Im Oktober sähe und pflanze ich im Gemüsegarten wie sonst im März.

Das Jahr geht zwar zu Ende, nicht aber die Zeit des Sähens und Pflanzens und Erntens im Selbstversorger-Landgarten. Jungpflanzen und Sämlinge wohin man schaut. Genau wie im Frühjahr auch.

Das Wetter war perfekt für Winter-Gemüse und dann kam der goldene Oktober.

Überraschung und Freude sind meine Gefühle, wenn ich an meinen vergangenen Beitrag hier im Blog denke. Mit dem Buch über das Wintergemüse habe ich , das zeigen mir die vielen interessierten und lobenden Kommentare unter ihm, habe das richtig Buch zur richtigen Jahreszeit erwischt. Ach ja, wer noch an der Verlosung teilnehmen möchte, sollte bis 3. November schnell noch einen Kommentar hinterlassen.

Und wie hatten wir sogar auch schon das richtige Wetter zum Buch. Dauerregen, tagelang. Temperaturen deutlich unter 10 Grad zur Mittagszeit und der Kaminofen bollerte. Die ersten, in der Saateuphorie nach dem Studium des Buches gesäten, Wintergemüse keimen bereits.

Kresse im Frühbeet

Nun sieht schon wieder alles ganz anders aus. Der goldene Oktober war auf einmal da. Die Temperaturen liegen 20 Grad höher, als noch letzte Woche. Und, jetzt werden manche die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Da kann ich aber auch nicht helfen, denn ja! es müsste mal wieder regnen. Der Boden ist gerade mal leicht feucht, von Nässe keine Spur und ich bereue es fast, in der Wintergemüsebesessenheit, also in freudiger Erwartung der kalten Jahreszeit bereits die Bewässerungen demontiert zu haben. Heute habe ich also mit der Gießkanne gegossen. Es ist unvorstellbar, wie vertrocknet die Böden sind, wenn sie diesen vielen Regen über so viele Tage schon wieder verdaut haben und am Abtrocknen sind.

Ein Kran im Vorgarten, was hat das mit Selbstversorger zu tun?

So viel und ohne Pause hatte es geregnet, dass andere Arbeiten im Grundstück über eine Woche im Verzug sind. Das Gerüst am Haus steht seit dem Beginn der Regenperiode.

Das Männerspielzeug im Vorgarten steht seit heute morgen.

Es ist noch ein paar Tage trocken und darüber freue ich mich ja sogar. Ein neues Dach montieren bei peitschendem Wind und Dauerregen ist eben keine gute Idee und so geht es erst morgen los. Danach bekommen wir „endlich Strom“ ins Haus. Also ganz im Sinne meiner Selbstversorgervorstellung, die ich ja hier im Blog auslebe. Ab kommender Woche machen wir unseren eigenen Strom!

Blick vom Wohnzimmer in den Vorgarten

Im Gemüsegarten ist Hochsaison. Von Sämlingen bis zur reichen Ernte ist jetzt alles vorhanden.

Und weil die Aussicht in den Vorgarten nicht all zu berauschend ist im Moment, begebe ich mich lieber in den hinteren Teil des Gartens. Gemeint ist der Gemüsegarten, hinter dem Staudenbeet im oberen Garten.

Die Wintergemüseleidenschaft hat mich wirklich voll gepackt. Das andere Wintergemüse-Buch von Herrn Palme ist längst ebenfalls gelesen. Unmengen Samen kamen die letzte Zeit bei mir an und Jungpflanzen an Dauergemüsen, spezielle Lauchsorten oder die üblichen Asiasalate und deren Mischungen. Ich werde so nach und nach berichten, wenn denn mal mehr zu sehen ist als im Moment noch.

Die lange vor dem Buch schon begonnene Gemüse für den Winter und nächstes Frühjahr wachsen munter vor sich hin.

Der Endivien ist im letzten Beitrag auch zusehen. Aber viel kleiner.

Die Winterzwiebeln, die ich in Massen gesteckt habe sind bereits etwa 7 cm hoch.

Hier sieht man die Winterzwiebeln, die ich nicht gesteckt, sondern gesät habe. Sie wurden jetzt ausgepflanzt und sind gut angegangen.

Sellerie wird bald geerntet.

Der Winterlauch fängt erst jetzt, wo Temperaturen und Feuchtigkeit wieder normaler werden, an zu wachsen. Das ist eine winterfeste Sorte und bleibt daher im Beet bis zur Ernte.

Gleiches gilt für den Broccoli, der im heißen September und August nicht wachsen wollte. So, wie er jetzt im Beet steht, gefällt er mir.

Und Blüten bildet er auch schon. Als Wintergemüse kann er auch noch in Ruhe eine ganze Zeit wachsen.

Auf kältere Tage freut sich der frisch gekeimte Winterportulak oder der junge Winterkopfsalat. Und im Untersetzer der Topfplatten wohnen noch immer meine Laubfrösche.

Die Ableger vom ewigen Kohl haben glaube ich schon bewurzelt.

Die Mutter von den Ablegern steht seit Frühjahr im Beet. Immer wieder mal übersteht die Pflanze den Winter, auch nach etlichen gut überstandenen, nicht mehr. Ewig ist er also doch nicht. Aber man kann ihn leicht durch Ableger vermehre und die dann geschützt überwintern. Sicher ist sicher.

Eigene Wurzlen hat auch der Zweig der Herbstchrysantheme, der mit dem Unkraut im Sommer leider ausgerissen wurde. Unten waren winzige Brutknospen und so steckte ich ihn in die Erde. Jetzt habe ich eine Chrysanthemenpflanze mehr, sie blüht mittlerweile und wird im Frühjahr ins Beet gesetzt. Herbstchrysanthemen blühen zwar im Herbst bis November, aber gepflanzt sollten sie im Frühjahr werden. Sonst überstehen sie den Winter schlecht oder gar nicht.

Am Samstag war ich auch wieder im Garten unten am Dorfweiher. Dort war der Boden zum Sähen und Stecken ebenfalls gerade mal so fürs Nötigste feucht. Was gepflanzt wurde, musste ich wirklich angießen.

Eine Reihe mit Wintersteckzwiebeln habe ich gesetzt. Weil noch so viele Zwiebelchen übrig waren. Ein paar Knoblauchzehen sind auch mit in die Reihe gekommen, die waren auch noch übrig.

Die mieseste Kartoffelernte, seit ich Kartoffeln anbaue ist noch nicht zu Ende. Die späten Kartoffeln stehen noch im Beet und ich hoffe, sie bekommen noch Knollen.

Das Filderkraut darf noch etliche Wochen stehen bleiben. Es wächst noch, hat sich nach der trockenen Glut hier unten erholt. Im Garten oben, wo gegossen wurde sind die Köpfe viel größer gewesen. Und die sind schon zu Sauerkraut verarbeitet oder blanchiert und eingefroren.

Auf alles abgeerntete an Zucchini, Gurken, Patisson und so weiter habe ich Gründüngersamen geworfen. Die keimen jetzt und bedecken hoffentlich den Boden noch, dass der im Winter geschützt ist.

Ganz in der letzten Reihe habe ich Roggen gepflanzt.

Eine Sorte, die 2 m hoch werden soll. Direkt für die Selbstversorgung ist das wohl nichts, eine Reihe Getreide. Aber für etwas anderes ist er was, für was, das eigentlich unfassbar ist, dass es so ist.

Habt ihr mal versucht, für Erntedank und Herbstdeko ein paar Getreidehalme mit Ähren und Körnern irgendwo auf zu treiben? Muss ich noch dazu sagen, dass wir in einem kleinen Dorf mitten in der Pampa wohnen? Wahrscheinlich kommt man in Berlin oder Hamburg eher an so etwas, wie hier. Und wenn Sommergetreide wo wuchs, dann hatte es nur 30 cm oder weniger an Stroh. Das neumodischen Zeugs ist ja nicht mal zu Dekozwecken zu gebrauchen. Also auch hier doch wieder ein Selbstversorger-Versuch.

So und nun mal ehrlich. Jetzt den Herbstblues bekommen, traurig sein, dass das Gartenjahr zu Ende geht und es so lange dauert, bis endlich Frühling wird, wo wieder gesät und gepflanzt werden kann, ist absolut unnötig. Was ich jetzt alles sähe und pflanze, was jetzt alles wächst und in wenigen Wochen geerntet werden kann, ist doch phantastisch.

In 7 Monaten werden Tomaten gepflanzt. Wollt ihr wirklich solange warten mit Gemüseanbau?

Wer sich allerdings nur auf ein Hochbeet und darin nur auf Tomaten und Chili ( gibt es echt Menschen, die so viele so scharfe Schoten wirklich essen?) beschränkt, wer sich den Blick versperrt für alles andere was rund ums Jahr möglich ist, der darf jammern und klagen. Der muss eben nun noch 7 Monate warten und auf sein geliebtes Gartenhobby verzichten. Nach 7 Monaten, das ist sein oder ihr Trost, ist es dann endlich wieder so weit und man kann Tomaten pflanzen. Die werden oft nach wenigen Wochen von der Braunfäule dahin gerafft und so verkürzt sich die Gartenphase pro Jahr weiterhin. Mir wäre das zu wenig Garten mit viel zu wenig Erfolgserlebnis im Jahr. Ich brauche davon einfach eine höhere Dosis. Eine viel höhere und vor allem kontinuierlich verabreicht.

Vor lauter Wintergemüse vergesse ich noch ganz von der aktuellen Ernte zu berichten.

Bald dran sind die Ocas, die ich das erste mal versuche. Darüber dann mehr, wenn ich sie ernte und wenn was dran ist zu ernten.

Glück im Garten – und ernten kann man das auch noch.

Bereits jetzt habe ich den Glücksklee geerntet. Genau, den von Silvester. Nein, ich habe mir extra Brutknollen besorgt und nicht so schwächliche Glücksbringer-Neujahrspflänzchen gesetzt. Obwohl man die hätte auch nehmen können.

Den ganzen Sommer haben mich zwei Töpfe mit dem Glücksklee im Gewächshaus erfreut. Sie blühten ja wirklich monatelang.

Jetzt ist Erntezeit. Habt ihr so einen Glücksklee schon mal ausgegraben?

Das hier ist die Ernte von nur zwei Blumentöpfen. Wer also vielleicht nur einen kleinen Balkon hat, doch Selbstversorgerexperimente anstellen möchte und gleichzeitig hübsche Blüten vorzeigen will, der sollte mal Glücksklee anbauen.

Die Rübchen schmecken knackig, frisch und süß. Mehr Geschmack ist da ehrlicher Weise nicht. Man kann sie aber auch braten, in etwas Butter. Das will ich noch probieren, wie dann Geschmack und Konsistenz sind, lasse ich mich überraschen.

Roh jedenfalls sind sie ein witziger Snack zwischendurch. Moderne, gespritzte und hochgezüchtete, kunstgedüngte (also konventionelle) Äpfel haben manches mal nicht mehr Geschmack und mit Sicherheit auch nicht so viel Inhaltsstoffe, wie diese Würzelchen.

Die kleinen Brutzwiebeln oben an jedem Rübchen, trockne ich jetzt gut durch und habe nächstes Jahr mehr als genug neues Material für meinen Glückskleeanbau. Wenn ich bedenke, dass ich heuer etwa 10 Knöllchen in die Töpfe habe, werde ich sie nächstes Jahr wohl kommerziell vertreiben müssen nach der Ernte….

Wie man dieses seltene Gemüse lagert, ob es überhaupt gelagert werden kann, war gar nicht so einfach raus zu bekommen. Einen Hinweis fand ich, auf feuchten Sand. Also habe ich sie erstmals in leicht feuchten Sand gebettet und werde sie zeitnah verbrauchen.

So bevor ich ohne viel zu beschreiben, euch noch ein wenig in den herbstlichen Landgarten im goldenen Oktober entführe, noch etwas in eigener Sache.

Ein Gemüsegarten zerstört Natur und Rückzugsorte für Tiere – und Pflanzen?

Ja ich will uns möglichst umfangreich selbst mit Biogemüse versorgen. Und nein, das widerspricht nicht meiner Vorstellung eines naturnahen Gartens als Paradies für uns und unzählige Tiere oder Insekten und Wildkräuter.

Auch wenn da draußen etliche Menschen sind, die die komische Idee haben, ein Gemüsegarten würde gegen Bienen und Insekten, Vögel und Säugetiere oder Wildkräuter, einfach gegen alle Natur, sein. Wie sie darauf kommen weiß ich nicht, sie verraten es auch nicht, sondern beschimpfen nur Menschen, die selbst Gemüse anbauen und nicht in Plastiktüten vom Discounter heimfahren (im SUV).

Was alles in meinem Gemüsegarten kreucht und fleucht über und unter der Erde ist phantastisch und weil ja Sympathie-Tiere eher überzeugen, als vielleicht Spinnen und Asseln oder Kröten, ist hier wieder ein Beweis, dass bei mir Tiere sehr wohl vorhanden sind, von selbst kommen und bleiben oder immer wieder kommen.

Der Igel wohnt hinter dem Carport.

Vielleicht darüber mehr in Kürze, wenn es mir gelingt, vor allem den kleinen unter ihnen, erfolgreich Futter an zu bieten.

Sonnige Herbstimpressionen aus meinem Landgarten.

Jetzt aber zum versprochenen goldenen Oktober im Oktober:

(Anklicken vergrößert das Bild)

10 Antworten auf „Im Oktober sähe und pflanze ich im Gemüsegarten wie sonst im März.“

  1. Hallo Achim, da hab ich ja mal wieder verpasst, das Buch hätte mich interessiert, oder gibt’s Verlängerung?

    Filderkraut, da dachte ich gleich an Spitzkohl. Hast Du schon diese neue Kohlsorte probiert? Flower Sprout, hier sagen sie Kohlröschen, ist eine Kreuzung aus Rosenkohl und Schwarzkohl. Schmeckt klasse, keine Putzaktion, Kochzeit 4- 5 Min.
    Jetzt kam aber der Regen den wir im Sommer brauchten runter. Das war sehr gut für die Pilze, wir selbst hatten keine gefunden, aber ein Freund, dessen Hobby es ist brachte gut 2 Kg sehr schöne kleine Steinpilze vorbei.
    Mit Winterportulak kannst Du eine feine Suppe machen, Rezept ist bei den Küchengöttern https://www.kuechengoetter.de/rezepte/portulaksuppe-6641 müsste aufgehen.

    Hier hat ein Safrankrokus geblüht, was habe ich mich gefreut, und vor dem Rasenmäher verteidigt.

    Glücksklee, fein, das wusste ich nicht.
    Grüße aus Franken, Helga

    1. Hallo Helga,
      du bist wirklich leider zu spät dran, das Buch habe ich gestern verlost und werde es heute verpacken und versenden. Vielleicht bekomme ich wieder mal ein Buch zum Verlosen, dann kannst du gerne mit in die Lostrommel.
      Filderkraut ist Spitzkohl in der gigantischen Form. Die Hüllblätter so große, dass man ein Baby einwickeln könnte. 1qm pro Pflanze ist zu wenig Platz. Die spitzen Köpfe, die man dann in die Küche schleppen muß wiegen gut 4 kg und mehr. Es ist beeindruckend, aber ich baue es nicht mehr an, da einfach für einen 2 Personenhaushalt viel zu groß. Schön trotzdem, weil ich noch nie soooo großen und schönen Kohl hatte. Pilze mag ich gern, kenne mich aber null aus, nicht mal mit den Pilzen, die im Garten überall wachsen. Vielleicht wären da auch manche genießbar, aber damit habe ich mich noch nie beschäftigt. Bin ich auch zu schissrig dazu…..

      Liebe Grüße, der Achim

      1. Hallo Achim, macht nichts da wünsche ich dem Gewinner viel Freude. Wenn du solche Riesen von Filderkraut hast ist ja wirklich viel zu groß. Ich kaufe immer die ganz kleinen. Weil wir gerade beim Kohl sind, kennst du den Bamberger Wirsing, der schmeckt wirklich feiner.
        Ja, die Pilze, ich hatte welche im Garten es war einer dabei, den könnte man für Champignon halten, mal gegoogelt, es war der Karbolchampignon. Ungenießbar, war Totenkopfsymbol dabei.
        Obwohl ich Maronen und Steinpilze kenne, traue ich mir ja selbst nicht. Falls wir welche im Spessart suchen, geht’s anschließend in die „bayrische Schanz“, eine urige Hütte, (früher wurde da glaube geschmuggelt), da bestellen wir auf dem Hinweg schon Kuchen für später, sonst ist er weg. Die kennen die Pilze und sehen unsren Korb durch. Wenn wir hier suchen, finden wir oft nur Maronen oder nichts, danach fahre ich zu einem älteren Sammler hier und lasse nochmal nach sehen. Vorher kommt nichts in den Topf.

        Ich kannte sie gar nicht. Erst ein früherer Arbeitskollege, hat mir das vor ca. 30 Jahren gezeigt. Oh, wir hatten auch mal am Waldrand gesammelt dachten Champignons, am nächsten Tag kam zufällig ein Pilzkenner hier vorbei, sah den Korb,,,,, es waren Knollenblätterpilze. Alles komplett weggeworfen, Glück gehabt, deshalb werde ich niemals Champignons suchen
        Grüße aus Franken, Helga

        1. Ja Helga,diese durch und durch weißen Champignons wachsen auch in prächtiger Menge im Garten überall, so verlockend. Da hatte ich mal ein wenig recherchiert und weiß, dass die absolut nicht verzehrtauglich sind. So schade, dass es keinen echten sind. Mir ginge es wie dir, ich würde die Pilze x-Mal zweitbegutachten lassen wollen und kenne da nicht mal jemand, der es könnte. Ne, ich verwende da nur die Kuluturpilze, die vielleicht nicht so aromatisch sind, aber dafür vollkommen entspannt genossen werden können.
          Liebe Grüße, der Achim

  2. Lieber Achim,
    Solarzellen auf dem Dach, das möchte ich auch irgendwann haben. Mit eigenem Strom wären wir dann ziemlich autark, da wir eine Erdwärmeheizung haben.
    Bei mir wächst der Asiasalat jetzt unter dem Quittenbäumchen. Ich habe den Topf im Frühjahr dorthin gestellt, so hat er sich dort fleißig selbst ausgesät. Mit dem Feldsalat wollte ich es ebenso machen, aber irgendwie will der dieses Jahr nicht bei mir. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Steckrüben. Eine erste habe ich schon geerntet, sie sind sehr lecker. Sonst bin ich gespannt, wie die Kohlernte dieses Jahr aussehen wird. Der Gatte rümpfte schon die Nase, weil ich dieses Jahr auch Grünkohl gepflanzt habe. Den muss ich wohl alleine essen…
    Liebe Grüße
    Steffi

    1. Hallo Steffi,
      das mit dem autarksein ist alles nicht so einfach. Es ist auch schwierig mit den Gesetzen und vor allem der Technik, leider gibt es noch nichts vernünftiges zu Speichern. Akkus sind schweine teuer und bis sie sich amortisiert haben, müssen sie ausgetauscht werden. So speisen wir den überschüssigen Strom ins Netz, bekommen lächerlich geringe Summe dafür. Aber wenn die Sonne scheint und ich Wäsche wasche oder der Pool aufgeheizt wird, dann ist der Strom kostenlos. Dafür müssen wir nach Sonnenuntergang wieder ganz normalen teuren Strom aus der Steckdose einkaufen. Insgesamt ist das System aber wohl geeignet, die Stromkosten nach etliche Jahren zu reduzieren.

      Oh du hast Steckrüben geerntet. Wollte ich auch mal probieren, sie liefen super auf und dann kam die Hitze, die Dürre und die Erdflöhe und haben alles zerstört. Habe noch mal nachgesät, dann mit Spinat dazu (da kommen die Erdflöhe dann nicht mehr), aber die sind jetzt erst winzig, wie ein längliches Radieschen, mehr nicht. Stehen dafür aber gesund im Beet. Mein Grünkohl, oder besser der Ersatz für heiße und trockenen Regionen ( Nero di Toscana) steht prächtig im Beet und wir müssen im Winter wohl oft was damit essen.

      Liebe Grüße, der Achim

  3. Hallo Achim,
    na, dann mal ab aufs Dach mit Euch oder den Handwerkern, je nachdem, wer das macht. Ihr bekommt bestimmt Sonnenkollektoren, oder?
    Das ist ja witzig mit den Knollen am Glücksklee. Nein, den habe ich noch nie ausgegraben,
    Sag mal Filderkraut, ist das Spitzkohl? Den Namen kannte ich noch nicht.
    Ich finde es richtig gut, das Du andere Gartenbesitzer ermuntert, den Gemüseanbau auch in den Winter hinein zu verlagern. Ich bin bereits dabei. Irgendwie wächst das hier nur viel zögerlicher als bei Dir. Mit dem goldenen Oktober war hier nicht viel los. Letzte Nacht sind wir hier fast weg geschwommen, soviel Wasser kam vom Himmel.
    Das ist natürlich absoluter Quatsch, das ein Gemüsegarten contra Natur/Tiere/Rückzugsorte ist! Eine Ertragszone gehört auf jeden Fall in den Naturgarten. Viele Insekten wären ohne das Gemüse gar nicht da.
    Ich habe gerade ein Drittel meines Sonnenbeetes in ein Gemüsebeet verwandelt. Am anderen Ende gibt es dann Refugien für die Tierwelt. Das geht auch nebeneinander her.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ja es kommen Solarzellen aufs Dach und dann machen wir selber Strom. Wieder ein Schritt weiter in Richtung Selbstversorgung 😉

      Ja Filderkraut, ist ein WEißkraut, sehr sehr groß und spitz. Ist irre was so ein Kohlkopf für Ausmaße annehmen kann. Das Filderkraut ist für Sauerkraut optimal und hat seinen Namen von den Fildern, z.B. bei Ostfildern südlich von Stuttgart, am Flughafen zum Beispiel. Dort bauen sie es felderweise an.
      Ja ich fand auch immer gut, dass euch Menschen anregen kann und anrege mehr und mehr zu Gärtnern. Das sehen aber die Vollblutumweltschützer auf Facebook und nun auch im Blog nicht so ernst. Für die bin ich (solche wie sie gibt es viele….) leider der Umweltzerstörer schlechthin, weil ich nicht der Wildnis im Garten freien Lauf lasse und Gemüse anbaue. Sogar eine sehr spezielle Gruppe bei Facebook in der es um Dauerhumus und Mulch gehen soll, krätzte gegen meine Beete. Nun ich bin von allen sozialen Medien ausgestiegen, ob dieser unsäglich verdummten und ignoranten Gutmenschen,die selbst zu nichts Gutem in der Lage sind. Und wer nicht glaubt, dass in meinem Garten Natur und Tiere vielfältigste Lebensräume haben, der kann sich gern selbst überzeugen. Aber diese Art Menschen sind so ignorant und schlicht dumm, die würden es nicht mal glauben, wenn sie es life sehen oder anfassen (meine Laubfrösche streicheln) könnten.
      Nun bei uns hat es stark geregnet, ja aber der Boden ist so trocken, dass es eigentlich noch viel mehr regnen müsste. Man bekommt nicht mal schmutzige Finger beim Zwiebeln stecken oder Gründünger sähen, habe es ja am Wochenende gesehen.
      Bei mir wächst es dieses Jahr, wie schon das ganze Jahr auch viel schlechter als sonst. Ob ich Winterkopfsalat bekomme, weiß ich nicht. Die Sämlinge sind noch immer zu klein zum Auspflanzen. Der Endivien ist schön, aber sollte massig weiter sein, letztes jahr war er zu der Zeit schon am Schießen, da war er zu weit. Es ist ein feines Spiel die Wintergärtnerei , den rechten Zeitpunkt zu finden. Im Gewächshaus und Frühbeet keimt es rege. Mal sehe, ob und wie sich das noch entwickelt. Also Asiasalate, Radieschen, Rucola, Gartenkresse, Feldsalat, Portuklak und ein paar mir bis dahin noch vollkommen unbekannte Pflanzen. Ich werde darüber berichten.

      Schönen Herbst und munteres Wachsen wünscht der Achim

  4. Hallo Achim.
    jetzt geht es also los mit dem Dach! Bei dem sonnigen Wetter immer wird das zumindest ein super Ertrag.
    Die Etagenzwiebeln, die ich von dir habe, sind ausgetrieben, im Rasen keimt Feldsalat. Bin mal gespannt, ob er groß genug wird zum Essen. Und der Winter-Portulak hat wieder im selben Topf gekeimt, er ist also noch da.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke,
      ja jetzt wo es auch immer wieder regnet ;-( heute nacht Sturm und starker Regen und das ohne ein festes Dach über dem Kopf und nicht mal Dachfenstern drinnen……. hoffe die machen das heute dicht, ist halt auch ne Menge zu tun da oben. Dann macht der Feldsalat jetzt ein Wettrennen mit dem Rasenmäher? ist ja witzig. Oder ihr esst ihn direkt aus der Wiese, Kaninchen machen das auch, ist also möglich. Mein Portulak ist auch in der Topfplatte gekeimt, muß ich noch auspflanzen. Und schön, wenn die Heckenzwiebel schon wächst. Nächstes Jahr wirst du dann etagenweise Zwiebeln haben. Freu dich drauf. Ich habe auch noch Dauergemüse gepflanzt. Meerkohl wollte ich immer mal schon ausprobieren und einen guten Heinrich habe ich auch gesetzt. Es bleibt also alles spannend.
      Liebe Grüße, der Achim

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