Heute wieder regional eingekauft und eigene Ernte eingebracht und konserviert

Regional einkaufen ist nicht teuer und muß nicht bio sein

Das wird ein ruhiges und heimeliges Wochenende!
Eigentlich wollte ich vielleicht heute weiter Riesenkartoffeln ausgraben. Oder ich hätte Buschbohnen ernten können. Sollen hätte ich eigentlich am Karpfenweiher die Hecke schneiden.
Na ihr merkt schon. Da sind viele „hätte“ und „sollte“ enthalten. Tatsächlich aber hat es am Samstag bis nachmittag nur 10°C gehabt. Das bei Null Sonnenschein und Dauernieselregen. Mal ehrlich. Wer macht denn da die „eigentlich“ vorgenommen Dinge.

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Riesige Kartoffeln, winzige Gemüsejungpflanzen und so schöne Herbstblüten

Lasst uns diese Tage im Garten genießen

Leute genießt diese Tage! Wer auch nur halbwegs wachsam sich umblickt in der Natur und im Garten, und sei es gar nur mit einem einzigen Auge, der wird es merken. Alles stellt sich um. Nicht mehr Wachstum und Wuchern stehen im Vordergrund. Nein eher Rückzug und Reife. 
Und wie spürbar kürzer die Tage werden. Heute haben wir eine Tageslänge von 13 Stunden und 5 Minuten. Vor zwei Wochen noch waren es 13 Stunden und 55 Minuten. Die Sonne wird seltener und schwächer. 
Also genießt, was es zu genießen gibt. Saugt den letzten Rest Sommer in euch auf und speichert diese Erinnerung und Energie für den dunklen und kalten Winter. 
Die Gartenarbeit wird ruhiger. Dafür wird es in der Küche etwas hektisch. Die Ernte muß schließlich konserviert und verarbeitet werden. Das ist meine Vorbereitung für den Winter. 
Aber seht euch um, wie bunt noch mal alles in warmen Farben scheint und strahlt. Irgendwie hat es sich in meinem Garten eingependelt, daß es zur Jahreszeit passt. 
Im Frühjahr ungemein frische Farben. Das Blau, das Rose oder weiß. Selbst das Gelb ist zitronig leuchtend. Jetzt im Herbst ist alles gedeckt oder abgetönt. Das Gelb mit Orange und Ocker vermischt. Das Blau hat einen leichten und warmen Lila-Hauch aufgenommen. Rosa ist eher Altrosa. 
Nur eine Blüte ist immer im Herbst da, die heraus sticht und den Frühlings Look trägt. Es ist die weiße Herbstanemone. Ihr strahlend reines Weiß passt fast schon gar nicht zur Jahreszeit. Es würde eher im Dezember passen oder im April. Weil aber die Herbstanemonen bei mir nicht richtig in die Gänge kommen oder gar überleben, bin ich natürlich überglücklich, dass diese wenigstens seit Jahren da ist. Farbe hin oder her. 
So und nun geht es zu den Bildern: 

Eine Kartoffel für zwei Personen?

Das Kartoffelkraut der früheren Sorte im Weihergarten ist abgestorben. Jetzt wollte ich es dann doch wissen, ob unten auch was dran ist. Mit der kleinen Schaufel habe ich ein wenig den Strohmulch beiseite geschoben. Was dabei heraus kam (an zwei Pflanzen!) seht ihr hier. 
Kartoffel Galactica Ernte von 2 Pflanzen (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica Ernte von 2 Pflanzen (c) by Joachim Wenk

Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Über 400 Gramm, eine einzige Kartoffel. Da werden wirklich 2 Personen von einer Kartoffel satt.

Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk

Was es in diesem Herbst noch alles zu ernten gibt

Die wuchernden Zierkürbisse, ebenfalls unten am Weihergarten, werden nun nach und nach geerntet. Ich brauche schließlich schon die erste vorsichtige Herbstdeko. Also, Sommerdeko kann ich jetzt wirklich nicht mehr sehen. Das ist einfach vorbei.

Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk
Zierkürbisse (c) by Joachim Wenk

Andere Ernten stehen noch bevor. Die Glockenpaprika, weiß ich nicht, ob noch rot werden wird.

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk

Das Blaukraut ist fertig, könnte geerntet werden. Dazu brauche ich aber Zeit zum Einkochen. Denn anders lagern kann ich es nicht lang, mangels Möglichkeit und vor allem mangels kühlem Keller.

Blaukraut (c) by Joachim Wenk
Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Noch keine Sorge muß ich mir um den dieses Jahr immer mehr wuchernden Meerrettich machen. Den Ernte ich frühestens Ende Oktober. Da ist dann sogar mein Urlaub schon vorbei. Also der steht noch gut. Und wie er steht. So toll war er noch niemals.

Kren (c) by Joachim WenkKren (c) by Joachim Wenk

Noch länger kann der Rosenkohl stehen. Es ist keine Überwinterungssorte, also nicht frosthart. Aber ich denke bis Ende November kann er bleiben.

Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl (c) by Joachim Wenk

Auch im Gewächshaus steht dieses Jahr alles in nicht gekannter Pracht. Zumindest, wenn ich die vergangenen Jahre erinnere. Die Tomaten haben noch alle Blätter, nichts ist gelb geworden. Zu der Zeit waren sie 2016 schon fast ohne Blätter. Und alle Blätter gesund und nicht eingerollt (wegen zu viel Dünger).

Tomaten und Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Weil ich gerade die Tomaten hier sehe. Es gibt übrigens wieder neue Rezepte auf achimsgartenzumessen.de.  Natürlich mit Tomaten und Zucchini/Patisson. Einmal eine Lasagne und zum anderen ein Sommergemüse-Risotto. Probiert es doch einfach mal aus. Tomaten und Zucchini dürften ja überall reichlich vorhanden sein, gerade. 

Neues Gemüse wird jetzt im September gepflanzt oder gesät


Und vor aller Erntebegeisterung im Herbst darf man natürlich nicht den Nachschub versäumen. Vor etwa 2-3 Wochen habe ich den Endivien  gepflanzt. Noch einige Wochen vorher wurde er gesät. Das ist immer gerade im Sommer schwierig, sich daran zu erinnern, daß für den Herbst noch gesät werden muß. 
junger Endivien (c) by Joachim Wenk
junger Endivien (c) by Joachim Wenk

Na und noch schwieriger finde ich es, sich zu erinnern, daß im September sogar immer noch gesät wird. Ich probiere dieses Jahr einmal ein paar Sorten Winter-Kopfsalat. Der wird jetzt gesät und dann ausgepflanzt. Er überwintert im Freien und kann im Frühjahr dann schon wachsen, wenn der andere Salat noch nicht mal gesät ist. Ich bin da echt gespannt, wie das klappt, ob die Winter bei uns passen und ob im Frühjahr noch was übrig ist von ihm. Der erste ist gekeimt und pikiert. Heute habe ich noch 4 Sorten gesät.

Winterkopfsalat (c) by Joachim Wenk
Winterkopfsalat (c) by Joachim Wenk

Die Palmen brauchen noch ein Haus, das vor Wind und nicht vor Kälte schützt

Auch hieran müssen wir jetzt unbedingt denken. Die beiden Palmen, die draußen überwintern müssen, brauchen noch ein Zelt über ihre Kübel und Wedel. Da überlegen wir gerade an der Konstruktion. Die dieses Jahr umgetopfte Washingtonia hat den Umzug allerbestens weggesteckt, wie man sieht. Auch dass vom Wurzelballen unten mit der Kettensäge eine gut 15 cm dicke Scheibe abgeschnitten wurde, damit sie nicht gleich wieder über den Kübel hinaus ragt, störte sie nicht. 
Washingtonia, Bananenstaude, canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk
Washingtonia, Bananenstaude, canarischer Drachenbaum (c) by Joachim Wenk

Die Hanfpalme, die den 2.  Winter draußen war, hat sich sehr schön erholt. Sie hatte die Wedel verloren. Nicht, weil sie abgefroren waren, sondern weil sie vertrocknet sind. Im gefrorenen Zustand vom ständigen Wintersturm hin und her gebeutelt in ihrem Vliesmantel, zerrissen die Kapillaren. Damit war die Wasserzufuhr in später aufgetauten  Zustand nicht mehr möglich. Diesen Effekt gilt es ab sofort im Winter zu verhindern.

Hanfpalme  (c) by Joachim Wenk
Hanfpalme  (c) by Joachim Wenk

Warme Herbstfarben in der Abendsonne – Bilder zum Träumen

Zum Abschluß noch ein paar warme und ruhige Herbststimmungen zum Genießen und Träumen.

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Das ist sie übrigens die  Herbstanemone mit dem so reinen Weiß, daß es zu den warmen Herbsttönen nicht recht zu passen scheint. Wäre da nicht der warme und dottergelbe Fleck in der Mitte. 
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Landgarten (c) by Joachim Wenk

Neuanschaffungen für den Garten und Tomaten so weit das Auge reicht

Das neue Gerät für den Garten

Gerade noch habe ich von meinem neuen Gerät für die Küche geschwärmt, da gibt es schon wieder etwas zu berichten. Zwei weitere Neuanschaffungen wurden ausgepackt. 
Das erste neue „Gerät“ hat mein Göttergatte mit nach Hause gebracht. Ich kannte das gar nicht und konnte mir auch überhaupt keinen Reim darauf machen, wozu es verwendet werden könnte. Er jedenfalls scheint solche Geräte zu kennen und freute sich schon auf deren Einsatz. 
Angeblich legt man sich da einfach drauf. Hmmmm. Ich hab’s probiert. Ich habe mich darauf gelegt. Es ist nichts passiert. Vielleicht ist es kaputt? Ne, also das ist nichts für mich. Irgendwo rumliegen, die Arbeit bleibt dabei auch liegen und nichts erledigt sich. Ich weiß schon, warum ich derlei Gerät bisher nicht kannte….. 
Vielleicht lag es ja auch an der dreckigen Gärtnerhose und den Schuhen an denen der Dreck aus dem Erdbeerbeet klebte, welche ich gerade neu pflanzte, daß sich da nichts tat. 
Ich bin ja offen für neue Erfahrungenb und habe mich später noch mal darauf gelegt. Sauber, mit Badehose einen eiskalten Kefir mit Orangensaft im pinkfarbenen Urlaubsstimmungsglas und ohne die Schuhe. 
Siehe da, da tut sich ja doch was. Man wird auf einmal so entspannt. Alles wird ruhig und man möchte da am liebsten gar nicht mehr aufstehen. Das macht also dieses neue Gerät. Ein Teufelsding! Pfui.
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
neues und unbekanntes Gerät für den Garten (c) by Joachim Wenk
Besonders schön finde ich auch die nächste Neuanschaffung. Für ein paar Euro kann man ja nicht viel falsch machen, also wurde es angeschafft. Eine Lichterkette, weil es auf der Terrasse bei Dunkelheit oder in der Abenddämmerung immer so finster ist. Man könnte den Flutlichtstrahler anmachen, der den ganzen oberen Garten beleuchtet. Aber die Stimmung ist dann flöten. Da sah ich die Lichterkette, deren einzelne Lichtkörper den guten alten Glühbirnen nachgebildet sind. Aus Kunststoff aber und innen leuchten sogenannte warm-weiße Leuchtdioden. Das sieht wirklich so aus, als würden herkömmliche Glühbirnen hier aufgefädelt stein. Eine sehr schöne Stimmung produziert diese Lichterkette. 
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Lichterkette für die Terrasse  (c) by Joachim Wenk
Schade nur, daß gestern wohl für länger Zeit – oder für immer? – der letzte schöne Tag und Abend war. Tags 30 °C und Sonne. Heute dagegen tags 15°C und Dauerregen vom Abend mag ich erst gar nicht berichten. Was für Unterschiede von Tag zu Tag und das schon den ganzen Sommer. Aber der Regen kam dem Garten sehr willkommen! 

2017 ist ein Tomatenjahr, das steht fest

Ob er den Tomaten auch willkommen ist, kann ich erst sagen, wenn ich weiß, wie lange das anhält. Es besteht ja immer die Gefahr, daß Braunfäule ausbricht. 
Gestern habe ich wieder einmal einen Schwung Tomaten abgemacht. 10kg waren es diesmal. Und die hängen noch voll und voller mit Früchten. Von grün bis hellrot. Da kann ich mir noch viel überlegen, was damit gemacht werden könnte. 
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Tomaten am Strauch  (c) by Joachim Wenk

Und dann das Farbenspiel der Paprika unter dem üppigen Laub.

reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
reife Paprika am Strauch  (c) by Joachim Wenk
Gleich daneben Basillikum, der die Geschwister aus den Töpfen im Discounter gerade zu lächerlich erscheinen und schmecken lässt. 
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Basilikum im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Tomaten und Paprika Ernte (c) by Joachim Wenk
Die eine oder andere habe ich stehen lassen und ernte jetzt zwischendurch bei der Arbeit die süßen, nach Ananas schmeckenden Früchte. Ananaskirschen sähen sich super leicht über all selbst aus. Die muß man nicht im Februar oder März vorziehen. Nur beim ersten mal, dann fallen – so schnell kann man nämlich gar nicht ernten, wie sie reifen – dauernd Früchte auf den Boden und dort wachsen im nächsten Jahr von ganz allein Unmengen der gesündesten und kräftigsten Jungpflanzen. 
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ananaskirsche im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Sind Freilandgurken wirklich für’s Freiland geeignet?

Eine Beobachtung will ich euch noch zeigen. Meine Lehren fürs nächste Jahr habe ich auch hier gezogen und notiert. Sicher ist sicher. 
Was das ist? Eine Gurke im Gewächshaus. Ich hatte irgendwie eine Pflanze übrig und setzte sie hinten unter die Tische ins Gewächshaus. Vielleicht bedeckt sie ein wenig den Boden dachte ich. Och ne oben in luftiger Höh‘ ist es viel schöner, dachte sie. Jedenfalls ist sie überall. In den Tomaten am Boden, am Weg und in der Glockenpaprika hier im Foto. Sie blüht wie bekloppt und trägt jetzt erste Früchte. Das Laub ist fast ganz gesund. 
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gurke im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Und wo ist jetzt die Lehre? Das will ich euch verraten. Wie jedes Jahr sind meine Gurken, egal welche Sorte (und ich habe wieder drei verschieden getestet), im Freiland schon lange hinüber. Sie beginnen zu tragen, dann werden die Blätter krank und in weniger als einer Woche ist die ganze Gurke tot. Da hilft nichts, was ich spritze, keine Mischkultur, keine Sortenwahl. Nichts! Jahr für Jahr das Gleiche. Wie gesagt eine übrige meiner Gurken steht im Gewächshaus und ist gesund. Daher die Lehre: ich brauche nächstes Jahr ein Häuschen oder Gestell mit Folie über meine Gurken. Scheinbar ertragen sie einfach das Freiland nicht. Die gesunde Gurke im Gewächshaus ist ja nichts anderes, wie die kaputten im Freiland. Gleich gesät, gleiche Sorte, gleiche Pflege  bei der Aufzucht. Nur anderer Standort. 
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Gurke im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Tomatensugo, Tomatenketchup und leckere Kürbis-Küchle

Wie gut, daß ich gestern den Tag im Garten, in Ruhe und in vollen  Zügen genossen habe. Heute war dann  Küchenarbeit angesagt. Tomatensugo kochen. Tomatenketchup kochen. 
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk
Tomatensugo und Tomatenketchup (c) by Joachim Wenk

Und ein ganz neues Rezept probieren. Kürbis-Küchle  mit Hefeteig zubereitet.Wow, lecker! Die gibt es wieder einmal.  

Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk
Kürbis-Küchle   mit Apfelmus (c) by Joachim Wenk

Gelungenes Kartoffelexperiment, Tiere im Garten und ein neues Selbstversorger Küchengerät

Gartentagebuch vom 28. August 2017

Ruhig warmes Spätsommerwetter 

Also diese Zeit jetzt, Mitte bis Ende August, habe ich mir nun wirklich einmal notiert in meinen Erfahrungs-Aufzeichungen fürs nächste Jahr.

Es ist die Zeit des schönen Wetters, der Reife und üppigen Ernten. Die Pflanzen sind eingewachsen und überall blüht es. Es ist nicht mehr so saftig, wie im Juni. Aber es ist einfach eine ruhigere Stimmung im Garten und beim Gärtner. Jetzt wäre die richtige Zeit, einen Tag der offenen Gartentüre zu veranstalten. Eben das habe ich mir notiert. Nur  für den Fall, daß ich das doch einmal organisiere. Lust hätte ich auf so ein Gartenfest schon länger. Im Juni, wenn die offiziellen Tage der offenen Tür sind, hätte ich einfach keine Zeit. Zu viel habe ich da gleichzeitig zu erledigen.

So sitze ich also beim Kaffee drinnen und sinniere, was und wie ich wohl schreibe. Draußen ist es einfach gerade zu heiß. Naja innen ist es auch nicht viel besser. Gut, daß ein Ventilator wenigstens die warme Luft bewegt, daß sie nicht steht, wie draußen vor dem Fenster.

Hinausschauen tu ich dennoch gern.

Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den Augustgarten (c) by Joachim Wenk
Wir haben mal wieder ein Wetterchen für  diese Gesellen hier. Die Mittagsblume ist ja derart kitschig. Die Blüten changieren und schimmern, als wären sie mit Metallic-Spray überzogen. Ganz so wie zu Weihnachten diese unsäglichen Weihnachtssterne. Fasziniert über solche Blüten muß ich da jeden Tag hinsehen und mich wundern, was es so alles gibt. 
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
schillernde Mittagsblume im Sukkulenten-Trog (c) by Joachim Wenk
Deutlich  natürlicher für unsere Breitengrade sieht da das stängellose Leimkraut in der selben Wanne aus. Es hat jetzt eigentlich keine Blütezeit und darum freuen mich seine neuen Blütchen um so mehr. 
Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk
Mini-Staude mit Mini-Blüten stängelloses Leimkraut (c) by Joachim Wenk

Die prächtigen Kapuzinerkressen habe ich vor kurzem, beim Grillabend, schon einmal gezeigt. Jetzt in der Sonne aber sehen sie richtig toll aus. Das merkt man auch am Foto.

Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk

Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Mittagssonne (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk

Kartoffeln geäugelt und heute geerntet – ein gelungenes Gartenexperiment

Heute habe ich ein paar Kartoffeln geerntet. Eine sehr alte Sorte, Rosa Tannenzapfen. 
So weit ist das nichts besonderes. Aber für mich sind sie ein gelungenes Experiment. 
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Ich hatte noch welche von der letzjährigen Ernte. Sehr verschrumpelt zwar, aber mit vielen Trieben. 
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Im April habe ich sie dann geäugelt. Das heißt, ich habe um so ein treibendes Auge herum mit dem Messer ein winziges Stück Kartoffel heraus geschnitten. Zum Größenvergleich halte ich hier meinen Zeigefinger ins Bild. 

Diese Teilstücke kamen dann in eine Topflatte  mit 8cm-Töpfen.

Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln äugeln  (c) by Joachim Wenk
Bald darauf erschienen die ersten Triebe. 
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
Die Kartoffelpflanzen entwickelten sich prächtig. Schließlich kamen sie nach den Eisheiligen in den Gartenboden. 
Sie wuchsen und ich vergaß sie beinahe in der hinteren Beetecke. Heute beim Unkrautrupfen sah ich, daß die Triebe schon abgestorben sind. Da mußte ich doch gleich zur Grabegabel greifen. Es waren nicht viele Kartoffeln aber von einer Größe, die ich bei den gesteckten Tannenzapfen im letzten Jahr nicht kannte. Wenn also von einer Sorte keine Saatkartoffeln vorhanden sind oder man nur wenige Knollen, vielleicht einer wertvollen Sorte, hat und die vermehren möchte, ist das Äugeln also eine sinnvolle Methode. 
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk
geäugelte Kartoffeln in der Topfplatte  (c) by Joachim Wenk

Ein schwer bewaffneter Strauch im Staudenbeet

Noch etwas, das mich immer wieder Kopfschütteln lässt habe ich heute auch wieder beobachtet. 
Es handelt sich um meine winterharte Zitrone. Der Strauch im Staudenbeet entwickelt sich wirklich ganz prächtig.  Man sieht ihn hier im Bild am rechten Rand hinter dem Wacholder. 
Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit winterharter Zitrone   (c) by Joachim Wenk
Was mich an ihm immer wieder staunen lässt, sind seine Dornen. Ich kenne keinen anderen Strauch, der derart bewaffnet ist, wie diese Zitrone. So ein Dorn ist zwischen 3 und 4 cm lang. Eigentlich schon ein kleiner Speer und kein Dorn an einer Pflanze!
winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk
schwer bewaffnet, die winterharte Zitrone   (c) by Joachim Wenk

Frühlingshaftes Grün in der Hecke

Na und wenn ich schon über meine Beobachtungen im Augustgarten berichte, muß natürlich dieses Foto gezeigt werden. 
Gut, mein Weinberg ist etwas schlapp im Kraut weil es schon  lange nicht mehr geregnet hat und der Boden ausgetrocknet ist. Immerhin hat er sich nach dem Aprilfrost wieder erholt. Nur ein  Stock ist erfroren. Die anderen Treiben, haben bis auf eine Traube aber keine Früchte. 
Was ich aber beobachtet habe, ist nicht der Weinberg, sondern die gestutzte Hecke daneben. 
Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk
Weinberg im Garten  (c) by Joachim Wenk
Immer wieder ging ich  hin um nach zu sehen.  Und jetzt ist endlich „Frühling“. Die Hecke treibt fleißig in frischem Grün wieder aus. Hoffentlich entwickeln sich da noch schöne grüne Triebe vor dem Herbst. Es ist schließlich schon spät im Jahr.
frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk
frisch treibende Liguster-Hecke  (c) by Joachim Wenk

Hauptarbeit im Garten ist jetzt das Ernten

Geerntet wurde auch einiges am Wochenende. So zum Beispiel die Hopfendolden. Einige sind in Alkohol eingelegt für Tinktur, andere trocknen gerade für  den Tee und als Bitter-Droge für die Gesundheit. 
Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk
Hopfendolden  (c) by Joachim Wenk
Geerntet habe ich auch Patissons (Ufokürbise) die ich eingefroren habe. Zucchini, die getrocknet und Milchsauer angesetzt wurden. Das habe ich das erste mal gemacht, weil ja so viele große Zucchini da sind. Sie gären schon fleißig in den Gläsern und ich bin nun wirklich gespannt, wie sie schmecken werden. 
Getrocknet habe ich auch Tomaten im Dörrapparat und weitere Kräuter trocknen im Schatten auf Tüchern im Palmenhaus. 
Ein paar Portionen vom Neuseeländerspinat (mit Mangold ) habe ich auch eingefroren. Immer nur die Spitzen werden abgeschnitten. Dort verzweigt sich der Spinat und wächst und wächst und wächst. Super pflegeleicht, selbst aussamend und sehr mild und harmonisch im Geschmack. Ein super Gemüse!
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
Noch lange nicht zu ernten brauche ich hingegen den sehr schön wachsenden Rosenkohl. Auch der Palmkohl daneben  kann noch ein wenig stehen. Seine Blätter könnte ich jetzt aber schon abzwicken. Hier und da eines, dann wächst er noch lange weiter.  Im Gegensatz zum Grünkohl benötigt er keinen Frost, um zu schmecken. Und was mir besonders wichtig ist, er kommt mit Wärme und Trockenheit klar. Grünkohl nicht. 
Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl und Palmkohl (c) by Joachim Wenk

Durch die Feuchte der Bewässerungsrohre gedeiht auch der Meerrettich heuer wundervoll. Oder ist es der Mulch der konsequent auf dem Boden liegt? Heute beim Kartoffelernten hatte ich fast das Gefühl im Komposthaufen zu graben, so unwahrscheinlich viele Regenwürmer habe ich dabei gesehen und mit ausgegraben. Niemals hatte ich so viele Würmer und gar beim Kartoffelernten im trockenen Herbst doch nicht. Der Dauermulch und die Bewässerung machen es möglich.

Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk
Meerrettich, Schnittlauch und Möhren (c) by Joachim Wenk

Die Tage sind dann wieder die Tomaten dran. Ich lasse ihnen noch die nächsten heißen und sonnigen Tage zum Geschmack sammeln. Ende der Woche soll es wieder abkühlen und regnen. 
Aus den Tomaten mache ich wieder den Sugo und ein paar Flaschen Ketchup werden auch wieder dabei sein.

erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk

erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
erntereife Tomaten (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk
Blick ins Gewächshaus im August (c) by Joachim Wenk

Was wäre der Garten ohne die Tiere 

Wenn wir gerade hier im Gewächshaus sind, gibt es doch gleich mal wieder ein freundlich frischgrünes „Hallo“ von meinem Freund dem Frosch. Ein ganz schön  fetter Brummer ist das geworden. Er wohnt seit dem Frühling in meinen Topfplatten. Dort gefällt es ihm wohl. Und weil wir uns mittlerweile schon sehr gut kennen, kann ich mit der Kamera auch ganz nah ran. Ja sogar sanft streicheln darf ich ihn, ohne dass er fort rennt. 
Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Ja die lieben tierischen Mitbewohner im Garten. Wie gut, daß wir den Brunnen im Vorgarten gebaut haben. Sonst hätte die Nachbarskatze ja gar nichts zu trinken. Doch hätte sie, dann müsste sie eben wieder, wie die Jahre davor, aus der Gießkanne trinken. Die habe ich wegen ihr immer randvoll gemacht, daß sie ran kommt. Jetzt am Brunnen hat sie es leichter. Sie muß nur auf dem sehr schmalen Rand balancieren. Bis sie mal rein fällt. Das tut sicher nen schönen Platscher. 
Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk
Katze am Brunnen  (c) by Joachim Wenk

Mein neues Küchen-Spielzeug

Und bevor ich mich wieder verabschiede, zeige ich noch kurz mein neues Spielzeug. Ein Spielzeug das natürlich etwas mit dem Konservieren zu tun hat und mit dem ich schon lange geliebäugelt habe. 

Für die Verarbeitung der Ernte dieses Strauches kann man es verwenden. Das war sein erster Einsatz bei mir. Natürlich kann man es noch für viele andere Ernten verwenden. 
Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren reif zum Ernten (c) by Joachim Wenk
Seit Jahren das  erste mal wieder Holunderbeeren, die geerntet werden können! Sonst sind sie alle grün am Strauch verdorrt, wegen der Trockenheit. 
Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk
Holunderbeeren  Ernte (c) by Joachim Wenk
Ja und da ist es mein neues Küchenspielzeug. Sieht doch irgendwie aus, wie frisch vom Mars importiert oder? 
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk

kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren (c) by Joachim Wenk

Und schon ist es im Einsatz.

kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk
kleine Presse für Beeren im Einsatz (c) by Joachim Wenk

2 Liter reinen Holunderbeerpresssaft habe ich von dem Körbchen Beeren erhalten.

Sonst hätte ich sie dampfentsaftet. Dafür braucht man aber viel Energie und die Ausbeute ist nicht so groß.  Die Menge wäre wohl höher,  weil viel Wasser im Endergebnis enthalten ist. Aber iIn den Beeren bleibt noch viel wertvoller Inhalt zurück. Zudem gehen natürlich durch das lange Erhitzen auch viele Vitamine verloren.

Hier muß ich nur den gepressten Saft kurz erhitzen und dann abfüllen. Beim Apfelsaft, den wir ja auch so pressen, machen wird das ebenso. Dafür haben wir aber eine größere Presse, in der ich wiederum Beeren nicht pressen könnte. Das geht in der Haushaltsgröße mit engmaschigem Preßkorb besser.

Hätte ich das mal schon für mein 8 kg Johannisbeeren gehabt!

frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk
frisch gepresster Holunderbeersaft  (c) by Joachim Wenk

Wasser für den Garten und die alten Wetterregeln stimmen doch

Von Eichen, Eschen und dem Siebenschläfer

Grünt die Esche vor der Eiche, gibt’s im Sommer große Bleiche.

Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche. 

Erinnert ihr euch noch? Mitte Mai schrieb ich diese alte Regel zum ersten Mal hier auf. Das Gartenjahr war noch jung und ich voller Hoffnung. Hoffnung, weil die Eiche tatsächlich deutlich erkennbar vor der Esche grünte. Nach zwei super dürren Jahren einmal wieder ein Sommer, in dem es regnet? Die Hoffnung war groß. 
Dann kam der Juni und wurde wahnsinnig heiß und unvorstellbar trocken. Aber ich gab die Hoffnung noch nicht auf. Juni ist Vollfrühling und nicht Sommer. Die Regel  kann doch nicht so daneben liegen und benennt ausdrücklich den Sommer. Ende Juni dann der Siebenschläfertag. Wie das Wetter an ihm ist, bleibt es den Sommer über. 
Und wer sagt es denn? Just zu dieser Zeit schlug das Wetter um. Es kühlte ab, es regnete und doch auch wieder schien die Sonne. 
Diese Regeln haben eben doch recht. So wechselhaft, wie zum Siebenschläfer ist seither das Wetter. 
Und nach den vergangen Tagen kann niemand mehr sagen, daß die große Wäsche ausgeblieben ist. Sogar bei uns haben wir Dauerregen. Leichten, unentwegten Regen. Gestern und heute kamen etwa 60 Liter vom Himmel und ich bin glücklich. Gut, kalt ist es auch geworden. Sogar bitter kalt. Aber es ändert sich ja bald wieder. Auch vor dieser großen Wäsche hatte es ja hin und wieder geregnet oder genieselt. Oft nicht einmal im Regenmesser erkennbar, aber immerhin. Die letzten Jahre kam ja nie etwas vom Himmel im Sommer. Und die Temperaturen haben wieder ihre ü-30 aber eben nicht unentwegt. Darum hakte ich das schon als große Wäsche (im Vergleich zu 2016 und 2015 ) ab. 
Weil heute an einen Gartentag nicht zu denken war, habe ich Zeit und Muße, euch von den vergangenen Tagen zu berichten. 
Was also waren die Themen der letzten  Woche im Garten? 

Wasser im Garten- der Whirlpool für Amseln

Fangen wir heiter an. Ich habe ein Vogelbad im Garten und einen Untersetzer mit Wasser für den Igel. Beides wird auch gern von den Amseln zum Planschen benutzt. 
Das stille Wasser ist aber anscheinend nicht jedermanns Sache. Manch einer oder eine zieht den Whirlpool vor. So badete diese Amsel just auf einem der Blubbersteine unseres Leuchtbrunnens. Na, wenn es ihr Spass macht. 
Amsel amüsiert sich auf dem Brunnen (c) by Joachim Wenk
Amsel amüsiert sich auf dem Brunnen (c) by Joachim Wenk

Wasser im Garten – ab jetzt wird mitgezählt

Zum Thema Wasser habe ich noch eine neue Errungenschaft, die mir irgendwie schon immer gefehlt hat. Als ich sie entdeckte, war mir klar, dass ich das brauche.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einer neuen mechanischen Zeituhr, die die Bewässerung nach eingestellter Zeit abschaltet. Die alte Uhr blieb hängen und so lief die Bewässerung immer  zu. Nun, die neue Uhr habe ich und das geniale Teil, von dessen Existenz ich bisher noch nie gehört hatte, noch dazu.

Wasserzähler für den Gartenschlauch (c) by Joachim Wenk
Wasserzähler für den Gartenschlauch (c) by Joachim Wenk

Ein einfaches Gerätchen. Es wird einfach an den Schlauch angesteckt und zählt ab da dann das Wasser, das hindurch geflossen ist. Man kann sehen, wenn man von  Hand etwa die Kübel gießt, wieviel Liter der jeweilige Topf erhalten hat. Ein weiterer Zähler addiert das alles und man sieht, was man für alle Töpfe zusammen gebraucht hat und wieder ein Zähler summiert alles Gießen zum Beispiel des kompletten Jahres oder wie man es eben haben möchte. Genial. Für gerade mal 15€  echt super.

Ich habe am Wochenende dann noch einmal alle Flächen, die mit Bewässerungsrohren versehen sind, gegossen. Zwar wußte ich, daß es bald regnen wird, aber: ich  war doch so neugierig und es war auch so was von nötig.

Jetzt kann ich genau sagen, wie viele Liter ich gegossen haben, wenn die Bewässerung zum Beispiel für 2 Stunden gelaufen ist. Fast überall sind das dann 20l/qm. So ähnlich hatte ich es auch ausgerechnet und kalkuliert. Das reicht dann immer für 3-7 Tage. Im Gewächshaus waren es so drastisch weniger  an Litern, daß ich nicht weiß warum. Gut, daß ich gemessen habe und nun eben die Bewässerung mindestens 4 Stunden oder fast täglich anschalte. Ich dachte ohnehin, ich sehe nicht recht. Trotz Tropfschläuchen hingen meine Tomaten schlaff nach unten im Gewächshaus. Nach der Liter-Messung, wußte ich auch warum.

Wasser im Garten- die Stauden machen schlapp

Nicht nur die Tomaten im Gewächshaus, auch so manche Staude im Beet machte Schlapp.

.(c) by Joachim Wenk
es müsste mal wieder regnen…(c) by Joachim Wenk

Aster und Topinambur am Gartenzaun waren am Verdursten. Dabei habe ich doch immer wieder gegossen. Nur die letzten Tage nicht, weil es kühler war und auch hin und wieder nieselte. Was dieses Nieseln gebracht hat, sieht man ja. Nach fast vier Stunden Bewässerung standen sie wieder erfrischt im Beet. Naja und dass sie im Moment nicht welk sind, das glaubt ihr mir sicher auch ohne Foto.

Die erste Hecke ist geschnitten – fehlen noch zwei

Weiteres Thema der vergangen Woche waren die Hecken.

Ich sollte dabei wohl eher von einer Hecke sprechen, denn mehr als diese eine habe ich nicht geschafft, zu schneiden. Heute wollte ich weiter machen. Das hat sich aber von allein erledigt. Leider nicht das Schneiden ansich, sonder eher die Frage, ob  ich es in Angriff nehme oder nicht.  Meine Akku-Heckenschere ist wohl nicht für „unter-Wasser“ geeignet.  Gut, daß es manchmal regnet, da hat man dann einen entspannten Tag.

Hinten im Gemüsegarten die Haselnußhecke ist zumindest geschnitten. Jetzt kommt wieder Licht ans Gemüse.

Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Schnitt  (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten vor dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Schnitt (c) by Joachim Wenk
Haselnußhecke  im Gemüsegarten nach dem Friseurbesuch (c) by Joachim Wenk

Für die ganz exakten Heckenschneider unter meinen Lesern. Ja, es stehen noch vereinzelt Triebe, die nicht geschnitten wurden. Das liegt daran, daß die Hecke wirklich breit ist. Und selbst ich mit  meiner Größe und dem langen Schwert der Heckenschere konnte mich in die Hecke lehnen, wie ich wollte. Bei manchen Trieben war es mir nicht möglich, sie zu erreichen. Dazu muß ich den weiten Weg ganz aussen herum ums Gelände zum Nachbarn machen. Am Samstag Abend hatte ich keine Lust mehr dazu und seither kam ich nicht mehr dazu. Das wird aber noch erledigt! 
Wichtiger ist, daß der gesamte Heckenschnitt und ein großer Haufen Staudenschnitt bereits gehäckselt und auf dem Kompost gelandet ist. Das Material wäre auch super zum Mulchen in den Gemüsebeeten. Aber da ist noch überall Mulch und ich brauche ja auch Kompost für die Stauden. Also kommt es eben auf den Komposthaufen. 
Haselnußheckenschnitt nach dem Häckseln (c) by Joachim Wenk
Haselnußheckenschnitt nach dem Häckseln (c) by Joachim Wenk

Mich freut jede Blüte – egal ob Unkraut oder edle Staude

Die Arbeit im Garten hört zwar nie auf, wohl aber das Blühen. Dieses Jahr ist es jedenfalls so, weil einige Stauden nicht wieder kamen oder erst sehr spät. Jetzt ist jedenfalls in den Beeten nicht viel los. 
Gut, daß ich die  Selbstaussäher habe und das Unkraut. Damit blüht wenigstens etwas. 
Wo der Borretsch immer her kommt, weiß ich wirklich nicht. Ich lasse ihn anfänglich stehen, wegen der Blüten für die Bienen und Hummeln. Dann wird er mir zu groß und unansehnlich. Egal ob hier oder im Gemüsebeet. Ich reiße ich ihn aus, wenn er so ziemlich abgeblüht ist. Scheinbar hat er sich dann aber schon ausgesät. Schließlich kommt er Jahr für Jahr wieder und keimt an den seltsamsten Stellen. 
Mauerblümchen: Borretsch (c) by Joachim Wenk
Mauerblümchen: Borretsch (c) by Joachim Wenk

Nicht nur seltsam sind die Stellen, die sich Selbstaussäher aussuchen,  sondern auch oft unwirtlich, wie es schlimmer nicht sein könnte. Aber das macht den Bewohnern dort scheinbar nichts aus. Der Mohn in den Fugen der Betonplatten. Südwesthang, Sonne pur, Temperaturen die mir immer schier den Verstand rauben. Kein Gießwasser. Aber er blüht und blüht und blüht.

Fugengrün: Mohn (c) by Joachim Wenk
Fugengrün: Mohn (c) by Joachim Wenk
Im Staudenbeet die weiße Taubnessel macht sich doch ganz gut zu den kleinen gelben Staudenblüten vom Mädchenauge
Mädchenauge mit Taubnessel (c) by Joachim Wenk
Mädchenauge mit Taubnessel (c) by Joachim Wenk
Unweit davon gibt es ab sofort auch wieder große gelbe Blüten. 
Sonnenhut (c) by Joachim Wenk
Sonnenhut (c) by Joachim Wenk
Und die Clematis steht in voller Blüte. Sowohl hier am Zaun, 
Clematis viticella Mary Rose
Clematis viticella Mary Rose

als auch im Staudenbeet. 

Clematis integrifolia Pastel Pink (c) by Joachim Wenk
Clematis integrifolia Pastel Pink (c) by Joachim Wenk
Wegen der Blüten habe ich sie sicher nicht. Da hatte sie noch nie eine. Aber die Blätter sind einfach imposant und ich freue mich sehr, daß sie den harten Winter und den kalten April überlebt hat und jetzt, später als sonst üblich, wieder ihre imposante Erscheinung im Staudenbeet präsentiert. Die winterharte Banane. 
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten wird geerntet – Früchte, Blätter und Samen

So ist das in meinem Garten. Im Staudenbeet freue ich mich an Blättern und im Gemüsegarten gibt es Blüten. Verkehrte Welt eben. 
Wer kennt die gelben Blüten hier samt den Pusteblumen-Samenständen? 
blühendes Gemüse Kopfsalat (c) by Joachim Wenk
blühendes Gemüse Kopfsalat (c) by Joachim Wenk

Im Frühjahr hatte ich kurzfristig mehr Salat, als wir essen konnten. Ergebnis: er schoß. Ich lies ein paar stehen und nun blüht er und hat Samen. Da ich nur samenechte Sorten anbaue, kann ich mir hier einen Vorrat an Salatsamen abnehmen. So eine  Ernte hatte ich auch noch nie.

Ansonsten wächst es ganz gut dieses Jahr im Gemüsegarten.

Kräuter, wie hier den Majoran habe ich überall zwischen rein gepflanzt und ernte fleißig fürs Trocknen.

Majoran (c) by Joachim Wenk
Majoran (c) by Joachim Wenk

Hinter selbst ausgesäten Sonnenblumen vom Vogelfutterhäuschen im Winter und der roten Melde fangen die Tomaten an zu reifen. Eine sehr frühe Sorte bringt mir schon länger leckere Tomaten fürs Vesper. Samen sind da ebenfalls bereits geerntet und trocknen gerade.

reifende Tomaten im Gemüsebeet (c)  by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gemüsebeet (c)  by Joachim Wenk

Die Stangenbohne Blauhilde ist wie jedes Jahr sehr wüchsig. Davor die afrikanischen Meterbohnen scheinen sich als Reinfall zu bestätigen. Beide Sorten gleichzeitig gesät. Nur die Meterbohnen keimten nicht, wuchsen nicht und haben jetzt auch noch eine Krankheit. Die Blauhilde daneben strotzt vor  Gesundheit, Wuchskraft und die ersten Bohnen sind geerntet.

Bohnen-Tipi (c) by Joachim Wenk
Bohnen-Tipi (c) by Joachim Wenk

Von den Gurken habe ich noch keine geerntet. Es ist auch noch kaum eine in Aussicht. Aber die Freude über das gesunde Laub ist riesig. Hatten sie doch bislang ausnahmslos immer den Mehltau und als die Ernte richtig starten wollte, waren die Pflanzen durch diesen bereits getötet.

Salatgurken (c) by Joachim Wenk
Salatgurken (c) by Joachim Wenk

Geerntet habe ich heute Lauch und Sommerkohl.

Sommerlauch und Frühkohl (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch und Frühkohl (c) by Joachim Wenk

Selbstversorgerrezepte und wie man keines mehr verpasst

Beides ist jetzt eingefroren. Wie ich das mache, habe ich wieder bei achimsgartenzumessen.de meiner Selbstversorgerseite dokumentiert. Lauch einfrieren und Blattgemüse  einfrieren. 
Dazu gibt es noch ein Rezept für „Preiselbeerkompott“ aus roten Johannisbeeren. 
Preiselbeerkompott aus roten Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
Preiselbeerkompott aus roten Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Und ich habe Kürbiskuchen eingekocht. 

Kürbiskuchen eingekocht und konserviert (c) by Joachim Wenk
Kürbiskuchen eingekocht und konserviert (c) by Joachim Wenk
Zur Belohnung für die viele Arbeit gönnte ich mir dann am Abend einen Vanillepudding mit einer fruchtigen scharze-Johannisbeersauce aus Fruchtmus, das ich bei der Beerenernte  eingefroren hatte.

Newsletter bei achimsgartenzumessen.de

Hier noch ein Wort in eigener Sache zum Thema achimsgartenzumessen.de. 
Ich weiß, daß einige Leser meine Rezepte dort mit großer Aufmerksamkeit und Neugierde lesen und verfolgen. Ja sogar gespannt auf neue Veröffentlichungen warten. Nun merke ich aber, daß es zu kompliziert wird, Buch zu führen, welches Rezept ich in welchem sozialen  Medium nun schon veröffentlicht oder verlinkt habe. Andererseits möchte ich aber auch, daß die treuen Leser von allen neuen Rezepten erfahren und sie dann lesen oder nicht, wie es dem einzelnen gefällt oder das Rezeptthema eben gerade passt. 
Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, die Rezepte nicht mehr konsequent, sondern nur noch sporadisch (wenn denn das Thema passt )  in den sozialen Netzen zu verlinken und zu benennen. Dafür aber biete ich an, per Mail eine Art Newsletter zu verschicken. Wer also Interesse hat, immer über das Erscheinen neuer Rezepte und Konservierungsmethoden informiert zu werden, kann mir auf der Kontakt-Seite bei achimsgartenzumessen.de eine Nachricht schreiben. Dabei sollte dann angekreuzt sein, daß der Newsletter erwünscht ist. Ich erhalte somit die  E-Mail-Adresse und nehme sie in meinen Verteiler auf. Immer wenn dann wieder ein paar neue Rezepte online sind, werde ich darüber per Mail informieren. Damit ist sichergestellt, daß kein Rezept verloren geht oder in dem Wust an Nachrichten der sozialen Medien verloren geht.

Ein Park, ein Landhausgarten oder eine Gartenausstellung – und ist Gemüse Ramschware?

Von Freud‘ und Leid des Gärtners – heute aber nur Freud‘

Wenn man so intensiv mit, in und für seinen Garten lebt, wie ich das tue, erfährt man auch immer wieder Mißerfolge und Rückschläge. Ein wunderschönes Video dazu hat übrigens die Nadja veröffentlicht.  Wegen der starken Bindung an seinen Garten empfindet man das wohl auch noch viel schlimmer, als es andere Personen tun.
Heute aber, ist es aber einmal wieder genau anders herum. Ich sehe all das Schöne meines Gartens. Und ich glaube fast, dass ich auch das noch intensiver spüre, als es andere Personen tun.

„Ein Park, ein Landhausgarten oder eine Gartenausstellung – und ist Gemüse Ramschware?“ weiterlesen

schwarze Johannisbeeren und warum dann plötzlich Weihnachsttimmung aufkommt

Im letzten Beitrag hatte ich es ja angedeutet. Es war Internetausfall und ich nutzte die Zeit für….
Heute zeige ich, wofür ich die Zeit genutzt habe. Und wirklich, er Ausfall von Telefon und Internet dauerte vom Vormittag bis etwa 21 Uhr. Genau so lange verbrachte ich mit den Beeren. 

Tagesprogramm: schwarze Johannisbeeren und zwar kiloweise

Bei den schwarzen Johannisbeeren habe ich dieses Jahr wirklich eine Rekordernte. Auch ein paar Stachelbeeren sind im Körbchen. Den Strauch habe ich letztes Jahr als Winzling erst gepflanzt und damit bin ich mit der Ausbeute sehr zufrieden. Einige hängen noch am Busch.

Bis ich aber das Erntebild schießen konnte verging ja schon einige Zeit. Etliche Stunden war ich damit beschäftigt. Das Wetter wurde immer frischer und die Wolken immer dunkler. 
Ernte der schwarzen Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
Ernte der schwarzen Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Johannisbeeren reifen zu Johanni, den längsten Tagen des Jahres

Aber kommt doch einfach einmal mit in den Gemüsegarten und seht, wo sie herkommen, die Schüsseln voller schwarzer Beeren.

Schwarz wie die Nacht. Schwarz, wie der Winter zu Weihnachten in Franken. Der totale Gegensatz. Zur Zeit der hellsten Tage des Jahres – Johanni ist ja gerade erst vorüber – werden diese düsteren Beeren reif. Und tragen auch noch die langen und hellen Tage im Namen – Johanni-sbeeren.

Ihr werdet es nicht glauben, aber später am Tag, als ich mich weiter und weiter mit den schwarzen Beeren beschäftigte, waberte doch tatsächlich etwas von der dunklen Jahreszeit durch meine Wohnung. Düstere Erinnerungen oder leise Vorahnung an eine bevorstehende Zeit. Dazu komme ich später aber noch einmal.

Ab in den Garten zum Beerenpflücken

Jetzt müssen wir erst einmal in den Gemüsegarten zu den Beerensträuchern.

Die Gartentüre ist durchschritten und was sehe  ich? Och nee, nicht der schon wieder.

mein Freund der Maulwurf.... (c) by Joachim Wenk
mein Freund der Maulwurf…. (c) by Joachim Wenk

Den lassen wir jetzt einfach mal links liegen. Denn auf dieser Seite des Weges befindet er sich ja tatsächlich.

Genau wie das Gewächshaus. In das hat er übrigens in all den Jahren noch immer keinen Weg gefunden, weil wohl das Fundament zu tief in den Boden reicht. 
Im Gewächshaus werden die Paprika immer ansehnlicher und größer. 
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk

 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
 Gewächshauspaprika (c) by Joachim Wenk
Weiter auf unserm Weg zu den Sträuchern geht es. Wir kommen am Beet mit den Gurken vorbei. Noch kein Mehltau. Toi Toi Toi. Blühen tun sie, Gurken hängen noch keine daran. 
Salatgurken(c) by Joachim Wenk
Salatgurken(c) by Joachim Wenk
Gegenüber der Beeren im Beet legt der Kren jetzt deutlich zu mit Wachstum. Er sieht gut aus dieses Jahr. 
Kren (c) by Joachim Wenk
Kren (c) by Joachim Wenk

Der Ewige Kohl.

ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk
ewiger Kohl (c) by Joachim Wenk

Und das Blaukraut. Ich hab von letztem Jahr noch welches eingefroren. Das muß jetzt weg. Hier gibt es ein Rezept dazu.

Blaukraut (c) by Joachim Wenk
Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten ist wieder manches aus dem Ruder gelaufen

Na und das hier sieht hübsch aus ist aber etwas aus dem Ruder gelaufen. Hier sollte eine Reihe Möhren stehen. Möhren aber keimen bei mir nie und wenn, nur nach etlichen Malen Nachsähen. Immer wieder gehe ich die Sache im Frühjahr hoffnungsvoll an und verliere über die Wochen und Monate die Lust. Nur Mißerfolge. Also ließ ich die Ringelblumen gewähren. Darunter stehen dennoch einige Möhren. Die scheint die Gesellschaft nicht zu stören. Das Kraut ist groß und kräftig. 
Ringelblumen im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Ringelblumen im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk

Wenn wir schon dabei sind. Aus dem Ruder gelaufen, oh ja. Die Ringelblumen sehen wenigstens noch schön aus. Das hier im Bild ist das allererste Möhrenbeet von dieser Saison. Die Schalotten sind bereits abgeerntet und der Rest. Naja ihr seht ja. Möhren nachgesät, Vogelmiere überwuchert alles. Mühsam von Hand zwischen den Pflanzen gerodet. Gerodet und wieder gerodet. Dann Frust bekommen und jetzt warte ich, ob an den paar Möhren, die da stehen, was wächst oder nicht. Irgendwie jedes Jahr das Gleiche mit dem Möhren-Zwiebel-Beet.

aus dem Ruder geleaufenes Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
aus dem Ruder geleaufenes Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Na endlich. Schwarze Beeren. Oder? Ach nein, das sind ja die Heidelbeeren. Heute geht es doch um Johannisbeeren. 
Kulturheidelbeeren (c) by Joachim Wenk
Kulturheidelbeeren (c) by Joachim Wenk

Da sind die schwarzen Johannisbeersträucher und keine Beere in Sicht

Ja, jetzt sind wir richtig. Einer der beiden schwer behangenen Johannisbeersträucher. Aber komisch. Man sieht ja gar nichts von den Beeren. 
schwarze Johannisbeersträucher  (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeersträucher  (c) by Joachim Wenk
Mal unter die Büsche gucken. Klar, die Träuble stehen ja nicht auf den Ästen, sondern hängen unter ihnen. Jetzt zufrieden? Ich schon. So eine reiche Ernte hatte ich noch nie. 
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Dicke reife, süße, herbaromatische schwarze Johannisbeeren. 8 kg Beeren werden es nach etlichen Stunden Pflückarbeit sein. Gottseidank, so denke ich mir ständig, ist das Wetter heute anders als sonst zur Johannisbeerenernte. Immer von Mücken und Fliegen geplagt bei sengender Hitze in den Büschen  scheißgebadet hocken. Heute ist es frisch, starker Wind geht und immer wieder sprüht Wasser wie von einem Vernebler aus den Wolken. Richtig angenehm für diese langwierige Arbeit.

schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren (c) by Joachim Wenk

Nach der Gartenarbeit kommt immer die Küchenarbeit

Stundenlanges Pflücken und dann kommt noch das Verarbeiten. Heute wird das wohl nichts mehr mit anderer Gartenarbeit. Am Nachmittag wird das Wetter dann richtig unangenehm. Der Wind wird zum Sturm und der Sprühnebel zum  Regen. Es sieht aber schlimmer aus, als es ist. Gerade einmal 3 l sind vom Himmel gekommen. 
das richtige Wetter für Küchenarbeit (c) by Joachim Wenk
das richtige Wetter für Küchenarbeit (c) by Joachim Wenk
Ich stehe jedenfalls noch viele Stunden in der Küche. Das Wetter erinnert an November nicht an Juli. Nur dann wäre es draußen nicht so schön grün. 
Und mit dem düsteren Wetter, dem Regen an den Scheiben und den dunklen Beeren kam plötzlich Weihnachtsstimmung auf. Ich hatte es ja schon angedeutet. Irgend etwas waberte durch die Luft und ich hatte im Nu Weihnachtsfeeling im Blut. Schon komisch, wie ein kleiner Geruch solche Stimmungen wachrufen kann. 
Was für ein Geruch? Glühwein! 
Zumindest gezuckerter Rotwein, der im Topf kocht. Schwarze Johannisbeeren in Rotwein. Etwas ganz Feines. Wenn man es isst ,erinnert nichts an Weihnachten. Aber der Geruch von Rotweindampf bedeutet irgendwie sofort Weihnachten. 
schwarze Johannisbeeren abgerebelt (c) by Joachim Wenk
schwarze Johannisbeeren abgerebelt (c) by Joachim Wenk

Wie verwertet man 8kg Johannisbeeren?

8 kg sind verdammt viel. Konfitüre habe ich gemacht. Da muß man sie nicht abrebeln sondern nur durch die Beerenpresse lassen. Etliches von dem Fruchtmus habe ich direkt eingefroren. Mal sehen, was man da noch alles daraus machen kann. Eingefroren habe ich  die Beeren für Kuchen und Nachspeisen. Dazu muß man sie abrebeln. Wie ich diese Arbeit hasse. Das ist ja noch schlimmer als das Zupfen vom Strauch. 
Abends gegen 21 Uhr bin ich endlich fertig. Das Internet ist wieder da und ich brauche ein wenig Ruhe. Ganz schön anstrengend so ein Tag mit den Beeren. 
Details und Rezepte dazu findet man wie üblich bei achimsgartenzumessen.de
Schwarze Johannisbeerkonfitüre kernlos (hier findet man auch die Anleitung zum Herstellen von Beeren-Fruchtmus im Allgemeinen)

Karpfen räuchern – eine schmackhafte Variante, den fränkischen Karpfen zu zu bereiten

Geräucherter Karpfen frisch zubereitet

Ich habe ja bereits berichtet, wie wir unsere Karpfen normaler Weise zubereiten. In Monaten mit R ist Karpfensaison und  da gibt es sie bei uns, wie im Rest Frankens, klassisch „gebacken“. Also paniert und frittiert.

eigener Karpfen frisch zubereitet: slowfood, regional, saisonal, bio, nachhaltig und einfach köstlich

Nun haben wir beim Weiher-Umfischen letztes Wochenende noch einen Karpfen in der Hälterung gehabt und dann zum Abendessen zubereitet, wie wir es schon lange nicht mehr gemacht haben.

Er wurde geräuchert. Vom Ergebnis waren wir alle so angetan, daß wir beschlossen, diese Garmethode nun wieder fest in die Monate mit „R“ zu integrieren.

Karpfen räuchern in der  Räucherschale

Zum Räuchern haben wir eine Räucherschale. Im Schalenboden ist eine Mulde, die mit Sägemehl gefüllt wird. 

Karpfen räuchern : Sägemehl kommt in die Mulde des Behälterbodens (c) by Joachim Wenk

Karpfen räuchern : Sägemehl kommt in die Mulde des Behälterbodens (c) by Joachim Wenk

Das Sägemehl wird mit einer Platte, die Abstandhalter zum Grillschalenboden eingearbeitet hat, abgedeckt.

Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk

Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Sägemehl mit Blechhaube abdecken (c) by Joachim Wenk

Auf die Räucherroste kommt nun das Räuchergut. Bei uns ist es ein erst halbierter und dann geviertelter Karpfen. Die Haut bleibt dran. Gewürzt wird wie beim „backen“ mit Salz und Pfeffer. Mit der Haut nach unten werden die Karpfenteile auf das Gitter gelegt.

Karpfen räuchern : gewürzte Karpfenstücke mit Haut auf den Räuchrerosten verteilen (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : gewürzte Karpfenstücke mit Haut auf den Räuchrerosten verteilen (c) by Joachim Wenk

Jetzt entzündet man die  Brenner im Stövchen unter der Räucherschale.

Karpfen räuchern : Brenner entzünden (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : Brenner entzünden (c) by Joachim Wenk

Die Räucherschale wird mit dem Deckel verschlossen und auf den Brennern platziert. Jetzt ist genug Zeit, den Tisch zu decken und noch ein paar Radieschen und frischen Schnittlauch aus dem Garten zu holen.

Karpfen räuchern :  Räucherbehälter mit den Karpfenstücken und dem Sägemehl auf die Brenner stellen (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern :
Räucherbehälter mit den Karpfenstücken und dem Sägemehl auf die Brenner stellen (c) by Joachim Wenk

Nach etwa 20 Minuten ist es so weit. Die Haube wird geöffnet und man kann sehen, ob das Räuchergut gar ist.

Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk

Bei unserem Karpfen war das der Fall. So frisch geräuchert mit einem Butterbrot und Schnittlauch ist das einfach ein Gedicht.

Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : nach etwa 20 Minuten ist der geräucherte Karpfen fertig (c) by Joachim Wenk

Vom Sägemehl bleibt nicht mehr viel übrig. Und die Räucherschale hat eine praktische Haushaltsgröße. Sie ist in der Küche schnell wieder gereinigt und bereit für das nächste Mal.

Karpfen räuchern : vom Sägemehl ist nicht mehr viel übrig geblieben (c) by Joachim Wenk
Karpfen räuchern : vom Sägemehl ist nicht mehr viel übrig geblieben (c) by Joachim Wenk

Bärlauch konservieren

Das ging jetzt aber schnell. Mit einem Mal ist er da der Bärlauch. Sicher kennt ihr da Problem, dass man ihn gerade dann, wenn man Gelegenheit hat an ihn ran zu kommen, nicht braucht. Oder nicht täglich braucht, wenn man mehr davon hat. 
Trocknen lässt er sich. Verliert aber auch bei vorsichtigem Trocknen mit etwa 30-35 °C an Aroma. 
Ich mache gern Pesto. Ein genaues Rezept gibt es dafür nicht. Wie ich Pesto herstelle könnt ihr hier (Pestorezept) nachlesen.
Für das Bärlauchpesto nahm ich frischen Bärlauch, Walnüsse, Salz und Rapsöl und keinen Käse. Die einzelnen Mengen kann man  nach eigenen Geschmacksvorlieben und Vorhandensein der Zutat variieren.  
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk

Im Herbst machte ich aus den damals reichlich vorhandenen Kräutern in den Gemüsebeeten eine Würzpaste. Diese lagert in kleinen Gläschen im Kühlschrank. Sie schmeckt noch immer wunderbar und würzt seit Monaten alle möglichen kalten und warmen Speisen.

Auf die gleich Art und Weise kann man natürlich den Bärlauch konservieren.

Man nimmt 100 g frische Bärlauch und 20 g Salz aber  KEIN Öl. Kräuter und Salz werden im Mörser oder Mixer oder Tupper Turbo-Chef (bei mir der Fall) möglichst fein oder breiig zerkleinert. Abgefüllt in kleine Gläschen hält sich diese Masse über viele Monate. Der Geschmack bleibt sehr gut erhalten und man hat dann immer kräftige Würze zur Hand. Die Bärlauchpaste ist für Kräuterquark, Bärlauchbutter, Brotaufstriche, Salatdressings, Ravioli-Füllungen und vieles mehr zu gebrauchen.

Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk

Fischschmaus – eine nette Art des geselligen Beisammenseins in Franken

Fischschmaus – ein fränkisches Beisammensein

Am Samstag Abend hatten wir „Fischmaus“ bei Vollmond.

Bitte? Ich bin mir ja fast sicher, dass manche oder noch ein paar mehr,  es so lesen, wie ich es geschrieben habe und wie man es eben hier spricht. Korrekt allerdings müsste ich schreiben Fisch-Schmaus oder Fischschmaus. Jetzt wird dieses wenig bekannte Wort verständlich. Oder?

„Fischschmaus – eine nette Art des geselligen Beisammenseins in Franken“ weiterlesen