Der schwarze Lord und das unheilvolle Virus.

In schwierigen Zeiten schlimme Träume haben, ergreift den schwarzen Lord ganz besonders. Wie ein unheilvolles Virus die Menschheit beinahe ausrottet und warum das Frühstücksbrötchen dann besonders gut geschmeckt hat, erfährt der Leser hier im neuen Bericht über den schwarzen Lord.

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Der Winter geht zu Ende. Geschichten vom schwarzen Lord.

Mit seinem großen, grasgrünen Auto fährt der Lord durch die grauen Straßen der Stadt. Es ist Freitag der vierte Januar und es schneit. Der erste Schnee in diesem Jahr und auch irgendwie der erste Schnee in diesem Winter fällt leise vom Himmel. Einkäufe für das Wochenende sind zu erledigen. Seine Gedanken schweifen ab auf das nette Geburtstags-Zusammensein morgen Abend und auf den Salat, den er dazu mitbringen möchte.

Aber dann gibt er dieses Geräusch von sich. Ein stöhnend-räusperndes Brummen. Fast so, wie man es von sich gibt, wenn der Zahnarzt mit seinem kleinen Druckluftgebläse einen maroden Zahn anbläst und es dem Malträtierten durch Mark und Bein fährt.

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Der Herbstgarten von innen und von außen, im Großen und im Kleinen.

Lange hatte ich es mir fast schon herbei gewünscht. Das kalte und düstere Herbstwetter. Jetzt ist es da. Der November ist zwar noch immer äußerst handzahm, aber man merkt, wie sich alles zur Ruhe begibt. Ich auch und das tut gut, nach diesem anstrengenden Sommer. 
Ich finde es schön, dass es abends schon sehr bald dunkel wird. So bleibt mir nichts anderes übrig, als die  Tagesarbeiten zu beenden und ins Haus zu gehen. 
Auch morgens dauert es länger, bis ich in den Garten gehe. Ich warte, bis der Nebel sich etwas verzogen hat und die Temperaturen geklettert sind. Bis dahin kann ich drinnen dies und das erledigen. Ich finde alles entspannter jetzt. 
Das Frühstück dauert etwas länger. Ich lese jetzt wieder Gartenbücher. Im Moment eines über die Staudenbeetgestaltung. So viele gute Anregungen habe ich da heraus genommen, neue Ideen und Ansatzpunkte für Veränderung und Verbesserung. 
Am liebsten würde ich ein neues Beet anlegen. Den Platz habe ich schon auserkoren. Meinem Garten, meinem Geschmack und meinem Kleinklima angemessen finde ich ein mediterranes Staudenbeet gerade sehr reizvoll. Den halbrunden mediterranen Platz sollte es ebenfalls halbrund umfließen als blühender Streifen. 
Schön wird das aussehen. Der Enthusiasmus ist groß, eine Liste in Frage kommender Stauden ist zusammengestellt. Und dann? Von was schwärmte ich doch  gleich noch zu Beginn meines heutigen Beitrages? Von Entspannung und Ruhe? Da haben wir es, das Problem der Realität. Dieser ach so genial passende Halbkreis-Streifen um den Platz muss erst mal ganz nach hinten in der Prioritätenliste geschoben werden. Ich weiß ja, was im Sommer zu tun ist und wie viel Zeit ich dazu habe. Für noch ein Beet ist einfach keine  Ressource mehr vorhanden. Außer, ich werde hauptberuflicher Landgarten-Gärtner. Das wäre so schön und genial wie die Idee des Beetes, ist aber leider genauso wenig real, wie eben dieses neue Beet. Aber die Beet-Idee ist geboren und wird auf alle Fälle, sei es auch nur im Hinterkopf, am Leben erhalten. 
Jetzt lege ich erst einmal das Buch zu Seite. Ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster über die Köpfe meiner Sukkulenten hinweg, zeigt goldenen Farben und erste Sonnenstrahlen. Zeit für den Garten! 
So, bis ich also in all meine Klamotten-Schichten hinein geschlüpft bin, ist es auch schon wieder vorüber mit der Sonne. Komisches Wetter, weht einem da auf einmal so eine Nebelbank durch den Nikolausbart. 
Die Nächte sind gerade immer leicht frostig. Am Morgen sieht man das den Pflanzen dann auch an. Hier steht noch ein Nachzügler-Blumenkohl im Beet. 
Im Gemüsegarten ist jetzt nicht mehr viel zu tun. Immer wieder Laub kehren. Hier und im restlichen Garten. Und die Sonne kommt langsam auch wieder hervor. 
Ich werde gleich mal einen Rundgang durch den Garten machen. Heute sollen stimmungsvolle Herbstfotos entstehen. Der November mag neblig und kalt sein. Gerade in der tiefstehenden Sonne gelingen aber, auch mit den letzten Resten Farbe im Garten, sehr schöne Aufnahmen. Dazu muss man dann allerdings immer wieder und wieder durch den Garten schlurfen und sehr aufmerksam hinsehen. Die richtigen Momente sind so schnell wieder vergangen, wie sie aufgetaucht sind. Daher unterbreche ich immer wieder meine kleineren Arbeiten und schnappe mir das  Handy zum Fotografieren. 
Hinter diesen Büschen liegt mein Weinberg. 
In den beiden Büschen, einem Holunder und einem Flieder, wächst eine wilde Rose. Sie hat schöne Hagebutten für die Vögel. 
Mein Weinberg brachte dieses Jahr zum ersten mal Tafeltrauben für die Küche. Ich bin sehr zufrieden mit der Ernte und dem Geschmack. 
Ebenfalls hier im Vorgarten steht der „alte Dorfbrunnen“. Das Wasser ist abgelassen, die Pumpe frostsicher verstaut. Die Moosrose wird im Frühjahr wieder in ihrem unvorstellbar tiefgründigen und duftendem dunklen Lila den Brunnen dominieren. Jetzt gerade finde ich die Kombination von goldenem Laub und grauem Stein aber auch sehr ansehnlich. 
Zwischen Brunnen und Gartentor ist zur Abstützung des Geländes dieses kleine Steinmäuerchen gesetzt. Es sollte schon längst renoviert werden. Die Steine liegen bereit, aber (siehe mediterranes Beet) die Zeit fehlt einfach. Naja, so lange es noch irgendwie hält, passt ja alles. 
Sehr schön finde ich ja die niedrige Form der Katzenminze. Einmal ein oder zwei Stauden gepflanzt, hat sie nun bereits den ganzen Garten mit ihren Sämlingen erobert.  Wo es geht, lasse ich diese stehen. Immerhin blüht die Katzenminze vom Frühjahr bis jetzt. Die Staude ist sehr pflegeleicht. 
Und jetzt schaut euch doch mal das hier an. So sieht der Rasen im Vorgarten aus. Durch die Dürre war er ja komplett verschwunden. Seit Monaten ist die blanke Erde, durchsetzt mit ein paar Löwenzahnrosetten die Zierde des Vorgartens. Nun keimt es dort wieder. Was das wohl ist? Klee? Gänseblümchen? 

Und wenn man genau hinsieht, erkennt man auch frisches Gras in der Steppe.

Die Sonne hat mittlerweile den Nebel vollkommen besiegt. Herbstchrysantheme und abermals Katzenminze freuen sich über das Sonnenbad. 

Der Himmel ist blau, wie im Hochsommer. Vor diesem Hintergrund tänzeln die letzten Schönhütchen durch den Herbst. Ein wenig zerfleddert aber nicht ohne Charme, wie ich finde.

Oh und der Blutstorchschnabel zu ihren Füßen. Ihm hat Hitze und Trockenheit nichts anhaben können. Wie jedes Jahr hat er ein irrsinnig große Fläche im Beet einfach zugewuchert. Gottseidank! So habe ich, genau wie bei der Katzenminze, den ganzen Sommer über bis jetzt ununterbrochen überall die hübschen kleinen  farbintensiven Blütchen.

Ganz genau dort, wo die zerzausten Schönhütchen ihren herbstlichen Tanz aufführen und der Storchschnabel unermüdlich weiter kleine Blüten treibt, kann man diese „bis aufs Blut“ bewaffnete Pflanze bestaunen.

Ich habe im Garten keine, die größere und mächtigere Dornen hat. Ich kenne hier auch keine Pflanze, die es mit der winterharten Zitrone dahingehend aufnehmen könnte. Dieses Jahr hat der Strauch im Frühling zum ersten mal geblüht. Und wie ich es erhoffte, schwängerten schon die wenigen ersten Blüten in seinem stacheligen Geäst die ganze Umgebung mit dem von mir so geliebten, schweren und klebrigen und süßen Duft der Zitrusblüten.

Den ganzen Sommer versuchte ich im Gestrüpp mögliche erste Früchte aus zu machen. Leider fand ich keine. Jetzt, da alles Laub weg war, entdeckte ich doch eine. Kugelrund, golfballgroß, traumhaftes warmes Gelb und ein Zitrusduft der an ihr haftet komplettierten diese schöne Frucht.

Den Vorgarten werde ich nun verlassen und den Hang hinauf in den oberen Garten gehen. Auf dem Weg dorthin finde ich noch ein Büschel mit Rosenknospen. 
Oder diese kleine Sonne tief unten am Boden unterm Flieder. 
Im oberen Garten steht unser schöner Hausbaum, die Baumhasel, jetzt vollkommen nackt in der Wiese. Auch hier konnte ich, nachdem das Laub gefallen war, etwas sehr schönes feststellen. Die ersten „Schwänzchen“ hängen an ihm. Das heißt, er wird im Frühjahr beizeiten zum ersten mal blühen. Seine Pollen qälen mir dann wieder meine Nase, wie die der anderen  Haselnußsträucher. Aber ich kann auch auf erste Nüsse von ihm hoffen. 
Noch immer reife Früchte trägt die Herbsthimbeere im Beerenspalier am Zaun zum Nachbarn. 
Auch hier oben befindet sich, vielleicht habt ihr ihn  hinterm Hausbaum gerade schon gesehen, der mediterrane Platz. 
Das war nun eine meiner Arbeiten für heute. Alle Kübelpflanzen sind jetzt eingeräumt. Vielleicht hätten die einen oder anderen noch leichten Frost ertragen und draußen bleiben können. Es soll aber kälter werden, wir haben schon gleich Ende November und ich habe nicht immer auf Kommando Zeit und Hilfe, das zu erledigen. Also wurden alle verstaut. Das beruhigt meine Nerven, sorgt für mehr Entspannung und ist sowieso demnächst unumgänglich. 
Hier also, um das Rund des Platzes, könnte ein Streifen mit niedrigen, silberlaubigen und lila und blau und weiß und eventuell rot blühenden mediterranen Stauden seinen Platz finden. Vielleicht hinten, zum Platz hin, etwas Höheres wie kleine Sträucher oder ein Spalier, das auch im Winter schön ist. Dann hätte der Platz und der obere Garten auch jetzt, da alles weggeräumt ist,  mehr Struktur und Höhe. 
Ja viel steht nicht mehr am Platz. Nur die Hanfpalme kündet noch von der mediterranen Pracht meiner Kübelpflanzen. Sie bleibt draußen. Der Topf ist isoliert und beheizt. Der Stamm hat ein Heizkabel und wird noch umwickelt. Der Schopf bekommt wieder sein Häuschen aufgesetzt. 
Wo ist der Rest der Kübel hin gekommen? Schaut mal hinter der Palme durchs Fenster!
Ja, da sind ja welche der Kübepflanzen. Aber nur ein winziger Teil. 
Deneben ist schließlich noch ein Fenster. 
Und der Raum hinter diesem war einmal der Hasenstall. Von uns entkernt und isoliert, beherbergt er jetzt in den Wintermonaten die Kübelpflanzen. Wir nennen den Bau ganz nobel „Palmenhaus“. Für die Hanfpalme, die Washingtonia und die Dattelpalme hatten wir es entkernt. Sie passten nirgends sonst mehr hinein. Jetzt steht nur noch, mit Müh‘ und Not, die Dattelpalme darin.  Die anderen passen schon lange nicht mehr hinein. 
Hier seht ihr, warum Hanfpalme (hinten) und Washingtonia (auf dem Hubwagen) nicht mehr ins Palmenhaus können…..
Die Zwergseerose im Seerosenbecken ist auch noch draußen. Sie kommt erst rein, bevor das Wasser droht durch zu frieren. Meist ist das Ende Dezember oder im Januar so weit. 

Zusammengesammelt im Garten habe ich auch einige meiner Sukkulenten. Sie sind frosthart, stehen aber jetzt regengeschützt unterm Carport-Dach.

An der Grenze von oberem Garten und Gemüsegarten finde ich im Staudenbeet noch eine Herbstchrysantheme, 
einen Storchschnabel
und an der Scheune die jetzt golden strahlende Ramblerrose. 
Der Rambler umgarnt das Scheunentor und in der Scheune wird auch fleißig gewerkelt. Ich verrate nur, dass es wohl etwas mit der Washingtonia zu tun hat. Darüber berichte ich dann aber ein anderes Mal. 
Der Tag neigt sich seinem zeitigen Ende. Einige Arbeiten konnte ich zu meiner großen Zufriedenheit erledigen oder weit voran bringen. Meine sonnigen Novemberfotos habe ich auch so weit im Kasten. Vielleicht schaue ich rasch noch einmal in den Gemüsegarten. 
November-Sonne auf dem toscanischen Grünkohl! 
Ich setze mich auf mein Bänkchen im Gemüsegarten und blicke in den Abendhimmel. Zurück zum Haus und zurück über einen sehr schönen Novembertag draußen im Garten. 
Dem Gemüsegarten kann ich beruhigt, auf dem Weg nach drinnen, den Rücken kehren. Was zu schützen ist, habe ich geschützt. Der Boden ist flächendeckend mit Laub und Ernterückständen oder Häckselgut gemulcht beziehungsweise mit Gründünger bewachsen. 
Ich bin gerade im sehr kurzen aber doch sehr beeindruckenden Moment zurück im Haus. Blicke ich jetzt durch das Fenster mit den Sukkulenten am Sims – ihr erinnert euch ans Frühstück heute morgen? – finde ich diesen  Sonnenuntergang. Ein perfekter Abschied vom Tag heute. 

Vom begrabenen Sonnenhirsch, nächtlichen wilden Geistern und meinem Garten

Wir sind  im November und im Spätherbst. Halloween ging schrill, gruselig und mit viel Zucker in den Naschereien an uns vorüber. Halloween, von den Christen verteufelt, weil heidnisch. Vom Einzelhandel geliebt, weil verkaufsträchtig. Und der Gärtner? Wie steht er dazu?

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Manches ist schöner ohne Sonne….

Es gibt ja Blumen, die ohne Sonne einfach schöner aussehen!

Dazu gehören die Herbstchrysanthemen hier . Ich finde sie so feucht und unter Wolken einfach noch schöner, als würde die Sonne darauf scheinen.

Überhaupt diese Sonne. Was bin ich persönlich jetzt froh, wenn sie erst mal nicht mehr scheint. Es ist fast November und da will ich Schmuddelwetter. Das gehört sich einfach so und ich sehne mich auch wirklich danach. „Klingt komisch, ist aber so“, würde der Herr von der Sendung mit der Maus jetzt sagen. 
Immerhin Dienstag und Mittwoch wurden meine Bitten  erhört. War das ein Schmuddelwetter!  Kaum 6 ° C und den ganzen Tag Nieselregen. Nur 4 Liter waren es, aber die Stimmung wer perfekt. Kein einziger Sonnenstrahl und ich mit Winterjacke draußen. Danach brauchte ich eine heiße Dusche und den Kaminofen habe ich fast zum Glühen gebracht. Aber das war so schön gemütlich dann in der Wohnung und bald dunkel. Ich am Sofa und das Laptop zum bloggen am Schoss. Der Hund räkelt sich unterm Couchtisch. Mal ehrlich. Sonne passt in dieses Szenario einfach nicht mehr rein. Oder? 
Der Weiher, den wir am Samstag noch im Sonnenschein fischten füllt sich wieder. Dieser hier hat Quellen von unten und man sieht, dass nach 3 Tagen schon wieder etwas Wasser drin ist. Leider haben die anderen diese unterirdischen Quellen nicht. 
Der Rest der Kübel-Gesellschaft am mediterranen Platz. Gut, dass ich nicht in Baden – Würtemberg wohne. Am Ende müsste ich dann hier schon längst meine „Kehr-Woche“ abhalten. Ich lasse das jetzt einfach noch liegen, da ist noch zu viel auf den Bäumen. Ich fände es unsinnig mir jetzt da Schweißperlen auf die Stirn zu kehren und ein paar Stunden später sähe es ebenso aus. 
Mein Staudenbeet vor dem Gemüsegarten in all seiner düsteren Pracht. 
Im Gewächshaus wird gewachsen, sonst hieße es ja nicht so.  
Der erste Satz Winterkopfsalat hat deutlich zugelegt. Die Wintersteckzwiebeln stehen prächtig in Reih und Glied. Vom Regen draußen im Garten durchnässt habe ich im Gewächshaus weiteren Winterkopfsalat gepflanzt. 
Das war jetzt aber die letzte Pflanzaktion. Nun wird nur noch aufgeräumt, weggeschnitten und abgebaut. Herbst und Winter stehen ja vor allem im Zeichen des Vergehens, Abbauens und des Rückzuges. Das ist in der Tierwelt so, bei den Pflanzen und auch bei mir (also Rückzug und weniger Vergehen !) 
Im Freiland die Zwiebeln stehen prächtig. Das ist das erste Jahr und ich bin gespannt ob und wie viel ich im Frühjahr ernten kann. Und wo sie besser wachsen in meinem Klima. Im Gewächshaus oder im Freiland. 
Mein Endivien, der leider, wegen wohl zu warmen Wetter, geschossen ist, sieht dennoch prächtig aus. Leider müssen wir ihn jetzt essen und ich kann ihn nicht groß umgraben und im Gewächshaus lagern bis Dezember oder Januar oder Februar wie sonst immer. Er schmeckt dennoch gut, nicht bitter und hat kräftige, gesunde Blätter. 
Das war der Endivien Mitte August, als ich ihn gepflanzt habe. Die Temperaturen lagen täglich über 30°C und das noch für  viele Wochen. 

Den toskanischen Grünkohl werde ich demnächst auch anfangen zu beernten. Immer ein paar Blätter von jeder Pflanze abmachen.  Er wächst dann immer weiter und der Frost macht ihm so schnell auch nichts aus. Dafür verträgt er im Sommer, anders als  „unser“ deutscher Grünkohl viel mehr Hitze und Trockenheit. Als erstes will ich ein Pestorezept mit ihm ausprobieren.

Ebenfalls Mitte August hatte ich ihn als winzige Pflanzen gesetzt. 

Herbststimmung im abgeernteten Gemüsegarten. Der Gründünger ist aufgegangen und im Vordergrund stehen die Kräuter in ihrem Beet. Geerntet ist nun alles. 
Wer es nicht mitbekam: als Rezept gab es diese Woche einen Reisauflauf. Resteküche mit zum Beispiel Lauch aus dem Garten. 

Und am vergangenen Wochenende hatten wir Ossobuco. Ebenfalls mit ganz viel Gemüse und Kräutern aus dem Garten.

Jetzt wünsche ich erst mal ein wundervolles Wochenende mit viel Erholung und auch ein wenig Arbeit im Garten. Es soll extrem ungemütlich werden. Mal sehen ob mir das dann nicht wieder zu arg ist. Egal wie ich werde einige Arbeiten erledigen. 

Ein Samstag im Herbst. Damals und heute. Vieles ist gleich und doch so anders.

So, es ist wieder so weit.  Wir haben Samstag. Die Arbeitswoche klingt aus. Was mache ich am Samstag?

Samstag wird ausgeschlafen. Danach gibt es ein kleines Frühstück und schließlich machen wir uns zurecht. Liegen die Haare korrekt? Etwas vom neuen Duft auftragen. Was ziehe ich an? Immerhin, es geht ins Herz der großen Stadt, an deren Rand ich wohne. Hinein ins Gewimmel zu all den anderen Stadtmenschen.

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Fotos mit Herbststimmung als Einstimmung fürs schöne Wochenende

Hallo und einen wunderschönen Oktoberfreitag wünsche ich. 
Das kommende Wochenende soll ja noch einmal so traumhaft werden, wie die vergangenen Tage. Egal wie traumhaft das Wetter gerade ist, Sorge, ja große Sorge macht nach wie vor der seit April ausbleibende Regen. 
Nicht nur bei mir keimt im Garten am Dorfweiher – ohne Bewässerung – keine Gründüngung auf den abgeernteten Beeten. Meine wenigen angesammelten Bodenorganismen werden da wieder verschwinden. Draußen die Felder sind auch so trocken, dass Staubwolken auflodern, wie Waldbrandrauch, wenn nur ein Landwirt über den bröseltrockenen Boden fährt. Dort keimt über haupt nichts. Kein Wintergegtreide, kein Raps, kein Gründünger. Ein Wermutstropfen zum ansonsten so wundervollen Oktober. 
Ich habe ein paar Fotos zur Einstimmung aufs Herbst-Wochenende mitgebracht, die ich euch unbedingt zeigen und mit euch genießen will. 
Meine Metallkugelt mit Sedum im Topf darin, ein Mitbringsel von der ersten Gartenmesse im Frühjahr, hängt im Hausbaum in der großen Wiese. Der Schatten der Krone sieht beinahe so aus, als wäre es der Schatten der filigranen Kugel. 

Auch ein Blick durch die goldenen Haselnußblätter der Baumkrone, hinter zum Staudenbeet ist recht malerisch.

Wenig malerisch liegt die vertrocknete Wiese im Vorgarten. Schon oft gezeigt, doch immer wieder muß ich es zeigen. Immer wieder, wenn mich Neid und Fassungsllosigkeit packen, weil ich in anderen Blogs den giftgrünen Rasen und wuchernde Stauden in den Beeten jetzt im Oktober sehe. Schön, wenn es regnet. Bei uns eben nicht, niemals seit Monaten.

Dann gehen wir also mit bloßer Erde und Heu drauf in den Winter. Wie das dann im Frühahr aussieht, wenn, die Frühlingsblüher den Rasen zur Blumenwiese machen sollen? Oh weh.  Wenn, ja wenn die überhaupt wieder kommen.

Ebenfalls im Vorgarten ist ja der Weinberg, der an die Bewässerung angeschlossen ist und daher dieses Jahr jetzt etwas leichter zu gießen  war.

Das Diesige, dieser Sonnentage kommt ganz schön im Foto rüber. Aber auch die wunderbare Herbststimmung. Hier in der Sonne hat es etwa 26 Grad. Im Schatten sind es nur knapp über 20 Grad. Aber, wir haben ja beinahe Mitte Oktober. Nachts wird es nur etwa 8 Grad „kühl“. 

Im Foto sieht man gleich, dass wohl entlang der Weinreben ein Bewässerungsschlauch im Boden eingelassen ist. Alles grün, während drum rum Wüstenstimmung herrscht.

Und wo es grün, also feucht ist, keimt hier überall die Nachtkerze. Ein paar mähe ich nicht ab und lasse sie blühen. Das geht nun schon seit ein paar Monaten hier mit den Blüten. Und aussamen lasse ich sie auch wieder, damit in den kommenden Jahren abermals  der Weinberg von allein erblüht. 

 Besonders freue ich mich auf die jeden Moment aufbrechenden Knospen der Herbstchrysanthemen. Die verlängern die Blütensaison im Landgarten bis bestimmt Mitte November. Dann ist Ruhe bis etwa um Weihnachten, wo die Christrosen ihre ersten Blüten zeigen werden. Kurz darauf gehen die duftenden Blüten der Winterheckenkirsche auf. Es blüht fast rund ums Jahr immer irgendwo in meinem Garten.

Auch im Gemüsegarten genieße ich den Herbst. Ich erledige so nach und  nach die anfallenden Arbeiten und freue mich jede Minute, dass ich das im kurzärmeligen Hemd machen kann. Jacke, Mütze und Pulli werden noch (lange) nicht gebraucht. Auch klamme Finger und Tropfen an der Nasenspitze gibt es heuer noch nicht. 
Hier ein Bild von einer Salatpflanze, die sich irgendwo selbst ausgesät. Die finde ich überall und ständig im Gemüsegarten. Wenn sie große genug ist, wird geerntet. Mehr Arbeit macht so ein wild aufgegangener Salat nicht. Einfacher kann man Gemüse nicht anbauen. 

Und wieder ist ein Gemüsebeet restlich abgeerntet und mit der Grabegabel gelockert. Darauf kam eine dicke Schicht gehäckselten Materials vom vergangenen Wochenende und Vlies, damit die Amseln nicht alles wild verteilen. So kann das Beet in den Winter gehen. Dahinter unterm Vlies – ebenfalls als Amselschutz –  keimt der Feldsalat, die Wintersteckzwiebeln zeigen das erste Grün. Vom Knoblauch sieht man noch nichts, der wächst erst mal unter der Erde. Spätestens im Frühjahr aber wir er sich zeigen.

Herbstarbeiten und Gedanken zu Garten, Natur und uns Menschen

Im Frühjahr (war das nicht gerade eben?) wollte die Gartensaison einfach nicht beginnen. So unendlich lange war es viel zu kalt und ungemütlich im Garten.
Jetzt im Herbst entschädigt uns die Natur für die im Frühjahr verlorenen Gartenwochen. Die Saison scheint kein Ende nehmen zu wollen. Das Wetter ist traumhaft, die Sonne scheint nach wie vor unablässig vom  Himmel. Einzig die Höhe ihrer Bögen, die sie Tag für Tag über den Garten zieht verrät das fortgeschrittene Jahr. Wenn man das für sich einmal beobachtet, wo die Sonne im Sommer über den Garten zieht und wie flach sie nun schon wieder wandert, wird man wirklich erstaunt sein.

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Die Gedanken schweifen ab und tragen mich fort, hinein in meinen Herbst-Garten

Wir haben die letzten wundervollen Herbsttage. Ich sitze mitten in einer herrlichen Stadt in Deutschland. Es ist warmes und ruhiges Herbstwetter. 
Die Klimaanlagen kühlen den Raum herunter, dass das Sakko sogar mir willkommen ist. Ich muß dazu sagen, dass ich einfach kein Anzug-Typ bin. Schwere Vorhänge filtern das immer wieder eindringende Herbstlicht zu einer milchigen Erscheinung. Das Auge ist fokussiert nach Vorne an die Leinwand und die Ohren lauschen der Stimme des Vortagenden. 
Wir erfahren etwas von der Zukunft unseres Geschäftes. Wir beschäftigen uns mit (künftigen) Trends, anstehenden Aufgaben, trampen von einem Workshop zum nächsten. Dazwischen stärken wir uns an einer großen Auswahl sowohl gesunder als auch ungesunder Snacks. Kaffee wird reichlich genossen. 
 Ein wichtiges Meeting, ein bedeutender Kongress oder eben ein tournusmäßig notwendiges Treffen auf nationaler Ebene. Und doch ist mein Geist  immer wieder wo anders. 
Dann sitze ich daheim auf dem Stuhl unterm Walnußbaum und genieße den sich wohl am Wochenende verabschiedenden Sommer. Phänologisch sind wir bereits im Herbst, aber das Wetter ist zu schön und warm für Herbst. Aber kann etwas „zu schön“ sein? 
Nicht, wenn man es gerade genießen kann und es auch tut. 
Genießt doch einfach kurz mit mir gemeinsam und schaut, was vor meinem geistigen Auge so alles statt fand.  Immer dann, wenn mein Geist abschweifte und entschloss, die gelieferte Information eher unbewußt wahr zu nehmen, sah ich diese Bilder: 

Am späten Nachmittag dann ist das Pensum des Tages erledigt, der Kopf ist voll. Wir wollen noch etwas raus ins Freie. Ich ziehe Sandalen und kurze Hose an. Ob das nicht zu gewagt ist, werde ich im Hotel gefragt. Ich weiß, dank meiner steten Beobachtung der Wettervorhersagen natürlich, daß draußen 30 Grad sind. Innnen eben bekommt man davon wirklich überhaupt nichts mit. Eine schlimme Vorstellung für mich, so die meisten Tage meines Lebens während einer indoor-Arbeit mit geregelten Arbeitszeiten verbringen zu müssen. Bin ich froh, dass es nicht so ist. 
Wir genießen die Stadt und sitzen im  Straßenkaffee. Abends geht es zu einer sehr gelungenen Veranstaltung, die wir genießen. Und zwar die meiste Zeit draußen, bis Nachts weit nach 1 Uhr. Es ist Mitte September vorbei und wir sitzen hemdärmelig im Freien. Wunderbar.  Ob wohl jemand die Lokalität kennt? 
Ich erinnere mich sehr gerne an den wundervollen und durchaus luxuriösen Abend. 

Mittlerweile bin ich wieder daheim. Ich saß heute bereits auf meinem Stuhl vor der Scheune und weiß wieder einmal: schöner als hier ist es halt doch nirgends. Denn hier ist mein Zuhause.

Natürliches Gärtnern ist der Schlüssel – eine Ausnahme erlaube ich mir

Wir sind im Früh-Herbst und der Garten erholt sich

Willkommen im Frühherbst. Leider gab es noch immer keinen Regen (einmal 4l , das war’s). Aber die Nächte bringen Feuchtigkeit und manchmal Nebel. Mit dem Gießen komme ich nun besser herum. Nicht mehr so oft und nicht mehr so lange ist es nötig. Zudem von noch einem Computer unterstützt läuft es immer automatischer ab. 
Dadurch bleibt ein wenig mehr Zeit, nötige Arbeiten zu erledigen. Mein Gemüsegarten gefällt mir langsam wieder richtig gut. Im Ziergarten ist auch Ruhe eingekehrt. Nicht nur die Stauden wachsen kaum mehr, sondern auch das Unkraut stagniert. Irgendwann werde ich mich darum kümmern. 

Ihr habt es gewusst – es ist ein Blasenstrauch

Ein herzliches Dankeschön möchte ich sagen, an die Leserinnen mit den hilfreichen Tipps zu meiner Frage im letzten Beitrag. 
Der von mir nicht gekannte Strauch ist  also ein Blasenstrauch. 
So sehen meine Sämlinge von ihm mittlerweile aus. 
Und hier noch einmal ein schöneres Tageslicht-Foto vom damals gesuchten Strauch, dem Vorfahr meiner kleinen Sträuchlein.
Ja, der Blasenstrauch soll sehr trockenheitstolerant sein und ich freue mich, wieder etwas passendes für meinen Garten gefunden zu haben. 
Andere Sträucher sind nicht so gut zu sprechen auf die Trockenheit. Hier ist meine überreich behangene Aronia, deren Früchte ich wieder ernten wollte. Sie sind am Strauch getrocknet. Die brauche ich nicht zu ernten. Auch die Blätter färben sich wunderschön herbstlich. Aber mal ehrlich, muss das bereits Anfang September der Fall sein? 

Die Trockenheit dauert an – aber Manche stört das nicht

So wie hier der Hang, vom Garten runter zur Dorstraße, sieht die komplette Landschaft aus. Heu und blanker Boden, wo man hinguckt. Nichts ist grün und nichts blüht. Wie finden da Insekten und Säugetiere oder Vögel etwas zu fressen? 
Am Hang stehen meine beiden jungen Quitten. Die bekommen ein- bis zweimal am Tag jeweils eine halbe Gießkanne Wasser in die am Stamm eingegrabenen Eimer. Sie kommen ganz gut zurecht. Und! Sie haben dieses Jahr zum ersten Mal Früchte. Ich bin so gespannt auf deren Geschmack und Haltbarkeit. Einmal ist es eine Baumwollquitte und daneben eine fränkische Hausquitte. 
Und weiter geht es im Garten. Dieses Fotos ist ein Ausschnitt unseres Rasens im oberen Garten. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Gewächse mit Hitze und Dürre zurecht kommen. Alle Gräser sind hoffnungslos verdörrt, getrocknet und abgestorben. 
Stauden dagegen, hier Unkräuter oder besser Wildstauden, haben da wohl tiefer greifende und effektivere Wurzelsysteme als Gräser und sind grün, wachsen und blühen. Zumindest die für diesen Standort mit Trockenheit angepassten Arten.
Mit Gräsern im Garten kann ich ja eh nichts anfangen. Einzig im Rasen, da brauche ich sie, wegen der normalerweise ruhigen, grünen Optik. Im Staudenbeet wären sie mir wegen ihrer „ruhigen“ und immer gleichen Optik zu langweilig. Mit Stauden habe ich da mehr Abwechslung in Form und Farbe und Blüte. Auch die Insekten sind dieser Meinung.

Herbstzeit ist Erntezeit – auch diese Jahr wieder hervorragende Kartoffeln 

Im Gemüsegarten geht die herbstliche Ernte munter weiter. Unten am Dorfweiher habe ich die mittelfrühen Galactica Kartoffeln geerntet. Sie waren oberirdisch schon abgestorben. Mein regelmäßiges Gießen mit der Benzinpumpe direkt aus dem Weiher (dessen Wasser ja fast schon wie Dünger ist)  hat sich scheinbar gelohnt. Fast 20 kg herrliche, gesunde und große Kartoffeln.

Wie wohl all die anderen Sorten dieses Jahr ausfallen? Ein wenig muss ich mich da noch gedulden, mit der Ernte. 

Kartoffelernte – ganz leicht mit der Hand und ohne Gabel, Haue oder Spaten

Meine Kartoffeln habe ich nie angehäufelt. Nur in eine Rille mit Kompost und Hornmehl gelegt, zugerecht und ganz dick mit Stroh bedeckt. HIER habe ich davon berichtet. Das war alle Arbeit seit dem Frühjahr. Außer dem Gießen und NeemÖl-Spritzen gegen die vielen vielen Kartoffelkäfer. 
Beim  Ernten muss ich auch nur das übrige Stroh und Kartoffelkraut beiseite schieben. Schon liegen sie da. Mit den Händen kann man ernten. Zu Hilfe nehme ich nur eine kleinen Handschaufel um an Stellen, deren Boden hart ist, zu graben. Und um die vereinzelt tiefer wachsenden Knollen zu heben. 
Kartoffeln mit grünen Stellen habe ich keine! Als ich früher noch anhäufelte, waren immer sehr viele mit grünen Stellen dabei. 

Nach der Ernte kümmere ich mich weiter um den Boden…

Erinnert ihr euch noch an den vergangenen Beitrag mit der Möhren und Zwiebelernte? Die abgeerntete Fläche habe ich mit dem  ausgerissenen Unkraut und Gemüselaub gemulcht. Auf den Mulch habe ich einfach Senfsamen gesät. Mit der Brause einmal bewässert, daß die Samen etwas runter rutschen und das war’s. Jetzt keimt ein schöner Senfteppich, den ich dann wieder abhacken und als Mulchschicht für den Winter verwenden kann. 

… und ein lebendiger, gesunder und natürlicher Boden kann selbst todgeweihte Pflanzen retten

Und noch eine Erinnerungsfrage. Vor einen paar Beiträgen zeigte ich Fotos von den absolut kaputten und von Erdflöhen durchlöcherten Blaukrautpflanzen. Die hätten damals eigentlich schon geerntet werden müssen. Aber sie hatten ja nicht einmal ein geschlossenes Zentrum und schon gleich keinen Kopf. 
Mulchen (gesunder und lebender Boden!), Neemöl-Spritzen und Bewässerung wieder in Gang bringen (damals im August) sowie  kühlere Temperaturen haben ihn wieder belebt. Die kaputten Blätter sind abgefallen und neue haben sich gebildet. Ein oder zwei Pflanzen bilden nun Köpfe und ich kann doch noch etwas ernten. Ist das nicht sagenhaft? Man muss der Natur nur geben, was sie braucht und schon läuft es. 

Auch der Butterkohl, der schon  hätte im Frühsommer geerntet werden sollen, kommt jetzt in die „Pötte“.

Sie reifen jetzt langsamer, aber sie reifen und reifen. Morgen wird wieder verarbeitet. 
Ins Gewächshaus komme ich schon gar nicht mehr hinein, so zugewuchert ist es. Bald ist aber Schluß und es wird aufgeräumt. 
… schließlich stehen die nächsten Gewächshausbewohner schon in den Startlöchern. 
Die ersten Winterkopfsalate sind am Wachsen. Sie werden nach den Tomaten die nächsten Monate dort verbringen. Wie das dann im Frühjahr (Anfang März) aussieht, könnt ihr euch  HIER  noch mal ansehen. 

Und doch habe ich EINEN Mineraldünger  (Kunstdünger) im Einsatz 

Ein unspektakuläres Foto ist das Folgende. Ein Zitronenbusch im Kübel. Nichts besonderes? Oh doch, das könnt ihr euch ja denken, wenn ich hier davon berichte. 
Seit dem Winter gieße ich die Zitruspflanzen mit flüssigem Calciumdünger (wie er auch bei Blütenendfäule für Tomaten verwendet wird). Ich verwende ansonsten keine Mineraldünger und lehne das ab. Ausnahme ist so ein Mangelfall, wie ihn die Zitrusgewächse hier im Garten von Anfang an haben und mir eines nach dem anderen kaputt ging. Egal welche Erde, welcher Dünger. Speziell für Zitrusgewächse oder aus dem Garten. Nach kürzester Zeit werden die Blätter hellgrün, dann noch heller und noch heller. Die Pflanzen gehen ein. 
Ich las, dass  Zitruspflanzen entgegen aller gängigen Ratschläge, unbedingt das Calcium (Kalk im Wasser) brauchen. Scheinbar ist das in unserem Brunnenwasser nicht enthalten. Damals, vor meinem Umzug hier her hatte ich keinen Probleme mit der Zitrone. Seit wir hier sind, kränkelt sie und ich hätte sie schon beinahe verloren. 
Und jetzt? Sattgrüne Neuaustriebe. Ältere Blätter sind wieder grün geworden. Ganz alte und hellgelbe hat der Baum abgestoßen. So schön grün sah ich ihn nun seit Jahren nicht mehr. 
Calciumdünger und Brennesseljauche. Diese Beiden, vor allem glaube ich, das Calcium, haben ihn gerettet. Wer also auch derartige Probleme mit seinen blassen Zitrusgewächsen hat, sollte sich so einen Calcium (nicht Kalium!!!!) Spezialdünger besorgen. Zwei weitere Zitruspflanzen erholen sich in der gleiche Art und Weise. Dieser Busch hier ist also kein Einzelfall oder eine Ausnahme!

Herbstimpressionen mit Frosch

Bevor ich mich für dieses Mal wieder verabschiede, noch ein Blick ins Staudenbeet vor dem Gemüsegarten. 
Meine Lieblingsdahlie hier mit den letzten Blüten der Clematis und der gelben Schafgarbe. 
Und ganz zum Schluß, weil es mit dem Blasenstrauch letztes Mal so wundervoll geklappt hat, wieder eine Frage an die Fachleute unter uns. Im Garten wimmelt (ja wimmelt) es nur so von Laubfröschen. Dieser Geselle hier allerdings ist kein Laubfrosch. Dafür aber ein treuer und unaufgeregter Bewohner des Gemüsegartens.  Jeden Tag hüpft er mir über den Weg. Kann mir jemand sagen mit wem ich es hier zu tun habe? Der ist ein ganz schöner Brocken, was man im Foto (Handy und auch noch Zoom nicht so richtig sieht). Wenn ich so auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir auf, dass er mindestens die Größe meiner Computer-Maus hat, wenn diese Info weiter hilft.