im Garten alles winterfest machen und drinnen sähen und ernten – mein Garten-Januar

Wir haben bereits Mitte Januar und es sieht so aus, als würde der Winter jetzt kommen. Heute ist es ungemütlich, wie den ganzen Winter noch nicht. Es regnet unendlich und der Sturm tobt seit 2 Tagen und Nächten übers Land. Zum Wochenende kommt Dauerfrost mit Nachts unter -10°C. 
Jetzt sind zwei Sachen von besonderem Interesse:
Hoffentlich kommt noch Schnee, bevor der starke Frost kommt. Das hilft den Pflanzen, da die  Schneedecke isoliert. Sie ist so etwas wie die Kuscheldecke für den Garten. Leider ist es bei uns häufig so, daß der Schnee erst dann kommt, wenn die klirrende Kälte vorüber ist. Den Wetterprognosen Glauben schenkend, bin ich diesmal aber guter Dinge. Es schneit sicher erst und dann kommt die Kälte. Egal wie es wird, ich kann nichts dran ändern. 
An der zweiten Sache allerdings, dem weiteren Winterschutz für meine Pflanzen, konnte ich sehr wohl noch heute etwas ändern. Somit mußte ich bei diesem Sauwetter also tatsächlich raus in den Garten. 
Lange haben wir überlegt, ob wir nun die Seerose jetzt rein holen. Ob der Frost das Wasser wohl dazu bringen könnte, die Betonringe zu sprengen? 
Was soll’s. Danach jammern und die  Ringe nicht wieder dicht bekommen, kann vermieden werden. Ich lasse das Becken leer und hole sie ins Palmenhaus. Als sie noch im Regenfass stand kam sie schon im November nach drinnen, damit die Tonne nicht auffriert. Jetzt konnte sie schon bis Januar draußen bleiben. 
Die Palme ist mit Heizkabeln und Isolierungen versorgt. Da der Wurzelballen das Empfindlichste an diesen Pflanzen ist, habe ich darum noch einmal einen Karton außen herum gepackt. 
So sieht nun also der mediterrane Platz im tiefsten Winter aus. 
(c) by Joachim Wenk
Leer ist es geworden auf dem mediterranen Platz

 Die Fenster im Palmenhaus sind uralte second-hand-Fenster. Zum Lüften muß man die nicht einmal aufmachen, so kann es durch die  Ritzen hindurch ziehen. Darum gibt es auch innen für die Zitruspflanzen eine Vlies-Abdeckung.

(c) by Joachim Wenk
Vlies-Schutz für die Zitruspflanzen im Palmenhaus

Die neuen kleinen Apfelbäumchen mit den kleinen Töpfen habe ich ins Hühnerhaus gestellt. Dort sind sie ein wenig von der Witterung geschützt.

Jetzt sind wir glaube ich gewidmet. Der Winter kann kommen.

Wie viel Frost hält wohl der Rosenkohl aus? Klar, er kann über Winter draußen bleiben, heißt es.  Das heißt aber nicht, daß er beliebig viel Kälte aushält. 
Somit habe ich  heute die meisten und vor allem schönsten Röschen geerntet. Dern Rest lasse ich draußen. So kann ich sehen, wie er die niedrigen Temperaturen übersteht. Das sind wichtige Erfahrunge für’s nächste Jahr.  Die Pflanzen hingen von unten bis oben, was über ein Meter Länge bedeutet, voll mit Röschen. Schließlich waren es nach dem Putzen noch gute zwei Kilogramm Rosenkohl, die blanchiert und eingefroren wurden. 
eigener Rosenkohl im Januar (c) by Joachim Wenk
Rosenkohl-Ernte im Januar
Beim Putzen vom Rosenkohl hatte ich genügend Zeit über meinen Garten zu sinnieren. Ist es nicht toll, dachte ich schließlich. Es ist Januar und bin noch immer am Ernten und Konservieren. So will ich es ja haben. 
Gleichwohl begann ja vor einer Woche die erste Aussaat.  Ihr erinnert euch, daß ich die frühe Aussaat einmal testen wollte, um heraus zu bekommen, wann für mich der früheste  und dabei nicht zu frühe Zeitpunkt ist, die ersten Gemüse zu sähen. 
Die Schale mit dem Salat stand im Partyraum. Der ist gut isoliert, aber vollkommen unbeheizt. Salat keimt bereits ab 2°C habe ich gelesen. Dafür keimt er nicht mehr, wenn die Temperatur über 22°C ansteigt. Die 2°C hatte der Salat allemal. Heute habe ich die Saatschale mit den ersten Keimlinigen ins 10°C warme Palmenhaus geschafft, weil bei 10° unter Null auch im Partyraum Frost sein wird. Da ich nicht, weiß, ob das der gekeimte Salat übersteht, gehe ich auf  Nummer Sicher. 
frisch gekeimter Salat im Januar (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimter Salat
Auch den Sommerlauch habe vergangene Woche gesät. Er braucht es warm zu Keimen und stand daher am Fenster im beheizten Zimmergewächshaus. Lauch braucht sehr lange im Jugendstadium, bis er in die Puschen kommt. Sechs bis 8 Wochen nach der Aussaat kann er ausgepflanzt werden. Wenn er also Mitte März raus kann, dann ist die Aussaat jetzt wohl wirklich nicht zu früh. 
frisch gekeimter Lauch im Januar (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimter Lauch im Januar
Derweil sprießt es in meinem Garten in der Küche munter weiter. Zu Weihnachten habe ich die Reste von den Weihnachtsmenüs einfach eingepflanzt. 
Gemüserste frisch eingetopft (c) by Joachim Wenk
Gemüsereste frisch eingetopft an Weihnchten

Mittlerweile kann ich ernten. Die Knoblauchsprossen sind so intensiv und doch mild nach Knoblauch schmeckend und die Zwiebeltriebe einfach nur köstlich.

 gewachsene Gemüserste  (c) by Joachim Wenk
die Gemüsereste sind bereit zur ersten Ernte Mitte Januar

So gibt es Anfang Januar frisches Brot mit Butter und Knoblauchgrün und Kräuterquark mit frischem Frühlingszwiebelgrün. Jetzt geht das gesunde Leben wieder los.

Naja zumindest nachdem noch die restlichen Plätzchen und Lebkuchen verspeist sind….

 (c) by Joachim Wenk
Kräuterquark mit frischen Frühlingszwiebeln und Butterbrot mit Knoblauchgrün – und das aus eigener Ernte im Januar

Start einer neuen Text-Serie: Der Selbstversorger in Küche und Vorratskammer

Im Garten tut sich gerade recht wenig. Gleichzeitig möchte ich nicht schon wieder Herbstlaubfotos hier verbreiten. Genau die richtige Zeit also, etwas zu starten, das schon lange nötig war. 
Mein Blog ist ein Gartenblog, ein Selbstversorger-Garten-Blog in erster Linie. Seit geraumer Zeit erzähle ich von all den schönen und nicht so schönen Dingen, die ein Selbstversorger so im Laufe des Jahres im Garten erlebt. 
Zum Selbstversorgen – und auch wenn es nur ein Hobby- oder Teilzeitselbstversorgen ist, wie bei mir- benötigt man ebenso viel Zeit und Ideen und Organisation in der Küche, wie im Garten. Und dabei rede ich noch nicht einmal von Kochrezepten, die man parat haben muß. Ich denke vielmehr an eben typische Selbstversorger-Rezepte und Methoden zum Konservieren und Verarbeiten beziehungsweise Lagern von selbst angebautem Gemüse oder Obst aus dem Garten. 
Mein Erfahrungsschatz auf diesem Gebiet wächst genau wie meine Punktesammlung und auch die Freude daran, immer mehr selbst zu machen und selbst vorrätig zu haben. 
Genau darüber will ich unbedingt in meinem Garten – und eben auch Selbstversorger-Blog schreiben. 
Rezepte, Tricks, Methoden für die Vorratshaltung, Resteverwertung (denn wer wirft schon mühsam angebautes Gemüse fort, selbst wenn es nur ein Rest ist oder eine kleine geerntete Menge) oder andere Dingen, von denen ich überzeugt bin, daß ein Hobby-Selbstversorger das benötigt. 
Ihr merkt schon, ich sehe das mit dem Selbstversorgen nicht als todernste Angelegenheit ohne wenn und aber. Nein ich selbst habe riesig Spaß daran, Sachen einfach selbst zu erzeugen, anzubauen, zu kochen oder sonst zu verarbeiten und möchte diese Freude am „Handwerk“ weitergeben. 
Heute berichte ich über etwas, was für mich seit über 10 Jahren zum Alltag dazu gehört. Etwas, das so einfach und vielfältig ist, daß es hier in diese Rubrik gehört. 
Die Rede ist von meinem Kefirpilzen. Joghurt selbst machen ist bekannt. Aber man braucht immer diese gleichmäßig hohe Temperatur und die Kulturen selbst verbrauchen sich, müssen immer wieder nachgekauft werden. 
Kefir unterscheidet sich hier in einigen Punkten, die aber auch den alltäglichen Umgang damit vereinfachen. Eigener Kefir gehört in den Selbstversorger-Haushalt. 
Während im Joghurt nur Milchsäurebakterien ihren Dienst leisten, teilen sich beim Kefir die Milchsäurebakterien mit Hefepilzen die Arbeit. Beide findet man zusammengeklumpt in kleinen Knöllchen, die unendlich weiter verwendet werden können und die sich immer weiter vermehren. 
Beim Kefir entsteht neben Milchsäure,  aufgrund der alkoholischen Gärung der Hefepilze, auch Alkohol und Kohlendioxid, das entweicht. Der im Kühlregal zu kaufende Kefir ist ein anderer, als der originale, mit den Knöllchen zubereitete! Weil die Knöllchen eben leben und nicht so einfach konserviert werden können. sind sie im Handel nicht (oder fast nicht?) käuflich erhältlich. Man muß jemanden kennen, der sie hat oder im Internet bei privaten Versendern sich welche schicken lassen. Hier werden sie in einer kleinen Mengen Milch verschickt. Da sie immer weiter arbeiten und dabei auch Kohlendioxid entsteht, ist das für den Transport immer heikel. Ich selbst hatte den ersten von einer Arbeitskollegin. Da mir dieser nach ein paar Jahren kaputt ging, habe ich im Internet welche bestellt. Die Nachfahren habe ich nun schon seit vielen vielen Jahren. 
Was benötigt man also zum Kefir zubereiten. 
  • 2 Behälter mit Deckel. Einen für fertigen Kefir und einen für die Milch mit den Knöllchen. Ich habe Kunststoffbehälter mit Trinkhalmdeckel. Durch dessen Öffnung kann Kohlendioxid bei Überdruck entweichen. Es können aber auch andere Gläser oder Schüsseln verwendet werden. Wenn der Deckel dabei aber fest schließt, kann der entstehende Überdruck ihn aufsprengen und herunter werfen. Daher Deckel immer nur lose auflegen. 
  • 1 Sieb aus Kunststoff. Allgemein sollte der Kefirpilz nie mit Metall in Berührung kommen, daher muß auch das Sieb aus Kunststoff sein. 
  • Kefirpilzknollen
  • Milch (jahrelang nahm ich die H-Milch, jetzt nehme ich die frische Kuhmilch mit natürlichem Fettgehalt aus der Milchtankstelle. Der Kefir ist jetzt unvergleichlich besser, als mit der H-Milch.). Die unbehandelte Kuhmilch erhitze ich, wie in der Milchtankstelle angeben auf 70°C und lasse sie wieder abkühlen. 

Die Tätigkeiten: 
  • Bereitstellen der benötigten Gegenstände, Milch zimmerwarm

Zutaten für die Kefirzubereitung (c) by Joachim Wenk
Zutaten für die Kefirzubereitung

  •  „Gärbehälter“ bei mir mit Trinkhalmdeckel, daß Kohlendixid entweichen kann.

Gefäß zu Kefirbereitung (c) by Joachim Wenk
praktisches Gefäß für Kefir – mit Strohhalmloch im Deckel

  •  Sieb aus Kunststoff, daß Kefirpilzknollen nicht in Kontakt mit Metall kommen. Der fertige Kefir wird durch das Sieb gegossen. Er hat eine dicke Konsistenz. Manchmal ist er wie geliert. Wenn man ihn durch das Sieb mit dem Löffel hindurch gestrichen hat, ist er trinkfertig. Super leckere feine Säure, ein leichtes Bizzeln wegen der Kohlensäure und dickflüssige Konsistenz. 

Kunststoffsieb zur Kefirbereitung (c) by  Joachim Wenk
unverzichtbar: Sieb aus Kunststoff

  •  Im Sieb zurück bleiben die kleinen an abgebrochene Blumenkohlröschen erinnernde Knöllchen. Das ist der Pilz mit Milchsäurebakterien. Einzelne Knöllchen, die zu groß geworden sind, zerteile ich mit dem Plastiklöffel. Sie sollten  etwas größer als ein Stecknadelkopf sein. Das ist optimal.

    Die Knöllchen werden sofort wieder mit frischer Milch übergossen, daß sie nicht austrocknen. Meine Behälter fassen etwa   700 ml Milch. Dafür nehme ich einen gehäuften Teelöffel der Knöllchen. Haben sie sich zu rasch vermehrt und ich habe mehr, so entsorge ich den Rest. Ein wenig muß man da selbst mit seinem Geschmack und Vorlieben experimentieren. Je mehr Knöllchen drin sind, desto schneller stockt die Milch und wird dann sauerer und nicht mehr  „geliert“ sondern von geronnener Konsistenz, das mir selbst nicht so gefällt.

    Sind diese Körnchen übrig, können sie auch an interessiert Mitmenschen zur Kefirbereitung abgegeben werden. 

Kefirknöllchen Kefirpilz (c) by  Joachim Wenk
Die Kefirknöllchen

Kefirknöllchen Kefirpilz (c) by  Joachim Wenk
Kefirknöllchen

  •  Die Knöllchen schwimmen jetzt in der Milch. So bleibt das Gefäß 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Am nächsten Tag geht die Prozedur von neuem los. Einmal am Tag erntet man so den leckeren Kefir. Welche Menge das ist,  hat man selbst in der Hand. Man muß es für sich herausfinden, wie viel Milch man ansetzt und wie viel Knöllchen man da hinein gibt. 

Kefir (c ) by Joachim Wenk
Kefir fertig zum  „gären“

  •  Ein Glas Kefir gibt es bei mir jeden Tag gleich zum Frühstück. Der Rest wird im Kühlschrank aufbewahrt. Der Kefir mit der Milchsäure ist ja sozusagen konservierte Milch. Man muß ihn also nicht im Kühlschrank aufbewahren, was von seinem Ursprung her ja auch nicht gemacht wurde. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Kefir nachsäuert da ja, auch ohne die Knöllchen nun noch immer Bakterien und Pilze in der Milch sind. Die Konsistenz und der Geschmack ändern sich rasch. Wer das nicht will, lagert im  Kühlschrank. Auch kann es ein, daß in sehr warmen Sommermonaten das Gärgefäß bereits mit den Knollen am Abend in den Kühlschrank gestellt werden muß, um eine zu starke Umwandlung der Milch zu verhindern. 
  • Wer sich also als Selbstversorger versuchen möchte, kann mit einer Kefirkultur anfangen, Erfahrungen sammeln. Es ist sehr oft beim Konservieren und Verarbeiten der Lebensmittel so, daß  es kein einzig gültiges Rezept oder genau die eine Methode geben  wird. Immer wieder muß man selbst etwas probieren, variieren und seinen eigenen Weg finden. 

fertiger Kefir (c ) by Joachim Wenk
fertiger Kefir

  • Man kann also jeden Tag die gewünschte Portion frischen Kefirs ernten. Wenn das anfänglich faszinierend klingt, so merkt man in der Praxis rasch zwei Dinge, die ich unbedingt noch ansprechen muß. 
  1. Ich bin über das Wochenende fort, beruflich muß ich ein paar Tage in einer anderen Stadt sein oder der Jahresurlaub zieht mich in die Ferne? Was mache ich in der Zeit mit dem Kefir?

    Ich nehme eine Mischung aus halb Milch und halb Wasser, gebe dahinein meine Kefirknöllchen und stelle das Ganze in den Kühlschrank. Eine gute Woche überstehen die Kulturen das gut. Allerdings sind sie danach erst langsam wieder an die Arbeit zu gewöhnen.  Daher gebe ich erst einmal ein wenig Milch zu den Knollen und gieße nach einem halben Tag etwa ab um neue Milch dazu zu geben. Man merkt rasch, wann sie wieder richtig durchstarten und die Produktion normal weiter geht.

    Es ist wohl möglich die Knollen in Milch einzufrieren. Nach dem Auftauen auch wieder langsam an die Produktion gewöhnen. Ich habe es einmal getestet, es hat geklappt, aber dauerte lange, bis sie wieder richtig produzierten. Diese Methode würde ich nur anwenden,wenn ich wirklich ein paar Wochen nicht daheim wäre. 7 bis vielleicht 8 oder 9  Tage habe ich sie schon im normalen Kühlschrank mit Milch aufbewahren können.

  2. Ich habe jeden Tag Kefir, was mache ich mit der Menge?

    Künftig weniger Milch ansetzen.

    Oder wenn, was immer wieder vorkommt, er nicht verbraucht wurde, so mache ich „Quark“ daraus. Ich lasse ihn einfach bei Zimmertemperatur stehen, sammle vielleicht sogar von 2 oder 3 Tagen und wenn er richtig schön eingedickt  und geronnen ist, seihe ich ihn durch ein Mulltuch. Die Molke trinke ich und im Tuch verbleibt ein cremiger Quark oder Frischkäse. Den vermische ich mit irgend etwas, das gerade da ist. Mindestens mit Salz. Klar Pfeffer gehört dazu, vielleicht Chili, Piment oder Bockshornklee. Olivenöl oder Leinöl oder Kürbiskernöle wären lecker. Ich liebe auch Kümmel. Gerade im Frühjahr sind eigener Bärlauch oder Schnittlauch lecker oder Zwiebelgrün oder Brennnessel oder oder oder. Ein Rest Paprika liegt herum oder ein Radieschen, Meerrettich oder Frühlingszwiebel. Klein gehackt darunter gemischt ergibt immer einen sehr leckeren  Brotaufstrich und jedes mal in einer anderen Geschmacksnote.

    Dieser Brotaufstrich hält im Kühlschrank ein paar Tage. Achtung, die Gärung geht auch hier weiter und es kommt vor, daß im Kühlschrank der Deckel vom Schüsselchen geploppt wird.

    Ohne weitere Zusätze nehme ich den Kefir-Quark auch zum Kochen oder unter Marmelade und Honig am Frühstückstisch. 

Der Kefir ist für mich auch so praktisch, weil er nicht nur zum Trinken da ist, sonder sonst auch in der Küche verwendet wird. In jedem Rezept, in dem Joghurt verwendet wird nehme ich seit Jahren Kefir. Den habe ich ja zu Hause. Salatsaucen auf Kefirbasis liebe ich besonders (mit Zitronensaft, Öl, Holundersirup, Pfeffer und Salz, oder mit Kefir-Ketchup-Öl-Pfeffer und Salz). 
Der selbst gemachte Kefir, für mich ein typisches Selbstversorger Erzeugnis. Schade, daß wir keine eigenen Milchproduzentinnen haben….

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Übrigens: 

Ihr seht rechts im Bildschirm, folgenden Ausschnitt. 


Labels sind Stichworte unter denen ich immer wieder Texte schreibe. Möchtet Ihr einmal alles sehen oder lesen, was ich unter dem Stichwort „der Selbstversorger“ geschrieben habe, so klickt das Stichwort an und schon bekommt ihr die Bloginhalte gefiltert zum jeweiligen Thema. 

Neben der Kefirherstellung eben alles was bereits zum Thema Selbstversorger von mir geschrieben wurde. 

Heute einmal Vorher-Nachher-Bilder

So, nun ist es vorüber das markante Datum im späten Herbst, an dem sich einmal wieder die Geister schieden.
Halloween, Allerheiligen oder Samain sind ein paar Namen für den Beginn der dunklen und düsteren Monate. Monate die mit Tod und Dunkelheit,  mit mystischen Erfahrungen, Besinnung und Resümee verbunden sind. 
Egal, wie man es nennt. Egal ob man den 31.10 oder den 1.11. als Fixpunkt nimmt oder eben die beiden Wochen beim Wechsel von Oktober zum November. Eines ist immer wieder fest zu stellen. Es ändert sich draußen in der Natur etwas endgültig. Und das haben die Menschen schon immer wahrgenommen und dann zu deuten versucht. 
Die Kälte kommt. Frost hält Einzug und kehrt regelmäßig zurück. Die Bäume verlieren endgültig das Laub. Mit einem Mal war die Eiche dunkelorange, und die Walnüsse (fast) nackig. Mit einem mal sind etliche Stauden eingezogen oder ganz stark dabei. Alles, was noch grün ist hat ein ganz anderes, lebloses Grün. Das Licht wird anders.  Klar es blüht sogar hier und da noch wunderschön. Aber das sind Überbleibsel aus einer anderen Zeit. Entweder sie sind zu verträumt und haben den Wechsel verpasst oder die Pflanze ist eine herbstliche Kämpfernatur und öffnet unerschrockendie letzten Blütenkronen um dem trotz allem doch gewissen Ende der Blühsaison entgegen zu wirken. 
Das Wachstum stockt, kommt nahezu zum Erliegen. Die Ernten sind fast alle eingeholt. Die Tage sind sehr kurz und oft nebelig. Man spürt wahrlich den ganzheitlichen Rückzug in sich zum Beispiel das Verfärben des Laubes, in dem der Baum die Kräfte zurück in seine Mitte holt. Man sieht die Rückkehr unter die Erde wenn Stauden „verschwinden“, weil sie alles aus den oberirdischen Teilen abgezogen haben. Man hört den Rückgang sogar in andere Länder, wenn sich hunderte Stare vor dem Abflug in der alten Eiche versammeln. Der Garten leert sich, wird wieder flach und überschaubar, während er noch vor wenigen Monaten einem undurchdringlichen Dschungel glich. Also partiell natürlich nur. 
Viele Worte für das, was zwei Fotos auch ganz gut zeigen. Das obere Foto ist vom Wochenende (31.10.), Samain,  und das untere liegt gerade mal 3 Wochen zurück (11.10). 
Staudenbeet im Spätherbst (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet an Samain – Allerheiligen- Halloween

Staudenbeet im Herbst (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet 3 Wochen vor Samain – Allerheiligen- Halloween
Auch selbst fühlt man an sich  diesen Rückzug, das Besinnliche, das Langsamer werden, die Einkehr und das Resüme. 
Daher gibt es diesmal ein paar Vorher – Nachher-Fotos der anderen Art. Sie haben mit meinem Garten zu tun, mit dem Selbstversorger-Garten und dem was aus dem Geernteten so gemacht wird. 
Mein Ziel ist die weitestgehende Selbstversorgung mit Obst und Gemüse und das so gut es geht rund ums Jahr. Wenn man also mit so viel Mühe und Sorgfalt seine  Ernten selbst heranzieht, wird man achtsamer gegenüber seinen Nahrungsmitteln. Einen Rest vom Kohl der übrig ist wegwerfen, nachdem ich monatelang daran gerarbeitet habe? Kommt nicht in Frage. Dieses Bewußtsein überträgt sich zumindest bei mir auch auf käuflich erworbene Lebensmittel. Möglichst wenig oder garnichts verkommen lassen und wegwerfen ist hier das Ziel. 
Alte Semmeln und Brezeln fallen laufend an. Sie werden getrocknet und zwischengelagert. Eines, was immer sehr lecker ist und aus diesen Abfällen hergestellt wird, sind Semmelknödel. 
Ich bereite davon eine größere Menge zu. Sie werden dann roh eingefroren und wenn ich mittags schnell Semmelknödel als Beilage benötige, kann ich sie einzeln entnehmen und 20 Minuten im Dampfgarer zubereiten. 
Knödelgrundlage (c) by Joachim Wenk
Knödelgrundlage

Semmelknödel (c) by Joachim Wenk
Semmelknödel

Wenn man also eine Selbstversorgergarten zum Ziel hat, muß man natürlich auch so viel wie möglich konservieren, um in all den Monaten ohne frische Ernte aus dem Garten auch etwas für die Küche zu haben.

Meine Äpfel sind keine Lageräpfel. Bereits seit dem ersten Fallobst bereite ich Apfelmuß, Apfelgelee und Apfelsaft daraus zu. Der Rest wurde jetzt eingekocht. Das ist eine leckere Beilage für Süßspeisen oder als Apfelkuchenbelag und zwar im ganzen Jahr.

Äpfel am Baum  (c) by Joachim Wenk
Äpfel am Baum

Äpfel im Glas  (c) by Joachim Wenk
Äpfel im Glas

Neulich ging es wieder rund im Geschäft und ich brauchte dennoch für mich ein schnelles Mittagessen. Geschwind zum Metzger gehen und etwas fertiges auf die Hand einzukaufen mag ich nicht. Also habe ich schnell eine leckere Suppe aus Ufokürbis, Kartoffel und Lauch geöffnet und warm gemacht.

Suppengrundlage  (c) by Joachim Wenk
Suppengrundlage

Eingekochte Gemüsesuppe  (c) by Joachim Wenk
eingekochte Gemüsesuppe

Gewürzrotkohl bereite ich schon seit längerem selbst zu und friere ihn ein. Zu diesem Zwecke ziehe ich ab dem zeitigen Frühjahr mein Blaukraut im Garten. Dieses Jahr, in dem ich mich zum ersten mal mit dem Einkochen beschäftige, kam mir der  Gedanke, es nicht mehr einzufrieren.

Und ich kann nur sagen, daß hier das Einkochen viel einfacher ist. Das über Nacht marinierte Blaukraut kommt roh in die Gläser. Deckel drauf und ab in den Einkochtopf. Am Ende habe ich fertig portioniertes Rotkraut, fertig zum Verzehr. Kein rechtzeitiges Auftauen mehr. Und dann das Kochen des Krautes vor dem Einfrieren. Zwei meiner größten Töpfe voll, immer wieder rühren, daß nichts anbrennt. In den Weckgläsern muß ich nicht rühren und es brennt nichts an.

Wir haben es am Sonntag gleich probiert. Exakt gegart, nicht zu weich, nicht hart und köstlicher Geschmack. Die Tiefkühltruhe ist ohnehin schon fast voll. Außerdem kommt zum Beispiel hier ganz deutlich noch ein Vorteil des Einkochens dazu.

Am Herd koche ich das Kraut unter Energieaufwand weich. Dann fülle ich es in Gefrierbehälter und muß es bis zum Verzehr auf -18°C  heruntergekühlt halten. Ununterbrochen! Das kostet Energie. Beim Einkochen brauche ich nur die Energie beim Garen und gleichzeitigen Einkochen. Danach nie wieder, selbst vor dem Essen muß ich – einmal theoretisch gedacht – nicht von -18°C auf +50°C erhitzen, sondern nur von etwa +15°C auf +50°C. Wenn das nicht energiesparend ist.

Blaukrauternte (c) by Joachim Wenk
Blaukrauternte

Rotkohl eingekocht (c) by Joachim Wenk
Rotkohl eingekocht

An was man also nicht alles denken muß, wenn man umweltbewußt leben möchte. Gottseidank kann man ja aber ohnehin nie perfekt sein. Das Gewissen jedoch beruhigt es schon, wenn man hier und da bewusst zum Beispiel Energie und Ressourcen einspart.

So und nun ist lange genug sinniert. Der Frühnebel hat sich verzogen. Es wird Zeit, sich in den Garten zu begeben. Lange wird sie nicht da sein die Sonne, dann verschwindet sie wieder auf der anderen Dorfseite hinter dem Wald.

Erinnert ihr euch, wie ich vor ein paart Tagen hier geschrieben habe, daß es  halt momentan etwas unordentlich im Gemüsegarten aussieht. Grund sind die als Mulch liegenbleibenden Ernterückstände auf dem Beet.

Da mache ich mir Gedanken, ob das wohl verrottet oder wie das aussieht. Und jetzt? Schaut mal, da hat mir „jemand“ so richtig Mulch aufs Beet gefeuert. Meine Ernterückstände sind da längst Schnee von gestern. Das Herbstlaub ist ja auch nichts anderes wie Bohnengestrüpp und Umblätter vom Kohl, die ich zum Verrotten auf dem Beet habe liegen lassen.

Herbstlaub im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Herbstlaub im Gemüsebeet
Hier allerdings kann das nicht liegen bleiben. Darunter ist Rasen, welcher im Frühjahr mit samt dem Laub verschwunden wäre. Schön ist der Moment trotzdem, in dem die flach stehenden Sonne das gelbe Laub zum Leuchten bringt. 
goldenes Laub im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
goldenes Laub im Gemüsegarten
Und immer dabei dieser wahnsinnig blaue Himmel. War denn der schon immer so? So wie in diesem Jahr ist mir das Blau noch nie aufgefallen. 

Spätherbst (c) by Joachim Wenk
Spätherbst
Mein Hausbaum, der Star einer meiner letzten Beiträge hier, hat auch bereits ohne großes Trara all sein Laub abgeworfen. Bislang hing es noch fest an den Ästen. Aber nun mit eben dem Eingangs angedachten Wechsel, der in der Natur stattgefunden hat, warf er mit einem Schlag alles ab. 
Hausbaum (c) by Joachim Wenk
Hausbaum
Die Palmen stehen noch immer im Freien. Diese hier soll draußen bleiben und ich muß anfangen, sie einzupacken. Wenn der Test gelingt, übersteht sie den Winter im Freien. Als erstes habe ich jetzt den Stamm von Oben bis unten mit Heizkabel eingewickelt. In den nächsten Tagen kommt noch die Stammisolierung, die Topfisolierung und die Kronenisolierung dazu. 
Palme mit Heizkabel (c) by Joachim Wenk
Palme mit Heizkabel
Mit einem letzten Vorher-Nachher-Bild werde ich mich für heute wieder verabschieden. Im Frühjahr fiesele ich die vielen einzelnen Triebe des Hopfens Stück für Stück den Draht hoch zum Querbalken. Immer wieder werden Klammern gesetzt und alles vorsichtig in die richtige Richtung geleitet. Das muß beim raschen Wachstum des Hopfens mehrmals die Woche geschehen. Auch mit der Leiter oben am Dach lang. Und jetzt muß ich alles wieder entwirren und vom Rankdraht abwzirbeln. Die Klammen einsammeln und für das nächste Frühjahr verwahren, da geht dann das Spielchen wieder in die andere Richtung. 

Carport mit Hopfen im Herbst (c) by Joachim Wenk
Carport mit Hopfen im Herbst

Carport ohne Hopfen im Herbst (c) by Joachim Wenk
Carport ohne Hopfen im Herbst 

Schnelles Gemüse-Rezept

Es gibt ja Leute, die haben eine Schrankwand vollgestopft mit Kochbüchern. Kochen aber tun die selten.

Und es gibt mich, mit einem Regal voller Kochbücher und Ordner mit Rezepten. Und kochen tu ich dauernd. Es gibt ja so viel zu probieren.

So auch heute wieder einmal. Grundlage für unser leckeres und sehr schnelle Mittagsgericht war das wirklich sehr gute Kochbuch von Tupperware „Koch mal was  – schnell, einfach, schmeckt“.

Es gab eine Gemüse-Senf-Torte.

Gemüse-Senf-Torte (c) by Joachim Wenk
Gemüse-Senf-Torte

Das klingt nicht spektakulär, das gebe ich zu. An sich ist es auch nichts Spektakuläres und doch so genial, daß ich euch das Rezept geben muß.

Diese Tage gibt es ja noch einiges an Gemüse im Garten. Gerade jetzt aber hat man auch hier mal noch eine Möhre, oder es ist gerade eine Paprika reif. Vielleicht steht noch ein einsamer Lauch im Beet oder, was ich immer wieder witzig finde, der abgeerntete Brokkoli treibt in den Seitentrieben wieder kleine neue Röschen.

Wie auch immer, es gibt jedenfalls bei mir gerade viele „Reste“ oder Einzelstücke im Gemüsegarten und Kühlschrank. Und genau darin liegt das geniale an dem Rezept. Zusammen mit anderen Resten der Küche hat man sehr rasch ein gesundes und leckeres Mittagessen bereitet.

Die angegebene Menge ist passend für eine Quicheform oder Springform mit 26cm Durchmesser und damit ausreichend für 2 Personen.

Und so geht es:

Backofen auf 190°C vorheizen.

Etwa 200 Gramm von eben diesem Restegemüse (Zucchini, Brokkoli, Tomate, Paprika, Lauch, Brokkolie oder Blumenkohl, Möhre, Sellerie, Aubergine  einzeln oder wild gemischt) wird in sehr dünne Ringe oder Streifen geschnitten.

Jetzt sucht man sich eine Schüssel mit dicht schließendem Deckel von etwa 3l Inhalt. (Gibt es natürlich auch ganz tolle von Tupperware).

Dahinein kommen jetzt 200g Mehl (ich habe 50g Mehl durch Polenta ersetzt), 1/2 Teel.  Salz, 1/2 Päckchen Backpulver. Deckel darauf und schütteln.

Jetzt noch 100ml Wasser und 100ml Öl dazu geben und wieder kommt der Deckel darauf. Jetzt heißt es gründlich schütteln. Danach noch mit einem Teigschaber zu einem gleichmäßigen Teig vermengen. Wer möchte, kann in den Teig auch noch Geschmack bringen, in dem getrocknete Chilischoten mit vermengt werden. Gerne nehme ich dabei auch getrockneten Lauch oder Bärlauch. Aber da kann jeder nach eigenem Geschmack probieren.

Den Teig in die gefettete (und gegebenenfalls gebröselte) Form geben und mit der Hand breit drücken. Einen Rand von 1cm Höhe formen.

Auf den Teig streicht man jetzt 2 Eßlöffel Senf. Darauf wird das geschnippelte Gemüse verteilt und mit geriebenen oder in dünne Streifen geschnittenen Käse bestreut. 150 Gramm gibt das Rezept an. Ich hatte einen Rest Gouda und einen Mozzarella, der mangels Tomaten schon länger im Kühlschrank darbte und weg sollte. Etwas Salz oder Gewürz auf dem Gemüse ist auch kein Schaden.

Jetzt kommt das Ganze für 35-40 Minuten bei besagten 190°C Umluft in den Ofen.

Ich finde das Rezept wirklich sehr praktisch, weil es so flexibel ist. Immerhin kann, wer möchte, ja auch noch Wurstreste mit aufs Gemüse geben, Knoblauch nach Lust und Laune verwenden und auch auch der Käse ist nicht immer der selbe bei mir.

Der Teig muß nicht gehen, wird verschüttel und lässt sich super leicht mit den Fingern in der Form verteilen. Alles geht sehr schnell und ohne viel Abwasch.  Und dann, ganz wichtig bei mir, viel Gemüse muß dabei sein. Genial, wenn ein Rezept auch noch für ganz viel unterschiedliches Gemüse hergenommen werden kann.

Uns hat es geschmeckt und das wird es noch öfter geben.

Jetzt seid ihr dran, probiert es aus und lasst es euch gut schmecken. Auf dass kein einzelnes Möhrchen mehr im Kühlschrank vergammelt….

Zucchinikuchen im Glas

Zucchini gibt es im Moment ausreichend. Also probiert doch einfach einmal den Zucchinikuchen im Glas. Zucchini muß nicht immer herzhaft verarbeitet werden. Der Kuchen hält sich ein paar Monate und in der Zeit findet sich doch bestimmt eine Gelegenheit ihn zu genießen: wenn überraschender Besuch kommt, im Büro mit den Kollegen oder ganz allein im Garten.

Zucchinikuchen im Glas
Zutaten: 
400g      Zucchini
400g      Mehl
3            Eier
300g      Zucker
1Pckg.   Backpulver
200ml    Sonnenblumenöl
3  Teel.  Zimt
1Msp.    Nelken
3Teel.    Kakao, gehäufte Teelöffel
Für die Gläser: 
  • Zimmerwarme Butter
  • Semmelbrösel
6 Weck-Gläser à 500ml (Das müssen aber zwingend die nach oben hin weiter werdenden Sturz-Gläser sein, sonst lässt sich der Kuchen vor dem Verzehr nicht aus dem Glas stürzen!)
6 Gummiringe für Weckgläser
12 Klammern für Weckgläser
Zubereitung: 
  • Zucchini waschen und schälen. Größere Exemplare, aus denen man dann wohl meistens den Kuchen macht, entkernen. Dann das Zucchinifleisch grob raspeln. Backofen vorheizen: 175°C Ober- und Unterhitze.

  • Weck-Gläser buttern (nicht die Deckel). Dazu etwas zimmerwarme Butter auf ein Küchenpapier geben und damit das ganze Glas samt Boden gleichmäßig mit der Butter beschmieren. Dann 1 gehäuften Eßlöffel Semmelbrösel ins Glas geben. Glas drehen und bewegen, daß die gesamte Glasfläche mit Bröseln ausgekleidet ist. Übrige Brösel ins nächste gebutterte Glas schütten, wenn nötig weitere dazu geben und weiter so verfahren, bis alle Gläser behandelt sind.  

  • Eier, Öl und Zucker in der Küchenmaschine mit dem Schneebesen schaumig rühren. 

  • Mehl und Kakao mit dem Backpulver und den Gewürzen vermischen. Bei den Gewürzen kann man gut experimentieren, mehr Zimt, weniger Nelke, lieber Orangenabrieb dazu oder oder oder. Ganz nach eigenem Geschmack. 

  • Mehlmischung jetzt zu den anderen Zutaten in die Küchenmaschine geben und vermischen. Am Schluß die geraspelten Zucchini zufügen und gleichmäßig verrühren. 

  • Jetzt wird der Teig auf die Gläser verteilt. Dabei darauf achten, daß der Rand oben sauber bleibt. Wenn nötig gleich abwischen, sonst kann am Ende der Gummiring nicht dicht abschließen. Teig immer nur bis zur Hälfte der Höhe des Glases einfüllen!

  • Gläser ohne Deckel in den Backofen stellen und bei 175°C etwa 50- 60 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Stäbchen haften bleibt. 

  • Nun wird ein Glas nach dem anderen mit Ofenhandschuhen aus dem Ofen genommen. Den Glasrand nochmals kontrollieren, daß nichts daran haftet. Gegebenenfalls mit feuchten Lappen entfernen. Gummiring auf einen Deckel fügen und das Glas damit sofort verschließen. Mit den Klammern fixieren. Steht einmal ein Kuchen über das Glas hinaus, kann er mit einem Messer auf die passende Höhe abgeschnitten werden. 

  • So mit allen Gläsern nacheinander verfahren und die Gläser dann erkalten lassen. Danach können die Klammern entfernt werden und der Kuchen ist fertig für die Speisekammer – oder zum Verzehren. 
Kühl und dunkel gelagert hält der Kuchen mindestens 2 Monate. Trockener Kuchen würde noch länger halten, hier aber sind relativ viele feuchte Zucchini enthalten, das verkürzt die Lagerzeit. 
Zucchini (c) by Joachim Wenk
das Ausgangsmaterial für den Kuchen

Zucchinikuchen im Glas backen  (c) by Joachim Wenk
wichtig! die Sturz-Form, damit der Kuchen auch wieder raus
kommt aus dem Glas

Zucchinikuchen im Glas backen  (c) by Joachim Wenk
Die Gläser sorgfältig buttern und mit Semmelbröseln ausstreuen

Zucchinikuchen im Glas backen  (c) by Joachim Wenk
Nach dem Backen sofort verschließen und kalt werden lassen

Zucchinikuchen im Glas backen  (c) by Joachim Wenk
Normal sollte die Mengenangabe so gut passen, daß keiner der Kuchen aus der Reihe tanzt und höher als das Glas wird

Erfreuliches trotz Hitze und ein erstaunliches Rezept – wie gemacht für diese Jahreszeit

Und wieder ist ein Sommerwochenende mit 36° bis 38°C und blauem Himmel ohne Regen vergangen. Im Garten ist jetzt wirklich die einzige Arbeit das Gießen, alles andere ist nicht möglich.

Unser Brunnen hatte das  Wochenende nun auch die ersten Aussetzer und ich muß weitere Gartenteile ihrem Schicksal überlassen.

Ein schöner Bericht über meinen Garten, wie  er im Frühjahr noch saftig grün war, steht  übrigens im online-Gartenhaus-Magazin. Hier könnt ihr das einmal anschauen: Gartenhausmgazin.
Trotz der ganz scheußlichen Dürre habe ich aber dennoch beim Gießen etwas ganz Schönes festgestellt.

Was mir hier so gefällt, seht ihr auf den beiden folgenden Fotos.

Auf den ersten Blick ist es nichts außerordentlich atemberaubendes, ich weiß. Aber!

Die Bergflockenblume und die Pupur-Witwenblume welche mir beide außerordentlich gut gefallen, haben es geschafft, sich zu vermehren. Und das in diesem Sommer! Es ist beinahe unglaublich.

Die Bergflockenblume hat im Mai wunderschön geblüht und ist dann rasch der Dürre und den Schneckenangriffen zum Opfer gefallen. Alles noch nicht abgefressene Laub wurde braun und sie starb ab.

Mittlerweile hat sie wieder neues Laub. ihr seht die eigentliche Mutterpflanze im Bild oben rechts. Und zusammen mit der Mutter schieben überall in ihrem näheren Umfeld weitere kleine Pflänzchen ihre Blätter ans Licht. Alles Sämlinge. Wenn sie bis zum Herbst überleben, kann ich sie an Stellen verpflanzen, wo sie mich dann im kommenden Frühjahr wieder erfreuen. Da habe ich mir schon das Geld für den Staudengärtner gespart.

Bergflockenblume mit Sämlingen (c) by Joachim Wenk
Berg-Flockenblume mit ihren Kindern

 Auf dem zweiten Bild seht ihr ein ähnliches Schauspiel. Hier hat sich die Witwenblume selbst ausgesät. Etliche Wochen hat  sie in  Pink geblüht. Ein riesiger Busch. Ich habe die verblühten Blüten daran gelassen. Erst als dann fast alle verblüht waren und ich sah, daß die Pflanze von unten neu austreibt, habe ich sie abgeschnitten. Scheinbar habe ich lange genug gewartet und es fielen Samen aus. Jetzt habe ich wieder ganz viele dieser robusten, trockenheitstoleranten Staude. Letztes Jahr hat sie sich auch ausgesät und so konnte ich bereits in diesem Frühsommer an mehreren Stellen im Garten ihre Blüten entdecken.

Sämlinge der Witwenblume (c) by Joachim Wenk
Sämlinge der Witwenblume

Weniger schön ist dieses Foto. So sieht all mein Kraut aus. Egal ob Weiß-, Blau-, oder Frühkraut und sogar der Rosenkohl. Weiß jemand, wer solche Löcher frisst und wie ich ihn oder sie davon abhalten kann?

unbekannter Schädling am Kohl (c) by Joachim Wenk
unbekannter Schädling am Kohl

unbekannter Schädling am Kohl (c) by Joachim Wenk
unbekannter Schädling am Kohl

Bevor auch das Frühkraut so zerfressen wird, habe ich die letzten Köpfe geerntet. Dazu die erste Ernte von der Stangenbohne Blauhilde.

Kohlernte, Stangenbohnen Blauhilde Ernte (c) by Joachim Wenk
letzte Ernte Frühkohl und erste Ernte Stangenbohnen

Leider hatten wir bei der Hitze nicht genügend Hunger, um 600g Bohnen und über 3 kg Weißkraut zu verspeisen.

Also machte ich eine Portion „Bayrisch Kraut“ zum Mittag und das restliche wurde, wie auch die Bohnen, eingekocht.

Ich habe mir gerade einen ganzen Schwung Gläser dazu besorgt und werde jetzt probieren. Meine Lieblingsbeschäftigung in der Küche.

Die Bohnen sind nur mit Wasser eingekocht, da ich die klassisch eingekochten sauren Bohnen nicht mag. In den Gaststätten, meist in denn mit eher wenig Anspruch, bekommt man sie als klassischen Beilagensalat. Und daher haftet an ihnen ein einfach einen klassischer „Beigeschmack“, der  mir nicht gefällt.

Ich habe gelesen, daß man sie für Eintöpfe und Suppen auch nur mit Wasser und etwas Bohnenkraut einkochen kann, das habe ich gemacht. Auch das Weißkraut ist nur mit Wasser eingekocht. Wenn sich das als gut erweist, kommt es mir eigentlich ganz gelegen. Man müsste dann nur das Glas aufmachen, wärmen, etwas würzen und fertig ist das Kraut als Beilage – oder die Bohnen.

Das brauche ich in der Küche derartige selbstgemachte vorgekochte Sachen, weil es eben oft schnell gehen muß beim Kochen.

Jetzt aber zum bereits ausdrücklich gewünschten Rezept.

Warum es gerade jetzt in die Jahreszeit so gut passt, seht ihr auf diesen Fotos:

Tomaten der Sorte Ticca im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Tomaten der Sorte Ticca im Gewächshaus

Tomaten der Sorte Dorenia im Freiland (c) by Joachim Wenk
Tomaten der Sorte Dorenia im Freiland

Und was macht man nun üblicher Weise mit diesen Früchten? Tomate-Mozzarella, meint ihr? Genau!

Daher jetzt hier das Rezept eines einfachen  Mozzarellas, wie geschaffen für den Sommer und die Tomaten.

Ich fand das Rezept in dem wirklich schönen  Buch „Die pure Lust am Landleben“ von Marlies Heinritzi im  Mosaik-Verlag.

Der Käse ist in 30 Minuten servierfertig. Das steht im Rezept und ich kann es nur bestätigen. Bekommt ihr also plötzlich Besuch, könnt ihr schnell noch Mozzarella machen, ein paar Tomaten und Basilikum ernten und schon werdet ihr Begeisterung kostenlos dazu ernten.

Ihr braucht:

1l vollfette H-Milch (in anderen Rezepten las ich, daß man auch frische Kuhmilch nehmen kann. Weil wir genau die ja immer in der Milchtankstelle holen, werde  ich es auch noch mit der unbehandelten Kuh-Milch probieren.)

1 Teelöffel Salz

4 Eßlöffel Apfelessig

1 Mulltuch, 1 Sieb, 1 Schüssel

Das Sieb mit dem Mulltuch ausschlagen und über der Schüssel platzieren.

Die Milch erhitzen, bis sie schäumt, Salz und Apfelessig einrühren und aufkochen lassen.

Sobald die Milch geronnen ist, die gesamte  Masse in das Mulltuch im Sieb einfüllen und 15 Minuten abtropfen lassen.

Danach das den Käse im Tuch gut auswinden und dabei eine schöne Mozzarella Kugel formen.

Fertigen Mozzarella heraus nehmen.

Den Käse mit den Händen noch gar ausdrücken und immer darauf achten eine schöne Kugel dabei zu formen. Käse in nicht zu dünne Scheiben schneiden.

Braucht man nicht alle auf, kann man ihn in eine dicht schließende, der Größe entsprechende Schüssel geben und im Kühlschrank einen Tag aufbewahren. Oder man wickelt in ihn Klarsichtfolie ein, damit er im Kühlschrank nicht austrocknet.

Das ist alles. Ist das nicht ein super Landleben – Rezept? Mich hat es begeistert und auch der Geschmack des Mozzarellas.

Wenn ihr es einmal nachgemacht habt, würde ich mich über eine kurze Erfahrungsmitteilung wirklich freuen.

Kräuter- oder Smoothiewürfel für den Wintervorrat selber machen

Gerade im Sommer kommt es vor, daß man von einigen Kräutern im Garten sehr viel hat. Im Winter oder auch schon im Herbst könnte man diese in der Küche gebrauchen und da wachsen keine mehr. 
Also nutze ich die Zeit jetzt und sorge vor. 
Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch verwandle ich in Kräuterwürfel. Der Schnittlauch ist schon seit Juni so portioniert in der Gefriertruhe. 

Diesmal habe ich für meine grünen Smoothies Vorrat angelegt. Im Winter ist es immer schwerer an Grünzeugs zu kommen. In den einschlägigen Büchern wird empfohlen TK-Spinat mit zu verwenden. Das habe ich auch schon gemacht. Der portionierbare, gefrorene Spinat ist in kleinen Würfeln gefroren und kann so einzeln entnommen werden.

Das kann ich auch. Ich habe gerade recht viel Melde und Baumspinat.
Ich pflücke die Blätter, wasche sie und schleudere sie trocken. 
Dann werden sie portionsweise im Tupper Extra-Chef klein gehackt. Das ist quasi das Gerät vom Pestomachen aber zwei Nummern größer.
Andernfalls muß man sie mit einem großen Messer sehr fein hacken oder mit einem Wiegemesser für Kräuter zerkleinern.
Extra-Chef von Tupperware zerkleinern von Kräutern (c) by Joachim Wenk
Küchen-Häcksler für mein Grünzeug – der Extra-Chef von Tupperware
Die Blätter hacke ich darin sehr klein, aber nicht matschig. 
klein gehackter Baumspinat und Meldeblätter (c) by Joachim Wenk
klein gehackter Baumspinat und Melde

Dann fülle ich sie in den Eiswürfelbehälter. Einfach einen Schwung in den Behälter kippen und dann mit den Fingern verteilen und fest in die einzelnen Mulden drücken.

Zum Schluß wird noch Wasser in die einzelnen Vertiefungen gefüllt. Gerade so viel, daß es fast bis zur Oberkante der Vertiefung reicht. Das Wasser sorgt dafür, daß beim Gefrieren schöne feste und zusammen haltende Würfel entstehen.

Mein Eiswürfelbehälter hat unten Silikonnoppen. Die sind wirklich praktisch. Sind die Kräuter oder Smoothie-Würfel durchgefroren, kann man die einzelnen Würfel von unten durch Drücken auf die Silikonnoppen ganz leicht aus dem Behälter befördern. Ganz ohne Klopfen, Schlagen und Hauen.

Wichtig bei einem Eiswürfelbehälter ist auch, daß er einen Deckel hat. Auch bei den Minustemperaturen verdunstet Wasser. Beim Einfrieren und auch, wenn es gefroren ist. Das trocknet zum Einen das Gefriergut – hier meine Würfel – aus. Zum anderen muß das verdunstete Wasser ja irgendwo hin. Und wo geht es hin? Es schlägt sich als Eis an der Wand des Gefrierfaches nieder. Das ist ganz schlecht für den Energieverbrauch und die Effizienz des Gerätes.

klein gehackte Kräuter im Gefrierbehälter (c) by Joachim Wenk
klein gehackter Baumspinat eingefüllt in Gefrierbehälter
Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel (c) by Joachim Wenk
Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel
Gefrierbehälter mit Silikonnoppen am Boden zum leichten Herausdrücken der fertig gefrorenen Würfel (c) by Joachim Wenk
Silikonnoppen aus der Nähe
Am kommenden Tag sind meine Würfel gefroren und ich löse sie aus dem Eiswürfelbehälter. Den brauche ich schließlich beim nächsten Mal wieder. Die gefrorenen Würfel fülle ich in einen anderen Gefrierbehälter, wo sie bleiben, bis ich sie bei Bedarf einzeln entnehmen kann. 
Das hier sind die Baumspinat-Smoothie-Würfel. Das könnte man auch mit normalem Spinat oder mit Brennnesseln machen. 
Die Schnittlauchwürfel sehen ähnlich aus und jetzt sind dann noch Petersilienwürfel an der Reihe. 
Smoothie-Würfel (c) by Joachim Wenk
fertige Baumspinat-Smoothie-Würfel (man sieht sogar die Form der Silikonnoppe bei einem Würfel)

Basilikum – Pesto selber machen

Weil die Tomaten, für die ich das Basilikum angebaut habe, jetzt gerade erst anfangen, reif zu werden, habe ich heute aus einer ersten Ernte Basilikum Pesto gemacht. Das Basilikum wächst wunderbar im Gewächshaus und beginnt bereits zu blühen. Höchste Zeit, die  Spitzen weg zu nehmen, damit es sich mehr verzweigt und noch nicht blüht.

Zutaten für ein Basilikum-Pesto sind:

  • Parmesan
  • Salz
  • Knoblauch
  • Pinienkerne
  • Basilikum
  • Olivenöl

Man kann das Pesto auch in einem Mixer zubereiten. Der darf allerdings nicht zu groß sein, weil sonst mehr von der Masse am Behälter klebt, als dass sie sich zu einem Pesto vermischt.

Ich bevorzuge den Turbo-Chef von Tupperware. Der hat die passende Größe und man hat es selbst in der Hand, wie oft man an der Schnur zieht und somit die Konsistenz des Pestos beeinflusst. Ich mag es lieber mit noch etwas Struktur und nicht so sehr als feinen Brei.

1.  Etwas zerkleinerter Parmesan wird fein zerhäckselt. Benutzt man einen Mixer kann man den Käse auch mit einer Reibe vorher reiben.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten

2.  Jetzt kommt Knoblauch im Ganzen und etwas Salz dazu und es wird weiter zerkleinert.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten 
3.  Weiter geht es mit den Pinienkernen. Man kann diese auch sehr gut durch Sonnenblumenkerne ersetzen. Sie sind billiger als die Pinienkerne, die im Original enthalten sein müssen.
Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten 

4.  Natürlich fehlt jetzt noch das Basilikum. Die abgebildete Menge habe ich komplett verarbeitet. Bei so einem Pesto geht man am besten nach dem eigenen Geschmack und natürlich der vorhandenen Menge der einzelnen Zutaten vor. Man kann auch weniger Basilikum nehmen.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten 

5.  Wenn dann alles zu einer einheitlichen Masse verarbeitet ist kommt noch das Olivenöl dazu. Im Mixer kann es sein, daß man schon vorher etwas Öl einfließen lassen muß, damit das Gerät ordentlich arbeiten kann und sich die Masse nicht am Behälterrand entlang drückt und so  nicht mehr zu den Messern kommt. Ich gebe so viel Öl dazu, daß es ein dünnflüssiger Brei wird.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten 

6.  Fertig ist das herrlich riechende und schmeckende Basilikum-Pesto.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten

7.  Jetzt wird es in ein oder mehrere luftdicht verschließbare Gefäße gefüllt. Das können gut ausgewaschen Gläschen mit Schraubdeckel oder Kunststoffschüsselchen sein.

Das Pesto wird glatt gestrichen und mit einer Schicht Olivenöl oben auf konserviert. So hält es sich im Kühlschrank etliche Tage. Wenn man etwas davon entnimmt, muß man immer darauf achten, daß danach wieder eine möglichst geschlossene Öl-Schicht oben darauf schwimmt. Das verhindert auch, daß das Pesto schimmelt.

Basilikum-Pesto zubereiten (c) by Joachim Wenk
Basilikum-Pesto zubereiten 

Die Einsatzmöglichkeiten so eines Pestos sind mannigfaltig.

Mit Nudel-Kochwasser verdünnt ergibt es die schnellste und leckerste Pastasauce, die man sich denken kann.

Mit Quark vermischt ist es ein sehr schneller Brotaufstrich. Wer es herzhafter möchte, kann es auch mit zerdrückten Feta zu einer  streichfähigen Masse verarbeiten.  Hier muß eventuell mit etwas Joghurt, Sahne, Creme Fraiche, Kefir oder Milch verdünnt werden.

Ganz junge Zucchini in dünne Scheiben hobeln und mit dem Pesto als Dressing vermischt ergeben einen sehr leckeren Sommersalat.

Mit weiterem Olivenöl verdünnt und über Tomate-Mozzarella getropft, verfeinert es den Sommer-Klassiker.

Als Würze in andere Salatdressings geben.

Oder wie ich heute Mittag. Altbackenes und sehr dünn geschnittenes Brot mit etwas Olivenöl einreiben. In  der Pfanne anrösten und dann darauf etwas Pesto streichen. Das war die Beilage für ein Glas Kräutersuppe, die ich fertig im Keller habe. Praktisch, die selbst gemachten Vorräte. Wie man die Suppe zubereitet, erzähle ich euch das nächste Mal.