Neue Fenster, reiche Ernte und der Umzug der Kübelpflanzen

Kaum ist das Karpfenfischen vorüber, geht es im Garten weiter mit Arbeiten. Ich weiß schon, warum ich
eigentlich lieber im Urlaub geblieben wäre.  War mir doch klar, was
auf mich zukommen wird, wenn wir daheim sind.
Gottseidank ist das Wetter immer wieder
noch einmal traumhaft und die anfallenden Arbeiten können erledigt
werden.
Endlich kamen  auch die neuen Fenster: Voraussetzung, daß ich anfangen kann, Kübelpflanzen ein zu räumen.
Und ich habe nun auch die restlichen
Wurzelgemüse- bis auf Meerreettich- geerntet. Jetzt müssen sie nur noch eingelagert werden.
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot

Neue Fenster für die Pflanzen – und uns.

Mittwoch früh, es ist noch dunkel und
ich schon wach. Der Schreiner soll heute kommen. Er steht kurz nach
Sieben vor der Tür und ich bin froh. 
Jetzt wird das endlich real,
was wir vor vielen Monaten bestellt hatten. Das Palmenhaus, der
Überwinterungsraum für die Kübelpflanzen, früher Hasenstall und
Schafstall, erhält neue Fenster. 
Damals schon, als er erbaut wurde, hat mann ausgemusterte
Fenster verwendet. Das ist Jahrzehnte her. Durch die Ritzen in den
Rahmen konnte man hindurchsehen, so groß waren sie. Wie sinnig das
ist, wenn man den Raum im Winter mittels elektrischer
Gewächshausheizung temperiert, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Wenn es richtig eisig draußen war,
also unter -10°C, habe ich innen sogar noch Vlies über die
Kübelpflanzen am Fenster gelegt, daß sie nicht so eisig angeblasen
werden, durch all die Ritzen.
Jetzt kommen neue Kunststofffenster mit
Isolierung rein. Dann ist das nicht mehr nötig mit dem Vlies.
Neben dem Palmenhaus ist auch der
Vorraum zum Wohnhaus dran. Wieder schon damals gebrauchte Fenster mit heute Ritzen
zum hindurchsehen. Heiztechnisch ein Desaster.
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus -neue Fenster werden eingebaut
Und schließlich bekommt die Garage
noch ein richtiges Fenster, das ich jetzt kippen kann. Hier ist es mal anders herum, die Wärme soll nicht drin bleiben, sondern raus aus dem Raum. 
Da ich in der
Garage auch meine Kartoffeln lagere, ist das sehr praktisch. Durch das
alte, nicht zu öffnende Fenster, blieb es lange recht warm in der
Garage im Haus. Zu warm zum Lagern von Wurzelgemüse,
genau wie im Keller. Daher freue ich mich auf das Fenster und die
frische kühle Luft, die da eintritt.
Kurz nach Mittag sind sie fertig und
die Fenster eingebaut. Jetzt fehlen nur noch die Simse. Dazu
aber muß Volker erst die Mauern aufstocken, daß die neuen Simse an
den neuen Fenster ordentlich montiert werden können. Wenn das
gemacht ist, kann der Abschluß vom Schreiner erledigt werden. Das
ist aber vor allem eine optische Sache. Die Funktion der neuen und
dichten Fenster ist ab sofort gegeben.
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims

Wurzelgemüse wird geerntet

Während die Schreiner ihrer Arbeit
nach gingen, beschäftigten mich die Wurzelgemüse.
Sellerie, Winterrettich, rote Beete und
ein wenig Kren für den aktuellen Gebrauch sowie Möhren und
Pastinaken waren aus zu graben.
urzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Wurzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Die Sellerie sind sehr schön. Rettiche
sind schön aber wenig. Die gingen wieder nicht auf im Herbst beim
Sähen. Rote Beete im Beet sind eine Katastrophe beim Keimen. Im Topf
keimten sie auch nicht. Daher habe ich nur einige wenige, was aber
langt, da nur ich sie esse.
Die Möhren keimten wie immer auch
nicht. Ab März sähe ich bis glaube ich Juli. Es keimt nie was, nur
ein paar sind dann doch plötzlich da gewesen. Zu spät und wie immer
nicht vereinzelt. Weil ich mir monatelang vergebens Mühe mit ihnen
mache, habe ich dann jedes Jahr wieder, keine Lust zu Vereinzeln, wenn
doch welche keimen. Der Frust ist zu groß und im Herbst bereue ich
es jedes Jahr, denn sie währen schön geworden, hätten sie nur
Platz zum Wachsen gehabt.
Die winzigen Möhren, Laub von Möhren und Sellerie, restliche Kräuter wie Basilikum und Majoran, alles kommt in den Mixer und ergänzt meine seit dem Sommer gesammelten, getrockneten und pulverisierten Gemüse für die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe. Weggeworfen wird nichts!
Gleiches Keim-Geschiß gilt auch für
die Pastinaken. Da habe ich dann mit Müh´ und Not ein paar im Topf
gekeimt bekommen. Die wurden gepflanzt. Einige sind gigantisch,
andere der Reinfall. Komisch ist das. Alle gleich gesät, gepflanzt und gepflegt. Sogar gleiche Reihe!
Pastinaken
Pastinaken

Wintersalat – ein Anbauversuch

Auch meinen Wintersalat habe ich endlich
gepflanzt. Ein paar ins Gewächshaus und ein paar ins Freiland. Ich
muß ja testen, wie er wächst, was er verträgt. Dann weiß ich
nächstes Jahr gleich, wohin ich ihn am Besten pflanze. Es ist ja
mein erster Versuch damit.
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus – frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
So ähnlich verloren stand auch einmal der Endivien im Beet, als ich ihn im Frühherbst pflanzte. 
Jetzt hat er sich gemausert und ist ein richtiger starker Salat geworden. Aber, ich hoffe das klappt noch, der muß noch ganz schön wachsen, vor der Ernte!
Endiviensalat
Endiviensalat

Endiviensalat



Gemüsebeete im Biogarten mit Dauer-Mulch

Ein Blick in ein Gemüsebeet Ende Oktober. 
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober

Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
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Ach ja und wenn sich mancher wundert,
wie das bei mir in den Beeten aussieht, der soll erst mal neben die
Beete schauen…..
Herbstlaub im Gemüsegarten
Herbstlaub im Gemüsegarten
Im Ernst. Es ist mir seit Frühjahr
enorm wichtig, dass niemals Boden unbedeckt da liegt. Dauermulch oder
Dauerhumus nennt man das Wohl. Ich mulche unaufhörlich und jetzt
auch noch die Bäume, die mir helfen. Es mag unordentlich aussehen.
Aber ich selbst sehe, wie gigantisch positiv sich das auf das
Bodenleben auswirkt. Es ist ein Gewimmel in den Beeten und Würmer
habe ich, ein Traum. Jetzt wieder beim Salatpflanzen. Ich schiebe das
Laub und Mulch zur Seite und treffe schon auf etliche Würmer, ohne
bereits in die Erde gegraben zu haben. Es herrscht ein so reges
Treiben in und auf der Erde, daß ich überglücklich bin. Hatte ich
doch sonst im Herbst gar keine Würmer mehr gesehen. Und ein gesunde
Bodenleben ist unverzichtbar im richtigen Biogarten und für gesunde
Pflanzen. Ich ernähre mit meinem Mulch und all der Bodendeckung das
Bodenleben und dieses wiederum ernährt durch die Abbauarbeiten und
Zersetzung des organischen Materials meine Gemüsepflanzen. Wir haben
reale Heinzelmännchen im Garten, die für ein wenig Essen pausenlos
fleißig für uns arbeiten. Und durch Chemie und unnötige
Bodenbearbeitung verjagen wir sie.

Die ersten Kübelpflanzen werden eingeräumt

Die Zitronenverbene habe ich gestutzt,
ausgegraben und eingetopft. Jetzt steht sie erst mal noch im Carport,
kommt aber später mit zu den Kübelpflanzen. Sie ist nicht
frosthart.
Zitronenverbene
Zitronenverbene
Am Nachmittag habe ich dann angefangen,
die ersten Kübelpflanzen ins Palmenhaus zu schaffen. Ein wenig
aufgeräumt innen habe ich schon. Der Rest muß nach und nach
erfolgen. Jetzt ist es erst einmal wichtig, daß die empfindlicheren
Gewächse ins Haus kommen. Das schöne Wetter verwirrt einen. Am
Mittwoch waren etwa 20 Grad und blauer Himmel. Aber bereits am
Freitag soll es tag nur noch 10 Grad haben und die Temperaturen gehen
runter, Sturm und Regen sollen kommen.
Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier

Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier
Es ist nicht verwunderlich, haben wir
doch kommende Woche bereits November. Und wenn das Wetter dann ganz
greislig ist, habe ich keine Lust alle Kübel ein zu räumen. Dann
mit Zwang, weil sie sonst kaputt gehen. Da fange ich lieber ein paar
Tage vorher an und mache es bei schönem Wetter und in Ruhe. Stehen
doch noch genügend Kübel draußen. Die Palmen brauchen noch ihren
neu zu bauenden Winterschutz. Da wird es ohnehin alles knapp genug!
Die robusten Kübel stehen erst mal noch im Carport, da geht es noch ein paar Wochen, voraussichtlich.
Kübelpflanzen im Carport
Kübelpflanzen im Carport

Herbstmorgen am Karpfenweiher

Donnerstag morgen beim Gassigehen,
schaute ich noch mal bei den Weihern vorbei. Auch hier hätte ich
noch Arbeit. Die herrlichen Hagebutten müssten gezupft und
verarbeitet werden. Aber ich habe da gerade überhaupt keine Zeit.
Hagebutten
Hagebutten
Der Morgennebel verzieht sich und es
wird wieder ein schöner Tag, das sieht man hier schon.

Morgennebel verzieht sich

Morgennebel verzieht sich
Und so sieht der gefischte Weiher heute
aus. Verlassen und leer. Ein Foto für die treuen Leserinnen, deren meine Karpfenweihergeschichte so viel Interessantes vermitteln konnte.
Karpfenweiher abgefischt
Karpfenweiher abgefischt

14 Antworten auf „Neue Fenster, reiche Ernte und der Umzug der Kübelpflanzen“

  1. Na da tut sich eine Menge bei dir, Achim.
    Meine Möhren hatten in diesem Jahr immer Läuse und sind nicht viel geworden Meine Pastinaken sind überhaupt nicht gekeimt. Dafür aber die Roten Rüben. Da habe ich schon viele ernten können. Die Sellerie ist bei mir noch recht klein und ich hoffe, dass sich das Wetter mit dem Frost noch ein wenig Zeit lässt.
    Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal Wintergemüse angebaut und freue mich riesig, dass so viel gekeimt ist und fleißig wächst.
    LG Marie

    1. ja so ist das Marie, freute ich mich , dass es langsam ruhig wird im Garten und dann ist genau das Gegenteil der Fall. Noch soooo viel zu tun. Also auch bei dir keine keimenden Pastinaken. Ich glaube die Samen sind nur ein Jahr keimfähig, aber ich kaufe jedes Jahr frisches Saatgut und doch keimen sie immer bei mir nicht. Was hast du so alles gebaut an Wintergemüse? Bei mir steht jetzt Wintersalat im Gewächshaus und im Freiland. Mein erster Versuch mit dieser Art Salat. Brokkoli steht im Beet und hat kleine Knospen, aber ob dienoch Essreife erhalten und größer werden weiß ich nicht. Sonst habe ich nichts mehr für den Winter. Feldsalat keimt nicht und Portulak müsste ich noch sähen. Asiasalat schmeckt bei uns niemand.

      liebe Grüße und bis bald, Achim

  2. Hallo Pascale, ja man muß man gut aufs Lüften achten, das mußten wir aber vorher auch schon, weil sonst Mauern und Holz im innern klatsch naß sind und schimmeln. Hatten wir alles schon. Daher ist ein automatischer Ventilator für Badezimmer eingebaut. Den kann man einstellen, ab welcher Luftfeuchte er anfängt Luft nach aussen zu blasen. Das ist sehr hilfreich und ein kleiner elektrischer Luftenfeuchter läuft.Der ist letztes Jahr dazu gekommen. Ist nicht teuer so ein Gerät, hat die Größe eines kleinen Heizllüfters und Zieht durch Kondensation die Feuchtigkeit aus der Luft.
    Ist dein Gewächshaus dicht? meines sieht toll aus, wäre dazu aber denkbar ungeeignet, da überall Löcher und Ritzen durch das Profil bedingt sind. Oder hast du das Gewächshaus von innen noch mal durch Luftpolsterfolie über die ganzen Flächen isoliert? Habe ich mal überlegt gehabt. Und kannst du es elektrisch temperieren

    Bei uns ist grad Sturm und saukalt, richiges Novemberwetter, dabei ist ja noch oktober. Aber wie schön ist es doch gerade dann im warmen Haus, oder? Dir auch schönes Wochenende.

    Servus und adee, der Achim

  3. Hallo Achim
    Da ist ja mächtig was los. Ich hoffe die Fenster sind dicht und Deine Pflanzen nun glücklich. Der Nachteil an dichten Fenstern ist dann die Schwimmelgefahr…
    Meine überwintern zum ersten Mal im kalten Gewächshaus und ich fürchte, dass es nicht alle überstehen werden. Vielleicht sollte ich sie so wie Du, noch mit Vlies einpacken. Mal sehen ob die Zeit dafür kommt.
    Geniess Deine laubigen Beete – wir machen es genauso :-). Alles Laub wird in die Beete gewischt und gerecht. Wenn noch was übrig ist, wird es um die Feige herum ins Vlies gestopft.
    Und wirklich es wimmelt nur von Tierchen unter der warmen Laubdecke.
    Hebs guet und es schöns Wucheänd.
    Grüess Pascale

  4. Hallo lieber Achim,
    ein wirklich interessanter ARtikel, besonders das mulchen der Beete hat mich daran erinnert, dass ich auch noch Blätter zu verteilen habe.
    Leider habe ich ja nur sehr kleine ANbauflächen , einfach nur als Hobby und für die Kinder zum bestaunen des selbstgeernteten Gemüses. Ich baue auch nur noch an was sich lohnt. Rote Beete wird als Pflänzchen gekauft, aufgrund der schlechten Keimrate. Möhren pflanze ich erst gar nicht, ist mir zu mickrig der Ertrag. Aber dafür Zucchini , Tomaten , KArtoffeln und seit diesem Jahr auch ewiger Kohl, er wächst wie verrückt und übersteht hoffentlich auch den Winter gut.
    Viele liebe Grüße
    Steffi

    1. Hallo Steffi, danke schön. Ja so ein Gemüsegarten macht auch Arbeit, ist bei mir flächenmäßig ein sehr kleiner Teil vom Garten, macht aber die allerallermeiste Arbeit. Der Anbau von Gemüse und Obst für die Küche ist einfach eine Leidenschaft von mir, eine Herausforderung, daß es immer klappt, fast ein Sport. Ich sähe alles, was im Gemüsegarten steht immer selbst auch an. Manches sogar von selbst gesammelten Samen des Vorjahres. Durch das nun sehr konsequente Mulchen versuche ich, den Boden der in zwei Bodenproben der letzten Jahre sehr schlecht abgeschnitten hat, zu verbessern. Dann wird das mit dem Gemüse auch besser. Einen ewigen Kohl habe ich auch. Der wuchert schon seit Jahren vor sich hin. Die Winter hat er immer problemlos überstanden, auch den letzetn mit einer Woche Temperaturen bis – 15Grad.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße Achim

  5. Hallo Achim, das ist natürlich beneidenswert und eine großartige Sache mit den vielen Räumlichkeiten….ich hätte mir das auch immer gewünscht. Ich sage manchmal, wenn ich wieder zur Welt komme, dann möchte ich mindestens ein Gewächshaus :)). Im Reihenhausgarten ist dafür leider kaum Platz. Es ist aber auch so, dass ein großer Besitz mehr Arbeit macht und mit zunehmendem Alter wirds einem dann zu viel. Ich schaue dir gerne bei der Arbeit zu, kann mir aber vorstellen, dass man dabei an seine Grenzen kommt, denn das viele Gemüse will verarbeitet werden… wozu man nicht immer die größte Lust verspürt.
    Die neuen Fenster sind eine gute Anschaffung, wir haben das bei unserer Renovierung sogar an den Heizkosten gespürt. Trotz deiner vielen Arbeit beneide ich dich schon ein wenig ;)) denn wenn die Arbeit getan ist, siehtst du was du geleistet hast und wenn du erntest ist das immer ein sehr schönes Gefühl…. mit deiner Hände Arbeit dies alles geschafft zu haben. Ich lese gerne hier mit. Schönes Wochenende! Apropos, am Sonntag sind wir mit der Familie in D'hofen… es ist immer so schön für mich an dem Ort meiner Wurzeln zu sein.Herzlichst, HanLo

    1. Hallo Hanlo, das kannst du glauben, dass wir unendlich froh sind, all unsere Nebengebäude zu haben. Einen für gesselliges Feiern, eine Werkstatt, zwei für Pflanzen und Werkzeuge, einen im Gemüsegarten für Werkzeug, ein Carport und die große Halle für Anhänger und Mäher und Transporter. So was geht halt auch nur in der Pampa, wo man sich Grund noch leisten kann. Wenn man aber wie wir, genau das liebt,das Leben am Land, dann ist das in Ordnung. Würde man einen Städter hier leben lassen, würde er eingehen, wie ich in der Stadt.
      Es freut mich übrigens, wenn du mir bei der Arbeit zusiehst. Fühle dich auch immer gern eingeladen dazu. Wozu sonst schreibe ich schließlich meine Zeilen hier.
      Im Moment wächst mir die Arbeit im Garten und Vorratskammer wirklich etwas über den Kopf. Es ist mir ein wenig aus dem Ruder gelaufen. Das ändert aber nichts daran, daß es mir unheimlich Spass macht. Also insgesamt, nicht im Moment. Das renkt sich aber ja wieder alles ein. Wie schön, daß wir hier leben und nicht in einer Region wo es keine Winter mit Stillstand und Ruhe im Garten gibt. Ich freue mich jetzt wirklich so arg auf Schmuddelwetter und mehr Ruhe, Tätigkeiten im Haus. Zwar ist im Garten noch etliches zu erledigen, da werden aber sicher wieder schöne Tage zwischendurch kommen. Hoffentlich habe ich dann gerade Gelegenheit, sie zu nutzen. Und bald geht die Weihnachtsbäckerei los. Ende November fange ich an. Holzofen brennt, Plätzchenduft. Ich freu mich!
      ja, was dann wird, wenn ich, wenn wir älter sind weiß ich nicht.Das sehen wird dann. Im Moment können wir noch aus dem Vollen schöpfen mit Kräften und Ausdauer (bis eben auf mich im Moment mit dem Durchhänger). Ich will mich nicht jetzt shcon reduzieren und den Garten auf pflegeleicht trimmen, oder gar wie andere schon in eine Wohnung ziehen und das Haus aufgeben, nur weil ich irgendwann einmal alt bin. Mein Beruf hat mir viel zu viel davon gezeigt, verschiedene Lebensläufe und Ansichten im Alter. Nein ich will jetzt voll leben, schöne Erinnerungen schaffen und sammeln und wenn ich dann alt bin und reduzieren muß ,dann habe ich diese immer noch!
      ich wünsche viel Spass am Sonntag. Wir holen auch meine Eltern zu uns, ich koche eigenes Blaukraut, eigene Kartoffeln zu Klößen und einen Rinderbraten vom Bio-Rind meines Cousins. Wieder ein Selbstversorgermal das wir genießen werden . Und sicher gibt es danach auch gekauftes Eis zum Kaffee. Ich bin ja mit dem Selbstversorger eher pragmatisch und nicht dogmatisch. Freuen wir uns also auf die kommenden Stunden und Tage, schau mal wieder vorbei und liebe Grüße Achim

  6. Das ist eine tolle Sache mit den Fenstern, das werdet Ihr spüren!
    Bei uns stehen noch Sellerie (Knolle und Stangensellerie), Palmkohl, Pastinaken, Neuseeländer Spinat und Möhren…..Petersilie will ich auch noch ernten.
    Jetzt ist ja Zeit genug, alles in Ruhe zu verarbeiten oder einzulagern.
    Lieben Grüße

    1. Hallo Sabine, das ist ja schön von dir zu hören. Leider fehlt mir gerade massiv die Zeit genau das zu tun. Irgendwie bin ich total aus dem Takt und die Arbeit überschwappt mit, was da alles grad gemacht oder nachgeholt werden muß. Ich lagere das Wurzelgemüse erst mal in feuchtem Sand und speziellen Tupperbehälter dafür ein. Zum verarbeiten komme ich nicht. Im Garten ist auch noch so viel zu tun und das schöne Wetter ist zu Ende. Ernten muß ich noch Meerrettich und Rosenkohl. Habe dieses Jahr einen Rosenkohl der nicht winterfest ist, das heißt der muß in der nächsten Zeit geerntet werden. Dafür ist er jetzt schon größer als sonst die Sorte, die ich immer hatte. Ein wenig kann er aber noch. Federkohl ist super, der braucht den Frost wie Grünkohl nicht und ich ernte ihn jetzt schon länger immer portionsweise fürs Essen und muß nichts konservieren(einfrieren).

      Wünsche euch viel Spass im Garten und Küche, liebe Grüße Achim

  7. Lieber Achim, neue Fenster sind ihr Geld wert. Wir haben im Haus auch alle Fenster modernisiert und merken das an den Heizkosten.
    Mein Wurzelgemüse ist immer komplett angefressen, weißt Du woran das liegen könnte?

    LG Kathrin

  8. Hallo Achim,
    na das war ja genau rechtzeitig mit dem Fenstereinbau noch kurz vor November! Auf das die empfindlichen Pflanzen es nun mit weniger Aufwand über den Winter schaffen und die Heizung nicht für draußen arbeitet.
    Bei uns beschränkt sich die Ernte momentan auf die paar restlichen Möhren und zwei Reihen Rote Bete. Pastinake habe ich dieses Jahr nicht gesät, die haben mir zu viel von dem vorhandenen Platz geraubt und waren am Ende völlig holzig. Ich lasse die alle im Hochbeet stehen, Möhren sind sowieso bald aufgegessen und die Bete hält im Hochbeet sogar leichten Frost aus. Mangels passender Lagerstätte ist mir das ganz recht. Sag, trocknet Du das Blattgrün vorm Zerschreddern oder frierst Du es hinterher ein? Ich haue bis jetzt alles Brauchbare in den grünen Smoothie aber manchmal habe ich Überschuß. Momentan gibt es noch Mangold und Stielmus auch frisch vom Hochbeet. Überaltertes schmeiße ich direkt neben die Beete, am Wochenende wird das ins GWH getragen, damit es über den Winter dort den Boden abdeckt. Habe ich von Dir gelernt 🙂 Bisher war da immer blanke Erde, völliger Schwachsinn.
    Wird der Karpfenweiher jetzt wieder befüllt oder bleibt der über den Winter leer? Die Jungfische müssen doch wieder hinein, oder?
    Liebe Grüße
    Karen

    1. Da sagst du was Karen,
      eigentlich war er für vergangene Woche schon angekündigt, ich und die Pflanzen waren vorbereitet und dann mußte er den Termin nochmal verschieben. Ich saß wie auf Kohlen, da man fürs Einräumen und natürlich auch aufräumen auch seine Zeit braucht und ich das auf keinen Fall erledigen müssen wollte, wenn ein Wetter ist, wie das heute schon der Fall ist. Zudem sollten einige Pflanzen einfach wirklich rein. Naja hat dann ja doch noch geklappt und jetzt freuen wir uns über die neuen Fenster.

      Echt Pastinaken holzig? Das habe ich nicht, sie sind erstklassig und lassen sich sehr lange lagern. ich mag sie total, aber eben bis da welche im Beet stehen. Die keimen immer nicht, das ist so schade. Da aber im Handel schon fertige Jungpflanzen zu kaufen sind, werde ich es nächstes Jahr wirklich auch mit einer Mini-Topfplatte versuchen und überall ein Korn rein .Dann hoffe ich, sie keimen und ich werde sie gleich im Abstand richtig setzen. Vielelicht klappte es dann nächstes Jahr besser mit denen.

      Alles für meine Gemüseinstantbrühe zerschreddere ich im Grünen-Smoothie-Mixer mit richtig Power, dann trockne ich es (das von gesern bei 45 Grad etwas 12 Stunden, dann bei 30 Grad weiter bis ganz trocken), gebe die dabei entstehenden Platten dann wieder in den Mixer und mache es ganz fein. Das hält dann bis zum nächsten Jahr. Dieses Mixen und trocknen mache ich wenn was anfällt. Im Sommer schon die ersten Brokkolie und Blimenkohlreste von Pflanzen die nicht richtig sich entwickeln wollen. Lauchgrün vom Sommerlauch und und und. Dann im Winter wird alles zusammengemixt und ergibt ne richtig gute Instantbrühe mit ausschließlich Gemüse und Kräutern und nicht zu so und so viel Prozent, die ja lächerlich sind, wenn man das mal durchliest.

      Finde ich toll, daß du dich hast anregen lassen auch den Boden zu bedecken. Die Heinzelmännchen werden es dir danken und die Pflanzen sich immer besser und vor allem robuster und gesünder entwickeln. Ich merkte das schon in diesem Sommer.

      Der Karpfenweiher kann gerade noch nicht gefüllt werden, weil am Ausllauf was repariert werden muß, da alles morsch ist. Bis dahin bleibt er leer .Die JUngfische kamen gleich nach dem zählen in einen anderen Weiher, die können schon Winterruhe halten mit ihren gro´ßen Geschwistern und Eltern und Großeltern….

      Liebe Grüße Achim

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