Brombeerdickicht, der Gartenbegriff und ein Wanderer beim Mönch

Wenn mich Nörglerkommentare in sozialen Netzwerken zum Denken anregen, dann kann es durchaus einmal recht philosophisch werden. Gerade ,wenn es um den Garten geht.

Neulich in einem sozialen Netzwerk

Eine bekannte Seite über schöne Gärten, veröffentlichte einen Beitrag, wie man eventuell vorhandenes Brombeerdickicht aus seinem Garten verbannen kann.

Ich weiß, was wilde Brombeeren im Garten bedeuten. Der Nachbar hat welche hinter seinem gelagerten Holz und die wuchern zu mir herüber. Zwei Zentimeter dicke Triebe, die in wenigen Wochen vier Meter und mehr wachsen. Überall, wo ein Trieb den Boden berührt, schlägt er Wurzeln. Und er berührt oft den Boden, nachdem er meine hohen Haselnüsse überwuchert, die Schneebeerenhecke durchflochten oder die Himbeeren im Gemüsegarten zugewuchert hat.

Leider hatten auch die Fachleute nur den Rat, alles immer wieder ab zu schneiden und wo es geht aus zu graben. Also weiter keine neue Erkenntnis für mich. Dumm nur, dass ich die Kommentare darunter las.

Brombeerdickicht ist Natur und die darf nicht aus dem Garten verbannt werden.

War ich im falschen Film? Da wurden die Herausgeber recht aggressiv angegangen. Eine Gartenseite, die empfiehlt, Natur aus dem Gartenzu verbannen und zu zerstören hat ihre Daseinsberechtigung verloren. Man muss Natur wachsen lassen und die leckeren Früchte ernten und vieles mehr. Apropos ernten, wer wirklich schon einmal versucht hat, Früchte aus dem unvorstellbaren Stachelgewirr eines Brombeerdickichts zu ernten, der weiß, dass nicht einmal das sinnvoll möglich ist.

Wann ist ein Garten ein Garten?

Wie schon so oft durch derartige unsachgemäße Äußerungen von Stänkerern angeregt, dachte ich nach über den Sinn eines Gartens. Schon von früheren Diskussionen ähnlicher Art, weiß ich es. Der Begriff des Gartens leitet sich ethymologisch ab vom Begriff der Gerte. Gemeint sind Ruten der Weide oder Haselnuss, die, oft verflochten, als Zaun um ein Grundstück, meist am Haus, dienten. Ein Garten ist ein umzäuntes Stückchen Land, das bewirtschaftet und vom Menschen eindeutig gestaltet wird. Der Zaun ist vor allem dazu da gewesen, etwas draußen zu halten, das dem , was innen ist, schadet. Hasen oder Rehe etwa. Vielleicht auch Brombeertriebe?

Ein Buch über die Philosophie des Gärtnerns unterstützt meine Gedanken.

In meinen Gedanken zu dem Thema kam nun ganz aktuell ein wunderbarer Artikel in dem Buch „Die Philosophie des Gärtnerns“ von Blanka Stolz, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe.

Besagter Artikel ist betitelt „Zur Metaphysik des Gartens“ verfasst von Dieter Wandschneider.

Garten ist Natur und Gestaltung.

Für ihn gehört zum Wesen des Gartens ganz eindeutig sowohl die Natur als auch die Gestaltung.

Garten ist Natur, weil Garten Pflanzen bedeutet. Und ich füge hinzu den lebendigen Boden und viele Tiere, die ebenfalls darin zu finden sind. Garten ist auch etwas Organisches und damit Natürliches. Ein Grund mehr für mich, die aktuell weit verbreiteten Steinwüsten vor den Häusern nicht als Garten zu bezeichnen.

Für Wandschneider ist der Garten aber dennoch „nicht einfach Natur im Sinne von Wildnis, die von selbst da ist. “ Hier fehlt der zweite Aspekt, die künstlerische Gestaltung.

Aus diesem Grund sind für ihn auch „kultivierte Naturformen“ wie Äcker, Wiesen und Wälder nicht als Garten zu bezeichnen.

Die künstlerische Gestaltung und das Schöne im Garten.

Bei den Begriffen Gestaltung und noch dazu der künstlerischen Gestaltung scheiden sich zwar die Geister, was Kunst und was Schön ist. Interessant finde ich die im Artikel aufgestellte und von Christian Illies ins Leben gerufene Frage, „warum die Gartengestaltung die Wendung der modernen Kunst zum Hässlichen nicht mitvollzogen hat.“ Gärten und Parks werden auch heute noch nach dem traditionellen Schönheitsideal gestaltet und nicht als „Müllhalden und visuelle Provokation“.

Wieder kommen mir die modernen und unsäglichen Steinwüsten in den Sinn. Sind die nicht gerade so etwas wie „Müllhalden und visuelle Provokation“? Was die These widerlegen würde.

Bestätigen dagegen kann ich einen der angeführten Gründe – „evolutionäre Prägung des Menschen, Erholungszweck, Eigengesetzlichkeit des Organischen, moderesistente Dauer von Gärten- für ein nach wie vor schönes Gestalten von Gärten.

Ich interpretiere die „Eigengesetzlichkeit des Organischen“ dahingehend, dass Natürliches und eben Organisches überhaupt nicht wirklich hässlich sein kann. So habe ich bereits des öfteren in meinem Blog etwa Fotos von sich selbst aussähenden Pflanzen im Staudenbeet gezeigt. Ihre Farbkombination würde man sicher nicht leichtfertig und bewusst so setzen. Und doch ist etwas schönes dabei, weil es natürlich ist. Und weil es zum meinem Gestaltungsstil, der gerade diese Natürlichkeit fördert, passt.

Schönheit als Spiel von Einbildungskraft und Verstand.

Die Frage nach der Schönheit wird im Artikel auch durch eine Aussage Kants beantwortet. Er führt das „ästhetische Urteil“ auf einen „Gemütszustand“ zurück. Ein Zustand, lese ich, der auf dem „freien Spiele der Einbildungskraft und des Verstandes“ beruht. Wandschneider schreibt weiter, dass als damit „die Einbildungskraft dem Verstand gewissermaßen in die Hände arbeitet.“ Und diese „Harmonie der Erkenntnisvermögen“ sei es, die „Wohlgefallen“ bereite.

Ich kenne mich mit den Philosophen nicht aus, dennoch ist für mich Wohlgefallen und Schönheit in eine Reihe zu setzen. Und oft schon bemerkte ich, dass gerade meine Phantasie (vielleicht ist das Kants Einbildungskraft?) meinem Verstand erst etwas als schön erscheinen lässt.

Die blaue Schale mit Urlaubsstimmung ist schön.

Kürzlich veröffentlichte ich hier und da voller Begeisterung Fotos meiner blauen Schale mit Kaktus, Mittagsblume und Sempervivum. Sie steht am mediterranen Platz auf einem leichten weißen Tischchen und die Zweige der Olive hängen darüber. Meine Phantasie trägt mich und meinen Verstand an einen südlichen Ort mit viel Weiß und leuchtendem Blau (Griechenlandurlaub) , Oliven und sonnenliebenden Pflanzen. Daher finde ich vielleicht diese Schale an dem Ort so schön, weil alles mit schönen Gefühlen verbunden ist. Beides hervorgerufen von meiner Einbildungskraft.

Da frage ich mich abermals nach dem Hintergrund einer Gartengestaltung mit Kies und Gesteinsbrocken und ohne Pflanzen. Wenn denn Schönheit etwas mit Einbildungskraft und Verstand zu tun hat, kann es dann sein, dass eben diese Beiden den Gestaltern solcher „Gärten“ vollends fehlen?

Zurück aber zum Garten an sich. Für Wandschneider ist er also beides: Natur und Kunst (Gestaltung). Er sieht das Schöne in der Schönheit der „Blumen, Ziersträucher und Bäume“. All dem was oben zusammengefasst als Natur und Organisches bezeichnet wurde. Er sieht misst aber auch dem Gestaltungsmoment eine eminente Bedeutung für den Garten bei. Ohne dieses hätten wir keinen Garten sondern eine „Naturlandschaft“. „Das gestalterische Arrangement bereitet gleichsam die Bühne für den Auftritt der Natur“ schreibt er weiter.

Zu alledem also passen auf keinen Fall wild wuchernde Brombeeren. Hier kann ich demnach nicht von einem Garten, vom gestalterischen Eingreifen und von Schönheit sprechen. Damit darf eine Garten-Seite und Gartenfans sehr wohl das Entfernen des Gestrüpps diskutieren und anregen. Schön sind die Blüten der Brombeeren und die leuchtenden schwarzen Früchte, das wohl. Aber eher an einem Ort, wo sie besser hin passen. In der Naturlandschaft. Oder aber, und da beißt sich der Hund in den Schwanz, im Garten, dann aber geleitet und gestaltet. Als Spalier oder Hecke.

Gartengedanken in sozialen Netzwerken?

All diese und viele andere Gedanken zum Garten sind aber wohl den notorischen Nörglern und Stänkerern im sozialen Netzwerk nicht bewusst gewesen und würden wohl auch nicht verstanden. Sie wollen ihre enge Sicht durchsetzen, wollen glänzen mit Halbwissen und ohne Erfahrung und eigenen Gedanken. Wollen einem allgemein anerkannten Mainstream, dem Erhalt der allseits bedrohten Natur, scheinbar folgen. Vielleicht um ein schlechtes Gewissen zu beruhigen oder nur um selbst als Gut-Mensch da zu stehen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls wäre der Platz in einem Kommentarfeld wie so oft viel zu klein, um so ein Thema zu behandeln. Noch viel geringer ist das Interesse von Nörglern und Hatern. Jegliche Diskussion würde bedeuten, Perlen vor die Säue zu werfen.

Gedanken-Spiele machen, heißt: Mensch sein.

Wie schön, dass es auch Menschen gibt, die sich wirkliche Gedanken machen und Gedankenspiele. Natur und Gestaltung machen einen Garten aus. Gedanken und Gedankenspiele einen Menschen. Das ist meine Meinung.

Mit Gottes Hilfe…

Passend zu dem Thema Natur-Landschaft oder Garten finde ich zum Abschluss die kleine Geschichte vom Wanderer und dem Mönch:

Ein Wanderer kommt an einem Klostergarten vorbei. Er bleibt eine Weile stehen und erfreut sich an den üppigen Gemüsebeeten. Wie eine Pflanze prächtig und fruchtbar neben der anderen gedeiht. Die akkurat geschnittenen Buchshecken geben allem einen angemessenen Rahmen. Der Duft würziger Kräuter und der Rosenblüten am Zaun erfüllen die warme Sommerluft. Der Wanderer spricht den Mönch voller Lob an und bringt seine Begeisterung zum Ausdruck. Er sei entzückt, was der Mönch mit Gottes Hilfe für ein herrliches Stückchen Erde geschaffen habe.

Der Mönch, etwas verschwitzt und zerkratzt vom Jäten und Schneiden, blickt auf und grummelt nur: Mit Gottes Hilfe? Da hätten sie mal vorbei kommen müssen, als der das Stücken Land hier noch allein bewirtschaftet hat…..

17 Antworten auf „Brombeerdickicht, der Gartenbegriff und ein Wanderer beim Mönch“

  1. Zum Thema Brombeerhecke:

    Wir haben eine wilde Brombeerhecke, 1,5 x 6 Meter – und dann nochmal kleinere Vorkommen an zwei weiteren Stellen.
    Dass man da nichts ernten kann, stimmt nicht, jedenfalls nicht bei uns. Die Brombeeren tragen überreich, jedes Jahr schaffen wir nicht, alle zu verwerten, haben aber schon oft viele Marmeladengläser eingekocht.
    Und ja, man muss sie „domptieren“, immer wieder massiv beschneiden, wo es geht auch die landnehmenden Ausläufer ausgraben. Eine widerkehrende Arbeit, für die man sich gut schützen muss, um nicht zuviel gekratzt zu werden.
    Irgendwie bewundere ich solche kraftvollen Pflanzen auch, die einfach nichts umbringt!

    Zu deiner ablehnenden Haltung gegenüber naturnahen, die Artenvielfalt unterstützenden Gärten werd ich demnächst was bloggen. Auch naturnah kann „schön“ sein, denn was schön ist, liegt auch im Auge des Betrachters!

    Hier ein paar Ansichten aus unserem naturnahen Garten:
    http://www.das-wilde-gartenblog.de/2019/08/22/gartenansichten-naturnah/

    Grüße von der „faulen“ Gärtnerin, die im Garten trotz „naturnah“ recht viel gestaltet und pflegt.

    1. Hallo faule Gärtnernin,
      ich habe nichts gegen naturnah, und ich finde auch darin Schönes, wenn es in den Garten gestalterisch integriert ist. Leider aber sind viele schlichtweg zu faul, irgendwas im Garten zu machen und dann heißt es einfach, es ist für die Bienen und Natur. Das ist dann kein Garten mehr gemäß Definition. Egal ob es darin auch Schönes gibt, Blüten, Schmetterlinge, Echsen etc. pp. ist halt dann eingezäunte Natur. Richtige Natur im Garten setzt auch viel Wissen um Zusammenhänge, einfach Sachkenntnis, voraus und auch Arbeit. Also bleibe ich dabei, die ganzen Faulen „für die Bienen“ und „Permakulturgärtner“ sind einmal zu faul, sich Wissen an zu eignen und zum andren zu faul etwas zu arbeiten. Einfach ein Stück Garten brach liegen zu lassen ist halt nicht Natur. Nur ein Beispiel: Es würden sich die robusten Pflanzen durchsetzen, die mit Humus und viel Dünger auskommen. Das ist dann durchaus nicht mehr vielfältig, kann sogar Monokultur werden. Löwenzahn, Brennessel oder Lattich.

      Du schreibst ja von deinem Garten auch, Brombeere ist gut aber du domptierst sie. Hübsch ausgedrückt, heißt aber auch, würdest du nichts machen, wäre es kein Naturgarten, sondern Brombeermonokultur. Stimmts ?

      Ach ja und noch mal zu der Sache mit dem „Schönen“ ich fand ja die Definition von Garten so gut, weil es nicht einfach heißt, ein „schön gestaltetes Stück Land“ sonder der Schwerpuntk auf dem Akt der Gestaltung liegt. Schön ist wahrlich für jeden anders. Wird wahrscheinlich auch so bleiben. Klar hätte jeder gern, dass die anderen „sein“ Schön, zum „Leit-Schön“ erklären. Leider ist es aber nicht so und ist ja auch irgendwie ein harmloses Problem, das aber dann doch wie ich finde einfach mal durchdacht werden kann. Philosophisch betrachtet eben. Und es soll ja sogar Menschen geben, die finden mehrfarbig sortierte Schottersteine im Garten schön. Also, mal ehrlich da ist es dann so weit, dass man wieder ganz von Vorn anfangen müsste zu Diskutieren .Schön! Garten?

      Ich wünsche viel Spass am Wochenende in deinem Garten, habe deinen Artikel schön gelesen und kommentiert. Liebe Grüße der Achim

  2. Ohje, wilde Brombeeren will ich auch nicht im Garten. Ich habe zwar eine, aber total unter Kontrolle. Sie trägt auch Früchte, aber nicht viele. Meist werden sie nicht reif, da der Platz ungünstig ist. Ganz entfernen kann ich sie leider nicht. Ausgraben soll man nicht, da sie sich dann noch mehr verbreiten. – Diese Dickichte sind ja fürchterlich und gehen im Hausgarten gar nicht! Da wächst dann bald nichts anderes mehr.

    Es gibt leider Leute, die missverstehen, was ein Garten ist. Die haben „tote“ Grundstücke oder eine totale Wildnis. Ich mag diese modernen Trends nicht, wo entweder alles mit Steinen zugeschüttet wird oder eine Wildnis als Garten entsteht. Auch Letzteres ist für mich kein Garten, nur um der Insekten und Käfer willen die totale Wildnis im Garten zuzulassen. Garten betrachte ich wie Du, er diente vor allem auch der Selbstversorgung. Gut, das tun wir selbst nicht, aber dann wenigstens der Seelenerbauung und da soll er schon „schön“ sein und nicht allzu wild, wenn auch wild-romantisch, denn da gibt es durchaus unterschiedliche Garten-Stile. Ohne Hortensien und Rosen zum Beispiel wäre es für mich kein Garten! Die das Wilde wollen, haben heute kaum mehr Hortensien. Bei manchen dieser Gärten, Schmetterlinge hin oder her, bekomme ich das Grausen. Das ist für mich wilde Wiese draußen beim Feld, gehört aber so nicht in einen Garten. Es sei denn, man teilt ein kleines Stück ab, wohinein man es sät.

    Pascale sagt es … totalitäre Naturgärtner … 😉 das grassiert wie eine Sucht – die werden sich noch wundern!!! Denn davon wird auch nichts besser auf der Welt!

    Und um zu dem letzten Absatz zu kommen …. schon in der guten alten Bibel heißt es nicht ohne Grund, dass der Mensch seinen Acker bebauen solle. – Nicht konform gehe ich jedoch mit dem, was dieser Mönch gesagt haben soll … denn gewiß können wir mit Gottes Hilfe viel schaffen. Aber in 1. Mose heißt es auch bedingt durch den Sündenfall …

    17 Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.

    Es hat also aus der Sicht des Schöpfers Gründe, warum das Unkraut wächst, und vielleicht hätte der Mönch zu Jesus beten sollen, wenn er solch eine Mühsal mit dem Stück Erde hatte … als Mönch hätte er das doch wissen müssen … Das Ganze war aber sicher eher Satire, gell. 😉

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Hallo Sara,
      oh ja die Brombeeren. Selbst wenn man sie ausgraben möchte, wir man Schwierigkeiten haben. Die haben so viele verzweigte Wurzeln, Ausläufer, alles treibt wieder aus. Besser man hat die erst gar nicht im Garten.

      Ja und Garten ist für mich auch nicht einfach wuchernde Wildnis, das ist dann, wie beschriebe Natur und nicht Garten, weil das Gestalterische fehlt. Leider fehlt diesen Menschen nicht nur das Gestalterische sondern auch oft einfach richtiges Wissen. Halbwissen aus Facebookposts langt eben nicht, um gärtnern oder naturgärtnern zu können. Richtige Naturgärten sind auch eher geführte Natur und einfach Refugien für die Tiere und Pflanzen. Garten ist da nicht dabei. Zudem glaube ich von den Meisten, die sagen sie haben es für die Bienen und Natur und es seih Permakultur (sie verwenden so oft den Begriff falsch und als Ersatz für den unschönen Begriff ungepflegt oder verwildert), dass sie schlicht zu faul sind was anderes daraus zu machen. Sogar zu faul sich zu belesen, zu lernen, schlichtweg einfach nur faul. Schade, dass andere, die so gern was anbauen möchten, oft keinen Garten oder Stück land haben und die, die nichts damit machen, eines haben.

      Du hast Recht, von verwilderten Gärten wird nichts besser, vor allem weil diese Menschen, ich fange wieder damit an, faul sind. Auch zu faul und träge wirklich an sich was zu ändern. Einfach ein Stück Land verwildern lassen rettet nichts. Eingekauft wird dann billig, weil sie auch zu faul zum Geld verdienen sind, es wird nicht wirklich bio gekauft sondern Discount bio, sie kochen nicht selbst sondern kaufen Bio-Vegan-Fertigprodukte. Sie essen im Sommer kein heimisches Obst, weil Deutschland „scheiße“ ist, sondern lassen exotisches Obst in Kisten und einzeln in Styropor und sonst stosshemmenden Kunststoffnetzen verpackt mit dem Flieger (Flugobst ist reifer als das andere) einfliegen und machen bei Youtube Werbung für das so tolle bio-zertifizierte Obst. Sie fahren gar mehrmals im Jahr in Urlaub und so viel mehr, weil sie gar nicht wissen(wollen) womit sie Schaden zufügen. Aber dann hartnäckig behaupten ich habe Wildgarten und bin ein Naturschützer und Naturmensch und bin edel und gut. Dann bei sozialen Netzwerken die richtigen Schlagworte posten, die richtigen Haterkommentare verteilen und schon ist allen klar ,was das für ein Gutmensch ist….. Ich könnte kotzen über diese Mitmenschen, die leider recht häufig sind.

      Und zum Schluß der Mönch. Also ich befürchte ja fast du hast den Gag nicht verstanden und wie die Geschichte meinen Artikel einfach witzig ergänzt. Zudem verstehe ich als Gärtner den Mönch sehr gut. Denn Beten, das glaube mir, schafft kein Unkraut beiseite oder schneidet den Buchs oder jätet im Möhrenbeet 😉

      Liebe Grüße, der Achim

  3. Hallo Achim,
    bei uns im Hausgarten haben wir keine Brombeeren, weder wild noch gepflanzt. Im Garten meiner Oma kämpfe ich seit zwei Jahren ebenfalls gegen wilde Brombeertriebe – sie sind gefühlt ÜBERALL und wachsen, wachsen… Wenn ich da nicht regelmäßig schneiden würde, würden sie den Garten schlicht und ergreifend in Besitz nehmen. Sie kommen immer zuunterst in die Biotonne, darauf dann andere Grünabfälle. Was habe ich diese Triebe schon verfl… Konnte außerdem noch nicht feststellen, dass sie jemals Früchte getragen haben – nur Dornen ;-(. Ätzend, wer gegen das Entfernen solcher Triebe ist, hat einfach noch keine Erfahrung damit gemacht – so sehe ich das. Ein Garten ist einfach nicht komplett natürlich, ohne den Mensch wäre es kein Garten in diesem Sinne, sondern die „echte“ Natur hätte ihn längst überwuchert und in Besitz genommen. Wir legen einen Garten an, nach unseren Bedürfnissen und wünschen und versuchen dabei, die Natur möglichst großzügig mit einzubeziehen, wo es eben geht. Aber bei Brombeeren – und Wühlmäusen – und Schnecken, hört irgendwann der Kompromiss auf, oder ?
    Viel Spaß weiterhin im Garten, lass Dir nicht reinreden – bei anderen hat man immer „gut reden“ ;-).
    In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende und herzliche Grüße, Birthe

    1. Hallo Helga, das Berufskraut kenne ich sieht aus wie zarte Astern und blüht lange. Bei uns beim Geschäft wächst es überall, leider gelang es mir noch nie, es in den Garten zu bekommen, irgendwas gefällt ihm da nicht. Freu dich, wenn es bei dir wächst. Und viel Erfolg weiterhin beim Hirseausrotten. Schönes Wochenende und liebe Grüße,der Achim

  4. Geh mir los mit Brombeeren, die Stachelmonster sind und wuchern und schick die komischen Kommentarschreiber gleich hinterher. Ich glaube, im Internet lässt sich so vortrefflich Blödsinn schreiben, weil man den Diskussionsteilnehmern nicht ins Gesicht schaut. Da wird ganz absichtlich provoziert. Don’t feed the trolls haben wir früher im Gartenforum immer gesagt, wenn da jemand das Stänkern anfing oder allzu haarsträubende Sachen behauptete. Bloß nicht drauf eingehen.
    Ich habe eine Thornless Evergreen, die hat zwar an ihren normalen Trieben keine Stacheln, macht aber tückische Wildausläufer, die furchtbar pieksen.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ich habe auch einen stachellose Kulturbrombeere, die wächst und wuchert, wie die wilden, allerdings von mir ans Spalier gebändigt und geschnitten, trägt über-reich und bildet Null Ausläufer. So lasse ich mir Brombeeren eingehn im Garten, alles andere ist dann kein Garten sondern Landschaft finde ich. Schlimm an den Stänkerern finde ich noch dazu, dass sie einem nicht nur nicht ins Gesicht schauen, sondern auch immer anonyme Profile haben. In einer Gartengruppe haben sie mir mal angestänkert, weil ich im Gewächshaus die Tomaten in einer Reihe gepflanzt habe. Reih und Glied kämen ihne ja nie in den Garten. Und wieder eine andere bedauerte meine Pflanzen im Gewächshaus, warum die nicht ins Freie dürfen die armen. Das sind halt alles Naturgärnter, Permakulturgärtner, die die Natur und Pflanzen wirklich verstehen, anders als ich blöder normaler Biogärtner. Ich habe dann immer diese Gruppen gleich verlassen, da es mir zu blöd ist, mit solchen Menschen kann man doch nicht diskutieren.

      Was die nur davon haben, sicher der Neid der Besitzlosen. Und mit besitzlos meine ich nicht nur , dass sie sicher kein Gartenparadies ihr eigen nennen, so wie wir. Sondern auch und vor allem dass die nicht von Geist, Witz und Verstand besitzen.

      in diesem Sinne, liebe Grüße, der Achim

  5. Als wir vor 8Jahren den neuen Garten übernahmen, war hier 1000qm öde Rasenfläche mit einer Brombeere darauf. Sie bescherte uns mehrere zig Meter lange Triebe und nahm schnell 1/4 des Grundstücks ein.
    Wir haben sie ausgegraben und entsorgt. Jedes Jahr muss ich nacharbeiten und neue Triebe ausgraben. Horrorpflanze. Keine Gartenpflanze.

    1. Hallo Angela, das ist ja das, was mich so nervte an den HaterKommentaren. Jeder, wirklich jeder der ernsthaft gärtnert, einen Garten versorgt, etwas damit anfängt, sei es optisch als Ziergarten oder mit viel Gemüse als Nutzgarten, jeder wird Brombeergestrüpp entfernen (müssen), will er wirklich einen Garten haben. Nur dieses komischen Menschen, die immer Nörgeln, meist anonyme Profile haben bringen so haarsträubende Argumente hervor und niemand sagt was gegen sie. Und so kommen dann irgendwann Menschen auch an die Politik wie in ein paar Ländern der Fall, die ebenfalls so gegen jeden Menschenverstand handeln und wieder sagt niemand was ernsthaft dagegen. Diese Menschen regieren die Welt und auch die sozialen Netze. Eines wird immer klarer, wir sind leider kein Volker der Dichter und Denker mehr. Schade!
      Wir aber sind zumindest Realisten und rücken der Beere an den Kragen und geben es zu. Gut so.
      Liebe Grüße, der Achim

  6. Vielleicht Achim sind die Stänkerer Besitzer von solchen Gesteinswüsten (genannt Gärten des Grauens)? Oder sie gehören zu den „totalitären“ Naturgärtnern die auch mich anzicken weil ich unseren Garten naturnah nenne – Was soll’s.
    Wahrscheinlich sind es die gleichen Leute die 10 Jahre später über völlig verwilderte Grundstücke schimpfen mit den Worten: konnten die Besitzer die nicht pflegen…
    Jaja Gott scheint die Brombeeren, die Brennesseln, den wuchernden Rotklee und einiges mehr sehr zu lieben 😉 damit die zarteren Gewächse auch eine Chance habe. Hat er anschliessend auch die Gärtner geschaffen 👋🏻🌱🌱🌱

    1. Hallo Pascale, dann sind wir Leidensgenossen. Ich denke jetzt gerade an einen für mich unschön ausgehende Streiterei mit solchen NaturgartenHatern, ich habe mal erwähnt, dass ich Raupen vom Kohlweißling absammle und einfach zerdrücke und gut ist. Oh mein Gott, du kannst dir den Rest denken. Und du als erfahrene, reale Gärtnerin weißt auch, was passiert, wenn man die lieben Raupen die ja auch eine Lebensberechtigung haben NICHT tötet….. Wozu habe ich dann einen Gemüsegarten, nur um Schädlinge zu füttern? Und ich hab auch ein Beispiel,,das sind die gleichen, die Elstern und Eichelhäher verteufeln und verscheuchen, Nester zestören wollen und Giftköder auslegen, weil die die süßen kleinen Spatzenjungen fressen. Oder die Hauskatze wochen-oder monatelang im Haus einsperren, weil sie sonst im Garten Jungvögel erwischen könnte. So verstehen manche NAturschutz, Tierliebe und Verständnis. Es wird sehr wohl ausgewählt, wer es verdient hat „geschützt“ zu werden und wer leiden muß.

      Und das mit Gott und der Schaffung der Menschheit hast du wirklich schön gesagt 😉

      Schönes Wochenende noch und liebe Grüße , der Achim

  7. Hallo Achim,
    oh ja, diese Kommentare kenne ich leider auch. Im Null-Euro-Beet habe ich mit der Armenischen Brombeere zu kämpfen. Klar sind die für Vögel super zum Brüten, ernähren Bienen und auch die Früchte werden von Vögeln gern genommen, aber wenn man die machen lässt, hat man bald nichts anderes mehr. Und 100 qm dieser „Natur“ will ich auch nicht haben – und selbst draußen am Feld- und Waldrand sind diese Brombeeren die Pest, weil sie sogar Schlehenhecken kaputtwuchern. Soviel zum Thema Natur ist immer toll…
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke du sagst es. Und was hält man dann von Kommentatoren, die sich über dieses Brombeerdickicht im Garten freuen, es verteidgen, ob der leckeren Früchte? Sag mal ehrlich, an denen ist doch einiges Fake. So ein Dickicht kann man im Garten nicht haben, die lügen doch oder haben eben keine Wildbrombeeren im Garten. Ich habe von denen vom Nachbarn auch mal probiert welche zu ernten,das ist in dem Gestrüpp mit den echt verletzenden Dornen/Stacheln? nicht möglich. Brauche ich auch nicht, habe einen stachellosen Strauch, der auch stark wächst aber nicht wucher und über und über trägt.
      Liebe Grüße, der Achim

      1. Hallo Achim,
        genau, bei den Armenischen habe ich auch mal welche probiert, aber man kommt kaum ran, ohne sich blutige Kratzer zu holen, sie schmecken auch nicht so gut wie die gezüchteten. Dann wirklich lieber die Zuchtsorten, und wenn man was für brütende Singvögel tun will, dann lieber ein Eckchen mit Weißdorn.
        VG
        Elke

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