Kann man Sinn und Zufriedenheit im Leben empfinden?

Ich bin überzeugt, dass man eine ruhige und gelassene Zufriedenheit, ein Angekommen-sein, erst dann empfinden kann, wenn man sich dem Leben und den Rhythmen hin gibt. Sogar ein loses Blatt im Herbstwind hat Sinn und Ziel, weil es ein Teil des Lebens ist.

Sonnenschein und eisiger Nebel an einem einzigen Tag

Ein halber Tag grausligster und undurchdringlicher Nebel mit klirrender Kälte. Die andere Tageshälfte traumhafter Sonnenschein bei blauem Himmel. Was für ein Tag!

So war er ,der groundhog-day oder ganz einfach auf traditionell deutsch, der Maria-Lichtmesstag am 2. Februar 2019. So wie das Wetter da ist, so bleibt es erst mal. Und ich sagte noch „na, toll, wenn das so wechselhaft weiter geht, weiß man ja gar nicht woran man ist“.

Und jetzt am anderen Ende des Jahres kann ich nur sagen, dass das ganze Jahr so war wie dieser Tag. Das Wetter wechselte von einer Stunde zur anderen von einem Extrem ins andere. Keine sanften Übergänge, immer volle Pulle. Mal so und mal so.

Endlich Nebel und Tristess mit all den bunten Farben

Wenigstens aber haben wir jetzt vermehrt diese tristen Spätherbsttage mit Nebel bis nach dem Mittag, keine Sonne und alles ist klamm. Wie habe ich mich darauf gefreut nach den unvorstellbar heißen und trockenen Monaten.

Und wie stolz berichte ich hier von dieser Freude an dem was unabänderlich eben einfach so ist. Wohlwissend, wie viele griesgrämig grummelnd den Herbst und Winter, das Leben und überhaupt alles vermiesen, schlecht reden, zernörgeln. Und alles nur, weil sie nicht bereit sind, sich ein zu lassen.

Jetzt ist es aber trotz den Jammerern so weit. Die Uhr ist umgestellt und man kann abends zeitiger ins Haus. Man wird ruhiger. Das tut so gut nach all den Monaten des Rackerns und Schuftens im Garten und Vorratskammer (neben all dem anderen, was das Leben eben noch an Aufgaben an einen richtet).

Dieses müde und gleichsam zufriedene Gefühl, die Freude an dunklerem Wetter und der gemütlichen Ruhe drinnen kann man aber eben nur empfinden, wenn man die ganzen vergangenen Monate kontinuierlich und unaufhaltsam in Haus und Hof gerackert hat. Sei es, weil man da mit sein Geld verdient oder weil man sich das als befriedigendes Hobby ausgesucht hat.

Und ich bin so froh, dass ich mir genau das als Hobby und Lebensinhalt ausgesucht habe. Sonst käme ich nie in den Genuss dieser gerade angedeuteten Zufriedenheit mit den Veränderungen von Tageslänge und Klima. Dann müsste ich auch, nur um eben etwas zu spüren, mich aufregen über eine Stunde mehr oder weniger wegen der Zeitumstellung. Jammern ist heute ja besonders wichtig, um sozial dazu zu gehören. Oder ich müsste mich wehleidig darüber bei jedem äußern, wie schlimm das jetzt ist, wie sehr man sich schon auf das Frühjahr freut, warum nicht endlich Frühjahr ist. Sechs Monate der Unzufriedenheit kämen nun auf mich zu. Monate, in denen ich nicht lebe, nicht bin, nicht wahrnehme, weil ich mit der üblichen „Augen-zu-und-durch-Taktik“ möglichst alles um mich herum ausgrenzen will, um dann vermeintlich schneller dort hin zu kommen, wo ich sein möchte. Im Frühjahr zum Beispiel. Und was kommt doch jetzt alles noch schönes auf uns zu. Weihnachtsbäckerei, Adventskalender basteln, Haus dekorieren. Überall Lichter, Glitzer und Kerzen als Kontrast zur schwarzen Nacht heraussen. Glühwein und gutes Essen, Feiertage, Christkindelsmärkte, Weinachtsbaum, Früchtetee und Kaminfeuer. Lange Abende am Sofa und und und.

Was würde mir alles verloren gehen an zufriedenen und beglückenden Eindrücken, Gefühlen und Empfindungen, die jetzt in der Realität auf mich warten.

ich nehme lieber das Leben war, wie es kommt und sich zeigt. Wie es wechselt und immer neue und doch bekannte Begebenheiten hervorzaubert. Das ist ein Geschenk, das ich erhalten habe, so etwas wahr zu nehmen und zu erkennen. Wie leid tun mir all die gehetzten und getriebenen Menschen, die das nicht fühlen (wollen). Die etwas unbekanntem hinterher hetzen und im Rennen, quasi wenn man schon mal dabei ist, auch gleich noch von etwas weg rennen. Die nie ankommen, weil sie nicht wissen, wohin sie wollen.

Lange könnte ich noch fortfahren. Wenn ich mir die Welt da draußen so ansehe und die Menschen muss ich innerlich so oft den Kopf schütteln, mich fragen, warum sie dieses oder jenes tun. Ja sogar meinen es tun zu müssen, um ihr Glück zu finden und dabei doch so unzufrieden und un-glücklich sind.

Hat ein Blatt im Wind mehr Sinn und Ziel als mancher moderne Mensch?

Ist das die logischen Folge der immer mehr um sich greifenden Abkehr vom Leben, dem biologischen Leben, reinen Leben? Vom Rhythmus des Lebens mit den Jahreszeiten, in denen man lebt? Der menschliche Körper und Geist sind Leben, biologisches Leben. Und wer das negiert kann eigentlich gar nicht ausgeglichen, in sich ruhend zum Beispiel jetzt den Nebel, den modrigen Geruch, das Klamme aber auch die Sonne und die bunten Farben für sich als Geschenk sehen.

Ich jedenfalls danke täglich für all das, was das Leben mir geschenkt hat und dass das Schicksal mich hierfür bestimm hat und nicht fürs haltlose umher getrieben und gewirbelt werden. Ganz ohne Ziel und Ankunft im Leben.

Passen würde jetzt an dieser Stelle der Vergleich mit einem Blatt im Wind, gerade jetzt im Herbst sind diese ja zu Hauf unterwegs. Haltlos und ziellos vom Wind in die Welt verweht.

Aber das stimmt ja eben nicht. Blätter sind so ganz anders als die von mir vorgestellten, haltlos getriebenen Menschen. Ein Blatt gibt sich dem Leben hin und hat wohl genau deswegen Ziel und Ankunft. Es will am Boden landen, von den Organismen verwandelt werden und selbst zu Boden werden. Vom Leben ins Leben. So gelangt es schließlich aus dem Boden wieder in die Zweige des Baumes und wird vielleicht wieder ein Blatt. Der Kreislauf des Lebens hat weder Anfang noch Ende. Hier passt der mir lieb gewordene Ausspruch, dass der Weg das Ziel ist.

Herbstimpressionen für Herbst-Liebhaber

Wer aber auch wie ich im Herbst und Winter Schönes sehen kann, sich freuen kann, der wird Gefallen finden an ein paar Eindrücken aus meinen Aktivitäten der vergangenen Tage. Und wie es seit Lichtmess eben so ist, hatten wir herrlichen Sonnenschein bei 20 Grad und Dauertristess mit sich niederschlagendem Nebel bei 5 Grad. Und das alles in weniger als einer Woche.

So also passt das Wetter zur Jahreszeit. Der Weg hinter dem Garten, der Beginn der Gassi-Runde, feucht von Nebel. Ein Nachbar hat für warme Winterabende vorgesorgt und trotz grau-schwarzem Wetter gibt es doch überall auch Farbe zu finden. Rote Hagebutten in der Hecke zum Beispiel.

Einen Tag später, wir hatten es auch extra so bestellt, war wieder Sonnenschein. Zum Fischen ordern wir uns im Herbst und Frühjahr tatsächlich regelmäßig schönes und mildes Wetter. Sonst ist das Gepansche im kalten Wasser kein Spaß. Im Garten werden die Herbstgemüse geerntet und im Weiher ernten wir die Karpfen für geselliges Beisammensein beim Fisch-Schmaus mit Freunden oder der Familie. Eine typisch fränkische Angelegenheit.

Und ja, die abgebildeten Tiere sind keine fränkischen Karpfen sondern Teichmuscheln. Über die vielen kleinen freute ich mich besonders. Es gefällt ihnen bei uns und sie vermehren sich. Eine ausgewachsenen Muschel passt gerade in die Hand auf dem Foto während von den Junge ein Dutzend Platz hätte.

Während der Weiher ausläuft und man auf die Fische wartet, kann man herrliche Herbsteindrücke sammeln oder einfach ein wenig Brennholz machen. Hier waren ein paar Erlenstämmchen im Weg und wurden umgemacht. Fast armdick sind sie für unseren kleinen Kaminofen schon passendes Brennholz.

Nach einem schönen Tag in der fränkischen Herbstlandschaft gab es im heimischen Garten auch noch etwas zu erledigen. Weil die Temperaturen einstellig werden und nachts Frost kommen kann, kommt wieder eine Gruppe Kübelpflanzen ins Haus oder vorerst noch ins Carport. Je nach Härte der einzelnen Gesellen.

Hier ist die Sonne am Himmel schon nicht mehr zu sehen. Dafür leuchten die Herbstchrysanthemen im Staudenbeet mit ihrem Sonnengelb. Besonders apart, dafür weniger leuchtend ist die rosa Herbstchrysantheme.

Ein Sedum im Töpfchen weiß nicht was es zur Feier des Tages tragen soll. Schmückende Blüten in alt-rosé-lila oder schrilles Blattwerk in Pink. Ich finde ja , es steht im beides.

Schrill gibt sich auch der Broccoli. Was für ein lila. Der Grüne ist schon verspeist. Aus dem Garten direkt in die Küche. Nur gedämpft und mit etwas Salz drauf als Beilage. So ein Geschmackserlebnis bekommt man mit keinem gekauften Broccoli. Auch nicht in Bioqualität, da der Broccoli nach dem Ernten weiter reift. Schlimm ist die Plastikfolie um ihn herum, die die Reifegase drinnen hält. Ohne Plastikfolie welkt er aber sehr schnell. Egal wie man es also anstellt, wer so einen selbst gezogenen frischen Broccoli einmal genossen hat, will das derbe streng schmeckende Grünzeug aus dem Handel nicht mehr haben.

Um wie viel besser schmeckt doch der in Dankbarkeit verspeiste Broccoli, wenn man weiß, wie im Selbstversorgergarten Erfolg und Misserfolg eng beieinander liegen.

Die letzten Spätkartoffeln sind geerntet und auch die sind der absolute Misserfolg. Kartoffeln bis hinunter zur Größer einer großen Walnuss verwende ich noch in der Küche. Die machen viel Arbeit beim Schälen aber ich werfe doch nichts weg, das mir viel Arbeit beim Anbau machte. Dieses Jahr aber sind sie nicht einmal kirschgroß und damit unbrauchbar. Ein paar von der gewohnten Größe sind vorhanden. Mindestens so groß, dass eine nur in eine Hand passt. So bin ich es gewohnt. Diese Jahr aber mit der Hitze und abermals Dürre und dem späten Frost im Frühjahr sieht es anders aus. Manche Sorte gab gar nur ein Drittel oder weniger der üblichen Erntemenge.

Wer Geld anlegen will, sollte es nicht auf ein Objekt setzen. Wer Selbstversorger sein möchte, sollte nicht nur wenige Gemüse(sorten) anbauen sondern verschiedenes. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas eine gute Ernte bringt.

Meine Trockenbohnen sind zum Beispiel sehr schön geworden. Heute war ich daheim, weil es im und auf dem Haus nur so von Handwerkern wimmelte und jemand zu Hause sein musste. Die Zeit nutze ich um Weißkohl ein zu frieren. Ein Kopf Filderkraut gab 5 Portionen zu 500 Gramm und eine Große für Morgen, gleich zubereitet mit 800 g. Ein Eimer voller Abfall, der gleich wieder aufs Beet wanderte muss mengenmäßig noch dazu gezählt werden.

Danach puhlte ich die Trockenbohnen. Eine Borlotti-Buschbohnen mit wunderhübschen Kernen war an der Reihe.

Ich sitze im Wohnzimmer, während draußen großes Gerät auf- und abgefahren wird. Der Kran ist weg, der Hubwagen kommt. Das Dach ist jetzt Gottseidank endlich wieder lückenlos mit Ziegeln bedeckt. Die Photovoltaik-Anlage kann montiert werden. Das Nachtfoto, das ich dieser Tage nach Feierabend geschossen habe, zeigt wieder einmal, dass wir es zu Hause fast so wie im Urlaub haben. Palmen und Bananen bis an die Haustüre…..

31 Antworten auf „Kann man Sinn und Zufriedenheit im Leben empfinden?“

  1. Lieber Achim,
    zu dem, was Du über das Leben sagst, kann ich Dir nur zustimmen. Manchmal ist es jedoch ein langer, nicht einfacher Weg, bis man sein inneres Gleichgewicht gefunden hat und glücklich und zufrieden leben kann.
    Mir gefällt jede Jahreszeit, jede ist anders, jede hat ihre eigenen Reize. Nur nass, kaltes Schmuddelwetter mag ich nicht.
    Der Broccoli ist ja ein echter Hingucker. Und ich glaube gerne, dass der weitaus besser schmeckt, als jeder Broccoli, den man kaufen kann.
    Ich wünsche Dir einen sehr guten Start in die neue Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang. Da hast du recht, von allein glaube ich,geht das nicht, man muß an sich arbeiten und auch Glück haben. Oder kommt das Glück, wenn man an sich arbeitet? Ich bin jedenfalls glücklich, wie weit ich auf dem Weg schon bin. Nun mögen tu ich glaube ich das nasskalte Schmuddelwetter auch nicht, jedenfalls, wenn ich dann draußen bin, aber von drinnen, in der gemütlichen Wohnung ist mir auch das lieb. Und ein bisschen gehen ich eigentlich immer raus, irgendwas kann man immer erledigen und so die ewig lange , sich ständig verjüngende und nie alt oder erledigt werdende Garten-to-do-Liste immer wieder Stück für Stück abhaken. Auch das „Abhaken“ oder „Erledigen“ von Dingen, die anstehen bring ja wieder Befriedigung.

      Dir auch einen schöne Woche und trotz allem auch schöne Zeit im Garten. Liebe Grüße, der Achim

  2. Hallo Achim,
    wie schön, das die Teichmuscheln sich sogar im Weiher vermehren! Deine Spätkartoffelernte ist in der Tat recht „kleinteilig“ ausgefallen. Ich hätte es wie Silke gemacht und die Lütten gewaschen und einfach mit Schale verspeist. Ich habe keine einzige der winzigen Kartöffelchen entsorgt, sie warten noch aufs Verzehrtwerden. Sind allerdings auch früher geerntet worden.
    Die Sache mit der Jammerei lässt sich auf alle Lebensbereiche ausdehnen. Menschen, die immer nur am jammern sind (wohlgemerkt häufig ohne triftigen Grund) nehmen bald nur noch negative Schwingungen auf und wahr, das Positive entzieht sich ihrem Blickwinkel. Wir haben vor einigen Jahren mal einen Vortrag von Joey Kelly besucht, der als Extremsportler viele üble und sogar bedrohliche Situation durchgestanden hat. Wir müssen das Jammern einstellen ist seine Devise, die wir gerne übernommen haben. Wenn ich mal kurz in den Jammermodus verfalle, erinnere ich mich an den Satz und zack, geht es mir gleich wieder besser. Ist eh nicht zu ändern, lassen wir den Lauf der Dinge doch einfach geschehen.
    Liebe Grüße und viel Muße in der dunkleren Jahreszeit.
    Karen (endlich mal wieder Zeit zum Bloglesen und Kommentieren, der frühen Dunkelheit sei Dank)

    1. Hallo Karen,
      genau das sehe ich auch so, wenn man nur da Schlechte sehen will, wird man es auch sehen. Und wenn es nichts schlechtes gibt, dann sieht man im Guten das Schlechte. Ganz verzwickte Sache, jedenfalls nicht zuträglich für Gesundheit und Wohlbefinden. Ich habe da mal einen Spruch gehört, den ich tatsächlich mir oft sage und dann selbst schmunzeln muß, weil er einfach immer wieder Mut macht. „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende….“
      Und danke ja, die Muße kommt so langsam. Dunkel allerdings sollte es jetzt eigentlich nicht mehr sein, wünschte ich mir. Nicht wegen dem allgemeinen Herbstsbluesgejammer, sondern wegen der neuen Solaranlage am Dach 😉
      Und wegen den Kartoffeln. Also ich weiß nicht, ich esse die neuen zarten Frühkartoffeln ab und an mit Schale, da stört sie mich eigentlich ehrlich gesagt schon im Mund. Aber Lagerkartoffeln? auch die Kleinen haben glaube ich schon festere Schale. Aber ich werde es nicht mehr heraus finden dieses Jahr, da ich sie in Biotonne entsorgt habe. Ich gebe ja alle über den Kompost aber die kleinen Dinger sind zum Verzehr ungeeignet, was aber leider nicht bedeutet, dass sie nicht im Frühjahr dann im Kompost munter überall austreiben. Das ist nicht gewollt, daher kamen sie mal in die Biotonne, damit da auch mal was zur Abfuhr drinnen ist.

      Liebe Herbst-Grüße schickt dir der Achim

  3. Lieber Achim, deinen Beitrag hab‘ ich gelesen, als ich gerade in Stuttgart war, jetzt komme ich zum kommentieren. Ich fand deine Zeilen sehr wohltuend. Ich hatte gerade Jemanden besucht und auch wenn ich kurzzeitig mal große Städte sehen mag, zieht es mich immer wieder aufs Land zurück. Ich mag lieber Tiere beobachten als blinkende Werbung und ich mag lieber Erde unter den Schuhen spüren als Asphalt. Ja, die Nähe zur Natur kann einem wirklich viel schenken, wenn man sie annimmt. Die Natur sieht jetzt Ruhe vor und davon spürte ich dort in der Stadt gerade nicht viel. Es war mir einfach zu laut und zu hektisch. Den Herbst mag ich sehr. Ich mag am Gartenjahr eigentlich nur eines nicht, mit den Jungpflanzen im Haus auf die Eisheiligen warten, das zieht sich immer so. Deine Bilder sind auch wunderschön und fangen den Herbst sehr schön ein. Alles Liebe und eine schöne Woche wünscht Bianca

    1. Liebe Bianca, was freue ich mich, eine Gleichgesinnte vor mir zu haben. Mir geht das auch so, ich bin gern mal in einer großen Stadt, um dann um so sehnsüchtiger und glücklicher wieder heim zu kehren in unser kleines Dorf in der „Pampa“Boden unter den Füßen, herrlich. Und in der Stadt riecht es auch so anders als draußen mit echtem Boden unter den Füßen. Ach ja und das Warten auf Eisheilige und das Rätseln, „ob sie das jetzt schon waren“ kenne ich nur zu gut. Zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört das nun auch wirklich nicht.
      Dir auch einen schöne Woche und viele Grüße, der Achim

  4. Was für ein schwermütiges Thema heute, lieber Achim!
    Aber Du hast recht – viele finden heute den Sinn nicht mehr. Die Arbeit ist dem Menschen entfremdet, das Umfeld ebenso. Ich lese gerade das Büchlein „Das Café am Rande der Welt“ – ist wirklich empfehlenswert! Denn es gibt genau die Antwort, die Du hier ansprichst.

    Manchmal muß man dafür sein gesamtes Leben umkrempeln, aber wenn man es nicht tut, wird man niemals zufrieden und glücklich sein. Wenn man es erkannt hat, tut man es am besten sofort, damit sich gar nicht erst Ausreden aufbauen … und dabei geht es weder um ein Selbstversorgerdasein noch um ein Leben als Einsiedler irgendwo in einer Wallachei, um zufrieden zu sein und sein Glück zu finden sondern darum, was jeder ganz persönlich für sich selbst für Bedürfnisse hat, am besten kann und liebt, denn wir sind sehr individuell.

    Ich glaube, die Leute schreiben mehr, als sie meinen, Achim. Ich schreibe auch, ich mag diese Jahreszeit nicht sonderlich, was schließlich der reinen Wahrheit entspricht und warum sollte man die nicht äußern dürfen? Ist doch nicht verboten! 😉 🙂 Jedoch laufe ich keineswegs griesgrämig deswegen durch die Gegend. Wozu auch, was hätte ich davon? Wir müssen alles eh so nehmen, wie es kommt. Und trotzdem kann ich den Schönheiten des Herbstes durchaus etwas abgewinnen, auch wenn ich, wie gesagt, so gar kein Wintertyp bin. Die dunkle Jahreszeit ist eben nicht meins, aber ich lamentiere darüber nicht ewig und drei Tage und spreche das jetzt nur an, weil es hier ja schließlich darum geht.
    Und so, denke ich, geht es vielen Menschen. Der Mensch wurde ursprünglich für warme Gefilde erschaffen, nicht für unwirtliche Gegenden und Temperaturen, daher ist es ganz legitim, sich danach zu sehnen, denn es tut uns einfach besser. Wärmeperioden waren auch immer Zeiten des Wohlstandes der Menschheit!

    Daher finde ich die Darstellung etwas übertrieben – denn bestenfalls ein stark Psychisch Kranker wird 6 Monate „nicht leben“, „nicht wahrnehmen“ oder anders wahrnehmen, wofür er nichts kann, denn psychische Krankheiten überfallen die Menschen aus diversen Gründen, das sollte man nicht verurteilen! Aber derart Erkrankte können in der Tat den Tunnelblick haben. Doch Leute, die man nicht persönlich kennt, wie hier aus dem Bloggerland, sollte man, nur weil sie negativ übers Wetter reden, nicht gleich diesen Stempel aufdrücken! Du bist ja auch nicht persönlich geworden, doch generell ist das Reden der Leute weniger dramatisch, als es bei Dir ankommen mag. Im nächsten Moment längst vergessen und hier in Good Old Germany eben so üblich. 😉 Das war schon in meiner Jugend so.

    Und ich glaube, es gibt auch viele Menschen, die weder großartig dekorieren oder auf dem Sofa sitzen, auch nicht backen um die Weihnachtszeit und dennoch jhochzufrieden sind und ein ausgefülltes Leben haben egal ob Sommer Winter oder Frühling, weil sie sich eben kaum um die Jahreszeiten scheren, die sie doch nicht ändern können. Wer ein reges Sozialleben pflegt, außerhalb des Internets und Gutes für andere Menschen tut, wird in der Regel erfüllter sein, als Jemand, der allein für sich herumbrötelt. Denn das Glück anderer strahlt auf einen ab und gibt einem so viel, das können auch Pflanzen und Gärten nicht, dazu braucht es noch mehr. Ich werde mich auch, statt viel zu dekorieren, um Obdachlose und Arme kümmern, die es nötiger haben, als wir – denn was habe ich davon, wenn ich meine Bude großartig schmücke und woanders leiden Menschen Not. Wie viel Freude geschenkt wird, wenn man selber Freude ver-schenkt! Wer das noch nicht erlebt hat, sollte es einmal ausprobieren. Schon wird das Leben wesentlich erfüllter sein.

    Im Smalltalk aber redet jeder schon mal übers Wetter, gell! *schmunzel* Das ist halt Usus.

    Ich wünsche Dir jedenfalls sehr, dass Du diese Jahreszeit so genießen kannst, wie Du es für Dich persönlich wünscht. Zufriedenheit ist schließlich das Allerwichtigste!

    Die Rosafarbene Sukkulente ist ja echt ein Schmuckstück, wie heißt die denn?

    Wir waren heute auch im Garten, außerdem wurden Reifen gewechselt. Zum Glück hörte der vormittägliche Regen irgendwann auf und dann war es noch ganz schön draußen.

    Liebe Wochenendgrüße
    Sara

    1. Hallo Sara,
      zwei Sachen finde ich interessant. Einmal, dass es wohl noch mehr Menschen ausser mir gibt, die sich mit dem Thema befassen, wie es scheinbar in deinem Büchlein der Fall ist. Das gibt mir Hoffnung.
      Zum Zweiten, dass du die ganz normalen Alltagsmenschen als psychisch Kranke siehst und verteidigst. Da mußte ich grinsen. Davon allerdings habe ich nicht gesprochen. Ich bin kein Therapeut. Ich rede nur von normalen , gesunden Menschen, die sich selbst das Leben schwer machen. Schwer auch durch das Jammern über das Wetter, die Jahreszeit und ihren Stress (den sie gottseidank haben, aus jeder Mücke heraus zaubern, nur um dazu zu gehören). Ganz vorne den Stress den sie sich machen , in dem sie immer der Zeit voraus eilen Müssen. Lebkuchen im September, bis zur Lebkuchenzeit dann übersättigt sein damit und an Weihnachten Tulpen für die Vase kaufen. Wenn dann Tulpenzeit ist, stehen schon die frostempfindlichen Balkonblumen auf der Terrasse und so fort. Es mag sein, dass es das auch in deiner Kindheit schon gab, was aber nichts dran ändert, dass dieses Handeln krank macht und unzufrieden. Dass es im Körper tatsächlich Stress(hormone) erzeugt, nur weil man drüber redet. Verboten ist es nicht, nur darf man halt dann nicht jammern, dass es einem (gesundheitlich) schlecht geht. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied heißt es, auch schon seit deiner Kindheit. Ach ja und Tunnelblick und Bloggerinnen. Wer am 27. 12. jubelt endlich das Weihnachtszeug wegdekoriert zu haben und sich jetzt auf den Frühling (der in frühestens 12 vollen Wochen einsetzt) freut, der hat einen Tunnelblick und versäumt 12 Wochen seines Lebens, die er mit Warten und nicht mit Handeln, Er-leben und Genießen verbringt. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Noch schlimmer, sind die,die gar nicht dekorieren, denen die Jahreszeiten und Feste und traditionen darin egal sind. All das hat den Menschen im „kalten“ Europa und sonst üerall Halt gegeben, Sicherheit, Verlässlichkeit. Alles das , was heute in was weiß ich für Büchlein gesucht wird, nur damit man das Einfachste, was eh schon besteht , ablehnen kann. Es gibt ja wissenschaftliche Untersuchungen, wo auf der Welt die Menschen glücklich sind und das ist immer da, wo sie eben nicht auf all das rhythmische, die Feste und Traditionen verzichten, sich ihnen entziehen, sondern dort, wo sie das alles bewußt leben, sich darauf freuen, vorbereiten innerlich und äußerlich und in ihrem sozialen Umfeld.

      Einen schönen Sonntag wünscht dir der Achim

      1. Nein, nein, Achim, da verstehen wir uns komplett falsch! Ich habe mit keiner Zeile geschrieben, dass ICH die „ganz normalen Alltagsmenschen“, wie Du es in Deinem Kommentar ausdrückst, meine.
        Ich bezog mich lediglich auf DEINE Zeilen, die da lauteten

        „Sechs Monate der Unzufriedenheit kämen nun auf mich zu. Monate, in denen ich nicht lebe, nicht bin, nicht wahrnehme, weil ich mit der üblichen „Augen-zu-und-durch-Taktik“ möglichst alles um mich herum ausgrenzen will…“

        Denn derartiges Verhalten ist eindeutig nicht normal, oder? Und hat auch nichts mit „normalen“ Menschen und ihren Empfindungen zu tun – ein Mensch der 6 Monate lang NICHTS wahrnimmt, NICHT lebt … so bitte ich meine Antwort darauf zu verstehen! Das liest sich ja wiebei einem Drogen-Junkie, der nicht mehr wahrnehmungsfähig ist und das 6 Monate lang. *lach*

        Und wie gesagt, dieses andere ist der übliche Smalltalk hierzulande, den sollte man geflissentlich mit einem netten Augenzwinkern überhören, wenn er einem nicht behagt. Der Mensch ist eindeutig für wärmere Gefilde gemacht, daher ist es so wie es ist. Ich habe Deinen Post mal kurz in meinem aktuellen aufgegriffen.

        Bei der Deko stimme ich Dir einerseits zu, andererseits verstehe ich aber auch, wenn es die Leute langweilt, das ewige Weihnachtszeugs selbst im Januar noch sehen zu müssen und heute hat man nun mal die Möglichkeit. Man könnte sich ja auch selbst Zwiebeln vorziehen, so ähnlich, wie Du es mit Deinem Schnittlauch machst und nichts anderes tun die Gärtnereien, die die Muscari zeitig verkaufen. Ich sehe nichts Schlimmes daran – solange es nicht mit viel Gift einher geht … im Gegenteil, die Blumenzwiebeln bereichern später den Garten oder die Natur bei uns, die ohnehin vielerorts schon sehr trist geworden ist.

        Ansonsten sind schreiben so oft Blogger, die damit Geld verdienen, dass sie früh neu dekorieren, ähnlich der Läden, die früh Lebkuchen verkaufen. Das gehört halt zum Geschäft. Wenn mich das stört, lese ich sowas gar nicht.

        Weißt Du, es gibt Menschen, die brauchen diese „Verlässlichkeit“, wie Du es im Zusammenhang mit Deko nennst, nicht. Sie beziehen diese aus anderen immateriellen Quellen. Ein buddistischer Mönch als Beispiel wird auch kaum jahreszeitlich dekorieren und darin seine Verlässichkeit finden oder der Dalai Lama 😉 Ohne, dass ich Anhänger dieser bin! Das Rhythmische kann auch anderweitig Ausdruck finden. im Kloster ist es z.B. das Gebet, wobei die Jahresfeste dort auch begangen werden, aber nicht im weltlichen Sinne. Da hat Weihnachten dann noch die Bedeutung, die es haben soll und nach der sich die meisten nach Deko und Geschenken abhetzenden Menschen heute so sehnen, dabei wäre es so einfach … Altes loslassen und sich auf das Spirituelle einlassen …

        Liebe Grüße und Dir auch einen schönen Sonntag
        Sara

    2. Hallo zusammen,

      lese leidenschaftlich gerne in Gartenblogs. Darum bin ich hier gelandet.

      Ich sehe das auch immer als großes Glück, im Einklang mit der Natur leben zu können und die einzelnen Phasen und Jahreszeiten als kleine Stationen zu sehen. Denn hektisch ist es leider sehr oft.
      Stationen, in denen man vielleicht sogar innehält und zur Ruhe kommt. Vielleicht durch das Basteln eines kleinen duftenden Gewürzkränzchens zum Abschluss von Oktober, vielleicht durch Gelees zubereiten mit Früchten aus dem Garten, Tinkturen für die Gesundeit, Rosenauszüge für die selbstgemachte Hautpflege… ich behaupte sogar, dass dann die Zeit ein bisschen langsamer läuft…
      Und wenn das dann noch in Worte gefasst wird für einen kleinen Blogbeitrag und entsprechend „abglichtet“, erfüllt das seinen Zweck und vor allem mich selbst. Ich persönlich möchte es nicht (mehr) missen. Aber jeder hat seine eigenen Prinzipien.

      Einen schönen Sonntag wünsche ich.
      Carin

      1. Liebe Carin,
        1000 Dank für deinen Kommentar. Du sprichst mir aus der Seele und fühlst es offensichtlich auch absolut entschleunigt und bewußt, was draußen in der Natur und mit uns im Kreislauf der Jahreszeiten passiert. Deine Prinzipien und die genannten Basteleien gefallen mir sehr. Und ja, jeder hat seine Prinzipien und wenn er damit glücklich ist (ohne das auf Kosten anderer zu sein, was leider auch manchmal der Fall sein kann) dann ist alles in Ordnung. Schade nur, dass viele Menschen ihr Glück nicht finden können. Garten ist eine Form des Glücks, wer dafür offen ist kann sich ja in den vielen Gartenblogs Anregung und Inspiration suchen. Und für das bewusstere Leben in dieser Form muß es nicht mal zwingend ein großer Garten sein. Man kann auch klein auf Balkon oder Fensterbrett anfangen. Hauptsache man fängt an.
        Ich wünsche dir eine wundervolle Herbst-Zeit und jetzt dann bald eine heimelig-gemütliche Adventszeit.
        Viele Grüße, der Achim

  5. Lieber Achim,
    Seitdem ich selbst einen Garten habe, stelle ich fest, dass ich die Jahreszeiten intensiver erlebe und ich finde das schön. Ich mag es gerade, dass es draussen- zumindest im Garten- ruhiger wird. Die Menschen sind von Jahr zu Jahr geschäftiger. Dem versuche ich, deutlich entgegen zu gehen, weil es mir damit besser geht. Die Regel mit dem Wetter zur Lichtmess kannte ich nicht. Naja, wir feiern sie auch nicht bei uns. Aber Du hast recht, das Wetter hüpft dieses Jahr gern von einem Extrem ins andere. Am Samstag hatten wir noch 20 Grad am Tag und heute bewundere ich den gefrosteten Garten. Ich hinke da immer ein wenig hinterher, denn ich brauche immer ein wenig, um mich an neue Temperaturen zu gewöhnen.
    Hab eine schöne restliche Woche!
    Herzliche Grüße
    Steffi

    1. Liebe Steffi, das merke ich auch immer mehr und mehr, wie man wieder besser zur Natur und den Rhythmen passt, das alles bewußt wahrnimmt. Und ich finde, es tut so gut, es ist für Körper und Seele gut und das sollten viel mehr Menschen erleben dürfen und spüren dürfen. viele die so schlimm gestresst und haltlos unentwegt getrieben durch die Welt sausen und keinen Halt finden und keinen Sinn, unzufrieden sind. Im besten Fall besuchen sie teure Selbstfindungsworkshops und leb-dein-leben-coachings von irgendwelchen Beratern. Im schlimmsten Fall lassen sie sich vom Alkohol und anderen Drogen „coachen“. Schade für die armen Seelen. Umso bewußter müssen wir unser Glück wahrnehmen und uns darüber freuen.
      Dir auch schöne restliche Woche, Feiertag? (bei uns Freitag) und viel Freude und Erholung am und im Garten, wünscht der Achim

  6. Ja, ja der Zünsler …
    Ich habe mir das Schicksal unserer Buchse schon lange nicht mehr angesehen. Im Juni hatten wir einen Zünsler im Haus, und bald darauf einen an der Fensterscheibe vom Treppenhaus. Die Fraßspuren am Buchs links neben dem Steg kann ich sogar ganz deutlich vom Haus aus sehen. Das sagt wohl alles …
    Einige Zeit nach meinen Posts zu dem Thema hatte ich noch Raupen gesammelt, aber irgendwann aufgegeben. Vom Garten wollte ich nix mehr wissen. Und die bestellten Fallen wurden nicht geliefert. Der Bote hatte keine Nachricht hinterlassen, dass wir die Sendung im Paketshop hätten abholen müssen, da ich das Klingeln bei der Anlieferung nicht gehört hatte. Das Paket wurde zurückgeschickt und dann wollte ich die Fallen nicht mehr. Schicksalsfügung? Denn wie ich von Karen erfuhr, gehen wohl nur die männlichen Zünsler in die Falle, die ihre Aufgabe schon erfüllt haben. Dann wäre die Falle ja wirklich unnütz. Ich hoffe auch auf die Vögel. Auch wenn unsere 3 Katzenmädchen ihnen in diesem Sommer das Leben echt schwer gemacht haben. Aber trotzdem ist unser Garten wohl noch – oder in dem verwilderten Zustand, besonders attraktiv.
    Der November wird zeigen was von den Buchsen noch übrig ist/bleibt. Roden werde ich sie auf jeden Fall nicht. Kahl sind sie gute Rankgerüste und das, was stört, schneide ich bodenbündig ab. Ich werde berichten.
    Jetzt wünsche ich Dir aber ersteinmal einen schönen Draußentag!
    Silke

    1. Hallo Silke,
      das stimmt die Fallen sind nur Geldmache, denn es sind Pheromonfallen, die nur dazu dienen, fest zu stellen, ob überhaupt Zünsler da sind. Wenn nicht, dann lockt man sie durch den Duftstoff aber auf jeden Fall an. Am Schaden reduziert man mit der Falle nichts.
      Und ja das kenne ich nur zu gut mit diesen unvorstellbar unzuverlässigen Paketdiensten. Geschäftlich und Privat haben wir da nur Ärger mit denen. Sie verstehen einen nicht, weigern sich etwas anzuhören, klingeln nicht, sagen einfach man war nicht da, selbst wenn das Geschäft von 7 bis 19 Uhr mit mehreren Personen besetzt ist gehen Pakete als unzustellbar zurück, weil wir nicht da waren….. Was wir da Ärger haben, auch Rechnungen bekommen für Sachen die nicht geliefert wurden, Steuerberaterunterlagen mehrfach hin und her gehen, weil angeblich nicht zustellbar, andere wichtige Produkte auch nicht ankommen, weil zurück gingen. Selbst mit Hinweisen und Anleitung wo und dass geklingelt werden soll kommt es nicht an, weil die einfach zu Faul sind, zu ignorant, zu unwillig oder einfach zu blöd, um was zu kapieren. Oder macht es wirklich weniger Arbeit das Paket zurück gehen zu lassen, als auszusteigen und an der Tür zu läuten und 20 Sekunden zu warten, bis derjenige an der Tür erscheint????? Zuverlässige Menschen wie wir werden das wohl nie nachvollziehen können. Ach ja falls irgendjemand das hier mit liest und Hater-Kommentare hinterlassen will, ich weiß sehr wohl, was es heißt Post zu zu stellen, habe ich doch ein Jahr lang als Postzusteller in Stadt und Land gejobbt. Und ich habe alles zugestellt!

      Heute ist Bürotag, hoffe, liebe Silke, du hast wenigstens einen schönen Draußen-Tag, ist ja super sonnig heute (bei uns). Liebe Grüße, der Achim

      1. Heute haben wir wirklich einen tollen Feiertag 🙂 Aber unser Garten liegt schon im Schatten, doch dafür ist jetzt das Fenster zum Hof weit geöffnet und die Sonne scheint rein. Herrlich diese leichte Kälte und dazu im Moment die Feiertagsruhe Ruhe. In ein paar Stunden tummeln sich sicherlich wieder kleine und größere verkleidete Beutegreifer auf der Straße. Aber unser Haus sieht ihnen sicherlich inzwischen zu verwildert und verfallen von der Straße aus 🙂

        Als ich Deine Meinung zu den Zustellern las, musste ich sogleich an die schlechten Arbeitsbedingungen der Lieferanten und Bringdienste denken. Die stehen doch gerade wegen des hohen Verkehrsaufkommens – zumindest in der Stadt – ständig unter schlechtbezahltem Dauerstress. Gerade gestern, als ich zufällig eine Werbeaktion im Briefkasten vorfand, habe ich mir 8 Mehrwegkisten Wasser ins Haus bestellt – die waren als Werbeaktion günstiger als im Supermarkt und in einen Smart passt nicht viel Einkauf hinein. Das war mit wehem Knie für mich super. Wenn ich aber überlege, dass die Zusteller mit Getränkekisten oder auch Katzenstreu teilweise ohne Aufzug bis in die 4. Etage müssen und keinen Parkplatz finden … Angeblich sollten meine Kisten sogar spätestens 2 Stunden nach Bestellbestätigung geliefert werden. Das hat natürlich im Feierabendverkehr nicht geklappt. Zumindest gab es aber eine Verzögerungsnachricht. Aber ich möchte nicht wissen wie lange das arme Mensch gestern arbeiten musste. Und wegen der Ladungssicherungsvorschrift hat er die Sackkarre auch lieber gut verstaut im Wagen gelassen und kam 4x mit je 2 Kisten zur Tür …
        Auch von anderen Zustellern kenne ich so manche Geschichte, gerade in der Weihnachtszeit. Und wenn sie dann noch auf gernervte Kunden treffen – mir tun die Leute echt leid. Und lange hält so einen Job wohl einer heutzutage aus.
        Im Fall der Zünslerfalle hatte ich nicht mitbekommen, dass der Zusteller nur noch Mailbenachrichtungen verschickte, die bei uns aber in einem selten beachteten Postfach ankam. Das war früher anders. Da trugen wir so gesehen eine Mitschuld.
        So, ich hoffe Dein Bürotag ist bald beendet und Du hast morgen einen schönen Feiertag!
        LG Silke

        1. ja sonnig war der Tag, aber eben bei uns leider kein Feiertag.
          Mit den Zustellern möchte ich selbst auch nicht mehr tauschen, der Job ist hart. Aber dennoch verstehe ich nicht, warum die Pakete lieber wieder mit heim genommen werden, verwaltet werden, zurück geschickt werden , vom Lieferanten wieder verschickt werden, dann müssen sie es wieder bearbeiten und transportieren und das alles nur, weil man sich weigert am Liefaranteneingang, mit Laderampe unverkennbar und beschildert und Benachrichtigung an der falschen Türe mit genauen Angaben, wo sie das Paket los werden und unserer presönlichen Erklärung, warum sie nicht bereit sind, einfach am richtigen Eingang zu läuten, sondern lieber xmal wieder kommen und sinnlos Pakete transportieren. Das hat in meinen Augen nichts mehr mit Arbeitsbelastung zu tun! Mitleid hin oder her.
          Nun gut, morgen haben auch die Feiertag hier in Bayern. Ich werde den freien Tag auch genießen.
          Liebe Grüße, der Achim

  7. Hallo Achim
    oh, wie schön, die vielen kleinen Teichmuscheln!
    Deine Kartoffelernte sieht natürlich um einiges beeindruckender aus als meine bescheidene.
    Ich wundere mich oft, mit was für unwichtigen Dingen die Leute den Tag verbringen und was ihnen wichtig ist. Also, die Kartoffeln oder die Muscheln würden mir mehr bedeuten als jedes „Gefällt mir“.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, die sind echt toll, was? Mich freut es auch, dass sie sich vermehren. Wir haben schon immer welche in den Teichen und setzen sie beim Fischen nach mühevollem Aufsammeln aus dem Schlick des Teichbodens (sie schwimmen ja nicht, wie die Karpfen ins tiefere Wasser zur Auslass-Stelle)in den anderen Teich um. Die alten sind wirklich richtig richtig schwere Oschis, von denen echt in einer Hand nur eine teilweise Platz hat.
      Und die Kartoffeln, die normale Größe haben sind auch schön, enttäuschend ist nur die riesige Menge allerwinzigster und unbrauchbarer Knollen. Das kenne ich so nicht. Habe schon welche zum Essen eingekauft von einer Bekannten,die auch selbst anbaut. Von unseren werden wir nicht mal bis Weihnachten satt…..
      Über deinen Gefallen an meinem Herbstbericht („liken“) freue ich mich aber dennoch sehr und wünsche dir noch schöne Gartenzeit im Herbst, der Achim

      1. Hallo Achim,
        das ist nett, dass ihr kleinen Muscheln rettet. Nutrias habt ihr ja sicher keine an den Teichen, die scheinen die Muscheln auch schon mal zu fressen.
        Ich habe auch diesen Glücksklee, aber die Rüben noch nicht probiert. Das heiß, ich hoffe, dass ich ihn noch habe, denn er ist diese Nacht draußen geblieben, aber nah an der Hauswand… Du musst mir aber auch nichts für die Gemüsesamen schicken, das mach ich doch gern. Ich will ja auch, dass die Samen keimen, wenn ich sie nicht alle säen kann.
        VG
        Elke

        1. Hallo Elke, was sind jetzt wieder nutrias? Klar pflegen wir die Muscheln so wie unsere Karpfen auch. Die werden auch jedes Mal gezählt.
          Dein Glücksklee wird in der Erde nicht gleich erfroren sein denke ich waren nur ein grad oder zwei oder?
          Dann freu ich mich einfach wenn du paar Samen übrig hast.
          Liebe Grüße Achim

          1. Hallo Achim, Nutrias sind Biberratten. Dicke Nager aus Südamerika, die hier eingeschleppt sind. Mein Glücksklee hat noch intakte Blätter, aber sehr wenige. Er zieht jetzt wohl ein und kommt bald auf den Dachboden. Wir hatten 1 Grad Minus.
            VG
            Elke

          2. Hallo Elke,
            ach so was, sind das Bisamratten oder ist das wieder was anderes? Nutrias klingt ja irgenwdie nach einem Nahrungsergänzungsmittel ;-)))) Wir hatten mal nen Biber in den Weihern. Gottseidank hat er beim Überqueren der Straße nicht aufgepasst…. Seit er den Damm unterhölt hat, seinen Burg darin gebaut, ist der Weiher undicht, nicht mehr brauchbar und steht leer. Das Sanieren kostet viele Tausend Euro und die muß man erst mal haben. Ich bin jedenfalls froh, dass keiner mehr da ist. Wühlmäuse sind da, die richten auch großen Schaden an. Im Frühjahr berichtete ich über das Sanieren so eines Wühlmausloches. Das konnten wir mit Hilfe selbst stopfen.https://achimsgarten.de/wenn-alle-baechlein-fliessen/#more-8802
            Der Biber macht das schön andere Schäden.
            Wir hatten auch Frost 2-3 Grad werden es gewesen sein. Die Dahlien sind hinüber und jetzt ausgegraben bis zum nächsten Frühjahr. Die Wintervorbereitungen laufen auf Hochtouren. Staudenabschneiden und alles ordentlich kehren und rechen gehören, wie du in deinem Bericht ja auch diskutiert hast, bei uns nicht dazu. Ein wenig schon, dass es nicht ganz so scheußlich über Monate aussieht. Aber für die Insekten zum Überwintern steht noch genug. Viel Arbeit machen eben die riesigen Kübelpflanzen. Der Rest wird so nach und nach erledigt. Jetzt müssen wir erst ma noch aufräume von der Dachsanierung.

            Schöne Gartenzeit wünscht dir der Achim

          3. Hallo Achim,
            Nutrias sind eine eigene Art, viel größer als Bisamratten. Stimmt, das Wort klingt wie was zum Essen, so wie Cerealien, die Nutrias sicher auch gern knabbern, aber eben auch Muscheln. Habe das mal an der Ems beim Kanufahren gesehen, überall aufgeknabberte Schalen am Ufer – und eine Nutria hat mich zu Tode erschreckt, weil sie wie eine pelzige Wasserleiche an der Wasseroberfläche trieb und dann urplötzlich mit einem großen Platscher abtauchte. Für die Flussufer sind sie jedenfalls genauso schädlich wie die Bisams.
            VG
            Elke

          4. Au weia, na da wäre ich auch dem Herztod nahe gewesen, wenn so eine Wasserleiche plötzlich aktiv wird 😉 Ne, solche Muschelfänger haben wir gottseidank noch nicht. Hoffe, es bleibt so.
            Liebe Grüße, der Achim

  8. Oh schön, am Laptop mit einem neueren Browser sind es keine Briefmarkenbildchen 😉

    Was ich noch schreiben wollte: Kartoffeln essen wir mit Schale und bürsten sie im warmen Wasser nur gut ab. Da sind auch solche ‚Kirsch‘-Kartoffeln noch zu gebrauchen …
    LG Silke

    1. Meine Fotos sind alles so eingestellt, dass sie durch anklicken sich vergrößern. Wenn du also eines genauer ansehen willst, einfach drauf klicken 😉

      Das mit der Schale bei Kartoffeln kenne ich von den zarten Frühkartoffeln, meinst du die Lagerkartoffeln könnte man auch mit Schale verzehren? Naja ist jetzt aber eh zu spät. Habe sie entsorgt, will gar nichts mehr wissen davon in diesem Jahr….

      Liebe Grüße, Achim

      1. Guten Morgen Achim,
        ja, durch anklicken kann man die Bilder vergrößern – weiß ich, aber ich bin so blöd, dass ich nach jedem großen Bild falsch klicke und sich Dein Blog dann schließt. Das ist dann wirklich mühsam 😉 Ich werde Dich jetzt also lieber mit dem anderen Laptop/Browser besuchen …
        Wir essen alle Kartoffeln mit Schale. Und vorhin habe ich gerade gedacht, wie toll solche kleinen warmen Kartoffeln im Salat wären. Daher werde ich den Kartoffel-‚Anbau‘ einfach mal auf dem Rosen-Hochbeet versuchen. Da buddele ich nämlich normalerweise den Biomüll aus der Küche ein. Und so manche gekaufte, aber viel zu lange gelagerte verschrumpelte Kartoffel wandert da auch mit hin. Ich hatte in diesem Jahr nicht so genau darauf geachtet, aber wahrscheinlich wuchsen dort sogar schon welche …
        LG Silke

        1. Na dann schau mal nach im Rosenbeet, wenn welche dort wuchsen, dann sind ganz sicher unten auch welche dran, sicher jedenfalls so kleine, die kannst du dann probieren. Also ehrlich meine Lagerkartoffeln haben so eine feste Schale, die möchte ich wirklich nicht mitessen, das muß ich zugeben, die werden immer geschält verzehrt.
          Viel Glück dann bei deiner Rosen-Kartoffelsuche, wünscht der Achim

  9. Guten Morgen lieber Achim,
    mit Blick auf unseren sonnendurchfluteten, herbstlichen, noch unaufgeräumten und ziemlich verwilderten Garten, habe ich Deine Zeilen zum Herbst eben richtig genossen 🙂 Bei uns gab es auch heute nur ganz leichten Frost. Nebel hatten wir auch schon einmal und so langsam krabbele ich wieder aus meinem Sommerloch hervor. Denn ich gehöre zu denen, die im Sommer bei zu viel Hitze und Trockenheit jammern. Die Gartenarbeit findet bei mir überwiegend vom Herbst bis zum nicht zu heißen Frühjahr statt. Daher ist es gut, dass wir damals den ehemaligen Nutzgarten in einen Wohngarten verwandelt haben. Denn leider sind uns Standortbedingt auch die Naschsträucher im Laufe der Jahre eingegangen. Und die herrlichen alten Obstbäume haben die Stürme, die immer heftigere Trockenheit der letzten 10 Jahre und Schädlinge bzw. Pilze gefällt. Aber vielleicht sind sie nun einfach auch zu alt, denn die meisten wurden in den 30ern gepflanzt. Tja, und wegen der Schnecken, die trotz der Hitze an feuchten Tagen oder in den Nächten immer noch so einiges vertilgen, hatten wir schon früh die Lust an dem Beet unserer ‚vergessenen Gemüse‘ verloren.
    Und nun schlug bei uns in diesem Sommer der Buchsbaumzünsler so sehr zu, dass nun eh“ so einiges schon wieder ganz anders als geplant überarbeiten werden muss. Denn den Gestaltungsplan, die wir nach Friederikes Besuch erdacht hatten, ist in der aktuellen Situation nicht mehr realisierbar. Der körperliche und materielle Aufwand ist einfach zu groß. Da ist die Zeit zum Abwarten und Teetrinken jetzt wirklich ideal und zum Garten aufräumen sowie einer erneuten Bestandsaufnahme geradezu perfekt. Denn viele Pläne des Frühjahrs hätten sich in diesem Sommer unter dem sich wirklich verändernden Klima als ungünstig erwiesen. Auch umdenken braucht eben seine Zeit …
    Sonnige Herbstgrüße schickt Silke

    1. Hallo Silke, na da sind wir dann ja schon zwei, die bei sommerlicher Hitze und Trockenheit jammern…. ich finde den Sommer auch schön, die letzten hatten aber eindeutig zu viel Sonne und gigantisch zu wenig Wasser, was dann das Gemüse-Gärtnern echt anstrengend und enttäuschend macht. Da kann man nicht mehr von Spass am Gärtnern reden. Zumindest nicht in den heißen Monaten.

      Ach ja und dein Buchs. Konntest du dem Zünsler Einahlt gebieten und Buchse retten? Ich stellte heuer auch Fraßspuren davon am kleinen Buchsrondel um den Hausbaum fest. Bis ich es merkte waren aber schon keine Raupen mehr vorhanden. Die haben wohl die Vögel geholt. Hoffe es zumindest, weiter entstand kein Schaden. Puhhhhh.

      Wenn deinen Obstbäume schon so alt waren und dazu bestimmt nicht unbedingt Hochstämme entsprechender langlebiger und starkwüchsiger Sorten, dann glaube ich dir gleich, dass die irgendwann einfach zu alt waren und nichts mehr brachten und den Krankheiten nichts entgegen setzen konnten.
      Ich habe gestern einen Säulenapfel gepflanzt, da der andere, noch aus meiner Anfangszeit, in der ich sowas auch mal im Baumarkt erstand, noch nie geblüht oder getragen hat. Wenn der neue Baum einer guten Sorten Genover Pompink aus Bioanbau eher und überhaupt trägt, kommt der andere raus und schafft Platz für hochwertigeres Obst.
      Ich wünsche dir noch schöne Herbsttage und viel Freude am Garten, der Achim

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