Reifes ernten, Neues pflanzen und dann kommen langsam die letzten Aussaaten für diese Saison

Es ist gerademal Anfang August und doch merkt man als wacher Beobachter und Wahrnehmender schon die veränderte Kraft der Sonne. Es ist sehr warm gewesen und doch irgendwie anders warm als im Juni und Juli. Auch abends ist es deutlich spürbar, wie rasch jetzt die Tage wieder kürzer werden. 
Und so geht ein arbeitsreiches aber schönes Spätsommerwochenende zu Ende. 
Im Garten unten am Dorfweiher hat das Unkraut das Regiment übernommen. Die Lupinen als Gründünger haben geblüht und sind jetzt ganz unter dem Unkraut verschwunden. Der Sweet Dumpling Kürbis wächst mächtig und rankt sich über das Unkraut hinweg, den stört der Wildwuchs nicht. Genau wie die Pattisonkürbisse, von denen ich schon regelmäßig ernte, während oben bei mir im Garten nur männliche Blüten blühen. An den gleichen Pflanzen wie hier unten, und auch die Blätter sind viel weicher und heller, als hier im Weihergarten. Es ist einfach irgend etwas nicht in Ordnung bei  mir oben im Garten. Nur was? Die Bodenuntersuchung hatte da ja auch nicht wirklich ein Ergebnis gebracht. 
Buschbohne Sanguigno und Pattison gelb und weiß (c) by Joachim Wenk
Buschbohne Sanguigno und Pattison gelb und weiß (c) by Joachim Wenk

Der gelbe Pattison-Kürbis brachte als erster reife, zarte junge Kürbisfrüchte hervor.

Pattison gelb  (c) by Joachim Wenk
Pattison gelb  (c) by Joachim Wenk

Geschält und in Scheiben geschnitten werden sie paniert und in der Pfanne gebraten. Dazu ein paar frische Bohnen und etwas gedünsteter Fisch in Petersiliensauce. Ein leichtes und schmackhaftes Sommergericht. Der Pattison eignet sich für das Panieren und Braten besser, als Zucchini, weil er eine fester Konsistenz hat und die auch behält. Zucchini wird dabei gern matschig und weich finde ich.

Pattison-Kürbis paniert in der Pfanne (c) by Joachim Wenk
Pattison-Kürbis paniert in der Pfanne (c) by Joachim Wenk

Die Buschbohnen meiner Lieblingssorte Sanguigno sind sehr gut gewachsen. Da das eine wirklich stark wachsende Sorte ist, hat sie mit dem etwa hüfthohen Unkraut schön mithalten können und nutzt es gar als Stütze. Die erste Ernte heute ergab 2200g herrlicher Bohnen. Die habe ich gleich geschnippelt und eingefroren, weil zum Einkochen leider keine Zeit war. Abends hatten wir noch was vor und am Montag komme ich auch nicht dazu. Also blieb nur das rasche Einfrieren.

Im Foto zu erkennen sind die Buschbohnen in der Reihe. Aber nur das geübte Gärtnerauge kann sie wohl unter all dem Unkraut finden. Das sieht sehr chaotisch aus und ist mehr Wildnis, als Gemüsebeet. Dennoch macht das den Bohnen überhaupt nichts aus. So eine gute Ernte hatte ich in den unkrautfreien Beeten meines Gemüsegartens bislang noch nicht.

(c) by Joachim Wenk
meine Buschbohnen – wer findet sie??? (c) by Joachim Wenk

 So ist der ganze Garten zugewuchert. Da habe ich dann im Herbst und vor allem im Frühjahr wirklich einen Berg Arbeit vor mir. Mit der Sense muß alles abgemäht und mit der Motorhacke untergearbeitet werden. Dann muß ich irgendwie im Frühjahr das Auflaufen der Unkräuter unterbinden. Mehrmals die Woche mit der Pendelhacke durchziehen? Mit Wellpappe flächendeckend mulchen (sieht nicht gut aus), schwarze Mulchfolie auslegen (sieht ebenfalls nicht gut aus) oder was sonst noch ginge und mir nur noch nicht eingefallen ist. Es muß ein Kompromiss sein aus verträglicher Optik und Arbeitsaufwand. Da muß ich durch und dieses Jahr habe ich einfach zu spät im Jahr den Garten übernommen und die damals dort bestehende Wiese (nicht Rasen) untergeackert.

Der Weihergarten ein Meer an Unkraut und Wildwuchs (c) by Joachim Wenk
Der Weihergarten ein Meer an Unkraut und Wildwuchs (c) by Joachim Wenk

Die Einlegegurken Vorgebirgstrauben haben mir etliche Gläser milchsauer eingelegte Gurken beschert und sind nun, wie die meisten  Gurken auch oben im Garten, vom Mehltau oder was es ist heimgesucht und kaputt gegangen. Schade, immer das Gleiche. Sie hängen voller kleiner Gürkchen, haben unzählige Blüten und sind dann binnen einer Woche kaputt. Es ist einfach zu heiß und zu trocken.

Die Gurken sind abgestorben aber die Pattisons sind noch gut im Rennen (c) by Joachim Wenk
Die Gurken sind abgestorben aber die Pattisons sind noch gut im Rennen (c) by Joachim Wenk

und wie üblich:  ein wenig Regen wäre wirklich  kein Fehler (c) by Joachim Wenk
und wie üblich:
ein wenig Regen wäre wirklich  kein Fehler (c) by Joachim Wenk
Im Gemüsegarten oben wartet auch alles nach wie vor und vergebens auf Regen. Die Gieß-Zeit langt nur für das Nötigste. Nächstes Jahr lege ich hier wirklich auch überall Bewässerung. So kann das nicht weiter gehen. 
Und immer mehr komme ich zu der Überzeugung, dass das schlechte Wachstum beim Gemüse nicht daran liegt, daß zu wenig Dünger im Boden ist oder, wie damals die Analysen ergaben, zu wenig Stickstoff. Es fehlt schlicht am Wasser. Hier zum Beispiel die Dahlie. Eine große Sorte namens Sir Alfred Ramsey. Sie hing immer schlapp in den Seilen. Daher mußte ich sie konsequent gießen. Das Ergebnis sieht nicht nach einem düngerlosen Boden aus oder? Sie ist über 190 cm hoch und die Blüte hat eine Durchmesser von mindestens 25 cm. Als Dünger kam nur im Frühjahr etwas Kompost aufs Beet und ich glaube einmal hat sie Brennesseljauch abbekommen.
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk

Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk
Dahlie Sir Alfred Ramsey (c) by Joachim Wenk

Auch die Stockrose hier im Gemüsebeet wächst und blüht kräftig, während Kohlraben, Salat und Brokkoli kümmern. Die Stockrose wurzelt tief und kommt an das wenige Wasser im Boden heran. Die Gemüseplanzen nicht, daher kümmern sie.

Stockrose im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Stockrose im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Die neue  Tropfbewässerung im Gemüsegarten lief nun seit Mittwoch etliche Stunden. Es hatte auch ein klein wenig geregnet. Das allerdings war schnell wieder vom Wind und der Sonne weggeschleckt. Ein wenig feucht war aber der Boden im Gemüsegarten und so kamen endlich der Endivien und der Chinakohl ins Beet. Winterrettiche habe ich gesät und nochmal Radieschen. 

Herbstgemüse Endiviensalat (c) by Joachim Wenk
Herbstgemüse Endiviensalat (c) by Joachim Wenk
Herbstgemüse Chinakohl (c) by Joachim Wenk
Herbstgemüse Chinakohl (c) by Joachim Wenk
Schließlich nahm ich mir meine Aussaattabelle vor und überlegte, was wohl an Herbstsaaten (jawohl Herbst!)  noch zu machen wäre. Salat kam also in die Topfplatte, Rucola und Feldsalat. Ich habe gelesen, daß der gut so vorgezogen und dann ausgepflanzt werden kann. Im Text machten sie dieses, um besser das Unkraut hacken zu können zwischen den Tuffs an Feldsalatpflanzen, die so in die Reihen im Beet kommen. Besser als in Reihensaat bei der man in der Reihe wieder schlecht das Unkraut heraus bekommt. Das Problem kam mir bekannt vor und so fand ich die Idee gut. Außerdem, und da sind wir wieder beim trockenen Boden, ist mir im Herbst nie  Feldsalat gekeimt, den ich hätte überwintern können oder im Herbst noch ernten. Ich bekam den Boden einfach nicht gleichmäßig feucht genug. Jetzt probiere ich es einmal so. Wird schon klappen. 
Herbstsaate für's Gemüsebeet werden gemacht (c) by Joachim Wenk
Herbstsaate für’s Gemüsebeet werden gemacht (c) by Joachim Wenk

Während ich mit der Gartenarbeit beschäft war, hat Volker angefangen, den Hüttenzauber, unseren Partyraum zu streichen. Zwei Jahre genau ist der Umbau und die Fertigstellung nun vorüber. Beinahe haben wir uns an das triste Grau des Putzes gewöhnt. Am meisten viel mir das aber hier auf  Fotos in meinem Blog auf. Das machte sich nicht gut.

Jetzt ist der neue Anstrich vorhanden. Fehlt nur noch die etwas dunklere Umrandung der Fenster und Türen. Dann hat der Hüttenzauber ein fertiges neues Gesicht bekommen.

Der Hüttenzauber erhält einen Anstrich (c) by Joachim Wenk
Der Hüttenzauber erhält einen Anstrich (c) by Joachim Wenk

Wenn das abgeschlossen ist, kommt die benachbarte Werkstatt mit einer gründlichen Renovierung, Isolierung und ebenfalls neuer Front an die Reihe.

Der Hüttenzauber mit seinem fast fertigen Anstrich (c) by Joachim Wenk
Der Hüttenzauber mit seinem fast fertigen Anstrich (c) by Joachim Wenk

Tropfbewässerung für den Gemüsegarten

Also langsam bin ich mir ziemlich sicher:  da will mich ganz bewusst irgend jemand ärgern!
Dass es bei mir im Garten trocken ist, viel zu trocken eigentlich sogar, das dürfte wohl niemandem hier mehr fremd sein. Ich wollte das ewige Genöle wegen dem fehlenden  Regen selbst schon nicht mehr hören. 
Da gibt es nur eine Lösung. Aktiv werden! Ich habe mir Bewässerungsrohre bestellt und am Tag als ich die Pakete in Empfang nehmen durfte, regnete es 6l/qm. Das ist richtig Regen für unsere Verhältnisse. Und am Tag drauf, beim Installieren der Anlage, nieselte es immer wieder auf mich herab.
Sagt selbst, ist das Hohn? Den wenn ich erwische, der dafür verantwortlich ist…..
Pakete von Grünbedarf.de (c) by Joachim Wenk
die ansprechend gestalteten Pakete machen doch noch mehr Lust auf den Inhalt (c) by Joachim Wenk
Aber jetzt erst einmal der Reihe nach. 
Viele Internetseiten habe ich durchforstet und zwar ja schon seit langem, da die Trockenheit mir nicht neu ist. Das gleiche gilt für die Gartenabteilungen der Baumärkte mit Schläuchen und Bewässerungsartikeln. 
Probiert habe ich auch schon viel. Bisher immer nur in den Staudenbeeten, hatte ich diverse Bewässerungsmöglichkeiten. 
Schwitzschläuche schienen mir praktisch, weil sie über die gesamte Länge Wasser ausdünsten. Das ist sehr wenig und man meint es langt nicht. Wenn ich aber die  Schläuche nicht angeschlossen hatte, merkte ich binnen weniger Tage, daß die Stauden verwelkten. Leider hielten diese Rohre nur 2-3 Jahre, egal ob auf oder unter der Erde verlegt. Im dritten Jahr bestanden sie schließlich nur noch  zu größeren Teilen aus Schlauchkupllungen, die die geborstenen Bereiche überbrückten, als aus Schwitzschlauch. Die habe ich dann alle entsorgt. 
Es gibt ja nicht nur schwitzende Schläuche sondern auch spritzende Schläuche. Von der Markenfirma in den Baumärkten gab es diese, aber der Preis ist echt hoch. Also testete ich das mit einem Billigprodukt aus dem 1€-Baumarkt. Das Prinzip ist das Gleiche ein Schlauch, in den Löcher geschlagen sind. Das Ergebnis wird wohl auch bei beiden vergleichbar sein. Es kommt ganz schön Wasser raus, die Erde ist feucht und mit ihr die ganzen Pflanzen und die Umgebung. Sie spritzen einfach unkontrolliert um sich. Egal, wie ich sie drehte und wendete und fixierte, irgendwie spritzte immer ein Loch oder mehrere irgendwo hin. 
Dennoch rettete mir das Billigteil die Stauden im Beet am Zaun. Dort habe ich im Juli eine Staude bereits an die Dürre komplett verloren und der uralte Asternbusch  war kurz davor. Jetzt lasse ich den Schlauch regelmäßig spritzen, die Aster hat sich erholt und sonst geht es auch im Beet. Die anderen Staudenbeete gieße ich mit dem Beregner, weil mir einfach die Zeit fehlt, es mit der Hand zu gießen. 70 qm Staudenbeete, 120 qm Gemüsebeete, Gewächshaus, Säulenobst und Spalierobstreihe, Miniweinberg und diverse einzeln stehende Beerensträucher und Ramblerrosen richtig zu gießen, also dass das Wasser auch an die Wurzeln tief in der Erde gelang, dauerte viele Stunden. Ein Tag ist da locker vorüber und dabei kann ich dann absolut nichts anderes machen. Daher läuft dann eben von 8 bis 8 der Regner. Auch so ein Teil meiner Bewässerungssausstattung. Ein Teilkreisregner mit etwa 13m maximaler Wurfweite und  mit Stativ. Das war eine sehr gute Anschaffung. Man kann jedes beliebige Kreissegment einstellen von einem geraden Strahl bis hin zum vollkommenen Kreis. Auch die Reichweite ist korrigierbar. Sehr nützlich um gezielt die Staudenbeete zu bewässern. Allerdings eher etwas für einen großen Garten. 
mein Teilkreisregner (c) by Joachim Wenk
mein Teilkreisregner (c) by Joachim Wenk
Dennoch ist das Beregnen von Oben nicht so gut auf  Dauer. Ich habe auch beim Gemüse das Gefühl, daß es nicht optimal ist. Tomaten und Kartoffeln mögen das ohnehin nicht. Also mußte ich im  Gemüsegarten immer darauf achten, was beregnet wird und was nicht. Die Kartoffeln habe ich dieses Jahr allerdings doch auch mit dem Regner gegossen. Es ging nicht anders und ihnen nicht geschadet.
Nun kennt ihr die Vorgeschichte, so dass ich zurück kommen kann zu meinen Internetrecherchen. Dort fand ich heraus, daß es noch ein Art von Schlauch gibt. Der schwitzt nicht und der spritzt nicht, er tropft einfach nur. Das wäre doch was. Weitere Recherchen zur Herstellerfirma Netafim und bei etlichen Anbietern ergaben nur Positives. Das ist meine  Bewässerung ! 
Dieser Schlauch ist nicht einfach nur durchlöchert, sondern verbirgt in seinem Inneren quasi intern hinter jedem Loch (Abstand 50 cm) ein eingebautes Ventil. Ich habe bei Beschreibungen gesehen, dass sogar der Druck eines etwas erhöht gestellten Regenfasses ausreicht, um den Schlauch zum Tropfen zu bringen. Es gibt die verschiedensten Sets mit diesem Schlauch, Verteilerschläuchen, Kupplungen, Erdhaken und und und. 
Bei einem Anbieter gab es ein Set, das von dem Inhalt exakt für mein Schneckenzaunbeet ausreichen würde. Zudem ist gerade eine Aktion, in der man es günstiger bekommt. Das wollte ich nun einfach einmal probieren, ob diese Art Bewässerung für mich die passende ist. 
Leider gab es bei dem Anbieter nur das Set und so gut wie kein Zubehör, was aber ja am Markt ist. Das war schade, da ich dann dort erst gar nicht bestellen muß. Und doch war es genau richtig. Ich trat über das Kontaktformular mit dem Anbieter in Kontakt und fragte nach. Binnen weniger Stunden hatte ich Antwort! Das ist schon erstaunlich genug. Die haben die Bewässerungen neu im Programm und daher noch nicht alles im Internetshop, das ist die Erklärung, mit der ich gut leben kann. Die  Dame am anderen Ende meiner Mails war sehr nett, sehr kompetent und hilfreich. Sie beantwortete mir viele Fragen, die auch die anderen Anbieter-Seiten mit diesen Bewässerungen einem Laien nicht beantworten konnten. Laie sage ich hier, weil das System für Profis gemacht ist. Weinbauern, Gemüsegärtner und Obstbauern. Es ist kein Baumarktprodukt, was aber auch wieder für das System spricht. 
Weil der Anbieter – Name steht auf dem im Foto abgebildeten Karton 😉 – das Bewässerungssystem neu im Programm hat gibt es quasi eine win-win-Situation für uns beide. Ich bekomme gerne alle Fragen beantwortet und die profitieren von meinen Laienfragen. Sie können nun noch gezieltere Informationen, die eben wohl für Laien wichtig sind, in ihrem Onlineshop aufnehmen. Übrigens haben die auch wirklich interessantes anderes Gartenzubehör auch in Profiqualität für Hobbygärtner und Stadtgärtner. Ich werde mich dort sicher noch öfter umsehen. 

Meine Pakete kamen sehr schnell. Ich habe sie ausgepackt und fand gleich wieder etwas sehr sympathisches. Ein Blumentopf.

Mein neues Bewässerungssystem für den Gemüsegarten und ein Blumentopf (c) by Joachim Wenk
Mein neues Bewässerungssystem für den Gemüsegarten und ein Blumentopf (c) by Joachim Wenk

Bitte?  Was mache ich mit einem Blumentopf, den habe ich gar nicht bestellt. Der Text auf dem Etikett ließ mich aber schmunzeln. Und recht haben sie. Sehr recht sogar.

manche Anbieter machen sich wirklich Gedanken über ihre versendeten Pakete (c) by Joachim Wenk
manche Anbieter machen sich wirklich Gedanken über ihre versendeten Pakete (c) by Joachim Wenk

Also dann schnell ab in den Garten. Enthusiasmus und Arbeitswille waren groß. Es dauerte etwa 2 Stunden und das Schneckenzaunbeet war mit der Bewässerung ausgestattet. Es ist 4m x 5,80m groß.

Zuerst musste ich mir die Materialien ansehen und überlegen,wie ich vorgehe. Das dauert immer seine Zeit. Wenn man dann loslegt geht es rasch. Ein wenig lästig fand ich die Störrigkeit der Schläuche. Man die sind aber auch bockig.

Im Foto der schwarze Schlauch, der entlang der Beete laufen soll und von dem aus dann der braune Tropfschlauch abgeht.

Ihr seht selbst, das ist eher ein Ball als ein Schlauch. Aber da muß ich durch. Man merkt schon an der Qualität des Materials, dass es für ein intensive und langjährige Nutzung in der Praxis ausgelegt ist. Da kann es eben kein labberiges Schläuchlein sein. Die Antwort der netten Dame in den Mails: nach einer Zeit im Beet und je nach Umgebungstemperatur, legen sich die Schläuche dann auch flach und wollen sich nicht mehr kringeln. Klar so ein Rohr oder Schlauch wird eben nur als Rolle transportiert und nicht ausgestreckt. Das geht halt nicht anders.

Schlauchkringel (c) by Joachim Wenk
Schlauchkringel (c) by Joachim Wenk

Auch die  Teilstücke im Beet wollen sich noch kringeln. Es sieht aus wie diese Fotos von Nessie im Loch Ness, mit dem aus dem Wasser gebucklten langen Schwanz. Gut dass ich noch zusätzlich Erdhaken bestellt hatte, sonst wäre das Fixieren im Beet kaum gegangen.

Schlauchbuckel am Beetrand (c) by Joachim Wenk
Schlauchbuckel am Beetrand (c) by Joachim Wenk

 Dass mein Beet gut bestückt ist mit Gemüsepflanzen, hat die Arbeit nicht wirklich leicht gemacht. Sinnig wäre es, so eine Bewässerung im Frühjahr im leeren Beet zu installieren. Wenn sie sich als gut erweist, habe ich das im restlichen, wesentlich größeren Gemüsegartenteil auch noch vor. Und die Staudenbeete sollen auf alle Fälle so einen Schlauch bekommen. Dort ist es einfache, da ziehe ich einfach nur den Tropfschlauch (wie damals die Schwitzschläuche) durch die Fläche, ohne zu verzweigen. Da gibt es auch keine Reihen, die regelmäßig zu bearbeiten sind, wie im Gemüsegarten.

Hier sieht man die schwarzen Verteilerschläuche entlang dem Mittelweg

die Verteilerrohre entlang der Beete (c) by Joachim Wenk
die Verteilerrohre entlang der Beete (c) by Joachim Wenk
die Verteilerrohre entlang der Beete (c) by Joachim Wenk
die Verteilerrohre entlang der Beete (c) by Joachim Wenk
Von den Verteilerschläuchen gehen die Tropfschläuche in die Beete. Ich habe sie jetzt  mit 50 cm Abstand verlegt. Das heißt ,ein Schlauch sollte Wasser für zwei Reihen Gemüse liefern. Mal sehen ob das ausreicht oder ob jede Reihe einen Schlauch benötigt. 
die Tropfrohre in  den  Beeten (c) by Joachim Wenk
die Tropfrohre in  den  Beeten (c) by Joachim Wenk

Viel Fläche ist auch leider frei im Beet. Wegen der Trockenheit konnte ich ja nichts sähen und auch nichts pflanzen. Kohlrabi, Chinakohl und Endivien stehen  im  Gewächshaus bereit und müssen unbedingt jetzt raus. Hoffentlich bringe ich den Boden feucht, damit sie mir angehen. Dann kommen noch Herbstsaaten wie Winterrettich, Asiasalat und Feldsalat.  Alles braucht Feuchtigkeit. Auf steinhartem trockenen Boden keimt und wächst nichts. Kohl ist dieses Jahr auch wieder wegen dem Wassermangel einfach eine Katastrophe.

noch sind große Lücken zwischen den   kümmernden Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk
noch sind große Lücken zwischen den
kümmernden Gemüsepflanzen (c) by Joachim Wenk

So ein Teil hier ist übrigens am Anfang der Bewässerung zu installieren. Darin ist ein Filter eingebaut. Der ist bei uns ganz praktisch, da ich mit Brunnenwasser gieße und da schon mal Schmutzpartikel im Gießwasser enthalten sein können. Die würden im Schlauch die Löcher verstopfen. Zudem regelt das Dingens auch den  Wasserdruck.

Druckreduzierer und Schmutzfilter (c) by Joachim Wenk
Druckreduzierer und Schmutzfilter (c) by Joachim Wenk

Jetzt hoffe ich auf deutlich erkennbares Wachstum im Beet. Vielleicht verschwinden dann auch wieder diese vermaledeiten  Erdflöhe, die sehr großen Schaden an allen Kohl-Gewächsen angerichtet haben.

Den Rosenkohl habe ich gleich mal angebunden. Wenn er jetzt wächst steht er damit sicher. Müsst ihr euren Rosenkohl auch immer stützen? Ich muß den  jedes Jahr anbinden, weil er sonst schon von klein an auf dem Boden liegt. So angebunden wird er mindestens hüfthoch. Hoffentlich auch in diesem Jahr wieder.

der Rosenkohl bekommt seine Stützen (c) by Joachim Wenk
der Rosenkohl bekommt seine Stützen (c) by Joachim Wenk

Die ersten Röschen sind jedenfalls erkennbar. Und wenn das jetzt klappt mit dem Wasser, dann entwickeln sie sich sicher auch noch zu großen Röschen. Ich bin gespannt, werde sehr genau beobachten und euch auch wieder auf dem Laufenden halten.

der Beginn wundervoller Röschen (c) by Joachim Wenk
der Beginn wundervoller Röschen (c) by Joachim Wenk

Ein paar Blütenbilder

Heute einmal ganz einfach nur ein paar Blumenfotos. Bei denen kann man nah ran gehen und das Unschöne Vertrocknete, Zerfressene oder Befallene ausblenden. Leider ist es mir so oft nicht gelungen, das rechte Licht abzuwarten, dafür gefallen mir wieder andere Aufnahmen ganz gut. 
Also, für die interessierten Leser, ein paar der aktuellen Blüten in meinem Garten. 
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Kapuzinerkresse (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Storchschnabel (c) by Joachim Wenk

rote Rose (c) by Joachim Wenk
rote Rose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk

Stockrose (c) by Joachim Wenk
Stockrose (c) by Joachim Wenk

wilde Farbkombination im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
wilde Farbkombination im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk

Phlox und Wiesenraute (c) by Joachim Wenk
Phlox und Wiesenraute (c) by Joachim Wenk

 Meine aktuell liebste Farbkombination, Goldmohn, Cistus, Lavendel und Purpurwitwenblume.

Goldmohn, Cistus, Lavendel und Purpurwitwenblume (c) by Joachim Wenk
Goldmohn, Cistus, Lavendel und Purpurwitwenblume (c) by Joachim Wenk

Um ihn herum viel Trockenes, aber er wuchert ungezügelt und ploppt überall seine hübschen intensiv gefärbten Blüten auf. Ein sehr schöner und robuster, trockenheitsresistenter Storchschnabel (Blutstorchschnabel Geranium sanguineum)  mit tiefreichenden Wurzeln. So kommt er überall an Wasser. Bei mir wuchert er im sehr heißen und sehr sehr trockenen Staudenbeet am Südwesthang vor dem Haus.

Storchschnabel (c) by Joachim Wenk
Blut-Storchschnabel Geranium Sanguineum (c) by Joachim Wenk

Blüten der Zimtrinde, Cassia (c) by Joachim Wenk
Blüten der Zimtrinde, Cassia (c) by Joachim Wenk

Ansonsten macht der Garten gerade wahnsinnig viel Arbeit, weil ich mit dem Gießen nicht nachkomme und immer mehr und mehr Abstriche an Ernteerfolgen und Erwartungen machen muß. Was nicht vertrocknet holt der Mehltau (Gurken) oder die Myriaden an Erdflöhen, den viele Meter hohen und mächtigen Hopfen haben sie schon durchsiebt. Die Haselnußsträucher der etwa 10m langen und großen Hecke ebenfalls.

vom Erdfloh zerfressen Blätter am Hopfen (c) by Joachim Wenk
vom Erdfloh zerfressen Blätter am Hopfen (c) by Joachim Wenk

vom Erdfloh zerfressen Blätter am Hopfen (c) by Joachim Wenk
vom Erdfloh zerfressen Blätter am Hopfen (c) by Joachim Wenk

Von einigem  Kohl musste ich mich schon verabschieden, den Immerwährenden Kohl musste ich ganz abschneiden und hoffe auf Neuaustrieb. Rosenkohl und Weißkohl, Butterkohl und Kohlrabe sind stark geschädigt. Was die  Trockenheit nicht kaputt macht machen diese Käfer kaputt. Angeblich mögen sie gemulchten Boden nicht. Der Boden ist aber seit zeitigem Frühjahr mit Rasenschnitt fast flächendeckend gemulcht das hält sie nicht ab. Wermuttee ebenso wenig. Mal sehen ob das Neemöl sie irgendwann wieder eindämmen kann, dann sind die Pflanzen aber schon stark verkrüppelt und manche werden nicht mehr wachsen.

vom Erdfloh zerfressen Blätter am Rosenkohl (c) by Joachim Wenk
vom Erdfloh zerfressen Blätter am Rosenkohl (c) by Joachim Wenk

vom Erdfloh zerfressen Blätter am Butterkohl (c) by Joachim Wenk
vom Erdfloh zerfressen Blätter am Butterkohl (c) by Joachim Wenk