Geschichten vom Landleben: Samstagseinkauf und Datenschutzverordnung

ein Dorf in Mittelfranken
Ein Dorf in Mittelfranken

Es ist ein Samstag Ende Mai und ich schreibe gerade meinen Einkaufszettel. Der Wocheneinkauf muss noch erledigt werden.

Im übernächsten Dorf gibt es einen sehr kleinen Supermarkt. Es ist irgenwie der Ableger eines der großen bekannten Discounter. Jedenfalls hat er die Marken und das Sortiment dieses großen Verwandten. Angegliedert ist ein kleiner Getränkemarkt.

Klein ist alles hier, von den Einkaufswägen bis hin zu den Gängen zwischen den Regalen. Und doch erstaunt es mich immer wieder, dass ich dort alles bekomme, was ich zum Kochen und Backen so benötige. Die Utensilien für die Hausarbeit genau wie meine gewohnten Zeitschriften erhalte ich hier ganz in unserer Nähe.

Ist dieser Supermarkt nur klein oder auch anders? Na klar ist es hier anders, wir sind ja am Land auf dem Dorf. Und genau für alles das was hier anders ist, liebe ich das Landleben so sehr. „Geschichten vom Landleben: Samstagseinkauf und Datenschutzverordnung“ weiterlesen

Der faule Gemüsegärtner genießt die gesparte Zeit im Ziergarten

Alles ist üppiger, prächtiger und bunter

Ja jetzt sagt doch mal, wächst das bei euch auch wie verrückt in diesem Frühjahr?

Mahl ehrlich, ist das ein Frühjahr oder mittlerweile Frühsommer? Der Winter hatte ein paar einzelne Stauden dahin gerafft, es ist schon wieder sehr trocken und…. Nein, nichts „und“ und nichts negatives will ich berichten. Die schönen Seiten dieser traumhaften  Saison überwiegen. Was den grausligen Winter überlebt hat, und das ist fast alles im Garten, zeigt jetzt was es zu bieten hat. Es blüht irgendwie reichhaltiger diese Jahr. Die Pfingstrosen hatten noch nie so viele Blütenknospen, die Akeleien bedürfen keiner weiteren Worte mehr, schon die ganzen Zwiebelblumen erfreuten mich trotz Wärme länger als sonst mit ihren bunten Blüten. Die Sträucher waren und sind ein Blütenrausch und jetzt öffnen sich die ersten Rosen. Eine seit Jahren kümmernde Rose hat ihren ersten Blütenauftritt im Bilderbuchformat fast hinter sich. Und dann das Wetter….

Also wenn sich dieses Frühjahr jemand nicht fürs Gärtnern begeistern lässt, dann nie mehr. Besser wird’s nicht.

Eine reihe freier Tage und das passende Wetter –  das Leben ist schön!

Die Pfingstfeiertage haben wir  bei viel Sonne ruhig verbracht. Wir haben gegrillt, es gab Kaffee und Kuchen und ein Bottich mit brodelndem Bier erhöht die Vorfreude auf weitere schöne Stunden im Sommergarten.

Kommt mit und ich erzähle euch ein wenig über die vergangene Tage und über meine neue „Methode“, die Gemüsebeete vor zu bereiten.

Morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück muß der Max ja sofort raus in den Garten, dringende Geschäft erledigen. Ich öffne die Haustüre und befinde mich zu allererst einmal im Vorraum. Der Ausblick in den Garten bei Sonnenschein ist das das erste Schmankerl so eines Tages. 
Dann wird aber erst einmal gefrühstückt und irgendwie ist dann auch immer etwas in der Küche zu tun. So groß meine Gartenleidenschaft ist, so mächtig hat mich auch die Koch- und Back- und Konservierleidenschaft im Griff. 
Ein Rezept für meine neue Lieblingsbackform muß ausprobiert werden. Unten ein Boden aus Butterkeksen, die mit Butter zermanscht werden. Drauf eine Schicht Schokolade mit Creme fraiche, Mandelplättchen und einem Schuß Rum.  Ein sehr gesunder Kuchen, denn es kommt überhaupt kein Zucker hinein……

Nach 2 Stunden Kühlschrank ist der „schnelle kalte Hund“, wie ich das nenne, fertig. Aber bis zum Kaffee am Nachmittag muss ich mich noch gedulden.

Die wenigen Stunden bis dahin sitze ich ja auf einer Pobacke ab. Wie unendlich lange ist dagegen die Zeit, bis ich mein selbstgebrautes kühles Bier auf der Terrasse (hoffentlich) genießen kann. Ein paar Wochen gehen da schon noch ins Land. Nun gut, der Anfang ist gemacht und mein Weihnachtsgeschenk endlich aktiviert. Eigentlich wollte ich zu meinem Geburtstag Ende Mai das Bier kredenzen. Die Gartenarbeit hatte mich aber zu fest im Griff und so gibt es eben vielleicht zur Sonnenwendfeier ein eigenes Bierchen. 


Im Gemüse-Garten spare ich mir gerne Arbeit, wo immer es geht

Schön, wenn man weiß, dass eine Reihe freier Tage in Folge zu genießen sind. Man kann den Tag ruhig angehen lassen. Eben in der Küche ein wenig herumspielen und dann gemütlich in den Garten gehen. 
„Ruhig angehen lassen“ und „gemütlich“ sind gute Stichworte für meinen  Gemüsegarten. 
Schaut doch mal den Salat  und die Porreepflanzen, um nur ein Beispiel zu zeigen. 
Beides war ungefähr das  Erste, was im Frühjahr gepflanzt wurde. Nun frage ich euch, was für Arbeit steckt in so einem Beet, bis zum Beispiel genau zu diesem Zeitpunkt? 
  1. im Herbst jedenfalls umgraben
  2. Es ist Frühjahr: vielleicht liegt noch Laub und Pflanzenreste vom Herbst darauf? Vielleicht Mulch? Das muß weg. 
  3. lockern mit Grabegabel, Sauzahn oder Spaten? Ja manche graben nicht um, dann muss jetzt im Frühjahr mit der Grabegabel gelockert werden
  4. Unkraut entfernen 
  5. Kompost sieben und darauf verteilen Oder eben irgendeinen anderen Dünger
  6. Hacken oder Grubbern und mit dem Rechen glatt ziehen
  7. Pflanzen
Nun, das habe ich auch früher so gemacht. Seit ein paar Jahren wird nicht mehr umgegraben. Das heißt, gegraben habe ich eigentlich noch nie, sondern ich hatte die Motorhacke verwendet. Der Boden sollte lockerer werden und war das danach auch. 
Seit ich mit der Methode des lückenlosen und andauernd bodendeckenden Mulchens arbeite, lasse ich das auch. Ich bin froh, endlich Regenwürmer im Boden zu haben und will sie nicht durch die Motorhacke kaputt machen. Man könnte, wenn es nötig ist, spät im Herbst das erledigen, dann sind sie in tiefe Bodenschichten abgewandert. Allerdings gibt es weitere Gründe, das nicht zu machen, so man nicht einen ungemein schweren Lehmboden hat. 
Dieses Frühjahr begann ja alles andere als traumhaft. Der Winter war unendlich und meine Gartenlust dahin. Dann begann das traumhafte Frühjahr und ich hatte aber nicht die Zeit, alles das mit den Beeten zu machen. Ich lese viel über den Boden, seine Bewohner, das Mulchen und Pflanzen und Sähen in so einem Boden. Und ich überdenke meine Arbeitsweise und experimentiere. Vor allem bin ich gewillt, etwas zu probieren, wenn ich mir Arbeit damit spare. Arbeit sparen heißt hier auch, Zeit sparen. Das war absolut notwendig. 
Die Beete lagen also noch mit restlichem groben Pflanzenmaterial vom Wintermulch vor mir. 
Eine Schnur für die Gemüsereihen muß ich nicht mehr spannen, seit ich die Bewässerungsschläuche als „Linien“ in den Beeten liegen habe. Kommen wir wieder zu unserem Beispielbeet. Ich nahm mir die Lauch-, Salat-, und Kohlrabipflanzen und setzte sie ins Beet. Den Mulch schob ich ums Pflanzlöchlein beiseite. Ins Loch kam etwas vom Wurmhumus aus der Wurmfarm. Vorher hatte ich übers ganze Beet noch Gesteinsmehl und Hornmehl gestreut. Kein Umgraben, keine Grabegabel, keine Hacke und kein Rechen. Loch in den Boden und Pflanze rein. Mehr Arbeit habe ich mir mit den Beeten nicht gemacht.  Rasenschnitt als  Mulch und Frühjahrshäckselmaterial war auch vorhanden. So wurde alle freie Erde gleich wieder zugedeckt. 
Auf diese Weise habe ich alle Beete und das Gewächshaus „bearbeitet“. Der Boden wurde nicht bearbeitet, das machen die Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und unzählige weitere sichtbare und unsichtbare, da mikroskopisch kleine, Helfer. 
Ackerbohnen sähen? Klar. Mulch beiseite schieben, Rille mit der Handschaufel kratzen, Samen rein, Rille zuschieben und alles fest andrücken. Die Bohnen keimten alle und wachsen munter vor sich hin. Radieschen zwischen dem Salat? Geht genauso. 
Der Boden muss nicht gehackt und locker sein. Ich habe einmal etwas sehr interessantes dazu gelesen. Wenn ein Samen in der Natur auf den Boden fällt, ist der Boden nicht gehackt und gerecht. Der Samen muss Bodenkontakt haben und dann keimt er. So zum Beispiel auch überall in den Beeten die kräftigen Salatpflanzen, die sich letzten Herbst selbst aussäten. 
Und was machen wir? Wir streuen in einen wild gelockerten Boden kleine Samen wie Radieschen oder Möhren und ziehen die Reihen nur locker zu. Viel Luft und Spalten sind im Boden. Der Samen liegt vielleicht in einer winzigen Erdhöhle da unten. Bodenkontakt hat er kaum. Wird jetzt nicht gründlichst gegossen und alles wieder zugeschlämmt, dann kann er schlecht keimen, weil er die Bodenfeuchte nicht abbekommt, in seiner Luftkammer. 
Daher ziehe ich nur eine Rille, sähe und drücke dann die Erde auch wieder mit den Handrücken fest. Gerade in so trockenem Boden, wie bei uns, zeigte sich das als sehr effektiv. Meine Samen keimen jetzt besser als sonst immer. Täglich gießen bis zum Keimen ist mir aus zeitlichen Gründen nicht möglich. 
Und Möhren? Ja auch Möhren. Die keimen elend langsam, sie brauchen immer feuchten Boden. Genau die profitieren glaube ich besonders von dieser Methode. Just heute morgen im Garten konnte ich erfreut feststellen, wie schön sie auflaufen. Und das ist bei der ersten Aussaat neu bei mir. Ich musste immer etliche Male nachsähen. 
Was ist mit Unkrautsamen, die aufgehen? Klar gibt es die. Vogelmiere und Baumspinat zum Beispiel bei mir ganz extrem. Auch hier kann ich etwas sehr erfreuliches Beobachten. Selbst jetzt im Mai ist noch nicht all zu viel davon gekeimt. Ich kenne auch das anders, dass die komplette Aussaat und junges Gekeimtes davon erstickt wurde. Grubbere und grabe ich in der Erde vor meiner Gemüseaussaat, dann befördere ich natürlich damit auch die im Boden immer befindlichen Unkrautsamen nach oben. Sie keimen. Ich ändere an der Bodenschichtung nichts und die Samen vom Unkraut bleiben im Boden, wo sie nicht keimen, weil sie vielleicht zu tief liegen. Jedenfalls ist auch das mit dem Unkraut deutlich harmloser als sonst. 
Diese Art des Gärtnerns ist nicht die Konvention, es ist anders und ich weiß, dass es nicht viele einmal auch so versuchen werden. Dennoch ist vielleicht der eine oder andere mutig und neugierig genug geblieben, um auch einmal andere Methoden zu testen. Zumindest habt ihr jetzt einmal davon gehört und ich werde auch weiter darüber berichten, wie es sich entwickelt. 
Jedenfalls sind jetzt auch die Kohlpflanzen gesetzt und der Sellerie gepflanzt. 

Im Garten am Dorfweiher habe ich auch nicht umgegraben oder mit der Motorhacke gearbeitet. Wie ich die Kartoffeln gepflanzt habe, steht HIER beschrieben. Im Prinzip auch wieder Rille ziehen und Kartoffeln rein. Zuziehen und Stroh drauf.

Die Ackerbohnen keimten auch hier wunderbar. Topinambur und Yacon wurden auch nur einfach gepflanzt, genau wie der Spätkohl. Alles ist sofort angegangen und wächst.

Hier allerdings ist wegen der Brennesseln, Quecken und vor allem Ackerwinden das Unkraut deutlich aggressiver, als oben im Garten. Nur Mulch langt nicht. Ich habe die Reihenzwischenräume mit Mulchfolie belegt. Ich bin gespannt, wie sich das Auswirkt.

Der erste Gartentag neigt sich seinem Ende zu. Aber der Buchs unterm Hausbaum wird noch gestutzt. Das ist sein erstes Mal. Die Pflänzchen habe ich aus kleinen Stecklingen selbst gezogen. Das ist ein paar Jahre und Buchsschnitte her. Nun sind sie endlich ordentlich gewachsen und können in Form gebracht werden. 
Bevor es ins Haus zurück geht, mache ich noch einen bewundernd staunenden und genießenden Gartenrundgang. Schaut hier, der Mohn wird bald blühen. Wie er wohl morgen Früh aussieht? 

Im Gemüsegarten wird Zeit gespart und im Ziergarten die Zeit genossen

Die Nächte im Sommer sind kurz, der frühe Sonnenaufgang holt mich aus den Federn. Ich will schließlich nichts von der herrlichen Jahreszeit versäumen.

Und siehe da, der Mohn ist auch schon wach und hat seine riesigen Blütenblätter entknittert.

Ob es heute noch Regen gibt? Schön wäre es (war aber nicht so…), der Himmel mit den dramatischen Wolken macht sich doch gut zum roten Mohn.

Es ist Pfingstsonntag. Heute wird im Garten genossen und weniger gerackert. Schauen wir doch gleich mal nach den aktuellen Blütenereignissen. 
Immer wieder entdecke ich neue Form- und Farbkombinationen bei den Akeleien. Blau und mit einem Rokoko-Rock aus blauen Blütenblättern ist diese  hier im Gemüsegarten. 

Die gefüllte blaue Clematis „Countess of Lovelace“ blüht zum ersten Mal gefüllt. Sie war sonst immer krank, die ersten Jahre hatte sie die Welke. Daher kamen, wenn überhaupt, immer nur die späteren ungefüllten Blüten.

Neue Insekten konnte ich entdecken. Eine Holzbiene frühstückt auf dem Brandkraut.

Das Brandkraut ist riesig geworden. Die Blüten locken alles an, was brummt. Dementsprechend laut ist es hier neben der Staude.

Der bulgarische Zierlauch oder Honiglauch hat seine Blütenglöckchen geöffnet. 
Daneben blühen meine Mini-Lupinen. Gerade mal dreißig Zentimeter hoch sehen sie genau aus, wie ihre großen Verwandten. 
Überall im Garten die großen stolzen Blütentriebe der Iris. 

Die gibt es sogar im absoluten Kontrast zu der kräftig braun-lila-gefärbten Sorte. Eine fast durchsichtig weiß-rosé-farbene Variante.

Mein Kussröschen blüht traumhaft schön. Ein Schrottwichtelgeschenk zu Weihnachten. Ein roter  Restposten-Preisaufkleber leuchtete auf der Plastiktüte, in  der es  steckte. 90 Cent war es also noch Wert gewesen. Seine kleinen Blättchen waren dick mit weihnachtlichem Goldglitter eingesprüht. Ich bekam es als Trostpreis. Die eigentliche Eigentümerin hätte es in den Müll geworfen. Das war nun also vor 5 Monaten. Muss ich mehr dazu sagen? Und glaubt ihr, wie sehr ich mich über diese wirklich wundervollen Blüten freue?
Das Röschen steht auf dem Tisch wo bald wieder der Kaffee serviert wird. Und zum Kaffee brauchen wir natürlich wieder etwas Süßes. Die neue Lieblingsbackform zaubert einen Rührkuchen mit Puddingschmand-Decke und Himbeermus-Flecken. 

Hier als verbringen wir die Kaffeezeiten. Der schönste  Ruheplatz im Garten. Der lichte Schatten unter der alten Haselnuß ist traumhaft. 
Bevor nun wieder ein Feiertag und Gartentag zu Ende geht, schauen wir noch einmal auf andere Rosen. 
Marguerite Hilling kümmerte seit 2012 am Gartenzaun. Sie wuchs nicht und hatte jedes Jahr vielleicht 2-3 Blüten. Ich pflanzte sie letztes Jahr um. Dieses Jahr ist sie um ein Vielfaches größer, als sie es in all den Jahren zuvor jemals war. Und schon jetzt der erste Blütenrausch. Sie ist remontierend, so dass das nicht die letzten Blüten dieses Jahr sein werden. 

Pompon der Bourgogne. Keine einfache Rose, aber so unendlich süß mit den winzigen Blüten in Briefmarkengröße und den Knospen mit grünen, fransigen und langen Hüllblättern.

Bei Pfingsten und Rosen denkt man natürlich auch gleich an Pfingstrosen. Die haben es leider nur fast geschafft. Pfingsten ging ohne deren Blüten vorbei. Aber die Knospen in einer nicht gekannten Anzahl versprechen viel für die nächsten  Tage. 
Und klar, auch das ist eine  „Rose“. Die ersten Blüten der Seerose schwimmen auf dem Wasser. 
So geht also eine wunderbare Pfingstfeiertagszeit zu Ende. Wir genossen unser Paradies. Am Sonntag besuchten wir noch eine Geburtstagsfeier und ließen ansonsten alle Fünfe gerade sein. 
Morgen geht es wieder zur Arbeit, es wird ein sehr langer Tag. Schließlich müssen wir die Arbeiten der letzten freien Tage nachholen. Zum Abschluss der  Genuß-Tage im Garten also noch einmal ein abendlicher Blick zurück in den Gemüsegarten. Dann geht es wieder rein ins Haus.

Das Wasser in unserem Garten

Dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten

Ich stand gerade in der Küche und bastelte das Abendessen zusammen, während ich – wie immer – vor mich hinbrabbelte. 
Da tönte es aus dem Wohnzimmer: „dann schreib doch mal was über all das Wasser in unserem Garten“. 
Was für eine wunderbare Idee! Über dem Arbeiten und der Zeit hinterher rennen, vergaß ich beinahe meinen Blog-Geburtstag. Am 7. Mai 2013 veröffentlichte ich den allerersten schüchternen Beitrag. Somit feiern wir ja auch noch einen runden Geburtstag. Mein Blog ist jetzt fünf Jahre alt. 
Da muss  jetzt natürlich ein besonderer Beitrag her. Die Tagesarbeiten eignen sich diesmal nun wirklich nicht. Stundenlanges Häckseln und Mulchen nebst Rasenmähen ergeben wohl nicht den angemessenen Beitrag zu diesem Anlass. Das Wasser aber schon. 

Wasser in unserem Garten

Das Wasser spielt bei mir wirklich eine ganz besondere Rolle. Mitten in Franken in einem Garten in Hanglage nach Süd-Westen ausgerichtet, weiß man Wasser wirklich zu schätzen. Seit Jahren sind die Sommer heiß und ganz entsetzlich trocken hier. Das Problem hat sogar schon die jährliche Sommer-Presse erreicht. 
Beginnen möchte ich meinen Wasserspaziergang im Garten mit der Quelle fast allen kühlen Nasses. Genau genommen ist es unser Brunnen, der immer „sprudelt“.  
Einmal aber erschrak ich zu Tode. Wie in einem Krimi, wenn ganz Schlimmes passiert, stockte mir der Atem. Mitten beim Gießen stoppte der Wasserfluß. Kein Tropfen kam mehr aus dem Schlauch. 
Wir mussten damals ein paar Tage fort und am Wasser hängen natürlich auch die ganzen Kübelpflanzen. Werden die nicht mindestens zweimal am Tag zuverlässig und ausreichend gewässert, würde sie bereits ein solcher Tag dahin raffen. 
Da musste organisiert werden. Handwerker wurden geholt und stellten fest, dass die Pumpe sich abgeschaltet hat. Irgendwas regelte den Druck nicht mehr korrekt und konnte somit rasch behoben werden. Da erfuhr ich auch, dass die Brunnen hier bis auf das Niveau des Dorfweihers herunter gegraben wurden. (Bilder zum Dorfweiher im Beitrag HIER).  Bei uns – ich habe es nachgemessen – sind es über 8 Meter in die Tief. Früher hatten die Bauern für die Kühe immer kein Wasser mehr, wenn der Weiher zum Karpfenfischen im Herbst leer gelassen wurde, sagte man mir. 
Kühe werden schon lange nicht mehr mit dem Wasser getränkt. Mich beruhigte diese Tatsache ganz enorm. Heißt es doch, dass der Brunnen tatsächlich nicht leer werden kann, egal wie heiß und trocken der Sommer ist. Der Dorfweiher hat immer Wasser!
So sieht man  nun den Brunnen von außen. Verdeckt wird der Betondeckel von einem Edelstahl-Dächlein. 
Damals bei der Pumpensache haben wir ihn aufmachen müssen. Ist das nicht faszinierend, wie sauber er gemauert ist? Das muß eine Rackerei und Schufterei gewesen sein damals. 
gemauerter  Brunnenschacht
Wenn man neben dem Dach steht und irgendwo im Garten läuft eine Bewässerung, hört man es immer wieder, das Zischen von ganz tief unten, wenn die elektrische Pumpe anläuft und das Wasser in den Druckbehälter im Keller pumpt. Von dort verteilt es sich auf etliche Wasserhähne im Garten. Gottseidank ist einer auch ans Fernwasser angeschlossen. Den benutze ich zum Gießen nie. Nur damals mit der defekten Pumpe war ich froh darum. Haben wir doch einfach mit langen Schlauchleitungen die Kübelbewässerung für 2 Tage daran angeschlossen. 
Soviel also zum technischen Teil unseres Wassers im Garten. 

Der „alte Dorfbrunnen“

Optisch wesentlich interessanter ist dagegen der „alte Dorfbrunnen“, direkt neben dem tatsächlichen Brunnen. 
Betritt man unseren Garten fällt das gemütliche Plätschern auf. 
Wasser plätschert
Gleich hinter diesem Mogel-Brunnen steigt das Gelände deutlich an. Bewusst oder unbewusst nimmt jeder Besucher erst einmal an, das Wasser, was hier plätschert, kommt aus dem Berg. 
Brunnen Sandsteintrog
Eine sehr schöne Vorstellung, die aber leider nur eine solche ist. In Wirklichkeit kommt das Wasser natürlich vom richtigen Brunnen daneben und wird mittels einer kleinen elektrischen Pumpe im Trog umhergepumpt. 

Brunnen Sandsteintrog

Ein ganz skurriles Kerlchen, das ja irgendwie ebenfalls zum Thema Wasser passt, steht ebenfalls hier. Das  einzige Wasser-Element im Garten, das eigentlich ohne Funktion ist. Denn, wann regnet es schon einmal bei  uns? Der Regenmesser ist hierzulande nahezu arbeitslos.

Regenmesser


Die Vogeltränke

Der Brunnentrog steht rechterhand, wenn man das Gartentor durchschreitet. 
Links sieht man das Mäuerchenbeet, dahinter die Blumenwiese und in ihr steht die schöne steinerne Vogeltränke. 
Vogeltränke in Blumenwiese
Sie war einmal ein Geburtstagsgeschenk und passt so perfekt in unseren Garten. Die Vögel lieben sie. Was da gebadet und geplanscht wird. Der Übermut ist so groß, dass ich laufend Wasser nachfüllen muss. Die Rabauken spritzen in ihrer Badewonne immer alles heraus. 
Sind gerade keine Vögel im Bad, nutzen Bienen und Wespen sie als Wasserquelle. 
Im Winter darf kein Wasser darin stehen. Der Kunststein würde es nicht aushalten. Klar, man könnte sie dann wegräumen oder mit einem Brett abdecken. Wir aber haben dann einfach das Futterhaus für die Vögel darauf stehen. So herrscht hier wirklich rund ums Jahr das lebhafteste Treiben. Ich beobachte es so gerne, wenn ich in der Küche stehe und zum Fenster hinunter schaue. (Vogelhaus im Winter)
Geht man nun von der Vogeltränke aus den Berg hinauf, hinter dem Haus vorbei, so kommt man…..
Nein, das hebe ich mir für den Schluss auf. Ist das doch dann auch immer der Schluss eines jeden anstrengenden Gartentages. 

Der Leuchtbrunnen

Gehen wir lieber erst die Blumenwiese zurück auf die Einfahrt und benutzen die Treppen an der Südseite des Hauses. Wir kommen auf die Terrasse vor dem Haus und gelangen von hier über zwei weitere kleine Stufen in den oberen Garten. 
Landgarten (c) by Joachim Wenk
Gleich nach den Stufen plätschert und gluckst es schon wieder. 
Quellsteine (c) by Joachim Wenk
In einen kleine Kiesfläche ist ist wieder ein Brunnen eingelassen. Ein Betonmischkübel dient als Reservoir. Eine Pumpe wälzt das Wasser um und Dioden leuchten im Dunkeln schön. Dann gibt das Wasser interessante Lichtreflexe. Auch dieser Brunnen war ein Geburtstagsgeschenk und begleitet uns seit 2013. 
Quellsteine Brunnen (c) by Joachim Wenk
Absolut amüsant finde ich ja, daß sich gerne Vögel auf diesem leicht sprudelnden Wasser in den Steinen Baden. Fotografisch festgehalten habe ich mit viel Glück einmal eine Amsel. Aber auch die Meisen nutzen die Quellsteine als „Whirlpool“. 
Amsel Badet Quellsteine (c) by joachim Wenk
Lassen wir ihnen den Spaß und begeben uns in den oberen Garten. Ein große freie Rasenfläche vermittelt luxuriösen Raum und Freiheit. Mitten in ihr wächst unser  Hausbaum, die Baumhaselnuß. 
Hausbaum Baumhaselnuss (c) by Joachim Wenk


Das Seerosenbecken aus Kanalrohren – der mediterrane Platz

Als wir vor ein paar Jahren die Wege neu pflasterten oder ganz neu anlegten, verbreiterten wir die freie Fläche vor dem „Palmenhaus“, das zum Überwintern der Kübelpflanzen dient. Ein kleiner Platz sollte entstehen. Man sieht ihn schon hinter dem Baum. 
Und wenn schon der halbe Garten mit dem Bagger auf gegraben war, konnte doch auch gleich das lange überfällige Seerosenbecken installiert werden. Ein Boden wurde betoniert. Darauf setzten wir dann zwei Kanalringe aus Beton. Schwer ist so ein Ring. Beinahe hätte er den kleinen Bagger damals noch umgekippt. Aber wir haben es geschafft. Seither hat die Zwergseerose, die ich seit ungezählten Jahren besitze, endlich ein angemessenes Becken. Sie blüht jeden Sommer überschwänglich
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk

Mitten im Becken gibt es eine kleine und feine Fontäne. Ich mag ja ganz gern mal so nette Spielsachen. Die schwimmende Fontäne besteht nur aus dem, was auch im Foto ersichtlich ist. Solarzellen speisen eine winzige Pumpe. Scheint die Sonne, sprudelt es. Je heller, desto höher. 
mediterraner Platz mit Seerosenbecken (c) by Joachim Wenk
Hier am mediterranen Platz, dessen  Name sich von meiner Kübelpflanzensammlung herleitet, gibt es noch zwei Behälter mit Wasser. 
Ja! das ist halt grün von den Algen. Aber die Hundebesitzer unter euch wissen, von was ich rede. Selbstverständlich fülle ich ständig sauberes Wasser in die Wasserschüssel vom Max. Nur das schmeckt halt erst dann, wenn es abgestanden ist. Lieber grün von Algen als frisch vom Hahn. Ist doch so oder? 
Ein Mörtelkübel voller Wasser als Möblierung für den mediterranen Platz? Ja genau. Und der ist ganz wichtig für jemanden, der gerne bei 30 Grad und Sonne pur mit schwarzem Ganzkörperfellmantel in der Sonne liegt. Hier unter der Palme befindet sich das Kneipp-Bad vom Max. 
Wenn also nach exzessivenm Sonnenbaden das Blut droht, über zu kochen, dann tut Erfrischung Not. Wie genüsslich man dann Pfote für Pfote in den Bottich steigen kann ist phänomenal. Dort wird bei leichtem Kneipp-Treten dann kurz verharrt, bevor es wieder in die Sonne geht. 
Hundebadewanne (c) by Joachim Wenk

Wie kommt das Wasser zu den Pflanzen?

Meine Kübelpflanzen hängen am Tropf. Und hHier sieht man zum Beispiel einen Tropf, an dem das Leben der Kübel hängt. Eine computergesteuerte Tropfbewässerung hat sich seit über 15 Jahren mittlerweile bewährt. Das weiße Tüchlein soll den Computer nebst Batterie vor der heißen Mittagssonne schützen. Das klappt ganz gut so. 
Folgen wir dem Weg vom Platz weiter in Richtung Gemüsegarten, sehen wir wieder einen Tropf. 
Dergesamte Gemüsegarten, das Gewächshaus und die Staudenbeete sind mit Tropfschläuchen ausgelegt. Im Frühjahr sieht man sie auf der Erde liegen. Später nicht mehr. Ich habe sie letztes Frühjahr installiert. Geld und Arbeit wurden investiert und jetzt bin ich nur begeistert. 
Von Hand oder mit dem Schlauch bewässern ist bei der Trockenheit und Gartengröße  nicht mehr möglich. Jetzt laufen sie mit mechanischen Zeituhren gesteuert mehrmals die Woche den ganzen Tag. Immer schön eine Fläche nach der anderen. Sonst geht mir die Pumpe wieder in die Knie, das soll vermieden werden. Selbst jetzt Ende April, Anfang Mai muss ich gerade im Gemüsegarten schon wieder viel  wässern. Seit Wochen kein Regen, das zu dieser Jahreszeit, wo alles wachsen will und soll. Der Rasen hat schon wieder erste braune, verbrannte Stellen. Durch das Beregnen nehmen die Pflanzen Schaden und man verschwendet zu viel Wasser. Die Tropfschläuche sind wirklich einen segensreiche Erfindung. 

Tränken für Insekten,  Vögle und Säugetiere im Gemüsegarten. Und einen Mini-Seerosenpool im Gewächshaus.

Hier im Gemüsegarten bin ich schon fast am Ende meines Wasserspazierganges. Und doch gibt es auch hier noch etwas zu berichten. 
Mitten im Gemüsegarten, am Wegekreuz mit kleinem Platz, kommt das Wasser aus dem Boden. 
Das sieht doch genial durchdacht und bewusst konstruiert aus mit den dreieckigen Gemüsebeeten. 
Wegekreuz im Gemüsegarten  (c) by Joachim Wenk
Es hat sich aber eigentlich nur so ergeben. Der Gemüsegarten war ursprünglich für etliche Jahrzehnte der Hühnerlauf.  Der Vorbesitzer zog sich ein Wasserrohr dort hin und ließ es mitten in der Fläche, an einen Stückel gebunden, aus dem Boden kommen. Als ich den Gemüsegarten angelegt habe, überlegten wir, wie wir das mit den Beeten machen. Damals wollten wir das Wasser nicht neu verlegen. Wie sich heraus stellte war der Anschluss wirklich sehr genau in der Mitte der Fläche. So ergab es sich, dass also die Wege diagonal geführt werden, in deren Kreuzungspunkt die Wasserstelle ist. 
In der Ecke des Gemüsegartens,  unterm Nußbaum auf dem Pflanzkübel, steht schon wieder Wasser. 
Insektentränke (c) by Joachim Wenk
Das ist meine Insekten-Tränke. Etwas Wasser mit rauen Steinen darin, daß sie nicht abrutschen, liefert das dringend benötigte  Naß, ohne sie in Gefahr zu bringen, ins Wasser zu fallen und zu ertrinken. 
Unter dem Ruhe-Bänkle im Gemüsegarten steht eine Schale mit Wasser. 
Ruhebank im Gemüsegarten (c) by Joachim Wenk
Wenn es im Sommer und Herbst so wahnsinnig trocken ist, nach den Monaten ohne Regen, haben die Igel ein großes Problem. Sie verdursten. Daher stellte ich einen Blumenuntersetzer mit Wasser hinten im Gemüsegarten auf. Ob der Igel je daraus trank weiß ich nicht. Da ist jedenfalls einer. Ich habe sogar schon eine Hand voll kleiner Jungigel in meiner Wiese gesehen. Wer aber aus dem Untersetzer trinkt und sich gerne darin erfrischt, das sind die Amseln. Also fülle ich die Schale halt seither immer auf. Irgendjemand findet das dann auf jeden Fall toll. 
Auf dem Weg zurück zum Haus, etwa zum Feierabend, kommt man am Gewächshaus vorbei. Da fällt mir doch ein, hier müssen wir auch noch kurz hinein. Hätte ich nicht beinahe vergessen, sie hier zu erwähnen. Sie steht im Gewächshaus. Kuckt mal meinen Mini-Seerosen-Tümpel. 
Miniseerose im Gewächshaus Seerose (c) by Joachim Wenk
Ein Ableger der großen Zwergseerose steht hier seit ein paar Jahren in einer Schale. Ist das nicht goldig? Leider hat die Kleine hier noch nicht geblüht. 

Mein Lieblings-Wasser im Garten

Ich finde, jetzt habe ich langsam genug getan für alle animalischen und pflanzlichen Bewohner im Garten. Höchste Zeit, einmal auch wassertechnisch an mich zu denken. Oder? Was meint ihr? Stimmt da war doch noch was. Anfangs wollte ich nicht darüber berichten, weil es ja nach dem Garten-Tag auch immer den Schlußstrich zieht. Dann ist jetzt genau der richtige Moment dafür. 
Gehen wir  noch einmal zur Vogeltränke im Vorgarten. Wenn man von dort also jetzt hinter dem Haus den Hang hoch geht sieht man…. 
Ja, man sieh hier die Karpfenhälterung. Ein in den Boden eingelassenes Wasserbecken mit Luftsprudler und Deckel. Wenn wir im Herbst Karpfen fischen, kommen hier ein paar hinein. Von hier kann man sie dann im Winter mit dem Käscher entnehmen. Würde man nur welche essen, wenn gerade der Weiher gefischt wird, wäre das eine  magere Ausbeute an Fisch-Schmaus. Nein, die müssen in derartigen Hälterungen gehalten werden. Sie fressen im Winter auch im Teich nichts und haben Winterruhe.  Sie treiben knapp über dem Teichboden regungslos umher. Aus dem Weiher bekommt man sie aber nicht raus, Angeln  bei Karpfen geht eh nur im Sommer, wenn sie auch fressen. Hier ist also ein Teil des Wintervorrates unserer Speisekarpfen untergebracht. 
Bitte? Die Karpfen sind doch sicher nicht mein Tagesabschluß im Garten? Und man sieht eigentlich gar nicht zu erst das Karpfenbecken, sondern das futuristische Ufo oben auf der Terrasse?  
Gut, jetzt sind wir wirklich am Ende eines Gartentages angelangt und das bedeutet für mich – für uns – das hier: 

Was für eine Wohltat das 37 Grad warme Salzwasser blubbernd und massierend auf die müden Knochen einwirken zu lassen. 
So nun hatten wir einen ausführlichen Spaziergang durch unseren Garten. Das Thema Wasser war doch wirklich interessant und wert, einmal gesondert dargestellt zu werden. Und es ist ein Beitrag geworden, mit dem ich den 5-jährigen Blog-Geburtstag gebührend feiern kann. 
Ich hoffe, es hat euch auch Spaß gemacht. Ich wünsche einen schönen Feiertag und genießt den herrlichen Frühling. Vielleicht sogar auch am oder im Wasser. 

Man darf den Tag nicht vor dem Abend loben….

Aber dann wurde der Abend doch noch richtig  mies. 

Gefreut habe ich mich auf diesen Samstag. Viel hatten wir vor, was lange schon gemacht gehört. Erfahrungsgemäß ist dann, wenn alles erledigt ist, so ein gutes Gefühl im Bauch und den müden Knochen.

Das Wetter war wohl bewölkt aber von angenehmer Temperatur zum Arbeiten im Garten. Früh beizeiten ging es los, für’s Mittagessen nahmen wir uns nur wenig Zeit. Der Kaffee war schnell getrunken und abends waren fingen wird  gerade an,  herunter zu fahren.

Da erreichten uns Meldungen am Handy bezüglich des Geschäftes. Gestern Abend schon hat mir eine EDV-Geschichte den Feierabend versaut. Heute wissen wir, dass ich einen winzigen Fehler machte, der aber größere Auswirkungen hat. Ich habe zwei grüne Daumen, aber keinen einzigen Daumen für EDV und Computer und so ein Zeugs. Es hilft nichts, Volker muss ins Geschäft fahren und das bereinigen. Der gemütliche  und entspannte Abend ist damit gelaufen. Was könnte ich mich ärgern. Und wie versaut einem so eine dumme Sache das Wochenende.

Nun bin ich frustriert und sitze also am Samstag Abend vor dem Laptop. Vielleicht baut mich das Schreiben über den ansonsten schönen Tag, all das Geschaffte und die sonnigen Frühlingserinnungen daran wieder auf.

Wie begann also dieser Tag? 

Ich las beim Frühstück in einem Land-Magazin über das Zimbelkraut. Na, da habe ich aber auch genug davon im Garten. Gleich musste ich, mit dem Handy ausgerüstet, hinaus.

Ich liebe es wirklich. Diese winzigen etwa 5 mm großen Blüten sind so bezaubernd. Die Farbkombination mag ich sowieso. Vor langer  Zeit hatte ich mir mal aus den Mauerfugen in einem historischen Garten das mir damals noch unbekannte Wildkraut gerupft und daheim eingepflanzt. Also 15 Jahre ist das mindestens her. Seither begleitet es mich immer und überall. Vom damaligen Hinterhof mit Kübelpflanzen ist es nun schon lange in meinem Landgarten heimisch.

Es wird wieder bis zum Frost im Herbst durchblühen. Es samt sich selbst aus. Sprießt aus den Fugen in der Trockenmauer, im Pflaster, im Gehweg oder in Kübeln und Beeten. 

Oder eben in den Kübelpflanzen. Hier zum Beispiel in meiner über 30 Jahre alten Washingtonia. Und hiermit habe ich es in meinen Garten „eingeschleppt“. Das ist noch aus dem Hinterhofgarten. Im filzig-luftigen Stamm der Palme wurzelte es und samte sich immer wieder aus. 

Heute wird ein Nutzgarten-Tag

Da heute ein  praktischer Nutzgartentag wird und das Zimbelkraut ja eher eine Zierpflanze ist, schwenke ich nun über die ersten Blüten der Erdbeere, einer Nutzpflanze, zum eigentlichen Tagesthema. 
Zum Nutzgarten gehört ja auch mein Obstgarten. Und hier gab es die Tage eine freudige nun im dritten Jahr erziehe, hat die ersten Blüten angesetzt. Oh das wäre wundervoll, wenn hier die ersten Früchte reifen würden. Dann weiß ich endlich, wie sie schmecken, welche Konsistenz und welches Aussehen sie haben. Bislang ist mir nur bekannt, dass es Lageräpfel sind. Der erste Bissen eines eigenen Apfels von den Bäumen wird also auf alle Fälle noch etliche Zeit auf sich warten lassen.  Das Spaliergerüst beschreibe ich HIER. Ihre wirklich interessante Geschichte und Herkunft kann man HIER nachlesen. 
Die letzten Tage  habe ich – der Urlaub sei dank –  ausschließlich im Gemüsegarten verbracht. Jetzt sind alle Beete einmal vom großen Unkraut befreit. Brennnessel und Löwenzahn waren die Hauptakteure bis dahin. Es liegt noch der restliche Mulch vom Winter. Zum Wegräumen kam ich noch nicht. Ich will es auch so lassen, weil dann wenigstens etwas auf der sonst nackten und ungeschützten Erde liegt. Ein scheußlicher Gedanke für einen Mulch-Gärtner, wie ich mich seit den Erfolgen des letzten Jahres endgültig bezeichnen möchte. 
Hier in den Gemüsebeeten ist ein traumhaftes Weben und Treiben im Untergrund. Es sind Unmengen an Würmern und Tausendfüsslern und anderen Tierchen vorhanden. Die Würmer huschen sogar über die Erde, während ich in der Nähe Unkraut grabe. Um jeden Wurzelballen oder im entstandenen Loch beim Löwenzahn ausgraben sind Mengen an Würmern. Die muss ich halten, daher darf der Boden nie unbedeckt sein. Vor meinem Mulchen waren so gut wie keine Würmer im Boden!  Und ich muss sie füttern – mit Mulch – damit sie weiter unaufhaltsam mir ihre Dienste erweisen. Ihre Arbeit kann keine Maschine oder kein Dünger und sonst Mittelchen, was man auf die Erde aufbringt, ersetzen! 
Heute habe ich Kompost auf die Beete verteilt. Mangels Zeit auch hier wieder ungesiebt, weil er ohnehin sehr schön locker und fein krümelig ist. Dann kam die entsprechende  Menge Steinmehl darüber und schließlich der Rasenschnitt von gestern Abend. Ein Beet ist fertig gemulcht und kann die nächsten Tage bepflanzt werden. 
Gottseidank haben wir auf Grund der großen Rasenfläche immer wieder Mulchmaterial zur Hand. Leider zu wenig aber ich bin dankbar für die Menge, die ich bekomme. Würde es bei uns auch mal regnen, hätte das Gras mehr Zuwachs. Es ist halt schon wieder ein wenig trocken hier. 


Gemüseexperimente im Gewächshaus

Nach der Mulcharbeit habe ich die Tomaten, die schon sehr groß sind, aus dem geschützten Partyraum endgültig ins Gewächshaus gestellt. Dort sind die Lichtverhältnisse eindeutig besser. Aber ich bin froh, dass sie noch im Haus waren. Die Nacht zum Freitag hatte Temperaturen, die nur minimal oder gar nicht mehr über dem Null-Punkt lagen. Da wäre es auch im Gewächshaus, vor allem für die Paprika, zu kalt geworden. Sie hätten einen Wachstumsschock bekommen, von dem sie sich wieder lange nicht erholt hätten. 
Im Gewächshaus stehen ja noch viele andere Jungpflanzen. Den Grünspargel zeigte ich bereits. Aber seht mal, in welch unbeabsichtigt witzigen Kombination er in der Topfplatte steht. Was isst man gern zu frischem Grün-Spargel? Na? 
Klar! Kartoffeln. Ja, wirklich, direkt neben dem Spargel stehen, wie später auch auf dem Teller, junge Kartoffelpflanzen. 

Wundert euch nur. Normal ist das ja auch wirklich nicht. Und meine Kartoffeln für die Küche stecken schließlich auch schon im Boden. Die hier sind ein Experiment, eine gärtnerische Spielerei. Im Samenkatalog fand ich Kartoffelsamen. Eine Mischung an Samen verschiedener Sorten. Eine Anregung zum Selberzüchten. 
Im Jahr davor wollte ich schon Samen von meinen Kartoffeln abnehmen, weil in einem hochinteressanten Artikel zum Thema Kartoffeln stand, dass man sie sähen kann. Es wird oder wurde auch schon damit experimentiert, Kartoffeln leichter für mehr Menschen zur Verfügung stellen zu können, in dem Samen statt Steckkartoffeln verteilt und gelagert werden. 
Ich habe die Samen bestellt und gesät. Jetzt habe ich wohl etliche unterschiedliche Kartoffelpflanzen nicht bekannter Sorte(n). Spannend! 
Und nun haltet euch fest. In der aktuellen Ausgabe eines von mir heiß geliebten Gartenmagazins für natürliches Gärtnern und leben (ich nenne jetzt keine Bezeichnung, sonst muss ich am Ende den Beitrag  wieder als Werbung deklarieren, was ich nicht möchte) ist eine Beschreibung, wie man seine eigene Kartoffelsorte selbst züchtet, ausgehend von gesäten Kartoffeln. Die lassen aber ihnen bekannte Sorten sich bestäuben und nehmen dann die Samen. Diesen ersten Schritt habe ich mir erspart. 
Ob ich wohl Kartoffeln hinbekomme, die ich dann gern auch mal weiter verwende. In 10 Jahren immer noch? Das ist alles höchst aufregend und ich bin neugierig, was daraus wird. Jetzt sind erst einmal die Samen gekeimt und ich habe winzige Kartoffelpflanzen. Was weiter geschieht, demnächst in diesem Blog. 
Aber eigentlich möchte ich mich ja meiner geschafften Arbeit bewusst werden und mich vom miesen Abend ablenken. 

Wem die Arbeit im Garten nicht ausreicht, macht eben draußen weiter…

Zurück also zum Tagesgeschehen. Was sich auch außerhalb des Gartens abspielte. 
Und wenn ich schon einmal außerhalb meines Gartens bin, nutze ich die Gelegenheit. Mein Weinberg sieht von draußen auch recht ordentlich aus. Alle Rebstöcke haben diesmal überlebt. Der eine erfrorene vom letzten Jahr ist durch einen neuen ersetzt. Die Schnittarbeiten und Anbindearbeiten wurden durchgeführt. 
Geht man da draußen auf dem Zufahrtsweg einen Schritt zurück, sieht man den Weinberg hinter dem Zaun und auch einmal die alte Ligusterhecke. Oh weh, die muss dieses Jahr auch wieder geschnitten werden…… 

Und drehe ich mich hier vor dem Gartenzaun um, kann ich meinen Weihergarten erblicken. Seht ihr den roten Pfeil? Da ist der Eingang und das Stückchen Land rechts vom Türchen ist meines. Da kommen wir auch gleich noch hin. 
Und schon sind wir bei der Arbeit. Zwischen dem Zufahrtsweg vor unserem Zaun und der Dorfstraße liegt ein steiler Hang.  Es ist unsere Aufgabe, den Bereich vor unserem Grundstück, zu mähen. 
Das geht nur mit der Motorsense. Der Rasenmäher geht ab einer gewissen Steillage und Neigung immer aus. Zudem droht er ständig um zu kippen. Also spielen wir ein paar Mal im Jahr Bergbauern und mähen den Steilhang. Das ist immer eine wenig beliebte Arbeit, bei uns beiden. 
Es muss aber sein. In 14 Tagen ist Kirchweih im Dorf. Die findet auch noch direkt vor unserem Haus, neben dem Dorfweiher statt. Und der Kirchweihumzug führt hier auf der Dorfstraße an unserem Grundstück vorbei. Da muss man schon alles herausputzen. 
Meine beiden Quittenbäume (fränkische Hausquitte und Baumwollquitte) pflanzte ich vor über vier Jahren. Es waren damals nur jeweils ein dünner Ast, ohne Seitentriebe und vielleicht 50 cm lang.  Ich band sie damals an einem Stock fest, damit sie nicht umgeknickt werden. Der Nachbar sah mich und fragte, ob ich nicht ein wenig sehr dünne Stützen verwende. Ich musste ihn aufklären. Das „sehr dünne“ ist der Baum und das Dicke ist die Stütze. Bilder dazu hatte ich damals auch veröffentlicht.  Früher hatte ich noch sehr kleine Bilder im Blog, die aber beim Anklicken größer werden. Schaut einfach mal HIER vorbei.  
Seither sind sie wirklich schon gut gewachsen. Allerdings blühen sie schon seit zwei Jahren, bringen aber keinerlei Fruchtbehang hervor. Ich hoffe, das ändert sich noch. Vielleicht dieses Jahr? Knospen haben sie jedenfalls wieder ausreichend. 
Der Wiesenschnitt vom Steilhang kommt gleich  runter in den Weihergarten als Mulch. 
Wie ihr sehen könnt, habe ich ein  paar Bahnen Bändchengewebe verlegt. Dazwischen sind Ackerbohnen gesät, Topinambur gesteckt und die Yacons kommen noch dorthin. Irgendwie muss ich mit den wirklich üblen Unkräutern dort unten zurecht kommen. Ob das Gewebe mir dabei hilft? Ich versuche es dieses Jahr zum ersten Mal. 
Wer schon mal mit Quecken und Ackerwinden zu tun hatte, weiß sicher, wie hartnäckig die sind. 
Ein paar Meter Hecke stehen auch am Steilhang. Damit wir den Kirchweihumzug richtig beobachten können, und weil es nötig war, wurde die Hecke gleich mit geschnitten. 
So langsam wird das Häckselmaterial echt viel. Kommende Woche muss ich wohl mal wieder den großen Häcksler anschmeißen. Das kommt mir ganz gelegen, brauche ich doch noch viel Mulchmaterial. 
Ihr seht, die Sonne geht langsam unter. Der Samstag geht zu Ende und ein wohlverdienter, ruhiger Abend naht. 
Jedenfalls holen wir bei der sehr hilfsbereiten Nachbarin (der ja mein Weihergarten eigentlich gehört) noch  einen Anhänger voll Stroh. Mit ihren sieben Pferden hat sie das natürlich immer ausreichend vorrätig. 
Somit kann ich die in der vergangenen Woche gesteckten Kartoffeln dick mit Stroh mulchen. 
Ein wenig  hebe ich mir für den Garten oben auf. Das kommt zwischen die Erdbeeren und unter die Beerensträucher. 

Tagesarbeit geschafft, der Abend geht auch vorüber und eine Einladung

Jetzt ist Feierabend. Naja dachten wir  halt wenigstens. 
Und ich habe jetzt wieder sehr viel geschrieben. Es hat mich abgelenkt und auch   Spaß gemacht. 
Mich selbst überrascht, wie viel doch immer wieder zu tun ist und über wie viele spannende Dinge man immer wieder berichten kann. 
Vielleicht sollte ich auch einmal erwähnen, dass Interessierte immer herzlich eingeladen sind, einen für uns beide passenden Termin aus zu machen und mich (uns) im Garten besuchen zu kommen. 
Vielleicht ist das eine oder andere Thema für den einen oder anderen interessant? Vielleicht überlegt jemand, selbst einen Garten zu bearbeiten oder sich mit Obst und Gemüse selbst zu versorgen und hat viele Fragen? Themen gäbe es sicher ausreichend, worüber es ich zu reden lohnt. Erfahrungen und Ideen austauschen ist für mich immer sehr wichtig. 
Also bitte keine Scheu. Kontakt gern über eine Kommentar oder über die Adresse im Impressum

Vom Seerosen düngen und Knoblauch vermehren

Die Forsythie blüht und zeigt uns damit, dass wir im Erstfrühling angekommen sind. 
Gleich nach Ostern war er mit einem Mal da, „der Frühling“. Bilderbuchwetter und Bilderbuchtemperaturen. 

Ich habe die ersten Tage richtig intensiver Gartenarbeit hinter mir und eine leichte Röte ziert seitdem mein Gesicht und diverse lichte Stellen am Haupt. Die Sonne hat schon richtig Wum.
Auch wenn ich noch wahnsinnig hinterher bin mit all den nötigen Frühjahrs-Aufräumarbeiten und Frühjahrs-Verbereitungen für die Saison, so kommt doch mit jedem Handgriff die Freude am Garten langsam wieder.

Wahnsinnig unterstützt durch eure vielen vielen aufmunternden Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Ich habe mich so gefreut! Und sage Danke, Danke, Danke. Ganz besonders bedanken möchte ich mich auch bei meinen stillen Fans, die mir auch mit ihrem, zum Teil, erstmaligen Kommentar, ihre Unterstützung ausdrücken wollten.

Ich bleibe am Ball, lese und drucke aus, generiere Impressums und Datenschutzerklärungen, entferne Fotos mit Gesichtern drauf, habe die eine oder andere Seite aus der Öffentlichkeit genommen. Ich warte auf Rückmeldung von Dienstanbietern, auch für meinen Selbstversorgerblog achimsgartenzumessen.de. Scheinbar sind wohl selbst die Hosts mit den Hausaufgaben hinterher. Oder was bedeutet die Aussage : wir sind mit Anwälten dabei pünktlich Lösungen für unsere Kunden zu bieten. Na toll, und wenn die es vermasseln bin ich strafbar. Das ist eine Welt….

Ich warne schon mal vor. Es kann immer noch sein, daß der Blog im Mai einmal (kurzfristig) nicht sichtbar ist. Das ist meine Notbremse, wenn noch Dinge ungeklärt wären. Aber was ist mit all den Dingen, die ich nicht klären kann, weil ich gar nichts davon weiß? Wird hoffentlich alles gut gehen.

Heute will ich aber nicht über Datenschutz nachdenken, sondern euch von ein paar meiner Arbeiten und Gartenangelegenheiten der letzten Tage berichten.

Also ganz besonders schön war das sonntägliche Mittagessen auf der Terrasse. Traumhaft. Zudem gab es, bis auf den gebratenen Fisch, nur Dinge, die aus meinem Garten stammen. Wirsing, Kartoffeln vom letzten Jahr, sowie frischen Kopfsalat mit ebenso frischen Kräutern im Dressing.

Auch der Kaffee wurde hier eingenommen. Naja zumindest so weit es möglich war. Oder könntet ihr in Ruhe Kaffee und Kuchen zu euch nehmen, die Sonne und das Wetter genießen, wenn unentwegt DIESER Blick von schräg unten eure Augen trifft? Mit jedem meiner Versuche, dennoch meinen Kaffee in Ruhe zu genießen und nicht nach unten zu sehen, verringerte sich übrigens unauffällig der Abstand zwischen uns….
Irgendwann war mir die Nähe dann doch zu viel und er bekam seinen Wiener halt schon beim Kaffee trinken und nicht erst danach, wie eigentlich geplant. 
Zwar nicht ganz so nah aber auch ständig aufmerksam am Beobachten ist mein spezieller Freund von nebenan. Luke heißt er. Von Baby-Beinen an verstehen wir uns von Zaun zu Zaun ganz prächtig. 
Ach so ja, habe ich nicht eigentlich auch von Garten-Arbeit gesprochen? Klar, die gab es ausreichend. Zum Beispiel habe ich am Wochenende alle Kübelpflanzen ausgeräumt. Auch die Seerose kam wieder in ihr Becken. Ihr Topf ist ein etwa Obstkorb-großer Plastikkorb für eben Unterwasserpflanzen. Sehr schwer, sehr dreckig und sehr stinkig beim Transportieren. Dennoch muss er erstmal raus aus der Tonne vom Winterqartier und aufs Trockendock. 
Düngen ist angesagt. Die Seerose bekommt bei mir einmal im Jahr Düngepellets in den Topf. Die müssen aber gut vergraben werden, weil sie sonst im Wasser natürlich gleich aufschwimmen. Das Wasser ist dann gedüngt, die Rose nicht. 
Man kann die Pellets auch in diese praktischen kleinen Beutel füllen und zuknoten. Diese Teebeutel sind für wenig Geld zu bekommen. Ich habe sie daheim, weil ich darin auch gerne einmal von meinem Kräutertee, Rosenblütentee oder dem beruhigenden Hopfentee kleine Geschenke und Mitbringsel mache. 
Heute kommt also kein Tee sondern Dung hinein. Die Beutel werden dann in der Erde der Seerose vergraben und so schwimmt kein Dünger im Wasser. 
Faszinierend, wie saumäßig schwer der Seerosenkübel ist und doch mit nur einem Finger hochhebbar, sobald er im Wasser ist. Also immer erst das Wasser einlassen und dann den Kübel versenken. Beim herausnehmen im Winter kommt auch erst der Kübel aus dem Wasser und dann das Wasser aus dem Becken. Zu diesem Zweck ist auch die Schnur, die man auf dem Foto erkennen kann, am Kübel befestigt. Will ich ihn aus dem Wasser nehmen, muss ich nur an der Schnur ziehen und schon schwimmt er auf. Ich habe ja keine Lust im Winter im eiskalten Wasser herum zu fischen. Zudem ist das Becken so tief, dass ich die Rose gar nicht erreichen könnte. 
Wer sich jetzt noch fragt, wozu denn die Latte gut ist. Die bleibt nur so lange kaum Blätter auf dem Wasser sind. Sie soll eventuell hinein gefallenen Vögeln ermöglichen, sich retten zu können. Einmal hatte ich leider eine tote Meise im Becken, da gab es derlei Hilfen noch nicht. Das war mir eine Lehre!
Vier Tage später schwimmen schon die ersten Seerosenblätter auf dem Wasser und Blütenknospen habe ich schon beim Einsetzen entdeckt. Bald sieht es wieder SO aus. 
Die anderen Kübel müssen trotz und gerade wegen dem traumhaft sonnigen Wetter erstmal ins Carport.  Würde ich sie sofort ins Freie stellen hätten sie rasch von der Sonne mächtigen Sonnenbrand. Also erst einmal ein paar Tage im Schatten lassen und am nächsten Wochenende kommen sie an ihre Plätze im Freien. Bei der Rosengeranie oder  Banane wäre das nicht schlimm. Die haben sofort wieder neue und intakte Blätter. Die Olive nicht, die behält die Blätter den ganzen Sommer über. Und wenn sie verbrannt sind, sieht es nicht schön aus. Schlimm wäre es auch bei der Palme, die die Blätter ja mehrere  Jahre behält oder dem Feigenkaktus, der ja nur aus „Blättern“ besteht. 
Am Wochenende waren die Kübel dran und heute beschäftigte ich mich mit dem Gemüsegarten. 
Im Gewächshaus der Winterkopfsalat ist echt ne Wucht. Und der schmeckt! Mit frischen Kräutern aus dem Garten ein unvergleichlicher Genuß. 
Und schaut mal, was neben ihm steht. Prächtiger Lauch. Lauch? Ja frischer Lauch im April. Na gut der muss jetzt aber auch dringend verwendet werden bevor er blüht. Im Herbst hatten wieder etliche Lauchpflanzen vergessen zu wachsen. Wie halt immer bei mir im Garten mit dem Winterlauch. Die mickrigen  Pflänzchen, die weniger als ein Bleistift an Durchmesser hatten, standen Monate im Beet, ohne dass ich etwas hätte ernten können. 
Wegschmeißen kann ich sie ja immer noch, das Gewächshaus steht im Winter ohnehin leer. So pflanzte ich etliche von ihnen um. Nun seht selbst. Im Winter geschah noch nichts und in den letzten Wochen legte er plötzlich los. Man darf einfach nie zu früh aufgeben. 
Mein nunmehr dritter Versuch einen geeigneten und dauerhaften Standort für’s Kräutebeet zu finden. Heute habe ich es angelegt und die Kräuter verpflanzt. Salbei, der aber eher erfroren ist meine ich. Griechischer Oregano, der ein Wucht an Aroma ist. Aufrechter und überhängender Rosmarin, die im Topf bei den Kübelpflanzen überwintern, weil sie mir sonst erfrieren. Genau so handhabe ich das seit vielen Jahren mit der Zitronenverbene (hier nicht im Bild). Es stehen noch hier, mehrere Thymian von aufrecht bis kriechend, Etagenzwiebeln, Schnittknoblauch und ausdauerndes Bohnenkraut sowie Zitronenmelisse. Hinzu kommt noch Majoran, ohne den ja gar nichts geht. Der ist aber zum Teil erst gesät und wird zu gegebener Zeit eingepflanzt. Ach ja und ein Olivenkraut hat doch glatt diesen harten Winter überlebt. Ich dachte immer dass das einjährig ist. 
Was auch nicht fehlen darf, ist Schnittlauch und Winterheckenzwiebel, die aber an anderen Stellen stehen. 
Gut, daß ich im Herbst schon etwas gesteckt habe, sonst wären die Gemüsebeete noch immer gänzlich unbewachsen von Kulturpflanzen. Hier der im Herbst gesteckte Knoblauch. 
Auch in diesem Beet steht der ebenfalls im Herbst gesteckte Knoblauch auf folgendem Bild. Der ist viel viel kleiner. Ja, aber das muss so sein. Das sind die Mini-Bulben, die mancher Knoblauch anstatt der Blüten oben bildet. Die Bulben werden im Herbst gesteckt und wachsen jetzt. Im Sommer werden sie geerntet und aufgehoben (oder gegessen, sie bestehen nur aus einer einzigen kugelrunden Zehe). Man kann sie wieder im Herbst stecken und hat dann im Folgejahr den zu erntenden großen Knoblauch in Form einer Knolle mit vielen Zehen. So kann man ohne zukaufen zu müssen immer selbst für Knoblauchnachschub zum Stecken sorgen. 
So, nun aber genug berichtet.  Die Gartenabenteuer werden demnächst fortgesetzt. Bleibt neugierig und schaut mal wieder vorbei.
Ich wünsche schöne Frühlingstage, Achim

endlich Frühjahr 2018 – Sonne und doch düstere Wolken über allem

Narzissenwiese mit Wildtulpen in voller Blüte
Schön oder? Wunderschön sogar. Jetzt ist es nach so unendlich vielen Wochen des Wartens so weit, wir haben  den Frühling 2018. Und was für einen Schönen. 
Der Frühling ist schön, aber ist damit auch alles andere schön?
Schneeglanz in traumhaft schönem Hellblau
Ich weiß es nicht. Und genau das ist der Grund für meine lange Pause beim Bloggen. Und ich würde es gern genauer wissen, was wiederum der Grund für mein heutiges Bloggen ist. 
Wildtulpen in der Narzissenwiese
Es geht um das Bloggen, um mein Bloggen, mein Internet-Gartentagebuch. Jetzt geht es im Garten wieder richtig los, eigentlich könnte man täglich Neues berichten. Wenn ich all das Schöne draußen sehe, möchte ich das auch tun. 
So sehr habe ich mich daran gewöhnt, meine schönen und oft halt auch nicht so schönen Gartenmomente mit allen  zu teilen. Ich fühle es wirklich, so platt das auch klingen mag: Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. 
Die Walzenwolfsmilch – einfach ein interessantes Gewächs
Nun aber muss ich auch die Realität sehen. Fern von meinen Garten- und Tagebuchträumen verändert sich einiges in der Welt. Unter den Bloggern ist es gerade DAS Thema. Im Mai treten scharfe Datenschutzrichtlinien in Kraft. Verstößt man gegen sie, drohen horrende Geldstrafen. Auch einem einfachen Blogger, der über seinen Garten schreibt!
weiße Christrose oder Lenzrose? 

Kann man das nicht einfach irgendwie vermeiden? Ich weiß es ehrlich gesagt (noch ) nicht. Sehr viele Blogger, die ich kenne, beenden ihren Blog und hören auf. Das ist jedenfalls eine sichere Methode, die nicht viel Arbeit macht. Spaß allerdings macht das auch keinen. 
So fängt man dann als Blogger an, zu überlegen, zu recherchieren und ab zu wägen. Ja, in der Tat, auch abwägen. „Wir Blogger schreiben halt auch irgendwie für uns selbst“, sagte mir eine nette Bekannte. Ist das so? Irgendwie schon. Ich schreibe, weil es mir gefällt. Das stimmt wohl. Aber ich schreibe nicht für mich, sondern für interessierte Leser und Leserinnen. Sonst ist es ja auch kein Teilen. Gerade bei der Freude am schönen Garten, der schönen Natur, ist das aber für mich sehr wichtig. 

cremefarbene Lenzrose

Teile ich meine Gartenfreude, meine Erlebnisse und Taten im Garten mit Menschen, die meine Texte lesen und sich an den Gartenbildern freuen? 
Ich weiß es nicht einmal. Klar, es gibt ein paar mir sehr lieb gewordene Kontakte, mit denen ich mich gerne austausche und von denen ich eben weiß, dass sie es lesen.  Aber ob es sonst Menschen gibt, die sich für meinen Blog interessieren, weiß ich als Blogger eben nicht. Nicht, so lange mir nicht hin und wieder ein Kommentar hinterlassen wird. 
gepunktete, pinkfarbene Lenzrose

Darauf wartet man als Blogger eben. Nun aber drängt die Zeit, ich muss handeln. Entweder ich stelle meinen Blog auch ein oder ich schreibe weiter. Dann muss ich irgendwas ändern und anpassen, wegen des neuen Gesetzes. Leider weiß ich auch noch nicht, was genau. Daher das Abwägen. Lohnt ein Weitermachen überhaupt?

neue schwarze Lenzrose vom Lenzrosenmarkt
Vielleicht könnt ihr mir als meine Leserinnen und Leser bei der Entscheidung ja helfen. Ein Kommentar, dass das hier gelesen wird, würde schon reichen. 
Einfach am Ende des Artikels im Kommentarfeld ein paar Worte hinterlassen. (Der Kommentar verschwindet nach dann erst mal vom Bildschirm, weil er erst veröffentlicht wird, wenn ich dem zustimme. Auch das ist dummerweise notwendig, weil ich jeden Tag mehrere Spam-Kommentare bekomme, die, würden sie im Blog stehen, alles zumüllen würden. ) Nach dem Gesetz wird wohl gerade das Kommentieren dann schwierig  mit den öffentlichen Daten etc. Ich verstehe das Problem nicht, aber es ist wohl eines. 
Wer nicht öffentlich schreiben möchte, kann mir auch gern eine ganz normale E-Mail schicken. 
Mein Adresse ist: achimwenk@gmail.com
weiße, neue Lenzrose vom Lenzrosenmarkt
Mehr möchte ich heute gar nicht sagen. Zu wirr sind die vielen, vielen Gedanken, helle und düstere in meinem Kopf. Jetzt lasst einfach die schönen Bilder vom späten und tollen Frühling 2018 wirken und genießt sie. 
der Winterkopfsalat wird nun nach und nach verzehrt
Und bitte nicht vergessen. Wenn ein euch ein paar Worte einfallen, einfach kommentieren. 
die Zwiebeln keimen
Schönes Frühjahr dann also noch und vielleicht bis zum nächsten Mal. 
Viele Grüße, der Achim
im Gewächshaus blüht die Andenbeere
erster Rasenschnitt im Jahr 2018
Feige und Washingtonia 
frisch ausgepackte Washingtonia aus dem Überwinterungshäuschen
die inneren Blätter sind heil geblieben bei der Washingtonia
frisch ausgepackte Hanfpalme

Erste Sonne und Gartenarbeiten im Frühling: das Obstspalier

Dieser Beitrag muss einfach mit dem Bild – Hund in  Sonne – und nicht mit Worten beginnen. 
Denkwürdig ist das Datum. Man sollte es rot im Kalender markieren. Samstag 24. März 2017 und endlich scheint die Sonne, dass man Lust bekommt, draußen zu sein. Sie ist warm und angenehm und hat uns dazu verleitet, den Nachmittag im Garten mit Gartenarbeiten zu verbringen. 
Der Schnee ist fast überall verschwunden. Nur an schattigen Stellen liegt noch welcher. Jetzt wird es bald richtig bunt in der Blumenwiese. Die Narzissen und jetzt auch die Wildtulpen sind ganz schön gewachsen. 

Die Mini-Narzissen blühen wieder als Erste.

Die Schale im Gewächshaus mit den Elfenkrokussen und den gleichen Wildtulpen, wie sie in der Wiese stehen,  ist jetzt in voller Blüte. So sollte die Wiese auch aussehen. Warum die Krokus dort aber nicht aufgegangen sind, weiß ich nicht. Jetzt hoffe ich, dass die vielen Wildtulpen auch so hübsche Blüten bekommen, wie hier in der Schale. 
Gestern ist das erste Paket mit lebenden Pflanzen daheim angekommen. So haben wir also den wunderbaren Tag heute genutzt, sie zu pflanzen. Ein paar erste Stauden habe ich im Beet verbuddelt. Die waren aber nur Beiwerk bei der Bestellung. Hauptdarsteller waren die beiden Johannisbeerbüsche. Nun sind die Pflanzen für die Erweiterung vom Obstspalier am Nachbarzaun komplett. Auch die Zutaten für das Spalier gab es endlich im Baumarkt. Die Einschlaghülsen versuchten wir seit Wochen zu kaufen. Leider waren sie nie vorrätig, weil der Baumarkt diese Dinge auch erst zur Saison vorhält. 

Die Einschlaghülsen mit dem vielleicht 50 oder 60 Zentimeter langen Dorn werden in den Boden gerammt. Und ja! Der Boden ist zu meiner großen Überraschung tatsächlich komplett aufgetaut. Bevor wir uns an die Arbeit machten, zückte ich den Spaten für einen Probe-Stich. Ich befürchtete, dass der Boden nach der Kälte in den letzten Tagen, wieder komplett gefroren ist. Aber nein, ist er nicht. Sicher hat die dicke Schneeschicht ein Durchfrieren verhindert.

In die Hülsen werden dann druckimprägnierte Pfähle gesteckt und angeschraubt. Das hält sehr fest und die Hölzer sind nicht in der Erde oder in der Nässe. Dadurch werden sie länger halten. Sind sie irgendwann doch reif zum Austauschen, kann man dies leicht bewerkstelligen. Die Hülsen bleiben im Boden, sie sind verzinkt und verrotten daher ja nicht. 
Oben quer wird ein dünnerer Pfahl verschraubt. Somit kann man dann die Spanndrähte für die Pflanzen mit Hilfe von Spannschlössern richtig fest anziehen und spannen. Die senkrechten Stützen  können sich dadurch nicht zusammen ziehen. Unten verhindern das die Hülsen im Boden und oben der stabile Querpfosten. 

Fertig ist die Erweiterung meines Obstspaliergerüstes.

 In den ersten beiden Feldern steht jeweils ein Apfelbäumchen. Sie stehen jetzt den dritten Sommer hier. Ein wenig über deren Geschichte, die wirklich auch spannend ist, kann man HIER und HIER nachlesen.

Ganz links in dem Feld stehen seit dem Herbst zwei Himbeerruten von einer lieben Kollegin. Es sind, anders als meine Himbeeren im Gemüsegarten, Dauertragende oder Mehrmalstragende. Bei meinen Himbeeren ist im Juni während 2 Wochen Saison. Da gibt es massenhaft Himbeeren und ansonsten das ganze Jahr nicht. Also frische Beeren im Sommer zum Naschen oder für den Kuchen habe ich nicht. Daher wollte ich noch eine Herbsthimbeere oder eben diese dauertragenden Büsche. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln.

Daneben steht die Stachelbeere mit den süßen Früchten und dem unmöglichen Namen. “ Hinnonmäki rot“ ist ihr Name.

Die Beeren sind schön rot und wenig behaart. Sie schmecken aromatisch und süß. Der Strauch wächst stark und verzweigt sich gut. Eigenschaften, die für den Anbau am Spalier von Bedeutung sind.  Sie steht seid ein paar Jahren im Gemüsegarten unterm Walnuß. Dort aber wird sie vom Topinambur überwuchert und selbst wächst sie eben wegen besagten Baum schlecht.

Johannisbeeren und Stachelbeeren lassen sich, was mir neu war, als Spalier erziehen. Das reizte mich und nun habe ich den Busch ausgegraben und zum übrigen Spalier gepflanzt. 

Im nächsten noch freien Feld kommen jetzt die weißen Johannisbeeren zum Zuge. Bei den Johannisbeeren ist es so wie mit den Himbeeren. Ich habe eine sehr frühe Sorte im Gemüsegarten. Der Strauch trägt reich und zuverlässig. Leider, sehr früh im Jahr, wie die Himbeeren. Auch hier wieder gibt es den ganzen Sommer keine frischen Beeren für den Kuchen.

Nun habe ich extra späte Sorten fürs Spalier ausgesucht, daß sich die Ernte etwas entzerrt. Schwarze und Rote Johannisbeeren habe ich ja ausreichend. Fehlen nur die weißen.

Ich habe mich für die  „Blanka“ entschieden. Große Beeren mit später Reife ab Mitte Juli. Sie hängen an langen Trieben heißt es und sind sehr lange am Strauch haltbar. Das sind doch gute Eigenschaften für eine Nasch- und Kuchenbeere im Sommer, finde ich. Der Geschmack ist nur leicht säuerlich und sehr aromatisch. Natürlich sollte die Sorte auch für die Spaliererziehung geeignet sein. Weil sie straff aufrecht wächst und sich gut verzweigt, hat sie optimale Eigenschaften.

Die Zweite heißt „Weiße aus Jüterbog“ und ist wohl eine wirklich sehr alte Sorte, was mir immer zusagt. Wieder nur fein säuerliche Beeren (also eben „Naschbeeren“) mit gutem Aroma.

Sie reift auch erst ab Juli. Früher hat man die Beeren zur Weinproduktion und zur Herstellung von Obstbrand benutzt. Das finde ich ja schon mal interessant….

Die Sträucher werden 3-triebig gezogen.

Über meine Obstplantage in Form von platzsparendem Säulen- und Spalierobst an der Grenze zum Nachbarn (Sichtschutz) freue ich mich sehr. Und vielleicht ermöglicht das späte Frühjahr 2018 auch einmals eine Ernte an den immer reich blühenden Kirsch- bzw. Birnen-Säulenbäumen. Jedes Jahr zerstörte der Spätfrost die Blüten und die Ernte ist ausgefallen. Apfel und Zwetschge haben noch gar nicht geblüht. Vielleicht wird dieses Jahr ja ein gutes Obstjahr? Das Wetter am morgigen Sonntag verspricht das sogar. Mehr hierzu dann aber im nächsten Beitrag. 
Im Gewächshaus habe ich wieder das Vlies über dem Salat entfernt. Doch hoffentlich nun wirklich zum letzte Mal. Jetzt ist der erste Kopfsalat erntereif und wird kommende Woche verspeist. Der erste eigene Kopfsalat dieses Jahr! Das ist immer ein besonderes Ereignis. Gepflanzt im September, geerntet im März. Wenn das mal kein slowfood mit genügend Zeit zum Gedeihen und Entwickeln ist!
Den Winterkopfsalat im Gewächshaus habe ich ja schon oft erwähnt. Ich hatte genügend Pflanzen und bin  noch am Testen. Daher kamen im September auch ein paar Pflanzen ins Freie. Einfach in das abgeerntete Gemüsebeet. Einziger Schutz war ein Stück altes Gemüse-Vlies, was den Winter über darüber lag. 
Gut, den Unterschied zum Anbau im Gewächshaus mit zusätzlich Vlies und dann auch noch den Solarschläuchen, sieht man. Wäre ja auch schlimm, wenn so ein teures Haus keinen Nutzen brächte. 
Aber!  Die Freilandpflänzchen haben den wirklich harten und sehr langen Winter überstanden. Mehrmalige Frostperioden mit fast 15 Grad Kälte und Dauerfrost, zum Teil als Kahlfrost ohne schützende Schneedecke darüber.

Die Pflänzchen sind klein, ja, aber als ich sie gepflanzt habe waren sie bedeutend kleiner und zarter.

Ich werde auf alle Fälle auch wieder im Freiland anbauen, neben dem Gewächhausssalat. Diesmal dann aber mit einem stabileren Vlies-Tunnel oder einem Frühbeetkasten darüber. Das sollte langen.

Die kleinen hier werden jedenfalls noch wachsen und sind dann sicher nach dem Gewächshaussalat erntereif.

Tagebucheintrag vom Frühlingsbeginn 2018

So, das war er also, der Frühlingsbeginn 2018. Zwei Tage sind seither vergangen und es geht alles so weiter wie gehabt. 
Nein, nicht alles. In meiner Schale mit Elfenkrokus und Wildtulpen, die im Gewächshaus zu Verfrühung steht, tut sich mächtig was. Die Krokus blühen und die Tulpen haben ganz viele Knospen bekommen. So sollte Frühling aussehen!
Was aber sehe ich alles, bis ich überhaupt im Gewächshaus ankomme? 
Gleich nach der Haustüre erschreckt mich zu allererst das Thermometer. Heute erschreckt es mich, weil auch ohne Sonne der Zeiger tatsächlich rechts der großen Null steht. Ich wusste gar nicht mehr, daß er so weit ausschlagen kann…
Zum Gewächshaus geht es links herum. Entlang der Nebengebäude zum „mediterranen“ Platz. Sogar der Hund im Hintergrund ist nach seinen diversen Rundgängen heute dauernd weiß, wenn er ins Haus zurück kommt. Es schneit ohne Pause. 

Der meiste Schnee kam am vergangenen Sonntag. So viel hat es den ganzen Winter nicht geschneit in einer Nacht. Gut war das, denn es wurde fast zweistellig Minus in der Nacht. Die Nacht zum 20. März war die kälteste Nacht vor einem Frühlingsbeginn seit, ich glaube über 150 Jahren oder mehr. So was habe ich im Radio gehört. Also nein, jetzt ist klar, mir muss niemand sagen, ich solle aufhören zu jammern. Es war damals als…….schon so kalt im März Und  das ist nichts Neues. So tönt es  mir entgegen, aus den Mündern der nicht-gartenbegeisterten Mitmenschen. So und nun möchte ich denjenigen sehen, der dieses Kälte vor Frühlingsbeginn also schon einmal erlebt hatte, damals als……

So verwundert ich über meine diesjährige Unlust zum Gärtnern bin, so sehr  merke ich, dass mein Körper und Geist einfach wunderbar naturverbunden sind. Es ist noch nicht die Zeit zum Gärtnern. Die Bäume und Sträucher haben auch noch keine Lust zu treiben, sie wissen genau, dass es diesjahr einfach noch nicht geht. So fühle auch ich instinktiv, wie viele meiner HobbygärtnerkollegInnen, dass es noch nicht an der Zeit ist. 
Wie sollte ich bei diesem Wetter samt zugehöriger Aussichten die Rosen auspacken wollen? 

 Oder was könnte ich jetzt in den Gemüsebeeten machen?

Bei fast Null grad und Schneefall habe ich keine Lust zum Häckseln.

Der Kompost könnte gesiebt und verteilt werden, ist aber fest gefroren.

So drehe ich einfach nur Tag für Tag meine Runden, sehe nach dem Rechten und freue mich auf die Tage, wenn alles wieder grünt und blüht und ich all die unendlich viele liegen gebliebene, aufgeschobene, aber eben nicht aufgehobene, Arbeit erledigt haben werde. Dieses Jahr dann eben nicht in einigen Monaten so nach und nach vollbracht, sondern in wenige Tagen und Wochen alles auf einmal durchgezogen.  Das sind ja Aussichten, da vergeht mir doch glatt schon wieder das Bisschen Lust zum Gärtnern,  das beinahe in mir aufgestiegen wäre. 
Meine winterharten Sukkulenten haben ihren ersten Winter dann auch hinter sich. Und der war gleich mal eine wirkliche Herausforderung. Ich bin gespannt, wie sie das überlebt haben und ob sie dieses Jahr blühen werden. 

Am Wohnzimmerfenster gibt es wenigstens Gemüsegartenerfolge zu feiern. Die Süßkartoffel treibt prächtig und wächst wie wild. Das immerwährende Basilikum wird gerade für viele  Stecklinge zur Vermehrung genutzt. Damit dann im Gewächhsaus ausreichend Basilikumpflänzchen zur Verfügung stehen. 
Und damit es überhaupt einmal einen Erfolg zu verzeichnen gibt, stürze ich mich eben in die Küchentätigkeiten. 
Minipanetonnes habe ich gebacken. Probelauf für das Ostergebäck. 

Aus denen kann man so herrliche kleine Ostermitbringsel zaubern. Ich finde das ist besser und persönlicher und wertschätzender, als einen der unzähligen  anonymen und austauschbaren Schokohasen zu kaufen. Ein Gebäck mit vielen Eiern und süßen Früchten, gemacht um die Auferstehung und den Frühlingsbeginn zu feiern.  

Dann habe ich noch mein neues Baguette-Blech ausprobiert. Sauerteigbaguettes, die 24 Stunden gehen, viele Male gedehnt und dann geformt und gestrafft werden. Ohne Zusatzstoffe. Mehl, Salz, Wasser und Sauerteig, mehr braucht es nicht für gutes und verträgliches Brot.

Auch mein täglich Brot, das Vollkorn-Roggen-Weizen-Mischbrot mit Sauerteig aus frisch gemahlenem Getreide (auch 24 Stunden gegangen) kam heute frisch aus dem Ofen.

Und jetzt hoffe ich aber trotz allem, daß mein nächster Beitrag hier nichts Weißes mehr enthält. Weder Schnee noch Eis. Dass ich nicht wieder und wieder von der andauernden Passivität berichten muss, sondern Fortschritte aufzeigen kann. Wir müssen uns halt gedulden, bis die Zeit dafür da ist. Also nicht wundern, falls jetzt hier längere Zeit nichts Neues erscheint…..
Ihr könnt derweil gern mal über meine Wetter-Losttagsbeobachtungen 2018 lesen. Zum Beispiel hier oder hier. Dann seht ihr, wie lange das noch dauern kann, bis der Frühling kommt. Die bisherigen Lostagesprophezeihungen stimmten jedenfalls. 

2018 und die Lostage – schade, daß die Regeln wohl doch stimmen.

Na das wird ja ein Jahr werden! 
Also mal ehrlich. Am Lostag Maria Lichtmeß war das Wetter ganz eindeutig so gestaltet, daß es noch einen langen Winter vorher sagte. Tatsächlich wurde der Winter immer heftiger. 
Jetzt sind wieder zwei Lostage ins Land gegangen. Petrus und Matthias. So wie das Wetter da ist, bleibt es weitere 40 Tage. 
Also das ist jetzt ehrlich ernst. Nun weiß ich nicht, wie genau die Regel zu deuten ist. Wir haben blauen Himmel und Sonne von früh bis spät. Bleibt das 40 Tage? Wir haben aber auch einen eisigen Wind, der sich laut Wetterspezialisten anfühlt, als wäre er 10-15 Grad kälter. Und das bei Temperaturen von einigen Minusgraden.  Bleibt das auch 40 Tage?  Und wir haben nachts immer mindestens 8 Kältegrade, jetzt dann sogar tagelang zweistellige Minusgrade. Bleibt das 40 Tage?
Schnee und blauer Himmel im Garten
Sicher sind solche Regeln ja wohl eher Tendenzen und keine exakten Vorhersagen. Aber ich kann es drehen und wenden wie ich will, es versuchen, mir schön zu reden. Es bleibt wenig Schönes an allem. 
Selbst wenn nur die Tendenz 40 Tage anhält, wird das echt anstrengend. Denn die momentane Wetterlage ist alles andere als alltäglich. Es ist keine Katastrophe und kein Weltuntergang. Allerdings kommt es dennoch äußerst selten vor. Ich habe im Radio gehört, dass es 1986 zum letzten Mal derart  kalt war, Ende Februar. 
Auch ein wenig für mich als Erinnerung in künftigen Jahren bilde ich hier im Tagebuch einmal die aktuelle Wetterprognose ab. Der genannte Samstag ist der 24. Februar. Der letzte Sonntag ist somit bereits der 4. März. 

Immerhin bleibt mir so noch die winterliche Ruhe vor dem warmen Ofen erhalten. Wie schon mehrfach erwähnt, hielt und hält sich meine Gartenlust ja noch in Grenzen. Wahrscheinlich weiß meine innere Uhr instinktiv, dass es noch Zeit hat bis zum Gartenstart.

Im Gewächshaus gedeiht der Salat noch sehr schön. Unter dem Vlies mit den Solarschläuchen zur Temperaturpufferung ist es auch morgens zeitig noch immer frostfrei, der Boden nicht gefroren. Im Gewächshaus über dem Vlies ist aber Frost und der unbedeckte Boden sehr wohl gefroren.

Meine Washingtonia macht mir die allergrößten Sorgen. Morgens sind -5°C im PalmenHäuschen. Draußen sind nachts -8°C. Wie kalt wird es wohl bei Nachts -13°C und tags -5°C? Ich glaube, das war es dann nach über dreißig gemeinsamen Jahren.

Die Hanfpalme ist ja härter im  Nehmen. Sie bekam aber um den Kübel sicherheitshalber noch einmal Isolierfolie angelegt. Schwierig ist es jetzt mit dieser Sonne. Nachts müsste das Dach geschlossen werden, gerade bei zweistelligen Minusgraden. Tags knallt hier aber die Sonne darauf und erhitzt es auf über 30 Grad. Da ich aber ja auch berufstätig bin, muß ich es auch nachts offen lassen, weil ich tags nicht daheim bin zum öffnen. Ich hoffe, die Kälte ist weniger schädlich, als die Hitze tagsüber, die ein geschlossenes Häuschen produzieren würde.

Winterschutz der Hanfpalme

Da schon ein paar Blüten im Garten waren, schaute ich mich auch nach denen um. Die Schneeglöckchen haben sich zum Boden gebückt, um der Kälte ein wenig auszuweichen. Na, das nützt aber bei den Temperaturen  nicht viel, glaube ich.

Schneeglöckchen tiefgefroren
Schneeglöckchen tiefgefroren

Heute morgen war ich bei den Karpfen.

Karpfenweiher im Winter

Die Weiher sind fast zugefroren. Nur dort wo das Wasser einfließt ist die Eisschicht noch offen.

Karpfenweiher im Winter

 Die Kälte macht den Karpfen nichts. Sie sind aber gefährdet, wenn der Weihter komplett zugefroren ist und kein Zulauf und Ablauf vorhanden ist. Dann wird der Sauerstoff irgendwann aufgebraucht und sie ersticken. Ich denke, da noch nicht alles zugefroren ist und der Zulauf ja auch vorhanden ist, dürfte dieses Jahr nichts passieren. Aber wann wohl  die Weiher wieder endgültig eisfrei sein werden? Das ist immer für mich so ein natürliches Phänomen im Frühjahr. Wenn die Weiher wieder komplett eisfrei sind, dann ist der Winter überstanden.

Die fränkische Landschaft bei Eiswind und Eiseskälte. 

Winter in Franken

Da bin ich mal gespannt, wie es nächstes Jahr zu der Zeit aussieht. Daher ist es immer schön, so ein Tagebuch zu haben und die Jahre vergleichen zu können.

Schaut doch mal in Jahr 2017 Ende Februar. Da legte ich die Tropfschläuche und die robusten Kübelpflanzen waren ausgeräumt. Die Seerose stand wieder im Becken. 

Blicken wir in das Jahr 2016 , da blühten schon die Krokusse und im anderen Beitrag sieht man wie die Stauden schon grün sind.

2015 konnte ich schon Mitte Februar meine Staudenbeete putzen.

Besonders schön finde ich das Jahr 2014. Schaut doch mal diesen Bericht an. Darin blicke ich ebenfalls zurück und sogar in den Schrebergarten meiner Mutter. Da werden Erinnerungen wach…

Jedenfalls war es da ganz anders als dieses Jahr. Logisch ist ja auch keine vier dabei. Aber lest doch selbst mal nach. In dem Bericht gibt es Bilder von 2004 bis 2011. Das ist ja mal interessant. Und es zeigt, daß dieses Jahr 2018 zwar gefühlt „blöd“ ist, aber nüchtern betrachtet, allein schon über die wenigen Jahre meiner Tagebücher, einfach „ein Jahr“ ist. Nicht mehr  und nicht weniger. Und wir sind ein Teil von dem allem. Wie gut, daß man am Wetter nichts ändern kann…..

Wenn der Winter draußen tobt, ist es am Blog-Arbeitsplatz drinnen umso schöner.

Lichtmeß, Karneval und Valentin haben wir hinter uns. Und noch immer herrscht Ruhe im Garten und in mir. An Lichtmeß hatten wir rund um die Uhr den tollsten Sonnenschein und blauen Himmel. Davor wochenlang nicht und danach auch kaum noch. Das bedeutet, der Winter bleibt noch mindestens 6 Wochen. Ich ärgerte mich. Nun aber  macht mir das gar nichts mehr aus. Scheinbar hat meine innere Uhr das auch abgespeichert oder selbst erkannt. Im Garten ist noch Pause. Seit Tagen haben wir mit ganz wenigen Ausnahmen beinahe Dauerfrost. Dorfweiher und Karpfenweiher sind zugefroren. Darauf laufen ist nicht zu empfehlen. Aber es ist kein offenes Wasser mehr zu sehen. 
Laut Wetter-App kommt es jetzt noch richtig zapfig kalt. Jede Nacht mindestens 7 Grad unter Null oft noch kälter. Tags dann klettern die Temperaturen nur manchmal über die 0 Grad. Das geht so bis Ende des Monats. 
Da bin ich froh, daß ich die Seerose aus dem Becken geholt habe. Das wäre mittlerweile dick gefroren. Neues Vogelfutter habe ich auch besorgt. Der Winter kann also wieder kommen. Ich habe bis jetzt schon 200 Meisenknödel und 100 kg Streufutter ausgebracht. Da der Winter nun wohl noch bis mindestens Mitte März (Lichtmeß-Regel) bleibt sollen die armen Kleinen draußen auch nicht hungern. Ach ja und vergesst nicht, was ich dieses Jahr zum ersten mal machte: Wasser anbieten! Die sind so happy darüber und trinken wie verrückt. In Scharen hocken sie nicht nur um Futterhäuschen, sondern auch im Kreis um die Schale mit Wasser. Jeden früh taue ich den Eisklumpen auf und gebe wieder flüssiges Wasser rein. Wenn ich daheim bin, mache ich auch nachmittag noch mal die Eisschicht weg und fülle Wasser auf. 
Heute morgen vor dem Einkaufen habe ich einmal ein paar tagesaktuelle Eindrücke aus dem Garten festgehalten. 
Die Helleborus, also Christ- oder Lenzrose, ist unermüdlich. Immer neue Blüten erblühen.  Auch bei Eis und Schnee. 

Neu sind die gelben Knospen der Krokusse. Bislang wusste ich nur, dass das Grün getrieben hat. Heute sah ich zum ersten mal das Gelb in den Krokusbüscheln. 

Ja und das finde ich selbst nicht schön. Immer im Winter dieses trostlose Chaos und Dreck und Abgestorbenes überall im Garten. Das Laub hier auf der Wiese wird von Schneeglöckchen durchbrochen. Im Herbst kehre ich es immer noch hin und wieder weg. Da sind aber laufend (!) Stürme und kaum habe ich es weg, bläst der Wind es wieder her. 
Hier am Haus und Hang ist eine Stelle, an der sich immer Laub sammelt. Jetzt liegt es eben. Die Schneeglöckchen schmücken es und irgendwann kehre ich es wieder vorsichtig weg. Der Rasen darunter hat sich noch immer davon erholt. 
Ich weiß nur nicht, wie in den anderen Gartenblogs in den Bildern die Schneeglöckchen und Winterlinge immer in so aufgeräumten und sauberen Beeten stehen können. Was mache ich falsch? Naja ist wohl auch so eine Persönlichkeitssache. Ich schneide im Herbst nicht alles bodeneben ab, damit kleine Tiere Unterschlupf finden. Laub kommt sowieso in die Beete oder fällt von den Stauden und Sträuchern darin ab. Es bleibt liegen, schützt den Boden und nährt das Bodenleben. Wenn man so gärtnert, sieht es im Winter bis Frühjahr eben unaufgeräumt aus. Zudem habe ich im Winter absolut keine Lust, etwas im Garten weg zu schneiden oder auf zu räumen. Das kommt noch früh genug. 
Im Vorgarten sind die Narzissen im Anmarsch. Bald ist die Wiese wieder gelb. Ich bin gespannt auf die vielen Wildtulpen, die ich im Herbst hier vergraben habe. Die gezüchteten Tulpen wurden von Jahr zu Jahr weniger, während die Narzissen sich vermehrten. Wildtulpen sollen ja diese Eigenschaft, wie die Narzissen und entgegen der Zucht-Verwandten, ebenfalls haben. 
Zum Teil liegt noch Schnee in den Staudenbeeten. Er hält die Waldhyazinthen aber nicht auf zu treiben. Sie sind immer die allerersten im Jahr. 
Also solche trostlosen Bilder findet man doch gern mal in Krimiserien, in Psychofilmen mit depressiven Menschen, in Dokumentationen über den Tod oder oder oder. In Wirklichkeit ist es aber mein bunter Landgarten. Also irgendwann jedenfalls mal wieder…

Vom Einkaufen zurück setze ich mich noch einmal kurz an den Computer und beantworte Kommentare in meinem Blog.  
Wie schön ist es doch, hier drin im Warmen, an meinem Blog-Arbeitsplatz. Die Orchideen wuchern und blühen wie jedes Jahr. Und ich blicke über meinen trostlosen Wintergarten. 
Mit diesem Arbeitsplatz ist der Treppenabsatz zum ersten Stock optimal genutzt und mein ganz privater Ort. Wie sieht eigentlich euer Blog-Arbeitsplatz aus? Zeigt doch mal, wo ihr beim Schreiben sitzt. 

Nur kurz kann ich verweilen, dann muss ich mich ums Essen kümmern. Also wieder raus in den Garten. Seht mal, hier das Fenster über dem Dach vom Vorbau. Genau dahinter ist mein Blog-Arbeitsplatz. Und wem die Fantaflasche am Grillrost auffällt oder wen sie stört: Die steht nicht seit der letzten Grillparty da, in der transportiere ich das warme Wasser zur Wasserschale für die Vögel. Damit ich fotografieren kann, habe ich sie (dummerweise) genau dort abgestellt. 
Ach so ja. Hat sich jemand gewundert, warum ich zum Essen zubereiten in den Garten muss? Jetzt zu dieser Jahreszeit? Im Gewächshaus steht noch der vorletzte Kopf Endiviensalat. Der soll geerntet werden. Mein Kopfsalat wächst derweil zur  Erntereife heran. Da gibt es keine Lücke in der Salatversorgung dieses Jahr. 

Heute Mittag war wieder einmal ein Rundumschlag in Sachen „Selbermachen“ und „Selbstversorger“. Es gab selbst gemachte Spätzle mit Pesto-Frischkäsesauce. Das Pesto stammt noch vom Basilikum im Gewächshaus bei den Tomaten. Gewürzt wurde mit selbst gemixtem Mühlensalz aus Gewürzen vom Garten. Wer neugierig geworden ist kann bei achimsgartenzumessen.de die Rezepte finden. Und wer keine Lust zum Suchen hat, sollte HIER  mal nachschauen.

Mit dem Salat geht es zurück ins Haus. Wie verändert ist doch der Garten in der kurzen Zeit. Sofort hole ich wieder das Handy und fotografiere die gleichen Szenen wie heute morgen vor dem Einkaufen. 
Hier sieht man die blühende Helleborus. 

Die Krokussse mit den gelben Knospen.

Die Schneeglöckchen über dem unordentlichen Laub. Wie schön, das Laub ist „verschwunden“ und schon sieht auch mein Garten aufgeräumt aus. 
Beinahe verschwunden sind auch die Narzissen. 
Dass der große Korkenzieherhaselnuß unterm Schnee verschwindet, wird bei uns nicht vorkommen. Aber mit Schnee auf den verdrehten Ästen sieht er so malerisch aus. 
Der Blick vom Brunnen zum Tor. Schnell kommen hier nach dem Schneekehren sommerliche Erinnerungen. 
Vor meinem geistigen Auge sehe folgendes Bild….
Ne, das dauert noch. Jetzt erst mal zurück ins Haus. Da sehe ich dann am Nachmittag, und mittlerweile wieder an meinem Blog-Arbeitsplatz, mit einem sehr realen Auge genau dieses hier: 
Ein schönes Winter-Wochenende wünsche ich all meinen LeserInnen, viele Grüße Achim