Der Mai im Landgarten – der letzte Monat in einem ganz besonderen Frühjahr

Der Mai ist zu Ende, die Kälte leider nicht. Trotzdem lohnt sich ein Besuch im Landgarten, Naturgarten oder Schottergarten oder mediterranen Garten. Aber auch im Selbstversorgergarten und Blackboxgarten. Ach was red’ ich lange rum, kommt einfach rein….

Der Mai ist gekommen und auch wieder gegangen.

Der Mai geht nun auch schon wieder zu Ende. Die Zeit rast und doch habe ich das Gefühl, noch nie in meinem Leben so lange und so sehnsuchtsvoll auf das Ende der Kälte und den Beginn der warmen und sonnigen Tage im Garten gewartet zu haben.

Wieder fasse ich einen Monat zusammen und wieder kann ich ein verstörendes Schneebild aus dem aktuellen Monat zeigen. Am 5. Mai hatten wir noch einmal Sturm, bittere und unangenehme Kälte, Schnee und Graupel. Das einzige was sich seither geändert hat sind Schnee und Graupel. Alles andere blieb konstant und beständig. Charakteristisch für 2021.

Ich wünsche mir so sehr, dass das der letzte Monat mit Schneebild ist. Zwischendurch gab es sonnige Tage. Aber nur 6 Tage im Mai schafften es über die 15 Grad. Normale Mai-Tagestemperaturen waren etwa 10 Grad.

Jetzt aber zu den schönen Momenten im Mai und seinen Blüten.

Wilde Blütenpracht überall im Garten

Schon immer wollte ich es bunt im Garten. So viele Blüten in so vielen Monaten im Jahr wie möglich. Klassische Staudenrabetten und meine Persönlichkeit, wie auch mein Garten, wollten seit jeher einfach nicht optimal zusammen passen. Im Herbst lernte ich, dass meine Einstellung haarklein zu dem passt, was sich blackbox-gardening nennt. Nachdem ich einen Namen hatte, folgten Bücher, die mir die langen und so dunklen wie kalten Winterabende versüßten.

Auf Grund meiner Beschäftigung mit diesem Thema, genau wie mit der Naturgartenzertifizierung, nehme ich es wohl dieses Jahr ganz besonders war. Oder haben es die “Wildblumen” mitbekommen und sich daher sofort und klammheimlich zu mir in den Garten geschlichen? Jedenfalls gab es dieses Frühjahr zwar wenige Blüten in den gezielt angelegten Beeten dafür aber umso mehr wildes Bunt überall im Garten.

Große Flächen im Rasen waren vom Frühlingsfingerkraut in sonniges Gelb getaucht. Leider auch nur bei Sonnenschein. Ansonsten schlossen sich die Mini-Sonnen den ganzen langen Tag.

Schon immer im Garten, aber nie namentlich bekannt gewesen, ist der Knöllchensteinbrech. Die Pflanzen sind sehr klein und flach im Rasen versteckt. Die Blüten allerdings recken sich auf 30 cm hohen Stilen nach oben.

Der Knöllchensteinbrech soll regional sogar auf der roten Liste stehen. Bei mir im Garten, wie überall hier bei uns in der Umgebung, kommt er wirklich sehr häufig auch draußen in den Wiesen vor.

Eigentlich bewusst gepflanzt, rechne ich die nächsten Beiden doch den wilden Blumen zu. Von beiden erwarte ich dass sie sich ordentlich ausbreiten. Sie stehen am Zaun im Streifen mit dem Spalierobst. Nachdem ich anfangs versuchte den Boden unter dem Obst unkrautfrei zu halten und dann aber zum Thema Permakultur las, dass die Bäume lieber Gesellschaft haben, unterpflanzte ich fleißig.

In der Obstbaumlebensgemeinschaft gedeihen die Büsche und Bäume tatsächlich besser und ich habe mehr Freude an all dem Gewusel und Geblühe unter und um sie herum. Bislang sind das Pfingstrosen, Etagenzwiebeln, dieverse Frühlingszwiebelblüher, Erdbeeren, Erbsenwicke, Totholzhaufen, Gundermann und wilde Wicken, Schafgarbe und Löwenzahn, Weinberglauch. Und eben auch die große Sternmiere wie der Gemswurz. Den Gemswurz bekam ich geschenkt und die Miere kannte ich von meiner Jugend. Im Frühjahr mit dem Fahrrad draußen in der Natur sah ich oft die weißen Teppiche mit unzähligen ,dieser kleinen Sternblüten. Das war fü mich der Inbegriff für Mai und Frühjahr. Klar, dass ich so eine haben musste, als ich sie beim Staudengärtner entdeckte.

Beide sind, je nachdem wie man es nennen mag, optimale Permakulturpflanen oder blackbox-Stauden oder Naturgartenbewohner. Wie auch immer man sie nennt, eines sind sie ganz sicher: wunderschön.

Bunte Blüten im Naturgarten die niemand gesät oder gepflanzt hat, die niemand pflegt und die dennoch so schön blühen, benötigen nicht viel. Was sie aber benötigen ist unsere Duldung. Golfrasen, Unkrautvernichter, Hacken bis der Arm abfällt sind jedenfalls Dinge, die sie nie benötigen!

Wem zügellos wild zu wild ist, der kann ja vielleicht wild an bestimmten Stellen dulden. So mache ich es. Im Vorgarten die Wiese gehört wegen Narzissen und Tulpen ohnehin bis zum Juni der “Natur” da wird nichts angerührt. Der Rasen im oberen Garten muss wegen der ewigen Dürren sowieso deutlich länger gelassen werden. Sonst verbrennt er sofort. Und an etlichen anderen Stellen im Garten, wenn ich sehe da wächst etwas, lasse ich es stehen. Am Rand der Wiese, am Weg, an der Hecke oder sonst wo. So blühen dort auch Flockenblumen, Wiesensalbei, Margeriten, die oben beschriebenen Stauden oder Günsel, Frauenmantel, Vergissmeinnnicht, Gänseblümchen, Löwenzahn, später Klee oder Schafgarben.

Wie das dann aussieht? Na so!

Wenige Blüten im Staudengarten

In den Staudenbeeten war es noch nicht annähernd so bunt wie bei den wilden Blüten. Hier kommt ab Juli das Blühen. Viele Blackboxstauden sind schon etabliert. Noch bevor ich wusste, wie das Kind zu nennen ist. Spornblumen, Glockenlbumen, Katzenminze, Königskerzen, Nachtkerzen, Färberkamillen, brauner Storchschnabel, mauretanische Malve und patagonisches Eisenkraut oder natürlich die Akeleien. Die blühen wo sie wollen.In Fugen und Ritzen, in Kübeln oder dem Gemüsebeet. Einfach überall.

Ein paar neue und zum Konzept passende Stauden habe ich im Herbst gepflanzt. Die wachsen aber eigentlich noch gar nicht. Die abnorme Kälte ist Schuld. Die Tage erhielt ich sogar eine Mail einer Gärtnerei, bei der noch einige Pflanzen ausstehen. Sie können noch immer nicht liefern, weil die Stauden wegen der Kälte noch nicht so groß sind, dass sie verschickt werden können. Wie gut ich das verstehen kann. Geht es also nicht nur mir so, dass heuer nichts wachsen mag. Jedenfalls in meinem Garten ist fast alles um 3-4 Wochen oder mehr hinter der Zeit.

Dennoch gibt es ein paar schöne Szenen aus den Staudenbeeten, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Nichts will wachsen. Nichts außer Giersch

Sagte ich eben “nichts will wachsen”? Das stimmt nicht ganz. Etwas wächst. Durch die höhere Feuchtigkeit sogar noch mehr als sonst. Ich mag es wild, ich lasse viel stehen und dulde viel. Eines aber ist mir wirklich Feind im Garten. Der Giersch.

Also ein Beet ist frei von ihm, nachdem wir es mit dem Bagger 40 cm tief aushoben. Daraus wurde der Schottergarten am Zaun. Ihr seht es weiter unten beim “blühenden Schotter”. Alle anderen Beete sind so dicht mit ihm bewachsen, dass ein Ausgraben keinen Sinn macht.

Letztes Jahr zupfte ich jede Woche einen ganzen Tag nur Giersch. Schwächen sollte es ihn. Aber ich war der einzige der dadurch geschwächt wurde. Die Arbeit war komplett vergeudete Mühe.

Dieses Jahr ließ ich ihn wachsen. Einmal war das Wetter so greislig, dass ich nicht mal zum Unkrautrupfen in den Garten wollte. Wenn das Wetter Gartenarbeiten zuließ, musste ich mich um das neue Schottergartenprojekt kümmern oder, wie berichtet, an den Karpfenweihern arbeiten. Wenn das Wetter wieder mal schön war musste schließlich auch der Gemüsanbau voran getrieben werden.

Ergebnis sind Staudenbeete die so aussehen:

Vorteil, wenn der Giersch schon 30 – 50 cm Höhe erreicht hat ist, man kann ihn super greifen und büschelweise ausrupfen. Vorteil dieser Methode ist, dass die unzähligen Blackbox-Stauden-Keimlinge, die in den Beeten unter dem Gerisch stehen, unversehrt bleiben. Letztes Jahr habe ich mancherorts auch den Boden gehackt und dabei viel zu viel bis alles an Sämlingen vernichtet. Das wird nicht wieder vorkommen. Dritter Vorteil, ihn erst einmal wachsen zu lassen ist, dass man interessante Beobachtungen machen kann.

Im Beet am Grundstückseingang habe ich etwa Elfenblumen gepflanzt. Angeblich bedecken die den Boden großflächig und halten so auch Giersch in seinen Grenzen. Davon merkte ich letztes Jahr nichts. Dieses Jahr aber stellte ich fest, dass scheinbar Elfenblumen und Giersch um die Wette wuchsen. Beide sind dort deutlich höher als sonst, wobei die Elfenblumen ganz leicht im Vorteil sind. Schaffen sie es also doch noch mehr zu wuchern als der Giersch? Mir gab diese Beobachtung wieder Mut. Abwarten und gespannt sein. Giersch der doch zu mächtig wird kann ich immer noch abrupfen.

Von einer Staude dagegen bin ich überzeugt, dass sie dem Giersch wirklich Einhalt gebieten kann. So ein mächtiges, alles unterdrückendes Blattwerk hat sie. Ihr Name: Rauling.

Und weil ich es wirklich nicht mehr hören kann. Den Rat aller, die keinen großen Garten ihr eigen nennen, und wenn doch, dann diesen eher Wildnis statt Garten bezeichnen sollten. Von allen die nur weiter sagen, was sie gehört haben. Von allen die keine Ahnung haben. Von allen die der Realität entrückt oder ihre nie beigewohnt haben. Ja, Giersch kann man essen und stellt euch vor, er ist mehrmals wöchentlich in meinem grünen Smoothie. Dennoch muss er bekämpft werden, will man einen Garten haben.

Zu Beginn meines Giersch-Bekämpfungsrundgangs waren alle Kompostbehälter voll und der marode Palettenkomposter noch nicht erneuert. Also stopfte ich ausnahmsweise die “Ernte” eines (!) meiner Staudenbeete in die braune Tonne, die am folgenden Tag abgeholt wurde. Hier das Bild. Giersch eines einzigen Beetes.

Flächenmäßig betrachtet kommt noch zwei mal so viel zustande. Dann der Gemüsegarten mit dem Beernobst und wenn ich alles habe, kann ich wieder vorne anfangen. Also wer behauptet noch immer, man sollte dankbar sein für den Giersch und ihn essen, weil er gesund ist. Bitte, holt ihn gern ab. Schubkarrenweise und holt euch gerne eine Gierschvergiftung! Ich reiße ihn weiter aus und verwerte ihn über Jauche und Kompost oder Biotonne. Hauptsache raus aus den Beeten.

Blühender Schotter

Wie eben schon erwähnt, haben wir den Baggeraushub im Vorgarten mit Schotter aufgefüllt. Die letzten Jahre waren geprägt von 30 Grad ab April bis Ende Oktober und kein Niederschlag. Was liegt da näher, als sich und den Garten an zu passen. Cottage-Garden oder English-Border kann ich vergessen. Und ich will das auch gar nicht mehr, seit ich sehe wie schön der Schotter blühen kann.

Der Freude daran war so groß, dass wir die Fläche gleich noch verdoppelten und auch den Weinberg mit ein bezogen.

Ich machte gerade eine “rhetorische Pause”. Und? Jemand schon zu den Kommentaren runter gescrollt und Hassbotschaften hinterlassen?

Ja , so sieht der “neue” alte Weinberg gerade wirklich aus. Ich kam nur einfach noch nicht dazu, weitere Feldsteine zu besorgen und ihn fertig zu modellieren.

Genaus so sah aber vor einem Jahr auch die Nachbarfläche aus. Dann kam im Sommer das Blütenmeer und nun die ersten Sämlinge der sich nach und nach ausbreitenden Stauden.

Und während die Staudenbeete im herkömmlichen Sinn, wie gerade gezeigt, noch so gut wie gar nicht blühen, steppt im Schotter schon seit Wochen der Bär. Wohl gemerkt, das ist erst das erste Frühjahr nach dem ersten Winter. Wie mag das noch ein oder zwei Winter weiter dort aussehen?

Ich weiß immer gar nicht, was ich zuerst aus welcher Perspektive fotografieren soll. Aber kommt einfach mal mit. Hier geht’s lang. Vorsicht! Tiefhängender Flieder. Kopf einziehen!

So nun sind wir drin im Schottergarten. Ab jetzt bitte immer mit Blick nach unten. Die Schönheiten sind hier eher bodenständiger Natur.

Auf der anderen Seite vom Zaun ist ein vielleicht 50 Zentimeter breiter Streifen Niemandsland. Als wir einzogen, wuchs dort Gras, das regelmäßig mit gemäht wurde. Dann kamen Hitze und Dürre und nichts mehr wuchs, weil das Gras vebrannte. Praktisch gut, mMussten wir schon nicht mehr mähen. Optisch weniger gut.

Mittlerweile beobachte ich das Stückchen land sehr aufmerksam. Volker hat absolutes Mäh-Verbot dort und ich hoffe, dass etliches vom Schottergarten dort hin wandert. Schon jetzt blüht ein selbst eingewanderter Staudenmohn oder Frühlingsfingerkraut, Rheinfarn wächst dort und Schafgarbe, Königskerzen sind die mächtigsten Bewohner und Spornblumen die am längsten Blühenden. Auch Berufskraut blühte im Sommer hier. Es bleibt spannend, was sich dort noch alles ansiedelt und den wüstenartigen Todesstreifen wieder begrünt. Gegossen jedenfalls wird dort niemals.

Der Gemüsegarten

Der Gemüsegarten ist heuer das größte Problem und am weitesten hinterher. Dennoch ist mittlerweile einiges in den Beeten und wächst.

Als letztes kamen gerade die Tomaten und Paprika in die Erde. Die meisten Tomaten stehen nun bei 10 Grad, Sturm und Nieselregen im Freiland. Aber sie waren 100 cm hoch , hatten Blüten und nur 10cm-Töpfe. Beim Graben der Pflanzlöcher kam ich fast 40 cm tief und stellte fest, jeder weitere Tropfen Regen ist bitter nötig. Die Erde ist nicht nass, nur ganz leicht angefeuchtet. Das ist deutlich mehr als die letzten Jahre, aber noch deutlich unter dem, was nötig wäre.

Im Gewächshaus stehen die fruchtbehangene Paprika zwar vom Wind geschützt aber auch nur bei heute etwa 10 Grad und nachts 5-7 Grad. Viel zu kalt für sie. Die haben einen Schock von dem sie sich erst langsam wieder erholen müssen. Wenn die Kälte denn jemals vorbei geht.

Interessant sind die dicken Bohnen. Die blühen bereits, sind aber nur 40 cm hoch. Sonst blühen sie einen Meter höher. Ist mir aber recht, muss ich sie schon nicht stützten. Und hätte ich sie nicht in einer Topfplatte vorgezogen und als fertige Pflanzen ins Beet gesetzt und mit Vlies geschützt, wären sie gerade 15 cm hoch und ohne Blüten. Zu sehen an der zweiten Reihe Ackerbohnen die ich direkt gesät habe.

Die frühen Kartoffeln sind mittlerweile schön gewachsen, während die Lagerkartoffeln unten am Dorfweiher noch nicht aus der Erde spitzen.

Im Frühbeet wachsen ein paar Salate, die schon ewig dort stehen. Man sieht rote Steckzwiebeln und links und rechts am Rand kleine lauchartige Pflänzchen. Man muss schon genau hinsehen. Das ist Knoblauch. Dort habe ich die kleinen Bulbillen, die oben anstatt einer Blüte am Knoblauch wachsen, eingesät. Die wachsen jetzt zu Mini-Knoblauchpflanzen und ziehen im Sommer ein. Dann grabe ich sie aus. Sie haben dann etwa Kirschkerngröße. Im Oktober stecke ich sie wieder in die Erde. Daraus entwickelt sich dann der Knoblauch fürs folgende Jahr zur Ernte. Ebenfalls in der Gallerie unten zu sehen.

So muss ich nie Knoblauchzehen opfern für die nächste Ernte, weil ich immer nur die winzigen Bulbillen über den Winter aufheben muss.

Für frühe Blüten im Gemüsegarten sorgen gerade auch der Bärlauch und der Meerkohl.

Vom Rhabarber ernte ich schon fleißig und die Erdbeeren blühen prächtig. Wenn genug Bestäuber fliegend unterwegs sind bei der Kälte, könnte es eine reiche Ernte geben.

Der Säulenapfel blüht im zweiten Standjahr und hier noch einmal extra abgebildet, die weiter oben erwähnte Obstbaumlebensgemeinschaft unter und mit dem Spalierobst.

Sogar mein Mini-Apfel im Blumentopf blüht. Da bin ich wirklich auf seine Früchte gespannt.

Des weiteren spitzt der Meerrettich aus einem Meer an Spinat, die Steckzwiebeln gedeihen langsam und die roten Beete sind gekeimt.

Zu blühen beginnen die Erbsen. Die habe ich im Herbst gesteckt. Sie überstanden den super harten Winter und haben jetzt einen Vorsprung. Das ist übrigens eine extra Sorte für diese Anbauart. Die im Frühjahr gesteckten Erbesen sind gerade mal gigantische 2 cm hoch.

Das Gestell für das Bohnenzelt ist errichtet. Die Aussaat muss warten, bis die Temperaturen deutlich steigen. Dahinter zu sehen ist der Rosen-Schirm mit der Ramblerrose. Hoffentlich blüht sie dieses Jahr wieder. Letztes Jahr raffte der Mehltau die komplette Blüte dahin. Interessant: ganz oben, im totalen Ramblerdickicht, hat ein Amselpärchen sein Nest gebaut.

Ja um himmels Willen. Hat der jetzt auch im Gemüsegarten Schotter? Ja und nein. Das ist das neue Kräuterbeet. Es ist aus dem Gemüsegarten ausgewandert. Dort kann ich den Platz für Gemüse gut gebrauchen. Die Kräuter stehen jetzt im wieder neuen Schotter, dem mediterranen Schotter.

Und schließlich die Kübelpflanzen

Und mit dem Stichwort mediterraner Schotter , bin ich bei den Kübelpflanzen. Dazu ein anderes Mal mehr. Die sind durch den Winter und das Frühjahr noch mickriger als alles andere. Außerdem ist der schöne mediterrane Platz mit Seerosenbecken noch nicht aufgeräumt. Das neue mediterrane Schotter-Projekt mit Pergola zog sich eben noch lange ins Jahr rein. Jetzt ist es fertig und die Kübelfplanzen sind auch bald dran.

Zum Schotter- und Pergolaprojekt wird es noch einen eigenen Artikel geben.

Ich hoffe allerdings jetzt erst mal wieder auf sonnige Gartentage und keine Regen- und Sturmtage vor dem PC.

Trotzdem schöne Zeit erst mal und bis demnächst hier im Blog.

12 Antworten auf „Der Mai im Landgarten – der letzte Monat in einem ganz besonderen Frühjahr“

  1. Hallo Achim, ich lese jetzt schon eine Zeitlang deinen interessanten Blog. Ich lebe in Kanada und auch bei uns ist das Wetter sehr unbeständig. Ich war ganz stolz auf meine schönen Tomatenpflanzen dieses Jahr, die mir dann Ende Mai im Garten erfroren sind (trotz Abdeckung). Inzwischen treiben sie wieder aus und ich warte mal ab ob es noch Tomaten geben wird. Auch wir freuen uns über die verschiedenen ‘Unkräuter’ die auf unserem Rasen wachsen. Dein Garten ist wirklich toll. Mach weiter so und hoffentlich ist es inzwischen wärmer geworden. Hier in Ontario haben wir gerade eine Hitzewelle.

    1. Hallo Monika,
      zuerst einmal vielen Dank, dass du kommentiert hast. So weiß ich, dass ich tatsächlich internationales Publikum habe. Ist ja witzig. Dann haben wir also international so ein Wetterdurcheinander dieses Jahr, nicht nur hier in Deutschland. Tomaten! Na ob das dieses Jahr ein Tomatenjahr wird, ganz zu schweigen von Gurken oder Paprika, das wage ich wirklich zu bezweifeln. Das ist und wird wohl eher ein Überlebenskampf als ein Ernterekord.

      Danke auch für dein Kompliment und ja es ist wärme. Gottseidank keine Hitzwelle, die hatten wir all die letzten Jahre von April / Mai bis Oktober durchgehen udn ich bin da nicht gewohnt und vertrage das so wenig wie der Garten. Heuer eher wieder “deutsches” Wetter und nach kurzer Trockenheit doch auch bei mir etwas Regen. Der hindert mich am Gartenarbeiten aber ich freue mich, am Fenster stehend über jeden einzelnen Tropfen der von Oben kommt.

      Bleiben wir also gespannt, was uns 2021 noch alles erwartet und begegnet, wünsche dir eine schöne Gartenzeit, viele Grüße in die große weite Welt, der Achim

  2. Hallo Achim,
    ja, diese Trockenheit ist wirklich schlimm für die Gärten und man muss sich wirklich für etliche Bereiche des Gartens andere Beflanzungen ausdenken. Beth Chattos Garten in England kennst du sicherlich. Sie hat in den 70ern in einem Bereich ihres Gartens einen großen trockenen Kiesgarten angelegt der fast ohne Wasser auskommt. Das Klima in ihrer Gegend ist wohl sehr trocken und da hat sie viel experimentiert. 2017 war ich auf einer Gartenreise auch in ihrem Garten. Ihr Garten ist einfach wahnsinnig schön und dieser Trockengarten mit dem Kies ist wirklich fantastisch. Vielleicht findet du bei ihr noch ein paar Ideen für deinen neuen Kiesgarten. Aber es blüht ja jetzt schon so vieles herrlich bei dir.
    Ja, das Klima wandelt sich wirklich und da müssen wir wohl oder übel unsere Gärten mit anpassen. Es gibt ja leider schon Gegenden in Deutschland, wo im Sommer nicht gegossen werden darf.
    Und der Giersch ist wirklich irre. Ich kanns dir nachfühlen. Bei einer Freundin im Garten ist auch so viel. Soviel kann kein Mensch essen was da nachwächst.
    Ganz viele liebe Grüße von Urte

    1. Liebe Urte,
      das ist schön, dass du eine der wenigen bist, die auch weiß, dass man nicht unbegrenzt Giersch essen kann. Dachte schon, ich wäre mit diesem Gedanken ganz allein. Und ja , auch wenn dieses Jahr mehr Regen auch bei mir fällt (kurzzeitig war es schon wieder grenzwertig mit der Dürre), der Trend, so denke ich, ist klar. Und ich beneide dich, schon mal diesen herrrlichen Garten in der Realität gesehen zu haben, den ich nur von Büchern kenne. Ich würde gern mal so einen echten Kiesgarten life sehen, habe da noch so viele ungeklärte Dinge, die ich mir aber wohl durch eigenen Beobachtung und ERfahrung dann aneignen muss. Ja der Steingarten und der Schottergarten blühen und gedeihen traumhaft. Blöd, dass der Weinberg daneben noch immer nur Schotter ist. Wir müssten erst die Zeit haben in den Wald zu fahren udn Feldsteine holen. Da aber , aauch im Geschäft , immer wieder noch wichtiger Dinge anstehen, bleibt es und es sieht tatsächlich noch wie Horrorgarten dort aus. Aber das wird noch. Der neue Schottergarten unter der Pergola und am mediterranen Platz ist ja schön bepflanzt. Einiges selbst gesät udn daher noch winzig, aber alles angegangen und gedeiht. Der wächst noch schön ein denke ich. Naja udn wenn ich diese Gartenbereiche dann immer noch nicht ausreichend bewässern kann, dann steige ich vielleicht doch noch komplett auf die winterharten Kakteen um…….. Wer weiß, was uns noch alles begegent auf unserer ganz privaten Reise durch unser Gartenleben…..

      Dir eine schöne und rosige Gartenzeit und liebe Grüße , der Achim

  3. Das ist einfach ein Blog nach meinem Geschmack. Von blackboxgardening les ich grad jeden tag in meiner gruppe da ist ein grosser garten herrlich geeignet dafür. Übrigens zu solchem gierschüberhang kann ich 2 pflanzen empfehlen.. Höher als der giersch aber mit solchem wurzelgeflecht dass er nicht mehr durchkommt. Das seifenkraut und goldfelberich.. Aaaber sehr aus
    breitungsfreudig.
    Weiter so lieber achim… Und weiter berichten bitte.

    1. Hallo Christine,
      ja wir haben auch ähnliche Gartenphilosophien. Zum Blackboxgarden werde ich künftig mehr berichten,wenndie Staudenbeete das noch doller widerspiegeln. Hier und heute war ja eher Unkraut-Blackbox angesagt, aber da ich ja einen Naturgarten habe, ist das auch wichtig und erwähnenswert. Für die Staudenbeete würde ich mir Bilder wie in Great Dixter England oder anderen blackboxgarden Vorbildern vorschweben. Da bin ich aber erst noch immer in der Findungsphase, welche Pflanzen gedeihen hier bei der Trockenheit? Etliche habe ich schon über die JAhre als treue Begleiter und weiter kommen gerade hoffentlich dazu. Klar dass ich auch davon hier immer wieder gerne berichte(n werde).
      Vielen Dank für deinen Kommenter und viele Grüße, der Achim

  4. Hallo Achim,
    das sieht traumhaft aus mit der Blumenwiese neben dem Flieder – bei der Aussicht auf den Dorfweiher sowieso.
    Der zweite Kiesgarten wird bestimmt genauso schön wie der erste, sieht schon vielversprechend aus.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, ja, ich genieße die Aus- und Anblicke auch so gern. Sind wir mal gespannt auf den neuen Schottergarten und ja schon jetzt macht er sich sooo gut. Hoffenltich sieht man bald mehr vn den kleinen Pflänzchen und hoffentlich bekomme meine weitere Lieferung noch und wenn dann mehr zu sehen ist,dann schreib ich drüber.

      liebe Grüße der Achim

  5. Ach wie oft habe ich genickt und zustimmend vor mich hingemurmelt! Ein Besuch bei dir würde sicher Spaß machen und zu einer regen Unterhaltung führen 🙂

    Herzliche Grüße und danke für den ausführlichen Bericht und die vielen schönen Bilder! Was ein denkwürdiges (Garten-) Jahr bisher!

    1. Hallo Gesa,
      das Jahr ist wirklich denkwürdig, da hast du recht. Wäre sicher schön, dich als Besuch und Konversationspartnerin im Garten begrüßen zu dürfen. Aber ich freue mich auch wirklich sehr über Konversation respektive deine Kommentare hier im Blog.
      Ganz liebe Grüße und auf sonnigere Tage im Garten 2021, der Achim (und bei uns auch auf weiterhin Regen, denn davon haben wir nicht all zu viel abbekommen)

      1. Oh, bei uns hat es tagelang nur geregnet. Aber wenn mensch tiefer buddelt, ist es doch nicht genug gewesen.

        Heute ist der erste sonnige, trockene Tag. Ich war heute Vormittag schon fleißig. Aber schon verrückt, dieses Märzgartengefühl erst Ende Mai zu haben!

        Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

        1. Das dachte ich mir heute auch im Garten. Das Entzücken wenn man sieht, dass das Wachsen losgeht ganz sm Ende vom Mai erst zu empfinden ist befremdlich. Ist sonst mindestens vier Wochen früher wenn nicht sechs. Wird ne echt kurze Saison bevor es wieder in den Winter geht.

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