Gartenbloggen und Gartenphilosophie – stehen lassen oder ausrupfen?

Gartenbilder und Gartenworte

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber ohne Worte ist ein Bild oft nicht so viel Wert. Bloggen oder Instagram für Hobbygärtner? Ich jedenfalls weiß, was mir bedeutsamer ist.

Und im Garten weiß ich, wie ich Lebe und wie ich leben lasse.

Ich bin Blogger und das ist auch gut so.

Die Tage verfolgte ich eine Diskussion mir bekannter Bloggerinnen in den sozialen Medien. Instagram ja oder nein, das war das Thema. Der Tenor ging eindeutig in Richtung: „ist ja ganz nett, geht aber auch und besser ohne“. Der Zeitfaktor spielte immer eine große Rolle und das Wesen Instagrams: viele Fotos und der Text, wenn vorhanden, wird ohnehin nicht gelesen.

Ich selbst habe dort auch ein Profil und merke, dass beides auch mich eher ärgert als erfreut. Ein Vorteil ist das schnelle Veröffentlichen, was im Blog nicht der Fall ist. Hat man ein schönes Erlebnis, ein besonders gutes Foto oder eine Szene eingefangen, möchte man oft seine Freude mit der ganzen Welt teilen. Das geht eben mit Instagram. Ich glaube, so werde ich es weiter nutzen. Mehr steckt, für mich, da nicht dahinter.

Bin ich doch ein Mann des Wortes und schöner Bilder. Da gibt es nur eine Lösung, ein Blog. Und was kann man nicht alles hier darstellen, besprechen, beschreiben, erklären und gegenüber stellen. Hier ist man frei und hat wirklich unbegrenzte Möglichkeiten.

Spötter würden nun über mich sagen, dass zwar ein Bild mehr sagt, als tausend Worte. Aber bedenkt doch, würde ich dann erwidern, was erst ein Bild UND tausend Worte aussagen können.

Und dann ist ja so ein Blog auch ein Tagebuch, das eben im Internet steht und was seinem Namen zu entnehmen ist (WebLog =Blog). Ich nutze meinen Blog hier auch als solches, stöbere gern selbst in der Vergangenheit. Ja ich habe sogar Monat für Monat alle Berichte (es geht auf die 600 zu) ausgedruckt und im Regal stehen. So wird aus dem Internet dann wieder ein greifbares „Tage-Buch“ aus Papier.

Mein Blog hatte Geburtstag

Diese fast 600 Beiträge haben sich im Laufe der Jahre einfach so angesammelt. Sie zeigen meine Entwicklung als Gärtner und die Entwicklung des Gartens selbst. Jetzt am 7. Mai war es wieder so weit. Mein Blog feierte Geburtstag. Seinen Sechsten.

Und schon haben wir ein Beispiel der Blogmöglichkeit mit Rückblicken und Gegenüberstellungen. Wer einmal meinen allerersten Artikel lesen möchte, ist herzlich eingeladen. Frühjahr 2013 (2. Frühjahr im eigenen Garten) hieß damals die Überschrift.

Gegenüberstellen hierzu möchte ich das Bild vom Buchsbaum im Gemüsegarten. Denn genau das habe ich kürzlich mit der Titulierung „Buchsbaumzünsler“ bei Instagram gepostet. Jetzt las ich meinen ersten Blogartikel und war amüsiert, wie der Buchs damals, vor 6 Jahren noch aussah.

Für meine weiteren Ausführungen heute benötige ich auch wieder die Technik des Nebeneinander-Darstellens.

Permakultur oder das „Leben und leben lassen“ im Staudenbeet.

Es geht um meine Gartenphilosophie, die sich immer mehr herausbildet. Gerade habe ich wieder einen langen Artikel über das Thema Permakultur gelesen. Ein Modewort, wie ich oft feststelle. Meist verwendet von „Gärtnern“, die keine Lust haben auf Gartenarbeit. Der wahre Hintergrund ist, wie so oft, aber tiefsinniger. Ein Punkt ist das Abschauen von der Natur. Nun ein Garten kann nicht Natur sein. Er ist eingezäunte und bearbeitete Natur. Aber dennoch hilft es einem, eben diese Natur sehr gut zu beobachten, nach zu machen oder sie selbst machen zu lassen.

Gegen die Natur arbeiten wird nie dauerhaft gelingen. Ich will hier nicht weiter darauf eingehen. Vielleicht mache ich das einmal in einem eigenen Artikel, wenn sich meine Art des Umgangs mit meinem Garten weiter gefestigt und herausgebildet hat. Sicher aber wird es in Richtung Permakultur gehen. Finde ich doch meine selbst gefassten Gedanken und Vorstellungen immer wieder genau da, wo es um diese Art des Gärtnerns geht.

Heute ein Beispiel aus dem Staudengarten. In der Natur sähen sich die Pflanzen selbst aus. Wo es ihnen gefällt bleiben sie und vermehren sich. So wie etwa die Bachnelkenwurz draußen bei unseren Karpfenweihern. Ich habe sie nicht gesät oder gepflanzt. Niemals. Auch wenn es sie als Staude zu kaufen gibt.

Sie probieren alle möglichen Standorte aus und gedeihen oft an den unterschiedlichsten Plätzen im Garten. In unserem Staudenbeet setzen wir sehr speziell ausgewählte Individuen neben andere von uns ausgewählte Charaktere. Wenn es ihnen da nicht gefällt und sie wo anders hin möchten, entfernen wir sie dort wieder und erzeugen immer wieder das von uns vorgestellte Bild des Beetes.

Was, wenn wir sie aussähen lassen. Wenn sie dort zur Blüte kommen, wo sie für sich den richtigen Standort gefunden haben? Jedes Jahr wird das Staudenbeet anders aussehen. Wüste Kombinationen ergeben sich. Farben, die man nicht so zusammen setzen würde und doch passen sie zusammen.

Genau so finde ich es spannend. Und ich freue mich über jedes neue Staudenpflänzchen, das ich beim Unkrautrupfen entdecke. Ja, wahrscheinlich ist das Entfernen von Begleitgrün nicht im Sinne der Permakultur, aber (noch) in meinem. Jedenfalls, wenn es um Giersch geht. Aber dazu komme ich später noch einmal.

Wenn man so seinen Garten im Wandel lassen möchte, darf man natürlich nicht ständig zwischen den Stauden herumhacken und alles ausreißen. Und wenn man ausreißt, dann vorsichtig, auf allen Vieren mit den Händen. Bei dieser Tätigkeit findet man sie dann, die Kinder seiner Stauden:

Noch etliche andere Stauden und Einjährige gedeihen so überall im Garten. Erobern ihn immer mehr und ich habe keine Arbeit mit ihnen. Spontan fallen mir hier noch das Zymbelkraut ein, das Eisenkraut, der orientalische Mohn als Staude oder der Seidenmohn als Einjähriger, Nachtkerzen, Natternkopf, Ringelblumen, Mutterkraut, Haferwurzeln, Flockenblumen oder das sehr ausbreitungsfreudige (Ausläufer) Immergrün.

Und wie das dann aussehen kann, zeigt das Mäuerchenbeet im Vorgarten. Hier haben die Wanderer der Stauden auch den schmalen Spalt zwischen Sandstein und Betonboden der Einfahrt erobert. Maximal einen Zentimeter breit ist er und niemals würde etwas dort wachsen, wenn man es bewusst anzusiedeln versuchte.

Im Übrigen war das Beet schon bei der Übernahme des Grundstückes vorhanden. Es maß in etwa 40 cm Tiefe und war komplett mit Cotoneaster überwuchert. Was war ich entzückt, als ich den einmal lupfte, um zu sehen, was eigentlich als Stützmauer vorhanden ist. Die herrlichen Steine mussten sichtbar gemacht werden und der Cotoneaster verschwinden.

Im Bild sieht man auch eine rotblühende Weigelie in der Wiese. Mittlerweile ist sie voll ins Staudenbeet integriert, so breit ist es jetzt an dieser Stelle.

Und wegen dem Blog-Geburstag gibt es gleich noch eine Gegenüberstellung. Der Blick auf das Staudenbeet im oberen Garten. Angrenzend an den Gemüsegarten, wo jetzt statt dem Walnußbaum der Rambler-Rosenschirm steht.

So und nun hatte ich doch schon einiges zu berichten. Eigentlich fehlte es mir an der Lust auf einen längst fälligen neuen Beitrag. Zu komisch ist gerade das Wetter, weswegen es auch wieder einige Schäden gibt und gab. Immerhin regnet es jetzt, fast unaufhörlich und leise vor sich hin. Grüner ist es glaube ich daher schon geworden.

Der erneute Kälteeinbruch im Mai – hoffentlich die Eisheiligen

Jetzt ist die Kälte die neue Ausnahme im langjährigen Mittel. Und wieder ist einiges erfroren. Waren oder sind das die Eisheiligen? Nicht, dass es in ein paar Tagen wieder von Vorne los geht mit Frost und Frust.

Die besseren Ausdrücke wären wohl ab-gefroren oder zurück-gefroren. Ganz er-froren ist Gottseidank nichts. Meine Wachsamkeit und das beständige Schleppen von Pflanzen oder Einpacken von Pflanzen trugen ihren Teil zum Erfolg bei.

Im Gemüsebeet hat der frische gepflanzte Kohl Schaden genommen. Oberirdische Kartoffeltriebe sind ab-gefroren und der Wein im Weinberg ist stark zurück gefroren.

Die in voller Blüte stehenden Erdbeeren rettete eine doppelte Vliesabdeckung vor dem Verlust der Blüten und damit der Früchte.

Leider hatte ich die Feige nicht eingewickelt. Beim starken Frost im April ist sie allerdings auch unter dem Vliesmantel deutlich zurück gefroren. Der Neutrieb war dann jetzt dran.

Wie anders und leichter könnte es doch sein, hätte ich damals beim Kauf der No-Name-Feige beim Gartenversender mit dem Vollbart (ich war noch jung und unwissend) eher auf Markenware mit Sortenbezeichung und garantierten Eigenschaften geachtet.

Hier sieht man meine neue Feige, Nordland Bergfeige, frosthart bis -15 Grad. Sie treibt lange nicht so früh aus, wie die Alte im Kübel. Und wenn, dann erfrieren die Blätter nicht gleich. Bester Beweis ist das Foto:

Auch die Bananen sind nun schon zum zweiten Mal ab gefroren. Genau wie der Schmetterlingsflieder im gleichen Beet.

Am vergangenen Wochenende hatten wir Samstag Vormittag schon Temperaturen von nur 2 °C mit Sturm und Schneeregen. Hoffentlich stimmt das mit dem Sprichwort: „Mai kühl und nass, füllt dem Bauern Scheun‘ und Fass.“

Es gibt bei allen Wetterkapriolen dennoch auch schöne und wohl wachsende Flecken im Gemüsegarten.

Was wächst jetzt im Gemüsegarten?

Interessant werden jetzt wieder die Etagenzwiebeln. Optisch an Winterheckenzwiebeln erinnernd, tragen sie aber keine Blüten , sondern neue voll entwickelte Zwiebeln in den Knospen, die jetzt erscheinen.

Der Giersch ist ein Problem, das eben nicht aufgegessen werden kann.

Wie erwähnt, gehe ich noch kurz auf den Giersch ein. Ja, er ist mittlerweile ein Problem das nicht einfach herunter geschluckt werden kann. Ganz im Sinne von „Giersch durch Essen beseitigen“. Und selbst wenn ich ihn aufessen würde, müsste ich ihn erst pflücken, was ja gerade der Frustfaktor und Zeitfresser ist.

Leider ist er mir im vergangen Jahr und dem vorletzten Jahr vollkommen aus den Händen geglitten. Die Dürresommer beschäftigten mich derart mit Gießen, dass für’s Unkrautrupfen keine freie Zeit übrig war. Nun ist er überall als dichter Teppich. Seit vielen Wochen rupfe ich die Staudenbeete in Handarbeit von allen Gierschblättern ab. Wenn man das lange Jahre macht, wird er deutlich geschwächt. Keine erbauliche Aussicht! Die Alternative wäre aber alle ( ! ) Staudenbeete mit dem Bagger aus zu baggern, den Aushub entsorgen, neue Erde einfüllen und komplett neu bepflanzen. Ich versuche es erst mit rupfen…

Nur ein Beet rupfte ich noch nicht, da es im Zuge struktureller Arbeiten im Herbst tatsächlich ausgebaggert wird. Wie es jetzt dort aussieht erkennt ihr am Bild mit dem Zaun im Hintergrund.

Daneben sind zwei Pflanzen, die mir beim Giersch – Unterdrücken helfen können. Das Immergrün und die Elfenblumen. Dort, wo sie jetzt wachsen kann ich den Giersch noch mit Rupfen in Zaum halten. Ich bin gespannt, wie sich beide ausbreiten und vielleicht dem Giersch auch ein wenig auf die Pelle rücken.

Betrachtet man den Garten und speziell die Beete aber ein wenig aus der Ferne und es scheint dazu auch kurz die Sonne, dann ist aller Gram über Frost oder vorangegangene Trockenheit bis hin zum Giersch vergessen.

26 Antworten auf „Gartenbloggen und Gartenphilosophie – stehen lassen oder ausrupfen?“

  1. Das mit Instagram sehe ich entspannt, lieber Achim. Ich poste auch mal 4 Wochen lang dort nichts. Wer abspringt, springt ab. Aber wenn man sein Profil stilllegt, wird man bei ALLEN Followern als Entfolger angezeigt, das ist, was das betrifft, viel schlimmer. So einige entfolgen einen dann wirklich, möglicherweise auch solche, an denen einem gelegen ist! Man kann den Instaaccount doch stehen lassen und die App einfach vom Handy schmeißen oder sämtliche Benachrichtigungen deaktivieren, wie ich es gemacht habe. Ich schaue nur da rein, wenn ICH es WILL und nicht umgekehrt!
    Es kommt immer auf den eigenen Umgang mit einem Medium an, für das Fernsehen gilt das genauso wie fürs Internet. Ich finde Instagram auch aus den Gründen ganz nett, dass man mal eben Fotos dort posten kann, die nicht in den Blog passen und das superfix. Außerdem habe ich auch dort nette Leute kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

    Aber natürlich möchte ich auch meinen Blog nicht missen! Der ist mir auch viel wichtiger als alle anderen Plattformen!

    Oh, dann herzlichen Glückwunsch noch zum Blog-Geburtstag!
    Na, amals war es ja ein Buchs-Bäumchen 🙂 Ich weiß noch sehr gut, wie Du begonnen hast – Dein Blog hat sich sehr schön verändert, mich jedoch von Anfang an fasziniert! Wie viel Mühe bei Dir in aller Arbeit steckt, wie präzise Du alles beschreibst, das muß erst einmal jemand nachmachen!

    Bei mir im Garten dürfen sich Pflanzen auch selbst aussäen. Viele Akeleien habe ich zunächst stehen gelassen. Wenn ich aber sehe, es sind nur dunkellila Akeleien der immer gleichen Form, entferne ich schon einige wieder, vor allem an ungünstigen Stellen, wo sie andere Gewächse verdrängen. Aber sonst finde auch ich es spannend so. Auf diese Weise kommt man zu manch einer Pflanze, die es sonst nicht in den Garten geschafft hätte!

    Wo ich gerade Deine Lenzrose mit den Sämlingen sehe … ich habe auch „Millionen“ davon, was mache ich nur damit? Ich kann sie leider nur auf den Kompost werfen. Ich kenne niemand, der sowas will, zumal es sie an jeder Ecke zu kaufen gibt und die Leute lieber im Laden kaufen als von privat. 😉 Trotzdem immer sehr schade drum! Denn das Problem hat man ja ständig, sie werden sich immer weiter aussamen. So schnell komme ich mit dem Abschneiden der Saatstände gar nicht hinterher. Außerdem will man manche Blüten auch in dem Zustand noch behalten, gerade die der Lenzrosen, weil sie so hübsch sind.

    Dein brauner Storchenschnabel sticht mir immer wieder ins Auge, er ist wirklich wunderschön!

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Hallo Sara,
      ja so werde ich es mit Instagram machen. Habe ich Fotos, die ich gleich mal zeigen will, veröffentliche ich sie, sonst eben nichts. Der Blog bleibt mein Haupt-Werk. Und vielen lieben Dank auch für das ganz tolle Kompliment zu meinem Blog und meiner Arbeit.
      Akeleien wachsen hier auch überall und unzählige muß ich auch ausrupfen oder abhacken. Das ist eben so, es bleiben ja noch genügend an den witzigsten stellen übrig und erfreuen das Gärtnerherz. Von den Lenzrosen habe ich noch nicht sooo viele. Manche stehen da wo sie nicht bleiben können. Noch muß ich bei denen nicht aussortieren. Ach ja, überall zu kaufen, sagst du. Das mag sein, aber dann sind das, gerade beim Discounter oder Baumarkt gern mal falsch gepflegte Schwächlinge. Wie oft höre ich, „Bei mir werden die nie was“ , möchte nicht wissen, wo die dann immer her sind… Jedenfalls, wenn sie sich selbst aussähen vergehen halt etliche Jahre bis zur Blütenpracht, dafür aber kann man gewiss sich zurücklehnen und abwarten. Sie werden nicht kaputt gehen sonder einfach schön natürlich langsam vor sich hin wachsen.

      Liebe Grüße und schöne Tage, der Achim

  2. Lieber Achim,
    ich bin ja nun auch schon seit 7 Jahren am Bloggen und möchte es auch immer noch weiterführen. Der größte Vorteil ist für mich tatsächlich dass es wie ein Tagebuch ist. Und man so immer nachschauen kann, wie sich der Garten im Laufe der Jahre geändert hat. Das kann Instagram nicht leisten.
    Bei Instagram beschäftige ich mich fast ausschließlich mit meinem zweiten Hobby – dem Malen. Das passt perfekt 🙂 Beim Malen gehts eh nur um Bilder und man schreibt nicht viel dazu. Beim Bloggen über den Garten brauche ich es viel ausführlicher 🙂
    Toll dieser Beitrag wieder!
    LG Urte

    1. Liebe Urte,
      da hast du vollkommen Recht, deine Kunstwerke sind ideal für Instagram (und natürlich auch für den Blog, weil ich sie mir sehr gern ansehe). Mein zweites Hobby das Kochen und Backen ist auch wieder nichts für Insta. Gut man kann die Gerichte schon posten, aber was nützt ein Bild von einem Gericht oder Kuchen, wenn kein Rezept dabei ist…. Ich muß halt einfach bloggen, mir bleibt gar nichts andres übrig 😉
      Liebe Grüße, der Achim

  3. Hallo Achim, zum Thema „Giersch“ möchte ich folgendes weitergeben: Giersch braucht Licht, das kann man ihm durch Mulchen nehmen. Ich habe ihn damit ausgerottet, dass ich früh im Jahr zuerst die grünen Blätter entfernte und dann mit Rasenschnitt mulchte. Wenn trotzdem eine Gierschpflanze hochkam, ließ sie sich leicht heraus ziehen. Etwas Geduld, immer wieder nachmulchen… dann sollte es zu schaffen sein!
    Liebe Grüße, Johanna

    1. Hallo Johanna, ja mulchen tue ich im Gemüsegarten konsequent, das unterdrückt manches Unkraut. Zwischen den dicht wachsenden Stauden zu mulchen ist mir zu aufwändig beim Verteilen und auch beim regelm. ranschaffen des Rasenschnittes. (siehe Kommentar zur Karens Kommentar). Ich hatte es mal mit Pappe probiert, das brachte nichts. Ich habe den Eindruck mit dem Rupfen kann ich, bei viel Geduld und Konsequenz auch was anrichten. Im Gemüsegarten wie gesagt nutze ich die Wirkung des Mulchs sehr gerne und möchte die bodenverbessernden Eigenschaften von Mulch rund ums Jahr nicht mehr missen.

      Liebe Grüße, der Achim

  4. Lieber Achim,
    ich seh das genauso mit Instagram. Lange Zeit dachte ich sogar, das brauche ich auf keinen Fall auch noch. Aber nun will ich es doch nicht missen, weil sich dadurch (wirklich) auch regionale Kontakte ergeben haben und sogar einen Job als Freie Journalistin. Also für mich hat es sich echt gelohnt. Zeit hab ich dennoch nur wenig dafür und dann gibts halt auch mal überraschendes unfollow.

    Ich bin froh, dass du so ein ehrlicher Blog bist und mag deinen Schreibstil. Ich bin ja genau wie du, im Frühjahr 2013 mit dem Blog gestartet, damals noch im kalten Freiberg. Da hab ich schon gelernt, dass man manche Pflanzen in unseren Breiten besser nicht pflanzt bzw. nicht zu zeitig. Das war eine gute Lehre für mich. Denn die aktuellen Frosteinbrüche haben mich gar nicht geschockt. Nur zwei Tomaten sind oben abgefroren und versuchen sich gerade zu regenerieren. Die Walnussblüten sind leider wie 2017 erfroren.

    Das Schreiben im Blog hat einen großen Wert, auch für mich. So kann ich, wenn ich Sehnsucht nach meinem alten Garten habe, einfach mal schauen. Meistens lasse ich das aber, weil ich dann erst recht traurig werde. Man kann aber mental trotzdem mit seinen Pflanzen verbunden bleiben…vielleicht verstehst du ein bisschen, was ich meine.

    Ich lese immer gerne bei dir, auch wenn ich es oft nicht schaffe, zu kommentieren. Das kann Instagram nicht bieten. Dafür braucht man den Blog. Und ich sehe leider bei vielen Blogs den Trend, nur schöne Dinge ins Netz zu stellen. Aber das bringt mich doch nicht weiter. Ich möchte aus den Erfahrungen anderer, die ich nicht habe, auch was lernen. Das ist bei dir der Gemüseanbau für mich. Das hat früher alles mein Vater alleine gemacht und ich durfte ihm da nie ins Handwerk pfuschen. Er hat Permakultur betrieben, aber da gab es das Modewort noch nicht,

    Also, mach weiter so….und viel Erfolg beim Rupfen vom Giersch. Ich hatte den mal in einem früheren Garten am Waldrand von Erlangen. Da weiß ich, wovon du sprichst.
    Wenn ich deine Gartenfotos sehe, fällt mir nur ein….alles richtig gemacht. Ich liebe solche fränkischen Kalksteinmauern…..;-)
    Liebe Grüße, Sigrun

    1. Liebe Sigrun,
      geschockt haben mich die Frosteinbrüche auch nicht. Ärgerlich nur, dass der Wein wieder abgefroren ist und einige der großen Kübelpflanzen, was abbekommen haben. Im Gemüsegarten ist das immer so eine Sache. Da weiß ich nie, was wie viel aushält und beim wem die Kälte einen normalen weiteren normalen Wachstumsverlauf stört. Die Kohlrabi wachsen unbehelligt und der WEißkohl hat Blätter verloren durch den Frost. Ansonsten steht alles prächtig. Gurken, Tomaten und Paprika oder Zucchini stehen natürlich noch geschützt im gemauertem Partyraum weil es im Gewächshaus natürlich zu kalt noch war.
      Ja das mit den schönen Dingen ist so eine Sache. Mit nur geschönter und gestellter Welt bekommt man eben Leser. Wie all die Garten- und Land-Magazine. Die Realität sieht eigentlich immer anders aus. Und genau die will ich aber zeigen. Sie ist auch schön, und nur wenn man diese Schönheit des richtigen Lebens sieht und erkennt, kann man doch glücklich sein. Nicht wenn man etwas anstrebt oder erträumt, das unreal ist. Ich will eben nicht nur zeigen, wie schön es in einem Moment ist, sondern auch, dass andere Momente eher normal sind oder wenn was schief läuft eben nicht so schön. Wie viele Neu-Gärtner sind enttäuscht, weil sie meine, sie haben jetzt einen (Gemüse-)Garten und da muß es doch so und so aussehen. Leider wissen sie viel zu wenig über die Wege die dort hin führen und was dazu notwendig ist. Auch an Arbeit. Kommpost umschichten, Material häckseln, verwelktes ausschneiden und im Winter zottelige Beete sind aber eben Alltag und Realität. Nur so hat man dann jetzt diese schönen Bilder mit blühenden Stauden und prächtigem Gemüse. Jeder möchte einen natürlichen Garten und da gehört dann aber eben auch Mulchen, Häckseln, Kompostieren, stehen gelassene Stauden im Winter einfach dazu.
      Ich werde weiter berichten und habe auch schon bei manchem zum Nachdenken oder Nachahmen angeregt. Das freut mich immer besonders.

      Liebe Grüße und auch wenn der Garten klein und gerade schwierig ist, wünsche ich dir viel Spass in ihm. Liebe Grüße, der Achim

  5. Lieber Achim.
    herzlichen Glückwunsch zu 6 Jahren erfolgreicher Bloggerei! Was wären Deine Fotos ohne Deine begleitenden Texte – nur die halbe Miete. Ich habe mir letzte Woche eine Woche Auszeit vom Bloggen gegönnt, das tut auch mal gut.
    Da hat sich wirklich viel getan seit 2011/2013. Aus dem Buchsmini ist eine statttliche Kugel geworden. Hier tun die Eisheiligen, was man von ihnen erwartet, heute Nacht hat es gefroren. Naja, das gibt wieder ein paar schwarze Blätter an einigen Pflanzen.
    Epimedium Frohnleiten hält hier zumindest zu einer Seite den Giersch in Schach. Klopf auf Holz, momentan nervt er nur an 2 Stellen, ansonsten hat er sich schmollend zurückgezogen.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Liebe Karen, danke für deine Glückwünsche.
      Zum Bloggen komme ich gerade auch recht wenig, weil im Garten halt viel zu tun ist. Nun sind auch die Eisheiligen vorbei , da geht es noch mal richtig rund. Heute habe ich auch schon wieder gesät und gepflanzt. Das ist ja eine gute Nachricht, dass die Elfenblumen doch ein wenig dominant sind. Vielleicht helfen sie in meinem Beet auch gegen den Giersch. Zudem wird regelmäßig gerupft. Ich wünsche dir eine schöne Zeit im Garten und nach deiner Pause wieder beim Bloggen.
      Liebe Grüße, der Achim

  6. Hallo Achim,

    der blog hat schon etwas ganz besonders Persönliches. Instagram ist für den Job – bloggen für die Seele.
    So viele schöne Kontakte sind für mich dabei entstanden – auch übers Bloggen hinaus. Das kann ich mir bei Instagram nicht vorstellen.
    Natürlich ist bloggen zeitintensiv – ich werde wohl nie mehr so fleißig sein, wie vor einigen Jahren, da ich im Moment einfach so gern draussen in der Natur bin, wann immer es geht.
    Herzliche Grüße aus dem Geniesser-Garten von Renate

    1. Liebe Renate, das hast du sehr schön ausgedrückt mit dem Insta für Arbeit und Blog für die Seele. Ich glaube so ist es auch bei mir. Nur dass ich ja nicht von Job reden kann, also sehe ich Job=Pflicht, also halt nicht Kür, die das Herz bewegt.
      Zeitintensiv ist das Bloggen tatsächlich, wenn es was Gescheites sein soll. Und es wird immer zeitintensiver, je mehr man weiß übers Bloggen. Irgendwie ist das Texten der schnellste Teil von allem. Aber irgendwie gefällt mir der ganze Prozeß eigentlich auch ganz gut und ich wünschte mir manches mal, mir mehr Zeit und Bewußtsein dafürnehmen zu können. Da aber die Zeit draußen gerade jetzt vom Frühjahr bis Herbst so wertvoll und schön ist, die Zeit für den Job und andere normale Aufgaben im Leben natürlich auch zur Verfügung stehen muß, bleibt es nicht aus, dass man Zeit beim Bloggen abzwackt.
      Also dann viel Spass im Garten und beim Bloggen, liebe Grüße, der Achim

  7. Hallo Achim,
    ich finde auch, bebilderte Geschichten erzählen kann man nur im Blog. Wie du sagst ist es ein Tagebuch auch für einen selbst. Manchmal interessiert es mich, seit wann eine Pflanze im Garten ist, dann suche ich auf dem Blog und finde sogar, wie alles aussah damals. Dein Mäuerchenbeet hat sehr gewonnen, Cotoneaster ist langweilig gegen die Vielfalt an Pflanzen.
    Panaschierten Giersch hatte ich mal, der hat nicht lange überlebt. Mein Garten ist sowieso komisch, da vermehren sich manche Pflanzen wie Hulle, aber der Giersch gehört nicht dazu.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, na dann sollte ich dir mal ein paar Ableger von meinem Giersch schicken. Ich glaube, die Vorfahren haben damals nach Tschernoby ein wenig Reaktor-Staub abbekommen und sind nun so was wie seinerzeit der Burli, erinnerst du dich? “ Der Burli hat links und rechts drei Uhrli
      Am Kopf hat er a Schwammerl, zwölf Zech’n auf die Fiaß
      Mein Gott, ist unser Burli siaß.
      Mein Gott, ist er net siaß?“. Also mein Giersch hat noch mehr als „zwölf Zechn“ eher zwölfzig… Aber ich werde ihn schon zurück drängen. Hast du Erfahrung mit Elfenblumen? Meine wachsen jetzt schön, tolles Laub. Hoffe sie breiten sich auch wirklich, wie immer beschrieben recht dominant aus.

      So dann mal ein schönes Wochenende mit viel Regen hoffe ich. Liebe Grüßeu und melde dich, wenn du vom Burli-Giersch was haben willst 😉 Der Achim

      1. Haha, ja, der Burli, ach, das ist lange her, hatte ich schon verdrängt.
        Es ist ja nicht so, dass der normale Giersch nicht im Garten wäre, aber der schafft es nicht, gegen die Allmacht von Stauden anzukommen. Elfenblumen sind bei mir bis jetzt noch nichts geworden, die eine, die ich habe, kommt nicht so recht in die Gänge. Wer aber wirklich komplett dicht macht (vor allem seit dem Regen) ist der Rauling. Superzeug und essbar. Auch Brauner Storchschnabel macht bei mir so gut dicht, da kommt gar nichts mehr hoch.
        Mein Garten hat eher ein Problem mit Zaunwinde und Kletten-Labkraut, wobei die Winde schlimmer ist.
        VG
        Elke

        1. Dachte ich mir doch, dass du dich noch ans Burli erinnerst 😉 Also mal ehrlich? Mein Girsch schafft alle Stauden, jetzt aber da ich ihn immer wieder rupfe sind endlich mal die Stauden höher als er. Unten am Zaun, wo ich nicht rupfe, habe ich gerade Angst dass er den riesigen Asternbusch unterbuttert. Da muß ich glaube ich mal rupfen. Der Busch ist 1,5 m breit und lang und im Sommer etwa 170cm hoch. Jetzt sieht man aber gerade nur Giersch. Daher bin ich mir nicht sicher, dass er der Allmacht der Stauden unterlegen ist. Die Elfenblumen habe ich im Frühjahr spät erst gepflanzt, um es zu probieren und sie taten lange nichts und auf einmal schieben sie richtig kräftige Blattbüschel. Vielleicht gefällt es ihnen dann bei mir und sie breiten sich aus. Der Braune Storchschnabel steht ja auch in einem Staudenbeet, habe ihn ja fotografiert. Er säht sich auch, blüht wunderhübsch, dass er aber den Giersch beiseite schieben könnte, konnte ich beim Rupfen nicht feststellen, als ich aus dem Storchschnabel auch die Gierschblätter habe rauszupfen müssen. Aber ich habe ein paar andere Storchschnabelbüsche, die ich jetzt als Gierschunterdrücker entdecken konnte. Sie sind so buschig und unter ihnen kein Giersch. Allerdings habe ich auch da erst mal den Giersch 2x rupfen müssen, weil er viel schneller im Frühjahr hochkommt, als der Storchschnabel. Hätte ich nicht gerupft, wäre jetzt wieder der Giersch über dem Storchschnabel.
          Den Rauling habe ich mal auf meine Merkzettel beim Gaismayer gesetzt. Der wäre auch nur was für das Beet, wo jetzt die Elfenlbummen stehen. Alle andere wären für ihn dann zu sonnig befürchte ich.
          Bei uns regnet es gerade wieder, wie schön. Man freut sich über einen verregneten Samstag. So ticken auch nur Gärtner oder Landwirte etc. Oder? Liebe Grüße der Achim

  8. Lieber Achim,
    Herzlichen Glückwunsch zum Blog- Geburtstag! Dein Blog ist eine Bereicherung und es ist eine Freude, bei Dir mitzulesen.
    Die Gedanken, die Du zur Permakultur hast, sind mir nicht unbekannt. Ich habe ein Buch darüber gelesen und dachte, dass das doch eigentlich nichts Neues ist. Aber ich habe über das Gärtnern viel von meiner Oma mitbekommen und die arbeitet eigentlich in ihrem Garten schon immer nach den Grundsätzen der Permakultur. Nur dass das Ganze früher eben nicht so hieß. Und da ich in der Zwischenzeit auch einige Gärtner kennengelernt habe, die eher versuchen, dem Garten ihre Wünsche aufzudrücken, ist das vielleicht nicht immer so. Vielleicht bin ich ein wenig faul, aber wenn ich die Gegebenheiten beachte, habe ich deutlich weniger zu tun. Allerdings jäte ich nach wie vor Unkraut, habe aber Orte im Garten , wo ich es wachsen lasse. Und ich lasse auch nicht alles an Sämlingen stehen, sonst hätte ich bald ausschließlich Stockrosen im Garten, die sich auch gegenseitig im Weg stehen würden.
    Liebe Grüße
    Steffi, die Instagram eigentlich ganz gerne mag, es aber zuweilen ein wenig anstrengend findet

    1. Hallo Steffi, ohhh du hast verwilderte Stockrosen, wie schön. Ich hatte etwas drei Jahre traumhafte STockrosen, dann kamen sie eines Frühjahrs nicht wieder und seither gelingt es mir nicht mehr welche an zu siedeln. Gekaufte Stauden wachsen nicht an, sterben gleich und gesät werden auch nichts. Witziger weise ist eine einzige Pflanze beim Haus im Fliederbeet dieses Jahr vorhanden und wächst wie verzaubert. Mal sehen, ob sie auch blüht. Wo die her kommt weiß ich gar nicht. Erinnere mich nicht sie gepflanzt zu haben. Vielleicht war da doch ein Same im Kompost?

      Jedenfalls stimmt es absolut, was du sagst. So ging es mir ja auch. Ich gartle vor mich hin und orientiere mich am guten alten Biogarten, mache mir selbst auf Grund von Beobachtunge und meiner Einstellung so meine Gedanken und lese dann, dass das einen Namen hat und Permakultur heißt . Naja früher war man Biogärtner und Vegetarier. Heute muß man Roh-Veganer sein und Permakultur machen…..

      Danke auch für die Glückwünsche und das liebe Kompliment. Ist halt so, Bloggen liegt mir wohl mehr als Facebook und Instagram. Vielleicht ändert sich das ja noch, dass ich die anderen beiden auch gut bedienen kann. Ich probier es immer wieder, aber ohne Erfolg.

      Ich freu mich auf weitere Chats hier und wünsche dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße Achim

    1. Hallo und liebe Grüße zurück ins Hotel, schön, dass du mich öfter hier im Blog besuchst und es dir Freude bereitet. Komme gerne wieder und hinterlasse auch mal wieder ein paar Zeilen. Das freut mich immer besonders, wenn ich Rückmeldung erhalte.
      Schönes Wochenende und schöne Zeit wünscht der Achim

  9. Ich fang mal unten an: ohoh das Gierschproblem kannte ich auch, hat sich durch die Ligusterhecke von alleine gelöst. Die beiden konnten nicht miteinander und der Liguster hat gewonnen.

    Du hast schon so grossen roten Rosenkohl?! Ich hab unseren noch nicht mal gesät…

    Das Wetter setzt auch hier den Pflanzen zu. Letztes Jahr war Anfang Mai schon Sommer und ich hatte Platz im GWH für die zarten Tomaten und Chilli und jetzt – alles geht halt nicht. Die Tomaten müssen warten.

    Euer Mäuerchenbeet ist phantatisch geworden. Ich mag Mauerbeete eh sehr gerne, solange sie heimisch oder wenigstens blütenreich bepflanzt sind.

    Das mit dem selber versamen, das habe ich nicht immer sehr gerne. Manchmal passt mir die Pflanze an ihrem selbst gewählten Standort einfach nicht. Es ist ein bisschen ein Seiltanz zwischen Laiser-faire und jäten…

    Dann „Happy Birthday Dear Achims-Blogg“ *lach – wie die Zeit vergeht …

    Deine Meinung zu Insta teile ich nicht. Ich mache gerne (wenn möglich täglich) einen kurzen Post mit Text. Vor allem aber auch nutze ich Insta um meine wöchentlichen Blog-Posts zu bewerben, ein Bild und die Möglichkeit sich via Website zum Rest durchzuklicken.
    Da ich eben die Texte lese, abonniere ich nicht mehr Feeds als jetzt. Schon das ist eigentlich zu viel. Denn es geht mir auch im Insta um Qualität vor Quantität.
    Hab Dich übrigens grad abonniert, hatte gar nie nachgesehen ob Du dort auch vertreten bist *hihi

    Heb es guets Wucheänd.

    1. Hallo Pascale,
      das ist ja komisch, dass euer Liguster den Giersch besiegt hat. Unser Ligusterhecke ist dicht unterwachsen vom Giersch. Nur letzten Sommer war er weg, weil er kein Wasser hatte. Jetzt ist er aber wieder da in vollem Umfang.

      Rosenkohl sähte ich bislang auch immer eher im Mai oder später. Aber bei dem Roten stand am Samentütchen, dass er sehr langsam wächst und man ihn daher unbedingt früh aussähen soll. Angegeben ist Februar bis April. Die Sorte heißt Rubine. Bisher wächst er recht schön und eigentlich besser als die grünen Sorten, die ich immer hatte.

      Bei mir passt es auch nicht immer, wo sich die Pflanzen hinsähen, aber das ist ja kein Problem. Ich rupfe sie einfach aus.

      Und dann Instagram. Ich habe einfach nicht die Zeit. Oder ich will sie mir auch nicht nehmen, in Insta auch noch Qualität statt Masse (die ja zu Followern führt) zu liefern. Bei mir lohnt es sich nicht, den Blog zu bewerben. Habe es ja auch getan auch früher schon, aber das bringt nichts, Leser im Blog oder Follower ändern sich nicht. Daher spare ich mir die Arbeit. Habe ich was schönes Mitzuteilen und will nicht warten, bis ich es im blog schreiben, dann werde ich es bei Insta tun. Facebook ist für mich das Gleiche. Man merkt doch schon ob gelesen wird von Followern, gerade bei Facebook. Dort verlinke ich neue Posts, weil es dort ja auch geht. ABer bei Insta geht so was ja nicht mal. Jedenfalls ein Artikel, wie dieser hier wird von mir dort verlinkt und sofort erhält er einen Daumen hoch. Super so schnell kann kein Mensch meinen blog aufrufen und so einen langen Artikel lesen und dann sagen, dass er gefällt. Es wird halt einfach automatisch und überall“gefällt mir“geklickt und der blog wird gar nicht gelesen. Bei mir ist es jedenfalls so, mag sein, dass es bei dir anders ist. Du bist schließlich auch eine Frau und Blogs werden zu 99,9% von Frauen gelesen. Die wollen glaube ich unter sich bleiben und lesen bei einem Mann nicht gleich und kommentieren trauen sich sehr viele auch nicht. So weiß ich auch gar nicht mit Sicherheit, wer wirklich liest. Naja jedenfalls werde ich mir die Arbeit vorläufig sparen neben dem Blog noch wo anders zu schreiben.
      So, jetzt wünsche ich dir ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, der Achim

      1. Hallo Achim, bei dem Liguster kann ich Dir voll und ganz zustimmen. Meine Mutter kämpft seit über 35 Jahren in der alten Ligusterhecke am Fußweg gegen den Giersch peniebel an. Sie rupft und rupft, versucht sogar Wurzeln herauszuzuppeln, aber er hat sich dort eingenistet. Die Hecke war etwa 25 Jahre vor dem Giersch da. Und es hilft wirklich nur ihm im zeitigen Frühjahr immer wieder möglichst aller Blätter zu rauben, damit er ab Juli gemäßigter wird. Sonst haben auch die Stauden keine Chance, die Du gegen ihn anpflanzt- er ist sonst zu schnell und wächst zu hoch. Und Elfenblumen sind meiner Meinung nach zu wach und vor allem zu langsam. Die habe ich daher nie gegen ihn antreten lassen. Beinwell mit ca. 50cm Wuchshöhe ist da schon eher ein geeignter Gegner …
        LG Silke

        1. Hallo Silke,
          na du machst mir ja Hoffnung. 35 Jahre rupft deine Mutter und noch ist er da! Dann habe ich ja noch was vor mir in meinen Staudenbeeten. Das habe ich auch beobachtet, dass der Giersch weit Schneller als die STauden im Frühjahr loslegt. Und selbst hohe Stauden, wie die gut und gerne 170 cm und mehr messende Herbstaster ist momentan komplett von ihm überwuchert. In den Beeten wo zupfe sind jetzt die Stauden schon schön entwickelt und tatsächlich ist dann auch unter recht dominanten STauden kein oder fast kein weiterer Giersch mehr. Man muß also dafür sorgen, dass die Stauden gut hoch kommen. Und ja, die Elfenblumen, die ich garnicht kannte und nie hatte bis zu diesem Frühjahr, sind recht zarte Gebilde. Dennoch habe ich eben vermehrt in Magazinen darüber gelesen, dass sie im Ausbreitungsdrang wegen eines auch kräftigen Wurzelgeflechtes sehr dominant sein können. Wir werden sehen, egal wie sie passen da schön hin, wo ich sie hin gesetzt habe und sie werden sich schona uch mehr oder weniger ausbreiten und einen Teppich bilden. Das ist es ja was ich will in dem Beet unter den ganzen Großsträuchern.

          Schöne Zeit und liebe Grüße, der Achim

  10. Guten Morgen lieber Achim,
    schön, dass Dir auch nach 7 Jahren die Lust am Bloggen nicht vergangen ist und du Dein Garten-Tagebuch noch immer so ausführlich pflegst!
    Ich ärgere mich inzwischen immer mal wieder über die Tagebuch-Lücken, die bei uns im Laufe der nun schon 12 Jahre entstanden sind, denn gerade dieser Wandel – einfach mal wachsen lassen, Pflanzen am falschen Standort oder sogar auf der Flucht, und vernachlässigte Ecken aus Zeitmangel, Rücken, Wetter etc. sind gerade das spannende am Garten. Wir haben ja schon vor unserem Blog – etwa 11 Jahre nach der Neuanlage, mit dem Gartenbloggen angefangen. Da war unser Gemüsegarten schon lange wegen der Nacktschnecken Vergangenheit. Und der Naschgarten bekam schon bald nicht mehr genug Licht. Aber trotzdem passierte so viel, dass es unmöglich war all‘ die Veränderungen und Erfahrungen zu posten. Und ein Bild fast ohne Text hätte da kaum etwas gebracht. Denn das nur hübsche Blümchenbilder posten ist zwar nett anzuschauen, wird auf Dauer dann aber doch langweilig. Denn Garten ist so viel mehr …
    Ich hoffe viele Deiner gefrosteten Pflänzchen können sich doch wieder rappeln, und dieses ziemlich unberechenbare Gartenjahr wendet sich für Dich doch noch zum Guten!
    Liebe Grüße von Silke
    Ja, die Mischung macht’s. Und im Vergleich

    1. Hallo Silke,
      ach ja diese Lust am Bloggen. Ich habe sie noch, aber sie ist tatsächlich, rückblickend nicht permanent vorhanden. Manchmal ist sie fort und ich will aufhören. Dann aber denke ich an ebend ie von dir genannte Lücken im Tagebuch und wenn die Lust wieder käme dann sind die Lücken unauslöschlich vorhanden. Das gefällt mir nicht. Und dann ist es so, dass die Lust zwar oft weg ist – ja wirklich oft – aber die Zeit, bis sie wieder mit voller Wucht zurück ist sehr sehr kurz bleibt. Bis ich lange Überlege, ist sie wieder da und niemand fällt auf, dass ich zwischndurch „aufgehört“ habe zu bloggen. Zu schön ist die kreative Freiheit im Blog, das Schmökern in alten Berichten und die Freude, seine Freude mit der Welt, mit euch, mit dir als meiner Leserein zu teilen.

      Und wenn wir schon bei Freude sind.Der Garten ist dieses Jahr wieder komisch, wieder anders und tatsächlich jetzt zum zweiten Mal Frostschäden. Die sind aber gering, unschön vielleicht, aber es ist noch kein richtiger Schaden entstanden. Mehr Schaden hat die Dürre 2018 angerichtet. Haselnußsträucher und Baum haben lückenhaft und sehr kleine Blätter. Der Flieder blüht sehr gering und auch alles sehr bonsaiartig. Auch er hat sehr kleine Blätter. Die haben auch alle Angst vor weiterer Trockenheit, wie das Jahr ja auch begann. Dennoch hat es sich ja jetzt in letzter Minute zum Guten gewendet. Der Temperatursturz war sehr gemein und leider auch wirklich bis unter Null. Aber ich glaube besser, als jetzt schon weiter Dürre und Wärme. Alles in allem bin ich dieses Jahr doch sehr zufrieden mit dem Garten. Es ist ein wenig hinterher, aber das wird jetzt mit dem Regen und den frischeren Temperaturen besser. Lediglich Tomaten, Bohnen udn Gurken werden wohl noch ein wenig auf ihren großen Auftritt warten müssen. Und eben ein paar meiner Kübelpflanzen. Bin ich froh, dass ich, wenn Neues nur noch robuste Arten und Sorten kaufe und die ganz empfindlichen schon verkompostiert sind. Und es gibt so viele uns schöne sehr robuste, ja zum Teil recht frostharte Kübelpflanzen oder Sukkulenten. Da kann man sich viel Arbeit sparen, wenn man auf diese zugreift.

      Ich wünsche einen schönen Tag und dann ein schönes Wochenende, liebe Grüße der Achim

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