Sonne ohne Ende im Landgarten, aber irgendwas passt dennoch nicht.

Die Sonne brennt vom blauen Himmel und ich kauer verfroren mit Wollmütze und Winterjacke im Beet. Das Frühjahr ist da und doch das Dorf menschenleer. Eine verrückte Zeit gerade.

Ein März, wie wir ihn bisher nicht kannten.

Der März ist fast vorüber. Übermorgen werden die Uhren auf Sommerzeit gestellt. Der Sommer soll ja wieder elend heiß werden und noch trockener als je zuvor. Mir graust es davor. Nun, Sonne hätten wir auch jetzt schon ausreichend. Sogar feucht ist der Boden, weil es bis vor kurzem immer wieder geregnet hat. Und das nicht wenig.

Kompost in den Beeten verteilen konnte ich bereits im T-Shirt und mit schützendem Sonnenhut auf dem Kopf erledigen. Das Thermometer zeigte ein paar Tage über 20 Grad im Schatten. Und dann war es vorbei. Wirklich und ungelogen kam von einem Tag auf den nächsten die Kälte. Tags nur noch maximal (!) 5 Grad und Nachts immer -5 Grad, wenn nicht gar -7 Grad oder darunter.

So schnell ändert sich alles. Über dem T-Shirt trage ich nun Pullover, ganz dicke Winterjacke und Wollmütze. Der Wind, meist sogar Sturm , pfeift mit einer Eiseskälte, dass es direkt weh tut im Gesicht.

Aber nicht nur das Wetter hat sich schlagartig gewendet. Auch unsere Gesellschaft ist eine andere. Erst schließen Läden, dann kommt die Ausgangsbeschränkung. Soziale Kontakte gibt es nicht mehr. Nicht einmal mehr die Nachbarin sehe ich, wenn ich im Garten werkle. Niemand ist unterwegs. Es ist gruselig still im ganzen Dorf. Ungewissheit beherrscht meine Gedanken und irgendwie ist das Frühjahr, die Sonne, die Gartenarbeit, für die ich gerade ein wenig mehr Zeit habe, alles was wächst und neu treibt anders, als sonst. Die Stimmung ist einfach eine andere. Nicht frühlingshaft gelöst und heiter, wartend auf all das Schöne, das jetzt kommt. Vielmehr liegt eine alles dämpfende Schicht über allem. Abwarten, wie geht es weiter, was kommt noch alles auf uns zu, wie wird es danach sein, wie schaffen wir es, auch nach der Krise noch ein Geschäft zu haben?

Eiseskälte, soziale Isolation, wer begleitet mich trotzdem durch den Garten?

Die wirklich unglaubliche Eiseskälte draußen untermalt alles mit einer bitteren Melodie. Keine Melancholie, nein, denn uns geht es gut, wir haben mehr Zeit zum Ausspannen und zum Kochen.

Und so machte ich mich heute einmal auf, Eindrücke zu sammeln und sie hier im Tagebuch fest zu halten. Ein Märzrundgang im Landgarten, von dem ich gespannt, bin, wie die Erinnerung daran sein wird, wenn ich in 1 oder 3 oder 10 Jahren diesen Beitrag einmal wieder lese.

Der Vorgarten:

Wenigstens hier in meinem Blog kann ich ja ungehemmt so tun, als hätte ich lieben Besuch empfangen und zeige diesem meinen Garten. Beginnen wir also im Vorgarten hinter der Gartenpforte:

Kiesgarten – ein Gartenprojekt das auf Vollendung wartet.

Als die Welt noch im alten Takt lief und wir vor einigen Wochen schon einmal herrliche Sonntage mit Wärme hatten, half mir mein Bruder mit seinem Bagger, den Vorgarten auf zu räumen. In einem eigenen Bericht könnt ihr das genauer betrachten.

Nun liegt alles brach. Keine Zeit und keine Erlaubnis (?) im Wald draußen Feldsteine zu holen. Keine Zeit Schotter und Kies zu besorgen und bei der wahnsinns Kälte weder Lust anzufangen noch Erde mit der Schaufel zu verteilen. Keine Zeit zum Pflastern und modellieren. Irgendwann jedenfalls soll hier ein gepflasterter Weg nach unten zum Zaun führen, der dann ausläuft in einen Kiesweg. Dieser führt geradewegs durch ein Kiesfeld links und rechts von ihm, bepflanzt dann mit den entsprechenden Stauden. Pflanzen eben, die die enorme Hitze und Dürre, die hier im Sommer (Südwesthang und der Weiher reflektiert die Sonne) herrscht aushalten und sogar mögen. Unser Auge und der Magen der Insekten werden sich freuen.

Nach oben geht es weiter mit der Frühlingsblumenwiese. Krokusse und Schneeglöckchen sind verblüht. Jetzt haben die Narzissen ihren Auftritt. Auch die Hyazinthen blühen beinahe. Gefolgt wird alles von den Wild-Tulpen.

Steingarten – ein Gartenprojekt das erfolgreich abgeschlossen wurde.

Ebenfalls hier im Vorgarten liegt der Steingarten. Ein Jahr ist es jetzt her, dass wir diesen, abermals mit Hilfe meines Haus- und Hof-Baggerfahrers angelegt haben.

So weit ich sehen kann, hat alles den milden aber sehr feuchten Winter überlebt. Die hier ausgepflanzten Mittagsblumen könnten Schaden genommen haben. Aber das stellt sich in den nächsten Wochen noch heraus. Ich freue mich schon, wenn der Zwergseidelbast wieder blüht. Dieses winzige Sträuchlein verströmt einen Blütenduft, der den ganzen Berich hier vorne beduftet.

Oberhalb des Steingartens steht der riesige Korkenzieherhasel. Darunter blüht(e) eine muntere Gesellschaft, die sich vollkommen allein dort angesiedelt hat. Zu nennen sind Krokus, Veilchen, Narzissen, Blausternchen, Schneeglöckchen und natürlich Giersch. Letzterer darf hier sogar auch wachsen. Im Sommer ist er eh wieder weg, wenn das dichte Laub des Strauches jedes Wachstum unter ihm verhindert.

Noch weiter oben, auf der Terrasse beim Haus, habe ich bereits wieder die Teichbadewanne mit Wasser befüllt.

Der obere Garten und Gemüsegarten.

Oben im Garten steht noch immer die Hanfpalme dick eingepackt unterm schützenden Dach. Die hat es gerade schwer. Als ich mit T-Shirt im Garten arbeitete, habe ich sie ausgepackt. Zu warm heizt die Sonne sonst den Stamm auf. Dann kam die Kälte mit den argen Minusgraden in den Nächten. Da habe ich sie wieder eingepackt. Nun brennt wieder die Sonne auf den den Stamm und so habe ich ein weißes Tuch darum gewickelt. Vielleicht hält das die Sonne etwa ab. Das Schutzdach ist schwer zu montieren und demontieren. Wenn es weg ist, stelle ich es erst im Herbst wieder auf. Daher bleibt es, bis die Fröste vorüber sind. Gerade bei den momentanen Stürmen wäre ein Gefrieren der Blätter mit anschließendem Sturm, der alles zerzaust tödlich. Die gefrorenen Adern der Blätter würden reißen und die Blätter nach dem Auftauen vertrocknen.

Alle anderen Kübelpflanzen stehen auch noch im Überwinterungsraum. Die Duftpelargonie freut sich über ihren Fensterplatz und blüht schon den ganzen Winter über.

Von Stauden und Ramblern.

Von hier blickt man über das Staudenbeet in den Gemüsegarten.

Im Staudenbeet habe ich das gerade austreibende tränende Herz mit Vlies geschützt. Jahr für Jahr friert es nach dem Austrieb zurück, kommt nicht mehr zur Blüte und wird immer mickriger. Vielleicht kann ich es dieses Jahr davor bewahren.

Mein Rambler, der Paul’s Himalayan Musk, am neuen Rosenschirm hat im vergangen Jahr mächtig getrieben (alles was man sieht ist der Zuwachs von einem Jahr). Jetzt treiben schon wieder die ersten Blätter. Der Frost richtet hier aber keinen Schaden an. Seine Blätter sind selbst im Frühjahr erstaunlich frostfest.

Direkt neben dem Eingang zum Gemüsegarten treibt mein Hopfen schon fleißig aus.

Der Gemüsegarten wartet auf warmes Wetter

Im Gemüsegarten selbst tut sich noch wenig. Zu wenig, wie ich meine.

Grünspargel wurde geliefert. Ich habe ihn gepflanzt und dick mit Vlies zugedeckt. Er ist winterhart, klar. Aber übersteht er jetzt frisch gepflanzt, als wurzelnackte Pflänzchen, den plötzlichen Frost?

Daneben ist das neue Erdbeerbeet vorbereitet.

Die Erdbeeren stehen seit Wochen im Gewächshaus, könnten und sollten gepflanzt werden. Aber erst war keine Zeit und jetzt wollte ich nicht, da ja unmittelbar danach die Nachtfrostperiode kam.

Im alten Erdbeerbeet mache ich nicht mehr viel. Die Veilchen blühen dort und der Knoblauch sprießt. Ein paar Beeren kann ich sicher ernten, dann kommen die Pflanzen raus.

Der Rhabarber treibt bereits und wenn man eine Pflanze sucht, die mit voller Wucht in den Frühling bricht, kraftvoll wie ein Mammut aus dem kalten Boden treibt, dann wird man bei ihm fündig.

Die Wintersteckzwiebeln habe ich ein erstes mal gehackt, weil das Unkraut zu hoch wurde.

Der Winterportulak im Freien ist nicht besonders schön.

Der Winterportulak im Frühbeet dagegen wird laufend beerntet, ist saftig grün und liefert neben dem gerade geernteten Feldsalat frische Gemüsekraft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Heidelbeere und Preiselbeeren im Waschbetonkübel können das Frühjahr auch kaum noch erwarten. Dicke Knospen wollen aufspringen und Blüten aufgehen.

Der Bärlauch liefert schon regelmäßig frisches Grün. Ebenso die Winterheckenzwiebeln. Hier die im Topf vom Selbstversorger-Selbsttest.

Dank Gewächshaus und Frühbeet wächst schon was im Gemüsegarten.

Im Gewächshaus ernte ich weiter Endivien und Winterkopfsalat.

Die Asiasalate im Frühbeet und Gewächshaus sind mir jetzt schon zu groß. Die in ihnen enthaltene Schärfe ist enorm und würzt den Salat nicht mehr, sondern verdirbt mir den Appetit. Ein paar Blätter allerdings wandern täglich in den Frischpflanzenpresssaft. Mit Möhren und Äpfeln gibt das einen milden Geschmack.

Die Wintersteckzwiebeln im Gewächshaus wachsen fleißig, genau wie mein Elefantenknoblauch.

Erste Salate und Kohlarten keimen. Aber weil die Saatschalen nachts immer durchfrieren, freue ich mich an dem was aufging, sähe aber momentan nichts weiter aus.

Im Boden direkt habe ich Radieschen gesät, die jetzt keimen.

Die Frühlingszwiebeln schieben auch ihre Köpfchen aus der Erde.

In der Kinderstube mit Ablegern vom Herbst freut mich am meisten der Himalaya Mannsschild. Im Steingarten wächst der und ich legte im Spätsommer einfach ein paar Rosetten auf die Erde im Töpfchen. So steht er neben den Kakteenablegern oder dem ewigen Kohl im Gewächshaus. Und was sah ich jetzt kürzlich? Knospen und gar jetzt schon Blüten. Gute zwei Monate mindestens zu früh, aber zuckersüß irgendwie.

Apropos süß. Schaut her, wer wieder da ist. Mein Laubfrosch im Gewächshaus. Zu Ende sind also die einsamen Gartenstunden im Gewächshaus. Jetzt habe ich wieder nette Gesellschaft.

Nun, das war mein Gartenrundgang mit dem virtuellen Gartenbesuch im März. Wir haben Lust auf Kaffee und Kuchen und gehen ins Haus. Hier im Vorraum ist es österlich mit einem dekorierten Zweig vom großen Korkenzieherhasel im Vorgarten.

Ich hoffe, wir sehen oder hören oder lesen uns gesund und munter bald wieder und wünsche schöne Frühlingstage und frohes Garteln.

17 Antworten auf „Sonne ohne Ende im Landgarten, aber irgendwas passt dennoch nicht.“

  1. Lieber Achim,
    das ist schon eine sehr ungewöhnliche Zeit, in der wir jetzt leben, und von der auch ich hoffe, dass sie bald vorüber ist. Obwohl es uns gut geht und wir wirklich glücklich sind, dass wir auf dem Land leben und einen Garten haben, so vermisse ich doch auch die ein oder andere Freizeitaktivität.
    Um so schöner ist es, dass Du mich durch Deinen Garten geführt hast. Bei uns war es die letzten Tage auch empfindlich kalt, so um die -5 Grad. Damit hatte ich wirklich nicht mehr gerechnet. Wenn ich höre, dass es dieses Jahr noch trockener werden soll, wird mir schon schlecht, um es mal so salopp zu formulieren. Wir haben zwar jetzt eine Gartenbewässerung installiert, die das Wässern sicher viel einfacher macht, aber Regen wäre mir deutlich lieber.
    Bärlauch essen wir jetzt auch zu fast jeder Mahlzeit, aber mindestens einmal am Tag. Davon haben wir ja jede Menge.
    Passt gut auf euch auf und bleibt gesund.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Das stimmt wohl, Wolfgang,
      eine sehr eigene Zeit ist das gerade. Ich habe auch Bammel vor dem Sommer mit der Trockenheit. Bei uns geht das jetzt dann schon los. Der letzte Regen liegt einige Zeit hinter uns, die Sonne scheint jeden Tag bei noch kalten Temperaturen. Aber da verdunstet auch viel aus dem Boden. Und nun wird es, was mich auch wieder freut, deutlich wärmer bei Null Wolken und Null Regen. Mal sehen, ob der April mit seinem charaktieristischen Wetter ausbleibt. Ostern könnte man so schön im Garten gemeinsam feiern, aber das wird ja nichts. Ich habe jedenfalls meine Ostervorbereitungen längst auf Eis gelegt. Naja was solls, gemeinsam feiern geht nicht, einsam arbeiten ist aber möglich. Also weiß ich ja, was an Ostern im Garten getan wird…..

      In diesem Sinne, schöne Frühlingstag und viel Gesundheit wünscht der Achim

  2. Lieber Achim,
    es war mir ein Vergnügen, mit Dir durch den Garten zu spazieren. Das mit der dämpfenden Schicht des Abwartens hast Du schön formuliert. So fühlt es sich für mich tatsächlich an. Keiner weiß, was wann kommen wird. Gespräche übern Gartenzaun finden aus sicherer Entfernung und viel leiser als üblich statt. Lautes Gelächter kommt nur noch von den Kindern, die zumindest in den Gärten herumtoben können.
    Auch hier hat der Märzwinter den Garten zum Stillstand gebracht. Ich war so leichtsinnig, die Wintersalate bereits aufs Hochbeet umzusetzen. Dank Netzabdeckung ist ihnen nichts passiert, leider wächst alles gefühlt rückwärts. Immerhin tut sich was auf unserer Garage. seit gestern entsteht ein Gründach, die Handwerker haben Corona getrotz.
    Liebe Grüße und bleib gesund
    Karen

    1. Hallo Karen, gerne geschehen 😉
      Das stimmt, keiner weiß, wohin das alles führt. Im Moment ist hier für uns (bis aufs Geschäft, das fast auf 0 runter gefahren ist) alles in Ordnung, wir kommen zur Ruhe, ich habe Zeit für den Garten. Alles ist nicht schlimm, die Nachrichten sind schlimm. Ist es die Angst vor dem was kommen könnte, die belastet? Da sind wir wieder bei dem Ungewissen. Hoffe ihr könnt im Moment auch nicht klagen und seid auch gesund. Genießen wir das was da ist, so lange es noch da ist. Was kommt wissen wir nicht und können hier, bis auf eben die Einhaltung der Vorgaben , nichts wirklich tun. Ich habe heute in den Gemüsebeeten rum gekratzt und Grasbüschel, Löwenzahn und Akeleien gejätet. Es müsste wirklich langsam losgehen. Ende der Woche wird es wärmer, dann starte ich weitere Sämerein in Saatschalen und im Freien. Und die Erdbeeren mit SChalotten kommen endlich in die Erde. Vielleicht machen wir kommende Woche, wenn schönes Wetter ist, auch was am Kiesgarten im Vorgarten. Da haben wir leider keine fleißigen Handwerker, das müssen wir selbst machen. Dafür sind bei uns im Geschäft fleißige Handwerker, die auch dem Virus trotzen, am Werkeln.

      Bleib gesund und auf eine erfolgreiche und schöne Gartensaisn, der Achim

  3. Lieber Achim,
    grad die letzten Tage ist mein Garten ein Trost für mich.
    Kann ich doch wenigstens das Haus verlassen, ums Haus rum und draussen ein wenig werkeln. Jedes keimende Pflänzchen freut mich, jede Blüte und die Lebendigkeit um mich rum.
    Die letzten Jahre musste ich den Gemüsegarten etwas hintenan stellen – dieses Jahr ist er meine ganze Freude und Freizeitbeschäftigung.
    Bärlauch und Ruccola (vom letzten Jahr übrig) können wir schon aus dem Garten holen. Mit Salat bin ich leider etwas spät dran. Aber er wird. Alte Tomatensorten habe ich noch nachgesät – bin sehr gespannt.
    Ich hoffe, wir alle überstehen den Virus und können bald wieder über den Gartenzaun ratschen!
    Viel Gesundheit und viele Grüße Renate

    1. Hallo Renate, ich danke Gott jeden Tag für meinen Garten. Bin ich sonst schon immer dankbar dafür, sehe ich jetzt wie unbezahlbar er ist für unsere Lebensqualität in solchen Zeiten. Und ja, diese Lebendigkeit. Sie kommt mir gerade fremdartig vor, wenn ich sonst das Dorf, die Straßen, ja die Autobahnen fast leer und still sehe. Überall so viel Ruhe, nur die Natur ist voll und ganz mit Frühling beschäftigt. Die Frösche Quaken,die Vögel machen ihren üblichen Radau rund ums Haus von früh bis spät und wenn es warm ist summt es fleißig überall in der Luft. Eine komische Stimmung für uns Menschen.

      Bei mir ist der Gemüsegarten der Hauptteil meines Gartens. Nicht unbedingt flächenmäßig, doch aber zeit-mäßig und kräfte-mäßig. War schon immer mein Steckenpferd, was essbares an zu bauen. Die Salate sind noch das Ergebnis der Herbst-Arbeiten. Jetzt ist auch noch kaum was Neues gekeimt. Ein paar winzige Salatsämlinge. Aber es ist noch kalt, ich habe gerade wenig Zeit und so lasse ich den Gemüsegarten, wie den anderen Garten langsam angehen. Wobei ich schon wieder großen Wert auf Gemüse legen. Man weiß nie, was noch auf uns zu kommt. Dennoch bin ich gerade viel im Garten, auch mit Unkrauthacken und sonstigen Tätigkeiten. Alles Sachen die man nicht groß im Blog schreibt, die man nicht sonderlich sieht, die aber gemacht werden müssen, damit alles wieder schön wird und schön bleibt.
      Dir auch viel Gesundheit und Kraft aus deinem Garten, liebe Grüße, der Achim

  4. Lieber Achim,
    jetzt habe ich fast das Gefühl mit Dir durch Deinen Garten gewandert zu sein. Und das mit einer Tasse Tee, die jetzt neben mir steht. auf deinen Kiesgarten bin ich sehr gespannt.
    Mein kleines Magerbeet ist jetzt ja im zweiten Jahr und es macht unglaublich viel Freude. Ganz ohne gießen gedeihen in ihm die Pflanzen, zwar nicht alle, aber ich bin ja noch im Versuchsstadion. Und, obwohl ich es bei dem reinen Kiessubstrat immer noch nicht begreife, sie werden auch groß.
    Sogar die Geophythen sind im zweiten Jahr wieder gekommen. Im Moment gehe ich sehr oft dorthin….. im Garten komme ich auf andere Gedanken. Dieses Frühjahr ist nichts so, wie es einmal war und unsere Welt wird danach eine andere sein. Hoffentlich bleibt uns diese unglaubliche Solidarität erhalten.
    Nur die Natur macht einfach so weiter und zeigt uns, das es so viele kleine Wunder gibt.
    Bleib gesund
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, du sagst es, die Natur macht weiter, als wäre nichts geschehen. Nun,für sie ist ja auch nichts geschehen und vielleicht kapieren nun mehr Menschen, dass wir auch nur Natur sind, ein Teil von ihr und nichts Unantastbares. Die Natur zeigt hier ganz subtil, wie sie uns im Griff hat und auslöschen könnte. Vielleicht eine Warnung, besonnener mit ihr um zu gehen???
      Nun auf mein Kiesbeet freue ich mich auch schon sehr. Ich werde die Erde der kleinen Terrasse noch etwas abtragen und an den Zaun in den Baggeraushub füllen. Dann kommt Split drauf und wird, wie auch immer in diese Erde eingearbeitet. Darauf kommt dann grober Split, also Schotter. Wenn ich mich richtig informiert habe sogar eine ganz schön dicke Schicht. Ich freu mich schon auf die Pflanzenbestellung. Die tätige ich aber erst, wenn alles so weit ist, sonst weiß ich wieder nicht wohin damit so lange. Eine Strauchrose, die dort stand und herrlich zum Thema passt (ungefüllt, mehrmals blühend) steht momentan noch in einer Schale und muß bald mal gepflanzt werden. Im Moment ist aber an solche Extra-Sachen nicht wirklich zu denken. Volker hat genug um die Ohren mit unserem Geschäft, das gerade fast still steht. Zudem kann man nicht einfach raus und Material besorgen oder jemand bitten mit an zu langen. Wir überlegen auch, wie das mit dem Karpfenweiher ist, der müsste jetzt gefischt werden. Ist der Winterbesatz, viel zu viele Fische für den Sommer. ABer für die Aktion brauchen wir noch ein oder zwei Helfer. Ob das zur Landwirtschaft zählt und man das machen darf? Machen wir es nicht, werden nicht viele Karpfen überleben und der Weiher ohne Fische veralgt und kippt um.
      Lauter Dinge, über die man sich sonst nie Gedanken gemacht hat, weil es eben alles so lief.

      Hoffen wir also heil und gut aus der ganzen Affäre raus zu kommen und genießen es in großer Dankbarkeit, einen Garten zu haben und dort sein zu dürfen.
      Liebe Grüße und weiter Gesundheit wünscht der Achim

  5. Achim, Wahnsinn, was du alles berichten kannst! 😊 Hier ist es seit Wochen trocken. Die Erde ist zentimetertief trocken und selbst der Rhabarber lässt die Blätter hängen. Ich beginne wohl mit dem Gießen. Ein wenig vergeht mir da jetzt schon die Lust auf die Saison. Meine Winterheckzwiebeln werden komplett angefressen. Erst dachte ich, dass das die Rehe oder die Mäuse wären. Nun sind sie eingesetzt und ich finde schillernden Schleim. Also sind die Schnecken schon am Werk. Aber, immerhin, es kann also nur besser werden 😉
    Liebe Grüße,
    Gesa

    1. Hallo Gesa,
      oh weh, das klingt nicht erfreulich, wenn es bei dir jetzt schon wieder (oder eher immer noch) so trocken ist. Bei mir ist es etwas feucht im Untergrund, so dass Rhabarber und Stauden genug versorgt sind. Oben drauf ist dank der hohene Temperaturen , der 12 Stunden Sonne am Tag und des Sturmes (der war, als es wieder bitter kalt war) auch schon wieder sehr gut abgetrocknet. Ich müsste langsam sähen,aber komme nicht dazu. Möhren, dicke Bohnen und so was. Jetzt kommt wieder Kälte mit ordentlich Frost in der NAcht, aber danach werde ich zumindest mal die Erdbeeren auspflanzen.

      Dass Winterheckenzwiebeln so stark von Schnecken gefressen werden, kannte ich bislang auch noch nicht. Ich hatte eher den Endruck, als gäbe es an ihnen keine Schädlinge. Meine im Beet und Topf treiben munter aus und werden nur von mir angefressen 😉

      Nun,dann warten wir mal auf den weiteren Verlauf des Wetters und unserer Gesundheit. Immer in der Hoffnung, dass alles Gut wird. Ich wünsche dir das und schicke frohe Gartengrüße, der Achim

  6. Lieber Achim,
    ja es ist alles etwas bedrückend zur Zeit. Und man muss sich
    öfter kneifen. Das alles kann eigentlich gar nicht sein.
    Da merkt man erst wie zerbrechlich die menschliche Gesellschaft ist.
    Ich bin sehr froh, dass wir den Garten haben. Er lenkt ab und schenkt viel Freude.
    Um dein Steingartenbeet beneide ich dich aber immer noch.
    Voriges Jahr konnte man ja schon sehen – wie toll es wird.
    Aber nun sieht es echt aus, als wäre es schon immer da gewesen.
    Wie eine bewachsene Felswand im Wald – fantastisch!
    Liebe Grüße von Urte, bleibt gesund
    und passt auf euch auf!

    1. Liebe Urte, und man merkt oder ich hoffe, dass viel es merken, dass man nur ein winziges Glied einer großen Gemeinschaft , eines großen Ganzen ist, der Natur nämlich. Egal wie hochnäsig die Menschen sind, die Natur kann sie rascher ausrotten, als wir die Natur. Oder wie habe ich kürzlich in einem Beitrag einmal philosophiert. Kann der Mensch die Natur zerstören? Nein, sie aber den Menschen. Und wir sind da ganz nah dran…..
      Der Steingarten bereitet mir auch viel Freude. Im späten Herbst dachte ich, einen großen Fehler damit gemacht zu haben. Er war dich zugemulcht mit dem Laub der Korkenzieherhasel und deren Nüssen. Die Nüsse klaubte ich raus und die Winterstürme kümmerten sich um den Rest. Fast schon sauber geleckt vom Laub liegt er jetzt schon lange da und wartet auf die neue Saison. Glück gehabt, doch nichts falsch gemacht. Man muß oftmals einfach nur Geduld haben.

      Viele Grüße, der Achim

  7. Hallo Achim,
    die Laubfroschfrage hat mich schon zu Anfang des Artikels sehr beschäftigt – und er ist doch schon wach, trotz der Kälte! Winterportulak ist ein regelrechtes Unkraut dieses Jahr, den sieht man überall auf jedem freien Flecken. Nur im Kübel sieht er bei mir auch nicht schön aus.
    Hast du schon die Samen des Taubenkropf-Leimkrauts ausgesät? Ich versuche es gerade auch, will noch mehr trockenheitsverträgliche Pflanzen haben.
    VG
    Elke

    1. Hallo Elke, nein das Leimkraut ist noch im Tütchen, steht aber auf meiner viele Seiten langen Saattabelle, von wann bis wann man was sähen kann. Ich vergesse es nicht, brauche es dann eh für den Kiesgarten, wenn es keimt. Der Spargelsalat ist leider nicht gekeimt. Steht noch im Gewächshaus, während mein Kopfsalat schon gekeimt ist, siehe Saatplatte im Bericht oben. Das spanische Gänseblümchen soll ja auch so toll sein in so einem Kiesgarten, und säht sich selbst aus. Kennst du das?

      Viele Grüße,der Achim

      1. Hallo Achim,
        ich habe es vor ein paar Tagen mal auf der Fensterbank ausgesät, es kommen auch schon Keimlinge. Klappt also bei denen ganz gut. Eigentlich war in dem Anzuchtset, das ich auf der IPM bekommen habe, Petersilie. Die hat aber gar nicht gekeimt, also habe ich Leimkraut da rein geworfen.
        Spanisches Gänseblümchen habe ich im Null-Euro-Beet. Hab es ganz hinten an die Mauer gesetzt. Es hat bis jetzt noch jeden Winter überlebt. Leider verbreitet es sich an der Stelle nicht so üppig, schade.
        VG
        Elke

        1. Hallo Elke, das ist gut, wenn es auch leicht aufläuft. Habe nachgesehen, est steht von März bis Mai bei mir in der Aussaattabelle. Da ich meinen Platz gut einteilen muß sähe ich immer erst die Sachen, die dann nicht mehr sähbar sind und die, die später auch noch gesät werden können, müssen noch warten. Also ist das Leimkraut erst später dran. Mein Kiesgarten wird ja wohl auch noch Monate still liegen, und so habe ich keinen Platz es zu pflanzen. Also eines vielleicht im Steingarten, mal probieren und im MÄuerchenbeet ja, aber jetzt wo die Idee mit dem Kiesgarten da ist, soll es sort hinein. OH weh, wenn ich an die Mengen festen Lehmbodens denke, der jetzt noch von Hand rumgeschaufelt werden muß, um alles zu modellieren. Dann mit Split auflockern und dann der Weg mit SChotter und Platten udn so weiter und nebenher muß der übrige Garten ja am Laufen gehalten werden. Wenn es nur nicht immer zwischen durch so eisig kalt mit unheimlich eisigen Stürmen wäre. Aber da mache ich draussen nichts, will jetzt auf keinen Fall mir ne Erkältung einfangen. Wäre ja nicht die erste dieses Jahr….

          Liebe Grüße, der Achim

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