Der Land- und Selbstversorgergarten Ende August

Gartenrundgang Ende August. Die Zeichen stehen auf Reifung und die Farben werden herbstlich und die Sonne brennt wie eh und je vom Himmel.

Wir haben die erste Septemberwoche hinter uns und auf dem Laptop warten noch immer die letzten Fotos vom August auf ihre Veröffentlichung.

Das hole ich heute nach, dann kann ich die kommenden Jahre immer wieder vergleichen, wie war der August in diesem oder jenem Jahr. Eine liebgewonnene Möglichkeit, die mir das Bloggen bietet. Darum also heute dieser Bilder-Beitrag (alle Bilder werden durch Anklicken größer!).

Der Landgarten im August:

Auch wenn ich nicht im Garten bin, sondern mal wieder selbstversorgerlich- konservierend in der Küche stehe, so bin ich irgendwie doch mitten im Garten.

Hier der Ausblick vom Esszimmer, gleich neben der offenen Küche.

Der Vorgarten mit seiner Vielfalt

Würde ich nun körperlich meinem Blick aus dem obigen Fenster folgen, wäre ich mitten im Vorgarten. Hier bei abendlicher Stimmung.

Das sieht auf den ersten Blick vielleicht etwas grün-lastig aus. Aber wie im ganzen Garten üblich, ist er äußerst abwechslungsreich gestaltet.

Im Weinberg reifen die Trauben.

Im Staudenbeet blüht zum ersten Mal die Rose du Roi.

Die Banane hat ihre Sommer-Endgröße erreicht und das Abendlicht schmeichelt Storchschnabel und Schönhütchen.

Unter der Hecke wachsen Pilze und in der Hecke reift der Holunder.

Hinter dem Brunnen blüht eine Dahlie still vor sich hin.

Und am Gartentor leuchten die Blüten der Stockrosenhybride.

Sowohl im als auch neben dem Steingarten blüht es.

Überhaupt finde ich die Vielfalt in den am Rand des Rasens bewusst vom Mäher verschonten Stellen äußerst interessant.

Die Terrasse am Haus mit Haselnuss-Schirm

Viel zu gerne sitze ich auf der Terrasse in der Hollywoodschaukel. Jetzt da die Sonne schon niedrige steht, habe ich ab dem frühen Nachmittag unter der Haselnuss, die alles überragt herrlichen Schatten. Viel angenehmer als ein Sonnenschirm. Vor allem wenn mal wieder die 30°C locker überschritten werden.

Mache ich mich jetzt bei meinem Gartenrundgang wieder auf den Weg, blicke ich zuerst in das umfunktionierte Vogelfutterhäuschen. Zu seinem ursprünglichen Zweck war es zu unpraktisch. Als Sedum-Häuschen macht es aber einen guten Eindruck.

Reiche Hopfenernte für starke Nerven

Vorbei an Scheune und Palmenhaus komme ich zum mediterranen Platz. Die Dahlie blüht unter der Palme und im Blumenkasten bei der Olive fruchtet die Medusa.

Das Carport wird umrahmt vom Hopfen. Reiche ernte ist möglich. Weil ich aber (noch) kein Bier braue, habe ich nicht viel Verwendung dafür. Etwas Hopfensalz und meine Hopfentinktur für die Nerven und ruhige Nächte sind aber jedes Jahr Standard.

Reiche Gemüseernte im Selbstversorger-Garten

Gleich beim Hopfen geht es in den Gemüsegarten. Hier wächst es sehr gut, manchmal nicht gut und im allgemeinen aber doch ganz erfolgreich. Trotz Hitze die viel verbrannt hat und weiter anhaltende, sich stetig verschärfende Dürre. Die Bewässerungspumpe läuft heiß. Daher ist nichts welk. Ich bin jedenfalls fleißig am Ernten und Konservieren und natürlich am Kochen. Ach ja und wer wissen möchte, was ich so alles koche, der besucht einfach immer wieder einmal meinen Selbstversorger-Rezepteblog unter achimsgartenzumessen.de

Dreieinhalb Meter Höhnwachstum im 4 Monaten.

Nun verlassen wir den Gemüsegarten wieder und flanieren vorbei am Staudenbeet. Hier wird es schon deutlich herbstlich.

Und habt mal einen Blick auf den Kletterbaum für den Rambler. Der Paul’s Himalayan Musk wuchs im Walnußbaum. Der Baum wurde im Frühjahr gefällt und durch den Kletterbaum ersetzt. Das war im April. Die Rose auf etwa 150 cm abgeschnitten.

Jetzt Ende August ist sie oben. Die 5 m sind erreicht.

Ziel unseres kleinen Fußmarsches ist die Bank im lichten Schatten von Nachbars Walnußbaum.

Bank im Schatten

Hier Platz genommen hat man einen Blick aufs Carport und dahinter die Eiche und die Esche. Wie klein doch plötzlich der munter wachsenden Hopfen oder die gar so schwer zu transportierende Palme erscheinen.

Und wie ihr seht, es gibt immer wieder einen Grund zum Verweilen, zum Staunen und Freuen oder zum Bewundern. Über alle diesem habe ich einmal mehr die Zeit vergessen und bin einfach so in den September gerutscht.

Neue Bilder mit jetzt schon noch herbstlicherer Stimmung sind schon im Sammelordner. Freut euch auf den nächsten Beitrag und genießt die Reste des Sommers.

9 Antworten auf „Der Land- und Selbstversorgergarten Ende August“

  1. Ach, ich liebe diese Gartenrundgänge sehr! Es macht einfach nur Freude den Blick über andere Gartenzäune werfen zu dürfen!
    Ich bin voll Bewunderung für das üppige Gemüse. Bei uns blieb dieses Jahr so einiges liegen…es nahmen mich einfach andere Dinge, wie meine kranke Mutter, total in Beschlag. Zwar war der Garten wie immer mein Kraftquell und ein wunderbarer Ausgleich zu all den Herausforderungen der letzten Monate…aber ich konnte ihm einfach nicht die Zeit widmen, wie ich es gerne getan hätte…
    Bei Dir, lieber Achim, merkt man die fürsorgliche Hand des Gärtners…

    Alles Liebe

    Heidi

    1. Liebe Heide, vielen Dank für deine Zeilen.
      Nun, ich denke, dass du dann keine Zeit zum Gemüsebauen hattest, wenn du dich um deine Mutter hast kümmern müssen. Das ist ja klar. Wenigstens konnte dir der Garten aber doch eine Kraftquelle sein, wie du sagst. Bei steht tatsächlich eine fürsorgliche Hand hinter allem, dennoch ist es wahninnig !!!! schwer geworden hier im Ort zu gärtnern. Diese unfassbare Dürre immer zu macht so viel kaputt, lässt es nicht gelingen und raubt einem den Spass am Gärtnern. Ich baue schon gar nicht mehr an, sondern bin nur noch am Leben-erhalten durch ununterbrochenes Bewässern. Was nicht bewässert wird, geht kaputt (alles unten am WEihergarten, der nur durch Gießkanne gegossen werden kann, dazu hatte ich keine freien Ressorcen mehr. )
      Was den Sommer so mit Müh und Not überlebt hat, weil es doch hin und wieder regnete, geht jetzt kaputt, weil es seit Wochen sehr warm und windig ist und immer die Sonne scheint. Natur und Landwirte oder Forstwirte leiden auch ganz arg. Da nützt alle fürsorgliche Hand nichts. Leider.
      Ich hoffe, du hast bald wieder mehr Zeit und Muße für deinen geliebten Garten, alles Gute für dich und die Mutter und liebe Grüße der Achim

  2. Guten Abend Achim,
    schöner Gartenrundgang. So ein Monatsrückblick ist tatsächlich prima als Erinnerung für die kommenden Jahre, in denen man dann zurückschauen – und vergleichen – kann… Müsste ich mir auch mal angewöhnen…
    Gab es bei Euch nun nur 3 ltr. Regen ? Ohje…
    Bei uns hat es am Wochenende wirklich ordentlich geregnet, über 30 ltr., alles ist -erstmal – schön nass , super .
    Im Moment verbringen wir Gärtner viel Zeit in der Küche mit Konservieren der Früchte, die wir nun endlich ernten können. Dann kann der Winter kommen – wir haben vorgesorgt ;-).
    Viel Spaß weiterhin bei der Ernte und beim Einmachen usw. und natürlich auch im Garten ! Liebe Grüße, Birthe

    1. Hallo Birthe,
      wow 30 Liter das ist bei uns monsunartiger Starkregen mit Unwetter. Ich glaube wir hatten heuer erst einmal gut 20 Liter an einem Tag, das war heftig viel. Ansonsten haben wir den ganzen Sommer nur 2-3 l wenn es richtig regnet. Letzten Sommer kam 0 Liter den ganzen Sommer runter, die Dürre hängt noch nach. Schad, dass der Sommer jetzt am Ende noch mal so blöd war und heiß und trocken. Hat noch mal etliches geschädigt und kaputt gemacht im Gemüsegarten und Ziergarten und Natur. Ich ernte halt alles und verarbeite alles, und wenn ich mir das „Gute“ vom Gemüse herausschneiden muß. Weggeworfen wird nichts, so verschwenderisch kann ich bei einer schlechten Ernte nicht umgehen.

      Liebe Grüße, der AChim

      1. Hallo Achim,
        das war ein schöner Landregen bei uns – ohne Unwetter :-). Einfach ein Wochenende lang immer wieder stärkere Schauer, super ! Hätte nie gedacht, dass wir Regen mal so feiern werden ;-).
        Mensch, ist das trocken bei Euch – da macht das Gärtnern fast keinen Spaß mehr…?
        Ich hatte auch später nichts Neues mehr ausgesät, viel zu heiß. Anfang August dann doch nochmal FEldsalat, Möhren, Petersilie und Co. Kommt aber auch alles spärlich – wieder zu warm.
        Wir müssen es nehmen, wie es kommt – und das Beste daraus machen. Zum Glück sind wir ja nicht wirklich darauf angewiesen – aber nun können wir uns vorstellen, wie es den „richtigen“ Selbstversorgern frühger ging – und heute wohl hier und dort auch ;-).
        Liebe Grüße, Birthe

        1. Hallo Birthe,
          wie bei dir ist es gerade mit Aussaaten echt schwierig. Nicht mal die Radieschen wollen was werden, vergeilen total vor lauter Hitze. Peterle geht bei mir nicht mal im Frühjahr geschweige denn im trockenen Herbst. Ich päpple grad Winterkopfsalat, Winterzwiebeln und Endivien auf. Prachtvoll ist keines der drei Gemüse. Mal sehen, was das noch wird. Aufgeben tu ich noch nichts.
          Ich bin froh, dass ich nicht überlebenstechnisch auf meine Ernten angewiesen bin. Ehrlich. Und ich bin froh, dass ich nicht erwerbsmäßig davon abhängig bin. Landwirte, Obstbauern und Gemüsebauern tragen ein sehr schweres Los. Vielleicht gibt es daher auch bei uns keine (Gemüsegärtner, Obstbauern) mehr.

          Ich versuche dennoch das was schön ist zu genießen. Irgendwann wird es auf alle Fälle wieder kalt und dunkle und da ist es gut, wenn man schöne Eindrücke gespeichert hat. Im Blog und im Herzen….

          Liebe Grüße und frohes Garteln wünscht der Achim

  3. Hallo Achim,
    klasse, jetzt kann ich all die Bilder auch in deinem Garten verorten! Und tatsächlich könnte es morgen ein Kürbisbild mit Aussicht geben, hinunter auf Meran. Morgen soll es angeblich sonnig werden – also, Regen hatten die Alpen genug, schön, dass es soviel Regen irgendwo in Europa noch gibt.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, da bin ich mal auf ein Kürbisfoto gespannt. Naja Regen war heute nacht bei uns. 3l hatte es heute morgen, mal sehen, was bis zum Abend noch zusammenkommt, wenn denn noch was kommt. Die Ernte läuft aber weiter, abgespeckt und das was noch übrig ist von Dürre und Sonnenbrand, aber es kommt doch noch immer was zusammen. Trocknen, milchsäuern, einfrieren und entsaften stehen gerade auf dem Programm.

      Liebe Grüße , der Achim

      PS wie war es in Wassertrüdingen?

      1. Hallo Achim,
        Wassertrüdingen haben wir nicht mehr geschafft, wir waren nur 2 Nächte am Altmühlsee. Kürbis und Berge zusammen scharf aufs Foto zu kriegen ist ganz schön schwer… 3 Liter Regen sind ja schon mal was, bei uns war sicher wieder nichts.
        VG
        Elke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.