Von saukalt über kalt bis kühl – was bei welcher Temperatur gerade gemacht wird

So kalt ist das gerade! Also wirklich kalt. Wie kalt  genau, seht ihr am blauen Band im Foto. 
Ihr könnt ruhig staunen, denn so geht es mir auch. 
Es ist so kalt und das schon so lange, daß sich irgend etwas mächtig verschoben oder verzogen hat. Jedenfalls das schnappt das Schloß vom Gartentor nicht mehr ein und somit lässt sich das Tor nicht  verschließen. Die beiden Torflügel sind entweder auseinander gedriftet, die Kälte hat das Material so schrumpfen lassen oder der Untergrund hat sich bewegt. Alles recht unglaubwürdige Erklärungen und doch fällt mir nichts anderes ein. 
Jedenfalls muß fürs erste das blaue Band den Eingang sichern. 
Das blaue Band am Gartentor (c) by Joachim Wenk
Das blaue Band am Gartentor (c) by Joachim Wenk

Also dieses Jahr hatten wir , bis auf ein paar Mal am Mittag in der Sonne,  noch nie die Plus-Grade erreicht. Seit über einer Woche ist knackiger Dauerfrost. Keine Nacht wärmer als -13 bis -16 Grad. Tags etwa -5 Grad. Die Sonne hat uns seit zwei Tagen auch verlassen, worum ich schon beinahe froh bin. Dazu aber gleich noch mehr.

Heute Vormittag waren im Gewächshaus gerade einmal 0 Grad. Der Boden ist jetzt fest gefroren. Bis zum Wochenende war er noch so weit frostfrei, daß nur die oberste Schicht leicht gefroren war.

0°C im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
0°C im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Wenn die große Kältewelle jetzt vorüber und der Boden wieder aufgetaut ist, werden hier die ersten Gemüse gesät. Salat ist auf alle Fälle dabei, Radies und Winterportulak werde ich  ebenfalls wieder sähen.

Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk
Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk

Ich hätte nicht gedacht, daß auch an Stegdoppelplatten derart schöne Eisblumen wachsen können.

Eisblumen im Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk
Eisblumen im Gewächshaus im Winter (c) by Joachim Wenk

Vergangenes Jahr war der Winter milder und ich habe zu dieser Zeit bereits im Gewächshaus die Saaten direkt in den Boden vorgenommen. Dieses Jahr nun habe ich die  Kinderstube fürs Erste in unseren Hüttenzauber verschoben. Hier hat es noch immer ein paar Grad über Null. Salat  beginnt bereits ab 2°C zu keimen. Das kann er  jetzt hier in der Saatschale tun, bevor er ins kalte Gewächshaus kommt. Daher stelle ich die  Saatschale auch nicht wärmer. Sonst muß ich die jungen Pflänzchen dann wieder extra abhärten.

6-8 Grad im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
6-8 Grad im Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

erste Salat-Aussat im Jahr  (c) by Joachim Wenk
erste Salat-Aussat im Jahr  (c) by Joachim Wenk

Weil eben der Januar wirklich so kalt wie seit Jahren nicht mehr ist. Weil wir tatsächlich wieder einmal dauerhaft Schnee haben. Und weil es einfach an der Zeit ist, glaube ich ja schon länger, daß es diese Jahr wieder einmal ein normaleres Gartenjahr werden könnte. Es fängt ja auch normaler an, als die vergangenen Jahre.

Gerade jetzt zu Jahresbeginn gibt es  diverse Lostage und Wetterregeln, die ich schon gespannt beobachte.

Neu war für mich der Vinzenz am 22. Januar, ein Lostag. „Geht Vinzenz im Schnee, gibt’s viel Heu und Klee“. Na das geht doch schon mal in meine gewünschte Richtung. Und wie der im Schnee ging.

Kommende Woche gilt es wieder, genau hin zu schauen. Es ist Lichtmeß. Wenn da der Bär, der aus der Höhle kommt, in die Sonne blinzelt, dann gefällt ihm das nicht und er verkriecht sich für mindestens 6 Wochen wieder in der Höhle. Oder etwas deutlicher: Wenn an Lichtmeß die Sonne scheint, dann bleibt es noch mindestens 6 Wochen Winter.  Oder in Reimform: Scheint an Lichtmeß die Sonne heiß, kommt noch viel Schnee und Eis.

Keine schöne Aussicht also. Lichtmeß ist am 2. Februar. Diese Wetterregel ist so zuverlässig, daß sie auch in Amerika oder Frankreich bekannt ist und bewusster wohl als bei uns, wahrgenommen wird. Im Amerika  allerdings ist es nicht der Bär, der aus seiner Höhle kommt, sondern das Murmeltier Groundhog Day, Murmeltier-Tag) Der Tag bleibt der Gleiche.

Ein wenig beruhigt bin ich schon jetzt. Alle meine Wetter-Apps und Internetseiten mit Wettervorhersagen berichten ab Anfang kommender Woche über Wolken, Niederschlag und keiner Sonne. Juchu. Mögen sie alle recht behalten, damit der Bär nur ja nicht wieder in die Höhle geht.

Freuen über weniger Kälte, dürften sich wohl auch meine gefiederten Gartenbewohner. Das Vogelfutter kaufe ich ja mittlerweile in 25 kg Säcken und nicht mehr in kleinen Tütchen. Und gerade neigen sich wieder welche dem Ende zu. Die Schar ist aber auch echt der Hammer. Und immer rein in die Hecke und raus aus der Hecke. Rein in die Hecke und…. so geht das den ganzen Vormittag. Dann ist Ruhe und sie sind weg. Kurz vor  Einbruch der Dunkelheit sind sie alle wieder da. Rein in die Hecke und raus aus der Hecke, rein…. Und schließlich ist es dunkel. Gut, wenn sie sich dann den Ranzen voll gefressen haben. Ich möchte bei den Temperaturen nicht mit ihnen tauschen müssen.

(c) by Joachim Wenk
hier geht´s zu wie im Festzelt auf der „Wiesn“ zu Stoßzeiten (c) by Joachim Wenk

Aber ein Dreck ist das rund ums Vogelhaus. Lauter Spelzen, leere Schalen und natürlich Kot. Na wenn das Weiß weg ist sieht man den Saustall im Rasen bald nicht mehr. Das können wir noch erwarten.

(c) by Joachim Wenk
und genauso wie auf der „Wiesn“ schauts nach dem Ansturm der Hungrigen auch hier aus…(c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss möchte ich heute noch eine Produkt empfehlen. Das ist kein bezahlter Beitrag, sondern ich bin einfach überzeugt von diesem hilfreichen Produkt und könnte mir vorstellen, daß manch einer das auch so gebrauchen könnte.

Es handelt sich von Tupperware um die vormals Prima-Klima und jetzt KlimaOase-Behälter.

Die sind speziell zur richtigen Lagerung von  Gemüse gemacht. In erster Linie im Kühlschrank. Darin halten Wurzelgemüse im Kühlschrank wochenlang knackig frisch. Zitrusfrüchte ebenfalls im Kühlschrank bleiben monatelang frisch. Frische Gemüse oder Blattgemüse bleiben knackig und frische.

Die Behälter haben einen gewellten Boden, so dass Kondenswasser sich in den Vertiefungen sammelt und das Gemüse auf den Erhöhungen im Trockenen liegt. Ein regelbarer Belüftungsverschluß lässt Luft- und (Reife-)Gasaustausch zu oder verschließt die Box dicht. Je nach gelagertem Gemüse. Wie gesagt, im Kühlschrank und der Vorratskammer schon seit Jahren in allen Größen (winzig für Radieschen oder ein paar Kräuter) bis hin zu den mehrere Liter fassenden Größen überaus erfolgreich bei mir im Einsatz. Auch die Kartoffeln halten sich darin besser in der Garage, als nur in Obstkisten gestapelt. Sie trocknen nicht so aus.

Nun bin ich als Selbstversorger, der leider noch keinen Erdkeller hat, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, meine Ernten möglichst lange zu lagern. Wurzelgemüse schlage ich in feuchtem Sand ein. Im Keller und sogar der Garage ist es aber einfach zu trocken und zu warm.

Ich habe gelesen, daß man gerade Möhren und derartige Ernten direkt mit der anhaftenden Erde in Plastiktüten legen kann. Diese werden nur umgeschlagen zum Verschließen und mit mehreren Luftlöchern versehen. Das brachte mich auf die Idee, meine riesige KlimaOase dafür her zu nehmen.

Pastinake und Meerrettich habe ich direkt mit der anhaftenden Erde hinein gelegt. Die Box steht am kalten Boden im Palmenhaus. Dort hat es immer so um die 10°C und die Luftfeuchte ist bei ca 80-90 Prozent. Jetzt sind sie schon über drei Monate dort drin und immer noch knackig und frisch. Das werde ich nächstes Jahr auch mit den Möhren machen. Die sind im immer wieder eintrocknenden Sand in der Garage nämlich richtig schrumpelig geworden. Ich hoffe, die ganz großen KlimaOasen kommen in diesem Jahr im Sommer wieder ins Angebot. Dann werde ich mir noch die eine oder andere zu eben diesem Zwecke zulegen. Immer im Angebot ist die 4.4 Liter Box, in die man auch schon einiges an  Ernte einlagern kann. Zumindest wenn man , wie ich nur Hobby-Selbstversorger ist und kein Gemüsebauer.

PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk
PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk

PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk
PrimaKlima Behälter von Tupperware zum Einlagern von Wurzelgemüse (c) by Joachim Wenk

Fertigsuppen für den Selbstversorger

Wer hätte das gedacht?

Ich, der Hobby-Selbstversorger schlechthin, gebe es zu und meine es ernst: Ich liebe Fertigsuppen!

Echt jetzt? Gib es zu, das ist es, was du gerade denkst.

Wer mich ein wenig kennt, wird sicher erst einmal stutzig bei dieser Aussage. Und Recht hat er oder sie.

Klar, daß bei mir da mehr dahinter steckt, als im Discounter gekaufte Tütensuppen.

Begonnen hat es mit einem wunderbaren Magazin vor Weihnachten. „LandIdee Geschenke aus der Küche“ war der Titel. Na das ist doch etwas für mich. Und Weihnachten stand da noch vor der Türe.

Neben etlichen anderen sehr schönen Ideen begeisterten mich die Suppen und Risottos als Fertigmischung. Ich kenne das als Backmischungen in diversen Gläsern oder Flaschen. Vom Brot über Brownies bis hin zu Hundeleckerli oder Likörzutaten gibt es da alles Erdenkliche.  Auf die Idee mit den Suppen kam ich natürlich selbst noch nicht.

Zu Weihnachten gab es dann  für die Verwandtschaft Fertigsuppen in ansprechenden und vielseitig weiter nutzbaren Vorratsbehältern von Tupperware (ist ja klar).

Die Schwaben-Fraktion bekam selbstredend Linsensuppe. Die Nicht-Viel-Kocher erhielten Minestrone, die in 15 Minuten genußbereit ist. Und die gerne-Esser bekamen kräftige Bohnensuppe.

Fertigsuppen schön Verpackt als Geschenke für die Familie (c) by Joachim Wenk
Fertigsuppen schön Verpackt als Geschenke für die Familie (c) by Joachim Wenk

Selbstverständlich habe ich alle Suppen vorher einmal getestet. Solche Rezepte klingen ja oft gut, vor allem, wenn sie in den Magazinen sehr schön präsentiert werden. Aber alle hier genannten Suppen funktionierten sehr gut und schmeckten.

Als Profi-Selbstversorger könnte man die auch gut selbst herstellen aus eigenem Gemüse. Ich habe aber zum Verschenken, wegen der größeren benötigten Menge an Ausgangsmaterial, die Zutaten gekauft. Zutaten sind unter anderem Suppengemüse getrocknet, ebenso Tomaten in Stücke geschnitten und Sellerie getrocknet. Knoblauch getrocknet. Besonders raffiniert in der Bohnen- und Linsensuppe ist das Pulver von geräucherten und getrockneten Paprika. Ein Gewürz, das ich in diesem Zusammenhang erstmals kennen lernte und sofort begeistert in mein Gewürzregal aufnahm.

Ich bin ja nur Hobby-Selbstversorger, wollte aber mit meinen Mitteln ebenfalls einmal für den Vorrat solche Trockensuppen herstellen.

Von den Buschbohnen der Sorte Sanguigno, die ich ausreichend eingekocht und eingefroren im Keller habe, blieben im Herbst  noch immer so viele Schoten übrig. Die lasse ich dann immer ausreifen, um an die leckeren trockenen Bohnenkerne zu kommen . Deshalb liebe ich diese Sorte, weil sie so vielseitig in der Verwendung ist.  Schon letztes Jahr kamen sie in Suppen, Eintöpfe und Chillies. Dieses Jahr mache ich mir ein paar Portionen Fertigsuppe damit.

reife Schoten der Buschbohne Sorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
reife Schoten der Buschbohne Sorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk

rockene gepuhlte Bohnen der Buschbohnensorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
trockene gepuhlte Bohnen der Buschbohnensorte Sanguigno (c) by Joachim Wenk
Schon das ganze Jahr trockne ich zum Würzen die unterschiedlichsten Kräuter und Gemüsegrüne. Winterheckenzwiebel und Lauchgrün oder Petersiliengrün ist stets ausreichend im Garten vorhanden und wird laufend getrocknet. Jetzt kommt auch hiervon etwas in die Suppe. 
getrocknetes Grün vom  Lauch (c) by Joachim Wenk
getrocknetes Grün vom  Lauch (c) by Joachim Wenk
Möhren, Pastinaken und Sellerie sind in feuchtem Sand eingelagert. Für mein Suppenprojekt hole ich rasch ein paar heraus und schnipple sie in kleine Quadrate von etwa 5 mm Kantenlänge. Das geht dann allerdings weniger rasch, aber hier ordentlich zu Arbeiten, macht sich dann im Vorratsbehälter und der fertigen Suppe optisch positiv bemerkbar. 

Möhren, Sellerie, Pastinaken im Dörrapparat (c) by Joachim Wenk
von oben nach unten Möhren, Sellerie, Pastinaken im Dörrapparat
(c) by Joachim Wenk

Viel bleibt nach dem Trocknen, das binnen 24 Stunden abgeschlossen ist, nicht mehr übrig. Daher musste ich für die Geschenke auf gekaufte Zutaten zurück greifen. Meine Vorräte hätten das nicht her gegeben, ohne dass ich dann dafür hätte für unseren Bedarf an Gemüse einkaufen müssen.

Möhren, Sellerie, Pastinaken  nach dem Trocknen (c) by Joachim Wenk
Möhren, Sellerie, Pastinaken  nach dem Trocknen (c) by Joachim Wenk

Wenn dann alles getrocknet, gepuhlt und sonst wie vorbereitet ist geht’s ans Mischen und Verpacken.

Suppenmischung für Bohnensuppe (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Bohnensuppe (c) by Joachim Wenk
Die Rezepte stammen aus dem LandIdee Magazin „Geschenke aus der Küche“ (nur damit ordentlich zitiert wurde!)
Bohnensuppe

Mischung für 4 Personen man benötigt einen Behälter mit 650 ml Inhalt als Geschenkverpackung)
350 g getrocknete Bohnen
5 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün (oder in meinem Selbstversorgerbeispiel eben das was vorhanden ist an getrockneten Wurzelgemüse inklusive Lauchgrün)
1 Eßlöffel klein geschnittene getrocknete Tomaten (die habe ich auch selbst gemacht, am besten man schneidet die Tomaten vor dem Trocknen ebenfalls wieder in kleine Quadrate von 5×5 mm. Nach dem Trocknen lassen sie sich nur mit großer Mühe so klein schneiden)
Beim Zubereiten muß man oder der Beschenkte nur noch dazugeben: 
Salz, Pfeffer, Wasser und Olivenöl
Zubereitung: 
1,2l Wasser zum Kochen bringen. Die Suppenmischung zugeben und umrühren. 
Etwa 1 Stunde zugedeckt leise köcheln lassen. 
Wenn die Bohnen weich sind mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit einem Kartoffestampfer ein paar mal vorsichtig stampfen. Dadurch zerdrückt man einige Bohnen, die dann für eine angenehme Bindung der Suppe sorgen. Am Teller noch ein paar Tropfen gutes Olivenöl darüber träufeln. Wer es weniger vegetarisch möchte gibt, wenn die Bohnen  weich sind noch zum Beispiel ein Wiener Würstchen mit in die Suppe und lässt es darin heiß werden. 
Gedanken zur Gar-Zeit bei Bohnen und Linsen: 
Weil die Garzeit bei den Bohnen und auch den Linsen sehr lange ist und man sie wegen des Gemüses in der Mischung nicht über Nacht einweicht, habe ich mir für mich Folgendes überlegt. Bei meiner Eigenbedarfsmischung bewahre ich Gemüse und Bohnen getrennt auf. So kann ich die Bohnen über Nacht einweichen oder für sich erst einmal fast fertig garen. Erst am Ende (es genügen 10-15 Minuten) gebe ich das Gemüse dazu. So zerkoche ich nicht die nach dem Trocknen noch übrig gebliebenen wenigen Vitamine. 

Für interessierte Leser, kommt hier noch das Rezept für die Linsensuppe:

Linsen-Tomaten- Suppe man benötigt einen Behälter mit 650 ml Inhalt als Geschenkverpackung)

Mischung für 4 Personen:

250 g Tellerlinsen
5 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün
4 Eßlöffel getrocknete, klein geschnittene Tomaten
1 Teelöffel Paprikapulver geräuchert
1 Teelöffel Paprikapulver edelsüß


Zubereitung: 

1,2l Wasser zum kochen bringen und die Suppenmischung einfüllen. Umrühren und mindestens 45 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack können auch hier Oliven – Öl und oder Würstchen (Schwaben!) zugegeben werden.

Suppenmischung für Linsen-Tomaten-Suppe (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Linsen-Tomaten-Suppe (c) by Joachim Wenk

Auch das schnelle Minestrone-Rezept darf nicht fehlen.

Suppenmischung für Minestrone (c) by Joachim Wenk
Suppenmischung für Minestrone (c) by Joachim Wenk

Minestrone


Mischung für 4 Personen (man benötigt einen Behälter mit 440ml Inhalt als Geschenkverpackung)


6 Eßlöffel getrocknetes Suppengrün
2 Eßlöffel getrocknete, kleingeschnittene Tomaten
1 Teelöffel Knoblauchgranulat getrocknet
150 g  Risoni oder Nudelreis (Nudeln, die wie Reiskörner aussehen, alternativ gehen auch Gobbetti oder andere kleine, nicht zu dünne! Nudeln)


Zubereitung

1l Wasser zum Kochen bringen und die Suppenmischung einrühren. 10-15 Minuten leise köcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und am Teller mit ein paar Tropfen guten Olivenöls (oder selbst gemachten Würzöles) beträufeln.

Ich habe mir noch für jede Suppe weihnachtliche Anhänger erstellt. Darauf steht, wie die jeweilige Suppe Zubereitet wird.

Die Zubereitung als Geschenkanhänger (c) by Joachim Wenk
Die Zubereitung als Geschenkanhänger (c) by Joachim Wenk

eigenes frisches Gemüse aus dem Novembergarten

Am Samstag hatte wir seit längerem einmal wieder einen arbeitsreichen Tag im Garten. Deutliche Nachtfröste  bis – 7°C und Tags kaum über dem Gefrierpunkt, so sagen es die Wetterfrösche vorher. Da muß noch ein wenig vorbereitet oder abgeerntet werden im Garten.

Herbstlaub und Kübelpflanzen waren ein Thema am Wochenende, über das ich dann die Tage berichten werde. Für heute liegt mir jedoch mein Gemüsegarten am Herzen. Über meinen  Erfolg dort will ich hier stolz berichten.

Wir haben als Mitte November.  Während anderswo der Garten und Gemüsegarten bereits „fertig“ für den Winter ist, bin ich noch immer mit der Ernte frischen Gemüses beschäftigt. Und das macht mich stolz. Mit jedem Jahr und seinen Erfahrungen gelingt es mir immer besser, auch zu solchen Jahreszeiten noch frisches Gemüse für den Mittagstisch ernten zu können. Noch ein wenig stolzer schwillt natürlich meine ansonsten bescheidene Brust an, wenn ich sagen kann, daß ich natürlich auch alles (!) was an Gemüse bei mir im Jahr wächst, selbst aus Samen heran gezogen habe!

Seit ein paar Tagen gibt es wieder täglich frischen Salat. Und knackig ist der! Nicht hart, sondern knackig. Er schützt sich vor der Kälte durch ein gedrungenes und sehr kräftiges Blattwachstum. Das lässt ihn dann auch beim Zubereiten und Verspeisen schön knackig frisch bleiben.

Hier seht ihr zwei Pflanzen unterm Vlies.

Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk

Immer wieder muß ich natürlich das Laub vom Vlies entfernen, das der Apfelbaum verliert. Sonst kommt von dem wirklich gerade sehr knapp vorhandenem Sonnenlicht  nichts mehr beim Salat an.

Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk
Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk

Der Blick in den Gemüsegarten jetzt im November zeigt, daß zwar nicht mehr viel hier steht, es aber eben doch noch zu ernten gibt. Unterm Vlies also Salat und Rucola. Vorne unten am Bildrand, man sieht ihn eigentlich hier gar nicht, steht noch der Meerrettich. Den muß ich auch demnächst einmal ernten.  Ihm macht der Frost aber nichts aus  und so kümmere ich mich also erst um andere Gemüses. Der Wirsing, der kein Winterwirsing ist und leichten Frostschaden an den äußersten  Blättern des Kopfes hat,  ist geerntet und verspeist. Hier viel die Ernte sehr kläglich aus. Viel zu trocken war es einfach im Sommer wieder einmal. Ein paar nachgewachsene Brokkoliröschen konnte ich abschneiden, genau wie hier und da noch eine kleine Kohlrabi.

Erst vor ein paar Tagen habe ich den Toskanischen Grünkohl geerntet oder die Pastinaken.

Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub  (c) by Joachim Wenk
Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub
(c) by Joachim Wenk

So gibt es  im Moment zu den Mahlzeiten immer eine Mischung aus gerade frisch geerntetem Gemüse mit eingelagerter Ernte von zum Beispiel Kürbis oder Wurzelgemüse und je nach Lust und Rezept eingefrorenem oder eingekochtem Gemüse. Ganz so, wie es das Selbstversorgerherz sich wünscht. Gewürzt wird mit immer ein wenig Fleisch oder Wurst. Manchmal bleibt das Gericht aber auch auch ganz vegetarisch.

Hier im Bild sieht man den Gemüsegarten im November. Das Salat-Vlies unterm Apfelbaum und eines über dem Beetrahmen links im Bild. Hinten rechts steht der Rosenkohl.

Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk
Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk

Das hier ist der Salat der im erhöhten Beet, in dem Kartoffeln wuchsen, steht.

Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk
Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk

Samstag morgen war hier noch einiges an Vlies zu sehen.  Damit hatte ich den Endivien und Chinakohl geschützt. Wenn wirklich 7 Grad unter Null kommen, ist das aber zu wenig glaube ich.

Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk
Also tat ich das, was letztes Jahr ganz wunderbar funktioniert hat. Der reife Endivien wird ausgegraben und im leerstehenden Gewächshaus wieder eingegraben. Dann kann man noch ein Vlies drüber legen. So hält er sich noch viele Wochen und kann jetzt nach und nach verspeist werden. Wir brauche ihn ganz besonders mit dem Kartoffelsalat aus eigenen Kartoffeln zu den gebackenen Karpfen aus eigener Zucht. 
Nächstes Wochenende gibt es dann zum ersten Mal wieder Karpfen in dieser Saison. Ich jedenfalls bin mit meinem Gemüse gewappnet dafür. 

Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk
Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk

wertige Geschenkideen aus dem Garten in kleinen Weck-Gläsern

Ich habe mich in meinen letzten Beiträgen mit der puren Gartenarbeit, dem Umgraben im Herbst, befasst. Heute gibt es wieder etwas aus der Küche vom Selbstversorger. Anhand der Vielzahl der Gläserfüllungen könnt ihr euch ja denken, daß ich mich schon eine Weile auf diesen Post vorbereite. 
selbst gemachte Geschenke und Mitbringsel aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
selbst gemachte Geschenke und Mitbringsel aus dem Garten (c) by Joachim Wenk
Die bei der Kartoffelverkostung eingeführte Nummerierung der einzelnen Produkte findet sich auch hier wieder. Darf ich vorstellen: 
  1. Basilikum-Knoblauch-Salz
  2. selbstgemachte Gemüsebrühe (getrocknet)
  3. Rotwein-Rosmarin-Salz
  4. Linsen-Sonnenblumenkerne-Brotaufstrich
  5. Zitronenverbenen-Salz (Verveine-Salz)
  6. Holler-Sirup
Die Idee für so einen Blog-Beitrag kam mir nach und nach. Zuerst sah ich diese bezaubernden Miniatur-Weckgläser. Als Einkoch-Fan kenne ich natürlich die  normalen Gläser.  Dass es die aber für wirklich wenig Geld, als komplett funktionierende Miniaturausgabe gibt, wußte ich nicht. Damit man auf dem Foto die Größe der Gläser ein wenig einschätzen kann, habe ich einen  Teelöffel davor gelegt. 
Ich verschenke an besonders liebe und wertvolle Menschen gerne etwas selbst Gemachtes. Das kann kein Massenprodukt sein. Es ist meinerseits eine besondere Wertschätzung dem Beschenkten gegenüber, verbringe ich doch einiges meiner sehr ausgefüllten Zeit mit der Zubereitung. 
Vielleicht kann ich der einen oder anderen meiner Leserinnen ein paar Anregungen für die bevorstehende Zeit des  Schenkens damit geben. 
Hier nun eine kurze Beschreibung, was sich denn bei mir in den Gläsern genau befindet. 
Alle Gläser haben den Gummi und sind mit den Klammern luftdicht verschlossen. Das Glas ohne Klammer, ist richtig eingekocht und damit dicht und konserviert. 
1.  Basilikum-Knoblauch-Salz

Mein Basilikum im Gewächshaus wucherte wieder enorm. Sehr viel davon ist in die Tomatensauce für den Vorrat und ins  Ketchup gewandert. Es blieb noch genug übrig für Pesto (hält sich eingefroren super!) und eben das Salz. 
Basilikum-Knoblauch-Salz (c) by Joachim Wenk
 kleinstes der Weckgläser, hier mit Basilikum-Knoblauch-Salz (c) by Joachim Wenk
Im Tupper-Turbo-Chef habe ich die Basilikumblätter mit dem  Knoblauch und dem Salz zu einer einheitlichen Masse verarbeitet. Das geht auch im Mörser, was aber unwahrscheinlich viel Arbeit macht. Möglich ist auch der Mixer.  Dabei muß man aber aufpassen, daß man das Salz nicht zu fein pulverisiert. Geschmacklich ändert das nichts, die Optik leidet jedoch darunter. 
Die Salz-Kräutermischung habe ich im Dörrapparat bei 30° getrocknet. Danach noch einmal in das oben gewählte Gerät und fein zerreiben. Fertig. Bei den Mengenverhältnissen ist man vollkommen frei. Es kommt vor allem auf die Verfügbarkeit von Basilikum und Knoblauch an. Zudem mache ich solche Salze immer sehr konzentriert. Das heißt sehr viel Kräuter und wenig Salz. Verdünnen mit Salz vor dem Gebrauch oder dem Schenken ist ja jeder Zeit möglich. 
2.  selbstgemachte Gemüsebrühe

Die ist nun wirklich sehr aufwändig und man benötigt wirklich viel Gemüse. Wie sie genau gemacht wird, habe ich vor kurzem bereits beschrieben. HIER könnt ihr das nachlesen. 
3. Rotwein-Rosmarin-Salz
Hier habe ich ein ganz klein wenig geschummelt. Das Salz im Bild enthält leider nichts aus meinem Selbstversorger-Garten. Es könnte aber beinahe! Und damit meine ich nicht den Rotwein.  Trotz Weinberg im Garten werde ich mir keinen Wein selbst machen. Die Rede ist vom Rosmarin. Mit dem habe ich  noch nie Glück gehabt und ganz besonders wenig letztes und dieses Jahr. Ich habe zwar jetzt wieder zwei Pflanzen und auch ein wenig  für die Küche getrocknet. Das hätte aber nicht einmal ausgereicht, für das Rotweinsalz. Also habe ich gekauften Rosmarin  verwendet. 
Dieses Salz ist nun wirklich bereits optisch ein Genuß. Ich selbst habe es in der Mühle und mahle es bei Tisch auf die Speisen. 
Rotwein-Rosmarin-Salz (c) by Joachim Wenk
Rotwein-Rosmarin-Salz (c) by Joachim Wenk
Man vermengt dazu 250 g Salz (grob oder fein hängt von den persönlichen Vorlieben ab) mit 50 ml Rotwein. Das trocknet man dann im Dörrapparat oder Backofen. Zwischendurch mit einem Löffel immer wieder einmal rühren, damit es nicht so verklumpt. 
Rotwein und Salz beim Trocknen (c) by Joachim Wenk
Rotwein und Salz beim Trocknen (c) by Joachim Wenk
 Wenn es vollkommen durchgetrocknet ist, verreibt man es  mit den Händen ( bei dem groben Salz ging das einfach). So erhält es wieder seine körnige Struktur. Jetzt wird es mit 20 g getrocknetem Rosmarin vermischt. Den kann man vorher im Mörser etwas zerstoßen. Dadurch werden die ätherischen Öle frei und können vom Salz aufgenommen werden. Fertig. 
3.  Linsen-Sonnenblumenkern-Brotaufstrich
Brotaufstriche mache ich schon lange immer wieder selbst. Es gibt da ja unzählige Rezepte. Nun las ich irgendwo einmal, daß Aufstriche aus trockenen Zutaten wie Linsen oder Nüssen zum Beispiel heiß eingefüllt in Gläser haltbar gemacht werden können. Auch Einkochen ist  möglich. Das würde bei den „feuchten“ Zutaten für einen Aufstrich (Frichkäse, Quark etc. ) ohnehin niemand machen. 
Dabei dachte ich sofort an die kleinen Weck-Gläser. Im Küchenschrank befanden sich noch grüne Linsen. Die habe ich einfach einmal gekocht, bis sie zerfallen sind. Dann ab in den Mixer. Ebenfalls gefunden habe ich noch Sonnenblumenkerne. Die nehme ich im Sommer für das Basilikumpesto, weil sie billiger sind, als Pinienkerne. Also habe ich die Sonneblumenkerne ebenfalls im Mixer zerkleinert, dann mit der Linsenmasse zusammen in den Mixer gegeben. Das wird immer fester und man muß eine Menge Wasser dazu geben. Fertig ist der Brotaufstrich. 
Ach so, nein, stop. Etwas fehlt noch. Das ist ja nur die Basis. Jetzt kommt der Geschmack. Da kann man hinzufügen, was einem am besten schmeckt. Sehr gut muß ich sagen schmeckt der Aufstrich mit folgenden  Geschmacksgebern: Majoran, Piment, Nelke, Bärlauchessig (Essig muß rein!), Salz, Ingwerpulver und etwas Kokosfett. Das rundet ungemein ab und gibt einen herrlich vollmundigen Gechmack. Das alles jetzt noch einmal aufkochen und heiß in Schraubgläser füllen. Oder eben – für sich oder als Geschenk und Mitbringsel – in das kleine Weckglas und dann einkochen. Dabei darf die Konsistenz aber nicht sehr fest sein, weil es durch das Einkochen noch einmal fester wird! Ich habe das im Kochtopf gemacht. Dummerweise habe ich, weil es das erste Mal war, wieder nicht daran gedacht, dass so etwas (wie auch Wurstmasse im Weckglas) durch das Einkochen an Volumen gewinnt und die  Gläser daher nicht voll gemacht werden dürfen! Eines ging auf, die anderen vier allerdings sind zugeblieben. Jetzt ist der Aufstrich fertig. 
Übrigens, wie bei den großen, gibt es auch für die kleinen Gläschen einen dicht schließenden und fest sitzenden Kunststoffdeckel (der Weiße im Foto). Das ist sehr praktisch gerade beim Brotaufstrich. Man isst nicht auf einmal das ganze Glas leer. Der Glasdeckel, wenn er lose aufliegt, fällt zu leicht herunter. Die Klammern macht ohnehin dann niemand mehr daran. Daher anstatt dem Glasdeckel, bei bereits offenen Gläsern, den Kunststoffdeckel verwenden. 
5.  Zitronenverbenen Salz (Verveine-Salz)
  Meinen Verbenenstrauch habe ich jetzt schon sehr viele Jahre. Gerade die Tage habe ich ihn wieder aus dem Beet ausgegraben, deutlich gestutzt und in einen großen Blumentopf gesetzt. Noch steht er draußen, wenn dann aber Frost kommt (ein wenig hält er aus), räume ich ihn zu den Kübelpflanzen. Dort wartet er ohne Blätter, bis es im Frühjahr wieder hinaus geht ans Licht. Licht und Sonne braucht er. Daraus zaubert er in seinen Blättern dieses wunderbare Zitronenaroma. Im Tee herrlich. Jetzt habe ich es auch als Salz  konserviert. 
Man benötigt  125 g Salz  und 20 g friche Zitronenverbenenblätter. Die Blätter werden, wie beim Basilikumsalz beschrieben, mit  dem Salz zerkleinert.  Wer den besondere Kick möchte, gibt noch Zitronenschalenabrieb dazu. Man kann das dann trocknen. Das muß aber sehr behutsam sein. Sonst riecht dabei das ganze Haus wunderbar nach Zitrone und man wundert sich später, warum das Salz das dann nicht tut. Die Öle verfliegen sehr leicht. Besser man lässt das Salz so feucht und packt es in dicht schließende  Gefäße. Es gibt ja auch die Konservierungsmethode für Kräuter, bei der diese mit viel  Salz (aber nicht so viel wie für das Würzsalz) zu „Pesto“ verarbeitet werden. So abgefüllt in kleine Gläser  hält es sich kühl gelagert  monatelang! Das wäre auch eine mögliche Füllung für die Gläser oben! Daher keine Bange, das feuchte Salz hier hält sich und den Geschmack auch. Allerdings ist es nichts für eine  Salzmühle bei Tisch. Das muß mit einem Löffelchen dosiert werden. Und bitte nicht kochen! Der Geschmack verflüchtigt sich sonst. 
6.  Holunder-Sirup
Auch die Flaschen gibt es in der kleinen Version. Ich habe einfach etwas vom Holundersirup eingefüllt. Vielleicht verschenke ich die ihn so mit einer Flasche Sekt. Das schmeckt köstlich. Man kann natürlich auch anderen Sirup einfüllen Oder einen Likör von den Quitten oder Haselnüssen. Oder Tomatensauce, die man dann noch einmal einkocht, daß sie sich hält. Sicher fallen euch selbst auch noch ein paar andere Dinge ein. 
Andere Dinge sind immer möglich. Mein  Text hier sollte nur ein Ideengeber sein. Ihr habt sicher auch noch dieses oder jenes vom Sommer im Vorratsschrank. Salze kann man auch aus getrockneten Kräutern mischen und verschenken. Zucker ist auch leicht zu aromatisieren. Ich denke an Rosenblüten, Lavendel oder auch Zitronenverbene. 
Ich wette, daß euch gleich etwas von euch spezielles dazu eingefallen ist, als ihr das Foto und die Bechreibung  gesehen habt. Also dann, macht euch auf und bereitet euch vor für die Weihnachts-Geschenke-Zeit. Und diese Geschenke sind, anders als das Smartphone oder eine X-Box und derlei Sachen, höchst individuell, wertschätzend und damit ein Geschenk. Man gibt etwas, das einem selbst etwas bedeutet, etwas wertvolles (es steckt eure Lebenszeit darin!) etwas aus seinem eigenen Besitz an einen andere Menschen. Und das, weil man es will und nicht weil man es muß. 
Viel Spaß beim Geschenke vorbereiten wünsche ich denn.  

Plan und Realität gehen oft auseinander. Das ist nicht immer schlecht.

Für heute hatte ich zwei Sachen  in meinem Aufgabenbuch markiert, die ich unbedingt erledigt haben wollte. Klar, daß das etwas mit Garten zu tun hat. Dann aber kam ich nicht aus dem Bett, weil noch immer der Schnupfen die Glieder lähmt. Grausliger Nebel am Vormittag bremste meinen Elan zusätzlich. Also muß wieder alles verschoben werden? 
Ich verrate euch, wie der Tag so weiter ging. 
Zuerst also meine Vorhaben. Die Äpfel ernten und das Gewächshaus leer räumen stand auf dem Papier. 
Jetzt seht doch einmal selbst. Bei dem Wetter diese Arbeiten erledigen? Ich bitte euch. Wer kein Berufsgärtner ist, geht doch da nicht freiwillig raus. Es hatte übrigens 2°C. 

Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk
Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk

Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk
Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk
Ich liebe das ja überhaupt nicht, wenn es nicht nach meinem Plan läuft. Zum Glück wird es mir ja  nie langweilig. Es gibt noch so unzählig viele Dinge, die ich machen möchte. 
Im Moment spiele ich mit ganz unterschiedlichen Gewürzsalzen herum. Das sind wunderbare Mitbringsel oder kleine Geschenke. Ich verpacke sie in diese entzückenden winzigen Weck-Gläser. Ich sollte wohl darüber extra einmal berichten. 
Weil ich erst einmal drinnen bleibe, mache ich heute zum esten Mal Rotwein – Rosmarin – Salz. 250 Gramm Salz mit 50 ml Rotwein vermischen und trocknen. Danach kommt noch getrockneter Rosmarin hinzu. Laut Rezept 30-50 Gramm.  Geschmacklich sicher sehr lecker. Optisch auf alle Fälle eine Wucht. 
Rotweinsalz zum Trocknen ausgelegt (c) by Joachim Wenk
Rotweinsalz zum Trocknen ausgelegt (c) by Joachim Wenk
Die Zeit vergeht, der Hund musste raus und Lebensmittel im Dorfladen habe ich auch gekauft. Bis ich mich also versah, schien doch glatt die Sonne. Also warm an ziehen und raus in den Garten!
Die Äpfel sind bald abgenommen. Es ist ein schlechtes Apfeljahr. Nicht einmal zwei Körbe zum Aufheben habe ich pflücken können. 
Apfelernte 2016 (c) by Joachim Wenk
das ist alles – Apfelernte 2016 (c) by Joachim Wenk
Etliche fallen trotz Apfelpflücker von allein herunter. Das Fallobst verarbeite ich am besten gleich. 
Fallobst wird gleich verarbeitet (c) by Joachim Wenk
Fallobst wird gleich verarbeitet (c) by Joachim Wenk

Die schönen werden geschält.

das wird ein Snack für den weihnachtlichen Plätzchenteller (c) by Joachim Wenk
 das wird ein Snack für den weihnachtlichen Plätzchenteller (c) by Joachim Wenk

In Spalten geschnitten marinieren sie ein paar Stunden in Orangensaft.

das wird ein Snack für den weihnachtlichen Plätzchenteller (c) by Joachim Wenk
vor dem Trocknen in Orangensaft marinieren verhindert  Braunwerden und schmeckt gut (c) by Joachim Wenk

 Die anderen kommen grob zerkleinert in den Topf und werden zu Apfelmus.

Apfelmus wird gekocht (c) by Joachim Wenk
Apfelmus wird gekocht (c) by Joachim Wenk

Sie sind rasch weich und zerfallen. Das ist der große Moment der Fruchtpresse, dem „Flotte-Lotte“-Aufsatz zur Küchenmaschine. Binnen wenigen Minuten kommt da unten fertiges Apfelmus heraus.

Mit etwas Zucker und Zimt versehen wird das gut aufgekocht und dann heiß in Gläser gefüllt. So hält es bis zum nächsten oder übernächsten Jahr.

Apfelmus fertig in Gläsern (c) by Joachim Wenk
Apfelmus fertig in Gläsern (c) by Joachim Wenk

Die Apfelschalen und Kerngehäuse werden geschnitten und als Zutat für meine Kräutertee getrocknet.

Apfelschalen und Kerngehäuse werden für Tee getrocknet (c) by Joachim Wenk
Apfelschalen und Kerngehäuse werden für Tee getrocknet (c) by Joachim Wenk

Die marinierten Apfelspalten  müssen das Bad im Orangensaft verlassen und wandern in den Dörrapparat.

ein Dörrapparat voller Äpfel (c) by Joachim Wenk
ein Dörrapparat voller Äpfel (c) by Joachim Wenk

Morgen werden sie dann so aussehen. Auf manche habe ich noch ein wenig Zimt gestreut. Sie schmecken durch das Orangensaftbad sehr angenehm und verfärben sich nicht. Wir mögen sie gern als Knabberei beim Fernsehen.

Ich werde einige von ihnen versuchsweise in flüssige Schokolade tauchen. Wenn die dann erkaltet ist, werden sie zusammen mit Plätzchen am Weihnachtsteller serviert.

getrocknete  Apfelschnitze ein leckerer Snack (c) by Joachim Wenk
getrocknete  Apfelschnitze ein leckerer Snack (c) by Joachim Wenk
Die Sonne blieb leider nicht lange. Dennoch ging ich zwischen den Küchenarbeiten auch noch in den Garten. Das Gewächshaus wollte ich unbedingt noch leeren. Stützstäbe, Schnüre, Bewässerungen, Anzuchtstation mit Bewässerung und alle Pflanzen mußten raus. Und geschafft habe ich alles. 
Neben den gerade aufgezählten Dingen bugsierte ich noch etliches anderes aus dem Haus. Was bin ich da wieder unentwegt erschrocken. Weil es sich überall bewegte. Fast hatte ich das Gefühl, hinter jeder Pflanze schauen Augen hervor, die mich beobachten. Oder fixieren und auf einen Moment zum Angriff warten? 
Nein, so schlimm sind sie dann doch nicht die 6 Laubfrösche, der winzige Lurch oder so etwas ähnliches und die 2 Kröten. Obwohl eine der beiden Kröten war schon ein ganz schönes Kaliber….
Weil ich ja noch die Erde austauschen muß,  können sie auf keinen Fall drin bleiben. Die müssen sich draußen etwas für den Winter suchen. 
Die Erde muß getauscht werden. Dieses Jahr gingen die Tomaten alle kaputt und die Paprikas wuchsen überhaupt nicht. Da stimmt mit dem Boden etwas nicht. Das wird noch ein Stück Arbeit geben, jetzt im Herbst. 
das  Gewächshaus ist leer geräumt (c) by Joachim Wenk
das  Gewächshaus ist leer geräumt (c) by Joachim Wenk

 Mittlerweile ist alles gewaschen, eingepackt und aufgeräumt. Der Igel bekommt noch seine Futterration ins Häuschen. Da freut er sich bestimmt schon den ganzen Tag darauf. Jedenfalls ist früh immer alles fein säuberlich ausgeschleckt. Wohnen tut er unter der Palette, auf der das Brennholz lagert.

im Igelhaus bekommt der Igel jeden Tag sein Futter (c) by Joachim Wenk
im Igelhaus bekommt der Igel jeden Tag sein Futter (c) by Joachim Wenk

Bevor ich wieder ins Haus gehe und in der Küche weiter mache, freue ich mich noch ein wenig an den Blüten, die trotz leichter Nachtfröste noch immer in voller Pracht leuchten.

wilde Malve (c) by Joachim Wenk
wilde Malve (c) by Joachim Wenk

Dahlienblüte in der  Abendsonne (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte in der  Abendsonne (c) by Joachim Wenk

Und so sah der Vorgarten dann am Abend aus. Ich bin mittlerweile wieder im Haus, stehe wie früh am Fenster und blicke hinaus.

Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk
Blick in den Vorgarten bei Oktoberwetter (c) by Joachim Wenk

Vor wenigen Stunden hatte ich noch Bange, heute überhaupt etwas schaffen zu können. Jetzt freue ich mich  über all das Geschaffte. Mehr als ich eigentlich geplant hatte.

Heute Abend gibt es Quarkkeulchen  mit frischem Apfelmus. Wie der Zufall so spielt, stieß ich heute morgen beim Wetter-Frust-Surfen in den sozialen Medien just auf das Rezept. Ich bin schon gespannt, wie sie werden. Hunger habe ich bereits. Ich glaube, ich mache mich gleich mal ans Werk…

Der große Kartoffeltest 2016.die

Die Pflicht habe ich erfüllt. Es ist geerntet, konserviert und die Küche wieder geputzt. Jetzt kommt die Kür.

Nach dem ja wirklich ein paar unter euch auf meinen Geschmackstest der Kartoffeln warten, gab es heute Mittag einfach einmal Kartoffeln. 8 Sorten wurden getestet. (Über die Ernte und Erträge habe ich HIER kürzlich berichtet).Und, ich bin zu guten Ergebnissen beim Test gekommen. Hier könnt ihr sie nachlesen:

die Test-Kartoffelsorten (c) by Joachim Wenk
die Test-Kartoffelsorten (c) by Joachim Wenk

Im Test hatte ich meine 8 diesjährigen Kartoffelsorten. Damit ihr euch auch ein Bild machen könnt, von welcher Kartoffel immer gerade die Rede ist, habe ich ihnen Nummern verpasst.

  1. Rosa Tannenzapfen
  2. Setanta
  3. Cara
  4. Sarpo Mira
  5. Bionica
  6. Galactica
  7. Professor Wohltmann
  8. Duke of York
Wegen der Vergleichbarkeit habe ich von jeder Sorte eine Knolle gewählt, die in etwa der Größe der anderen entspricht. Bei den Rosa Tannenzapfen oder der Professor Wohltmann mußte ich daher eine der besonders großen Knollen auwählen. Bei Sarpo Mira, Galactica oder Setanta dagegen kamen die winzigen Exemplare auf den Teller. 
Nach dem Fotoshooting landeten sie im Dämpfer. 25 Minuten unter Dampf und fertig waren die Testobjekte. 
Kartoffeln im Dämpfer (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln im Dämpfer (c) by Joachim Wenk
Zuerst werden sie wieder exakt gleich auf dem Teller positioniert. So sehen sie also im gekochten Zustand aus. 
die Test-Kartoffelsorten gekocht (c) by Joachim Wenk
die Test-Kartoffelsorten gekocht (c) by Joachim Wenk
Und schließlich kommt der Teil meines Testes, auf den ich selbst schon sehr gespannt bin. Es ist auch der schwierigste Teil. Wie bringe ich den jeweiligen Geschmack in Worte? 
Ich versuche es zumindest. Wobei aber auch immer bewusst sein muß, dass Geschmack ja sehr individuell ist und ich daher nur meine ganz eigenen Empfindungen notieren kann. 
1. Rosa Tannenzapfen
Katalog: eine der ältesten bekannten Sorten überhaupt. Schon um 1850 im Umlauf. Sie sind eine Delikatesse besonders im Salat. Sie können sehr gut mit Schale gegessen werden und haben ein kräftig würziges Aroma. Sie sind sehr gut lagerfähig und festkochend, sehr späte Kartoffel. 
Achim:  sie hielten sich extrem gut auch im zu warmen und trockenen Keller. Dass es eine sehr späte Kartoffel ist, kann ich nicht sagen, ich erntete sie mit den Frühkartoffeln, weil das Kraut abgestorben war. Die Schale ist mir deutlich zu zäh, um sie mit zu essen. Also so wie bei anderen Kartoffeln eben auch. Das Fleisch ist fest. Der Geschmack ist ebenfalls eher fest und kühl aber ohne Erde oder Kelleraromen. Ausgeprägter Geschmack. Von der Konsistenz her auf alle Fälle gut für Salat.
2. Setanta
Katalog: mehlig kochend, bring sehr hohen Ertrag mit großen Kartoffeln und ausgezeichnetem Geschmack. Hält sich sehr gut im Lager. Äußerst widerstandsfähig gegen Kraut- und Knollenfäule und Schorf. Mittelfrühe Kartoffel.
Achim: lockeres Fleisch aber nicht bröckelnd, also eher mehlig kochend. Sehr hoher Ertrag mit riesigen Kartoffeln. Geschmack mild, sehr rund und ohne Erde oder Kelleraromen, eher leicht herbstlich-holzig.  2014 wegen Krautfäule früh geerntet(Anfang September), dabei dennoch sehr große Kartoffeln und sehr gute Ernte auch damals.  Gelagert im zu warmen und trockenen Keller bis März, dann aber runzelig und zu treiben beginnend. Geerntet 30.9. mit den Lagerkartoffeln, also eher spät. 
3.  Cara
Katalog: kommt sehr gut mit Trockenheit zurecht, gute Lagerfähigkeit. Gute Widerstandsfähigkeit gegen Krautfäule, gute Erträge. Zum Backen und für Bratkartoffeln. Spät, vorwiegend festkochend.

Achim: Oh ja,wenn sie bei mir wächst muß sie wohl sehr gut mit sehr viel Trockenheit auskommen. Gelagert im zu warmen und trockenen Keller bis März, dann aber runzelig und zu treiben beginnend. Kein Problem mit Fäule, Sehr guter Ertrag mit sehr großen Kartoffeln. Fleisch fest aber doch etwas bröckelig.  Geschmack sehr mild und angenehm. Eine gute Beilagenkartoffel.
4.  Sarpo Mira
Katalog:  Krautfäule Testsieger auch unter ungünstigen Bedingungen. Sie ist gut lagerfähig und bringt schöne, gleichmäßige Knollen. Spät, vorwiegend festkochend. 
Achim: 2014 das Hochwasser und Dauerregenjahr mit sehr kaltem August. Aber die Kartoffel stand, ohne Fäule! Tomaten Totalausfall wegen Braunfäule im Beet daneben und die anderen Kartoffeln zum Teil geschädigt. Gelagert im zu warmen und trockenen Keller bis März, dann aber runzelig und zu treiben beginnend. Schöne gleichmäßige aber kleine Knollen aber dieses Jahr eher geringer Ertrag. Festkochendes Fleisch, intensiver Geschmack mit etwas von Erde, Lehm oder Torf. 
5.  Bionica
Katalog: Krautfäuletolerante Neuzüchtung aus biologischer Züchtung. Außerordentlich tolerant gegen Krautfäule, widerstandsfähig gegen die meisten Viruserkrankungen und Schorf. Sie bringt schöne, gleichmäßige mittelgroße Knollen. Besonders auf leichten Böden erreicht  Bionica eine sehr gute Speisequalität. Mittelfrüh.

Achim: Krautfäuletoleranz kann ich nicht beurteilen, da erst im zweiten Jahr im Anbau bei mir. Und da waren die Sommer bis nach der Ernte regenfrei. Knollen sind groß und gleichmäßig und das bei meinem eher schweren Boden. Guter Ertrag.  Konsistenz ist locker-teigig. Kartoffelgeschmack mit einem Hauch von etwas hartem, Blech, Metall? Also nicht als negativer Beigeschmack gemeint, sondern eher für eine Erdfrucht angemessen. Mich erinnert die daran, vielleicht hat ein anderer andere Assoziationen. Für Salat oder als Beilagenkartoffel. Im Frühjahr hatte ich mir notiert, daß sie seht gut in meinem schlechten und warmen Lager gehalten hat! Mittelfrüh.
6.  Galactica
Katalog: sehr robuste Sorte, ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Kraut- und Knollenfäule und Schorf. Früh, vorwiegend festkochend. 
Achim: gesunde Kartoffel, geerntet immer Ende Juli/Mitte August also mittelfrüh, Im warmen trockenen Keller schrumpelt sie rasch und treibt starkt aus, bereits ab Dezember. Gute Ernte, mittelgroße Kartoffeln. Ohne Flecken beim Kochen. Konsistenz eher locker und bröckelig. Geschmack erinnert entfernt an etwas Grünes. Intensiver Geschmack. Nicht für Salat, eher für Auflauf oder Gratin.
7.  Professor Wohltmann
Katalog: späte Kartoffel, die auch bei früher Ernte gute Erträge liefert. Gedeiht auch in schweren Böden und in nassen Jahrgängen. Hat dennoch hohe Trockenheitresistenz. Besitzt gute Resistenzen gegenüber Kraut- und Knollenfäule und Schorf. Kochtyp variiert. Sie ist eine stärkereiche, alte Sorte mit gutem würzigen Geschmack. Sehr ertragreich und eignet sich als Back-Pell- und Pürreekartoffel. 
Achim: Also wenn ich das wieder lese eigentlich genau meine  Sorte. Ich habe sie dieses Jahr das erste mal angebaut. Das Ergebnis ist vernichtend. Allerdings werde ich sie wohl noch einmal probieren. Die Katalogbeschreibung kann ja nicht total falsch sein. Bei mir waren die Pflanzen von  Anfang an krank und mickrig, vielleich 20cm hoch, während alle anderen Kartoffeln weit über einen Meter lange Triebe haben. Die Ernte brachte weniger ein, als ich an Saatkartoffeln reingesteckt habe. Aber der Geschmack heute beim Testen gefiel mir sehr gut! Fest-teigige Konsistenz, milder und runder, stimmiger und ausgeprägter Geschmack. Nichts von Erde oder Metall oder Grün. 
8.  Duke of York
Katalog: Alte Sorte, süß und  kräftig im Geschmack. Nur gering anfällig für Kraut- und Knollenfäule. Rechtzeitige Ernte  und Verzehr sichern den exzellenten Geschmack dieser Feinschmeckersorte. Sehr früh, vorwiegend festkochend. 
Achim: Wirklich ausnehmend guter  und warmer, runder Geschmack, optimale Beilagenkartoffel für Gerichte mit Saucen. Herrlich. Für Salat nicht geeignet da fast mehlig. Früh.
Das also sind meine Ergebnisse des großen Kartoffeltestes 2016. Ich jedenfalls bin jetzt erst mal satt. Habe ich doch nach dem Test, die restlichen Kartoffeln mit Quark und Leinöl (meiner Liebsten Speise mit Kartoffeln) gegessen. Ganz habe ich sie aber nicht geschafft. Und jetzt gibt es erst einmal einen Espresso. Bis zum nächsten Mal, habt eine schöne Zeit. 
(PS diese Kartoffeln gibt es beim Biogartenversand.de , ich sage das, weil es selten so eine Auswahl an Kartoffeln zum Teil in Bioqualität gibt und nicht weil mir die Firma hätte irgend etwas dafür gegeben, also kein bezahlter Post! )
die Test-Kartoffelsorten aufgegessen (c) by Joachim Wenk
die Test-Kartoffelsorten aufgegessen (c) by Joachim Wenk

Gestern ernten, heute konservieren. Gemüsevorrat für den Winter.

Puh, was für zwei Tage. So viel gewerkelt habe ich ja schon lange nicht mehr auf einen Streich. Gestern wurde geerntet und heute die Ernte verarbeitet. Eigentlich wäre es auch schön gewesen bei dem schönen Wetter und der Sonne im Garten zu arbeiten. Wegen des sicher vorhergesagten Regens, plante ich aber für heute die Küchenarbeit ein. Ich habe meinen Plan auch eingehalten. Der Regen aber, der kam wieder nicht. Nur Sturm, der die Dürre nur noch weiter und weiter verstärkt.

Wollt ihr sehen, was aus dem Gemüse geworden ist? Dann bleibt doch einfach mal dabei.

Was hatte ich nochmal alles geerntet? Tomaten. Daraus wurde die übliche Tomatensauce und leckerer Ketchup.

Tomatenketchup und Tomatensauce entstehen (c) by Joachim Wenk
Tomatenketchup und Tomatensauce entstehen (c) by Joachim Wenk

Tomatenketchup undTomatenketchup und Tomatensauce sind fertig (c) by Joachim Wenk Tomatensauce entstehen (c) by Joachim Wenk
Tomatenketchup und Tomatensauce sind fertig (c) by Joachim Wenk
Dann sehe ich auf meinen Erntefotos von Gestern auch Lauch und Möhren, Kohlrabi sowie Sellerie. Erkennt ihr das wieder? In dieser grünen Pampe, in der auch noch ein ganzer Schwung Tomaten steckt, ist alles verborgen. 
püriertes Gemüse wird getrocknet (c) by Joachim Wenk
püriertes Gemüse wird getrocknet (c) by Joachim Wenk
Zuerst mixe ich dafür die Tomaten und mit dieser sehr flüssigen Sauce verdünne ich die weiteren, eher trockenen Produkte wie Sellerie oder Möhren, damit der Mixer besser arbeiten kann. Schließlich wird alles zusammen gemixt und man hat den Ursprung für getrocknete Gemüsebrühe. Salz gebe ich nur sehr wenig dazu. So kann ich beim Abschmecken später ruhig noch Gemüsebrühe zugeben, ohne das Essen zu versalzen. 

 Die Pampe streiche ich auf mit Backpapier ausgelegte Roste meines Dörraparates.

püriertes Gemüse wird getrocknet (c) by Joachim Wenk
püriertes Gemüse wird getrocknet (c) by Joachim Wenk

Zusammen mit ein paar klein geschnittenen Tomaten fülle ich so nach und nach den Automaten. Erst wird bei  55°C ein paar Stunden zum angetrocknet und dann über Nacht bei 37°C weiter getrocknet.

 

püriertes Gemüse wird getrocknet (c) by Joachim Wenk
fertig gefüllter Dörrapparat (c) by Joachim Wenk

Am nächsten Tag lassen sich die mittlerweile ganz dünnen Gemüsefladen leicht vom Papier lösen. Ich wende sie und lasse sie noch restlich ohne Papier durchtrocknen. Das ganze pulverisiere ich abermals im Mixer und fertig ist die getrocknete Gemüsebrühe. Leider langt das noch nicht für das folgende Jahr bis zur neuen Ernte. Gut, daß noch genug Gemüse im Garten steht. So werde ich noch eine solche Portion machen müssen.

fast fertig getrocknetes Gemüsepulver (c) by Joachim Wenk
fast fertig getrocknetes Gemüsepulver (c) by Joachim Wenk
Tomaten, getrocknet (c) by Joachim Wenk
Tomaten, getrocknet (c) by Joachim Wenk

Den Lauch hatte ich in fingerlange Stücke geschitten, der Länge nach halbiert und dann eingefroren. Die Stücke kann ich dann einzeln bei Bedarf entnehmen. Das Grün vom Lauch habe ich schön klein geschnitten und auch getrocknet. Das kann man als Würze gut verwenden, wo es nicht zerkocht wird, sondern optisch gut aussehen soll. In klaren Suppen zum Beispiel.

Lauchgrün, getrocknet (c) by Joachim Wenk
Lauchgrün, getrocknet (c) by Joachim Wenk

 

Bleibt noch das Kraut zu verarbeiten. 
Blaukraut habe ich eingekocht. Vergangenes Jahr, hatte ich es mariniert mit leckeren Zutaten wie Essig, Sherry und Gewürzen und so weiter. Es schmeckt nach diesem Rezept köstlich, kann gut eingefroren werden, aber beim Einkochen verändert es seinen Geschmack eher zum Nachteil. Dieses Jahr habe ich es gemacht, wie es im Einkochbuch von Weck stand. 
Kraut hobeln und mit etwas Salz, etwas  Zucker und etwas Essig (genauer stand es leider auch im Weck-Buch nicht) mariniert über Nacht ziehen lassen. 
Etwa 4 kg waren es, fertig gehobelt. 
Blaukraut (c) by Joachim Wenk
 Blaukraut (c) by Joachim Wenk

Etwa 4,5 kg waren es fertig gehobelt. 

Blaukraut gehobelt und mariniert (c) by Joachim Wenk
Blaukraut gehobelt und mariniert (c) by Joachim Wenk

Es wird in Gläser gefüllt und eingekocht. Jetzt bin ich gespannt, wie das dann schmeckt. Man muß es eben dann beim Zubereiten noch würzen und abschmecken.

Blaukraut fertig eingekocht (c) by Joachim Wenk
Blaukraut fertig eingekocht (c) by Joachim Wenk
Ach so ja, Weißkraut steht ja auch noch im Vorraum. Also wieder hobeln, hobeln, hobeln. Nun bin ich ja kein food-blogger sondern Garten-blogger und so sieht dann meine Küche beim Arbeiten auch nicht aus, wie aus dem Ei gepellt, sondern eben so, wie es aussieht, wenn gearbeitet wird. 
Küche beim Krauthobeln (c) by Joachim Wenk
Küche beim Krauthobeln (c) by Joachim Wenk

Gute 3 kg fein gehobeltes Weißkraut werden gesalzen (10g/kg) und gestampft, bis schön Wasser austritt. Bei kleineren Mengen kann man das durch Kneten mit den Händen auch bewerkstelligen.

Kraut stampfen (c) by Joachim Wenk
Kraut stampfen (c) by Joachim Wenk

Das Kraut wird mit samt der Flüssigkeit fest in Gläser gefüllt. Man kann Schraubverschlußgläser nehmen. Das hatte ich früher gemacht. Jetzt nehme ich Weckgläser. Beim Schraubglas muß man anfänglich leicht aufgedreht lassen, damit Überdruck entweicht. Der kann bei Weckgläsern automatisch (wie beim Einkochen auch) durch den Gummi und die Klammern entweichen.

Die Gläser stehen in einer Wanne, falls Flüssigkeit austritt (Gläser nur bis ein paar Zentimeter unter den Rand befüllen). Sie bleiben ein paar Tage im Wohnzimmer und kommen dann in den Keller dort säuert das Kraut langsam vor sich hin und bald habe ich wieder eigenes Sauerkraut.

jetzt kann das Kraut gären und Sauerkraut werden (c) by Joachim Wenk
jetzt kann das Kraut gären und Sauerkraut werden (c) by Joachim Wenk
Ich liebe das Kraut in Gläsern. Man öffnet ein Glas verbraucht nach und nach das Kraut. Angebrochene Gläser lagere ich im Kühlschrank. Im Gegensatz zum großen Krauttopf hat man bei den kleinen Portionen und nur wenigen Malen Öffnen-und-Kraut-entnehmen kein Problem mit Kamhefe oder Schimmel und verdorbenem Sauerkraut. 

Hopfenessig und Hopfenöl, ein Versuch

Vor Kurzem habe ich hier über das Hopfensalz, welches ich aus meinen Hopfendolden bereite, geschrieben. Ebenfalls erwähnte ich meine Suche nach noch weiteren Verwendungsmöglichkeiten für die Dolden. Und schon blättere ich im Laden durch das ansprechende Magazin „LandIdee Geschenke aus der Küche“ und entdecke die Rezepte für Hopfenöl und Hopfenessig.

Das klingt doch sehr gut und ich probiere es sofort. Die Dolden sind immerhin schon fast zu „reif“ also eher am Abfallen.  Rasch gehe ich in den Garten. Die wenigen Dolden, die ich für die beiden Rezepte benötige finde ich noch in frischem saftigen Grün. Viele sind aber schon am Vertrocknen an der Pflanze.

Ich schreibe euch hier sofort das Rezept, weil doch einige auch am Hopfensalz Interesse fanden, und es probieren wollten. Ansonsten ist das nicht meine Art, ein Rezept hier unerprobt weiter zu geben. Ich teste das immer ausführlich selbst oder habe es seit vielen Jahren in der Küche. Weil aber die Hopfenzeit eigentlich zu Ende  und damit Eile geboten ist, schreibe ich sofort von dem Rezept und ihr könnt, quasi gleichzeitig mit mir, erste Erfahrungen damit machen.

Auf ein frohes Gelingen. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse in meinen Flaschen.

Zutaten für Hopfenessig und Hopfenöl (c) by Joachim Wenk
Zutaten für Hopfenessig und Hopfenöl (c) by Joachim Wenk

Für 1l Hopfenessig benötigt man: 

1l (Bio-) Apfelessig
1 Teelffel Pfefferkörner (scharz, grün, rot, weiß, oder gemischt)
10 kleine und leicht angetrocknete Hopfendolden
1-2 Teel. Honig
1/2 Teel. Pimentkörner (ich liebe das Gewürz, das kommt bei mir überall hinein und so auch entgegen dem Rezept im Magazin in den Essig und in das Öl)

Zubereitung Hopfenessig: 

Den Hopfen und die Gewürze bis auf den Honig in eine weithalsige Flasche geben und mit Essig auffüllen.

Verschlossen bei Raumtemperatur etwa 14 Tage ziehen lassen.

Essig abseihen und den Honig darin auflösen. In saubere Flaschen füllen und kühl und dunkel aufbewahren.  Hält etwa 1 Jahr.

Für 1l Hopfenöl benötigt man: 

1l Distel-, Raps- oder Sonnenblumenöl
10 kleine und leicht angetrocknete Hopfendolden
1/2 Teel. Salz (ohne Rieselhilfe oder sonstige Zusätze)
1 Teelffel Pfefferkörner (scharz, grün, rot, weiß, oder gemischt)
1/2 Teel. Pimentkörner (ich liebe das Gewürz, das kommt bei mir überall hinein und so auch entgegen dem Rezept im Magazin in den Essig und in das Öl)

Zubereitung Hopfenöl:

Hopfendolden mit Salz und Gewürzen in eine weithalsige Flasche geben und mit dem Öl auffüllen.

Etwa 1 Woche  bei Raumtemperatur stehen lassen.

Öl durch ein Sieb gießen und dann in saubere Flaschen füllen. Kühl und vor Licht geschützt aufbewahren. Hält sich etwa ein halbes Jahr.

Hopfenessig und Hopfenöl (c) by Joachim Wenk
jetzt müssen sie 1 Woche (Öl) bzw. 2 Wochen (Essig) ziehen
 (c) by Joachim Wenk

Essig und Öl mit Hopfen passen durch den leicht bitteren Geschmack gut zu Feldsalat oder anderen eher milden Salatarten.

Herbstaroma im Hopfenblütensalz

Zur Zeit blüht er noch draussen in der Natur oder bei mir im Garten, der Hopfen. Leider habe ich für die vielen Blüten keine Verwendung, da ich noch nicht selbst Bier brauen. Ein wenig in den Kräutertee, Essenz für ruhigen Schlaf und das Hopfenblütensalz sind meine einzigen Hopfenprodukte.

Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
Zutaten für Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

Ein paar wenige Hopfenblütensalz mit Salz im Mixer zerkleinern und fertig. Die Blüten im Bild reichten für 80 Gramm Salz, eher noch mehr. Das Aroma ist sehr intensiv. Ich beginne immer mit wenig Salz und Mixe das. Dann Fülle ich so lange Salz drauf, bis mir die Konzentration , also der Geschmack gefällt.

Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk
 Hopfenblütensalz (c) Joachim Wenk

die Farbe gefällt mir immer und das sehr eigene Aroma. Menschen, die Bitterstoffe ablehnen, brauchen das Salz erst gar nicht herstellen. Ansonsten wie ich heute Morgen frisch zubereitet auf das Frühstück sei, oder aufs Butterbrot,zum Frischkäse,Salat oder in die Rohkost. Vorsichtig Dosieren und nicht zum Kochen nehmen.

Wer experimentierfreudig ist, sollte es mal probieren.

sehr schnelle Pizza in der Pfanne

Im Garten ist gerade nicht so richtig viel zu tun. Gießen natürlich, Verblühtes abschneiden und die Ernte einfahren. Vieles wird konserviert und jeden Tag gibt es etwas mit dem eigenen Gemüse zu Essen.
Heute eine wirklich sehr schnelle und unwahrscheinlich köstliche Pfannenpizza. 
Hier das Rezept zum Nachkochen: 
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk
Ihr braucht: 
150g   Mehl (ich  nahm Vollkornmehl)
1         gehäuften Esslöffel Crème fraiche
1 Teel. Backpulver
2 Eßl. Olivenöl
50ml  Wasser
          Tomaten
          frisches Basilikum
1/2     Mozzarella
2 Eßl. Tomatenmark
          italienische Kräuter 
          Salz und Pfeffer
Die Zubereitung ist denkbar einfach: 
Mehl, Backpulver, Wasser, Crème fraiche und Öl zu einem Teig verkneten. 
Teig in eine Pfanne (28  cm Durchmesser) geben und gleichmäßig hineindrücken.
Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk
Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk
Tomatenmark darauf verstreichen
Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Wenn sie sehr saftig sind, das Glibbrige mit den Kernen etwas herauskratzen. Tomaten auf dem Teig verteilen. 
Mozarella in dünne (!) Scheiben schneiden und ebenfalls auf der Pizza verteilen. 
Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk
Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk
Mit Salz,  Pfeffer und italienischen Kräutern würzen. 
Deckel auf die Pfanne geben und auf dem Herd bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten „backen“
Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk
Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk
Die Pizza ist fertig, wenn der Boden kross ist und sich vom Pfannenboden löst. 
Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk
Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk
Man kann sie ganz einfach aus der Pfanne auf den Teller gleiten lassen. 
Basilikum zerzupfen und über der Pizza verteilen. 
Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk
Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk
Guten Appetit.