die selbst gesäten Gemüsejungpflanzen kommen ins Beet – auch Pastinaken

Mein Gemüsegarten im Mai

Heute berichte ich aus dem Gemüsegarten, dem wichtigsten Gartenteil, wenn man von Selbstversorgung sprechen und über sie schreiben möchte. 
Dieses elend lange und sehr kalte Frühjahr hat mich mit meiner Gemüseanzucht auf noch nicht gekannte Weise in Verzug gebracht. Erstens hatte ich keinerlei Lust, etwas zu sähen. Der Winter wollte ja nicht enden. Wenn ich mich doch dazu überredete, die üblichen frühen Salate, Kohlrabi oder Kohlpflanzen zu sähen, war das Ergebnis frustrierend. So wie ich, hatten auch die Gemüsesorten keine Lust auf Garten. Erst keimte nichts. Ein paar Nachsaaten später keimten einzelne Pflanzen. Wachsen aber wollte eigentlich gar nichts. 
Ich gab mich dann den Begebenheiten hin und wartete ab. Irgendwann wird es wärmer und dann keimt alles, dachte ich mir. Meine Erfahrung zeigte mir zudem ja oft, dass das vermehrte Licht und die Wärme zu späteren Aussaatzeitpunkten die Pflanzen viel gesünder und kräftiger werden lassen. Eigentlich ist es für einen Hobbygärtner ja auch egal, ob dieses oder jenes Gemüse einmal ein paar Wochen später geerntet werden kann. 
So sollte es auch sein. Als ich so langsam Lust auf Garten bekam und die Sonne mehr Wärme brachte, begann ich wieder zu sähen. Die Samen keimten und die Pflanzen entwickelten sich prächtig. Ich habe mir, wie jedes Jahr, diese Saattermine notiert. Wahrscheinlich spare ich mir einfach künftig den Stress mit den sehr frühen Aussaaten und warte gleich, bis die Natur von allein so weit ist. 
Stress oder eher ein wenig Zeitdruck,  kam jetzt auf, da alles ins Beet will. Je nach Dringlichkeit, was hier mit zu eng werdenden Topfplatten für große Pflanzen gleichzusetzen ist, kommen sie nun in die Beete. 
Weil ich wegen meiner Unlust zu Anfang des Jahres auch keinen Pflanzplan für die Beete erstellt habe, werden sie nun ohne Plan gepflanzt. Das klappt auch ganz gut. 
Im Bild zu sehen ist der Gemüsegartenteil mit dem Schneckenzaun. Die Baustahlmatten werden demnächst den Gurken Halt geben. Eine davon stützt schon die Erbsen. Ganz vorne im Bild sieht man einen Obelisk, der mal eine Rose stützte. An ihm soll jetzt meine Erbsenwicke empor klettern. Eine einzige ist gekeimt, jetzt sieht es so aus, als käme noch eine. Hätte ich nicht gedacht, daß sie so schwer zum Keimen zu bringen sind. Die Erbsenwicke ist wohl eine Staude und die Körner in den Schoten können wie frische Erbsen verzehrt werden. Sie sind allerdings deutlich kleiner. Auf diese Staude bin ich wirklich gespannt. 

Jetzt wird Gemüse gepflanzt

Hier sieht man die spät gesäten Kohlpflanzen. Frühkohl ganz links, dann kommt spätes Kraut für die Sauerkrautproduktion (diesmal im Versuch die Sorte Filderkraut) und rechts der Rotkohl. Hier habe ich seit Jahren die Sorte Granat, weil sie sehr zuverlässig wächst und gut schmeckt.

Und so sieht das dann im Beet aus. Hier wächst jetzt der Rotkohl. Den Frühkohl habe ich ins Beet mit Schneckenzaun gesetzt . Das werden kleinere Pflanzen mit rasch wachsenden und festen, runden Köpfen. Das sehr große Filderkraut steht unten am Weiher bei den Kartoffeln. 
So ein Spätkohl braucht pro Pflanze wahnsinnig viel Platz. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich sehe, wie eng manche noch unerfahrene Gärtner die Kohlpflanzen setzen. Aufregen muss ich mich dagegen, wenn Hersteller von Hochbeeten oder Frühbeeten in den Katalogen und Prospekten diese mit Kohl abbilden. Das sind dann immer Kohlköpfe oder Blumenkohlköpfe aus dem Supermarkt, die in die frische braune Erde gelegt werden. Hallo? Was für eine Verarsche. Eine einzige Pflanze an Wirsing oder Spätkohl würde so ein Früh- oder Hochbeet komplett füllen. Zudem haben sie ja, daher der Platzbedarf, mächtige Umblätter, sie bestehen nicht nur aus dem Kopf, der dann im Supermarkt liegt. Also solche Fotos bringen mich echt immer auf die Palme. Kennt ihr die auch? 
Was jetzt also noch zu pflanzen ist, so lange auch das Wetter so herrlich bedeckt und regnerisch ist, sind zum Beispiel die Selleriepflänzchen. Im Bild rechts zu sehen. Hier hat sich bei mir die gesunde Sorte Mars bewährt. Sie bildet immer herrliche Knollen von vernünftiger Größe. Sie sind im feuchten Sand in der Garage gelagert bis weit ins neue Jahr  haltbar. Die letzte Knolle verbrauchte ich glaube ich im April. 
So und hier habe ich mir einmal ein Beispiel an den Pflanzendiscountern genommen. Ja, auch im Baumarkt kann man was lernen. Zumindest wird es dieses Jahr einmal versucht. 
Kennt ihr vor allem die Pflanzen ganz links? Ja, es sind Pastinaken. Und ja, die gibt es in kleinen Paletten im Baumarkt zu kaufen. Ich habe ja jedes Jahr die allergrößten Probleme mit ihnen. Ich muß mehrmals nachsähen und dann habe ich irgendwann ein paar Pflänzchen. Sie keimen so unendlich langsam, dann ist es immer so trocken bei uns. Wenn sie schließlich wachsen, ernte ich im Herbst die tollsten Wurzeln. Sie schmecken gut, sind so vielseitig in der Winterküche verwendbar und halten bis zum Frühjahr im Lager.  Wenn also der Baumarktlieferant sie vorziehen kann, dann müsste das bei mir ja auch klappen. 
Also dieses Jahr habe ich sie gleich in einer Topfplatte gesät. Ich dachte schon, die wollen mich zur Weißglut bringen. Sie keimten ja nicht mal hier. Woche um Woche verging, bis endlich die ersten grünen Blättchen die Erde durchbrachen. 
Jetzt sind sie bald so weit und können ins Beet. Ähnliche Keimerfahrungen habe ich mit Rote Beete im Beet gemacht und säte auch sie gleich mit in die Topfplatte. Daneben ist Winterlauch. 
Eine noch längere Keimzeit, als bei den Pastinaken, mußte ich beim Grünspargel über mich ergehen lassen. Dann aber wurden es rasch schöne Pflänzchen. In der Topfplatte hatte ich sie zu feucht gehalten, die Spitzen wurden schon gelb. Jetzt habe ich jede in ein Töpfchen gepflanzt und hoffe, dass sie sich dort rasch eingewöhnen. 

Gemüse wird eigentlich fast rund ums Jahr bei mir gepflanzt

Freilich gab es auch schon früher Pflanzaktionen und die Beete beherbergen hier und da bereits schöne Gemüsepflanzen. 
Am längsten Zurück liegt die Pflanzzeit vom Knoblauch. Den habe ich im Herbst gesteckt. Im Test dieses Jahr ist die Sorte Morado. Er soll, was Aroma und Schärfe angeht mit Abstand einer der Besten sein. Na da bin ich ja gespannt. 
Eine meiner ersten Arbeiten im  Garten im Frühjahr, war der Umzug des Kräuterbeetes.  Sie wollten es einfach noch sonniger haben, fand ich. Jetzt wachsen sie prächtig und der Umzug ist schadlos überstanden. 

Mickriges Junggemüse nicht wegwerfen, sondern pflanzen – Überraschung folgt.

Ich erwähnte ja eingangs bereits, dass im Frühjahr erst nichts keimte und dann das Gekeimte nicht in die Pötte kam. Irgendwann war es draußen dann plötzlich schön und warm. In den Saatschalen standen gakelige Gemüsepflanzen. Weil ich ja nichts anderes hatte, die weiteren erst gesät werden mussten und die Beete frei waren, setzte ich diese mickrigen Pflänzchen einfach ins Beet. 
Ab da ging es steil bergauf mit ihnen. Hier der Schnittsalat Ochsenzunge. 
Vor und hinter den Erbsen stehen weitere dieser Micker-Pflanzen. Salat (der Rote ist der Schnittsalat Redbone) und Kohl und alles gedeiht vorbildlich. Also nie die Hoffnung aufgeben!
Mit den Saatzwiebeln begann ich vor einiger Zeit meine Frühlingspflanzaktion. Und wie erstaunt war ich heute, als ich auf Fotomotivsuche ging. Der Regen der letzten Tage und damit ein feuchter Boden, ließen sie viel kräftiger werden und nun aufrecht im Beet stehen. 
Richtiger Regen ist eben doch noch was anderes, als die ansonsten sehr hilfreiche Tropfschlauchbewässerung. 
Wie man auf dem nächsten Foto sieht, haben die Akeleien natürlich auch den Gemüsegarten erobert. An den Spiralstäben steht der Rosenkohl. Für die Tomaten nehme ich sie nicht mehr und der Rosenkohl braucht immer eine Stütze, weil er sehr hoch wird.
Meine Tomaten wachsen wie jedes Jahr an senkrechten Schnüren. Sowohl hier im Freiland, als auch im Gewächshaus.

Im Gewächshaus ist bis auf das Basilikum, das auch  nicht keimte dieses Jahr, alles an Ort und Stelle. Tomaten und Paprika sind hier die Sommergäste. Lediglich der mehrjährige Basilikum von Hilde, den ich den ganzen Winter  durch Stecklinge vermehrte, steht schon in der Erde.

Im Erdbeerbeet wird jetzt geblüht. 
Und auch im Erdbeerfass wachsen und blühen die Pflanzen sehr schön. Dieses Jahr hat nur eine einzige Pflanze  nicht überlebt. Und das, wo es so lange so kalt war und dann noch mal kälter wurde, als es oft den ganzen Winter nicht war. Ich habe dieses Mal ein Vlies um das Fass gewickelt. Vielleicht hat schon dieser leichte Schutz den Pflanzen geholfen. 

Die viele Gärtnerarbeit macht natürlich auch hungrig. Wie schön, wenn zum Mittagsmahl wieder etwas aus eigener Ernte bereit steht. Der vorletzte Kopf Winterkopfsalat mit Schnittlauch, Schnittknoblauch, roter Melde und Blutampfer. Zur großen Portion Salat gab es eine schnelle Lasagne. 

Gartentagebuch Frühlingsarbeiten: Erdbeerfaß, häckseln, bunte Blumen und ein neues Projekt

Tagebuch vom Sonntag, 26. März 2017. 
Der Samstag stand vor allem im Zeichen des Spargel-Pflanzens. Darum herum konnte ich bei dem schönen Wetter aber auch noch ein paar andere Arbeiten im Garten erledigen. Das tut gut. Richtig losgarteln. Keine Mütze, Jacke und weitere Klamottenschichten darunter. So geht die Arbeit wieder leicht von der Hand. 
Die Erdbeeren im Erdbeerfaß haben den ersten Winter gut überstanden und wollen wachsen. Die oberste Schicht war bis runter zum ersten Kranz an Pflanztaschen abgesackt. Ich habe sie ausgegraben und Erde nachgefüllt. Dann kamen sie wieder ins Faß und nun ist es fertig für das kommende Wachstum und hoffentlich viele leckere und süße, dunkelrote Früchte. 
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk

Gleich daneben steht mein Lieblings-Beerenobst: schwarze Johannisbeeren. Es ist immer wieder eine Freude, wenn sie zu treiben beginnen und das frühlingshafte Grün hervor zaubern.

Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk
Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk

Während die Beerenernte noch ein paar Monate auf sich warten lässt, wird im Haus fleißig weiter geerntet. Immer wieder sind Austernpilze reif zum Ernten. Sie wachsen auf Kaffeesatz. Eine schöne Form des Recyclings.

Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk
Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk

Apropos Recycling. Die ersten Stunden Häckseln dieses Jahr sind vollbracht. Der riesen Haufen an Rosenschnitt, Haselnußschnitt, Fliederschnitt und sonstigem Gestrüpp-Schnitt ist gehäckselt. Jetzt habe ich eine größere Menge relativ holzigen und trockenen Häckselgutes. Auf den Kompost vom Herbst kommen zwei Schichten davon. Damit es besser verrotten kann, fülle ich einen Schubkarren Pferdemist dazwischen. Das restliche Häckselgut lagere ich neben dem Kompost. Jetzt kommt die saftige Zeit mit viel feuchtem und grünen Kompostmaterial. Da kommt mir dann das kohlenstoffhaltige, holzige Häckselgut gerade recht. Reines frisches Kompostmaterial, im Extremfall Rasenschnitt, verrottet nicht. Es fault eher, aus lauter Luftmangel, vor sich hin. Es muß mit solchem Häcksel oder Wellpappe vermischt werden.

frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
Vielleicht kann ich diese  Jahr schon von ihm Ernten. Neben dem Kompost-Siebe-Platz treibt der Rainfarn. Er wird für Brühen und Tees gegen fressende Schädlinge an den Pflanzen benötigt. 
Rainfarn (c) by Joachim Wenk
der Rainfarn beginnt zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Bis der Walnußbaum im Gemüsegarten grün wird, dauert es noch länger. Er treibt sehr spät aus. Dennoch schimmert es frisch und grün aus der Krone. Die Blättchen stammen von der Ramblerrose Pauls Himalayan Musk.  Jetzt sieht man so richtig, wie hoch der schon gekommen ist. Ich glaube keine andere Gartenpflanze bei uns ist so wüchsig.

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Was für eine hübsche Farbkombination. Die dottergelben Krokusse und der hellblaue fast ein wenig lila überzogene  Schneeglanz. 
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk

Hier noch einmal Schneeglanz, aber in reinem Blau.

Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk

Das sind wirklich meine Lieblinge, was Narzissen angeht. Die vielen Überbleibsel von Topf-Narzissen der vergangenen Osterfeste und Frühlingswochen. Von der Fensterbank in den Garten. Sie kommen zu 100% im nächsten Jahr wieder und im übernächsten und im überübernächsten Jahr…

Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Und hier? Hier seht ihr die Anfänge der Arbeit für morgen. 
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

So sieht die Terrasse beim Haus also „vorher“ aus. Oh, ich freu mich schon, euch irgendwann die „nacher“ Bilder  zeigen zu können.

Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

Wenn das Wetter schlecht ist, findet die Gartenarbeit eben drinnen statt.

Die Gartenarbeit findet bei Regenwetter eben drinnen statt

So, wenn also das Wetter meint, es könnte mich foppen und am Gärtnern hindern, dann hat es sich getäuscht. 
Heute war indoor-gardening angesagt. Naja nicht dieses moderne Zeugs, mit den seltsamsten Pflanzmethoden oder gar Gemüsen im Wohnzimmer. Eher einfach nur Gartenarbeit im Zimmer und Gewächshaus. Genug zu tun gab es jedenfalls.

Paprika und Chilli werden heute umgetopft

Gleich morgens nahm ich mir die Paprikas vor. In der ersten Februarwoche hatte ich sie gesät. Dann kam wieder die Zitterpartie, ob und wann sie keimen. Nach einmal Nachsähen bei einigen Töpfchen, wuchsen sie gleichmäßig. 
Im Bild zu sehen sind Paprika, Glockenpaprika und Wildchillies. 
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nach dem großen Umtopfen kamen sie wieder an ihren Platz im Keller. Zu sehen sind hier auch die gerade gekeimten Tomaten und Sellerie. Es wird nicht lange dauern, dann sind sie dran mit Umtopfen.

Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nein, mein Handy ist nicht kaputt. Nur, nach dem Fototermin habe ich wieder die Pflanzenleuchte angeschaltet. Im Nu ist der ganze Raum in da schwülstige Pink getaucht, das ich kenne. Aber wenn es hilft…. Und es hilft, wie man an den schönen Pflanzen sieht.

das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk
das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk

Auch draußen im Gewächshaus stehen die Pflänzchen schlange, um umgetopft werden

Nach dem Essen verlagerte ich dann meine Tätigkeiten vom Haus ins Gewächshaus. Hier habe ich heute auch die Andenbeere hin gestellt. Im Überwinterungsraum ist es einfach zu dunkel und sie ist schon so schön, blüht bereits. Ich möchte nicht, daß die Triebe jetzt noch vergeilen. 
Zu ihren Füßen stehen die Kleinen, die heute auch noch umgepflanzt werden sollen. Nicht alle aber einige jedenfalls. 
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Andenbeere  Physalis (c) by Joachim Wenk
Die Andenbeere ist reich mit Blüten und Knospen besetzt (c) by Joachim Wenk
Pikiert habe ich zwei Sorten Salat. Winterkopfsalat „Chez le Bart“ und Salat „brune d’hiver“, beide gesät Mitte Februar. Daneben ganz früher Wirsing der Sorte „Vorbote“ und frühes Weißkraut „Donator“. Den Kohl habe ich Anfang Februar gesät. 
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Die Samen vom Salat „Briweri“ kamen bereits Mitte Januar in die Saatschale. Der hat allerdings nicht den Vorsprung, den eine viele Wochen frühere Aussaat als bei den anderen beiden vermuten lässt. Ich denke, Mitte Februar ist ein guter Zeitpunkt mit der Aussaat von Salat (geeignete Sorte wählen!)  zu beginnen. Vielleicht genügt auch Ende Februar. 
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk

Mit meinen Zwiebeln hatte ich mich dieses Jahr ver-bestellt. Normalerweise kaufe ich Steckzwiebeln. Nun übersah ich im Katalog die genaue Bezeichnung und erhielt dann Zwiebelsamen, statt kleine Zwiebelchen. Mist! Also habe ich nachbestellt und diese auch schon  gesteckt. Recherchiert habe ich auch und im Gartenbuch nachgelesen. Jetzt ist es so, daß gesäte Zwiebeln eigentlich besser wären als gesteckte. Ich dachte immer, dass das Sähen zu kompliziert ist und die Steckzwiebeln normal sind. Dass man damit eine nur sehr eingeschränkte Sortenauswahl hat, viel mir schon negativ auf. Dass meine Zwiebeln immer kränkeln ist fast schon selbstverständlich. Genau diese beiden Mängel kann man durch gesäte Zwiebeln angeblich umgehen.

Jedenfalls habe ich  sie jetzt gesät und probiere das aus. Ich habe dann die gleich Sorte gesät und gesteckt.

frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshausboden ist noch nicht so viel los.

Rucola ist, was Kälte angeht, eher schmerzfrei und wächst am besten.

junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Genau wie Asiasalat.

junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Am sehr späten Nachmittag war dann die ganze Arbeit unter Dach erledigt. Im Garten kümmerte ich mich dann noch um die Erdbeeren. Das ist jetzt Beet entunkrautet, gehackt und mit Kompost versorgt. 
Im Erdbeerfaß hat sich die Erde um beinahe 30 cm gesenkt. Die oberen grub ich aus, füllte Erde auf und pflanzte sie wieder ein.
Wir hatten einen harten Winter, viele Nächte bis -15°C, eisige Winde und die Erdbeeren im Faß waren nicht von der schützenden Schneeschicht bedeckt. Schnee liegt eben nicht an senkrechten Wänden vom Erdbeerfaß. 
Was meint ihr, haben die Erdbeeren das alles so ungeschützt überlebt?  Ja sie haben! Jede einzelne treibt aus. Eine schöne Erfahrung am Ende des kalten und verregneten Tages. 

Die to-do-Liste steht. Mal sehen, welches Handy dann die Umsetzung dokumentieren wird.

Seid ihr auch schon einmal betrogen worden? Wenn nein, dann herzlichen Glückwunsch. 
Ich jedenfalls bin betrogen worden. Am vergangenen Wochenende. Und das sogar von allen! 
Von allen Wettervorhersagen in Rundfunk oder als App, die ich hatte. Jedenfalls war ich auf ein wärmer werdendes Wetter mit Sonnenschein eingestellt. Die Tage deutlich über Null und ich beim frohen  Schaffen im Garten. Und was kam dann. Gerade der Sonntag war ausnahmslos bedeckt und trist und das bei nicht einmal minimal-positiven Graden am Thermometer. Da war ich beinahe froh, doch am kalten und windigen Samstag etwas gearbeitet zu haben. 
Der Betrug wird noch komplettiert von der Tatsache, daß heute, am Montag,  seit dem Morgen strahlend blauer Himmel mit Sonne pur da draußen ist. Ich sitze natürlich im Büro. Der Rest ist ohne Worte…
Und wenn ich mir denn so die Fotos vom vergangenen Wochenende ansehe, dann frage ich mich, ob es wirklich so elend trist und farblos war, oder ob die  Kamera meines neuen  Handys einfach andere Bilder macht, als die alte Kamera. 
Hier zum Beispiel mein Erdbeerfass. Ich habe alle braunen Blätter abgeschnitten. Viel munterer sieht es nach dieser Frisur allerdings noch immer nicht aus. Beim Wegschneiden stellte ich fest, daß wohl, wie es jetzt noch aussieht, die meisten  Pflanzen überlebt haben. Das war der erste Winter und ich nehme das Erdbeerfaßprojekt auch zum sammeln von Erfahrungen. Solche Erdbeertürme gibt es  in unterschiedlicher Form fertig zu kaufen. Wenn nun die Pflanzen einen Winter so ungeschützt (wie sollte ich die auch schützen?) im Faß nicht überstehen, dann ist dies Anbaumethode ja total praxisuntauglich und damit im Alltag unbrauchbar. Es wäre hinaus geschmissenes Geld. Also bin ich wirklich gespannt, wie sie austreiben, wie viele überlebt haben und wie sie weiter wachsen. 
Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß nach dem ersten Winter (c) by Joachim Wenk

Mein vor drei Wochen im unbeheizten Hüttenzauber (6-8°C) gesäter Salat keimt jetzt.  Im Gewächshaus habe ich am Sonntag auch Salat gesät, Radieschen, Winterportulak, Rucola und Feldsalat. Alles Gemüse, die jetzt im unbeheizten Gewächshaus schon gesät werden können. Die richtige Sorte dafür ist natürlich Voraussetzung. Abgedeckt habe ich die Beete auch im Gewächshaus noch mit einem Vlies.

der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk
der erste Salat im Jahr keimt jetzt (c) by Joachim Wenk

Die folgenden Fotos zeigen meinen Gemüsegarten in seiner momentanen Pracht. Fotografiert habe ich vor allem die Stellen, welche noch vor dem Saisonbeginn mit Arbeit verbunden sind. Und genau die ist bei steinhart gefrorenem Boden und Temperaturen wie am Wochenende  nicht machbar. Nee wirklich nicht und  die Lust fehlte bislang auch noch.

Die Pflanzenreste vom Herbst müssen ausgegraben und entsorgt werden. Dann muß der Laub-Mulch weggerecht und der Boden bearbeitet werden. Bald kommen die ersten Samen dort hinein. Ich werde nur die Grabegabel verwenden. Dazu bin ich schon gespannt, wie das mit den Bewässerungsschläuchen, die ja den ersten Winter dort lagen, klappt. Die muß ich irgendwie weg-klappen oder sonst wie zur Seite räumen. Sonst kann ich mit der Grabegabel nicht arbeiten. Mich stört dieser Gedanke sehr. Allerdings lege ich jetzt dann auch in die anderen Beete solche Schläuche. Nach der von Jahr zu Jahr immer mehr zunehmenden Dürre ab Ende Juni bleibt mir gar nichts anderes übrig, wenn ich irgend welches Gemüse ernten möchte.  Hoffentlich ist eine Bodenbearbeitung dennoch möglich. Beseitigen muß ich auch die störrischen schwarzen Bewässerungsschläuche. Sie haben sich im Winter wieder massive gebogen, aufgebäumt und sind einfach zu dick und nicht handhabbar.  Sie werden gegen dünnere ausgetauscht. Man lernt eben nie aus.

viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk
viel Arbeitet wartet auf mich bevor hier die ersten winzigen Möhrensamen in den Boden können (c) by Joachim Wenk

Und dann diese Unordnung überall. Laub und Äste wo ich auch hinschaue. Wenn das dann endlich mal alles wieder beseitigt ist…

Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk
Sisyphusarbeit: Laubwegkehren und der Wind verteilt es wieder (c) by Joachim Wenk

Das Projekt hier haben wir gerade heute auf den Herbst verschoben, weil wir nicht mehr rechtzeitig vor Saisonbeginn dazu kommen. Der etwa 170 cm hohe Zaun kommt weg und wird durch einen deutlich niedrigeren ersetzt. Früher mußte er die Hühner daran hindern, aus dem Gehege auszubrechen. Heute dient er nur noch als Pflanzenstütze und Barriere für den Hund, der den Gemüsegarten nicht betreten darf. Es müssen auch 2 Pfosten einbetoniert werden. Das würde jetzt nur unnötig Druck und Streß erzeugen. So bleibt das erst einmal. Im Sommer sieht den Zaun dann ohnehin niemand mehr.

der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk
der hohe Zaun wird irgendwann durch einen niedrigen ersetzt (c) by Joachim Wenk

Der Häcksler muß auch wieder ran. Die ersten bescheidenen Mengen an Geäst und Gestrüpp liegen schon herum. Da kommen noch die Rosen und Wildrosen dazu und die Haselnußhecken. Das muß bald einmal zerkleinert werden. So viel Zwischenlagerplatz habe ich einfach nicht.

ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk
ein paar mal die Rosenschere gezückt und schon hat man haufenweise Gestrüpp herumliegen (c) by Joachim Wenk

Und schon wieder ein Bild zum Thema Unordnung. Maulwurfshaufen und herabgefallene Äste.

von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf) wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk
von oben (Äste, Laub) und von unten (Maulwurf)
wird in meinem Garten für Unordnung gesorgt (c) by Joachim Wenk

Ja, auch wieder Unordnung. Aber hauptsächlich sieht man hier wieder einen guten Tag Arbeit. Der Weg ist zu schmal. Hier muß ich unentwegt mit dem Schubkarren durch. Vom Kompostplatz im oberen Bild zum hier im Bild hinten erkennbaren Kompostplatz. Der Schneckenzaun wird nach innen versetzt und eine Reihe Wegplatten zusätzlich verlegt. Auch der Rasen vor dem Kompost wird weg gemacht und  mit immer noch übrigen Platten belegt.  So lässt sich dann leichter arbeiten. Zudem ist es immer fast unmöglich hier hinten mit dem Rasenmäher hin zu kommen. Gerade dort aber wächst, wegen dem Kompost, das Gras immens.

der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk
der Weg zwischen den Kompostplätzen muß verbreitert werden  (c) by Joachim Wenk

Der Kompost ansich muß im Zier- und Gemüsegarten verteilt werden. Die Haselnußhecke dahinter sollte dringend auch jetzt noch einmal gestutzt werden.

der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk
der Kompost muß verteilt und die Haselhecke geschnitten werden  (c) by Joachim Wenk

Letztes Jahr haben wir im Gemüsegarten die Wege neu gemacht und mit Rabatten eingefasst. Dann aber war es schon so spät im Jahr, daß alles schön eingewachsen war. So verschoben wir die letzten Meter Rabatten auf das Frühjahr. Und das ist jetzt! Das Beeren- und Kräuterbeet erhält auch noch so eine sehr praktische Beeteinfassung.

hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk
hier fehlen noch die Rabatten als Beeteinfassung  (c) by Joachim Wenk

Und dann kommt irgendwann die Zeit, dass ich  nicht mehr Fotos mit dem neuen Handy mache. Fotos wie dieses hier.

Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Februar  (c) by Joachim Wenk
Nein, dann krame ich wieder das alte Handy hervor. Seine Bilder gefallen mir einfach viel besser…
Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im März  (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk

Ein paar Gartenarbeiten zum ausklingenden Winter

Da habe ich jetzt doch  tatsächlich lange suchen müssen, um die munteren grünen Gesellen hier zu finden. 
die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk
die allerersten Crokusse im Frühjahr 2017 (c) by Joachim Wenk

Und wie es mir nach 2 Tagen mit Gartenarbeit scheint, so sind es tatsächlich bislang die einzigen, die sich hervor wagen.

Das Wochenende war sehr angenehm. Viel Sonnenschein, kein Wind, der Schnee fast weg und die Temperaturen um die Mittagszeit bei fast 10°C.

Weil es im Garten noch so gar schlimm aussieht, habe ich mich zuerst einmal an die Aufräumarbeiten gemacht. Laub und Äste wegkehren vom Vordereingang bis hoch zum hinteren Eingang nahm das beinahe meine gesamte Samstagsarbeitszeit in Anspruch.

In de Staudenbeeten habe ich Staudenreste entfernt. Der Boden ist noch gefroren. Die sehen nun schon gepflegter aus. Aber die Laub- und Mulchdecke habe ich gelassen. Stellenweise mußte ich diese aber mit der Gabel etwas auflockern und wieder zerteilen. Sonst kommt keine Luft drunter und es fängt an zu faulen.

Beflügelt vom fast frühlingshaften Wetter ärgerte mich auch der zerzauste Weinberg. Und obwohl ich mir bereits einen mit dem Mond in Einklang stehenden Termin notiert hatte, die Reben zu schneiden und anzubinden, vollbrachte ich diese Arbeiten gleich heute. Erst beim frohen und zufriedenen Betrachten meines Werkes erinnerte ich mich daran, daß ich das ja erst später machen wollte. Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern.

Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk
Die Reben im Weinberg sind geschnitten und angebunden (c) by Joachim Wenk

Zu Schneiden ist wohl noch genug im Garten. Die Rosen sind zerzauste und verwilderte Besen in den Beeten. Aber die schneide ich dieses Jahr einmal später. Wenn die Forsythien blühen, sei der rechte Zeitpunkt dafür. So habe ich es gelesen. Sonst hatte ich sie immer bereits mit den Obstbäumen im Januar  oder Februar geschnitten.

Obstbäume sind jedenfalls auch noch dran. Hier aber nur der Baum im Gemüsegarten und die beiden Apfelspaliere, die zum weiteren Erziehen  an der Spitze gekappt werden müssen.

Im Vorgarten habe ich noch viel Wildwuchs im Gebüsch gesehen. Da kommt noch eine Menge Häckselmaterial an Schlehen-, Weißdorn- und Rosengestrüpp nebst weiterem Fliederdickicht zusammen.

Das ginge ja alles noch, aber der Gemüsegarten. So unordentlich wie der aussieht. Hier müssen abermals weitere Wegplatten gelegt werden, der Schneckenzaun wird leicht versetzt, der Zaun zum Staudenbeet sollte erneuert werden (wird aber wohl vielleicht doch erst nächstes Jahr gemacht). Dann muß natürlich das restliche Mulchmaterial weggerecht und der Boden mit der Grabegabel behandelt  und anschließend Gründünger oder erste Gemüse (Möhren, Radieschen, Ackerbohnen, Salat, Kohlrabi oder eben den Sommerlauch) gesät oder gepflanzt werden. Dazu ist es aber zu früh. Der Boden ist im Schatten noch gefroren und ansonsten viel zu naß für diese Arbeiten. Gleiches gilt für den Kompost, der natürlich auch noch auf Gemüse- und Staudenbeete ausgebracht werden soll, sobald es etwas wärmer und trockener ist.

Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Panoramafoto Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Die Wege im Gemüsegarten sind allerdings alle gerade und die Beete richtige Dreiecke. Die geschwungen Wegführung ist durch die Panoramaeinstellung beim Fotografieren erzeugt worden. 
Zwischen Kompostanlage und Schneckenzaunbeet ist zu wenig Platz. Ich kann mit dem Schubkarren nicht durch. Das ist bei der Arbeit am Kompost sehr hinderlich. Daher werden hier noch eine Reihe Wegplatten verlegt und dazu der Schneckenzaun etwas versetzt. 

Schneckenzaunbeet (c) by Joachim WenkSchneckenzaunbeet (c) by Joachim Wenk

Die Erdbeeren im Beet sieht man kaum unterm Herbstlaub.

Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Beet (c) by Joachim Wenk

Dafür sieht man die Erdbeeren im Erdbeerfass umso deutlicher. Also zumindest, das was der Winter übrig gelassen hat davon. Zuerst erschrickt man schon ein wenig beim Anblick dieses Trauer-Fasses.

Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk

Ich bin aber guter Dinger, dass sie wieder wachsen werden. Die kleinen Blätter im Herzen sind nicht braun und vertrocknet. Und außerdem, daher das Bild oben, sehen die Pflanzen im Beet auch nicht unbedingt jung und rosig aus. Aber das ist ja jedes Jahr so. Bald werden sie wieder wachsen und sicher die im Fass auch. Dort muß ich allerdings die obersten nochmals ausgraben. Es müssen gut und gerne 30 cm Erde aufgefüllt werden. Ich hätte damals beim Bepflanzen länger warten sollen, bis sich die Erde gesetzt hat. Zwar kann ich die Pflanzen oben im Fass leicht ausgraben und neu einpflanzen. Doch ist es bei den in den Seitentaschen gepflanzten Erdbeeren nicht möglich,  sie einfach aus- und wieder unbeschadet einzugraben. Durch das Zusammensacken der Erde im Fass hat es die aber direkt ins Fass rein und nach unten „gesaugt“. Das ist nicht so gut, aber jetzt auch nicht mehr zu ändern.

Mein Tipp also bei so einer Aktion wie „Erdbeerfass bepflanzen“: Erde einfüllen. Schicht für Schicht leicht festdrücken und nach dem Befüllen und Wässern mit dem Pflanzen abwarten. Je länger desto besser.

Die Beerensträucher habe ich im Sommer schon geschnitten und das Himbeergerüst jetzt ausgebessert. Hier ist alles gut vorbereitet auf die kommende Saison.

Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Himbeer- und Johannisbeerbeet (c) by Joachim Wenk
Im Heizungskeller geht es jetzt auch tatsächlich los mit der Saison 2017. Im Gewächshäuschen auf der Heizmatte stehen die Paprika, Glockenpaprika und Wildchilli. Bei 25°C sollten sie doch bald keimen. 
Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk
Paprika und Chili frisch ausgesät (c) by Joachim Wenk

Dann leuchtet sie über dem Gewächshaus die LED-Pflanzenleuchte an. Vom Fenster her erhalten sie zu wenig Licht. Das Licht ist jetzt einfach der limitierende Faktor. Wärme haben wir in den Wohnungen ja, aber einfach nicht ausreichend Licht. Die Sonne scheint auch bei weitem noch nicht ausreichend, um die Pflanzen langsam und kräftig wachsen zu lassen. Sie sehnen sich nach Licht und Sonne, schießen dabei regelrecht nach oben. Schwach und blass machen sie sich auf die  Suche nach Licht. Andererseits müssen die Paprika und Chili jetzt gesät werden, will man im späten Sommer welche ernten. Sie haben einfach eine so lange Anzuchtzeit.

Tomaten sähe ich erst in  vier Wochen aus. Sie keimen und wachsen wesentlich schneller und so genügt ihnen die Zeit, bis sie dann in den Garten dürfen.

Wenn man entsprechende Tabellen betrachtet, wird einem das mit dem Licht noch deutlicher. Jetzt haben wir schon eine Stunde länger Tag, als das noch  zu Weihnachten der Fall war. Und jetzt haltet euch fest! Mitte März, wenn ich Tomaten sähen werde, haben wir im Vergleich zu jetzt noch mal fast 2 Stunden mehr  Tageslicht (also schon 3 Stunden längere Tage als zu Weihnachten).

Kein Wunder, wenn die Pflanzen jetzt im Haus schießen und vergeilen.

Meinen Sommerlauch habe ich zu Weihnachten gesät. Der steht ganz schön in der Schale, hat aber allerdings auch diese LED-Pflanzenleuchte über sich. Sonst sähe er nicht so gut aus. Das habe ich vergangenen Winter gesehen.

Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk
Sommerlauch, gesät zu Weihnachten (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung

Es ist ein Samstag morgen, mitten im September. Nach ein paar  Tagen in der Ferne auf einem Kongress, erwache ich wieder im eigenen Bett und draußen ist es trübe. 
Es gibt die nächsten Tage keinen Sonnenschein, das sehe ich sofort. Leichter Nieselregen fällt, als gehe einer mit einem riesigen Topfpflanzensprüher übers Land. Wind weht und das Thermometer zeigt knapp über 10°C. Mehr als 13 °C werden aus auch so schnell nicht wieder. 
Es ist traumhaft. Ich merke, wie erleichtert und heiter gestimmt ich bin. Wie dringend war doch der Regen und die Abkühlung notwendig. Nichts hält mich davon ab, mit langer Hose, Pullover und Vliesjacke im Garten zu werkeln. 
Noch immer müssen einige Stauden der letzten Lieferung in den Boden.  Aber trockenheitsliebende Gewächse, die zwangsweise in großen Blumentopfuntersetzern, gefüllt mit Wasser stehen? Das war nötig, damit sie die Tage an denen ich die letzte Zeit immer wieder unterwegs war bei deutlich über 30°C und blauem Himmel überstehen. Wasser im Untersetzer allerdings ist für sie ja auch Gift. Welches Gift wähle ich also, zu viel Wasser oder verdursten lassen? Diese Frage ist nun vorüber. Sie kommen, zusammen mit den gestern auf der Heimfahrt in einem riesigen Gartencenter gekauften Stauden, in den Boden. 
Der Boden ist ein Traum. Locker, braun und voller Regenwürmer. Vor gerade mal einem Tag war er noch hart und trocken und leblos. Die Pflanzen im Garten erholen sich. Die Fliederbüsche entrollen ihre Blätter wieder und sehen grün, statt ockerfarben aus. 
Und ja, es hat jeder Moment im Garten etwas Schönes. Wenn man Garten und Natur liebt, liebt man auch solches Wetter, gerade nach dem vorangegangenen Wetter. 
Wie sehr ich das alles genieße und mit meinen Pflanzen aufatme könnt ihr in den Fotos sehen. Alles naß, trist, kalt und ohne Sonne, aber dennoch schön finde ich. 
Herbststimmung (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung (c) by Joachim Wenk

Herbststimmung (c) by Joachim Wenk
Farbe trotz Regen (c) by Joachim Wenk

Das patagonische Eisenkraut hat sich wirklich üppig selbst ausgesät und die Mutterstaude ist selbst auch erfolgreich über ihren ersten Winter gekommen.

patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Herbst im Beet (c) by Joachim Wenk
Herbst im Beet (c) by Joachim Wenk

Regentropfen auf Rosenblättern (c) by Joachim Wenk
wie lange hatten wir solche Bilder schon nicht mehr im Garten…. (c) by Joachim Wenk

Das Zimbelkraut gab es auch als Staude im Gartencenter. Ich mag es sehr.  Es samt sich leicht selbst aus und ist dann überall. Keine Mauerfuge, wo es nicht noch Lebensraum finden würde. Und die Blüten sind zwar wirklich winzig, aber wenn man sich zu ihm hinab kniet und Aug‘ in Aug‘ mit seinen Blüten ist, kann man sie wirklich ob ihrer Farbgebung, Farbverlauf und Form bewundern.

Es kommt mir sehr wenig an Nahrung und Wasser aus. Bekommt es mehr davon, wächst es auch mehr. Hier zum Beispiel im Topf der Washingtonia.

Zimbelkraut erobert Washingtonia Palme (c) by Joachim Wenk
Zimbelkraut erobert Washingtonia Palme (c) by Joachim Wenk

Zimbelkraut erobert Washingtonia Palme (c) by Joachim Wenk
Zimbelkraut erobert Washingtonia Palme (c) by Joachim Wenk

Manche Blüten sehen aus, als würde ihnen die nasse Dusche nicht wirklich gefallen. Aber das ist nur eine Momentaufnahme. Sobald man sich wegdreht und sie unbeobachtet sind, schütteln sie sich kurz, wie mein Hund nach dem Bad im Weiher, und stehen im nächsten Moment aufrecht strahlend im Beet. Seht ihr nicht, wie sie einen anschielen und darauf warten, dass man wegguckt?

regennasse Herbstblüten (c) by Joachim Wenk
regennasse Herbstblüten (c) by Joachim Wenk

Mit den Herbstchrysanthemen, im Frühjahr gepflanzt, habe ich meine Blühsaison noch einmal deutlich verlängert. Oben die  hübschen altrosa-farbenen sind frühe Blüher und liefern bereits jetzt Farbe in die Beete. Dann habe ich noch ein paar wirklich späte genossen gepflanzt. Blütezeit Oktober-November. Also mal ehrlich, es gibt nicht viele Stauden, die diesen Aufdruck am Etikett haben. Über und über sind sie mit Knospen besetzt und warten wirklich bis sonst alles um sie herum verblüht und vergangen ist. Dann werden sie auftrumpfen und noch einmal für Farbe im Grau und Nebel sorgen.

gewappnet fürs  Blühen im ganz späten Herbst, die Herbstchrysanthemen (c) by Joachim Wenk
gewappnet fürs  Blühen im ganz späten Herbst, die Herbstchrysanthemen (c) by Joachim Wenk

Ihre Saison hingegen geht bald zu Ende. Die Kübelpflanzen werden nicht mehr all zu lange draußen bleiben können. Die Cassia allerdings kümmert sich da nicht drum. Sie blüht und blüht und leuchtet und leuchtet. Eine wirklich sehr pflegeleichte und ausdauernde Blüherin in erstaunlichem Gelb.

Cassia in voller Blüte (c) by Joachim Wenk
Cassia in voller Blüte (c) by Joachim Wenk

Im großen Staudenbeet habe ich erste Stauden verpflanzt (die großen Stockrosen, die vorne statt hinten im Beet standen) und neue gepflanzt. Der Boden auch hier ist schön locker, jetzt feucht und belebt. Es fehlte eben das Wasser. Nach dem Beginn meines intensiven Gießens sproß auch hier vieles und jetzt mit dem Regen wird noch mal richtig geblüht.

Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk

Das ist schon komisch, wie man manches erst am Foto so richtig sieht und nicht schon direkt im Garten. Während ich diese Zeilen schreibe merke ich, daß mein Farbschema für das Beet ja tatsächlich auch jetzt im Herbst noch voll eingehalten wird.

rose-weiß-farbenes Staudenbeet im Regen (c) by Joachim Wenk
rose-weiß-farbenes Staudenbeet im Regen (c) by Joachim Wenk

rose-weiß-farbenes Staudenbeet im Regen (c) by Joachim Wenk
rose-weiß-farbenes Staudenbeet im Regen (c) by Joachim Wenk

Die Kletterrose bringt mir doch tatsächlich, wegen dem Gießen, nicht nur neue Triebe sondern auch ein paar weitere Blüten.

Rosenknospe an der Kletterrose (c) by Joachim Wenk
Rosenknospe an der Kletterrose (c) by Joachim Wenk
Die Strauchrose Parfum de l’hay , im Frühjahr gepflanzt, zweimal geblüht, schiebt auch nach wegen dem Wasser durchs gießen neue Triebe. Ich kann mein erstaunen gar nicht oft genug ausdrücken. Es fehlt „einfach nur“ an Wasser. Weder an Dünger noch an sonstigen Bodenveränderungen. Überall, wo ich konsequent anfing zu bewässern, egal wie viel Aufwand es manchmal  machte, fingen die Stauden und Rosen und sogar Säulen-oder Spalierobstbäume an zu treiben und munter zu wachsen. 
Strauchrose treibt nach Trockenheit wieder aus (c) by Joachim Wenk
Strauchrose treibt nach Trockenheit wieder aus (c) by Joachim Wenk

Bevor ich in den Gemüsegarten gehe, noch ein Bild vom wieder stark gewachsenen Hausbaum mit Buchsrondell.

Baumhaselnuß mit Buchs-Rondell (c) by Joachim Wenk
Baumhaselnuß mit Buchs-Rondell (c) by Joachim Wenk

Von den beiden Spalierbäumen, die ich im April erst eintriebig gepflanzt habe.

Apfelspalier im ersten Jahr (c) by Joachim Wenk
Apfelspalier im ersten Jahr (c) by Joachim Wenk

Und vom Weinberg, dessen Triebe im nächsten Jahr die ersten Trauben bringen werden.

Weinberg im Herbst (c) by Joachim Wenk
Weinberg im Herbst (c) by Joachim Wenk

Im Gemüsegarten blüht diese vielblütige Sonnenblume.

mehrblütige Sonneblume im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
mehrblütige Sonneblume im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Und im Gemüsegarten sieht es im Moment wirklich sehr ungepflegt und chaotisch aus. Selbst auf dem angrenzenden Weg herrscht Chaos. 

überall verbreiten die Amseln Unordnung (c) by Joachim Wenk
überall verbreiten die Amseln Unordnung (c) by Joachim Wenk
Das hier ist ein Weg aus Waschbetonplatten. Gut der wuchernde Gemüsedschungel ist ja noch ganz hübsch aber der Rest. Jeder Weg ist zugemüllt, als hätte ich den Mulch nicht in die Beete sonder ebenfalls flächendeckend auf alle festen und getrampelten Pfade oder Wege verstreut. 
überall verbreiten die Amseln Unordnung (c) by Joachim Wenk
überall verbreiten die Amseln Unordnung (c) by Joachim Wenk
Ich habe das zusammenkehren längst gelassen, das es wenige  Stunden danach wieder so aussieht. Aber was nützt der ganze Ärger, wenn man weiß woher es kommt. Immerhin sind sie ja auch während meiner Gartenarbeit überall ständig zu Gange. Und ich kann ihnen nicht böse sein. Es sind die Amseln. Sie sehen abgemagert aus, zerzaustes ungepflegtes Geflügel mit kahlen Stellen. Nach monatelanger Trockenheit und unerträglicher Hitze sind sie einfach am Ende. Ausser bei  mir in den Gemüsebeeten finden sie ja weit und  breit kein Fleckchen feuchte Erde, in dem man nach leckeren Würmern scharren könnte. Und erst eine Pfütze zum Trinken? Nichts ist zu finden. Ausser eben bei mir im Garten. Dafür, daß sie mir alles so zerzausen habe ich ihnen auch noch eine Schale mit immer frischem Wasser hingestellt. Wie sollen sie sich da auch was anderes zum Graben suchen? 
Wahrscheinlich ist die Feuchtigkeit in den Beeten auch wirklich der Grund, warum ich so unsagbar viele Frösche aller Größen und Farbgebungen überall im Garten habe. Ich kann in keinem Beet, sogar nicht im Erdbeerfaß oder am Kompost, etwas machen, bewegen, ernten, aufklauben oder sonst etwas, ohne einen Frosch auf zu scheuchen. Letzthin hoppelte einer, als ich mit der Gießbrause im Garten stand, an mir vorbei immer ordentlich auf dem Weg durch die Gemüsebeete. 
Ich erschrecke dummerweise leicht und so auch jedesmal, wenn es wo raschelt und springt, während ich mich gerade bücke oder etwas im Beet schaffe. Heute am verregneten und daher sehr ruhigen Tag im Garten, erschrak ich schon wieder. Ich gieße gerade das Erdbeerfass (es steht unterm Walnußbaum und ist ganz trocken von den letzten Tagen, da muß auch heut bei Regen wieder die Brause her) und wieder raschelt es hinter mir. Boa, was für ein riesiger Frosch. Mindestens 25 cm lang und über und über mit Stacheln bewaffnet. Nein! Natürlich ist es diesesmal eben kein Frosch sonder der Igel, den ich schon immer unterm Brennholzstapel habe grunzen hören, machte seine Runde.  Auch er hat natürlich hohen Bedarf an Wasser und Nahrung für seinen Winterspeck. Nahrung bei der vergangenen Dürre war natürlich sehr knapp. Wasser hatte er ja durch meine aufgestellten mit Wasser gefüllten Blumentopfuntersetzter. 
Und wo ich doch gerade so über die Nahrung der armen Mitbewohner spreche, schwenke ich gleich mal zu meiner Nahrung über. 
Reifendes Obst und Gemüse im Herbst sieht ebenfalls bei Regen schön aus. So kommt die Jahreszeit, eben der Herbst, deutlich zur Geltung. 
reifende Birnen am Säulen-Obstbaum (c) by Joachim Wenk
reifende Birnen am Säulen-Obstbaum (c) by Joachim Wenk
Weißkraut für Sauerkraut im Winter (c) by Joachim Wenk
Weißkraut für Sauerkraut im Winter (c) by Joachim Wenk
Rotkohl wird eingekocht für leckere Bratenbeilage (c) by Joachim Wenk
Rotkohl wird eingekocht für leckere Bratenbeilage (c) by Joachim Wenk
Brokkoli für köstliche vegetarische Gerichte (c) by Joachim Wenk
Brokkoli für köstliche vegetarische Gerichte (c) by Joachim Wenk
Im Erdbeerfaß wird noch immer fleißig geblüht.  Die immertragende Sorte Ostara liefert gerade wieder einen neuen Schwung großer und sehr süßer, aromatischer Erdbeeren. Frische Erdbeeren Mitte September ist nicht üblich und daher genießen wir die Früchte meist gleich frisch vom Beet. 
dauertragende Erdbeeren (Ostare) tragen noch im September (c) by Joachim Wenk
dauertragende Erdbeeren (Ostare)
 tragen noch im September (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk

Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im im September (c) by Joachim Wenk
Chinakohl (c) by Joachim Wenk
mein erster Chinakohl (c) by Joachim Wenk

Diese eine Reihe Tomaten war von Anfang an immer welk. Irgendwas ist hier aber wirklich im Boden, denn die gleich Sorte in der Reihe daneben ist grün und wächst stark. Gegossen sind alle gleich. Jedenfalls hat die Hitze sie gänzlich kaputt gemacht. Ansonsten aber tragen die Tomaten weiter sehr sehr reichlich und mit irre süßen Früchten in diesem Jahr.

Tomaten im September  (c) by Joachim Wenk
Tomaten im September  (c) by Joachim Wenk
Die reifende Blauhilde in blassem Lila mit dem gelblich verdorrten Laub ist doch auch ein typisches Bild des Herbstes. 
Herbstfarben (c) by Joachim Wenk
Herbstfarben (c) by Joachim Wenk

Sattgrün dagegen stehen Winterlauch, Möhren und Sellerie im Beet.

Möhren, Lauch und Sellerie für den Wintervorrat (c) by Joachim Wenk
Möhren, Lauch und Sellerie für den Wintervorrat (c) by Joachim Wenk

Im abgeernteten Kartoffel-Hochbeet wächst die letzte Generation Kopfsalat und Rucola heran. Weil über dem Hochbeet diese Stangen dazu geliefert wurden, nutze ich das gleich, um ein Gemüsenetz-Zelt zu spannen. Vielleicht das einzige Beet, in dem die Amseln nun wirklich draußen bleiben müssen und mir meine zarten Salatpflanzen nicht zerrupfen dürfen.

Außen herum ist Gründünger (Phacelia und Buchweizen) aufgelaufen.

Salat und Rucola (c) by Joachim Wenk
Salat und Rucola (c) by Joachim Wenk

Ein paar Eindrücke und Beobachtungen aus dem Landgarten im August.

Der Sommer macht jetzt auch bei uns hier eine kleine Verschnaufpause. Es hat vergangene Nacht tatsächlich auch einmal geregnet. 7 Liter pro Quadratmeter zeigte heute der Regenmesser an. Das macht mich überglücklich. Kalt ist es aber geworden. Tagsüber nicht über 15 Grad und Nachts unter 9 Grad. Das ist wirklich frisch. Weil es morgen wieder Sommer werden soll, mit 26 Grad, muß ich mir um meine Tomaten  wohl auch keine Sorgen machen. Hoffe ich jedenfalls. 
Die Triebspitzen hingen  jeden Tag ganz schlapp in der Sommersonne trotz Gießen. Das Kraut ist aber noch gesund und die ersten bereits geernteten Tomaten für die Brotzeit schmeckten köstlich. Wenn nichts dazwischen kommt werde ich wohl noch eine Menge ernten können. Schließlich muß wieder für das ganze Jahr Tomatensauce eingekocht werden. Die Vorräte vom letzten Sommer sind seit kurzem erschöpft. 
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk

reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
Weil ich jeden Monat einmal ein Foto vom gesamten Gemüsegarten mache, inklusive Panoramabild, tat ich das die Tage auch wieder. Im Winter oder gerade im Frühjahr, wenn alles absolut leer und eindimensional flach ist, faszinieren mich diese Fotos vom Sommer dann immer besonders. 
Ich muß selbst sagen, daß man diesen Fotos die arge Trockenheit und den Wassermangel nicht ansieht. Das überrascht mich ganz. Das Malheur liegt wohl im Detail, das dann nur ich sehe, der quasi jede Pflanze und deren Entwicklung von Geburt an kennt. 
In letzter Zeit habe ich meinen Kohl doch mehr gegossen. Ich habe mir einfach die Zeit genommen oder an den Herrn Gemahl delegiert. Und wirklich, man kann es dem  Kohl sogar ansehen, daß genau das fehlte. Mein Entschluss reift immer mehr, im kommenden Frühjahr den Gemüsegarten auch auf der hier abgebildeten Seite mit der Tropfbewässerung auszustatten. Im Beet mit der Bewässerung sehe ich – glaubt es oder nicht – bereits auch positive Wirkung. Davon werde ich die  Tage einmal berichten. 
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk

Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Schön entwickelt oder  eben auch gut erholt, hat sich das Erdbeerfass. Hier war nicht die Trockenheit der Knackpunkt, weil ich es ohnehin regelmäßig von Hand wässern muss. Vielmehr stand es falsch. Unter dem Walnußbaum war es also doch zu schattig. Wir haben dann das bepflanzte Faß irgendwie, und fragt lieber nicht nach Details, vom Standort weggezerrt. Über die Wegrabatte oben drüber, einmal quer durch den Gemüsegarten unter den anderen Walnußbaum auf den Rasen. Dort scheint Sonne hin. Seither tut sich was im Fass. Besonders schön zu beobachten sind die noch jetzt im August vorhandenen  Blüten und Früchte der oberen Reihe. Das sind die dauertragenden Erdbeeren. Die anderen tragen von sehr früh bis spät, haben aber allesamt das Blütenjahr abgeschlossen und bereiten sich auf das kommende Jahr vor. 
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Die Äpfel muß ich euch auch zeigen. Gut, das sind natürlich einfach Äpfel. Klar es sind MEINE Äpfel und somit zumindest für mich besonders. Aber, es kommt noch eine interessante Beobachtung dazu. Der Gemüsegarten war über 30 Jahre der Hühnerlauf und Kaninchengehege. Der Baum stand da schon immer drin. Wir hatten bei der Gartenübernahme viel zu Roden im Gemüsegarten. Der Baum war krank und ein Pilz wucherte am Stamm. Wir wollten, da es der einzige Obstbaum war, der im Garten übrig blieb, daß er stehen bleibt. Er sollte eine Chance bekommen. Umsägen können wir ihn immer noch. 
Die Äpfel sind nicht lagerfähig, schmecken aber sehr gut. Keine Discounterware eben. Leider waren immer alle Früchte vom Schorf schwer gekennzeichnet. 
Dann ließ der Schorf nach und nun im 3. Jahr ist kein  Schorf mehr zu erkennen. Ich habe nichts gemacht, weil ich nicht weiß, was man gegen  den Schorf machen kann und wie ich, wenn es was zu Spritzen gäbe, den ganzen Baum unter dem reichlich Gemüse wächst, spritzen sollte. 
Nun ist das nicht mehr nötig. Meine konsequente Bodenpflege mit Kompost und Mulch hat wohl ihre Wirkung gezeigt. Gesunder Boden, gesunder Baum. Auch wenn ich beim Gemüse da noch nicht so sicher bin, sehe ich doch an der Gesundung des Baumes, daß eine Veränderung im Boden stattgefunden haben muß. 
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

Unser vor zwei Jahren gepflanztes Säulenobst wächst munter, fruchtet aber leider noch nicht. Die Kirsche hatte sehr reich geblüht. Leider genau Ende April, in der Woche mit 7 Tagen Wintereinbruch, Schneefall und heftigem Nachtfrost. Tags nicht über 0°C. Dass aus den Blüten keine Früchte wachsen, war mir gleich klar. Wie hätte da auch ein Bestäubungsinsekt unterwegs sein sollen. Apfel und Zwetschge haben nicht geblüht. Die Birne allerdings trägt die ersten Früchte.

Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk
Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk

Aroniabeeren werde ich auch wieder ernten. Der Strauch war in die Jahre gekommen und hatte nur noch gakelige Triebe, die kaum sich selbst aufrecht halten konnten. Wir haben ihn auf den Stock gesetzt. Letztes Jahr gab es dann weder Blüten noch Früchte und dieses Jahr geht es wieder los.

Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Meine treuen Stammleser wissen sicher mittlerweile, daß ich viel Wert darauf lege, Pflanzen  sich selbst aussähen und so vermehren zu lassen. Ich bin eben doch irgendwie ein fauler Hund. Ich spare mir das Vorziehen und Hegen und Pflegen. Zudem liebe ich diese Abwechslung, daß alles jedes Jahr ein  wenig anders aussieht. Je nach dem, was wo aufgeht. 
Das gilt auch im Gemüsegarten. Die Ringelblumen sind da ja Standard. Seit letztem Jahr neu ist diese Pflanze. Ich sage immer Giftbeere. Heißt die nicht sogar wirklich so? Angeblich hält sie die weiße Fliege vom Kohl fern. Daher fing ich letztes Frühjahr mit ihr an. Nun wächst sie überall. Ich kenne die Sämlinge und lasse beim Unkrauthacken immer ein paar stehen. Ob sie die Fliege vertreibt, kann ich noch nicht sagen. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich dieses Jahr  noch keine gesehen habe. Auf alle Fälle blüht das Kraut wunderschön, bereichert den Gemüsegarten mit Farbe und braucht sonst keine Pflege. Genau mein Ding!

Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Bevor ich nun den Gemüsegarten verlasse und zum Ziergarten komme, ist die riesige Dahlie , Sir Alfred Ramsey , eine schöne Überleitung. Eigentlich einen Zierpflanze, die aber im Gemüsegarten steht. Mischkultur in jeder Hinsicht eben. 
Wahnsinn oder? Diese Wuchskraft und diese Blüten! Einfach gigantisch. Die Blüten sind in meiner Augenhöhe. Das müssten so etwa 180 cm sein. 
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Kleiner und normaler ist die Dahlie Galant Knight im Staudenbeet. 
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Eine fröhliche kleine Sonne in Pink, die Sommeraster. 
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Das Foto hat das Handy nicht besonders hinbekommen. Dennoch erkennt man, was ich beobachte und was ich zeigen möchte. Der weiße Phlox im Staudenbeet hing auch ständig nur total welk herum. Dürre ist nichts für Phlox, das weiß ich mittlerweile. Ich habe dann auch hier mehr gegossen und einen Tropfschlauch gelegt, weil die Stauden und Rosen allgemein nicht ans Wachsen denken. Vom Blühen rede ich schon gar nicht. Während andere Stockrosen 2 m oder wesentlich  höher sind, kommen manche hier im Beet nicht über meine Bauchhöhe hinaus. Jedenfalls beobachte ich  jetzt am Phlox, die frischen grünen Blätter und Verzweigungen, die er treibt. Was ein bisschen Wasser nicht alles bewirkt. 
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
Ich liebe Storchschnäbel. Dieser hier ist nun glaube ich im  dritten Standjahr und kommt erst jetzt so richtig in Schwung. Der blüht schon eine ganze Weile so vor sich hin. 

Die Clematis am Gartenzaun blüht ebenfalls seit einigen Wochen. Diese Sorte der Clematis viticella Mary Rose hatte ich auch damals in meinem Hinterhofgarten. Ich liebe das tiefe Lila, die gefüllten überreich erscheinenden Blüten und die sehr lange Blütezeit im Sommer.

Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk
Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk

Und dann, nachdem der Hüttenzauber ja mittlerweile auch fertig ist, haben wir uns endlich die Zeit genommen, die Banane um zu Topfen. Genau wie die Phönix-Palme neben ihr. Bereits im Mai haben wir einem Bekannten einen Ableger versprochen, wenn wir sie denn umtopfen. Inzwischen kam noch eine Abnehmerin für Ableger dazu. Und alle warteten und warteten. Die Banane und die Ablegerabnehmer.

Die beiden Wartenden bekamen nun jeder seinen Ableger und mir bleibt noch genug Banane übrig. Jetzt kann sie sich wieder gut einwurzeln und dann kräftig neu austreiben. Den alten Kübel hatte sie schon mächtig verformt. Wäre es nicht ein elastischer Mörtelkübel gewesen, hätte sie ihn längst in Hundert Fetzen gesprengt.

Banane und Phönixpalme bekamen neue "Töpfchen" (c) by Joachim Wenk
Banane und Phönixpalme bekamen neue „Töpfchen“ (c) by Joachim Wenk
Vor einigen Jahren hatten wir selbst beim Umtopfen mit so einem Ableger ein Experiment gestartet. Mittlerweile kann man es auch als erfolgreiches Experiment bezeichnen. Angeblich sollte die Banane ja winterhart sein. So stand es auf dem Etikett, der auf einem Wochenmarkt im Urlaub erstandenen  Pflanze. Der Ableger wurde ausgepflanzt. Wir hatten ja noch die Mutter im Kübel sollte er erfrieren. Wie wollten einfach sehen, ob sie wirklich unsere fränkischen Winter übersteht. Sie tut es! Das Ergebnis seht ihr im Bild unten. Im Herbst wird sie bodeneben abgeschnitten und mit einer Laubschicht abgedeckt. Die kommt im April weg und dann fängt sie bald an zu treiben. 
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Scheinbar saß ich am Wochenende doch recht häufig auf irgendeinem Bänkla…..

Und wieder ist es schon spät, als die Arbeit uns ins Wochenende entlässt. Jetzt noch die Heimfahrt und dann endlich wieder im Garten sein. 
 Wären wir ein paar  Monate weiter, würde ich das nicht machen können. So komme ich heim und setze mich erst einmal unter meine Palme auf die Bank. Ich sauge alles auf, die Atmosphäre, die Gerüche und Geräusche. So schön ist es. Die Sonne ist auch jetzt im Sommer schon sehr tief, so spät ist es. Gerade noch die oberen Spitzen vom Walnußbaum der Nachbarn sind beschienen. Oder das Haus der Nachbarn. Bei uns scheint sie auch noch zum Wohnzimmerfenster herein. Hier im Garten ist Schatten.  Nach einem 30°C warmen Tag tut das gut. 
Eine ganze Zeit sitze ich hier, bevor ich ins Haus gehe. 
Blick von der Bank unter Palmen durch den Feierabend-Garten (c) by Joachim Wenk
Blick von der Bank unter Palmen durch den Feierabend-Garten (c) by Joachim Wenk

Schnell wechselt in diesem Sommer das Wetter. Waren es am Freitag noch 30°C, wird der Samstag deutlich kühler und  – wichtig! – es regnet. Es regnet sogar bei uns. 5l/qm sind jetzt wahrlich nicht üppig, aber doch fünf mal so viel, wie üblicherweise an einem Regentag  vom Himmel fällt.

Ich freue mich also über den Regen und überarbeite meine Liste mit anstehenden Gartenarbeiten.

Gleich morgens mache ich die ersten Fotos. Würde die Sonne scheinen, wären sie wohl schöner geworden.  Jetzt ist es bedeckt und kühl. Das ist aber auch wider ein Vorteil. Das Leuchten der gelben Nachtkerzen-Blüten kommt so noch viel mehr zur Geltung. Tagsüber braucht man sich hier nicht mit dem Fotoapparat herum zu schleichen, denn da sind alle Blüten verblüht und die neuen nicht offen. Erst abends öffnen sie sich und sind am frühen Morgen noch offen.

Nachtkerzen und Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Nachtkerzen und Stockrosen (c) by Joachim Wenk

Woher die Nachtkerzen kommen, weiß ich nicht. Sie waren im letzten Jahr einfach da. Ich ließ sie sich aussähen und habe dieses Jahr noch mehr von ihnen. Die Stockrosen daneben blühen auch bald. Ihre Blütenkerzen reichen schon über zweieinhalb Meter in die Höhe.

Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Stockrosen (c) by Joachim Wenk

Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Dass es im Moment nicht wirklich heiß ist und die Sonne vom Himmel brennt, kommt der Ramblerrose sehr gelegen. So kann sie in Ruhe ihre unzähligen Blütchen entfalten und sich mit ihnen Schmücken. Mir bleibt dabei mehr Zeit, das im Jahr einmalige Schauspiel zu genießen. Letztes Jahr blühten sie erst gar nicht richtig auf sondern gingen direkt von der Knospe ins Blütenblatt abwerfende Stadium des Verblühens über. Hitze und Trockenheit sind nicht gut für Rosenblüten. 
Die Ramblerrose Rose Marie Vieaud erklimmt hier den Walnußbaum im Gemüsegarten.
Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk

Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Fleißig am Klettern sind auch die Blauhilde-Bohnen im Gemüsegarten. Kam mir und dem einen oder anderen aufmerksamen Leser, das Bohnen-Tipi beim Aufstellen vielleicht etwas hoch vor, so kann ich nur sagen, daß sie bereits oben angekommen sind. Zu hoch ist die Stange mit mehr als 3 m  also nicht. 
Stangenbohne am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Stangenbohne am Bohnenzelt (c) by Joachim Wenk
Neben Brennesseljauche gießen und Wurmtee ausbringen kann ich bei dem wechselhaften Wetter nichts größeres angehen. Daher bleibt Zeit, einmal auf dem Bänkchen im Gemüsegarten zu sitzen und sich umzublicken und zu erinnern. 
Die neuen Wege sind wirklich toll geworden. Erst jetzt, wo alles schön eingewachsen ist. 
Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Sah es doch Anfang Mai noch so aus, wenn ich auf besagtem Bänkchen saß!

Blick von dem Garten-Bänkla durch den Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Gleicher Blick Anfang Mai (c) by Joachim Wenk

Weil es nicht oft und wenn dann nicht lange regnet, habe ich vielleicht auch im aktuellen Jahr wieder Glück. Glück, daß meine Tomaten keine Braunfäule bekommen, obwohl sie ohne schützendes  Dach auskommen müssen. Bis jetzt gedeihen sie prächtig. Aus den recht gakeligen und zu hoch geschossenen Pflanzen wurden sehr kräftige und bereits fruchtenden Tomatenpflanzen. 
Unter ihnen habe ich dick mit Rasenschnitt gemulcht, damit beim Regen keine (mit Pilzsporen verseuchte) Gartenerde auf ihr Laub hochspritzen kann. Die untersten Blätter habe ich entfernt, daß sie nicht auf dem Boden aufliegen. Und bereist mehrmals habe ich Wurmtee auf die Blätter gespritzt, weil das angeblich auch vorbeugend helfen soll. 
prächtig gedeihende Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk
prächtig gedeihende Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk

Erste Früchte an den  Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk
Erste Früchte an den  Freiland-Tomaten (c) by Joachim Wenk

Gewohnt wüchsig zeigen sich auch meine Kartoffeln. Sie blühen bereits und wollen immer wieder quer über den Weg hinüber. Meine Grenz-Schnur kann sie nur mit Mühe im Zaum halten.

Kartoffeln überwuchern den Gartenweg (c) by Joachim Wenk
Kartoffeln überwuchern den Gartenweg (c) by Joachim Wenk
Auch hier erinnere mich zurück. Anfang Mai habe ich sie gerade frisch gesteckt, gerade als dieser Wegabschnitt beim diesjährigen Kartoffelbeet fertig gestellt war. 
Gartenweg (c) by Joachim Wenk
gleiches Kartoffelbeet Anfang Mai (c) by Joachim Wenk
Unkraut konnte ich jetzt am Wochenende in den Regenpausen rupfen. Der viele Rasenmulch hält es aber ganz gut in Schach. Dennoch kamen ein paar Eimer voll zusammen. Klar dass das Unkraut genau so freudig vor sich hinwachsen möchte, wie meine Gemüsepflanzen. 
üppiger Mischkultur-Gemüsegarten (c)  by Joachim Wenk
üppiger Mischkultur-Gemüsegarten (c)  by Joachim Wenk

Wie gesagt, Anfang Mai, war hier noch Steppe. Jetzt habe ich Urwald.

kahler Gemüsegarten  Anfang  Mai (c)  by Joachim Wenk
kahler Gemüsegarten  Anfang  Mai (c)  by Joachim Wenk
Und da ist es ja das Bänkla im Gemesügarten, ein Pltäzchen für kurze Pausen zum Genießen, Nachdenken oder Erinnern. 
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

Und das hier wäre eigentlich am Wochenende dran gewesen. Die Hecken müssen geschnitten werden. Ganz mutig versuchten wir es auch. Ihr seht ja selbst, daß wir nicht wirklich voran gekommen sind. Jetzt ist eine Hecke zur Hälfte geschnitten. Immerhin ein Anfang.

ein paar Meter Hecke konnten wir zwischen dem Regen schneiden (c) by Joachim Wenk
ein paar Meter Hecke konnten wir zwischen dem Regen schneiden (c) by Joachim Wenk

Lauter so Gruscht-Kram haben wir gemacht. In einer anderen Regenpause zerrten wir das befüllte Erdbeerfass unterm Walnußbaum hervor. Dann auf die Wegrabatte und darüber hinaus. Endlich stand es am Weg. Wie gut, daß die Wege im Gemüsegarten so neu und breit sind. Mit dem Sackkarren konnte wir es dann heraus ziehen und bei der Ramblerrose platzieren. Es bekam doch deutlich zu wenig Sonne unter dem anderen Walnußbaum.

Erdbeeren aus dem Beet mit Sonneneinstrahlung sind süß und sehr aromatisch. Die Erdbeeren vom Erdbeerfass waren dunkelrot und saftig, aber sauer und ohne Aroma. Da müssen wir mal sehen, ob es hier besser steht und wie ihr Geschmack dann ist. Mehr Sonne bekommt das Faß hier auf alle Fälle.

Erdbeefaß (c) by Joachim Wenk
das Erdbeerfaß stand zu schattig, jetzt hat es einen neuen Platz (c) by Joachim Wenk

So lange ist es schon her…

kanarischer Drachenbaum (dracaena draco) (c) by Joachim Wenk
kanarischer Drachenbaum (dracaena draco) (c) by Joachim Wenk

So lange ist es also her, daß wir das letzte Mal ganz privat und ganz zweisam im Urlaub waren. Es war Frühjahr und wir genossen Gran Canaria. Bei den Souvenirshops gab es Samen zu kaufen. Der kanarische Drachenbaum  (dracaena draco) hatte mir gefallen. Ein einziges Samenkorn war im Tütchen, etwa erbsengroß. Was daraus geworden ist, sehr ihr auf dem Foto. Immerhin blauer könnte der Himmel auch auf den Canaren nicht sein und wärmer wäre es wohl auch nicht.

Der Einzige, der  hier bei uns im Garten sich erfrischt, ist der Hund in der Hundebadewanne. Wir haben dafür keine Zeit. Gerackert und geschuftet wird. Es hat fast 30°C aber es gibt vor dem Besuch am Wochenende noch einiges zu erledigen.

Der Hang zur Dorfstraße muß gemäht werden. Bei der Hitze einen Südwesthang bearbeiten ist gelinde gesagt schweißtreibend.

Dennoch erinnere ich mich dabei an März diesen Jahres. Bei nebelgrauem Wetter haben wir die überalterte und fast nur aus Totholz bestehende Strauchrose bodeneben abgeschnitten. Genau wie die kurze Hecke gegenüber der Einfahrt. Heute steht alles wieder verjüngt und kräftig wachsend am Hang. Schaut euch doch mal die Fotos von damals an. Da schaudert einem ja schon beim Hinschauen, was für ein Wetter damals war. Hier klicken, dann kommt ihr zu den Fotos.

frisch gemähter Hang und frisch treibende Strauchrose (c) by Joachim Wenk
frisch gemähter Hang und frisch treibende Strauchrose (c) by Joachim Wenk

Sogar eine erste Blüte zeigt sich bei der Strauchrose unbekannten Namens.

erste Blüte der unbekannten Rose (c) by Joachim Wenk
erste Blüte der unbekannten Rose (c) by Joachim Wenk

Meine fränkische Hausquitte und das gut nachgewachsene Stück Hecke.

fränkische  Hausquitte  (c) by Joachim Wenk
fränkische  Hausquitte und wieder vorhandene Hecke (c) by Joachim Wenk

Während ich noch das ganze lange, mit der Motorsense gemähte Gras zusammenreche und im Garten unten beim Weiher als Mulch verteile, mäht Volker bereits im Garten mit dem Aufsitzmäher weiter. Auch das muß noch verteilt werden, als Mulch und auf den Kompost. Dazu komme ich aber später noch.

Oben im Garten erwarten mich schon die wunderbar blühenden Pfingstrosen, die vorwitzig durch den Zaun blinzeln.

 Pfingstrosen (c) by Joachim Wenk
endlich blühen die Pfingstrosen (c) by Joachim Wenk

Und was mich erst hinter dem Zaum erwartet – und unsere Besucher am Samstag!
Es ist ein Traum, ein Paradies auf Erden. Durch die warme und stehende Luft bleiben die unterschiedlichen Düfte wunderbar erhalten und können Atemzug für Atemzug wie Balsam aufgesogen werden. 
Die Pfingstrosen duften nach Rose, nur süßer. Noch viel süßer und etwas nach Honig riecht die gerade aufblühende Ligusterhecke (im Foto links bei den Pfingstrosen). 
Direkt hinter dem Tor zum Garten ist das Mäuerchenbeet mit der gerade blühenden und selbstveständlich duftenden Empress Josephine.  

Rose Empress Josephine (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit blühender Rose Empress Josephine (c) by Joachim Wenk

Rose Empress Josephine (c) by Joachim Wenk
Rose Empress Josephine (c) by Joachim Wenk

wild wuchernder Storchschnabel im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
wild wuchernder Storchschnabel im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk
was für eine Farbe!  Kalifornischer Goldmohn (c) by Joachim Wenk

Gegenüber dem Mäuerchenbeet steht der sehr große Moosrosenbusch Captain John Ingram. Leider blüht er nur einmal im Jahr, bietet dafür aber den restlichen Sommer ein sehr angenehm harzig-moosig riechendes Laub und Äste.

Moosrose  Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk
Moosrose  Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk

Die gelb-orange Golden Celebration blüht bis weit nach dem ersten Frost. Auch sie strömt süßen Rosenduft aus.

Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Rose Golden Celebration (c) by Joachim Wenk

Captain John Ingram und Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
Captain John Ingram und Golden Celebration (c) by Joachim Wenk
 Wir sind nicht die Einzigen, die heute Rasen mähen oder  Wiese schneiden. Unser Nachbar zur einen Seite hat Heu gemacht. Überall hört man Rasenmäher und auch die Nachbarn zur anderen Seite mähen ihren Rasen. Bei der Hitze trocknet der Schnitt schnell an und es liegt neben den bereits beschriebenen Gerüchen auch noch der Sommerduft schlechthin in der Luft, es riecht nach Heu. 
Auf meinem Weg vom Hang,  hoch aus dem Vorgarten, am Haus vorbei hier zum oberen Garten empfängt mich noch der sehr süße Duft des gelb blühenden Je-länger-je-lieber am Haus, vermischt mit dem würzigen Rosenparfum der Rose de resht. 

oberer Garten mit Haubaum und Blick aufs Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
oberer Garten mit Haubaum und Blick aufs Wohnhaus (c) by Joachim Wenk
Im großen Staudenbeet verströmen die weiße und die rosa  Jacques Cartier  sowie am Rosenbogen die Clb.  Mme. Caroline Testout ihren Wohlgeruch. 
großes Staudenbeet im oberen Garten (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im oberen Garten (c) by Joachim Wenk

clb. Mme Caroline Testout am Rosenbogen (c) by Joachim Wenk
clb. Mme Caroline Testout am Rosenbogen (c) by Joachim Wenk
Der Rasenschnitt muß in den Gemüsegarten. Darum zeige ich euch auch hier ein paar aktuelle Bilder. 
So sah es  vor wenigen Tagen aus, als die Hitze noch nicht da war. Einige Reihen sind schon abgeerntet und ein zweites Mal bepflanzt. Kohlrabi nehmen jetzt die Stelle von Salat, Radieschen und Rettich ein. Der frühe Wirsing ist auch schon zweimal im  Kochtopf gelandet. 
Gemüsegarten im Juni (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Juni (c) by Joachim Wenk
Das Bild widerum ist von gestern. Ja, manche von euch werden es nicht glauben, aber bei uns könnte es langsam wirklich mal wieder regnen. 
(c) by Joachim Wenk
der Kohl würde sich über etwas Regen sehr freuen (c) by Joachim Wenk
Das im Frühjahr bepflanzte Erdbeerfaß liefert die ersten roten Früchte. 
reife Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
reife Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk

reife Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
reife Erdbeeren im Erdbeerfaß (c) by Joachim Wenk
Die Johannisbeeren färben sich rot. Davor blühen Ringelblumen und der sich selbst überall aussähende Bertram, ein Hildegard-Kraut. 
Ringelblumen und Bertram blühen vor den Beerensträuchern (c) by Joachim Wenk
Ringelblumen und Bertram blühen vor den Beerensträuchern (c) by Joachim Wenk

Ihr seht schon Gemsüegarten heißt bei mir nicht, daß es darin nicht blüht. Bald ist es auch wieder so weit, daß die Ramblerrose Rose Marie Vieaud ihre lila Trauben an Blüten im Walnußbaum öffnet. Im anderen Walnußbaum blüht und duftet bereits jetzt der Rambler Pauls Himalayan Musk. 
Stockrose und Ramblerrose Rose Marie Vieaud am Walnußbaum  im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Stockrose und Ramblerrose Rose Marie Vieaud am Walnußbaum
im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Wie jedes Jahr hat sie wieder Läuse an den  Blütenknospen. Da kommt  Gärtnerpanik auf. Also das habe ich mir jedenfalls sagen lassen, dass Läuse auf den Rosen solche Attacken bei manchen Gärtnern auslösen. 
die Rosenknospen haben Blattläuse (c) by Joachim Wenk
die Rosenknospen haben Blattläuse (c) by Joachim Wenk

Ich mache mir da keine Sorgen. Was täte ich ohne meine unzähligen Helfer im Garten.

Gleich neben der belausten Blütenrispe bot sich mir dieses Bild. Die Marienkäfer besiedeln den Garten in unübersehbarer Zahl. Das heißt sie vermehren sich und ihre Nachkommen, bevor sie zu Käfern werden, fressen die Blattläuse. Zumindest die, welche die Meisen beim Aufziehen ihrer zwei Generationen an  Jungvögeln pro Sommer übrig gelassen haben.

der Marienkäfer hilft gegen die Läuse (c) by Joachim Wenk
der Marienkäfer hilft gegen die Läuse (c) by Joachim Wenk
Wo ich doch gerade über meine Helfer plaudere. Vergangenes Jahr waren im Gewächshaus mehrere hübsch-grüne Laubfrösche auf Insektenjagd. Die habe ich dieses Jahr noch nicht gesehen. Dafür aber erschrickt mich durch das Gekrabbel am Boden jemand anderes beim Gießen. 
Sie ist nicht so hübsch, wie die Laubfrösche, aber hat ein ganz süßes und liebes Gesicht. Und so große Augen, die jetzt auf dem Foto leider gar nicht so zu Geltung kommen. Sie ist etwa 5cm groß und wohnt also diesen Sommer in meinem Gewächshaus. Nachts ist sie dann auf der Suche nach kleinen Schnecken und sonst Getier. Von dem Getier ist sicher auch das eine oder andere schädlich für meine Pflanzen. Die Schnecken sind es jedenfalls und darum freue ich mich, sie bei mir begrüßen zu dürfen. 
Kröte wohnt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Kröte wohnt im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Wirklich unvorstellbar viele Helfer wohnen ja im Kompost. Vor einer Woche berichtete ich, daß wir aus den alten Paletten zwei neue Kompostsilos bauten. Und davor schrieb ich, wie dringend ich sie wirklich zur Ergänzung benötige. 
Jetzt seht ihr, warum. Eine Woche ist vergangen und der erste Behälter ist schon wieder zu drei Vierteln gefüllt. Und dabei habe ich noch nicht einmal allen Rasenschnitt hinein gegeben. Das Meiste liegt verteilt in den Gemüsebeeten als Mulch. Weil dort kein Platz mehr war, kamen ein paar Schubkarren voll auf den Kompost. Grasschnitt klebt leicht zusammen und fault dann, anstatt zu verrotten. Daher gebe ich ihn schichtweise in den Behälter, abwechselnd mit Wellpappe. Die ist auch chemisch gesehen bei  reinem Grasschnitt mit hohem Stickstoffanteil gut, weil sie Kohlenstoff liefert. 
Wellpappe zum Rasenschnitt, so kann er gut verrotten (c) by Joachim Wenk
Wellpappe zum Rasenschnitt, so kann er gut verrotten (c) by Joachim Wenk
Kompostsilo aus alten Paletten (c) by Joachim Wenk
nach einer Woche ist der erste Behälter dreiviertel gefüllt (c) by Joachim Wenk

Es war ein anstrengender Tag und doch möchte ich es nicht anders haben. Gran Canaria läuft uns ja nicht davon. Ich fahre da gern einmal wieder hin. Allerdings nicht im Frühjahr oder Sommer oder Herbst. Da genieße ich meinen Garten. Selbst abends nach einer wohltuenden und erfrischenden Dusche beim Blick von hoch oben aus dem Schlafzimmerfenster muß ich wieder und wieder laut aussprechen, wie schön es ist.

Jetzt da die Luft wieder leicht abkühlt und feuchter wird, trägt sie die Gerüche, vor allem den von Heu bis hinauf zu uns. Es gibt nichts schöneres draußen am Land, mit und in der Natur zu wohnen. Tief atmend stehen wir am weit geöffneten Schlafzimmerfenster. Und es ist kein Nach-Luft-Schnappen von der anstrengenden Arbeit des Tages, sondern ein Aufsaugen des Momentes voller  Glück, Freude und Zufriedenheit.

Der Besuch kann kommen, das Fest kann steigen – der Garten ist herausgeputzt

Also am allerschönsten ist  dieses Jahr bislang mein Salat. Seit Anfang Februar machte ich mehrere Versuche, wann und wo er am besten zu sähen sei. Im Gewächshausboden, in Saatschalen oder Topfplatten oder gar im Haus oder in einem unbeheizten aber frostfreien Raum?

Viele Pflänzchen brauchten lange, bis sie wuchsen. Manche waren total schwächlich und geschossen. Aber alle habe ich einfach einmal gepflanzt. Salat ist  das robusteste Gemüse, das ich im Garten habe. Man glaubt es nicht, aber die Pflänzchen gedeihen immer, egal ob absolute Dürre oder Nachtfrost, ob sie kräftig sind oder schwächlich. Stehen sie im Beet wachsen sie.

So und jetzt  kommt eine Salat-Flut auf uns zu, da sie ja demnächst erntereif sind. Den Salat, gesät im Gewächshaus im Februar im Boden, ernten wir bereits. Die anderen sind alle etwa gleich weit mit der Entwicklung. Man erkennt keinen Unterschied mehr. Egal ob sehr früh gesät oder erst später, als es schon wärmer war und mehr Licht zur Verfügung stand. Die Mühe mit einer sehr frühen Aussaat lohnt also nicht, so meine Erkenntnis.

Die Zwiebeln stehen schön im Beet und auch einige Möhren sind dieses Jahr gekeimt.

Gemüsegarten Mischkultur (c) by Joachim Wenk
Der  Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk

Am kommenden Pfingstwochenende wird Geburtstag nachgefeiert und wir bekommen einiges an Besuch. Gestern haben wir daher den ganzen Tag im Garten gerackert um ihn fit zu machen. Rasenschnitt in Massen ist angefallen und ich habe ihn über all zwischen die Gemüsereihen als Mulch verteilt.

Ebenfalls habe ich die jungen Pflanzen von Färberdistel, Sommeraster, Winterheckenzwiebel, Blaukraut und Weißkraut beziehungsweise Wirsing auf die Beete verteilt. Die Winterheckenzwiebeln sind ganz wundervolle Pflänzchen geworden. Auf die bin ich wirklich gespannt. Hier im Bild sieht man meine Schnittlauch-Beeteinfassung. Schnittlauch habe ich ebenso gesät gehabt. Aber weder im Boden noch in der Saatschale ist auch nur ein einziger aufgegangen.

Gemüsegarten im Mai (c) by Joachim Wenk
das Kohl-Beet (c) by Joachim Wenk

Als Abschluss des Wegeprojektes im Gemüsegarten  hat mir mein Schatz dann auch noch die Wasserstelle neu gestaltet. Der Wasserhahn war an einem Holzpfosten befestigt, der mittlerweile so gut wie verfault war. Mit so schönen Wegen musste nun auch eine neue Halterung für den Wasserhahn und – ganz wichtig – für den Schlauch her. Aus Recycling-Kunststoffbalken hat er die Schlauch-Leiter gebastelt und die Waschbetonplatte perfekt am Boden eingepasst.

Nun habe ich sogar einen kleinen Platz im Zentrum vom Gemüsegarten. Und der Schlauch liegt nicht mehr ständig am Boden, dass man darüber stolpert.

Schlauchhalter und Wasserhahnständer (c) by Joachim Wenk
neu gestaltete Wasserstelle im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk

 Mein Gemüsegarten mit ehemaligem Hühnerlauf, Gewächshaus und Schneckenzaunbeet als Panoramafoto.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Panorama Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk

Die neuen Wege begeistern mich jeden Tag.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk

Unterm Walnussbaum pflanzte ich diesjahr Kartoffeln in Kübeln , weil der Boden von den Baumwurzeln bis zur Oberfläche derart durchwurzelt ist, daß eine Bodenbearbeitung nicht möglich ist und auch nichts bisher dort gewachsen ist. Die Kartoffeln im Kinder-Hochbeet sind die ersten die sich aus der Erde heraus trauen.

Gemüsegarten im Mai  (c) by Joachim Wenk
die ersten Kartoffeln zeigen sich an der Erdoberfläche (c) by Joachim Wenk

Im Erdbeerfass wird fleißig geblüht.

Erdbeerfass (c) by Joachim Wenk
Erdbeeren im Erdbeerfass beginnen zu blühen  (c) by Joachim Wenk

Meine beiden Spalierapfelbäume treiben nun auch.

neu gepflanzte Spalieräpfel treiben (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Spalieräpfel treiben hier: Hendunger Schneeapfel
 (c) by Joachim Wenk

neu gepflanzte Spalieräpfel treiben (c) by Joachim Wenk
neu gepflanzte Spalieräpfel treiben: hier Mecklenburger Königsapfel
 (c) by Joachim Wenk

Die im vergangenen Frühjahr gesäte Kaper ist mittlerweile ein schönes kräftiges Pflänzchen und wird langsam an Sonne und Frischluft gewöhnt.

Kapernpflanze (c) by Joachim Wenk
Kapernpflanze (c) by Joachim Wenk

So, der Rasen ist also gemäht, der  Gemüsegarten versorgt. Die Zeit langte nicht mehr für die Staudenbeete. Dort wachsen die Stauden mit dem Unkraut um die Wette. Weil aber doch schon so schön geblüht wird in den Beeten, hoffe ich, daß die bunten Blüten den Besuch vom Unkraut etwas ablenken.

Ganz neu in meiner Pflanzenliste ist der braune Storchschnabel. Der ist ja so süß und der erste Storchschnabel, der blüht. Seht doch mal genau hin. Der „Pfosten“ an dem er sich anlehnt ist ein Tulpenstengel, nur damit ihr die Größe der Blüten etwas einschätzen könnt.  Der Storchschnabel ist also nichts für den Wow-Effekt, sondern eher etwas für stille Genießer, die wissen, wo er steht und sich dann bewundernd zu ihm herunterbücken. Aber die Mühe lohnt sich!

brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
brauner Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk
Tulpe Insulinde (c) by Joachim Wenk

 Überall blühen sie jetzt, die Flockenblumen. Eine Pflanze habe gepflanzt und die ist dann in der Glut und Dürre des vergangenen Sommers eingegangen. Aber vorher hat sie sich ausgesät (und ist mittlerweile auch selbst wieder da) und unzählige Sämlinge im Beet um sich geschart. Viele von ihnen habe ich umgepflanzt und überall im Garten verteilt.

Bergflockenblume und Tulpen (c) by Joachim Wenk
Bergflockenblume und Tulpen (c) by Joachim Wenk
wuchernde Waldhyazinthen vor der Blumenwiese und der winterharten Zitrone (c) by Joachim Wenk
wuchernde Waldhyazinthen vor der Blumenwiese und der winterharten Zitrone (c) by Joachim Wenk

Und wieder hat sie einen Winter im Freien überstanden. Die winterharte Zitrone mit den mörderischen Dornen. Wann sie wohl das erste mal blüht?

 winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk
sie treibt wieder aus die winterharte Zitrone (c) by Joachim Wenk

der orientalische Mohn (c) by Joachim Wenk
bald wird es hier feurig  rot – der orientalische Mohn mit Knospen (c) by Joachim Wenk

Gänseblümchen und Vergissmeinnnicht (c) by Joachim Wenk
Gänseblümchen und Vergissmeinnicht (c) by Joachim Wenk

rotgelbe Tulpen, weiße Aroniabeere und gelber Ranunkel  (c) by Joachim Wenk
rotgelbe Tulpen, weiße Aroniabeere und gelber Ranunkel – Lebensfreude pur (c) by Joachim Wenk

gelber, gefüllter Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
gelber, gefüllter Ranunkelstrauch (c) by Joachim Wenk
Washingtonia und Canarische Dattelpalme (c) by Joachim Wenk
Washingtonia und Canarische Dattelpalme (es fehlt noch die Banane) (c) by Joachim Wenk