Heinzelmännchen einladen und das Selbstversorgertum. Geschichten vom schwarzen Lord

Im Garten hat der Lord ja überall und vor allem unter der Erde seine Armeen von wahnsinnig fleißigen Helfern. Immer mehr nutzt er deren Arbeitskraft auch in der Küche. Dort kommen ihm auch die besten neuen Selbstversorgerideen . Und für angehende Selbstversorger hat er sich dieses Jahr auch etwas überlegt:

Gedanken in der Kaffee-Pause

Er grinst über beide Ohren, als er sich dieser Kaffeepause, die ja eigentlich eine Heiße-Schokoladen-Pause ist, hingibt.

Was haben seine winzigen Helfer wieder für hervorragende Arbeit geleistet.

Die Küchenheinzelmännchen bekamen Kost und Logis, genau wie die Gartenheinzelmännchen. Für diesen einfachen Lohn rackern sie dann sofort los.

Und am schönsten ist, dass die Helferlein ja überall und immer da sind. Man sieht sie nur nicht. Dem Kundigen aber zeigen sie sich und stellen ihre Arbeitskraft gern zur Verfügung. Sie kommen wie aus dem Nichts und sind genau so schnell wieder verschwunden, wenn es ihnen nicht mehr gefällt. Oder wenn sie nicht gut behandelt werden. Beim Lord aber geht es ihnen immer gut.

Heinzelmännchen suchen, finden und zu sich einladen

So glücklich ist der Lord darüber, dass er die unterschiedlichen Helfer für Küche und Vorrat hat kennen lernen dürfen. Und so begeistert erzählt er auch über sie. Manche Zuhörer fragen dann nach und werden neugierig. Wenn sie es ernst mit den Fragen meinen – und das spürt der Lord recht schnell – dann erzählt er ihnen mehr über seine verborgenen Armeen.

Fangen wir mit dem Bild oben an und betrachten die Unterlage für den köstlichen Aufstrich. So sah das alles einmal aus.

Eine wunderbare und unvorstellbar leichte und lockere Brioche. Mit viel Butter und Ei im Teig und…..

… genau, darüber reden wir jetzt. Der Teig stand nach gründlichem Kneten für 24 Stunden in der warmen Küche. Die kleinen Helfer darin, manche nennen sie auch Mikroorganismen, vielleicht Hefezellen oder Milchsäurebakterien, verarbeiten den Zucker, vermehren sich, erzeugen wahnsinnig nuancierte Geschmackstoffe und lockern den Teig. Ein so lange umgearbeiteter Teig ist natürlich auch viel verträglicher und, -das betont der Lord immer wieder und wieder – deutlich geschmackvoller als ein wenige Minuten mit derben Massen an Hefezellen aufgedunsener Teig. Oder gar einer , der mit Backtriebmitteln vollgepumpt wurde.

Bleiben wir also bei den Helfern. Ach so, denken an dieser Stelle so manche bis dahin gespannt und mucksmäuschen still dem Lord lauschende Zuhörer. Er hat halt einen Hefeteig gemacht.

Das ist nicht ganz richtig! Sicher waren nicht nur Hefezellen beteiligt, bestimmt auch Milchsäurebakterien. Und als Würfel aus purer Hefemassenansammlung stammen die auch nicht. Nein, der Lord hat seine Helferlein persönlich eingeladen, zu sich zu kommen, hat ihnen Wohnung und Nahrung gegeben und es gefällt ihnen bei ihm. Sie blieben und helfen ihm jetzt.

Wie aber lädt man solche Mikroorganismen oder Helfer zu sich ein? Eigentlich ganz einfach. Vor Weihnachten sah der Lord unter einem Apfelbaum viele heruntergefallene Äpfel liegen. Niemand, außer den Amseln interessierte sich für sie. Er nahm einen Apfel mit. Daheim hat er ihn zerrieben, mit Quellwasser vermischt und warm gestellt. Die unzähligen kleinen Helferlein, die auf ihm wohnten, bekamen damit Nahrung und rackerten los. Es schäumte und blubberte im Saft. Dann kamen ein paar geheime Arbeitschritte dazu. Und viel Zeit. Nun wohnen die Helfer in einem kleinen Teig im Kühlschrank und stehen jeder Zeit für so herrliche Backwerke wie diese Brioche zur Verfügung. Diese Art der Hefe zum Backen ist auch unter dem Namen lievito madre, die Mutterhefe, bekannt. Jeder, der bereit ist, den Helferlein Kost und Logis zu geben, kann sie zu sich einladen. Quasi aus dem Nichts kommen sie und verschwinden, wenn man sich nicht mehr um sie kümmert. Ganz umsonst stellen sie ihre Dienste niemals zur Verfügung. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten.

Die Selbstversorgerideen und Methoden werden umfangreicher

Jetzt jedenfalls ist die wattige und süße Köstlichkeit mit der heißen Schokolade fast vertilgt. Der Lord freut sich noch weiter. Jetzt über seine immer weiter wachsenden Vorräte, mit denen er sich selbst versorgt. Mit dem versorgt, was zu einem zufriedenen Leben notwendig ist. Und es nehmen nicht nur die Vorräte zu sondern auch die Methoden, Tricks und Möglichkeiten zur Verarbeitung seiner selbst gezogenen Obst- und Gemüsevorräte zu.

Sprach er nicht kürzlich erst von seiner Gemüsesamensammlung und wie er diese organisiert hat? Jetzt sind bereits die Paprika gesät. Dabei kamen ihm wieder die getrockneten Mini-Paprika, die aussehen wie Chilis, in die Hand. Medusa oder Naschzipfel heißen sie.

Um an die Samen für eine Aussaat zu kommen, musste er eine aufschneiden. Wie überrrascht war er über das frische und fruchtige Paprikaaroma, das dabei in seine Nase kroch. Ja wirklich, die kleinen Schoten sind Paprika mit einer Schärfe von Null. Dafür aber auch frisch von köstlich intensiven Paprikaaroma. Sie kamen mit in die eingekochten Cocktailtomanten oder zierten mit ihrer Farbe grüne Salate, Käseplatten oder Brotaufstriche.

Die winzigen Pflanzen waren auch im Herbst noch voller Früchte.

Wie aus Naschzipfeln Paprikapulver wurde

Bevor sie am Strauch verderben oder erfrieren, hat er sie geerntet und einfach an der Luft getrocknet. Nun weiß er, dass sie dadurch ihr Aroma noch verstärken. Was also lag näher, als die getrockneten Früchte zu verarbeiten.

Schnell noch ein paar Samen für weitere Aussaaten gerettet und schon landet der Reste im Mixer. Den grünen Stil hat er abgeschnitten, dass das Aroma nicht verfälscht wird.

Binnen Sekunden hat der Lord sich das in der Küche so oft benötigte „Paprikapulver süß“ selbst hergestellt. Etwas wenig, ja. Aber nun weiß er von dieser herrlichen Verwendungsmöglichkeit und wird diese Saison mehr von den Pflanzen anbauen. Just zu diesem Zwecke.

Wieder eine weitere Verwendungsmöglichkeit seiner Gemüse kommt in die Sammlung. Selbst kam er auf die Idee, die nur möglich war, weil er nichts verkommen lassen will (übrige Früchte geerntet und getrocknet, statt kompostiert) und er immer wieder beobachtet und wachsam ist (super aromatischer Duft beim Aufschneiden der trockenen Schoten).

Der Selbstversorger-Test

Und bevor nun die in Dankbarkeit und Zufriedenheit verbrachte Schokoladen-Pause endgültig vorüber ist, fällt dem Lord noch sein neu erdachtes Projekt zum Thema Selbstversorger ein.

Es gibt viele Menschen, die sich vielleicht auch gern mehr oder überhaupt, selbst versorgen möchten. Einen Garten suchen sie, wünschen sie sich oder warten auf einen. Endlich loslegen wollen sie dann. Aber ob sie als Selbstversorger geeignet sind? Es gibt Tests mit Fragebögen. Aber was sagen die schon.

Der Lord hat sich da etwas ganz eigenes überlegt, was wirklich aussagekräftig ist und schon eine Mini-Selbstversorgung in sich birgt.

Wer also gern selbst mehr in dieser Richtung unternehmen möchte, dem sei hier der Topf empfohlen.

Er wird für dieses Projekt noch eine wichtige Rolle spielen. Wer neugierig geworden ist, der sollte immer wieder mal hier im Blog nachschauen. In wenigen Tagen oder Wochen geht es los…..

23 Antworten auf „Heinzelmännchen einladen und das Selbstversorgertum. Geschichten vom schwarzen Lord“

  1. Hallo Achim, ich kau gerade eine Scheibe warmes knuspriges Brot, dem ich den „Abfall“ vom Lievito Madre Ansatz mit dazugegeben habe. Ich bin hin und weg …
    Gerade reift sie noch im letzten Schritt, vom nächsten Abfall mache ich einen Sonntagszopf. Eine irre Triebkraft und das Weißbrot (das Funkle hab ich noch nicht angeschnitten), perfekte, saftige Krume. Ich bin begeistert 🙂 Danke für die Idee. ich habe einen Ansatz mit selbst hergestelltem Hefewasser gewählt. Das ging etwas schneller. Klasse klasse klasse 🙂

    1. grüß dich Marion, na das freut mich aber , wenn ich dir wieder mal was tolles zeigen konnte. Die Hefe ist echt fantasisch oder? Ich habe letzhin Semmeln damit gebacken, 24 Stunden gehen und so . Herrlich der Geschmack,die knusprige Kruste, sogar nach dem Auftauen und Aufbacken. Also viel Spaß noch beim Ausprobieren und Experimentieren.

      Liebe Grüße, der Achim

      1. Ja, ich bin wirklich hin und weg. Derzeit steht in der Speisekammer der Teig für einen Zopf, dem ich morgen backen möchte. Nur aus den übrigen Resten des Ansatzes. Und der Teig geht und geht und geht … bin sehr gespannt, wie er sich morgen verhält. Hoffentlich bekomme ich das gut hin, meinen jetzt fertigen Ansatz immer schön zu füttern. Und habe schon ein tolles Rezept für italienische Brötchen rausgesucht. Die werden als nächstes versucht 🙂

        1. Super, scheint richtig gut zu treiben, deine Hefe. Ich habe bisher auch nur Teige probiert, die eh über Nacht gehen, also 24 Stunden. Da hat sie Zeit, denn anfangs tut sich bei mir gar nicht viel und dann aber treibt sie es ganz wild. Der Geschmack ist wirklich sehr gut finde ich.Auch ist so ein langsam gegangens Brot oder Gebäck viel verträglicher, als ein ganz schnelles mit etwa Backpulver. Es enthält weniger einfache Kohlenhydrate die das Insulin hoch treiben und mehr Eiweiß, Vitamine und sonst gute Stoffe, die bei der Arbeit der Heinzelmännchen abfallen.

  2. Lieber Achim,
    das mit dieser selbergemachten Hefe ist ja interessant und ich will nachher gleich mal herumgoogeln was ich da so zu finde 🙂
    Ein schönes und sonniges Wochenende wünsche ich dir, vielleicht wird es ja so schön wie vorige Woche 🙂
    Ganz viele liebe Grüße sendet dir Urte

    1. Hallo Urte, ja das ist wirklich interressant und die wirst erstaunt sein, was du alles dazu findest, vor allem auch auf Pinterest. Es ist halt, wie vieles selbst gemachtes, keine schnelle Nummer und die Pflege muß, wie beim Sauerteig auch regelm. statt finden. ABer ich bin glaube ich auf einem guten Weg. Gestern wieder Brioche gebacken, köööööstlich und heute Mittag probiere ich Pizzaboden. Alles nur mit der Lievito madre. Man muß da erst raus finden, wie viel man von seiner Hefe für was braucht und wie lange man gehen lässt. Bisher habe ich nur die 24 Stunden Teige probiert.
      Nun das Wetter soll nicht so prickelnd werden, abe es ist ja eh mild für die Jahreszeit. Nur Wind dürfte keiner da sein, und der ist wieder angesagt. Könnte kotzen. Jedes Wochenende, wenn wir für die Baumfällarbeit Hilfe organisiert haben ist Wind. Hoffe es ist morgen nicht wieder so arg, dass es bleiben muß. Ich will doch endlich dieses Arbeit hinter mich bringen.

      also auch dir nun ein schönes Wochenende und liebe Grüße, der Achim

  3. Lieber Achim,
    ich bin wirklich beeindruckt von dem, was Du alles selbst machen kannst. RESPEKT!
    Ich bin zwar auch froh und glücklich über alles, was aus dem eigenen Garten kommt, aber von Deinem Wissen bin ich Welten entfernt, umso interessanter sind für mich Deine Artikel. Ich habe wirklich wieder was gelernt. Ich habe Deinen Blog übrigens in die Liste meiner Lieblingsblogs aufgenommen und wünsche Dir noch eine wundervolle Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Hall Wolfgang, ja das mit der Hefe kenne ich schon lange und habe es nie in Angriff genommen. Bis ich eben diese übrigen Äpfel liegen sah. Jetzt arbeite ich mich mehr und mehr in den Umgang mit der Lievito madre ein. Heute erst habe ich wieder eine unvorstellbar gelungene Brioche, nur mit dieser Hefe und 24 Stunden gegangen, gebacken. Die gelingt schon mal perfekt. Morgen probiere ich die erste Pizza nur mit dieser Hefe. Ich experimentiere eben gern mit dergleichen Dingen.

      Danke auch für’s Aufnehmen in deine Blogliste. Ich hatte dich bei Blogger auch in meiner Liste. Jetzt hier bei WordPress weiß ich bislang noch nicht, wie das zu realisieren wäre. Da muß ich noch recherchieren. Aber dann bist du ganz bestimmt auch einer meiner Lieblingsblogs (bist du ja jetzt schon).
      Dir auch schöne Tage noch und ein tolles Wochenende. Wir haben mal wieder ein größeres Projekt im Garten vor, das wir seit Wochen, wegen Wetter verschieben.

      Also bis dann, liebe Grüße, der Achim

  4. Sag mal, Achim, was für einen Mixer nimmst du für das Pulverisieren? Ich könnte mir vorstellen, dass nicht jeder dafür geeignet ist. Ich habe hier ja so einen chiliverrückten zu Hause…😉. Dem kann’s gar nicht scharf genug gehen. Letztes Jahr hab ich leider vergessen, die Schoten vorher abzumachen und zu trocken. Das muss dieses Mal besser werden.
    LG Sigrun

    1. Hallo Sigrun,
      bei mir waren es ja nur ganz wenig Schoten, dieser unscharfen Paprika. Ich habe so eine kleinen Mixer in der Küche, dessen Behälter so groß ist wie eine Tasse oder ein Glas, je nachdem, welchen ich nehme. Brauche diesen kleinen Mixer dauernd in der Küche. Wenn du mehr machst tuts jeder normale Mixer. Einfach lange genaug laufen lassen, dann wird es fein. Auch in der Kaffeemühle oder elektrischen Kaffeemühle sollte so was gehen. Vorausgesetzt natürlich, man erntet und trocknet rechtzeitig…….

      Also liebe Grüße und schöne Tage, wünscht der Achim

  5. Was Du alles machst, Achim! Man staune!
    Auf die Idee mit solche inem Apfel wäre ich nie gekommen! 😉 🙂
    Aber stimmt, die Hefen sind da, weiß jeder aus dem Weinbau. 😉

    Hast Du Dein „Nutella“ dann auch selbst hergestellt? Ich hätte da ein Rezept. 😉

    Interessant Deine kleinen Paprikaschoten, wenn die nicht scharf sind, wären auch noch eine Option, falls pflegeleicht.

    Na, da bin ich ja gespannt, auf Dein Topf-Projekt.

    Schön geschrieben!

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Sara, die kleinen Paprika sind super pflegeleicht, brauchen keinen Platz, weniger als eine Kohlrabi und tragen über Monate sehr reich, im Freiland. Medusa und Naschzipfel , darunter findet man sie.
      Liebe Grüße, der Achim

        1. Hallo Sara, ne die gibt es weder bei Bingenheimer noch bei Dreschflegel oder Biogartenversand. Ich hatte die Samen von einer Bekannten. Nun aber sind die übrigen Schoten, wie beschrieben zu Pulver gemahlen…… Aber google einfach mal, die findet man immer wieder wo.
          Liebe Grüße, der Achim

      1. Huhu, Achim!
        Ich hab jetzt welche, sogar bei uns in der Gärtnerei gefunden. Eigentlich Zierpaprika. Ich wusste nicht, dass die essbar sind.
        Hoffentlich komme ich dann auch zum Aussäen. 😉

        Habe gerade Deinen Kommentar bei mir beantwortet. Habe schon an Dich gedacht, wie beschäftigt Du jetzt wohl sein mußt. 😉
        Heinzelmännchen wären nicht verkehrt – es gab schon Leute, die Studenten eingeladen haben. Vielleicht klappte das aber auch nur, weil es eine andere Zeit war … und viele bereitwillig lernen wollten … gegen Kost und manchmal auch Logis …
        Vielleicht geht ja doch mal was …

        Liebe Grüße
        Sara

        1. Hallo Sara,
          ja ich denke als Zierde im Topf kann man die Medusa oder Naschzipfel gut haben. Bleiben wirklich auf Blumentopfgröße aber mit super viel Fruchtbesatz. Ob jede Zierpaprika essbar ist weiß ich nicht, diese jedenfalls schon. Dann säh sie gleich aus, sonst wird es zu spät im Jahr und du hast nichts mehr davon. Paprika müssen jetzt schon gesät werden.
          Liebe Grüße, der Achim

          1. Hallo Sara, warum ist das in eurem Haus so schwierig? Das verstehe ich nicht. Auf alle Fälle brauchen sie es jetzt erst mal schön warm und so viel ich weiß sind es Dunkelkeimer, also gut mit Erde bedecken. Dann wird das schon was. Liebe Grüße, der Achim

          2. Tja, Achim, das Haus hat kein passendes Klima für sowas. Die meisten Pflanzen halten sich hier nicht lange, nur Sukkulenten. An den Fenstern bzw. unterhalb dieser sind Heizungen angebracht und da es derzeit nachts noch recht frisch ist, müssen wir schon noch heizen. Das mit den 15 Grad im Winter war übrigens ein Versehen von mir, das hatte ich immer noch nicht korrigiert – ganz so kühl haben wir es im Winter schon nicht, aber auch nicht überwärmt! Weil Du damals leicht entsetzt warst. 😉 🙂 Aber das würden wir in diesem Haus auch nicht aushalten. Es ist zu gut isoliert bzw. mit den falschen Materialien, so dass man immer lüften muß, auch im Winter. Am besten ganztägig, was wir im Winter allerdings nicht können. Den Pflanzen bekommt die Luft dann aber leider nicht.

            Und wenn ich dann mal das Gießen vergesse, ist es gleich ganz aus, insbesondere mit so zarten Jungpflänzchen.

            Warm werden sie es an dem Fenster meines Zimmers schon haben, es ist ja die Sonnenseite. Und darunter befindet sich auch keine Heizung, was in diesem Falle von Vorteil ist, weil die Töpfe sonst in Nullkommanix austrocknen und ich bin leider nicht immer zuhause.

            Gut, dass Du das mit den Dunkelkeimern erwähnst! Ich habe sie eher lose aufgelegt, werde ich gleich nachbessern! Früher wußte ich das alles mal, aber WANN habe ich nochmal Gemüse vorgezogen? Das ist Äonen her! 😉 Im Grunde komme ich da jetzt durch Dich wieder drauf. 🙂 Da siehst Du, welchen Einfluss Du hast! 🙂

            Was ich immer nochmal fragen wollte, hast Du Deinen Food-Blog umbenannt? Weil ich im Profil was von Culinaryversum lese??

            Bin gespannt, wann es hier bei Dir weitergeht, aber man kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Ich merke das schon lange bei mir, dass vieles nicht so zu schaffen ist, wie ich gerne würde, wenn ich könnte … derzeit mache ich einfach mal wenige kurze Beiträge, ist auch nicht verkehrt.

            Liebe Grüße und frohes Schaffen die nächsten Tage!
            Sara

          3. Ja diese modernen und super isolierten Häuser, schön zum Wohnen scheinen die nicht zu sein, wie ich immer wieder höre. Bei uns sind die Rollokästen allein schon so undicht, dass da eine Zwangsentlüftung drin ist 😉 Auch wenn wir tage nicht daheim sind, gut gelüftet ist irgendwie immer. Der Vorteil eines älteren Hauses eben. Also auf den Fensterbänken könnte ich auch keine Pflanzen anziehen, drunter die Heizkörper, die machen zwar die benötigten warmen Füße, aber dann, wenn die Pflanzen wachsen ist es einfach zu warm und die Luft zu trocken für sie. Auch kommt , jedenfalls bei mir, einfach nicht genug Licht rein. Ich ziehe die Pflanzen im Partyraum im Garten und später im Gewächshaus vor. Jetzt die Paprika und diese Woche die Tomaten dazu stehen im Heizkeller auf Heizmatte und unter LED Pflanzenlicht in nuttigem rot-rose-pink. Wurde schon drauf angesprochen, was das bei mir im Keller denn ist…….
            Ich hatte mal wo gelesen, dass Paprika und Chili Dunkelkeimer sind. Schaden kann es nicht, denn meine, die ich etwa 1cm tief gesät habe sind dieses Jahr ganz toll aufgegangen. Es dauert deutlich über eine Woche, aber dann waren sie schön da. Hatte schon Jahre, da mußte ich ein zweites Mal sähen und ich glaube ich habe die auch immer eher oben auf gelegt gehabt.

            Ja es wird schon weiter gehen hier. Jetzt muß ich mal mit dem Topf aus dem letzten Bericht weiter machen und meinem Selbstversorgertest. Einen Baum haben wir gefällt, neuer Zaun ist geordert und muß installiert werden und ich muß sähen. Viel zu tun und wenig Zeit zu schreiben. Und man muß ja auch erst mal was machen, dass man dann drüber schreiben kann. Es kommt ja jetzt die abwechslungsreiche Jahreszeit.

            Dir auch schöne Tage im Garten und liebe Grüße, der Achim

          4. Ach ja, Achim,
            ich vermisse unser altes Waldgartenhaus. Das war auch etwas undicht, aber viel gesünder vom Raumklima her. Ich sitze lieber im dicken Pullover, als dicke Luft zu haben. Aber ich lüfte deshalb auch sehr viel, zu manchen Zeiuten durchgängig, anders ist es nicht auszuhalten.
            In unserer Gegend ist es mit Häusern schlecht, deshalb sind wir immer noch hier. Vieles ist unbezahlbar geworden oder zu weit weg und ganz ungünstig gelegen.

            Bei uns gibt es sonst keine andere Gelegenheit, Pflanzen vorzuziehen, die hell genug wäre. Daher kommen nur wenige Fenster infrage. Die meisten Fenster haben zudem nur gaaanz schmale Fensterbänke, aber in meinem Zimmer und auch im Wohnzimmer hat mein Mann die Fensterbänke mit Holzbrettern verbreitert. Nur im Wohnzimmer befindet sich die Heizung unmittelbar darunter. Also ist mein Zimmer mehr oder weniger das Einzige, wo das geht. 😉

            Eine Pflanzenleuchte will ich nicht extra anschaffen, das lohnt sich für uns einfach nicht.
            Und bei uns im Haus wäre es außerdem auch so – aus den Augen, aus dem Sinn. Ich würde das Gießen schlichtweg vergessen, wenn ich nicht ständig dran erinnert werde. Ich habe deswegen eigentlich auch nur noch im Wohnbereich unten Zimmerpflanzen. Eine steht im Bad, die sieht man ja auch immer. Da brauche ich nur öfter nicht daheim zu sein und schon geraten die Pflanzen völlig aus dem Blickwinkel. 😉 Daher habe ich sie gerne dort, wo ich sie auch immer sehen kann. Keller z.B. ginge also bei uns gar nicht, den betrete ich nicht täglich.

            Die Samen habe ich jetzt ein wenig eingedrückt und mit Erde bedeckt. Mal schauen, wie es wird.

            Ja und da hast Du recht, erst die Arbeit, dann das (Schreib-) Vergnügen. 😉 Bei mir sind es derzeit eher Kurzberichte, wie z.B. über die Krankheit an der Forsythie. Sowas halte ich auch gern im Blog fest, außerdem interessiert es sicher auch andere, die das Phänomen an ihren Forsythien entdecken. Ich mußte erst ein wenig googeln, um die Ursache herauszufinden. So kann ich gleich anderen dabei weiterhelfen.

            Liebe Grüße und eine schöne Woche
            Sara

          5. Hallo Sara,
            das mit den Grundstückspreisen ist wirklich so eine Sache. Hier, wo wir wohnen geht es, es ist sogar eigentlich günstig. Dort, wo wir arbeiten, ist es unvorstellbar teuer Grund zu erwerben und ein Haus zu bauen oder nur zu Miete zu wohnen. Dort gibt es hochbezahlte Arbeitsplätze, hier nicht. Alles hat eben zwei Seiten. Unser Haus und Grund dort wäre ein richtiges Vermögen wert. Dennoch würde ich niemals tauschen wollen. Wir gehören hier her, aufs Land zu den Leuten dort und der Landschaft.

            Eine Pflanzenleuchte und Beheizung brauche ich auch nur für die wirklich sehr früh zu sähenden Paprika und dann noch ein wenig für die Tomaten. Ansonsten passt das auch nicht zu meiner ressourcenschonenden Selbstversorgermentalität. Alles andere kann ich auch ohne diese Hilfsmittel aussähen. Der richtige Zeitpunkt, die richtigen Sorten und ein wenig Aufmerksamkeit genügen da schon aus. Deinen Forsythienartikel muß ich noch lesen. Nun will ich aber erst einmal hier selbst wieder was schreiben, mein Ziel für heute Abend.
            Also man hört sich, schöne Grüße, der Achim

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