Zwei Gartenprojekte sind abgeschlossen –

Die Dürre vom vergangenen Sommer war der Auslöser. Wir entschlossen uns zu zwei Projekten in diesem Zusammenhang. Mit einem, das ich heute beschreibe, spare ich Zeit (beim Gießen) und mit dem anderen machen wir aus der Not eine Tugend. Das wird demnächst beschrieben.

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Frühling im Landgarten und alles will ans Freie und ans Licht

Das Bachgeplätscher war nicht die einzige Aktion vom vergangenen Wochenende. Weil sie aber sehr umfangreich war, blieb nicht mehr viel Zeit für andere Gartenarbeiten. Dennoch möchte ich heute ein paar Eindrücke vom erwachenden Landgarten zeigen.

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Sähen, ernten, vorbereiten und aufräumen. Und das bereits im Februar!

Was für ein herrliches Vorfrühlingswetter im Februar. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mit den Frühlingsgartenarbeiten begonnen. Ein wenig zeitlicher Vorsprung kann ja nie schaden. Die Arbeitsspitzen kann ich so vielleicht etwas entzerren.

Und es wurde ja auch Zeit, dass ich hier einmal wieder von richtigen Gartenarbeiten berichten kann. Also schaut euch doch einfach an, was ich ernte, was ich sähe und wie ich es mache oder was weg musste.

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Wie die Washingtonia-Palme über den Winter kommt

So, das sind wir also wieder. Der Winter ist jetzt da. So manch einer hatte im vergangen Winter recht aufmerksam unsere Bemühungen um die Washingtonia im Freien verfolgt. Sie hat es mit Müh und Not überlebt. Daher musste für den Winter 2018/19 wieder von Vorne begonnen werden mit Konstruieren und Bauen.

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Der Herbstgarten von innen und von außen, im Großen und im Kleinen.

Lange hatte ich es mir fast schon herbei gewünscht. Das kalte und düstere Herbstwetter. Jetzt ist es da. Der November ist zwar noch immer äußerst handzahm, aber man merkt, wie sich alles zur Ruhe begibt. Ich auch und das tut gut, nach diesem anstrengenden Sommer. 
Ich finde es schön, dass es abends schon sehr bald dunkel wird. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die  Tagesarbeiten zu beenden und ins Haus zu gehen. 
Auch morgens dauert es länger, bis ich in den Garten gehe. Ich warte, bis der Nebel sich etwas verzogen hat und die Temperaturen geklettert sind. Bis dahin kann ich drinnen dies und das erledigen. Ich finde alles entspannter jetzt. 
Das Frühstück dauert etwas länger. Ich lese jetzt wieder Gartenbücher. Im Moment eines über die Staudenbeetgestaltung. So viele gute Anregungen habe ich da heraus genommen, neue Ideen und Ansatzpunkte für Veränderung und Verbesserung. 
Am liebsten würde ich ein neues Beet anlegen. Den Platz habe ich schon auserkoren. Meinem Garten, meinem Geschmack und meinem Kleinklima angemessen finde ich ein mediterranes Staudenbeet gerade sehr reizvoll. Den halbrunden mediterranen Platz sollte es ebenfalls halbrund umfließen als blühender Streifen. 
Schön wird das aussehen. Der Enthusiasmus ist groß, eine Liste in Frage kommender Stauden ist zusammengestellt. Und dann? Von was schwärmte ich doch  gleich noch zu Beginn meines heutigen Beitrages? Von Entspannung und Ruhe? Da haben wir es, das Problem der Realität. Dieser ach so genial passende Halbkreis-Streifen um den Platz muss erst mal ganz nach hinten in der Prioritätenliste geschoben werden. Ich weiß ja, was im Sommer zu tun ist und wie viel Zeit ich dazu habe. Für noch ein Beet ist einfach keine  Ressource mehr vorhanden. Außer, ich werde hauptberuflicher Landgarten-Gärtner. Das wäre so schön und genial wie die Idee des Beetes, ist aber leider genauso wenig real, wie eben dieses neue Beet. Aber die Beet-Idee ist geboren und wird auf alle Fälle, sei es auch nur im Hinterkopf, am Leben erhalten. 
Jetzt lege ich erst einmal das Buch zu Seite. Ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster über die Köpfe meiner Sukkulenten hinweg, zeigt goldenen Farben und erste Sonnenstrahlen. Zeit für den Garten! 
So, bis ich also in all meine Klamotten-Schichten hinein geschlüpft bin, ist es auch schon wieder vorüber mit der Sonne. Komisches Wetter, weht einem da auf einmal so eine Nebelbank durch den Nikolausbart. 
Die Nächte sind gerade immer leicht frostig. Am Morgen sieht man das den Pflanzen dann auch an. Hier steht noch ein Nachzügler-Blumenkohl im Beet. 
Im Gemüsegarten ist jetzt nicht mehr viel zu tun. Immer wieder Laub kehren. Hier und im restlichen Garten. Und die Sonne kommt langsam auch wieder hervor. 
Ich werde gleich mal einen Rundgang durch den Garten machen. Heute sollen stimmungsvolle Herbstfotos entstehen. Der November mag neblig und kalt sein. Gerade in der tiefstehenden Sonne gelingen aber, auch mit den letzten Resten Farbe im Garten, sehr schöne Aufnahmen. Dazu muss man dann allerdings immer wieder und wieder durch den Garten schlurfen und sehr aufmerksam hinsehen. Die richtigen Momente sind so schnell wieder vergangen, wie sie aufgetaucht sind. Daher unterbreche ich immer wieder meine kleineren Arbeiten und schnappe mir das  Handy zum Fotografieren. 
Hinter diesen Büschen liegt mein Weinberg. 
In den beiden Büschen, einem Holunder und einem Flieder, wächst eine wilde Rose. Sie hat schöne Hagebutten für die Vögel. 
Mein Weinberg brachte dieses Jahr zum ersten mal Tafeltrauben für die Küche. Ich bin sehr zufrieden mit der Ernte und dem Geschmack. 
Ebenfalls hier im Vorgarten steht der „alte Dorfbrunnen“. Das Wasser ist abgelassen, die Pumpe frostsicher verstaut. Die Moosrose wird im Frühjahr wieder in ihrem unvorstellbar tiefgründigen und duftendem dunklen Lila den Brunnen dominieren. Jetzt gerade finde ich die Kombination von goldenem Laub und grauem Stein aber auch sehr ansehnlich. 
Zwischen Brunnen und Gartentor ist zur Abstützung des Geländes dieses kleine Steinmäuerchen gesetzt. Es sollte schon längst renoviert werden. Die Steine liegen bereit, aber (siehe mediterranes Beet) die Zeit fehlt einfach. Naja, so lange es noch irgendwie hält, passt ja alles. 
Sehr schön finde ich ja die niedrige Form der Katzenminze. Einmal ein oder zwei Stauden gepflanzt, hat sie nun bereits den ganzen Garten mit ihren Sämlingen erobert.  Wo es geht, lasse ich diese stehen. Immerhin blüht die Katzenminze vom Frühjahr bis jetzt. Die Staude ist sehr pflegeleicht. 
Und jetzt schaut euch doch mal das hier an. So sieht der Rasen im Vorgarten aus. Durch die Dürre war er ja komplett verschwunden. Seit Monaten ist die blanke Erde, durchsetzt mit ein paar Löwenzahnrosetten die Zierde des Vorgartens. Nun keimt es dort wieder. Was das wohl ist? Klee? Gänseblümchen? 

Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auch frisches Gras in der Steppe.

Die Sonne hat mittlerweile den Nebel vollkommen besiegt. Herbstchrysantheme und abermals Katzenminze freuen sich über das Sonnenbad. 

Der Himmel ist blau, wie im Hochsommer. Vor diesem Hintergrund tänzeln die letzten Schönhütchen durch den Herbst. Ein wenig zerfleddert aber nicht ohne Charme, wie ich finde.

Oh und der Blutstorchschnabel zu ihren Füßen. Ihm hat Hitze und Trockenheit nichts anhaben können. Wie jedes Jahr hat er ein irrsinnig große Fläche im Beet einfach zugewuchert. Gottseidank! So habe ich, genau wie bei der Katzenminze, den ganzen Sommer über bis jetzt ununterbrochen überall die hübschen kleinen  farbintensiven Blütchen.

Ganz genau dort, wo die zerzausten Schönhütchen ihren herbstlichen Tanz aufführen und der Storchschnabel unermüdlich weiter kleine Blüten treibt, kann man diese „bis aufs Blut“ bewaffnete Pflanze bestaunen.

Ich habe im Garten keine, die größere und mächtigere Dornen hat. Ich kenne hier auch keine Pflanze, die es mit der winterharten Zitrone dahingehend aufnehmen könnte. Dieses Jahr hat der Strauch im Frühling zum ersten mal geblüht. Und wie ich es erhoffte, schwängerten schon die wenigen ersten Blüten in seinem stacheligen Geäst die ganze Umgebung mit dem von mir so geliebten, schweren und klebrigen und süßen Duft der Zitrusblüten.

Den ganzen Sommer versuchte ich im Gestrüpp mögliche erste Früchte aus zu machen. Leider fand ich keine. Jetzt, da alles Laub weg war, entdeckte ich doch eine. Kugelrund, golfballgroß, traumhaftes warmes Gelb und ein Zitrusduft der an ihr haftet komplettierten diese schöne Frucht.

Den Vorgarten werde ich nun verlassen und den Hang hinauf in den oberen Garten gehen. Auf dem Weg dorthin finde ich noch ein Büschel mit Rosenknospen. 
Oder diese kleine Sonne tief unten am Boden unterm Flieder. 
Im oberen Garten steht unser schöner Hausbaum, die Baumhasel, jetzt vollkommen nackt in der Wiese. Auch hier konnte ich, nachdem das Laub gefallen war, etwas sehr schönes feststellen. Die ersten „Schwänzchen“ hängen an ihm. Das heißt, er wird im Frühjahr beizeiten zum ersten mal blühen. Seine Pollen qälen mir dann wieder meine Nase, wie die der anderen  Haselnußsträucher. Aber ich kann auch auf erste Nüsse von ihm hoffen. 
Noch immer reife Früchte trägt die Herbsthimbeere im Beerenspalier am Zaun zum Nachbarn. 
Auch hier oben befindet sich, vielleicht habt ihr ihn  hinterm Hausbaum gerade schon gesehen, der mediterrane Platz. 
Das war nun eine meiner Arbeiten für heute. Alle Kübelpflanzen sind jetzt eingeräumt. Vielleicht hätten die einen oder anderen noch leichten Frost ertragen und draußen bleiben können. Es soll aber kälter werden, wir haben schon gleich Ende November und ich habe nicht immer auf Kommando Zeit und Hilfe, das zu erledigen. Also wurden alle verstaut. Das beruhigt meine Nerven, sorgt für mehr Entspannung und ist sowieso demnächst unumgänglich. 
Hier also, um das Rund des Platzes, könnte ein Streifen mit niedrigen, silberlaubigen und lila und blau und weiß und eventuell rot blühenden mediterranen Stauden seinen Platz finden. Vielleicht hinten, zum Platz hin, etwas Höheres wie kleine Sträucher oder ein Spalier, das auch im Winter schön ist. Dann hätte der Platz und der obere Garten auch jetzt, da alles weggeräumt ist,  mehr Struktur und Höhe. 
Ja viel steht nicht mehr am Platz. Nur die Hanfpalme kündet noch von der mediterranen Pracht meiner Kübelpflanzen. Sie bleibt draußen. Der Topf ist isoliert und beheizt. Der Stamm hat ein Heizkabel und wird noch umwickelt. Der Schopf bekommt wieder sein Häuschen aufgesetzt. 
Wo ist der Rest der Kübel hin gekommen? Schaut mal hinter der Palme durchs Fenster!
Ja, da sind ja welche der Kübepflanzen. Aber nur ein winziger Teil. 
Deneben ist schließlich noch ein Fenster. 
Und der Raum hinter diesem war einmal der Hasenstall. Von uns entkernt und isoliert, beherbergt er jetzt in den Wintermonaten die Kübelpflanzen. Wir nennen den Bau ganz nobel „Palmenhaus“. Für die Hanfpalme, die Washingtonia und die Dattelpalme hatten wir es entkernt. Sie passten nirgends sonst mehr hinein. Jetzt steht nur noch, mit Müh‘ und Not, die Dattelpalme darin.  Die anderen passen schon lange nicht mehr hinein. 
Hier seht ihr, warum Hanfpalme (hinten) und Washingtonia (auf dem Hubwagen) nicht mehr ins Palmenhaus können…..
Die Zwergseerose im Seerosenbecken ist auch noch draußen. Sie kommt erst rein, bevor das Wasser droht durch zu frieren. Meist ist das Ende Dezember oder im Januar so weit. 

Zusammengesammelt im Garten habe ich auch einige meiner Sukkulenten. Sie sind frosthart, stehen aber jetzt regengeschützt unterm Carport-Dach.

An der Grenze von oberem Garten und Gemüsegarten finde ich im Staudenbeet noch eine Herbstchrysantheme, 
einen Storchschnabel
und an der Scheune die jetzt golden strahlende Ramblerrose. 
Der Rambler umgarnt das Scheunentor und in der Scheune wird auch fleißig gewerkelt. Ich verrate nur, dass es wohl etwas mit der Washingtonia zu tun hat. Darüber berichte ich dann aber ein anderes Mal. 
Der Tag neigt sich seinem zeitigen Ende. Einige Arbeiten konnte ich zu meiner großen Zufriedenheit erledigen oder weit voran bringen. Meine sonnigen Novemberfotos habe ich auch so weit im Kasten. Vielleicht schaue ich rasch noch einmal in den Gemüsegarten. 
November-Sonne auf dem toscanischen Grünkohl! 
Ich setze mich auf mein Bänkchen im Gemüsegarten und blicke in den Abendhimmel. Zurück zum Haus und zurück über einen sehr schönen Novembertag draußen im Garten. 
Dem Gemüsegarten kann ich beruhigt, auf dem Weg nach drinnen, den Rücken kehren. Was zu schützen ist, habe ich geschützt. Der Boden ist flächendeckend mit Laub und Ernterückständen oder Häckselgut gemulcht beziehungsweise mit Gründünger bewachsen. 
Ich bin gerade im sehr kurzen aber doch sehr beeindruckenden Moment zurück im Haus. Blicke ich jetzt durch das Fenster mit den Sukkulenten am Sims – ihr erinnert euch ans Frühstück heute morgen? – finde ich diesen  Sonnenuntergang. Ein perfekter Abschied vom Tag heute. 

Endlich Schmuddelwetter und dennoch so viele Farben im Herbstgarten

So, am Wochenende hatte ich nun endlich mein düsteres, schließlich sogar sehr schmuddeliges Wetter. Es kamen 11 Liter Niederschlag vom Himmel. Und das ist ja schon lange nicht mehr da gewesen. Dennoch habe ich viel geschafft und das Wochenende sehr genossen.
 
Noch blüht es ja überall im Garten. Bis der Frost kommt, kann ich mich an den Dahlien erfreuen.
 
 

Die im Discounter zur kurzfristigen Terrassendeko mitgenommen Chrysanthemen von Anfang Oktober sind mittlerweile hinüber. Wie anders, dir richtigen winterharten  Stauden der Herbstchrysanthemen. Sie blühen ja jetzt erst richtig auf und lassen sich durch Schmuddelwetter nicht schrecken.

 
 
Und Ringelblumen, die sich laufend selbst aussähen, keimen und zur Blüte gelangen, stehen auch hier und da noch in voller Blüte.
 
 
Weniger auffällig als die großen Chrysanthemen und doch von einer überraschenden Farbenfreudigkeit sind die Semperviren und Sedumarten.
 
 
 
Die kleine Opuntie hat auch ein wenig Rouge aufgelegt.
 

Die winterharten Sukkulenten, Sedum und Semperviren habe ich größtenteils jetzt eingewintert. Bei ihnen ist das relativ leicht. Einfach alles unter das Dach des Carportes stellen und fertig. Frost ist kein Problem, nur zu viel Feuchtigkeit und Regen im Winter mögen viele nicht. Hier stehen sie gut bis zum Frühjahr.

 
 
Ein wenig mehr Mühe machte die große Opuntie, die leider nicht winterhart ist. Sie wanderte ins Winterquartier zu den anderen Kübelpflanzen. Die Pflanze ist unvorstellbar schwer, auch wenn der Topf selbst nur mit trockener Erde gefüllt ist. Da aber alle „Ohren“ prall mit Wasser gefüllt sind, ergibt sich ein sehr hohes Gewicht, das einen Transport schier unmöglich macht. Hinzu kommen natürlich die Stacheln. Es hilft nichts. Viele Kübelpflanzen schneide ich vor dem Einräumen deutlich zurück. Das musste sich der Kaktus nun auch gefallen lassen. So ist er nun transportabel und steht am Fenster, im Überwinterungsraum. Dort kommt er erst im April oder Mai wieder raus.
 
 
 
Noch ein wenig mehr Arbeit machte das Einwintern der winterharten Banane.
 
Mit einer Machete habe ich die oft mehr als armdicken Stämme abgeschnitten.
 
 

Dann stelle ich ein Draht-Kompostsilo um die Strünke. Dieses Gitter kleide ich mit einem  dicken Karton aus und fülle alles, mit schon vor Tagen und vor dem Regen gesammelten, trockenen Haselnuß- und Eschenlaub auf. Oben verschließe ich lose mit Karton und decke mit einem Stück Kunststoff ab. Es soll ja trocken im Laub bleiben, damit die isolierende Wirkung erhalten bleibt. Im Frühjahr wird dann alles wieder ausgepackt. Dann warten wir wieder mit großer Spannung  auf die ersten Triebe gewartet.

 
 
So also sieht dann der Garten bei Schmuddelwetter, Regen und nur etwa 4 °C Ende Oktober aus.
 
 
 
Aus Regen wird Schnee und bleibt auch kurz liegen.
 
 
 
Neben dem Freuen und Einwintern kam unerwartet auch noch das Ernten dazu.
 
Im Weihergarten hat der Sturm der vergangenen Tage eine Topinamburpflanzen gefällt. Sie sind 3 Meter und höher und sehr reich verzweigt. Die Stiele dicker als Besenstiele. Der Sturm kippte eine solche Pflanze um. So, wie wenn im Wald der Sturm einen Baum umschmeißt, so ragte auch hier im Gemüsegarten der Wurzelstock jetzt senkrecht aus der Erde.
 
Eigentlich wollte ich noch keinen Topinambur ernten. Die Knollen lagen aber größtenteils frei und  waren nicht mehr von der Erde geschützt.
 
So kramte ich eine Knolle nach der anderen aus dem noch immer staubtrockenen Boden. Sie wurden größer und größer.  Ich habe noch nie so viel und so gigantische Topinamburknollen geerntet. Die eine Pflanze brachte 6,5 kg Topinambur-Ernte.
 
 
 
 
Die größten Knollen hatte nicht einmal in meiner Hand Platz.
 
 
Nun muss die Ernte irgendwie verarbeiten. Leider ist geernteter Topinambur  nicht lange lagerfähig. Ich werde einen Teil milchsauer einlegen. Ansonsten habe ich ja dieses Jahr nichts Milchsaures, da weder Kohl, noch Kohlrabi oder Möhren (gute) Ernten brachten.
 
Den Rest der Knollen habe ich in leicht feuchter Gartenerde in einen großen  Topf verbuddelt. Der Topf bleibt draußen im Carport. Der Topinambur überwintert ja auch im Beet im Freien und übersteht Frost mühelos. Hier kann ich ihn dann leicht entnehmen, wenn ich welchen für die Küche brauche.
 
Bleibt nur die Frage, was ich mit den anderen 6 Pflanzen mache. Wenn die auch jede über 6 kg Ernte bringen……
 
 
Noch eine  Ernte habe ich eingefahren. Die letzten Weintrauben wollte ich ernten, bevor Frost kommt. Sie schmecken alle köstlich und ich nasche seit vielen Wochen Weintrauben. Am Ende waren es doch noch einmal 2 kg frische Weintrauben.
 
Die habe ich einfach rasch in der Beerenpresse entsaftet. 1 Liter Saft gab das. Weil ich keine Zeit hatte,  noch weiter etwas daraus zu machen, habe ich ihn, wie beim Apfelsaft, erhitzt und in Flaschen gefüllt. Ich will mal sehen, wie ein Gelee daraus schmeckt. Das wird demnächst einmal probiert.
 
 
 
 
Und wer stundenlang in der Kälte draußen  gartelt, der hat auch Hunger. Am Sonntag gab es ein köstliches Steak vom Biorind zum Mittag. Dazu Buschbohnen und Kartoffelbrei aus dem Garten. Zum Fleisch reichte ich selbst gemachte „Butter à la Café de Paris“.
 
Ich bereite sie aus frischer Sahne mit den letzten Gartenkräutern und anderen würzigen Zutaten zu. Wie das geht, steht in meinem Rezepte-Blog.