Mein täglich Brot back ich heute.

Bauchkrämpfe durch Billigbackwaren und eine kostbare Zutat im eigenen Brot, mit der sich alles zum Guten wendet.

Kuchen und Brot zu kaufen war keine gute Idee.

Lange hat der schwarze Lord hier nichts mehr von sich hören lassen, aber heute brennt es ihm unter den Nägeln. Er muss seine Erfahrung mit Brot und Fertig-Kuchen los werden. Und es wird deutlich, warum er gleich wieder ein Brot selbst gebacken hat.

Vor wenigen Tagen war der Lord fürs Geschäft einkaufen. Für Produktvorführungen werden Lebensmittel benötigt. Da nicht immer alles wirklich gegessen wird und es vor allem um die Produkte geht, kauft er also bei einem bekannten Billig-Discounter ein.

Dort kommt er am „Back-Shop“ vorbei. Wie es eben so ist, sollte man wirklich nicht hungrig zum Lebensmitteleinkauf gehen. Ein perfekt geformtes Kastenweißbrot lacht ihn an. Das könnte man als Vorrat einfrieren für zum Beispiel gefüllte Sandwiches. Frisch mit etwas Butter schmeckt es sicher auch gut.

Gleich daneben liegen abgepackte Fertigkuchen. So ein mit Quark gefüllter Zopf ist zwar kein Super-Food. Aber manchmal will man eben so etwas Süßes, Weiches und Saftiges zum Kaffee.

Nach seinem Einkauf gab es auch gleich den in der Phantasie schon längst gekosteten, duftenden Kaffee mit besagtem Kuchen. Ein Stück des frischen Weiß-Brotes mit Butter wurde ebenfalls verzehrt.

Der Kuchen war süß, weich und saftig. Damit hatte es sich schon. Das Kasten-Weißbrot war weich und… Ja was war es? Wie schmeckte es denn nun? Diese Frage bleibt wohl für immer unbeantwortet. Denn das, was nicht vorhanden ist, kann auch nicht in Worte gefasst werden. Das Brot zerfloss im Munde mit dem Kaffee zu einer dickflüssigen Glibbermasse ohne Konsistenz und Aroma. Das einzige, was zu schmecken war, war die Butter darauf!

Klar, das hätte der Lord eigentlich wissen müssen. Lohnt es daher, darüber gleich einen Bericht zu verfassen? Bis zu dieser Stelle eigentlich nicht. Aber dann kamen die folgenden Stunden und der Tag danach.

Schlechte Erfahrung mit Lebens(?)-mitteln

Im Bauch ging es um. Es gurgelte und spannte. Laute Geräusche hörten auch die ihn umgebenden Personen. Vielleicht war im Mittag zu viel Zwiebel?

Der Tag geht zu Ende, der nächste Morgen kommt. Zum Frühstück gibt es einen Kaffee und wieder von dem geschmacksneutralen Kuchen. Wegwerfen ist bei Lebensmitteln eben so gar nicht im Sinn des Lords.

Wieder ging es kurz darauf im Bauch rund. Geräusche, unangenehme Gefühle, Geglucker und, sagen wir es einmal so, gäbe es Biogasanlagen für den Hausgebrauch, hätte er spielend den Strom für die nächste Woche herstellen können. So aber verpuffte alles. Klamm heimlich.

Ihm kommt langsam der Grund für sein Unbehagen in den Sinn. Kuchen und Kasten-Weißbrot vom Billig-Einkauf. Nein, da kommt kein Stück mehr hinter seine Lippen. Lebensmittel hin oder her. Und im übrigen, soll man angesichts dieser Wirkung und der Art solcher Speisen wirklich von LEBENS-mitteln sprechen?

Unverdauliche Zucker lassen Gase entstehen.

Immer öfter kann man von Studien lesen, welche aufzeigen, warum so viele Menschen die Getreideprodukte nicht (mehr) vertragen. Oft wird das Gluten darin verurteilt. Es wird aber deutlich, dass das nur in einer sehr geringen Prozentzahl wirklich nicht vertragen wird. Vielmehr sind es die Zusatzstoffe und die Art der Teigführung. Industriebrot hat etwa nur wenige Minuten zum „gehen“. Im Getreide sind verschiedene Kohlehydrate (FODMAPs) enthalten. Sie sind nicht giftig oder gefährlich können aber fermentiert werden. Also von Mikrooganismen abgebaut werden. Der Mensch allerdings kann sie nicht abbauen. Im Bauch entstehen dann daraus Gase wie Kohlendioxid, Methan und Wasserstoff. Jede Biogasanlage würde sich in der Tat freuen.

Gerade industriell hergestellte Backwaren und Brote bis hin zum Teig dieser Pizzen enthalten derartige Zucker reichhaltig. So ein Industrie-Brot, wie es der Lord mit nach Hause brachte, hat nur wenige Minuten (bis zu 30) zum „gehen“. Zusatzstoffe für Konsistenz, immer gleiches Aussehen, Haltbarkeit, Geschmack, lockere Krume und vieles andere übernimmt die Arbeit der Mikroorganismen. Würde der Teig länger gehen, das haben auch wieder Studien gezeigt, reduzierte sich die Menge der unverdaulichen Zucker mit der Gehzeit. Das Brot wird wieder verträglicher.

Im übrigen zeigten empfindliche Personen bei glutenfreiem Brot kaum Besserung. Anders als beim lange gegangenen, slow-baking-Brot.

Und von „gehen“ kann man nur sprechen, wenn mit echten Mikrooganismen gearbeitet wird. Die Mikroorganismen sind nichts anderes als Hefen und Sauerteigbakterien (Milchsäurebakterien). Künstliche Backtriebmittel und Zusatzstoffe gehören da nicht dazu.

Eine so drastische Wirkung der Billigbackwaren, kannte der Lord noch nicht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er schon lange kein solches Industriebrot mehr verbraucht? Leider ist das meiste Brot beim Bäcker mittlerweile ja auch nur noch Industriebrot aus Fertigmischungen angerührt, mit Hilfsmitteln versetzt und dann rasch gebacken und ausgeliefert an die Filialen. So ein Brot hält sich auch nicht wirklich lange. Rasch wird es steinhart und trocken.

Handwerkliches Brot ist anders.

Der Lord hat Gottseidank die Gelegenheit, handwerklich hergestelltes Brot, zubereitet mit Mehl, Wasser, Salz und Sauerteig, lange gegangen und dann gebacken, kaufen zu können. Wie sehr merkt man dann erst den Unterschied, wenn dieses Brot einmal ausgeht und rasch beim Bäcker ein Sauerteigbrot mit genommen wird. Auch das ist nach 2 Tagen trocken und hart, während das handwerkliche noch nach einer Woche deutlich weicher und saftiger ist.

Ein Wort noch zum Sauerteig. Oftmals wird da einfach Essig in den Teig gemischt, weil es schneller geht. Aber es ist nicht nur die Säure, die das Brot besser schmecken lässt, es ist die Art und Weise, wie die Säure im Brot entsteht. Durch die Milchsäurebakterien echten Sauerteiges. Sie verdauen es vor, vernichten die unverträglichen Zucker, schließen Nährstoffe auf, dass sie leichter verdaut werden können und reichern das Brot mit Eiweiß an. Von den unzähligen Geschmackstoffen, die dabei entstehen – und nur hierbei – ist da noch gar nicht geredet worden.

Jedenfalls verpuffte alles Bauchweh binnen weniger Stunden nach dem letzten Bissen dieser Backwaren. Und eines steht fest, es war nicht nur der letzte Bissen von diesem Kuchen oder dem am nächsten Tag schon trockenen und harten Brotes. Es wird auch das letzte Mal gewesen sein, dass der Lord so etwas mit nach Hause bringt. Jetzt wo er selbst erfahren hat, wie wenig das mit Leben(smittel) zu tun hat. Eigentlich eine Schande, was man damit in sich hinein stopft.

Selbst gebackenes Brot in Perfektion.

Wie hat der Lord doch das Backen seines hellen Mischbrotes die Tage danach genossen.

Roggen- und Weizenmehl, Salz, Wasser, Sauerteig und Hefe (eigene, selbst angesetzte Hefe, die immer vorrätig ist, keine Industriehefe).

Der Teig wird lange geknetet. Dann kann er für 24 Stunden ganz in ruhe GEHEN. Die Mikroorganismen oder Heinzelmännchen, wie der Lord sie immer bezeichnet, gehen an die Arbeit. Der Teig wird locker und sein Volumen vervielfacht sich. Die unverdaulichen Zucker verschwinden, werden von den Heinzelmännchen abgebaut. Aromen bilden sich.

Nach den 24 Stunden wird der Teig geformt und kommt in einen Schüssel mit Tuch. Hier darf er noch einmal etwas 2 Stunden ruhen und gehen.

Der Backofen mit dem schweren gusseisernen Topf wird auf 250 Grad geheizt. Einen Holzofen besitzt der Lord leider nicht.

Dann kommt das Brot in den Topf. Deckel drauf und bei 230 Grad 30 Minuten backen.

Deckel entfernen, den Duft genießen und weitere 20 Minuten backen.

Fertig ist das optisch und geschmacklich unschlagbare Brot. Locker, lange haltbar, saftig, knusprige Kruste und ein Geschmack…..

Somit ist es diese eine, höchst kostbare Zutat, die ein richtiges, gesundes Brot ohne Nebenwirkungen entstehen lässt. Eine Zutat, die den Menschen heute leider viel zu kostbar ist, um sie ins Brot zu stecken. Es ist einfach nur : die Zeit!

Wer die nicht ins Brot steckt oder den Preis für ein Brot bezahlt, in dem sie steckt, der muss sie zwangsläufig wo anders wieder ausgeben. Beim Arzt, beim Apotheker, im Krankenbett oder auf der Toilette. Gut, dass die allabendliche Werbung uns ja zeigt, was man gegen Bauchkrämpfe und Durchfall alles käuflich erwerben kann.

13 Antworten auf „Mein täglich Brot back ich heute.“

  1. Tja so ist das mit den Fertigprodukten. Ich esse z.B. kaum noch Brot. Selbst backen würde ich nur selten schaffen, aber ich kenne es und habe Brot schon selber gebacken, als meine Kinder noch Kinder waren.
    Weizen vertrage ich inzwischen gar nicht mehr. Es müßte schon ein Roggen- oder Dinkelbrot sein. Selbst unser Bio-Vollkornbäcker, der das Korn noch frisch vor dem Backen vermahlt, hat viel zu salziges Brot. So bleibt nur Knäckebrot. Ich bin aber auf Brot auch nicht so angewiesen und komme auch ganz gut nur mit Knäckebrot aus. Das käufliche Brot würde mich auch umbringen. 😉
    Und es gibt ja kaum noch „richtige“ Bäcker – nurmehr noch Ketten, deren Brot ist nicht besser als das vom Supermarkt! Erst vor kurzem schloss einer der letzten Bäcker seine Bäckerei, hinein kommt nun ein Ketten-Bäcker. ;-(

    Mich wundert es nicht, wenn so viele, selbst junge Leute, heute schon so krank sind! Die Nahrungsmittel, die es heute zu kaufen gibt, sind oftmals eine Katastrophe! Und wer nicht gleich die Folgen spürt, merkt es spätestens, wenn er schwerkrank wird.

    Aber wer hat heute oder will sich schon noch die Zeit zum Selberbacken nehmen? Der Umsatz der Verdauugspillen boomt – jede Drogerie ist voll davon!

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

    1. Hallo Sara,
      ich bedaure es schon längst, dass viele Bäcker nicht mehr sind. Ich backe mein Vollkornbrot (schrote ich selbst mit der elektrischen Mühle, die die Oma mal kaufte vor weit über 30 Jahren) mit eigenem Sauerteig und 24 Stunden Teigführung. Helles Brot backe ich auch vermehrt selbst. Wenn man erst einmal GEschmack und Konsistenz dieser Brote kennt, fällt die katastrophale Qualität der gekauften Sachen immer deutlicher auf. Oft widert es mich so an, dass ich es nicht mal essen kann. Ich werde immer mehr zu dem Lord, der in seinem Schloss am Land lebt und die Welt um ihn langsam immer weiter abdriftet und er keinen Bezug mehr dazu hat. Aber ich bin kein Aussteiger, der meint er käme ohne diese Welt auch klar. Weißt schon die vielen autark lebenwollenden, ohne Geld-Auskommer. Die sind glaube ich eher weltfremd als der Lord. Aber der Lord ist glücklich, weil er durch seine Beiträge, Anleitungen und Rezepte immer wieder Menschen erreicht, die erfolgreich und begeistert etwas Neues in einer besseren Richtung probieren. Perfekt werden wir alle nie sein, aber wenn dir Richtung stimmt, in die es geht ist viel mehr erreicht, als wenn nur gehadert wird, dass die Richtung eine falsche ist. Wie hat mein Professor immer gesagt, wenn man zweifelnde Fragen hatte: Redens net, machens. (Er hat fränkisch geredet 😉 ) Und wenn ich nur dieses in all den Jahren an der Hochschule gelernt habe, war es das Wert……

      Liebe Grüße, der Achim

      1. Ja, das ist schon traurig!
        Wir haben auch eine elektrische Mühle und können unser Mehl oder Schrot selbst mahlen. Sauerteig habe ich allerdings noch nie selber hergestellt. Ich weiß jetzt nicht mal auf Anhieb, wie das geht bzw. hätte immer Bedenken, dass der doch nicht so richtig gelingt. Das Raumklima hat ja vermutlich auch Auswirkungen und das ist bei uns ja nicht so ideal …

        Mein Schwiegervater war Bäcker und wir haben uns vor Jahren auch mal sehr mit dem Thema beschäftigt. Ein früherer sehr bekannter Zahnarzt und Buchautor, Dr. Schnitzer, schrieb über das „Backen mit Vollkorn für Hausfrauen und Hobby-Bäcker“ a uch ein Buch gleichen Titels. Er hatte sich das Handwerk angeeignet, weil er schon damals erkannte, von welch minderer Qualität oft das gekaufte Brot ist. Ím Buch ist die Rede von Anfrischsauer, Grundsauer, Anstellgut usw. … was Brot betrifft.

        Wenn man selber backt, muß man natürlich auch die Zeit haben, den tags zuvor angesetzten Teig am nächsten Tag verarbeiten zu können. Wenn man dann den ganzen Tag unterwegs ist und abends kaputt ist oder noch diverse andere Aufgaben auf einen warten, kann man schwerlich dann noch backen. So einfach es in der Theorie immer klingt, ist das eben für den Menschen von heute nicht, es sei denn, man wäre Aussteiger oder ist ein Arbeiter mit einem sehr regelmäßigen Tagesablauf.

        Dr. Schnitzer schrieb schon, und das nicht ohne Grund, dass Auszugsmehle gesundheitsschädlich sind, ein „Verdienst“ der industriellen Revolution, das uns freilich kränker statt gesünder machte. Daher käme für uns z.B. Weißbrot, auch Selbstgebackenes, niemals infrage!
        Aber er hatte auch noch nicht die Erkenntnisse, die man heute hat, dass eigentlich das Brot aus gekeimten Getreide gesünder ist …. was wohl auch dem Ur-Brot der Menschheit entspricht. Auch sowas wie Zucker ist absolut unverträglich und kann zu dem von Dir beschriebenen Verdauungseffekt führen. Hier kannst Du darüber lesen

        https://measvintage.blogspot.com/2015/08/basisches-brot-backen-leicht-gemacht.html

        Ich selbst esse so gut wie kein Brot mehr, nur noch Knäcke und ansonsten Brei aus Haferflocken oder Müsli aus selbstgeschrotetem Korn. Das reicht mir voll und ganz. Zu biblischen Zeiten kannte der Mensch das heutige Brot gar nicht und war gesünder als wir heute. Es gab Fladen, die dem, was ich oben schrieb, wohl entsprachen. Wichtiger sind die Gemüse.

        Wir sind auch keine Aussteiger, aber was das Essen angeht, das ist eine der allerwichtigsten Quellen für Gesundheit und darin sind wir gerne „Aussteiger“ – zumindest anders als die Masse! Der Erfolg gibt uns recht. Würden wir uns so ernähren, wie die Masse, wären wir entweder nicht mehr am Leben oder es ginge uns grundelend!

        Tja, diese weltfremden Leute hat es schon in den 70ern gegeben – letztendlich sind sie auf die Almosen Anderer angewiesen und irgendwann geht der Schuss nach hinten los. Ohne Geld – sowas wäre nichts für uns. 😉 Aber natürlich braucht der Mensch auch nicht übermäßig viel, wie es gerne propagiert wird, um alles mitmachen zu können. Das ist so eine moderne Sucht, z.B. überallhin reisen zu müssen, um erzählen zu können, da oder dort war man. Sowas müssen wir nicht haben! Das ist auch nicht nur toll, sondern die Schattenseiten von solchen Reisen werden oft unter den Tisch gekehrt. Und dass man dafür auch sehr viel arbeiten muß, was wiederum von der Lebensqualität abgeht! Genauso wie wir keine „tollen“ Häuser brauchen. Mir wäre ein altes Windschiefes mit einfach verglasten (Holz-!!!)-Fenstern am liebsten, darin ist das Klima noch angenehm. Nur sowas bekommt man heute kaum mehr … 😉 Zumindest nicht in unserer Gegend und nicht zuu abgelegen, dass man wieder verstärkt aufs Auto angewiesen ist. Und wenn du neu baust, gibt es heute zahlreiche Auflagen, da ist vieles gar nicht mehr möglich …

        Dein Professor hatte recht! *hihi* Heute wird viel zu viel gefaselt und zu wenig getan! Bravo! Und genau deshalb schaue ich auch kein TV, all das viele Gerede der Leute interessiert mich nicht, ich bin ein Macher-Typ und habe keine Lust auf sowas. Ich brauche auch nicht tausende von „Anregungen“, weil ich die Zeit für sowas gar nicht habe. Ich besinne mich lieber auf das, was für mich wichtig ist und das kommt aus mir heraus, nicht von anderen! Der Mensch läßt sich heute berieseln und seine Kreativität geht dadurch baden. Kreativ sein kommt nur aus der Stille heraus. Viele, die glauben oder propagieren, kreativ zu sein, haben lediglich abgekupfert. Guck Dir Blogs an – da sehe ich eigentlich nie etwas Neues, alles schon mal dagewesen. Die haben auch nur in Bücher und alte Zeitschriften geguckt oder im Ausland auf irgendwelchen Seiten gestöbert, wo sie Ähnliches gesehen haben. Und das langweilt mich zu Tode! Wirklich Neues sieht man kaum, es wird dennoch als neu und „eigene Idee“ dargestellt. Wirklich erstaunlich! Ich lebe ja nun schon ein paar Tage länger, um das beurteilen zu können und habe sehr sehr viel in Wohn- und Gartenzeitschriften, Büchern, auch über Basteln, Kunst und Handwerk etc. früher gelesen.

        In der Zeit, während andere sich von TV oder anderen Filmen berieseln lassen, tue ich lieber etwas Angenehmes oder ruhe mich aus. Achtsamkeit ist nicht nur ein Zauberwort … wofür ich meine Zeit aufwenden mag …

        Liebe Grüße
        Sara

        1. Hallo Sara,ja wir backen unser Brot seit Jahrzehnten selbst. Nicht alles und ausschließlich, aber das Vollkornbrot schon immer. Früher die Oma und dann die Mutter auch mit einem Backferment aus dem Reformhaus, mit dem sie heute noch backt. Mir ist das aber zu kompliziert. Ich habe meinen Sauerteig, selbst gemacht und backe. Seit ich das Buch von Lutz Geissler habe „Brotbacken in Perfektion mit Sauerteig“ ist es so einfach, wie Kuchenbacken oder Muffins backen. Also da braucht niemand eine Ausrede haben. Wer was für sich tun will, der hat die Zeit. Nach der angeblich langen anstrengenden Arbeitszeit, die du da angiebst, noch eine Stunde ins Fitnessstudio zu rennen ist ja auch drin! Sauerteig ansetzen ist so einfach Wasser und Roggenmehl ein paar Tage in Folge anmischen und ferig. Dann pflegen, aber das steht im Buch. 2x die Woche Mehl und Wasser in einem kleinen Glas mischen ist ja nicht zu viel Verlangt. Gebacken wird so . Man rührt alles zusammen inkl. 1/2 Teel. Sauerteig, lässt es 24 Stunden gehen formt einBrot das eine Stunde geht, während der Ofen auf heizt und backt. Oder mein Vollkornbrot geht 12 Stunden, dann in Kastenform für 12 Stunden und dann Backen. Also wie gesagt, das ist keine Arbeit. Wenn man wegen Darmproblemen ein Leben lang eingeschränkt ist, die ganze Sache sich chronisch einstellt und unheilbar wird, die Schmerzen, Arbeitsausfälle, Lebensqualitätseinbussen etc pp. Wer meint, dass das schöner und angenehmer ist, als mal selbst was zu tun, der darf das ja auch gern machen. Nur dann nicht jammern und andern die Ohren vor heulen, wie schlimm alles ist. Ich weiß, das klingt drastisch. ABer horch dich um bei Menschen mit diversen körperlichen Problemen (auch übergewicht) und schau zu, wie sie kochen, dann wird dir vieles Klar.
          Ach ja für ein herrlichs, sehr lange haltbares Knäckebrot aus Roggenmehl mit Hefe, hauchdünne, Fladen, schön Knusprig könnte ich dir auch ein Rezept geben. Die habe ich erst gestern wieder mit selbst gemachten Bressot gegessen. Ein Genuß. Diesen Genuß, diesen Luxus hat man nur, wenn man sich die Zeit nimmt, etwas selbst zu machen. Und das müssen die Menschen früher oder später wieder verstehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass so etwas mehr auch für die Psyche und die Balance gibt als wöchentliches Yoga und sonst exotischen Kram, coaches, die einem sagen,wie man lacht (Was ist Lachen ohne empfundene zufriedene Freude?).
          Aber was schreibe ich, wenn es keiner versteht. Ich schreibe es, dass ich später mal in 10 oder 20 Jahren sagen kann: schau damals Anfang des Jahrhunderts habe ich es ja gesagt. Aber niemand hat mir geglaubt 😉

          Ach so ja, dass Weißmehl gesundheitsschädlich ist, entspricht nicht mehr der aktuellen Kenntnislage. Es ist nicht förderlich, weil Ballaststoffe fehlen und Vitamine und Enzyme. Aber schaden fügt es nicht zu. Wer es nicht verträgt, würde Vollkornmehl auch nicht vertragen (Gluten, Fodmaps, andere Eiweißstoffe). Wenn man gesund und abwechslungsreich lebt, kann man natürlicha auch Weißmehl zu sich nehmen. Was wäre denn Pasta aus Vollkorn, ein Nogo in meiner Küche. Oder Hefenudeln und Pflaumenkuchen aus Hefeteig, Zitronenschnitten, Käsekuchen und und und. Ne, die gehen nicht mit Vollkorn, da kann ich ja ein Stück Lehm auch essen, so schwer wird das. Habe alles probiert, aber mit Genuß hat das nichts mehr zu tun.

          Also ich schaue schon gern TV, dass ich sehe, was inder Welt so los ist. Wie die Leute ticken, was gerade im Gespräch ist. Erst am WE kam eine super informative Sendung über Glutenunverträglichkeit, alte Getreidesorten, warum der Weizen heute vielleicht so schädlich ist. Hat mich sehr bestätätigt mit meiner Bäckerei, hat mich angeregt , mich umzusehen, wo ich solchen Weizen her bekomme, hat mich gefreut, dass ich nun weiß, dass man sich wohl Gedanken macht, dasss geforscht wird, dass es engagierte Menschen und Bauern gibt und Bäcker. Das alles bekäme man nicht mit,wenn man nichts neues mehr liest und ansieht.

          Ja das mit dem Neuen ist halt so ne Sache. Schon Schiller sagte in einem von mir sehr geliebten Gedicht: Neues hat die Sonne nie gesehen und weiter unten Alles wiederholt sich nur im Leben, Ewig jung ist nur die Phantasie, was sich nie und nirgends hat begeben, das allein veraltet nie.

          Aber trotzdem lese und schaue ich weiter, denn die Wissnenschaft und Forschung bringt schon auch neue Erkenntnisse, so ganz recht hatte er also nicht und doch auch wieder. Die Erkenntnisse sind wohl neu für unser Bewußtsein und unsere Entwicklung, die Zusammenhänge und Gründe sind aber schon immer dagewese.

          Und dann für mich persönlich ist eben noch so viel, so unendlich viel Neues zu entdecken. Ich lese seit so vielen Jahren und lerne auch heute noch in jeder Gartenzeitschrift neues. Habe mir gerade wieder ein Artikelchen über den Lauch rausgerissen, warum er manchmal blüht und dann für die Ernte nichts taugt und im selben Heft eine ganze Seite über die Verwendung von WEinblättern in dern Küche, wie man sie einkocht udn später für die typische Verwendung hernimmt. Es ist überall und immer was spannendes Neues zu entdecken. Nur in den Heften,die ausschließlich für die Bewerbung der genannte Artikel geschrieben werden lernt man nichts aber sonst immer! Und dann entdecke ich immer wieder Bücher über Anbauemethoden, ERfahrungen, Gedanken ich nehme da immer und immer was für meinen Garten mit. Ich hoffe, dass ich noch lange in meinem Leben lernen darf und Neues entdecken. Sollte ich einmal im Alter zu Passivität gezwungen sein, kann ich mich immer noch ausruhen und schauen. Jetzt wird gemacht und gelernt und entdeckt und ausprobiert.

          Versuche es doch auch mal wieder, man macht so viel freudige Erfahrungen (nebst den unweigerlichen Mißerfolgen…).

          Wünsche schöne Tage und neue Entdeckungen, liebe Grüße,der Achim

          1. Hallo Achim,
            ich habe in meinem Leben nur selten Brot gebacken. Ich finde das einfach anstrengend, den Teig lange zu kneten. (Wir haben keine Maschinen dafür und wollen auch keinen Maschinenpark!) Aber wir haben einen Vollkornbäcker, der macht diesen Job. Dennoch esse ich Brot kaum mehr, höchstens mal aus Dinkel oder Roggen. Der Vollkornbäcker salzt mir zu viel.

            Ich erinnere mich, ein oder zweimal Sauerteig angesetzt zu haben, der stank dann aber ganz fürchterlich, war also kein Sauerteig geworden. Mein Standpunkt ist, ich kann nicht in jedem Handwerk mein eigener Meister sein. Ich nähe z.B. auch meine Kleidung nicht selbst. Wenn ich das tun wollte, müßte der Tag mehr als 24 Stunden haben. Außerdem habe ich dafür keinerlei Geschick, das hat meine Schwester wiederum geerbt, die allerdings hauptsächlich handarbeitet, dafür aber nicht backt. So besitzt eben jeder spezielle Gaben, die ein anderer so nicht in die Wiege gelegt bekommen hat.

            Die Darmprobleme holen die Leute sich schon mit dem Fabrikzucker, denn der führt auch dazu, dass man Rohkost nicht gut verträgt – neben dem Auszugsmehl. Sicher gibt es immer Leute, die das widerlegen wollen, aus dem einfachen Grunde, weil sie selbst es gerne essen wollen. Ärzte und Wissenschaftler, die es besser wissen müßten, rauchen auch, trinken mehr Alkohol, als ihnen gut tut und einige nehmen sogar Drogen, selbst Chirurgen!

            Wenn Du einmal gefastet hast, schmeckt Dir das fade Auszugsmehl nicht mehr. Außerdem hält Vollkorn wesentlich länger satt. Ich esse nichts anderes mehr, nur zur allergrößten Not mal bei einer Einladungt und das äußerst ungern!
            Wenn Du das mit einem Stück Lehm vergleichst, hast Du nicht die richtigen Rezepte gehabt! Man kann auch ein lockeres Zitronen-Omelette mit sehr feinem Weizen-Vollkornmehl herstellen, das ist keineswegs schwer! Oder mit einer Mischung aus Buchweizenmehl … mit Preiselbeersahne, ich denke, das könnte sogar Dir schmecken!

            Knäcke kaufe ich eher, ich bin mehr ein Mensch, der nach dem Tauschprinzip lebt, nicht dem Selbstversorgertum. Das haben wir vor vielen Jahren einmal ausprobiert und gemerkt, das das nicht unser Ding ist. Es ist schön, wer das so leben kann, aber uns ist es nicht gegeben. Sicher ist es nicht verkehrt, solch ein Rezept zu kennen und „mal“ würde ich es auch ausprobieren,nur nicht ständig.

            Menschen haben ja seit eh und je getauscht, selbst ohne Geld. Ich denke, dass jeder sich nach seinen Gaben und Fähigkeiten eingesetzt hat. Keiner muß alles können und machen.
            Ansonsten sehe ich es wie Du, all dieses neumodische Zeug ist nicht das, was der Mensch braucht. Da wird von Kursen zu Kursen gehetzt, auf der Suche nach ….????? Dabei wäre es so einfach … sich zuhause ruhig hinzusetzen, die Augen zuzumachen und mal nichts zu tun, die Seele baumeln lassen, was viele gar nicht mehr können. Dafür werden teure Achtsamkeits-Kurse besucht. 😉

            Und Du hast mich da auch mißverstanden – es geht mir nicht darum, keinen Anteil an der heutigen Zeit zu nehmen, ganz im Gegenteil! Ich bekomme alles Notwendige selbstverständlich mit. Es reicht auch in komprimierter Form! Nur wird heute zu viel Überflüssiges geschrieben, geredet und so manches ist ein alter Hut im neuen Gewand und diese Dinge meine ich, die braucht kein Mensch!

            Und sicher weiß ich auch das mit dem Weizen, danach kann man auch googeln und genauso ist es, wie der Schiller gesagt hat.
            Die Wissenchaft, die Wissen schafft …und oftmals von Firmen gesponsert wird … Das Wesentliche ist wie es ist und wird immer so sein.

            Diese Gartenzeitschriften habe ich früher auch viel gelesen, ich sehe darin heute auch nichts Neueres als seinerzeit, nur im anderen Kleid, andere Sprache – heute muß alles launig geschrieben werden, sonst zieht es nicht. Gerade das nervt mich allerdings, da ich es lieber kurz und bündig mag, anders, als ich selbst schreibe. 😉 ;o) Diese langatmigen Artikel nehmen einem die Lust, da sich vieles wiederholt und die überflüssigen launigen Worte und Sätze nerven zudem, da es ja nicht um Witzblätter sonder um Sachliches geht.

            Genauso wie Du finde ich es wichtig, immer weiter zu lernen, aber Sinnvolles, Echtes, nichts „Dahergeholtes“, was die Leute oder Wissen-Schaftler sich aus den Fingern saugen, da mache ich doch einen feinen Unterschied!

            Und jetzt gehts erstmal in den Garten, da wartet noch eine Schubkarre Häckselgut auf mich. Wie machst Du das, wenn Du überwiegend Holzhäcksel hast? Jetzt noch zusätzlich düngen?? Wie gesagt, wir erzeugen keine Jauchen! Und müßten dann Guano oder sowas kaufen. Blutmehl allerdings nicht! Ich finde August aber etwas spät, oder? Geschnitzelte Blätter sind aber meist bei den Häckseln dabei.

            Liebe Grüße und auch Dir schöne Gartentage
            Sara

          2. Hallo Sara, warum backst du dann kein sogenanntes no-knead-bread. Ohne Kneten und ohne Knetmaschine, wenn du keinen Küchengeräte dir anschaffen kannst. Möglich ist alles, man muß da auf nichts selbst Gemachtes verzichten. Aber langsam bin ich echt verwundert, wie du überhaupt überleben kannst. Bisher hatte ich noch nichts beschrieben, das du auch isst. Von was lebst du? Genießt du auch mal irgend etwas? Scheint mir recht freudlos dein Leben. Bist du so krank, dass du nichts essen und vertagen kannst? Da möchte ich mit dir ja nicht tauschen. Du meine Güte, was mir da alles im Leben fehlen würde.
            Du sprichst von fadem Auszugsmehl. Das liegt mal wieder an der Zubereitung. Weißt du welche herrlichen Aromen in meinem Brot aus Auszugsmehl sind? Wie unvergleichlich lecker Rohrnudeln schmecken, die 24 Stunden gegangen sind? Was sich da an Geschmack im Teig entwickelt das ist traumhaft. Also von geschmacksneutral ist da wirklich nicht die Rede. Wichtig ist mir allerdings auch immer die Konsistenz, und die mag ich vom Vollkorn ausschließlich in Vollkornbrot mit Sauerteig. Gebäck oder Pasta hat für mich einfach nur die Konsistenz von Lehm, liegt im Mund wie Lehm und sieht aus wie Lehm. Und die (zu) vielen Ballaststoffe lägen mir auch im Bauch wie Lehm.

            Ich will ja mit meinem Selbstversorgerblog auch niemanden dazu bringen, alles, selbst zu machen. Ich will nur die unzähligen Möglichkeiten aufzeigen etwas selbst zu machen. Immer in der Hoffnung, dass der eine oder andere Lust bekommt etwas davon nach zu machen. Und wenn man es erst einmal „derschmeckt“ hat, wie man in Bayern sagt, fällt einem auf, wie anders und von minderer Qualität Anderes, Gekauftes ist. Man muß einen Unterschied erleben, dass man ihn wahr nimmt. Das gelingt einfach am Besten, wenn jemand mal selbst eine Pizza macht, ein Brot oder einen Kuchen backt. Dann fällt auf was alles drin ist und wie anders der eigene schmeckt und sich anfühlt, als das Gekaufte. In meinen Kursen habe ich oft zur Überraschung der Leute schnelle einen Kuchen in der Mikrowelle gebacken. Sie waren entsetzt, wie viel Fett und Zucker da drin ist und Eier. Da konnte ich dann immer ansetzen und zeigen, was im gekauften Kuchen auch drin ist, wie viel Kalorien er hat und was dort aber noch an Zusatz drin ist, was im selbst gemachten Kuchen nicht drin ist. Und Kuchen ist nicht Brot. Kuchen esse ich in kleinen Mengen zum Genuß egal wie viel Kalorien. Brot esse ich zum Leben und wenn möglich zum Genuß. Ernährung steht aus Vielfalt und nicht aus Einschränkung. Dann ist sie auch gesund und macht glücklich. Du kennst ja die Unterschiede, du mußt ja nichts mehr probieren. Aber ich hoffe immer wieder, dass LeserInnen von mir doch das eine oder anderer probieren. Und den Rückmeldungen auch in privaten Mails nach, tun sie das. Mehr will ich gar nicht erreichen.

            Wenn grüne Blätter dabei sind, hast du wahrscheinlich kein Problem mit dem holzigen Häcksel. Das ist bei mir immer rasch verrottet ohne die Pflanzen zu schädigen. Du kannst natürlich noch etwas Guano drüber geben. Oder vom Rasenschnitt etwas. Das dürfte langen. Spätestens, wenn du merkst ,dass die Pflanzen kümmern, kränklich werden solltest du STickstoff düngen. Aber in deinem Fall glaube ich nicht, dass es notwendig ist, weil du sicher nicht so dick mulchen wirst. Ich glaube die neuen Schafwolle-Dünger sind auch Stickstoffdünger. Am allereinfachsten und vollkommen kostenfrei ist natürlich Brennesseljauche. Aber jetzt ist es schon ein wenig spät für diese. Warum magst du die nicht? Ach so ja, die Nachbarn… Also ehrlich in deinem Haus würde ich keine Woche leben können. Übrigens ist Guano auch nicht gut für die Umwelt. Ich weiß nicht mehr genau warum, es ist weniger der Dünger glaube ich als der Abbau oder die Umstände des Abbaus. Irgendwas habe ich gelesen, dass er schlecht ist. Brennesseljauche ist harmlos. Und wenn du dein Leben unbedingt nach den Nachbarn richten möchtest, kannst du Brennesseln auch als Mulch auflegen, das ist auch Stickstoffdünger, kostet nichts ,ist regional, erzeugt kein CO2 beim Transport, ist nicht in Plastiktüten verpackt und ist nachwachsend.

            Ich war heute übrigens nicht im Garten, weil es kalt war und genieselt hat. Hatte in der Küche auch genug zu tun.
            Liebe Grüße, der Achim

          3. Hallo Achim,

            keine Intention zum groß selber backen. Ich habe nicht sooo das Hausfrauen-Gen. 😉 Auch wenn ich es toll finde, wenn manche den halben Tag in der Küche stehen und das Meiste selber fabrizieren. Es gibt gutes Knäcke zu kaufen, das reicht mir. Ich möchte nicht alles selber machen müssen. Gerade schrieb ich darüber in meinem Blog, denn diese Strömung gab es in den 70ern schon einmal, die halte ich sogar für sehr gefährlich, dass einige glauben, jeder könne alles und alles gleichzeitig! Wir haben alle unsere Begabungen und sollten uns gegenseitig ergänzen. Es ist also nicht so, dass ich mir keine Maschinen kaufen kann, wir wollen keinen Maschinenpark!

            Jetzt muß ich echt schmunzeln. Selbstverständlich esse ich. Aber Essen ist – entgegen dem gesellschaftlichen Trend – nicht mein Lebensinhalt! Essen ist eine Notwendigkeit und ich esse das, was mir gut tut und schmeckt. So einfach, so gut. Wozu soll ich mir Dinge reinziehen, die mir nicht gut tun??? Mir fehlt absolut nichts, was Essen betrifft! Im Gegenteil!

            Und wie gesagt, wenn Du einmal gefastet hättest, würdest Du merken, wovon ich spreche, z.B. bei Auszugsmehl! Es sättigt auch nicht wirklich, das tut nur das vollwertige Mehl. Und das ist erst seit der Industriellen Revolution möglich, ebenso der heutige Industrie-Zucker, ein Chemie-Produkt, das uns schadet! Man sollte es tunlichst meiden. Wer einmal krank war, wird es am eigenen Leibe verspüren, dass ihm der Zucker nicht gut tut.

            Ich kann Dir immer wieder nur Méas Blog empfehlen. Sicher interessiert Dich die spezielle Deko/Kunst weniger, aber das was sie in Sachen Ernährung weiß und umsetzt, ist in etwa das, was ich auch praktiziere. Gelegentliche, eher seltene Ausnahmen gibt es durchaus, aber ich kann nicht behaupten, dass diese Ausnahmen besser schmecken! Das ist dann nur, weil es dort nichts anderes gibt!

            https://measvintage.blogspot.com/2014/06/erdbeerpouff.html

            Nebenbei bemerkt finde ich es natürlich schön, wenn Du Leute, die diese Intention haben, zum Selbermachen verführen kannst! Aber nicht jeder hat diese Gabe und Intention. Mir geht sie eher ab. Wie gesagt, hätte ich, wenn ich ihn mir leisten könnte, einen Koch, der für mich das Essen nach meinen Vorstellungen zubereitet.

            Was das Mulchen betrifft, dann denke ich, reicht mein Mulch mit dem Grünzeug zwischendrin völlig aus. Denn ich hatte nie den Eindruck, dass er den Pflanzen schadet. Mit Dünger habe ich es eh nicht so, würde ihn nur zur Not benutzen.

            Und genau – Brennesseljauche mag ich bzw. wir und unsere Nasen schon nicht und die Nasen der Nachbarn auch nicht, damit sind wir schon mehrere. Man muß nicht alles tun, nur weil es Bio ist. Für sowas habe ich auch keine Zeit.Außerdem wachsen in diesem Jahr kaum Brennesseln. Denn wenn, dann würde ich sie eher verzehren. Ich fand es sehr traurig, dass es so wenige sind. Sonst aßen wir immer ziemlich viel davon, ob in Backwerken oder Suppen oder auf Pizza, in Gemüsen …

            Guano haben wir früher mal benutzt, mehr für Topfpflanzen am Balkon. Im Garten habe ich noch nie gedüngt. Das habe ich hier erst angefangen mit den Hortensien und Rosen, aber nur Langzeitdünger-Kügelchen. Normalerweise dünge ich jedoch überhaupt nicht und habe es all die Jahre nicht. Was gedeiht, gedeiht auch so, was nicht, hat eben nicht den richtigen Platz.

            Bei mir war gestern Gardentime, heute sind Kurse und Vorträge angesagt, wie überhaupt in den nächsten Tagen. Immer nur Garten würde mich langweilen, während Du sicher froh wärst, Deine Tage ausschließlich im Garten verbringen zu können.

            Liebe Grüße
            Sara

  2. Lieber Achim,
    dein Brot sieht so, so lecker aus!
    Ja, das stimmt wirklich – diese ganzen Industriegebäcke sind
    für mich und auch für meinen ältesten Sohn schlecht verträglich.
    Wir holen gerne Sauerteigbrot beim Bäcker – das ist einfach super und keiner hat Probleme.
    Ganz viele Grüße von Urte

    1. Liebe Urte, danke für dein feddback und deine Erfahrungen. Es freut mich, wenn es noch andere Menschen auch merken, dass es wohl Unterschiede von guten zum billigen Brot (und Gebäck) gibt.
      Liebe Grüße, der Achim

  3. Lieber Achim,
    glücklicherweise bin ich diesbezüglich wenig empfindlich. Im Urlaub mussten wir notgedrungen zweimal auf Supermarktbrot ausweichen. Einmal hatte ich Glück beim Brotkauf. Am Wanderweg lag eine Holzofenbäckerei, die wirklich gute Brote herstellt und ich habe den Rest der Tageswanderung das ganze Brot im Rucksack geschleppt.
    Du hast so recht! Man sollte wirklich jedem raten, öfter mal selber sein Brot zu backen. Mir ist vor vielen Wochen mein Sauerteig verreckt, ich muss unbedingt welchen ansetzen, Das fehlt mir richtig und wenn Ich so Deine Fotos sehe, rieche ich den Duft Deines Brotes. Danke für die Inspiration, dieser Schubs fehlte mir gerade.
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Liebe Karen, ich kannte diese prompte Wirkung auch noch nicht. Aber da es vor und nach dem Brot/Kuchen nicht war und weiter alles in Ordnung ist, gehe ich sehr davon aus, dass es genau an diesem Gebäck lag. Sonst aß ich nichts, was ich sonst nicht auch esse. Vielleicht waren es auch Zusatzstoffe ich weiß es nicht. Es bleibt aber dabei, dass ich sehr selten gutes Brot bei einem Bäcker finde. Hier gibt es einen, der Holzofenbrot macht, das ist ok. Aber ein anderer lokaler Bäcker hat uns wieder gezeigt, wie es nicht geht. Das Brot war so… ich weiß nicht, und beim Schneiden ist das Brotmesser voller Teig verklebt, dass man es alle paar Scheiben abwaschen muß. Und auch noch nach ein paar Tagen Lagerung des Brotes. Weiß nicht, was der wieder gemacht hat. Ein anderer Bäcker nimmt viel Geld für sein Gebäck und Brot, aber die Brote sind, egal welche urigen Namen sie haben, alle super leicht und nach zwei oder drei Tagen, knochentrocken und hart, nicht mehr genießbar.

      Dann mach dir mal schnell neuen Sauerteig, denn ich weiß auch selbst wie schön es ist diesen immer parat zu haben. Und meine lievito madre, die immer besser wird, je mehr ich damit mache. Ich werde auch besser im Umgang mit ihr, denn man muß sich schon umstellen, im Gegensatz zur Reinzuchthefe vom Supermarkt. Hauptsächlich wieder die Zeit ist es, die man anders kalkulieren muß. Schnell geht eben weder bei Sauerteig noch bei der Mutterhefe.
      Viel Erfolg mit deinem dann neuen Sauerteig und viele Grüße, der Achim

  4. Lieber Achim,
    oje, gut dass es dir wieder besser geht und du sogleich gemerkt hast, an was es lag.
    Weisst du was, während ich deinen Post las, ging in der Küche mein Zopfteig auf (geht immer noch auf). Das braucht einfach Geduld, oder etwas Einteilung, dass er am Vortag geknetet wird.
    Dein Brot sieht so lecker aus, da würde ich gerne eine Tranche versuchen.
    Liebe Grüsse
    Eda

    1. Hallo Eda, und der richtig gegangene Zopf schmeckt sicher herrlich, anders als meine Back-Einkäufe. Leider aber backen immer weniger Menschen etwas selbst und wenn doch dann, man sieht es an den Rezepten auf Pinterest und Instagram, wieder nur schnell, super schnell etc. So beginnen viele Brot- und Brötchen-Rezepte. Also auch wieder nicht verträglich, weil eben ohne Zeit….

      Lass es dir gut schmecke und liebe Grüße, der Achim

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