Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 
Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 
Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 
Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für’s Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 

Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.

Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 
Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel….
Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 
Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 
Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 
Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 
Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse…….
Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 

Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.

So, das war’s für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen. 

Der Garten zu Beginn des kommenden Jahrhundertsommers

Hier saß ich auch vor ein paar Wochen, auf meinem neuen Lieblingsplatz im Garten. Am Stuhl unter dem Walnußbaum. 
Seither sind etliche Tage, gar Wochen vergangen. Wir haben Sommer und es wird wohl ein Ausnahmesommer. Manche finden es  super. Andere, die mit Garten, Landwirtschaft oder Natur zu tun haben, eher nicht. Die Hitze mit der seit Monaten dauernden  Trockenheit zusammen mit dem in letzter Zeit wieder regelmäßig blasenden warmen Sturm, trocknen alles aus. Als Gemüse-Selbstversorger kann ich mich dieses Jahr nicht bezeichnen. Zu viel ist kaputt gegangen und nicht gewachsen. Schädlinge geben ihren Teil dazu. Ich ernte und konserviere was da ist, aber im Vergleich zu den letzten Jahren ist es einfach nur traurig. Die Mühe beim Sähen und Pikieren, beim Beete vorbereiten und Pflanzen war die gleich wie immer, das macht alles nur noch ärgerlicher. 
Ich verlor die Lust am Bloggen. Was auch hätte ich hier schreiben sollen? Als Anregung oder Verleiten zum Nutz-Gärtnern , gar selbstversorgen, konnte ich nicht mehr bestehen. 
Ich bin damit aber nicht allein. Von England bis Deutschland, auch in Irland oder Schweden vertrocknet alles. Und stellenweise ist es so schlimm, dass ich noch eine grüne Oase habe. 
Ich sollte also nicht klagen, sondern zeigen, was ich mit dem mache, was mir geschenkt wird. Und wenn es nur einfach die Freude ist, so einen großen und (meist) schönen Garten hier beim Haus zu haben. Und! Die Freude über den Brunnen, ohne den ich wirklich nichts anbauen könnte. 

Also kommt mit nach draußen . Ich will euch zeigen, was ich meine.

Von einem hat die Dürre uns noch immer nicht abhalten können: immer wieder etwas Neues zu probieren. Schon lange steht die Badewanne im Carport und die Pflanzen im Eimer. Es fehlte aber ein passender Stöpsel, um die Wanne wasserdicht zu machen. In Ermangelung eines Teiches wollen wir nun einfach probieren, wie dieser Teichersatz sich so macht. Einen richtigen Teich, den der Volker gerne hätte, habe ich noch nicht verwirklichen mögen. Ich weiß nicht wo hin. Die Arbeit, ihn anzulegen ist immens und dann müsste man ihn auch noch irgendwie vom badesüchtigen Hund (ich sag nur: Labrador) schützen.

So bleibt es erst einmal bei der Wanne. Die ist so hoch, dass der alte, mit Rückenbeschwerden behaftete Hund nicht mehr rein kann. Als Trinknapf nutzt er sie dagegen schon fleißig. 

Was es dieses Jahr wirklich reichlich zu ernten gibt, sind die Beeren. Die Äpfel scheinen auch schön zu werden. Letztes Jahr hatten wir keinen einzigen. Sogar meine jungen Spalierobstbäume tragen in diesem Jahr. 3 Äpfel hängen an einem Baum. Auch meine Quitten tragen das erste Jahr. 
Letztes Jahr hatte ich fast keine Himbeeren und dieses Jahr könnte ich damit handeln. 

Viele sind schon geerntet und verarbeitet. Ebenso die Johannisbeeren.

Zum Ausruhen wird keine Zeit bleiben. Werden doch gerade die ersten Brombeeren reif. Echt früh, dieses Jahr.

Und was macht das Gemüse? Die spät gesäten Stangenbohnen haben die 4 Meter hohe Stange eingenommen  und würden noch weiter wachsen wollen. Erste Blüten bilden sich gerade. 
Dank der Anna aus Wien mit ihren empfohlenen Gurkensorten, von denen sie mir auch gleich Samen schickte, ernte ich dieses Jahr zum ersten mal richtig Gurken. Eine Sorte ist bei allen Exemplaren dennoch wieder eingegangen. 2 andere Sorten tragen fleißig. Ich muss mir da unbedingt Samen nehmen. 
Sonst hatte ich zu der Zeit, wegen Mehltau und Milben oder dergleichen schon keine Pflanzen mehr. Auch dieses Jahr sind die zum Vergleich gesäten herkömmlichen Sorten schon lange wieder kaputt, ohne eine einzige Gurke gebracht zu haben. 
Klar, den Tomaten gefällt das Wetter, das ist nicht zu leugnen. 

Auch ein Erfolg sind die Pastinaken. So schön standen die noch nie im Beet. Habt ihr schon mal Pastinaken gesät? Sie brauchen Wochen zum Keimen. In der Zeit hat das Unkraut (bei mir vor allem Vogelmiere) alles überwuchert. Abhacken geht nicht, weil man dann die eventuell gerade keimenden Pastinaken mit entfernen würde. Ausreißen ist unendlich mühsam und zeitraubend.
So hatte ich immer nur einige wenige Glücks-Pastinaken, die es dennoch schafften. Dann erfuhr ich, dass man Pastinaken mittlerweile im Baumarkt als Jungpflanzen kaufen kann. Na, das war es doch. Dieses Jahr habe ich sie in einer Topfplatte mit sehr kleinen Töpfchen vorgesät. Sie brauchten selbst da, gleichmäßig bewässert, mehrere Wochen, bis sie kamen. Dann habe ich sie einzeln ins Beet gepflanzt und konnte so das Unkraut in Schach halten und sie konnten rasch weiter wachsen. 

Zum ersten mal probiere ich Speise-Platterbsen. Die normalen Erbsen sind schon im Tiefkühler. Jetzt werden die Platterbsen, die sehr lange brauchten, bis sie wuchsen, reif.

Sie schmecken gut. In den  Schoten sind immer nur 2 bis maximal 4 Erbsen.

Schön entwickelt haben sich auch die Sellerie und der Rosenkohl. Beinahe wären sie mir auch kaputt gegangen. Aber dazu gleich noch mehr. 
Naja und Salate, die jetzt ins Beet sollten, inklusive dem Endivien für den Winter oder den Lauch, habe ich auch. Aber wie sollte ich sie nun pflanzen? In den steinharten, furz-trockenen Boden? 
Und hier noch ein Versuch. Ein Test für’s nächste Frühjahr. 
Wie gerade bei den Pastinaken beschrieben, keimen Möhren ebenso langsam und das Unkraut überwuchert sie, bevor sie da sind. Die kann man glaube ich nicht vorziehen. Aber ein einem Gartenheft und früher schon mal in einem Gartenvideo, sah ich, dass Gemüse, in einer Dachrinne gesät wird . Wenn es gepflanzt werden soll, zieht man nur eine Rille im Beet und schiebt die so vorgezogenen Gemüsepflanzen als ganze Reihe hinein. Gut bei langsam keimenden Gemüsen und Kräutern hieß es. Ich besorgte im Baumarkt ein Stück Kunststoff-Dachrinne und probiere es nun. 
Gut, dass es Dachrinnen auch in rechteckigem Querschnitt gibt. Die halbrunden bleiben ja nicht ordentlich am Tisch stehen. Die Möhren sind gekeimt. Eine Sorte, die man noch im  Juli sähen kann. Mal sehen, ob ich die noch ins Beet bringen und etwas ernten werde. 
Und wer jetzt meint, mein Gram über Wetter und Garten wären doch eigentlich unberechtigt, der sollte einfach weiter lesen. 
So sieht es jeden Tag aus. 
Und so sah mein Blaukraut auch noch nicht aus….

Der Frühkohl sollte schon geerntet sein. Aber er war nur immer welk, die Erdflöhe schlugen dieses Jahr wieder ganz erbarmungslos zu und nun die Raupen. Das wird nichts mehr.

Auch der Sommerlauch hätte schon geerntet werden können.

Aber immer nur war alles schlaff in den Beeten. Trotz Bewässerung. Dann ging ich der  Sache nach und stellte fest, dass kein Wasser aus den Tropflöchern kommt. Und da wässere ich fast täglich über Stunden. Nach einigen Tests und Überlegungen stand das Problem fest. Die Flächen waren zu groß gewählt. Pro Anschluss geht nur eine bestimmte Länge an Tropfrohr, sonst reicht Wassermenge und Druck nicht mehr aus. Das war der Fall.

Ich besorgte weitere Einzelteile, stöpselte hier und da um, verlegte neue Zugänge und Verbindungen. Ab da tropfte wirklich jedes Loch gleichmäßig. Sellerie und Rosenkohl, die oben so schön kräftig abgebildet sind, hingen nicht mehr schlapp im Beet. Für vieles (Kohlrabi, Gurke, Brokkolie etc. ) kam es zu spät. Aber anderes kann jetzt vielleicht noch mal weiter wachsen. Immerhin waren auch gestern bei über 30 Grad keine Pflanzen  schlapp.

Alles kann einfach nicht bewässert werden, dazu langt auch mein guter Brunnen nicht. 
Die Johannisbeeren allerdings waren an die Bewässerung angeschlossen. Aber scheinbar kam auch hier kein Wasser. Etliche Äste sind samt Beerenbehang verdorrt. 

Gleiches Bild bei den Himbeeren.

Und auch der Rambler im Walnußbaum ist vertrocknet.

Wer sich erinnern kann, weiß, daß ich ja noch das Stück Garten unten am Dorfweiher habe. Wie sieht es dort aus? 
Von der Straße aus gesehen so…..
Also mein Stück ist das zugewucherte grüne Stück Garten. 
Steht man am Weiher und blickt hoch zum Haus, sieht der Garten so aus. 
Hier unten baue ich die Kartoffeln an. Ebenso Lagerkraut. Zum ersten  Mal die Sorte Filderkraut. 
Zwei Pflanzen sind prächtig, die anderen vertrocknet und zerfressen. Zudem stehen hier die Patisson (es wird schon geerntet) und die Zucchini von der ich laufend ernte. Eine Gurke wächst hier und fruchtet fleißig. Die Yacons, die ich zum ersten mal probiere, mögen wohl die Sonne, aber es ist zu trocken für sie. Am besten kommt der Topinambur zurecht. Eine Reihe Ackerbohnen ist jetzt gelb und bald reif zum Ernten. Ich kam nicht dazu, sie grün zu ernten. Nun musste ich sie ausreifen lassen. 
Und warum sieht hier alles so grün und saftig aus? 
Ganz einfach schaut auf das Foto. 
Hier werfe ich immer den  Saugschlauch meiner im Frühjahr erstandenen kleinen Benzinpumpe in den Weiher. Und dann wird etwa eine Stunde gegossen, was die Pumpe hergibt. Das ist eine lange Zeit und die fehlt mir leider. Also komme ich nur etwa einmal die Woche dazu. Wenn man es aber intensiv macht und alles gemulcht ist (Stroh und Mulchvlies) scheint es halbwegs zu reichen. Was bin ich froh, mir die Pumpe geleistet zu haben! Eine Schwengelpumpe, die Wasser aus dem Teich befördert, existiert ja standardmäßig in jedem der Gärten. Allerdings dauert das in Zusammenarbeit mit einer Gießkanne erfahrungsgemäß noch viel länger und man gießt  dennoch nicht ausreichend. Ich bin gespannt, wie die Kartoffelernte dieses Jahr ausfällt. 
Und nu möchte ich nach all dem Gemüse noch ein Blumenbilder präsentieren. Ein paar schöne sind mir nach langem Suchen und warten (Lichtverhältnisse) wieder gelungen. 
Hier der Blick aus dem Palmenhaus auf den mediterranen Platz. 
Der mediterrane Platz von außen. Gerne sitze ich abends, wenn die Sonne schwächer wird, hier in dem Hängesessel und baumle, zusammen mit meiner Seele, sinn- und zwecklos vor mich hin. 
Am schönsten ist dieses Jahr die Hanfpalme (Bild unten). Die Datttelpalme (Bild oben) bräuchte einen neuen Topf. Sie ist aber im Vergleich zum letzten Jahr gesünder und wächst wieder. 
Wie Feuer glühen die orangen Blüten der Montbretien von Madeira, wenn die Sonne mittags darauf scheint. 
Die Kübelpflanzen auf der Hausterrasse sind auch stark gewachsen. Die Waschingtonia muß sich noch von den Winterschäden draußen im Freien erholen. Die neuen Blätter sind alle beschädigt und ohne diese Blattspitzen. Aber sie wächst wieder. 
Wo bewässert wird, wächst auch der Phlox dieses Jahr sehr schön. Und sein Duft ist herrlich in der warmen Sommer-Abend-Luft. 
Die riesigen Dahlien blühen heuer als erstes. Die Blüte hier schwebt in etwa Augenhöhe, was bei mir 180 cm sind. 

Duftgeranie.

Immer noch gelbe und blaue Blüten im Staudenbeet.

 Sonnenblume aus dem Vogelfutter im Winter.

Staudenclematis in Blau.

Staudenclematis in Pink.

Unverwüstlicher, wuchernder Storchschnabel. Was währe das Staudenbeet ohne seine Wuchskraft und Blütenfülle.

Wer aufmerksam beobachtet hat, wird gemerkt haben, dass ich schöne Blüten abbilden kann. Ist es doch nicht so vertrocknet im Garten? Aber warum  nur Detailaufnahmen? Keine Fotos vom gesamten Beet? Na, weil es eben so schlimm aussieht und man schon genau hinsehen  muss, um die schönen Details zu finden. 
Zur Erinnerung, der Vorgarten, wo das Mäuerchenbeet mit fast allen Blüten von oben ist, im Mai: 
Gleicher Blickwinkel nur ein paar Wochen später, Mitte Juli. Und anknüpfend an meinen letzten Beitrag. Kommt mir jetzt ja niemand mit Tipps für die richtige Rasenpflege und einen saftig grünen Rasen……

 

Der schöne lila Flieder vom Mai rollt schützend seine jetzt ockerbraunen Blätter ein. Hoffentlich nützt ihm das was. 
Gleiche Taktik beim Immergrün (welcher Hohn in diesem Namen doch steckt). 
Der Hausbaum im oberen Garten hat über die Hälfte seiner Blätter schon verloren. Es ist ein Baumhasel und der hat, wie ich einmal las, eine Pfahlwurzel. Scheinbar kommt da weit kein Wasser unter der Oberfläche. 
Im Vorgarten ist auch unser Weinberg. Es hängen auch viele Trauben an den Reben. Aber es ist zu trocken. Die Pflanzen sind zu jung und wohl noch nicht weit genug unten, wo sie Wasser finden. Ich habe den Weinberg im Frühjahr auch an die Bewässerung angeschlossen, weil ein beregnen oder gießen in der Hanglage sehr umständlich ist. Aber es dürfte wohl noch mehr Wasser sein, dass die Pflanzen richtig saftig grün da stehen. 

Heute am Samstag hat es nun endlich seit vielen Stunden geregnet. Ganz leicht aber dauerhaft. Etwa 3 Liter sind es schon. Und es ist kühl. Eine Erholung für mich und den Garten. Ab Montag sollen wieder täglich 30 und mehr Grad kommen, bei blauen Himmel. Und das für mindestens vier Wochen. Da kommt was auf meine Garten und mich zu. Gut, daß wir wenigstens heute ein wenig durchschnaufen können. Die Zeit habe ich genutzt, um in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu berichten. Wer weiß, wann ich wieder dazu komme…
Zum Abschluss noch Rezepte. 
Falls jemand auch gerade reichlich Zucchini erntet:
Leckeres Tomatengericht: gefüllte Tomaten mit Pesto-Gries

Sommer im Land – Urlaub im Garten

Das Wasser kommt und geht

Vor gerade einmal zwei Monaten verfasste ich hier einen ausführlichen Artikel über all das Wasser in unserem Garten. Brunnen, Hundebadewanne, Insektentränke oder Seerosenbecken alles ist vorhanden. 
Heute kommt es mir vor, als wäre das ein anderes Land und ein anderer Garten. Da seit Monaten mal wieder der Regen fehlt und das Frühjahr ab April super warm daher kam, haben wir nun statt Rasen Heu und Erde und statt saftiger Büsche und Sträucher überall Herbstlaub herumfliegen und immer kahlere werdende Bäume. 
Der Sommer hat das Land fest im Griff. Schaut man sich in den sozialen Medien und den dortigen Mitteilungen um, hat man wenigstens den Trost, dass es – wie mir scheint – allen und überall so ergeht. Nein. Gärtnern macht hier keinen Spaß mehr. Meine Selbstversorgung liegt dieses Jahr auch darnieder. Das Gemüse will nichts werden. Und das ist doch der eigentliche Schwerpunkt meiner Gartentätigkeiten. 

Zu heiß, zu trocken, zu hell – ich finde keine Fotomotive mehr

Sei es wie es ist, ich habe noch ein paar ganz schöne Fotos gemacht und Arbeiten erledigt, bevor es jetzt in den letzten Tagen wirklich schlimm wurde. Seit Tagen bin ich auf der Suche nach Fotomotiven für meinen Blog. Ich konnte nichts finden. Klar gibt es tatsächlich einige Dinge, dir mir persönlich Freude bereiten. Für ein Foto allerdings langt es nicht. Neu gepflanzte Stauden zum Beispiel. Frisch gepflanzte Sukkulenten-Schalen oder der in Arbeit befindliche Teichgarten in der alten Zinkwanne wären hier zu nennen. 
Hier nun also die alten Fotos.

Wenn es heiß wird und trocken, dann sieht man sie wieder – die Frösche. 

Ja! Mein Laubfrosch ist wieder da. Lange schon hielt ich nach ihm Ausschau und jetzt hat er sich wieder gezeigt. Er wohnt wie jedes Jahr unter der Topf-Platte mit den Kohljungpflanzen im Gewächshaus. Ich kann ihn sogar vorsichtig mit dem Finger streicheln, ohne dass er weg hüpft. 

Ich habe einen neuen Lieblings-Sitzplatz gefunden

Dann habe ich einen neuen Lieblingsplatz im Garten gefunden und sofort mit einem alten Stuhl möbliert. 
An der höchsten Stelle des Grundstückes unter dem Walnußbaum und vor der Scheunenwand ist es super angenehm schattig. Man überblickt das Grundstück (zumindest den oberen Gartenteil). Man sieht, wenn jemand herein kommt und ist selbst durch Baum und Scheune und Ramblerrosen, wie in einer Höhle. Die Bilder sind von letzter Woche. Du meine Güte, war es da noch schön grün…..

Schade, daß das Auto im Bild ist.  Wenigstens ist es grün und fällt nicht so auf. Die Fotos habe ich in meiner Freude über diesen schönen Sitzplatz spontan gemacht und wollte nicht extra den Bus wegfahren.

Wenn man ganz nach rechts blickt, schaut man in den Gemüsegarten. Wozu wir die Regen-Fässer zusammengeschlossen und auf Betonplatten sicher aufgestellt haben, weiß ich jetzt auch nicht. Eigentlich könnte man daraus warmes Gießwasser für zum Beispiel Gurken entnehmen. 
Blickt man nach links zu den Nachbarn, fällt der Blick auf die Säulenobstreihe. 
Und hier sieht man den Stuhl. Wie gut, daß wir die Angelhütte ausräumten und ihn dort fanden. Eigentlich sollte auf den Sperrmüll, nun ist er Möblierung für meinen  neuen Lieblingsplatz. 

Trotz Hitze, die Arbeit muss erledigt werden: Kompost umschichten

Aber nicht, dass ihr denkt, ich sitze nur gelangweilt im Garten herum. Nein, das eher selten. Schließlich muss einiges erledigt werden. Der Kompost sollte schon längst umgeschichtet werden.  Der kommt dann im nächsten Frühjahr auf die Beete. 
Lockerer, wohlriechender Kompost. Würmer sind (fast) keine mehr darin aber unzählige Asseln und Tausendfüssler. Die setzen ihn noch gar um. Vor allem jetzt, da durch das Umsetzen in den anderen Behälter wieder Luft hinein kommt. 
Schon ist die Arbeit geschafft. Zum Schutz vor Sonne und  dem Austrocknen kommt auf den großen Behälter auch noch ein Deckel aus Pappe. Da es so langanhaltend trocken ist, muss ich auch meine frischen oder diese fast fertigen Komposte regelmäßig wässern. Ansonsten würde alles nur vertrocknen, aber nicht verrotten. Dabei ist aber zu darauf achten, dass man es nur feucht macht und nicht alles ersäuft. Dann würde es faulen und stinken, was viele Unwissende ja immer wieder von einem Komposthaufen glauben. 
Während ich also meine Komposthaufen umgeschaufelt habe, hat Volker an den Weihern schon mit der Angelhütte weiter gemacht. Später am Nachmittag werde ich auch mit raus gehen. 
Vorher gieße ich noch ein paar Kannen Wasser zu meinen Quittenbäumen. Dort am Hang ist alles verbrannt. Quitten lieben es warm und nicht zu nass. Scheinbar haben sie tiefe Wurzeln. Noch sehen sie in Ordnung aus. Nur die Wildrose dazwischen ist schon wieder abgestorben. 

Es ist jetzt das allererste Jahr, in dem die  Quitten tatsächlich Fruchtansätze haben. Hoffentlich werfen sie die nicht wegen der Dürre ab. Ich hätte doch so gern die ersten Quitten von ihnen probiert.

Nächste Sommerarbeit: Hecke-schneiden

Bevor es aber raus geht zu den Weihern, wird erst noch die eine Hecke hier geschnitten. Sie ist fast dreißig Meter lang, Stellenweise einiges über 2 Meter hoch und der Hang ist recht buckelig und uneben. Da ist eine Hilfe sehr angenehm. Volker reicht mir die Heckenschere, wenn ich mal wieder, zum ich weiß nicht wievielten Male ,oben auf der Leiter stehe. 
Unter der Hecke aus vorwiegend Liguster war ganz dicht der Giersch. Der ist jetzt verdorrt. An etlichen Stellen ist auch der Liguster verdorrt. Überhaupt ist sie gar  nicht mehr schön, die Hecke. Die Schneebeeren mögen wohl die Dürre und Hitze nicht. Die machen gar nichts mehr her. Irgendwann muss da mal ein Fachmann mit dem Bagger her und alles rausreißen. Aber was dann hin? Hainbuche wäre mir recht. Aber die ist für unser Klima auch nicht gut, was ich so las. Am Ende wird es vielleicht wieder Liguster. Oder Thuja. 
Das war ein Scherz!!!!!!!!!!!!!! Keine Panik! Thuja wird es bei mir nicht geben. 
Die Hecke ist geschnitten. Das Schnittgut den Berg hoch gefahren zum Kompost. Das sollte jetzt zeitnah gehäckselt werden, was aber nicht klappen wird. Wir haben es auf alte Paletten gelegt, in der Hoffnung, dass es eher trocknet als fault. Wenn anfängt zu faulen bekommt es der Häcksler nicht mehr klein, weil es dann weich wird. 

Dritte Sommerarbeit: Hütte abreißen

Jetzt geht es erst mal noch raus zur Angelhütte. Schließlich ist der Wertstoffhof nur am Samstag geöffnet. Wenn man nur einmal die Woche etwas entsorgen kann, muß man das nutzen und so werden eben jetzt abends noch rasch die beiden Anhänger mit Altholz voll geschlichtet. 
Dach und Wände sind demontiert. Bleiben noch die „Stützbalken“ und die Querbalken vom Dach. Zu blöd, daß die am hinteren Ende höchsten 1,60 lichte Höhe vorhalten. Ich bin 1,86 und nun könnt ihr euch denken, wo die blutunterlaufene Stelle auf meinem, nur noch schütter mit Haar bedecktem  Haupt her kommt. Hätte ich mehr Haare, würden mich nicht alle Leute fragen, was ich angestellt habe. 
Einer der tragenden Balken. Falls jemand meint, die schöne alte Hütte hätte man noch erhalten können…..

Doch noch ein paar schöne Gartenfotos – Achtung: Gelb

So, das waren jetzt genug Fotos von der Arbeit. Zum Genießen kommen jetzt noch ein paar Schmankerl für’s Auge. 
Naja, ich weiß ja, daß die Geschmäcker verschieden sind und viele unter euch Farbe im Garten nicht mögen. Für alle anderen kann das aber auch ganz reizvoll sein. Und für die „mit-ohne-Farbe“ habe ich ja immerhin weißen Phlox. In der Kombination mit schrillem Pink-Phlox und dem feuerroten Mohn, der sich da selbst hingesetzt hat, erinnert mich das Bild in der vollen Sonne irgendwie an Filme aus der Zeit vom „Ponnyhof“ und dergleichen. Findet ihr nicht? 

Heute fotografiert man ja eher nicht mehr in der prallen Sonne. Das ergibt dann solche Fotos, wie hier mit den Färberkamillen und Lichtnelken im Abendlicht. 

Gleiche Pflanze, anderes Licht. Eben doch mal wieder Mittagssonne.

Und noch mal Färberkamillen. Ich finde sie einfach Klasse. Und sie vertragen Trockenheit…

Gelbe Färberkamillen mit hellblauen Storchschnabel.

Und wieder gelb, aber diesmal bei der Nachtkerze. Sie hat sich zusammen mit dem blauen Natternkopf selbst ausgesät und steht vor dem dunklen Laub der winterharten Zitrone. Der gefällt die Wärme glaube ich auch.

Wieder ein anderes Gelb findet man bei der Trollblume. Zu ihr hat sich eine pinkfarbene Spornblume gesät.

Nun aber zur Abwechslung einmal etwas in  Gelb. Das Brandkraut vor der Banane, die ja gelbe Früchte hätte, würde sie welche tragen.
Aber im Ernst, der Garten hat jetzt viel Gelb, während im Frühjahr (neben den Narzissen ganz zeitig) vor allem die Blautöne mit etwas Rosa vorherrschen. Ein schöner Farbwechsel, der sich jedes Jahr vollzieht. 
Und hier? Na, immerhin ist die Mitte einer jeden Blüte deutlich Gelb. Also passt sie und darf natürlich stehen bleiben. Die Bodendeckerrose Sternenflor wird von Jahr zu Jahr ein wenig größer. Anfangs war sie recht mickrig. 

Sonne zu hell für Fotos? Nicht bei diesen Pflanzen.

Hier sieht man, dass Fotos in der prallen Mittagssonne manchmal auch gelingen. Es sind ja auch Sonnenanbeter hier an und über der Mauer vom Mäuerchenbeet.

Größte Hitze und eigentlich keinerlei Platz stören den Mauerpfeffer oder die Walzenwolfsmilch nicht. Sie lassen sich nieder, wo der Samen eben gerade hinfällt.

Und mal ehrlich, solche Gartenszenen hier kann man doch nur in der vollen Sonne fotografieren. In der Abenddämmerung würde die Urlaubsstimmung beim Anblick der Palmlilie und Banane im Staudenbeet glaube ich nicht aufkommen. 
Bis auf ein Staudenbeet habe ich auch endlich alle wieder einmal vom Unkraut befreit und die sich jetzt aussamenden Akeleien abgeschnitten. Will man im Frühjahr eine solche Pracht habe, wie ich sie hier schon oft gezeigt habe, dann muß man eben die „scheußlichen“ Samenstände im Beet in Kauf nehmen. Erst abschneiden, wenn schon Samen ausgefallen sind, heißt es hier. 

Wer schreibt  nur diese Gartenpflegetipps im Internet?

Tschja, mein Vorgarten mit dem Mäuerchenbeet in den ersten Juli-Tagen. Wo die Bewässerung verlegt ist sieht glaube ich jedes Kind. Und wer genau hinsieht, erkennt, dass auch die zweite Hecke, die noch höher ist und vor allem dicker, geschnitten ist. 
Und, sagt mal ehrlich. Wer schreibt denn bei Facebook immer diese irre sinnvollen Gartentipps mit der Rasenpflege. Laufend lese ich, was ich jetzt als Hobbygärtner machen muß, dass mein Rasen toll aussieht. Die Texte sind dann Standard-Wortaneinanderreihungen mit Lehrmeinung aus der Gärtner-Ausbildung. Hallo! Ich bin ja nicht der einzige, dessen Rasen so aussieht und dann kommt mir da ein Schreibtischtäter, der vielleicht gar keinen Garten hat, mit hilfreichen Tipps und Tricks für einen schönen Rasen und will mir einreden, dass am Ende ich selbst Schuld bin, dass mein Rasen so aussieht. Mangelnde Pflege oder so. 

Urlaubskulisse im eigenen Garten

Was soll’s. Dort wo die hier stehen, wenn sie frei wachsen, dürfte der „Rasen“ wohl auch so aussehen, wie bei mir. Vielleicht gedeihen sie daher so erfolgreich?

Auch am mediterranen Platz sieht es aus, wie im Urlaub. Wenngleich ich auch hier bei den Kübelpflanzen schon wieder erste Verbrennungen an den Blättern festgestellt habe.

Was für eine Freude. Vom schönsten Urlaub meines Lebens, habe ich letzten Herbst Montbretienknollen mitgebracht. Jetzt blühen sie und erinnern mich jedes Mal an diese wundervolle Woche.

Ein neues Gartenprojekt?

Für heute bin ich schon beinahe durch. Zum Abschluss noch einmal ein Stückchen von meinem Rasen. Wir waren bei dem „Tag der offenen Gartentür“ auch in einem Garten ganz in der Nähe und haben da sehr schöne Anregungen bekommen. Dieses Stück Rasen wird es nicht mehr lange geben. Wieder ist ein Gartenprojekt geboren. Wer neugierig ist, schaut einfach in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbei. Vielleicht wird es auch erst im nächsten Jahr umgesetzt, aber gemacht wird es, das steht fest. 

Rezepte aus dem Garten

Und für die Rezepteliebhaber habe ich einmal wieder gebacken. Himbeerkuchen mit Erdbeeren (schwarze Himbeeren gibt es wirklich! Dir Roten waren da noch nicht reif). 
Und die Kirschen aus Nachbars Garten habe ich eingekocht und eingefrohren.