 Tage daran angeschlossen. 
Soviel also zum technischen Teil unseres Wassers im Garten. 

Der „alte Dorfbrunnen“

Optisch wesentlich interessanter ist dagegen der „alte Dorfbrunnen“, direkt neben dem tatsächlichen Brunnen. 
Betritt man unseren Garten fällt das gemütliche Plätschern auf. 
Wasser plätschert
Gleich hinter diesem Mogel-Brunnen steigt das Gelände deutlich an. Bewusst oder unbewusst nimmt jeder Besucher erst einmal an, das Wasser, was hier plätschert, kommt aus dem Berg. 
Brunnen Sandsteintrog
Eine sehr schöne Vorstellung, die aber leider nur eine solche ist. In Wirklichkeit kommt das Wasser natürlich vom richtigen Brunnen daneben und wird mittels einer kleinen elektrischen Pumpe im Trog umhergepumpt. 

Brunnen Sandsteintrog

Ein ganz skurriles Kerlchen, das ja irgendwie ebenfalls zum Thema Wasser passt, steht ebenfalls hier. Das  einzige Wasser-Element im Garten, das eigentlich ohne Funktion ist. Denn, wann regnet es schon einmal bei  uns? Der Regenmesser ist hierzulande nahezu arbeitslos.

Regenmesser


Die Vogeltränke

Der Brunnentrog steht rechterhand, wenn man das Gartentor durchschreitet. 
Links sieht man das Mäuerchenbeet, dahinter die Blumenwiese und in ihr steht die schöne steinerne Vogeltränke. 
Vogeltränke in Blumenwiese
Sie war einmal ein Geburtstagsgeschenk und passt so perfekt in unseren Garten. Die Vögel lieben sie. Was da gebadet und geplanscht wird. Der Übermut ist so groß, dass ich laufend Wasser nachfüllen muss. Die Rabauken spritzen in ihrer Badewonne immer alles heraus. 
Sind gerade keine Vögel im Bad, nutzen Bienen und Wespen sie als Wasserquelle. 
Im Winter darf kein Wasser darin stehen. Der Kunststein würde es nicht aushalten. Klar, man könnte sie dann wegräumen oder mit einem Brett abdecken. Wir aber haben dann einfach das Futterhaus für die Vögel darauf stehen. So herrscht hier wirklich rund ums Jahr das lebhafteste Treiben. Ich beobachte es so gerne, wenn ich in der Küche stehe und zum Fenster hinunter schaue. (Vogelhaus im Winter)
Geht man nun von der Vogeltränke aus den Berg hinauf, hinter dem Haus vorbei, so kommt man…..
Nein, das hebe ich mir für den Schluss auf. Ist das doch dann auch immer der Schluss eines jeden anstrengenden Gartentages. 

Der Leuchtbrunnen

Gehen wir lieber erst die Blumenwiese zurück auf die Einfahrt und benutzen die Treppen an der Südseite des Hauses. Wir kommen auf die Terrasse vor dem Haus und gelangen von hier über zwei weitere kleine Stufen in den oberen Garten. 
Landgarten (c) by Joachim Wenk
Gleich nach den Stufen plätschert und gluckst es schon wieder. 
Quellsteine (c) by Joachim Wenk
In einen kleine Kiesfläche ist ist wieder ein Brunnen eingelassen. Ein Betonmischkübel dient als Reservoir. Eine Pumpe wälzt das Wasser um und Dioden leuchten im Dunkeln schön. Dann gibt das Wasser interessante Lichtreflexe. Auch dieser Brunnen war ein Geburtstagsgeschenk und begleitet uns seit 2013. 
Quellsteine Brunnen (c) by Joachim Wenk
Absolut amüsant finde ich ja, daß sich gerne Vögel auf diesem leicht sprudelnden Wasser in den Steinen Baden. Fotografisch festgehalten habe ich mit viel Glück einmal eine Amsel. Aber auch die Meisen nutzen die Quellsteine als „Whirlpool“. 
Amsel Badet Quellsteine (c) by joachim Wenk
Lassen wir ihnen den Spaß und begeben uns in den oberen Garten. Ein große freie Rasenfläche vermittelt luxuriösen Raum und Freiheit. Mitten in ihr wächst unser  Hausbaum, die Baumhaselnuß. 
Hausbaum Baumhaselnuss (c) by Joachim Wenk


Das Seerosenbecken aus Kanalrohren – der mediterrane Platz

Als wir vor ein paar Jahren die Wege neu pflasterten oder ganz neu anlegten, verbreiterten wir die freie Fläche vor dem „Palmenhaus“, das zum Überwintern der Kübelpflanzen dient. Ein kleiner Platz sollte entstehen. Man sieht ihn schon hinter dem Baum. 
Und wenn schon der halbe Garten mit dem Bagger auf gegraben war, konnte doch auch gleich das lange überfällige Seerosenbecken installiert werden. Ein Boden wurde betoniert. Darauf setzten wir dann zwei Kanalringe aus Beton. Schwer ist so ein Ring. Beinahe hätte er den kleinen Bagger damals noch umgekippt. Aber wir haben es geschafft. Seither hat die Zwergseerose, die ich seit ungezählten Jahren besitze, endlich ein angemessenes Becken. Sie blüht jeden Sommer überschwänglich
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk

Mitten im Becken gibt es eine kleine und feine Fontäne. Ich mag ja ganz gern mal so nette Spielsachen. Die schwimmende Fontäne besteht nur aus dem, was auch im Foto ersichtlich ist. Solarzellen speisen eine winzige Pumpe. Scheint die Sonne, sprudelt es. Je heller, desto höher. 
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Hier am mediterranen Platz, dessen  Name sich von meiner Kübelpflanzensammlung herleitet, gibt es noch zwei Behälter mit Wasser. 
Ja! das ist halt grün von den Algen. Aber die Hundebesitzer unter euch wissen, von was ich rede. Selbstverständlich fülle ich ständig sauberes Wasser in die Wasserschüssel vom Max. Nur das schmeckt halt erst dann, wenn es abgestanden ist. Lieber grün von Algen als frisch vom Hahn. Ist doch so oder? 
Ein Mörtelkübel voller Wasser als Möblierung für den mediterranen Platz? Ja genau. Und der ist ganz wichtig für jemanden, der gerne bei 30 Grad und Sonne pur mit schwarzem Ganzkörperfellmantel in der Sonne liegt. Hier unter der Palme befindet sich das Kneipp-Bad vom Max. 
Wenn also nach exzessivenm Sonnenbaden das Blut droht, über zu kochen, dann tut Erfrischung Not. Wie genüsslich man dann Pfote für Pfote in den Bottich steigen kann ist phänomenal. Dort wird bei leichtem Kneipp-Treten dann kurz verharrt, bevor es wieder in die Sonne geht. 
Hundebadewanne (c) by Joachim Wenk

Wie kommt das Wasser zu den Pflanzen?

Meine Kübelpflanzen hängen am Tropf. Und hHier sieht man zum Beispiel einen Tropf, an dem das Leben der Kübel hängt. Eine computergesteuerte Tropfbewässerung hat sich seit über 15 Jahren mittlerweile bewährt. Das weiße Tüchlein soll den Computer nebst Batterie vor der heißen Mittagssonne schützen. Das klappt ganz gut so. 
Folgen wir dem Weg vom Platz weiter in Richtung Gemüsegarten, sehen wir wieder einen Tropf. 
Dergesamte Gemüsegarten, das Gewächshaus und die Staudenbeete sind mit Tropfschläuchen ausgelegt. Im Frühjahr sieht man sie auf der Erde liegen. Später nicht mehr. Ich habe sie letztes Frühjahr installiert. Geld und Arbeit wurden investiert und jetzt bin ich nur begeistert. 
Von Hand oder mit dem Schlauch bewässern ist bei der Trockenheit und Gartengröße  nicht mehr möglich. Jetzt laufen sie mit mechanischen Zeituhren gesteuert mehrmals die Woche den ganzen Tag. Immer schön eine Fläche nach der anderen. Sonst geht mir die Pumpe wieder in die Knie, das soll vermieden werden. Selbst jetzt Ende April, Anfang Mai muss ich gerade im Gemüsegarten schon wieder viel  wässern. Seit Wochen kein Regen, das zu dieser Jahreszeit, wo alles wachsen will und soll. Der Rasen hat schon wieder erste braune, verbrannte Stellen. Durch das Beregnen nehmen die Pflanzen Schaden und man verschwendet zu viel Wasser. Die Tropfschläuche sind wirklich einen segensreiche Erfindung. 

Tränken für Insekten,  Vögle und Säugetiere im Gemüsegarten. Und einen Mini-Seerosenpool im Gewächshaus.

Hier im Gemüsegarten bin ich schon fast am Ende meines Wasserspazierganges. Und doch gibt es auch hier noch etwas zu berichten. 
Mitten im Gemüsegarten, am Wegekreuz mit kleinem Platz, kommt das Wasser aus dem Boden. 
Das sieht doch genial durchdacht und bewusst konstruiert aus mit den dreieckigen Gemüsebeeten. 
Wegekreuz im Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Es hat sich aber eigentlich nur so ergeben. Der Gemüsegarten war ursprünglich für etliche Jahrzehnte der Hühnerlauf.  Der Vorbesitzer zog sich ein Wasserrohr dort hin und ließ es mitten in der Fläche, an einen Stückel gebunden, aus dem Boden kommen. Als ich den Gemüsegarten angelegt habe, überlegten wir, wie wir das mit den Beeten machen. Damals wollten wir das Wasser nicht neu verlegen. Wie sich heraus stellte war der Anschluss wirklich sehr genau in der Mitte der Fläche. So ergab es sich, dass also die Wege diagonal geführt werden, in deren Kreuzungspunkt die Wasserstelle ist. 
In der Ecke des Gemüsegartens,  unterm Nußbaum auf dem Pflanzkübel, steht schon wieder Wasser. 
Insektentränke (c) by Joachim Wenk
Das ist meine Insekten-Tränke. Etwas Wasser mit rauen Steinen darin, daß sie nicht abrutschen, liefert das dringend benötigte  Naß, ohne sie in Gefahr zu bringen, ins Wasser zu fallen und zu ertrinken. 
Unter dem Ruhe-Bänkle im Gemüsegarten steht eine Schale mit Wasser. 
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Wenn es im Sommer und Herbst so wahnsinnig trocken ist, nach den Monaten ohne Regen, haben die Igel ein großes Problem. Sie verdursten. Daher stellte ich einen Blumenuntersetzer mit Wasser hinten im Gemüsegarten auf. Ob der Igel je daraus trank weiß ich nicht. Da ist jedenfalls einer. Ich habe sogar schon eine Hand voll kleiner Jungigel in meiner Wiese gesehen. Wer aber aus dem Untersetzer trinkt und sich gerne darin erfrischt, das sind die Amseln. Also fülle ich die Schale halt seither immer auf. Irgendjemand findet das dann auf jeden Fall toll. 
Auf dem Weg zurück zum Haus, etwa zum Feierabend, kommt man am Gewächshaus vorbei. Da fällt mir doch ein, hier müssen wir auch noch kurz hinein. Hätte ich nicht beinahe vergessen, sie hier zu erwähnen. Sie steht im Gewächshaus. Kuckt mal meinen Mini-Seerosen-Tümpel. 
Miniseerose im Gewächshaus Seerose (c) by Joachim Wenk
Ein Ableger der großen Zwergseerose steht hier seit ein paar Jahren in einer Schale. Ist das nicht goldig? Leider hat die Kleine hier noch nicht geblüht. 

Mein Lieblings-Wasser im Garten

Ich finde, jetzt habe ich langsam genug getan für alle animalischen und pflanzlichen Bewohner im Garten. Höchste Zeit, einmal auch wassertechnisch an mich zu denken. Oder? Was meint ihr? Stimmt da war doch noch was. Anfangs wollte ich nicht darüber berichten, weil es ja nach dem Garten-Tag auch immer den Schlußstrich zieht. Dann ist jetzt genau der richtige Moment dafür. 
Gehen wir  noch einmal zur Vogeltränke im Vorgarten. Wenn man von dort also jetzt hinter dem Haus den Hang hoch geht sieht man…. 
Ja, man sieh hier die Karpfenhälterung. Ein in den Boden eingelassenes Wasserbecken mit Luftsprudler und Deckel. Wenn wir im Herbst Karpfen fischen, kommen hier ein paar hinein. Von hier kann man sie dann im Winter mit dem Käscher entnehmen. Würde man nur welche essen, wenn gerade der Weiher gefischt wird, wäre das eine  magere Ausbeute an Fisch-Schmaus. Nein, die müssen in derartigen Hälterungen gehalten werden. Sie fressen im Winter auch im Teich nichts und haben Winterruhe.  Sie treiben knapp über dem Teichboden regungslos umher. Aus dem Weiher bekommt man sie aber nicht raus, Angeln  bei Karpfen geht eh nur im Sommer, wenn sie auch fressen. Hier ist also ein Teil des Wintervorrates unserer Speisekarpfen untergebracht. 
Bitte? Die Karpfen sind doch sicher nicht mein Tagesabschluß im Garten? Und man sieht eigentlich gar nicht zu erst das Karpfenbecken, sondern das futuristische Ufo oben auf der Terrasse?  
Gut, jetzt sind wir wirklich am Ende eines Gartentages angelangt und das bedeutet für mich – für uns – das hier: 

Was für eine Wohltat das 37 Grad warme Salzwasser blubbernd und massierend auf die müden Knochen einwirken zu lassen. 
So nun hatten wir einen ausführlichen Spaziergang durch unseren Garten. Das Thema Wasser war doch wirklich interessant und wert, einmal gesondert dargestellt zu werden. Und es ist ein Beitrag geworden, mit dem ich den 5-jährigen Blog-Geburtstag gebührend feiern kann. 
Ich hoffe, es hat euch auch Spaß gemacht. Ich wünsche einen schönen Feiertag und genießt den herrlichen Frühling. Vielleicht sogar auch am oder im Wasser.