Der Garten zu Beginn des kommenden Jahrhundertsommers

Hier saß ich auch vor ein paar Wochen, auf meinem neuen Lieblingsplatz im Garten. Am Stuhl unter dem Walnußbaum. 
Seither sind etliche Tage, gar Wochen vergangen. Wir haben Sommer und es wird wohl ein Ausnahmesommer. Manche finden es  super. Andere, die mit Garten, Landwirtschaft oder Natur zu tun haben, eher nicht. Die Hitze mit der seit Monaten dauernden  Trockenheit zusammen mit dem in letzter Zeit wieder regelmäßig blasenden warmen Sturm, trocknen alles aus. Als Gemüse-Selbstversorger kann ich mich dieses Jahr nicht bezeichnen. Zu viel ist kaputt gegangen und nicht gewachsen. Schädlinge geben ihren Teil dazu. Ich ernte und konserviere was da ist, aber im Vergleich zu den letzten Jahren ist es einfach nur traurig. Die Mühe beim Sähen und Pikieren, beim Beete vorbereiten und Pflanzen war die gleich wie immer, das macht alles nur noch ärgerlicher. 
Ich verlor die Lust am Bloggen. Was auch hätte ich hier schreiben sollen? Als Anregung oder Verleiten zum Nutz-Gärtnern , gar selbstversorgen, konnte ich nicht mehr bestehen. 
Ich bin damit aber nicht allein. Von England bis Deutschland, auch in Irland oder Schweden vertrocknet alles. Und stellenweise ist es so schlimm, dass ich noch eine grüne Oase habe. 
Ich sollte also nicht klagen, sondern zeigen, was ich mit dem mache, was mir geschenkt wird. Und wenn es nur einfach die Freude ist, so einen großen und (meist) schönen Garten hier beim Haus zu haben. Und! Die Freude über den Brunnen, ohne den ich wirklich nichts anbauen könnte. 

Also kommt mit nach draußen . Ich will euch zeigen, was ich meine.

Von einem hat die Dürre uns noch immer nicht abhalten können: immer wieder etwas Neues zu probieren. Schon lange steht die Badewanne im Carport und die Pflanzen im Eimer. Es fehlte aber ein passender Stöpsel, um die Wanne wasserdicht zu machen. In Ermangelung eines Teiches wollen wir nun einfach probieren, wie dieser Teichersatz sich so macht. Einen richtigen Teich, den der Volker gerne hätte, habe ich noch nicht verwirklichen mögen. Ich weiß nicht wo hin. Die Arbeit, ihn anzulegen ist immens und dann müsste man ihn auch noch irgendwie vom badesüchtigen Hund (ich sag nur: Labrador) schützen.

So bleibt es erst einmal bei der Wanne. Die ist so hoch, dass der alte, mit Rückenbeschwerden behaftete Hund nicht mehr rein kann. Als Trinknapf nutzt er sie dagegen schon fleißig. 

Was es dieses Jahr wirklich reichlich zu ernten gibt, sind die Beeren. Die Äpfel scheinen auch schön zu werden. Letztes Jahr hatten wir keinen einzigen. Sogar meine jungen Spalierobstbäume tragen in diesem Jahr. 3 Äpfel hängen an einem Baum. Auch meine Quitten tragen das erste Jahr. 
Letztes Jahr hatte ich fast keine Himbeeren und dieses Jahr könnte ich damit handeln. 

Viele sind schon geerntet und verarbeitet. Ebenso die Johannisbeeren.

Zum Ausruhen wird keine Zeit bleiben. Werden doch gerade die ersten Brombeeren reif. Echt früh, dieses Jahr.

Und was macht das Gemüse? Die spät gesäten Stangenbohnen haben die 4 Meter hohe Stange eingenommen  und würden noch weiter wachsen wollen. Erste Blüten bilden sich gerade. 
Dank der Anna aus Wien mit ihren empfohlenen Gurkensorten, von denen sie mir auch gleich Samen schickte, ernte ich dieses Jahr zum ersten mal richtig Gurken. Eine Sorte ist bei allen Exemplaren dennoch wieder eingegangen. 2 andere Sorten tragen fleißig. Ich muss mir da unbedingt Samen nehmen. 
Sonst hatte ich zu der Zeit, wegen Mehltau und Milben oder dergleichen schon keine Pflanzen mehr. Auch dieses Jahr sind die zum Vergleich gesäten herkömmlichen Sorten schon lange wieder kaputt, ohne eine einzige Gurke gebracht zu haben. 
Klar, den Tomaten gefällt das Wetter, das ist nicht zu leugnen. 

Auch ein Erfolg sind die Pastinaken. So schön standen die noch nie im Beet. Habt ihr schon mal Pastinaken gesät? Sie brauchen Wochen zum Keimen. In der Zeit hat das Unkraut (bei mir vor allem Vogelmiere) alles überwuchert. Abhacken geht nicht, weil man dann die eventuell gerade keimenden Pastinaken mit entfernen würde. Ausreißen ist unendlich mühsam und zeitraubend.
So hatte ich immer nur einige wenige Glücks-Pastinaken, die es dennoch schafften. Dann erfuhr ich, dass man Pastinaken mittlerweile im Baumarkt als Jungpflanzen kaufen kann. Na, das war es doch. Dieses Jahr habe ich sie in einer Topfplatte mit sehr kleinen Töpfchen vorgesät. Sie brauchten selbst da, gleichmäßig bewässert, mehrere Wochen, bis sie kamen. Dann habe ich sie einzeln ins Beet gepflanzt und konnte so das Unkraut in Schach halten und sie konnten rasch weiter wachsen. 

Zum ersten mal probiere ich Speise-Platterbsen. Die normalen Erbsen sind schon im Tiefkühler. Jetzt werden die Platterbsen, die sehr lange brauchten, bis sie wuchsen, reif.

Sie schmecken gut. In den  Schoten sind immer nur 2 bis maximal 4 Erbsen.

Schön entwickelt haben sich auch die Sellerie und der Rosenkohl. Beinahe wären sie mir auch kaputt gegangen. Aber dazu gleich noch mehr. 
Naja und Salate, die jetzt ins Beet sollten, inklusive dem Endivien für den Winter oder den Lauch, habe ich auch. Aber wie sollte ich sie nun pflanzen? In den steinharten, furz-trockenen Boden? 
Und hier noch ein Versuch. Ein Test für’s nächste Frühjahr. 
Wie gerade bei den Pastinaken beschrieben, keimen Möhren ebenso langsam und das Unkraut überwuchert sie, bevor sie da sind. Die kann man glaube ich nicht vorziehen. Aber ein einem Gartenheft und früher schon mal in einem Gartenvideo, sah ich, dass Gemüse, in einer Dachrinne gesät wird . Wenn es gepflanzt werden soll, zieht man nur eine Rille im Beet und schiebt die so vorgezogenen Gemüsepflanzen als ganze Reihe hinein. Gut bei langsam keimenden Gemüsen und Kräutern hieß es. Ich besorgte im Baumarkt ein Stück Kunststoff-Dachrinne und probiere es nun. 
Gut, dass es Dachrinnen auch in rechteckigem Querschnitt gibt. Die halbrunden bleiben ja nicht ordentlich am Tisch stehen. Die Möhren sind gekeimt. Eine Sorte, die man noch im  Juli sähen kann. Mal sehen, ob ich die noch ins Beet bringen und etwas ernten werde. 
Und wer jetzt meint, mein Gram über Wetter und Garten wären doch eigentlich unberechtigt, der sollte einfach weiter lesen. 
So sieht es jeden Tag aus. 
Und so sah mein Blaukraut auch noch nicht aus….

Der Frühkohl sollte schon geerntet sein. Aber er war nur immer welk, die Erdflöhe schlugen dieses Jahr wieder ganz erbarmungslos zu und nun die Raupen. Das wird nichts mehr.

Auch der Sommerlauch hätte schon geerntet werden können.

Aber immer nur war alles schlaff in den Beeten. Trotz Bewässerung. Dann ging ich der  Sache nach und stellte fest, dass kein Wasser aus den Tropflöchern kommt. Und da wässere ich fast täglich über Stunden. Nach einigen Tests und Überlegungen stand das Problem fest. Die Flächen waren zu groß gewählt. Pro Anschluss geht nur eine bestimmte Länge an Tropfrohr, sonst reicht Wassermenge und Druck nicht mehr aus. Das war der Fall.

Ich besorgte weitere Einzelteile, stöpselte hier und da um, verlegte neue Zugänge und Verbindungen. Ab da tropfte wirklich jedes Loch gleichmäßig. Sellerie und Rosenkohl, die oben so schön kräftig abgebildet sind, hingen nicht mehr schlapp im Beet. Für vieles (Kohlrabi, Gurke, Brokkolie etc. ) kam es zu spät. Aber anderes kann jetzt vielleicht noch mal weiter wachsen. Immerhin waren auch gestern bei über 30 Grad keine Pflanzen  schlapp.

Alles kann einfach nicht bewässert werden, dazu langt auch mein guter Brunnen nicht. 
Die Johannisbeeren allerdings waren an die Bewässerung angeschlossen. Aber scheinbar kam auch hier kein Wasser. Etliche Äste sind samt Beerenbehang verdorrt. 

Gleiches Bild bei den Himbeeren.

Und auch der Rambler im Walnußbaum ist vertrocknet.

Wer sich erinnern kann, weiß, daß ich ja noch das Stück Garten unten am Dorfweiher habe. Wie sieht es dort aus? 
Von der Straße aus gesehen so…..
Also mein Stück ist das zugewucherte grüne Stück Garten. 
Steht man am Weiher und blickt hoch zum Haus, sieht der Garten so aus. 
Hier unten baue ich die Kartoffeln an. Ebenso Lagerkraut. Zum ersten  Mal die Sorte Filderkraut. 
Zwei Pflanzen sind prächtig, die anderen vertrocknet und zerfressen. Zudem stehen hier die Patisson (es wird schon geerntet) und die Zucchini von der ich laufend ernte. Eine Gurke wächst hier und fruchtet fleißig. Die Yacons, die ich zum ersten mal probiere, mögen wohl die Sonne, aber es ist zu trocken für sie. Am besten kommt der Topinambur zurecht. Eine Reihe Ackerbohnen ist jetzt gelb und bald reif zum Ernten. Ich kam nicht dazu, sie grün zu ernten. Nun musste ich sie ausreifen lassen. 
Und warum sieht hier alles so grün und saftig aus? 
Ganz einfach schaut auf das Foto. 
Hier werfe ich immer den  Saugschlauch meiner im Frühjahr erstandenen kleinen Benzinpumpe in den Weiher. Und dann wird etwa eine Stunde gegossen, was die Pumpe hergibt. Das ist eine lange Zeit und die fehlt mir leider. Also komme ich nur etwa einmal die Woche dazu. Wenn man es aber intensiv macht und alles gemulcht ist (Stroh und Mulchvlies) scheint es halbwegs zu reichen. Was bin ich froh, mir die Pumpe geleistet zu haben! Eine Schwengelpumpe, die Wasser aus dem Teich befördert, existiert ja standardmäßig in jedem der Gärten. Allerdings dauert das in Zusammenarbeit mit einer Gießkanne erfahrungsgemäß noch viel länger und man gießt  dennoch nicht ausreichend. Ich bin gespannt, wie die Kartoffelernte dieses Jahr ausfällt. 
Und nu möchte ich nach all dem Gemüse noch ein Blumenbilder präsentieren. Ein paar schöne sind mir nach langem Suchen und warten (Lichtverhältnisse) wieder gelungen. 
Hier der Blick aus dem Palmenhaus auf den mediterranen Platz. 
Der mediterrane Platz von außen. Gerne sitze ich abends, wenn die Sonne schwächer wird, hier in dem Hängesessel und baumle, zusammen mit meiner Seele, sinn- und zwecklos vor mich hin. 
Am schönsten ist dieses Jahr die Hanfpalme (Bild unten). Die Datttelpalme (Bild oben) bräuchte einen neuen Topf. Sie ist aber im Vergleich zum letzten Jahr gesünder und wächst wieder. 
Wie Feuer glühen die orangen Blüten der Montbretien von Madeira, wenn die Sonne mittags darauf scheint. 
Die Kübelpflanzen auf der Hausterrasse sind auch stark gewachsen. Die Waschingtonia muß sich noch von den Winterschäden draußen im Freien erholen. Die neuen Blätter sind alle beschädigt und ohne diese Blattspitzen. Aber sie wächst wieder. 
Wo bewässert wird, wächst auch der Phlox dieses Jahr sehr schön. Und sein Duft ist herrlich in der warmen Sommer-Abend-Luft. 
Die riesigen Dahlien blühen heuer als erstes. Die Blüte hier schwebt in etwa Augenhöhe, was bei mir 180 cm sind. 

Duftgeranie.

Immer noch gelbe und blaue Blüten im Staudenbeet.

 Sonnenblume aus dem Vogelfutter im Winter.

Staudenclematis in Blau.

Staudenclematis in Pink.

Unverwüstlicher, wuchernder Storchschnabel. Was währe das Staudenbeet ohne seine Wuchskraft und Blütenfülle.

Wer aufmerksam beobachtet hat, wird gemerkt haben, dass ich schöne Blüten abbilden kann. Ist es doch nicht so vertrocknet im Garten? Aber warum  nur Detailaufnahmen? Keine Fotos vom gesamten Beet? Na, weil es eben so schlimm aussieht und man schon genau hinsehen  muss, um die schönen Details zu finden. 
Zur Erinnerung, der Vorgarten, wo das Mäuerchenbeet mit fast allen Blüten von oben ist, im Mai: 
Gleicher Blickwinkel nur ein paar Wochen später, Mitte Juli. Und anknüpfend an meinen letzten Beitrag. Kommt mir jetzt ja niemand mit Tipps für die richtige Rasenpflege und einen saftig grünen Rasen……

 

Der schöne lila Flieder vom Mai rollt schützend seine jetzt ockerbraunen Blätter ein. Hoffentlich nützt ihm das was. 
Gleiche Taktik beim Immergrün (welcher Hohn in diesem Namen doch steckt). 
Der Hausbaum im oberen Garten hat über die Hälfte seiner Blätter schon verloren. Es ist ein Baumhasel und der hat, wie ich einmal las, eine Pfahlwurzel. Scheinbar kommt da weit kein Wasser unter der Oberfläche. 
Im Vorgarten ist auch unser Weinberg. Es hängen auch viele Trauben an den Reben. Aber es ist zu trocken. Die Pflanzen sind zu jung und wohl noch nicht weit genug unten, wo sie Wasser finden. Ich habe den Weinberg im Frühjahr auch an die Bewässerung angeschlossen, weil ein beregnen oder gießen in der Hanglage sehr umständlich ist. Aber es dürfte wohl noch mehr Wasser sein, dass die Pflanzen richtig saftig grün da stehen. 

Heute am Samstag hat es nun endlich seit vielen Stunden geregnet. Ganz leicht aber dauerhaft. Etwa 3 Liter sind es schon. Und es ist kühl. Eine Erholung für mich und den Garten. Ab Montag sollen wieder täglich 30 und mehr Grad kommen, bei blauen Himmel. Und das für mindestens vier Wochen. Da kommt was auf meine Garten und mich zu. Gut, daß wir wenigstens heute ein wenig durchschnaufen können. Die Zeit habe ich genutzt, um in aller Ruhe und Ausführlichkeit zu berichten. Wer weiß, wann ich wieder dazu komme…
Zum Abschluss noch Rezepte. 
Falls jemand auch gerade reichlich Zucchini erntet:
Leckeres Tomatengericht: gefüllte Tomaten mit Pesto-Gries

Sommer im Land – Urlaub im Garten

Das Wasser kommt und geht

Vor gerade einmal zwei Monaten verfasste ich hier einen ausführlichen Artikel über all das Wasser in unserem Garten. Brunnen, Hundebadewanne, Insektentränke oder Seerosenbecken alles ist vorhanden. 
Heute kommt es mir vor, als wäre das ein anderes Land und ein anderer Garten. Da seit Monaten mal wieder der Regen fehlt und das Frühjahr ab April super warm daher kam, haben wir nun statt Rasen Heu und Erde und statt saftiger Büsche und Sträucher überall Herbstlaub herumfliegen und immer kahlere werdende Bäume. 
Der Sommer hat das Land fest im Griff. Schaut man sich in den sozialen Medien und den dortigen Mitteilungen um, hat man wenigstens den Trost, dass es – wie mir scheint – allen und überall so ergeht. Nein. Gärtnern macht hier keinen Spaß mehr. Meine Selbstversorgung liegt dieses Jahr auch darnieder. Das Gemüse will nichts werden. Und das ist doch der eigentliche Schwerpunkt meiner Gartentätigkeiten. 

Zu heiß, zu trocken, zu hell – ich finde keine Fotomotive mehr

Sei es wie es ist, ich habe noch ein paar ganz schöne Fotos gemacht und Arbeiten erledigt, bevor es jetzt in den letzten Tagen wirklich schlimm wurde. Seit Tagen bin ich auf der Suche nach Fotomotiven für meinen Blog. Ich konnte nichts finden. Klar gibt es tatsächlich einige Dinge, dir mir persönlich Freude bereiten. Für ein Foto allerdings langt es nicht. Neu gepflanzte Stauden zum Beispiel. Frisch gepflanzte Sukkulenten-Schalen oder der in Arbeit befindliche Teichgarten in der alten Zinkwanne wären hier zu nennen. 
Hier nun also die alten Fotos.

Wenn es heiß wird und trocken, dann sieht man sie wieder – die Frösche. 

Ja! Mein Laubfrosch ist wieder da. Lange schon hielt ich nach ihm Ausschau und jetzt hat er sich wieder gezeigt. Er wohnt wie jedes Jahr unter der Topf-Platte mit den Kohljungpflanzen im Gewächshaus. Ich kann ihn sogar vorsichtig mit dem Finger streicheln, ohne dass er weg hüpft. 

Ich habe einen neuen Lieblings-Sitzplatz gefunden

Dann habe ich einen neuen Lieblingsplatz im Garten gefunden und sofort mit einem alten Stuhl möbliert. 
An der höchsten Stelle des Grundstückes unter dem Walnußbaum und vor der Scheunenwand ist es super angenehm schattig. Man überblickt das Grundstück (zumindest den oberen Gartenteil). Man sieht, wenn jemand herein kommt und ist selbst durch Baum und Scheune und Ramblerrosen, wie in einer Höhle. Die Bilder sind von letzter Woche. Du meine Güte, war es da noch schön grün…..

Schade, daß das Auto im Bild ist.  Wenigstens ist es grün und fällt nicht so auf. Die Fotos habe ich in meiner Freude über diesen schönen Sitzplatz spontan gemacht und wollte nicht extra den Bus wegfahren.

Wenn man ganz nach rechts blickt, schaut man in den Gemüsegarten. Wozu wir die Regen-Fässer zusammengeschlossen und auf Betonplatten sicher aufgestellt haben, weiß ich jetzt auch nicht. Eigentlich könnte man daraus warmes Gießwasser für zum Beispiel Gurken entnehmen. 
Blickt man nach links zu den Nachbarn, fällt der Blick auf die Säulenobstreihe. 
Und hier sieht man den Stuhl. Wie gut, daß wir die Angelhütte ausräumten und ihn dort fanden. Eigentlich sollte auf den Sperrmüll, nun ist er Möblierung für meinen  neuen Lieblingsplatz. 

Trotz Hitze, die Arbeit muss erledigt werden: Kompost umschichten

Aber nicht, dass ihr denkt, ich sitze nur gelangweilt im Garten herum. Nein, das eher selten. Schließlich muss einiges erledigt werden. Der Kompost sollte schon längst umgeschichtet werden.  Der kommt dann im nächsten Frühjahr auf die Beete. 
Lockerer, wohlriechender Kompost. Würmer sind (fast) keine mehr darin aber unzählige Asseln und Tausendfüssler. Die setzen ihn noch gar um. Vor allem jetzt, da durch das Umsetzen in den anderen Behälter wieder Luft hinein kommt. 
Schon ist die Arbeit geschafft. Zum Schutz vor Sonne und  dem Austrocknen kommt auf den großen Behälter auch noch ein Deckel aus Pappe. Da es so langanhaltend trocken ist, muss ich auch meine frischen oder diese fast fertigen Komposte regelmäßig wässern. Ansonsten würde alles nur vertrocknen, aber nicht verrotten. Dabei ist aber zu darauf achten, dass man es nur feucht macht und nicht alles ersäuft. Dann würde es faulen und stinken, was viele Unwissende ja immer wieder von einem Komposthaufen glauben. 
Während ich also meine Komposthaufen umgeschaufelt habe, hat Volker an den Weihern schon mit der Angelhütte weiter gemacht. Später am Nachmittag werde ich auch mit raus gehen. 
Vorher gieße ich noch ein paar Kannen Wasser zu meinen Quittenbäumen. Dort am Hang ist alles verbrannt. Quitten lieben es warm und nicht zu nass. Scheinbar haben sie tiefe Wurzeln. Noch sehen sie in Ordnung aus. Nur die Wildrose dazwischen ist schon wieder abgestorben. 

Es ist jetzt das allererste Jahr, in dem die  Quitten tatsächlich Fruchtansätze haben. Hoffentlich werfen sie die nicht wegen der Dürre ab. Ich hätte doch so gern die ersten Quitten von ihnen probiert.

Nächste Sommerarbeit: Hecke-schneiden

Bevor es aber raus geht zu den Weihern, wird erst noch die eine Hecke hier geschnitten. Sie ist fast dreißig Meter lang, Stellenweise einiges über 2 Meter hoch und der Hang ist recht buckelig und uneben. Da ist eine Hilfe sehr angenehm. Volker reicht mir die Heckenschere, wenn ich mal wieder, zum ich weiß nicht wievielten Male ,oben auf der Leiter stehe. 
Unter der Hecke aus vorwiegend Liguster war ganz dicht der Giersch. Der ist jetzt verdorrt. An etlichen Stellen ist auch der Liguster verdorrt. Überhaupt ist sie gar  nicht mehr schön, die Hecke. Die Schneebeeren mögen wohl die Dürre und Hitze nicht. Die machen gar nichts mehr her. Irgendwann muss da mal ein Fachmann mit dem Bagger her und alles rausreißen. Aber was dann hin? Hainbuche wäre mir recht. Aber die ist für unser Klima auch nicht gut, was ich so las. Am Ende wird es vielleicht wieder Liguster. Oder Thuja. 
Das war ein Scherz!!!!!!!!!!!!!! Keine Panik! Thuja wird es bei mir nicht geben. 
Die Hecke ist geschnitten. Das Schnittgut den Berg hoch gefahren zum Kompost. Das sollte jetzt zeitnah gehäckselt werden, was aber nicht klappen wird. Wir haben es auf alte Paletten gelegt, in der Hoffnung, dass es eher trocknet als fault. Wenn anfängt zu faulen bekommt es der Häcksler nicht mehr klein, weil es dann weich wird. 

Dritte Sommerarbeit: Hütte abreißen

Jetzt geht es erst mal noch raus zur Angelhütte. Schließlich ist der Wertstoffhof nur am Samstag geöffnet. Wenn man nur einmal die Woche etwas entsorgen kann, muß man das nutzen und so werden eben jetzt abends noch rasch die beiden Anhänger mit Altholz voll geschlichtet. 
Dach und Wände sind demontiert. Bleiben noch die „Stützbalken“ und die Querbalken vom Dach. Zu blöd, daß die am hinteren Ende höchsten 1,60 lichte Höhe vorhalten. Ich bin 1,86 und nun könnt ihr euch denken, wo die blutunterlaufene Stelle auf meinem, nur noch schütter mit Haar bedecktem  Haupt her kommt. Hätte ich mehr Haare, würden mich nicht alle Leute fragen, was ich angestellt habe. 
Einer der tragenden Balken. Falls jemand meint, die schöne alte Hütte hätte man noch erhalten können…..

Doch noch ein paar schöne Gartenfotos – Achtung: Gelb

So, das waren jetzt genug Fotos von der Arbeit. Zum Genießen kommen jetzt noch ein paar Schmankerl für’s Auge. 
Naja, ich weiß ja, daß die Geschmäcker verschieden sind und viele unter euch Farbe im Garten nicht mögen. Für alle anderen kann das aber auch ganz reizvoll sein. Und für die „mit-ohne-Farbe“ habe ich ja immerhin weißen Phlox. In der Kombination mit schrillem Pink-Phlox und dem feuerroten Mohn, der sich da selbst hingesetzt hat, erinnert mich das Bild in der vollen Sonne irgendwie an Filme aus der Zeit vom „Ponnyhof“ und dergleichen. Findet ihr nicht? 

Heute fotografiert man ja eher nicht mehr in der prallen Sonne. Das ergibt dann solche Fotos, wie hier mit den Färberkamillen und Lichtnelken im Abendlicht. 

Gleiche Pflanze, anderes Licht. Eben doch mal wieder Mittagssonne.

Und noch mal Färberkamillen. Ich finde sie einfach Klasse. Und sie vertragen Trockenheit…

Gelbe Färberkamillen mit hellblauen Storchschnabel.

Und wieder gelb, aber diesmal bei der Nachtkerze. Sie hat sich zusammen mit dem blauen Natternkopf selbst ausgesät und steht vor dem dunklen Laub der winterharten Zitrone. Der gefällt die Wärme glaube ich auch.

Wieder ein anderes Gelb findet man bei der Trollblume. Zu ihr hat sich eine pinkfarbene Spornblume gesät.

Nun aber zur Abwechslung einmal etwas in  Gelb. Das Brandkraut vor der Banane, die ja gelbe Früchte hätte, würde sie welche tragen.
Aber im Ernst, der Garten hat jetzt viel Gelb, während im Frühjahr (neben den Narzissen ganz zeitig) vor allem die Blautöne mit etwas Rosa vorherrschen. Ein schöner Farbwechsel, der sich jedes Jahr vollzieht. 
Und hier? Na, immerhin ist die Mitte einer jeden Blüte deutlich Gelb. Also passt sie und darf natürlich stehen bleiben. Die Bodendeckerrose Sternenflor wird von Jahr zu Jahr ein wenig größer. Anfangs war sie recht mickrig. 

Sonne zu hell für Fotos? Nicht bei diesen Pflanzen.

Hier sieht man, dass Fotos in der prallen Mittagssonne manchmal auch gelingen. Es sind ja auch Sonnenanbeter hier an und über der Mauer vom Mäuerchenbeet.

Größte Hitze und eigentlich keinerlei Platz stören den Mauerpfeffer oder die Walzenwolfsmilch nicht. Sie lassen sich nieder, wo der Samen eben gerade hinfällt.

Und mal ehrlich, solche Gartenszenen hier kann man doch nur in der vollen Sonne fotografieren. In der Abenddämmerung würde die Urlaubsstimmung beim Anblick der Palmlilie und Banane im Staudenbeet glaube ich nicht aufkommen. 
Bis auf ein Staudenbeet habe ich auch endlich alle wieder einmal vom Unkraut befreit und die sich jetzt aussamenden Akeleien abgeschnitten. Will man im Frühjahr eine solche Pracht habe, wie ich sie hier schon oft gezeigt habe, dann muß man eben die „scheußlichen“ Samenstände im Beet in Kauf nehmen. Erst abschneiden, wenn schon Samen ausgefallen sind, heißt es hier. 

Wer schreibt  nur diese Gartenpflegetipps im Internet?

Tschja, mein Vorgarten mit dem Mäuerchenbeet in den ersten Juli-Tagen. Wo die Bewässerung verlegt ist sieht glaube ich jedes Kind. Und wer genau hinsieht, erkennt, dass auch die zweite Hecke, die noch höher ist und vor allem dicker, geschnitten ist. 
Und, sagt mal ehrlich. Wer schreibt denn bei Facebook immer diese irre sinnvollen Gartentipps mit der Rasenpflege. Laufend lese ich, was ich jetzt als Hobbygärtner machen muß, dass mein Rasen toll aussieht. Die Texte sind dann Standard-Wortaneinanderreihungen mit Lehrmeinung aus der Gärtner-Ausbildung. Hallo! Ich bin ja nicht der einzige, dessen Rasen so aussieht und dann kommt mir da ein Schreibtischtäter, der vielleicht gar keinen Garten hat, mit hilfreichen Tipps und Tricks für einen schönen Rasen und will mir einreden, dass am Ende ich selbst Schuld bin, dass mein Rasen so aussieht. Mangelnde Pflege oder so. 

Urlaubskulisse im eigenen Garten

Was soll’s. Dort wo die hier stehen, wenn sie frei wachsen, dürfte der „Rasen“ wohl auch so aussehen, wie bei mir. Vielleicht gedeihen sie daher so erfolgreich?

Auch am mediterranen Platz sieht es aus, wie im Urlaub. Wenngleich ich auch hier bei den Kübelpflanzen schon wieder erste Verbrennungen an den Blättern festgestellt habe.

Was für eine Freude. Vom schönsten Urlaub meines Lebens, habe ich letzten Herbst Montbretienknollen mitgebracht. Jetzt blühen sie und erinnern mich jedes Mal an diese wundervolle Woche.

Ein neues Gartenprojekt?

Für heute bin ich schon beinahe durch. Zum Abschluss noch einmal ein Stückchen von meinem Rasen. Wir waren bei dem „Tag der offenen Gartentür“ auch in einem Garten ganz in der Nähe und haben da sehr schöne Anregungen bekommen. Dieses Stück Rasen wird es nicht mehr lange geben. Wieder ist ein Gartenprojekt geboren. Wer neugierig ist, schaut einfach in den nächsten Monaten immer mal wieder vorbei. Vielleicht wird es auch erst im nächsten Jahr umgesetzt, aber gemacht wird es, das steht fest. 

Rezepte aus dem Garten

Und für die Rezepteliebhaber habe ich einmal wieder gebacken. Himbeerkuchen mit Erdbeeren (schwarze Himbeeren gibt es wirklich! Dir Roten waren da noch nicht reif). 
Und die Kirschen aus Nachbars Garten habe ich eingekocht und eingefrohren.

Der Gemüsegarten, die Karpfenweiher und unsere diversen Projekte

Willkommen im Hochsommer (phänologisch)
und im Sommer ganz allgemein. Wir haben den längsten Tag und die
kürzeste Nacht. Ab jetzt geht es wieder rückwärts. Die Nächte
werden länger und die Sonne weniger. Die Zeit verfliegt. Es gibt so
viel zu tun, dass ich zum Schreiben kaum noch Zeit habe. Vieles muss
erledigt werden und doch möchte ich diese Arbeiten keinesfalls
missen. Es macht Spaß immer wieder etwas schöner zu machen oder
einfach die, der Jahreszeit entsprechenden, Arbeiten zu verrichten.
Wir genießen die Zeit draußen – sowohl im wunderbaren Garten als
auch in der traumhaften fränkischen Landschaft bei unseren
Karpfenweihern.
Im letzten Beitrag versprach ich,
dieses Mal den Gemüsegarten oder im weitesten Sinne unsere
Nutzflächen (dann kann ich auch über die Weiher berichten) zu
schreiben.
Das werde ich heute tun. Es sind
allerdings so unendlich viele schöne Momentaufnahmen und Details in
Fotos festgehalten, dass ich, trotz ausgiebigen Streichens, wirklich
viele heute zeigen werde. Für alle Interessierten und für mich,
wenn ich im kalten und trostlosen Winter mich anhand der Fotos gerne
auch mal wieder in den Sommer zurück versetzen möchte.
Um nun den Bericht nicht unnötig
aufzublähen, werde ich mich mit Erklärungen und Worten
zurückhalten. Wenn jemand also Interesse an einem bestimmten Foto
hat, ihn oder sie eine Frage dazu quält oder einfach mehr
Information gewünscht ist, dann bitte schreibt einen Kommentar. Ich
habe aus diesem Grunde die Fotos nummeriert. So kann man leicht
ausdrücken, von welchem Bild jeweils gerade die Rede ist.
Oder ihr schreibt mir einfach nur, welches Bilder, welche Bilder euch am besten gefallen haben. Würde mich auch mal interessieren. 
Bevor es nun in den Nutzgarten geht,
starte ich noch einmal kurz im Ziergarten. Wieder haben wir ein
Projekt abgeschlossen. Die Fassade vom Palmenhaus ist fertig renoviert.

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 Das war auch nötig. Das Holz wer verwittert und die Fassade nach dem Fenstereinbau spät im letzten Herbst war beschädigt. 

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Jetzt ist auch die Fassade fertig
renoviert.
Die Dächer über ihm und dem
benachbarten Carport sind auch mal wieder von Laub und Moos befreit.
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Die Gelegenheit nutzte ich, um den
Garten – und auch den Gemüsegarten – einmal aus einer noch
völlig unbekannten Perspektive ab zu lichten.
Nach dem Blick auf Dach wende ich mich dem Wohnhaus zu und fotografiere immer mehr nach links drehend, bis ich den Gemüsegarten im Blick habe. 
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Nachdem wir den Gemüsegarten jetzt von
oben betrachtet haben, begeben wir uns nun auf eine eher
bodenständige Perspektive, die mehr Details ermöglicht.
Zuerst ein paar Beet-Ansichten: 
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Einzelne Gemüsekulturen: 
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Baldige Ernte: 
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Erfolgte oder kurz bevorstehende Ernte:
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Hier muss noch gewachsen werden:
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Was man vom Dach aus nicht gesehen  hat, ist der Garten unten am Dorfweiher: 
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Mein neuer Garten-Helfer: eine Benzinpumpe. Ohne die wäre der Weihergarten nicht so grün. Wasser ist ja genug da, es muss nur in entsprechender Menge und mit möglichst wenig Zeitbeanspruchung in die Beete gebracht werden. 
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Weil ja jetzt wieder eines der
diesjährigen Gartenprojekte abgeschlossen ist, haben wir uns sofort
einem lange fälligen Projekt bei den Weihern zugewendet. Die dortige
Hütte ist so marode, daß sie abgerissen wird.
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Zu aller erst wollten wir die Bretter
neu streichen. Oder alles mit Blech neu verkleiden.
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Dann stellten wir fest, daß viele
Balken so morsch sind, daß sie schon gar nicht mehr existieren.
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Hohlräume wurden von der Natur
erobert.
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Da ist jede Arbeit und jedes Geld zu
schade, das hier rein gesteckt wird. Bevor sie aber abgerissen werden
kann, muss sie entrümpelt werden. Schließlich lagern hier noch all
die Sachen vom Vorbesitzer.
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Trotz der unschönen und staubigen
Arbeit bei fast 30 Grad Hitze
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blieb mir aber immer noch die Zeit,
Schönes wahr zu nehmen.
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Nachdem wird die Karpfen gefüttert
haben (sie wachsen übrigens prächtig),
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 ging es auch für uns heim
zum Eiskaffee auf die schattige Terrasse beim Haus.
Das darf aber nicht mehr über diesen Steg hier geschehen. 
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Aber keine Bange, die neuen Stahlträger liegen schon bereit im Garten. Wenn das Projekt Hütte abgeschlossen ist, kommt dieser Steg hier dran. 

Impressionen aus dem Landgarten im Frühsommer

Gartentagebuch Anfang Juni 2018

Mein Landgarten im Frühsommer 

Nachdem meine letzten Beiträge eher allgemeinen Charakter hatten, will ich heute die aktuellen Fotos vom Garten zeigen. Aktuell darf man dabei etwas lockerer sehen. Manche Fotos sind zwei Wochen alt und andere heute erst aufgenommen. 
Alle zeigen sie den Garten im Frühsommer. Das frische und saftige Grün überschwängliche Blühen weicht langsam einem etwas ruhigeren, dafür aber auch trockenerem und viel heißerem Sommergeschehen. 

Ein Plätschern schafft es bis ins Radio

Wie gut tut doch da das muntere Plätschern vom „Dorfbrunnen“ im unerträglich heißen Vorgarten. Dieses Plätschern empfängt, genau wie die gelbe Golden Celebration und die lila Captain John Ingram jeden, der in den Garten tritt. Dieses Plätschern ist nun auch richtig berühmt geworden, hat es doch den 3 minütigen Beitrag im Radio über mich und meinen Garten eingeleitet. Hörer von Bayern1 und Bayern2 und Bayern3 hatten die Möglichkeit, mich einmal zu hören und nicht immer nur zu lesen. 

Es ist die Zeit der Rosen

Gegenüber dem Brunnen blüht eine rosa Rose. Es ist die Gallica-Rose Empress Joséphine. Herrlich unaufgeräumter Wuchs und riesige duftende Blüten. Leider halten die bei der enormen Hitze hier nur einen Tag, dann ist aus dem  Rosa ein absolut verblasstes schmuddeliges Weiß geworden. 
Die nächste Rose blüht zwar im Schatten, hält aber wegen der allgemeinen Wärme auch nicht lange durch. Die Rede ist vom Rambler im Walnußbaum, dem Paul’s Himalayan Musk. Eine vielbekannte Sorte. Winzige Blüten mit etwa nur 2 cm Durchmesser, dafür aber in ungeheurer Anzahl. Ein wenig versteckt blühen sie.  Man muss schon im Baum nach oben sehen. Leider ist es mir noch nie gelungen, das Schauspiel auch so zu fotografieren, dass es hier im Blog gut zu erkennen ist. Die einzelnen Blüten lassen sich noch gut fotografieren. Sie hängen mir direkt vor der Nase. 

Weiter oben dann all ihre Schwestern.

Rechts im Bild sieht man, was ich meine, wenn ich sage, sie hängen direkt vor der Nase. 
Unterm Walnußbaum am Zaun zum Gemüsegarten wächst eine wunder volle weißblühende Clematis. fargesii.
Am anderen Walnußbaum vergnügt sich die Ramblerrose Rose Marie Vieaud, einem Sämling von Veilchenblau. Sie ist stärker gefüllt und etwas rötlicher als ihr Vorfahrin.
Der dritte Rambler wächst einmal nicht in einem Baum, sondern an der Scheunenwand empor. Snowflake blüht etwas später als die andere beiden. Weiße kleine und offene Blüten mit dunkelgelber Mitte tanzen über dunkelgrünem Laub. 
Und wenn man beide Arten von Rosen hat, merkt man den Unterschied sehr deutlich. Die Rede ist von Kletterrosen und Ramblerrosen. 
Die Rambler haben sehr lange und sehr dünne, geschmeidige Triebe. Sie lassen sich auch im Folgejahr noch leicht biegen und binden. 
Kletterrosen, so wie die Climbing  Madame Caroline Testout hier am Rosenbogen, haben unendlich störrische und dicke, rasch verholzende Triebe. Sie müssen bald gebunden werden, sonst lassen sie sich nicht mehr dahin biegen, wo man sie haben möchte. 
So schön ist der Eingang zum Gemüsegarten gerade. Dem Nutzgarten werde ich meinen nächsten Beitrag widmen. 
Ebenfalls am Rosenbogen zum Gemüsegarten steht die moderne Kletterrose Jasmina. Sie wuchs bei der Mutter im Hinterhof im Kübel nicht richtig und so habe ich sie hier her gesetzt. Sie muss den Rosenbogen erst noch erklimmen, blüht aber da unten, wo sie noch ist, schon recht munter. 
Und damit die wunderschönen  bunten und  duftenden Blüten nicht zu schnell verschwinden, werden sie auch wieder getrocknet.
Überall im Garten blühen neue Blüten auf und andere verschwinden wieder. Hier bei der Haferwurzel sind die Blüten sehr schön. Aber genau so interessant finde ich diese fremdartig wirkenden Speere der geschlossenen und verblühten Blüten. Ebenfalls imposant sind dann, wenn die Speere wieder aufgehen, die apfelgroßen Kugeln der Fallschirme mit den Samen. Riesige Pusteblumen sozusagen. 
Ich finde immer wieder interessant den Wechsel vom schon erwähnten frischen und saftigen, weichen Grün der Frühjahrspflanzen hin zu den trockenheitstolleranten Sonnenanbetern mit völlig anderem Habitus, härterem Wuchs und oft eher behaartem Silbergrau statt saftigen Grün. Hier ist der Frühlingsblüher Zierlauch abgeblüht und eingezogen. Gleichzeitig hat sich der graue, flaumig behaarte Wollziest herausgeputzt und übernimmt jetzt das Blühen. 
Auch die Witwenblume neben dem Ziest blüht wieder reichlich. Sie sät sich regelmäßig selbst aus. 
Nicht nur der Charakter der Pflanzen wechselt in diesem Beet beim Übergang vom Frühjahr zum Sommer. Vielleicht erinnert ihr euch, das ist das Beet mit den unzähligen Akeleien. Es herrschte blau vor, etwas rosa und ab und an dunkles Lila. Jetzt gibt es hier vor allem Gelbtöne und das Pink-Lila wie bei der Witwenblume oder hier der Lichtnelke. Gepaart mit gelber Färberkamille jedes Jahr ein Hingucker. Und überall das filigrane Silbergrau vom Wermut, der sich auch selbst aussät. Wo er passt, darf er stehen bleiben. 
Gelbes Brandkraut, auch mit  behaarten und harten Blättern und Stielen. 
Die Exoten im Beet strecken sich zum Himmel. Die winterharte Banane und davor die Palmlilie mit dem hohen Blütenstängel voller Knospen. 
Diese Jahr im Frühjahr war es deutlich zu sehen. Dem Beet fehlte die Struktur. Hatte ich doch die Weigelie auf den Stock gesetzt und so fehlte ihre Silhouette als Hintergrund. Ich versäumte die letzten Jahre, alte Triebe heraus zu nehmen. Im Ergebnis hatte der Strauch nur noch störriges, halb abgestorbenes Gestrüpp. Letztes Jahr gab es daher auch kaum noch Blüten. Jetzt schiebt sie in ungeheurem Umfang kräftig nach und wird wieder ein schöner grüner Strauch, Nächstes Jahr wird sie mit Sicherheit im Überschwang blühen. 
Schön, wenn die Stauden so leicht übers Beet in den Weg hängen. Die Rose Rose de  Rhest , Frauenmantel und ein blauer Storchschnabel sind hier zu sehen. 
Auf der andere Seite des Beetes blüht die kleine Staudenclematis, Clematis integrifolia. Ich finde sie so hübsch, daß ich mir gerade noch ein paar Staudenclematis für die Staudenbeete gekauft und gepflanzt habe. Größere Exemplare allerdings, damit sie mit den großen Stauden mithalten können. 
Zimbelkraut wohin das Auge reicht. Wie hier nur etwas wachsen kann. Niemals wird gegossen, da es ja eine Betontreppe ist. Die Sonne knallt her und Regen gab es die letzten Wochen keinen. Die Stauden hängen schlapp in den Beeten, aber  in der unwirtlichen Umgebung des Aufgangens, ist  das Zimbelkraut  immer frisch und knackig und blüht wie bekloppt. 

Die Washingtonia hat der Winter im Freien sehr mitgenommen. Sie lebt wenigstens! Aber etliche Blätter waren kaputt und alles was neu nachkommt bis jetzt, ist stark geschädigt und die Spitzen verdorrt. Der Frost, der nicht aus dem Umbau heraus gehalten werden konnte, war zu stark. Nun sind wir fleißig am Planen, was wir im kommenden Winter anstellen werden. 
Banane und Drachenbaum waren ja im beheizten Palmenhaus und sind wie immer schadlos über den Winter gekommen. 
Am mediterranen Platz blüht der Oleander mit sich selbst um die Wette. Die Seerose eifert ihm nach. 
In Kürze umtanzen hellblaue Blütenkugeln die Schmucklilie.
Ja und der Zitrusbaum hier sieht gelb aus. Ok. Aber wer  weiß, wie gelb  und weiß-blass er die letzten Jahre war, wird sagen, der ist ja herrlich grün dieses Jahr. In der Tat. Ich weiß jetzt endlich warum meine Zitruspflanzen hier immer so fürchterlich gelbe Blätter bekamen und eingingen. Es half weder Zitruserde noch Zitrusdünger. Es lag am Brunnenwasser. Entgegen der bislang vertretenen Ansicht brauchen Zitruspflanzen unbedingt Calcium im Wasser, sonst werden die Blätter gelb. Seit ich im Winter anfing, mit Calciumdünger (dem einzigen Kunstdünger den ich verwende) zu gießen verfärben sich die Blätter wieder. Sehr langsam aber man merkt Fortschritte. 

Mein Zitronenbusch war auch immer hellgelb mit durchscheinenden Adern.  Der hat sich am schnellsten erholt und erholt sich noch.

Und wer sich nun fragt, warum meine mediterranen Gewächse so chaotisch durcheinander  stehen sieht hier den Grund. 
Im Herbst – Ende Oktober – kamen gerade noch rechtzeitig vor der Wintersaison, die neun Fenster. Da war dann keinen Zeit mehr, das Palmenhaus auch außen her zu richten. Vergangen Woche hat sich Volker dran gemacht, die Holzverkleidung zu erneuern und um die Ecke herum zu führen. Jetzt sieht man hinter der Palme nicht mehr die ganze Unordnung im Carport. Als nächstes wird die Wand noch gestrichen und dann können meine Kübelpflanzen wieder an Ort und Stelle gerückt werden. 
So, nun habe ich wieder einiges erledigt. Der lange Gartentag neigt sich dem Ende zu. Zeit für ein Päuschen auf der grünen Bank gegen über dem mediterranen Platz. Im Schatten des Walnußbaumes der Nachbarn lässt es sich gut aushalten. 
Blicke ich dann nach rechts, sehe ich die Scheune (mit dem Rambler) und den Walnußbaum im Gemüsegarten, ebenfalls mit Rambler. 
Schweift mein Blick etwas nach links, also gerade aus, sehe ich den mediterranen Platz mit Palmenhaus dahinter und Carport daneben. Hinter den Nebengebäuden stehen links die Esche und rechts die Eiche. 
Ich drehe mich abermals weiter nach links und erblicke unsere Baumhaselnuß, den Hausbaum in der Wiese. Dahinter die Werkstatt in braun und der Partyraum „Hüttenzauber“ in  grün. Ich nenne diese Gebäudeansammlung ja immer scherzhaft unsere Reihenhaussiedlung….
Wieder gebe ich mir einen Ruck nach links und blick genau hinter mein Obst- und Beerenspalier. 
Bevor ich mir nun die Wirbelsäule endgültig verrenke, gibt es nur noch einen kleine Ruck nach links und ich sehe die Nachbarn. Also eigentlich ja eher die Pferde der Nachbarin. 
Die Temperaturen werden angenehmer, die Sonne steht jetzt tief hinter der Reihenhaussiedlung. Es ist  Zeit, ins Haus zu gehen und endgültig Feierabend zu machen. Aus dem Vorraum, man könnte es auch ganz profan „Schmutzschleuse“ nennen, blicke ich ein letztes Mal zurück in den Garten. 
Und? Wer sieht die grüne Bank, auf der ich gerade noch saß?

Geschichten vom Landleben: Samstagseinkauf und Datenschutzverordnung

ein Dorf in Mittelfranken
Ein Dorf in Mittelfranken

Es ist ein Samstag Ende Mai und ich schreibe gerade meinen Einkaufszettel. Der Wocheneinkauf muss noch erledigt werden.

Im übernächsten Dorf gibt es einen sehr kleinen Supermarkt. Es ist irgenwie der Ableger eines der großen bekannten Discounter. Jedenfalls hat er die Marken und das Sortiment dieses großen Verwandten. Angegliedert ist ein kleiner Getränkemarkt.

Klein ist alles hier, von den Einkaufswägen bis hin zu den Gängen zwischen den Regalen. Und doch erstaunt es mich immer wieder, dass ich dort alles bekomme, was ich zum Kochen und Backen so benötige. Die Utensilien für die Hausarbeit genau wie meine gewohnten Zeitschriften erhalte ich hier ganz in unserer Nähe.

Ist dieser Supermarkt nur klein oder auch anders? Na klar ist es hier anders, wir sind ja am Land auf dem Dorf. Und genau für alles das was hier anders ist, liebe ich das Landleben so sehr. „Geschichten vom Landleben: Samstagseinkauf und Datenschutzverordnung“ weiterlesen

Winterharte Sukkulenten im Garten: bunt, pflegeleicht und vielfältig

Das Gegenteil von Wasser im Garten
ist?

Vielleicht erinnert ihr euch? Zum
Bloggeburtstag Anfang Mai schenkte ich dem Blog einen Beitrag überall das Wasser bei uns im Garten.
Jetzt, Ende Mai, zu meinem Geburtstag,
schenke ich mir einen Artikel zum genauen Gegenteil. Es ist heiß und
sehr trocken wieder einmal. Was wächst da besser, als die
Sukkulenten?
Die winterharten Formen haben es mir
angetan. Farbe und Form, genau wie die Blüten, sind so vielfältig
und bunt. Die Pflanzen selbst sind wahnsinnig pflegeleicht, gerade
was das Gießen angeht.
Sie erobern so langsam den ganzen
Garten. Auf Schritt und Tritt begleiten sie uns. Neugierig geworden?
Dann begleite mich doch auch einmal auf der Sukkulenten-Tour durch
das Grundstück.

Verschiedene Gewächse für heiße
und trockene Standorte

Welche dieser trockenheitstolleranten
und winterfesten Genossen findet man also bei mir?
Da sind etwa als größte Gruppe die
Semperviren oder Dachwurze zu nennen.
Hinzu kommen winterharte kleine
Kakteen.
Sedum wächst ebenfalls hier.
Es gibt auch sehr robuste kleine
Stauden für Steingärten oder eben als Begleiter der Sukkulenten.
Sie haben ähnliche Standortansprüche.
Von Urlauben mitgebracht habe ich
nicht-winterharte Feigenkakteen und eine Aloe von den Kanaren.
Am schrillsten, wenn es um die Blüten
geht, sind einfach die winterharten Mittagsblumen.

Pflanzgefäße für die Sukkulenten

Ausgepflanzt in den Garten habe ich bis
jetzt noch keine der Sukkulenten. Es fehlt der passende Platz. In den
Beeten stehen natürlich erst einmal meine Stauden. Ein reines
Sukkulenten-Beet würde mir optisch nicht so gut gefallen. Außerdem
ist das Unkraut zu mächtig. Bedrängt es doch sogar größere
Stauden. Da hätte ich keine Lust, es aus den Stacheln der Kakteen zu
zupfen.
Ein paar wild aufgegangene
Trockenheitstollerante wachsen hier und da trotzdem frei im Garten.
Dort, wo sie sich eben selbst angesiedelt haben.
Dazu gehört das
Zimbelkraut,
Mauerpfeffer,
Walzenwolfsmilch
und ein anderes Gewächs, dessen Namen
ich (noch) nicht kenne.
Bleiben also nur Pflanzgefäße für
meine Lieblinge in der Sukkulenten-Sammlung. Und gerade das finde ich
so reizvoll.
Sie brauchen kaum Platz im Topf. Da
sie naturgemäß wenig Wasser benötigen, reichen auch kleine
Pflanzgefäße oder dazu umfunktionierte Behältnisse.
Kleine Pflanzgefäße haben den
Vorteil, mobil zu sein. Überall dort, wo ich gerade meine, dass
eines hin passen würde, kann ich es auch aufstellen.
Sind die Gefäße etwas größer,
werden kleine Landschaften gepflanzt.
Ich verwende als Pflanzgefäße:
Kleine Tontöpfe.
Bunte Übertöpfe (mit Ablußloch im
Boden).
Deko-Nippes (mit Abflußloch im Boden).
Eine gebrochene Wasserschale aus Beton
für die ehemaligen Hühner.
Eine Rinne aus Ton, gefunden am Parkplatz beim  Gassigehen.
Ein alter Mühlstein mit dem Loch in
der Mitte für die Antriebsachse kann auch bepflanzt werden.
Für Bastler und sonst Kreative sind
Dachwurze ideal. Hier habe ich mich, angesichts der vielen Ideen im
Internet, mit dem Betonguss versucht. Dafür gibt es fertige
Mischungen im Bastelfachhandel, die nur mit Wasser angerührt werden
müssen. Dann kann man kreativen Formen aus Backformen oder
Blumenübertöpfen selbst herstellen.
Sollen zum Beispiel Semperviren
gepflanzt werden, muss man darauf achten, dass das Endprodukt
frostfest ist! Ich experimentierte mit den Kunststoffübertöpfen aus
dem Blumenladen. Zwei unterschiedliche Größen habe ich ineinander
gesetzt. Das Ergebnis ist ganz gut, wenn auch schief geworden. Ich
habe fest gestellt, dass das nicht zu meinem neuen Hobby wird. Und
doch wollte ich den Topf nicht irgendwo ungenutzt in die Ecke
stellen.
Selbstverständlich kann man auch fertige  Blumenkübel oder Kästen bepflanzen.
Ein ausgedienter „Kochtopf“ aus Ton mit
hinein gebohrtem Entwässerungsloch. Es ist das Unterteil einer
Tajienne, die auf dem Induktionsherd ihre Funktion verloren hatte.
Opuntie, Sternwurz und Teppichthymian (Thymus praecox Minor)
Eine alte Zinkbadewanne. Wir haben
Löcher hinein gebohrt und sie halb mit Styroporabfällen aufgefüllt.
Dann kam ein Mulchvliesrest darüber und schließlich das
Pflanzsubstrat. Die Wanne voller Erde, wäre zu schwer zum
Transportieren und die Kakteen hätten zu viel Erde.
Zinkwanne mit Sukkulenten bepflanzt (winterharte Opuntien und Mittagsblume, stängelloses Leimkraut, Gräser, Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus)
Zinkwanne im folgenden Frühjahr
Ein Geburtstagsgeschenk, die Blechsäule
mit Pflanzschale. Wenn man nicht jeden Tag gießen kann und nicht
alles an die Bewässerung anschließen will, kann man in so einem
begrenzten Pflanzraum kaum etwas andere kultivieren.

Und wo stehen jetzt die vielen
verschiedenen Gefäße mit Sukkulenten?

Hat man schmale
Fensterbretter in voller Sonne, von denen möglichst nicht dauernd
Gießwasser herunter tropfen soll? Kein Problem für Semperviren.
Eine öde
Betonplatte auf dem Kanalschacht im Staudenbeet störte mich von
Anfang an. Warum nicht eine Sammlung an Dachwurzen darauf stellen?
Die Treppe hoch
zum Haus ist breit und steinig. Mit ein paar Töpfen der bunten
Dachwurze freut man sich Sommer wie Winter beim Heimkommen über die
freundliche Begrüßung.
Die hohe Säule
ist ein Deko-Element auf der Terrasse.
Dachwurze in der
Tonschale auf eine alten Holzstuhl stehen rund ums Jahr neben der
Haustüre. Sie sehen immer schön aus und man muss nicht vom Frühjahr
bis zum Herbst ständig neu bepflanzen. Und welche Bepflanzung wäre
sonst noch im Januar oder Februar attraktiv?
frisch gepflanzte Dachwurze
Schale mit Dachwurzen zwei Jahre später
Die Landschaft in
der Badewanne passt gut auf den mediterranen Platz. Zu sehen links neben dem Seerosenbecken aus Beton-Kanalrohren.
Findet man auf
einer Gartenmesse Deko-Nippes, den man unbedingt haben muss, kann man
ihm mit solchen Pflanzen eine Funktion und damit Sinn verleihen.
Sedum cyaneum Sachalin
Ich finde gerade vor dem Eingangsbereich machen sie sich sehr gut, weil sie nicht ausladend sind und einfach aufgeräumt aussehen. Hier steht die Tonschale auf einem alten Steinguttopf aus der Scheune.

Sukkulente sind grün, stachelig und langweilig?

Ist das so? Im Garten stehe
ich bekannter Maßen total auf Blüten. Als wir den Garten
übernahmen, war er aus Altersgründen pflegeleicht gestaltet. Es
gab nichts was blühte. Ein Stock hoher Herbstastern. Zwei oder drei
einmalblühende große Storchschnäbel und verwilderte Bartnelken
neben ein paar Akeleien im Frühjahr. Fast rund ums Jahr war der
Garten grün. Ich wollte Blüten und bin jetzt so weit, dass es rund
ums Jahr im Garten blüht. Wirklich rund ums Jahr! So dass ich
niemals auf „Blumen“ im Garten verzichten muss.
In dem Konzept
stören auch die Sukkulenten nicht. Es gibt wohl kaum schrillere und
buntere Blüten als bei diesen Pflanzen.
Kakteenblüte:
Semperviren blühen
auch sehr auffällig. Die Pflanze geht danach kaputt, was aber meist
überhaupt nicht auffällt. Hat sie doch vorher für ein ganzes
Büschel neuer Blattrosetten gesorgt.
Unübertroffen
bunt und schillernd sind die Mittagsblumen.
Auch die
Steingartenstauden als Begleitpflanzen blühen überschwänglich.
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
Teppichmyrtenaster Snowflurry Aster pansus
stänggelloses Leimkraut
kriechendes Schleierkraut, Gypsophila repens Knuddel

Nicht nur Blüten bringen Farbe und Abwechslung – auch die Wuchsformen können begeistern

Allein schon die vielen Formen und Farben der Dachwurze sind schon eine eigene  Sammlung wert:

Ein paar Worte zur Pflege der
winterharten Sukkulenten
Mögliche
Pflanzgefäße habe ich bereits gezeigt. Wichtig ist immer, daß sie
frostfest sind und Wasser gut ablaufen kann.
Als Pflanzsubstrat
soll man 40 % Blumenerde mit 60 % Sand mischen. Ich nahm die ohnehin
schon magere Anzuchterde und habe aber nur etwa 50% Sand darunter
gemischt. Anstatt von Sand kann man auch feinen Kies oder Schotter
verwenden.
Dahinein werden
die gekauften Pflanzen gesetzt.
Wegen der Optik
und den darin herumwühlenden Amseln habe ich immer mit kleinen
Steinen abgedeckt. Einmal ist es feiner Split, übrig vom Wegebau.
Seit kurzem verwende ich die nicht so grauen und eher cremefarbenen
kleinen Steine aus dem Baumarkt. So ein Sack kostet nur wenige Euro
und man kann sie auch verwenden, um bei Kübelpflanzen unten im Topf
eine Drainageschicht ein zu bauen.
Also Dekoelemente
dienen Tonscherben, Rindenstücke, Fundsteine vom Feldweg oder
morsche Äste.
Gegossen wir jetzt
im Sommer ohne Regen und bei sehr hohen Temperaturen zweimal pro
Woche. Manchmal dreimal. Ist es kühler oder regnet es ab und zu,
gieße ich schon mal eine Woche oder länger gar nicht. Am „meisten“
Feuchtigkeit brauchen die Steingartenstauden, die ich nie ganz
austrocknen lasse. Semperviren kommen auch wochenlang ganz ohne
Gießen aus.
Gedüngt wird ab
März bis Juni mit Flüssigdünger oder ein wenig sehr hoch
verdünnter Brennesseljauche. Empfohlen wird Blaukorn, aber das habe
ich natürlich im Biogarten überhaupt nicht vorrätig. Im Moment
experimentiere ich mit einem anderen Dünger für alle Kübelpflanzen.
Den Sukkulenten bekommt er bis jetzt sehr gut. Aber dazu mehr, wenn
ich mehr und nur gute Erfahrungen gesammelt haben werde.
Ganz besonders
wichtig ist dann der Winter. Die Pflanzen sind laut Katalog zwischen
-18°C und bei manchen Sorten bis unter -20°C winterhart. Meine
haben den Winter mit tagelang -15°C ohne Schaden überstanden. Einen
Schutz brauchen sie nicht.
Einzig notwendig
ist bei den Kakteen und Mittagsblumen ein trockener Standort. Ich
habe die Schalen im Carport, wo kein Regen hin kommt stehen gehabt.
Bereits im Herbst sollte man mit Gießen aufhören. Ich beendete es
im Oktober.
Die Kakteen sind
wirklich schlau. Sie merken, dass es Winter wird und fangen an, zu
schrumpeln. Dann darf man nicht in Panik verfallen und sie mit
Wasser überschwemmen. Das Schrumpeln ist ein gutes Zeichen!
Warum? Nun, was
macht Wasser, wenn es gefriert. Es dehnt sich aus und sprengt sich
den Weg frei. Wäre das in einem prall mit Wasser gefüllten Kaktus
wünschenswert? Wohl kaum. Daher entwässert er sich. Bei Frost dehnt
sich das restliche Wasser in seinen Zellen aus, kann sie aber nicht
zerreißen, weil genügend Platz vorhanden ist.
Gefährlich ist
also nicht der Frost, sondern die Feuchtigkeit. Diese würde auch die
empfindlichen Wurzeln faulen lassen. Also stelle ich die Pflanzgefäße
immer unter Dach.
Semperviren und
Sedum bleiben, wo sie sind. Die haben noch jeden Winter überstanden.
Wichtig ist natürlich auch hier, dass das Pflanzgefäß Wasser rasch
abließen lässt und keine Staunässe entsteht.
Im Frühjahr, wenn
es wieder wärmer wird, die Wiese grünt, dann bekommen die Kakteen
auch wieder langsam Wasser. Dort, wo Steingartenpflanzen im Gefäß
stehen, habe ich auch im Winter ab und an ein wenig die Erde
befeuchtet. Ob das nötig war, weiß ich nicht. Ich meine aber, dass
Stauden vielleicht nie vollkommen austrocknen sollten. Geschadet
hatte es zumindest nicht.
So das war mein
Geburtstagsbericht über die Pflanzen, deren Jahreszeit seit einigen
Wochen angebrochen ist. Es ist warm, jetzt sogar sehr warm und
absolut trocken. Sie lieben es. Wer weiß, wenn das mit dem Regen bei
uns so weiter geht, werde ich doch noch die Beete auch mit diesen
Genossen bepflanzen und muss dann nicht dauernd auf Regen hoffen.
Hat der Ausflug in
die Welt meiner winterharten Sukkulenten gefallen? Jetzt ist die
Zeit der Gartenmessen. Und auf denen gibt es immer auch einen Stand
mit diesen Pflanzen. Wer Lust bekommen hat, kann jederzeit einmal mit
einem kleinen Kaktus oder Dachwurz seine eigene Sammlung anfangen.

Ach so? Du hast gar keinen Garten? Das macht doch nichts. Das Gleiche geht auch indoor am Wohnzimmerfenster….

Der faule Gemüsegärtner genießt die gesparte Zeit im Ziergarten

Alles ist üppiger, prächtiger und bunter

Ja jetzt sagt doch mal, wächst das bei euch auch wie verrückt in diesem Frühjahr?

Mahl ehrlich, ist das ein Frühjahr oder mittlerweile Frühsommer? Der Winter hatte ein paar einzelne Stauden dahin gerafft, es ist schon wieder sehr trocken und…. Nein, nichts „und“ und nichts negatives will ich berichten. Die schönen Seiten dieser traumhaften  Saison überwiegen. Was den grausligen Winter überlebt hat, und das ist fast alles im Garten, zeigt jetzt was es zu bieten hat. Es blüht irgendwie reichhaltiger diese Jahr. Die Pfingstrosen hatten noch nie so viele Blütenknospen, die Akeleien bedürfen keiner weiteren Worte mehr, schon die ganzen Zwiebelblumen erfreuten mich trotz Wärme länger als sonst mit ihren bunten Blüten. Die Sträucher waren und sind ein Blütenrausch und jetzt öffnen sich die ersten Rosen. Eine seit Jahren kümmernde Rose hat ihren ersten Blütenauftritt im Bilderbuchformat fast hinter sich. Und dann das Wetter….

Also wenn sich dieses Frühjahr jemand nicht fürs Gärtnern begeistern lässt, dann nie mehr. Besser wird’s nicht.

Eine reihe freier Tage und das passende Wetter –  das Leben ist schön!

Die Pfingstfeiertage haben wir  bei viel Sonne ruhig verbracht. Wir haben gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und ein Bottich mit brodelndem Bier erhöht die Vorfreude auf weitere schöne Stunden im Sommergarten.

Kommt mit und ich erzähle euch ein wenig über die vergangene Tage und über meine neue „Methode“, die Gemüsebeete vor zu bereiten.

Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück muß der Max ja sofort raus in den Garten, dringende Geschäft erledigen. Ich öffne die Haustüre und befinde mich zu allererst einmal im Vorraum. Der Ausblick in den Garten bei Sonnenschein ist das das erste Schmankerl so eines Tages. 
Dann wird aber erst einmal gefrühstückt und irgendwie ist dann auch immer etwas in der Küche zu tun. So groß meine Gartenleidenschaft ist, so mächtig hat mich auch die Koch- und Back- und Konservierleidenschaft im Griff. 
Ein Rezept für meine neue Lieblingsbackform muß ausprobiert werden. Unten ein Boden aus Butterkeksen, die mit Butter zermanscht werden. Drauf eine Schicht Schokolade mit Creme fraiche, Mandelplättchen und einem Schuß Rum.  Ein sehr gesunder Kuchen, denn es kommt überhaupt kein Zucker hinein……

Nach 2 Stunden Kühlschrank ist der „schnelle kalte Hund“, wie ich das nenne, fertig. Aber bis zum Kaffee am Nachmittag muss ich mich noch gedulden.

Die wenigen Stunden bis dahin sitze ich ja auf einer Pobacke ab. Wie unendlich lange ist dagegen die Zeit, bis ich mein selbstgebrautes kühles Bier auf der Terrasse (hoffentlich) genießen kann. Ein paar Wochen gehen da schon noch ins Land. Nun gut, der Anfang ist gemacht und mein Weihnachtsgeschenk endlich aktiviert. Eigentlich wollte ich zu meinem Geburtstag Ende Mai das Bier kredenzen. Die Gartenarbeit hatte mich aber zu fest im Griff und so gibt es eben vielleicht zur Sonnenwendfeier ein eigenes Bierchen. 


Im Gemüse-Garten spare ich mir gerne Arbeit, wo immer es geht

Schön, wenn man weiß, dass eine Reihe freier Tage in Folge zu genießen sind. Man kann den Tag ruhig angehen lassen. Eben in der Küche ein wenig herumspielen und dann gemütlich in den Garten gehen. 
„Ruhig angehen lassen“ und „gemütlich“ sind gute Stichworte für meinen  Gemüsegarten. 
Schaut doch mal den Salat  und die Porreepflanzen, um nur ein Beispiel zu zeigen. 
Beides war ungefähr das  Erste, was im Frühjahr gepflanzt wurde. Nun frage ich euch, was für Arbeit steckt in so einem Beet, bis zum Beispiel genau zu diesem Zeitpunkt? 
  1. im Herbst jedenfalls umgraben
  2. Es ist Frühjahr: vielleicht liegt noch Laub und Pflanzenreste vom Herbst darauf? Vielleicht Mulch? Das muß weg. 
  3. lockern mit Grabegabel, Sauzahn oder Spaten? Ja manche graben nicht um, dann muss jetzt im Frühjahr mit der Grabegabel gelockert werden
  4. Unkraut entfernen 
  5. Kompost sieben und darauf verteilen Oder eben irgendeinen anderen Dünger
  6. Hacken oder Grubbern und mit dem Rechen glatt ziehen
  7. Pflanzen
Nun, das habe ich auch früher so gemacht. Seit ein paar Jahren wird nicht mehr umgegraben. Das heißt, gegraben habe ich eigentlich noch nie, sondern ich hatte die Motorhacke verwendet. Der Boden sollte lockerer werden und war das danach auch. 
Seit ich mit der Methode des lückenlosen und andauernd bodendeckenden Mulchens arbeite, lasse ich das auch. Ich bin froh, endlich Regenwürmer im Boden zu haben und will sie nicht durch die Motorhacke kaputt machen. Man könnte, wenn es nötig ist, spät im Herbst das erledigen, dann sind sie in tiefe Bodenschichten abgewandert. Allerdings gibt es weitere Gründe, das nicht zu machen, so man nicht einen ungemein schweren Lehmboden hat. 
Dieses Frühjahr begann ja alles andere als traumhaft. Der Winter war unendlich und meine Gartenlust dahin. Dann begann das traumhafte Frühjahr und ich hatte aber nicht die Zeit, alles das mit den Beeten zu machen. Ich lese viel über den Boden, seine Bewohner, das Mulchen und Pflanzen und Sähen in so einem Boden. Und ich überdenke meine Arbeitsweise und experimentiere. Vor allem bin ich gewillt, etwas zu probieren, wenn ich mir Arbeit damit spare. Arbeit sparen heißt hier auch, Zeit sparen. Das war absolut notwendig. 
Die Beete lagen also noch mit restlichem groben Pflanzenmaterial vom Wintermulch vor mir. 
Eine Schnur für die Gemüsereihen muß ich nicht mehr spannen, seit ich die Bewässerungsschläuche als „Linien“ in den Beeten liegen habe. Kommen wir wieder zu unserem Beispielbeet. Ich nahm mir die Lauch-, Salat-, und Kohlrabipflanzen und setzte sie ins Beet. Den Mulch schob ich ums Pflanzlöchlein beiseite. Ins Loch kam etwas vom Wurmhumus aus der Wurmfarm. Vorher hatte ich übers ganze Beet noch Gesteinsmehl und Hornmehl gestreut. Kein Umgraben, keine Grabegabel, keine Hacke und kein Rechen. Loch in den Boden und Pflanze rein. Mehr Arbeit habe ich mir mit den Beeten nicht gemacht.  Rasenschnitt als  Mulch und Frühjahrshäckselmaterial war auch vorhanden. So wurde alle freie Erde gleich wieder zugedeckt. 
Auf diese Weise habe ich alle Beete und das Gewächshaus „bearbeitet“. Der Boden wurde nicht bearbeitet, das machen die Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und unzählige weitere sichtbare und unsichtbare, da mikroskopisch kleine, Helfer. 
Ackerbohnen sähen? Klar. Mulch beiseite schieben, Rille mit der Handschaufel kratzen, Samen rein, Rille zuschieben und alles fest andrücken. Die Bohnen keimten alle und wachsen munter vor sich hin. Radieschen zwischen dem Salat? Geht genauso. 
Der Boden muss nicht gehackt und locker sein. Ich habe einmal etwas sehr interessantes dazu gelesen. Wenn ein Samen in der Natur auf den Boden fällt, ist der Boden nicht gehackt und gerecht. Der Samen muss Bodenkontakt haben und dann keimt er. So zum Beispiel auch überall in den Beeten die kräftigen Salatpflanzen, die sich letzten Herbst selbst aussäten. 
Und was machen wir? Wir streuen in einen wild gelockerten Boden kleine Samen wie Radieschen oder Möhren und ziehen die Reihen nur locker zu. Viel Luft und Spalten sind im Boden. Der Samen liegt vielleicht in einer winzigen Erdhöhle da unten. Bodenkontakt hat er kaum. Wird jetzt nicht gründlichst gegossen und alles wieder zugeschlämmt, dann kann er schlecht keimen, weil er die Bodenfeuchte nicht abbekommt, in seiner Luftkammer. 
Daher ziehe ich nur eine Rille, sähe und drücke dann die Erde auch wieder mit den Handrücken fest. Gerade in so trockenem Boden, wie bei uns, zeigte sich das als sehr effektiv. Meine Samen keimen jetzt besser als sonst immer. Täglich gießen bis zum Keimen ist mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 
Und Möhren? Ja auch Möhren. Die keimen elend langsam, sie brauchen immer feuchten Boden. Genau die profitieren glaube ich besonders von dieser Methode. Just heute morgen im Garten konnte ich erfreut feststellen, wie schön sie auflaufen. Und das ist bei der ersten Aussaat neu bei mir. Ich musste immer etliche Male nachsähen. 
Was ist mit Unkrautsamen, die aufgehen? Klar gibt es die. Vogelmiere und Baumspinat zum Beispiel bei mir ganz extrem. Auch hier kann ich etwas sehr erfreuliches Beobachten. Selbst jetzt im Mai ist noch nicht all zu viel davon gekeimt. Ich kenne auch das anders, dass die komplette Aussaat und junges Gekeimtes davon erstickt wurde. Grubbere und grabe ich in der Erde vor meiner Gemüseaussaat, dann befördere ich natürlich damit auch die im Boden immer befindlichen Unkrautsamen nach oben. Sie keimen. Ich ändere an der Bodenschichtung nichts und die Samen vom Unkraut bleiben im Boden, wo sie nicht keimen, weil sie vielleicht zu tief liegen. Jedenfalls ist auch das mit dem Unkraut deutlich harmloser als sonst. 
Diese Art des Gärtnerns ist nicht die Konvention, es ist anders und ich weiß, dass es nicht viele einmal auch so versuchen werden. Dennoch ist vielleicht der eine oder andere mutig und neugierig genug geblieben, um auch einmal andere Methoden zu testen. Zumindest habt ihr jetzt einmal davon gehört und ich werde auch weiter darüber berichten, wie es sich entwickelt. 
Jedenfalls sind jetzt auch die Kohlpflanzen gesetzt und der Sellerie gepflanzt. 

Im Garten am Dorfweiher habe ich auch nicht umgegraben oder mit der Motorhacke gearbeitet. Wie ich die Kartoffeln gepflanzt habe, steht HIER beschrieben. Im Prinzip auch wieder Rille ziehen und Kartoffeln rein. Zuziehen und Stroh drauf.

Die Ackerbohnen keimten auch hier wunderbar. Topinambur und Yacon wurden auch nur einfach gepflanzt, genau wie der Spätkohl. Alles ist sofort angegangen und wächst.

Hier allerdings ist wegen der Brennesseln, Quecken und vor allem Ackerwinden das Unkraut deutlich aggressiver, als oben im Garten. Nur Mulch langt nicht. Ich habe die Reihenzwischenräume mit Mulchfolie belegt. Ich bin gespannt, wie sich das Auswirkt.

Der erste Gartentag neigt sich seinem Ende zu. Aber der Buchs unterm Hausbaum wird noch gestutzt. Das ist sein erstes Mal. Die Pflänzchen habe ich aus kleinen Stecklingen selbst gezogen. Das ist ein paar Jahre und Buchsschnitte her. Nun sind sie endlich ordentlich gewachsen und können in Form gebracht werden. 
Bevor es ins Haus zurück geht, mache ich noch einen bewundernd staunenden und genießenden Gartenrundgang. Schaut hier, der Mohn wird bald blühen. Wie er wohl morgen Früh aussieht? 

Im Gemüsegarten wird Zeit gespart und im Ziergarten die Zeit genossen

Die Nächte im Sommer sind kurz, der frühe Sonnenaufgang holt mich aus den Federn. Ich will schließlich nichts von der herrlichen Jahreszeit versäumen.

Und siehe da, der Mohn ist auch schon wach und hat seine riesigen Blütenblätter entknittert.

Ob es heute noch Regen gibt? Schön wäre es (war aber nicht so…), der Himmel mit den dramatischen Wolken macht sich doch gut zum roten Mohn.

Es ist Pfingstsonntag. Heute wird im Garten genossen und weniger gerackert. Schauen wir doch gleich mal nach den aktuellen Blütenereignissen. 
Immer wieder entdecke ich neue Form- und Farbkombinationen bei den Akeleien. Blau und mit einem Rokoko-Rock aus blauen Blütenblättern ist diese  hier im Gemüsegarten. 

Die gefüllte blaue Clematis „Countess of Lovelace“ blüht zum ersten Mal gefüllt. Sie war sonst immer krank, die ersten Jahre hatte sie die Welke. Daher kamen, wenn überhaupt, immer nur die späteren ungefüllten Blüten.

Neue Insekten konnte ich entdecken. Eine Holzbiene frühstückt auf dem Brandkraut.

Das Brandkraut ist riesig geworden. Die Blüten locken alles an, was brummt. Dementsprechend laut ist es hier neben der Staude.

Der bulgarische Zierlauch oder Honiglauch hat seine Blütenglöckchen geöffnet. 
Daneben blühen meine Mini-Lupinen. Gerade mal dreißig Zentimeter hoch sehen sie genau aus, wie ihre großen Verwandten. 
Überall im Garten die großen stolzen Blütentriebe der Iris. 

Die gibt es sogar im absoluten Kontrast zu der kräftig braun-lila-gefärbten Sorte. Eine fast durchsichtig weiß-rosé-farbene Variante.

Mein Kussröschen blüht traumhaft schön. Ein Schrottwichtelgeschenk zu Weihnachten. Ein roter  Restposten-Preisaufkleber leuchtete auf der Plastiktüte, in  der es  steckte. 90 Cent war es also noch Wert gewesen. Seine kleinen Blättchen waren dick mit weihnachtlichem Goldglitter eingesprüht. Ich bekam es als Trostpreis. Die eigentliche Eigentümerin hätte es in den Müll geworfen. Das war nun also vor 5 Monaten. Muss ich mehr dazu sagen? Und glaubt ihr, wie sehr ich mich über diese wirklich wundervollen Blüten freue?
Das Röschen steht auf dem Tisch wo bald wieder der Kaffee serviert wird. Und zum Kaffee brauchen wir natürlich wieder etwas Süßes. Die neue Lieblingsbackform zaubert einen Rührkuchen mit Puddingschmand-Decke und Himbeermus-Flecken. 

Hier als verbringen wir die Kaffeezeiten. Der schönste  Ruheplatz im Garten. Der lichte Schatten unter der alten Haselnuß ist traumhaft. 
Bevor nun wieder ein Feiertag und Gartentag zu Ende geht, schauen wir noch einmal auf andere Rosen. 
Marguerite Hilling kümmerte seit 2012 am Gartenzaun. Sie wuchs nicht und hatte jedes Jahr vielleicht 2-3 Blüten. Ich pflanzte sie letztes Jahr um. Dieses Jahr ist sie um ein Vielfaches größer, als sie es in all den Jahren zuvor jemals war. Und schon jetzt der erste Blütenrausch. Sie ist remontierend, so dass das nicht die letzten Blüten dieses Jahr sein werden. 

Pompon der Bourgogne. Keine einfache Rose, aber so unendlich süß mit den winzigen Blüten in Briefmarkengröße und den Knospen mit grünen, fransigen und langen Hüllblättern.

Bei Pfingsten und Rosen denkt man natürlich auch gleich an Pfingstrosen. Die haben es leider nur fast geschafft. Pfingsten ging ohne deren Blüten vorbei. Aber die Knospen in einer nicht gekannten Anzahl versprechen viel für die nächsten  Tage. 
Und klar, auch das ist eine  „Rose“. Die ersten Blüten der Seerose schwimmen auf dem Wasser. 
So geht also eine wunderbare Pfingstfeiertagszeit zu Ende. Wir genossen unser Paradies. Am Sonntag besuchten wir noch eine Geburtstagsfeier und ließen ansonsten alle Fünfe gerade sein. 
Morgen geht es wieder zur Arbeit, es wird ein sehr langer Tag. Schließlich müssen wir die Arbeiten der letzten freien Tage nachholen. Zum Abschluss der  Genuß-Tage im Garten also noch einmal ein abendlicher Blick zurück in den Gemüsegarten. Dann geht es wieder rein ins Haus.

die selbst gesäten Gemüsejungpflanzen kommen ins Beet – auch Pastinaken

Mein Gemüsegarten im Mai

Heute berichte ich aus dem Gemüsegarten, dem wichtigsten Gartenteil, wenn man von Selbstversorgung sprechen und über sie schreiben möchte. 
Dieses elend lange und sehr kalte Frühjahr hat mich mit meiner Gemüseanzucht auf noch nicht gekannte Weise in Verzug gebracht. Erstens hatte ich keinerlei Lust, etwas zu sähen. Der Winter wollte ja nicht enden. Wenn ich mich doch dazu überredete, die üblichen frühen Salate, Kohlrabi oder Kohlpflanzen zu sähen, war das Ergebnis frustrierend. So wie ich, hatten auch die Gemüsesorten keine Lust auf Garten. Erst keimte nichts. Ein paar Nachsaaten später keimten einzelne Pflanzen. Wachsen aber wollte eigentlich gar nichts. 
Ich gab mich dann den Begebenheiten hin und wartete ab. Irgendwann wird es wärmer und dann keimt alles, dachte ich mir. Meine Erfahrung zeigte mir zudem ja oft, dass das vermehrte Licht und die Wärme zu späteren Aussaatzeitpunkten die Pflanzen viel gesünder und kräftiger werden lassen. Eigentlich ist es für einen Hobbygärtner ja auch egal, ob dieses oder jenes Gemüse einmal ein paar Wochen später geerntet werden kann. 
So sollte es auch sein. Als ich so langsam Lust auf Garten bekam und die Sonne mehr Wärme brachte, begann ich wieder zu sähen. Die Samen keimten und die Pflanzen entwickelten sich prächtig. Ich habe mir, wie jedes Jahr, diese Saattermine notiert. Wahrscheinlich spare ich mir einfach künftig den Stress mit den sehr frühen Aussaaten und warte gleich, bis die Natur von allein so weit ist. 
Stress oder eher ein wenig Zeitdruck,  kam jetzt auf, da alles ins Beet will. Je nach Dringlichkeit, was hier mit zu eng werdenden Topfplatten für große Pflanzen gleichzusetzen ist, kommen sie nun in die Beete. 
Weil ich wegen meiner Unlust zu Anfang des Jahres auch keinen Pflanzplan für die Beete erstellt habe, werden sie nun ohne Plan gepflanzt. Das klappt auch ganz gut. 
Im Bild zu sehen ist der Gemüsegartenteil mit dem Schneckenzaun. Die Baustahlmatten werden demnächst den Gurken Halt geben. Eine davon stützt schon die Erbsen. Ganz vorne im Bild sieht man einen Obelisk, der mal eine Rose stützte. An ihm soll jetzt meine Erbsenwicke empor klettern. Eine einzige ist gekeimt, jetzt sieht es so aus, als käme noch eine. Hätte ich nicht gedacht, daß sie so schwer zum Keimen zu bringen sind. Die Erbsenwicke ist wohl eine Staude und die Körner in den Schoten können wie frische Erbsen verzehrt werden. Sie sind allerdings deutlich kleiner. Auf diese Staude bin ich wirklich gespannt. 

Jetzt wird Gemüse gepflanzt

Hier sieht man die spät gesäten Kohlpflanzen. Frühkohl ganz links, dann kommt spätes Kraut für die Sauerkrautproduktion (diesmal im Versuch die Sorte Filderkraut) und rechts der Rotkohl. Hier habe ich seit Jahren die Sorte Granat, weil sie sehr zuverlässig wächst und gut schmeckt.

Und so sieht das dann im Beet aus. Hier wächst jetzt der Rotkohl. Den Frühkohl habe ich ins Beet mit Schneckenzaun gesetzt . Das werden kleinere Pflanzen mit rasch wachsenden und festen, runden Köpfen. Das sehr große Filderkraut steht unten am Weiher bei den Kartoffeln. 
So ein Spätkohl braucht pro Pflanze wahnsinnig viel Platz. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich sehe, wie eng manche noch unerfahrene Gärtner die Kohlpflanzen setzen. Aufregen muss ich mich dagegen, wenn Hersteller von Hochbeeten oder Frühbeeten in den Katalogen und Prospekten diese mit Kohl abbilden. Das sind dann immer Kohlköpfe oder Blumenkohlköpfe aus dem Supermarkt, die in die frische braune Erde gelegt werden. Hallo? Was für eine Verarsche. Eine einzige Pflanze an Wirsing oder Spätkohl würde so ein Früh- oder Hochbeet komplett füllen. Zudem haben sie ja, daher der Platzbedarf, mächtige Umblätter, sie bestehen nicht nur aus dem Kopf, der dann im Supermarkt liegt. Also solche Fotos bringen mich echt immer auf die Palme. Kennt ihr die auch? 
Was jetzt also noch zu pflanzen ist, so lange auch das Wetter so herrlich bedeckt und regnerisch ist, sind zum Beispiel die Selleriepflänzchen. Im Bild rechts zu sehen. Hier hat sich bei mir die gesunde Sorte Mars bewährt. Sie bildet immer herrliche Knollen von vernünftiger Größe. Sie sind im feuchten Sand in der Garage gelagert bis weit ins neue Jahr  haltbar. Die letzte Knolle verbrauchte ich glaube ich im April. 
So und hier habe ich mir einmal ein Beispiel an den Pflanzendiscountern genommen. Ja, auch im Baumarkt kann man was lernen. Zumindest wird es dieses Jahr einmal versucht. 
Kennt ihr vor allem die Pflanzen ganz links? Ja, es sind Pastinaken. Und ja, die gibt es in kleinen Paletten im Baumarkt zu kaufen. Ich habe ja jedes Jahr die allergrößten Probleme mit ihnen. Ich muß mehrmals nachsähen und dann habe ich irgendwann ein paar Pflänzchen. Sie keimen so unendlich langsam, dann ist es immer so trocken bei uns. Wenn sie schließlich wachsen, ernte ich im Herbst die tollsten Wurzeln. Sie schmecken gut, sind so vielseitig in der Winterküche verwendbar und halten bis zum Frühjahr im Lager.  Wenn also der Baumarktlieferant sie vorziehen kann, dann müsste das bei mir ja auch klappen. 
Also dieses Jahr habe ich sie gleich in einer Topfplatte gesät. Ich dachte schon, die wollen mich zur Weißglut bringen. Sie keimten ja nicht mal hier. Woche um Woche verging, bis endlich die ersten grünen Blättchen die Erde durchbrachen. 
Jetzt sind sie bald so weit und können ins Beet. Ähnliche Keimerfahrungen habe ich mit Rote Beete im Beet gemacht und säte auch sie gleich mit in die Topfplatte. Daneben ist Winterlauch. 
Eine noch längere Keimzeit, als bei den Pastinaken, mußte ich beim Grünspargel über mich ergehen lassen. Dann aber wurden es rasch schöne Pflänzchen. In der Topfplatte hatte ich sie zu feucht gehalten, die Spitzen wurden schon gelb. Jetzt habe ich jede in ein Töpfchen gepflanzt und hoffe, dass sie sich dort rasch eingewöhnen. 

Gemüse wird eigentlich fast rund ums Jahr bei mir gepflanzt

Freilich gab es auch schon früher Pflanzaktionen und die Beete beherbergen hier und da bereits schöne Gemüsepflanzen. 
Am längsten Zurück liegt die Pflanzzeit vom Knoblauch. Den habe ich im Herbst gesteckt. Im Test dieses Jahr ist die Sorte Morado. Er soll, was Aroma und Schärfe angeht mit Abstand einer der Besten sein. Na da bin ich ja gespannt. 
Eine meiner ersten Arbeiten im  Garten im Frühjahr, war der Umzug des Kräuterbeetes.  Sie wollten es einfach noch sonniger haben, fand ich. Jetzt wachsen sie prächtig und der Umzug ist schadlos überstanden. 

Mickriges Junggemüse nicht wegwerfen, sondern pflanzen – Überraschung folgt.

Ich erwähnte ja eingangs bereits, dass im Frühjahr erst nichts keimte und dann das Gekeimte nicht in die Pötte kam. Irgendwann war es draußen dann plötzlich schön und warm. In den Saatschalen standen gakelige Gemüsepflanzen. Weil ich ja nichts anderes hatte, die weiteren erst gesät werden mussten und die Beete frei waren, setzte ich diese mickrigen Pflänzchen einfach ins Beet. 
Ab da ging es steil bergauf mit ihnen. Hier der Schnittsalat Ochsenzunge. 
Vor und hinter den Erbsen stehen weitere dieser Micker-Pflanzen. Salat (der Rote ist der Schnittsalat Redbone) und Kohl und alles gedeiht vorbildlich. Also nie die Hoffnung aufgeben!
Mit den Saatzwiebeln begann ich vor einiger Zeit meine Frühlingspflanzaktion. Und wie erstaunt war ich heute, als ich auf Fotomotivsuche ging. Der Regen der letzten Tage und damit ein feuchter Boden, ließen sie viel kräftiger werden und nun aufrecht im Beet stehen. 
Richtiger Regen ist eben doch noch was anderes, als die ansonsten sehr hilfreiche Tropfschlauchbewässerung. 
Wie man auf dem nächsten Foto sieht, haben die Akeleien natürlich auch den Gemüsegarten erobert. An den Spiralstäben steht der Rosenkohl. Für die Tomaten nehme ich sie nicht mehr und der Rosenkohl braucht immer eine Stütze, weil er sehr hoch wird.
Meine Tomaten wachsen wie jedes Jahr an senkrechten Schnüren. Sowohl hier im Freiland, als auch im Gewächshaus.

Im Gewächshaus ist bis auf das Basilikum, das auch  nicht keimte dieses Jahr, alles an Ort und Stelle. Tomaten und Paprika sind hier die Sommergäste. Lediglich der mehrjährige Basilikum von Hilde, den ich den ganzen Winter  durch Stecklinge vermehrte, steht schon in der Erde.

Im Erdbeerbeet wird jetzt geblüht. 
Und auch im Erdbeerfass wachsen und blühen die Pflanzen sehr schön. Dieses Jahr hat nur eine einzige Pflanze  nicht überlebt. Und das, wo es so lange so kalt war und dann noch mal kälter wurde, als es oft den ganzen Winter nicht war. Ich habe dieses Mal ein Vlies um das Fass gewickelt. Vielleicht hat schon dieser leichte Schutz den Pflanzen geholfen. 

Die viele Gärtnerarbeit macht natürlich auch hungrig. Wie schön, wenn zum Mittagsmahl wieder etwas aus eigener Ernte bereit steht. Der vorletzte Kopf Winterkopfsalat mit Schnittlauch, Schnittknoblauch, roter Melde und Blutampfer. Zur großen Portion Salat gab es eine schnelle Lasagne. 

Akeleien so weit das Auge reicht

Traumhafter Vollfrühling im Landgarten

Es regnet!

Ja für mich und meinen Garten ist das tatsächlich eine extra Erwähnung wert. 
Wie schön es immer wieder herunter
prasselt oder wie grober Nebel vom Himmel rieselt. Gestern gab es mitten
am Tag ein Gewitter. Früher war das zu der Jahreszeit normal, aber
in den letzten Jahren kannten wir solche Wettererscheinungen gar nicht mehr.
Der einzige der darüber nicht erfreut
war, war der Max. Weniger der grollende Donner hat ihn geängstigt,
er hört schließlich fast nichts mehr. Vielmehr waren es die
zuckenden Blitze am Firmament, die ihm Herzrasen verschafften.
Heute brauche ich erst einmal nicht in
den Garten. Es regnet und so nehme ich mir die Zeit, hier einmal wieder etwas
von mir zu geben. Die vergangenen Tage waren zeitlich vollkommen mit
Pflanzarbeiten im Gemüsegarten oder der Kirchweih direkt vor der
Haustüre gefüllt. Zum Schreiben blieb da wenig Zeit.
Immerhin habe ich die Gelegenheit genutzt und
vom Kirchweihplatz unten am Dorfweiher unser Haus aus einer
noch ganz unbekannten Perspektive fotografiert. Vom Dorfweiher aus
gesehen. Der Krichweihplatz ist von hier aus gesehen rechts. 
Auch der Dorfweiher selbst ist doch ein
Foto wert. In ihm mußten zwei bestimmte Kirchweihbuben (den heimischen,
fränkischen Ausdruck für die Beiden verschweige ich lieber einmal)
nach einem Faß Bier schwimmend suchen. Diesmal brauchten sie echt
lange, bis sie es fanden.

Akeleien, wohin das Auge reicht

Wer mir auf Instagram folgt, hat sie
schon gesehen. Meine Akeleien überall im Garten. Sie sind so traumhaft
schön. Mindestens so erwähnenswert wie der Regen sind diese
feenhaften Blüher. Daher widme ich diesen Beitrag in erster Linie
meinen Akeleien.
Gesät habe ich von ihnen noch nie
eine. Sie waren im Garten, als wir ihn übernahmen. Da bei mir alles,
was sich selbst aussamt, willkommen ist, gefällt es diesen kleinen
Stauden hier sehr gut. Sie werden von Jahr zu Jahr mehr. Auch glaube ich
immer, dass ihre Vielfalt zunimmt.
Die einzelnen Fotos bedürfen meist
keiner großen Worte. Sie sind selbstredend. Und mit ein wenig
romantisch verklärter Phantasie entführen sie zudem noch ein Reich von Feen und Elfen und sonst positiv gesonnener Wesen in
unseren Gärten…..
Am Ende des Artikels gibt es dann noch ein paar Nicht-Akeleien-Fotos. 
Ein wenig sortieren sollte ich wohl die vielen Fotos dennoch. 

Fangen wir an mit bläulichen Akeleien: 

Weiter geht es mit  rosa und rötlichen Akeleien:

Dann gibt es ja noch Akeleien in Gemeinschaft mit Akeleien oder anderen Stauden:

Die ganz besondere Akelei und eine Idee: 

Diese Akelei steht auf der Straße direkt vor unserem Geschäft. Wie sie da hin kam weiß ich nicht. Ich überlege schon dauernd, ob ich irgendwann einmal Akelein mit im Geschäft hatte und da eine Samen verlor? Oder ist es wirklich nur Zufall, dass sie direkt vor unserer Haustüre aufgegangen ist? 
Jedenfalls stelle ich mir gerade vor, wie meine Akeleien sich auch außerhalb meines Gartens ausbreiten könnten. Wie sie eine blumige Botschaft in die Welt bringen könnten. 
Wie wäre es, wenn ich demnächst, wenn die Samen reifen, ganz viele sammle. Eine bunte Mischung an Akeleien. Und wenn von euch jemand Lust hat, die blumige Akeleienbotschaft in die Welt zu tragen, sie bei sich im Garten oder Balkon anzusiedeln, dann freue ich mich über eine Mail. Ich werde dann, so lange mein Vorrat reichen wird, die Samen an euch verschicken. Lasst uns die Welt ein wenig blumiger machen….

Was gerade noch im Garten zu sehen ist: 

Manche Stauden habe ich doch tatsächlich jeweils in Lila-Braun oder Blau. 
Die Bergflockenblume blüht eigentlich blau. 
Es gibt sie aber auch in diesem schönen dunklen lila. 

Der „braune“Storchschnabel blüht auch in einem ganz dunklen Farbton. Manchmal ist er braun, ein anderes mal schimmert ein wenig lila durch.

Eine andere Sorte des braunen Strochschnabels blüht eher blau als braun.

Meine alte Iris blüht in blau. Ein Mitbringsel noch aus Mutters Schrebergarten.
Daneben gibt es noch überall verteilt diese schöne mit den braunen Tönen. Ein Geschenk von Anna aus Wien. 
Ende letzter Woche waren wir auf den Schloß- und Gartentagen in Dennenlohe. Unser jährlicher Frühlingsausflug. Die Rhododendren blühten traumhaft. Und auf der Gartenmesse erstand ich wieder ein paar winterharte Sukkulente. Im vergangene  Jahr begann genau dort meine Leidenschaft für diese pflegeleichten Stauden, die so wenig Wasser brauchen. Genau das richtige für meinen Garten. 
Mittagsblumen sind richtige Farbkleckse. Daher waren hier auch wieder zwei im Einkaufskorb. 
Meine winterharten Mittagsblumen vom letzten Jahr haben den Winter gut überstanden und blühen ebenfalls schon wieder. 

Neben den Sukkulenten gab es auch auch wieder einen lustigen Gartenmitbewohner. Auf jeder Gartenmesse kommt ein derartiges „Tierchen“ mit nach Hause. Dieses Mal entschieden wir uns für einen „Buchsbaumzünsler“….
Und dann gibt es ja immer noch diese Dinge. Die kennt ihr sicher auch. Man findet sie interessant. Eigentlich verliebt man sich sofort in sie und zweifelt dennoch, ob man sie kaufen soll. Wenn man dann daheim ist, ärgert man sich noch lange, sie nicht gekauft zu haben. Mittlerweile bin ich da schlauer. Wenn es im Rahmen ist, kaufe ich die Sachen, wenn das entsprechende Bauchgefühl in mir hochkommt. 
Diese Metallkugeln gefielen mir sofort. Beim Kauf überlegten wir dann, wo wir sie hinhängen könnten. Einen Baum dafür gibt es nicht. Ein Haken an der Hauswand? Am Messestand gab es nichts, das wirklich passte. Die freundliche Standbetreiberin  riet uns zur mobilen Erdhalterung. Die war dann so teuer, wie die Kugel ansich. Aber ich finde das passt einfach. Und dann kam noch dazu, dass in meiner Einkaufstüte eine winterharte Sukkulente war, die wie geschaffen schien, in der  Kugel zu wohnen. 
Also ich liebe das Ergebnis und mein Bauchgefühl ist auch sehr wohlig und zufrieden dabei….
Puh, jetzt ist der Beitrag aber wieder so lang geworden. Ich muss mir wirklich öfter die Zeit nehmen und berichten. Die letzten Bilder, die ich schon rausgesucht habe, unterschlage ich lieber erst einmal für heute. 
Ein Schmankerl aber gibt es noch zum Abschied. Der  Max in seinem Kneipp-Bad. 
So verabschieden wir uns für heute. Beim nächsten Mal werde ich über meine Arbeiten im Gemüsegarten berichten.  Habt eine schöne Zeit und genießt das schöne Frühjahr. 

Das Wasser in unserem Garten

Dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten

Ich stand gerade in der Küche und bastelte das Abendessen zusammen, während ich – wie immer – vor mich hinbrabbelte. 
Da tönte es aus dem Wohnzimmer: „dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten“. 
Was für eine wunderbare Idee! Über dem Arbeiten und der Zeit hinterher rennen, vergaß ich beinahe meinen Blog-Geburtstag. Am 7. Mai 2013 veröffentlichte ich den allerersten schüchternen Beitrag. Somit feiern wir ja auch noch einen runden Geburtstag. Mein Blog ist jetzt fünf Jahre alt. 
Da muss  jetzt natürlich ein besonderer Beitrag her. Die Tagesarbeiten eignen sich diesmal nun wirklich nicht. Stundenlanges Häckseln und Mulchen nebst Rasenmähen ergeben wohl nicht den angemessenen Beitrag zu diesem Anlass. Das Wasser aber schon. 

Wasser in unserem Garten

Das Wasser spielt bei mir wirklich eine ganz besondere Rolle. Mitten in Franken in einem Garten in Hanglage nach Süd-Westen ausgerichtet, weiß man Wasser wirklich zu schätzen. Seit Jahren sind die Sommer heiß und ganz entsetzlich trocken hier. Das Problem hat sogar schon die jährliche Sommer-Presse erreicht. 
Beginnen möchte ich meinen Wasserspaziergang im Garten mit der Quelle fast allen kühlen Nasses. Genau genommen ist es unser Brunnen, der immer „sprudelt“.  
Einmal aber erschrak ich zu Tode. Wie in einem Krimi, wenn ganz Schlimmes passiert, stockte mir der Atem. Mitten beim Gießen stoppte der Wasserfluß. Kein Tropfen kam mehr aus dem Schlauch. 
Wir mussten damals ein paar Tage fort und am Wasser hängen natürlich auch die ganzen Kübelpflanzen. Werden die nicht mindestens zweimal am Tag zuverlässig und ausreichend gewässert, würde sie bereits ein solcher Tag dahin raffen. 
Da musste organisiert werden. Handwerker wurden geholt und stellten fest, dass die Pumpe sich abgeschaltet hat. Irgendwas regelte den Druck nicht mehr korrekt und konnte somit rasch behoben werden. Da erfuhr ich auch, dass die Brunnen hier bis auf das Niveau des Dorfweihers herunter gegraben wurden. (Bilder zum Dorfweiher im Beitrag HIER).  Bei uns – ich habe es nachgemessen – sind es über 8 Meter in die Tief. Früher hatten die Bauern für die Kühe immer kein Wasser mehr, wenn der Weiher zum Karpfenfischen im Herbst leer gelassen wurde, sagte man mir. 
Kühe werden schon lange nicht mehr mit dem Wasser getränkt. Mich beruhigte diese Tatsache ganz enorm. Heißt es doch, dass der Brunnen tatsächlich nicht leer werden kann, egal wie heiß und trocken der Sommer ist. Der Dorfweiher hat immer Wasser!
So sieht man  nun den Brunnen von außen. Verdeckt wird der Betondeckel von einem Edelstahl-Dächlein. 
Damals bei der Pumpensache haben wir ihn aufmachen müssen. Ist das nicht faszinierend, wie sauber er gemauert ist? Das muß eine Rackerei und Schufterei gewesen sein damals. 
gemauerter  Brunnenschacht
Wenn man neben dem Dach steht und irgendwo im Garten läuft eine Bewässerung, hört man es immer wieder, das Zischen von ganz tief unten, wenn die elektrische Pumpe anläuft und das Wasser in den Druckbehälter im Keller pumpt. Von dort verteilt es sich auf etliche Wasserhähne im Garten. Gottseidank ist einer auch ans Fernwasser angeschlossen. Den benutze ich zum Gießen nie. Nur damals mit der defekten Pumpe war ich froh darum. Haben wir doch einfach mit langen Schlauchleitungen die Kübelbewässerung für 2 Tage daran angeschlossen. 
Soviel also zum technischen Teil unseres Wassers im Garten. 

Der „alte Dorfbrunnen“

Optisch wesentlich interessanter ist dagegen der „alte Dorfbrunnen“, direkt neben dem tatsächlichen Brunnen. 
Betritt man unseren Garten fällt das gemütliche Plätschern auf. 
Wasser plätschert
Gleich hinter diesem Mogel-Brunnen steigt das Gelände deutlich an. Bewusst oder unbewusst nimmt jeder Besucher erst einmal an, das Wasser, was hier plätschert, kommt aus dem Berg. 
Brunnen Sandsteintrog
Eine sehr schöne Vorstellung, die aber leider nur eine solche ist. In Wirklichkeit kommt das Wasser natürlich vom richtigen Brunnen daneben und wird mittels einer kleinen elektrischen Pumpe im Trog umhergepumpt. 

Brunnen Sandsteintrog

Ein ganz skurriles Kerlchen, das ja irgendwie ebenfalls zum Thema Wasser passt, steht ebenfalls hier. Das  einzige Wasser-Element im Garten, das eigentlich ohne Funktion ist. Denn, wann regnet es schon einmal bei  uns? Der Regenmesser ist hierzulande nahezu arbeitslos.

Regenmesser


Die Vogeltränke

Der Brunnentrog steht rechterhand, wenn man das Gartentor durchschreitet. 
Links sieht man das Mäuerchenbeet, dahinter die Blumenwiese und in ihr steht die schöne steinerne Vogeltränke. 
Vogeltränke in Blumenwiese
Sie war einmal ein Geburtstagsgeschenk und passt so perfekt in unseren Garten. Die Vögel lieben sie. Was da gebadet und geplanscht wird. Der Übermut ist so groß, dass ich laufend Wasser nachfüllen muss. Die Rabauken spritzen in ihrer Badewonne immer alles heraus. 
Sind gerade keine Vögel im Bad, nutzen Bienen und Wespen sie als Wasserquelle. 
Im Winter darf kein Wasser darin stehen. Der Kunststein würde es nicht aushalten. Klar, man könnte sie dann wegräumen oder mit einem Brett abdecken. Wir aber haben dann einfach das Futterhaus für die Vögel darauf stehen. So herrscht hier wirklich rund ums Jahr das lebhafteste Treiben. Ich beobachte es so gerne, wenn ich in der Küche stehe und zum Fenster hinunter schaue. (Vogelhaus im Winter)
Geht man nun von der Vogeltränke aus den Berg hinauf, hinter dem Haus vorbei, so kommt man…..
Nein, das hebe ich mir für den Schluss auf. Ist das doch dann auch immer der Schluss eines jeden anstrengenden Gartentages. 

Der Leuchtbrunnen

Gehen wir lieber erst die Blumenwiese zurück auf die Einfahrt und benutzen die Treppen an der Südseite des Hauses. Wir kommen auf die Terrasse vor dem Haus und gelangen von hier über zwei weitere kleine Stufen in den oberen Garten. 
Landgarten (c) by Joachim Wenk
Gleich nach den Stufen plätschert und gluckst es schon wieder. 
Quellsteine (c) by Joachim Wenk
In einen kleine Kiesfläche ist ist wieder ein Brunnen eingelassen. Ein Betonmischkübel dient als Reservoir. Eine Pumpe wälzt das Wasser um und Dioden leuchten im Dunkeln schön. Dann gibt das Wasser interessante Lichtreflexe. Auch dieser Brunnen war ein Geburtstagsgeschenk und begleitet uns seit 2013. 
Quellsteine Brunnen (c) by Joachim Wenk
Absolut amüsant finde ich ja, daß sich gerne Vögel auf diesem leicht sprudelnden Wasser in den Steinen Baden. Fotografisch festgehalten habe ich mit viel Glück einmal eine Amsel. Aber auch die Meisen nutzen die Quellsteine als „Whirlpool“. 
Amsel Badet Quellsteine (c) by joachim Wenk
Lassen wir ihnen den Spaß und begeben uns in den oberen Garten. Ein große freie Rasenfläche vermittelt luxuriösen Raum und Freiheit. Mitten in ihr wächst unser  Hausbaum, die Baumhaselnuß. 
Hausbaum Baumhaselnuss (c) by Joachim Wenk


Das Seerosenbecken aus Kanalrohren – der mediterrane Platz

Als wir vor ein paar Jahren die Wege neu pflasterten oder ganz neu anlegten, verbreiterten wir die freie Fläche vor dem „Palmenhaus“, das zum Überwintern der Kübelpflanzen dient. Ein kleiner Platz sollte entstehen. Man sieht ihn schon hinter dem Baum. 
Und wenn schon der halbe Garten mit dem Bagger auf gegraben war, konnte doch auch gleich das lange überfällige Seerosenbecken installiert werden. Ein Boden wurde betoniert. Darauf setzten wir dann zwei Kanalringe aus Beton. Schwer ist so ein Ring. Beinahe hätte er den kleinen Bagger damals noch umgekippt. Aber wir haben es geschafft. Seither hat die Zwergseerose, die ich seit ungezählten Jahren besitze, endlich ein angemessenes Becken. Sie blüht jeden Sommer überschwänglich
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk

Mitten im Becken gibt es eine kleine und feine Fontäne. Ich mag ja ganz gern mal so nette Spielsachen. Die schwimmende Fontäne besteht nur aus dem, was auch im Foto ersichtlich ist. Solarzellen speisen eine winzige Pumpe. Scheint die Sonne, sprudelt es. Je heller, desto höher. 
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Hier am mediterranen Platz, dessen  Name sich von meiner Kübelpflanzensammlung herleitet, gibt es noch zwei Behälter mit Wasser. 
Ja! das ist halt grün von den Algen. Aber die Hundebesitzer unter euch wissen, von was ich rede. Selbstverständlich fülle ich ständig sauberes Wasser in die Wasserschüssel vom Max. Nur das schmeckt halt erst dann, wenn es abgestanden ist. Lieber grün von Algen als frisch vom Hahn. Ist doch so oder? 
Ein Mörtelkübel voller Wasser als Möblierung für den mediterranen Platz? Ja genau. Und der ist ganz wichtig für jemanden, der gerne bei 30 Grad und Sonne pur mit schwarzem Ganzkörperfellmantel in der Sonne liegt. Hier unter der Palme befindet sich das Kneipp-Bad vom Max. 
Wenn also nach exzessivenm Sonnenbaden das Blut droht, über zu kochen, dann tut Erfrischung Not. Wie genüsslich man dann Pfote für Pfote in den Bottich steigen kann ist phänomenal. Dort wird bei leichtem Kneipp-Treten dann kurz verharrt, bevor es wieder in die Sonne geht. 
Hundebadewanne (c) by Joachim Wenk

Wie kommt das Wasser zu den Pflanzen?

Meine Kübelpflanzen hängen am Tropf. Und hHier sieht man zum Beispiel einen Tropf, an dem das Leben der Kübel hängt. Eine computergesteuerte Tropfbewässerung hat sich seit über 15 Jahren mittlerweile bewährt. Das weiße Tüchlein soll den Computer nebst Batterie vor der heißen Mittagssonne schützen. Das klappt ganz gut so. 
Folgen wir dem Weg vom Platz weiter in Richtung Gemüsegarten, sehen wir wieder einen Tropf. 
Dergesamte Gemüsegarten, das Gewächshaus und die Staudenbeete sind mit Tropfschläuchen ausgelegt. Im Frühjahr sieht man sie auf der Erde liegen. Später nicht mehr. Ich habe sie letztes Frühjahr installiert. Geld und Arbeit wurden investiert und jetzt bin ich nur begeistert. 
Von Hand oder mit dem Schlauch bewässern ist bei der Trockenheit und Gartengröße  nicht mehr möglich. Jetzt laufen sie mit mechanischen Zeituhren gesteuert mehrmals die Woche den ganzen Tag. Immer schön eine Fläche nach der anderen. Sonst geht mir die Pumpe wieder in die Knie, das soll vermieden werden. Selbst jetzt Ende April, Anfang Mai muss ich gerade im Gemüsegarten schon wieder viel  wässern. Seit Wochen kein Regen, das zu dieser Jahreszeit, wo alles wachsen will und soll. Der Rasen hat schon wieder erste braune, verbrannte Stellen. Durch das Beregnen nehmen die Pflanzen Schaden und man verschwendet zu viel Wasser. Die Tropfschläuche sind wirklich einen segensreiche Erfindung. 

Tränken für Insekten,  Vögle und Säugetiere im Gemüsegarten. Und einen Mini-Seerosenpool im Gewächshaus.

Hier im Gemüsegarten bin ich schon fast am Ende meines Wasserspazierganges. Und doch gibt es auch hier noch etwas zu berichten. 
Mitten im Gemüsegarten, am Wegekreuz mit kleinem Platz, kommt das Wasser aus dem Boden. 
Das sieht doch genial durchdacht und bewusst konstruiert aus mit den dreieckigen Gemüsebeeten. 
Wegekreuz im Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Es hat sich aber eigentlich nur so ergeben. Der Gemüsegarten war ursprünglich für etliche Jahrzehnte der Hühnerlauf.  Der Vorbesitzer zog sich ein Wasserrohr dort hin und ließ es mitten in der Fläche, an einen Stückel gebunden, aus dem Boden kommen. Als ich den Gemüsegarten angelegt habe, überlegten wir, wie wir das mit den Beeten machen. Damals wollten wir das Wasser nicht neu verlegen. Wie sich heraus stellte war der Anschluss wirklich sehr genau in der Mitte der Fläche. So ergab es sich, dass also die Wege diagonal geführt werden, in deren Kreuzungspunkt die Wasserstelle ist. 
In der Ecke des Gemüsegartens,  unterm Nußbaum auf dem Pflanzkübel, steht schon wieder Wasser. 
Insektentränke (c) by Joachim Wenk
Das ist meine Insekten-Tränke. Etwas Wasser mit rauen Steinen darin, daß sie nicht abrutschen, liefert das dringend benötigte  Naß, ohne sie in Gefahr zu bringen, ins Wasser zu fallen und zu ertrinken. 
Unter dem Ruhe-Bänkle im Gemüsegarten steht eine Schale mit Wasser. 
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Wenn es im Sommer und Herbst so wahnsinnig trocken ist, nach den Monaten ohne Regen, haben die Igel ein großes Problem. Sie verdursten. Daher stellte ich einen Blumenuntersetzer mit Wasser hinten im Gemüsegarten auf. Ob der Igel je daraus trank weiß ich nicht. Da ist jedenfalls einer. Ich habe sogar schon eine Hand voll kleiner Jungigel in meiner Wiese gesehen. Wer aber aus dem Untersetzer trinkt und sich gerne darin erfrischt, das sind die Amseln. Also fülle ich die Schale halt seither immer auf. Irgendjemand findet das dann auf jeden Fall toll. 
Auf dem Weg zurück zum Haus, etwa zum Feierabend, kommt man am Gewächshaus vorbei. Da fällt mir doch ein, hier müssen wir auch noch kurz hinein. Hätte ich nicht beinahe vergessen, sie hier zu erwähnen. Sie steht im Gewächshaus. Kuckt mal meinen Mini-Seerosen-Tümpel. 
Miniseerose im Gewächshaus Seerose (c) by Joachim Wenk
Ein Ableger der großen Zwergseerose steht hier seit ein paar Jahren in einer Schale. Ist das nicht goldig? Leider hat die Kleine hier noch nicht geblüht. 

Mein Lieblings-Wasser im Garten

Ich finde, jetzt habe ich langsam genug getan für alle animalischen und pflanzlichen Bewohner im Garten. Höchste Zeit, einmal auch wassertechnisch an mich zu denken. Oder? Was meint ihr? Stimmt da war doch noch was. Anfangs wollte ich nicht darüber berichten, weil es ja nach dem Garten-Tag auch immer den Schlußstrich zieht. Dann ist jetzt genau der richtige Moment dafür. 
Gehen wir  noch einmal zur Vogeltränke im Vorgarten. Wenn man von dort also jetzt hinter dem Haus den Hang hoch geht sieht man…. 
Ja, man sieh hier die Karpfenhälterung. Ein in den Boden eingelassenes Wasserbecken mit Luftsprudler und Deckel. Wenn wir im Herbst Karpfen fischen, kommen hier ein paar hinein. Von hier kann man sie dann im Winter mit dem Käscher entnehmen. Würde man nur welche essen, wenn gerade der Weiher gefischt wird, wäre das eine  magere Ausbeute an Fisch-Schmaus. Nein, die müssen in derartigen Hälterungen gehalten werden. Sie fressen im Winter auch im Teich nichts und haben Winterruhe.  Sie treiben knapp über dem Teichboden regungslos umher. Aus dem Weiher bekommt man sie aber nicht raus, Angeln  bei Karpfen geht eh nur im Sommer, wenn sie auch fressen. Hier ist also ein Teil des Wintervorrates unserer Speisekarpfen untergebracht. 
Bitte? Die Karpfen sind doch sicher nicht mein Tagesabschluß im Garten? Und man sieht eigentlich gar nicht zu erst das Karpfenbecken, sondern das futuristische Ufo oben auf der Terrasse?  
Gut, jetzt sind wir wirklich am Ende eines Gartentages angelangt und das bedeutet für mich – für uns – das hier: 

Was für eine Wohltat das 37 Grad warme Salzwasser blubbernd und massierend auf die müden Knochen einwirken zu lassen. 
So nun hatten wir einen ausführlichen Spaziergang durch unseren Garten. Das Thema Wasser war doch wirklich interessant und wert, einmal gesondert dargestellt zu werden. Und es ist ein Beitrag geworden, mit dem ich den 5-jährigen Blog-Geburtstag gebührend feiern kann. 
Ich hoffe, es hat euch auch Spaß gemacht. Ich wünsche einen schönen Feiertag und genießt den herrlichen Frühling. Vielleicht sogar auch am oder im Wasser.