Lenzrosenmarkt in Schloß Thurnau an Mariä Verkündigung

Das wird ein schöner Tag, so viel kann ich schon bald am Morgen nach dem Aufstehen erkennen. 
Der Tag wird doppelt schön, und das ist auch doppelt schön. Was es mit dieser Zweideutigkeit auf sich hat, will ich gleich erklären. 
So also sieht es in aller Frühe,  gegen 8 Uhr am Sonntag morgen aus. Das ist daher noch recht früh, weil just heute Nacht wieder einmal die Uhren umgestellt wurden. Davon weiß der Garten aber nichts und so ist es für ihn einfach erst 7 Uhr. Die Sonne geht auf und es ist leicht bereift. Die Nacht war frostig. Es war aber nur ein leichter März-Frost. 
Das hier ist die Aussicht nach Osten, wo die Sonne aufgeht. 

Zur gleichen Zeit im Westen, werden die Häuser von ihr schön beschienen.

So und nun zu den Besonderheiten dieses Sonntages. 
  1. Es ist der 25. März, also Mariä Verkündigung. Zu diesem Tag gibt es einmal wieder mehrere Wetterregeln. „Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet“, „Ist Marien schön und helle, gibt`s viel Obst auf alle Fälle“, „Ist der Sonnenaufgang an Mariä Verkündigung klar, gibt es ein gutes Jahr“ , „schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen“ und schließlich “ Mariä Verkündigung schön und rein, wird das ganze Jahr recht fruchtbar sein“.

    Eines haben diese Sprüche jedenfalls gemeinsam. Wenn es an diesem Tag schön und sonnig ist, dann wird das ein gutes Jahr. Somit ist dieser Tag der erste, der dann tatsächlich für dieses Jahr noch gutes verspricht. Oder wie würdet ihr das Wetter zu Sonnenaufgang in den Bildern oben und dem Wetter den Tag über (Bilder unten) beschreiben? Der heutige Tag wurde wirklich sehr schön, was das Wetter betrifft, daher bleibt es auch im Jahr schön für eine gute Ernte.

    Wer übrigens meine Wetterbeobachtungen konzentriert mit verfolgen möchte, der findet sie zusammengefasst auf der Seite „Phänomene in der Natur und Wetterbeobachtungen“

  2. Der Tag verhieß ja aber eben auch noch aus einem zweiten Grund schön zu werden. Wir hatten einen Ausflug geplant und dachten schon, nach dem Dauerfrost-Wintereinbruch noch vor kurzem, dass der Ausflug nicht stattfinden wird. Nein, das Wetter war traumhaft und wir machten uns auf die lange Fahrt durch das schöne Frankenland. Nach zwei Stunden Autobahn waren wir angekommen: Lenzrosenmarkt auf Schloß Thurnau. „Eingeladen“ hatte uns die Seifenfrau Regine. Sie hat ihren Stand mit selbstgemachten Seifen dort und wir bekamen Freikarten.

    Das Ambiente war wirklich traumhaft schön. Das alte Schloß, die vielen Frühlingsblüher, Kunsthandewerkerprodukte, Stoffe oder Naschereien. Die Menschen waren auffallend entspannt und freundlich. Es gab so viel zu sehen und wir genossen die Stunden in vollen Zügen. Ein Plausch mit Regine und ihrem Mann am Seifenstand. Die Hände voller Tüten mit Pflanzen. Auch zwei Lenzrosen waren natürlich dabei. Das schwere Eisengestänge als Pflanzstütze haben wir nicht mitgeschleppt. Das blieb bis zur Abfahrt am Stand deponiert.

    Neben den vielen Menschen sind mir auch die vielen Hunde aufgefallen. Alle Farben und Größen. Schade, dass meiner so hundeunverträglich ist und nun auch noch so alt ist (er wird jetzt 14 Jahre). Ein Hinterbein schleift er nach, vorne knickt er immer weg und hören tut er fast gar nichts mehr. Der musste daheim bleiben. Das wäre für uns alle keine Freude gewesen, hätte er da mit schlappen müssen. Umso mehr freute er sich, als wir wieder heim kamen. Also jedenfalls nachdem  er registriert hatte, dass wir wieder daheim sind. Ja ja das Alter, geht halt auch an Hunden nicht spurlos vorbei. 

Hier ein paar Impressionen vom Lenzrosenmarkt:
die meisten Bilder habe ich sicherheitshalber wieder entfernt, weil Gesichter und Stände zu sehen waren …..
Leider aber, und das merke ich auf jedem solchen Markt, hängen allüberall Schilder an den Ständen, dass man nicht fotografieren darf. Dabei gäben diese wunderschönen Produkte und wie sie dekoriert und drapiert sind, gerade mit dieser Kulisse so schöne Fotos. Wegen des Foto-Verbotes habe ich dann irgendwie insgesamt fast keine Fotos gemacht, die Lust dazu war verschwunden. 

Gleicher Innehof aber der Blick kommt jetzt vom ersten Stock, wo in den Tapetensälen für Kaffee und Kuchen eingedeckt ist.

Wieder zu Hause angelangt, werden erst einmal die Neuankömmlinge ausgepackt und fotografiert. Ich muss sie doch stolz herum zeigen. Immerhin habe ich für eine davon schon 15 € bezahlt. ich konnte mir leider nur die billigen leisten. Die Preise hörten auch bei 30€ oder 50€ für einen Topf mit Lenzrosen nicht auf!

Steingartengewächse. 
Der erste Abend mit Sommerzeit und der langen Helligkeit, sowie die wunderbaren Frühlingseindrücke des Tages, machte mich selbst auch ganz frühlingsaktiv. Im Garten entdeckte ich „plötzliches“ Wachstum. Hier unter den Sträuchern sind schon ganz schön groß die Tulpen zu sehen. 

Unter der Korkenzieherhasel blüht „plötzlich“ ein Nest lila Krokus.

Und im Vorgarten ist es kahl. Die Nachbarn haben Osterbüsche dekoriert. In den Orten, die wir auf der Reise durchquerten, waren überall geschmückte Osterbrunnen. Nur ich habe vor Wochen die bunten Eier vom Dachboden geholt und dann in die Ecke gestellt. Das scheußliche Wetter, die Kälte, der Schnee zusammen mit meiner dadurch verursachten Unlust bedeuteten für diese Jahr: es gibt keinen Osterstrauch im Garten. Dazu kommt dann auch noch, daß das immer die Weigelie im Staudenbeet war. Die aber habe ich vor kurzem auf den Stock gesetzt. Wo also die Eier aufhängen? In einer Woche ist Ostern! 
Also mußte abermals „plötzlich“ eine Idee her. Flexibel bin ich ja und wenn ich in meinem Garten keinen  Busch für so was finde, dann weiß ich auch nicht. Gegenüber der Weigelie im anderen Beet steht doch der mittlerweile ganz schön große Ranunkelstrauch.  Der ist dieses Jahr dran mit Eiern. 
Am Ende des Gefriemels und Gefummels bin dich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und froh, dass mich die Frühjahrs-Aktivität doch noch gepackt hat. Seither schaue ich ihn jeden Tag an und freue mich an den vielen bunten Eiern. 

Landschaftspark und Rhododendren im Schloßpark Dennenlohe

Nachdem ich euch jetzt auf einen kleinen Rundgang durch meinen Garten auf den neuen Wegen mitgenommen habe, berichte ich heute über unseren Ausflug am Donnerstag (Christi Himmelfahrt).

Parkplatz Schloß Dennenlohe (c) by Joachim Wenk

Dieses Mal nehme ich euch mit durch einen wirklich großen „Garten“ in dem wir einen ganz wundervollen Tag verbracht haben.
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