Landgarten im August – und was es Schönes zu sehen gibt.

Ein komisches Jahr. Viel lief verkehrt und schlecht. Aber es gibt auch Erfolge und Schönheiten zu bewundern. Diesen beiden widme ich heute meinen Beitrag.

Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Viel Gutes gibt es dennoch zu berichten.

Viel habe ich dieses Jahr noch nicht berichtet, das gebe ich zu. So wird es langsam Zeit, sich wieder zu melden. Den aktuellen Stand zu zeigen und (so mein Vorhaben) im Winter, wenn Ruhe im Garten einkehrt, das Eine oder Andere an Berichterstattung nach zu holen.

Wie verdreht und komisch dieses Jahr ist, brauch ich nicht weiter zu erklären. Dass es auch im Garten oft alles andere als rund läuft, habe ich schon mehrfach bestätigt bekommen. Bin ich froh, dass das nicht nur in meinem Garten so ist und ich etwa was falsch gemacht haben könnte.

Viel musste ich jammern und mich sorgen. Viel misslang und ging kaputt oder ist stark erkrankt im Garten. Heute aber soll es einfach um den aktuellen Stand der Dinge Anfang September gehen. Und ich werde bewusst ausschließlich Dinge zeigen, die schön sind oder gut werden. Ich muss mir das selbst auch immer wieder bewusst machen, damit ich es auch wahr nehme. Nicht nur das, was nichts wurde oder wird.

Der Gemüsegarten Anfang September – jetzt wird wieder richtig gewachsen.

Der Gemüsegarten ist mein Schwerpunkt im ganzen Garten. Als Selbstversorger, so gut es geht, ist das wohl verständlich. Lange lief hier gar nichts. Dann kam extreme Hitze und Dürre, wie halt jedes Jahr. Schließlich aber kühlte es tags ab und auch nachts. Jetzt hatten wir sogar nur noch 6 oder 7 Grad in der Nacht. Ein ganz klein wenig Nieselregen war auch da und der Boden ist oberflächlich feucht. Mit meiner Bewässerung täglich, ist er auch tiefer feucht und das Gemüse fängt an zu wachsen.

Butterkohl oder Sommerwirsing, die seit April in den Beeten stehen erholen sich von Dürre und Erdfloh und wachsen.

Der Rosenkohl hat den Erdflohangriff auch hinter sich und kann weiter wachsen.

Kürbisse standen monatelang ohne Wachstum im Beet und mit einem Mal fingen sie an zu treiben. Aber wie sie das treiben!

Salat habe ich meist nur im Winter oder zeitigen Frühjahr. Im Sommer ist nichts zu machen. Nach der Abkühlung aber fing auch der Bataviasalat an , zu wachsen.

Herbst- und Wintersalate wie Radiccio oder Zuckerhut und Endivien wachsen vorbildlich.

im rechten Bild ist der Palmkohl Nero di Toscana zu sehen. Ja, es sind noch kleine Pflänzchen, was aber so sein soll. Ich sähe den erst im Sommer und pflanze etwa Ende Juli. Dann wächst er bis zum November zu großen, erntereifen Pflanzen heran. Jetzt im Sommer mag eh keiner den Grünkohlersatz und daher baue ich lieber für den Winter an.

Winterkopfsalat ist gerade gekeimt. Der kommt nach den Tomaten ins Gewächshaus.

Sehr spät gelang mir auch die Anzucht von Winterlauch. Die Pflanzen waren dann so winzig und ich hatte ein Stückchen Beet frei. Eigentlich wollte ich sie schon entnervt entsorgen. Aber dann habe ich sie doch eingepflanzt. Möhren zum Schutz gegen die Lauchfliege kamen dazwischen. Nun wächst das und der Lauch könnte noch erntbare Stangen bis zum November oder Dezember bekommen.

Ebenfalls gekeimt sind ein paar Zwiebeln. Im Beet laufen sie nicht auf, weil sie lange gleichmäßig feucht brauchen. Das ist bei mir schwierig. Hier in den Dachrinnen ist es kein Problem. Ein Rinne ist mit Frühlingszwiebeln und eine mit normalen Gemüseszwiebeln gefüllt. Die Frühlingszwiebeln kommen ins Gewächshaus, dort wachsen sie langsam, legen im Frühjahr los und man hat sehr zeitig frische Frühlingszwiebeln. Die anderen sind ein Versuch. Ich las, dass man im Herbst Zwiebeln sähen kann, die dann überwintern und im Frühjahr wachsen.

Für die richtige Zwiebelernte habe ich wieder Wintersteckzwiebeln bestellt. Die kommen Ende September ins Beet und im Juni ernten man. Bei mir immer riesige , tolle Zwiebeln. Während die im Frühjahr gesäten oder gesteckten wegen der Trockenheit in keinem Jahr etwas werden.

Tomaten sind dieses Jahr eine Katastrophe, wenn ich das mit den vergangene Jahren vergleiche. Der Vorrat an eingemachter Tomatensauce wird nicht über den Winter reichen. Das hatte ich noch nie.

Bohnen waren und sind gut. Die Blauhilde ist wieder auf 4m gerankt und hängt nun von dort wieder nach unten. So etwas wüchsiges wie die ist selten.

Die Paprika standen auch ewig ohne Zuwachs im Gewächshaus. Sind jetzt große Pflanzen mit vielen Früchten aber halt zu spät.

Zucchini habe ich heuer auch nur 2 Stück geerntet, das war es. Aber dafür ausreichend und noch weiter von meinen geliebten Ufokürbissen. Die Patissons sind fester und weniger feucht als Zucchini. In der Küche von Vorteil.

Die Möhren wachsen auch jetzt erst.

Ein paar Birnen hängen am Säulenbaum. Alles andere Obst, auch die sehr spät blühenden Quitten ist in der Blüte erfroren. Es gibt und gab nichts zu ernten.

Ewig ohne großes Wachstum war auch mein Dauergemüse, der Grünspargel. Einen Teil habe ich im März gepflanzt und ein paar Pflanzen standen vergangenes Jahr schon dort. Auch er fing dann plötzlich an zu wachsen und schiebt auch jetzt noch immer weiter prächtig oder beim Neuen eher dünnere, neue Triebe nach oben.

Am Spalier haben ein paar einzelne Äpfel den Frost überstanden.

Und am Wein, der auch komplett zurück fror, hängen an zwei Pflanzen ein paar Trauben. Hoffentlich werden die noch reif zum Naschen.

Schön aufgelaufen sind die Herbstrüben (die ersten hat der Erdfloh jedes Mal wieder abgefressen) und der braune Rettich.

Der Winterbrokkoli ist noch klein, soll aber bis Winter einiges größer werden. Im Frühjahr fängt er bald an zu blühen an vielen Seitentrieben. Diese Blütenknospen ernten man dann, samt der zarten Stiele. Ich bin mal gespannt. Ist mein erster Versuch.

Die Brombeeren sind wie immer gigantisch groß und eigentlich recht Sauer. Aber für Saft und tiefgekühlt für Kuchen sind sie gut.

Und schließlich noch ein Projekt, das ich am Mittwoch gestartet habe. Die restlichen Beete im Gemüsegarten werden mit den Betonrabatten eingerahmt. Ohne die fällt ständig Erde auf die Wegplatten. Der Weg wird immer schmäler, weil sich gleich Wurzeln und Wildkraut dort breit machen und alles fest durchwurzeln. Seit etlichen Jahren bereits liegen die Rabattensteine im Garten, hindern mich an der Beetbearbeitung und ärgern mich, weil ich sie noch nicht verlegt habe. Jetzt ist damit Schluß. Was freue ich mich, auf das Ergebnis nach Jahren des Wartens.

Ach und da steht ja noch was im Gemüsegarten. Das Pflänzchen wird dort aber nicht bleiben. Das kommt, wenn der Boden einmal wieder feucht ist, raus zu den Karpfenweihern und darf dort nach Herzenslust wachsen. Hoffentlich kräftig und schnell. Es ist eine kleine Winterlinde, die sicher einmal ein stattlicher Baum wird.

Der Ziergarten Anfang September. Der Herbst ist da.

Der Ziergarten ist schon recht herbstlich.

Hier muss ich zu den Bildern wohl nicht viel erklären.

Im Kübelpflanzen-Garten am Mediterranen Platz.

In den Staudenbeeten.

Lediglich erwähnenswert ist der Vorgarten. Endlich bin ich up-to-date, gehöre dazu und bin nicht mehr länger nur so ein Landei. Ich habe jetzt auch Schotter im Vorgarten. So wie die wohlhabenden Häuslebesitzer in den Vororten größerer oder jedenfalls finanzstarker Ort und Städte. Und ich lasse mir den auch nicht von irgendeinem Politiker verbieten. Noch nie war der Vorgarten so schön in den letzten 9 Jahren, wie jetzt….

Diesem Umstand werde ich noch einen eigenen Beitrag mit Fotos vom Bau und der Entwicklung- und da tat sich wirklich erstaunlich viel – widmen.

So das war es für heute. Ein Bericht nach langer Zeit der Abstinenz. Verabschieden tue ich mich heute einmal mit einem Grasfrosch. Die vielen Laubfrösche habe ich ja bereits mehrfach abgebildet.

2 Antworten auf „Landgarten im August – und was es Schönes zu sehen gibt.“

  1. Hallo Achim,
    für meine bescheidenen Verhältnisse sehen deine Pflanzen sehr ertragreich aus, aber wenn man den Vergleich mit den anderen Jahren hat, kann ich verstehen, wenn man enttäuscht ist. Aber super, wie die Pflanzen doch noch in die Gänge gekommen sind. Die Samen aus dem Kalender hast du bestimmt auch gefunden.
    Viele Grüße
    Elke

    1. Hallo Elke, ja , der Vergleich ist es. Nur ich sehe, wie grauslig gering der Ertrag heuer ist. Und zum Beispiel habe ich 2 Gefrierschränke und einen fast 2m hohen Gefrierschrank. Die waren immer voll und ich brauchte noch Platz in der Gefriertruhe. Dieses Jahr ist der 2m Schrank noch nicht einmal gefüllt. Die anderen beiden Schränke werden wohl auf Energiesparmodus „AUS“ bleiben. …..Es ist also nicht nur Einbildung, dass heuer ganz schlecht im Garten ist.
      Ach ja und die Samen habe ich gefunden, Radiccio habe ich heuer allerdings schon gesät udn ausgepflanzt. Vielleicht keimen sie nächstes Jahr auch noch. Der Salat vom Frühjahr aus dem Kalender ist ja leider überhaupt nicht gekeimt. Nicht ein einziges Pflänzchen…

      Liebe Grüße, der Achim

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