Die Ernte ist feuerrot und der Ziergarten muss aus der Nähe betrachtet werden

Hallo Gartenfreunde. Nachdem ich im letzten Bericht von der Gartenschau in Würzburg erzählt habe, einem fremden Garten also, geht es heute wieder in den eigenen Garten. Und weil ich im letzten Bericht enttäuscht war über den Gemüsegarten in der Gartenschau, will ich heute zeigen, wie ein Gemüsegarten auch aussehen kann. Und das in diesem dürren Katastrophenjahr und nur mit meiner Arbeitskraft. Nicht mit Heerscharen von Gärtnern. 
Also zuerst wird einmal geerntet. Macht das die Hitze? Die Dauernde Sonne, die herunter brennt? Jedenfalls ist im Moment alle Ernte feuer-rot. 
Die dauertragende Erdbeere Ostara trägt unermüdlich. Leider reichen die Früchte nur für mich zum Naschen bei der Gartenarbeit. Ich habe nochmal nachgepflanzt und werde noch weiter vermehren. Die Früchte schmecken wahnsinnig erdbeerig und haben eine vernünftige Größe. Kleiner als einmaltragende Sorten. Wobei deren Früchte manches mal auch nicht größer werden. 

Die Ernten lege ich immer gern ins Gras zum Fotografieren. So habe ich es auch dieses Jahr gemacht. Nur, dass eben kein Gras mehr da ist….

Heute Abend noch geerntet. Möhren Duwicker. Ich mag die kleinen Dicken. Lange Möhren werden bei mir gern krumm und verwachsen, weil der Boden noch nicht so tiefgründig locker ist. 

Möhre Oxhella und Zwiebel Rijensburger (Saatzwiebeln)

 

Zwiebel Alisia Craig (Saatzwiebel)

Und zum Schluß noch was feurig Rotes? Rot ja, feurig rein. Die Naschzipffel sehen aus wie gefährlich scharfe Chilis. Sie sind aber eben Nasch-Zipfel und schmecken absolut wie Gemüsepaprika. Ohne auch nur den leisesten Hauch von Scharf. 
Ein Blick in den  Gemüsegarten. Rechts neben dem Weg zur Wasserstelle ist das Erdbeerbeet. 
Links davon sieht man Sellerie und Rosenkohl. 
Aus der Nähe sieht der Rosenkohl dieses Jahr nicht gut aus. Wie aller Kohl eben. Aber der Rosenkohl  könnte noch was werden, wenn ich alle Raupen und weiße Fliegen mit Neem-Öl in den Griff bekommen haben. 
Direkt daneben der Knollensellerie. Absolut gesundes Laub.  Die Knollen sind erst ansatzweise erkennbar. Sie wachsen aber noch bis zur Ernte Ende Oktober. Das ist immer so. 
Hinterm Apfelbaum im Selleriebeet steht der gar fürchterliche Rotkohl. 
Andere Seite im Gemüsegarten. Das Schneckenzaunbeet. Im Bericht von Anfang August, als die Bewässerung noch nicht wieder richtig funktionierte und der Mulch noch nicht aufgetragen war, sah das noch anders aus. Seht selbst HIER. In dem Bericht seht ihr auch die im Folgenden dargestellten Pflanzen noch in der Saatschale. Das ist gerade mal drei Wochen her. 
Im obigen Bild unten links zu erkennen ist der Endiviensalat. 
Als ich ihn aus der Saatschale nahm und pflanzte  sah das so aus: 
Alle Pflanzen sind trotz Hitze von 33 °C und keinem Regen (bis heute noch immer kein Regen) angegangen. 
Jetzt Ende August sehen sie schon richtig prächtig aus. 
Gleiches Spiel mit dem toscanischen Grünkohl. Im Übersichtsbild oben, ist der Kohl-Abschnitt im Bild links oben. 
Anfang August:
Und heute. Man sieht gut die Spinatgründüngung. Spinat wird von Erdflöhen, die für die millionen kleiner Löcher in den Blättern vom Kohl verantwortlich sind, gemieden. Letztes Jahr half das perfekt. Dieses Jahr keimte der Spinat nicht richtig. Es war zu trocken , weil die Bewässerung nicht richtig funktionierte. Das wurde mir aber erst richtig bewusst, als es schon fast zu spät war. Ob es jetzt beim Grünkohl auch wieder funktioniert mit dem Vorbeuge-Spinat? Wir werden es sehen, wenn neue Blätter nach kommen. 
Nochmal das Schneckenzaunbeet von der anderen Seite. Wieder schauen wir uns zuerst unten links im Bild. Hier steht der Winterlauch. 
Gepflanzt bei …. naja ihr wisst ja, wie es war. Vorher 30  oder  40 Liter pro Quadratmeter von Hand gegossen, dass überhaupt ein Pflanzen möglich war. 
Heute sieht er so aus. Man erkennt ihn wenigstens schon auf dem Foto. 
Im zweiten Übersichtsfoto ist eben vorne links der Lauch und hinten rechts am Bildrand ist der Meerreettich. Der ging mir fast kaputt wegen der defekten Bewässerung. Die Blätter winzig, dünn, von unzählbaren Löchern durchsiebt, wie die Kohlpflanzen. Dann alle weiß vom Mehltau. 
So weiß, wie hier im Foto das Blatt unten in der Mitte. 

Die Bewässerung ging dann wieder und ich habe gemulcht (die Hecke vom Karpfenweiher hatten wir geschnitten und alles mit heim gebracht und gehäckselt). 
So sieht Kren aus. Die Mehltaublätte sterben ab. Genügend und immer weiter kommen gesunde und derb-dicke Meerrettichblätter nach. Hoffentlich war die Rettung nicht zu spät und er bekommt noch schöne dicke Wurzeln. Ich bin begeistert, wie ich so viel (außer das Blaukraut) noch retten konnte. Durch naturnahes Gärtnern und Wasser. 
Die Blauhilde  (Stangenbohne) ist noch immer saftig Grün. In Würzburg war das anders….
Ein Zierkürbis ist im Wachstum explodiert, als hätte er Strahlen von einem anderen Stern abbekommen. Er steht im Schattenbeet, da ist nicht gedüngt worden und nichts habe ich angebaut. Er keimte von selbst dort. 
Das erste Dekomaterial für die rasch näherkommende Herbst- und Halloween-Deko-Epoche wächst heran. 
Bevor ich nun zum Ziergarten wechsle, noch der Blick zur aktuellen Baustelle. An der Grenze vom Gemsüegarten zum Ziergarten. Hier an der Wand lagerte immer das Brennholz vor dem Kleinschneiden. Die Wand muss aber neu gestrichen und manche Bretter ausgetauscht werden. 
Künftig lagert das Holz wo anders und ich habe vor dem Kompost mehr Platz zum Häckseln. 
Solche Arbeiten sind Volkers arbeiten. Das Holz lag auf den Paletten und darunter sammelte sich über die Jahre Eichenlaub an. Das hat er zusammen gekehrt. Dann hat er es in den weißen Sack gefüllt. Ich hielt den Sack auf dazu. Es war glühend heiß, ich schwitzte und hatte kein Hemd an. 
Warum ich das erzähle fragt ihr euch? Frage nicht nach Sonnenschein, sag ich nur! 
Der  nächste Tag war der Beginn einer langen Reihe entsetzlicher Tage. Mein ganzer Bauch, Brustkorb, Arme (an der Seite, die beim Halten zum Sack gerichtet war) und die Beine unterhalb der kurzen Hose waren übersät mit wirklich Hunderten von winzigen  „Mückenstich-Pusteln“. Aber es waren keine Mücken, in der riesigen Anzahl treten die nicht unbemerkt auf und stechen zu. Aber gejuckt hat es unvorstellbar.  Da müssen irgendwelche ekelhaften Milben oder sonstiges Ungeziefer in dem alten Laub gewesen sein, die dann beim Umfüllen mit dem Staub aufwirbelten. Volker ging es nicht anders, nur dass der ein Hemd anhatte…..
Gut, die Arbeit musste ja weiter gehen, die Wand ist fertig, nur aufgeräumt ist noch nicht. 
Jetzt aber zum spätsommerlichen  Ziergarten. 
Bitte? Das ist doch keine Zierde, das ist ein Trauerspiel? Schön, dass du es sagst, dann muss nicht ich wieder davon anfangen und jammern….
Blickt man von der Wohnung nach unten, sieht man das ganze Ausmaß. Und man sieht ganz scharf umgrenzt, wo bewässert wird. Hier nur das Staudenbeet links. 
Schaut man sich also die  Bewässerten Gartenteile an und geht ganz nah ran, so sieht man die Zierde im Garten. 
Geht man wieder weiter weg (das Schönhütchen von oben ist auch hier noch im Bild zu erkennen), so sieht man auch wieder das Trauerspiel. 
Bückt man sich aber ganz nach unten, so sieht man prächtige spätsommerliche Stauden mit Banane im Mäuerchenbeet. 
Und weil ich dauernd vom Spätsommer rede, da muß ich doch auch eines der ihn einleitenden Phänomene in der Natur darstellen. 
Die Herbstanemone blüht. Im Frühjahr läutet das Schneeglöckchen den  Vorfrühling ein. Jetzt ist es die Herbstanemone, die uns klar macht, dass der Hochsommer zu Ende ist. Wir sind im Spätsommer. 

Bald kommt dann der Herbst. Die Herbstastern jedenfalls blühen schon fleißig im verdorrten Garten.

Manche Blüte aus dem Sommer ist noch immer attraktiv. Jetzt aber in Form von Fruchtständen oder Samenständen. Dieses Jahr besonders auffällig: die Clematis. 

Egal wie glühend heiß die Sonne in den Garten knallt. Dank der vielen Wasserstellen findet Mancher auch ein kühles Plätzchen. Hier die Quellsteine sind das Spa der Meisen. Die sind süchtig nach dem Sprudel von unten an ihren Bäuchen, wenn sie auf den Steinen herum tänzeln. So wie wir im Wellnessbereich mit Whirlpool. 
Eine Wellness-Kaltwasseranwendung gönnt sich heute aber erst einmal der Schneck. 
In Wirklichkeit geht es ihm aber wohl nicht um die Erfrischung, sondern um die leckeren Algen, die sich auf den Steinen gebildet haben. Die  grast er genüsslich ab. 

Damit bin ich am Ende meines Lageberichtes. Bleibt erfrischt, was auch kommen mag. Und bleibt mir treu. 
Wer mir gerne helfen möchte, der sagt mir noch schnell, was das für ein Strauch ist, dessen Blüten dann zu erbsenschoten-ähnlichen Fruchtständen reifen. So eine Schote ist mir wohl beim Aufstehen im Biergarten, wo der Strauch wächst, rein zufällig natürlich, in die Tasche gefallen. 
Ich habe die Samen in Erde gesteckt und sofort keimten sie. Nun habe ich drei solche Sträucher und weiß nicht einmal, wie die heißen. 

Landesgartenschau Würzburg – im Dürrejahr ein Wunderwerk der Garten-Pflege

Gartenschau im Jahr der Dürre? Ist
das eine gute Idee?

Die Landesgartenschau in Würzburg dieses Jahr wollen wir auf alle Fälle besuchen. Haben wir doch nicht
einmal eine Stunde Autofahrt bis dorthin.

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trotz Jahrhunderthitze – es wird gearbeitet, es blüht und es wird geerntet

Heute melde ich mich  wieder aus unseren Liegenschaften. Die  Hitze ist mittlerweile sehr anstrengend. Oft kann ich gar nicht lange in den Garten, so brennt die Sonne herunter. Selbst im Schatten haben wir deutlich über 30 Grad. In der Sonne kann man sich überhaupt nicht aufhalten. Nachts kühlt es nicht unter 20 Grad und das Haus ist aufgeheizt vom Keller (25 Grad) bis zum Dach unter dem wir schlafen (31 Grad). Erholsam sind die Nächte schon länger nicht mehr. Heute hat es abgekühlt am Abend. Nur Regen ist leider nicht in Aussicht. Aber besser schlafen werden wir wohl die kommenden beiden Nächte. Dann geht es wieder weiter mit Hochsommer. 
Meinen Garten kann ich gießen. Die Karpfenweiher aber nicht. Das macht mir langsam Sorgen. Auf dem Foto sieht man rechts am Uferrand die Befestigungsgitter. Die sollten nicht zu sehen sein und vollkommen unter Wasser liegen. Und jedes Mal, wenn, wir raus kommen, ist der Wasserspiegel wieder um etwa eine Handbreite abgesunken. 
Am vergangenen Wochenende hatten wir Dank der tatkräftigen Hilfe von den Stammtischfreunden in weniger als einer halben Stunde unseren Gerätcontainer, den ihr ja nun schon kennen lernen durftet, aufgestellt. 

So, und eingerichtet ist er mittlerweile auch. Die Utensilien sind aus der alten Hütte umgeräumt. Jetzt kann die Hütte restlich abgerissen werden. 
Die Hitze und Trockenheit scheint ja nun noch etliche Wochen oder Monate anzuhalten. Meine Gemüsejungpflanzen waren überfällig. Den Lauch hatte ich vor ein paar Tagen ja schon gepflanzt. Nun musste der Nero di toscana-Kohl ins Beet. Wieder habe ich mit ca. 60 Litern bewässert und dann gepflanzt. Nun kann er wachsen. Den Boden muss ich noch einen Weile zusätzlich zur Tropfbewässerung von Hand gießen. 
Ich weiß, dass man am Foto nun wirklich fast keinen Kohl erkennen kann. Und ich sage euch, das ist in der Realität auch nicht anders. Aber vielleicht gelingt er ja und wächst und in ein paar Wochen kann ich tolle Kohlpflanzen fotografieren und bewundern. Dann werde ich genau hier zu dieser Stelle verlinken. 
Dieses Jahr ist der Befall der  Erdflöhe wieder sehr,sehr groß. Letztes Jahr hatte ich keinerlei Schaden durch sie. Dieses  Jahr sind fast alle Kohlpflanzen zum Teil zum Tode durchlöchert. 
Und das ist der oben bereits erwähnte Lauch. Auch ihn gieße ich zusätzlich zur Bewässerung mit dem Schlauch. Und er ist angegangen und wächst bereits. 
Gleiches gilt auch für die wohl härteste und widerstandsfähigste Gemüse-Jungpflanze, den Kopfsalat. Der wächst irgendwie immer an. Ich bin jedes Mal fasziniert, wie die unendlich zarten und winzigen Pflanzen selbst bei der größten Hitze anwachsen. 
Im Bildhintergrund seht ihr die Jungpflanze von oben. In der Reihe davor kann ich schon wieder Kopfsalat fürs Mittagessen ernten. 
Apropos Essen. Der kriechende Oregano oder was es genau ist (ich weiß es nicht mehr) blüht und wird überflutet von Schmetterlingen und Hummeln aller Größen. Es ist wunderschön sich hier hin zu kauern und den Insekten beim Essen zu zu sehen. 
Ich kann sie gar nicht oft genug abbilden. Und sei es nur als Erinnerung, wenn mal wieder ein schlechtes Tomatenjahr kommt. Rot, rot, rot. Überall leuchten sie grell aus dem dunkelgrünen Laub. 
Die Farbe rot ist auch eine gute Überleitung zum Ziergarten. 
Genau wie die Tomaten dieses Jahr einfach nur traumhaft sind, blüht der Oleander in so wundervoller Weise seit Monaten. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihm. 
Und natürlich auch die weißen Blüten vom Oleander sind ein Traum dieses Jahr. 
Weniger, ja wesentlich weniger auffällig blüht es zur gleichen Zeit irgendwo am Boden in einem Staudenbeet. Die Alpenveilchen sind erschienen. 
Bei manchen Pflanzen ist es sinnvoll, die verblühten Blüten nicht ab zu schneiden. Hier sehen wir die Fruchtstände einer Staudenclematis. Sie sind mindestens so dekorativ, wie die Blüten.   Ihre Blüte habe ich in diesem Beitrag schon einmal gezeigt. 
Selbst meine Sukkulenten muss ich dieses Jahr laufend gießen. Eine Staude ist mir schon mangels Wasser abgestorben. Sie treibt nun aber aus den Wurzeln wieder aus. Eine Sukkulente, die in der hängenden Metallkugel, ging mir kaputt. Ich habe sie aus der Kugel und in den Schatten gestellt. Sofort trieben die bis dahin blätterlosen Stängel wieder aus. Selbst diesem Sedum war es den ganzen Tag in der Sonne zu heiß. 
Mit dem Hochsommerfoto vom Staudenbeet im Vorgarten verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche noch eine schöne Zeit im Garten und  vor allem Abkühlung und Regen. 

Garten von erfolgreich bis zerstört. Wieder mal ist alles dabei.

Heute mal wieder ein  Tagebucheintrag vom Garten. Was läuft gut, was läuft komisch? Was läuft total schief und wieder ein ernst zunehmender Schaden. 

Garten erfolgreich

Meine Ochsenherztomaten reifen. Heute hab ich wieder eine geerntet. 

Aufgeschnittene Ochsenherztomate. Da ist kein Glibber drin. 400 Gramm reines Fruchtfleisch.

Sie schmeckt mild aber mit etwas Säure und nach Tomate. Ich schneide sie gern in dicke Scheiben. Dann schmiere ich  auf eine Scheibe Brot etwas von meinem super Tomaten-Pesto. Darauf kommt eine dicke Schicht Quark und dann die Tomatenscheiben. Nur noch etwas Salz darüber und genießen. So unendlich lecker. Und genau das richtige Essen jetzt bei der Affen-Hitze.

Oder die Tomaten in den Kühlschrank legen, saß sie schön kalt wird. Dann im Mixer mit Olivenöl und Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. So erfrischend und schmackhaft die kalte Tomatensuppe. 
Und hier kommen sie her die Tomaten. 
Ich ernte laufend für’s Essen und immer wieder massenhaft zum Konservieren. Gestern waren 4 kg Tomaten dran für Tomatensauce und getrocknete Tomaten

Erfreut bin ich dieses Jahr über das noch immer dunkelgrüne Laub. Noch keine gelben Flecken oder abgestorbene Blätter.

Unvorstellbaren Fruchtreichtum hat die Gardenpearl. Eine Ampeltomate, die wirklich in der Ampel besser aufgehoben wäre. Sie ist einfach eine Hänge-Pflanze und kann nicht mal mit viel gutem Willen ordentlich aufrecht gebunden werden. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr mal eine Ampel damit bepflanze. 
Im Gewächshaus wuchern sie auch und tragen überreich. 
Ach ja, manche erinnern sich vielleicht an meinen Laubfrosch im  Gewächshaus. Der ist zahm und kennt mich glaube ich. Er weiß, dass ich ihm nichts tue. Nun stellte ich überrascht fest, dass er noch einen Kumpel mitgebracht hat. Nicht, dass ich sie optisch auseinander halten  oder am Gesicht erkennen könnte. Nein, der Neue hier ist winzig, fingernagelgroß. Der andere ist schon viel größer, hat aber auch mal so klein angefangen. 

Garten dubios

Was verbirgt sich hinter dieser Überschrift? Ihr seht es im Foto. Gegenüber der  Tomaten ist das Paprikabeet im Gewächshaus. Paprika sind dieses Jahr gar nichts. Ein Foto ist unten angefügt. 
Kommen wir aber zuerst zu den absolut misslungenen Chilis. 
Ja hier, seht her. Die sind total daneben, missglückt. Das ist mir noch nie passiert. 

Bitte? Die sollen perfekt und vorbildlich sein? Geradezu traumhaft schön? Das mag alles sein, aber wisst ihr, dass das Wildchilis sind ? Die Pflanze höchstens 40 cm hoch und die einzelnen Chilis Winzlinge von etwa 1 cm Länge. Und das hier? Der Busch 80 cm und höher. Die Chilis fingerlang und dick. 
Daher also misslungen? Seit Jahren  ziehe ich mir ein oder zwei dieser Chilis. Ich finde die kleinen überreich behangenen Büsche schön. Die Chilis brauche ich zum Verschenken. Selbst essen wir beide in keinster Weise auch nur annähernd scharf. 
Wie gesagt, das ging nun Jahre lang gut. Aber da die Chilis immer neben den Paprikas im Gewächshaus stehen, müssen sie sich letztes Jahr gekreuzt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Chili dieses Jahr derart groß wachsen und riesige Wildchilis hervorbringen. Leider sind sie so scharf, wie die echten Wildchilis . Damit sind sie für uns nicht zu verwenden. Vergebenen Müh‘ und Arbeit. Was mache ich jetzt mit den unzähligen Chilis?
Und bitte: nicht falsch verstehen. Das sollte irgendwie ironisch rüber kommen! Und ich wollte die Ironie des Schicksals darstellen. Mit viel Mühe versuche ich Gemüse zu bauen und es mißlingt. Die Chili ist so kräftig, gesund, perfekt und reichtragend und die kann ich nicht brauchen oder habe sie nicht beabsichtigt. Verrückt oder? Und ich wollte darstellen, was passiert, wenn man selber Samen erntet und nicht alles bedenkt. Klar hätte ich dran denken können, daß sich die ganzen Paprika und Chilis irgendwie kreuzen, so eng wie die aufeinander stehen. Aber ich tat es halt nicht. Nächstes Jahr kaufe ich jedenfalls wieder frisches Saatgut, weil ja auch die Paprika einfach nicht mehr richtig werden wollen. Sicher sind die auch schon eine eigene Züchtung mit eher ungünstigen Eigenschaften. 
Noch mehr Chilis? Nun ich war auch erst skeptisch, als mir die Christine die Samen der Naschzipfel schickte. Ich habe es probiert und was soll ich sagen. Das sind Chilis für mich. Sehen scharf aus und schmecken köstlich nach….. Na? Nach was? Nach Gemüsepaprika! Ohne einen einzigen winzigen Hauch von scharf. Die geben Farbe und Geschmack in Salate oder auf dem Vesperbrett. 
Und hier die echten Paprika. Viele haben ein Loch und faulen am Stock. Wie im Bild hinten rechts zu sehen. 

Garten mit Zukunft

Nun, viele meinen ich wäre der perfekteste Pessimist, den man erfinden könnte. Ich halte mich aber gar nicht für so schwarzseherisch. Würde ich sonst in so einem katastrophalen Jahr im Garten noch weiter Gemüse sähen? Und mit katastrophal meine ich nicht nur die Hitze jetzt. Einfach das ganze Jahr schon bringt nur Misserfolge und begann mit großer Unlust zum Gärtnern. 
Hier sieht man Salat und Endivien. Auch Winterlauch ist noch in der Saatschale. Wie soll der nur in den Boden kommen, der so trocken ist. Die Sonne knallt unbarmherzig. Machen das Jungpflanzen mit? 

Ein paar Malvensämlinge, Winterrettiche und Gurken. Hallo Anna! 😉

Auch der Toskanische Grünkohl „Nero die Toscana“ sollte längst im Beet wachsen. 
Es hilft nichts. Ich muss es probieren. Der Lauch soll als erstes ins Beet und ein paar Salatpflanzen. 
Etwa 2 qm hat das Beet. Also schnell mal 60 Liter Wasser darauf ausgebreitet und den Lauch gepflanzt. Salat kam neben an ins Beet. Jetzt wird es interessant, was die Natur, also die Pflanzen, zum Wetter sagen. 

Garten verwelkt

Der eben gepflanzte Lauch ist hinter der Baustahlmatte. So sieht es aktuell im Beet aus. Und das bei 5maliger Bewässerung in der Woche mit Tropfschläuchen. 

Kein Wunder bei den Temperaturen.

Im Schatten ist es angenehm kühl bei 33 Grad. Im Schlafzimmer bei nur 31 Grad fröstelt es mich schon fast ?!?!

So sieht es unten am Dorfweiher in meinem Garten aus.

Ich weiß nicht, ob man es am Foto sieht. Aber die Walnußbäume im Gemüsegarten sind absolut welk und schlapp. Also so viel dazu, dass ich zu viel gieße und lieber die Gemüsepflanzen trocken halten sollte, damit sie tiefer wurzeln. Wie tief wurzelt wohl so ein Salat? Tiefer als ein Walnußbaum oder eine mehrjährige Ramblerrose, die zum Teil ihr Laub schon abgeworfen hat? 
Die Fliederhecke. 
Der Rasen. 

Garten erblüht

So, nun aber genug von Horrorbildern. Es gibt auch Schönes zu sehen. Eben überall dort wo ich oft mehrmals am Tag, gieße. 
Blühende Sukkulente.
Ich habe diese Dachwurzverwandte in einer Ampel untergebracht. 
Und die Ampel hängt an der Palme. 
Auch auf der Bank unter der Palme stehen Sukkulente. 
Der Oleander blüht nun schon seit so vielen Wochen über und über. Traumhaft! 
Der mediterrane Platz mit Oleander und Sukkulente in der Palme, im Überblick. 
Eine recht kümmernde Hortensie habe ich. Sie schluckt Wasser wie verrückt. Täglich sind die Blüten welk, egal wie viel ich am Vortag gewässert habe. Nach dem Gießen ist in wenigen Minuten alles wieder frisch. 
Die riesigen Herbstasternbüsche fangen an zu blühen. 
David Austin Rose  „Golden Celebration“ kommt absolut ohne (!) Bewässerung aus. Und blüht und blüht und blüht. 
Banane mit Sonnenhut und Sommerflieder im Mäuerchenbeet. So viele Schmetterlinge, wie dieses Jahr,  waren noch nie am Sommerflieder. 
Das Mäuerchenbeet zur aktuell schönsten Tageszeit. Wenn die Sonne endlich untergeht…..

Garten zerstört

Ja, leider beende ich diesen Beitrag nicht mit schönen Bildern. Ganz aktuell, da gestern Abend erst geschehen, muss ich schon wieder einen drastischen Schaden im Garten beklagen. 
Gut, es ist nicht mein Garten  und nicht unser Weiher. Es ist aber mein ehemaliger „Garten“. Das Familienfeld, das nun mein Bruder bewirtschaftet. Darauf habe ich vor etwa 30 Jahren eine Ulme gepflanzt. Sie sind ja fast am Aussterben, wegen einer Krankheit. Ich wollte etwas zum Erhalt tun und setzte genau diese Baumart. 
Gestern nun raste ein Autofahrer daran. Das Pressefoto lässt mich nur Kopfschütteln. Dieses Foto haben wir selbst gemacht und das darf ich auch verwenden. Der Wagen stand frontal am Baum. Wohlgemerkt seine Fahrbahn  war auf der anderen Straßenseite. Er hat die Straße überquert, unsere Einfahrt mit Durchlass zerstört (daher die Steinbrocken), ist  ins Grundstück gerast und  dann frontal in den Baum gerammt. 
Vier Personen im Auto sehr schwer verletzt. Mein Baum auch! 

Die Verbindlichkeit ist gestorben – und leider nicht nur diese

Die Verbindlichkeit ist gestorben

Gibt es heut zu Tage eigentlich irgendwo noch irgendeine Art der Verlässlichkeit oder Verbindlichkeit? Kann man auf irgendeine Aussage oder Ansage eines Anderen noch etwas geben? 
Im Geschäft kennen wir das schon länger. Ich nenne es immer die „facebook-Mentalität“ schnell mal was „liken“ oder „zusagen“ ohne je daran zu glauben, es zu kennen, es zu mögen oder es ernst zu nehmen. 
Aber selbst im Alltagsleben erfahre ich immer mehr, man kann sich leider auf nichts mehr verlassen. Heute der Fall „Gerätecontainer“. Wir freuen uns, dass er da ist. Die Umstände dazu aber, puhhhhh. 
Also der Gerätekontainer wurde von uns geordert. Ausdrücklich baten wir, dass die Spedition uns vor der Lieferung  kontaktiert. Genau das wurde vom Lieferanten auch so geschrieben. Schließlich, so hieß es weiter, muss der Kunde zum Abladen 4 Personen oder einen Stapler bereit halten. 
Die Bestellung wurde also gern vom Lieferanten angenommen und dann hörten wir nichts mehr. Immerhin stand auch dabei, daß die Lieferung im Moment wegen hohen Autragsaufkommens etwas länger dauern kann. 
Vergangenen Mittwoch dann war es so weit. Ich bin allein daheim zum Gartentag. Volker fuhr am Vormittag in die Firma und hatte geschäftliche Termine. 
Da klingelt es an der Haustür. Ich dachte, die Bekannte der Mutter, die zum Gartenrundgang angekündigt war, ist schon hier und rannte los. 
Bitte? Was soll das? Da steht ein sehr kleiner LKW mit einem  sehr großen Anhänger und hat zwei solche Geräte-Container an Bord. 
Verdutzt frage ich, was er hier will und dass er sich nicht angekündigt hat. Die Aussage hätte ich mir sparen können, da eine Verständigung auf Deutsch leider nicht möglich war. Seine Sprache spreche ich nicht, also blieb Zeichensprache und einzelne Wörter. 
Ich rufe Volker an, er weiß auch von nichts. Ich sehe mir den LKW an erinnere mich an etliche Lieferungen von Fliesen oder Terassenplatten mit LKWs vom Baumarkt. Die Maschinen waren etwa zehn mal größer und – jetzt kommt´s – die hatten einen riesigen Kran-Arm angebaut. Mit dem hieften sie immer die Ware in die Einfahrt. 
Ich versuche also dem Fahrer  des Mini-LKWs folgende Information zu entlocken: Wie lädt er das ab? 
Und wieder war ich verdutzt. Die Antwort war so einfach wie kurz. „Vier Mann“ schmetterten die beiden Worte als bloße Tatsache aus seinem nuschelnden Mund. 
Fragend blickte ich mich um. Vier Mann? „Nix vier Mann.  Du und ich. Wir sind zwei Mann. „
Er antwortete mit einem Axelzucken und abermals zwei Worten „Nu….. probiere…..“. Meine Stirn legte sich in Falten und er fängt an, die Sicherungsgurte zu lösen. Ich sollte der Vollständigkeit halber hier erwähnen, dass es gegen Mittag ist. Im Schatten haben wir 32°C und dort im Vorgarten knallt gerade voll die Sonne hin. 
Ach und noch was sollte ich erwähnen. Der Container hat eine Grundfläche von 4 x 2,5 Metern. Geliefert werden die einzelnen Teile: Bodenplatte mit 3 cm dicken Holzbohlen ausgelegt, Dach, Seitenwände, Rückwand und Vorderwand mit zweiflügeliger Tür. 
Teil für Teil laden also die schon erwähnten zwei (!) Mann alles ab. Die  Sache schien, wäre nicht die Hitze dabei, machbar. Doch dann kam die Bodenplatte. Maße und Beschaffenheit habe ich soeben beschrieben! Jetzt wird die Angabe von vier Mann klar. Ich hatte mich ja schon, während er die Gurte löste umgesehen, ob ich irgendeinen Nachbarn oder auf der Straße jemanden sehe, den ich kenne und anquatschen könnte. Aber Mittwoch Mittag ist alles ausgeflogen und „uf Schicht“. Es bleibt definitiv bei „zwei Mann“. 
Die Ladefläche des LKW geht mir bis zur Brust. Da muss die Platte runter und in den Hof. Meine Kräfte langen noch zum Runterheben und ein Stück vom LKW weg. Dann muss ich absetzen. Vielleicht  hätte der Fahrer noch durchgehalten, ich jedenfalls nicht. Hoch bekam ich sie auch nicht mehr und so mussten wir sie über einen Meter am Beton ziehen. Nicht leicht und nicht gut für den Lack unten an den  Eck-Profilen. Aber das Tor musste ja wieder geschlossen werden können. 
Wir hatten es geschafft und ich war fix und fertig. Und ich war sauer, dass man einem Kunden, der so ein Teil kauft (ja kauft, es war ja nicht gerade geschenkt!), welches diese Ausmaße und das Gewicht hat, nicht Bescheid sagt, wann es kommt. Und das obwohl es in der Produktbeschreibung ausdrücklich so geschrieben steht. Schon allein wegen der vier Mann oder Stapler die wohl wirklich erforderlich sind. Noch ärgerlicher ist, dass Volker kurz vorher weg fuhr. Hätten wir gewusst, dass die Lieferung heute erfolgt, hätte er die Termine später machen könne und wäre daheim geblieben. 
Jedenfalls liegt nun das Teil im Hof und muss da auch schnellstens wieder raus. So kann ja kein Auto in den Grund fahren.  Wir müssen draußen parken. 

Nicht alle Verbindlichkeit ist tot. 

Der Liefertermin erweist sich auch weiter als ungünstig. Niemand, den wir fragen, hat am Wochenende Zeit, uns zu helfen. Und diese Aussagen sind – Stichwort Verbindlichkeit und Ehrlichkeit – ernsthaft gemeint. Haben doch die Gefragten uns schon so wahnsinnig viel im Garten und bei den Weihern geholfen. Bereitwillig! Aber jeder hat halt so seine Termine. Das geht uns ja auch nicht anders. 
Jedenfalls richtet es sich ein Freund ein, vor der Baustelle bei seinem Sohn, noch schnell uns zu helfen. 
Er kommt mit seinem Schlepper, an dem vorne eine Gabel montiert ist und dem Hänger. Auf unseren Auto-Anhängern kann man das nicht transportieren. 
Wir schaffen es zu Zweit mit der hydraulischen Frontgabel des Schleppers, die Bodenplatte wieder auf den Anhänger zu transportieren. 
Jetzt noch zu dritt die anderen Teile. 
Alles fest verzurrt und los geht der wilde Ritt. Im Konvoi von Schlepper mit Anhänger und unserem Bus tuckern wir raus zu unseren Karpfenweihern. 
Meine Arme und Schultern freuen sich schon. Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage wird nun die Last abermals verladen. Runter vom Hänger und einfach an die alte Hütte gelehnt. 
Nun kann Volker noch die paar restlichen Balken der alten Hütte abreißen. Dann kann aufgestellt werden. Dazu aber brauchen wir definitiv mindestens 4-5 Personen. Einmal muss die Bodenplatte ja von Hand an Ort und Stelle gebracht werden und das Gelände ist nicht eben, sogar mit einer meterhohen Stufe zum Bach dahinter ausgestattet. Zum anderen muss das Dach ja nicht nur bewegt, sondern zielgerichtet aufgelegt werden. Die Helfer sind jedenfalls mittlerweile, da ich die Zeilen hier schreibe organisiert. Gottseidank und ganz gewiss verbindlich. 
Wenn der Gerätecontainer dann steht, hat er diese Aussicht. Er hat es doch ganz gut getroffen oder? 
Und für was braucht man nun so einen Container bei den Weihern? Nun, da gibt es eine Vielzahl an Dingen, die untergebracht werden müssen. 
Das fängt an  mit ein paar Fässern Getreide und altem Brot als Futter. Man braucht verschiedene Käscher und Wasserwannen zum Fischen. Schaufeln, Rechen und dergleichen sind zu Grundstückspflege notwendig. Bretter, Rohre und so weiter zum Verschließen der Mönche, inklusive diverser Reserveteile. Dazu kommen Stiefel, Schubkarren und andere Werkzeuge. Also der Container wird rasch voll sein. 

Ernsthafte und traurige Schäden durch  Hitze und Dürre

Neben diesem Teich steht dann der Container.  Und leider beginnt mit dieser schönen Aussicht ein weiteres „Drama“ des Wochenendes. Diese Hitze und vor allem auch die Dürre forderte ihre Opfer. Leider.
Dürre? Also das hier sieht doch wundervoll aus. Wäre doch nur ein Stückchen meiner Wiese im Garten ebenfalls so satt grün. 
Aber so nah am Wasser liegt der Rasen daheim leider nicht und ist daher zu 100% vertrocknet. 

Auch schöne Blüten findet man hier draußen am Weiher.

Aber ich schweife ab und bin eigentlich bei dem traurigen Teil meines heutigen Artikels angekommen. Schauen wir also noch einmal auf den Teich von eben. Mit dem grünen Pfeil habe ich den normalen Wasserstand markiert. Ihr seht selbst, wo er mittlerweile ist. Deutlich niedriger. 
Gut, so ein Weiher ist über 2 Meter tief. Da ist schon noch genug Wasser darin. Kein Grund zur Panik, oder? 
Und ich sage doch! Keiner unserer Weiher hat nun mehr einen Zulauf. Der Bach zwischen ihnen ist komplett trocken. Die Quellen, die von  unten Wasser liefern, langen nicht aus, den Verdunstungsverlust auszugleichen. Daher sinkt der Spiegel. Und wenn die Sonne Tag für Tag, Woche für  Woche, Monat für Monat herunter sticht. Kein neues Wasser hinein fließt und doch viele Fische darin leben wird etwas knapp. Sehr knapp. Ahnt ihr es? Ja, der Sauerstoff wird knapp. Karpfen sind Warmwasserfische und brauchen vergleichsweise wenig Sauerstoff. Forellen wären hier schon lange dahin. Aber, sie brauchen Sauerstoff, das steht fest. 
Wenn dann noch in einem Teich diese Pest an Wasserlinsen die Oberfläche versiegelt, kann auch kein Sauerstoff mehr über die Luft ins Wasser. Und die Pflanzen sind eine Pest. Man schöpft sie ab mit einem Käscher, eimerweise, wannenweise und die Fläche wird nicht frei, niemals. 
Und dann ist es so weit. Der Weiher kippt um, die Fische sterben. Im Weiher waren alte Fische. Graskarpfen, die mindestens 15 Jahre alt waren und riesige Spiegelkarpfen, die auch immer für Brut sorgten. Tot schwammen sie an der Oberfläche. Vom Geruch ganz zu schweigen. 
Wir mussten also im Juli „Weiher-Fischen“. Eine Arbeit, die sonst im März oder Oktober dran ist. Zeit dazu haben wir eigentlich nicht, aber es muss sein. 
Während das wertvolle Wasser also im Graben verschwindet, fange ich an ein Loch auszuheben. Deutlich länger als breit. Die Graskarpfen waren wesentlich länger und vor allem dicker als mein Arm. Dazu also die Spaten und Schaufeln im Container…..
Es reut uns sehr ums Wasser, das die anderen Weiher gut brauchen könnten. Aber es stinkt ekelig und wir würden den anderen Weihern mehr schaden als nutzen damit. 
Zwei Karpfen konnten wir retten. Nach gründlicher Dusche (es mussten alle Wasserlinsen von ihnen abgespült werden) kamen sie in einen anderen  Teich und können sich dort erholen. 
So lange wir also draußen waren, ließen wir unsere Pumpen Wasser als Fontäne wieder in die Teich pumpen. Vielleicht kommt so ein wenig Sauerstoff rein. 

Eigentlich aber auch nur eine Farce. Wenn es täglich geschähe wohl sinnvoll, aber so? Meine Pumpe läuft mit einem Tank nur eine Stunde. Also müsste ich, wenn ich daheim bin, stündlich raus zum Tanken. Die andere Pumpe ist elektrisch, betrieben mit einem Stromaggregat. Das läuft ein paar Stunden, aber aus unbekannten Grund geht es nach etwa  2 Stunden aus und lässt sich erst am nächsten Tag wieder starten. Also erübrigt sich die Frage, ob ich es machen soll mit den Fontänen am Weiher. Da hier überall keine Linsen auf der Oberfläche sind, hoffen, wir auf einen guten Ausgang. Es kann ja nur noch Wochen dauern mit der Hitze. Haben wir doch im Wasser alles, was wir an Fischen haben. Von der einjährigen Brut, über die zweijährigen, dreijährigen Fische, die Speisekarpfen und die alten Karpfen, die dieses Jahr sicher wieder für reichlich Brut sorgen werden.
Für die ist dieser Sommer auch anstrengend, wie für uns.