Im Test: Akku-Teleskop-Heckenschere und Hochentaster und ein Gutschein für meine Leser

Dies ist ein bezahlter Blog-Beitrag, also Werbung für die darin beschriebenen Gartengeräte.

Walnußbäume werden, wenn Schnittmaßnahmen nötig sind, im Herbst (August oder September) zurück geschnitten. Im Frühjahr ist der Saftstrom bei ihnen derart kräftig, dass sie zu viel Wasser verlieren würden. Im Winter heilen die damit verursachten Wunden nicht, weil kein Wachstum vorhanden ist. Also ist jetzt die beste Zeit. Da ich im Gemüsegarten zwei große Walnußbäume habe, die mir aber leider viel zu viel Schatten verursachen, sind wir immer wieder gezwungen Äste heraus zu schneiden.

Diese Tätigkeit mit Kettensäge und Leiter kann sehr schnell, ja wahnsinnig schnell, schlimm bis katastrophal enden. Seit kurzem können wir davon ein Lied singen. Man mag gar nicht darüber nachdenken, was hätte passieren können.

Beinahe gleichzeitig, bekam ich ein Angebot der Firma IKRA wieder einmal einen Testbericht über eines ihrer Gartengeräte zu verfassen. Wegen unserer vielfältigen und schwer zu schneidenden Hecken entschied ich mich für eine Teleskop-Heckenschere. Die bekam ich, auf meinen Wunsch hin wegen des großen Geländes auch außerhalb des Dorfes, in der Akku-Version.

Nach unserem „Erlebnis“ mit dem ersten Walnußbaum fragte ich gleich noch nach einer möglichen Gerätergänzung, einer Kettensäge. Diese wurde mir bereitwillig zu unserer großen Freude und Erleichterung (und zum Testen) nach gesandt.

Die Zusammenarbeit mit IKRA war sehr angenehm und die Gerät für uns eine große Hilfe und so komme ich deren Bitte nach einem zeitnahen Testbericht im fortgeschrittenen Jahr sehr gerne nach.

Wer glaubt, jetzt im September wäre doch der Einsatz für dergleichen Gerät vorüber, der scheint sich zu irren. Ich jedenfalls habe noch genug Heckenwachstum vorgefunden. Und vom Walnußbaum ist auch noch nicht alles vollends ausgeschnitten. Der Test konnte starten.

Nun aber zu den Geräten.

Ich teste hier die Akku  Teleskop Astsäge IAAS 40-25 auch „Hochentaster“ genannt. Gerätelänge 2,10 m – 2,80 m und eine Schwertlänge von 25 cm.

Gleichzeitig im Test hatte ich die Akku Teleskop Heckenschere IATHS 40-43 mit einer Schnittlänge von 43 cm und einer Gerätelänge von 2,30 m- 3,00 m.

Dazu benötigt werden ein Akku mit 40 Volt und eine Ladestation. Ich bekam die Schnelladestation zu Verfügung gestellt. Mit dieser ist der Akku statt in etwa 4 Stunden bereits in 1 Stunde voll geladen. 

Hier sieht man jetzt den ersten Walnußbaum. Äste die in der Sonnen-Einflugschneise hängen sollen entfernt werden. Leider ist es mir mit meinen  fotografischen Möglichkeiten nicht gelungen, aussagekräftige Vorher-Nachher-Fotos zu machen. 

Neugierig und ungeduldig waren wir, den Hochentaster zu testen. Eine benzingetriebene Kettensäge haben wir ja bereits. Geht so was elektrisch mit Akku, ohne dass es ein „Spielzeug“ bleibt?

Stiel ausfahren und ran an den Ast. Zack-Bum und schon wieder haben wir 2 Fehler gemacht und gleich eins aufs Dach bekommen.

Mein Tipp für potentielle Hochentaster-Besitzer. Egal wie groß die Vorfreude ist. Man stellt sich nicht genau unter den Ast, den man absägt. Warum? Na probiert es doch einfach mal aus…..

Ach und der zweite Fehler. Es stand sogar in der Anleitung und man weiß das auch. Aber die gespannte Neugierde eben. Wenn man einen dickeren Ast absägt, sollte man, wie im Bild ersichtlich, etwas von der eigentlichen Schnittstelle entfernt, von UNTEN den  Ast einsägen. Dann kann man, jetzt näher am Stamm, den Ast von OBEN absägen.

Macht man das nicht und sägt gleich von oben, so bricht der Ast durch sein Gewicht etwa bei der Hälfte der Schnitttiefe ab und reißt unünstigsten Falls ein Stück Rinde beim Herunterfallen bis zum Stamm hin und an ihm runter ab. Dies ist eine unnötig große Wunde für den Baum.

Also erst von unten ansägen, dann von oben durchsägen und schließlich den Stummel, der etwa stehen bleibt, absägen.

Der erste Ast, den wir auf die Birne bekamen, war so schnell durchgesägt. Gleich probierten wir noch weitere, auch am anderen Baum. Die Kette geht durchs Holz, wie durch Butter. Nur ein paar Sekunden läuft jeweils der Motor und der Ast (wir hatten etwa bis zu 5 cm Dicke) ist ab. Wir sind wirklich erstaunt. Und alles in sicherem Stand vom Boden aus. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie wir uns am besten stellen. 
Nicht nur wegen dem herunterfallenden Ast, der auch bei 5 cm Dicke sehr schwer sein kann. Das Laub, die Verzweigungen und dann der Flug aus ein paar Metern  Höhe steigern das Gewicht zusätzlich. 
Auch die Sägespäne in Gesicht und Kragen sind unangenehm gewesen. Aber das bekommen wir noch raus, wie sie fliegen und wo wir dann lieber nicht stehen sollten. Schließlich war es für uns das erste Mal, dass die Kettensäge senkrecht hoch über uns war beim Arbeiten. 
Jedenfalls ist die Lust gewachsen, noch mehr zu Entasten mit dem Gerät. Ich denke das spricht für sich. 
Praktisch ist ein grobzahniges Stellrad am Motorgehäuse. Durch die „plumpe“ Ausführung kann man das Rad sehr leicht mit Schutzhandschuhen drehen. Man muss zum Kettenspannen nicht immer die Handschuhe ausziehen. Und das Spannen der Kette ist während der Arbeit durchaus notwendig und normal.  Schön, dass es ohne Werkzeug möglich ist. 

Das Kettenschmieröl ist ein einem leicht zugänglichen und zu befüllenden Behälter (70ml) untergebracht. Das Sichtfenster zeigt immer an, ob noch genügend Schmierstoff im Tank ist.

Ebenfalls sehr leicht mit groben Handschuhen zu bedienen ist der Hebel zum Arretieren oder Lösen des Stieles. Das ist nötig, wenn man ihn länger oder kürzer stellen möchte.

Die Kettenmontage selbst ist ebenfalls werkzeuglos durchführbar. Gehäuse aufschrauben, Kette über die Führung legen und Gehäuse wieder zudrehen. 
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Vielfältigeren Tests konnten wir die Teleskop Heckenschere mit Akku unterziehen. 
Zuerst brachte ich die Haselnußhecke im Gemüsegarten zum Saisonausklang noch einmal in Form. 
Die Hecke besteht aus alten Haselnußsträuchern. Diese wurden über Jahre nicht geschnitten. Sie waren 6 m hoch und höher, als wir sie auf den Stock setzten. Andernfalls wäre im Gemüsegarten kein Licht gewesen. Nun wird sie im Frühjahr vor Austrieb und im Sommer geschnitten. Da die Hecke aus besagten sehr alten und wuchsstarken Sträuchern besteht und an der Grundstücksgrenze wächst ist sie immer schwer zu schneiden. Davor sind die Kompost-Silos, so dass ich  immer nur schwer ran komme. Sie ist für mich etwas über Schulter-hoch. Dick ist sie bestimmt fast 2 m. Die Front ist leicht zu schneiden. Aber oben die Äste auf Nachbars Seite, da langt das lange Schwert meiner anderen Akku-Heckenschere nebst meiner langen Arme nicht hinüber. Ich muss den weiten Weg um unsere Grundstücke gehen und auf Nachbars Wiese. Sonst bekomme ich die Neutriebe dort nicht geschnitten. 
Nun, nach dem Schnitt im Sommer ist schon wieder so viel getrieben und die Hecke sieht nicht gut aus. Vielmehr aber nimmt auch das bisschen Neutrieb abermals  Licht aus dem Gemüsegarten, der gerade ein Mehr an diesem dringend nötig hätte. 

Ich mache mich an die Arbeit und bin in kurzer Zeit fertig. Es war ja auch nur ein Nachschneiden. Aber! Ich habe oben auf der Hecke alle Triebe von meinem Grundstück aus stutzen können. Das Ergebnis ist deutlich befriedigender, als sonst, wenn nur der allergröste Teil weg ist und ich dann noch zum Nachbarn rüber muss, was ich auch nicht jedes Mal tat. 

Die Heckenschere schneidet laut Katalog bis zu 1,8 cm dicke Äste. Haselnuß ist  schön weich. Aber wenn die gut „durchschiebt“, hat man rasch starke, verholzende Triebe. Eben die Überbleibsel meines Sommerschnittes, bei dem ich nicht zum Nachbarn rüber ging. 
Eins gleich vorne weg. Die Akku-Heckenschere hat sie alle klein bekommen. Allerdings will ich nicht nur schwärmen, sondern meine reale Erfahrung hier mitteilen. 
Die Heckenschere hat diese Äste nicht mit der Mühelosigkeit abschneiden können, mit der meine andere Akku-Heckenschere dies tut. Bei näherem Betrachten habe ich fest gestellt, dass die Schwerter der beiden Scheren anders geschnitten und geformt sind. Ich kann mir vorstellen, warum die andere Schere die dickeren Äste kinderleicht abschneidet und die Teleskopschere sie erst lange umbiegt, bis man genug Druck dagegen aufgebaut hat, dass sie diese kappen kann. 
Wie gesagt, sie schnitt alles ab und die Hecke sieht nun wieder schön gepflegt aus. Das strenge gegen die dickeren (unter 1cm) Triebe würde auch nicht so arg stören, hätte man es nicht gerade mit der Teleskopschere zu tun. Ich will euch sagen, warum. Der Stiehl der Teleskopheckenschere ist laut Katalog aus sehr leichtem Material. Das spürt man auch wirklich in der Praxis. Die Schere selbst ist auch durch den Kunststoff wirklich leicht. Baut man beides aber zusammen und zieht den Stiel auf 1,5 m oder gar 2 m aus, so wird beim waagerechten Arbeiten das Gewicht doch wirklich sehr groß. Die Arbeit wird schwer und wenn man dann noch, nach meinem Gefühl mehr als nötig, gegen dickere Triebe drücken muss, werden die  Säge-Intervalle, welche Arme und  Schultern durchstehen, relativ kurz. 
Auf mehr als Schulterhöhe so eine dicke Hecke schneiden ist aber sicher nicht Alltag und auch ich mache das eben nur stückchenweise. Mit der Heckenschere ohne Stiel war es immerhin so komplett gar nicht möglich, auch wenn ich immer fast komplett in der Hecke verschwand und mit dem Schwert herum fuchtelte. Daher finde ich so einen Teleskopstiel doch  praktisch. Das Gewicht muss nur der Vollständigkeit halber einfach erwähnt werden. Die Arbeit macht auch dieses Gartengerät nicht von allein. Die mitgelieferten Schultergurte an den Teleskopstielen haben mir bei all den Arbeiten keinerlei Nutzen gebracht. Wir haben alle Längen und Trageweisen probiert. Eine Entlastung konnte ich einfach nicht feststellen. Ich werde die Gurte wieder entfernen, da sie sich bei nichtbenutzen nur in der Hecke verfangen. 
Schauen wir uns noch eine Ligusterhecke an. Höher als die Haselnüsse aber nicht ganz so dick. Oben schneiden ging bisher nur mit Leiter. Nimmt man jetzt den Stiel, zieht ihn passend aus und knickt den Scherenkopf ab, so kann man bequem vom Boden aus das Dach der Hecke schneiden. 
Hält man den Stiel ruhig und läuft gleichmäßig, bei uns den Hang runter, so hat die Hecke dann überall die gleiche Höhe. Muss man immer auf die Leiter und kann nur 2 oder etwas mehr Meter am Stück  schneiden, bevor man die Leiter versetzen muß, kommen schon mal Höhenunterschiede zu Stande. 

Macht man den Scherenkopf wieder auf 180 Grad, kann man die Front schneiden. Allerdings ist hier der Stiel dann doch hinderlicher als gedacht. Hier werde ich meine normale Heckenschere ohne Stiel weiter verwenden. Immerhin ist die Hecke recht lang (etwa 35 m). Wäre sie kürzer, könnte ich mir vorstellen, auch die Front mit der Teleskopschere zu trimmen.

Dann gibt es noch die etwa 25 ml lange Ligusterhecke zum anderen Nachbarn. Sie ist unten am Grundstück beim Zaun deutlich über 2 m hoch. 
Auch hier wird an der oberen Kante und dem Dach geschnippelt. Ganz ohne Leiter, die bei dem Hanggrundstück immer mit mindestens drei unterschiedlich hohen Pflastersteinen gestützt werden muss, um überhaupt auf sie rauf steigen zu können. 
Die Arbeit geht zügig voran. Allerdings habe ich gemerkt, dass der lange Teleskopstiel auch bedeutet, dass man unter Umständen, weiter weg stehen muss, von der Hecke, um arbeiten zu können. Gut wenn das die Räumlichkeiten zulassen. Wenn nun aber nah an der Hecke der Weinberg mit den Weinstöcken steht, ist das nicht möglich. Auf was man nicht alles kommt, wenn man die Sachen wirklich ausprobiert. 
Die Variabilität der Länge vom Stiel und die auf mehreren Winkeln einrastende Scherenstellung lassen hier aber viele Möglichkeiten zu.  Die Hecke ist auch hier wieder schneller als mit der Leiter-Lösung geschnitten. Bleibt noch das sich potenzierende Gewicht bei ausgezogenen Stiel. 
Wie gesagt, die Schere und der Stiel ansich sind wirklich leicht.  Die Physik allerdings kann man nicht verändern und so ist und bleibt es wirklich anstrengend, wenn mehr Hecke zu schneiden ist. Sicherer als auf der Leiter ist es trotzdem und auch weniger lästig, als das ewige Leitergerücke.  Raufgekraxle und dabei die Schere zu balancieren oder von einer helfenden Person hoch gereicht zu bekommen. 

Und es wird einfacher gleichmäßig. Schere einstellen und langsam der Hecke entlang laufen ohne Stiel und Schere zu bewegen reicht schon aus für eine gleichmäßige Schnittkante. 
Und wenn ich sage, ich teste die Geräte, dann meine ich auch testen. So sind wir schließlich auch noch raus gefahren zu den Weihern. Hier haben wir eine Erlenhecke. Wieder schwer zu schneiden. Und gerade auch wegen dieser hier hatten wir schon einmal mit der Anschaffung einer Teleskop Heckenschere geliebäugelt. 
Die Hecke ist nicht sehr hoch, aber auch relativ breit. Schwierig ist hier, dass man eben nicht zum Nachbarn gehen kann und die andere Seite schneiden. Eine Seite ist das Ufer und die andere Seite eben der Karpfenweiher. 
Wir haben sie nur von der „See-Seite“ aus geschnitten, wenn im  Winter wieder mal eine Woche 15 Grad unter Null herrschte und der Weiher auch wirklich zugefroren war. Auch hier gab es schon Unfälle. Ich denke da an den vorletzten Winter: besagte 15 Grad Kälte und wenig Schnee. Dieser wenige Schnee langte aber gerade im Uferbereich als Isolierschicht aus. Unter ihm war das Wasser nicht gefroren. Was soll ich sagen, die Hecke liegt eben gerade am Uferbereich. Beinahe gleichzeitig stürzten Volker und ich ins Wasser. Bis zu den Hüften sind wir eingebrochen. Tiefer ist der Weiher am Ufer auch nicht. Aber unangenehm ist das bei den Temperaturen. 
Bliebe noch die Lösung mit dem Boot im Sommer. Das ist mir zu gefährlich auf dem schwankenden Schlauchboot, das wir haben. 
Ganz Schlaue kommen vielleicht auf die Idee, zu warten, bis im Herbst das Wasser abgelassen wird zum Fischen. Dann kann man mit Gumistiefeln dort lang laufen und die Hecke schneiden. 
Nein kann man nicht! Wenn das Wasser draußen ist, steht man natürlich tiefer. Bis zu 2 m. Also keine Chance, an die Hecke hoch über einen ran zu kommen. Was ich probieren werde ist nun, mit der Teleskop-Heckenschere im Herbst von der Weiherseite zu schneiden.  
Aber so lange will ich nicht warten. So weit es geht werde ich diese Schere schon jetzt nutzen. 
Gesagt, getan. Stiel ausfahren, Kopf knicken und schneiden. Immer mal wieder anpassen und Verschnaufpausen einlegen (Gewicht). 

Aber es klappt. Obere Fläche der Hecke ist vollständig bescheidbar. Bei 90 Grad abgeknicktem Scherenkopf auch ein Teil der senkrechten Fläche am Weiher.

Ich bin begeistert. Das war uns sonst im Sommer nie möglich. Überhaupt auch die obere Fläche musste  immer ich  schneiden, weil ich die längeren Arme hatte. Ich lehnte mich dann noch zusätzlich in die Hecke und hoffte, nicht in den Weiher zu fallen. Nur um die senkrechten Triebe dort hinten zu erreichen. Mit dem Teleskopstiel ist das nicht mehr nötig.

Und fertig. Jetzt schwimmt zwar der ganze Heckenschnitt im Weiher, was die Karpfen aber nicht weiter stört. Der Wind treibt ihn schon an ein Ufer, von wo aus wir ihn herausnehmen können. Der Rest verrottet eben am Teichboden.

Ich habe die Vielfachverstellung des Scherenkopfes ja bereits erwähnt. Man kann ihn, wie oben gesehen in verschiedenen Stellen nach unten knicken und dann die  Hecke von oben beschneiden. 
Man kann ihn aber auch nach oben knicken, um Hecken von oben zu beschneiden. 
Nein, das ist kein Tippfehler. Nicht alle Hecken haben ja diese Höhen unserer Hecken. Es gibt auch niedrige, vielleicht nur knie-hohe Hecken. 

Schaut selbst, auch dazu kann ein Teleskopstiel gut sein. Bücken ist hier nicht mehr nötig. 
Das Bild mit meiner Buchshecke ist allerdings tatsächlich nur gestellt. Diese Hecke habe ich zwar auch kürzlich geschnitten. Aber mit einer kleinen anderen Schere. Da wäre der Einsatz der Teleskopheckenschere nun wirklich übertrieben gewesen. Aber man sieht so  gut, diese Art der Scherenkopfeinstellung. 
Nun bin ich aber durch mit meinem spontanen, nicht wirklich eingeplanten Gerätetest. 
Die Teleskopheckenschere werden wir draußen bei den Weihern (sie hat ja gottseidank Akkubetrieb) und auch im Garten noch oft weiter testen und verwenden. Genau wie die Heckenschere. 
Diese beiden Geräte gibt es, wie ich sie testete, in der Akku-Version und aber auch in einer Elektro-Version mit Stromkabel. Außerdem ist beides auch in einer Benzinmotorversion erhältlich. 
Schade fand, ich dass die Akku-Variante  nicht als Kombination beider Geräte erhältlich ist. Die anderen Motorvarianten kann man gleich als Kombi kaufen. Ein Stiel, mehrere Aufsätze. Entscheidet man sich für die Akku-Version, braucht man zwar nur einen Akku und ein Ladegerät, aber zwei Stiele. 
Vor meinem Bericht heute machte ich noch ein paar Fotos der Geräte und musste leider  feststellen, dass der Kettensägenaufsatz keinesfalls im Regal umkippen darf. Steht er nicht aufrecht, so läuft das Kettenöl aus dem Schraubverschluss des Vorratsbehälters aus. Das ist weniger schön.  
Schön allerdings  ist eben die Tatsache, dass man eben den Stiel vom  Motoraufsatz  trennen kann. So sind die doch sehr langen Geräte leichter zu verstauen. Die Motoraufsätze werden einfach auf den sechskantigen Stiel aufgesteckt und mit der Muffe (im Bild mittig am ausgezogenen Stiel erkennbar) festgeschraubt. Das geht ganz einfach. 
Zusammenfassend kann ich beide Geräte wirklich empfehlen. Das Gewicht bei ausgezogenem Stiel und eher horizontalem Arbeiten habe ich selbst unterschätzt, ist aber physikalisch erklärbar. Ansich sind die Geräte wirklich leicht!
Die Motoren erzeugen kein lautes Geräusch und sind auch bei längerem Arbeiten gut ertragbar. 
Die Kettensäge hat wirklich Kraft und Biss, was mich am meisten überrascht hat. Ja, positiv überrascht hat. 
Schön finde ich , dass die während der Arbeit notwendigen Tätigkeiten an den Geräten sehr gut mit dicken Handschuhen erledigbar sind und man kein Werkzeug benötigt. 
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Und wer bis hierher gelesen hat, hat sich auch einen Belohnung verdient. Ich darf all meine Leser mit einem Rabatt-Gutschein belohnen. Wer also Lust auf eine Heckenschere oder Kettensäge oder irgendein anderes Gerät der Firma IKRA bekommen  hat, muss beim Kauf nur das Passwort 
Sparen125
verwenden. Dann erhält er oder sie satte 25%  Rabatt auf den Einkauf. Das finde ich wirklich großzügig!Und so geht’s: 
Den Rabattcode gibt man im Warenkorb ein. Code in das Kästchen für die „Gutschein-Nummer“ eingeben und „Hinzufügen“ anklicken. Der Betrag wird sofort sichtbar abgezogen und der Endpreis angezeigt. 
Hier noch einmal die Links zu der Firma und den Geräten:
Und hier der Link zu meinem Test des IKRA Elektro-Häckslers vom Frühjahr diesen Jahres. Der Bericht wurde mir sogar schon von einem Betrüger der Blog-Szene geklaut und eins-zu-eins mit Bildern in  dessen Blog integriert. Leider weigert er  oder sie sich, meinen Artikel aus seinem / ihrem Blog zu löschen. Mein einziger Trost: ich muss wohl echt gut gewesen sein, wenn so ein Artikel geklaut wird……

Die Gedanken schweifen ab und tragen mich fort, hinein in meinen Herbst-Garten

Wir haben die letzten wundervollen Herbsttage. Ich sitze mitten in einer herrlichen Stadt in Deutschland. Es ist warmes und ruhiges Herbstwetter. 
Die Klimaanlagen kühlen den Raum herunter, dass das Sakko sogar mir willkommen ist. Ich muß dazu sagen, dass ich einfach kein Anzug-Typ bin. Schwere Vorhänge filtern das immer wieder eindringende Herbstlicht zu einer milchigen Erscheinung. Das Auge ist fokussiert nach Vorne an die Leinwand und die Ohren lauschen der Stimme des Vortagenden. 
Wir erfahren etwas von der Zukunft unseres Geschäftes. Wir beschäftigen uns mit (künftigen) Trends, anstehenden Aufgaben, trampen von einem Workshop zum nächsten. Dazwischen stärken wir uns an einer großen Auswahl sowohl gesunder als auch ungesunder Snacks. Kaffee wird reichlich genossen. 
 Ein wichtiges Meeting, ein bedeutender Kongress oder eben ein tournusmäßig notwendiges Treffen auf nationaler Ebene. Und doch ist mein Geist  immer wieder wo anders. 
Dann sitze ich daheim auf dem Stuhl unterm Walnußbaum und genieße den sich wohl am Wochenende verabschiedenden Sommer. Phänologisch sind wir bereits im Herbst, aber das Wetter ist zu schön und warm für Herbst. Aber kann etwas „zu schön“ sein? 
Nicht, wenn man es gerade genießen kann und es auch tut. 
Genießt doch einfach kurz mit mir gemeinsam und schaut, was vor meinem geistigen Auge so alles statt fand.  Immer dann, wenn mein Geist abschweifte und entschloss, die gelieferte Information eher unbewußt wahr zu nehmen, sah ich diese Bilder: 

Am späten Nachmittag dann ist das Pensum des Tages erledigt, der Kopf ist voll. Wir wollen noch etwas raus ins Freie. Ich ziehe Sandalen und kurze Hose an. Ob das nicht zu gewagt ist, werde ich im Hotel gefragt. Ich weiß, dank meiner steten Beobachtung der Wettervorhersagen natürlich, daß draußen 30 Grad sind. Innnen eben bekommt man davon wirklich überhaupt nichts mit. Eine schlimme Vorstellung für mich, so die meisten Tage meines Lebens während einer indoor-Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten verbringen zu müssen. Bin ich froh, dass es nicht so ist. 
Wir genießen die Stadt und sitzen im  Straßenkaffee. Abends geht es zu einer sehr gelungenen Veranstaltung, die wir genießen. Und zwar die meiste Zeit draußen, bis Nachts weit nach 1 Uhr. Es ist Mitte September vorbei und wir sitzen hemdärmelig im Freien. Wunderbar.  Ob wohl jemand die Lokalität kennt? 
Ich erinnere mich sehr gerne an den wundervollen und durchaus luxuriösen Abend. 

Mittlerweile bin ich wieder daheim. Ich saß heute bereits auf meinem Stuhl vor der Scheune und weiß wieder einmal: schöner als hier ist es halt doch nirgends. Denn hier ist mein Zuhause.

Üppiger Herbst und leuchtende Farben

Der Herbst ist  im Garten

Schön ist er der Herbst. Man darf halt nur die schönen Details anschauen und das nach wie vor immer mehr Verdorrende und Absterbende bei Seite lassen. 
Die ewig weiter scheinende Sonne bringt dafür aber die Herbstfarben zum Leuchten. Und bei heute wieder über 30 Grad und einer wieder überreichen Tomatenernte habe ich mich erinnert. Als ich hier im Garten anfing, vor wenigen Jahren, hatten wir zwei Jahre mit Frost schon im September. 
Ich weiß es noch genau. Damals säte ich Paprika zusammen mit Tomaten im März der April aus. Im Gewächshaus standen sie voller Früchte und die wurden nicht reif, weil im September der erste Nachtfrost kam. Dann wurde es wieder schöner, aber das rettete die Paprika auch nicht. 
Heute im September habe ich wieder mit den Tomaten etliche knallrote und reife Paprika geerntet. Mittlerweile weiß ich, daß diese bereits Anfang Februar gesät werden müssen. Und Frost haben wir gerade auch keinen. Auch in Aussicht ist keiner (gottseidank), genau wie beim Regen (zum Heulen). 

Herbstimpressionen im Landgarten

Ich möchte euch an den ruhigen, sonnigen Herbstimpressionen, die ich im Garten sammeln konnte, teilhaben lassen: 
Die Schönhütchen sind dieses Jahr besonders üppig am Blühen. 

Noch einmal gelb, dieses Mal in Form einer wieder blühenden Taglilie.

Altrosé und Lila gehören natürlich auch zum Herbst. Die Herbstastern bringen diese Farnuancen zu Hauf in die Beete. 
Ein paar Rosen blühen immer irgendwo. Hier die Rose de Resht, die den ganzen Sommer blüht. 
Natürlich blühen auch noch die sich selbst aussähenden Malven.
Der Schmetterlingsflieder macht seinem Namen alle Ehre, auch wenn er dieses Jahr nicht ganz so üppig blüht, wie sonst. 
Und ja, auch ein cremig-roséfarbenes Weiß ist schön im Herbst anzusehen. Die Staudenwicke blüht zum zweiten Mal in dieser Saison. 
Herbst und Wein. Sind das nicht gar Synonyme? Herrlich anzusehen und zu verspeisen sind die Tafeltrauben dieses Jahr. Zum ersten Mal übrigens, denn unser Weinberg ist ja erst wenige Jahre alt. 
Auch die Früchte der wilden Rosen, die Hagebutten gehören ganz automatisch zum Herbst dazu. 
Man sieht ihr zwar nicht an, ob Mai oder September ist. Aber schön anzusehen ist sie. So riesig war sie in all den Jahren wirklich nicht annähernd. Ein Bananenjahr scheinbar. 
Zu Füßen der Banane steht die Semperviren-Sammlung. Ganz groß und ganz klein nah beieinander. Die Semperviren nehmen auch langsam ihre feurige Herbstfärbung an. 
Nehmt ihr zum Palmenumtopfen auch immer die Kettensäge zu Hilfe? 
Naja im Ernst. Solche Palmen entwickeln derart kräftige Wurzeln, daß sie sich komplett aus dem Topf heraus schieben. Die Bewässerung ist nicht mehr sichergestellt. Jeder Sturm würde sie so abknicken oder aus dem Topf hebeln. Wenn es so weit ist, nahm ich immer ein Messer und schnitt unten einfach eine Wurzelscheibe ab. Dann passte sie wieder in ihren Topf. Irgendwann langte das Messer nicht mehr und ich nahm einen Fuchsschwanz und sägte die Scheibe ab. Heute müssen wir schon die Kettensäge zu Hilfe nehmen. 

Und die Scheibe ist jetzt bestimmt 15 oder mehr Zentimeter dick, die abgeschnitten werden.

Dann kommt sie zurück in den Topf und genießt weiter die Herbstsonne am mediterranen Platz. 
Wann wir jemals wieder grünen Rasen genießen können, steht in den Sternen. Die Erde reißt überall. Spalten tun sich auf zum Mauerwerk und die Spatzen nehmen mitten in der Wiese ihr Sandbad….
Für alle, die meine Herbstgemüsepflanzaktion von Anfang an über die letzten Berichte verfolgt haben, hier der Endiviensalat. 
Der Toscanische Grünkohl mit Spinat als Gründünger.

Und bereist oben im Bild zu erkennen sind die Salatpflanzen überall im Spinat. Ja da geht schon wieder überall der Salat auf. Ich lasse immer gerne hier und da einen Blühen, gerade um diesen Effekt zu haben. Keine Mühe habe ich mit den Pflanzen, einfach wachsen lassen und dann ernten. Nicht pikieren, nicht einpflanzen. Keine Bodenvorbereitung. Und es sind immer die herrlichsten Salatjungpflanzen. Gehen sehr viele auf und das an ganz ungünstigen Stellen, kann man sie natürlich auch verpflanzen. Also  Tipp für faule Gärtner. Salat (samenecht!) blühen lassen, aussamen lassen und abwarten.

Der Winterlauch. 

Heute habe ich wie gesagt wieder geerntet. Zwei Körbe Tomaten, Weißkraut, Paprika, Verveine für herrlichen Zitrusaroma-Kräutertee und natürlich wieder Fallobst. Die Äpfel werde ich trocknen und die  Schalen zu Tee machen. Auch Apfelmuß mache ich noch ein paar Gläschen. Bereits konserviert habe ich etliche Kilogramm in Form vom Apfelstreuselkuchen. Der kann so gut eingefroren werden.  Aufgetaut schmeckt er wie frisch gebacken und jeder genießt Stück für Stück von diesem Kucheklassiker. Der Hefeteig, die Butter(!)Streusel und Äpfel sind eben was ganz anderes als Tiefkühl-Kuchen aus dem Supermarkt, der meiner Meinung nach nur aus aufgeschäumter und mit Aromen versetzter Luft besteht. 
Wollt ihr was Echtes vom Land? Dann backt ihn einfach mal nach. Obst gibt es ja dieses Jahr mehr als ausreichend. Das Rezept findet ihr auf meiner Rezepteseite: Apfel-Streuselkuchen vom Blech

Natürliches Gärtnern ist der Schlüssel – eine Ausnahme erlaube ich mir

Wir sind im Früh-Herbst und der Garten erholt sich

Willkommen im Frühherbst. Leider gab es noch immer keinen Regen (einmal 4l , das war’s). Aber die Nächte bringen Feuchtigkeit und manchmal Nebel. Mit dem Gießen komme ich nun besser herum. Nicht mehr so oft und nicht mehr so lange ist es nötig. Zudem von noch einem Computer unterstützt läuft es immer automatischer ab. 
Dadurch bleibt ein wenig mehr Zeit, nötige Arbeiten zu erledigen. Mein Gemüsegarten gefällt mir langsam wieder richtig gut. Im Ziergarten ist auch Ruhe eingekehrt. Nicht nur die Stauden wachsen kaum mehr, sondern auch das Unkraut stagniert. Irgendwann werde ich mich darum kümmern. 

Ihr habt es gewusst – es ist ein Blasenstrauch

Ein herzliches Dankeschön möchte ich sagen, an die Leserinnen mit den hilfreichen Tipps zu meiner Frage im letzten Beitrag. 
Der von mir nicht gekannte Strauch ist  also ein Blasenstrauch. 
So sehen meine Sämlinge von ihm mittlerweile aus. 
Und hier noch einmal ein schöneres Tageslicht-Foto vom damals gesuchten Strauch, dem Vorfahr meiner kleinen Sträuchlein.
Ja, der Blasenstrauch soll sehr trockenheitstolerant sein und ich freue mich, wieder etwas passendes für meinen Garten gefunden zu haben. 
Andere Sträucher sind nicht so gut zu sprechen auf die Trockenheit. Hier ist meine überreich behangene Aronia, deren Früchte ich wieder ernten wollte. Sie sind am Strauch getrocknet. Die brauche ich nicht zu ernten. Auch die Blätter färben sich wunderschön herbstlich. Aber mal ehrlich, muss das bereits Anfang September der Fall sein? 

Die Trockenheit dauert an – aber Manche stört das nicht

So wie hier der Hang, vom Garten runter zur Dorstraße, sieht die komplette Landschaft aus. Heu und blanker Boden, wo man hinguckt. Nichts ist grün und nichts blüht. Wie finden da Insekten und Säugetiere oder Vögel etwas zu fressen? 
Am Hang stehen meine beiden jungen Quitten. Die bekommen ein- bis zweimal am Tag jeweils eine halbe Gießkanne Wasser in die am Stamm eingegrabenen Eimer. Sie kommen ganz gut zurecht. Und! Sie haben dieses Jahr zum ersten Mal Früchte. Ich bin so gespannt auf deren Geschmack und Haltbarkeit. Einmal ist es eine Baumwollquitte und daneben eine fränkische Hausquitte. 
Und weiter geht es im Garten. Dieses Fotos ist ein Ausschnitt unseres Rasens im oberen Garten. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Gewächse mit Hitze und Dürre zurecht kommen. Alle Gräser sind hoffnungslos verdörrt, getrocknet und abgestorben. 
Stauden dagegen, hier Unkräuter oder besser Wildstauden, haben da wohl tiefer greifende und effektivere Wurzelsysteme als Gräser und sind grün, wachsen und blühen. Zumindest die für diesen Standort mit Trockenheit angepassten Arten.
Mit Gräsern im Garten kann ich ja eh nichts anfangen. Einzig im Rasen, da brauche ich sie, wegen der normalerweise ruhigen, grünen Optik. Im Staudenbeet wären sie mir wegen ihrer „ruhigen“ und immer gleichen Optik zu langweilig. Mit Stauden habe ich da mehr Abwechslung in Form und Farbe und Blüte. Auch die Insekten sind dieser Meinung.

Herbstzeit ist Erntezeit – auch diese Jahr wieder hervorragende Kartoffeln 

Im Gemüsegarten geht die herbstliche Ernte munter weiter. Unten am Dorfweiher habe ich die mittelfrühen Galactica Kartoffeln geerntet. Sie waren oberirdisch schon abgestorben. Mein regelmäßiges Gießen mit der Benzinpumpe direkt aus dem Weiher (dessen Wasser ja fast schon wie Dünger ist)  hat sich scheinbar gelohnt. Fast 20 kg herrliche, gesunde und große Kartoffeln.

Wie wohl all die anderen Sorten dieses Jahr ausfallen? Ein wenig muss ich mich da noch gedulden, mit der Ernte. 

Kartoffelernte – ganz leicht mit der Hand und ohne Gabel, Haue oder Spaten

Meine Kartoffeln habe ich nie angehäufelt. Nur in eine Rille mit Kompost und Hornmehl gelegt, zugerecht und ganz dick mit Stroh bedeckt. HIER habe ich davon berichtet. Das war alle Arbeit seit dem Frühjahr. Außer dem Gießen und NeemÖl-Spritzen gegen die vielen vielen Kartoffelkäfer. 
Beim  Ernten muss ich auch nur das übrige Stroh und Kartoffelkraut beiseite schieben. Schon liegen sie da. Mit den Händen kann man ernten. Zu Hilfe nehme ich nur eine kleinen Handschaufel um an Stellen, deren Boden hart ist, zu graben. Und um die vereinzelt tiefer wachsenden Knollen zu heben. 
Kartoffeln mit grünen Stellen habe ich keine! Als ich früher noch anhäufelte, waren immer sehr viele mit grünen Stellen dabei. 

Nach der Ernte kümmere ich mich weiter um den Boden…

Erinnert ihr euch noch an den vergangenen Beitrag mit der Möhren und Zwiebelernte? Die abgeerntete Fläche habe ich mit dem  ausgerissenen Unkraut und Gemüselaub gemulcht. Auf den Mulch habe ich einfach Senfsamen gesät. Mit der Brause einmal bewässert, daß die Samen etwas runter rutschen und das war’s. Jetzt keimt ein schöner Senfteppich, den ich dann wieder abhacken und als Mulchschicht für den Winter verwenden kann. 

… und ein lebendiger, gesunder und natürlicher Boden kann selbst todgeweihte Pflanzen retten

Und noch eine Erinnerungsfrage. Vor einen paar Beiträgen zeigte ich Fotos von den absolut kaputten und von Erdflöhen durchlöcherten Blaukrautpflanzen. Die hätten damals eigentlich schon geerntet werden müssen. Aber sie hatten ja nicht einmal ein geschlossenes Zentrum und schon gleich keinen Kopf. 
Mulchen (gesunder und lebender Boden!), Neemöl-Spritzen und Bewässerung wieder in Gang bringen (damals im August) sowie  kühlere Temperaturen haben ihn wieder belebt. Die kaputten Blätter sind abgefallen und neue haben sich gebildet. Ein oder zwei Pflanzen bilden nun Köpfe und ich kann doch noch etwas ernten. Ist das nicht sagenhaft? Man muss der Natur nur geben, was sie braucht und schon läuft es. 

Auch der Butterkohl, der schon  hätte im Frühsommer geerntet werden sollen, kommt jetzt in die „Pötte“.

Sie reifen jetzt langsamer, aber sie reifen und reifen. Morgen wird wieder verarbeitet. 
Ins Gewächshaus komme ich schon gar nicht mehr hinein, so zugewuchert ist es. Bald ist aber Schluß und es wird aufgeräumt. 
… schließlich stehen die nächsten Gewächshausbewohner schon in den Startlöchern. 
Die ersten Winterkopfsalate sind am Wachsen. Sie werden nach den Tomaten die nächsten Monate dort verbringen. Wie das dann im Frühjahr (Anfang März) aussieht, könnt ihr euch  HIER  noch mal ansehen. 

Und doch habe ich EINEN Mineraldünger  (Kunstdünger) im Einsatz 

Ein unspektakuläres Foto ist das Folgende. Ein Zitronenbusch im Kübel. Nichts besonderes? Oh doch, das könnt ihr euch ja denken, wenn ich hier davon berichte. 
Seit dem Winter gieße ich die Zitruspflanzen mit flüssigem Calciumdünger (wie er auch bei Blütenendfäule für Tomaten verwendet wird). Ich verwende ansonsten keine Mineraldünger und lehne das ab. Ausnahme ist so ein Mangelfall, wie ihn die Zitrusgewächse hier im Garten von Anfang an haben und mir eines nach dem anderen kaputt ging. Egal welche Erde, welcher Dünger. Speziell für Zitrusgewächse oder aus dem Garten. Nach kürzester Zeit werden die Blätter hellgrün, dann noch heller und noch heller. Die Pflanzen gehen ein. 
Ich las, dass  Zitruspflanzen entgegen aller gängigen Ratschläge, unbedingt das Calcium (Kalk im Wasser) brauchen. Scheinbar ist das in unserem Brunnenwasser nicht enthalten. Damals, vor meinem Umzug hier her hatte ich keinen Probleme mit der Zitrone. Seit wir hier sind, kränkelt sie und ich hätte sie schon beinahe verloren. 
Und jetzt? Sattgrüne Neuaustriebe. Ältere Blätter sind wieder grün geworden. Ganz alte und hellgelbe hat der Baum abgestoßen. So schön grün sah ich ihn nun seit Jahren nicht mehr. 
Calciumdünger und Brennesseljauche. Diese Beiden, vor allem glaube ich, das Calcium, haben ihn gerettet. Wer also auch derartige Probleme mit seinen blassen Zitrusgewächsen hat, sollte sich so einen Calcium (nicht Kalium!!!!) Spezialdünger besorgen. Zwei weitere Zitruspflanzen erholen sich in der gleiche Art und Weise. Dieser Busch hier ist also kein Einzelfall oder eine Ausnahme!

Herbstimpressionen mit Frosch

Bevor ich mich für dieses Mal wieder verabschiede, noch ein Blick ins Staudenbeet vor dem Gemüsegarten. 
Meine Lieblingsdahlie hier mit den letzten Blüten der Clematis und der gelben Schafgarbe. 
Und ganz zum Schluß, weil es mit dem Blasenstrauch letztes Mal so wundervoll geklappt hat, wieder eine Frage an die Fachleute unter uns. Im Garten wimmelt (ja wimmelt) es nur so von Laubfröschen. Dieser Geselle hier allerdings ist kein Laubfrosch. Dafür aber ein treuer und unaufgeregter Bewohner des Gemüsegartens.  Jeden Tag hüpft er mir über den Weg. Kann mir jemand sagen mit wem ich es hier zu tun habe? Der ist ein ganz schöner Brocken, was man im Foto (Handy und auch noch Zoom nicht so richtig sieht). Wenn ich so auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir auf, dass er mindestens die Größe meiner Computer-Maus hat, wenn diese Info weiter hilft. 

Die Ernte ist feuerrot und der Ziergarten muss aus der Nähe betrachtet werden

Hallo Gartenfreunde. Nachdem ich im letzten Bericht von der Gartenschau in Würzburg erzählt habe, einem fremden Garten also, geht es heute wieder in den eigenen Garten. Und weil ich im letzten Bericht enttäuscht war über den Gemüsegarten in der Gartenschau, will ich heute zeigen, wie ein Gemüsegarten auch aussehen kann. Und das in diesem dürren Katastrophenjahr und nur mit meiner Arbeitskraft. Nicht mit Heerscharen von Gärtnern. 
Also zuerst wird einmal geerntet. Macht das die Hitze? Die Dauernde Sonne, die herunter brennt? Jedenfalls ist im Moment alle Ernte feuer-rot. 
Die dauertragende Erdbeere Ostara trägt unermüdlich. Leider reichen die Früchte nur für mich zum Naschen bei der Gartenarbeit. Ich habe nochmal nachgepflanzt und werde noch weiter vermehren. Die Früchte schmecken wahnsinnig erdbeerig und haben eine vernünftige Größe. Kleiner als einmaltragende Sorten. Wobei deren Früchte manches mal auch nicht größer werden. 

Die Ernten lege ich immer gern ins Gras zum Fotografieren. So habe ich es auch dieses Jahr gemacht. Nur, dass eben kein Gras mehr da ist….

Heute Abend noch geerntet. Möhren Duwicker. Ich mag die kleinen Dicken. Lange Möhren werden bei mir gern krumm und verwachsen, weil der Boden noch nicht so tiefgründig locker ist. 

Möhre Oxhella und Zwiebel Rijensburger (Saatzwiebeln)

 

Zwiebel Alisia Craig (Saatzwiebel)

Und zum Schluß noch was feurig Rotes? Rot ja, feurig rein. Die Naschzipffel sehen aus wie gefährlich scharfe Chilis. Sie sind aber eben Nasch-Zipfel und schmecken absolut wie Gemüsepaprika. Ohne auch nur den leisesten Hauch von Scharf. 
Ein Blick in den  Gemüsegarten. Rechts neben dem Weg zur Wasserstelle ist das Erdbeerbeet. 
Links davon sieht man Sellerie und Rosenkohl. 
Aus der Nähe sieht der Rosenkohl dieses Jahr nicht gut aus. Wie aller Kohl eben. Aber der Rosenkohl  könnte noch was werden, wenn ich alle Raupen und weiße Fliegen mit Neem-Öl in den Griff bekommen haben. 
Direkt daneben der Knollensellerie. Absolut gesundes Laub.  Die Knollen sind erst ansatzweise erkennbar. Sie wachsen aber noch bis zur Ernte Ende Oktober. Das ist immer so. 
Hinterm Apfelbaum im Selleriebeet steht der gar fürchterliche Rotkohl. 
Andere Seite im Gemüsegarten. Das Schneckenzaunbeet. Im Bericht von Anfang August, als die Bewässerung noch nicht wieder richtig funktionierte und der Mulch noch nicht aufgetragen war, sah das noch anders aus. Seht selbst HIER. In dem Bericht seht ihr auch die im Folgenden dargestellten Pflanzen noch in der Saatschale. Das ist gerade mal drei Wochen her. 
Im obigen Bild unten links zu erkennen ist der Endiviensalat. 
Als ich ihn aus der Saatschale nahm und pflanzte  sah das so aus: 
Alle Pflanzen sind trotz Hitze von 33 °C und keinem Regen (bis heute noch immer kein Regen) angegangen. 
Jetzt Ende August sehen sie schon richtig prächtig aus. 
Gleiches Spiel mit dem toscanischen Grünkohl. Im Übersichtsbild oben, ist der Kohl-Abschnitt im Bild links oben. 
Anfang August:
Und heute. Man sieht gut die Spinatgründüngung. Spinat wird von Erdflöhen, die für die millionen kleiner Löcher in den Blättern vom Kohl verantwortlich sind, gemieden. Letztes Jahr half das perfekt. Dieses Jahr keimte der Spinat nicht richtig. Es war zu trocken , weil die Bewässerung nicht richtig funktionierte. Das wurde mir aber erst richtig bewusst, als es schon fast zu spät war. Ob es jetzt beim Grünkohl auch wieder funktioniert mit dem Vorbeuge-Spinat? Wir werden es sehen, wenn neue Blätter nach kommen. 
Nochmal das Schneckenzaunbeet von der anderen Seite. Wieder schauen wir uns zuerst unten links im Bild. Hier steht der Winterlauch. 
Gepflanzt bei …. naja ihr wisst ja, wie es war. Vorher 30  oder  40 Liter pro Quadratmeter von Hand gegossen, dass überhaupt ein Pflanzen möglich war. 
Heute sieht er so aus. Man erkennt ihn wenigstens schon auf dem Foto. 
Im zweiten Übersichtsfoto ist eben vorne links der Lauch und hinten rechts am Bildrand ist der Meerreettich. Der ging mir fast kaputt wegen der defekten Bewässerung. Die Blätter winzig, dünn, von unzählbaren Löchern durchsiebt, wie die Kohlpflanzen. Dann alle weiß vom Mehltau. 
So weiß, wie hier im Foto das Blatt unten in der Mitte. 

Die Bewässerung ging dann wieder und ich habe gemulcht (die Hecke vom Karpfenweiher hatten wir geschnitten und alles mit heim gebracht und gehäckselt). 
So sieht Kren aus. Die Mehltaublätte sterben ab. Genügend und immer weiter kommen gesunde und derb-dicke Meerrettichblätter nach. Hoffentlich war die Rettung nicht zu spät und er bekommt noch schöne dicke Wurzeln. Ich bin begeistert, wie ich so viel (außer das Blaukraut) noch retten konnte. Durch naturnahes Gärtnern und Wasser. 
Die Blauhilde  (Stangenbohne) ist noch immer saftig Grün. In Würzburg war das anders….
Ein Zierkürbis ist im Wachstum explodiert, als hätte er Strahlen von einem anderen Stern abbekommen. Er steht im Schattenbeet, da ist nicht gedüngt worden und nichts habe ich angebaut. Er keimte von selbst dort. 
Das erste Dekomaterial für die rasch näherkommende Herbst- und Halloween-Deko-Epoche wächst heran. 
Bevor ich nun zum Ziergarten wechsle, noch der Blick zur aktuellen Baustelle. An der Grenze vom Gemsüegarten zum Ziergarten. Hier an der Wand lagerte immer das Brennholz vor dem Kleinschneiden. Die Wand muss aber neu gestrichen und manche Bretter ausgetauscht werden. 
Künftig lagert das Holz wo anders und ich habe vor dem Kompost mehr Platz zum Häckseln. 
Solche Arbeiten sind Volkers arbeiten. Das Holz lag auf den Paletten und darunter sammelte sich über die Jahre Eichenlaub an. Das hat er zusammen gekehrt. Dann hat er es in den weißen Sack gefüllt. Ich hielt den Sack auf dazu. Es war glühend heiß, ich schwitzte und hatte kein Hemd an. 
Warum ich das erzähle fragt ihr euch? Frage nicht nach Sonnenschein, sag ich nur! 
Der  nächste Tag war der Beginn einer langen Reihe entsetzlicher Tage. Mein ganzer Bauch, Brustkorb, Arme (an der Seite, die beim Halten zum Sack gerichtet war) und die Beine unterhalb der kurzen Hose waren übersät mit wirklich Hunderten von winzigen  „Mückenstich-Pusteln“. Aber es waren keine Mücken, in der riesigen Anzahl treten die nicht unbemerkt auf und stechen zu. Aber gejuckt hat es unvorstellbar.  Da müssen irgendwelche ekelhaften Milben oder sonstiges Ungeziefer in dem alten Laub gewesen sein, die dann beim Umfüllen mit dem Staub aufwirbelten. Volker ging es nicht anders, nur dass der ein Hemd anhatte…..
Gut, die Arbeit musste ja weiter gehen, die Wand ist fertig, nur aufgeräumt ist noch nicht. 
Jetzt aber zum spätsommerlichen  Ziergarten. 
Bitte? Das ist doch keine Zierde, das ist ein Trauerspiel? Schön, dass du es sagst, dann muss nicht ich wieder davon anfangen und jammern….
Blickt man von der Wohnung nach unten, sieht man das ganze Ausmaß. Und man sieht ganz scharf umgrenzt, wo bewässert wird. Hier nur das Staudenbeet links. 
Schaut man sich also die  Bewässerten Gartenteile an und geht ganz nah ran, so sieht man die Zierde im Garten. 
Geht man wieder weiter weg (das Schönhütchen von oben ist auch hier noch im Bild zu erkennen), so sieht man auch wieder das Trauerspiel. 
Bückt man sich aber ganz nach unten, so sieht man prächtige spätsommerliche Stauden mit Banane im Mäuerchenbeet. 
Und weil ich dauernd vom Spätsommer rede, da muß ich doch auch eines der ihn einleitenden Phänomene in der Natur darstellen. 
Die Herbstanemone blüht. Im Frühjahr läutet das Schneeglöckchen den  Vorfrühling ein. Jetzt ist es die Herbstanemone, die uns klar macht, dass der Hochsommer zu Ende ist. Wir sind im Spätsommer. 

Bald kommt dann der Herbst. Die Herbstastern jedenfalls blühen schon fleißig im verdorrten Garten.

Manche Blüte aus dem Sommer ist noch immer attraktiv. Jetzt aber in Form von Fruchtständen oder Samenständen. Dieses Jahr besonders auffällig: die Clematis. 

Egal wie glühend heiß die Sonne in den Garten knallt. Dank der vielen Wasserstellen findet Mancher auch ein kühles Plätzchen. Hier die Quellsteine sind das Spa der Meisen. Die sind süchtig nach dem Sprudel von unten an ihren Bäuchen, wenn sie auf den Steinen herum tänzeln. So wie wir im Wellnessbereich mit Whirlpool. 
Eine Wellness-Kaltwasseranwendung gönnt sich heute aber erst einmal der Schneck. 
In Wirklichkeit geht es ihm aber wohl nicht um die Erfrischung, sondern um die leckeren Algen, die sich auf den Steinen gebildet haben. Die  grast er genüsslich ab. 

Damit bin ich am Ende meines Lageberichtes. Bleibt erfrischt, was auch kommen mag. Und bleibt mir treu. 
Wer mir gerne helfen möchte, der sagt mir noch schnell, was das für ein Strauch ist, dessen Blüten dann zu erbsenschoten-ähnlichen Fruchtständen reifen. So eine Schote ist mir wohl beim Aufstehen im Biergarten, wo der Strauch wächst, rein zufällig natürlich, in die Tasche gefallen. 
Ich habe die Samen in Erde gesteckt und sofort keimten sie. Nun habe ich drei solche Sträucher und weiß nicht einmal, wie die heißen. 

Landesgartenschau Würzburg – im Dürrejahr ein Wunderwerk der Garten-Pflege

Gartenschau im Jahr der Dürre? Ist
das eine gute Idee?

Die Landesgartenschau in Würzburg dieses Jahr wollen wir auf alle Fälle besuchen. Haben wir doch nicht
einmal eine Stunde Autofahrt bis dorthin.

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trotz Jahrhunderthitze – es wird gearbeitet, es blüht und es wird geerntet

Heute melde ich mich  wieder aus unseren Liegenschaften. Die  Hitze ist mittlerweile sehr anstrengend. Oft kann ich gar nicht lange in den Garten, so brennt die Sonne herunter. Selbst im Schatten haben wir deutlich über 30 Grad. In der Sonne kann man sich überhaupt nicht aufhalten. Nachts kühlt es nicht unter 20 Grad und das Haus ist aufgeheizt vom Keller (25 Grad) bis zum Dach unter dem wir schlafen (31 Grad). Erholsam sind die Nächte schon länger nicht mehr. Heute hat es abgekühlt am Abend. Nur Regen ist leider nicht in Aussicht. Aber besser schlafen werden wir wohl die kommenden beiden Nächte. Dann geht es wieder weiter mit Hochsommer. 
Meinen Garten kann ich gießen. Die Karpfenweiher aber nicht. Das macht mir langsam Sorgen. Auf dem Foto sieht man rechts am Uferrand die Befestigungsgitter. Die sollten nicht zu sehen sein und vollkommen unter Wasser liegen. Und jedes Mal, wenn, wir raus kommen, ist der Wasserspiegel wieder um etwa eine Handbreite abgesunken. 
Am vergangenen Wochenende hatten wir Dank der tatkräftigen Hilfe von den Stammtischfreunden in weniger als einer halben Stunde unseren Gerätcontainer, den ihr ja nun schon kennen lernen durftet, aufgestellt. 

So, und eingerichtet ist er mittlerweile auch. Die Utensilien sind aus der alten Hütte umgeräumt. Jetzt kann die Hütte restlich abgerissen werden. 
Die Hitze und Trockenheit scheint ja nun noch etliche Wochen oder Monate anzuhalten. Meine Gemüsejungpflanzen waren überfällig. Den Lauch hatte ich vor ein paar Tagen ja schon gepflanzt. Nun musste der Nero di toscana-Kohl ins Beet. Wieder habe ich mit ca. 60 Litern bewässert und dann gepflanzt. Nun kann er wachsen. Den Boden muss ich noch einen Weile zusätzlich zur Tropfbewässerung von Hand gießen. 
Ich weiß, dass man am Foto nun wirklich fast keinen Kohl erkennen kann. Und ich sage euch, das ist in der Realität auch nicht anders. Aber vielleicht gelingt er ja und wächst und in ein paar Wochen kann ich tolle Kohlpflanzen fotografieren und bewundern. Dann werde ich genau hier zu dieser Stelle verlinken. 
Dieses Jahr ist der Befall der  Erdflöhe wieder sehr,sehr groß. Letztes Jahr hatte ich keinerlei Schaden durch sie. Dieses  Jahr sind fast alle Kohlpflanzen zum Teil zum Tode durchlöchert. 
Und das ist der oben bereits erwähnte Lauch. Auch ihn gieße ich zusätzlich zur Bewässerung mit dem Schlauch. Und er ist angegangen und wächst bereits. 
Gleiches gilt auch für die wohl härteste und widerstandsfähigste Gemüse-Jungpflanze, den Kopfsalat. Der wächst irgendwie immer an. Ich bin jedes Mal fasziniert, wie die unendlich zarten und winzigen Pflanzen selbst bei der größten Hitze anwachsen. 
Im Bildhintergrund seht ihr die Jungpflanze von oben. In der Reihe davor kann ich schon wieder Kopfsalat fürs Mittagessen ernten. 
Apropos Essen. Der kriechende Oregano oder was es genau ist (ich weiß es nicht mehr) blüht und wird überflutet von Schmetterlingen und Hummeln aller Größen. Es ist wunderschön sich hier hin zu kauern und den Insekten beim Essen zu zu sehen. 
Ich kann sie gar nicht oft genug abbilden. Und sei es nur als Erinnerung, wenn mal wieder ein schlechtes Tomatenjahr kommt. Rot, rot, rot. Überall leuchten sie grell aus dem dunkelgrünen Laub. 
Die Farbe rot ist auch eine gute Überleitung zum Ziergarten. 
Genau wie die Tomaten dieses Jahr einfach nur traumhaft sind, blüht der Oleander in so wundervoller Weise seit Monaten. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihm. 
Und natürlich auch die weißen Blüten vom Oleander sind ein Traum dieses Jahr. 
Weniger, ja wesentlich weniger auffällig blüht es zur gleichen Zeit irgendwo am Boden in einem Staudenbeet. Die Alpenveilchen sind erschienen. 
Bei manchen Pflanzen ist es sinnvoll, die verblühten Blüten nicht ab zu schneiden. Hier sehen wir die Fruchtstände einer Staudenclematis. Sie sind mindestens so dekorativ, wie die Blüten.   Ihre Blüte habe ich in diesem Beitrag schon einmal gezeigt. 
Selbst meine Sukkulenten muss ich dieses Jahr laufend gießen. Eine Staude ist mir schon mangels Wasser abgestorben. Sie treibt nun aber aus den Wurzeln wieder aus. Eine Sukkulente, die in der hängenden Metallkugel, ging mir kaputt. Ich habe sie aus der Kugel und in den Schatten gestellt. Sofort trieben die bis dahin blätterlosen Stängel wieder aus. Selbst diesem Sedum war es den ganzen Tag in der Sonne zu heiß. 
Mit dem Hochsommerfoto vom Staudenbeet im Vorgarten verabschiede ich mich für heute. Ich wünsche noch eine schöne Zeit im Garten und  vor allem Abkühlung und Regen. 

Garten von erfolgreich bis zerstört. Wieder mal ist alles dabei.

Heute mal wieder ein  Tagebucheintrag vom Garten. Was läuft gut, was läuft komisch? Was läuft total schief und wieder ein ernst zunehmender Schaden. 

Garten erfolgreich

Meine Ochsenherztomaten reifen. Heute hab ich wieder eine geerntet. 

Aufgeschnittene Ochsenherztomate. Da ist kein Glibber drin. 400 Gramm reines Fruchtfleisch.

Sie schmeckt mild aber mit etwas Säure und nach Tomate. Ich schneide sie gern in dicke Scheiben. Dann schmiere ich  auf eine Scheibe Brot etwas von meinem super Tomaten-Pesto. Darauf kommt eine dicke Schicht Quark und dann die Tomatenscheiben. Nur noch etwas Salz darüber und genießen. So unendlich lecker. Und genau das richtige Essen jetzt bei der Affen-Hitze.

Oder die Tomaten in den Kühlschrank legen, saß sie schön kalt wird. Dann im Mixer mit Olivenöl und Salz und einer Knoblauchzehe pürieren. So erfrischend und schmackhaft die kalte Tomatensuppe. 
Und hier kommen sie her die Tomaten. 
Ich ernte laufend für’s Essen und immer wieder massenhaft zum Konservieren. Gestern waren 4 kg Tomaten dran für Tomatensauce und getrocknete Tomaten

Erfreut bin ich dieses Jahr über das noch immer dunkelgrüne Laub. Noch keine gelben Flecken oder abgestorbene Blätter.

Unvorstellbaren Fruchtreichtum hat die Gardenpearl. Eine Ampeltomate, die wirklich in der Ampel besser aufgehoben wäre. Sie ist einfach eine Hänge-Pflanze und kann nicht mal mit viel gutem Willen ordentlich aufrecht gebunden werden. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr mal eine Ampel damit bepflanze. 
Im Gewächshaus wuchern sie auch und tragen überreich. 
Ach ja, manche erinnern sich vielleicht an meinen Laubfrosch im  Gewächshaus. Der ist zahm und kennt mich glaube ich. Er weiß, dass ich ihm nichts tue. Nun stellte ich überrascht fest, dass er noch einen Kumpel mitgebracht hat. Nicht, dass ich sie optisch auseinander halten  oder am Gesicht erkennen könnte. Nein, der Neue hier ist winzig, fingernagelgroß. Der andere ist schon viel größer, hat aber auch mal so klein angefangen. 

Garten dubios

Was verbirgt sich hinter dieser Überschrift? Ihr seht es im Foto. Gegenüber der  Tomaten ist das Paprikabeet im Gewächshaus. Paprika sind dieses Jahr gar nichts. Ein Foto ist unten angefügt. 
Kommen wir aber zuerst zu den absolut misslungenen Chilis. 
Ja hier, seht her. Die sind total daneben, missglückt. Das ist mir noch nie passiert. 

Bitte? Die sollen perfekt und vorbildlich sein? Geradezu traumhaft schön? Das mag alles sein, aber wisst ihr, dass das Wildchilis sind ? Die Pflanze höchstens 40 cm hoch und die einzelnen Chilis Winzlinge von etwa 1 cm Länge. Und das hier? Der Busch 80 cm und höher. Die Chilis fingerlang und dick. 
Daher also misslungen? Seit Jahren  ziehe ich mir ein oder zwei dieser Chilis. Ich finde die kleinen überreich behangenen Büsche schön. Die Chilis brauche ich zum Verschenken. Selbst essen wir beide in keinster Weise auch nur annähernd scharf. 
Wie gesagt, das ging nun Jahre lang gut. Aber da die Chilis immer neben den Paprikas im Gewächshaus stehen, müssen sie sich letztes Jahr gekreuzt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, warum die Chili dieses Jahr derart groß wachsen und riesige Wildchilis hervorbringen. Leider sind sie so scharf, wie die echten Wildchilis . Damit sind sie für uns nicht zu verwenden. Vergebenen Müh‘ und Arbeit. Was mache ich jetzt mit den unzähligen Chilis?
Und bitte: nicht falsch verstehen. Das sollte irgendwie ironisch rüber kommen! Und ich wollte die Ironie des Schicksals darstellen. Mit viel Mühe versuche ich Gemüse zu bauen und es mißlingt. Die Chili ist so kräftig, gesund, perfekt und reichtragend und die kann ich nicht brauchen oder habe sie nicht beabsichtigt. Verrückt oder? Und ich wollte darstellen, was passiert, wenn man selber Samen erntet und nicht alles bedenkt. Klar hätte ich dran denken können, daß sich die ganzen Paprika und Chilis irgendwie kreuzen, so eng wie die aufeinander stehen. Aber ich tat es halt nicht. Nächstes Jahr kaufe ich jedenfalls wieder frisches Saatgut, weil ja auch die Paprika einfach nicht mehr richtig werden wollen. Sicher sind die auch schon eine eigene Züchtung mit eher ungünstigen Eigenschaften. 
Noch mehr Chilis? Nun ich war auch erst skeptisch, als mir die Christine die Samen der Naschzipfel schickte. Ich habe es probiert und was soll ich sagen. Das sind Chilis für mich. Sehen scharf aus und schmecken köstlich nach….. Na? Nach was? Nach Gemüsepaprika! Ohne einen einzigen winzigen Hauch von scharf. Die geben Farbe und Geschmack in Salate oder auf dem Vesperbrett. 
Und hier die echten Paprika. Viele haben ein Loch und faulen am Stock. Wie im Bild hinten rechts zu sehen. 

Garten mit Zukunft

Nun, viele meinen ich wäre der perfekteste Pessimist, den man erfinden könnte. Ich halte mich aber gar nicht für so schwarzseherisch. Würde ich sonst in so einem katastrophalen Jahr im Garten noch weiter Gemüse sähen? Und mit katastrophal meine ich nicht nur die Hitze jetzt. Einfach das ganze Jahr schon bringt nur Misserfolge und begann mit großer Unlust zum Gärtnern. 
Hier sieht man Salat und Endivien. Auch Winterlauch ist noch in der Saatschale. Wie soll der nur in den Boden kommen, der so trocken ist. Die Sonne knallt unbarmherzig. Machen das Jungpflanzen mit? 

Ein paar Malvensämlinge, Winterrettiche und Gurken. Hallo Anna! 😉

Auch der Toskanische Grünkohl „Nero die Toscana“ sollte längst im Beet wachsen. 
Es hilft nichts. Ich muss es probieren. Der Lauch soll als erstes ins Beet und ein paar Salatpflanzen. 
Etwa 2 qm hat das Beet. Also schnell mal 60 Liter Wasser darauf ausgebreitet und den Lauch gepflanzt. Salat kam neben an ins Beet. Jetzt wird es interessant, was die Natur, also die Pflanzen, zum Wetter sagen. 

Garten verwelkt

Der eben gepflanzte Lauch ist hinter der Baustahlmatte. So sieht es aktuell im Beet aus. Und das bei 5maliger Bewässerung in der Woche mit Tropfschläuchen. 

Kein Wunder bei den Temperaturen.

Im Schatten ist es angenehm kühl bei 33 Grad. Im Schlafzimmer bei nur 31 Grad fröstelt es mich schon fast ?!?!

So sieht es unten am Dorfweiher in meinem Garten aus.

Ich weiß nicht, ob man es am Foto sieht. Aber die Walnußbäume im Gemüsegarten sind absolut welk und schlapp. Also so viel dazu, dass ich zu viel gieße und lieber die Gemüsepflanzen trocken halten sollte, damit sie tiefer wurzeln. Wie tief wurzelt wohl so ein Salat? Tiefer als ein Walnußbaum oder eine mehrjährige Ramblerrose, die zum Teil ihr Laub schon abgeworfen hat? 
Die Fliederhecke. 
Der Rasen. 

Garten erblüht

So, nun aber genug von Horrorbildern. Es gibt auch Schönes zu sehen. Eben überall dort wo ich oft mehrmals am Tag, gieße. 
Blühende Sukkulente.
Ich habe diese Dachwurzverwandte in einer Ampel untergebracht. 
Und die Ampel hängt an der Palme. 
Auch auf der Bank unter der Palme stehen Sukkulente. 
Der Oleander blüht nun schon seit so vielen Wochen über und über. Traumhaft! 
Der mediterrane Platz mit Oleander und Sukkulente in der Palme, im Überblick. 
Eine recht kümmernde Hortensie habe ich. Sie schluckt Wasser wie verrückt. Täglich sind die Blüten welk, egal wie viel ich am Vortag gewässert habe. Nach dem Gießen ist in wenigen Minuten alles wieder frisch. 
Die riesigen Herbstasternbüsche fangen an zu blühen. 
David Austin Rose  „Golden Celebration“ kommt absolut ohne (!) Bewässerung aus. Und blüht und blüht und blüht. 
Banane mit Sonnenhut und Sommerflieder im Mäuerchenbeet. So viele Schmetterlinge, wie dieses Jahr,  waren noch nie am Sommerflieder. 
Das Mäuerchenbeet zur aktuell schönsten Tageszeit. Wenn die Sonne endlich untergeht…..

Garten zerstört

Ja, leider beende ich diesen Beitrag nicht mit schönen Bildern. Ganz aktuell, da gestern Abend erst geschehen, muss ich schon wieder einen drastischen Schaden im Garten beklagen. 
Gut, es ist nicht mein Garten  und nicht unser Weiher. Es ist aber mein ehemaliger „Garten“. Das Familienfeld, das nun mein Bruder bewirtschaftet. Darauf habe ich vor etwa 30 Jahren eine Ulme gepflanzt. Sie sind ja fast am Aussterben, wegen einer Krankheit. Ich wollte etwas zum Erhalt tun und setzte genau diese Baumart. 
Gestern nun raste ein Autofahrer daran. Das Pressefoto lässt mich nur Kopfschütteln. Dieses Foto haben wir selbst gemacht und das darf ich auch verwenden. Der Wagen stand frontal am Baum. Wohlgemerkt seine Fahrbahn  war auf der anderen Straßenseite. Er hat die Straße überquert, unsere Einfahrt mit Durchlass zerstört (daher die Steinbrocken), ist  ins Grundstück gerast und  dann frontal in den Baum gerammt. 
Vier Personen im Auto sehr schwer verletzt. Mein Baum auch! 

Die Verbindlichkeit ist gestorben – und leider nicht nur diese

Die Verbindlichkeit ist gestorben

Gibt es heut zu Tage eigentlich irgendwo noch irgendeine Art der Verlässlichkeit oder Verbindlichkeit? Kann man auf irgendeine Aussage oder Ansage eines Anderen noch etwas geben? 
Im Geschäft kennen wir das schon länger. Ich nenne es immer die „facebook-Mentalität“ schnell mal was „liken“ oder „zusagen“ ohne je daran zu glauben, es zu kennen, es zu mögen oder es ernst zu nehmen. 
Aber selbst im Alltagsleben erfahre ich immer mehr, man kann sich leider auf nichts mehr verlassen. Heute der Fall „Gerätecontainer“. Wir freuen uns, dass er da ist. Die Umstände dazu aber, puhhhhh. 
Also der Gerätekontainer wurde von uns geordert. Ausdrücklich baten wir, dass die Spedition uns vor der Lieferung  kontaktiert. Genau das wurde vom Lieferanten auch so geschrieben. Schließlich, so hieß es weiter, muss der Kunde zum Abladen 4 Personen oder einen Stapler bereit halten. 
Die Bestellung wurde also gern vom Lieferanten angenommen und dann hörten wir nichts mehr. Immerhin stand auch dabei, daß die Lieferung im Moment wegen hohen Autragsaufkommens etwas länger dauern kann. 
Vergangenen Mittwoch dann war es so weit. Ich bin allein daheim zum Gartentag. Volker fuhr am Vormittag in die Firma und hatte geschäftliche Termine. 
Da klingelt es an der Haustür. Ich dachte, die Bekannte der Mutter, die zum Gartenrundgang angekündigt war, ist schon hier und rannte los. 
Bitte? Was soll das? Da steht ein sehr kleiner LKW mit einem  sehr großen Anhänger und hat zwei solche Geräte-Container an Bord. 
Verdutzt frage ich, was er hier will und dass er sich nicht angekündigt hat. Die Aussage hätte ich mir sparen können, da eine Verständigung auf Deutsch leider nicht möglich war. Seine Sprache spreche ich nicht, also blieb Zeichensprache und einzelne Wörter. 
Ich rufe Volker an, er weiß auch von nichts. Ich sehe mir den LKW an erinnere mich an etliche Lieferungen von Fliesen oder Terassenplatten mit LKWs vom Baumarkt. Die Maschinen waren etwa zehn mal größer und – jetzt kommt´s – die hatten einen riesigen Kran-Arm angebaut. Mit dem hieften sie immer die Ware in die Einfahrt. 
Ich versuche also dem Fahrer  des Mini-LKWs folgende Information zu entlocken: Wie lädt er das ab? 
Und wieder war ich verdutzt. Die Antwort war so einfach wie kurz. „Vier Mann“ schmetterten die beiden Worte als bloße Tatsache aus seinem nuschelnden Mund. 
Fragend blickte ich mich um. Vier Mann? „Nix vier Mann.  Du und ich. Wir sind zwei Mann. „
Er antwortete mit einem Axelzucken und abermals zwei Worten „Nu….. probiere…..“. Meine Stirn legte sich in Falten und er fängt an, die Sicherungsgurte zu lösen. Ich sollte der Vollständigkeit halber hier erwähnen, dass es gegen Mittag ist. Im Schatten haben wir 32°C und dort im Vorgarten knallt gerade voll die Sonne hin. 
Ach und noch was sollte ich erwähnen. Der Container hat eine Grundfläche von 4 x 2,5 Metern. Geliefert werden die einzelnen Teile: Bodenplatte mit 3 cm dicken Holzbohlen ausgelegt, Dach, Seitenwände, Rückwand und Vorderwand mit zweiflügeliger Tür. 
Teil für Teil laden also die schon erwähnten zwei (!) Mann alles ab. Die  Sache schien, wäre nicht die Hitze dabei, machbar. Doch dann kam die Bodenplatte. Maße und Beschaffenheit habe ich soeben beschrieben! Jetzt wird die Angabe von vier Mann klar. Ich hatte mich ja schon, während er die Gurte löste umgesehen, ob ich irgendeinen Nachbarn oder auf der Straße jemanden sehe, den ich kenne und anquatschen könnte. Aber Mittwoch Mittag ist alles ausgeflogen und „uf Schicht“. Es bleibt definitiv bei „zwei Mann“. 
Die Ladefläche des LKW geht mir bis zur Brust. Da muss die Platte runter und in den Hof. Meine Kräfte langen noch zum Runterheben und ein Stück vom LKW weg. Dann muss ich absetzen. Vielleicht  hätte der Fahrer noch durchgehalten, ich jedenfalls nicht. Hoch bekam ich sie auch nicht mehr und so mussten wir sie über einen Meter am Beton ziehen. Nicht leicht und nicht gut für den Lack unten an den  Eck-Profilen. Aber das Tor musste ja wieder geschlossen werden können. 
Wir hatten es geschafft und ich war fix und fertig. Und ich war sauer, dass man einem Kunden, der so ein Teil kauft (ja kauft, es war ja nicht gerade geschenkt!), welches diese Ausmaße und das Gewicht hat, nicht Bescheid sagt, wann es kommt. Und das obwohl es in der Produktbeschreibung ausdrücklich so geschrieben steht. Schon allein wegen der vier Mann oder Stapler die wohl wirklich erforderlich sind. Noch ärgerlicher ist, dass Volker kurz vorher weg fuhr. Hätten wir gewusst, dass die Lieferung heute erfolgt, hätte er die Termine später machen könne und wäre daheim geblieben. 
Jedenfalls liegt nun das Teil im Hof und muss da auch schnellstens wieder raus. So kann ja kein Auto in den Grund fahren.  Wir müssen draußen parken. 

Nicht alle Verbindlichkeit ist tot. 

Der Liefertermin erweist sich auch weiter als ungünstig. Niemand, den wir fragen, hat am Wochenende Zeit, uns zu helfen. Und diese Aussagen sind – Stichwort Verbindlichkeit und Ehrlichkeit – ernsthaft gemeint. Haben doch die Gefragten uns schon so wahnsinnig viel im Garten und bei den Weihern geholfen. Bereitwillig! Aber jeder hat halt so seine Termine. Das geht uns ja auch nicht anders. 
Jedenfalls richtet es sich ein Freund ein, vor der Baustelle bei seinem Sohn, noch schnell uns zu helfen. 
Er kommt mit seinem Schlepper, an dem vorne eine Gabel montiert ist und dem Hänger. Auf unseren Auto-Anhängern kann man das nicht transportieren. 
Wir schaffen es zu Zweit mit der hydraulischen Frontgabel des Schleppers, die Bodenplatte wieder auf den Anhänger zu transportieren. 
Jetzt noch zu dritt die anderen Teile. 
Alles fest verzurrt und los geht der wilde Ritt. Im Konvoi von Schlepper mit Anhänger und unserem Bus tuckern wir raus zu unseren Karpfenweihern. 
Meine Arme und Schultern freuen sich schon. Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage wird nun die Last abermals verladen. Runter vom Hänger und einfach an die alte Hütte gelehnt. 
Nun kann Volker noch die paar restlichen Balken der alten Hütte abreißen. Dann kann aufgestellt werden. Dazu aber brauchen wir definitiv mindestens 4-5 Personen. Einmal muss die Bodenplatte ja von Hand an Ort und Stelle gebracht werden und das Gelände ist nicht eben, sogar mit einer meterhohen Stufe zum Bach dahinter ausgestattet. Zum anderen muss das Dach ja nicht nur bewegt, sondern zielgerichtet aufgelegt werden. Die Helfer sind jedenfalls mittlerweile, da ich die Zeilen hier schreibe organisiert. Gottseidank und ganz gewiss verbindlich. 
Wenn der Gerätecontainer dann steht, hat er diese Aussicht. Er hat es doch ganz gut getroffen oder? 
Und für was braucht man nun so einen Container bei den Weihern? Nun, da gibt es eine Vielzahl an Dingen, die untergebracht werden müssen. 
Das fängt an  mit ein paar Fässern Getreide und altem Brot als Futter. Man braucht verschiedene Käscher und Wasserwannen zum Fischen. Schaufeln, Rechen und dergleichen sind zu Grundstückspflege notwendig. Bretter, Rohre und so weiter zum Verschließen der Mönche, inklusive diverser Reserveteile. Dazu kommen Stiefel, Schubkarren und andere Werkzeuge. Also der Container wird rasch voll sein. 

Ernsthafte und traurige Schäden durch  Hitze und Dürre

Neben diesem Teich steht dann der Container.  Und leider beginnt mit dieser schönen Aussicht ein weiteres „Drama“ des Wochenendes. Diese Hitze und vor allem auch die Dürre forderte ihre Opfer. Leider.
Dürre? Also das hier sieht doch wundervoll aus. Wäre doch nur ein Stückchen meiner Wiese im Garten ebenfalls so satt grün. 
Aber so nah am Wasser liegt der Rasen daheim leider nicht und ist daher zu 100% vertrocknet. 

Auch schöne Blüten findet man hier draußen am Weiher.

Aber ich schweife ab und bin eigentlich bei dem traurigen Teil meines heutigen Artikels angekommen. Schauen wir also noch einmal auf den Teich von eben. Mit dem grünen Pfeil habe ich den normalen Wasserstand markiert. Ihr seht selbst, wo er mittlerweile ist. Deutlich niedriger. 
Gut, so ein Weiher ist über 2 Meter tief. Da ist schon noch genug Wasser darin. Kein Grund zur Panik, oder? 
Und ich sage doch! Keiner unserer Weiher hat nun mehr einen Zulauf. Der Bach zwischen ihnen ist komplett trocken. Die Quellen, die von  unten Wasser liefern, langen nicht aus, den Verdunstungsverlust auszugleichen. Daher sinkt der Spiegel. Und wenn die Sonne Tag für Tag, Woche für  Woche, Monat für Monat herunter sticht. Kein neues Wasser hinein fließt und doch viele Fische darin leben wird etwas knapp. Sehr knapp. Ahnt ihr es? Ja, der Sauerstoff wird knapp. Karpfen sind Warmwasserfische und brauchen vergleichsweise wenig Sauerstoff. Forellen wären hier schon lange dahin. Aber, sie brauchen Sauerstoff, das steht fest. 
Wenn dann noch in einem Teich diese Pest an Wasserlinsen die Oberfläche versiegelt, kann auch kein Sauerstoff mehr über die Luft ins Wasser. Und die Pflanzen sind eine Pest. Man schöpft sie ab mit einem Käscher, eimerweise, wannenweise und die Fläche wird nicht frei, niemals. 
Und dann ist es so weit. Der Weiher kippt um, die Fische sterben. Im Weiher waren alte Fische. Graskarpfen, die mindestens 15 Jahre alt waren und riesige Spiegelkarpfen, die auch immer für Brut sorgten. Tot schwammen sie an der Oberfläche. Vom Geruch ganz zu schweigen. 
Wir mussten also im Juli „Weiher-Fischen“. Eine Arbeit, die sonst im März oder Oktober dran ist. Zeit dazu haben wir eigentlich nicht, aber es muss sein. 
Während das wertvolle Wasser also im Graben verschwindet, fange ich an ein Loch auszuheben. Deutlich länger als breit. Die Graskarpfen waren wesentlich länger und vor allem dicker als mein Arm. Dazu also die Spaten und Schaufeln im Container…..
Es reut uns sehr ums Wasser, das die anderen Weiher gut brauchen könnten. Aber es stinkt ekelig und wir würden den anderen Weihern mehr schaden als nutzen damit. 
Zwei Karpfen konnten wir retten. Nach gründlicher Dusche (es mussten alle Wasserlinsen von ihnen abgespült werden) kamen sie in einen anderen  Teich und können sich dort erholen. 
So lange wir also draußen waren, ließen wir unsere Pumpen Wasser als Fontäne wieder in die Teich pumpen. Vielleicht kommt so ein wenig Sauerstoff rein. 

Eigentlich aber auch nur eine Farce. Wenn es täglich geschähe wohl sinnvoll, aber so? Meine Pumpe läuft mit einem Tank nur eine Stunde. Also müsste ich, wenn ich daheim bin, stündlich raus zum Tanken. Die andere Pumpe ist elektrisch, betrieben mit einem Stromaggregat. Das läuft ein paar Stunden, aber aus unbekannten Grund geht es nach etwa  2 Stunden aus und lässt sich erst am nächsten Tag wieder starten. Also erübrigt sich die Frage, ob ich es machen soll mit den Fontänen am Weiher. Da hier überall keine Linsen auf der Oberfläche sind, hoffen, wir auf einen guten Ausgang. Es kann ja nur noch Wochen dauern mit der Hitze. Haben wir doch im Wasser alles, was wir an Fischen haben. Von der einjährigen Brut, über die zweijährigen, dreijährigen Fische, die Speisekarpfen und die alten Karpfen, die dieses Jahr sicher wieder für reichlich Brut sorgen werden.
Für die ist dieser Sommer auch anstrengend, wie für uns.  

Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 
Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 
Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 
Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für’s Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 

Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.

Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 
Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel….
Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 
Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 
Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 
Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 
Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse…….
Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 

Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.

So, das war’s für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen.