Der Herbstgarten von innen und von außen, im Großen und im Kleinen.

Lange hatte ich es mir fast schon herbei gewünscht. Das kalte und düstere Herbstwetter. Jetzt ist es da. Der November ist zwar noch immer äußerst handzahm, aber man merkt, wie sich alles zur Ruhe begibt. Ich auch und das tut gut, nach diesem anstrengenden Sommer. 
Ich finde es schön, dass es abends schon sehr bald dunkel wird. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die  Tagesarbeiten zu beenden und ins Haus zu gehen. 
Auch morgens dauert es länger, bis ich in den Garten gehe. Ich warte, bis der Nebel sich etwas verzogen hat und die Temperaturen geklettert sind. Bis dahin kann ich drinnen dies und das erledigen. Ich finde alles entspannter jetzt. 
Das Frühstück dauert etwas länger. Ich lese jetzt wieder Gartenbücher. Im Moment eines über die Staudenbeetgestaltung. So viele gute Anregungen habe ich da heraus genommen, neue Ideen und Ansatzpunkte für Veränderung und Verbesserung. 
Am liebsten würde ich ein neues Beet anlegen. Den Platz habe ich schon auserkoren. Meinem Garten, meinem Geschmack und meinem Kleinklima angemessen finde ich ein mediterranes Staudenbeet gerade sehr reizvoll. Den halbrunden mediterranen Platz sollte es ebenfalls halbrund umfließen als blühender Streifen. 
Schön wird das aussehen. Der Enthusiasmus ist groß, eine Liste in Frage kommender Stauden ist zusammengestellt. Und dann? Von was schwärmte ich doch  gleich noch zu Beginn meines heutigen Beitrages? Von Entspannung und Ruhe? Da haben wir es, das Problem der Realität. Dieser ach so genial passende Halbkreis-Streifen um den Platz muss erst mal ganz nach hinten in der Prioritätenliste geschoben werden. Ich weiß ja, was im Sommer zu tun ist und wie viel Zeit ich dazu habe. Für noch ein Beet ist einfach keine  Ressource mehr vorhanden. Außer, ich werde hauptberuflicher Landgarten-Gärtner. Das wäre so schön und genial wie die Idee des Beetes, ist aber leider genauso wenig real, wie eben dieses neue Beet. Aber die Beet-Idee ist geboren und wird auf alle Fälle, sei es auch nur im Hinterkopf, am Leben erhalten. 
Jetzt lege ich erst einmal das Buch zu Seite. Ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster über die Köpfe meiner Sukkulenten hinweg, zeigt goldenen Farben und erste Sonnenstrahlen. Zeit für den Garten! 
So, bis ich also in all meine Klamotten-Schichten hinein geschlüpft bin, ist es auch schon wieder vorüber mit der Sonne. Komisches Wetter, weht einem da auf einmal so eine Nebelbank durch den Nikolausbart. 
Die Nächte sind gerade immer leicht frostig. Am Morgen sieht man das den Pflanzen dann auch an. Hier steht noch ein Nachzügler-Blumenkohl im Beet. 
Im Gemüsegarten ist jetzt nicht mehr viel zu tun. Immer wieder Laub kehren. Hier und im restlichen Garten. Und die Sonne kommt langsam auch wieder hervor. 
Ich werde gleich mal einen Rundgang durch den Garten machen. Heute sollen stimmungsvolle Herbstfotos entstehen. Der November mag neblig und kalt sein. Gerade in der tiefstehenden Sonne gelingen aber, auch mit den letzten Resten Farbe im Garten, sehr schöne Aufnahmen. Dazu muss man dann allerdings immer wieder und wieder durch den Garten schlurfen und sehr aufmerksam hinsehen. Die richtigen Momente sind so schnell wieder vergangen, wie sie aufgetaucht sind. Daher unterbreche ich immer wieder meine kleineren Arbeiten und schnappe mir das  Handy zum Fotografieren. 
Hinter diesen Büschen liegt mein Weinberg. 
In den beiden Büschen, einem Holunder und einem Flieder, wächst eine wilde Rose. Sie hat schöne Hagebutten für die Vögel. 
Mein Weinberg brachte dieses Jahr zum ersten mal Tafeltrauben für die Küche. Ich bin sehr zufrieden mit der Ernte und dem Geschmack. 
Ebenfalls hier im Vorgarten steht der „alte Dorfbrunnen“. Das Wasser ist abgelassen, die Pumpe frostsicher verstaut. Die Moosrose wird im Frühjahr wieder in ihrem unvorstellbar tiefgründigen und duftendem dunklen Lila den Brunnen dominieren. Jetzt gerade finde ich die Kombination von goldenem Laub und grauem Stein aber auch sehr ansehnlich. 
Zwischen Brunnen und Gartentor ist zur Abstützung des Geländes dieses kleine Steinmäuerchen gesetzt. Es sollte schon längst renoviert werden. Die Steine liegen bereit, aber (siehe mediterranes Beet) die Zeit fehlt einfach. Naja, so lange es noch irgendwie hält, passt ja alles. 
Sehr schön finde ich ja die niedrige Form der Katzenminze. Einmal ein oder zwei Stauden gepflanzt, hat sie nun bereits den ganzen Garten mit ihren Sämlingen erobert.  Wo es geht, lasse ich diese stehen. Immerhin blüht die Katzenminze vom Frühjahr bis jetzt. Die Staude ist sehr pflegeleicht. 
Und jetzt schaut euch doch mal das hier an. So sieht der Rasen im Vorgarten aus. Durch die Dürre war er ja komplett verschwunden. Seit Monaten ist die blanke Erde, durchsetzt mit ein paar Löwenzahnrosetten die Zierde des Vorgartens. Nun keimt es dort wieder. Was das wohl ist? Klee? Gänseblümchen? 

Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auch frisches Gras in der Steppe.

Die Sonne hat mittlerweile den Nebel vollkommen besiegt. Herbstchrysantheme und abermals Katzenminze freuen sich über das Sonnenbad. 

Der Himmel ist blau, wie im Hochsommer. Vor diesem Hintergrund tänzeln die letzten Schönhütchen durch den Herbst. Ein wenig zerfleddert aber nicht ohne Charme, wie ich finde.

Oh und der Blutstorchschnabel zu ihren Füßen. Ihm hat Hitze und Trockenheit nichts anhaben können. Wie jedes Jahr hat er ein irrsinnig große Fläche im Beet einfach zugewuchert. Gottseidank! So habe ich, genau wie bei der Katzenminze, den ganzen Sommer über bis jetzt ununterbrochen überall die hübschen kleinen  farbintensiven Blütchen.

Ganz genau dort, wo die zerzausten Schönhütchen ihren herbstlichen Tanz aufführen und der Storchschnabel unermüdlich weiter kleine Blüten treibt, kann man diese „bis aufs Blut“ bewaffnete Pflanze bestaunen.

Ich habe im Garten keine, die größere und mächtigere Dornen hat. Ich kenne hier auch keine Pflanze, die es mit der winterharten Zitrone dahingehend aufnehmen könnte. Dieses Jahr hat der Strauch im Frühling zum ersten mal geblüht. Und wie ich es erhoffte, schwängerten schon die wenigen ersten Blüten in seinem stacheligen Geäst die ganze Umgebung mit dem von mir so geliebten, schweren und klebrigen und süßen Duft der Zitrusblüten.

Den ganzen Sommer versuchte ich im Gestrüpp mögliche erste Früchte aus zu machen. Leider fand ich keine. Jetzt, da alles Laub weg war, entdeckte ich doch eine. Kugelrund, golfballgroß, traumhaftes warmes Gelb und ein Zitrusduft der an ihr haftet komplettierten diese schöne Frucht.

Den Vorgarten werde ich nun verlassen und den Hang hinauf in den oberen Garten gehen. Auf dem Weg dorthin finde ich noch ein Büschel mit Rosenknospen. 
Oder diese kleine Sonne tief unten am Boden unterm Flieder. 
Im oberen Garten steht unser schöner Hausbaum, die Baumhasel, jetzt vollkommen nackt in der Wiese. Auch hier konnte ich, nachdem das Laub gefallen war, etwas sehr schönes feststellen. Die ersten „Schwänzchen“ hängen an ihm. Das heißt, er wird im Frühjahr beizeiten zum ersten mal blühen. Seine Pollen qälen mir dann wieder meine Nase, wie die der anderen  Haselnußsträucher. Aber ich kann auch auf erste Nüsse von ihm hoffen. 
Noch immer reife Früchte trägt die Herbsthimbeere im Beerenspalier am Zaun zum Nachbarn. 
Auch hier oben befindet sich, vielleicht habt ihr ihn  hinterm Hausbaum gerade schon gesehen, der mediterrane Platz. 
Das war nun eine meiner Arbeiten für heute. Alle Kübelpflanzen sind jetzt eingeräumt. Vielleicht hätten die einen oder anderen noch leichten Frost ertragen und draußen bleiben können. Es soll aber kälter werden, wir haben schon gleich Ende November und ich habe nicht immer auf Kommando Zeit und Hilfe, das zu erledigen. Also wurden alle verstaut. Das beruhigt meine Nerven, sorgt für mehr Entspannung und ist sowieso demnächst unumgänglich. 
Hier also, um das Rund des Platzes, könnte ein Streifen mit niedrigen, silberlaubigen und lila und blau und weiß und eventuell rot blühenden mediterranen Stauden seinen Platz finden. Vielleicht hinten, zum Platz hin, etwas Höheres wie kleine Sträucher oder ein Spalier, das auch im Winter schön ist. Dann hätte der Platz und der obere Garten auch jetzt, da alles weggeräumt ist,  mehr Struktur und Höhe. 
Ja viel steht nicht mehr am Platz. Nur die Hanfpalme kündet noch von der mediterranen Pracht meiner Kübelpflanzen. Sie bleibt draußen. Der Topf ist isoliert und beheizt. Der Stamm hat ein Heizkabel und wird noch umwickelt. Der Schopf bekommt wieder sein Häuschen aufgesetzt. 
Wo ist der Rest der Kübel hin gekommen? Schaut mal hinter der Palme durchs Fenster!
Ja, da sind ja welche der Kübepflanzen. Aber nur ein winziger Teil. 
Deneben ist schließlich noch ein Fenster. 
Und der Raum hinter diesem war einmal der Hasenstall. Von uns entkernt und isoliert, beherbergt er jetzt in den Wintermonaten die Kübelpflanzen. Wir nennen den Bau ganz nobel „Palmenhaus“. Für die Hanfpalme, die Washingtonia und die Dattelpalme hatten wir es entkernt. Sie passten nirgends sonst mehr hinein. Jetzt steht nur noch, mit Müh‘ und Not, die Dattelpalme darin.  Die anderen passen schon lange nicht mehr hinein. 
Hier seht ihr, warum Hanfpalme (hinten) und Washingtonia (auf dem Hubwagen) nicht mehr ins Palmenhaus können…..
Die Zwergseerose im Seerosenbecken ist auch noch draußen. Sie kommt erst rein, bevor das Wasser droht durch zu frieren. Meist ist das Ende Dezember oder im Januar so weit. 

Zusammengesammelt im Garten habe ich auch einige meiner Sukkulenten. Sie sind frosthart, stehen aber jetzt regengeschützt unterm Carport-Dach.

An der Grenze von oberem Garten und Gemüsegarten finde ich im Staudenbeet noch eine Herbstchrysantheme, 
einen Storchschnabel
und an der Scheune die jetzt golden strahlende Ramblerrose. 
Der Rambler umgarnt das Scheunentor und in der Scheune wird auch fleißig gewerkelt. Ich verrate nur, dass es wohl etwas mit der Washingtonia zu tun hat. Darüber berichte ich dann aber ein anderes Mal. 
Der Tag neigt sich seinem zeitigen Ende. Einige Arbeiten konnte ich zu meiner großen Zufriedenheit erledigen oder weit voran bringen. Meine sonnigen Novemberfotos habe ich auch so weit im Kasten. Vielleicht schaue ich rasch noch einmal in den Gemüsegarten. 
November-Sonne auf dem toscanischen Grünkohl! 
Ich setze mich auf mein Bänkchen im Gemüsegarten und blicke in den Abendhimmel. Zurück zum Haus und zurück über einen sehr schönen Novembertag draußen im Garten. 
Dem Gemüsegarten kann ich beruhigt, auf dem Weg nach drinnen, den Rücken kehren. Was zu schützen ist, habe ich geschützt. Der Boden ist flächendeckend mit Laub und Ernterückständen oder Häckselgut gemulcht beziehungsweise mit Gründünger bewachsen. 
Ich bin gerade im sehr kurzen aber doch sehr beeindruckenden Moment zurück im Haus. Blicke ich jetzt durch das Fenster mit den Sukkulenten am Sims – ihr erinnert euch ans Frühstück heute morgen? – finde ich diesen  Sonnenuntergang. Ein perfekter Abschied vom Tag heute. 

10 Antworten auf „Der Herbstgarten von innen und von außen, im Großen und im Kleinen.“

  1. Lieber Achim,
    Eigentlich mag ich den November doch ganz gern und
    am Anfang des Monats sind die Farben auch oft noch herrlich goldig
    und wenn er dann immer grauer wird, wird dann drinnen gemütlich 🙂
    Diese winterharte Zitrone finde ich ja interessant und will mal danach
    googeln. Was es alles gibt.
    Ja, und die Dornen sind ja wirklich heftig.
    Ganz viele liebe Grüße von Urte

    1. liebe Urte, du sagst es, am Anfang war noch alles goldig.MIttlerweileist die Vegetation und die Farben komplett schlafen gegangen. Alles braun und ocker und schwarz. Jetzt machen wir es uns drinnen gemütlich und genießen die kommende Adventszeit.

      Die Zitrone ist wirklich pflegeleicht und interessant. Am Anfang soll man sie im Winter schützen, dann nciht mehr. Meine steht jetzt ungeschützt aber gerade im Sommer sehr sonnigg und im wärmsten Gartenteil.

      Wünsche schöne Stunden drinnen und in Vorfreude auf das kommende Gartenjahr pardon: Rosenjahr 😉

      Liebe Grüße Achim

  2. Ja, Du …. aber mein Monat ist der November wahrhaftig nicht! 😉 Meine Bronchitis ist immer noch nicht weg … wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich bis Mai nach Südamerika verschwinden. 😉
    Mir fehlt einfach das Tageslicht, man ist gezwungen, ins Haus zu gehen, so würde ich das formulieren, weil es dunkel wird. 😉 Aber Du warst ja auch schwer am ackern im Sommer, dagegen ist das, was wir mit Garten zu tun haben, ja so gut wie nichts. 😉 🙂

    Ich finde, in der dunklen Jahreszeit wird man auch früher müde und hat darum auch nicht viel davon, was Lesen & Co. betrifft … aber das mag bei anderen Naturellen ja anders sein.

    Und ich sehe, wie draußen, so drinnen – so viele Sukkulenten – ich habe nur noch ganz wenige Zimmerpflanzen, denn ich vergesse das Gießen regelmäßig, da zu viel unterwegs und das gefällt ihnen nicht so sehr, außer der Wachsblume, die blüht dann wie verrückt. 😉 Hoffentlich blüht sie sich nicht noch zu Tode!

    Das Laub begleitet uns auch noch eine Weile – bis Dezember kommt immer noch was von der hohen Weide herunter … und Du hast natürlich recht, die schönsten Fotos kann man ab Oktober machen.

    Eine Katzenminze hatte ich übrigens auch gepflanzt, nachdem die vielen Katzen unseren Garten inzwischen nicht mehr frequentieren, denn zu der Zeit wäre das gar nicht gegangen. Oder gar Baldrian.

    ImRasen nehme ich an, keimen Gänseblümchen … aber es kan natürlich auch was anderes sein. Meist erholt das Gras sich auch wieder. Ich liebe unsere Schafgarben-Wiese … die Vögel auch! Fast nur noch aus Schafgarbe bestehend!

    So einen blauen Himmel hatten wir übrigens schon lange nicht mehr, hier ist es allzeit grau! Ganz schlecht für die Bronchitis, die seit 4 Wochen nicht weichen will …

    Blutstorchschnabel hört sich toll an, muß ich mal nach googeln.

    Ist das eine echte Zitrone? Unser Zitrusbaum ist nicht winterhart, ich habe aber eine Choysia, die ist damit verwandt und auch winterhart.

    Gegen meine 5 Topfpflanzen hast Du echt eine kleine Gärtnerei! 🙂 Palmenhaus hört sich gut an! 🙂

    Meine Sukkulenten müssen draußen an ihrem Platz verbleiben, nirgendwo sonst habe ich einen Platz für sie. Aber ich dachte, sie überleben auch Fröste.

    Unsere Pläne sind ja mehr und mehr reduzieren und von den, zu vielen Dingen loszulösen, statt neu anschaffen, damit wir mehr Zeit gewinnen, denn das wird immer wichtiger, je älter man wird.

    Der Himmel sieht wunderschön aus! War bei uns neulich ähnlich.

    Liebe Grüße
    Sara

    1. Liebe Sara,
      würde das nicht schnell langweilig werden, monatelang im Urlaub zu sein ? Ich glaube, für mich wäre das nichts. Und ja, das ist doch das schöne an der jetzigen Zeit, dass man gezwungen ist, bald rein zu gehen und nicht bis spät in die Nacht durcharbeiten zu könnnen. Dazu kommt noch, wie du schon sagst, daß der Körper einfach auch auf Winter umstellt udn man mehr müde ist. Jetzt ist die Zeit der Erholung und Regeneration. Ich muß aber ehrlich zugeben, dass ich in der glücklichen Lage bin , auch unter der Woche regelmäßig Tagesfreizeit zu haben, wie man das wohl nennt. So kann ich hier Gartenarbeiten erledigen, die ich nicht schaffen könnte, hätte ich nur den mittlerweile komplett dunklen Feierabend zur Verfügung.

      Der gezeige Storchschnabel ist eine Geranium sanguineum Hybride namens Dilys. Laut Staudenversender auch Herbst-Storchschnabel. Der klettert auch über Stauden drüber und beblüht wirklich eine riesige Fläche. Er hat sehr tief gehende Wurzeln und sieht auch im Sommer bei Dürre nie schlapp aus. Und er sieht nicht hochgzüchtet aus, sondern wie eine ganz normale, beinahe Wildstaude.

      Die Zitrone ist eine Poncirus trifoliata https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/bitterorange-dreiblattzitrone-poncirus-trifoliata

      Sie hat auch die letzten beiden Winter mit mehreren Tagen oder Wochen unter-10Grad Celsius schadlos im Garten überstanden. Manche Nächte waren 15 Grad Kälte. Sie steht schon etliche Jahre da, am Anfang hatte ich sie mit Laub und Vlies geschützt. Junge Pflanzen sind noch nicht so hart. Aber jetzt könnte ich den Strauch wegen der Dornen und seiner Größe von etwa 1,5 m gar nicht mehr einpacken.

      Meine Sukkulenten bleiben ja auch draußen. JEdenfalls die Winterharten. Die kommen nur ins Carport, daß sie nicht den Regen der hoffentlich irgendwann auch mal bei uns eintritt abbekommen. Der tötet sie im Winter, nicht der Frost. Die Sukkulenten am Fenstersims sind allesamt nicht Winterhart, das sind Zimmer-Sukkulenten. Mir geht es wie dir, daß ich oft beruflich unterwegs bin und nicht gießen kann. Da kommen mir diese Pflanzen gerade recht, denen schadet es nicht.

      Ach ja und übrigens ist bei uns auch nicht jeden Tag so schöner Sonnenschein. Ich hatte wahnsinnig Glück für meine Fotosafari die Sonne zur Seite zu haben. Aber der November ist trotz allem äußerst handzam. Da hatten wir schon andere. Gestern und heute war die Sonne überhaupt nicht zu sehen. Aber ich war gestern dennoch im Garten nur 2 Stunden aber wenn man jedes mal ein wenig erledigt, wird die Arbeit auch gemacht und ich mache nicht mehr den Fehler des vergangenen Herbstes und Winters, zu lange gar nichsts zu machen. Da komme ich dann mit der Arbeit nicht mehr hinterher und das zieht sich durch die ganze Saison. Ausserdem finde ich es schön, bei jedem Wetter zu jeder Jahreszeit im Garten zu sein und eben das erledigen zu können, was gerade anliegt. Beim Garteln ist es doch genau so, dass der Weg das Ziel ist. Es gibt keinen fertigen Garten, keinen Abschluß dieses Projektes. Und so genieße ich den Weg und freue mich an den Zwischenergebnissen.

      In diesem Sinne wünsche ich frohes Schaffen und schöne Tage und vor allem ganz schnelle Genesung endlich. Liebe Grüße, der Achim

    2. Da hast Du natürlich recht, Achim, immer nur Urlaub wäre langweilig, aber das meinte ich ja auch gar nicht! Ich bin eh kein Urlaubstyp, was Müßiggang betrifft! Aber schönes Wetter, Sonnenschein, das würde ich mir schon wünschen. Und wenn dann im Winter eben 3 Monate woanders, was ja nicht gleichbedeutend mit Urlaub für mich wäre. Man kann ja auch in anderen breiten tätig werden.

      Ich hab' auch ausreichend Tages-Freizeit, aber mir fehlt dennoch eindeutig das Sonnenlicht, auch abends! – Im Augenblick scheint sie ja mal, aber es ist kalt geworden. Danke für den Namen des Storchenschnabels! Aber wenn er zu sehr ausufert, weiß ich nicht, ob es das richtige für meinen Garten ist? Wobei man ihn ja in Schach halten kann.

      Ich hab am Zaun eine Choysia, die ist bis jetzt auch winterhart, vielleicht weil sie zwischen zwei anderen Sträuchern relativ geschützt steht? Winterschutz gebe ich ihr sonst keinen besonderen.

      In der Wohnung überleben bei mir meist auch nur Sukkulenten, da ich das Gießen "gern" einmal vergesse. Früher war das noch ganz anders, als ich keinen Garten hatte oder meine Kinder noch klein waren.

      Mein Garten ist soweit winterfest – nur die hohe Weide wirft noch bis in den Dezember hinein ihr Laub ab. Endlich wieder mehr Zeit zum walken in der freien Natur, was ich am liebsten habe. Natürlich auch bei so gut wie jedem Wetter.

      Liebe Grüße
      Sara

    3. Liebe Sara, ja der Storchschnabel unfert schon aus, aber man kann ihn gut in Schach halten, die dünnen Stiele sind ja rasch eingekürzt, wenn er zu aufdringlich werden würde.

      Urlaub nur für Nichtstun ist für mich auch nichts. Viel ausruhen ja, aber auch was sehen oder was machen, wo man eben ist, wäre mir wichtig, würde ich Urlaub machen. Mein persönlich liebster "Urlaub" ist mein Garten.Zu jeder Jahreszeit. Heute wieder 3 Stunden bei 2 Grad und Nebel. Aber ich bin froh wieder was erledigt zu haben. So wird dann alles nach und nach doch geschafft. Und die Weihnachtsbäckerei habe ich ja auch begonnen. Beiden den kurzen Tagen hat man ja mehr Zeit für Drinnen. Leider ist gerade nicht viel zu berichten, jedenfalls in meinen beiden Blogs, das fehlt mir fast ein wenig. Aber ich genieße die Zeit. Wünsche dir schöne Spaziergänge draußen und eine schöne Zeit, der Achim

      1. Na, dann versuche aich es vielleicht einmal mit ihm. Aber wieso der Name Blut….? Handelt es sich dabei um das Laub? Ich dachte nämlich eher an blutrote Blüten? Ich fand aber, sie sehen lila aus, oder?

        Also wie ich ja schon geschrieben hatte, meinte ich keinen Urlaub auf der anderen Hälfte der Erdkugel sondern ich würde mir wünschen, dort genauso weiter leben können wie hier mit allem, was ich zu tun habe, nur eben dort und nicht hier – während der unwirtlichen Monate bei uns. Doch das muß man sich leisten können und hängt manchmal auch von anderen Umständen ab.
        So ein Zweitwohnsitz hat schon was, allerdings muß man es sich wirklich leisten können, denn für mich wäre es so gar nichts, mich in eine enge Fischbüchse (Langstreckenflieger) zu klemmen und da Stunden auszuharren. Das ist für mich der Horror pur! Entweder Platz wie die Queen oder gar nicht! 😉 Das ist doch kein entspanntes Reisen! Ich habe gehört, die Thrombosekliniken befinden sich oft an den Flughäfen, das besagt ja wirklich alles!

        Die Urlaube, die die meisten Leute so wollen, sind auch nicht mein Ding. Alle Sehenswürdigkeiten abklappern, um sagen zu können, dass man da und dort gewesen ist oder aus dem Urlaub kränker und erholungsbedürftiger zurückkommen als man es vorher war und dann eigentlich Urlaub zu brauchen, um sich vom Urlaub erholen zu können. Das ist doch verrückt, oder? Und dafür dann noch einen Haufen Geld ausgeben …

        Heute habe ich auch gebacken. Meine Männer putzen das Zeug schnell weg, so dass ich nun schon zum 2. Mal vor Weihnachten backe. 😉 Ich gehe aber trotzdem täglich länger raus, mindestens 10.000 Schritte, aber am liebsten mehr. Nur die früh einsetzende Dunkelheit finde ich ätzend! Weil man so auf den Innenaufenthalt mehr oder weniger festgelegt wird. Nicht mal in den Garten kann man ab dem später Nachmittag noch gehen …. alles stockfinster. 😉 Nagut, wir haben schon Licht, aber was soll man im Garten bei Dunkelheit im Winter??

        Doch ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für Dich jetzt in gewisser Weise erholsamer wird – wenn Du täglich so weit fahren mußt …. wenn dann die Gartenarbeit wegfällt. Selbst wenn man es gerne tut, ist es doch ein ganzer Berg …

        Ja, mir fehlt das Bloggen auch, aber ich schaffe es in letzter Zeit immer weniger. Dabei hätte ich so viele Themen. Ich will und kann aber nicht mehr so lange sitzen und Bloggen geht für mich nun mal nur vom PC aus.

        Aber wir lesen uns … früher oder später … immer wieder …. ich werde bis zu meinem Ende nie aufhören damit und wenn ich mich hier einmal viel länger nicht mehr melde, bin ich entweder schwer krank oder weile nicht meh runter den Lebenden.

        So, jetzt wollen wir aber an Positives denken und hoffen, dass wir hier noch sehr lange aktiv sein können.

        Eine gute letzte Zeit vor Weihnachten für Dich und liebe Grüße
        Sara

        1. Hallo Sara, wie schön, mein erster Kommentar hier im neuen Blog-Zuhause ….

          Ich hoffe ich treffe dich lebend und bei bester Gesundheit an. Man du stellst hier aber düstere Prognosen auf. Und damit meine ich nicht die beizeiten einbrechende Dunkeltheit am Abend. Übrigens heute ist der 19. Dezember. Am 21. Dezember ist der allerkürzeste Tag, dann geht es (zuerst unmerklich) konsequent wieder bergauf oder nauswärts, wie man bei uns sagt. Die Tage werden länger die Sonnenstunden immer mehr und mehr und mehr. Bis wir wieder täglich 33Grad und darüber haben und keine einzige Wolke den Himmel bedeckt. Hmmmm ich weiß nicht, was ich im Moment liebe habe. Aber der Stress des letzten Sommers sitzt noch immer tief und Regen ist noch laaaaaange nicht genug gefallen. Der Bach zu unseren Weihern führt noch immer kein Wasser. Die Weiher haben wieder Wasser, weil es ein paar mal gut geregnet hat. Da hatte der Bach Wasser , ist aber jetzt schon längst wieder trocken. So trocken ist es noch. Also genießen wir noch ein wenig Winter hier im Haupt- und Allein-Wohnsitz. Viele liebe Grüße, frohe Weihnachten und ein schönes neues Jahr dann, der Achim

  3. Lieber Achim,
    das sind sehr schöne Eindrücke aus Deinem Garten. Dein Plan mit dem mediterranen Beet hat mich wieder an all die Pläne, die ich für den Garten habe erinnert, bis jetzt sind sie allerdings auch alle an der Realität gescheitert.
    Kübelpflanzen haben wir zum Glück nicht mehr. Unsere waren teilweise so groß geworden, dass ich sie kaum noch rein bringen konnte in die Garage, in der auch noch das Auto meiner Frau steht und die auch meine Werkstatt beherbergt. Die Pflanzen haben dort viel zu viel Platz weg genommen. Und ich wollte auch nicht zwei Mal im Jahr diese ganze Schleiferei.
    Wir kehren jetzt auch nur noch Laub zusammen. Ich bin auf das nächste Frühjahr gespannt, was alles diesen außergewöhnlichen Sommer nicht überlebt hat.
    Ich wünsche Dir noch eine wundervolle Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang, aufs nächste Frühjahr und überhaupt Gartenjahr bin ich auch schon gespannt. Den Sommer überlebt hat bei mir wohl bestimmt alles. Wenn es denn den kommenden Winter, wie auch immer der wird, übrelebt. oh ja diese Schlepperei mit den Kübeln. Aber ich habe sie halt nun und zum Teil seit Jahrzehnen, da trenne ich mich sehr ungern von ihnen.

      Aber jetzt kommt erst mal die ruhige Jahreszeit mit Einkehr, Besinnlichkeit und Ausruhen. Ich freu mich daran und darauf.

      Wünsche dir auch einen schöne Restwoche. Liebe Grüße, der Achim

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