die selbst gesäten Gemüsejungpflanzen kommen ins Beet – auch Pastinaken

Mein Gemüsegarten im Mai

Heute berichte ich aus dem Gemüsegarten, dem wichtigsten Gartenteil, wenn man von Selbstversorgung sprechen und über sie schreiben möchte. 
Dieses elend lange und sehr kalte Frühjahr hat mich mit meiner Gemüseanzucht auf noch nicht gekannte Weise in Verzug gebracht. Erstens hatte ich keinerlei Lust, etwas zu sähen. Der Winter wollte ja nicht enden. Wenn ich mich doch dazu überredete, die üblichen frühen Salate, Kohlrabi oder Kohlpflanzen zu sähen, war das Ergebnis frustrierend. So wie ich, hatten auch die Gemüsesorten keine Lust auf Garten. Erst keimte nichts. Ein paar Nachsaaten später keimten einzelne Pflanzen. Wachsen aber wollte eigentlich gar nichts. 
Ich gab mich dann den Begebenheiten hin und wartete ab. Irgendwann wird es wärmer und dann keimt alles, dachte ich mir. Meine Erfahrung zeigte mir zudem ja oft, dass das vermehrte Licht und die Wärme zu späteren Aussaatzeitpunkten die Pflanzen viel gesünder und kräftiger werden lassen. Eigentlich ist es für einen Hobbygärtner ja auch egal, ob dieses oder jenes Gemüse einmal ein paar Wochen später geerntet werden kann. 
So sollte es auch sein. Als ich so langsam Lust auf Garten bekam und die Sonne mehr Wärme brachte, begann ich wieder zu sähen. Die Samen keimten und die Pflanzen entwickelten sich prächtig. Ich habe mir, wie jedes Jahr, diese Saattermine notiert. Wahrscheinlich spare ich mir einfach künftig den Stress mit den sehr frühen Aussaaten und warte gleich, bis die Natur von allein so weit ist. 
Stress oder eher ein wenig Zeitdruck,  kam jetzt auf, da alles ins Beet will. Je nach Dringlichkeit, was hier mit zu eng werdenden Topfplatten für große Pflanzen gleichzusetzen ist, kommen sie nun in die Beete. 
Weil ich wegen meiner Unlust zu Anfang des Jahres auch keinen Pflanzplan für die Beete erstellt habe, werden sie nun ohne Plan gepflanzt. Das klappt auch ganz gut. 
Im Bild zu sehen ist der Gemüsegartenteil mit dem Schneckenzaun. Die Baustahlmatten werden demnächst den Gurken Halt geben. Eine davon stützt schon die Erbsen. Ganz vorne im Bild sieht man einen Obelisk, der mal eine Rose stützte. An ihm soll jetzt meine Erbsenwicke empor klettern. Eine einzige ist gekeimt, jetzt sieht es so aus, als käme noch eine. Hätte ich nicht gedacht, daß sie so schwer zum Keimen zu bringen sind. Die Erbsenwicke ist wohl eine Staude und die Körner in den Schoten können wie frische Erbsen verzehrt werden. Sie sind allerdings deutlich kleiner. Auf diese Staude bin ich wirklich gespannt. 

Jetzt wird Gemüse gepflanzt

Hier sieht man die spät gesäten Kohlpflanzen. Frühkohl ganz links, dann kommt spätes Kraut für die Sauerkrautproduktion (diesmal im Versuch die Sorte Filderkraut) und rechts der Rotkohl. Hier habe ich seit Jahren die Sorte Granat, weil sie sehr zuverlässig wächst und gut schmeckt.

Und so sieht das dann im Beet aus. Hier wächst jetzt der Rotkohl. Den Frühkohl habe ich ins Beet mit Schneckenzaun gesetzt . Das werden kleinere Pflanzen mit rasch wachsenden und festen, runden Köpfen. Das sehr große Filderkraut steht unten am Weiher bei den Kartoffeln. 
So ein Spätkohl braucht pro Pflanze wahnsinnig viel Platz. Ich muss oft schmunzeln, wenn ich sehe, wie eng manche noch unerfahrene Gärtner die Kohlpflanzen setzen. Aufregen muss ich mich dagegen, wenn Hersteller von Hochbeeten oder Frühbeeten in den Katalogen und Prospekten diese mit Kohl abbilden. Das sind dann immer Kohlköpfe oder Blumenkohlköpfe aus dem Supermarkt, die in die frische braune Erde gelegt werden. Hallo? Was für eine Verarsche. Eine einzige Pflanze an Wirsing oder Spätkohl würde so ein Früh- oder Hochbeet komplett füllen. Zudem haben sie ja, daher der Platzbedarf, mächtige Umblätter, sie bestehen nicht nur aus dem Kopf, der dann im Supermarkt liegt. Also solche Fotos bringen mich echt immer auf die Palme. Kennt ihr die auch? 
Was jetzt also noch zu pflanzen ist, so lange auch das Wetter so herrlich bedeckt und regnerisch ist, sind zum Beispiel die Selleriepflänzchen. Im Bild rechts zu sehen. Hier hat sich bei mir die gesunde Sorte Mars bewährt. Sie bildet immer herrliche Knollen von vernünftiger Größe. Sie sind im feuchten Sand in der Garage gelagert bis weit ins neue Jahr  haltbar. Die letzte Knolle verbrauchte ich glaube ich im April. 
So und hier habe ich mir einmal ein Beispiel an den Pflanzendiscountern genommen. Ja, auch im Baumarkt kann man was lernen. Zumindest wird es dieses Jahr einmal versucht. 
Kennt ihr vor allem die Pflanzen ganz links? Ja, es sind Pastinaken. Und ja, die gibt es in kleinen Paletten im Baumarkt zu kaufen. Ich habe ja jedes Jahr die allergrößten Probleme mit ihnen. Ich muß mehrmals nachsähen und dann habe ich irgendwann ein paar Pflänzchen. Sie keimen so unendlich langsam, dann ist es immer so trocken bei uns. Wenn sie schließlich wachsen, ernte ich im Herbst die tollsten Wurzeln. Sie schmecken gut, sind so vielseitig in der Winterküche verwendbar und halten bis zum Frühjahr im Lager.  Wenn also der Baumarktlieferant sie vorziehen kann, dann müsste das bei mir ja auch klappen. 
Also dieses Jahr habe ich sie gleich in einer Topfplatte gesät. Ich dachte schon, die wollen mich zur Weißglut bringen. Sie keimten ja nicht mal hier. Woche um Woche verging, bis endlich die ersten grünen Blättchen die Erde durchbrachen. 
Jetzt sind sie bald so weit und können ins Beet. Ähnliche Keimerfahrungen habe ich mit Rote Beete im Beet gemacht und säte auch sie gleich mit in die Topfplatte. Daneben ist Winterlauch. 
Eine noch längere Keimzeit, als bei den Pastinaken, mußte ich beim Grünspargel über mich ergehen lassen. Dann aber wurden es rasch schöne Pflänzchen. In der Topfplatte hatte ich sie zu feucht gehalten, die Spitzen wurden schon gelb. Jetzt habe ich jede in ein Töpfchen gepflanzt und hoffe, dass sie sich dort rasch eingewöhnen. 

Gemüse wird eigentlich fast rund ums Jahr bei mir gepflanzt

Freilich gab es auch schon früher Pflanzaktionen und die Beete beherbergen hier und da bereits schöne Gemüsepflanzen. 
Am längsten Zurück liegt die Pflanzzeit vom Knoblauch. Den habe ich im Herbst gesteckt. Im Test dieses Jahr ist die Sorte Morado. Er soll, was Aroma und Schärfe angeht mit Abstand einer der Besten sein. Na da bin ich ja gespannt. 
Eine meiner ersten Arbeiten im  Garten im Frühjahr, war der Umzug des Kräuterbeetes.  Sie wollten es einfach noch sonniger haben, fand ich. Jetzt wachsen sie prächtig und der Umzug ist schadlos überstanden. 

Mickriges Junggemüse nicht wegwerfen, sondern pflanzen – Überraschung folgt.

Ich erwähnte ja eingangs bereits, dass im Frühjahr erst nichts keimte und dann das Gekeimte nicht in die Pötte kam. Irgendwann war es draußen dann plötzlich schön und warm. In den Saatschalen standen gakelige Gemüsepflanzen. Weil ich ja nichts anderes hatte, die weiteren erst gesät werden mussten und die Beete frei waren, setzte ich diese mickrigen Pflänzchen einfach ins Beet. 
Ab da ging es steil bergauf mit ihnen. Hier der Schnittsalat Ochsenzunge. 
Vor und hinter den Erbsen stehen weitere dieser Micker-Pflanzen. Salat (der Rote ist der Schnittsalat Redbone) und Kohl und alles gedeiht vorbildlich. Also nie die Hoffnung aufgeben!
Mit den Saatzwiebeln begann ich vor einiger Zeit meine Frühlingspflanzaktion. Und wie erstaunt war ich heute, als ich auf Fotomotivsuche ging. Der Regen der letzten Tage und damit ein feuchter Boden, ließen sie viel kräftiger werden und nun aufrecht im Beet stehen. 
Richtiger Regen ist eben doch noch was anderes, als die ansonsten sehr hilfreiche Tropfschlauchbewässerung. 
Wie man auf dem nächsten Foto sieht, haben die Akeleien natürlich auch den Gemüsegarten erobert. An den Spiralstäben steht der Rosenkohl. Für die Tomaten nehme ich sie nicht mehr und der Rosenkohl braucht immer eine Stütze, weil er sehr hoch wird.
Meine Tomaten wachsen wie jedes Jahr an senkrechten Schnüren. Sowohl hier im Freiland, als auch im Gewächshaus.

Im Gewächshaus ist bis auf das Basilikum, das auch  nicht keimte dieses Jahr, alles an Ort und Stelle. Tomaten und Paprika sind hier die Sommergäste. Lediglich der mehrjährige Basilikum von Hilde, den ich den ganzen Winter  durch Stecklinge vermehrte, steht schon in der Erde.

Im Erdbeerbeet wird jetzt geblüht. 
Und auch im Erdbeerfass wachsen und blühen die Pflanzen sehr schön. Dieses Jahr hat nur eine einzige Pflanze  nicht überlebt. Und das, wo es so lange so kalt war und dann noch mal kälter wurde, als es oft den ganzen Winter nicht war. Ich habe dieses Mal ein Vlies um das Fass gewickelt. Vielleicht hat schon dieser leichte Schutz den Pflanzen geholfen. 

Die viele Gärtnerarbeit macht natürlich auch hungrig. Wie schön, wenn zum Mittagsmahl wieder etwas aus eigener Ernte bereit steht. Der vorletzte Kopf Winterkopfsalat mit Schnittlauch, Schnittknoblauch, roter Melde und Blutampfer. Zur großen Portion Salat gab es eine schnelle Lasagne. 

Gartentagebuch Frühlingsarbeiten: Erdbeerfaß, häckseln, bunte Blumen und ein neues Projekt

Tagebuch vom Sonntag, 26. März 2017. 
Der Samstag stand vor allem im Zeichen des Spargel-Pflanzens. Darum herum konnte ich bei dem schönen Wetter aber auch noch ein paar andere Arbeiten im Garten erledigen. Das tut gut. Richtig losgarteln. Keine Mütze, Jacke und weitere Klamottenschichten darunter. So geht die Arbeit wieder leicht von der Hand. 
Die Erdbeeren im Erdbeerfaß haben den ersten Winter gut überstanden und wollen wachsen. Die oberste Schicht war bis runter zum ersten Kranz an Pflanztaschen abgesackt. Ich habe sie ausgegraben und Erde nachgefüllt. Dann kamen sie wieder ins Faß und nun ist es fertig für das kommende Wachstum und hoffentlich viele leckere und süße, dunkelrote Früchte. 
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfaß  (c) by Joachim Wenk

Gleich daneben steht mein Lieblings-Beerenobst: schwarze Johannisbeeren. Es ist immer wieder eine Freude, wenn sie zu treiben beginnen und das frühlingshafte Grün hervor zaubern.

Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk
Blattaustrieb schwarze Johannisbeere  (c) by Joachim Wenk

Während die Beerenernte noch ein paar Monate auf sich warten lässt, wird im Haus fleißig weiter geerntet. Immer wieder sind Austernpilze reif zum Ernten. Sie wachsen auf Kaffeesatz. Eine schöne Form des Recyclings.

Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk
Austernpilze in Kaffeesatz (c) by Joachim Wenk

Apropos Recycling. Die ersten Stunden Häckseln dieses Jahr sind vollbracht. Der riesen Haufen an Rosenschnitt, Haselnußschnitt, Fliederschnitt und sonstigem Gestrüpp-Schnitt ist gehäckselt. Jetzt habe ich eine größere Menge relativ holzigen und trockenen Häckselgutes. Auf den Kompost vom Herbst kommen zwei Schichten davon. Damit es besser verrotten kann, fülle ich einen Schubkarren Pferdemist dazwischen. Das restliche Häckselgut lagere ich neben dem Kompost. Jetzt kommt die saftige Zeit mit viel feuchtem und grünen Kompostmaterial. Da kommt mir dann das kohlenstoffhaltige, holzige Häckselgut gerade recht. Reines frisches Kompostmaterial, im Extremfall Rasenschnitt, verrottet nicht. Es fault eher, aus lauter Luftmangel, vor sich hin. Es muß mit solchem Häcksel oder Wellpappe vermischt werden.

frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
frisches Häckselmaterial auf dem Kompost (c) by Joachim Wenk
Vielleicht kann ich diese  Jahr schon von ihm Ernten. Neben dem Kompost-Siebe-Platz treibt der Rainfarn. Er wird für Brühen und Tees gegen fressende Schädlinge an den Pflanzen benötigt. 
Rainfarn (c) by Joachim Wenk
der Rainfarn beginnt zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Bis der Walnußbaum im Gemüsegarten grün wird, dauert es noch länger. Er treibt sehr spät aus. Dennoch schimmert es frisch und grün aus der Krone. Die Blättchen stammen von der Ramblerrose Pauls Himalayan Musk.  Jetzt sieht man so richtig, wie hoch der schon gekommen ist. Ich glaube keine andere Gartenpflanze bei uns ist so wüchsig.

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk

Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Walnußbaum mit Ramblerrose (c) by Joachim Wenk
Was für eine hübsche Farbkombination. Die dottergelben Krokusse und der hellblaue fast ein wenig lila überzogene  Schneeglanz. 
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Krokus (c) by Joachim Wenk

Hier noch einmal Schneeglanz, aber in reinem Blau.

Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Schneeglanz und Narzissen (c) by Joachim Wenk

Das sind wirklich meine Lieblinge, was Narzissen angeht. Die vielen Überbleibsel von Topf-Narzissen der vergangenen Osterfeste und Frühlingswochen. Von der Fensterbank in den Garten. Sie kommen zu 100% im nächsten Jahr wieder und im übernächsten und im überübernächsten Jahr…

Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Lenzrosen und Narzissen (c) by Joachim Wenk
Und hier? Hier seht ihr die Anfänge der Arbeit für morgen. 
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

So sieht die Terrasse beim Haus also „vorher“ aus. Oh, ich freu mich schon, euch irgendwann die „nacher“ Bilder  zeigen zu können.

Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk
Beginn vom Terrassen-Projekt (c) by Joachim Wenk

Wenn das Wetter schlecht ist, findet die Gartenarbeit eben drinnen statt.

Die Gartenarbeit findet bei Regenwetter eben drinnen statt

So, wenn also das Wetter meint, es könnte mich foppen und am Gärtnern hindern, dann hat es sich getäuscht. 
Heute war indoor-gardening angesagt. Naja nicht dieses moderne Zeugs, mit den seltsamsten Pflanzmethoden oder gar Gemüsen im Wohnzimmer. Eher einfach nur Gartenarbeit im Zimmer und Gewächshaus. Genug zu tun gab es jedenfalls.

Paprika und Chilli werden heute umgetopft

Gleich morgens nahm ich mir die Paprikas vor. In der ersten Februarwoche hatte ich sie gesät. Dann kam wieder die Zitterpartie, ob und wann sie keimen. Nach einmal Nachsähen bei einigen Töpfchen, wuchsen sie gleichmäßig. 
Im Bild zu sehen sind Paprika, Glockenpaprika und Wildchillies. 
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nach dem großen Umtopfen kamen sie wieder an ihren Platz im Keller. Zu sehen sind hier auch die gerade gekeimten Tomaten und Sellerie. Es wird nicht lange dauern, dann sind sie dran mit Umtopfen.

Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk

Nein, mein Handy ist nicht kaputt. Nur, nach dem Fototermin habe ich wieder die Pflanzenleuchte angeschaltet. Im Nu ist der ganze Raum in da schwülstige Pink getaucht, das ich kenne. Aber wenn es hilft…. Und es hilft, wie man an den schönen Pflanzen sieht.

das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk
das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk

Auch draußen im Gewächshaus stehen die Pflänzchen schlange, um umgetopft werden

Nach dem Essen verlagerte ich dann meine Tätigkeiten vom Haus ins Gewächshaus. Hier habe ich heute auch die Andenbeere hin gestellt. Im Überwinterungsraum ist es einfach zu dunkel und sie ist schon so schön, blüht bereits. Ich möchte nicht, daß die Triebe jetzt noch vergeilen. 
Zu ihren Füßen stehen die Kleinen, die heute auch noch umgepflanzt werden sollen. Nicht alle aber einige jedenfalls. 
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Andenbeere  Physalis (c) by Joachim Wenk
Die Andenbeere ist reich mit Blüten und Knospen besetzt (c) by Joachim Wenk
Pikiert habe ich zwei Sorten Salat. Winterkopfsalat „Chez le Bart“ und Salat „brune d’hiver“, beide gesät Mitte Februar. Daneben ganz früher Wirsing der Sorte „Vorbote“ und frühes Weißkraut „Donator“. Den Kohl habe ich Anfang Februar gesät. 
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Die Samen vom Salat „Briweri“ kamen bereits Mitte Januar in die Saatschale. Der hat allerdings nicht den Vorsprung, den eine viele Wochen frühere Aussaat als bei den anderen beiden vermuten lässt. Ich denke, Mitte Februar ist ein guter Zeitpunkt mit der Aussaat von Salat (geeignete Sorte wählen!)  zu beginnen. Vielleicht genügt auch Ende Februar. 
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk

Mit meinen Zwiebeln hatte ich mich dieses Jahr ver-bestellt. Normalerweise kaufe ich Steckzwiebeln. Nun übersah ich im Katalog die genaue Bezeichnung und erhielt dann Zwiebelsamen, statt kleine Zwiebelchen. Mist! Also habe ich nachbestellt und diese auch schon  gesteckt. Recherchiert habe ich auch und im Gartenbuch nachgelesen. Jetzt ist es so, daß gesäte Zwiebeln eigentlich besser wären als gesteckte. Ich dachte immer, dass das Sähen zu kompliziert ist und die Steckzwiebeln normal sind. Dass man damit eine nur sehr eingeschränkte Sortenauswahl hat, viel mir schon negativ auf. Dass meine Zwiebeln immer kränkeln ist fast schon selbstverständlich. Genau diese beiden Mängel kann man durch gesäte Zwiebeln angeblich umgehen.

Jedenfalls habe ich  sie jetzt gesät und probiere das aus. Ich habe dann die gleich Sorte gesät und gesteckt.

frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk

Im Gewächshausboden ist noch nicht so viel los.

Rucola ist, was Kälte angeht, eher schmerzfrei und wächst am besten.

junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Genau wie Asiasalat.

junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Am sehr späten Nachmittag war dann die ganze Arbeit unter Dach erledigt. Im Garten kümmerte ich mich dann noch um die Erdbeeren. Das ist jetzt Beet entunkrautet, gehackt und mit Kompost versorgt. 
Im Erdbeerfaß hat sich die Erde um beinahe 30 cm gesenkt. Die oberen grub ich aus, füllte Erde auf und pflanzte sie wieder ein.
Wir hatten einen harten Winter, viele Nächte bis -15°C, eisige Winde und die Erdbeeren im Faß waren nicht von der schützenden Schneeschicht bedeckt. Schnee liegt eben nicht an senkrechten Wänden vom Erdbeerfaß. 
Was meint ihr, haben die Erdbeeren das alles so ungeschützt überlebt?  Ja sie haben! Jede einzelne treibt aus. Eine schöne Erfahrung am Ende des kalten und verregneten Tages.