Natur und Garten – Natur im Garten

Letzthin philosophierte ich über den gestalteten Garten ansich. Heute genieße ich (gestaltete) Natur draußen an den Weihern. Und lächle über die Natur drinnen im Garten.

Draußen bei den Karpfenweihern ist die Welt (fast) in Ordnung.

Kaum zu glauben. Vor einer Woche brüteten wir bei 35 Grad Celsius. Heute aber ist es so, wie ich eigentlich den Sommer kenne und wie ich ihn mag. 26°C mal Wolken, mal Sonne und gestern hatte es ein klein wenig geregnet.

Heute Morgen waren wir draußen vor dem Dorf bei unseren Karpfenweihern. Zweimal die Woche werden die Fische gefüttert mit trockenem Brot und Futterweizen.

Die Weiher in der fränkischen Landschaft geben einfach immer wieder so schöne Fotomotive ab. Schön für mich jedenfalls, der die Ruhe, die gemäßigten Geräusche der Natur wie Vogellaute und Froschgequake und die Gerüche in sich aufnimmt und mit allen Sinnen genießt.

Wir sitzen dann auch oft auf unserem Bänkchen, einer Kopie meines Gemüsegartenbänkchens und schauen den Karpfen beim Fressen des trockenen Brotes zu.

Nach einer Weile machte ich mich auf, noch ein paar Fotos zu sammeln. Ich will euch doch auch davon zeigen und euch mit genießen lassen.

Weiß jemand übrigens, was das im ersten Bild hier für eine Pflanze ist? Riecht ganz stark nach Minze. Wachsen bei uns Minzen wild? Im Gemüsegarten ja, das kenne ich . Aber hier draußen am Weiher?

Beim Rundgang begann ich auch wieder zu sinnieren. So viele Fotos habe ich die letzen Wochen gemacht und nichts konnte ich hier zeigen. Immer fehlte die Zeit. Je länger ich aber nichts schreibe, desto mehr sammelt sich an. Das bedeutet sehr viel Zeit für einen neuen Beitrag aufwänden, dich ich immer nicht habe. Und es bedeutet sehr lange Beiträge, von denen ich weiß, dass sie nicht jedermanns Sache sind.

So habe ich mir überlegt, einfach heute zu beginnen und ein oder zwei Themen aus der Foto-Flut aus zu wählen und einen kürzeren Beitrag zu verfassen. Immer in der Hoffnung, in den nächsten Tagen wieder ein Thema in einen in kurzen Beitrag hier zeigen zu können.

Heute sind es nun die Karpfenweiher und die Schönheit der Natur. Und das zum Teil wenig gestaltet und gegärtnert, so wie Gott den Garten bewirtschaftet. Wer meinen vorangegangenen Beitrag gelesen hat, weiß, wovon ich spreche.

Zwar auch Natur, aber nicht ganz so gewollt, gibt es auch. Hier die Eschen zum Beispiel sind fast vollkommen abgestorben. Derlei Bilder findet man bei uns in der Landschaft und den Wäldern ob der fürchterlichen Trockenheit seit Jahren zu Hauf. Aber hier ist es etwas anders. Die Erlen stehen am Graben und alle drum rum sind saftig und dunkelgrün. Die können nicht vertrocknet sein.

Und doch sind sie es, nur anders als wir denken. Der Wassermangel für die Blätter wird nicht vom trockenen Boden hervorgerufen, sondern von einem Pilz, der das Holz zerfrisst und die Leitungen zerstört.

Hier wartet in den nächsten Wochen oder Monaten viel Arbeit auf uns. Sie müssen gefällt werden. Das Gute daran ist, wir haben damit für ein paar Winter Brennholz für den Kaminofen. Und wir dachten schon, dass wir demnächst welches kaufen müssen, weil unseres zur Neige geht.

So verlassen wir also die schöne fränkische Landschaft und fahren heim in den Garten.

Die Überraschung in der Blumenampel.

Kommt mal mit hinauf in den oberen Garten mit unserem Hausbaum, der Baumhaselnuß.

Fast ein wenig passend zum ersten Thema mit den Weihern will ich euch hier auch etwas zeigen.

Dazu müssen wir aber näher ran gehen.

Also meine Metall-Sphäre mit dem Sedum darin finde ich nach wie vor so schön. Ich schaue sie mir immer wieder an.

Jetzt fängt das Sedum auch an schön zu blühen. Blütenfarbe und Blattfarbe passen perfekt zum Metall der Kugel.

Kommt ruhig ein wenig mit herum und betrachtet die Kugel-Ampel von allen Seiten, so wie ich es tat.

Und dann zauberte etwas ein Lachen in mein Gesicht. Kein Lächeln sondern ein ausgiebiges Lachen.

Seht ihr es schon, was ich meine? Hier kann man es bereits sehen!

Nicht? Dann geht mal näher ran!

Jetzt aber, oder?

Das ist ja fast schon klar. Es gibt doch nichts im Garten, wo die Burschen nicht sind.

Ist der kleine Kerl nicht absolut herzzerreißend süß? Und die sind nicht scheu, die hocken da und lassen sich aus nächster Nähe fotografieren. Die könnte man mit der Kamera anstupsen und sie hüpfen nicht weg.

Etliche meiner anderen streichle ich sogar manchmal. Reden tue ich immer mit ihnen. Es sind geduldige Zuhörer mit fast schon therapeutischen Eigenschaften.

Ich hoffe, ich konnte euch auch zumindest ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Dann war der Beitrag hier schon nicht umsonst.

PS

Habt ihr übrigens schon meine Rezeptesammlung passend zum Sommer gesehen?

Schaut gerne mal in meinem Selbstversorger-Rezepteblog vorbei: https://blog.achimsgartenzumessen.de/sommer-ist-da-passende-koch-rezepte/

14 Antworten auf „Natur und Garten – Natur im Garten“

  1. Wie kam der Frosch in die Ampel ?
    Endlich komme ich heute dazu mal die Blogs nachzulesen und sehe, dass Du hier auch die Minze zeigst. Ich hoffe Sie wuchert Euren Teich nicht zu.
    Schön bei Dir und abwechslungsreich. Ich frage mich immer wie Du das alles schaffst. Gemüse, Karpfen, Blumen, Bäume und ich nehme an einen Job auch noch nebenbei.
    Habs gut.
    Grüess Pascale

    1. Hallo Pascale,
      der Frosch ist ja ein ausgezeichneter Kletterer. Die sitzen eh meist oben wo in den Büschen. Er ist entweder vom Laub rüber gehüpft oder von oben an der Kette runter geklettert. Im Gewächshaus zum Beispiel landen sie an den senkrechten Scheiben, wenn sie wo weghüpfen. Sie haben ja die lustigen Saugnäpfe an allen Zehen und können so auch glatte Oberflächen hoch klettern oder auf ihnen landen.

      Nein die Minze kann den Weiher nicht zu wuchern. Das ist ein Karpfenweiher, der 3Meter und tiefer ist. Am Ufer mähen wir ja auch. Schilf ist da manchmal ein größeres Problem. Zudem würden die Karpfen die Minze ja abbeissen, wenn sie in den Teich wuchern würde. Da mache ich mir keine Sorgen.

      Und ja, du hast es, ich bin ehrlich, gut erkannt. Den Job nebenbei habe ich tatsächlich. Aber eben nur drei Tage die Woche. Sonst wäre mir das alles nicht möglich. Ist so schon hart an der Grenze. Manchmal sind es auch keine drei Tage die Woche mit Job, bin da recht flexibel gottseidank. Um die Karpfenweiher kümmert sich auch vor allem Volker. Ein wenig aufteilen müssen wir uns da schon.

      Liebe Grüße, der Achim

  2. Hallo Achim,
    vielleicht ist die Minze auch eine Mentha longifolia? Die sieht von Blättern und Blüten sehr ähnlich aus. Ernten kannst du sie auf alle Fälle…heute im Restaurant haben wir sogar Bergminze im Rezept entdeckt.
    Die Stimmung am Weiher schätze ich jetzt auch immerhin unserer Gegend. Morgens ist das eine wunderbare Idylle, wenn ich mal zeitig zum Bus muss. Graureiher, Schwanenfamilie und Blesshühner.

    1. Hallo Sigrun,
      ja, die könnte es sein, Beschreibung passt, Bilder passen. Und sie steht direkt im Wasser, passt auch.
      Heute Nacht hat es wieder geregnet, hoffe, bei euch auch. Jetzt kann es wachsen, auch wenn es stark auf Herbst zugeht. Du meine Güte, wird das schon bald dunkel am Abend, da muß man sich erst wieder dran gewöhne, oder?
      Schönes Wochenende und liebe Grüße, der Achim

  3. Hallo Achim,
    das dürfte eine Wasserminze sein. Ich habe welche in der Uferzone, allerdings wurde die dort absichtlich ausgesät. Ihr habt Laubfrösche, ich fasse es nicht und bin etwas neidisch. Hier habe ich noch nie welche gesehen. Dabei finde ich die so putzig. Na, dann wünsche ich Euch geschmeidige Holzarbeiten, wenn es den Eschen an den Stamm geht.
    Die Bank am Weiher ist sicher ein wundervoller Ort zum Relaxen. Da siehst Du wenigstens nicht sofort wieder etwas, was noch mal schnell erledigt werden muss 😉
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Hallo Karen, na ob das mit dem Holzschneiden besonders geschmeidig wird weiß ich nicht. Müssen erst mal noch Helfer finden und macher, die sich damit auskennen und auch Zeit und Lust haben uns zu helfen.
      Ja Laubfrösche gibt es hier im Dutzend und mehr. Überall, alle Größen, finde sie so süß, auch wenn ich dauernd von ihnen erschreckt werde, weil sie überall sitzen, wo ich sie nicht vermute .Und wenn kein Laubfrosch da hockt, dann ein Grasfrosch oder Kröte und die machen noch mehr Gwerch beim Fortspringen und erschrecken mich noch viel mehr.
      Ja da ist so ne Sache mit den Dingen, die man beim Ralaxen sieht. Aber eigentlich sehen wir da draußen auch genug. Sie wieder die Brennesseln abgemäht werden müssen, die vielen Erlen um die Weiher an den sehr steilen Böschungen abgesägt werden müssen, der eine Weiher professionell ausgebaggert und restauriert werden muß, die alte HÜtte abgerissen werden muß. Die Erlen abgesägt werden und und und. Am Besten, ich setze mich erst gar nicht…..

      Liebe Grüße und frohes Gartenschaffen, der Achim

  4. Lieber Achim,
    Gerade habe ich ein paar Tag am Teutoburger Wald verbracht, wo ich überall am Straßenrand und im Wald diverse Kräuter gesehen habe. Dort wächst Oregano im Straßengraben genauso wie unterschiedliche Arten Minze. Wenn sie sich an der Uferzone angesiedelt hat, kann es sich um eine Wasserminzenart handeln. Und ich habe bisher nicht gehört, dass Minzen nicht verzehrbar sind- egal in welcher Form. Im letzten Jahr habe ich eine Wasserminze im Miniteich gehabt. Bereits nach sechs Wochen hatte sie fast den ganzen Kübel erobert. Wie alle Minderten ist auch diese äußerst wuchsfreudig. Mit einer Ernte tust du ihr sicher nicht weh. Ich habe gerade erst gelesen, dass man sogar Katzenminze verarbeiten kann.
    Rätselhaft finde ich allerdings, wie der Frosch in die Blumenampel kommt.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Herzliche Grüße
    Steffi
    Ach übrigens, ich bin umgezogen, meine neue Bloganschrift ist verlinkt.

    1. Hallo Steffi, hab dich gerade besucht und gespeichert.Wegen Wasserminze habe ich gerade hier mit Elke diskutiert. Wüchsig ist sie so wie das aussieht. Das kenne ich von den Minzen im Garten zu Genüge.
      Die Frösche klettern überall rum, sitzen oben im Gebüsch und Sonnen sich. Ist sicher die Kette runter oder vom Laub rüber gehüpft. Haben auch tolle Saugnäpfe an den Zehen. Im Gewächshaus kleben sie dann immer an den Scheiben und Profilen. Springen große Entfernungen und können an senkrechter Glasscheibe landen.
      Schönes Wochenende und liebe Grüße, der Achim

  5. Hallo Achim,
    Wasser-Minze (Mentha aquatica) wächst bei uns wild an Teichrändern. Ob die wohl auch im Kübelteich wachsen würde? Meiner sieht dieses Jahr mickrig bepflanzt aus. Regen hatten wir seit dem 20. Juli nicht mehr, es ist mal wieder zum Verzweifeln, vor allem, weil es überall anders gestern gewittert hat.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, Wasserminze klingt gut, steht auch mehr im Wasser als im Boden. Aber sie ist es nicht da meine Blütenähren hat und keine Blütenkugeln. Wenn ich hier mich zu Bestimmungen durchklicke lande ich bei Mentha spicata, grüne Minze oder marokkanische Minze ein Kraut der druiden wie auch das Mädesüss, was auch bei uns wächst. Also ein einheimisches Wildkraut. http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Lippenbluetler/spicata_spitz.htm#1
      Spannend bis man so was bestimmt, wenn es mir überhaupt gelingt. Liebe Grüße und schönes Wochenende wünscht der Achim

  6. Hallo Achim,
    schöne Ansichten von Teich und Garten. Schade um die Eschen – da ist es nicht die Trockenheit, sondern ein Pilz – der sich aber vielleicht auch erst durch die Trockenheit ausbreiten konnte…?
    Immerhin könnt Ihr das Holz gut verwenden ;-).

    Wie mag wohl der kleine Frosch in die Ampel gekommen sein…?

    Bin schon gespannt auf weitere Fotos – mir geht es ähnlich, ich habe so viele Fotos, die ich irgendwann einfach archiviere, um sie evtl. irgendwann zu zeigen… oder auch nie ;-). Wir werden sehen, im Sommer ist man oft einfach zu sehr beschäftigt (egal, ob Garten oder Freizeit, um alle Fotos in Beiträgen zu „verarbeiten“ ;-).
    Macht nix, manchmal genieße ich es schon einfach, die Bilder aufzunehmen, man bzw. ich ertappe mich dabei, dass ich dadurch viele Dinge viel bewusster und genauer wahrnehme als ohne Kamera 😉 :-).
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, Birthe

    1. Liebe Birthe,
      oh ja das Holz kommt uns sehr gelegen. Die Erlen wachsen ja wie Unkraut rings um die Weiher und müssen genauso wie Löwenzahn oder Vogelmiere im Gemüsebeet andauernd, schimpfend und grummelnd ob der vielen Arbeit entfernt werden. Halt nicht mit den Fingern ausreißen, sondern mit der Motorsäge absägen. Wir haben unser Brennholz daher, lassen die Stämme etwa armdick werden und ernten sie dann. Das nimmt ja kein Ende und es sind unendlich viele. Um den Weiher im Foto haben wir die Erlen spasseshalber als Hecke geschnitten. Nun mit den großen Erlen haben wir gleich mal einen ganzen Schwung Brennholz für gemütliche Wintertage, wenn es draußen dunkel und kalt ist. Müssen es nur noch umsägen, spalten, klein sägen, ablagern und dann ab aufs Sofa und dem Ofen beim Brennen zusehen.

      Das Fröschlein ist sicher die Kette runter geklettert oder vom Laub aus rüber gehüpft . Sitzt jeden Tag da und ruht sich aus. Begrüße ihn täglich .

      Die nächsten Fotos denke ich sollten wieder einmal Gemüsefotos sein. Schließlich habe ich ja einen Selbstversorgergarten. Gut die Erlen jetzt versorgen uns ja auch mit Brennholz und die Weiher mit Karpfen,also war ich nicht zu weit vom Thema entfernt.

      Ich gebe dir auch zu 100 % oder mehr sogar recht, dass man, wegen dem Fotografieren besser hinschaut, mehr sieht, die schönen Szenen und Momente überhaupt erst wahr nimmt. Auch wenn man gar nicht auf Fotojagt ist, sieht man überall dauernd die Motive oder? Allein dafür, für einen selbst ist es das doch wert mit der ewigen Fotografiererei, man hat mehr von der Schönheit seines eigenen Gartens.
      Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße, der Achim

  7. Diese Minzen wachsen bei uns auch wild, überall, wo es feucht ist.
    Und wunderschöne Bilder hast Du uns wieder mitgebracht. Immer wieder schön!

    1. Hallo Claudia, vielen Dank für das Kompliment zu den Fotos.
      Ich habe die Minzen da im oder am Weiher (eher im Weiher, so nahe an Ufer stehen sie) zum ersten mal entdeckt. Es gibt einfach immer wieder was zu stauene und zu entdecken.
      Viele Grüße, der Achim

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