unverkennbar Herbst

Es ist so weit, der Herbst klopft an meine Gartenpforten. Die Farben im Garten verraten es. Der Wilde Wein zwischen den Treppenfugen beginnt, sich zu verfärben.

Wilder Wein beginnt sich zu verfärben (c) by Joachim Wenk

Die Herbstastern öffnen die ersten Blüten. Hier hinter dem schon seit langem blühenden patagonischen Eisenkraut.

Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Dahlien blühen in allen Größen.

Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Die braunen und verdörrten Stellen im Rasen nehmen zu..
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk

… und überall bläst der ständige Sturm das Laub durch den Garten. Die Bäume merken es auch. Der Sommer ist vorbei, Wasser kommt ohnehin seit Monaten keines mehr vom Himmel, da schmeißen sie lieber ihre  Blätter ab. Die Verdunstung wird so reduziert.

Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk

 Die Sonne scheint nicht mehr so lange am Tag, dafür werden die Schatten rasch länger.

Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk

Seit etwas Anfang Juli wurden meine Staudenbeete plötzlich wieder weniger bunt, das Blühen ließ nach. Jetzt sehe ich, wo Blüten fehlen und wo man was hin pflanzen könnte. Also habe ich gleich wieder einmal eine Kiste mit Stauden bestellt. Die Auswahl ist nicht mehr sehr groß. Schneckenresistent müssen sie sein, ganz wichtig auch, sie müssen ohne Wasser überleben können und das bei sehr hohen Temperaturen und mit voller Sonneneinstrahlung am Hang. Die Blütenfarbe sollte so einigermaßen in mein eigentlich vorhandenes Farbkonzept für den Vorgarten passen. Wenn sie mir dann auch noch irgendwie gefallen, sind sie quasi schon gekauft.

Jetzt habe ich wieder das Problem, daß der Boden ja derart steinhart und rissig und trocken ist, daß ich nicht pflanzen kann. Sie müssen sich noch eine ganze Weile gedulden. Ebenso wie die wunderschöne Sonnenhut-Staude unseres Samstagnachmittag Besuches.

Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
In den Staudenbeeten muß im Herbst dann spät ohnehin noch gründlich was verändert werden. Die Astern müssen geteilt werden und etliche Stauden bis hin zu Büschen müssen verpflanzt werden. 
Im Bild unten etwa müssen die Stockrosen nach hinten gesetzt werden. Hinter ihnen ist noch über einen Meter Staudenbeet, in dem aber nichts wachsen kann. Kein Licht kommt dort hin, weil die riesigen Malven dummerweise ganz vorne stehen. Und so sind in anderen Staudenbeeten ebenfalls noch diverse Korrekturen vor zu nehmen.  Aber erst, wenn das Wetter und der Boden einem Einwachsen einmal wieder dienlich sind. 
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
In diesem komischen Jahr 2016 sind meine Paprika seit dem Einpflanzen nicht mehr oder nur um vielleicht 2-3 cm gewachsen. Hätten sie nicht damals schon Fruchtansätze gehabt, die mich in freudige Erwartung eines üppigen Paprikajahres versetzten, hätte ich keine Früchte. Wie gesagt, Kein Wachstum und keine neuen Früchte. Die vorhandene werden jetzt reif. Sie schmecken köstlich und es sind wunderbar geformte gesunde Früchte. Was hätte das werden könne, wären die Pflanzen, wie die Jahre davor auch immer, gleich gewachsen und würden mir jetzt bis zu Bauch anstatt nur bis unterhalb meines Knies reichen. 

reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Auch die Tomaten im Gewächshaus sind dieses Jahr sehr mickrig, zum Teil schon abgestorben. Die noch wachsenden haben dünne Triebe, und wenig Früchte. Die Traube hier ist da die Ausnahme.

reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Die Tomaten im Freiland sind das ganze Gegenteil. Leider macht ihnen der arge Wassermangel bei ständig Sonne und Wind zu schaffen. Dafür haben sie noch recht gesundes Laub und sind total regelmäßig von unten bis oben mit Frucht-Trauben behangen. 
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

 Eine Reihe aber macht mir wirklich Sorgen. Sie hängen schon den ganzen Sommer. Jetzt habe ich am Samstag zu jeder Pflanze eine 10l-Gießkanne mit Wasser gegossen und sie hängen weiterhin.

Sind sie krank? Ich glaube nicht. Wurzelschädlinge wie Engerlinge oder dergleichen könnten es sein. Dann aber wären doch umliegende Gemüsepflanzen auch betroffen. Sind es aber nicht. Bei einer Pflanze ist durch das Gießen ein großer Krater in die Erde eingebrochen. Und das vermute ich eher als Ursache der Schlappheit gerade dieser Reihe mit 5 Pflanzen. Weil es ringsum meinen Garten unerträglich hart und trocken ist, tobt sich ja seit letztem Jahr wieder der kleine samtig-schwarze  Untergrundwühler in meinem Gemüsegarten aus. Weil ich weiß, daß er auch Engerlinge, die ich immer massig hatte, vertilgt, lasse ich ihn gewähren. Allerdings muß er gerade hier einen Gang angelegt haben. In dem floß dann wohl immer mein Gießwasser, mit der Brause am Gartenschlauch gegossen, langsam davon. Nun goss ich aber mit der Gießkanne, damit alle wirklich tatsächlich einmal 10l auf einmal bekommen und dieser Strahl hat dann den Gang aufgespült. So erkläre ich mir die extreme Schlappheit der Tomaten nur in dieser Reihe und nicht ebenfalls in den anderen Reihen.

schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
Bei unserem seit Monaten fehlendem Regen ist die einzige Gartenarbeit zur Zeit das Gießen. Es gäbe noch so viel anderes zu tun, was aber verschoben werden muß. 
Wie ihr wißt, habe ich ja zwar zu spät im Jahr, aber für Testzwecke allemahl rechtzeitig, in einem Bereich eine Tropfschlauchbewässerung gelegt. 
Die läuft, wenn ich daheim bin etliche Stunden und es dauerte nicht lange, so haben sich die bereits dort stehenden Gemüse erholt. Es wächst wie wild im Beet, während ich noch vorher überlegte, ob der Kompost zu wenig war und es an Dünger fehlte. Haben die Starkzehrer ihren Anteil Kompost bereits verbraucht  und ich mß nochmals Brennesseljauch nachgießen? Jetzt weiß ich es ist genug Dünger im Boden es ist einfach nur das Wasser das fehlte. 
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk

Die alten Kohlrabi mit drei Blättern bekommen plötzlich einen frischen und dichten Schopf neuer grüner Blätter.

as Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
das Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Andere, bereits große Pflanzen wie Sellerie oder Blumenkohl und Rosenkohl oder Mangold stehen frisch im Beet und nicht mehr k.o. schlapp hängend. Ein trauriges Bild, das mir immer ein schlechtes Gewissen macht, ist etwa 2 m vom Beet entfernt die Hecke mit Holunder, Weißdorn und Brombeeren. Ganz gelbe Blätter, bereits eingezogen und abgestoßen, versuchen sie dürstend ein paar Beeren für den Arterhalt reif werden zu lassen. Aber ich kann ja nicht mal im Garten alles so gießen, wie es nötig wäre, da geht schon gleich gar nicht das Gießen der Hecke. Wenngleich ich den am schlimmsten welkenden Walnußbaum immer wieder versuche zu wässern. Das dient aber dann wohl eher meiner Gewissenserleichterung als in der Realität dem Baum. So viel Wasser kann ich ja nicht in den Boden bringen, wie der bräuchte. Aber wenn den ganzen Sommer von so einem großen Baum die Blätter welk am Geäst hängen, ist das eben nicht unbedingt erfreulich für das Gärtnerherz.

Jedenfalls werde ich im Winter die anderen Gemüse- und Staudenbeete mit eben dieser Bewässerung ausstatten. Ich habe zwar das Wasser zum Gießen aber einfach nicht die Zeit, es auszubringen. Und Beregnen von oben bekommt den Pflanzen einfach nicht. Jetzt auf der Gartenschau in Bayreuth widmeten sie eine eigene Abteilung sogar genau diesem Thema,  der Gemüsebeetbewässerung mit den Tropfschläuchen zur Arbeitserleichterung und Zeitersparni. Auch Wasser wird gespart, da es tropfenweise direkt vor Ort im Boden versickert und nicht literweise durch die heiße Sommerluft auf die Blätter der Pflanzen versprüht wird, von wo viel verdunstet, statt in den Boden eindringen zu können. Genau das System das ich auch installiert habe.

Und weil die Ansprechpartnerin bei dem Lieferanten mir , wie kürzlich schon erwähnt, so hilfreich und kompetent all meine Laien-Fragen, die zu dem System eben so aufkommen, beantwortet hat, gebe ich hier einmal  den Link zu der Firma. Für die wenigen unter euch, die auch in einer zu trockenen  Gegend wohnen, kann  ich einen Besuch auf der Internetseite  www.gruenbedarf.de zwecks Information nur empfehlen.

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Der Salat  der Sorte Maravilla de verano (ein rötlicher Bataviasalat, dem aber bei mir das Rötliche fehlt) hat sich nach der Bewässerungsinstallation gemausert und wächst derart bilderbuchmäßig und knackig und saftig, dass ich ihn wirklich schon zu schade finde zum Ernten. So tollen Salat hatte ich noch niemals. 
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Zum Abschluss noch einen Lagebericht vom Teil unserer Länderein, bei dem man an Wassermangel wohl nicht gleich denkt. Es geht um die Karpfenweiher. 
Am Wochenende war wieder einmal die Erlenhecke um den Weiher dran. Sie wurde auf ein erträgliches Maß gekürzt. Auch die ganzen Böschungen und Wegränder wurden mit der Motorsense frisiert, so dass jetzt alles wieder ordentlich aussieht. 
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
ein paar Stunden meditativer Arbeit später, ist alles weg, was weg soll (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
von der Seeseite aus allerdings bin ich noch nicht ran gekommen zum Schneiden (c) by Joachim Wenk

Was aber auch bei den Weihern sofort auffällt: es fehlt mächtig Wasser. Das Zulaufrohr ist für gewöhnlich unter Wasser und es strömt vom Bach her das Wasser in den Teich. Der Bach ist furz-trocken und der Wasserspiegel im Weiher sinkt kontinuierlich.

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Zulauf zum Karpfenweiher  sollte eigentlich unter Wasser sein (c) by Joachim Wenk

Auch am Mönch sieht man den niedrigen Wasserstand. Der ganze helle Bereich sollte unter Wasser verschwinden, dann wäre der Weiher voll.  So etwa 30-40 cm Wasser fehlen  in jedem unserer Karpfenweiher. Bei einer Wassertiefe von mehr als 2 m ist das noch lange nicht bedrohlich, zeigt aber doch den allgemein trockenen Sommer 2016 (nach dem katastrophal trockenen Sommer 2015).

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Karpfenweiher hat deutlich weniger Wasser, als er haben sollte (c) by Joachim Wenk

Ein paar Eindrücke und Beobachtungen aus dem Landgarten im August.

Der Sommer macht jetzt auch bei uns hier eine kleine Verschnaufpause. Es hat vergangene Nacht tatsächlich auch einmal geregnet. 7 Liter pro Quadratmeter zeigte heute der Regenmesser an. Das macht mich überglücklich. Kalt ist es aber geworden. Tagsüber nicht über 15 Grad und Nachts unter 9 Grad. Das ist wirklich frisch. Weil es morgen wieder Sommer werden soll, mit 26 Grad, muß ich mir um meine Tomaten  wohl auch keine Sorgen machen. Hoffe ich jedenfalls. 
Die Triebspitzen hingen  jeden Tag ganz schlapp in der Sommersonne trotz Gießen. Das Kraut ist aber noch gesund und die ersten bereits geernteten Tomaten für die Brotzeit schmeckten köstlich. Wenn nichts dazwischen kommt werde ich wohl noch eine Menge ernten können. Schließlich muß wieder für das ganze Jahr Tomatensauce eingekocht werden. Die Vorräte vom letzten Sommer sind seit kurzem erschöpft. 
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk

reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
reifende Freilandtomaten (c) by Joachim Wenk
Weil ich jeden Monat einmal ein Foto vom gesamten Gemüsegarten mache, inklusive Panoramabild, tat ich das die Tage auch wieder. Im Winter oder gerade im Frühjahr, wenn alles absolut leer und eindimensional flach ist, faszinieren mich diese Fotos vom Sommer dann immer besonders. 
Ich muß selbst sagen, daß man diesen Fotos die arge Trockenheit und den Wassermangel nicht ansieht. Das überrascht mich ganz. Das Malheur liegt wohl im Detail, das dann nur ich sehe, der quasi jede Pflanze und deren Entwicklung von Geburt an kennt. 
In letzter Zeit habe ich meinen Kohl doch mehr gegossen. Ich habe mir einfach die Zeit genommen oder an den Herrn Gemahl delegiert. Und wirklich, man kann es dem  Kohl sogar ansehen, daß genau das fehlte. Mein Entschluss reift immer mehr, im kommenden Frühjahr den Gemüsegarten auch auf der hier abgebildeten Seite mit der Tropfbewässerung auszustatten. Im Beet mit der Bewässerung sehe ich – glaubt es oder nicht – bereits auch positive Wirkung. Davon werde ich die  Tage einmal berichten. 
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk

Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Blick in den spätsommerlichen Selbstversorgergarten (c) by Joachim Wenk
Schön entwickelt oder  eben auch gut erholt, hat sich das Erdbeerfass. Hier war nicht die Trockenheit der Knackpunkt, weil ich es ohnehin regelmäßig von Hand wässern muss. Vielmehr stand es falsch. Unter dem Walnußbaum war es also doch zu schattig. Wir haben dann das bepflanzte Faß irgendwie, und fragt lieber nicht nach Details, vom Standort weggezerrt. Über die Wegrabatte oben drüber, einmal quer durch den Gemüsegarten unter den anderen Walnußbaum auf den Rasen. Dort scheint Sonne hin. Seither tut sich was im Fass. Besonders schön zu beobachten sind die noch jetzt im August vorhandenen  Blüten und Früchte der oberen Reihe. Das sind die dauertragenden Erdbeeren. Die anderen tragen von sehr früh bis spät, haben aber allesamt das Blütenjahr abgeschlossen und bereiten sich auf das kommende Jahr vor. 
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Erdbeerfass im August (c) by Joachim Wenk
Die Äpfel muß ich euch auch zeigen. Gut, das sind natürlich einfach Äpfel. Klar es sind MEINE Äpfel und somit zumindest für mich besonders. Aber, es kommt noch eine interessante Beobachtung dazu. Der Gemüsegarten war über 30 Jahre der Hühnerlauf und Kaninchengehege. Der Baum stand da schon immer drin. Wir hatten bei der Gartenübernahme viel zu Roden im Gemüsegarten. Der Baum war krank und ein Pilz wucherte am Stamm. Wir wollten, da es der einzige Obstbaum war, der im Garten übrig blieb, daß er stehen bleibt. Er sollte eine Chance bekommen. Umsägen können wir ihn immer noch. 
Die Äpfel sind nicht lagerfähig, schmecken aber sehr gut. Keine Discounterware eben. Leider waren immer alle Früchte vom Schorf schwer gekennzeichnet. 
Dann ließ der Schorf nach und nun im 3. Jahr ist kein  Schorf mehr zu erkennen. Ich habe nichts gemacht, weil ich nicht weiß, was man gegen  den Schorf machen kann und wie ich, wenn es was zu Spritzen gäbe, den ganzen Baum unter dem reichlich Gemüse wächst, spritzen sollte. 
Nun ist das nicht mehr nötig. Meine konsequente Bodenpflege mit Kompost und Mulch hat wohl ihre Wirkung gezeigt. Gesunder Boden, gesunder Baum. Auch wenn ich beim Gemüse da noch nicht so sicher bin, sehe ich doch an der Gesundung des Baumes, daß eine Veränderung im Boden stattgefunden haben muß. 
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk
reifende Äpfel (c) by Joachim Wenk

Unser vor zwei Jahren gepflanztes Säulenobst wächst munter, fruchtet aber leider noch nicht. Die Kirsche hatte sehr reich geblüht. Leider genau Ende April, in der Woche mit 7 Tagen Wintereinbruch, Schneefall und heftigem Nachtfrost. Tags nicht über 0°C. Dass aus den Blüten keine Früchte wachsen, war mir gleich klar. Wie hätte da auch ein Bestäubungsinsekt unterwegs sein sollen. Apfel und Zwetschge haben nicht geblüht. Die Birne allerdings trägt die ersten Früchte.

Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk
Säuelnobst Birne (c) by Joachim Wenk

Aroniabeeren werde ich auch wieder ernten. Der Strauch war in die Jahre gekommen und hatte nur noch gakelige Triebe, die kaum sich selbst aufrecht halten konnten. Wir haben ihn auf den Stock gesetzt. Letztes Jahr gab es dann weder Blüten noch Früchte und dieses Jahr geht es wieder los.

Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Aroniabeeren (c) by Joachim Wenk
Meine treuen Stammleser wissen sicher mittlerweile, daß ich viel Wert darauf lege, Pflanzen  sich selbst aussähen und so vermehren zu lassen. Ich bin eben doch irgendwie ein fauler Hund. Ich spare mir das Vorziehen und Hegen und Pflegen. Zudem liebe ich diese Abwechslung, daß alles jedes Jahr ein  wenig anders aussieht. Je nach dem, was wo aufgeht. 
Das gilt auch im Gemüsegarten. Die Ringelblumen sind da ja Standard. Seit letztem Jahr neu ist diese Pflanze. Ich sage immer Giftbeere. Heißt die nicht sogar wirklich so? Angeblich hält sie die weiße Fliege vom Kohl fern. Daher fing ich letztes Frühjahr mit ihr an. Nun wächst sie überall. Ich kenne die Sämlinge und lasse beim Unkrauthacken immer ein paar stehen. Ob sie die Fliege vertreibt, kann ich noch nicht sagen. Auch wenn ich zugeben muß, daß ich dieses Jahr  noch keine gesehen habe. Auf alle Fälle blüht das Kraut wunderschön, bereichert den Gemüsegarten mit Farbe und braucht sonst keine Pflege. Genau mein Ding!

Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Giftbeere im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Bevor ich nun den Gemüsegarten verlasse und zum Ziergarten komme, ist die riesige Dahlie , Sir Alfred Ramsey , eine schöne Überleitung. Eigentlich einen Zierpflanze, die aber im Gemüsegarten steht. Mischkultur in jeder Hinsicht eben. 
Wahnsinn oder? Diese Wuchskraft und diese Blüten! Einfach gigantisch. Die Blüten sind in meiner Augenhöhe. Das müssten so etwa 180 cm sein. 
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Kleiner und normaler ist die Dahlie Galant Knight im Staudenbeet. 
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Dahlie Galant Knight (c) by Joachim Wenk
Eine fröhliche kleine Sonne in Pink, die Sommeraster. 
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Sommeraster (c) by Joachim Wenk
Das Foto hat das Handy nicht besonders hinbekommen. Dennoch erkennt man, was ich beobachte und was ich zeigen möchte. Der weiße Phlox im Staudenbeet hing auch ständig nur total welk herum. Dürre ist nichts für Phlox, das weiß ich mittlerweile. Ich habe dann auch hier mehr gegossen und einen Tropfschlauch gelegt, weil die Stauden und Rosen allgemein nicht ans Wachsen denken. Vom Blühen rede ich schon gar nicht. Während andere Stockrosen 2 m oder wesentlich  höher sind, kommen manche hier im Beet nicht über meine Bauchhöhe hinaus. Jedenfalls beobachte ich  jetzt am Phlox, die frischen grünen Blätter und Verzweigungen, die er treibt. Was ein bisschen Wasser nicht alles bewirkt. 
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
neue Blätter am Phlox (c) by Joachim Wenk
Ich liebe Storchschnäbel. Dieser hier ist nun glaube ich im  dritten Standjahr und kommt erst jetzt so richtig in Schwung. Der blüht schon eine ganze Weile so vor sich hin. 

Die Clematis am Gartenzaun blüht ebenfalls seit einigen Wochen. Diese Sorte der Clematis viticella Mary Rose hatte ich auch damals in meinem Hinterhofgarten. Ich liebe das tiefe Lila, die gefüllten überreich erscheinenden Blüten und die sehr lange Blütezeit im Sommer.

Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk
Clematis viticella Mary Rose (c) by Joachim Wenk

Und dann, nachdem der Hüttenzauber ja mittlerweile auch fertig ist, haben wir uns endlich die Zeit genommen, die Banane um zu Topfen. Genau wie die Phönix-Palme neben ihr. Bereits im Mai haben wir einem Bekannten einen Ableger versprochen, wenn wir sie denn umtopfen. Inzwischen kam noch eine Abnehmerin für Ableger dazu. Und alle warteten und warteten. Die Banane und die Ablegerabnehmer.

Die beiden Wartenden bekamen nun jeder seinen Ableger und mir bleibt noch genug Banane übrig. Jetzt kann sie sich wieder gut einwurzeln und dann kräftig neu austreiben. Den alten Kübel hatte sie schon mächtig verformt. Wäre es nicht ein elastischer Mörtelkübel gewesen, hätte sie ihn längst in Hundert Fetzen gesprengt.

Banane und Phönixpalme bekamen neue "Töpfchen" (c) by Joachim Wenk
Banane und Phönixpalme bekamen neue „Töpfchen“ (c) by Joachim Wenk
Vor einigen Jahren hatten wir selbst beim Umtopfen mit so einem Ableger ein Experiment gestartet. Mittlerweile kann man es auch als erfolgreiches Experiment bezeichnen. Angeblich sollte die Banane ja winterhart sein. So stand es auf dem Etikett, der auf einem Wochenmarkt im Urlaub erstandenen  Pflanze. Der Ableger wurde ausgepflanzt. Wir hatten ja noch die Mutter im Kübel sollte er erfrieren. Wie wollten einfach sehen, ob sie wirklich unsere fränkischen Winter übersteht. Sie tut es! Das Ergebnis seht ihr im Bild unten. Im Herbst wird sie bodeneben abgeschnitten und mit einer Laubschicht abgedeckt. Die kommt im April weg und dann fängt sie bald an zu treiben. 
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
winterharte Banane im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Wieder was geschafft.

Und wieder ist etwas geschafft. Nachdem der Hüttenzauber-Partyraum nun seit genau zwei Jahren fertig renoviert und fleißig in Benutzung ist, hat er endlich auch einen fertigen Anstrich bekommen.
fertiger Anstrich für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
fertiger Anstrich für den Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

Damit die Umrandungen auch gut zum Rest passen, wurden einige Farbproben gemacht.

Farbproben am  Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk
Farbproben am  Hüttenzauber (c) by Joachim Wenk

Das Ergebnis überzeugt uns vollkommen. Die Farbe ist wirklich schön. Richtig leuchten tut sie, wenn die  Sonne ein wenig darauf scheint. Ihr seht den Unterschied von diesem zum ersten Foto.

Hüttenzauber Farbe im Abendlicht (c) by Joachim Wenk
Hüttenzauber Farbe im Abendlicht (c) by Joachim Wenk
Leider hat die Sonne gestern fast gar nicht geschienen. Kalt war es auch und ohne  Jacke konnte man draußen nichts anstellen. Nachts hatten wir etwa 6° C. Das ist richtig frisch. Meinem Gemüse tat das gut, konnte es sich doch etwas erholen. Geregnet hatte es ja trotz ständiger detaillierter  Vorhersagen auch für unseren Ort wieder nicht. Vor ein paar  Tagen 5 Liter. Das hatte mich schon sehr gefreut. 
Die Haselnüsse verlieren bereits wieder die  Blätter wegen der Trockenheit. Das vom ständig blasenden und gerade sehr kalten Wind herumgewehte Laub zusammen mit den Temperaturen sagen deutlich, daß der Sommer wohl dem Ende zugeht. Schade, denn der Winter ohne Gartenarbeit wird wieder sehr lang werden. 
Jetzt werde ich aber erstmal noch die kommenden Wochen mit Gartenarbeit in vollen Zügen genießen. 
Damit es auch künftig gut wächst, habe ich mich einmal wieder um meinen Kompost gekümmert. In der letzten Zeit mußte ich ihn auch regelmäßig gießen. Ich will ja, daß das ganze Zeugs verrottet und nicht, daß es trocknet!
Eine weitere Karre Pferdemist steht bereit. Das abgeschnittene störrige Kraut der verblühten Stauden und Einjährigen wird einmal wieder gehäckselt.
Pferdemist für den Komposthaufen (c) by Joachim Wenk
Pferdemist für den Komposthaufen (c) by Joachim Wenk

Zusammen mit dem Mist füllt es so langsam wieder einen Kompostbehälter.

Komposthaufen (c) by Joachim Wenk
Komposthaufen (c) by Joachim Wenk

Den Kompost vom letzten Jahr werde ich noch einmal umschichten. Dann passt das Material aus den letzten beiden Behältern im Bild in einen einzigen. Im späten Herbst kommt das dann auf die Beete.

fast fertiger und halbfertiger Kompost (c) by Joachim Wenk
fast fertiger und halbfertiger Kompost (c) by Joachim Wenk
Und zu den Beeren. Himbeeren sind abgeerntet und müssen nun geschnitten werden. Die Brombeeren beginnen reif zu werden. Das verspricht eine reiche Ernte. 
bald ist Brombeerernte  (c) by Joachim Wenk
bald ist Brombeerernte  (c) by Joachim Wenk
Beim Abschneiden der verblühten Stauden konnte ich einige Sämlinge entdecken. Die erfreuen mich dann im kommenden Sommer mit ihren Blüten. 
Erkennt ihr diese hier? Die Staude ist angeblich nicht sehr winterhart, hat aber den ersten Winter gut überstanden. Und sie hat sich im letzten Jahr reichhaltig ausgesät. Damals mit der ersten Generation mußte ich das Sähen noch mühsam in der  Saatschale machen. Und sie keimte sehr zögerlich. Die winzigen Pflanzen waren so verloren im großen Beet und wuchsen sehr langsam. Nun muß ich mir damit keine Arbeit mehr machen. Sie hat sich erfolgreich in den  Staudenbeeten angesiedelt und vermehrt. 
Staudensämlinge im Beet (c) by Joachim Wenk
Staudensämlinge im Beet (c) by Joachim Wenk
Das ist die Staude. Patagonisches  Eisenkraut. Es blüht unermüdlich bis weit in den Herbst und verträgt Hitze und Trockenheit einwandfrei. 
patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Lilien erfreuen mich jedes Jahr. Ganz besonders mag ich ihren schweren und süßen Duft in lauen Sommernächten.

Lillienblüte (c) by Joachim Wenk
Lillienblüte (c) by Joachim Wenk

Zum ersten Mal habe ich Sommerastern vorgezogen und dann ausgepflanzt. Ich war lange skeptisch, ob die sich durchbeißen. Mittlerweile blühen sie wunderschön, verteilt im Garten.

Sommerasternblüte (c) by Joachim Wenk
Sommerasternblüte (c) by Joachim Wenk
Meine Dahlien sind dieses Jahr nicht so schön. Dafür kann ich sie endlich in den Beeten und nicht mehr in Kübeln kultivieren. Die ewige Trockenheit hat die  Schnecken derart dezimiert, daß ich sie dieses  Jahr überhaupt nicht bemerke.Und meine Dahlien auch nicht. Hat also auch was Gutes, der Regenmangel. Hier ist die erste Dahlie, die ich mir damals zulegte. Sie  heißt Twilight und ist auch mein Liebling mit ihrem zarten Farbenspiel. Die anderen blühen kaum oder gar nicht. Nur die Riesige im Gemüsegarten hat Blüten und Knospen. 
Dahlie Twilight (c) by Joachim Wenk
Dahlie Twilight (c) by Joachim Wenk