Ein Sommertag im Garten

Heute habe ich frei  und einen ganzen Tag im Garten verbracht. Traumhaftes warmes Wetter, ab und zu Wolken, daß die Sonne nicht zu sehr brennen kann und ein Lüftchen kühlt ebenfalls von Zeit zu Zeit.

Vor dem großen Fest in vierzehn Tagen muß noch einiges erledigt werden. Oberste Priortiät hat im Moment das Aufräumen und Ordnen oder Pflegen.

Ich habe die letzten übrigen selbst gezogenen Tomatenpflanzen in das Gewächshaus gesetzt. Mit Gurken wird das dieses Jahr nichts. Ich habe wieder eine Fingergurke mit 2 reifen Gürkchen, die mache ich ab und das wird es dann gewesen sein für diese Pflanze. Sie wächst eher rückwärts. Ich habe mir schon vorgenommen im kommenden Jahr, wenn dann das Palmenhaus zum Überwintern fertig ist, dort im Frühjahr meine Pflanzen vermehrt selbst zu ziehen. Dann habe ich auch gleich bio-Saatgut verwendet. Und die Sorten, wie ich sie mir aussuche. Die Tomaten, die ich dieses Jahr spät noch gesät habe, und die Kürbisse waren erste Klasse.

Im Gewächshaus habe ich nun auch meine 4 dortigen Tomaten mit Schnüren von der Decke zum Boden versorgt. Ich ziehe Tomaten immer 3-4-triebig. Und diese Seitentriebe, die ja auch Früchte tragen müssen gut gestützt werden. Im Gewächshaus die Tomaten blühen nun bereits. Ich bin schon sehr gespannt auf die unterschiedlichen Sortenmerkmale. Die werde ich mir sorgfältig notieren für die Entcsheidungsfindung im nächsten Frühjahr.

Ich habe auch meinen Brombeerstrauch aus der Schweiz, den wir von Volkers  Tante zur Hochzeit bekommen habe eingepflanzt. Im Moment ist an der Stange die als Rankgerüst dienen soll zwar noch das Dach mit  Feuerholz darunter angebracht. Dieses soll ohnehin von dort weggeräumt werden. Jetzt muß es wenigstens zeitnah geschehen damit die Brombeere befestigt werden und nächstes Jahr hoffentlich richlich tragen kann. Da der Wurzelstock immer kühl unter Mulch sein soll habe ich halbverrotteten Hecken-Hecksel darüber gegeben. Jetzt kann sie loslegen mit Wachsen.

Im Beet am Haus habe ich meinen Maggibusch umgesetzt. Er ist wie üblich jetzt bereits schon fast 2m hoch und erdrückt mein Khaki-Bäumchen. Jetzt habe ich ihn ausgegraben, geteilt und abgeschnitten. Die Blätter zum Teil zum Trocknen ausgelegt und die Pflanzenstöcke  bei Kompost wieder eingepflanzt. Dort kann er wachsen und stört nicht. Als Gewürz verwende ich ihn im Kräutersalz und der selbst gemachten Instant-Gemüsebrühe. Da er aber derart geschmacksintensiv ist braucht man ja nur sehr wenig davon. Mit dem frischen Blattgrün kann man allerdings ähnlich Pesto-Genovese ein Liebstöckel-Pesto (Walnüsse statt Pinienkerne) zubereiten. Über Tomaten-Mozzarella schmeckt es sehr gut und kam bei den Gästen auch sehr gut an.

Meine Blauwschokker Erbsen haben bald die 2m-Höhe erreicht. In der Beschreibung stand sie werden über einen Meter hoch und müssen gestützt werden. Nun habe ich meine Rankhilfe schon mit Stöcken und Leinen überarbeitet. Jetzt geht es nicht mehr höher. Nun aber sind die ersten Knospen erkennbar. Auf die flieder-blauen Blütchen bin ich schon sehr gespannt. Wenn die Erbsen auch gut schmecken nehme ich gleich fürs nächste Jahr Samen ab. Dann muß ich mir aber eine Bohnen-Ranghilfe zulegen oder basteln. Bei der Wuchsfreudigkeit sind Erbsenrankgitter hoffnungslos zu niedrig.

Die Kartoffeln treiben auch sehr schön. Interessant ist auch zu sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten in Statur und Blattfärbung sind. Meine Sellerie haben schon den ersten Knollenansatz sichtbar und der Lauch und überhaupt aller Kohl wächst flott. Mancher Kohl ist von Schnecken arg zerfressen. Jetzt muß ich anfangen nach Raupen zu sehen. Ich werde mir von Neudorff das Raupenspritzmittel Xentari zulegen, da die Raupen erfahrungsgemäß sehr unschöne Schäden hervorrufen und in Massen auftreten. Absammel ist auch immer eine eklige Angelegenheit.

Dann haben wir die Betonwegplatte aufgefräst und unser Stromkabel wieder ein wenig in Richtung  Brunnen verlegt.

(C) by Joachim F. Wenk
die Wegplatte ist schon wieder zubetoniert

(C) by Joachim F. Wenk
von hier ist es nicht mehr weit bis zum Brunnen

(C) by Joachim F. Wenk
am linken Bildrand wird der Brunnen installiert

Eine meiner letztjährigen Rosen hat nun auch geblüht. 3 Blüten waren es. Es ist Marguerite Hilling vorne am Zaun. Letztes Jahr gepflanzt und dann im fürchterlichen Hitze- und Trockensommer 2012 mit Gießkanne gepeppelt, weil sie an relativ trockener Stelle im Garten steht. Dort ist der Grund auch noch abschüssig, daß das Gießwasser eher fortläuft als zu versickern. Und ich erinnerte mich immer an die Pflanzenbeschreibeung von 2 m Höher der Strauchrose. Sie ist vielleicht 30 cm hoch. Aber dieses Jahr hat sie nun geblüht und man sieht schon Triebe die wohl noch ein wenig wachsen wollen in dieser Saison. Toi toi toi damit endlich am Zaun auch etwas großes blühendes steht. Und  robust muß es dort sein, damit es die am Zaun entlangtobenden Hunde nicht immer platt treten….

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüten Marguerite Hilling gepflanzt 2012

(C) by Joachim F. Wenk
1. Blüte Marguerite Hilling gepflanzt 2012
(C) by Joachim F. Wenk
der Zaun vom Standpunkt der  Marguerite Hilling aus

Und weil die Farbe sehr schön zur Rose passt hier noch ein paar Blüten vom blauen Storchschnabel. Der war schon im Garten. Ich habe ihn dieses Frühjahr ausgegraben geteilt und in mein neues Studenbeet gepflanzt. Dort blüht er bereits neben dem gekauften Storchschnabel. Die Rosen sind wohl fast ertrunken und die Dahlien und anders haben die Schnecken aufgefressen. Dort habe ich auch einen echten Eibisch gepflanzt. Jetzt habe ich in einer Zeitschrift gelesen, daß die Bauerngartenpflanze, Stockrose, die ich auch ausgesät und dorthin gepflanzt habe in eine Familie gehören. Und was ich super interessant fand. Der Eibisch heißt im Englischen Marshmallow, also Sumpfmalve. Stimmt den Begriffe kennt man wo ganz anders her. Und genau das ist richtig. Laut dem Bericht wurden diese Süßigkeiten aus den schleimigen Substanzen aus der Eibischwurzel, Eiweiß und Zucker hergestellt. Wenn er die Schnecken überlebt und blüht werde ich ihn fotografieren.

(C) by Joachim F. Wenk
blauer Storchschnabel

Ansonsten habe ich noch in stundenlanger Arbeit auf den Knien den Bewuchs zwischen den Terrassenplatten herausgekratzt. Da stand das Gras schon so hoch, daß man darüber stolperte….

Dann habe ich die Wildniss bei den Geranien und meiner Captain John Ingram abgemäht. Ich weiß einfach noch nicht was ich mit dieser Stelle im Garten mache. Direkt am Zaun, neben der Haupteinfahrt ins Grundstück und so wenig schmuck gestaltet. Dort haben wir 3 sehr große Nadelbäume umgesägt, deren Stümpfe natürlich jetzt noch im Boden stecken. Ich habe meine Kletterhortensie und die Wildrosensämlingsrose und meine Aronia-Beere hingepflanzt. Diesjahr dann die Mossrose. Aber der Wildwuchs ist wirklich ungestüm und bis ich weiß, wie ich das Eckchen anlengen will muß ich halt mir der Sense durch. .

Die automatische Bewässerung meiner Kübelpflanzen mußte überholt werden. Meine größte Palme hat den Topf derart durchwurzelt, daß kein Wasser, nicht einmal durch die Tropfbewässerung in das Erdreich gelang. Jetzt habe ich mit Hammer und Meisel an ein paar Stellen etwa 5cm tief die Wurzeln entfernt und somit Mulden für das Wasser geschaffen. Dort kann es hineintropfen und dann besser versickern. Ich denke da muß ich mit dem Topf und den Wurzeln im Herbst oder Frühjahr etwas unternehmen.

Zu tun gibt es immer etwas

Endlich einmal wieder Sonnenschein und warme Luft. Wir waren in kurzen Hosen und im T-Shirt im Garten. Hier ein Lagerbericht:

Volker hat die Fenster vom Hüttenzauber, dem Gärtnerzimmer und künftigen Palmenhaus abgeschliffen und mit dem Pinsel in fieser Feinarbeit lackiert. Ebenso das neue Hintertürchen mit Rostschutz und dann mit grünem Lack gepinselt.

Ich habe die ersten Rosenblüten entdeckt. Einmal die Wildrose, deren Samen ich ca. 1992 oder 1993 von meinem Lieblingsberg am Gardasee mitgebracht hatte. Der Sämling stand dann im Topf im Hof  und dann viele Jahre in meinem Feldgarten. Geblüht hat er irgendwie nicht. Aber die Sentimentalität und Loyalität zu meinen Pflanzen hat mich zu ihr halten lassen. Letztes Jahr habe ich die Pflanze dann, spät im Jahr (April oder Mai) am Feld ausgegraben und bei der großen Trockenheit in meinen neuen Garten gepflanzt. Sie ging sofort an und wuchs. Jetzt hat sie wundervolle intensiv rosa-pinkfarbene Blüten in großer Zahl. Schöööööön

Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling  gesät ca. 1992

Wildrosensämling gesät ca. 1992

Wildrosensämling    (c) Joachim Wenk
Wildrosensämling gesät ca. 1992

Und wenn ich schon über meine Rosen rede. Ich habe seit ebenfalls vielen Jahren eine so entzückende kleine Rose, wie sie es wohl nicht gleich ein zweites  Mal gibt. Ich habe früher in einem Hinterhof gegärtnert. In der Stadt mit Betonboden. Das heißt, daß ich alle Pflanzen in Töpfen und Kübeln halten musste. Das wiederum bedeutet, der Wuchs darf nicht sehr stark ausfallen und die winterharten Pflanzen müssen wirklich winterhart sein, um im Topf draußen überleben zu können. Als Rosenfan habe ich viele probiert. Von der ersten  Blüte an begeistert war ich von der Pompon de Bourgogne . Sie hat – nach meinem persönlichen Geschmack – perfekte Rosenblüten und das in  Miniaturform. Eben nur daumennagelgroß. Darüber ist das Laub proportional perfekt passen, hellgrün und die Blütchen duften auch noch dazu. Sie war viele Jahre in einem Betonkübel von etwa 40 cm Höhe rund ums Jahr im Freien. Dann ist sie in meinen neuen Garten umgezogen und das Ergebnis seht ihr hier. Um daran zu riechen müsstet ihr mich allerdings demnächst einmal besuchen.

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)    (c) Joachim Wenk
Pompon de Bourgogne  (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Pompon de Bourgogne (Rosa centifolia)

Aber die Rosen sind nicht die einzigen Blüten, die jetzt so nach und nach im Garten aufgehen. Im Exotenbeet vor dem Haus (winterharte Exoten wie Hibiskus, Zitrone, Palmlilie, Eukalyptus und Banane) blüht der Mohn und der Storchschnabel. Und dahinter in der Tulpen-und Narzissenwiese blühen gelbe Blüten. Da wir die Wiese bis jetzt nicht mähen konnten, da die Zwiebelpflanzen noch nicht eingezogen waren, erscheinen schon die nächsten Blüten mit denen wir nicht gerechnet haben.

Die Banane, die ich jetzt dorthin gepflanzt habe steht seit einiger Zeit in einem riesigen Kübel. In einem Winter der sehr kalt war ist sie uns in der Garage total zurückgefroren. Also alles oberirdische, um dann um so kräftiger von Unten wieder auszutreiben. Der Kaufbeschreibung nach ist sie auch winterhart. So habe ich jetzt einen Ableger beim Umtopfen abgetrennt und in das Exotenbeet gepflanzt. Im Winter werde ich sie über dem Boden abschneiden und mit Laub bedecken. Das ist ein Versuch um zu sehen, ob sie wirklich bei uns ausgepflanzt werden kann. 

Staudenmohn und Storchschnabel    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn und Storchschnabel

Staudenmohn    (c) Joachim Wenk
Staudenmohn

gelbe Wiesenblumen    (c) Joachim Wenk
gelbe Wiesenblumen

Und in meinem Waldgarten, der noch ein wenig verwildert ist blüht mein neuer Fingerhut. Mein Waldmeister wächst auch stark. Er hat sich gut eingebürgert und ich werde ein paar Pflanzen davon zu Likör verarbeiten. Auch einen Baldrian habe ich dort gepflanzt, der ist aber im Moment noch dabei Fuß zu fassen. Er ist noch nicht gewachsen.

weißer Fingerhut im Waldgarten    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

weißer Fingerhut    (c) Joachim Wenk
weißer Fingerhut im Waldgarten

Ansonsten habe ich noch meine restlichen Paprika gepflanzt. Im Gewächshaus ist wieder ein Gurke von vor-der-Kälte kaputt gegangen. Den Glockenpaprika habe ich schon einmal mit einem Stützstab versehen, auch wenn er noch nicht gewachsen ist. Dafür wachsen meine Blauwschokker -Erbsen wie verrückt. Ich habe schon 2 Spanndrähte darüber neu spannen müssen. Dafür ist noch keine einzige Blüte zu sehen.

Die Tomaten unter den Hauben sehen zum Teil wirklich fürchterlich aus. Ich bin am Überlegen, ob ich, wenn am Mittwoch der erneute Regen wieder vorbei ist, diese Pflanzen ausgrabe und dafür meine noch nachgezogenen Pflanzen einsetzen werde. 

Und Pastinaken habe ich nochmals gesät, da die im April gesäten nicht aufgegangen sind. Nachdem ich mir ein Büchlein über Pastinaken (Rezepte, Anbau, Historie) gekauft habe sind nun die neuen Pastinaken ähnlich der Kartoffeln auf kleine Hügel gesät. Hoffentlich gehen sie rasch auf, was aber bei diesen Wurzeln ohnehin einige Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe auch etwas Dill in die Reihe mit gesät. Normal mache ich das um mit dem schnell aufgehenden Dill die Reihe zu kennzeichnen. Da die Reihe ja diesmal aber ein Hügel ist wäre es nicht nötig gewesen. Bei den Roten Rüben habe ich es auch so gemacht, hier allerdings mit Radieschen. Die waren auch noch in meiner Samenbox aber leider nicht in der Erde. Hier habe ich aber auch immer gute Ernten gehabt, wenn ich im Mai oder Juni gesät habe.

Zum Schluss noch eine traurige Nachricht. Das Storchennest ist leer. Am Samstag morgen als ich vom Gassigehen heimkam, kreisten beide Störche in Serpentinen über unseren Häusern und nun sind sie weg. Wahrscheinlich haben sie sich da verabschiedet? Ich habe jedenfalls das ganze Wochenende keinen Storch mehr gesehen oder gehört. Es war wohl doch zu nass und kalt. Hoffentlich probieren sie die nächste Brut wieder bei unseren Nachbarn und hoffentlich dann als glückliche Familie.

So geht Frühling

Ja! Endlich! Ist das herrlich. Den ganzen Tag Sonnenschein. 20-22°C und alles riecht herrlich nach Sonne und Frühling. Und dann haben wir Rasen gemäht, was übrigens höchste Zeit wurde. Der Duft des frisch geschnittenen Grases im ganzen Garten war wundervoll.

Weil das Gras schon so weit gewachsen war, hatte ich jede Menge Mulchmaterial für meine Gemüse- und Staudenbeete. Es hat für alle Beete ausgereicht. Eigentlich hätte ich das frische Gras anwelken lassen sollen um nicht unnötig Schnecken anzulocken, wenn ich es um das Gemüse und sonstige frisch gesetzte Pflanzen verteile. Aber dazu fehlt mir immer die Zeit. Daher bringe ich es gleich noch am selben Tag aus. Im Moment sind so viele Schnecken im Garten unterwegs und fressen überall herum, hinterlassen Schleim und Löcher in den Blättern, da macht es wohl nichts aus, wenn ich das frische Gras gleich vermulche. Auf alle Fälle schwöre ich absolut auf den permanenten Mulch auf freien Flächen. Ich habe das früher schon bemerkt und auch hier in meinem neuen Garten stelle ich es schon im 2. Jahr fest: der Boden ist lockerer und egal wo ich mit der Schaufel zumPflanzen hineinsteche wimmelt es vor Regenwürmern. Die bringen ja die Luft durch ihre Fraßgänge in den Boden, Wasser kann besser hineinsickern und der Kot den sie hinterlassen ist bester Dünger für meine Pflanzen-Wurzeln. Und – was für mich auch ganz wichtig ist – Beikräuter werden reduziert. In meinem Feld-Garten merkte ich es damals auch von Jahr zu Jahr. Wo gemulcht war wurden es weniger und weniger Beikräuter die ich entfernen musste. Das spart Arbeit und ist für mich faulen Hund genau das Richtige.

Rasenschnitt als Mulch in den Gemüsereihen, angelegt nach der Mischkulturmethode von Gertrud Franck
Rasenschnitt als Mulch in den Gemüsereihen, angelegt nach der Mischkulturmethode von Gertrud Franck

Die Tomaten habe ich mit Magermilch-Wasser-Mischung gespritzt. Die armen Dinger schauen recht kaputt und fix und fertig aus, wenn man die Folienhauben lupft und darunter sieht. Die Schnecken haben große Teile weg gefressen und die Pflanzen selbst sind mehr gelb-braun als grün. Bis die sich erholt haben wird es wohl noch eine ganze Zeit dauern, vorausgesetzt, das Wetter spielt ab sofort besser mit.

Tomaten unter Plastikhauben Stroh als Mulch und Trittschutz auf stark benutzten Pfaden im Gemüsegarten

Meine Hokaido-Kürbise, die ich selbst gezogen habe sind nun auch an Ort und Stelle genau wie eine weitere zugekaufte Schlangengurke. Die erste viel dem Klima zum Opfer.

Mischkultur nach Gertrud Franck, frischer Mulch nach Rasenmähen

Neue Brennnesseljauche habe ich angesetzt. Wenn jetzt das Wasser aus dem Boden weiter verschwunden ist, werde ich aus dem ersten Eimer die fertige Jauche zusammen mit Knoblauch- und Zwiebeljauche den Kohl und die Tomaten gießen.

Meine Erdbeeren haben ich im Herbst wohl zu gut mit Dünger versorgt. Die haben wahnsinnig Blattmasse, sind fast kniehoch und blühen eifrig. Entweder die Früchte werden auch schön groß und dann hoffentlich dennoch aromatisch oder der viele Dünger war wirklich zu viel und schwächt die Pflanzen, daß sie nur wässrige Früchte oder verschimmelte Früchte hervorbringen. Oder die Blüten fruchten erst garnicht. Da die Pflanzen aber gesund aussehen gehe ich zum momentanen Zeitpunkt noch davon aus, daß es zwar sehr viel Dünger war aber nicht schädlich viel.

Meine Kartoffeln wachsen auch schön. Es ist genau zu sehen in welche Reihenfolge ich die Beete angelegt und darin Kartoffeln gesteckt habe. Die Frühkartoffeln waren mit Abstand die Ersten und sind jetzt auch am weitesten.

Der Hirschhornwegerich-Samen ist auch mit der Post gekommen und ich habe gleich eine Reihe gesät. Angeblich geht er leicht auf und wächst dann recht robust. Ich bin neugierig auf die Größe der Pflanze, der Blätter und vor allem deren Geschmack.

Unsere Störche sieht man ab und an über das Grundstück fliegen. Im Nest sehe ich heute keinen. Es werden doch nicht die Eier oder Küken kaputt sein????

Meine kitschig-bunte Geraniensammlung habe ich auch in den Futtertrog gepflanzt. Sie sahen so welk und schmutzig-staubig von der Blumenerde aus, daß ich sie noch nicht fotografiert habe. Ich lichte sie erst ab wenn sie sich herausgeputzt haben. Dann gibt es auch von erste Fotos von ersten Rosenblüten. Du meine Güte bin ich ungeduldig, bis die ersten Rosen blühen, die ich im Frühling 2012 gesetzt habe.

Zum Abschluß noch ein Foto vom neuen Hintereingangstürchen. Das bekommt jetzt noch einen neuen grünen Lack und dann ist es perfekt. Die wilde Waldclematis, die ich rechts neben dem Pfosten gepflanzt habe hat schon eine Blüte gehabt und wächst schön. Sie soll den Bogen um das Türchen einrahmen wenn sie groß ist.Durch diese Türe gehe ich täglich zum Gassigehen mit den Hunden. Dazu müssen wir nur die Fuhr entlang gehen und schon sind wir auf einem geteerten Weg direkt an den Feldern und Wiesen.

Kompost

Ich weiß ja nicht, wie das Wetter bei euch so aussieht. Hier bei uns macht es den Anschein, daß tatsächlich die positiven Prognosen für die kommenden Tage zutreffen werden.

So mache ich mir schon einmal Gadanken was so alles noch in welcher Reihenfolge zu machen ist im Garten.

Einiges ist noch zum Sähen: Rote Rüben, Pastinaken nocheinmal aussähen weil die ersten nicht kamen, Radieschen, Dill, Buschbohnen.

Ich habe auch nocheinmal Gründüngersamen (Ölrettich) bestellt, daß ich nicht überall immer nur Gras mulche. Der soll gleichzeitig gegen Schimmelpilze im Boden gut sein. Dann habe ich Hirschhornwegerich bestellt.  Diesmal scheint er lieferbar zu sein. Seit über einem Jahr versuche ich es und immer war er ausverkauft. Das ist sicher eine hochinteressante Pflanze. Als Salat soll er gut sein oder im Zweifel auf alle Fälle für meine grünen Smoothies die ich jeden Tag trinke.

Und dann habe ich mir Gedanken zum Kompost gemacht. Vergangenes Jahr als ich den Garten zum ersten mal bewirtschaftet habe war alles noch sehr wenig geplant und koordiniert. Und weil die Zeit schnell vergeht und die Natur immer voranschreitet mußte ich irgendwo all das abgeschnittene Material (Stauden, Kübelpflanzen, Büsche, Blumenkästen und so weiter) ablegen. Ich habe alles auf einen Haufen geworfen und gehofft, dass ich mir einmal meinen Traum von einem Häcksler ( http://www.bgu-maschinen.de  ) 
leihen kann. Die BGU verleiht ihn tageweise.  Somit hätte ich ihn testen können und hätte gleichzeitig den Haufen so bearbeitet bekommen, daß ich daraus hätte einen Komposthaufen anlegen können.

Nun was soll ich sagen die Zeit geht ins Land der Haufen liegt noch immer so da. Ich habe einmal mit der Mistgabel hineingestochen und wollte sehen wie weit es verrottet ist. Aber die großen Anteile sind störrisch und verhaken sich und da ist nichts zu machen. Ich habe aber dieses Jahr in Draht-Kompostbehältern angefangen ordentlich, zerkleinert Garten“abfälle“ zu sammeln. Wenn der Behälter voll ist, werde ich es gut vermischen und mit Erde vermischt in den zweiten Behälter füllen zum  Verrotten. Wenn ich diese Behälter dort hinstelle, wo der „Haufen“ ist, könnte ich den sonnigen Platz gut nutzen um mir Brombeeren, für die ich schon dauernd einen geeigneten Platz suche, anzubauen. Was soll ich sagen, ich werde einfach probieren, das grobe „Haufenmaterial“ durch meinen normalen Häcksler zu zwängen und den halbverrotteten Rest gleich als Mulch auf die Kohl- und Tomatenbeete ausbringen. Gibt eben Sauerrei aber dann ist das auch aufgeräumt. Und meinen schönen Häcksler erlebe ich nicht life. Geld hab ich sowieso im Moment nicht dafür. Vielleicht kommt dann das zu einem späteren Zeitpunkt einmal.

links ist der „Haufen“ rechts die Draht-
Kompostbehälter
 und eigentliche Brombeer-Standort

beleuchteter Brunnen

Jetzt hätte ich es beinahe vergessen euch mit unserem Geburtstagsbrunnen am Laufenden zu halten.
Seit Freitag haben wir Strom im Garten. Oder genauer gesagt, dort, wo der Brunnen hinkommen soll. Jetzt muß nur noch das Loch gegraben werden und der Kübel im Boden versenkt werden. Naja aber im Moment ist wohl an Lochgraben ohnehin nicht zu denken. Eher habe ich Angst mit dem Spaten in den Boden zu stechen. Sicher kommt dann eine Fontäne Wasser hoch, also hätte man eine Wasserleitung angestochen. Nein es ist wirklich unglaublich, wie nass es überall ist. Aber wenn das Wasser weg ist, graben wir und stellen unseren Brunnen auf. Wir freuen uns schon darauf.

Und es regnet weiter

Es regnet ohne Unterlass. Und wie wohl hin weiten Teilen Frankens (oder Deutschlands) ist hier Land unter. Man kann nur noch über befestigte Wege durch den Garten gehen, weil überall das Wasser bis zur Erdoberfläche steht oder sogar ein paar Zentimeter darüber. Und dort wo  Pflanzen stehen wimmelt es vor Schnecken, riesige Armeen brauner großer Nacktschnecken. Ich habe gestern und heute viel Schneckenkorn gestreut. Das von Neudorf ist für andere Tiere nicht schädlich und für die Schnecken wohl nicht so qualvoll wie andere „Methoden“. Töten bleibt es aber dennoch. Und wenn ich das nicht mache werde ich nichts ernten, diese Menge an Schnecken können meine Pflänzchen nicht überleben, die sind ja fast alle erst vor kurzem gepflanzt. Wenn es doch nur etwas gäbe um sie zu vergraulen anstatt zu töten.

Heute waren wir wieder in unserer Gärtnerei und haben Gemüsepflanzen gekauft. Grünkohl, Rosenkohl, Fenchel, Kohlrabi, Schlangengurken, Fingergurken (letztere sind mir wegen der Kälte sogar im Gewächshaus kaputt gegangen), Wassermelone und 3 wunderbar kitschig bunte stehende Geranien in meinen Geranientrog, den ich noch bepflanzen muß.

Die 9 Grünkohlpflanzen habe ich bei Nieselregen auch gleich gepflanzt. Die Reihe war schon vorbereitet, da ich zur Mischkultur bereits ein paar Tagetes dort hingepflanzt habe. Den Rest pflanze ich vielleicht morgen oder auch erst Mitte der Woche wenn es trockener wird.

So habe ich wenigstens irgendetwas im Garten gemacht. Es ist doch schon Juni und da muß man doch im Garten etwas machen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Winter ist dann wieder lang genug.

Und unsere armen Störche mögen den Regen glaube ich auch nicht. Sie sehen mehr braun als weiß aus und man sieht sie kaum. Gestern stand einer von ihnen einbeinig auf einem anderen Dach. Einer sitzt im Nest. Hoffentlich ist noch alles in Ordnung. Ich habe von Störchen aus der Gegend gehört, deren Kinder im Nest ertrunken oder erfohren sind. Wir schauen  immer wieder gen Nest ob man etwas erkennen kann. Die Eltern jedenfalls sind noch da und von Jungen oder Fütterungen sieht man aber noch nichts. Man hoffentlich nimmt das ein happy end……

Hilfe wir ertrinken!

Blub blub blub, ich habe das Gefühl mein Garten versinkt in den Fluten. Und das obwohl wir an der höchsten Stelle im Ort und auch aussenherum sind. Unsere Wiese steht unter Wasser, jeder Tritt darauf erzeugt quaatsch- und patsch-Geräusche. Im neu angelegten Staudenbeet stehen die neuen Rosen bis zum Hals im Wasser und die Kartoffeln  tronen in ihren Hügeln wie in der Nordsee die Häuser auf kleinen Erhebungen über dem Meeeresspiegel. Zwischen den Tomaten steht auch das Wasser. Ob das gut geht? Nass von Oben und von Unten. Wenn da mal nicht wieder das Schimmelige und Pilzige überhand nimmt und mir meine Ernte versaut. Aber so nützt ja auch ein Spritzen mit Schachtelhalm nichts, das wird ja sofort von den Blättern gespült. Im Regen messer waren heute morgen schätzungsweise 50l/qm angezeigt. Schätzungsweise deshalb weil die Skala erst garnicht so weit reicht. Im vergangenen Mai war alles trocken, daß der Boden riss. Wir haben immer und immer wieder zum Regenmesser geschaut, wenn wir weg waren und heimkamen, aber nie war nennenswert oder überhaupt etwas drin. Und diesen Mai läuft er über in einer einzigen  Nacht. Da kam der Regen von letztem Jahr, diesem Jahr und für nächstes Jahr gleich mit. Gartenarbeit jedenfalls war heute bei ununterbrochenem Dauerregen und dem überschwemmten Boden nicht möglich.

wegen einer Lehmschicht unter dem Boden steht selbst in unserer erhöhten Lage das Wasser im Garten

wegen einer Lehmschicht unter dem Boden steht selbst in unserer erhöhten Lage das Wasser im Garten

Geburtstag

Heute ist Fronleichnam und somit Feiertag. Das Wetter ist überraschend sonnig. Windig und frisch ist es auch aber immerhin regnet es nicht. Heute Nachmittag feiern wir meinen Geburtstag nach und die Familie kommt zu Besuch. Wir richten unseren Hüttenzauber schön her, der letzte Flieder und bunte Akeleien schmücken den Tisch. Weil es doch noch etwas frisch ist schüren wir im Hüttenzauber den Holzofen. So kann man herrlich im trocknen und warmen sitzen und draußen den schönen Garten begutachten. Wenn die Sonne herauskommt zieht es uns nach draußen auf die Gartenstühle. Ein wunderbar entspannter Nachmittag war das.

Jetzt blühen auch unsere Margeriten in der Wiese. Jedes Jahr ist ein kleiner Fleck besiedelt mit Wiesenmargeriten. Wir achten beim ersten Mähen im Frühjahr immer penibel darauf wo sie waschen und lassen dort das Gras wachsen.  Erst nach der Blüte und dem Aussamen wird der Fleck dann auch in das Mähen mit einbezogen.

Wiesenmargareten

Wiesenmargareten

Nachschub

Na also geht doch, oder was sagt ihr zu dem Wetter? So müsste es halt länger sein. Ich habe gestern nocheinmal ein paar Paprikapflänzchen geschenkt bekommen und werde die jetzt gleich ins Gewächshäuschen Pflanzen. Da stehen zwar schon etliche aber wenn ich wie letztes Jahr nur eine Paprika pro Staude ernte, schadet es nichts wenn ein paar mehr vorhanden  sind.

Ja letztes Jahr wuchsen die Paprikas gut hatten schnell eine Blüte und daran eine Frucht die den ganzen Sommer hing, bis ich sie im Herbst abmachte um zu sehen ob ich wenigstens die essen kann. Sie schmeckten nach nichts, eher bitter und zäh. Aber ab dem Zeitpunkt kamen weitere  Blüten und Früchte aber das ist dann Mitte  September doch auch zu spät. Und da habe ich mich aber erinnert, daß ich glaube ich einmal gelesen habe, daß man bei Paprikas die erste Blüte entfernen soll, daß eben weitere sich entwickeln. Dieses Jahr probiere ich das aus. Schlimmsten Falls habe ich eben eine Blüte und damit Frucht pro Pflanze weniger. Aber das Risiko gehe ich jetzt einmal ein.

was ist denn jetzt das?

Es ist Sonntag, 26. Mai 2013 und wir haben seit Tagen Temperaturen unter 10°C und heute kommt das Thermometer niemals über 6°C und es ist ein eisiger Dauerregen mit Sturm. Den ganzen Tag. Nachts war stellenweise Reif bei uns im Ort und ich weiß nicht wie meine Tomaten unter ihren durchnässten Plastikhauben überlebt haben und an meine Zitronen und Drachenbaum oder Jasmin mag ich garnicht denken. Also so etwas weiß ich nicht, daß ich schon erlebt habe so kalt und so lange und ohne Aussicht auf Besserung. Angeblich sollen am Dienstag ja 19°C werden. Nur Dienstag und danach gleich wieder dieses Novemberwetter. Das vermiest einem doch die ganze Freude auf Frühling und Sommer. Erst der nicht enden wollende Winter. Jetzt immernoch Wintertemperaturen. Dazwischen wie zum Hohn und um uns falsche Hoffnungen zu machen ein paar Sommertage. Wenn das Klimaerwärmung ist, dann mag ich Klimaerwärmung nicht!

Ich habe mir gerade noch meine „Un“Kräuter für den grünen Smoothie morgen gepflückt und bin pitschnass und unterkühlt danach. Ich bin echt fassungslos.