Wie die Freude wieder in den Garten gelangte.

Hallo zusammen. Heute einmal ein Stimmungsfoto zu Beginn.

Genau, so ist meine Stimmung gerade, wenn ich in den Garten gehe oder aus ihm komme.

Es ist einfach eine Freude in mir.

Gestern und heute Sonne, Wärme und herrliche Herbstbilder im Garten. Und wie es im Leben eben so ist, spürt man Freude vielleicht um so intensiver, je unfreudiger die Tage waren, aus denen man kam. 
Wie ist es eigentlich bei euch im Garten? Klar, das altbekannte Thema der Dürre könnte man ansprechen. Wäre es nicht irgendwie mittlerweile durchgekaut und wohl auch erst mal passé. 
Ja! Auch bei uns hat es geregnet. Etwa 25 Liter kamen herunter und das hat wirklich einmal etwas gebracht. 
Hier einmal ein Foto aus dem Auto geschossen. So sieht die Landschaft bei uns gerade aus. Goldener Herbst ist anders! Die Bäume zum großen Teil kahl, Feldraine verdorrt, Weiden nicht mehr erkennbar und alle Felder kahl, da nichts keimen kann. 
Aber wie gesagt, es kam ja Regen. Und so komme ich wieder zu meiner Frage nach euren Gärten. Wie kam der Regen bei euch vom Himmel? Senkrecht oder waagerecht? Bei uns keines von beiden, sondern weltuntergangsmäßig kreuz und quer im schlimmsten Sturm, den ich hier im Garten erlebt habe. Und wir hatten die letzten Jahre weiß Gott viele Orkane. So eine Heftigkeit jedoch war noch nicht dabei. 
Binnen kürzester Zeit brach das Chaos herein und am nächsten Tag, war von Freude am Garten nicht zu sprechen. Im Gegenteil, ich bekam, wie so oft, Panik, wie und wann ich das alles wieder aufräumen soll. Neben den normal gerade wieder vermehrt anfallenden und dringenden Arbeiten. 
Erst einmal zwei Tage liegen lassen und aushalten. Der Job ist eben auch wichtig. 
Gestern dann konnte ich mich ans Werk machen. Am Abend war mir Bewegen fast nicht mehr möglich, so weh taten mir alle Knochen im Leib. Aber da war es plötzlich da, das Gefühl vom Eingangsbild. 
Pure Freude über das Geschaffte. Es gab keine nennenswerten Schäden und sogar notwendige, normal anfallende Herbstarbeiten habe ich erledigen können. Freude pur. 
Begonnen habe ich auf der Terrasse.

Dann folgte ich dem Weg mit meiner Schaufel, dem Besen und den Faltsäcken für Abfälle. Wobei, Abfälle ist nicht das richtige Wort. Dazu komme ich aber gleich noch einmal.

Die Esche musste ganz schön Äste lassen. Aber so intensiv wir auch nach oben sehen, es ist  nicht ersichtlich, wo diese abgebrochen sind. Die Krone ist eben doch sehr mächtig und verkraftet solch einen Verlust. Gut, dass der Ast nicht auf meine Kübelpflanzen gestürzt ist.

Noch ein großer Eschen-Aste brach auf den Zaun herunter und begrub das Türchen zum Gemüsegarten unter sich.

Da ist wohl nicht mehr viel zu machen. 

Aber ich will ehrlich sein. Nicht der Eschen-Ast zertrümmerte die Eingangstür. Ich war es. Schon ein paar Tage zuvor. Der Holzrahmen war so morsch, dass er schon vom Dagegendrücken zum Öffnen einfach in zwei Teile zerbrach.

Sehr zerzaust waren meine großen Stauden im Beet. Der Eibisch viel auseinander. 

Genau wie die hohen Herbstastern. Hier halfen auch keine Staudenstützen und Schnüre, mit denen sie eigentlich zusammen gebunden waren. Die mannshohe Dahlie ist jetzt nur noch knie-hoch. Leider.

Was den chaotisch-unordentlichen Eindruck von Laub und Ästen überall noch verstärkt, waren die vielen Walnüsse mit Schalen, die großflächig verteilt wurden. 

Auch im Gemüsegarten lag alles Höhere kreuz und quer. 
Noch bevor ich mit dem Aufräumen bei der Terrasse anfing musste ich mir einen Plan machen. Was war am allerwichtigsten, was muss gemacht werden, dass es weiter läuft und dann kommt die Optik und Ordnung. 
Zuerst also wurden die Tomaten entfernt und auf den Kompost gebracht. Rote und Halbrote liegen jetzt im Keller und werden nach und nach verbraucht. Die letzten Nächte hatten wir jeweils Reif.  Es war sehr kalt. Die Tomaten am Stock reifen jetzt draußen ohnehin nicht besser und schneller, als geerntet im dunklen Keller. Also können die Stöcke entfernt werden. Das eilt mir im Herbst zu gegebener Zeit immer relativ sehr. Die Pflanzen sind noch gesund. Lasse ich sie jetzt stehen, besteht die Gefahr, dass die Braunfäule zuschlägt. Das wäre auf den ersten Blick jetzt auch kein großer Schaden mehr. Aber! Dann sind die Pilzsporen natürlich massig im Beet und auf dem Boden vorhanden. Nächste Saison wäre das fatal. Also lieber jetzt beizeiten wegmachen. Geerntet habe ich ohnehin wirklich ausreichend. 

Im Gewächshaus lasse ich sie noch ein wenig stehen. Bis unters Dach hängen die herrlichsten Früchte.

Das war also die dringende Aufgabe. Nun wende ich mich der gerade notwendigen Herbstarbeit zu. 
Die  Winterzwiebeln, die ich zum ersten Mal probieren will, müssen gesteckt werden, genau wie der Knoblauch. Die Wintersalate sollten auch in nächster Zeit ausgepflanzt werden.  Also brauche ich vorbereitete Beete. Ich habe den restlichen Mulch und Ernterückstände weggerecht und bin mit der Grabegabel durch die Beete gegangen. Der Boden ist traumhaft locker. Wie frisch aufgeschüttet aus einem Sack Blumenerde. Es wimmelt von Bodenlebewesen. Mein ständiges Bodenbedecken mit organischem Material (Mulch) zeigt immer mehr seine positive Wirkung. 
Nun lag der Boden aber splitter faser nackt vor mir. Ein Zustand den es nicht mehr geben darf.
So komme ich jetzt zu den Aufräumarbeiten. Wie oben schon erwähnt ist die Bezeichnung „Faltsäcke für den Abfall“ bei mir nicht korrekt. Ich habe alles zusammen gerecht, gekehrt und herumgeschleppt. Sämtliche Wege, den Rasen und die Beete gesäubert. Umgebrochenes abgeschnitten. Da kommt eine Menge organische Substanz, was wohl die bessere Bezeichnung ist, zusammen. 
Alles wanderte durch den Häcksler und wurde sofort auf die nackten Beete verteilt. Jetzt haben die Würmer und Co. wieder zu fressen. Der Boden trocknet nicht so aus (von den 25 Litern merkt man nicht mehr viel) und ich habe Platz für alles, was jetzt dann in die Beete kommen soll. 
Damit die Amseln mir nicht wieder den gesamten frischen Mulch umschlichten, habe ich die Beete mit Vlies bedeckt. 
Besonders freue ich mich ja auf das Bepflanzen meines neuen Frühbeet-Gewächshauses mit Winterkopfsalat. Genau so eines wollte ich haben. Eigentlich hätte der Volker mit das auch gebastelt. Weil aber die Zeit schon wieder so weit fortgeschritten ist und er noch das neue Winterquartier für die Washingtonia und vieles andere machen muss, habe ich eines fertig käuflich erworben. Wir machen jetzt nur noch unten einen Rahmen aus Recycling-Kunststoffbrettern, damit das Holz nicht auf dem feuchten Boden steht und so vielleicht länger hält. 
Und hier seht ihr die Winterkopfsalate, die alle bald ins Beet wollen. 

Mein im Frühjahr gesäter Grünspargel ist mehr oder weniger gewachsen. Einige gingen kaputt. Nun muss ich ihn über den Winter bringen und dann im Frühjahr pflanzen. Wenn ich nur schon wüsste, wo hin. 
Über meinen Endivien freute ich mich wahnsinnig. Wuchs er doch traumhaft, wie noch nie erlebt. Leider schießt er jetzt. Es war wohl einfach zu warm. 
So habe ich also den Garten aufgeräumt und gleichzeitig mit dem Mulch und der Beetvorbereitung notwendige Herbstarbeiten erledigt. Zwei Fliegen sind mit einer Klappe geschlagen. Über den so zur Verfügung stehenden Mulch war ich sehr froh. Eigentlich nahm ich dafür ja immer den Rasenschnitt, von dem es heuer aber keinen gibt. 
Der Blick von der Haustüre in den oberen Garten, nach meiner Säuberungsaktion. 
Und apropos Rasen und Rasenschnitt. Genau ein Jahr zuvor im September sah das übrigens so aus: 
Nicht nur ich war fleißig. Nein auch der Volker hat quasi aus dem Nichts ein neues, und wie ich finde viel attraktiveres, Gartentürchen für den Gemüsegarten gezaubert. Den Rahmen bilden übrig gebliebene imprägnierte Rundhölzer von der Terrassenrückwand. Darauf hat er einfach, schon ewig herumliegende, Haselnußstecken senkrecht geschraubt.
Unten ist nun Luft genug, dass der Igel problemlos hindurch kriechen kann. 
Und oben die Stecken eignen sich hervorragend, um Dekozeugs zu drapieren. Gleich ging ich auf Suche und erinnerte mich an das wunderschöne selbst getöpferte Teil von Christine Z. Das auf der Rosenstütze im benachbarten Staudenbeet vollkommen überwuchert und damit unsichtbar war. 
Es passte sowohl perfekt auf einen der Stecken als auch thematisch an diesen Ort. 
Mein Gemüsegarten -meine Freude. 
Nun aber habe ich genug erzählt. Wie so oft zeige ich euch zum Ausklang einfach noch ein paar Fotos vom schönen Herbstgarten. 
Und auch dieses hier soll nicht fehlen. Noch vor dem richtigen Sturm, wurde die Dattelpalme umgeblasen. Nachdem das schwere Ding wieder im Betonring platziert war mussten wir kreativ werden. Betonsteine und ein Spanngurt hielten sie dann auch im Tornado oder Orkan fest am Boden. 
Die Teppichmyrtenaster fängt an zu blühen. 
Von ihr habe ich schon Ableger gemacht. Hier die Mutter im Sukkulentenkübel. Riesig wurde sie und von Knospen nur so bedeckt. 
Ihre Verwandte die Myrtenaster blüht ebenso überreich, ist aber etwa einen Meter hoch. 
Die ersten Herbstchrysanthemen blühen. Zu ihren Füßen ist einer der Teppich-Myrtenasternableger. Hier im Beet blühen sie allerdings noch nicht. 
Dafür blüht die Rose de Resht noch mal sehr reich. Und heute bei dem sehr warmen Wetter lag ihr herrlicher Duft  in der Luft rund ums Beet. 
Nun gibt es ganz am Schluss auch noch ein Rezept. Auf einem der neu hergerichteten Beete stand noch etwas vom Sommerlauch. Unterm Apfelbaum liegen nach wie vor jeden Tag herrliche Äpfel. Beides zusammen ergibt mit alten Brezen einen einfachen aber sehr schackhaft-würzigen und zum Herbst passenden Brezenauflauf mit Lauch

Natürliches Gärtnern ist der Schlüssel – eine Ausnahme erlaube ich mir

Wir sind im Früh-Herbst und der Garten erholt sich

Willkommen im Frühherbst. Leider gab es noch immer keinen Regen (einmal 4l , das war’s). Aber die Nächte bringen Feuchtigkeit und manchmal Nebel. Mit dem Gießen komme ich nun besser herum. Nicht mehr so oft und nicht mehr so lange ist es nötig. Zudem von noch einem Computer unterstützt läuft es immer automatischer ab. 
Dadurch bleibt ein wenig mehr Zeit, nötige Arbeiten zu erledigen. Mein Gemüsegarten gefällt mir langsam wieder richtig gut. Im Ziergarten ist auch Ruhe eingekehrt. Nicht nur die Stauden wachsen kaum mehr, sondern auch das Unkraut stagniert. Irgendwann werde ich mich darum kümmern. 

Ihr habt es gewusst – es ist ein Blasenstrauch

Ein herzliches Dankeschön möchte ich sagen, an die Leserinnen mit den hilfreichen Tipps zu meiner Frage im letzten Beitrag. 
Der von mir nicht gekannte Strauch ist  also ein Blasenstrauch. 
So sehen meine Sämlinge von ihm mittlerweile aus. 
Und hier noch einmal ein schöneres Tageslicht-Foto vom damals gesuchten Strauch, dem Vorfahr meiner kleinen Sträuchlein.
Ja, der Blasenstrauch soll sehr trockenheitstolerant sein und ich freue mich, wieder etwas passendes für meinen Garten gefunden zu haben. 
Andere Sträucher sind nicht so gut zu sprechen auf die Trockenheit. Hier ist meine überreich behangene Aronia, deren Früchte ich wieder ernten wollte. Sie sind am Strauch getrocknet. Die brauche ich nicht zu ernten. Auch die Blätter färben sich wunderschön herbstlich. Aber mal ehrlich, muss das bereits Anfang September der Fall sein? 

Die Trockenheit dauert an – aber Manche stört das nicht

So wie hier der Hang, vom Garten runter zur Dorstraße, sieht die komplette Landschaft aus. Heu und blanker Boden, wo man hinguckt. Nichts ist grün und nichts blüht. Wie finden da Insekten und Säugetiere oder Vögel etwas zu fressen? 
Am Hang stehen meine beiden jungen Quitten. Die bekommen ein- bis zweimal am Tag jeweils eine halbe Gießkanne Wasser in die am Stamm eingegrabenen Eimer. Sie kommen ganz gut zurecht. Und! Sie haben dieses Jahr zum ersten Mal Früchte. Ich bin so gespannt auf deren Geschmack und Haltbarkeit. Einmal ist es eine Baumwollquitte und daneben eine fränkische Hausquitte. 
Und weiter geht es im Garten. Dieses Fotos ist ein Ausschnitt unseres Rasens im oberen Garten. Ich finde es sehr interessant, wie unterschiedlich die Gewächse mit Hitze und Dürre zurecht kommen. Alle Gräser sind hoffnungslos verdörrt, getrocknet und abgestorben. 
Stauden dagegen, hier Unkräuter oder besser Wildstauden, haben da wohl tiefer greifende und effektivere Wurzelsysteme als Gräser und sind grün, wachsen und blühen. Zumindest die für diesen Standort mit Trockenheit angepassten Arten.
Mit Gräsern im Garten kann ich ja eh nichts anfangen. Einzig im Rasen, da brauche ich sie, wegen der normalerweise ruhigen, grünen Optik. Im Staudenbeet wären sie mir wegen ihrer „ruhigen“ und immer gleichen Optik zu langweilig. Mit Stauden habe ich da mehr Abwechslung in Form und Farbe und Blüte. Auch die Insekten sind dieser Meinung.

Herbstzeit ist Erntezeit – auch diese Jahr wieder hervorragende Kartoffeln 

Im Gemüsegarten geht die herbstliche Ernte munter weiter. Unten am Dorfweiher habe ich die mittelfrühen Galactica Kartoffeln geerntet. Sie waren oberirdisch schon abgestorben. Mein regelmäßiges Gießen mit der Benzinpumpe direkt aus dem Weiher (dessen Wasser ja fast schon wie Dünger ist)  hat sich scheinbar gelohnt. Fast 20 kg herrliche, gesunde und große Kartoffeln.

Wie wohl all die anderen Sorten dieses Jahr ausfallen? Ein wenig muss ich mich da noch gedulden, mit der Ernte. 

Kartoffelernte – ganz leicht mit der Hand und ohne Gabel, Haue oder Spaten

Meine Kartoffeln habe ich nie angehäufelt. Nur in eine Rille mit Kompost und Hornmehl gelegt, zugerecht und ganz dick mit Stroh bedeckt. HIER habe ich davon berichtet. Das war alle Arbeit seit dem Frühjahr. Außer dem Gießen und NeemÖl-Spritzen gegen die vielen vielen Kartoffelkäfer. 
Beim  Ernten muss ich auch nur das übrige Stroh und Kartoffelkraut beiseite schieben. Schon liegen sie da. Mit den Händen kann man ernten. Zu Hilfe nehme ich nur eine kleinen Handschaufel um an Stellen, deren Boden hart ist, zu graben. Und um die vereinzelt tiefer wachsenden Knollen zu heben. 
Kartoffeln mit grünen Stellen habe ich keine! Als ich früher noch anhäufelte, waren immer sehr viele mit grünen Stellen dabei. 

Nach der Ernte kümmere ich mich weiter um den Boden…

Erinnert ihr euch noch an den vergangenen Beitrag mit der Möhren und Zwiebelernte? Die abgeerntete Fläche habe ich mit dem  ausgerissenen Unkraut und Gemüselaub gemulcht. Auf den Mulch habe ich einfach Senfsamen gesät. Mit der Brause einmal bewässert, daß die Samen etwas runter rutschen und das war’s. Jetzt keimt ein schöner Senfteppich, den ich dann wieder abhacken und als Mulchschicht für den Winter verwenden kann. 

… und ein lebendiger, gesunder und natürlicher Boden kann selbst todgeweihte Pflanzen retten

Und noch eine Erinnerungsfrage. Vor einen paar Beiträgen zeigte ich Fotos von den absolut kaputten und von Erdflöhen durchlöcherten Blaukrautpflanzen. Die hätten damals eigentlich schon geerntet werden müssen. Aber sie hatten ja nicht einmal ein geschlossenes Zentrum und schon gleich keinen Kopf. 
Mulchen (gesunder und lebender Boden!), Neemöl-Spritzen und Bewässerung wieder in Gang bringen (damals im August) sowie  kühlere Temperaturen haben ihn wieder belebt. Die kaputten Blätter sind abgefallen und neue haben sich gebildet. Ein oder zwei Pflanzen bilden nun Köpfe und ich kann doch noch etwas ernten. Ist das nicht sagenhaft? Man muss der Natur nur geben, was sie braucht und schon läuft es. 

Auch der Butterkohl, der schon  hätte im Frühsommer geerntet werden sollen, kommt jetzt in die „Pötte“.

Sie reifen jetzt langsamer, aber sie reifen und reifen. Morgen wird wieder verarbeitet. 
Ins Gewächshaus komme ich schon gar nicht mehr hinein, so zugewuchert ist es. Bald ist aber Schluß und es wird aufgeräumt. 
… schließlich stehen die nächsten Gewächshausbewohner schon in den Startlöchern. 
Die ersten Winterkopfsalate sind am Wachsen. Sie werden nach den Tomaten die nächsten Monate dort verbringen. Wie das dann im Frühjahr (Anfang März) aussieht, könnt ihr euch  HIER  noch mal ansehen. 

Und doch habe ich EINEN Mineraldünger  (Kunstdünger) im Einsatz 

Ein unspektakuläres Foto ist das Folgende. Ein Zitronenbusch im Kübel. Nichts besonderes? Oh doch, das könnt ihr euch ja denken, wenn ich hier davon berichte. 
Seit dem Winter gieße ich die Zitruspflanzen mit flüssigem Calciumdünger (wie er auch bei Blütenendfäule für Tomaten verwendet wird). Ich verwende ansonsten keine Mineraldünger und lehne das ab. Ausnahme ist so ein Mangelfall, wie ihn die Zitrusgewächse hier im Garten von Anfang an haben und mir eines nach dem anderen kaputt ging. Egal welche Erde, welcher Dünger. Speziell für Zitrusgewächse oder aus dem Garten. Nach kürzester Zeit werden die Blätter hellgrün, dann noch heller und noch heller. Die Pflanzen gehen ein. 
Ich las, dass  Zitruspflanzen entgegen aller gängigen Ratschläge, unbedingt das Calcium (Kalk im Wasser) brauchen. Scheinbar ist das in unserem Brunnenwasser nicht enthalten. Damals, vor meinem Umzug hier her hatte ich keinen Probleme mit der Zitrone. Seit wir hier sind, kränkelt sie und ich hätte sie schon beinahe verloren. 
Und jetzt? Sattgrüne Neuaustriebe. Ältere Blätter sind wieder grün geworden. Ganz alte und hellgelbe hat der Baum abgestoßen. So schön grün sah ich ihn nun seit Jahren nicht mehr. 
Calciumdünger und Brennesseljauche. Diese Beiden, vor allem glaube ich, das Calcium, haben ihn gerettet. Wer also auch derartige Probleme mit seinen blassen Zitrusgewächsen hat, sollte sich so einen Calcium (nicht Kalium!!!!) Spezialdünger besorgen. Zwei weitere Zitruspflanzen erholen sich in der gleiche Art und Weise. Dieser Busch hier ist also kein Einzelfall oder eine Ausnahme!

Herbstimpressionen mit Frosch

Bevor ich mich für dieses Mal wieder verabschiede, noch ein Blick ins Staudenbeet vor dem Gemüsegarten. 
Meine Lieblingsdahlie hier mit den letzten Blüten der Clematis und der gelben Schafgarbe. 
Und ganz zum Schluß, weil es mit dem Blasenstrauch letztes Mal so wundervoll geklappt hat, wieder eine Frage an die Fachleute unter uns. Im Garten wimmelt (ja wimmelt) es nur so von Laubfröschen. Dieser Geselle hier allerdings ist kein Laubfrosch. Dafür aber ein treuer und unaufgeregter Bewohner des Gemüsegartens.  Jeden Tag hüpft er mir über den Weg. Kann mir jemand sagen mit wem ich es hier zu tun habe? Der ist ein ganz schöner Brocken, was man im Foto (Handy und auch noch Zoom nicht so richtig sieht). Wenn ich so auf meinen Schreibtisch schaue, fällt mir auf, dass er mindestens die Größe meiner Computer-Maus hat, wenn diese Info weiter hilft. 

Gemüsebeet fertig für den Winter und ein Rezept mit Suchtpotenzial

Ich habe heute Gartenarbeiten erledigt, die ich sonst ein paar Monate später mache. 
Ja im Ernst, ich fasse es selbst nicht. Vielleicht waren es auch die 31°C (in der Sonne über 40°C), die mich ganz mischucke machten und zu solchen Arbeiten verleiteten. 
Ich habe im Gemüsegarten die Beete aufgeräumt. Und eigentlich ist das große Beet hier jetzt gut vorbereitet für den Winter. Ist das nicht echt ein verrücktes Jahr? 
Im letzten Artikel habe ich ja schon gesagt, dass mit Gemüse dieses Jahr kein Blumentopf zu gewinnen ist. Und wo jetzt die Mega-Hitze kommt, wird ohnehin nichts mehr aus all dem Brokkoli und Blumenkohl mit mickrigem zerfressenen  Laub (Raupen, Erdflöhe) das schlapp in der Sonne hängt und in dem manchmal so etwas wie eine total zerfranste ungleichmäßige, einfach unbeschreibliche Struktur zu erkennen ist. Damit meine ich die zu erntende Blütenknospe. Also ich verwende ja wirklich viel, ich will nichts verkommen lassen. Aber Blumenkohl und Brokkoli dieses  Jahr habe ich jetzt als Mulch eingesetzt. Genau wie die Kohlrabi. Wenn sie nicht von Erdflöhen aufgefressen waren, platzten sie, nicht größer als eine kleine Tomate, oder sie verfaulten fürchterlich stinkend. Die Gurken auf die ich so stolz war, sind auch alle (bis auf eine Pflanze einer Sorte) dahin. Die letzten gelben Gürkchen habe ich abgemacht. Jetzt schmeckten sie sehr, sehr gut und nicht mehr  bitter. Schade, dass es wieder nicht mit Gurken klappt. Der Frühkohl ist ebenfalls Mulch, samt den  Raupen. Dann die Schwarzenbeere, das einzige das wuchs, ja wucherte. Ich dachte, die bleibt kleiner. Das Erbsenstroh ist ebenfalls Mulch. Fürs nächste Jahr habe ich die extra hängen gelassenen Schoten abgemacht. Gut, daß ich sie gleich gepuhlt  habe, um an die Samen zu kommen, die ich nächstes Jahr sähen werde. Alle zerfressen vom Wurm und sofort entsorgt. Ringelblumen und Kapuzinerkresse wucherte, dass keine  Beetstruktur mehr erkennbar war. Kurzerhand alles Mulch. Bei dem Wetter jetzt darf natürlich erst recht kein Boden offen liegen. Das wäre der Tod für’s Bodenleben.

Jetzt steht noch der kümmerliche Mangold, eine schlappe Gurke, der viel, viel zu kleine Meerrettich, die viel zu kleinen und gakeligen Buschbohnen und ein wenig Sommerlauch. 

Ich habe alles gleich zerkleinert und als Mulch ausgebreitet. Zwei Beete habe ich zusätzlich zum Schutz vor der Trockenheit und weil ich nicht richtig ausreichend Mulch zur Verfügung habe (Rasenmähen ist ja  im Moment nicht möglich) mit Bändchengewebe (Mulchfolie) bedeckt.

Ein Versuch, ob es was bringt, ob der Boden feuchter bleibt und das Pflanzenmaterial schneller verrottet.

Immerhin brauche ich ja jetzt zeitnah Platz für Wintersalate, Winterrettich, Endiviensalat,  Radieschen.  Dann Feldsalat und Spinat.

Wirklich perfekt ist dieses Wetter für die Tomaten. Solche Trauben an Tomaten habe ich noch nie gehabt. Und ich baue jedes Jahr die gleichen Sorten an. 
Und dann wieder zwei Pflanzen neben der Tomate aus dem Bild oben, dieses Bild. Nur ein Stock und ich kann machen was ich will, der geht kaputt. Ausgerechnet die Ochsenherz, auf die ich so gespannt war. Eine einzige ist rot, viele noch grün. Hoffentlich wird die Ersatz-Ochsenherz am Zaun was, damit ich ein paar Ernten kann. Von der hier erwarte ich mir nicht mehr viel….
Und wer hätte gedacht, dass der Begriff  Ampel-Tomate so ernst gemeint ist. Ich habe sie im Topf und nicht in der Ampel. Aber sie will einfach wirklich nach unten hängen. Keine Chance, das Gewirr an Stängeln, Blättern und vor allem Früchten irgendwie aufrecht in Form zu bringen. Ob ich nächstes Jahr wirklich einmal eine große Ampel (gibt es die mit Wasserreservoir?)  mit ihr bepflanze? Sieht sicher toll aus. 
Jedenfalls mangelt es auch dieses Jahr nicht an Tomaten. Vorne links die erste (und einzige) Ochsenherz. Die kleinen Cocktailtomaten der  Gardenpearl (so heißt die Ampeltomate) sind schon in der Küche. 
Gut, daß es so viele sind, da kann ich experimentieren. Zum ersten Mal habe ich kleine Cocktailtomaten in Essig-Zucker-Gewürzlösung eingekocht. Oh sind die lecker. 
Und heute habe ich Pesto gemacht. Aus frischen Tomaten, nicht aus getrockneten und dann eingeweichten, wie es meist der Fall ist. Das Rezept findet ihr auf achimsgartenzumessen.de. 
Lange habe ich überlegt, ob ich es veröffentlichen soll. Diejenigen, die es nachmachen, werden mich dafür verteufeln. Wer das einmal probiert hat, wird sofort unheilbar süchtig danach und kommt nicht mehr los.  Soooo unendlich lecker ist es. Ich hoffe euer Zorn legt sich dennoch bald wieder und ihr seid mir wegen dem Rezept nicht lange böse…….
Irgendwie ist mir gerade nach Aufräumen und Ausmisten im Garten. Die Baumscheibe meines Hausbaumes habe ich gesäubert. Jetzt sieht man wieder den Buchs. Und leider auch noch immer die Unregelmäßigkeit des Kreises. Der Hund hat etliche Buchse tot-gepinkelt. Ich habe keinen Zünsler sondern einen Labrador, der den Buchs umbringt. So musste ich neue Stecklinge ziehen. Die stehen schon in den kahlen Stellen, aber sind halt noch so winzig klein. 

Und nachholen wollte ich noch dieses Foto. Also ich vor einiger Zeit den ganzen Heckenschnitt und Äste der Bäume hinter dem Carportdach häckselte, langte die Menge gerade aus. Endlich konnte ich unter dem Spalierobst mulchen. Erst den Rasen mit Pappe abgedeckt und dann mit Häcksel gemulcht. Rasen unter jungem Spalierobst und Beerenobst ist einfach nicht gut. Man kann ihn nicht gut mähen und er nimmt dem Obst einfach zu viel Nahrung und auch Wasser.

So, das war’s für heute. Morgen geht es weiter. Tomaten verarbeiten und Beete säubern. Wenn schon nichts gescheit wächst, soll es wenigstens ordentlich aussehen.