Junges Grün in alten Fundstücken

Es gibt Dachboden-Fundstücke, die kann man einfach nicht fort schmeißen. Als Gärtner hat man da immer Verwendung dafür. Draußen wächst noch einiges an Gemüse, was mich nicht davon abhält, auch drinnen weiter für frisches Grün zum Essen zu sorgen.

Die Bauarbeiten sind endlich abgeschlossen.

Die bislang unwirtlichste Zeit dieses Herbstes hatten wir genutzt, unser Dach zu isolieren, es mit neuen Ziegeln und Regenrinnen zu versorgen und eine eigene Stromfabrik darauf zu montieren. Einen Monat Handwerker, Gerüst, riesige Baumaschinen vom Kran bis zum Hubwagen oder den Lastwägen, die Material lieferten. Das Dach war abgedeckt und es kam ordentlich Regen, der sogar immer wieder kehrte. Alles in allem hätte ich nicht gedacht, was das für einen Dreck im Garten, am Haus und ganz zu schweigen von den Fenstern verursacht.

Umso glücklicher sind wir nun, vor allem wenn die Sonne scheint. Dann wird ordentlich produziert. Es ist eine Freude, die jeweilige Watt-Zahl an der Anzeige ab zu lesen.

Die Technik ist oben im Dachboden untergebracht. Dafür haben die Handwerker sich den nötigen Platz verschafft. Die eine Hälfte des dort abgestellten Zeugs schoben sie einfach in die andere Hälfte des Daches und dem dort abgestellten Zeugs.

Das klingt unschöner als es war. So waren wir endlich gezwungen, dort oben klar Schiff zu machen. Wir wohnen nun schon ein paar Jahre im Haus, haben sehr viel im Haus und noch mehr im Garten renoviert, gebaut, angelegt und ausgebaut. Nur der Dachboden, der blieb immer unangetastet. Im Sommer kann man nicht aufräumen, viel zu heiß ist es dann im fast unisolierten Dach. Im Winter war es zu kalt, zu nass draußen oder einfach zu irgendwas. Eine Ausrede war schnell gefunden.

Letztendlich konnten wir jetzt in weniger als einem Tag Ordnung schaffen und ausmisten. Der Anhänger fürs Auto wurde voll und der Dachboden leer. Die Sachen waren noch vom Vorbesitzer.

Alles wurde aber natürlich von mir ausgiebig begutachtet. Nicht, dass etwas entsorgt wird, was ich noch brauchen könnte.

Alte Auflagen für Gartenstühle im Prilblumendesign waren dort. Klar, dass die in den Hänger wanderten. Emailschüsseln, sogar eine im passenden Blau für meinen mediterranen Platz, wanderten nicht in den Müll. Eine alte Wäscheleine, eher ein Seil, mit original Holz-Wäscheklammern zum drüberstecken (nicht zum Aufzwicken) regte meine Phantasie an und wird bewahrt. Sogar ein kleines Büchlein zum Obstbaumschnitt war dort oben untergebracht.

In zwei hölzernen Obstkisten lagerte Geschirr in Zeitungspapier eingeschlagen. Das Datum darauf war aus den fünziger Jahren! Eigentlich nur Einzelteile, die man nicht weiter verwenden will.

Diese winzige Tasse mit passendem Untersetzer allerdings, ist perfekt für ein paar Blüten auf dem Esstisch. Das ist seitdem schon hübsche Tradition. Wie wird das erst in der nächsten Blütensaison.

Altes Geschirr für neues Grün

Eine alte Servierschale von Villeroy und Boch wäre gut als Vogeltränke. Oder eben als Saatschale für frisches Grün im Winter. Gleich habe ich Erde eingefüllt und Keimlingssaaten für micro-greens ausgesät.

Frisches Grün und volle Ernte im Gemüsegarten

Nötig hätte ich die Zimmeranzucht von vitaminhaltigem Frischgrün nicht. Im Garten geht die Ernte frischen Gemüses noch immer weiter. Der Broccoli in grün und lila hat herrliche Blüten. Der Palmkohl liefert Blätter in großen Mengen.

Was nicht gleich verzehrt wird, kommt in den Tiefkühler.

Von der heutigen Palmkohlernte (drei Pflanzen) habe etwas eingefroren und zusätzlich zwei Gläschen Pesto gemacht. Das Rezept dazu findet ihr auf meiner Rezepteseite. Ebenso habe ich dort ein Rezept für Brotaufstrich mit Grünkohlpesto oder Pastasauce mit Grünkohlpesto.

Demnächst werde ich auch anfangen, den Endiviensalat nach und nach zu ernten. Die Köpfe sind zwar nicht so riesig und schwer, wie beim gekauften Salat. Aber mal ehrlich, was macht ein Zweipersonenhaushalt mit so riesigen Salatköpfen? Und frisch geerntet und verzehrt ist er schließlich am Besten.

Frische Gesund-Kost aus dem Garten statt Vitamine aus der Apotheke.

So kommen wir auch im November noch regelmäßig an Gesundkost, an „superfood“, das nicht aus fernen Landen angekarrt werden muss. Wir bekommen Vitamine, die nicht aus der Apotheke in überteuerter Form und zweifelhafter Wirkung eingekauft werden müssen.

Der ewige Kohl liefert auch weiter knackig frische und gesunde Blätter.

So bereite ich mehrmals die Woche einen Frischsaft aus seinen Blättern oder Palmkohlblättern oder Brokkolieblättern mit noch übrigem Mangold, ergänzt durch eingelagerte Möhren, Glückskleerübchen und leider noch immer zugekauften Äpfeln. Obst ist tatsächlich in meinem Garten noch immer Mangelware. Aber das wird auch besser, wenn die Bäume älter sind.

Die im Oktober gesäten Wintergemüse im Frühbeet und Gewächhshaus wachsen langsam vor sich hin. Bald ernte ich erste Blättchen. Ich kann damit zwar keinen Salatteller füllen. Aber die kleinen Blättchen voller wertvoller Inhalts- und Geschmackstoffe werden diverse Salat und Rohkostteller aufpeppen. Sie können klein gehackt über ein Brot mit Frischkäse oder im Quark als Kräuterquark genossen werden.

Gespannt bin ich auf des Erbsengrün. Zum ersten Mal säte ich Erbsen für genau diesen Zweck. Wenn die Triebe etwa fingerlang sind, werden sie geerntet und zu Salat verarbeitet.

Auf süße, exotische Früchte muss ich ebenfalls nicht verzichten. Eine stolze Ernte von 5 großen Khakifrüchten habe ich heuer eingefahren.

Wenn ich lecker esse, müssen die Mitbewohner auch schlemmen können.

Nun habe ich so viel über mein leckeres Essen im November gesprochen. Da muss ich doch auch erwähnen, dass ich dabei natürlich genauso an meine fleißigen Helfer und Garten-Mitbewohner gedacht habe. Das Vogelfutterhaus ist in vollem Betrieb. Ebenso die diversen Gitterkörbe mit Meisenknödeln ohne Netz. Ich habe vor Jahren einmal eine Meise, die sich mit den Krallen in so einem Netz verfangen hatte, retten müssen. Seither kaufe ich nur noch die Knödel ohne Netz und hänge sie in den dafür vorgesehenen Metallgittern auf. Ganz nebenbei ist das wieder ein Beitrag zur Plastikvermeidung. Bei fast 200 Knödeln, dich ich pro Winter verfüttere, eine nicht zu unterschätzende Menge.

Fehlkonstruktion Igelhaus

Schließlich ist es mir endlich nach langem Herumbasteln und Beobachtungen mit der Wildkamera gelungen, den Igeln Futter zur Verfügung zu stellen. Sie sollen schließlich heil über den Winter kommen.

Was ist daran so schwierig? Das kann ich euch sagen: Katzen!

Stelle ich Futter in einer Schale auf, ist es den nächsten Morgen aufgegessen und eine oder mehrere Katzen (es sind viele hier unterwegs) haben lecker gespeist.

Es gibt Igelhäuser zu kaufen, die so konstruiert sind, dass Katzen nicht hinein gehen, aber der Igel. Entweder haben sie davor einen Tunnel oder der Tunnel ist, wie im abgebildeten Haus integriert. Igel gehen in so Höhlen und Tunnel, Katzen nicht.

So werden die Häuser beworben. Aber die Wildkamera zeigte, was ich längst vermutete. Die Katze zwängt sich in den integrierten Tunnel und kommt, das glaubt ihr nicht, vorwärts (!) wieder aus dem Haus. Natürlich nicht, ohne vorher das Igelfutter verspeist zu haben.

Also baute ich von einem Haus den Tunnel noch an das Haus mit dem Integrierten Tunnel daran. Wieder bewies die Kamera, dass nicht der Igel der Gourmet in der Nacht war.

Dass ein Igel vorhanden ist, weiß ich, weil ich ihn schon habe laufen sehen im Garten.

Erst als der Aussentunnel noch durch ein Querbrett erniedrigt wurde, war Ruhe. Der Igel kommt rein, frisst sich satt und die Katzen müssen draußen bleiben. Und nein, es sind nicht die „armen , hungernden“ Katzen. Es sind die Katzen, der Nachbarin, die sehr wohl ihr eigenes Futter bekommen. Also muss ich mit ihnen kein Mitleid diesbezüglich haben.

Wer den Igel beobachten möchte, sollte sich das Video ansehen.

19 Antworten auf „Junges Grün in alten Fundstücken“

  1. Lieber Achim,
    toll so eine Solaranlage! Die wünschen wir uns auch schon länger.
    Und deine Fundstücke sind ja wunderschön. Ich liebe alte Dinge.
    Die Sammeltassen als Vasen zu benutzen ist eine hübsche Idee.
    Gerade bei kurzen Blütenstängeln kann man sie gut gebrauchen.
    So viel Salat und Grünes hat du noch. Bei mir ist nur noch der
    Rucola gut. Aber ich bin die Einzige die ihn gerne ist.
    Meine Männer mögen ihn nicht – zu gesund 🙂
    Nun beginnt die gemütliche Zeit und der Garten fällt immer mehr in
    den Winterschlaf. Es hat so etwas morbides und ich mag das ganz gern.
    Das alte Laub wird zu neuer Erde und der Garten sammelt Kraft
    und drinnen macht man es sich gemütlich und schmiedet
    Pläne für das nächste Jahr 🙂
    Hab einen schönen 2. Advent und
    liebe Grüße von Urte

    1. Hallo Urte,
      ich wollte auch schon länger Solar, es wurde aber immer abgelehnt. Da die Stromrechnung mittlerweile aber so richtig hoch ist und die Sommer so sonnig, wurde sie doch genehmigt 😉 leider ist sie jetzt zur ungünstisten Zeit fertig geworden. Niedriger Sonnenstand, wenig Sonnenstunden und oft gar keine Sonne. Nichts desto trotz haben wir sogar schon soviel Strom produziert, dass wir den Überschuß einsepeisen konnten. Diesen könnte man sogar in Akkurs speichern, statt einspeisen und dann selbst verbrauchen. ABer ob das lohnt, sieht der Elektriker, wenn wir mal ein JAhr hinter uns haben.
      Ich wünsche dir auch eine ruhige Adventszeit, liebe Grüße, der Achim

  2. Hallo Achim,

    wow, der Brokkoli sieht klasse aus. Wahnsinn! Düngst du laufend oder nur vor der Pflanzung?

    Mit den Erbsen das möchte ich auch probieren. Anscheinend haben wir gleiche Infos zum Wintergemüse 😉

    Die Igelaufnahme ist super! Magst du mir verraten, welche Wildkamera du hast? Unsere ist richtig, richtig schlecht. Deswegen würde ich mich über Kauftipps freuen!

    Liebe Grüße und einen schönen Abend,
    Gesa

    1. Hallo Gesa,
      ich merke, du hast deinen Losgewinn, das Wintergemüsebuch schon studiert…. Die Erbsensache habe ich auch daraus. Die Kamera schicke ich dir mal per Mail. Die Aufnahme hier im blog ist eigentlich sogar ganz mies, weil ich das Video habe verkleinern müssen, dass es sich veröffentlichen lässt. Di Kamera selbst macht wirklich gute Filme und Aufnahmen. War selbst ganz überrascht.
      Viel Spass beim Wintergärtnern und Erbsenanbau, liebe Grüße, der Achim

  3. Hallo Achim,
    auf unserem kleinen Dachboden lagern nur alte Ordner und alte Umverpackungen. Das bei Euch noch Zeugs vom Vorbesitzer dort lag, machte das Aufräumen dort etwas spannend. Man weiß ja nicht, welche Schätze geborgen werden.
    Die Katzenproblematik am Igelfutter ist mir durchaus bekannt und hier leider nicht anders. Auf der Wildcam ist jede Nacht Katzentraffik zu verzeichnen, manchmal 3 verschiedene der durchweg gut genährten Nachbarkatzen.
    Elkes Beobachtungen kann ich bestätigen. Hier gehen die Meisen zum Schlafen in die Nistkästen und auch in die Kästen, die über den Downlights am Pavillon angebracht sind. Bleibt das Licht halt aus, sonst wird es den Meisen zu heiß.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen,
      ja von den Vorbesitzern, die allerdings die Großeltern von Volker waren. Also all zu viel richtig spannendes Neues war nicht zu erwarten. Aber die Tasse, die Schale, die Schüsseln und so kleinzeugs hat mir schon sehr gefallen. Auch ein handgeflochtener Weiden-Wäschekorb war da oben,der schon länger jetzt nach fachmännischer Henkel-Reparatur mein realer Wäschekorb geworden ist. Bei mir ist Tag und Nacht mächtig KatzenTraffic im Garten, manchmal meine ich wirklich die wohnen bei mir und sind meine, aber nicht die von der Nachbarin. Aber die sind so scheu, die lassen sich von mir gar nicht anfassen oder nahe kommen. Also doch der Nachbarin ihre…..

      Schöne Gartenzeit wünscht dir der Achim

  4. Lieber Achim, Wahnsinn, was ihr alles geschafft habt, dickes Kompliment! Das Dach sieht toll aus! Die Tasse mit den Blumen ist wunderschön, bin ganz verliebt. Ich habe gerade herzlich gelacht über den Katzen-Vielfraß, der es in die Igelhütte geschafft hat, und mein Partner auch, dem ich das gleich zeigen musste. Wir wissen als dreifache Katzenbesitzer zwar, was die Jungs alles anstellen wenn’s ums Fressen geht, aber das war uns auch noch neu 😉 der Endivie sieht köstlich aus, egal wie groß sie werden, aus dem Garten ein Genuss. Ich wünsche euch einen schönen und erholsamen November, viele liebe Grüße! Bianca

    1. grüß dich Bianca,
      ich hätte wohl das Video mit der Katze, wie sie vorwärts rein und wieder raus kommt auch veröffentlichen sollen. Oder das Vidoe, wo sie sich auf die Seite auf den Boden schmeißt und meint, dann wäre sie flach genug, um rein zu kommen. Aber ätsch, nichts gibts, die muß draußen bleiben.

      Dir auch schöne und entspannte Novembertage, liebe Grüße, der Achim

  5. Hallo Achim,
    manchmal braucht es mal einen „Schub“, um diese ungeliebten Augaben wie „Dachboden räumen“ anzugehen ;-). Der Lohn waren immerhin einige schöne Funde, die einer neuen Bestimmung zugeführt wurden – die Idee mit der Blumentasse statt Blumenvase und das Anzuchtchälchen finde ich prima .
    Toll, was Du alles noch erntest – Brokkoli im November… Das ist erstaunlich. Rucola und Petersilie wachsen im Herbst oft viel besser als im heißen Sommer, trotzdem habe ich so gut wie keine Rucola mehr… Im Gewächshaus kann ich leider nichts anbauen – außer in meinen geliebten Schubkarren, da die Mäuse diese „Futterkammer“ und den trockenen Wohnraum nur zu sehr lieben und entsprechend nichts übrig lassen, besonders im Herbst/Winter.
    Gut, dass Du die Katzen aussperren konntest, eine Gefahr sind sie wohl eher nicht für die Igel – dank Stachelkleid – , oder? Aber sie lassen ja kein Futter für sie übrig, also müssen sie sich nun wieder mit der Hausmannskost am heimischen Futternapf begnügen – gut so ;-).
    Herbstliche Gartengrüße, Birthe

    1. Hallo Birthe,
      du sagst es, hätten die Handwerker nicht den halben Dachboden umgeschichtet, hätten, wir sicher wieder noch nichts dort oben gemacht. Jetzt ist es schon viel ordentlicher und sauberer im Oberstüberl….

      ja Brokkoli ist ja eher was für Herbst und später. Im Sommer geht der bei mir gar nicht. Den im Bild habe ich im späten Sommer gepflanzt, dann stand er Woche für Woche für Woche unverändert im Beet, bis die Hitze vorüber war, dann schob er mächtig durch und jetzt ist er super groß, gesund und jeder hat so eine wunderbare Blüte, wie ich sie noch nie in der Größe hatte. Ich achte immer auf Brokkoli für Herbstanbau, weil es im Sommer zu heiß hier ist. Der Brokkoli verträgt ja auch ein paar Minusgrade, ist also nicht empfindlich.

      Mäuse im Gewächhshaus habe ich gar nicht mehr. Nur Molche und Laubfrösche. Die Mäuse kommen nicht rein, weil das jetzt auf einem 8cm breiten Betonfundament steht, fest verankert und das Fundament 40cm in den Boden reicht oder mehr. Das kann ich nur empfehlen!

      Ne, die Katzen sind keine Gefahr für den Igel, habe auch Videos, wo beide drauf sind, Katze und Igel, die beachten sich gar nicht einmal.

      Dir auch herbstliche Gartengrüße, der Achim

      1. Hallo Achim,
        das mit dem Brokkoli muss ich mir merken ;-). Habe auch schon gemerkt, dass Vieles erst im Herbst richtig wächst , z.B. Petersilie, Rucola, Kapuzinerkresse, Kohle allgemein usw. Werde mein Augenmerk nun mal au Brokkoli und Co. setzen…

        Unser GH hat zwar auch einen Betonrand und Randsteine, aber die Mäuse graben sich locker darunter hindurch und im GH gefällt es ihnen einfach zuuu gut: Trocken, warm, Futter ;-).

        Ist ja gut zu wissen, dass Katze und Igel sich nicht stören bzw. angreifen, sondern nur das Futter wegfressen ;-).

        Herzliche Grüße, Birthe

        1. Hallo Birthe, das ist es ja, und so sieht es auch der Wintergemüseautor Herr Palme, bei dem bemerkbaren Wandel unseres Klimas rät er sogar den Erwerbsgärtnern sich mit dem Anbau im Winter zu befassen, weil da vieles einfach besser und einfacher mit weniger Aufwand wächst. Natürlich nichts Südländisches aber sehr viel Gemüse wächst auch jetzt. Du hast ein Gewächshaus, du könntest jetzt echt mehr damit machen als Mäuse zu verwöhnen. Wenn du sie raus bekämst, hättest du ungeahnte Möglichkeiten. Frag mich jetzt aber nicht wie du das machen könntest. Habe da eben keinerlei Erfahrung. Aber vielleicht weiß hier jemand ,der mit liest einen Rat? Wie bekommt man die Mäuse aus dem Gewächshaus?

          Bis dahin versuche doch mal in größeren Kübeln mit glattem Rand, dass sie nicht ran kommen ein wenig Wintergemüse zu bauen. Jetzt ist für absoluten Neubeginn schon recht spät aber ab Januar wieder Asiasalate, Erbsengrün, Knoblauch und Zwiebeln die gesteckt werden, um das Grün zu ernten und andere gehen da bestimmt schon recht gut. Einfach probieren.

          Bis dahin schöne Herbst und Winterzeit wünscht der Achim

          1. Hallo Achim,
            ne , den Mäusen gefällt es viel zu gut im Gewächshaus – trocken, warm… ;-). Das GH ist nicht beheizt und nachts oft kälter als draußen, allerdings wärmt es sich dann tagsüber natürlich schneller auf.
            Ich habe ja zum Glück meine Schubkarren, in denen z.B. gerade die Salat-Jungpflanzen wachsen. Dann habe ich das Hochbeet, das die Mäuse -noch- nicht entdeckt haben. Ist ja auch noch offen, wenn ich die Abdeckung darüberhabe, werden wir sehen, was mäusetechnisch passiert ;-).
            Rausbekommen geht nicht, wie soll das gehen… ? Sie graben sich von außen unten drunter hindurch – Riesenlöcher und Gänge, kann ich Dir sagen ….!

            Draußen habe ich Möhren, Schwarzwurzeln, Topibnambur, Wirsing, Feldsalat, und sogar drei Blumenkohl-Jugnpflanzen (testweise), es wächst also noch einiges, interessanterweise scheinen die Mäuse sich wenig für die Möhren zu interessieren – bisher ;-).
            Liebe Grüße, Birthe

          2. sind es Mäuse oder Wühlmäuse? Aber Wühlmäuse würden sich ja für die Möhren besonders interessieren. Sehe schon, ich, kann echt froh sein ganz von ihnen unbehelligt im Gewächshaus garteln zu können.

  6. Ha, ha Achim – so einen Dachboden haben wir auch noch zu bieten 😉 Alles was 1996 zu schade zum Wegwerfen war, aber was wir eigentlich nicht gebrauchen konnten, das haben wir im Spitzboden gestapelt. Und, als im letzten Jahr der neue Schonsteinfeger unseren Schonstein begutachten wollte, da kam ihm die alte Zugtreppe fast entgegen. Er stieg also lieber auf einen Stuhl, warf einen kurzen Blick auf den versottenten Schornstein, der ja mit einem Metallrohr ausgekleidet ist, und sah sich den aufgemauerten neueren Teil dann lieber vom Balkon aus an. Bodenklappe schnell zu, und hoffentlich müssen wir da nicht so schnell wieder dran. Denn bis auf unser Dach eine Solaranlage kommt, dauert es wohl noch ein Weilchen – da müssen wir erst andere Stellen sanieren. Aber die Idee die Technik ins Dach zu verbannen ist gut. Das werde ich mir merken!

    Tja, ich gebe zu, um Deine frischen Ernten beneide ich Dich jetzt immer mehr. Aber nachdem sich nun trotz unserer drei grauen Jägerinnen Ratten im Frederike-Rosenhochbeet angesiedelt haben, Mäuse sich bei uns auch extrem wohl fühlen und die Nacktschnecken trotz sommerlicher Hitze nur eine Pause einlegten, macht es bei uns keinen Sinn. Und leider eigne ich mich sogar noch nicht einmal als Topfgärtnerin für Kräuter. Denn die verlausen mir immer mal wieder am Haus …

    Mit der Igel-Futterstation ist das ja witzig, was Du Dir alles einfallen lassen musstest. Bei uns kamen die Igel früher schon am frühen Nachmittag ans Haus, so dass sie unter Aufsicht ihr Futter bekamen, das unsere Maus & Allegra eh‘ übrig gelassen hatten. Lustig war nur, dass Katzen keine Futter-Konkurenz am Schälchen waren sondern die Amseln. Die kamen zeitweilig trotz unserer beiden Katzen ins Treppenhaus und beklagten sich, wenn ‚ihr‘ Napf in der Wiese leer war. Und ein Igel kletterte sogar bei uns nachts die Treppe bis unters Dach hinauf, da er wohl auch nicht fassen konnte, dass es mal kein Feuchtfutter in der Wiese gab.
    Nur blöd, dass uns diese Naturfreuden dann auch bald darauf das ein oder andere Zeckennest am Wiesenrand gleich am Treppenhaus bescherten – da wo Igel und Amsel so gern ihr Futter einnahmen. Freud und Leid liegen halt oft ziemlich dicht beieinander …
    Liebe Abendgrüße schickt Silke

    1. Hallo Silke, ich sehe schon, du kennst die Dachbodenproblematik 😉

      Das mit Schnecken ist echt blöd.Bei mir hängen auch Schnecken an den Asiasalaten, aber sie richten gerade keinen nennenswerten Schaden an.

      Bei deinen Topfkräutern denke ich ist zu viel Wärme und wenig Licht wahrscheinlich ein Grund fürs Erkranken. Amseln hab ich auch viele, aber ich denke, die kommen auch nichts ins Futterhaus, schon gar nicht nachts…..

      Liebe Grüße, der Achim

  7. Hallo Achim,
    das ist ja schön, dass das Dach fertig ist, es nicht mehr reinregnet und auch noch Strom produziert. Die Dachbodenfundstücke sind klasse, ich bin gespannt, was du mit den Wäscheklammern vorhast. Die Schale ist perfekt für Keimlinge.
    Ich bin jetzt aber sehr enttäuscht, die Prilblumen hier nicht vorgestellt zu bekommen. 😉
    Und du hast es tatsächlich selbst beobachtet mit den Meisenknödeln, gut dass du helfen konntest. Viele Leute hängen die auch in Wald und Park auf, wo das leere Netz irgendwann zu Boden fällt und spätestens dort Schaden anrichtet.
    Heute habe ich endlich mal wieder gesehen, wie die Kohlmeise in den Nistkasten gegangen ist zum Schlafen. Dein Igel hat es auch ganz gut getroffen.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke,
      oh, das habe ich noch nie beobachtet, dass eine Meise zum Schlafen in den Kasten geht. Naja zu der Zeit bin ich auch nicht mehr im Gemüsegarten zu dieser Jahreszeit. Im Frühjahr und Sommer sehe ich sie laufend den ganzen Tag rein schlüpfen, immer mit Futter im Schnabel für die ziependen Jungen.

      Ja, ich habe die Meise im Netz direkt am Haus im Beet mit dem Flieder entdeckt und befreit. Sie flog dann gleich davon. Seither gibt es hier nur noch Knödel ohne Netz.
      Und klar, am Boden liegen die leeren Netz immer und überall, weil sie herunter geblasen werden. Kenne ich noch von früher. Ist für Igel ja auch schlecht oder Amseln, wenn sie da rein geraten.

      Man lernt einfach nie aus und muß sein Verhalten immer wieder anpassen. Wer denkt schon gleich automatisch an die Gefahren der seit „jeher“ bekannten und gewohnten Netze um die Knödel.

      Wünsche dir viel Freude an deinem „ganz eigenen“ Garten 😉 liebe Grüße ,der Achim

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