Herbstzeit ist Erntezeit und noch lange nicht das Ende der Gemüsesaison.

Herbst im Selbstversorger- und Landgarten. Die reinen Gartenarbeiten sind momentan eher entspannt zu sehen. Rund dagegen geht es in der Küche. Zeit zum Genießen sollte aber dennoch immer bleiben.

Warum falle ich einfach immer wieder darauf hinein?

Von einer meiner Wetter-Apps gibt es ein kleines Display, das man im Wohnzimmer aufstellen kann. Immer, wenn einem dann danach ist, kann man just für den eigenen Standort im Zeitraffer anschauen, wie sich die Wolken und Temperaturen, Niederschläge und Unwetter entwickeln. Für jetzt, später oder in ein ein paar Tagen. So teuer ist das nicht einmal, es kostet nur ein paar Hundert Euro….

Mal im Ernst, ich musste ungebremst laut schallend loslachen, als ich diesen Preis sah! Gleichzeitig macht es mich auch ein wenig fassungslos, wie man für etwas, das keinerlei praktischen Nutzen hat, so viel Geld verlangen?

In der App kann man das gleiche ebenfalls am Smartphone ansehen. Völlig kostenlos und völlig unverbindlich, denn die Vorhersagen stimmen, wie bei allen Apps nicht.

Ende August war für die nächste Zeit Regen vorhergesagt, Temperaturen tagsüber weit unter 20 Grad und Grau in Grau am Himmel. Ich hatte dem mal wieder geglaubt. Wie schon den ganzen Sommer und den vergangenen Sommer. Je näher dann der Regen kommt, desto weniger wird die Vorhersage. Sprich „heute ab 15 Uhr Regen bis in den nächsten Tag“. Dann gegen 13 Uhr ist es schon Regen ab 17 Uhr, dann ab 20 Uhr und dann ist er weg. Kein Regen mehr weder in der Prophezeiung noch in der Realität. So geht es Monat für Monat und Jahr für Jahr. Und dafür mehrere Hundert Euro bezahlen? Da kaufe ich doch lieber Mineralwasser für das Geld und gieße es in die Beete, da habe ich mehr praktischen Nutzen davon!

Ihr merkt schon, es ist gerade wieder eher schwierig, hier einen Gemüse-Garten betreiben zu wollen.

Ein schwieriges Jahr und doch gibt es wieder viel zu ernten und zu verarbeiten.

Wo ich die Bewässerung verlegt habe wächst es. Allerdings läuft die auch jeden zweiten Tag für mindestens 12 Stunden, um alles ein wenig zu bewässern. An Brennpunkten wird noch von Hand dazu gegossen.

Wo keine Bewässerung liegt, gibt es (Total)Ausfälle bei der Ernte.

Im Garten am Dorfweiher habe ich keine Zeit zum Gießen, gehabt, da ist alles mittlerweile kaputt. Kürbis, Zucchini, Patisson, Gurken sind abgeerntet und die Pflanzen verdorrt. Im bewässerten Gemüsegarten wächst der kleine gelbe Kürbis nach wie vor und bildet eine neue Frucht nach der anderen.

Öl-Zucchini, jack-be-little, Patisson, sweet dumpling und Netzgurken

Vier Krautsköpfe gieße ich jetzt alle paar Tage mit je 10 l Wasser. So sind sie wenigstens nicht welk. Die Kartoffeln sind am Ende und unter der Erde nichts dran. Eine Reihe langt gerade für 2-3 Mahlzeiten. Eigentlich habe ich immer! Kartoffeln gehabt,die bis mindestens März des Folgejahres ausreichten. Damit ist nun auch Schluß. Zu groß ist die Dürre. Die Nachbarn haben auch schon alles abgeerntet und es liegt die Erde brach für die nächsten Monate. Ich würde ja gern Gründünger sähen, aber bei dem staubtrockenen Boden keimt der nicht. Also wächst auch bei mir nichts im Weiher-Garten.

Als Selbstversorger verbringt man die Hälfte der Zeit in der Küche.

Die Ernte im Gemüsegarten beim Haus läuft jetzt zur Haupt-Erntesaison ganz gut. Immerhin bezeichne ich mich ja auch als Teilzeit-Selbstversorger, da muss doch geerntet werden.

Sehr gefreut habe ich mich über die Trockenbohnen,die schon geerntet sind. Diese hier nennen sich Eisbohnen, eine Buschbohne, die auch leichte Fröste übersteht.

Ich habe sie Mitte Mai gesät und da war danach auch noch einmal Frost. Die Bohnen keimten zügig und wuchsen schön. Sie wuchern nicht ganz so, wie andere Buschbohnen. Die Schoten waren alle zur gleichen Zeit reif, also trocken und gelb.

Genauso gelb sind die kleinen aber makellosen Kerne. 600 g von einer Tüte Samen. Ich finde es toll.

Die Borlotti-Buschbohnen reifen über einen längeren Zeitraum und ich ernte laufend die trockenen Schoten. Wie viel wohl da aus einer Tüte Samen zusammen kommt? Ich bin gespannt.

Gespannt bin ich auch, ob sie wurmig sind. Trockenerbsen oder überhaupt Erbsen baue ich keine mehr. Die sind immer voller Würmer. Vielleicht noch ein paar um Naschen, aber zum Konservieren lohnt es sich einfach nicht. Ebenso sind die Ackerbohnen immer wurmig. Die Eisbohnen haben keinerlei Befall in dieser Richtung. Da macht das Auspuhlen richtig Spaß.

Den Vorrat an Gemüsebrühen-Paste habe ich zubereitet. Tomaten, Sellerie, Lauch, Kräuter, Möhren, Paprika. Alles nötige ist gerade vorhanden, jetzt ist die beste Zeit dazu.

Heute habe den Wintervorrat an Blaukraut eingekocht. Rinderbraten, Wild oder einfach Pilze und Semmelknödel dazu sind einfach perfekt für den Winter. Die Ernterückstände kommen gleich wieder als Mulch ins Beet. Rasenschnitt ist gerade nicht möglich, weil der schon als Heu, vertrocknet auf dem Boden liegt. Grün und Rasen ist mal wieder gestorben.

Im Gemüsegarten wird Altes weg geräumt, Aktuelles gepflegt und Neues vorbereitet.

Welche Krankheit meine Freiland-Tomaten nun hatten weiß ich nicht. Jedenfalls betraf sie alle Standorte und alle Sorten. Einen Teil habe ich schon weggeräumt, der Rest kommt am Wochenende dran. Im Gewächshaus die Tomaten dagegen wachsen und fruchten ganz normal.

Auch die Microberry wächst und wächst und blüht und blüht. Nur reifen tun sie sehr verhalten. Würden noch alle reif werden, hätte ich sicher noch viele Kilo dieser winzigen, gelben Früchte zu verwenden.

Spät dran sind die Paprika, die jetzt erst anfangen rot zu werden. Für sie war und ist es gut, dass die Prophezeihungen der Wetterapp nicht stimmten. Sie freuen sich, dass das Sonnengeschein weiter geht.

Die Gurken sind zum Teil auch schon abgeräumt. Ihre Blätter haben nicht länger durchgehalten. Aber so lange, wie dieses Jahr hatte ich noch nie Gurkenpflanzen in den Beeten. Auch habe ich noch nie so viele Gurken geerntet, wie dieses Jahr. So ganz weiß ich noch immer nicht, auf welche Sorte ich mich hauptsächlich spezialisiere. Alle hatten oder haben ihre Vorteile. Eine fruchtete schon sehr bald und reichlich, war dann aber auch als erste am absterben. Eine andere, die unten im Bild, fruchtete gar nicht, dachte ich. Dafür wucherte sie so unfassbar stark. Jetzt sieht man, dass eine Pflanze ausreicht und dass sie eine sehr spättragende Sorte ist. Eigentlich ja eine gute Kombination. Diese frühe (Vyaznikowski) und die späte Sorte. Die Späte, Russkaja, ist auch jetzt noch so weit intakt, dass man sie noch nicht abräumen müsste.

Gurke Russkaja im September

Die neuere Züchtung, Marketmore, war im Frühsommer recht empfindlich, wuchs nicht richtig. Dann aber trug sie reichlich und hatte von allen die leckersten Früchte, nie bitter und mit kleinen Kernen.

Am meisten enttäuscht war ich von den Zitronengurken. Ertrag und dessen Zeitpunkt und Dauer waren sehr gut, aber sie bestand quasi nur aus riesigen, spitzen und harten Kernen, Glibber drum rum und etwa 2-3 mm Fruchtfleisch, bevor die harte Schale kam. Die werde ich nicht mehr bauen.

Blauhilde-Bohnen, Zitronengurken und Tomaten

Spannend sind noch die Netzgurken (weiter oben im Bild mit den Kürbissen) Sie trugen gut und jetzt wird getestet, wie sie sich lagern lassen. Ein paar Wochen sollen maximal möglich sein. Sie haben aber auch harte und große Kerne und wenig Fruchtfleisch.

Jedenfalls gab es diesen Sommer viel Gurkensalat, Tsatsiki und Vespergurken. Ich habe Senfgurken eingekocht und Gurken milchsauer konserviert. Die überreifen hier im Beet müssen leider ohne Verwendung bleiben.

Die Brombeeren sind wirklich eine sehr praktische Beere. Die Erntezeit erstreckt sich über viele Wochen, ja Monate. Man hat laufend genügend Beeren für einen Kuchen oder ich friere sie immer wieder portionsweise ein.

Palmkohl Nero di Toscana und Rosenkohl machen sich prächtig. Sie haben noch ein wenig Zeit bis zur Ernte. Auch der Zuckerhutsalat fängt nun richtig an zu wachsen.

Das ist auch für mich gut. Habe ich auch deutlich weniger an Obst und Gemüse dieses Jahr zu ernten, stehe ich doch viele, viele Stunden in der Küche und verarbeite das, was mir der Garten auch in diesem wieder schwierigen Jahr geschenkt hat.

Ach ja, das ist ja noch was, an dem ich gerade arbeite. Ich versuche, meist ohne Erfolg, Pilze zu ziehen. Wie die Mensche das immer machen, die super Ernten erhalten weiß ich nicht. Ich jedenfalls habe jetzt wenigstens Pilze gefunden, die bei mir wachsen. Die Rosenseitlinge ernte ich zum zweiten Mal. Meine erfolgreichsten Pilze. Ob sie sich weiter vermehren lassen, in frisches Substrat? Ich habe es heute probiert.

Bei Zitronenseitlingen (gleiches wie oben nur gelb) hat es geklappt und sie fruchten gerade zum ersten mal im neuen Substrat. Von Ernte kann man aber da noch nicht reden. Ein paar Pilze und ich weiß, dass das Mycel lebt. Das ist schon mal viel Wert.

Seit Monaten stehen die Braunkappen in der Schale. Ich dachte, das wird nichts. Aber jetzt, die ersten Pilze kommen aus der Erde.

Pioppinio und Kräuterseitlinge sind leider nach wie vor nichts geworden.

Der Herbst ist ja nicht das Ende der Gemüsegarten-Saison!

Damit die Ernte aber nie aufhört, muss der Gemüsegärtner immer weiter sähen und pflanzen.

Das Beet für den Endivien ist vorbereitet.

Klein sind die Pflanzen noch, da die enorme Hitze weder dem Keimen noch dem Wachsen zu Gute kam.

Unter den Frühbeetkasten soll wieder der Winterkopfsalat kommen. Jetzt ist erst mal gemulcht mit Rasenschnitt (von vor 14 Tagen) und den Ernterückständen der hier gestandenen Eisbohnen. Darüber ein Vlies, das vor übermäßiger Verdunstung und den tobenden Amseln schützt. Das Vlies kommt später weg, da muss eben das Häuschen noch einmal angehoben werden. Aus Platzmangel musste es jetzt aber bereits hier vor Ort abgestellt werden.

Der Winterkopfsalat ist noch kleiner.

Ich konnte ihn erst vor kurzem Sähen, als die ganz heißen Temperaturen vergangen waren. Vielleicht sieht das im Frühbeet im nächsten Februar dann wieder so aus, wie dieses Jahr zu der Zeit.

Die Winterzwiebeln zum Stecken sind geordert. Gesät habe ich auch welche, aber gottseidank auch Steckzwiebeln bestellt. Es ist einfach gerade schlecht zum Keimen und so gelingen auch die Saatzwiebeln nicht so, wie ich es dachte. Letztes Jahr kamen die Winterzwiebeln ins Gewächshaus nach den Tomaten (mache ich wieder) und ins Freiland mit einem Vlies, gespannt über mickrige, krumme, uralte Drahtbögen. Das war gut und wird wieder gemacht. Daher haben wir schon einen neuen, besseren, höheren und vor allem leicht zu öffnenden Vliestunnel gebastelt.

Zugeflogener Müll wird wieder verwendet.

Dachlatten bilden den Rahmen, der einfach zum Gießen oder Jäten hochgekippt werden kann. Ein Gartenvlies ist darüber gespannt. Aus was aber die beiden flexiblen, witterungsbeständigen und äußerst zähen Bögen sind, das ist der Clou an der Konstruktion.

Im Sommer gab es einmal heftig Sturm, dieser hat vom Campingplatz irgendeine Art Zelt-Konstruktion fortgerissen und zu unseren Karpfenweihern geblasen. Der Stoff war zerfetzt und wir mussten natürlich den Müll aus der Hecke entsorgen. Ich entfernte die Fieberglasstäbe, die in das Pop-Up-Dingens eingenäht waren. Hier fanden sie, gekürzt auf passende Länge ihre Verwendung. Ein up-cycling-Gartenprojekt also.

Jetzt schützt es noch den keimenden Gründünger (hier oben kann ich ja ausreichend wässern) und kommt später über das Beet mit den Winterzwiebeln.

Ich denke, ich habe alle behandelt oder kurz angesprochen, was sich gerade so im Selbstversorger-Garten tut.

Herbststimmung im Landgarten.

Klar gibt es auch noch den Ziergarten, für die Meisten ja der Hauptbestandteil ihres Gartens. Daher bringe ich hier einmal wieder zum Abschluss noch ein paar Fotos vom herbstlichen Blütengarten und von schönen Gemüsebildern

:

10 Antworten auf „Herbstzeit ist Erntezeit und noch lange nicht das Ende der Gemüsesaison.“

  1. Lieber Achim,
    mit großem Interesse habe ich deinen Gartenbericht gelesen, du bist ja ein mutiger und fleißiger Gärtner, alle Achtung. Mit den Erträgen aus meinem Garten bin ich sehr zufrieden, es gab den ganzen Sommer durch jeden Tag etwas Frisches auf dem Tisch. Obwohl ich nicht so viel gegossen habe, es war mir einfach zu anstrengend. Meine Tomaten sind bis jetzt immer noch, gesund gebleiben, da hatte ich schon ganz andere Jahre. Mein Garten ist absolut Bio und daher auch sehr belebt, von Nützlingen aber auch von Schädlingen, wie es ebenso in der Natur ist. Dein Garten ist ja riesig und sieht nach sehr viel Arbeit aus, aber die Freude über die guten Früchte verdrängen dann oft den Schweiß, jedenfalls bei mir.
    Dir eine gute Arbeitswoche
    liebe Grüße
    Edith

    1. Liebe Edith,
      du sagst es das ewige Gießen über so viele Monate ermüdet einfach und irgendwann resigniert man. Es ist ein Jammer und Gärtnern ist wegen Hitze und Dürre echt anstrengend geworden und macht oft auch gar keinen richtigen Spass mehr. Ich habe heute die Tomaten entfernt und in die Biotonne. Was sie haben weiß ich nicht, wenn sie krank sind, ist es immer das Gleiche und ich finde nicht heraus, was es ist. Die letzten Jahre war überhaupt nichts und sie waren gesund bis zum Frost.

      Ja mein Garten ist groß und ich kann mich richtig darin austoben. So wie ich es immer wollte. Hätte ich noch mehr Zeit, hätte ich auch nichts gegen noch mehr Garten…..

      Jetzt wird es herbstlich, kühler und ab und an nieselt es für 5-10 Minuten….. naja besser als nichts und besser als Sonne pur und 30 Grad mit überhaupt keinem Regen.

      Vielen Dank für deinen Kommentar und noch schöne Tage im Herbst-Garten wünscht der Achim

  2. Lieber Achim,
    über die Zitronengurken hatte ich mir mal ein Video angesehen und der Gärtner war auch nicht glücklich. Ewig lange Ranken, die viel Platz brauchten. Wenn diese Gurken dann nicht mal zu gebrauchen sind, dann lieber richtige Gurken. Vielleicht kannst du mal die kleinen Gurken probieren, die man im Glas einlegt (Cornichons) und zum Grillen nascht. Das wäre doch ideal als Selbstversorger….;-)
    Ich habe ja kein Gewächshaus und bin ganz froh, dass keine Krankheit bei den Tomaten aufgetaucht ist. Aber ich hab ein anderes Problem….zum ersten mal hab ich die Schilder bei einigen Sorten vertauscht und nun weiß ich nicht mehr, welche am besten schmeckt.
    LG Sigrun

    1. Hallo Sigrun,
      interessant, dass andere mit den Zitronengurken auch nicht so viel anfangen konnten. Wären sie nun resistent gegen all die Krankheiten, die die Gurken typischerweise befallen und die Saison kurz werden lassen, hätte ich ja nichts gesagt, aber die sind genauso dahin gerafft. Also für mich keine Vorteile. Nur die Russkaja ist noch im Wachstum. Viele ebenfalls befallene Blätter aber noch nicht ganz kaputt.
      Wenn man so Mini-Cornichons einlegen will, braucht man glaube ich viele Pflanzen, damit sehr viele gleichzeitg abnehmbare Mini-Gürkchen hat, um ein Glas voll zu bekommen. Aber dazu habe ich nicht den Platz und vor allem, wenn man dann eingelegt hat, sind die ja weiter am Wachsen. Ich habe mit meinen paar Pflanzen schon viel mehr Gurken als ich verwerten kann, wie wäre es dann mit den vielen Pflanzen? Ich hatte mal versucht Essiggurken einzulgen, da hatte ich auch nie wirklich viele gleichzeitig und immer wegen einem oder zwei Gläsern anfangen mit dem Essigsud und so weiter, das war mir zu viel Aufwand. Am liebsten isst Volker ohnehin Senfgurken und dafür sind meine großen Gurken ja hervorragend geeignet. Die habe ich auch im Keller stehen.
      Viese Sache mit den Schildern, kenne ich . Oder der Stift auf den Plastiketiketten ist nicht lichtecht und im Herbst weiß man nicht mehr , was drauf stand….. seither nehme ich nur noch UVstabilen, wasserfesten Stift zum Beschriften…….

      Lass sie dir dennoch gut schmecken und schöne Gartentage wünscht der Achim

  3. Hallo Achim,
    cool, dass es mit den Rosenseitlingen bei dir geklappt hat. Wie riechen denn deine? Auch eher fischig?
    Ich glaube, bei uns hat es tatsächlich mehr geregnet. Der Wald sieht trotzdem schlimm aus, aber die Nachbarin berichtete, dass es ein paar Mal geregnet hätte hier. Trotzdem zu wenig…
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke,
      in der Tat haben die Rosenseitlinge einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geruch, wenn sie reif sind. Dafür konnte ich den vielbeschriebenen Bacon-Geschmack nicht feststellen. Die Pilze sind auch nach dem Garen so hart, dass man darauf rum kaut, wie auf einem Stück Fleisch. Daher darf ich sie jetzt nicht mehr machen, sie kamen gar nicht gut an. Ich habe sie getrocknet und werde sie pulverisieren, als Würze vielleicht. Mal sehen, ob Braunkappen vernünftig zu verwertende Pilze sind. Vielleicht ernte ich von den kleinen mal welche, wenn sie nicht wieder, wie so oft, vorher kaputt gehen.

      Ja der Regen. Ich glaube ich mach direkt einen Regen-Post, wenn es hier irgendwann (im Winter?) endlich auch mal regnet…..

      Schöne Tage im Garten und beim Insektensuchen wünscht der Achim

  4. Lieber Achim,
    Trotz der Trockenheit finde ich Deine Ernte sehr beachtlich. Auch bei mir hat vieles nicht funktioniert. Zum Beispiel blühen gerade meine Helmbohnen, aber leider ist der Mais bereits abgeknickt. Die Bohnen versuchen gerade, sich einen Weg überall hin zu bahnen, zum Nachbarn, in die Quitte, zum Weinspalier. Mir ist noch nicht ganz der rettende Gedanke gekommen, wie ich das retten kann, aber ich muss da was tun. Mein Vorgarten sieht erschreckend aus. Ich habe ihn jetzt ein wenig umgestaltet, was das derzeitige Erscheinungsbild nicht unbedingt verbessert, aber dafür wird es hoffentlich nächstes Jahr besser aussehen. Die Beetumrandung aus selbst ausgesätem Lavendel wird schon mal ein wenig für optische Ordnung sorgen. Sonst muss ich weiter trockenheitsresistente Pflanzen zusammensuchen, die dort überleben können. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht.
    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Liebe Steffi, bei den Bohnen musste ich lachen… Ist ja blöd, wenn der Mais zusammengebrochen ist. Da wirst du jetzt auch nicht mehr viel ändern können. Ist doch toll, wenn sie weiter wachsen. Lass sie das tun, ist eh jetzt sehr bald zu Ende mit Bohnen und Wachstum. Bei mir ist es schon zu Ende, da reifen nur noch die Hülsen und gut ists.

      Ja wir müssen uns nach anderen Pflanzen umsehen… Meine winterharten Kakteen und Sukkulenten sind da ein Anfang 😉 Gut, aber als Beetumrandun statt Buchs oder Lavendel, die Kakteen nehmen? Habe das schon wo gesehen, auf Canarischen Inseln glaube ich. Aber so weit bin ich dann doch noch nicht. Ausserdem habe ich gerade einen spekulativen Artikel gelesen, dass wir auf eine Eiszeit zusteuern ?!?!?!?!!? Die wissen doch alle selbst nicht mehr, was sie schreiben sollen, reißerisch, effekthascherisch, verwirrend und vieles einfach falsch. Hauptsache Leser und klicks. Das nenne ich dann langsam auch Lügenpresse. Oder? heute Klimawandel mit Hitze und Dürre auf immer und eweig, morgen Eiszeit. Und das sollen wir glauben….

      Heute mache ich jetzt erst mal die Tomaten weg, Klima hin oder her, es kommen ja auch noch Krankheiten dazu und die haben meine Tomaten. Welche weiss ich nicht, auf den Kompost kommen sie allerdings sicher nicht.

      schönes Wochenende und liebe Grüße, der Achim

      1. Lieber Achim,
        Also von Kakteen als Beetumrandung bin ich auch weit entfernt. Aber Lavendel oder Rosmarin finde ich gar nicht schlecht, wo doch der Buchs auch nicht mehr geht.
        Eine Eiszeit- davon habe ich auch schon gehört. Allerdings geht das ja auch nicht von heute auf morgen. Wann uns die erreicht, weiß ja auch keiner. Kann ja auch noch hundert Jahre dauern. Als Wissenschaftler denkt man da ja oft sehr langfristig. Diese Zeitabstände sind für den Gärtner eher uninteressant.
        Die Bohnen habe ich nun gebändigt mit einem Rosenbogen, an dem die Rose noch nicht ranken möchte. Sie kriegt ihn dann im Spätherbst wieder. Ich musste da was tun, denn die Bohnen versuchten, die Quitte und die Jostabeere niederzuringen.
        Mit Tomaten im Freiland hatte ich überhaupt keinen Erfolg. Daher habe ich Pflanzkästen an der Schuppenwand aufgestellt. Das ging dieses Jahr besser, die Braunfäule hat sie verschont, denn dort stehen sie unter dem Dachüberstand.
        Ich wünsche Dir eine gute Woche!
        Liebe Grüße
        Steffi

        1. Danke Steffi, dir auch eine schöne Woche.
          Braunfäule habe ich seit Jahren keine mehr, aber was es dieses Jahr genau ist, weiß ich nicht. Ich habe immer zur Sicherheit noch im Gewächshaus ein paar Pflanzen, falls eben mal wieder so ein Katastrophenjahr wie dieses ist. War aber jetzt schon sehr lange nicht mehr. Nun bin ich froh, dass ich im Gewächshaus noch weiter gesunde Tomaten ernten kann.

          Also dann schöne herbstliche Gartentage wünscht der Achim

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