Die ersten Kartoffeln sind geerntet

Das Laub war abgestorben und so fing ich das Graben an. Komisch, daß die frühen und die eigentlich späten Kartoffeln zur gleichen Zeit jetzt reif wurden. Nur ein paar ganz späte sind jetzt noch im Beet mit relativ grünem Laub.

Eine meiner Stammsorten ist die Bionica. Eine mittelfrühe biologische Neuzüchtung. Laut Katalog „außerordentlich widerstandsfähig gegen Krautfäule“. Besonders für leichte Böden. Ich habe schweren Boden und liebe die Sorte dennoch. Immer trägt sie reich und mit großen und sehr großen Knollen. Aus einem Kilogramm Saatkartoffeln bekam ich 7,5 kg herrliche Speisekartoffeln. 2,5 kg davon im Kübel und der Rest im  Beet angebaut. Ich konnte keinen Unterschied in der Knollengröße feststellen.

Kartoffel Bionica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Bionica (c) by Joachim Wenk

Ebenfalls schon einige Jahr freue ich mich an der Sorte Galactica. Eine irische Frühkartoffelsorte mit hoher Widerstandstandsfähigkeit gegen Kraut- und Knollenfäule und Schorf. Guter Geschmack und gute Lagerungsfähligkeit.

Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Galactica (c) by Joachim Wenk
Rosa Tannenzapfen. „Eine der ältesten bekannten Sorten überhaupt.“ So steht es im Katalog. Sie wurde schon um 1850  in verschiedenen Ländern Europas kultiviert. Eine Delikatesse vor allem für den Kartoffelsalat mit ihrem kräftigen und würzigen Kartoffelgeschmack. Sie hat eine ausgesprochen lange Keimruhe und  kann bis ins späte Frühjahr gelagert werden. 
Diese Sorte ist meine Lieblings-Kartoffelüberraschung in diesem Sommer. Zu Weihnachten bekam ich von der Firma ein Präsentpaket geschenkt. Darin eine alte Kartoffelsorte (eben rosa Tannenzapfen) ein Glas Leberwurst und ein Fläschchen Kartoffelschnaps. Das sind genau die richtigen Geschenke für mich. Jedenfalls wurden selbstverständlich nicht alle Kartöffelchen gegessen. Ein paar habe ich bis Mai aufgehoben und dann ins Beet gesteckt. Die Reihe war vielleicht 1,5 m lang. Es sollte nur ein Versuch sein, eine Spielerei mit den übrigen Kartöffelchen. 
Die Ernte begeistert mich. Erstens sind die Knollen viel edler als die derben im Geschenkkorb. Sie haben weniger Unebenheiten und  Knubbel, so dass sie leichter und mit weniger Masse-Verlust geschält werden können. Außerdem ist der Ertrag mit 2,5 kg wirklich überraschend hoch. Vor allem wenn ich bedenke dass etwa 6 m Kartoffelreihe mit 1 kg Saatgut der angeblich sehr guten Sorte Professor Wohltmann nur 800 g an Kartoffeln brachten, die nicht einmal die Größe der Tannenzapfen erreichten. Das war ein ärgerliches Experiment, weil viel wertvoller Platz im Beet somit verschwendet wurde, die Saison über. 
Kartoffel Rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk
Kartoffel Rosa Tannenzapfen (c) by Joachim Wenk

Gut, daß meine Stammsorten mich nicht enttäuschen und immer wieder schöne Ernten bringen. Wäre es nicht wieder so fürchterlich trocken, hätte ich noch mehr ernten können. Es waren noch etliche winzige Kartöffelchen in der Erde, die durch die Trockenheit nicht mehr wuchsen.

Dort, wo Kartoffeln bereits abgeerntet sind, habe ich gleich wieder Gründünger gesät. Phacelia und Buchweizen. Beides geht auch bei wenig Wasser auf und bringt auch jetzt noch gute Grünmasse.

Auch in den beiden Faßhälften sähte ich Gründünger, um die Erde zu regenerieren. Hier keimt schon die Lupine. Die Erde kommt danach wieder ins Beet und im Frühjahr frische Erde in die Fässer. Die Fässer sind wieder eine Art Notlösung. Weil unter dem Walnußbaum im Gemüsegarten absolut nichts anzubauen ist, ich aber die Fläche als Anbaufläche benötige, habe ich ein Mini-Hochbeet und die zwei Fässer mit Erde gefüllt und dort die Kartoffeln angebaut. Da sind die Walnußwurzeln noch nicht drin und kommen auch nicht rein, weil die Behälter immer wieder wo anders stehen oder ausgeleert werden.

Gründünger keimt im abgeernteten Kartoffelfass (c) by Joachim Wenk
Gründünger keimt im abgeernteten Kartoffelfass (c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss noch einmal das Kartoffelbeet vom Frühjahr bis zum keimenden Gründünger der bereits abgeernteten Fläche.

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk

Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeet im Jahreslauf (c) by Joachim Wenk
keimeder  Gründünger im Kartoffelbeet  (c) by Joachim Wenk
keimeder  Gründünger im Kartoffelbeet  (c) by Joachim Wenk

Neues aus der Kinderstation im Gewächshaus

Erinnert ihr euch noch an meinen gestrigen Text? Der verrückte  Frosch, der in einem Unterstzer zur Topfplatte wohnt? 
Hier seht ihr mal die Topfplatte von oben (und irgendwo unten drunter beobachtet mich dabei wieder der kleine Frosch). Die Topfplatte befindet sich  in meiner Kinderstation im Gewächshaus. Zusmmen mit der Solar Bewässerungsanlage bin ich hier super bedient. Aus dem Regenfass holt sie sich das Wasser und gießt damit die ganzen Schalen mit  jungen Pflanzen. Hier im Bild zum Beispiel von links nach rechts Rucola, Batavia-Salat und Feldsalat. 
junges Gemüse (c) by Joachim Wenk
junges Gemüse, hofft auf kühleres und feuchteres Wetter bis zum Auspflanzen (c) by Joachim Wenk

In einer anderen Topfplatte sammle ich gerade Sämlinge von Stauden und  Andenbeeren, die von selbst im Garten aufgingen und an Orten stehen, wo sie nicht stehen bleiben können. So habe ich im Herbst, wenn ich die Staudenbeete umgestalte gleich neue Pflanzen. Oder bei den Andenbeeren habe ich schöne kräftige kleine Sämlingen zum Überwintern.

Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk
Sämlinge von Stockrosen und Andenbeere (c) by Joachim Wenk
Gerade die großen Stockrosen werde ich wohl nicht umpflanzen können. Sie stehen aber derart unpraktisch, daß ich sie auf alle Fälle ausgraben möchte. Stockrosen gedeihen trotz der Dürre im Garten prächtig, weil eine zentrale Pfahlwurzel sie aus großen Tiefen mit Wasser versorgt. Das ist der Grund, warum ein Umpflanzen der alten Stauden nicht gelingen wird. 
Schaut doch allein die Sämlinge vom Komposthaufen an. Dieses Jahr erst dort wild gekeimt und dann bereits solche Wurzeln. Wie muß die Wurzel aussehen, bei den großen seit Jahren im Beet stehenden Stauden? Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 
beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk
beachtliche Pfahlwurzeln der Stockrosen (c) by Joachim Wenk
Darum sammle ich die  kleinen Stauden gerade zusammen in der Topfplatte, als sicherer Nachwuchs für die Staudenbeete. Weil sicher nicht alle dann im Herbst umgepflanzten großen Stockrosen weiter wachsen werden. 
Auch hier im unteren Stockwerk der Kinderstation wieder Stockrosen, die noch etwas schlapp in den Töpfen hängen. Links seht ihr Lavendelsämlinge . Im Rondell unterm Hausbaum stand im letzten Jahr ein Lavendel, der aber kaputt ging. Dieses Jahr habe ich den schönen Storchschnabel dort. Beim Unkrautrupfen vielen mir etliche winzige Lanvendelsämlinge auf. Die habe ich sofort getopft. Sie sind wunderbar gewachsen und kräftige Stauden geworden, die im Herbst in die Beete wandern können. Ganz hinten sind zwei Ableger der fetten Henne. Die Triebe waren zu lang und brachen um. Unten, wo sie im Boden standen war ein Knäuel treibender Augen und Wurzelansätze zu entdecken. Klar daß ich die Triebe kürzte und eintopfte, anstatt sie auf den Kompost zu werfen. Mittlerweile besitze ich dadurch die beiden kräftigen neuen Stauden. Auf die gleiche Weise konnte ich auch schon Herbstchrysanthementriebe bewurzeln und so aus einer Staude drei Stauden machen (gut für den Geldbeutel und für die Blütenfülle im Beet). Die stand meinem Hund im Weg und so trat er die Triebe einfach um. Zu schade zum Wegwerfen. Sie stehen schon längst eingwurzelt wieder im Staudenbeet. 
Vorne in den Saatschalen stehen von links nach rechst Staudenwicken, Fingerhut, nicht gekeimtes Johanniskraut und gut gekeimtes Maggikraut. Hinter dem Maggikraut und neben den Stockrosen ist die Schale mit den  Amarylliskeimlingen. 



Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk
Sämlinge, Ableger und Saatschalen in der Aufzuchtstation (c) by Joachim Wenk
Hier seht ihr mein Kinderstube einmal komplett mit dem Wandregel, Gewächshaustisch, dem blauen Wasserfass (beim Wassernachfüllen und damit verbundenem Anheben des Deckels wird man natürlich auch immer mit riesigen Augen angeglotzt, vom winzigen grünen Frosch der dort immer wieder wohnt) und dem Solarpanel mit der Pumpe im grünen Gehäuse. Eine wirklich gute Erfindung das Solar-Bewässerungsset, wenn man weder Strom noch Wasseranschluß zur Hand hat. 
Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset  (c) by Joachim Wenk
Aufzuchtstation im Gewächshaus mit Solar-Bewässerungsset
 (c) by Joachim Wenk

Frösche lieben trockene Hitze…

Nicht mehr als 10°C Tagestemperatur und das  Ende August!

Du meine Güte, da fröstelt es mich ja schon beim Lesen.

Gerade haben wir sogar nachts doppelt so hohe Temperaturen und tagsüber zerlaufen wir in der herbstlichen Sonne bei immer über 30°C. So krass unterschiedlich können also Augustwochen ausfallen. Hätte ich es nicht 2014 im Tagebuch notiert, würde ich mich da heute  nicht daran erinnern können.

Die Wärme lässt im Garten noch einmal vieles so richtig wachsen. Erst recht, wo ich jetzt immer mehr weiß, warum es in meinem Garten nicht wuchs. Der Wassermangel war schuld. Wenn ich richtig regelmäßig und sehr sehr ausgiebig gieße, dann wuchert es. Wenn ich ein wenig schludere mit dem Gießen, dann verharrt es in einer sehr kleinen Größe und wenn ich nicht gieße, stirbt es. So könnte man das zusammenfassen.

Als Beweis und zur Veranschaulichung habe ich ein paar Fotos geschossen und zusammengetragen.

Der uralte  Asternbusch am Zaun sieht heute so aus. Etwa 160 cm hoch, genauso breit und über und über mit Knospen besetzt.

große Asternstaude (c) by Joachim Wenk
große Asternstaude (c) by Joachim Wenk

Im Juni sah er so aus. Etliche der verwelkenden Triebe sind braun geworden und abgestorben. Was war geschehen? Früher wurde er nie gegossen und hat so, viele Jahre überlegt. Jetzt aber ist es derart trocken in meinem Garten, dass ohne Gießen alles eingeht.  Hier im Beet lagen Schwitzschläuche, die aber marode waren. Im März entfernte ich sie und hoffte auf einen normalen Sommer. Das Ergebnis seht ihr im Bild. Weil gerade nichts anderes greifbar war, verlegte ich einen Spritzschlauch im Beet und lasse den seither an vier Tagen die Woche je früh und abend 30-40 Minuten laufen. Sofort erholte sich alles und wächst und gedeiht. Leider auch der Giersch, aber das ist ja ein anderes Thema.

große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk
große Asternstaude ohne Gießwasser(c) by Joachim Wenk

Die mit der neuen Tropfschlauchbewässerung versorgten beiden Beete im Gemüsegarten haben sich derart schnell erholt, daß ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Weil ich merkte wie wichtig wirklich das regelmäßige intensive Gießen ist, beregnete ich mangels Tropfschlauch auch den Kohl im anderen Beet. So große Kohlköpfe hatte ich noch nie und es ist noch nicht mal Erntezeit. Die können noch zulegen.

prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk
prächtige Kohlköpfe dank Beregnung (c) by Joachim Wenk
Die neu gepflanzten Apfelspaliere wuchsen seit der reglmäßigen und  intensiven Bewässerung eine ganze Etage nach oben am Spaliergerüst. 
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk

Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Apfelspalierbäumchen (c) by Joachim Wenk
Das rosa Brandkraut neben besagten Asternbusch fraßen letztes Jahr die Schnecken beinahe zu Tode. Dann verdorrten auch sie und dieses Jahr trieb es vorsichtig aus. Ein Blütenstängel erfreute das Gärnterherz. Dann wurde es wieder weniger an Grünzeug und ich dachte, es zieht vielleicht ein. Ganz am Boden sah ich Triebspitzen, die aber nicht durchschoben, weil dort der Spritzschlauch irgendwie nicht hin spritzte und es sehr trocken war konnte es nicht wachsen. Der Standort gefiel mir ohnehin nicht mehr und so grub ich es aus.
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Im ebenfalls durch Spritzschläuche versorgten Fliederbeet fand es eine neue Heimat. Ein paar Tage später traute ich meinen Augen nicht. So groß und kräftig kannte ich diese Staude nicht, wie sie hier in den wenigen Tagen heran wuchs. Nur, weil es hier feucht war. 
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
rosa Brandkraut (c) by Joachim Wenk
Leider reicht die tägliche Gießzeit nicht aus, um auch die großen Rasenflächen zu bewässern. Zudem habe ich Sorge, daß dann auch das Wasser knapp werden könnte. So haben wir eben wieder einen Rasen in angenehmen Ockertönen mit unangenehmer Akkupunkturwirkung auf die baren Fußsolen beim darüber Laufen. Leider wird dieser Anblick die nächsten Wochen und Monate so bleiben. 
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk
der Rasen ist auch vertrocknet  (c) by Joachim Wenk

Dabei sieht er in sattem Grün doch viel besser aus.

 (c) by Joachim Wenk
der Rasen  kann auch grün sein…(c) by Joachim Wenk
Noch viele weitere Beobachtungen zum Wachstum bei regelmäßigem gründlichen Gießen konnte ich in den letzten Wochen machen. Ich bin trotz Trockenheit beinahe schon erleichtert, vielleicht endlich das Problem gefunden zu haben. Wachstumsstockungen bezeichnete ich das immer, daß im Beet nichts wächst und erst im Herbst, wenn die Saison dann zu Ende ist, das Wachstum munter beginnt. Es liegt daran, daß bei mir im Garten ab Ende Juni das Wasser fehlt und erst Ende Oktober wieder kommt. Dazwischen war es immer, ganz besonder dieses und letztes Jahr, glühend heiß, ewig stürmisch und monatelang ohne Regen. Leider kann das Wachstum im Frühjahr nicht vor April richtig beginnen, weil wir es lange kalt haben,was auch wieder durch den ewigen Wind unterstützt wird. Ich habe schon Stimmen gehört, daß ich nicht dauernd jammern soll, in Südfrankreich ist im Sommer auch alles vertrocknet. Das mag sein, aber dort beginnt die Wachstumsperiode im Jahr auch nicht im April sonder ein paar Monate früher und bis im Sommer alles verdorrt, ist die erste Ernte schon eingefahren, während ich gerade erst richtig mit Sähen oder Pflanzen loslegen kann. Meiner Meinung nach ist Südfrankreich und Mittelfranken auf 460 Hm nicht zu vergleichen. 
Ich werde jedenfalls Tropfschläuche installieren im kommendne Jahr, das steht fest. 
Eine weitere Beobachtung möchte ich aber auch noch weiter geben. Hitze und Trockenheit sind gut für Frösche. Oder? 
Also ich jedenfalls beobachte immer mehr und mehr Frösche. Fast auf Schritt und Tritt erschrecken und begleiten sie mich. Ob ich nun gebückt eine Zucchini ernte oder weit nach oben ausgestreckt nach den Himbeeren ganz oben schnappe. Ob ich meine Kübelpflanzen gieße oder den Kompost wässere. Auch beim Unkrautrupfen im Gewächshaus oder beim Befüllen des Wasserfasses für die Bewässerungsanalge. Immer sitzt irgendwo ein Frosch oder eine Kröte. Meist hüpfen sie angestrengt weg und verhelfen mir zu Herzrasen bei  meiner in meditativer Versunkenheit ausgeführten Gartenarbeit. 
Vielleicht ist es nur eine verklärte Träumerei von mir:  Mein durch das regelmäßige Gießen den Fröschen als feuchte Oase erscheinender Garten im Meer der Dürre außen herum, lockt sie gerade zu an und gibt ihnen Schutz und Erfrischung.  
Oder weiß jemand, warum die sich alle bei mir versammeln und laufend mehr werden? Ich hätte eher gedacht, daß Eidechsen so ein Klima mögen und nicht Frösche und Kröten. Aber so täuscht man sich als Laie eben immer wieder. 
Jedenfalls freut es mich, daß mein Biogarten auch wirklich Bio ist und leben anlockt und fördert. 
kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk
kleiner Frosch im Untersetzer einer Topfplatte im Gewäschshaus (c) by Joachim Wenk
Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk
Großer Frosch hüpfte aus der Zucchinpflanze (c) by Joachim Wenk

Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Kröte im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Laubfrosch am Wasserfass im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk